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Bayerisches Wörterbuch (BWB)

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Fragebögen S1 bis S50

Fragebogen S 1: Kopf (1)

1 / A

1. Ausdruck für Kopf, Haupt (gewöhnliche und scherzhafte Benennungen; man achte besonders auch auf die Verwendung des Wortes in übertragenem, bildlichem Sinne);

1 / A

2. Vergleiche und Redensarten mit Kopf in eigentlicher Bedeutung (z. B. Kopf stehn, der Kopf möchte einem zerspringen usw.);

1 / A

3. solche mit Kopf in übertragener Bedeutung. (z. B. das ist ein feiner, offener Kopf, jemand den Kopf verdrehen);

1 / A

4. schöner, ebenmäßig gebauter Kopf (Christus-,  Tituskopf);
4a. häßlicher, unebenmäßiger K.;

1 / A

5. großer K. (man achte hier wie im folgenden auf die zugehörigen Eigenschaftswörter, vgl. D2);
5a. Wasserkopf;

1 / A

6. kleiner K.;

1 / A

7. oben zugespitzter K.;

1 / A

8. langer K.;

1 / A

9. kurzer, platter K.;

1 / A

10. runder K.;

1 / A

11. breiter K.;

1 / A

12. schmaler K.;

1 / A

13. schiefer K.;

1 / A

14. K. mit dunkler Gesichtsfarbe und krausem Haar (Mohrenkopf);

1 / A

15. mißgestalter K, z. B. Fischkopf (Kindskopf mit fischartig aufge­zogener Nase und Oberlippe), Hasenkopf (K. mit Hasenscharte), Vogelkopf;

1 / A

16. K. mit Ungeziefer behaftet (Laus-, Nißkopf);

1 / A

17. Krankheiten des Kopfes (Kopfweh, -typhus usw.);
17a. durch Krankheiten entstellter K. (Krätzen-, Grindkopf u. a.);
17b. Beule, Auswuchs am K. (Redensarten);

1 / A

18. auf den Kopf schlagen ("schädeln"), Schlag auf den Kopf;

1 / A

19. enthaupten, köpfen;

1 / A

20. sonstige Zusammensetzungen mit Kopf, Schädel usw., an zweiter,
20a. erster Stelle (z. B. Weiberkopf, Kopfstück).

1 / B

1. Totenkopf;

1 / B

2. Bräuche, die sich auf den Totenkopf beziehen (z. B. Waschen, Einwickeln, Färben desselben vor dem Wiedereingraben oder Hinterlegen);
2a. Nachbildung des Totenkopfes;

1 / B

3. Aberglaube. 

1 / C

1. Schädeldecke ("Platte“), Hirnschale (-kästlein);

1 / C

2. Hirn (man achte darauf, daß in vielen Mundarten "Hirn" soviel als Stirne bedeutet, also unter D gehört);

1 / C

3. Zusammensetzungen mit Hirn (hirnrissig usw.);

1 / C

4. Hinterhaupt:

1 / C

5. Schläfe;

1 / C

6. Höhlen, Gruben an den Schläfen.

1 / D

1. Stirne;

1 / D

2. hohe St. (Eigenschaftswort! d. h. die ganze Vorstellung durch ein Eigenschaftswort ausgedrückt, wie etwa "hochstirnig");

1 / D

3. niedere St.;

1 / D

4. gewölbte St.;

1 / D

5. Stirnfalten, Stirnrunzeln (Zeitwort und Redensarten!):

1 / D

6. Auswüchse, Schwellungen an der Stirne (Hörndl wachsen u. a.).

1 / E

1. Wange, Backe;

1 / E

2. Farbe der Wangen, Vergleiche;

1 / E

3. schminken, Schminke;

1 / E

4. stark geäderte Wangen;

1 / E

5. aufgedunsene W., pausbäckig, Pausback;
5a. fettlappig über das Gesicht herabhängende W.;

1 / E

6. ebene W.;

1 / E

7. hohle, eingefallene W., hohlwangig, "Hungerlücke" ;

1 / E

8. Wangengrübchen;

1 / E

9. Backenknochen;

1 / E

10. Mensch mit starken Backenknochen;

1 / E

11. Streicheln, Tätscheln der Wange, Kneifen in die W.;

1 / E

12. Backenstreich, Ohrfeige, leichte, starke, schallende, Redensarten;

1 / E

13. geschwollene Wange.

1 / F

1. Kinn;

1 / F

2. Kinnlade;

1 / F

3. Fettkinn, Mensch mit solchem;

1 / F

4. Unterkinn;

1 / F

5. geteiltes, Doppelkinn;

1 / F

6. gespitztes K.;

1 / F

7. vorgeschobenes K.;

1 / F

8. langes K, Mensch mit solchem;

1 / F

9. kurzes K.;

1 / F

10. breites K;

1 / F

11. schmales K.;

1 / F

12. Kinngrübchen;
12a. Form desselben und daran sich knüpfender Volksglaube;

1 / F

13. "Goderl kratzen".

1 / G

1. Gesicht (Ausdrücke und Wendungen, Umschreibungen wie z. B. "unter den Augen");

1 / G

2. Farbe des Gesichtes;
2a. Mensch mit rotem, braunem usw. Gesicht;

1 / G

3. volles G. (Eigenschaftswörter, Redensarten);

1 / G

4. aufgedunsenes G.;

1 / G

5. langes G., Mensch mit solchem;

1 / G

6. breites G.;

1 / G

7. schmales G.;

1 / G

8. schönes G.;

1 / G

9. häßliches G.;
9a. schmutziges G.;

1 / G

10. gescheites G.;

1 / G

11. glattes G.;

1 / G

12. blatternarbig;

1 / G

13. Falte;

1 / G

14. Runzel, Furche, runzlig;

1 / G

15. Schramme, Narbe, zerkratztes G.;

1 / G

16. fröhliches G.;

1 / G

17. betrübtes, mürrisches, böses (= ärgerliches) G.;

1 / G

18. bösartiges G., Gauner-, Verbrechergesicht;

1 / G

19. Grimassen machen (Gesichter schneiden), zucken, verzerrtes G.;

1 / G

20. Faustschlag ins Gesicht;

1 / G

21. Leberflecke;

1 / G

22. "Feuermal";

1 / G

23. Sommersprossen;

1 / G

24. Pusteln;

1 / G

25. Mitesser;

1 / G

26. Gesichtsrose, Rotlauf und andere Erkrankungen.

1 / H

1. Mund, Maul (Wendungen!);

1 / H

2. großes, breites Maul (Eigenschaftswort!), Mensch mit solchem, bildliche Wendungen;

1 / H

3. kleiner, schmaler Mund;
3a.  schöner M. (Kirschenmund);

1 / H

4. fetter, voller M.;

1 / H

5. Mundwinkel;

1 / H

6. den Mund öffnen; 6a. den Mund offen halten, Maulaffen feilbieten;

1 / H

7. gähnen;

1 / H

8. verzerrter, weinerlicher M.;

1 / H

9. den Mund halten, reinen Mund halten;

1 / H

10. mundfaul;

1 / H

11. Ausschlag um den Mund und andere Krankheiten (übelriechender M., Mundfäule usw.);

1 / H

12. Zusammensetzungen mit Mund;

1 / H

13. Mundvoll.

Fragebogen S 2: Die Osterwoche (1)

2 / A

1. Palmsonntag, Palmtag, Blumentag, Blumensonntag, Blühensonntag, grüner Sonntag;

2 / A

2. Palmweihe;
2a. Palmbuschen, Palmgerte, Palmbesen, Palmwedel (-wadler), Breitling;
2b. Größe des Palmbuschens, Ausdrücke hiefür;
2c. woraus besteht der Palmbuschen? (Kranewit, Wachholder, Gromelsträußlein, Waxlaub, Stechpalme, Schrätel- oder Schratlaub, Sefen-, Segel-, Segenbaum oder Segel-, Segenzweig); Äpfel am Palmbuschen, wie heißen, wozu dienen sie?
2d. Palmkätzlein, wogegen sind sie Schutzmittel? werden sie in bestimmter Anzahl verschluckt?
2e. was geschieht mit den Palmbuschen (-gerten) und ihren Bestandteilen? (Befestigung oder Aufbewahrung hinter Stubenkruzifixen, unter dem Dache, in Ställen; wann? wozu? Ausdrücke dabei); werden die Palmbuschen oder Teile davon verbrannt? (wann? wozu? etwaige Redensarten!);
2f. Palmbuschenträger; Unfug, der von den Palmträgern etwa ge­trieben wird?

2 / A

3. werden Haselnußstecken geweiht? ihre Namen (Hexenbesen, Wetterbuschen); wozu werden sie verwendet? welche Kräfte wohnen ihnen inne? womit schmückt man sie? (etwa mit Meerrettich, Salzstücken, Bändern?);

2 / A

4. gilt der Palmsonntag noch als Beichttag der Weiber und ledigen Leute?

2 / A

5. die Passion, das lange Evangelium; Wendungen, die sich darauf beziehen;
5a. werden am Palmsonntag und in der Karwoche bestimmte Gebetbücher benützt und wie heißen sie? darin enthaltene Betrachtungen und Andachten, z. B. "Leiden-Christi-Andacht";

2 / A

6. Palmesel; auch als Spottname verwendet? Redensarten wie z. B. "aufgeputzt wie ein Palmesel“;
6a. Palmeselfahrt (wann und von wem veranstaltet? Redensarten);
6b. wird ein Christusbild in Holzplastik mitgeführt und wie heißt es? wird Christus durch eine Person dargestellt und hat diese einen besonderen Namen?;
6c. Lieder, die dabei ge­sungen werden;

2 / A

7. die Grintbüßerin, Person, die am Palmsonntag den Kindern die Haare schneidet, die Köpfe wäscht;

2 / A

8. wie heißt die Woche vor dem Palmsonntag? haben die Tage dieser Woche besondere Namen, wie z. B. Palmfreitag, schmerzhafter Freitag?

2 / B

1. Karwoche, Antlaßwoche, Marterwoche, Grünen- oder Grunenwoche;

2 / B

2. Mittwoch in der Karwoche, Platzmittwoch, Fastenmittwoch, krummer oder gruner Mittwoch, Mittwoch in der krummen (grunen) Woche;

2 / B

3. Pumpermette (wann gehalten?); Ostermette, Rumpelmette, darnach der Karmittwoch auch Pumpermittwoch genannt;
3a. was liest, betet der Gläubige dabei? besondere Gebetbücher? wie deutet das Volk das lateinische Vespern der Geistlichen aus? ("die Juden disputieren über Christen");
3b. Redensarten: besoffene Metten, jemanden ausmettnen = auszanken;
3c. der Karmittwoch ein Beichttag der Eheleute?

2 / C

1. Gründonnerstag, Mendeltag, heiliger Pfinztag, Pfinztag in der Märtelwoche, Speispfinztag, Weihenpfinztag, Antlaßpfinztag, Frauenant­laß(tag);

2 / C

2. Antlaßeier, Ostereier, wozu dienen sie? werden sie (zerbrochen) auf die Felder gestreut, in die Felder oder unter dem Stalltor eingegraben?;
2a. Eierfärben, Eierfarbe (welche Farben bevorzugt?), Färbemittel (z. B. Zwiebelschalen), Abreiben der Eier mit Speck, Sprenkeln der Eier, gesprenkelte Eier, Beschreiben der Eier (womit?), werden sie dem Vieh eingegeben? zu welchem Zweck? (vgl. E);
2b. wer legt die Ostereier? (Osterhase, -hahn, -gockel; Saathahn, wie muß er behandelt werden, damit er die Eier legt? [Waschen der Krallen ?]);

2 / C

3. besondere Speisen am Gründonnerstag (Kräutelsuppe, aus wievielerlei Kräutern? Nisselsalat, Spinat mit Ei u. a.);

2 / C

4. Brotweihe;
4a. Geldweihe;
4b. Scheitholz- oder Scheitelweihe;

2 / C

5. die Glocken fliegen (reisen, wandern) nach Rom (auf Rom), sie sind gestorben; wann kehren sie zurück? wann, bis wann wird das Geläute eingestellt?

2 / C

6. Ratsche, Osterratsche (auch Spottname für ein zungenfertiges Weib; wann haben diese „Oster-" oder „Karfreitagsratschen" ihren Namenstag?), die verschiedenen Arten der Ratsche (Hand-, Karren-,  Turmratschen);

2 / C

7. Ratscherbuben, wie heißt ihr Führer? (Sprüchlein, die sie ausrufen oder singen?), Belohnung der Ratscherbuben (wann, wie, womit vollzogen?);

2 / C

8. erst-, zweit-, zusammenratschen;

2 / C

9. Zere­monie des Auslöschens der 12 Kerzen (Ausdrücke dabei);

2 / C

10. Kommunion der Geistlichen, der Eheleute am Gründonnerstag;

2 / C

11. Bräuche am Gründonnerstagabend, Ausdrücke dafür (Gang der Hausgenossen in den Garten, Zweck und Verhalten dabei? knien auf Holzscheiteln u. ä.).

2 / D

1. Karfreitag, Martertag, höchster Freitag, schmerzhafter Freitag, Ausschlaftag (der Geistlichen);

2 / D

2. wird das Feuer am Herd abgestellt?

2 / D

3. Zwingmesse, verstörte Messe; 3a. wer liest am Karfreitag die Messe? Volksscherze, Mesnerwitze;

2 / D

4. das heilige Grab; sind besondere Ausdrücke für seine Teile und für gottesdienstliche Hand­lungen bei ihm vorhanden? welche? (z. B. Heiliggrabnächte, -andacht);
4a. Küssen der ausgestellten Kruzifixe, Art, Bezeichnung der Küsse, wie nähert man sich dem Kruzifixe (hinrutschen?)?
4b. Besuchen des heiligen Grabes, wie oft? Redensarten;

2 / D

5. wird am Karfreitag gezaubert? Karfreitagsaberglaube;

2 / D

6. wird der Saat­hahn geschlachtet?

2 / D

7. Fastenbräuche am Karfreitag? wer beteiligt sich daran?

2 / D

8. Arbeit am Karfreitag, Ansichten darüber; wer vom Gesinde wird in die Kirche geschickt?

2 / D

9. Spendung der Wegzehrung am Karfreitag;

2 / D

10. Speisen am Karfreitag (und Karsamstag); die „Häringseele“ und der Karfreitag, Volkswitze, die sich darauf beziehen.

Fragebogen S 3: Die Osterwoche (2)

3 / E

1. Karsamstag, Judassamstag;

3 / E

2. Weihefeuer, wo und womit wird es entzündet? wie heißt der Platz? Feuerweihe;

3 / E

3. wie verschafft man sich das Weihefeuer? Bräuche dabei: Zunderschwammschwingen, Herumtragen eines angebrannten Scheites von Haus zu Haus;
3a wie heißt das Holz, das Scheit, der Span, die am Weihefeuer entzündet werden? der Scheitträger? wozu wird es benützt? wogegen schützt es?
3b. wie lange soll das neue Herdfeuer brennen? wer gibt darauf acht? und worin besteht die Belohnung?

3 / E

4. Fastenfeuer, Judas- oder Jaudesfeuer, Judaskohle, Judassteckerl;
4a. Woraus besteht der Holzstoß? wer gibt das Material dazu? wer zündet den Stoß an? womit? wann? Ausdrücke, Wendungen; wo, wie und wann wird der Anzünder beschenkt? Ausdrücke wie "Judasverbrennen" (was, wer wird verbrannt?), "Judas", "Ostermann" usw.; wie wird die Asche bezeichnet und verwendet?

3 / E

5. Wasserweihe, Osterwasser, seine Verwendung;

3 / E

6. das erste Glockenläuten (Bräuche dabei);

3 / E

7. Fleischweihe (findet sie erst am Sonntag statt?);
7a. Gesamtname der zur Weihe gebrachten Lebensmittel;
7b. Weihfleisch, Osterschinken; welche Fleischarten und -teile werden dazu ausgewählt?
7c. Mehlspeisen, Kuchen, die geweiht werden: Osterfladen, -brot, -reinling, -gugelhupf, "Wacker";
7d. sonstige Beilagen zum Weihfleisch ? z. B. Salz "Ostersalz", Meerrettich, "Osterkren", Zünd­holz, Eier; wie sollen die zur Weihe gebrachten Eier beschaffen sein? wie werden sie beim Verzehren geöffnet? an welcher Seite? (vgl. G); Volksglaube, der sich darauf bezieht;
7e. Osterlamm; Widderbraten, seine Bezeichnung; wer stiftet ihn? wie nennt man den Spender? wird der Widder geschmückt? wie? wie und von wem wird er verzehrt? Osterkalb;
7f. Korb, Schaff, in dem die zu weihenden Sachen getragen werden, Name?
7g. Tuch, mit dem sie zugedeckt werden (Weihtuch?);
7h. Person, die zur Weihe trägt (Weihetragerin, Volksglaube), Redensarten: zur Weihe tragen u. a.;
7i. Schießen während der Weihe (Weiheschießen?);
7k.  Späße bei der Speisenweihe;
7l. erhält der Pfarrer, Mesner etwas vom Geweihten? was? wie heißt es?

3 / E

8. Auferstehung (wann, wie gefeiert?), Urständ, Urständfahne ("Urständ" ist oft auch: Heilandsbild mit der Siegesfahne);
8a. Allelujasingen, Bedeutungen des Wortes Alleluja, z. B. der hat sein Alleluja u. ä.), Allelujablümlein, welche Blume heißt so?

3 / E

9. Osterabend, -nacht (Gebräuche während derselben: wann, unter welchen Umständen beginnt man die geweihten Speisen zu essen? Reihenfolge; wie werden sie unter die Dienstboten aufgeteilt? was geschieht mit den Resten?); Volksglaube (vom "Geweihten" darf man ohne Schaden essen, soviel man will usw.);

3 / E

10. Feuer in der Osternacht, Osterfeuer, Bräuche dabei;

3 / E

11. Karsamstagsaberglaube (z. B. sucht man nach Mitteln gegen den Bilmesschnitt, "Durchschnitt"? wie? ["Kreuzltragen“]).

3 / F

1. Ostersonntag, Ostertag, zu Ostern, auf Ostern, Osternwünschen;

3 / F

2. Bräuche am Ostermorgen: Wasserschöpfen; Schießen;
2a. Osterschüssel, die auf dem Treidsaher steht;
2b. Getreidbeten;
2c. in die Grüne gehn, Grünwasengang;
2d. Beten unter Bäumen, Schütteln der Bäume;
2e. wie heißt der, der am Ostermorgen als letzter (zu spät) aufsteht? (Osterbloch, Bloch?);
2f. Schmeckostern;
2g. glaubt man, daß die Sonne am Ostermorgen hüpft? wie oft?
2h. Emausgehn, wann?

3 / F

3. Osterspeisen, mittags, abends, z. B. Ostersuppe (womit bereitet?), Hahnenbrot, Osterflecken, Osterfladen, Osterkuchen, Lampelbrot, Osterfähnlein, Eierwecken, Osterbraten;
3a. Ostergetränke (Osterbier, -wein, -met), werden besondere Arten verwendet?

3 / F

4. Ostergottesdienst (Ostermesse, Osterpredigt);
4a. Ostermärlein;
4b. Ministrantenschwänke;
4c. Osterheiligenbilder (was stellen sie dar? Aufschriften);
4d. Fasten am Ostersonntag, Volksglaube.

3 / G

1. Bräuche mit Ostereiern: Eierpicken ("beckn"), turtschen; festlicher Beginn desselben, am Karsamstag? Reihenfolge, Betrugsarten beim Eierpicken;
1a. Einhauen, Einwerfen der Eier, womit? (Münzen? welchen?); Stürzen, welche Eier stürzen? Eierhacken, specken, spitzeln;
1b. Eier walgen, rollen; wie heißt das Gestell, worauf man sie rollen läßt (Eierrisel?)? Eier scheiben, schieben; wie sagt man, wenn zwei Eier sich berühren? (titschen?) andere Eierspiele, wie Eierlaufen, -hüpfen, und dabei übliche Ausdrücke;
1c. wie heißen künstlich verstärkte (ausgepichte) Eier (Pecheier)? Ausdrücke für Nachbildungen von Eiern, woraus sind sie gemacht, aus Holz? (Holzeier?); wie nennt man die beschädigten Eier?
1d. Eier bitten (betteln), einsammeln (wer sammelt?), holen;

3 / G

2. Osterritt;
2a. Ostertanz;
2b. Osterwiese;
2c. Osterspiel; Gansrennen (wann? wie?); sonstige Spiele und Belustigungen;

3 / G

3. Ostersprüchlein, Osterlieder, Osterspiele als dramatische Aufführungen;

3 / G

4. Ostergeschenke; womit und wann beschenken sich Liebespaare? wie nennt man das Absammeln von Geschenken (Ranftl klauben?);
4a. Werden am Ostersonn- oder -montag Patengeschenke gegeben? wie heißen sie? (Göden-, Goden-, Godel-, Goten-, Gotelkipfel, -gewand, an-, ausgewanden der Godenkinder).

3 / H

1. Ostermarkt;

3 / H

2. Osterjagd;

3 / H

3. wie heißt die Woche nach dem Ostersonntag? die einzelnen Tage? (Ostermontag, Osterdienstag, -zinstag usw.);

3 / H

4. Samstag nach Ostern (weißer Sonntag, Freudensonntag, Mettag, der kleine Ostersonntag).

3 / I

Zusammensetzungen mit Ostern, soweit noch nicht erwähnt: z. B. Osterwachs (Aberglaube dabei), -licht, -stock, -kerze (auch Schauerkerze, Agnus dei), -blümlein, -veilchen, -luzei, -lilie, -käfer u. a.

3 / K

Gebräuche während der Osterwoche und ihrer Oktave, soweit noch nicht erwähnt; Wetterregeln, Lostage mögen hier verzeichnet werden.

Fragebogen S 4: Kopf (2)

4 / I

1. Lippe, Lefze;

4 / I

2. Oberlippe;

4 / I

3. Unterlippe;

4 / I

4. Hasenlippe, Lippe mit Hasenscharte;

4 / I

5. schmale Lippen;

4 / I

6. herabhängende L.;

4 / I

7. glatt und eben übereinander liegende L.; welche Eigenschaften haben Personen, namentlich Frauen mit derartigen Lippen? ("eine Zusammenzwickende sein" - sexueller Bezug); Redensarten;

4 / I

8. aufgeworfene L., die L. aufwerfen;
8a. gefurchte L., Doppellippe;

4 / I

9. die L. aneinander reiben;

4 / I

10. vorgestülpte L., die L. vorstülpen;

4 / I

11. Kußmäulchen;

4 / I

12. Farbe der L.;

4 / I

13. aufgesprungene L.;

4 / I

14. geschwollene L. (durch einen Schlag, Fall u. ä.), Wendungen: "eine Wurst außerhaben" u. ä.;

4 / I

15. Geschwüre an den L., um die L.; wo kommen sie her? ("falsches Busserl").

4 / K

1. Zahn, in eigentlicher Bedeutung, Redensarten (z. B. lange, stumpfe Zähne bekommen);
1a. in übertragener Bedeutung, wie Zahn eines Rades, an Pflanzen, Zahn des Neides usw.;

4 / K

2. Oberzähne;

4 / K

3. Unterzähne;

4 / K

4. vordere Zähne; wie heißen allgemein oder scherzhaft große Vorderzähne? ("Schaufeln" u. ä.);
4a. kleine spitze Zähne (Mausezähne);

4 / K

5. hintere Zähne;

4 / K

6. Schneidezahn;

4 / K

7. Reißzahn (Eckzahn), Augenzahn;

4 / K

8. Stockzahn (Backenzahn, Mahlzahn);

4 / K

9. Weisheitszähne; wann bekommt man sie?
9a. welche Eigenschaften schreibt man ihnen zu?
9b. Redensarten über den Weisheitszahn;

4 / K

10. erste Zähne, Milchzähne;
10a. zweite Zähne;

4 / K

11. Milchzähne bekommen;

4 / K

12. Milchzähne abstoßen;

4 / K

13. Zahnkrone;
13a. Zahnschneide;

4 / K

14. Zahnhals;

4 / K

15. Zahnwurzel;
15a. Zahnfach;

4 / K

16. Schmelz;

4 / K

17. Farbe der Zähne;
17a. Volksaberglaube hierüber;
17b. Zahnfarbe als Bestandteil der Schönheit; welche Zähne sind schön? welche häßlich?

4 / K

18. Scharte;
18a. abgebrochener Zahn (Stumpen u. ä.);
18b. abbröckelnder Z.;
18c. Loch im Z.;
18d. fauler Z.;
18e. blutender Z.; Redensarten;

4 / K

19. Ansätze am Z. (Zahnstein u. ä.);
19a. Speisereste am, im Z.;

4 / K

20. schiefgewachsener Z., Bezeichnung, Vergleiche; Mensch mit schiefgew. Z.;

4 / K

21.  Zahnnerv, Eigenschaften, Redensarten (er tobt, ihn töten);

4 / K

22. Zahnschmerz; Redensarten (z. B. dem haben die Zähne zum letztenmal weh getan u. ä.); volkstümliche Gegenmittel (auch Zahnsegen);

4 / K

23. Beinhautentzündung;

4 / K

24. Zahngeschwulst; volkstümliche Mittel dagegen;

4 / K

25. Zahnwurzelentzündung; Mittel dagegen; Wurm im Zahn;

4 / K

26. Zahn ziehen, reißen; Volkswitze darüber;
26a. Werkzeuge dabei (Zange - ihr Name? Bindfaden);

4 / K

27. Z. aus-, abbrechen; „einem die Giftzähne ausbrechen“;

4 / K

28. Z. aushauen;

4 / K

29. wie heißen einzelne ohne Nachbarschaft dastehende Zähne? (Haken usw.);

4 / K

30. Wackeln der Z.;

4 / K

31. Ausfallen der Z.; Redensarten;
31a. Was geschieht mit ausgefallenen, gezogenen Zähnen? werden sie weggeworfen? wohin? aufbewahrt? worin? warum?

4 / K

32. Zahnlücke; zahnlückig;

4 / K

33. Mensch, dem die Zähne ausgefallen sind;

4 / K

34. Zähne einsetzen; künstliche Z.;

4 / K

35. Zähne füllen, plombieren; Zahnfüllung, Plombe;

4 / K

36. Zahnarzt (scherzhafte Namen!);

4 / K

37. Zähne (in den Zähnen) stochern; Zahnstocher; womit stochert man sonst? Anstandsregeln dabei?

4 / K

38. Zähne putzen;

4 / K

39. Zahnbürste; Ersatz für sie; Scherze über Gebrauch und Herstellung der Zahnbürste;

4 / K

40. Zahnpulver; Ersatzmittel;

4 / K

41. sonstige Mittel zum Zahnreinigen (Spülen, abends Äpfel, Brot essen);

4 / K

42. die Zähne zeigen (warum?), fletschen; Redensarten;

4 / K

43. die Z. zusammenbeißen;

4 / K

44. knirschen;

4 / K

45. Zahntüchel, Maultüchel (Farbe, Stoff, Arten der Knüpfung);

4 / K

46. sonstige Zusammensetzungen mit "Zahn" als zweitem,
46a. als erstem Bestandteil;

4 / K

47. Aberglaube, soweit nicht schon erwähnt;

4 / K

48. Zahnheilige.

4 / L

1. Kiefer;
1a. vorgeschobener K.;

4 / L

2. Oberkiefer;
2a. vorgeschobener Oberk.;

4 / L

3. Unterkiefer;
3a. vorgeschobener Unterk.;

4 / L

4. Zahnfleisch;
4a. seine Färbung;
4b. seine Krankheiten;

4 / L

5. beißen, in eigentlicher und übertragener Bedeutung, Wendungen, Zusammensetzungen;

4 / L

6. mummeln;

4 / L

7. Gaumen;
7a. wunder Gaumen; Abgehen von Teilen der Haut (wie genannt?);
7b gespaltener G.;

4 / L

8. Zäpfchen;

4 / L

9. Mandeln;
9a. geschwollene M.;
9b. belegte M.;
9c. ausbrechende M.;

4 / L

10. Schlund, Rachen;

4 / L

11. Bräune, häutige Bräune; volkstümliche Mittel dagegen (Dunsten des Halses, Petroleum trinken u. ä., Gebete, Segen);
11a. Halsentzündung;
11b Rachenkatarrh;

4 / L

12. Kieferverrenkung, eine K. erhalten, daran leiden (Zeitwörter); Mensch, der daran leidet.

4 / M

1. Zunge (auch in übertragener Bedeutung), scherzhafte Benennungen (Pleschel, Fleck u. ä.);

4 / M

2. Teile der Zunge, falls Ausdrücke dafür vorhanden (wie heißt z. B. der Muskel, der beim "Zungenlösen" durchtrennt wird? die Zungenader auf der unteren Seite der Z.? die Zungenspitze?);

4 / M

3. große breite Z.;
3a. große längliche;
3b. kurze dicke;
3c. vorne sehr gespitzte;
3d. vorne auffällig stumpfe;
3e. zwischen den Vorderzähnen und bei den Lippen vortretende Z.; Redensarten zu allen diesen Zungenformen und Nennung der Wörter, die einen Menschen der betreffenden Zungenform bezeichnen;

4 / M

4. Eigenschaftswort für die gesunde Zungenhaut;

4 / M

5. belegte Zunge, Belag; woher kommt er? was bedeutet er? Mittel dagegen, Abstreifen des Belages, wie urteilen die älteren Leute darüber?
5a. pelzige,
5b. trockene Z.;
5c. Blasen an der Z.;
5d. geschwollene Z.;

4 / M

6. leicht bewegliche, züngelnde Z.;

4 / M

7. schwere, beim Reden unbehilfliche Z.; angewachsene Z.;

4 / M

8. Eigenschaftswörter in bildlichen Wendungen, wie "flinke", "boshafte" Z. u. ä.;

4 / M

9. Farbe der Zunge; Bedeutung der Farbe;

4 / M

10. Zunge recken, zeigen, wem? wann zeigt man sie? Scherze (Spiele) beim Zungenrecken;

4 / M

11. wie heißt der, der gerne die Zunge zeigt?

4 / M

12. lecken, Wendungen!

4 / M

13. Zungenfehler, Anstoßen;
13a. Zungenschlag, Redensarten;

4 / M

14. Krankheiten der Z. (z. B. Zungenkrebs);

4 / M

15. Zusammensetzungen mit "Zunge" als zweitem;
15a. als erstem Bestandteil (z. B. Schweinszunge, zungenfertig).

Fragebogen S 5: Die Zeit zwischen Ostern und Fronleichnam

5 / A

1. Erster April;
1a in den April schicken, Aprilspässe und ihre Benennungen;

5 / A

2. Aprilnarr, -ochs usw.;

5 / A

3. Gegenstände, die der Aprilnarr holen soll (wie Machmigscheit, Ochsdrahdium, Ibidum [Betonung, Geschlecht angeben!], Kinder-, April-, Spenadelsamen usw.);

5 / A

4. Sprüche, die sich aufs Aprilschicken beziehen;

5 / A

5. Volksaberglaube: was gelingt am 1. April gut, was nicht? (Aderlaß, Geburt u. a.).

5 / B

1. Haben die Wochen (Sonntage) nach dem Sonntag nach Ostern besondere volkstümliche Namen?
1a. Gibt es einen Gesamtnamen für die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten?
1b. Welche Andachten sind während derselben üblich? (Benennungen);

5 / B

2. Wie heißt der zweite Freitag nach Ostern? (Dreinagel-Freitag?); Bräuche;

5 / B

3. Georg, Georgstag (zu, auf, um Georgi);
3a. Verkleinerungen: Girgl, Irgl u. a.;
3b. Zusammensetzungen mit Georg, Girgl usw. (Hansirgl, "Hanziagl" u. a.);
3c. Umschreibungen für Georg: lateinischer Michael;
3d. führt der Heilige ein besonderes, mit dem Namen fest verbundenes Beiwort, z. B. "der Ritter" Georg? wie stellt man sich den Heiligen vor? (auf einem Schimmel? bestimmte Martern leidend? als Drachenkämpfer?);
3e. Lokalsagen und -legenden, Schwänke vom heiligen Georg;
3f. wer ruft ihn insbesondere an? bei welchen Anlässen?

5 / B

4. Bräuche (Georgijagen, St. Jörgen-, Törnjagen, Georgiritt, St. Jörgen-Schnalzen, Grasläuten u. a.);
4a. wie heißen die daran Beteiligten?
4b. wie ihr Anführer?
4c. Anordnung der Beteiligten;
4d. was wird gesammelt? gemeinsam verzehrt? wo?
4e. Sprüche der Georgijäger;
4f. kurz zusammenfassende Schilderung der Vorgänge;

5 / B

5. Georgshemd (woraus gemacht?);

5 / B

6. Georgstaler (besondere Verwendung, Bewertung als Münze, Amulett?);

5 / B

7. Georgssegen (meist für die Pferde?);

5 / B

8. Georgskrankheit (Angriff = Milzbrand);
8a. dünner Jörg (= Diarrhöe);
8b. Georgstropfen;

5 / B

9. wofür ist Georgi Termin? (Wiesen dürfen nicht mehr betreten werden, Aufstellen der Eh-Zäune, Miettermin u. a.);
9a. Bauernregeln zu Georgi;

5 / B

10. Sonstige Bräuche am Georgitag; was geschieht bei Sonnenaufgang? (Hantieren mit Laubfröschen als Liebeszauber u. a.);

5 / B

11. Pflanzennamen (wie St. Georgskraut, -holz, -wurz, -rosen, -schwamm); 
11a. Name von Nahrungs-, Genußmitteln mit Georg(i) als erstem Bestandteil (z. B. Georgibier);

5 / B

12. Markustag, Marx;
12a. Markusprozession;

5 / B

13. Walburga; Verkleinerungsformen;
13a. wie stellt man sich die Heilige vor?
13b. wofür hilft sie?
13c. Tau am Walburgistag, wie genannt? (Walberntau u. ä); wozu dienend? zu welcher Tageszeit zu verwenden?
13d. Walpurgisnacht; mit ihr zusammenhängender Aberglaube (Walbernbaum u. a.);
13e. Gebete, Andachten zur Heiligen (Bezeichnungen), worin bestehend? zu besonderer Zeit verrichtet?

5 / B

14. erster Mai;
14a. Bräuche;
14b. in den Mai schicken (Redensarten), Maiesel;

5 / B

15. Florian, mundartliche Formen, (Florl u. ä.); Florianitag;
15a. Florianiprozession;
15b. wofür ist St. Florian Schutzheiliger?
15c. Florianistatuen, -bilder, wie aussehend? wo angebracht? wie benannt?
15d. Gebete, Andachten zum heiligen Florian; Benennungen;
15e. Bruderschaften, deren Patron er ist, wie benannt? wofür dienend?
15f. Sprüche, Schwänke, Scherze auf St. Florian bezüglich;

5 / B

16. Bittwoche (Himmelfahrts-, Gang-, Gängelwoche);
16a. Bittage , Kreuztage, wozu dienend?
16b. wie heißen die einzelnen? sind sie zu besonderen Orten (z. B. Brunnen, Quellen) hin gerichtet?
16c. was für Gebete, Bräuche dabei?
16d. sonstige Feldumgänge, ihre Namen, Gebete, Bräuche;

5 / B

17. Himmelfahrtstag, goldener Non-Tag;
17a. wird die Himmelfahrt in der Kirche anschaulich vorgeführt? wie ist das Verschwinden des Herrn benannt?
17b. Name der Öffnung, durch die er verschwindet;
17c. Himmelfahrtsmärlein, -schnurren;
17d. Wetterregeln;
17e. Gebräuche, auf das Wetter bezüglich (Gewittersegen, gegen Blitz-, Hagelschlag, Wetterkränze, Teufelsfiguren, Zerreißen von Fetzen);
17f. Kränzeljungferntag;
17g. Wetterkränzelträgerinnen;
17h. besondere Speisen (gebratene Hühner?);
17i. Hagel-, St. Veitsfeuer;

5 / B

18. Freitag nach Himmelfahrt, Schauerfreitag, Wettermesse;
18a. "wird eine Predigt gehalten? hat sie besonderen Namen? worüber handelt sie?

5 / B

19. Eismänner (-mann), -heilige;
19a. ihre Namen;
19b. Eisfrau, -weibel, Name;
19c. Reifbrennen, -heizen, -räuchern;

5 / B

20. sonstige, besonders bezeichnete und beachtete Kalendertage und Kirchenfeste zwischen Ostern und Pfingsten.

5 / C

1. Maibaum, -stange , Maie;
1a. wird er feierlich aus dem Wald geholt? wann? von wem? Ausdrücke für die ganze Handlung und ihre Teile;
1b. wie, von wem wird er hergestellt? (Ausdrücke: ausrindeln u. a.);
1c. wie geschmückt? von wem? Gesamtname des Schmuckes? Bezeichnung des Schmückenden?
1d. wann, wo wird er aufgestellt?
1e. Beiworte (z. B. grüner Maie);
1f. Benennung des Tannenwipfels oben am Maibaum (Maibüschel u. a.);

5 / C

2. Maibaum "lüpfen“, Gebräuche;

5 / C

3. wie heißt der, der am Pfingstsonntag den Maibaum als erster,
3a. als letzter erreicht?
3b. Strafe des letzten?
3c. wird ihm ein Kranz aufgesetzt? wie heißt der? woraus besteht er? (Krötenkranz?);

5 / C

4. Maibaum erklettern; Bräuche dabei, Ausdrücke;

5 / C

5. Tänze, Mairitte um den Maibaum;

5 / C

6. wie lange bleibt er? hat diese Zeit eigenen Namen?
6a. Was geschieht mit ihm?
6b. wie nennt man seine Entfernung? wie geschieht sie? wer nimmt sie vor?

5 / C

7. Maipfeife;
7a. Pfeifen maien, die Pfeife mait sich;
7b. Sprüche dabei;

5 / C

8. Kröten schleudern (bretteln?);

5 / C

9. Setzt man auch Einzelnen (der Geliebten u. a.) einen Maibaum? sein Name? Name seines Gegenteils (Tattermann u. ä.);
9a. Schmuck dieses Maibaums (Gesamtname?), die Teile des Schmuckes (Benennungen);
9b. wann, wo, von wem wird dieser Maibaum aufgestellt?
9c. wird er bewacht? von wem? wann?
9d. haben die Wächter besonderen Namen?

5 / C

10. "sich selbst einen Maibaum setzen", "sich einen setzen": übertragene Bedeutung dieser Wendung!

5 / D

1. Pfingsten (zu, auf Pf.);

5 / D

2. Woche vor Pf.;

5 / D

3. hat der Freitag vor Pf. besonderen Namen? werden da Umritte (Kreuzritte?) gehalten?

5 / D

4. Samstag vor Pf., Name (Pfingstabend, -vilge?), wird gefastet? wie?

5 / D

5. Pfingstsonntag; wie wird da ein Spätaufsteher genannt? wird er verspottet?
5a. wird der Bilmesschnitt ausgeführt? hat er, wenn an diesem Tage geschehend, besonderen Namen?
5b. Wasserweihe zu Pfingsten? wann vorgenommen? eigene Bezeichnung dafür?
5c. Name des geweihten Wassers;

5 / D

6. Pfingstgeschenke; von wem? an wen?

5 / D

7. Pfingstmontag;
7a. Ausflüge am Pfingstmontag, Name dafür (Emausgehn u. ä.);

5 / D

8. führen die Tage nach dem Pfingstmontag eigene Namen?

5 / D

9. wie heißt die Woche nach Pfingsten?

5 / D

10. der Sonntag nach Pf.? (h. Dreifaltigkeitssonntag?);
10a. wie ist es mit dem Bilmesschnitt an diesem Tag? führt er zu diesem Termin besonderen Namen?

5 / E

1.Werden zu Pfingsten Umgänge, Bittopfergänge (um Regen, gute Ernte) gehalten? wann? wie heißen sie?
1a. finden sie jährlich statt oder in einem Abstand von mehreren (wie vielen?) Jahren? hat diese Zwischenzeit besonderen Namen?
1b. werden die Felder mit Weihwasser besprengt? wann? Name der Handlung (Pfingsttaufe?);
1c. sind Wallfahrten, besonders zu Wasser, beliebt? Ausdrücke, Wendungen;
1d. womit werden zu Pfingsten die Häuser (Türen, Fenster) geschmückt? (Pfingstbesen, -birken, Heiligengeistästlein usw.);
1e. Pfingstkränze (Wetterkränze); welche Bewandtnis hat es mit ihnen?

5 / E

2. Pfingstrennen, -laufen, Pfingstelritt (Name?), Kränzelreiten; hängt es mit dem Lauf nach dem Maibaum zusammen?

5 / E

3. Pfingstvogel, Wasservogel, Pfingstel;
3a. Beschreibung des Pfingstvogels: ein mit Schilf bekränzter Mensch, der ins Wasser geworfen, dann in feierlicher Prozession um die Felder geführt wird?
3b. führen einzelne Teile seiner Ausrüstung besondere Namen? welche? (z. B. Name der Blumen, mit denen er geschmückt ist, seines Seidentüchels, Lederriemens, Schnabels, Halses);
3c, was geschieht mit den Teilen seiner Ausrüstung ? ausgespielt? verschenkt? an wen? (Namen der Vorgänge), welchen Dienst tun sie? wie heißt der Gewinner?
3d. wird dem Pfingstvogel der Kopf abgehauen? wie nennt. man das? von wem vollzogen? hat dieser besonderen Namen?
3e. gehen zu beiden Seiten des Pf. Begleiter? wie heißen sie? (Weiser u. ä.), ihre Ausrüstung;
3f. wird eine Birke beim Zuge des Pf. mitgeführt? von wem? wie heißt sie? was geschieht damit?
3g. spielt ein Pflug (Pfluggestell) beim Umgang eine Rolle? wie heißt er?
3h. werden Schwerter mitgeführt? Name? wer trägt sie?
3i. spielen die im Zug verwendeten Pferde eine Rolle? welche? haben sie besondere Namen?
3k. welche anderen Tiere kommen noch in Betracht? inwieferne? Namen? (Zusammensetzungen u. a.);
3l. was fordern die Teilnehmer?
3m. wie viel Schmalz? (Vergleich!);
3n. Gesamtname der Geschenke? (Pfingstrecht?);
3o, wie nennt man das Einsammeln der Geschenke?
3p. wie die Einsammelnden?
3q. hat der, der die Eier fordert, besonderen Namen? (Maier u. a.);
3r. wo erwarten die Leute die Zugteilnehmer? bestimmt sprachliche Wendung für dieses Warten?
3s. wo wird das Eingesammelte verzehrt?
3t. Name der ganzen Handlung?

5 / E

4. Umzug mit dem Pfingstjackel;
4a. Jackelschutzen;

5 / E

5. Pfingstling, Zusammenträgel („Santrigel“), wann? wie?

5 / E

6. Eschgang, -ritte;
6a. wirkt der Geistliche mit? wie?
6b. auch weltliche Amtspersonen? wie? besondere Namen für sie?

5 / E

7. welche Bräuche hängen an Ausdrücken wie Pfingstkönig?
7a. Pfingstlümmel, -recke, -männlein, -butz, -hansel, -lutzel, -nickel, Pfingstschwanz (Aussehen? was tut er? Name des auf ihn bezüglichen Brauches?);
7b. Pfingstochse, -hammel?
7c. Pfingstbraut, -königin?
7d. was schenkt man ihr? hat sie Kinder?

5 / E

8. Hansl- und Gretlspiel;
8a. worauf sitzen Hansl und Gretl? ("Schleipfrad"?);
8b. wer nimmt am Spiel teil? wie heißen die Teilnehmer? wie sehen sie aus?
8c. was führt man mit?
8d. was geschieht mit H. und Gr.?
8e. erhalten sie Gaben? (Name!);
8f. wo kommen beide her?
8g. spielen Pferde eine Rolle? welche? (Namen!);
8h. wie heißt der Spruch des Hansl?

5 / E

9. Pfingsttau; Aberglaube;

5 / E

10. Pfingstschnalzen, -knallen, -kleknen; werden die Hexen damit ausgepeitscht?

5 / E

11. Pfingstfeuer, -haufen;

5 / E

12. Pfingstschießen, -böllern, seine Bedeutung;

5 / E

13. finden zu Pfingsten Schützenfeste statt? wie heißt der Schützenkönig? (Pfingstkönig?);

5 / E

14. Pfingsttänze;

5 / E

15. werden zu Pf. sonst noch gemeinsame Mahlzeiten gehalten? wo? unter welchen Umständen? Namen!
15a. Knaben, die für solche Mahle die Gaben einsammeln (Pfingstbuben?);
15b. ihre Lieder;
15c. Gesamtname für die gemeinsam verzehrten Speisen;

5 / E

16. Pfingst-, Maispiele, wie Streit zwischen Sommer und Winter;
16a. wie heißen die darauf sich beziehenden Lieder?
16b. Stechen nach einem Boschen und einem Fäßchen? wie genannt? (Boschenstechen usw.); bei welcher Gelegenheit geschieht das?
16c. wie heißt der, der den Boschen herabsticht?
16d. Bier, bei diesem Spiele getrunken, wie benannt?

5 / E

17. wird in der Kirche eine Taube ausgelassen? wo? wann? wie heißt sie? wie muß sie aussehen? was geschieht mit ihr?
17a. wird die Sendung des h. Geistes sonstwie veranschaulicht ? (Ausspritzen von Wasser ? Nachbildung einer Taube, feuriger Zungen? Benennung, Redensarten);

5 / E

18. Pfingstmärlein, -schwänke, Mesnerwitze.

5 / F

1. Besondere Speisen und Getränke zu Pfingsten: Pfingstbrot, -bier u. a.;
1a. Pfingsttauben,
1b. -hühner,
1c. gebackene Kitzchen (Name?);
1d. Pfingstkäse;
1e. Maibutter;

5 / F

2. Blumennamen (Pfingstveilchen,-lilien, -rosen, -granten);

5 / F

3. sonstige Zusammensetzungen mit Pfingsten als zweitem,
3a. als erstem Bestandteil;

5 / F

4. Wetterregeln auf Pf. bezüglich.

5 / G

1. Vorabend vor Fronleichnam (Name!); was geschieht da? (Anblasen, Zug der Musikanten; Benennungen!);

5 / G

2. Fronleichnam;
2a. Gottsleichnamstag;
2b. Prangentag;
2c. großer Antlaßtag;
2d. Heiligerbluttag;
2e. Krönl-, Kränzltag;
2f. großer Fronleichnamstag (Gegensatz?);

5 / G

3. Böllerschießen am Morgen, dann bei den Evangelien, Gewehrsalven, Namen dafür und für die Bedienenden!
3a. Anblasen des Festmorgens (Name!), durch wen?

5 / G

4. Fronleichnamsprozession, -umgang, Prangen, "prangen gehn";

5 / G

5. Teilnehmer: Jungfrauen;
5a. ihr Gewand, Putz,
5b. Kranz, Krone;
5c. führen die Trägerinnen bestimmter Statuen eigene Namen?
5d. sonstige Teilnehmer;
5e. Anordnung des Zuges;

5 / G

6. Bäume, Zweige, mit denen die Häuser geschmückt werden;
6a. Kränze zum Schmucke der Häuser und Birken;
6b. Blumen, Kränze, Gras streuen; wann wird der Häuserschmuck, die gestreuten Blumen wieder entfernt? was geschieht damit?
6c. Spalierstangen auf den Straßen, durch Papierketten verbunden, auf dem Kugelende Birkenreisbüschel (Benennungen), wann aufgestellt? entfernt?

5 / G

7. Herrichten der Altäre;

5 / G

8. Baldachin, Traghimmel;
8a. Baldachin-, Himmelträger;

5 / G

9. Fahnen, ihre Arten;
9a. Fahnenträger;
9b. Fahnen drehen, schwingen, wie? wann?

5 / G

10. Ausgangs-, Endpunkt des Umganges;
10a. sein Zweck im Volksglauben;

5 / G

11. andere Ausdrücke, die sich auf das Fest beziehen (z. B. Blumennamen wie Kranzelkraut);

5 / G

12. sonstige Bräuche, wie Nachmittagsvergnügen der Kranzeljungfern, der jugendlichen Prozessionsteilnehmer, Mettrinken; Antlaßritt?
12a. Speisen und Getränke zu Fronleichnam (Bock usw.);

5 / G

13. Blumen, Pflanzen, denen man besondere Eigenschaften zuschreibt, wenn sie zu Fronleichnam gepflückt werden;

5 / G

14. Fronleichnam und Durchschnitt, Bilmesschnitt;

5 / G

15. Sonntag nach Fronleichnam, schöner Sonntag;

5 / G

16. Donnerstag nach Fronleichnam (Name!), was geschieht da?
16a. Fronleichnamswoche, -oktave, Name?

5 / G

17. Fronleichnam in protestantischen Gegenden, Redensarten (z. B. bezüglich der in der Schule bis zum Schluß der Prozession gehaltenen Kinder: "lange Schule haben" u. a.);

5 / G

18. Fronleichnamsmärlein, -schwänke;

5 / G

19. wie heißen im allgemeinen die Tage, an denen ein Umgang mit dem Allerheiligsten stattfindet? (Prangentage?)

Fragebogen S 6: Menschliches Haar und Bart - Kopf (3)

6 / A

1. Allgemeine Bezeichnung für Haar1), Verwendung des Wortes (Einzahl, Mehrzahl);

6 / A

2. haarig, Redensarten;

6 / A

3. hären (das Eigenschafts-, nicht das Zeitwort!).

6 / B

1. Haupthaar;
1a. Stirn-,
1b. Schläfen-,
1c. Nackenhaar;

6 / B

2. Augenbrauen;

6 / B

3. Wimpern;

6 / B

4. Haare in der Nase;
4a an der Ohrmuschel;

6 / B

5. Haare in der Schamgegend und
5a. am After;

6 / B

6. Haare an den übrigen Körperteilen.

6 / C

1. langes Haar, langhaarig (auch im folgenden nenne man die entsprechenden Eigenschaftswörter), Mensch mit langem H. (auch im folgenden gebe man die etwa vorhandene Benennung eines Menschen mit kurzem, dichtem usw. Haar an), Redensarten, volkstümliche Vorstellungen, Aberglaube (auch für die folgenden Nummern erwünscht!);

6 / C

2. kurzes,

6 / C

3. dichtes,

6 / C

4. dünnes (spärliches),

6 / C

5. sprödes, steifes,

6 / C

6. weiches,

6 / C

7. struppiges, sich sträubendes Haar, Haar steht zu Berge;

6 / C

8. glattes,

6 / C

9. natürlich gelocktes,

6 / C

10. gekraustes Haar;

6 / C

11. Schopf (Zusammensetzungen!);

6 / C

12. Bausch (Zusammensetzungen!).

6 / D

1. blondes,

6 / D

2. rotes,

6 / D

3. braunes,

6 / D

4. schwarzes,

6 / D

5. grau gemischtes und sonst verschiedenfarbiges,

6 / D

6. graues,
6a. weißes,

6 / D

7. glänzendes,
7a. mattes Haar.

6 / E

1. Haarboden, Kopfhaut;

6 / E

2. Wachstum des Haares;

6 / E

3. Teile des H.: Haarwurzel,
3a. Haarspitze.

6 / F

1. Wirres, ungeordnetes Haar (Mensch mit solchem!);

6 / F

2. verfilztes H.;

6 / F

3. Wirbel und Ähnliches;

6 / F

4. die Haare in Unordnung bringen;

6 / F

5. zausen, bei den Haaren fassen und reißen;

6 / F

6. Haare ausreißen, ausrupfen.

6 / G

1. Haarpflege im allgemeinen, Frisieren, Haarrichten;
1a. Frisur;

6 / G

2. Lage der Haare (die Haare legen sich usw.);

6 / G

3. die Haare streichen, glätten;

6 / G

4. Kämmen, Arten des Kämmens (Zusammensetzungen), Abfälle dabei, Aberglaube;5. Kamm, Arten, Bestandteile;

6 / G

6. bürsten;
6a. (Haar-)Bürste;

6 / G

7. scheiteln;
7a. Scheitel;

6 / G

8. flechten;
8a. auflösen;

6 / G

9. Zopf, zopfig (auch in übertragener Bedeutung?);
9a. Haarsträhne;

6 / G

10. Arten der weiblichen Haartracht;

6 / G

11. Hilfsmittel zum Befestigen der Haare, Schmuck;

6 / G

12. auffallende Haartracht;

6 / G

13. krausen, gekraustes H.;

6 / G

14. brennen;
14a:Werkzeug hiezu;

6 / G

15. schmieren, einfetten, ölen;
15a. womit?

6 / G

16. Haar schneiden, scheren;

6 / G

17. schlecht geschnittenes H.;

6 / G

18. Tonsur;

6 / G

19. künstliches H.;

6 / G

20. Haar waschen.

6 / H

1. brüchiges, sich spaltendes H.;

6 / H

2. Haarausfall;

6 / H

3. Glatze, kahle Stellen;

6 / H

4. Schuppen;

6 / H

5. Ausschlag am Haarboden.

6 / I

Zusammensetzungen mit "Haar" als zweitem Bestandteil (außer den schon etwa angeführten):

6 / I

1. Männer-,
1a. Frauen-,
1b. Mädchenhaar;

6 / I

2. Tierhaar (z. B. Roßhaar);

6 / I

3. sonstige Zusammensetzungen.

6 / K

Zusammensetzungen mit "Haar" als erstem Bestandteil (außer etwa schon verzeichneten):

6 / K

1. Haar als Verstärkungssilbe, z. B. haarscharf;

6 / K

2. sonstige Zusammensetzungen, Ableitungen.

6 / L

Redensarten und Sprichwörter, auf das Haar bezüglich, (außer bereits genannten).

6 / M

Volksglaube (Aberglaube), auf das Haar bezüglich, soweit nicht bereits angeführt.

6 / N

1. Bart (allgem. Ausdrücke; Wendungen wie z. B. „der Bart fliegt“ [im Zorne]);
1a. bildliche Verwendung (Bart des Schlüssels, Bart an Bäumen, Bart = Schimmel u. ä.);

6 / N

2. bärtig, bärtiger Mensch (Mann, Frau);

6 / N

3. Kinnbart (Abarten);

6 / N

4. Backenbart (Abarten);

6 / N

5. Schnurrbart (Abarten);
5a. Schnurrbartspitzen;

6 / N

6. Vollbart (Abarten);
6a. am Kinn ausrasierter Bart, Volkswitze, Aberglaube;

6 / N

7. langer,

6 / N

8. kurzer B., Stoppelbart;

6 / N

9. dichter, reicher,

6 / N

10. dünner, spärlicher,

6 / N

11. struppiger,
11a. verfilzter,
11b. überhaupt ungepflegter,
11c. unreinlicher Bart (Bart mit Speise-, Getränkeresten; Redensarten);

6 / N

12. blonder,

6 / N

13. roter, fuchsiger,

6 / N

14. brauner,

6 / N

15. schwarzer,

6 / N

16. graugemischter (und sonst verschiedenfärbiger),

6 / N

17. grauer, weißer Bart. Zu allen diesen Barteigenschaften auch die etwa vorhandenen Wörter, die einen Menschen dieser Art bezeichnen (z. B. Graubart), samt Charaktereigenschaften, die ihm deswegen beigelegt werden (z. B. den Rotbärten);

6 / N

18. Bartboden;

6 / N

19. Bartwuchs;
19a. Bartwuchsmittel;

6 / N

20. Abbrennen des Bartes, ab-, angebrannter B.;

6 / N

21. Bezeichnung des einzelnen Barthaares;

6 / N

22. Anflug, Flaum; Eigenschaftswörter (z. B. flaumicht);

6 / N

23. Bartlosigkeit, bartlos, bartarm, (Redensarten);

6 / N

24. B. kämmen;

6 / N

25. B. bürsten;

6 / N

26. (Schnurrb.) aufdrehen;

6 / N

27. (Schnurrb.) ausziehen;

6 / N

28. Bartwichse, -pomade, den B. wichsen;

6 / N

29. B. streichen, streicheln, glätten, wischen; Mensch, der gerne den B. streicht;

6 / N

30. rasieren, (andere scherzhafte, scheltende Bezeichnungen);
30a. nachrasieren;
30b. Mensch mit rasiertem Gesicht; gut, schlecht rasiert;

6 / N

31. B. stutzen, schneiden; 

6 / N 32. Barbier, Friseurin, Bartscherer (scherzhafte, scheltende Bezeichnungen; Eigenschaften des Barbiers im Volkswitz);

6 / N

33. Rasierzeug;
33a. Rasiermesser; Schärfen desselben;
33b. Streichriemen;
33c. Rasierschale,
33d. -seife, Schaum schlagen, einseifen;
33e. Feuerschwamm; Pflaster;
33f. Schertuch;

6 / N

34. Bartbinde,
34a. Schnurrbart "festlegen";

6 / N

35. Rasierapparate;

6 / N

36. hat der Rasierpreis besonderen Namen? (z. B. "Rasierzehnerl");

6 / N

37. sonstige Zusammensetzungen mit Rasier-, Friseur-;

6 / N

38. Barbierstube;

6 / N

39. Bartkrankheiten.

6 / O

Zusammensetzungen mit "Bart" als zweitem Bestandteil (außer den schon genannten):

6 / O

1. Männerbart;
1a. Schneider-,
1b. Juden-,
1c. Seemanns-,
1d. Geistlichen-, Ordensleut-,
1e. Offiziers-, Unteroffiziersbart u. ä.; Redensarten, Vergleiche;

6 / O

2. Frauenbart;
2a. wie entfernt man ihn?
2b. was bedeutet er?

6 / O

3. Bierbart u. ä.;

6 / O

4. Zusammensetzung mit Tiernamen: Geißbart;
4a. Bocks-,
4b. Gamsbart u. ä.;

6 / O

5. Sonstiges, z. B. Blaubart u. ä.

6 / P

1. Zusammensetzungen mit "Bart" als erstem Bestandteil, z. B. Bartwisch usw.;

6 / P

2. sonstige Ableitungen von "Bart", z. B. Bärtling.

6 / Q

Redensarten, Sprichwörter, den Bart betreffend.

6 / R

Volksglaube, mit Bart zusammenhängend.

Fragebogen S 7: Hochzeit (1)

7 / A

1. Heiratsvermittler, -vermittlerin, -vermittlung, Heirat vermitteln, Heiratsstifter, -stifterin, -stiftung, H. stiften, zusammen-, auseinanderbringen u. ä., Schmuser;
1a. wer ist als Vermittler (-in) tätig?
1b. wie geschieht die Vermittlung?
1c. wird sie entlohnt? womit? wann?
1d. Ausdrücke für Empfehlung einer Partie, ‚Verraten’ eines Mädchens;
1e. Umschau nach einer Braut;
1f. wie vollzogen?
1g. Kuppler, Kupplerin, kuppeln, verkuppeln; haben diese Wörter üblen Nebensinn?
1h. bekommt der Kuppler Lohn, bestimmte Geschenke? Kuppelpelz, worin besteht er?
1i. verreden, abreden;

7 / A

2. werben, freien, freiten, freiten gehn, auf Freite gehn, anhalten um ... , fürsprechen , zureden, anreden, die Anredung halten, (wer hält sie? wie geht sie vor sich?); Werber, Freier, Freiter, Freiwerber, Heiratmann, Brautbitter, Mundwalt, Fürsprech (-sprecher), Redmann, Einsager; scherzhafte Bezeichnungen für diese Begriffe; Werbung, Freite;
2a. wie geht sie vor sich?
2b. wer wirbt? ist persönliche Werbung des Burschen üblich? hat der Werber Begleiter? wie nennt man sie?
2c. Brautschau, auf Br. gehn, sein, ehesüchtig (heiraterisch) sein;
2d. Vorgänge bei der Brautschau;

7 / A

3. Korb, sich einen K. holen, einen K. austeilen, K. kriegen, abschlagen, ausschlagen;
3a. gilt Ablehnung des Werbers als kränkend? Benennung des Abgewiesenen; wie verhalten sich die übrigen Burschen und Mädchen ihm gegenüber?

7 / A

4. eine Partie, eine P. machen, eine gute, böse, schlechte P., ‚Strauben essen gehn’;

7 / A

5. Vorgänge unmittelbar vor der Verlobung: Hausschau, auf die Beschau gehn u. ä.;
5a. wer nimmt daran teil?
5b. wann geschieht sie? Bezeichnung des Tages;
5c. was wird besichtigt?
5d. Verhalten der Personen dabei;
5e. wird nach der Besichtigung ein Imbiß eingenommen? (Bezeichnung); woraus besteht er?

7 / A

6. Zusammenhängende Darstellung der Vorgänge vor der Verlobung erwünscht (auf besonderem Blatte). Die bei den einzelnen Nummern gestellten Fragen nach den Vorgängen können hier beantwortet werden, doch empfiehlt es sich auch in diesem Falle, die einzelnen mundartlichen Ausdrücke zu ihren Nummern anzuführen;

7 / A

7. Angaben, inwieweit herrische, städtische Formen der Heiratsvermittlung (Ausdrücke hiefür! z. B, Heiratsbureau, Inserat, ‚sich anschreiben lassen’),
7a. ebensolche der Werbung (Ausdrücke!) eingedrungen und üblich geworden sind;
7b. wie denkt das Volk über diese Neuerungen?
7c. kommt Geheimhaltung der Werbung vor? Ausdruck.

7 / B

1. Verloben, Verlobung, Verlöbnis, sich versprechen, Versprechung, zusichern, Zusicherung, zusagen, Zusage, (sich) (ver-)abreden, (Ver-)abredung, weggeben, heiratmachen (bedeutet das etwa auch Heirat vermitteln ?), Heiratmacher, gewißmachen;
1a. Brautkauf, Leikauf;
1b. wo, wann geht die Verlobung vor sich? Teilnehmer daran, ihre Namen; ist ein eigener Leiter des Vorgangs da? Name? was tut er?
1c. Verhalten der Brauteltern, des Bräutigams, der Braut;
1d. Verlobungsessen; woraus bestehend? für wen aufgetragen?
1e. Verlobungsscherze (z. B, ein Bursche in Mädchenkleidern als Braut u. a.);

7 / B

2. wird bei der Verlobung etwas geschenkt? wer schenkt? wem?
2a. was geschenkt wird: allgemeine Bezeichnung (z. B. Geschenk, Brautgeschenk u. ä.);
2b. besondere Bezeichnungen: Halstuchspende, Hochzeit-, Brautgürtel, Hochzeittüchl, -nestel, Nestelgabe; welche Kleidungsstücke sonst noch? (Hemd, Stoff auf Mieder - Namen!);
2c. Ehetaler;
2d. Gebetbuch, Rosenkranz, Eherosenkranz, Wachsstöckel u. ä.;
2e. Jungfernkranz;
2f. Machel-, Verlobungsring, Ehering;
2g. welche Schenkung hat üble Vorbedeutung? (,die Liebe verblättern’ u. ä.);

7 / B

3. Drangeld, Haftgeld, Kapare, Arha; woraus bestehend? Redensarten (z. B. ‚Häubchen verkaufen’ u. a.);
3a. ist ein Geschenk (welches?) an seine Stelle getreten?
3b. Gegengabe des Mädchens, das das Drangeld erhalten hat (Name: z. B. ‚Ja-Schmarren’ u. ä.);
3c. zurücksenden (Name?) des Drangeldes (oder des vertretenden Geschenkes), Folgen, Redensarten;
3d. Entschädigung der Braut bei Rücktritt des Bräutigams (Bezeichnungen), worin bestehend?

7 / B

4. Brautzeit, Brautstand; sich loskaufen aus dem Burschenstand;
4a. Abschied der Braut von ihren Gespielinnen;
4b. langer Brautstand, Redensarten;
4c. Verhalten der Brautleute während der Brautzeit. Was ist da Sitte in religiöser, moralischer, gesellschaftlicher Beziehung?

7 / B

5. Verkündigung, verkünden (wie oft?), Aufgebot, aufbieten, auskünden, vermelden, vermeldet werden, herablesen, herabgelesen werden, von der Kanzel geworfen werden;
5a. Auskündzeit; Name des Verkündigungstages;
5b. Zeitraum zwischen Verlobung und erstem Aufgebot (Bezeichnung);
5c. ist die Zeit des Aufgebotes an vorhergehende Erfüllung zivilrechtlicher Verpflichtungen gebunden? wann, unter welchen Bedingungen wird nur einmal verkündigt oder unterbleibt die Verkündigung? (was tritt dann an ihre Stelle?); sind die Brautleute bei der Verkündigung in der Kirche anwesend?
5d. Aufgebotsformel des Geistlichen;

7 / B

6. Mitgift, mitgeben, Aussteuer, aussteuern, ausstaffieren, Brautgespiel, Heimsteuer, Ausstattung, ausstatten, Haussteuer, Fertigung, Wazum, Heiratsgut, Brautschatz, Mantelkauf Vatergeld, Muttergut, Urgabe, Leibgeding, Widerlage, Mahlschatz, Morgengabe, Wittum, Weiset (wann, von wem gegeben?); um die Aussteuer bitten gehen;
6a. was gehört alles zu einer Aussteuer, in ärmlichen,
6b. in mittleren,
6c. in reichen Verhältnissen? Beiwörter, zu solchen Aussteuern gebraucht;
6d. Verhandlung über die Aussteuer (Bezeichnung), wann beginnt sie? wer nimmt teil (Namen)? wer leitet sie (Name: Prokurator u. ä.)? spricht der Leiter in der Mundart, Halbmundart oder Schriftsprache? Formeln, Wendungen in seiner Rede;
6e. Segnung der Aussteuer (Name), wann? durch wen? wenn durch den Pfarrer - erhält er eine Gabe? wie heißt sie?
6f. Besichtigung der Aussteuer (Benennung?), durch wen? Künste der Braut, um dem Beschauer größere Aussteuer vorzutäuschen (Benennung);
6g. auf etwas heiraten, das Haus (die Wirtschaft) übergeben;
6h. (her-)auszahlen, was mindestens? wie wird die Ausbezahlung vorgenommen?
6i. Abfindung der Geschwister des Hochzeiters (Bezeichnung);
6k. in die (den) Ausnahm gehn, in den Austrag gehn, ziehen;
61. allgemeine Bezeichnung der den Alten zu entrichtenden Abgaben (Ausgedinge u. ä.), worin bestehen sie?
6m. Name der im Ausgedinge lebenden Alten (Auszügler u. ä.);
6n. was wird ihnen vorbehalten? wie heißt ihre Wohnung (Austragstübel, Auszüglerkeusche u. ä.)?
6o. worin besteht sonst noch die Abfindung (Benennungen)?

7 / B

7. Überführen des Heiratsgutes (vor oder nach der Hochzeit?) auf dem Braut-, Kammer-, Kuchel-, Fedel-, Trusowagen;
7a. Brautkasten, -truhe, Plunder, Plunderfuhr, Sämer, (Wazum?);
7b. Bespannung (besondere Bezeichnung?), wie geschmückt?
7c. Aufbau des Kammerwagens (Bezeichnung dafür), wie vorgenommen? von wem? (Namen!);
7d. Abfahrt des Wagens, unter Böllerschüssen u. ä., wann?
7e. unter welcher Begleitung (Näherin , Zimmermann, Braut, Brautmutter, Taufpatin, Schluderfud, Magd usw.)? Gesamtname der Begleitung und Einzelnamen;
7f. Führer dabei, Gabe für ihn;
7g. Aufgabe der Begleiter während und nach der Fahrt;
7h. folgt die Braut dem Kammerwagen in besonderem Gefährte (Name)? dessen Aussehen;
7i. wo ist der Bräutigam während der Fahrt?
7k. Vorgänge während der Fahrt: Schnüre (haben sie besonderen Namen?) über den Weg spannen, Stange (Name?) über den Weg halten, Weg verziehen, Wagen aufhalten, sperren, Braut vermachen u. ä. (siehe Fragebogen 9 – Hochzeit (3) / D.);
7l. wer darf das tun? (Namen der Beteiligten: Rapp, Wehrer u. ä.);
7m. Auslösen der Braut, wer tut es? womit? haben die Auslösungsgeschenke besondere Namen?
7n. Ankunft des Wagens (Name!);
7o. Schießen dabei (besonderer Name ?), womit wird geschossen?
7p. wie benimmt sich der Bräutigam gegenüber der Braut und den Begleitern des Kammerwagens?
7q. Brautbegrüßen, Vorgang dabei, Ausdrücke;
7r. Benehmen der Braut den Inwohnern im Hause des Bräutigams gegenüber; was schenkt sie? (besondere Namen hiefür?);
7s. Abladen des Wagens (in bestimmter Reihenfolge?), wer hilft dabei? (‚Eintragler’ u. ä.);
7t. Auslösen des Wagens durch den Bräutigam, wie genannt? wie vollzogen?
7u. Bewirtung nach dem Abladen (Bezeichnung), wie? wessen? durch wen?

7 / B

8. Ehevertrag, den Ehevertrag aufsetzen, vors Gericht gehn, zum Notar gehn, zum Schreiber gehn, geschrieben werden, die Heirat aufsetzen, schreiben lassen; Umschreiben am Hypotheken-, Grundbuchamt; Handstreich (bedeutet er auch ‚Verlöbnis’?), Handstreichessen; in Widern gehn, zum Pfarrer gehn, unterschreiben (wann? wo?), Haftlwein , Heiratstag, heißt der Tag der Verbriefung des Heiratsvertrages auch Stuhlfest?
8a. (für Orte, wo auch zivilrechtliche Trauung eingeführt ist:) Verehelichungsgesuch, Leumunds-, Sittenzeugnis (ist ein solches auch für die kirchliche Trauung erforderlich?), Aufgebot an der Amtstafel, wie lange währt es? Ausdrücke (wie aushängen, ausgehängt werden u. ä.);
8b. Eifersuchtsakte einstiger Liebhaber oder zurückgewiesener Mädchen durch Besudelung der Amtstafel u. ä.

7 / B

9. Brautprüfung, Examen (worüber?), Christen-, Brautlehre (Inhalt?), in die Lehre gehn, Unterweisung;
9a. nach dem Examen Verlobung vor dem Geistlichen, wie genannt? (Hauptwort, Zeitwort), wie vollzogen? sind Zeugen nötig? wie viele? Benennung;
9b. Gesamtname für Examen und Verlobung vor dem Pfarrer (Stuhlfest, St. haben, halten, feiern u. a.);
9c. weltliche Nachfeier nach dem Examen (Name)? welcher Art? Gerichte (Krautessen u. ä.), formelhafte Reden dabei.

Fragebogen S 8: Hochzeit (2)

8 / B

10. Hochzeitlader, Prokurator; Laderleute, Bittmann, Bittelmann, Leutbitter, Spruchmann (war der Lader etwa auch Heiratsvermittler, Werber? war er auch an den Vermögensverhandlungen beteiligt?); Eigenschaften eines guten Laders;
10a. Tracht des Laders;
10b. Ausrüstung, Abzeichen des Laders, Benennungen des Ganzen und der Teile (Laderstecken, Hakelstecken, spanisches Rohr, Säbel, Laderbuschen), Schmuck dieser Abzeichen;
10c. laden gehn, wann? wie viele Personen gehn laden? ist der Bräutigam dabei? der Ortsmetzger? warum? der Mesner? Musikanten?
10d. Namen der Begleiter des Laders (Kranzelherr, Hundwehrer, Hennenklemmer u. a.);
10e. haben sie Abzeichen? welche?
10f. sollen die Begleiter des Laders in einem Verwandtschaftsverhältnis zu den Hochzeitern stehn?
10g. wann besorgt der Bräutigam allein das Laden? (bei Armut?), Wendungen;

8 / B

11. Ladespruch, Ladereim;
11a. Laderbüchlein;
11b. geschieht die Ladung sofort beim Eintritt des Laders in die Stube? oder später? wird beim Laden bestimmte Reihenfolge eingehalten (Ausdrücke dafür); Laden der Braut; ihr Benehmen; Gebaren des Laders bei Beginn und im Verlauf seines Geschäftes; schreibt der Lader den Ladetermin, den Betrag für die Teilnahme am Hochzeitsmahl auf? wohin? (Innenseite der Zimmertüre ?), zeichnet der Lader dabei etwas? womit?
11c. Scherze beim Laden, Verstecken der Geladenen (auch im Krautfaß?);
11d. werden Lader und Begleiter bewirtet? womit? hat die Bewirtung einen allgemeinen Namen?
11e. Geschenke der Braut für den Lader (Bezeichnungen); wann gegeben?

8 / B

12. zusammenhängende Darstellung der in Abschnitt B einzeln berührten Vorgänge erwünscht, doch wolle der Sammler auch dann, wenn er eine solche gibt, nicht versäumen, jedenfalls die betreffenden volkstümlichen Ausdrücke zu den einzelnen Nummern des Abschnittes B anzugeben.

8 / B

13. (Besonderheiten:) Einheiraten von Fremden in ein Dorf; wie ist man ihnen gesinnt? Redensarten;
13a. normales Heiratsalter, bei Männern, bei Frauen;
13b. Altersheiraten; Heiraten mit (zu) großem Altersunterschied, Benennungen, Redensarten, Vergleiche, volkstümliches Urteil über sie. -

8 / B

14. Heirat, heiraten in allgemeiner Bedeutung; in besonderer, wie ,sich verloben’, ,beiliegen’;
14a. scherzhafte Ausdrücke für heiraten, z. B. heiraspeln, heureiten u. a.;
14b. Redensarten, wie ‚wir sind nicht miteinander verheiratet’ u. a.; juristisch: ,auf die Jahre heiraten’;
14c. zum zweiten, dritten Mal heiraten, Urteile darüber.

8 / C

1. Polterabend, Pumperabend, Rumorabend, Gunkelnacht, Vorhochzeit, Grunacht, ,Hofrecht halten’, Bräuche dabei (,Nachttanz’ usw.);
1a. sonstige Bräuche am Polterabend, Büscherlbinden, ,Absingen’, Peitschenknallen, Schießen, ,die gute Zeit ausschnellen’;

8 / C

2. Hochzeit, in allgem. Bedeutung; was bedeutet ‚geweiste’, ,geschenkte’, ‚grüne’ Hochzeit?

8 / C

3. Braut, Hochzeiterin, jungfräuliche Braut (,Kranzelbraut’?);
3a. Bräutigam, Hochzeiter, wie werden Braut und Bräutigam angeredet?
3b. Brautleute, -personen, Brautvolk (Bräutvolk), welche Personen sind darunter verstanden?
3c. Ehemensch; hat eine Witwe, ein Witwer, die wieder heiraten, besonderen Namen? wie nennt man eine, die ihre Heiratslust stark zur Schau trägt?

8 / C

4. Brautmutter - die leibliche Mutter der Braut? Altfrau, Ehrenmutter, Altmutter - im Gegensatz zu ‚Brautmutter’? was hat sie zu tun? (Benennungen!);
4a. Brautvater, Ehrenvater, Altvater; sind für den Vater, die Mutter des Bräutigams besondere Ausdrücke vorhanden?

8 / C

5. Braut-, Trauzeuge, Beistand, Gerhab; hält (macht) der Braut eine Lehre;

8 / C

6. Brautführer, Zubräutigam, Brautjunker, Fähnrich, Kränzelbub, Zaumer, Junggeselle, Brautweiser, Fotzmännlein; gibt es mehrere Brautführer? haben sie besondere Namen (z. B. Junker, Fähnrich, erster, zweiter Kränzelbub)? stehen sie in irgendwelchem Verwandtschaftsverhältnis zum Brautpaar?
6a. Obliegenheiten des Brautführers (Gesamtbenennung, Einzelbezeichnungen, Haupt- wie Zeitwörter!);
6b. seine Kleidung, Ausrüstung, ist ein Gesamtausdruck dafür vorhanden?
6c. führt er ein Schwert? blank gezogen? besondere Benennung des Schwertes? des ganzen Vorgangs (,Brautschutz’ u. ä.)?

8 / C

7. Brautjungfer, Kränzel-, Körbeljungfer, Zubraut, Brautmoidl, Kränzeldirn, -mensch, Prangerin, Muhme; wie viele Brautjungfern sind (oder waren) ortsüblich?
7a. Obliegenheiten,
7b. Kleidung, Schmuck der Brautjungfer;

8 / C

8. Hochzeitweib, Brauthüterin;

8 / C

9. Hochzeitsgäste;
9a. haben gewisse weibliche Verwandte, die an der Hochzeit teilnehmen, besondere Namen, z. B. Schlodermutter? was bezeichnet das Wort ‚schlodern’?

8 / D

1. Hochzeitstag, Ehrentag;
1a. Hochzeitwoche;
1b. Hochzeitmorgen;
1c. Hochzeithaus, wo wird die Hochzeit gefeiert? wie lange dauert sie? wer bezahlt sie? (Ausdrücke! Haupt- und Zeitwörter! z. B. 10 Kronen [Mark] ‚weisen’);

8 / D

2. Aufwecken der Braut durch Schüsse (Brautwecken?);

8 / D

3. Läuten am Hochzeitsmorgen; Aberglaube;

8 / D

4. Braut-, Hochzeitsbad;

8 / D

5. Früh-, Morgensuppe, Neunebrot, Frühtrunk, ,hochzeitlicher Ein- und Ausgang’, Kränzelmahl, woraus bestehend? wo, in wessen Beisein eingenommen? von der Braut mit ihren, vom Bräutigam mit seinen Gästen getrennt eingenommen? wann ausgemacht? von wem bezahlt? Unfug dabei und behördliche Verbote;
5a. Begrüßung der Geladenen, wer begrüßt? Ausdrücke für den Vorgang als Ganzes, für seine Einzelheiten;
5b. wer bedient bei der Morgensuppe? Benennung des oder der Bedienenden;
5c. wer schneidet den Laib Brot an? besonderer Ausdruck für diese Handlung?
5d. ‚nach dem Ehrenzeichen langen’, was versteht man darunter?
5e. Suppendank, wie geht er vor sich?
5f. sonstige Bräuche beim Abschluß des Frühsuppenmahls, Redensarten (‚über des Vaters Mist blasen’ u. a.);

8 / D

6. Hochzeits-, Ehrengewand (allgemeiner Ausdruck), von wem bestritten?
6a. seine Bestandteile: Braut-, Hochzeits-, Schärkenhemd - woraus bestehend? auch als Sterbehemd verwendet? von wem bestritten?
6b. Brautschuhe, werden besondere Arten bevorzugt?
6c. Brautkranz, woraus bestehend? wozu später verwendet?
6d. sonstige Stücke, wie Brautstrumpf (besondere Arten bevorzugt?), Brautschleier (Farbe u. a.), -taschentuch, rotes Band, Tuch um den Hals usw. (für jedes Wort besonderen Zettel!);
6e. Hochzeittüchlein, wird es verteilt? von wem? für wen?
6f. unterscheidet sich die Tracht einer Braut, die in ledigem Stand ein Kind gehabt hat oder die Witwe ist? kein Kranz? oder kein Grün im Kranze? keine weißen Strümpfe?

Fragebogen S 9: Hochzeit (3)

9 / D

7. Braut begehren, Brautbegehrung , Brautabholen;
7a. Sprüche dabei, von wem gesprochen? haben sie besondere Namen? Schauspruch;
7b. Schaugeld;
7c. Vorbraut, wilde Braut, ihr Aussehen, womit wird sie abgefertigt? ist es ein altes Weib? ein kleines Mädchen? Reden und Streitgespräche;
7d. Brautzustellung, die Braut zustellen (Überführung der Braut vom Elternhause zum Bräutigam);

9 / D

8. Abschiedsworte der Eltern, sind sie formelhaft? elterlicher Segen;
8a. Abschiedsworte des Bräutigams (der Brautleute), um Verzeihung bitten, abbitten, Abbittspruch;
8b. Dankworte an die Eltern und Verwandten gerichtet, Morgendank, vom Lader oder Brautführer gesprochen?
8c. sonstige Reden beim Abschied;

9 / D

9. kurze zusammenhängende Beschreibung der unter 7 und 8 berührten Vorgänge ist erwünscht; doch wolle der Sammler, der sie gibt, deswegen keinesfalls unterlassen, bei den einzelnen Nummern die mundartlichen Ausdrücke anzugeben;

9 / D

10. Hochzeitssträußchen, was für Blumen? was geschieht später damit?
10a. wie nennt man das Aufstecken (Aufbuschen?)? wer steckt auf?
10b. wie heißt der Strauß, den der Brautführer trägt? von wem bestritten?
10c. Zitrone, warum mitgeführt? von wem beschafft? was geschieht später damit? besonderer Ausdruck dafür? (Zusammensetzungen?);

9 / D

11. Kirchfahrt, Hochzeitszug vor der Trauung, Beschreibung (Reihenfolge, Ordner, Begleiter usw.); Wendungen, die sich auf die Aufstellung und Auflösung des Zuges beziehen;
11a. zwei Hochzeitszüge, wenn die Frühsuppe getrennt eingenommen wurde? wo und wie treffen sie sich?
11b. Hochzeitswagen, wie sieht er aus (Abbildung erwünscht), woher soll er sein?
11c. Beschaffenheit seiner Pferde (sollen sie gleich sein?), ihre Fütterung durch die Braut vor der Abfahrt, Gang um den Wagen, Zerschlagen eines Tellers (man führe die mundartlichen Bezeichnungen für das Ganze und die Einzelheiten an - ein Wort auf einen Zettel!);
11d. werden einer Braut unter Umständen (welchen?) vor der Kirchentüre Strohkränze geworfen?·

9 / D

12. Trauung, trauen, festnen, Kopulation, kopulieren, Zusammengabe, zusammengeben, -knüpfen, Einsegnung, einsegnen;
12a. Redensarten wie unters Buch gehn, binden mit Buch und Band; Knopf machen; Ja sagen; Bräuche, die mit diesen Wendungen zusammenhängen; wird das Ja-sagen (ob es laut oder leise war) besprochen?
12b. Rede des Geistlichen;
12c. Brautkrone, die der Geistliche der Braut aufsetzt, woraus bestehend? Kränzelkraut, verschieden vom Brautkranz?
12d. Trau-, Ehering;
12e. Trauzeugen;

9 / D

13. Aufstellung während der Trauungszeremonie, Bräuche, Redensarten (,auf den Fuß treten’ u. a.);
13a. Vorzeichen für gute und böse Ehe: z. B. aus dem Brennen der Lichter, Bräutigam soll auf dem Kleide der Braut knien, Braut soll beim Opfern nicht ‚fürkommen’; Rechtsstehen, Lachen, Weinen der Braut, was deutet es an? Benennungen dafür?

9 / D

14. Opfergang nach der Trauung;

9 / D

15. Hochzeitsmesse , -amt ;
15a. Hochzeitspredigt;
15b. Orgelspiel beim Einzug in die Kirche, ,einorgeln’;

9 / D

16. Johanneswein (-trinken), Art des Weines, Beschreibung der Zeremonie, Ausdrücke;

9 / D

17. Hochzeitskirchenlieder, Brautlieder (während Trauung oder Messe gesungen);

9 / D

18. Ausdrücke für die Tätigkeit der Musikanten beim Eintritt in die Kirche, beim Austritt (sie hinein-, hinausblasen, die Hochzeit in die Kirche spielen, Hochzeits-, Trauungstusch);

9 / D

19. Wachsstöckel der Braut, Benennung; was geschieht damit in der Kirche und später?

9 / D

20. Gang auf den Friedhof ans Grab der Eltern, ersten Ehegatten, Verwandten, wann vorgenommen? Benennung, Redensarten;

9 / D

21. Sakristeidank, Dank an den Geistlichen, von wem gesprochen? Geschenk für den Geistlichen, worin bestehend? wie genannt? (Hochzeitstorte? Hochzeitsnestel?), wann, von wem gereicht? (jedes Wort auf besonderen Zettel!);

9 / D

22. stille Hochzeit, stille Trauung; ist sie ortsüblich?

9 / D

23. Ziviltrauung; Ansichten darüber;

9 / D

24. Einspruch, Einrede gegen die Vornahme der Trauung; Benennung; Vorgänge (Hut, Pantoffel werfen);

9 / D

25. Hochzeitszug nach der Trauung, seine Ordnung;
25a. Jauchzen während des Zuges, Ausdrücke, Hochzeitsjauchzer, (wann sind sie verpönt?);
25b. Hochzeitsschießen, Knopfschuß; wann?
25c. Bräuche während des Zuges, Auswerfen von Geldstücken, Gebäcken; Ausdrücke (wie Beugelwerfen u. a.), Redensarten; wer wirft aus?

9 / D

26. Aufhalten des Hochzeitszuges; Ausdrücke: verziehen, vermachen, fürziehen, fürkramen, auffangen, Klausen, Zaun machen, Klausenspiel; Band schneiden (woraus ist das Band? womit wird es zerschnitten? Beschreibung des Brauches);
26a. wer hält den Zug auf? Benennung dieser Personen (Klausenmacher, Rapp. usw.), wie sehen sie aus?
26b. Sprüche, Reden dieser Personen (Klausensprüche, -reime u. ä.);
26c. wie nennt man das Lösegeld, die Münzen, Gaben? (Mautgeld, Trinkgeld, Hochzeitsküchel usw.);

9 / D

27. Nachahmung der Hochzeitsszene, wenn die Braut vom Bräutigam vor der Hochzeit verlassen wird, sogenannte wilde Hochzeit, Beschreibung, Ausdrücke; sonstige ‚Scherzhochzeiten’;

9 / D

28. Braut stehlen, rauben; wann geübt? erst nach dem Mahle? Beschreibung des Brauches;
28a. Name der Entführer? (Brautschelm?), und ihrer Helfer? (Aufgestellte?);
28b. wie nennt man die Zeche, die die Brautschelme machen? wer bezahlt sie?
28c. Brautstehlsprüche, -reime.

9 / E

1. Hochzeitmahl, -schmaus, -tafel , in Wirts- oder Privathaus?

9 / E

2. Wirtshaus, wo das Mahl stattfindet, Benennung des Wirtes (Hochzeitsvater, Ehetreiber?);
2a. Ankunft vor dem Wirtshaus (Privathaus), Benehmen des Wirtes (Gastgebers), Bräuche, Redensarten;

9 / E

3. wie nennt man Mahlzeiten, die nicht im Gasthaus stattfinden? (Haushochzeiten?), Wendungen;

9 / E

4. Sitzordnung, Sitzanweisen (ansitzen?);
4a. wie heißt der Tisch, an dem die Brautleute,
4b. der, an dem die übrigen Hochzeitsgäste sitzen?

9 / E

5. geladene Gäste, Benennung, Zahl, Verteilung auf die Tische;
5a. ungeladene Gäste, Zuschauer, Draufgeher, Prauser, wann erscheinen sie? zahlen sie? als ungeladener Gast mitessen (prausen u. a.);
5 b. von Geladenen eingeführte Gäste, Benennung (Aftergäste, Kunden, Kundinnen), ihr Benehmen;

9 / E

6. Gerichte, ihre Abfolge, wie heißen die einzelnen Gänge (erste, zweite Richt, Marende u. a.)? wie die für den Brauttisch (Ehrtisch, Brauttafel) bestimmten (Brautschüssel, bessere Richt u. a.), Gesamtname der Gerichte (der Speisezettel: Kuchelbrief);
6a. womit sind die Teller usw. geschmückt?

9 / E

7. Schaugebäcke, -torten, der Aff, Hornaff usw., was geschieht damit? (für jede Benennung eigenen Zettel!);

9 / E

8. Pausen zwischen den ,Richten', wie genannt? wie lange dauernd? womit ausgefüllt?

9 / E

9. vorschneiden, Bräuche dabei (z. B. ,hinauszeigen’ u. a.);
9a. Benennung des Vorschneiders (Jungferndiener u. a.);

9 / E

10. Bräuche beim Essen (Krautschießen, -salzen, übers Kraut schießen, wann? wie?);
10a. Brot-, Käseschneiden; 10b. Brei kosten, Breilöffel kaufen, Lösegeld dabei (Trink-, Kostgeld), Austeilen von Breiportionen an Arme;

9 / E

11. die Hochzeitköchin , ihre Rolle bei den Späßen; Redensarten (die angebrannte Köchin, die K. mit dem angebrannten Hemd u. a.);
11a. Brandgeld , wofür? wann? von wem? an wen entrichtet? wie eingesammelt?
11b. Benehmen der Küchenmägde beim Mahl, was erhalten sie? (Benennungen: Aufleggeld usw.).

Fragebogen S 10: Hochzeit (4)

10 / E

12. Hochzeitsgeschenk, Braut-, Wiegenbandgeschenk, allgemeine Bezeichnungen (Schenkung, schenken, Geschenk geben, weisen, Eherat reichen, Ehrung, ehren, ‚aufs Teller, Tüchel legen’ usw.), besondere; wann, wie findet die Schenkung statt?
12a. Aufforderung zum Schenken, Benennung, Wendungen, Formeln, Sprüche;
12b. Zeremonien bei der Schenkung; unter wessen Leitung werden die Geschenke gereicht? wird der Schenkende ,ausgesungen’? Neckereien während der Schenkung;

10 / E

13. Zehrgeld, Kuchelsteuer, Mahlgeld, übers Mahl zahlen; wann, wo, von wem ist das Zehrgeld zu entrichten?
13a. Zahlhochzeit (Bedeutung!), wie nennt man das Gegenteil?

10 / E

14.Dauk für das Mittagessen: Nachmittagdank;

10 / E

15. Dank der Brautleute an die Angehörigen: Hochzeit-, Brautdank, wann, von wem geleistet?
15a. abdanken, Abdankspruch, sonstige Ausdrücke für Schluß des Mahles;

10 / E

16. sonstige Reden während des Essens, Gesundheit ausbringen (wer tut es?), beim Essen ,trösten’, Scherzpredigten;
16a. Lieder während des Essens (des Tanzens), Hochzeitsgstanzeln, Tischlieder, Segenlieder;

10 / E

17. Hochzeitsmusikanten, Spielleute;
17a. Tisch, an dem sie sitzen (Name!); wer sitzt mit an ihrem Tische?
17b. Spielmannsgeschichten, -lügen, Geigermärlein;
17c. Geld, das sie erhalten, einsammeln (Macherlohn, Flickgeld usw.), Wendungen wie ,Feuergeld einsammeln’ u. a.;
17d. über den Tisch blasen, was geschieht da?

10 / E

18. Hochzeitstanz, allgemeine Bezeichnung;

10 / E

19. Braut auffordern, Braut fördern, Ehrentanz; wie geht er vor sich? hinkt die Braut beim Tanz? warum? ist eigene Bezeichnung dafür üblich? (Redensarten);
19a. Brautsprung (d. i. Sprung, den die Braut mit dem Brautführer über den Tisch macht), wann erfolgt er? was wird der Braut dabei nachgegossen? (,Jungfernwasser’?);

10 / E

20. Krauttanz, wer tanzt ihn? wie, wann geht er vor sich? Redensarten (wie ,mit der Braut ums Kraut tanzen’);
20a. beim Krauttanz sitzen bleiben, Redensarten (wie ‚den Hund heimbringen’);
20b. beim Krauttanz sitzen gebliebenes Mädchen (Krauthüterin usw.);

10 / E

21. Stockwein (auftragen, wann?);
21a. Stocktanz, wie geht er vor sich? wer tanzt ihn?

10 / E

22. Kränzelabnahme;
22a. Kränzeltanz, von wem, wie getanzt? Kränzelabtanzen, weiheln;
22b. werden besondere Lieder dabei gesungen? Name;

10 / E

23. sonstige bei Hochzeiten übliche Tänze (z. B. Fletz-, Hennen-, Hunger-, Kunkel-, Küchen-, Polstertanz, Schlußtanz der Braut); wann, wie, von wem werden diese Tänze getanzt? Redensarten (wie ‚den Ehstand ein- und austanzen’);
23a. Ausgießen des Zwagwassers; Beschreibung des Brauches;
23b. besondere Benennungen der Tänzer (z. B. Jungfernknechte, für die, die mit den Brautjungfern zu tanzen haben);

10 / E

24. Spaßmacher, Kasperl;
24a. maskierte Personen (,Maskerer’), die zur Unterhaltung beitragen, ihr Aussehen; Meisenschützen;

10 / E

25. Scherze während des Mahles, wie Wiegenholz führen, Puppen verteilen und ähnliche auf den Kindersegen anspielende Gebräuche, Redensarten, Wendungen; Fürtuch anbinden;

10 / E

26. Hochzeitsbaum, wie, wo aufgestellt?

10 / E

27. Hochzeitesel, Beschreibung des Brauches;

10 / E

28. ,auf die Gasse (übers Gassel) gehn’ (für den Gang in ein anderes Wirtshaus), Beschreibung;

10 / E

29. Reste des Mahles oder besondere Schlußgerichte, die von den Gästen mit heimgetragen werden, Bescheidessen, die Mit; Hochzeitspackel , -bünkel, woraus bestehend?

10 / E

30. Abenddank, von wem gesprochen?

10 / E

31. heimblasen, heimgeigen, Bräuche dabei, ,die Braut hinaustanzen’, ,absingen’; Trutzlieder auf Musikanten, wie benannt?

10 / E

32. wann geht das Brautpaar nach Hause? Redensarten, besonders bei frühzeitigem Weggehen;
32a. Belustigung nach Abgang des Brautpaares;

10 / E

33. wie lange währt die Hochzeit? auch mehrere Tage? wie heißen diese? (z. B. Rockentag);

10 / E

34. wie heißen die an diesen Tagen eingenommenen Mahlzeiten?

10 / E

35. kurze zusammenhängende Darstellung des ortsüblichen Vorganges und Brauches beim Hochzeitsmahl erwünscht.

10 / F

1. Ankunft der Neuvermählten in ihrem Heime, Bräuche, Redensarten (Kindsmus kochen, ,einfachen’);
1a. Reime beim Empfang (besonders benannt?), worauf beziehen sie sich? (Kinder-, Viehsegen?);
1b. Katzenmusik;
1c. Gang der jungen Frau um den Mist, den Herd, in den Stall (Reihenfolge, Ausdrücke!), Sprüche dabei;
1d. Essen nach der Heimkunft, Bezeichnung;

10 / F

2. Brautnacht (halten, feiern), brauten; Bräuche, Redensarten;
2a. Schabernack in der Brautnacht (Bett zunähen, verunzieren, zerstücken u. a.);

10 / F

3. Brautkammer , Ehestube;
3a. Brautbett, Benennungen ernster und scherzhafter Art; was liegt am Hochzeitsvorabend darauf? (Rosmarin? Brautkranz?);

10 / F

4. Aufschub des Beilagers, Heimkehr der Braut ins E1ternhaus, verbringt die erste oder die ersten drei Nächte getrennt vom Ehemann, wie heißen diese Nächte? sonstige darauf sich beziehende Ausdrücke, Redensarten, daran geknüpfter Aberglaube;

10 / F

5. Tag nach der Hochzeit, Nach-, Junghochzeit, der goldene Tag;
5a. Mahl (Frühstück) am nächsten Tag (Abraitmahl, Goldenertag-Schmaus u. a.), wo, wann eingenommen? Teilnehmer;
5b. Rückkehr der Brautleute ins Wirtshaus, um die Überreste vom Vortag aufzuessen, Name des Vorgangs, dieser Überreste;
5c. Abrechnung des Hochzeitspaares mit dem Wirt, Ausdrücke dafür (Abrait, zur Abrait gehn u. a.);
5d. Gottesdienst am Tag nach der Hochzeit, Goldenetag-Messe, für wen gehalten?
5e. sonstige Bräuche an diesem Tag, Beschreibung, Ausdrücke (Hahnenschlag [-en], die gute Zeit ausschnellen u. a.);

10 / F

6. Sonntag nach der Hochzeit, Benennung, Bräuche;
6a. wie heißt die Mahlzeit (die Suppe), die dem Hochzeitspaar an diesem Tag gegeben wird? (Glöcksuppe, Gralles u. a.);

10 / F

7. der achte Tag nach der Hochzeit, Bezeichnung; ist der Zeitraum bis dahin eigens benannt?
7a. wird ein Mahl an dem Tage gehalten? wo? woraus bestehend? Bezeichnung (,Eier und Schmalz’, ,ein Eier und Schmalz halten’?);

10 / F

8. Flitter-, Käswochen, ihre Dauer, Redensarten;

10 / F

9. Hochzeitsreise;

10 / F

10. Hochzeitswallfahrt, Benennung, wann, wohin unternommen? geht das junge Weib allein? Volksglaube;
10a. wie heißt das Bett, in dem die wallfahrende Frau schläft? (Kirchtagbett?);
10b. Rückkehr von der Wallfahrt, besonderer Empfang? Essen? Ausdrücke!

10 / F

11. ‚faules Weib singen’, wann? wie?

10 / F

12. Abendtanz und Katzenmusik, wann, wie aufgeführt?

10 / F

13. sonstige Hochzeitsbräuche (Beschreibung, Ausdrücke). Man schreibe jeden selbständigen Ausdruck auf eigenen Zettel!

Fragebogen S 11: Hochzeit (5)

11 / G

1. Mittel, die der Heirat (Ehe) nützlich oder abträglich sind: Heiratsgeist, Liebestränke (woraus bereitet?), ‚die Heirat abtreten’ usw.;

11 / G

2. Vorzeichen (abgesehen von den D 13a. erwähnten): wird Zufälligkeiten wie Springen der Haftel, sich Lösen der Haare, Zuspätkommen der Gäste, Zerbrechen des Geschirres, dem Wetter u. dgl. Bedeutung beigelegt? spielen Tiere (Schweine, Schafe, Tauben) dabei eine Rolle?

11 / G

3. Krautsalzen der Braut, wie? wann?

11 / G

4. welche Jahreszeit, welche Tage gelten als empfehlenswert zum Heiraten? finden Heiraten auch zur geschlossenen Zeit statt? wie heißen sie?

11 / G

5. Verhalten der Verwandten des Ehepaares nach der Hochzeit, Besuche, Geschenke (nach 1/2, 3/4 Jahr usw.), wie bezeichnet?

11 / G

6. Hochzeitjubelfeier: silberne, goldene, diamantene Hochzeit;
6a. Ausdrücke, die sich darauf beziehen (z. B. Jubelbraut u. a.);
6b. kurze Beschreibung solcher Feiern.

11 / H

1. Zusammensetzungen (soweit nicht schon erwähnt) mit ,Heirat' an zweiter Stelle, z. B. Geldheirat (Wendungen, die sich darauf beziehen) usw.,
1a. an erster Stelle, z. B. Heiratsbrief (Bedeutung!), heiratsüchtig usw. (für jedes Wort besonderen Zettel!);

11 / H

2. Zusammensetzungen mit ‚heiraten’: ein-, aus-, an-, aushin (aussi)-, ausher (aussa)-, einhin (eini)-, zuhin (zuhi, zuwi)-, umhin (umi)-, zusammen-, herum-, umeinanderheiraten (Angabe der Bedeutungen!), er-, verheiraten;

11 / H

3. Zusammensetzungen (soweit nicht schon erwähnt) mit ,Hochzeit’ an zweiter Stelle, z. B. Bauern-, Herren-, Diebs-, Störzlerhochzeit; Bedeutungen, Wendungen (Beiwörter), die mit diesen Ausdrücken zusammenhängen, z. B. geschenkte Bauernhochzeit;
3a. an erster Stelle, z. B. Hochzeitsknödel u. a.;

11 / H

4. Zusammensetzungen mit ,trauen’ (soweit noch nicht erwähnt), z. B. Trauschein;

11 / H

5. Zusammensetzungen und Fügungen mit ,Braut’ (soweit noch nicht erwähnt) an zweiter,
5a. an erster Stelle (z. B. Himmelsbraut, Brautsegen).

11 / I

1. Ehe, Bedeutung des Wortes, Wendungen, Redensarten (auch scherzhafte);
1a. sind der Schriftsprache angenäherte zweisilbige Aussprachen des Wortes weiter verbreitet? wie lauten sie? (mit geschärftem h? wie betont?);
1b. Ehestand (Wendungen wie der heilige E., Redensarten wie Ehstand - Wehstand u. ä.);
1c. Ehebund, Ehejoch;
1d. sind Ehen Blutsverwandter unauffällig? häufig? wie nennt man sie?
1e. Ehedispens;
1f. Eheerlaubnis, -konsens;

11 / I

2. ehelich, unehelich (sind diese Wörter volkstümlich? wie werden sie umschrieben?);

11 / I

3. Ehegatten, Eheleute, Ehepaar, Ehemensch, Ehevolk;
3a. wie sollen die Gatten beschaffen sein? (z. B. zusammenstehn, schön zusammenstehn); wie urteilt das Volk über ungleiche Paare (Unterschiede der Größe, des Alters usw.)? [Man setze die Eigenschaftswörter, Redensarten, Wendungen im Zettel voran und lasse die sachlichen Erläuterungen folgen];

11 / I

4. Ehemann, gewöhnlich Mann schlechthin, der Bauer, der Herr (auch von der Ehefrau gesagt?), der Schaffer, Er (in der Anwendung beschränkt?), der Herr Papa (auch für den bäuerlichn Ehemann?), der Vater u. a. (für jedes Wort besonderen Zettell);
4a. scherzhafte Bezeichnungen des Begriffes, wie Ehekrüppel u. a.;
4b. scheltende;

11 / I

5. Eheweib, Weib schlechthin, Ehefrau, die Sei (= Sie), Sie (Anwendung!), die Frau, Bäuerin, die Frau Mama (auch für die bäuerliche Ehefrau?), die Mutter u. a.;
5a. scherzhafte Bezeichnungen wie bessere Hälfte, Hauskreuz, Alte, Schürhakel u. a.;
5b. scheltende (wie Zange, Beißzange u. a.);

11 / I

6. wird schon vor der Ehe ‚probiert’? (Redensarten wie die Katze wird nicht im Sack gekauft);
6a. ist der Brauch der Probenächte noch vorhanden? Bezeichnung;

11 / I

7. Ehesegen, -frieden, -glück;

11 / I

8. Ehezwist (sind volkstümliche Lieder bekannt, die von Ehezwist berichten? deren Aufzeichnung auf besonderem Blatt erwünscht);
8a. Eheteufel;
8b. Ehekreuz (Bedeutung?);

11 / I

9. Vorherrschaft der Frau in der Ehe, Ausdrücke, Redensarten (wie sie hat die Hosen an, führt das Regiment u. a.);
9a. Pantoffelheld, Simandl, Redensarten (wie er steht unter dem Pantoffel, da bringt er die Kinder u. a.);

11 / I

10. Ehebruch, Ehe brechen, Wendungen;
10a. Ehebrecher(-in);
10b. ehebrecherisches Paar (Ehebrecherbande u. ä.);
10c. den Ehemann (das Eheweib) hintergehn, einem die Hörner aufsetzen, nebenausgehn, es mit anderen haben, mit jemand ,Quinten’ haben u. a.;
10d. Ehebruch erleiden, hintergangen werden, Hörner aufgesetzt kriegen u. ä.;
10e. der (die) betrogene Gatte (Gattin); Ehemann, der gegenüber der Untreue seiner Frau gleichgiltig ist (Benennung!), Redensarten;
10f. beurteilt das Volk den Ehebruch seitens des Mannes milder als den seitens des Weibes?
10g. Bräuche, wenn ein Ehebruch entdeckt wird, Ausdrücke, Wendungen (z. B. einem [einer] habern , Haberfeld treiben - Mitteilung von Rügeformeln und -gstanzeln erwünscht, wenn möglich auch im Original erbeten [sogenannte Haberzettel]; einen Ehebrecher schildern [= habern]; das Mauermachen - Verunreinigung der Hauswand, besonders des Teiles, hinter dem das Lager des Ehebrechenden ist; jemand auf den Kamin hinaufschreiben; einem [einer] den Mistwagen aufs Dach stellen, Sägespäne streuen - wie heißt der Streuende? u. a.);

11 / I

11. Ehescheidung;
11a. sich scheiden lassen, Wendungen!
11b. Trennung der Ehe;
11c. sich trennen (lassen);
11d. vermögensrechtliche Folgen;
11e. wie denkt man in Land und Stadt (je nach Alter und Ständen) über die Ehescheidung und Ehetrennung?
11f. eheliche Gütergemeinschaft, Gütertrennung, Benennungen, Redensarten; wie denkt man über die Gütertrennung?
11g. Ehe ohne Vertrag, Benennungen (gereute, unverdingte Ehe usw.);
11h. Aufhebung, Ungiltigkeitserklärung der Ehe;

11 / I

12. kommt Zivilehe (ohne kirchliche Trauung) vor? Benennung, Beurteilung, Redensarten!

11 / I

13. sind Ehen unter Gatten verschiedenen Bekenntnisses unauffällig? wie nennt man solche Ehen?

11 / I

14. wilde Ehe (was versteht man darunter?), Konkubinat (scherzhafte volkstümliche Entstellungen wie ,Konkabinett’ u. a.), konkubinateln u. a. (für jedes Wort besonderen Zettel!); wie denkt das Volk darüber? Redensarten! ist diese Lebensform stärker verbreitet?

11 / I

15. unverheiratet, ehelos, ledig (für jedes Wort besonderen Zettel!), etwaige Bedeutungsunterschiede;
15a. lediger Mann, Junggeselle (Wendungen, wie alter Jungg., brummig, eigen, eigensinnig wie ein a. J.; sonstige Eigenschaften, dem Ledigen, namentlich dem ledig Bleibenden beigelegt), Jungherr (wie weit noch in der Bedeutung ,lediger Mann’ verwendet?);
15b. lediges Weib, alte Jungfer (Wendungen, Redensarten wie so fad, so ,sierig’ sein wie eine alte J., sonstige Eigenschaften, ihr beigelegt, scherzhafte, satirische Benennungen [wie Hunds-, Katzenmutter, alter Schlitten u. ä.], jedes Wort auf eigenen Zettel!);
15c. Fräulein, wie weit heute volkstümlich verwendet? (volksmäßige Abkürzung des Wortes beim Schreiben);
15d. lediger Stand, ledig sein; Wendungen, Sprüche, Volksmeinung;

11 / I

16. Witwe, Witfrau, -weib, Wittib , Wittin; sonstige (übertragene) Bedeutung des Wortes;
16a. welche Formel des Eigennamens verwendet ein Witwer, eine Witwe im Schriftgebrauch (bei Unterschrift, auf Geschäftsschildern u. dgl.), d. h. wird der verwitwete Stand zum Ausdruck gebracht, und wie? öfter von der Frau als von dem Manne? (z. B. Witwe M. Huber, M. Witwe Huber, M. Huber, Witwe des J. Huber selig);
16b. volksmäßige Abkürzung des Wortes Witwe beim Schreiben (Ww., Wwe u. ä.);
16c. Stroh-, Graswitwe und andere Zusammensetzungen mit ‚Witwe’ an zweiter Stelle (jedes Wort auf eigenen Zettel!);

11 / I

17. Witwer, Witmann, Witling; sonstige Bedeutung des Wortes;
17a. Strohwitwer und andere Zusammensetzungen mit ,Witwer’ an zweiter Stelle;

11 / I

18. wie heißen Witwer und Witwe zusammen? (Witleute?);

11 / I

19. verwitwet, verwittibt, wittig;

11 / I

20. Witwenstand, -stuhl und andere Zusammensetzungen mit ‚Witwe(n)’ an erster Stelle;

11 / I

2l. Schwänke, Volkswitze, in denen ‚Witwe’ und ,Witwer’ eine Rolle spielen;

11 / I

22. zweite usw. Ehe, Urteile hierüber (falls andere Ausdrücke, Wendungen hier anzuführen wären als zu B 14c);

11 / I

23. kinderreiche Ehe und Eheleute, Ausdrücke, Wendungen;

11 / I

24. kinderarme, kinderlose Ehe und Eheleute, Ausdrücke, Wendungen, Urteile hierüber;

11 / I

25. voreheliche Kinder (d. h. von anderem Vater, beziehungsweise anderer Mutter) neben ehelichen, wie benannt?
25a. uneheliche (von derselben Mutter) neben ehelichen, wie benannt?
25b. außereheliche (d. h. während der Ehe von anderer Mutter geborene) neben ehelichen, wie benannt? (kurze Angaben über die volksübliche vermögensrechtliche Behandlung der in 25. 25ab gemeinten Kinder erwünscht);

11 / I

26. Zusammensetzungen (soweit nicht schon angeführt) mit ,Ehe’ an zweiter Stelle, z. B. ,Josefsehe’,
26a. an erster Stelle (z. B. Ehegaumer, Eheverschreibung u. a.); Angabe der Bedeutungen!

Fragebogen S 12: Nase, Ohr - Kopf (4)

12 / A

1. Nase, scherzhafte Bezeichnungen (z. B. Löschhorn u. ä.);
1a. Redensarten (eine Nase geben, kriegen, Nase hoch tragen u. a.);
1b. übertragene Verwendung (zur Bezeichnung von anderen Körperteilen, von Beschaffenheiten des Menschen [z. B. hochnasig], in der Handwerkssprache , zur Benennung von Naturformen an Bergen, Felsen);
1c. künstliche Nase, woraus gemacht? wann getragen?

12 / A

2. große Nase, (man nenne hier wie im Folgenden auch die zugehörigen Eigenschaftswörter wie großnasig usw.);

12 / A

3. lange,

12 / A

4. dicke (,Schafsnase’),

12 / A

5. breite,

12 / A

6. kleine;

12 / A

7. kurze,

12 / A

8. schmale, dünne, scharfe,

12 / A

9. stumpfe,

12 / A

10. spitze, ,neugierige’, (Volksaberglaube!),

12 / A

11. knollige (,Erdapfelnase’),

12 / A

12. gekrümmte, buckelige, Adler-, Haken-, Judennase;

12 / A

13. gerade,
13a. gerade, glatt mit der Stirne laufende Nase; (welche Nase gilt als die schönste?);

12 / A

14. platte Nase mit aufwärts gerichteten Nasenlöchern (,Fischnase’ u. ä.);

12 / A

15. aufgebogene, Stulpnase, -näschen;

12 / A

16. eingebogene, eingequetschte;

12 / A

17. blaue, rote, (Wein-, Schnapsnase), erfrorene, (Redensarten);

12 / A

18. von Pusteln, Mitessern, Hautwucherungen entstellte, Nasenschwulst;

12 / A

19. Schnupfernase , wie sieht die aus? Redensarten;

12 / A

20. Güte der Nase (z. B. der hat eine Hundsnase, eine feine Nase u. ä.), Redensarten;

12 / A

21. Nasenlöcher;
21a. dichtbehaarte Nasenlöcher;
21b. Nasenlöcher mit Schnupftabaksresten (Benennung, Redensarten);
21c. Nasenhöhlen;

12 / A

22. Nasenflügel (ihre Bewegungen, z. B. zittern, sich blähen);

12 / A

23. Nasenbein;

12 / A

24. Nasenknorpel (-kruspel);

12 / A

25. Nasenspitze, Redensarten (z. B. am Nasenspitzel absehn);

12 / A

26. Rinnen, Furchen zu beiden Seiten der Nase (,Zacherrinnen’);

12 / A

27. Ausfluß aus der Nase, Rotz;
27a. Zusammensetzungen mit Rotz (z. B. Rotzbube u. ä.);

12 / A

28. eingetrockneter Nasenschleim, Krusten;

12 / A

29. rotzig, rotzig sein, Redensarten;

12 / A

30. sich schneuzen, die Nase putzen, Redensarten;

12 / A

31. Schneuz-, Schnupf-, Taschen-, Nasentuch;

12 / A

32. in der Nase bohren;

12 / A

33. triefende Nase (sind übertragene Bedeutungen vorhanden?), Redensarten;
33a. Nasentröpfchen;

12 / A

34. volle, verstopfte Nase;

12 / A

35. Aufschnupfen (,Rotz ziehen’);
35a. schweres Atmen bei voller, verstopfter Nase, wie genannt?

12 / A

36. ausgetrocknete, heiße,

12 / A

37. kalte Nase, Redensarten;

12 / A

38. Nasenbluten; wird das Wort auch in übertragener Bedeutung verwendet?
38a. Mittel gegen Nasenbluten;

12 / A

39. Katarrh (Strauchen, Schnupfen);

12 / A

40. niesen; was sagt man dabei? Redensarten;

12 / A

41. Nasenkrankheiten (-geschwüre, -krebs u. a.);

12 / A

42. Gebärden, die sich auf die Nase beziehen, Narrenspanne (einfache, doppelte), Narrenspanne zeigen, lange Nase machen, jemanden eine Nase drehen u. a.;

12 / A

43. durch die Nase reden;

12 / A

44. Schlag auf die Nase, Nasenstüber, Redensarten;

12 / A

45. (im Vorhergehenden noch nicht erwähnte) Zusammensetzungen mit ,Nase’ als zweitem,
45a. als erstem Bestandteil (z. B. Spürnase, Naseweisheit);

12 / A

46. Volksaberglaube (soweit nicht schon erwähnt), z. B. was zeigt Jucken, ,Beißen’ der Nase an?

12 / B

1. Ausdrücke für Ohr (auch scherzhafte);
1a. ihre Verwendung in übertragener Bedeutung, z. B. auf dem Gebiete der Küche, des Handwerks, des Geschlechtslebens;
1b. Redensarten, z. B. er hat es faustdick hinter den Ohren, grün, noch nicht trocken hinter den Ohren;

12 / B

2. lange Ohren (man nenne hier wie im Folgenden auch die zugehörigen Eigenschaftswörter, z. B. langohrig usw.);

12 / B

3. kleine Ohren (Maus-, Stutzohren);

12 / B

4. wegstehende Ohren, weitohrig, Redensarten;

12 / B

5. hangende,

12 / B

6. nach oben zugespitzte, dünne Ohren (Hasenohren?);

12 / B

7. rote, gerötete,
7a. gefrorene,

12 / B

8. schmutzige Ohren (Dreckwaschel u. ä., Redensarten);

12 / B

9. am Rande (dem Läppchen) verstümmelte, gezackte,

12 / B

10. am Rande flache, nicht-gesäumte Ohren (hängt Aberglaube daran?);

12 / B

11. stark behaarte,

12 / B

12. wunde, von Ausschlag u. ä. verunstaltete,

12 / B

13. verwachsene Ohren;

12 / B

14. einohrig;

12 / B

15. Ohrmuschel,
15a. ihr Saum;

12 / B

16. Ohrläppchen, -zipfel (und etwaige andere Wörter für Teile der Ohrmuschel);

12 / B

17. Ohrwurzel,

12 / B

18. -knorpel, -bein,

12 / B

19. -loch,

12 / B

20. -gang, Gehörgang;

12 / B

21. Trommelfell, Trommel, Ohrfähnlein;
21a. Redensarten, die sich auf das Zerreißen des Trommelfell beziehen;

12 / B

22. Ohrring, Ohrgehänge, Benennungen je nach der Gestalt (z. B. Italienerohrringe, Ohrenbuddel, -tröpfel, Tröpfel), nach dem Werte des Metalls (z. B. ,gestempelte’), nach dem Träger (z. B. Männer-, Weiherohrringe};
22a. werden sie auch als Schutz gegen Krankheiten getragen; gegen welche?
22b. bei welchen Anlässen werden Ohrringe (und welche?) als Geschenk gegeben? haben sie dann besondere Namen?
22c. Herstellung von Ohrringen, Handel mit ihnen, Personen, die sich damit befassen;

12 / B

23. durchstochenes Ohr, Ohrläppchenstich, wozu, wann, durch wen vorgenommen? bei Knaben oder Männern?
23a. hat die Durchlochungsstelle eine eigene Bezeichnung? bleibt das Loch leer oder wird ein Metallstift (woraus? welcher Form?) durchgezogen? wie heißt er? (Ohrenschraube u. ä.); ist die Handlung des Einführens der Stifte besonders benannt?

12 / B

24. Ohrenschmalz, -schmer;
24a. Ohrlöffel, -löfferl;

12 / B

25. Schmutz im Ohr;

12 / B

26. krankhafter Ausfluß aus dem Ohr (Ohrenfluß? fließendes Ohr);

12 / B

27. Ohrenweh, -schmerz , -stechen , Ohrenleiden, -krankheit, -geschwür, -geschwulst u. ä.;

12 / B

28. Sausen, Pfeifen, Klingen, Singen in den Ohren, Volksglaube;

12 / B

29. Mumps, Ohrnickel usw.;

12 / B

30. Hörrohr, -schlauch (und andere Hilfsmittel gegen Schwerhörigkeit);

12 / B

31. Pfropfen aus Watte, den einzelne im Ohr tragen, Ohrenwatte; sich die Ohren verstopfen;

12 / B

32. Ohrenschützer, woraus bestehend? von wem (mit Vorliebe?) getragen?

12 / B

33. Warze am Ohr;

12 / B

34. bei den Ohren beuteln, gebeutelte Ohren (Redensarten);
34a. Zusammensetzungen mit ,beuteln’: zusammenbeuteln , abbeuteln (Bedeutungen!), herbeuteln usw. (jedes Wort auf besonderen Zettel!);

12 / B

35. bei den Ohren packen, ziehen, sie aufdrehen, zwicken (jedes Wort auf besonderen Zettel!), Redensarten;

12 / B

36. wie heißt der Vorgang, wenn man jemand bei den Ohren in die Höhe hebt?

12 / B

37. an den Ohren reißen, sie auf-, ausreißen, Redensarten;

12 / B

38. Stoß, Schlag gegen das Ohr;

12 / B

39. die Ohren mit Schnee einreiben, wer übt den Spaß besonders gerne?

12 / B

40. (noch nicht erwähnte) Zusammensetzungen mit ,Ohr’ an zweiter,
40a. an erster Stelle (z. B. Eselsohren, Ohrwurm, Ohrenblasen).

Fragebogen S 13: Auge - Kopf (5)

13 / A

1. Ausdrücke für Auge,
1a. in übertragener Bedeutung (z. B. Auge an Pflanzen, im Spiel);

13 / A

2. Redensarten (z. B. nicht mehr unter die Augen kommen, vor Augen haben, die Sache steht auf zwei, vier Augen, Augen werfen usw., vgl. auch unter D);

13 / A

3. großes Auge, Glotzauge; (hier wie im Folgenden:) Redensarten, Vergleiche (Ochsen-, Roßaugen haben, Ochsen-, Roßaugen stehen einem, einer heraus, Augen wie ein Pflugradel, Stadeltor, Hafendeckel, wie eine Tschinellen), Schelten (z. B. großaugeter Teufel); hier (wie im Folgenden) nenne man auch die entsprechenden Eigenschaftswörter!

13 / A

4. kleines Auge (Klemm-, Schweinsauge u. ä.);

13 / A

5. rundliches Auge (Schusserer, Schusser, Schusserer drin haben u. a.);

13 / A

6. geschlitztes (Volksglaube: was bedeutet es?)

13 / A

7. herausstehendes, Redensarten (z. B. daß sie dir fein nicht herausfallen!);

13 / A

8. eingefallenes (Volksmeinung!);

13 / A

9. tiefliegendes (Volksmeinung!);

13 / A

10. schiefes (Volksmeinung!);

13 / A

11. gutes, scharfes (Luchsauge, Augen wie ein Luchs, Geier, Teufelsaugen [,Teufels-’ hier in verstärkender Bedeutung] u. a.);
11a. Mittel zur Erzielung und Bewahrung scharfer Augen (Saft aus Zitronen- und Orangenschalen einspritzen u. a.). [Man stelle hier wie bei allen Sachfragen die mundartliche Bezeichnung des Verlangten und die daran sich knüpfenden mundartlichen Redensarten an die Spitze des Zettels, daran erst schließe man die Beschreibung der Sachen, Vorgänge, Handlungen];

13 / A

12. schlechte, schwache Augen, Volksmeinung über deren Herkunft, Mittel dagegen;

13 / A

13. sanftes,
13a. freundliches, mildes,
13b. finsteres, feindliches,
13c. stechendes,

13 / A

14. dummes (Schafsauge),
14a. gescheites (wifes Äugel u. ä.),

13 / A

15. stieres,

13 / A

16. trübes,

13 / A

17. verglastes (Trinkerauge),

13 / A

18. starres,

13 / A

19. gebrochenes Auge;

13 / A

20. Augensprache (Redensarten);
20a. sinnliches, verliebtes Auge (Augen machen wie ein Spatz u. ä.);
20b. leidenschaftliches;
20c. freches (Verbrecher-, Diebsauge);
20d. lustiges;

13 / A

21. verweintes;

13 / A

22. übernächtiges, verschlafenes;

13 / A

23. lebhaftes, glänzendes (Blitzäugel, ,Augen, die gehn gerade nur ein so’ [... nua a so] u. a.);

13 / A

24·. Auge, bei dem das obere Lid nicht geschlossen werden kann (Hexenauge?);

13 / A

25. Augen, die bei breiter Nasenwurzel weit von einander abstehen;

13 / A

26. wie nennt man den, bei dem ein Auge kleiner ist als das andere?

13 / A

27. Schrägstellung der Augen (´`, `´);

13 / A

28. einäugig, Mensch mit nur einem Auge, Volksmeinung;

13 / A

29. blaue Augen (man nenne auch die Abstufungen, hell-, dunkelblau usw.), zugehörige Eigenschaftswörter (hier wie im Folgenden!), Volksmeinungen (hier wie im Folgenden!);

13 / A

30. graue, lichte,

13 / A

31. grüne,

13 / A

32. gelbe (,Katzenaugen’ u. ä.),

13 / A

33. braune,

13 / A

34. rötliche (besonders bei Tieren),

13 / A

35. schwarze, dunkle,

13 / A

36. verschiedene Farben spielende, opalisierende Augen;

13 / A

37. Mensch mit Augen von verschiedener Farbe (Volksmeinung?).

13 / B

1. Lid;
1a. schweres, hängendes Lid, das nicht voll geöffnet werden kann;
1b. aufgedunsene Lider;
1c. bläuliche aufgedunsene Lider (Redewendungen);

13 / B

2. Augenhöhle, -grube;

13 / B

3. Augenspalt, -schlitz;

13 / B

4. Augenknochen, -bein;

13 / B

5. Augenwinkel;

13 / B

6. Augenbogen (dazu hier, wie im Vorhergehenden und Folgenden, auch die kennzeichnenden Eigenschaftswörter! ferner etwaige Benennungen von Menschen der betreffenden Eigenschaft);

13 / B

7. Augapfel, Redensarten;

13 / B

8. Augenstern (Pupille, Sehloch);

13 / B

9. Regenbogenhaut;

13 / B

10. Hornhaut, ‚das Weiße’, Redensarten (z. B. er hat weiß geschaut, das Weiße übergedreht usw.;

13 / B

11. Augenfell, Augenhaut;

13 / B

12. Augengrund,
-finstre;

13 / B

13. Augenmuskel;

13 / B

14. Augenader;

13 / B

15. etwaige weitere Bezeichnungen von Teilen des Auges (z. B. Netzhaut?, Augendrüsen, aufgedunsene Drüsen);

13 / B

16. Ringe unter den Augen, Redensarten und Vergleiche;

13 / B

17. über die Nasenwurzel zusammengewachsene Augenbrauen, Volksmeinung.

13 / C

1. Ausdrücke für Träne, ist Einzahl oder Mehrzahl von Träne beliebter?
1a. Tränen vergießen, Redensarten (z. B. die Augen gehen über usw.). [Die Vorstellung ,weinen’ ist anderem Fragebogen vorbehalten];
1b. große,
1c. kleine Träne (Vergleiche!);
1d. aufrichtige, falsche Tränen;
1e. salzige Tränen, ,gesalzene’;
1f. das Tränen Tropfen der Augen, in eigentlicher und übertragener Bedeutung (z. B. lügen, daß einem die Augen tropfen);

13 / C

2. Tränensack und andere Zusammensetzungen mit Träne, Zähre, Wasser (z. B. Wassersack = Tränensack), jedes Wort auf besonderen Zettel!

13 / C

3. die Augen trocknen, auswischen, auch in übertragener Bedeutung?

13 / C

4. Augenbutter, -käse, Griegken (weiche und eingetrocknete) usw., griegkauget;

13 / C

5. rinnende Augen (Wasser-, Triefaugen), krankhafter Ausfluß, Redensarten;

13 / C

6. ausgeronnenes Auge, das Auge rinnt aus;

13 / C

7. Flecken im Auge (Volksmeinung: verraten sie eine Charaktereigenschaft? wo kommen sie her?);
7a. Augennebel, -schatten;

13 / C

8. krankes, böses Auge;
8a. Augenschmerz, -weh, -leiden, Redensarten (z. B. nicht ein Augweh u. a.);

13 / C

9. Hitze in den Augen, Entzündung, entzündetes, gerötetes Auge;
9a. blutunterlaufenes Auge (wodurch?);
9b. Jucken der Augen (Volksmeinung!);

13 / C

10. eitriges Auge, Augeneiter;

13 / C

11. Star, seine Arten, Redensarten (den Star stechen, auch bildlich?);
11a. etwaige Zusammensetzungen, z. B. starblind;

13 / C

12. Gerstenkorn, woher kommt es nach Volksmeinung? wie wird es geheilt?

13 / C

13. Augenmal, wie geheilt? (durch Abbeten?);
13a. Warze am Auge;

13 / C

14. Birkauge, birkauget, Bedeutung des Wortes, Schelte: birkaugets Luder für Mädchen mit großen Augen (bei denen das Weiße stark hervortritt?);

13 / C

15. Ausschlag, Mitesser an den Augen;

13 / C

16. sonstige Augenkrankheiten;

13 / C

17. Heilmittel dagegen (Augenwasser, Augen waschen u. a.);
17a. Patrone, die bei Augenleiden angerufen werden (die Namen in mundartlicher Form!), z. B. St. Oswald (Ortsnamen wie Oswaldibrünl!); Wallfahrtsorte, die in Betracht kommen;

13 / C

18. künstliches Auge, Glasauge;

13 / C

19. Augenarzt;

13 / C

20. Brille, Augenglas, Arten derselben, auch Augengläser, Brillen zu Handwerkszwecken (z. B. die Drahtbrille des Steinhauers, Schutzbrille des Autlers, Bergsteigers), auch scherzhafte Bezeichnungen und Nachahmungen der Brillen;
20a. Teile der Brille;
20b. Brillen aufsetzen, (-stecken), abnehmen, tiefer, höher rücken, über sie hinwegsehen u. ä., Redensarten;
20c. Zwicker;
20d. Einglas, Monokel;
20e. Benennungen für Teile der Brille, des Zwickers;
20f. führt ein Auge mit Monokel besonderen Namen (Zwickauge?)?
20g. Lorgnette;
20h. Brillenträger, scherzhafte Namen für Leute, die Brillen, Zwicker, Monokel tragen;
20i. Fernrohr, -glas;
20k. Vergrößerungs-,
20l. Verkleinerungsglas;
20m. Geschäft zur Herstellung,
20n. zum Vertrieb von Augengläsern aller Art;
20o. Hersteller, Händler dieser Waren;

13 / C

21. Augenbinde, die Augen verbinden;
21a. Augenschirm;

13 / C

22. Fremdkörper im Auge, Redensarten wie ins Auge fallen u. a.

 

Fragebogen 13 / D

 

1. Die Augen schließen, zufallen lassen, auch in übertragener Bedeutung;
1a. Zufallen der Augen bei Ermüdung, Redensarten;
1b. die Augen zuhalten (besondere Ausdrücke beim Kinderspiel?);

13 / D

2. die Augen öffnen, offen halten, auch in übertragener Bedeutung;

13 / D

3. die Augen aufspreizen,

13 / D

4. verdrehen,

13 / D

5. rollen;

13 / D

6. zwinkern;

13 / D

7. zucken, blinzeln; wie nennt man einen Blinzler? einmaliges Blinzeln; Zucken?
7a. Zusammensetzungen mit zwinkern, zucken, blinzeln, z. B. her-, hin-, hinauf-, hinein-, zusammenblinzeln u. a., Angabe der Bedeutung;

13 / D

8. schielen in seinen verschiedenen Arten, Schieler, schielend;

13 / D

9. vor den Augen fuchteln, hin- und herfahren (Kinderspiel, wie geübt? mit welcher Frage gerne eingeleitet? [,Fürchtest du deinen Vater?’]);

13 / D

10. Schlag auf das Auge, ein ,blaues Auge’ bekommen, in eigentlicher,
10a. in übertragener Bedeutung (,mit einem blauen Auge davonkommen’);

13 / D

11. das Auge ausdrücken, ausquetschen, ausschlagen, aushauen, ausstechen (jedes Wort auf besonderen Zettel!); in die Augen stechen (,das hat ihm in die Augen gestochen’);

13 / D

12. sich die Augen ausfallen;

13 / D

13. die Augen, in den Augen reiben, ‚ribeln’, ‚rippeln’, wozu?
13a. mit den Handknöcheln in die Augenwinkel fahren und darin reiben - besonderer Ausdruck dafür? warum vorgenommen?

13 / E

1. augenförmig, ,äugelet';

13 / E

2. Zusammensetzungen mit ,Auge’ als zweitem,
2a. als erstem Bestandteil (z. B. Ochsenaugen, Augenfutter).

Fragebogen S 14: Besiedelung, Flur (1)

14 / A

1. Dorf (Mehrzahl! Verkleinerung! hat diese spöttischen Nebensinn?), Wendungen wie gegen (oder: in) Dorf gehn, dorfen (Bedeutung! = Abendbesuche machen?);
1a. Dorfbewohner, Dörfler, Dorfleute;
1b. Teile des Dorfes: Ober-, Unterdorf, oberes Viertel (hat ,Viertel’ auch die Bedeutung: Teil einer Gegend?), Kirchenviertel u. a.;
1c. sonstige Zusammensetzungen mit Dorf an zweiter,
1d. an erster Stelle, z. B. Berg-, Kirchdorf, Dorfstier usw.;

14 / A

2. Ort (in der Bedeutung: Platz, Ortschaft; in der Bedeutung: Spitze, Rand, Ende wird das Wort samt den zu dieser Bedeutung gehörenden Redensarten einem anderen Bogen vorbehalten), wie lautet die Mehrzahl? sind zwei Mehrzahlformen gebräuchlich (Orte, Örter)? sind sie der Bedeutung und Verwendung nach unterschieden? (z. B. große Örter, aber: auf mehreren Orten); Redensarten, Sprichwörter (z. B. an Ort und Stelle, mir geht so beim mittleren Ort = mittelmäßig, gutes Wort findet guten Ort usw.);
2a. Zusammensetzungen mit Ort an zweiter,
2b. an erster Stelle (z. B. Oberort, örterweis);
2c. Ortschaft, etwa vorhandene Zusammensetzungen;

14 / A

3. Weiler, wird auch ,Ried’ für ,Weiler’ gebraucht? Rotte, Malgrei, Malgreid (noch als Gattungsname verwendet?) u. ä. Jedes Wort auf besonderen Zettel!

14 / A

4. Wie heißt der am Ortsausgang Siedelnde (Ortmann, Orter, Wächter usw.)? ist die Bezeichnung nur mehr als Hausname im Gebrauch? an welchem Ende des Dorfes sitzt der Ortmann?

14 / B

1. Allgemeine Ausdrücke für Bauernhof überhaupt, Hof, Hofstatt, Bäuerei, Wendungen wie: auf der Bäuerei u. ä.;
1a. dazu Ableitungen, wie Hofer, Hofstättler, als Gattungsnamen;
1b. hofen (= Hof bewirtschaften);
1c. neuere ,feinere’ Synonyme für ‚Bauernhof’, wie Anwesen, Bauernanwesen, Besitz, Ökonomie, Ökonomiegut u. ä.
1d. Hofmark (Bedeutung!), Hofmärkler;
1e. sonstige Zusammensetzungen mit Hof an zweiter,
1f. an erster Stelle, wie Zehenthof (Bedeutung!), Schloß-, Forst-, Amthof, Mühl-, Berghof usw., Hofzins , -acker, -braite, -grund, -stadel, -wiese usw.;

14 / B

2. allgemeiner Ausdruck für den Besitzer eines Hofes, Bauer (wie lautet der 3. oder 4. Fall der Einzahl?), Bäuerin; hat die Verkleinerung ‚Bäuerlein’ besonderen (spottenden) Nebensinn? Redensarten, Wendungen (z. B. der Bauer ist ein Lauer [Faulenzer], ungeschliffen wie ein Bauer, auf den [bei den] Bauern = auf dem flachen Land usw.);
2a. scherzhafte, spottende, scheltende allgemeine Benennungen des Bauers, wie Hach, Hächin, Ruech, der Gescherte (wie trägt der Bauer Bart und Haar?); Angaben über besondere Bedeutung, Häufigkeit dieser Wörter, Anlaß ihres Gebrauches, Grad der darin enthaltenen Beleidigung!
2b. Ableitungen, wie bäuerisch, bäuerlich, groß-, kleinbäuerlich;
2c. Ersatz für diese Eigenschaftswörter in Redensarten wie: wie ein Bauer, wie bei den Bauern, wie's bei den B. ist, wie man's bei den B. hat, gewöhnt ist, wie's die B. haben, machen, auf bäurisch, gut bäurisch, auf (nach) Bauernart, in der Bauernweis u. a.; (jede besondere Redensart auf besonderen Zettel!);
2d. verbauern, Bedeutung und Gebrauch!
2e. Bauernschaft, Bedeutung! Ersatzformeln wie: die Bauern, die Gemeine (unterschieden von ‚Bauernschaft’?);

14 / B

3. Ersatzwörter für ‚Bauer’, ‚Bäuerin’, im häuslichen Verkehr, wie Er, Sie, Sei, der Mann, der Herr, die Frau (vgl. den 11. Fragebogen, J 4 und 5);
3a. im öffentlichen Verkehr, wie Landwirt, Ökonom, Wirtschafts-, Gutsbesitzer, Ökonomensgattin, -witwe u. ä.; wann, von wem werden diese Ersatzwörter gebraucht? gelten sie für ,feiner’ als ,Bauer’ und werden sie bevorzugt? bezeichnen sie nur den Besitzer eines größeren Gutes oder werden sie unterschiedslos gebraucht? auch spottweise? Redensarten wie: eine Dame, Madam, Stadtmadam spielen, spielen wollen u. ä.

14 / C

1. Zusammensetzungen mit dem Worte Bauer, Bäuerin als zweitem Bestandteil, Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, dazu Ersatzwörter, Wendungen, Redensarten. (Wir erneuern hier besonders eindringlich die Bitte: jedes Wort, jede Redensart, Formel, Wendung, die nicht das bereits genannte Stichwort wiederholt, auf besonderen Zettel oder besondere Zettelfolge!). Zusammensetzungen zur Bezeichnung von Besitzverhältnissen, wie Hof-, Groß-, Kleinbauer, Schloß-, Gschloß-, Schlößl-, Gschlößlbauer, Klosterbauer (der einen ehedem zu einer Schloßherrschaft, zu einem Kloster gehörigen Hof innehat), Kühbauer (der seine Kühe im Zug verwendet) u. a.;

14 / C

2. zur Bezeichnung von Leistungen, z. B. Zinsbauer, dazu Synonyme wie Zinser, zinspflichtiger Bauer u. a.;

14 / C

3. zur Bezeichnung von Ortsverhältnissen, wie Land-, Bodenbauer (B. in der·Ebene, im Talboden), dazu Synonyme wie Lander; Bergbauer (Birger), Bühel (Bichl)-, Riglbauer, Wald-, Bach-, Graben-, Leiten-, Winkelbauer (Winkler), Greutbauer (Rauter) = Bauer im Gereute, Moosbauer, B. im Moos, Markt-, Stadtbauer u. ä.;

14 / C

4. zur Bezeichnung von Beschäftigungen, wie Rübenbauer (der Rüben baut), Torf-, Holz-, Milch-, Erdäpfel-, Kraut-, Hopfen-, Obst-, Zwetschken-, Klozen (Klözen)-bauer (der mit Torf, Holz usw. handelt), Mist-, Karspül (Kåschpl) -bauer (der den Mist, das Spülicht aus der Stadt führt) u. a.; gibt es eine allgemeine Bezeichnung für den Wirtschaftserzeugnisse liefernden Bauer?

14 / C

5. zur Bezeichnung persönlicher Eigenschaften; innerer: ,besserer’ B., Herrenbauer (der sich wie ein Herr benimmt; sonstige Bedeutungen?), Protzenbauer, Protz, einen Großen machen (spielen), groß (auch: groß, groß) dran sein, städtisch sein, städtischer B., Stadtbauer, geschwollener B. u. ä.;
5a. tüchtiger, arbeitsamer Bauer (Bäuerin), Bauer wie er sein soll, Angabe der Eigenschafts-, Hauptwörter, die für einen solchen üblich sind, z. B. ein richtiger B., alter B., einer von den Alten, von altem Schlag, von der alten Seite, gut hausender B. usw.; darauf sich beziehende Sprüche;
5b. schlecht wirtschaftender B. (Bäuerin), Eigenschafts-, Hauptwörter, Redensarten (alles herunter kommen lassen, der muß noch mit den Geißen ackern u. a.);
5c. Bauer mit besonderer Bildung, besonderen Interessen, lateinischer B., studierter B.;
5d. Bauer, der es auffallend mit der Beamtenschaft hält;
5e. verschlagener, heimtückischer B., ein heimlicher B., ein Heimlicher, falsch wie ein B. (wer redet so?);
5f. pfiffiger, schlauer, spitzbübischer B.;
5g. prozessierender B., Streitbauer, Redensarten;
5h. eidbrüchiger, meineidiger B., Meineidbauer;

14 / C

6. zur Bezeichnung persönlicher Eigenschaften bezüglich Lebensalters: junger, alter B., Austragsbauer, die neue Bäuerin, der, die Junge, die Neue;

14 / C

7. lediger B.;

14 / C

8. bezüglich Körperwuchses: Enzbauer, krummer B., krumm (krumm gezogen) wie ein B., schief wie ein B. u. a.;

14 / C

9. bezüglich Kleidung: Hosenbauer (B. mit ledernen Hosen), Zipfelhaubenbauer, Kopftüchelbäuerin, Zylinder-, Krawattel-, Manschetten-, Überzieher-, Stieflettenbauer, Bäuerin (Bauernmädchen) mit Hut, Schmuck (Schmuckbäuerin) usw.; überall Angabe der besonderen Bedeutung!

14 / C

10. bezüglich Lebenshaltung: Bauer, bei dem das Gesinde Fleischkost erhält, Fleischbauer (-bäuerin); wird er als Dienstgeber vorgezogen?
10a. Bauer, der dem Gesinde Bier, Nachbier zum Essen gibt;
10b. Bauer, bei dem es nur oder fast nur Pflanzen- und Milchkost gibt, Röhrnudel-, Reinstriegelbauer u. a.;
10c. bei dem es knapp hergeht, man nichts geschenkt bekommt, Neidbauer (-bäuerin);
10d. reicher, schwerer B., ein Schwerer, einen großen Misthaufen haben;
10e. B., der sich laufendes Fuhrwerk hält, Wagerlbauer;
10f. B., der einem landwirtschaftlichen Verein angehört, Vereinsbauer, einer vom Verein usw.;
10g. der Sommerfrischler, Touristen beherbergt, Fremdenbauer;
10h. um den Hof gekommener, abgewirtschafteter B., um den Hof (um Haus und Hof) kommen, auf die Gant kommen, verganteter B., verderben, verdorben sein;
10i. durch Brand um den Hof gekommener, abgebrannter B.;
10k. gegen Brand usw. versicherter B.;

14 / C

11. wie wird ein Bauer genannt, der ganz oder meist mit Pferden die Wirtschaft besorgt?
11a. mit Maschinen arbeitet?

14 / C

12. Schelten: Hammel-, Rammel-, Gschertnbauer, Dreck-, Sau-, Scheißbauer, stinkender B., stinken wie ein B., gestunkener Bauernbock (wer redet so?) u. a.;

14 / C

13. allfällige sonstige Zusammensetzungen und Verbindungen mit Bauer als zweitem Bestandteil;

14 / C

14. Zusammensetzungen mit Bauer als erstem Bestandteil (samt Wendungen, Redensarten), zur Bezeichnung der Zusammengehörigkeit, wie Bauernsohn, -tochter, -bub (gesund wie ein Bauernbub), -knecht, -wagen usw.;
14a. sonstige, wie bauernmäßig, Bauernlümmel, -kerl, -togger, -tepp, Bauernhammel, -rammel, -lackel, Bauernsau, Bauernfünfer, Bauernschädel, -stolz, Bauernmetten, Bauernfänger, -schinder usw.

Fragebogen S 15: Besiedelung, Flur (2)

15 / D

1. Ganzer Hof, großer Bauernhof überhaupt, die ortsüblichen Ausdrücke hier wie im Folgenden! z. B. Hube, Lehen, Gütel (bedeutet das Wort auch oder etwa nur ein kleineres Anwesen?), Angabe der Bedeutungen!
1a. Ableitungen wie huben (= Hube bewirtschaften);
1b. Zusammensetzungen mit Hube an zweiter Stelle, wie Groß-, Klein-, Pacht-, Lehenhube (Bedeutung!), Zuhube, Halthube (Zuhube, deren Flur als Weideland dient);
1c. an erster Stelle, wie Hubgelt, -zins, -grund, haus u. ä.;
1d. Zusammensetzungen mit Lehen an zweiter Stelle, z. B Zulehen;
1e. an erster Stelle;
1f. Zusammensetzungen mit Gütel, Gut, z. B. Zugut;

15 / D

2. Besitzer eines ganzen Hofes, Lehens, Gütels, einer Hube, wie Ganzhöfler, Lehner, Gütler, Huber, Hübler u. ä. (die unter B la. erwähnten Wörter Hofer, Hofstättler brauchen nicht wiederholt zu werden);

15 / D

3. allgemeine Ausdrücke für kleinere Anwesen, wie Örtel, Selde, Häusel, Kobel, Keusche, (Ggeusche), Ggaungge usw., mit Angabe der Bedeutungsunterschiede;
3a. etwaige Zusammensetzungen mit einem dieser Wörter, z. B. Luftkeusche (= Keusche, bei der kein Grund und Boden);

15 / D

4. Besitzer eines solchen kleinen Anwesens, z. B. Seldner, Häusler, Köbler, Keuschler, Keuschlegger usw.;

15 / D

5. halber Hof (Hube);
5a. dessen Besitzer, Halbhöfer, Halbhübler u. ä.;

15 / D

6. Viertelhof (-hube);
6a. dessen Besitzer;

15 / D

7. Achtelhof (-hube);
7a. dessen Besitzer;

15 / D

8. Sechzehntelhof (-hube);
8a. dessen Besitzer;

15 / D

9. Zweiunddreißigstelhof (-hube);
9a. dessen Besitzer. (Die Einteilung kann den Ortsverhältnissen entsprechend erweitert werden; Angabe des Mindestumfangs eines ganzen, halben usw. Hofes bei dem betreffenden Wort erbeten);

15 / D

10. Hof eines Kühbauers (vgl. C l), Kühörtel;
10a. Einzelhof, Grüthof;
10b. Hof in der Einöde, Einschicht, Eindächt, Einschicht-, Ödhof u. ä.;
10c. Hof mit steinigem Grund, Steinrauhe;
10d. Hof auf Moor-, Torfgrund.
Zu 10a-10d mögen auch besondere Gattungsnamen der Besitzer angeführt werden, sofern es nicht schon die unter C 3 verzeichneten Zusammensetzungen mit ,Bauer’ sind;

15 / D

11. Maier, Maierbauer, in der Bedeutung: Besitzer eines einst in Pachtverhältnis bewirtschafteten Hofes, großer Bauer überhaupt;
11a. Halb-, Viertelmaier;
11b. Maier, in der Bedeutung: Wirtschafter, und gleichbedeutende Ausdrücke, z. B. Baumann, Wirtschafter;
11c. Maierhaus, -hof, sowohl als Bezeichnung des ganzen Anwesens eines Maierbauers , wie als Benennung eines der Viehwirtschaft dienenden Teils des Besitzes;

15 / D

12. in Pacht genommener und bewirtschafteter Hof, Pachthof;
12a. pachten, in Bestand nehmen, haben;
12b. Pächter, Bestandmann;

15 / D

13. bodenzinspflichtiger Hof;
13a. sein Besitzer (der Ausdruck Zinsbauer, Zinser, vgl. C 2, ist hier nicht zu wiederholen);

15 / D

14. Standesherren gehöriger, jetzt oder einst zu einer Schloßherrschaft gehöriger Hof, Schloßhof u. ä.;
14a. sein Besitzer (die schon unter C 1 erwähnten einschlägigen Bezeichnungen nicht wiederholen!);

15 / D

15. Hof, Anwesen, heute oder einst einem Kloster gehörig, Klosterhof u. ä.,
15a. oder sonst einer geistlichen Stiftung gehörig;
15b. hat sein (weltlicher) Besitzer noch andere Namen als den schon C 1 erwähnten (Klosterbauer)?

15 / D

16. Widum, Wimm (Bedeutung!), Pfarrwidum;
16a. sein Inhaber, Widmann, Wimmer, Widmer; Bedeutung!

15 / D

17. Gehause, Ingehause, Inhaus, Inhäusler, Inmann, -weib, Inwohner, Gast, Gestin, Gestweibel, Höfler, Hoffrau (d. i. Bezeichnung des Taglöhners, der in einem Nebenhäuschen oder einer besonderen Stube wohnt und dem Bauer dafür Arbeit leistet; bedeuten diese Wörter oder einzelne unter ihnen auch ,Mieter’?); Angaben über Verpflichtungen der Inleute und Gegenleistungen des Bauers erwünscht (samt den Benennungen!);
17a. Wohnung dieser Inleute: in besonderem, dem Wohnhaus des Bauers angebautem Teil? in einem Nebenhäuschen? Benennungen!

15 / D

18. altererbter Besitz, Udel, Erbhof; bedeutet ,Erb’ (sächlich!) Bauerngut überhaupt?
18a. Vor- und Nachfahre im Besitz, Vor-, Nachhübner u. ä.;

15 / D

19. Herdstatt, Wohnung mit Herd.

15 / E

l. Allgemeine Ausdrücke für den zu einem ganzen Dorf oder Einzelhof gehörigen Besitz an Feld, Wiese, Weide, Wald (Flur, Land, Grund, Boden, Grund und Boden, Mark, Gefilde, Anger, Gemeinde, Gemeindegrund, -land, Hausgründe u. a.);
1a. Zusammensetzungen mit Grund an zweiter,
1b. an erster Stelle, z. B. Moosgrund, Grundwiese;

15 / E

2. welche der im Fragebogen 14 unter C 1 und 3 genannten Ausdrücke werden auch zur Bezeichnung des ganzen Grundbesitzes eines einzelnen Dorfbauers verwendet (Hube, Lehen u. a.)? welche außerdem? z. B. Luß (Mehrzahl!);

15 / E

3. Hausäcker, Bedeutung!

15 / E

4. Feldhüter, Flurschütze, -wächter, Flurer, Flurhai, Eschhai, Bannwart u. ä., Bedeutungen!
4a. Entlohnung der mit der Flurbehütung betrauten Person (eigene Benennung?);
4b. ist das Amt frei erwerbbar, erblich oder geht die Verpflichtung der Reihe nach um? Ausdrücke!
4c. Ausrüstung des Flurwächters; die mundartlichen Ausdrücke anführen!

15 / E

5. Flurzwang (Einrichtung, daß alle Dorfbewohner gleichzeitig auf den anrainenden Gründen dieselbe Feldarbeit verrichten müssen, da sie einander sonst hindern oder gar schädigen könnten); ist er gesetzlich bestimmt oder bloß von altersher in Brauch?

15 / E

6. frischgereutetes Grundstück im ersten Jahr, Schwand, Schwende, Reute, Raut, Gereute, Neureute, Reutland, -acker, Umland, gebrochenes Land, Neubruch, Einfang usw., wird es mit Erdäpfeln oder Reutkorn, Haber behaut? erhält es in den folgenden Jahren einen anderen Namen (Heidewiese u. a.)?

15 / E

7. Pregarten; bedeutet es den noch unverteilten gemeinsamen Grund rings um das Dorf oder den Ziergarten vor den Hausfenstern?

15 / E

8. der zu Haus und Stall gehörige freie Raum, Hof, Hofreit, -statt;
8a. was befindet sich in diesem Raum? wozu wird er benützt? ist er überdacht? gepflastert? womit? Benennung der Pflasterung (Hofpflaster usw.);
8b. Richtungsbezeichnungen wie: im Hof vorne, im Hof drauß, draußt, im Hof hinten; ist eine dieser Richtungs- und Lagebezeichnungen am Sammelorte vorherrschend?

15 / E

9. der Grund, auf dem die Häuser und Gärten des Dorfes stehen, Ortsried, Dorfboden ; hat auch Gemeinde-, Hausgrund (vgl. E 1) dieselbe Bedeutung?

15 / E

10. Acker, Anger, der eingezäunt ist, Beunde;
10a. Acker, der hinten ans Haus angrenzt; kommt das Wort Beunde auch in dieser Bedeutung vor?

15 / E

11. geschlossener Grundbesitz, Hof mit solchem;

15 / E

12. zersplitterter, geteilter, parzellierter Grundbesitz, Hof mit solchem.
12a. einzelnes Grundstück, Parzelle, Teil, ‚Teilung’, aus wie viel Parzellen besteht durchschnittlich ein Hof, ein Gütel usw.?
12b. Zusammensetzungen mit Teilung, z. B. Waldteilung (Waldparzelle);

15 / E

13. seinen Landbesitz abrunden (Haupt- wie Zeitwörter!), sich etwas hinzu (zuhin)-kaufen, arrondieren, zusammenlegen, -schlagen, Arrondierung, Zusammenlegung usw.;

15 / E

14. zu einem Hofe gehöriges, einzelnes, abseits liegendes Feld, Überland, eingeschichtetes Grundstück u. a.;
14a. ein solches Haus mit Feldern, Zulehen;
14b. ein solches Haus ohne Felder, Ausnahme, Austrag, Viertelhäusel; Bedeutungen!

15 / F

1. Grenze, Mark, March, Rain, Gemerke, Pidmark, Untermark, Schaide, Konfin, Granize; Bedeutungsunterschiede! Redensarten wie: die Grenze verläuft (die Mark geht) usw.;
1a. Grenze abstecken, ziehen usw.; wie benennt man diese Handlung? (Haupt- wie Zeitwörter!), z. B. verrainen, vermarchen, märchen, märcheln;

15 / F

2. schmaler Grundstreifen als Grenze, Grenz-, Mark-, Wiesenrain, Mahdrain (der dadurch entsteht, daß an der Grenze nicht abgemäht wird, das verwesende Gras bildet so allmählich eine Art Damm), o Gråie ;

15 / F

3. Grenz-, Mark-, Malstein; seine Gestalt und Größe, roher oder behauener Stein? was ist darauf angebracht? (Abbildung bemerkenswerter Formen erwünscht);
3a. Grenzstein setzen, Umstände, Gebräuche dabei; Marksteinzeuge ;
3b. Betrug mit Grenzsteinen, Grenzstein verrücken, versetzen, dazugehörige Hauptwörter (z, B. Marchrücker u. a.);
3c. Bestrafung des Grenzsteinfrevlers im Volksglauben (muß ,umgehen’ usw., Zusammenhang mit Irrlichtern?);
3d. sonstiger an den Grenzstein sich knüpfender Volksglaube; Hervorhebung der hergehörigen Ausdrücke an der Spitze der Zettel!

15 / F

4. Grenzgraben, Mark-, Raingraben, Grenzfurche; Breite, Tiefe des Grabens;
4a. daran sich knüpfender Volksglaube;

15 / F

5. Grenzzaun, -hag, -fried; Größe; woraus hergestellt?
5a. daran sich knüpfender Volksglaube;

15 / F

6. Grenzmauer; (Angaben über Material, Mauerung, Steinschichtung);
6a. daran sich knüpfender Volksglaube;

15 / F

7. Grenzbaum, Lachbaum, Markeiche, -föhre usw.; ist der Grenzbaum angebrannt, angestrichen oder angehaut (angepletzt)? Name des Zeichens (Marke);

15 / F

8. Grenzpflock, Markstuhl, Markstecken, stemte;

15 / F

9. Grenzhügel, Lewer;

15 / F

10. Grenzkreuz, wie angebracht?

15 / F

11. Grenze begehn, Grenzbegehung, wann? wie? durch wen? Gebräuche und Sprüche dabei;

15 / F

12. Landmesser, Geometer; scherzhafte Benennungen, wie Weltrecker;
12a. Ausdrücke für vermessen, Vermessung;

15 / F

13. angrenzen, anrainen, angehn, zusammengehn, -kommen, an-, ausstoßen;

15 / F

14. Nachbar (wie lautet der 3. oder 4. Fall in der Einzahl?), Nachbarin;
14a. Zusammensetzungen mit Nachbar an zweiter Stelle, z. B. Grenznachbar (dazu Synonyme wie Anrainer), Grund-, Hausnachbar;
14b. an erster Stelle, wie Nachbarsleute, -dirn;
14c. Ausdrücke für ,benachbart’;
14d. Nachbarschaft (hat das Wort auch besondere rechtliche Bedeutung? Gemeinweide?);

15 / F

15. noch nicht erwähnte Zusammensetzungen mit Mark wie Kirchmark, Markwasser u. a.

Fragebogen S 16: Feld, Feldbestellung (1)

16 / A

1. Feld (Mehrzahl, Bedeutung! Verkleinerung); wird das Wort auch im Sinne von Feldteil (Parzelle) verwendet? auch in der Mehrzahl?
1a. Feldung, -ing, von ,Feld’ der Bedeutung nach verschieden?
1b. Gefilde (Gfil, Gfül, Gföl), Bedeutung;
1c. Feldereien (mehrere einzelne Felder, Gesamtheit des Feldbesitzes);
1d. kommen Redensarten, Wendungen mit ,Feld’ in übertragener Bedeutung vor? wie: das ist ein Feld für ihn, ein weites, schönes Feld eröffnet sich ihm u. ä.;

16 / A

2. Acker (Mehrzahl, Bedeutung! Verkleinerung); wird das Wort auch im Sinne von Ackerparzelle verwendet? auch in der Mehrzahl? wird das Wort im Gegensatz zu ,Feld’ verwendet?
2a. Redensarten, Wendungen, in der eigentlichen Bedeutung, wie zu Acker gehn u. a.,
2b. in übertragener Bedeutung, wie: das ist mein Acker (= das geht nur mich an, oder: das ist mein besonderes Arbeitsgebiet), das wäre ein Ackerl für ihn! auf guten Acker fallen, aus einem Acker herausgehn, heraustreiben u. a. (Angabe der Bedeutungen!);

16 / A

3. allgemeine Ausdrücke für Ackerland im Gegensatz zu Wiese, Weide und Wald: Acker-, Saatland, Land u. a.;

16 / A

4. besondere Ausdrücke für Feldteilungen (Parzellen), wie Luß, Lüssel, Gewanne, Feldel, Acker-, Feldteilung u. a. (Angabe der besonderen Bedeutung!);

16 / A

5. welche Art Felderwirtschaft wird betrieben? Zwei-, Drei-, Sechsfelderwirtschaft, einschlägige Zeit-, Eigenschaftswörter, Redensarten! (für jedes Wort, jede Redensart besonderen Zettel!);
5a. Angabe der Fruchtfolge (z. B. Weizen, Korn, Brache, oder Weizen, Gerste, Hafer, oder Korn, Hafer, Klee);

16 / A

6. Ausdrücke für den dritten Teil des Ackerlandes, der entweder mit Sommer- oder mit Winterfrucht bebaut wird oder brach liegen bleibt;

16 / A

7. bebautes Feld im Gegensatz zum unbebauten, z, B. Zelge, Zelgenfeld (bedeutet dieses Wort auch das Bebauen, Pflügen selber?), Esch, Art;

16 / A

8. Ausdrücke für das mit Wintergetreide bebaute Feld: Winterfeld, Schwergetreidefeld, Winterzelg (wird dafür auch Kornzelg gebraucht?) u. a.;

16 / A

9. Ausdrücke für das mit Sommergetreide bebaute Feld: Sommerfeld, Lenzgetreide-, Lenzkornfeld, Sommerzelg (gleichbedeutend mit Haferzelg?) u. a.;

16 / A

10. Bezeichnung des Ackers,
10a. des Feldes,
10b. der Zelge, je nach der Frucht, z. B. Haferacker, Weizacker, Gerst-, Krautacker usw.; Hafer-, Kornfeld; Hafer-, Kornzelg;

16 / A

11. Brache, Brachfeld, -acker, Brachung, Trate, Trat-, Tratenfeld (hat Trate noch andere Bedeutungen, z. B. Viehtrift, Weide, Waldkahlschlag?), Brachwiese, Ödern, Ackerödern, Dreisch, Espan, Feieracker usw.;

16 / A

12. was bedeutet die Falg? in die Falg bauen;
12a. Zusammensetzungen mit Falg, z. B. Falghaber;

16 / A

13. ist Teil- oder Ganzbrache, sogenannte Schwarzbrache, üblich?
13a. weitere Zusammensetzungen mit Brache an zweiter Stelle, z. B. Feldbrache, Heimbrache (Brache in der Nähe des Hauses),
13b. an erster Stelle, z. B. Brachpflug, -heu, -weide, -hütung usw. (Angabe der Bedeutung!);

16 / A

14. brach, brach liegend, feiernd; Redensarten wie: der Acker liegt brach, in der Brache, feiert u. a.; hat das Wort ‚brach’ noch anderen Sinn, z. B. unfruchtbar, gelt, von Tieren?
14a. Zusammensetzungen mit brach, z. B. überbrach (= querfeldein);

16 / A

15. Sau, die man auf dem Brachfeld weiden läßt, Tratensau; treibt man auch andere Haustiere darauf (z. B. Schafe, Gänse)? haben diese dann besondere Namen?

16 / A

16. Feld, das in diesem Jahr eigentlich brach liegen sollte, aber mit Klee, Erdäpfeln, Rüben, Hafer usw. bebaut wird, Tratbeunde;
16a. Bezeichnung der auf einem solchen Feld gebauten Frucht (z. B. Tratbeundweizen, -gerste);

16 / A

17. Grundstück, das abwechselnd als Feld und Wiese benützt wird, Egarten, Egerde, Egascht;
17a. Bezeichnung dieser Art von Bewirtschaftung, Egartenwirtschaft u. a., Redensarten wie: in Egarten liegen lassen;
17b. eine solche Wiese im ersten Jahr (Neu-Egart);
17c. eine solche Wiese später (Alt-Egart);
17d. Ableitungen von Egart, wie egarten, Egarter, Egartling, Angabe der Bedeutung!
17e. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Egart an zweiter Stelle,
17f. an erster, z. B. Egartheu;

16 / A

18. Bezeichnung des neugebrochenen Feldes (soweit sie nicht schon zu Bogen 15, E 6 angeführt worden ist), wie z. B. Neuriß (wird der Ausdruck nur für neubebauten, ursprünglichen Wald- oder Weideboden gebraucht?);

16 / A

19. Brandwirtschaft (Waldwirtschaft im Wechsel mit Feldwirtschaft); ist sie noch in Gebrauch? wie wird vorgegangen? wie lange dauert der Ablauf?
19a. durch Brand urbar gemachter Boden, Brand, Brandacker;
19b. Getreide, das auf Brandäckern gesät wird (Brandkorn usw.);
19c. sonstige auf Brandwirtschaft sich beziehende Ausdrücke (Haupt-, Eigenschaftswörter), wie Brandrecht u. a., vgl. aber Bg. 17, E 7b-e;

16 / A

20. Ausdruck für ein aus der ganzen Feldmasse ausgeschiedenes, etwa eingezäuntes Grundstück, wie Beunde, Anger, Haftung, Bifang (hat Bifang noch andere Bedeutungen, z. B. B 5b? wie viele Zeilen geben - in dieser Bedeutung - einen Bifang?); 20a. was wird darauf angebaut (Mischling, Kühludergetreide, Klee, Luzerne, Lins)? hat das darauf Angebaute besondere Bezeichnung (z. B. Schmalsaat)?

 

Fragebogen 16 / B

16 / B

1. Langes, schmales Feld (Acker), Hosenträger, Pfannenstiel, Langacker, schmales Lüssel u. a.;
1a. teilt man ein solches Feld hie und da der Länge nach in 4 Abschnitte (Gewanten)?
1b. wird es nach der Anzahl der Furchen benannt, als 4-, 6-, 8-, 12-Furcher?

16 / B

2. breite Feld, Breite, Breitacker, Breitung;

16 / B

3. keil- oder zwickelförmiges Feld, Spitz, Zwickel, Zipf, Geren. u. a.;

16 / B

4. bogenförmiges F., Stiefel u. a.;
4a. sonstige Bezeichnungen nach der Gestalt, z. B. Trog-, Trögelacker;

16 / B

5. Ackerbeet (Bedeutung!);
5a. schmales Ackerbeet, Strang, Leeche (hat das Wort noch andere Bedeutung?) usw.;
5b. breites Ackerbeet, Fleck, Plätte u. a.;

16 / B

6. erhöhter Acker (Feld) in sumpfiger Niederung, Hochacker, Polster, Rücken usw.;

16 / B

7. sonstige Bezeichnungen nach dem Gelände, z. B. Acker auf dem Berge, Bühel (Berg-, Leiten-, Bühelacker), im Rodeland (Rautacker), im Walde, Moose, Ries (Wald-, Moos-, Riesacker), auf sandigem, nassem Boden (Sandacker, Naßland), im Talboden (Bodenacker), in der Nähe des Hauses (Heim-, Mühl-, Hausacker) u. a.;

16 / B

8. Acker, der vom übrigen Besitz abgelegen,
8a. der vor (hinter) dem übrigen Besitz gelegen ist (z. B. Vorland);

16 / B

9. Acker, der an einen anderen Hof abgetreten, verkauft, im Tauschweg gegeben wurde (Tauschacker usw.);
9a. was bedeutet ‚das Überland, Überländ’, ‚Überacker’? ist es ein Grundstück, das frei verkauft werden kann? was ist und wie heißt der Gegensatz dazu? (Rücksitz?);
9b. Besitzer eines ,Überlandes’, Überländer;

16 / B

10. wie heißen Felder - überhaupt Grundstücke - die in fremder Gemeinde liegen? (Überland?), wie die Besitzer solcher Gründe? (Überländler?);

16 / B

11. Acker, der zerteilt (parzelliert) wurde (Viertelacker),

16 / B

12. der verpachtet wurde (Pacht-, Bestandacker);

16 / B

13. gibt es besondere Namen für einen Acker, der mit seiner Längseite an die Schmalseiten anderer Äcker stößt (beziehungsweise umgekehrt)?

16 / B

14. Acker, der an der Grenze des Besitzes liegt (Grenz-, Marchacker);

16 / B

15. Ackerbezeichnungen nach dem Besitzverhältnis, z. B. Hof-, Schloß-, Pfarr-, Fronacker u. a.;

16 / B

16. Bezeichnungen für Länge, Breite, Mitte, Rand des Ackers: Ackerlänge (dazu Redensarten wie: wir treffen auch keine Ackerlänge zusammen), Ackerbreite, -mitte usw. (falls besondere Zusammensetzungen vorhanden);
16a. Mitte des neuen Ackerbeetes an Stelle der alten Furchen, Zusammenwurf u. a.;

16 / B

17. Furche, Zeile u. ä.; bedeuten diese Wörter sowohl die Furchenrinne als den umgewendeten Erdstreifen?
17a. gibt es besondere Bezeichnung für die Furchenrinne;
17b. für den umgewendeten Erdstreifen? (Wente, Schiring u. a.);
17c. Eigenschaftswörter bei Furche, Zeile: gerade, krumme, seichte usw.; besondere Benennungen wie ,Jude’, ,Beheim’ (= krumme Furche) usw.;

16 / B

18. die erste Furche jedes Ackerbeetes (Anfurche?);
18a. haben die zwei letzten Furchen jedes Ackerbeetes besondere Namen? die letzte z. B. Schaf-, Schäfelgrede, Alte, Leeche, Ausackerfurche, Ausfurche?
18b. die vorletzte, z. B. Teilfurche?

16 / B

19. Furche, die das Regenwasser ableitet, Wasser-, Schrot-, Grundfurche usw. (auch: Graben, Wasser-, Ablaßgraben?);

16 / B

20. Grenzlinie des Feldes an der Längseite;

16 / B

21. Furche am Rande, wo das Pflugrad gelaufen ist (Radlauf);

16 / B

22. Grenzlinie an der Breitseite, Furchhaupt, Anewand, Anewente u. a.; wird die Anewand überhaupt immer aufgebaut?

16 / B

23. Bezeichnung des halben Ackerbeetes, das zuweilen am Rande des Feldes entsteht (Halbplätte, -furche u. a.);

16 / B

24. Ackerstreifen am Rande, auf dem der Pflug gewendet wird (Trett-, Gwilchacker, Stoß, Schlapfe u. a. - Bedeutungsunterschiede?).

Fragebogen S 17: Feld, Feldbestellung (2)

17 / B

25. schmaler Wiesenstreifen zwischen zwei Feldern, Rain, Rainel, Ranger u. a.; ist das Wort Rain auf geneigte oder steil abfallende Wiesenstreifen (oder Fluren überhaupt) beschränkt?
25a. heißt auch der dünne Ackerstreifen, aus dem die letzten zwei Furchen jedes Ackerbeetes gepflügt werden, Rain? oder hat er anderen besonderen Namen? (z. B. Teilrain, Zwener?);
25b. rainig, in der Bedeutung ‚steil’?
25c. breiterer Wiesenstreifen zwischen zwei Feldern, Anger, Anewanter u. a.;
25d. Eigenschaftswörter bei Rain,
25e. bei Anger, Anewanter (u. ä.);
25f. Zeitwörter für die Richtung des Rains, wie: der Rain geht, läuft, zieht sich hin u. a.;
25g. wem gehört Grund und Wuchs auf dem Rain, Anger? beiden Nachbarn? einem?
25h. Weg auf dem Rain, Anger: angeriger Weg;
25i. Verwendung des Rains zur Ablagerung der ausgeklaubten Steine, als Rast- und Mahlstätte für die Feldarbeiter usw.;

17 / B

26. Zusammensetzungen mit Rain als 2. Bestandteil (soweit noch nicht genannt), z. B. zur Bezeichnung seiner Lage (Grenz-, Feld-, Waldrain) usw.,
26a. als 1. Bestandteil, z. B. zur Bezeichnung des auf ihm befindlichen Pflanzenwuchses, wie Rainblümel, Rainveilchen, Rainstauden, Raingestauderet (dazu auch Umschreibungen wie sGstauderet aufn Rain u. ä.), Raingras (wem gehört es? wie wird es geschnitten? auch von anderen als dem Besitzer?) usw.;

17 / B

27. Stelle, auf der ins Feld eingefahren wird;
27a. brachliegende, ungeackerte Stelle, auf der ins Feld ein- und ausgefahren wird; ist der dazu verwendete Feldteil minderwertig?
27b. Ein- und Ausfahrtstelle, die zwei Feldeigentümern gehört, beziehungsweise von zweien benützt werden kann, hat sie besonderen Namen?

17 / B

28. hat ein Feld, auf dem auch Obstbäume stehen, besondere Bezeichnung?
28a. haben die Zeilen, Ackerteile, auf denen Obstbäume stehen, besonderen Namen?

17 / C

1. Ackergrund, -erde (allgemein, ohne Rücksicht auf Farbe, Güte), Boden, Kot u. a.;
1a. der tieferliegende Ackergrund unter der obersten Schichte, Gründel u. a.;

17 / C

2. allgemeine Bezeichnung für Stand, Zustand des Feldes, Ackers, Feldstand, Felderstand;
2a. Fremdwörter für den gleichen Begriff, wie Qualität, Bonität, Grad ihrer Häufigkeit;

17 / C

3. Eigenschaften des Ackergrundes: fruchtbar, gut, schön, fein, brav, ein ,Geldacker’; Redensarten, wie: der Acker ist eine Goldgrube; Wendungen für die gleiche Vorstellung, wie: das ist ja ein Acker, den gäb’ ich nicht her, nicht um ..., den gäb ich nicht her, auch schon gar nicht, u. ä.;

17 / C

4. wenig fruchtbar, unergiebig, schlecht, letz u. a.; Sau-, Hundsgrund, -acker (weitere Bedeutung dieser Zusammensetzungen!);
4a. verwahrlost, schlecht bestellt, heruntergekommen u. a.;
4b. zu stark ausgenützt, ausgesogen, ausgezutzelt, ausgeraubt, ausgeschunden u. ä.;

17 / C

5. ganz unfruchtbar, ein öder Grund, eine Blöße u. a.;

17 / C

6. naß, batzig, botzet, pützig, möserig u. a.;

17 / C

7. trocken, spör u. a;

17 / C

8. Steingrund,
8a. steinig;
8b. anstehender Fels im Ackerland, hat er besonderen Namen? wo kommt er nach Volksmeinung her?

17 / C

9. Schottergrund,
9a. schotterig,
9b. schotterige Streifen in einem Feld, Steinriegel, -riedel;

17 / C

10. Sandgrund (hier wie zu den nächsten Punkten kurze Angabe erwünscht, was man von der Ergiebigkeit solchen Bodens hält, ferner für welche Saat er zuträglich oder schädlich ist),
10a. sandig, grießig;

17 / C

11. Flinsgrund,
11a. flinsig;

17 / C

12. Lehmgrund,
12a. lehmig;

17 / C

13. zäher, schwarzer Grund, Pech-, Pechetgrund,
13a. zähe schwarze Erde, Pechet,
13b. zähe rötliche Erde, Pechkot,
13c. pickig, picket, schmierig, schmierbet,
13d. pechkotig;

17 / C

14. Gemisch aus Pechet und Schotter, Pechetschotter,
14a. ist ein Eigenschaftswort dazu vorhanden?

17 / C

15. Torfgrund,
15a. Eigenschaftswort dazu?

17 / C

16. Kalkgrund,
16a. kalkig;

17 / C

17. schmirgelhältiger Grund,
17a. Eigenschaftswort dazu?

17 / C

18. schwerer Boden, schwer nachgehender Grund, Schmieraweck u. a.;

17 / C

19. leichter Boden, leichter, leicht nachgehender Grund u. a.;

17 / C

20. fetter, humushältiger Boden, Dunkelboden, der Boden ist fett u. a.;

17 / C

21. angeschwemmter Boden, Feld auf angeschwemmtem Grund;

17 / C

22. kalter, toter Grund u. a.;

17 / C

23. warmer, hitziger Grund;

17 / C

24. von Regen durchweichter, eingeweichter Grund, Redensarten, wie: heute hat's eine Weiche gemacht, Boden ist durchweicht, weich, lau u. a.;

17 / C

25. von Luft und Sonne ausgetrockneter Acker;
25a. Eigenschaftswörter wie dürr, verbrannt u. a.;

17 / C

26. harte Kruste über dem Feld, Fletz;
26a. hart, zusammengepatscht, -gepledert usw.;

17 / C

27. mürbe, bröslig, bröslet, rogel, roglet, roglich u. ä.:

17 / C

28. vermurt und sonst durch Elementarereignisse verwüstet;

17 / C

29. allgemeiner Ausdruck für Unkraut auf einem Acker, Gefraß, Säuerei im Acker u. ä.;
29a. Eigenschaftswörter zu einem solchen Acker, wie wild, grob, grasig, vergrast, wanzig, beidig, jotet u. a.;
29b. sonstige Bezeichnungen eines solchen, z. B. Brennnesselacker (bedeutet das Wort auch einen schlechten Acker überhaupt?);

17 / C

30. Acker, der heimgesucht ist von Dieben (ausgestohlen usw.),
30a. von Wild (allgemeine und spezielle Bezeichnungen!),
30b. vom Aal (gibt es dafür besondere Bezeichnung?),
30c. von Mäusen und anderen Nagern, von Raupen, Schmetterlingen, Erdläusen, Fritfliegen u. dgl., Eigenschaftswörter, Benennungen!

17 / C

31. Acker, in dem Kostbarkeiten vergraben sind oder sein sollen, Schatzacker; Volksglaube, -überlieferung;

17 / C

32. irgendwie für verzaubert gehaltener Acker, Benennungen, Redensarten, Überlieferungen;

17 / C

33. Acker, auf dem ein Düngerhaufen;
33a. Stelle im Acker, wo der Düngerhaufen steht oder stand;

17 / C

34. Arlbau (Grund, der nur mit Arl zu bepflügen ist);
34a. Jausenzeitbau (Ackerfläche, deren Bestellung eine Arbeitsdauer von einer Jause zur anderen braucht);

17 / C

35. Scholle Schrolle,
35a. groß-, kleinschollig.

17 / D

1. Zusammensetzungen (soweit noch nicht genannt) mit Feld an zweiter,
1a. an erster Stelle, dazu auch die gleichbedeutenden Wörter und Verbindungen mit Eigenschaftswörtern (oder anderen Wörtern), z. B. Stadtfelder (die der Stadt gehören), Feldbauer (hier zu nennen, wenn der Sammler das Wort nicht schon zu Bogen 14, C genannt hätte), Feldkasten, Feldpferd, Feldbesitz (und Synonyma!), Feldbesitzer, -eigner (Grad der Häufigkeit dieser Wörter!), Feld am Bach, am, im Wald usw. (Angabe der Bedeutungen!);
1b. Ableitungen von Feld, z. B. feldig (Bedeutung!);

17 / D

2. Zusammensetzungen (soweit noch nicht genannt) mit Acker an zweiter,
2a. an erster Stelle (dazu die Synonyma und Wortverbindungen), z. B. Artacker (Artfeld, -land) = Pflugfeld (bedeutet Artacker auch ein mit Steinen eingefriedetes Feld?), Ackermaß (Bedeutung!), Ackergaul, Ackerweise usw.;

17 / D

3. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Zelge.

17 / E

11. Allgemeine Ausdrücke für den Begriff ‚das Feld bestellen, bearbeiten’ (Zeitwörter!); hat ‚bauen’, ,üben’ solche allgemeine Bedeutung? (bauen kommt hier nut in der Bedeutung ‚Feld bauen’ in Betracht, nicht in der Bedeutung ,Haus bauen’; sind diese Bedeutungen vielleicht auch der Wortform nach geschieden? in Kärnten z. B. bedeutet paunən ,pflügen’ [und nur ,pflügen’, nicht allgemein ,Feld bestellen’], pau(ə)n aber ,Haus bauen’);
1a. die Ackerbestellung (Hauptwörter!): die Feldarbeit, die Übung, der, das Bau; Redensarten, wie im Bau sein, liegen, in Bau nehmen u. a. (Angabe der Bedeutung!);
1b. wird ,Bau’ auch für ,bebauter Grund’ gebraucht? andere Ausdrücke dafür, wie Bauach, Bäulicht;
1c. Bauerei und gleichbedeutende Ausdrücke, wenn man schlechte Art der Feldbestellung bezeichnen will oder von der Feldbestellung in ärgerlichem Sinne spricht;

17 / E

2. Zusammensetzungen mit bauen (in der Grundbedeutung ‚Feld bauen’), z. B. an-, ab-, abhinbauen, ausbauen (mit dem Bau zu Ende sein), draufbauen (irgend eine Frucht auf ein Grundstück), überbauen (in fremdes Gebiet b.), unterbauen (tief b.), zubauen (den Bau vollenden) u. a.; überall Angabe der Bedeutung!

17 / E

3. Zusammensetzungen mit Bau (= Feldbestellung) als zweitem Bestandteil, z. B. Feldbau, Zubau (was über den eignen Grund hinaus bewirtschafte wird), Hofbau (Bedeutung!) u. a.,
3a. als erstem Bestandteil, z. B. Bauland, -knecht u. a.;

17 / E

4. in gut bestelltem Zustand befindlich, aufgebaut, bauhaft,
4a. in schlecht bestelltem Zustand: urbau, unbaulich;
4b. vernachlässigter Zustand des Feldes: der Urbau;
4c. unbestellt, baulos;
4d. unbestellter Zustand: Unbau , im Unbau sein;
4e. leicht bestellbar , baulich, baumäßig;

17 / E

5. Zeit der Feldbestellung, Bauzeit, die Bau, die Bauet; Bauernregeln die sich (allgemein) auf die Bestellung beziehen;

17 / E

6. ein Feld brach liegen lassen, feiern lassen, tratten, tratnen;
6a. ein Feld bestellen, nachdem es brach gelegen hat, brachlegen, brachen, zelgen, umbrechen, stürzen, halmackern usw. (überall Angabe der Bedeutungen!), Wendungen, Bauernregeln;
6b. neubestellt, neugebaut (-gebauen);
6c. Arbeiter, der das Zelgen besorgt, Zelger;
6d. hauptwörtliche Benennung dieser Arbeit;
6e. brachackern, brachen (einen Acker nach der Ernte das erstemal pflügen),
6f. zwiebrachen (das zweitemal),
6g. dribrachen (das drittemal);
6h. die Tratbeunde (vgl. A 16) bebauen, anbeunden;

17 / E

7. urbar;
7a. urbar machen;
7b. durch Brand urbar machen, bränden, brändern, brandhauen, sengen;
7c. dabei nötige Werkzeuge, Brand-, Bränder-, Senghaue, -hacke, -krücke; kurze Beschreibung!
7d. haben die Arbeiter dabei besondere Namen?
7e. Aufseher beim Brändern, Branderer, Bränderheier.

Fragebogen S 18: Feld, Feldbestellung (3)

18 / E

8. düngen, misten, dummen, geilen (sind Unterschiede der Bedeutung zwischen diesen Wörtern? sagt man vom Feld ‚düngen’, von der Wiese ‚geilen’?);
8a. Düngung, Mistung, die Dunge, der Dung (Tätigkeit des Düngens, hauptwörtlich ausgedrückt);
8b. Zusammensetzungen mit düngen, dummen, wie vordüngen, aus-, aushin-, hinaus-, abhin-, hinab-, draufdüngen (Bedeutungen!) u. a.;
8c. Zusammensetzungen mit misten, wie an-, aus-, zusammenmisten (letzteres nur in der Bedeutung ‚schelten’?), auch übertragene Bedeutungen solcher Wörter, z. B. von ausmisten;
8d. Zusammensetzungen mit geilen, wie angeilen u. a.;
8e. in, auf die Saat düngen, Kopfdüngung (Bedeutung!);

18 / E

9. Mist,
9a. Dünger, Dung, Dumm, Dunged(e) (Geschlecht!), Dummung,
9b. Ruhr,
9c. Geil(e), die, das? Zu jedem dieser Wörter die betreffenden Redensarten, Bauernsprüche, z. B. (zu 9): das gehört auf den Mist, ist ein rechter Mist, ich habe mein Geld nicht auf dem Mist gefunden, auf den Mist hocken lassen (Bedeutung!) u. a., oder (zu 9b): Ruhr einbauen, Ruhr düngen, zu Bartelmä geht dem Fretter seine Ruhr aus, d. h. wer noch länger zum Ruhrbauen braucht, ist ein Fretter); hier wie zu den übrigen Wörtern der Vorstellungsgruppe Mist, Dünger wolle man auch die scherzhaften Ausdrücke und Ersatzwörter - jedes auf besonderem Zettel - mit Angabe der Bedeutung verzeichnen;
9d. Kompost (wird das Wort häufig gebraucht? seit wann, durch wen [Kurse, Presse, Vereine?] eingeführt?);

18 / E

10. Eigenschaften des Mistes, Dunges usw.: gut (was gehört zu gutem Dünger?), scharf, zu scharf, hitzig usw., Redensarten und Wendungen;
10a. gemischter Dünger (Ausdrücke, Bedeutung, Verwendung!);

18 / E

11. nach Mist riechen, misteln;
11a. etwaige andere Ableitungen von Mist, wie mistig, Mistele (Bedeutung!);

18 / E

12. Mist ausfahren, führen,
12a. Mist streuen, breiten, zertragen, zerfahren, zerkräueln ‚zerkrallen’, abkräueln (mit und ohne Objekt, vom Wagen herab), Bedeutungen!
12b. wie wird die Person benannt, die den Mist streut?
12c. Vorrichtung zum Aufziehen von Mist an steilen Lehnen, Mist-, Geil-, Dungseil, Beschreibung, womöglich Zeichnung!
12d. Bestandteile dieser Vorrichtung, z. B. Dungtasche (Beschreibung!);

18 / E

13. Dünger, Mist kaufen,
13a. verkaufen; wie wird dabei gemessen? nach der Fuhre, fuhrenweise? nach ‚Krippen’? gibt der Bauer Mist gerne ab?
13b. den (gekauften) Dünger aus der Stadt usw. holen, Ausdrücke, Redensarten, auch scherzhafte; Angabe von Preisen erwünscht;

18 / E

14. Mistfuhre, -ladung;

18 / E

15. Mistgrube , auch gemauert?

18 / E

16. Misthaufen, Dung-, Geilhaufen, Geilbühel (der große, im Hofe, auf dem Felde),
15a. die kleinen, die auf dem Felde zum Streuen angeführt werden; Redensarten, auch der übertragenen Bedeutung, Aberglaube (Misthaufen eine Drachenbrutstätte?), Bräuche;

18 / E

16. Zusammensetzungen mit Mist an zweiter Stelle, nach seiner Herkunft, wie Roß-, Kuh-, Hühner-, Schaf-, Geißmist usw., Stallmist; Angabe der Eigenschaften dieser Gattungen durch Nennung der zugehörigen Eigenschaftswörter; Angabe ihrer besonderen Verwendung zur Förderung bestimmter Fruchtarten erwünscht;
16a. Senkgruben-, Abort-, Häuselmann-, Scheißhäuselmist u. ä., Ausdrücke für seine Vorbehandlung, für welchen Grund wird er besonders verwendet?
16b. Stroh-, Streumist u. a., hierher auch Wörter wie Laubet in der Bedeutung: mit Laub gewonnener Dünger;
16c. nach seiner Verwendung, wie Gartenmist u. ä., hier auch Wörter wie ‚Unterfutter’ (Bezeichnung des für ganz unergiebigen Grund nötigen Mistes); 16d. andere Zusammensetzungen, wie Stadtmist u. a.;
16e. Zusammensetzungen mit Mist als erstem Bestandteil, in eigentlicher Bedeutung (soweit noch nicht genannt), wie Mistgabel, -kräuel , -haue (Beschreibung, womöglich Zeichnung, Nennung der Bestandteile) u. a.,
16f. in übertragener Bedeutung, Mistbub, mistfaul u. a. (Bedeutungen!);

18 / E

17. Zusammensetzungen mit Dung, wie Roß-, Kuhdung, Stalldung usw.;

18 / E

18. Zusammensetzungen mit Geil, z. B. Geilgeld (Abgabe für Mist);

18 / E

19. jauchen, ateln , adeln, odeln (mit Jauche düngen);
19a. Zusammensetzungen mit ateln, z. B. ausateln, fertigateln u. a.;

18 / E

20. Jauche,
20a. Mistbrod, Mistlacke,
20b. Atel, Adel, Odel, Atach, Adach (wird dieses Wort auch für Abtritt verwendet?),
20c. Mistjauche,
20d. Jauchengrube,
20e. andere Zusammensetzungen mit Jauche;
20f. Zusammensetzungen mit Atel, Atelfaß, -truhe, -hül(w)e, -grube, -lache, -gumpen, -wagen, -schöpfer (-schapfer), -pumpe, Bedeutungen!

18 / E

21. Aberglaube, die Jauche betreffend, z. B. brennendes Gebäude mit Jauche begossen;

18 / E

22. Atel schöpfen pumpen,
22a. Atel führen,
22b. Atelfuhre;

18 / E

23. Ableitungen von Atel, wie atlig (adlig), Atler (Adler) = Jauchen-, Schmutzfleck;

18 / E

24. Kunstdünger, Angabe der Ausdrücke für besondere Gattungen desselben, soweit sie im Volke bekannt sind und gebraucht werden, wie z. B. Kainit u. a.;
24a. gibt es einen allgemeinen Ausdruck zur Bezeichnung des natürlichen Düngers im Gegensatz zum Kunstdünger?

18 / E

25. richtige Zeit des Düngens;

18 / E

26. Ausdrücke für Pflanzenasche als Düngmittel?

18 / E

27. Dünger stehlen;
27a. Düngerdieb, wie beurteilt?

18 / E

28. noch nicht genannte Zeitwörter für Zustände des Mistes, Arbeiten mit dem Mist, der Jauche: der Mist stinkt (Bedeutung!),
28a. dampft, raucht, hat ausgeraucht,
28b. den Mist wenden, umschaufeln,
28c. aufladen,
28d. aufschlagen,
28e. Mist eingraben, einschaufeln;

18 / E

29. Ausdruck für den gut,
29a. den schlecht,
29b. den übermäßig gedüngten Acker.

18 / F

1. pflügen, ackern, bauen; wird ,pfluegen’ (!) nur vom Aufbauen der Wiesen verwendet? etwaige Verwendung dieser Wörter in übertragener Bedeutung (Hausbau ausgenommen);
1a. den Pflug beim Bauen beschweren, auf welcher Weise? durch Auflehnen? usw.;
1b. tief,
1c. seicht pflügen;
1d. unordentlich pflügen, Redensarten, z. B. es ist, als ob die Säue gewühlt hätten;
1e. bei unordentlichem Pflügen entstandene Unebenheit, Vertiefung, Sauuesch, Sauüesche;
1f. die vom Pflug überglittene, nicht erfaßte Ackerkrume, Beham (Geschlecht!); Beham machen;

18 / F

2. mit der Arl bauen, arlen;

18 / F

3. Aberglaube, das Pflügen betreffend;

18 / F

4. Feieracker ackern, zwibrachen (zweite Ackerung des Brachfeldes?);

18 / F

5. Herbstackern, halmeln, Halme einackern, Halme schinden (Bedeutungen!);
5a. Herbstackeret;

18 / F

6. Frühjahrsackerung, rühren (hat ‚rühren’ in der Feldbestellung noch andere Bedeutungen?);

18 / F

7. zum Bauen, ackern, bauenackern (letztes Ackern vor dem Säen?);

18 / F

8. (noch nicht genannte) Zusammensetzungen mit ackern wie anackern, anackerln (nach der Ernte wieder schmale Beete formen, auch: absichtlich oder versehentlich einen nicht zu pflügenden Grund zu pflügen beginnen, in den Nachbargrund hinüberackern, auch überhaupt zu ackern beginnen und fortackern), zusammenackern (Flecken, Bifänge bauen), d. h. mehrere schmale Ackerbeete in ein breites umwandeln, umackern (der Stoppeln), ausackern (Unkraut), ein-, einhinackern (der Stoppeln, auch Richtungsbezeichnung) - überall Angabe der Bedeutungen;

18 / F

9. Zusammensetzungen mit pflügen,

18 / F

10. mit bauen;

18 / F

11. mit der Haue lockern, pecken, hauen;
11a. anreißen (Bedeutung, Zweck!), wird hiefür besonderes Gerät verwendet? sein Name?

18 / F

12. Furchen machen, ziehen, furchen, fürcheln u. a., (hat fürcheln [auch furchen?] die besondere Bedeutung: seichte Furchen ziehen, in die Mais gesetzt wird?);
12a. gerade,
12b. krumme Furchen ziehen - gibt es dafür besondere Ausdrücke?

18 / F

13. die vorletzte Furche des Ackerbeetes auswerfen, Rain teilen;
13a. die letzte Furche des Ackerbeetes ziehen, Rain auswerfen;

18 / F

14. Wasserfurchen ziehen, machen, ausheben, graben usw.;
14a. Wasserfurchen putzen;

18 / F

15. den Stoß (vgl. B 24) senkrecht zu den Ackerfurchen umackern, furchbauen, -ackern, einsäumen;

18 / F

16. wie heißen Felder, die den Winter über nur gepflügt bleiben, nicht geeggt sind? (,in der rauhen Furche’).

Fragebogen S 19: Feld, Feldbestellung (4)

19 / F

17. Rain machen, rainen, ab-, an-, verrainen (Bedeutungen!);

19 / F

18. scharf zum Rain hinzuackern, warum?

19 / F

19. beim Anlegen des Raines über den eigenen Grund hinauspflügen, überrainen;

19 / F

20. Teile vom Rain wegackern, um den nutzbaren Ackerboden zu vergrößern, hinzuackern; Redensarten wie: ein Stückel, Bröckel vom Rain wegackern, wegherzwicken u. a., wie wird darüber geurteilt?

19 / F

21. den Rain völlig beseitigen, aus-, einackern, umackern, -legen, -graben u. a.;

19 / F

22. beim Pflügen den Ochsen vorangehen, fürgehn;
22a. Name der Person, die vorgeht;

19 / F

23. mit Ochsen,
23a, mit Pferden pflügen,
23b. ungleich pflügen (d. h. mit einem Ochsen und Pferd, zusammengespannt);
23c. ein-,
23d. zweispännig pflügen;

19 / F

24. den Pflug lenken, ,haben’;
24a. mit dem Pflug an einen Stein (Fels) anfahren;
24b. Herauswerfen des Pfluges in Folge harten Untergrundes;

19 / F

25. den Pflug wenden, umherreißen; Ausdrücke für die einzelnen Abschnitte der Bewegung;
25a. Ort, wo die Wendung gemacht wird, Kehre;

19 / F

26. hat die Person, die den Pflug lenkt besonderen Namen?

19 / F

27. auf dem Pfluge rasten, jausnen;

19 / F

28. Bezeichnung der Zeit, die der Pflügende zum Bebauen eines bestimmten Ackerteiles braucht;

19 / F

29. Ackererde, Kot führen;
29a. abgebaute Erde vom unteren Ende geneigter Äcker zum oberen führen oder tragen, Ausdrücke, Wendungen;
29b. Vorrichtungen dabei, Gesamtname, Namen der Bestandteile;
29c. die auf die Wiese oder den Rain hinausgetretene Erde auf den Acker zurückstreifen, Kot putzen, einputzen, einräumen;
29d. besondere Werkzeuge dabei?
29e. wie wird diese Einputzarbeit nach ihrer Schwierigkeit eingeschätzt? Redensarten (z. B. leichte Arbeit, Weiberleutarbeit u. a.).

19 / G

1. Säen,
1a. Redensarten, auch Angabe übertragener Bedeutung in Redensarten wie Geld, Mehl säen, d. h. unwissentlich ausstreuen, u. a Bauernsprüche;
1b. Arten des Säens: dicht, dick,
1c. dünn, schitter säen, beim Säen auslassen, Redensarten, Scherze;
1d. gegen den Wind säen, Hilfsmittel bei widrigem Wind;

19 / G

2. andere mit säen gleichbedeutende Ausdrücke, z. B. (Samen) auswerfen u. a.;

19 / G

3. zeitwörtliche Zusammensetzungen mit säen, wie an-, aus-, ein-, hin-, hinzu-, nach-, be-, versäen u. a., überall Angabe der Bedeutung, auch der übertragenen, dort, wo sie vorkommt, z. B. bei versäen, ansäen: er hat das ganze Geld versät, angesät, d. h. verstreut, verloren;

19 / G

4. Bräuche, die sich auf das Säen beziehen, z. B. Saathahn (seine Rolle und Bedeutung!), den Weg säen, d. h. den Weg des Liebhabers zum Mädchen mit Spreu oder Spänen bestreuen, u. a.;

19 / G

5. Säreihe, Leeche; wird sie abgesteckt? wie? von wem? Wendungen, wie Leechen abstecken;

19 / G

6. Sämann, Säer, Baumann, Eigenschaften eines guten, eines schlechten Säers; wem kommt diese Arbeit zu (Mannerleutarbeit)? behält sie sich der Bauer vor?

19 / G

7. Sätuch, -tüchel , Fetzen ,
7a. Säsack,
7b. Säkorb,
7c. Säsumper; wie gehalten und getragen? Bedeutungen dieser Wörter!
7d. Kitze, Beschreibung, wie gehandhabt?
7e. wie heißen die zum Zubinden dienenden Bänder (Zitzeln u. ä.)? sind sie geflochten? gedreht? aus Leinwand?

19 / G

8. Säriemen (Bedeutung!);
8a. Säheiliger; welche sind es?

19 / G

9. andere noch nicht genannte hauptwörtliche Zusammensetzungen mit säen, z. B. Säspruch;

19 / G

10. Ableitungen von säen, z. B. Säerei;

19 / G

11. Saat,
11a. Winter-,
11b. Sommersaat,
11c. Untersaat (d. h. beim Säen übersehener Streifen, den man später nachsäen muß), Redensarten wie: wer eine Untersaat macht, in dessen Hof stirbt jemand in diesem Jahr, oder: der kriegt das Jahr ein Kind; arbeitenden Mädchen sagt man: gebt acht, daß ihr keine Untersaat macht (Bedeutung!);

19 / G

12. andere Zusammensetzungen mit Saat an zweiter Stelle, wie Ansaat (bedeutet das Wort auch ein bestimmtes Ackermaß? z. B. ein Acker von 6 Vierling Ansaat), Aussaat, Klee-, Rübsaat usw.,
12a. an erster Stelle, z. B. Saatfeld, -zeit u. a.;

19 / G

13. (Pflanzen-) Same, ist das Wort auch in der Mehrzahl gebräuchlich? Redensarten wie: zum Samen lassen, behalten, Samen wechseln;
13a. Samenkorn;
13b. Sammelbezeichnungen, wie Sämerei(en), Samlach, Gesämlach, Sammelwerk ; sind diese Sammelnamen nur für Samen von Blumen und Gartenpflanzen üblich?

19 / G

14. Ausdrücke für Reinigung des Samens, Vorrichtungen hiefür;

19 / G

15. Behälter, worin der Same aufbewahrt wird, Samhafen, -schachtel;

19 / G

16. noch nicht erwähnte Zusammensetzungen mit Same (in der Bedeutung Pflanzensame) an zweiter Stelle, wie Gras-, Salat-, Rüb-, Klee-, Leinsame, Vogelsame usw.,
16a. an erster Stelle, wie Samengetreide, Samerdäpfel u. a.

19 / H

1. eggen (egen, adnen, arn), bretten (Bedeutung des Wortes !); etwaige Verwendung von eggen in übertragener Bedeutung;
1a. hat die Person, die eggt, besondere Bezeichnung?
1b. bracheggen, Halmacker eggen;
1c. zwiebrach eggen;
1d. Ruhr eggen (den eingeackerten Dung eggen);
1e. zusammenreißen (letztes Eggen vor dem Säen), reißen (warum so genannt?);
1f. eineggen, das Übereggen der Saat;
1g. auseggen (Bedeutung!);
1h. scharf eggen; rühren, überdrehen;
1i. der Länge des Feldes nach eggen, streifen, ein-, niederstreifen;
1k. quer nach der Breite des Feldes, oder der Diagonale nach eggen: schräg, quer, überzwerch(-st), überwärts , geschrams, schrems, schremsüber, schatz, schips eggen, schetzen;
1l. im Kreise (genauer: in einer Spirale) eggen;
1m. einen Streifen, hand-, fußbreit beim Eggen auslassen, vor-, fürschlagen, vorteilen, -fachteln;
1n. sonstige Zusammensetzungen mit eggen, z. B. ab-, nacheggen, Richtungsbezeichnungen;

19 / H

2. wird die Egge beschwert? womit? etwaige Ausdrücke!

19 / H

3. Schollen zerkleinern, treten, klopfen, schlagen, schlägeln;
3a. Gerät hiebei, Schlägel;
3b. Teile desselben, z. B. Schlägelstiel;

19 / H

4. walzen, walgen, walgeln,
4a. Zusammensetzungen mit walgen, walzen, z. B. abwalgen;

19 / H

5. Steine lesen, klauben, abklauben, schwenden;
5a. Steine auf-, zusammenschichten, wo?
5b. wer besorgt diese Arbeit? mundartliche Ausdrücke!
5c. wie heißen solche Haufen?

19 / H

6. Wurzeln, ‚Würze’ abklauben,
6a. sie zusammen, auf Haufen legen, wohin?
6b. wer besorgt diese Arbeit? mundartliche Ausdrücke!
6c. die gehäuften Wurzeln, ‚Würze’ verbrennen;
6d. hat ihre Asche besonderen Namen? wird sie als Dünger verwendet? wird überhaupt Asche als Dünger verwendet?

19 / H

7. Warnungszeichen aufstellen, damit niemand über den bestellten Acker gehe;
7a. diese Warnungszeichen selbst, soweit sie für Felder bestimmt sind, Namen, kurze Beschreibung;

19 / H

8. Vogelscheuchen aufstellen;
8a. Vogelscheuche, Scheuche, Feld-, Kraut-, Breinscheuche; auf welchen Feldern werden Scheuchen besonders aufgestellt?
8b. Arten: Nachbildungen der menschlichen Gestalt: Krautmännlein, Boger-, Tatermann u. a., Beschreibung!
8c. an einer Schnur aufgehängte Vögel als Scheuchen, Nachbildungen von Vögeln (z. B. Erdäpfel mit Federn besteckt), Namen, Beschreibung!
8d. Lärmwerkzeuge verschiedener Art, Vogelschreppe, Klapper, Namen, Beschreibung!
8e. Vergleiche, Redensarten, z. B. er schaut aus wie eine Krautscheuche u. ä.;

19 / H

9. jäten, Beugungsformen des Zeitwortes, besonders Mittelwort der Vergangenheit (gejäten?);
9a. Zusammensetzungen, wie aus-, nachjäten u. a.;

19 / H

10. hauptwörtliche Bezeichnung der Handlung des Jätens: die Jat;

19 / H

11. hauptwörtliche Bezeichnung dessen, was gejätet wird: Jatach, Jätach, Jat, Jät, Jöt (Geschlecht!);

19 / H

12. Person, die jätet, Jater, Jaterin, gilt das Jäten als ‚Weiberleutarbeit’ und wird es so benannt?

19 / H

13. Disteln ausziehen, ausstechen, stechen, grasen;
13a. haben die Disteln besondere Namen, je nachdem sie in Hafer, Korn, Weizen usw. stehen? Anführung der Namen, jeder auf besonderem Zettel!
13b. wie nennt man die schädliche Einwirkung des Distelwuchses auf Hafer, Korn usw.? ,sie verziehen dem Hafer usw. die Wurzeln’ u. ä.;
13c. Verwendung der ausgezogenen Disteln (als Viehfutter usw.), Wendungen;

19 / H

14. Werkzeuge des Jätens: Jat-, Jäthaue, -krampel u. a.;
14a. mit dieser Haue arbeiten: jäthauen u. a.;

19 / H

15. werden zum Distelausziehen Handschuhe besonderer Art verwendet? Benennung!

19 / H

16. Jatergruß (Ansprache und Antwort der Jäterinnen, beziehungsweise vorübergehender Personen), Inhalt, Form solcher Grüße, Proben!

19 / H

17. Acker verwahrlosen, herunterkommen lassen;
17a. Acker aussaugen, ausrauben usw.;
17b. Raubbau.

Fragebogen S 20: Körper (1)

20 / A

1. Körper, Körpel, Korp, Angaben über Häufigkeit und Verwendung des Wortes, Mehrzahl, Verkleinerung: bedeutet das Wort auch soviel als Leibchen (ärmelloses Kleid)? auch soviel als Körperschaft? wenn ja, wie weit ist dieser Gebrauch üblich? wird er als fremdartig empfunden?
1a. Korpus (Geschlecht!), Grad der Häufigkeit, Verwendung; Vorkommen in Zusammensetzungen wie ‚Korpus-Christi-Bruderschaft‘;
1b. Redensarten mit Körper, Körpel, Korp, Korpus wie: einen Körper, Korpus auf sich, auf ihm haben; so einen Körper, Korpus haben, nur grad so ein Körperl haben, sein, das ist ja gar kein Körper mehr (= ganz abgemagert sein), einen ganzen Korpus aufhaben, auf ihm haben, an sich, in ihm haben usw. - genaue Angaben der Bedeutung!
1c. Ableitungen und Zusammensetzungen mit Körper, wie körperlich, Totenkörper, Ober-, Wahlkörper usw. - jedes Wort auf besonderem Zettel!
1d. übliche Eigenschaftswörter zu Körper;

20 / A

2. Leib (Mehrzahl! Verkleinerung!) - [man halte Leib und -Laib (in Laib Brot usw.) strenge auseinander und bringe hier nichts von dem, was für Laib gilt] - hat das Wort neben der allgemeinen noch besondere Bedeutung, wie Rumpf, Magen und Bauch, Mutterleib? bedeutet es auch ein Kleidungsstück? ist diese Bedeutung etwa auf die Verkleinerung (Leiwl, Leiwle usw.) beschränkt? Angaben über Häufigkeit dieser Bedeutungen;

20 / A

3. Redensarten, Wendungen, Vergleiche mit Leib (jede Redensart usw. auf besonderem Zettel!): in der allgemeinen Bedeutung Körper, wie: Leib und Seele (mit L. u. S. dabei sein, Essen und Trinken hält L. u. S. zusammen), Mann und Weib sind ein Leib, vom L. kommen, fallen; auch bildlich: der hat keine Ehr im Leib;
3a. in der Bedeutung Unterleib, wie: der Leib tut mir weh, der L. treibt sich auf, fällt ein, der L. (Mastdarm, Gebärmutter) tritt aus, der hat einen aufgeschwemmten L. (wovon?), einen offenen L. (Durchfall), L. wie eine Bachschüssel, wie ein Fassel, wie eine Trommel (aufgetrieben, gespannt);
3b. in der Bedeutung Leben, wie: mit Leib und Leben, bei Leib und Tod, Leib und Gut;
3c. in rechtlichem Sinne z. B. Leib haben (Anrecht auf Leibgedinge);

20 / A

4. besondere Wendungen mit dem Worte Leib, wie: beileibe (pi-, palaiwa, balai) nicht o beileibe! (Bedeutung!), einen zuleibe nehmen (ihn strafen), von Leib (falaib, falai), Bedeutung!

20 / A

5. feste Verbindungen von Leib mit Eigenschaftswörtern, z. B. harter Leib (Verstopfung), heiliger L. (L. eines Heiligen als Reliquie) - wird diese Verbindung auch scherzhaft oder ärgerlich in anderer Bedeutung verwendet? bei welchem Anlaß? (beim Aufstehen aus dem Bett? beim Wecken usw.?);
5a. andere übliche Verbindungen des Wortes mit Eigenschaftswörtern, zur Bezeichnung der äußeren Erscheinung, der Gesundheit, Krankheit, dazu etwaige Ersatzwörter [einzeln auf einzelnem Zettel!], wie: gesunder, kranker L., kräftiger, hinfälliger, geschwächter, schwacher, schöner, häßlicher, schlanker, schwerfälliger, gut-, schlechtgenährter, magerer, ausgemergelter (,ausgezuzelte Kletzen‘), aufgedunsener, aufgetriebener, eingefallener, mit Geschwüren, Beulen, Hautunreinigkeiten bedeckter L. usw.;
5b. Farbbezeichnungen bei Leib, wie: blauer L. (z. B. einen ganz blauen L. haben - wovon?), schwarzer (auch ,Mohrenleib?‘), russiger, weißer, reiner, schmutziger, ramiger L. usw.;

20 / A

6. Zusammensetzungen mit Leib an zweiter Stelle, z. B. Ober-, Unter-, Vorder-, Hinterleib (werden dafür vielleicht lieber Ersatzverbindungen mit oben, unten, oberhalb, unterhalb, untershin, vorne, hinten gebraucht?), Mutterleib (dazu Redensarten wie: vom M. her, ausher, auf, an u. dgl.), Schnürleib, Vor-, Fürleib, Menschen-, Tierleib (häufig verwendet?);

20 / A

7. an erster Stelle, in der eigentlichen (sinnlichen) Bedeutung des Wortes, wie: Leibwäsche, -schüssel (zum Unterstecken), -zwang, -schmerz (häufig verwendet? nur in Mehrzahl? oder auch in Einzahl?), Leibweh (häufig verwendet?), Leibschneiden, Leibschaden (Bruch), leibfarben, lei(b)farb;
7a. in mehr übertragener Bedeutung, wie: Leibtruhe (Kleidertruhe), Leibzins, -gedinge, leiblebenslang, leiblos;
7b. die engere Zugehörigkeit ausdrückend: Leibkutsche, Leibrock, Leibpferd, -roß, Leibregiment, -garde (häufig verwendet?), Leibdiener, -jäger, -blatt, -blättel, Leibspeise (ist auch die Form Leibsspeise vorhanden und wie wird sie ausgesprochen?), Leibstückel (Musik: das L. blasen); kann das Wort in dieser Bedeutung irgend einem anderen Gegenstandswort vorgesetzt werden, um dadurch (in scherzhaft gefühltem Zusammenhang?) die enge Verbindung mit Gewohnheiten, Neigungen auszudrücken, wie etwa in Leibbüchel, Leibwurst (= Lieblingsbüchel, -wurst)?

20 / A

8. leibig (beleibt), Redensarten wie: recht schön leibig werden, sein, das ist ein leibigs Männlein (wie wird die gegensätzliche Vorstellung ausgedrückt?);
8a. leibhaftig (Verwendung! als Beteuerung? nur als Verstärkung?), Angabe der Betonung; der Leibhaftige (= Teufel?);
8b. leiblich, wird das Wort als echt mundartlich gefühlt? wie wird ‚leiblich‘ in Verbindungen wie leiblicher Bruder umschrieben?
8c. ist der Ausdruck ‚Leiber‘ (= Soldat im Leibregiment) bekannt?

20 / A

9. leiben, sich leiben (fetter, leibiger werden), bezieht sich der Ausdruck nur auf Vieh? Redensart: leiben und leben (Bedeutung);
9a. ableiben (Bedeutung! mager werden? sterben? töten?);
9b. ein(ver)leiben.

20 / B

1. Blut (nur in der Bedeutung ‚Blut‘, nicht in der von ‚Blüte‘!), ursprüngliche und übertragene Bedeutung (z. B. von Pflanzen, zur Bezeichnung der Verwandtschaft, edles Blut, Blut des Rotweins);
1a. Ausdrücke der Jägersprache für ‚blut‘ (z. B. Fasch u. a.);

20 / B

2. Zeitwortverbindungen mit Blut, wie: das Blut rinnt (fließt), läuft, spritzt, hämmert, klopft, siedet, wurlt, beißt, juckt, kommt, kommt schon, bleibt aus (bei Wunden, Umständen der Regel), stock, gerinnt, steht ab, trocknet ein, zersetzt sich, riecht, schmeckt (wie?), raucht, dampft, ist verbrannt; zeitwörtliche Wendungen mit Blut im eigentlichen Sinne, wie: das Blut verlieren, vergießen, verspritzen, hin-, hergeben, abzapfen, ausher-, herauslassen, es kommt, geht ins Blut, das Bl. steigt mir zu Kopf, das bringt das Bl. ins Wallen, der muß heute Bl. lassen u. a.: jede Redensart, Wendung, Verbindung hier wie im folgenden auf eigenem Zettel!

20 / B

3. übliche Eigenschaftswörter bei Blut: dickes, dünnes, schweres, leichtes, batziges, ruhiges, kaltes, warmes, hitziges, junges, rebellisches, totes, unreines, krankes, wildes, stockiges, gestocktes, rotes, schwarzes, süßes, saures usw. Blut; Redensarten, Wendungen mit diesen Verbindungen (z. B. er hat dickes Bl., sein Bl. wird, ist rebellisch u. ä.); wo nötig, Angabe der Bedeutung, sowie ob durch die betreffende Wendung auch das Temperament eines Menschen gekennzeichnet wird (wer hat z. B. süßes Blut? der von Ungeziefer Geplagte? der Verliebte?); ferner ob sich die betreffenden Blutarten - nach der Volksmeinung - im körperlichen Befinden äußern (Bleichsucht, Neigung zu Ohnmachten, Hautunreinigkeiten usw.)?

20 / B

4. das heilige Blut (Bedeutung!);

20 / B

5. Vergleiche mit Blut, z. B. rot wie Bl.;

20 / B

6. Wendungen mit Blut in bildlichem Sinne wie: das liegt im Bl.; macht böses, fein kein gutes, macht kein gutes Bl., der wird noch Bl. schwitzen müssen, sich wegläugnen von seinem Bl. usw.;

20 / B

7. Geblüt, Bedeutung (auch Regelblut?), Redensarten wie: das Geblüt ist ihm in den Kopf gestiegen, es ist ihm ins Geblüt gekommen u. a.; übliche Eigenschaftswörter wie: heißes, hitziges, unreines Geblüt u. a.;

20 / B

8. bluten, blüeten, bluetigen, kommen die Formen ‚bluten‘ und ‚blüeten‘ neben einander vor? Häufigkeit, Verteilung (auf Altersschichten? Stadt und Land?); Wendungen in eigentlicher wie übertragener Bedeutung, z. B. der muß heute bluten, der Stamm blutet beim Beschneiden, das Herz möchte einem bluten (daneben auch die Wendung: der Arsch möchte einem bl.?);
8a. Wendungen für den Grad des Blutes: leicht bl., nur ein bischen, ein wenig bl., tröpfeln, nur ein bischen fürherzahnen, hervorzahnen, zwengetzen, fürher-, hervorzwengetzen u. a.;
8b. heftig, stark, fest bluten, bl. wie eine Sau u. a.;
8c. bluten in der Kinder- und Ammensprache : bluterln u. ä.;
8d. bluten in der Jägersprache, schweißen (auf die Jägersprache beschränkt?), Wendungen;

20 / B

9. Zusammensetzungen mit bluten: aus-, ver-, zusammenbluten, hinab-, abhinbl., heraus-, ausherbl., hinein-, einhinbl. (z. B. in ein Tuch; ‚eine Wunde blutet hinein‘ [mit welchen Folgen?]), etwas abbluten, derblüeten, derbluten (sich, etwas derblüeten), Bedeutungen!

20 / B

10. Blutung (ist das Wort häufig? hat es Mehrzahl?), zeitwörtliche Verbindungen, wie Bl. haben, kriegen u. a.;
10a. Verblutung (häufig verwendet?);
10b. kommen Zusammensetzungen mit Blutung, Verblutung vor, z. B. Gehirn-, Darm-, Gebärmutterblutung? sind sie häufig?

20 / B

11. blutend(-endig), als Eigenschaftswort verwendet;

20 / B

12. blutig, in eigentlicher und übertragener Bedeutung, z. B. ein blutiger Spaß, seinen blutigen Kreuzer hergeben müssen, blutig verdienen, verdient, das war ein blutiger! Ausrufungs-, Verwunderungs-, Fluchformeln mit blutig als Eigenschafts- oder Hauptwort, wie Blutiger! Blutiger, Blutiger! blutiger Hennenkopf! (Bedeutungen!);

20 / B

13. Bluter, Blüter, Bedeutungen! Redensarten;
13a. Bluterin, Blüterin;
13b. Zusammensetzungen mit Bluter, Blüter, Bluterin, Blüterin.

Fragebogen S 21: Körper (2)

21 / B

14. Verbindungen mit Blut, bluten zur Bezeichnung von Krankheiten: Blut brechen (auch: das Blutbrechen - man gebe hier wie im Folgenden auch solche hauptwörtliche Verwendung eigens an), Bl. spucken, husten, brunzen, seichen, ‚machen‘, scheißen, Blutauszehrung, Blutsturz, -piß, -fluß, -schiß, -schwund, -zwang, Nasenbluten (bedeutet es auch: Regel, menses?), Zahn-, Zahnfleischbluten u. a.; gibt es eine Gesamtbezeichnung für Krankheiten des Blutes (Blutkrankheit, -heiten)?

21 / B

15. Blut stillen, ‚be-, verstellen‘;
15a. volkstümliche Mittel dafür (in mundartlicher Form), z.B. auf ein Stück Rasen (‚einen Mosen‘) treten und sich ansprechen lassen, Blutöl, Spinneweben, Feuerschwamm, Krötenpulver u. a. (für jedes Wort eigenen Zettel!); (wird ein Mittel gegen besondere Arten und Ursachen des Blutverlustes angewendet, so wolle man es angeben);
15b. Segensprüche, Blutsegen (Anführung besonders in mundartlicher Form erwünscht), wie z. B. folgender aus Deutschböhmen:
Blut steh und kimm nimmer!
Wie Jesus Christus gestorben ist und kimmt nimmer!
Im Namen Gottes Vaters, Gottes Sohnes, Gottes heiligen Geistes!
(Ist es verboten dabei ,Amen‘ zu sagen?);
15c. Handlung des volkstümlichen Blutstillens (Blutbestellung) ; wie geht sie vor sich! werden Wund- und Nasenblutung verschieden behandelt?
15d. Person, die sich mit der Blutstillung befaßt;
15e. Pflanzen, Mineralien usw., die als blutstillend gelten (in mundartlicher Form! dazu die schriftdeutsche oder wissenschaftliche Bezeichnung, wenn entsprechende vorhanden), z. B. Blutkraut, -wurz, -stein, Watte usw.;
15f. wird das Wort ‚blutstillend‘ in der Mundart verwendet? (z. B. in der Verbindung ‚blutstillende Watte‘? oder noch anderen üblichen?);

21 / B

16. wenn gegen eine der früher genannten Blutkrankheiten, Blutungen mehrere Mittel verwendet werden, so wolle man sie (außer an ihrem Orte, wo sie einzeln abgefragt waren) unter dieser Nummer 16 zusammenhängend aufzählen (je auf einem Zettel für jede Krankheit);

21 / B

17. Blutkörperchen, Kügerl, Blutkügerl, -knollen (woher kommend?), -batzen, -botzen, -batzerl, -bötzerl u. a.;
17a. haben die roten,
17b. die weißen Blutkörperchen eigene Bezeichnung? (weißes Blut?);
17c. benennt das Volk die aus dem Überwiegen der weißen entstehende Leukämie? (mit mundartlichem Wort? mit Fremdwort?), die Mittel dagegen?

21 / B

18. Serum, Blutwasser;

21 / B

19. Blut trinken (Ausdrücke, Redensarten), wann, von welchen Tieren üblich? wie heute beurteilt? wird Menschenblut getrunken?

21 / B

20. Blutmale. -runst, -striemen, -‚wurst‘, -aiß, -blase, -geschwulst (Herkunft? Volksschnurren);

21 / B

21. Blutstropfen (ist die Form ‚Bluttropfen‘ oder ,Blutstropfen‘ üblicher? übertragene Verwendung, Volksglaube), -zapfen , -schweiß , -schaum;

21 / B

22. Blut reinigen, Blutreinigung; welche Mittel gelten als blutreinigend (mundartliche Bezeichnungen!), z. B. Blutreinigungstee, Drachenkraut usw.;

21 / B

23. Zusammensetzungen (für jede besonderen Zettel!) mit Blut an zweiter Stelle, z. B. Christi Seitenblut, Menschenblut (wird damit gezaubert? von wem besonders?), Männer-, Weiber-, Buben-, Mädel-, Herrenblut, Vieh-, Rinder-, Hühner-, Schweins-, Hasen-, Maulwurfs-, Natternblut (Verwendung!), Floh-, Mückenblut, Herz-, Rück-, Nasenblut, Monatsblut, Vollblut usw.; bei jedem Stichwort die etwa vorhandene bildliche Bedeutung und die etwaigen Redensarten anführen, z. B. der hat Schneckenblut, Fischblut;
23a. Zusammensetzungen mit Blut an erster Stelle (soweit noch nicht genannt), in eigentlicher Bedeutung: Blutfleck (wie entfernt man ihn? mundartliche Namen der Mittel), -lache, -kasten (Brust), -geruch, -dunst, -hafen, -haferl, -farbe, -farben, -rot, Blutscheu, blutscheu, -arm, -armut;
23b. in übertragener Bedeutung: Bluthund, -richter, Blutrose, -apfel, -orange, Blutsfreund, -verwandter, -verwandtschaft, -verwandt;
23c. in verstärkender Bedeutung, bei Eigenschaftswörtern (Angabe der Betonung!), wie blutarm, -nackt, -dünn, -jung, -wenig u. a.; bei Hauptwörtern (Angabe der Betonung!), wie Blutskerl, Blutsau, Blutteufel, Blutscheißdreck, Blutsdrache, Blutsakrament u. a. (überall Angabe der Bedeutung);

21 / B

24. Zusammensetzungen mit -blütig: vollblütig, heiß-, kaltblütig u. a.;

21 / B

25. Weiterbildungen, wie Vollblütigkeit.

21 / C

1. Fleisch, Mehrzahl? Verkleinerung (Bedeutung!), scherzhafte Lautungen (Floasch usw.), Lautungen im Verkehr mit kleinen Kindern, Tieren (Fleischi, Waisch u. a.), auch in übertragener Bedeutung, z. B. Fleisch von Obstarten (Kirschen usw.);
1a. gibt es eine besondere Bezeichnung für Fleisch ohne Knochen? (Brat, Gebrät, ausgelöstes Fl. - Bedeutungen!);

21 / C

2. Redensarten, stehende Wortverbindungen mit ,Fleisch‘, wie Fl. und Bein, Fl. und Bl., nicht Fisch nicht Fl., vom Fl. fallen (mager werden), ins Fl. gehen, sich ins (eigene) Fl. schneiden; Scherzfragen wie: welches ist das beste, das teuerste Fleisch?

21 / C

3. häufige eigenschaftswörtliche Verbindungen (solche, die auf Zubereitung des Fleisches, Handel mit Fl. gehen, sind anderen Fragebogen vorbehalten) und ihre Ersatzwörter (für jedes Wort besonderen Zettel!), zur Bezeichnung des allgemeinen Zustandes: gesundes, krankes, totes, wildes Fl. (Bedeutung! wird auch der Ausdruck frisches Fl. im selben Sinne verwendet?), frisches, grünes (was hält man vom Essen grünen Fleisches? wie weit, bei welchen Fleischsorten üblich? hat ,grünes Fl.‘ auch die Bedeutung ,wildes Fl.‘?), faules (Redensarten wie: faules Fl. muß man ausschneiden), anfaules, eiterndes (Materifleisch), madiges Fleisch usw.;
3a. zur Bezeichnung innerer und äußerer Beschaffenheit: festes, kerniges, anstarkes, hartes, weiches, mildes, mürbes, schwammiges, letschiges (Bedeutung!), zähes (Redensarten, Vergleiche wie: man beißt sich daran die Zähne aus, zäh wie Leder), leichtes, schweres, wasserhaltiges, trockenes, feuchtes, fettes, feistes (auch Feistfleisch), faseriges (auch Gefaseret, Gefeslet, es bleibt [dir] in den Zähnen hängen, da hast am Freitag, am Karfreitag [auch] noch was davon, Fl. wie lauter Fäden), langfaseriges, flechsiges, häutiges (auch Gehäuteret, Häuterwerk, Häuterwerk übereinand, Bänder, Banter, Bänderet, Banteret);
3b. zur Bezeichnung des Geruches, Geschmackes: stinkendes, gestunkenes, muffelndes, muffiges, gutes, richtiges, schlechtes, fades, süßliches (süßletes), wildelndes Fl. usw.; auch Schimpfwörter wie: Dreck-, Sau-, Hunds-, Scheißfleisch u. ä.;
3c. zur Bezeichnung der Färbung: rotes, rötliches, weißes, schwarzes, bläuliches, gelbliches usw. (Angabe der Bedeutungen, der Beziehungen zwischen Farbe und Güte);

21 / C

4. fleischig, Redensarten wie: das Fürtuch ist fleischig, d. h. von Fleischteilchen (meist rohen) verunreinigt, nach Fleisch riechend; ,etwas Fleischiges‘ (Bedeutungen! von Fleischgerichten, ferner in geschlechtl. Sinn); übertragene Bedeutung (fleischige Stengel, Blätter usw.), brätig (von fleischig der Bedeutung nach unterschieden? wird brätig auch von der Bodenbeschaffenheit gebraucht? z. B. eine brätige Wiese?);

21 / C

5. fleische(r)n, fleischeren (Eigenschaftswort! Bedeutung!); allfällige sonstige eigenschaftswörtliche Ableitungen - mit Angabe de Bedeutung und der Häufigkeit - wie fleischlich, fleischhaft;

21 / C

6. fleischen (Zeitwort! Bedeutung!); etwaige Zusammensetzungen;

21 / C

7. nach Fleisch riechen, fleischeln;

21 / C

8. Zusammensetzungen mit Fleisch an zweiter Stelle (samt Ersatzwörtern, Ersatzverbindungen , Redensarten), soweit noch nicht genannt, jedoch ohne die besonderen Ausdrücke der Küche, des Selcher-, Fleischergewerbes; jedes Wort, jede Verbindung, Redensart, auf eigenem Zettel, zuerst die mundartliche Form, dann wo nötig Bedeutung, sachliche Angaben; nach den Lebewesen: Menschenfleisch, Heidenfleisch (Mumienfleisch, als Heilmittel), Weiber-, Jungfern-, Mädel-, Menscherfleisch (mehrere Bedeutungen!), Bubenfleisch usw., Tierfleisch, Rind-, Ochsen-, Kuh-, Stier-, Stierlfleisch (Eigenart?), Roß-, Hühner-, Gockel-, Gickel-, Katzen-, Hunde-, Dachsfleisch (Verwendung!), Lamm-, Geiß-, Ziegen-, Hammel-, Widder-, Bocksfleisch (,daß du fein nicht stoßend wirst‘), Reh-, Hirsch-, Gamsfleisch usw.;
8a. nach der Körperstelle: Kopf-, Wangen-, Hals-, Nackenfleisch (Gnackfl.), auch ,Fleisch am Kopf, Hals‘ usw., Armfleisch (Bedeutungen!), Brust-, Dutten-, Bauch-, Wampenfleisch (Wammerlfleisch, Wammerl, Fl. vom Wammerl), Bein-, Haxenfleisch (Fleisch an der, von der Haxe, an dem, von dem Haxen), Arsch-, Sitzfleisch (Bedeutung, Redensarten), Lendenfleisch (der Lenden), Fleisch an den männlichen, weiblichen Geschlechtsteilen (Schwanz-, Fut-, Vögel-, Feckelfleisch usw.), Knie-, Wadenfleisch usw.;
8b. nach der Bestimmung: Soldatenfleisch (Fleisch, das fürs Militär gekauft wird), Herren-, Pfarrerfleisch u. ä.! geweihtes, Weih- (Weich-)fleisch;
8c. nach dem Zustand: Grün-, Jung-, Wildfleisch u. a.;
8d. Benennungen, die zu volkstümlichem Aberglauben, zur Volksmedizin in Beziehung stehen, wie Drachen-, Eidechsen-, Nattern-, Schnecken-, Aalfleisch, Fleisch vom Salamander u. ä. (Verwendung!);
8e. scherzhafte Bildungen, wie Flohfleisch, Fuchsschweiffleisch (in Schnellsprechübungen wie: fünfzehn Pfund Fuchsschweiffl.);
8f. Zusammensetzungen mit Fleisch in übertragener Bedeutung: Kirsch-, Apfel-, Zwetschgen-, Frucht-, Schwammfleisch (auch nach Einzelsorten wie: Rehgeißel-, Zigeuner-, Dobernickelfleisch usw.), als Schimpfwort: du Rabenfleisch!

21 / C

9. Zusammensetzungen mit Fleisch an erster Stelle (soweit noch nicht genannt, jedoch ohne die besonderen Ausdrücke der Küche, des Selcher-, Fleischergewerbes): allgemeiner Ausdruck für Fleischgattung, Fleischsorte; Sammelausdruck: Fleischwerk, Fleischzeug, Gefleischeret (Bedeutungsunterschiede!);
9a. zur Bezeichnung von Bestandteilen, Zuständen, Beschaffenheiten des Fleisches: Fleischtrockne (-trücken), -feuchtigkeit, -feuchten, -fäule (Angabe der Bedeutung, der Häufigkeit dieser Wörter), Fleischwasser, -faser, -zaser;
9b. mit Beziehungen auf den Fleischgenuß: Fleischkost, Fleischfutter, -esser, -fresser, -fraß, -brocken (auch übertragene Bedeutung?), -turm (Bedeutung!), -bauch, Fleischgenuß (Häufigkeit!), Fleischverbot, Fleischzeit, -zeiten (Bedeutung! sachliche Angaben!), -tag, Fleischochse, -kuh, -ferkel (Bedeutungen!);
9c. sonstiges, wie Fleischfliege, -made u. ä.; Fleischeslust; Eigenschaftswörter wie fleischfarben.

Fragebogen S 22: Körper (3)

22 / D

1. Knochen (des Menschen, Tieres), Verkleinerung, verwendet die Mundart das Wort überhaupt in dem Sinne, den es in der Schriftsprache hat? oder nur in der Bedeutung ,Knöchel‘? übertragene Bedeutung (als Schimpfwort), Redensarten wie: mit Haut und Knochen (ihre Häufigkeit gegenüber der von ,Knochen‘ allein und gegenüber der Redensart mit Haut und Bein), zu den Knochen gehn, einladen (d. i. zur Metzelsuppe);
1a. Knöchel, Bedeutungen;
1b. Knocken, Geschlecht, Einzahl und Mehrzahl? oder nur Mehrzahl? Bedeutung;
1c. knöchern (Eigenschaftswort);
1d. knöcheln (Zeitwort), Bedeutung;
1e. knöchlet;
1f. Zusammensetzungen mit knöchlet, z. B. feinknöchlet (häufig?);

22 / D

2. knochig, knochet (Grad der Häufigkeit);
2a. Zusammensetzungen mit knochig, knochet, z. B. starkknochig;

22 / D

3. übliche Eigenschaftswörter bei Knochen (jedes auf eigenem Zettel!), in der eigentlichen wie der übertragenen Bedeutung des Wortes, z. B. fest, mürb, bröslet, faulig, stinkend, elend u. a.;

22 / D

4. Zusammensetzungen mit Knochen, Knöchel, Knöcherl (bei denen allen Angaben über den Grad der Häufigkeit erwünscht sind) an zweiter Stelle, nach der Herkunft: Menschen-, Toten-, Tierknochen, Kinderknöcherl u. ä. (Häufigkeit gegenüber der Ausdrucksweise ,Knochen vom Menschen‘ usw.); nach der Körperstelle: Arm-, Brust-, Schulter-, Schinkenknochen (Bedeutung!) usw.; nach der Beschaffenheit und Verwendung: Metten-, Suppen-, Fleisch-, Beinknochen (Bedeutung, Häufigkeit, Verwendung); mit Knochen in übertragener Bedeutung: Dreck-, Sau-, Hundsknochen u. ä. (Bedeutung, Häufigkeit);

22 / D

5. Zusammensetzungen mit Knochen an erster Stelle, z. B. Knochengeruch, -geschmack, Knochenmann(Bedeutung!), Knochenmehl (auch als Dünger verwendet?), -fett, -gerüst (wird auch das Wort Skelett gebraucht? Bedeutung, mundartliche Lautung), Knochenfraß, woher kommend? Gegenmittel (in mundartlicher Form), Segensprüche (nur solche anzuführen, in denen das Wort Knochen, Knocken, Knöchel vorkommt), Knochenbruch (Gegenmittel, Segen), Knochenhandel,
-händler(in), -sucher, -stößel, -stößer, -kiste.

22 / E

1. Bein, Mehrzahl, Verkleinerung, Bedeutung (wird Bein auch im schriftsprachlichen Sinne für ‚untere Gliedmaße‘ verwendet?);
1a. Sprichwörter, Redensarten wie: das beste Gras beim Stein (Rain), das beste Fleisch beim Bein; hinein bis aufs Bein! kein Beinel übrig lassen, bis auf die Beiner gehn, die Beiner tun mir weh, bei dem schauen die Beiner heraus, seine Beiner zusammenpacken, in ein Tüchel, Sacktüchel tun (Bedeutung!), seine fünf Beiner (Bedeutung!), seine Beiner über die Achsel nehmen (Bedeutung!), an dem ist nichts wie Haut und Bein, mit Haut und B. aufessen, abhinwürgen, das geht durch Mark und B., ,Bial‘ und Beinel hat sich der Mann (in der Rauhnacht) abgebrochen (Bedeutung!) u. a.;
1b. ,das kleine Bein‘, Bedeutung;
1c. Hauptbein, Bedeutung;
1d. die heiligen Beiner (Reliquien);

22 / E

2. Sammelnamen: Gebein, Beinerach (Poandrach), Beinerwerk, Beinert, Beineret (ist Nebenbedeutung vorhanden?), Bein- (Beiner-)zeug, -zeugs (Nebensinn dieser Zusammensetzung; Häufigkeit der letzteren Form);

22 / E

3. zeitwörtliche Verbindungen mit Bein (man gebe auch das Mittelwort der Vergangenheit der Zeitwörter an), sich beziehend auf Zustände des Beins: wachsen, krachen, (zer-, her-, ab-)brechen, springen, splittern, schnalzen, schnellen, schnackeln (Redensarten!), wackeln, klappern, scheppern, ein-, hinein-, aushergehn, -stehen, -ragen (Redensarten!), zusammenschrinden, sich zusammenziehen, zerfallen, zerbröseln, sich (zer)spalten, verwittern, vergrabeln , grabelet werden, sich verfärben (grünlet werden), abbleichen, verfaulen, faulig werden, leuchten (Scherze, Schnurren, darauf bezüglich), riechen, schmecken, stinken, zerstinken, brennen (Redensarten) u. a.;
3a. sich beziehend auf Handlungen am, mit dem Bein: essen, fressen (in wie weit gilt es als gesund, stärkend?), fieseln , ab-, zusammen-, hin-, herfieseln (Bedeutungen!), umeinanderfeckeln an, schnullen, herumschnullen an, herschnullen (Bedeutungen!), zuzeln, herzuzeln, beißen, zerbeißen (wie beurteilt? wann nötig?), zerkremmeln (Bedeutung!), ab-, auslösen (womit?), sieden, hersieden (Bedeutung!), aussieden, -kochen, zerschlagen, zerstoßen, zerreiben (womit?), zermehlen, zersägen, -schneiden, abschlagen (Bedeutung!), aufhängen (wozu?), heilen, gesundmachen, handeln (was geschieht damit?), zuschneiden, schnitzen, drechseln, verbrennen;

22 / E

4. übliche Eigenschaftswörter bei Bein: fest, stark, dick, groß - schwach, fein, schmächtig, dünn, klein u. ä., dazugehörige Redensarten, Vergleiche: Bein wie ein Stein, Trumm Holz, Zündhölzel, Spatz, Bleistift usw.; sind die Fremdwörter grazil, graziös schon eingedrungen? wie ausgesprochen? Bedeutung? fett, fleischig - fleischlos, nackt; spitzig, brüchig, splitterig; weich, mürb - hart; leicht, gering - schwer (,wie Blei‘); steif, spröde - biegsam, geschmeidig; faul, an-, halbfaul; zur Bezeichnung der Farbe: (schnee-)weiß, blank, glänzend, fahl, grau, grün(lich), bläulich usw.;

22 / E

5. beinig, Bedeutung (auch: stark gebaut? auch übertragene Bedeutung?), sind Steigerungsformen üblich?
5a. Zusammensetzungen mit beinig: groß-, grob-, klein-, fein-, zwei-, drei-, vier-, bock-, halsbeinig u. a.; bei welchen ist Steigerung üblich? Redensarten;

22 / E

6. beine(r)n, Bedeutung (aus Bein gemacht?), speziell vom Zahn gesagt? Steigerung? Redensarten wie: am beinernen Tisch (= auf dem Knie) essen u. a.;

22 / E

7. beinerig (Bedeutung, Steigerung?);
7a. Zusammensetzungen mit beinerig, wie fein-, grobbeinerig;

22 / E

8. beinert, beineret (Bedeutung, Steigerung?);

22 / E

9. Beinling, Bedeutung! (Strumpf, Geschlechtsteil?);

22 / E

10. Beinkrankheit (Bein im Sinne von Knochen); zu den folgenden Nummern führe man auch die mundartlichen Namen und Bedeutungen der volkstümlichen Gegenmittel, aber auch die der ärztlichen an, soweit sie im Volksmund üblich sind, unter Angabe der Häufigkeit ihrer sprachlichen Verwendung;
10a. Beinverletzung, Beinschrot;
10b. beinschrotig;
10c. Beinverrenkung, -luxierung, -luxation, -auskegelung;
 10d. Beingeschwulst (knochenartiger Auswuchs);
10e. Überbein (Bedeutung), Beinwachs;
10f. Beinbruch, (Heilung beschreiben! Beinbruchsegen anführen!);
10g. beinbrüchig;
10h. Zusammensetzungen wie Beinbruchdoktor, -röslein, Schulterbeinbruch;
10i. Beinfraß (Segen!);

22 / E

11. Zusammensetzungen mit Bein (soweit noch nicht genannt) an zweiter Stelle: Stirn-, Schläfen-, Zungen-, Kinnbein (Bedeutung!), pluralisch: Gesichtsbeiner, Beiner im, am Gesicht, Kopf; (die übrigen die Körperstelle bezeichnenden Zusammensetzungen wie Wadenbein usw. werden bei den betreffenden Körperteilen abgefragt); Menschenbein, Tierbein (üblich? Umschreibung üblicher? welche?), Ochsen-, Küh-, Vogel-, Hühner-, Katzen-, Hunde-, Fischbein (Bedeutung!), Elfen- (Helfen-)bein (Verbindungen, Vergleiche), elfenbeine(r)n, Totenbein (feste Eigenschaftswörter damit verbunden?) u. a.;
11a. Zusammensetzungen mit Bein (soweit noch nicht genannt) in eigentlicher Bedeutung, an erster Stelle: Beinhaut, -hosen (Bedeutung!), -salbe, -sieder, -öl, -wurz, -streu (Bedeutung!) u. a.;
11b. in verstärkendem Sinne: beinhart, -fest, -dürr, -alt, -bäurisch, -frisch, -grantig (Bedeutung!) u. a.;

22 / E

12. Zusammensetzungen mit Beiner: Beinerbeißer (wer wird so genannt?), -zuzler, -fiesler, -asche, -schimmel, -kiste, -haufen (auch zur Benennung eines Menschen?), Beinerhäusel (wie weit noch üblich? Zeichnung erwünscht!);

22 / E

13. Zusammensetzungen mit Beinel (Beindl), -beinelt, z. B. Beindlvieh (mageres Vieh), Beindlstürer (Knochensammler), -krämer (Bedeutungen!); Bialbeinl (in den Rauhnachtsprüchen); groß-, grobbeinelt u. ä.;

22 / E

14. beinen (Zeitwort), boan, boana(n), boin(en), Bedeutung! in einen hinein-, einhinbeinen (ihn schelten?);

22 / E

15. verbeinen (mit Bein belegen, verdammen); verbeint (frpoant, frpant) = verflucht, verstockt, unempfindlich (wird das Wort, ähnlich wie ,verdammt‘, in verstärkendem Sinne gebraucht, z. B. ein verbeint gescheiter Kerl? bedeutet es auch ,versessen auf etwas‘? erscheint es auch in der Form verbammert, verbommert?

22 / E

16. nach Bein riechen, beineln, Hauptwort dafür?

22 / E

17. abbeineln (sterben).

22 / F

1. Knorpel, Kruschpel (Gruschpl), Krustel , Kruschkel (Geschlecht, Mehrzahl, Verkleinerung), auch in übertragener Bedeutung (von Pflanzen, spröden Mädchen);
1a. übliche Verbindungen von Knorpel, Kruschpel usw. mit Eigenschaftswörtern vorhanden?

22 / F

2. Sammelbezeichnungen: Gekruschpl(ach), Gekruschp(e)let, Kruspelwerch, -zeug, -zeugs (Bedeutungen!);
2a. übliche Verbindungen dieser Sammelnamen mit Eigenschaftswörtern vorhanden?

22 / F

3. Zusammensetzungen mit Knorpel, Kruschpel, wie Nasenkruschpel , Kruschpelholz, -pallasch, -wurst (Bedeutungen!);

22 / F

4. knorpelig, kruschpelig, kruschpelicht (-elet), Bedeutung (auch = resch);

22 / F

5. knorpeln, kruschpeln, krüschpeln, krüschkeln (Kruspeln essen; überhaupt knirschend, krachend essen?); wie wird das Kruspeln-Essen beurteilt? abfällig? (Redensarten), oder gelten Kr. als schmackhaft? bei welchen Fleischsorten?

22 / F

6. Ableitungen und Zusammensetzungen wie (sich) verkruschpeln (Bedeutung!).

22 / G

1. Flechse, (der) Flachs, (die) Flachsen (Geschlecht, Mehrzahl), Redensarten, z. B. die Flachsen überreißen:
1a. übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern vorhanden?
1b. Flachsader (Bedeutung!);

22 / G

2. Sammelbezeichnungen: Geflächse, Geflachset, Geflachseret (überall die Bedeutungen!), Gflachswerch, Flachsenzeug(s);
2a. übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern?

22 / G

3. sonstige Zusammensetzungen mit ,Flachs‘ = Flechse, z. B. Flachsenhaut;

22 / G

4. flechsig, flachsicht;

22 / G

5. Sehne, Bedeutung! (auch = Bogensehne?), Häufigkeit, wodurch ersetzt?
5a. übliche Eigenschaftswörter dabei, z. B. lahm, gelähmt, tot;
5b. zeitwörtliche Verbindungen, wie (ver)dehnen, ab-, zerreißen, (ver-, zer-)zerren, lähmen;

22 / G

6. Sehnader (Bedeutung!);

22 / G

7. Zusammensetzungen mit Sehne, wie Kniesehne, Sehnendehnung, -verzerrung, -lähmung (Mittel dagegen);

22 / G

8. sehnig, -icht ;

22 / G

9. Muskel (Muschgl);
9a. übliche eigenschaftswörtliche Verbindungen;
9b. etwaige Zusammensetzungen;
9c. Muskulatur;

22 / G

10. muskelig, muskulös - wie wird der Begriff vom Volksmund wiedergegeben?

22 / G

11. Maus, Mäuslein, Mäusel - welchen Muskel nennt man so? bedeutet das Wort auch eine Fleischsorte? Redensarten, z. B. er hat eins aufs Mäusel gekriegt, das Mäuserl (die Maus) läuft fürher (wann?);
11a. Zusammensetzungen mit Maus, Mäusel (= Muskel!), wie Armmaus, Mausfleisch, Mäuselstück;

22 / G

12. Schwäche, Krankheiten des Muskels, Bezeichnungen, Redensarten, Häufigkeitsangaben.

Fragebogen S 23: Körper (4)

23 / H

1. Ader (Mehrzahl, Verkleinerung), Bedeutung, auch übertragene? (im Holz, Gestein, Ader = Rinnsal?), Redensarten, z. B. eine gute Ader (haben, ist in jemand), er hat kein Äderlein von seinem Vater, man sieht an ihm jedes Äderlein, einer Ader nachgehn, eine Ader finden (Quelle suchen), fassen (ärztlich, beim Brunnenbau);
1a. was ist das ‚tamische Aderl(e)‘? sonstige übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, z. B. große, goldene (hier wie im folgenden Bedeutung!), hitzige, faule; geschwollene, aufgedunsene, aufgetriebene (Ursachen? was anzeigend?); blaue, bläuliche, bläulet u. ä. (sind Hauptwörter für diese Verbindungen vorhanden? Umschreibungen!);

23 / H

2. Sammelnamen: Geäder (Gader, Gäder), Bedeutung, Geschlecht! Geäderet, Adernzeug, -zeugs (in welcher Verwendung? häufig gebraucht?), Aderwerch, Gäderwerch;

23 / H

3. zeitwörtliche Verbindungen (zu denen auch das Mittelwort der Vergangenheit des Zeitwortes angegeben werden möge), für Funktionen der Ader: sie geht, läuft (mit Richtungszusatz), fällt ein, geht nieder, schwindet, tobt, pulst, platzt, zerreißt u. ä.; für Handlungen an ihr (mit Ausnahme des Aderlassens): die (an die) Ader fühlen, greifen, sie zuhalten, verbinden, unterbinden (womit? mundartlich Benennungen!), zerschneiden, abschneiden, (an-, zu-) nähen (womit?), an-, zu-, zuhinheften u. a.;

23 / H

4. aderig, gäderig;

23 / H

5. adericht (äderet), Bedeutung!

23 / H

6. äderlich (aderla), Bedeutung!

23 / H

7. ädern, ausädern, geädert (Bedeutungen!);

23 / H

8. äderlen (sticheln, quälen);

23 / H

9. Zusammensetzungen mit Ader, Äderl, an zweiter Stelle, in eigentlicher Bedeutung: gibt es mundartliche Bezeichnungen, die den gelehrten Namen und Begriffen Arterie, Vene entsprechen? Schlag-, Blut-, Fleisch-, Gang-, Schlaf-, Hals-, Herz-, Bauch-, Knieader, Krampfader (Mittel dagegen!), Spannader, Zornader, Kindsader (bei Wöchnerinnen, Bedeutung!);
9a. in übertragener Bedeutung: Wasser-, Bach-, Gold-, Silber-, Erzader u. a.;
9b. sonstiges: Unader (Bedeutung? entstellende Ader? auch ,große Ader‘? dann anders betont?);
9c. mit Ader an erster Stelle: Ader(n)gang, Aderbruch, -schlag, -verband u. a.;

23 / H

10. Aderlaß, -lässe, Lässe, Laß, Lassel (jedes Wort auf eigenem Zettel!), überall Geschlecht und, wenn vorhanden, Mehrzahl angeben! Redensarten (in eigentlicher und übertragener Bedeutung), z. B. er ist in der Aderlaß, die A. auslöschen, sein Beutel braucht einen A.;
10a. was ist ‚die bairische Aderlaß‘?
10b. die Luftlaß?
10c. gibt es noch andere Arten?

23 / H

11. übliche Eigenschaftswörter zu Aderlaß, z. B. fest, richtig, ausgiebig u. a., die letzte Laß (Redensarten damit! Bedeutung! auch beim Kartenspiel gebraucht? wie?);

23 / H

12. (zur) Ader lassen, (die) Ader lassen, lässeln; wird auch einfach ,lassen‘ gebraucht? z. B. gehst lassen, ich hab mir lassen? Formen des Zeitworts! Redensarten, dem muß man ein bischen zur A. lassen (Bedeutungen!); wie wird zur A. gelassen? aus welchem Grunde? wer läßt heute noch zur A.? wer einst? Gegensatz in Beurteilung des Aderlasses zwischen heute und einst?
12a. einen Aderlaß kriegen, tun;
12b. einen A. geben;
12c. wird Tieren zur Ader gelassen? welchen? warum? besondere Ausdrücke dafür? (jeder auf eigenem Zettel!);

23 / H

13. schröpfen, köpfellassen, köpfeln, Köpfel setzen, Beschreibung! sagt man ‚einem‘ oder ,einen‘ schröpfen? was ist häufiger? übertragene Bedeutung!
13a. Schröpfung, Köpfellaß;

23 / H

14. sonstige Zeitwörter und Redensarten für den Begriff des Aderlassens, z. B. das Blut abzapfen, eine Ader anzapfen u. a.;
14a. scherzhafte Ausdrücke dafür, z. B. heute gibts (noch) Blutwürste, heute wird (noch) eine Sau gestochen u. a.;

23 / H

15. Aderlaßzeit, Laßtag (welches sind die Laßtage?);
15a. verworfene Tage (Bedeutung!); welche?

23 / H

16. Laßtafel (Bedeutung!);

23 / H

17. Laßmännlein (im Kalender);

23 / H

18. Aderlaßsegen, -regel, -reim (anführen!);

23 / H

19. Aderlasser, Lasser, Laßmann, (Ader)lasserin (Bedeutung: sowohl die Person, die sich zur Ader läßt, als die den Aderlaß vornimmt?); wird zwischen (Ader)lässer und -lasser (mit hohem a) unterschieden?

23 / H

20. Name der Person, die schröpft;

23 / H

21. Aderlaßwerkzeuge: Fliede(n), Flitte, Pfliedel, Pfriedel, Laßeisen, Schnapper (Beschreibung);

23 / H

22. Verfertiger solcher Werkzeuge: Schnäpperlmacher;

23 / H

23. Schröpfwerkzeuge: Schröpfhörnlein, Kopf, Schröpfkopf, Laßköpfel (Beschreibung);

23 / H

24. sonstige Mittel des zur Ader Lassens; Egel setzen u. a.;

23 / H

25. Benennung des beim Aderlaß abgehenden Blutes; was geschieht damit?

23 / I

1. Nerv, Mehrzahl, Aussprache, Häufigkeit des Wortes; Redensarten, z. B. die hat die Nerven, die Nerven sind hin u. ä., die N. zucken, die N. anregeln, aufriegeln (wodurch?) und andere zeitwörtliche Verbindungen;

23 / I

2. übliche eigenschaftswörtliche Verbindungen, z. B. gute, feste, schwache, überspannte, kontrakte u. ä., zu jeder Verbindung auch ihre Ersatzformeln, z. B. Nerven wie Eisen, wie ein Strick, ein Kreuzerstrickel u. ä.;

23 / I

3. nervenkrank, nervös, nerviös, ,nerfios‘ (Verbreitung dieser Formen!), Steigerung;
3a. Nervosität, Nervösheit (Häufigkeit!), was versteht man darunter? sind Wort und Begriff noch neu? Nennung volkstümlicher Gegenmittel (in ihrer mundartlichen Form!);
3b. Ersatzformeln für nervös sein: z. B. in mir hämmerts, zuckts, ich bin geladen, ich meine ich muß zerspringen u. ä.;

23 / I

4. nervig, Bedeutung, zu welchen Hauptwörtern wird es gerne gesetzt? (Fleisch u. a.);

23 / I

5. Zusammensetzungen: z. B. Kopf-, Hautnerv, Nervenkrankheit, -schlag, -gicht, -geschicht (‚sie hat eine N.‘);

23 / I

6. Haut, Mehrzahl, Verkleinerung, übertragene Bedeutungen, z. B. vom Menschen: gute, ehrliche, arme Haut, eine alte, liederliche H., gilt H. schlechthin auch als Schimpfwort (= Hure)? ferner Hülle von Pflanzen, Früchten, des Eies; hat auch der Acker, die Wiese eine H.? (Bedeutung);
6a. formelhafte Redensarten: z. B. mit Haut und Haar, nichts als H. und Bein, H. und Knochen, mit heiler Haut, der ist seine H. nicht (nichts) wert, sich eine feste, dicke H. beschaffen, der hat eine zähe, dicke H., der hat 9 Häute, der steckt in keiner guten H., in dem seiner H. möcht ich nicht stecken, das ist zum Aus der H.-fahren (hüpfen, schlüpfen), aus der H. möchte, könnte man fahren, das ist zum Haut-auflachen, in die Haut hinein sich schämen, jemanden die H. abschlagen, abziehen, über die Ohren, übers Ohr, über den Kopf ziehen, die Haut hergeben, verlieren, seine Haut, das Häutel verkaufen u. a.; Scherzfragen wie: wo steckt er? in der H.;
6b. sonstige übliche eigenschaftswörtliche Verbindungen, samt ihren etwaigen Ersatzwörtern (Hauptwörtern) oder gleichbedeutenden Ausdrucksweisen (in mundartlicher Form) - jedes Stichwort auf eigenem Zettel! z. B. gesund, krank (wie äußert sich Gesundheit, Krankheit der Haut im allgemeinen?), fein, rauh (Mittel dagegen!), glatt, runzlig, lederartig, fest, stark, dick, schwer, dünn, leicht, gering, rissig, offen, aufgesprungen, zerschrunden, klüftig (Mittel dagegen! mundartliche Benennungen !), porös, Haut mit verstopften Poren (wie benannt? Redensarten), trocken, heiß, fiebrig, feucht, naß, kalt, fett, fettig, glänzend (Glanzhaut), schön, häßlich (wann nennt man die Haut schön, häßlich?), rein, unrein, von Pusteln, Mitessern entstellt (Redensarten!), warzig (Krötenhaut), verbrannt (spielt die verbrannte Haut sonst im Volksbrauch eine Rolle?), behaart (,Pelz‘), schlottrig, alt, neu (wann entsteht die neue?), geschunden; (Farbe der Haut:) hell, braun, braunrot (Haut wie ein Indianer, Indianerhaut), dunkel, schwarz (wie ein Neger, Mohr), weiß, gelb, gelblich (Chinesenhaut), blaß (Leichenhaut, Leichen-, Totenfarbe haben, Totenhaut), bläulich u. a.; werden Haut- und Haarfarbe, Hautfarbe und Charakter in Zusammenhang gebracht? wie? - man führe die etwa vorhandene Volksmeinung immer bei der Farbe an, auf die sie sich bezieht;
6c. sonstige übliche zeitwörtliche Verbindungen, zur Bezeichnung von Zuständen und Tätigkeiten der Haut (zu den Zeitwörtern das Mittelwort der Vergangenheit angeben!): die Haut wächst, wächst nach, löst sich ab, (zer)springt, springt auf, reißt, dehnt, streckt sich, schrumpft ein, verrunzelt, zieht sich zusammen, schlottert, färbt, verfärbt sich, näßt, trocknet, dünstet (aus), dampft, riecht (gut oder schlecht), schwitzt, beißt, bitzelt (wann!), juckt, kitzelt, brennt (vor Kälte, bei einem Schlag u. s.), erstarrt, blutet usw.;
6d. zur Bezeichnung von Handlungen mit und an der Haut (ohne die gewerblichen!): überziehen (bei Vermummungen, Ausdrücke, Bräuche!), ab-, ausziehen, ablösen, spannen, kratzen, zwicken, aufschlitzen, aufreißen, einschmieren, -reiben usw.;

23 / I

7. Zusammensetzungen mit Haut an zweiter Stelle (für jedes Wort, jede Wendung eigenen Zettel!); Bezeichnungen nach der Herkunft: z. B. Menschenhaut (verwendet zur Anfertigung von Gegenständen, Geldbeuteln, Bucheinbänden u. dgl.? Volksurteil darüber!) - auch bei den folgenden Wörtern gebe man, wo sie bemerkenswert ist, die Verwendung der Haut an - ,imitierte Menschenhaut‘ (bekannt? mundartliche Lautung!), Buben-, Mädchen-, Menscher-, Weiberhaut (wo auch übertragene Bedeutung?), Rinds-, Bock- (auch Bocks-?), Kuhhaut (übertragene Bedeutung?), Geißhaut (übertr. Bed.?), Roßhaut (Redensarten!), Dachshaut (Redensarten!), Bärenhaut (Redensarten!), Elefantenhaut (Redensarten!), Nattern-, Schweinshaut (übertr. Bed.?), Fuchshaut (übertr. Bed.?), Reh-, Vogel-, Gänsehaut (übertr. Bed.?) usw. usw.;
7a. nach der Körperstelle und Tätigkeit (besondere Namen wie Hirn-, Regenbogen-, Vorhaut wurden oder werden anderswo abgefragt): Augen-, Nasen-, Gesichts-, Zungenhaut (-häutel), Schleim-, Schwimm-, Flughaut u. a.;
7b. in uneigentlicher Bedeutung: z. B. Kaffeehaut (auch ,Hexe‘ genannt?), Schokoladehaut, Regenhaut (Bedeutung?), Dreckhaut (Bedeutung?);
7c. in scherzhafter Beziehung, z. B. Flohhaut;
7d. sonstiges wie Ei-, Wursthaut;

23 / I

8. Zusammensetzungen mit Haut an erster Stelle, in eigentlicher Bedeutung: z. B. Hautentzündung, -übel, -krankheit (die einzelnen werden besonders abgefragt werden), -geruch, -ausdünstung, -röte u. a.;
8a. in verstärkender Bedeutung: hautschlecht, -letz, -schlimm;

23 / I

9. Sammelbezeichnung: Hautwerch, -zeug, -zeugs (Bedeutung!), Gehäute (häufig?), Gehäuter (häufig? mit üblem Nebensinn? auch = häutiges Fleisch?), Gehäuteret (Bedeutung!);

23 / I

10. häuten (Eigenschaftswort, ,aus Haut gemacht‘);
10a. Zusammensetzungen wie bock-, gems-, hirschhäuten;

23 / I

11. häutig (mit Haut überzogen?), z. B. häutige Milch, die h. Bräun (Krankheit);

23 / I

12. häutern (Bedeutung! Häufigkeit?);

23 / I

13. hauteret, häuteret (beide gleich häufig? Bedeutung!);

23 / I

14. Häuter, Hauterl = gutmütiger (auch dummer?) Mensch; auch armer Teufel? auch für Weiber, Kinder verwendet? in welchem Sinne? auch schlechtes Pferd?
14a. Häuterin (weibliches Seitenstück zu 14), Hauta, Hautla, Bedeutungen!

23 / I

15. das Häuter-Rennen (Rennen mit Karrengäulen), was ist davon bekannt?

23 / I

16. häuten (Zeitwort), sich häuten, Bedeutungen!

23 / I

17. häuteln, Bedeutung!
17a. Zusammensetzungen wie: abhäuteln (sich, etwas), weghäuteln (sich), loshäuteln (etwas, sich), abherwegherhäuteln (etwas, sich); überall die Bedeutungen, erklärt durch Redensarten; was bedeutet bockhäuteln?

23 / I

18. sich hauten, Bedeutung!
18a. Hauter, Hauterer (= einer, der sich umsonst plagt?);
18b. hautern (stümpern?):

23 / I

19. Häutung (Häufigkeit? Bedeutung);

23 / I

20. Hexenhaut (durch Teufelskünste unverwundbar gemachte H.).

Fragebogen S 24: Körperteile (5)

24 / K

1. Fell, Mehrzahl, Bedeutung, eigentliche (wird das Wort nur von der tierischen, und zwar behaarten Haut gebraucht? auch von der menschlichen, und zwar dann verächtlich?), uneigentliche: Fell von Früchten? welchen? z. B. Pfirsichen? bedeutet es auch Star (Häutchen auf dem Auge)? Hautausschlag?
1a. formelhafte Redensarten wie: einem das Fell über die Ohren ziehen, ihm das Fell gerben, ein dickes Fell haben, so ein Fell! (Schimpfwort) u. a.;

24 / K

2. übliche Eigenschaftswörter zu Fell in eigentlicher Bedeutung samt einschlägigen Ersatzwörtern, Redensarten: dick, dicht (von dick unterschieden?), schwer, dünn, leicht, gering, schön (Bedeutung!), schäbig (Bedeutung!), schlecht, gut (Bedeutungen!), kahl (ganz oder stellenweise!), zerzaust, zausig, glatt, ausgerauft, abgerupft, Fell mit Ungeziefer (verlaust u. ä.), verdorben, wohlfeil, wertlos, teuer, kostbar usw.;

24 / K

3. übliche zeitwörtliche Verbindungen (ohne die gewerblichen Ausdrücke!): z. B. das Fell juckt, beißt, kratzt, staubt, glänzt, schwitzt, tropft, verliert die Haare u. a., das Fell (aus)klopfen, reinigen, ausstauben, ablausen , abreiben, kraulen, abziehen, trocknen u. a.;

24 / K

4. Sammelnamen: Gefill (Bedeutung! auch Pelzwerk? Bezirk eines Abdeckers?), Fellwerch, -zeug, -zeugs (Bedeutungen!);

24 / K

5. Fellicht, Fellat (mit Fell versehen);

24 / K

6. fellelicht (einem Felle ähnlich);

24 / K

7. kommt das Eigenschaftswort felle(r)n (= aus Fell gemacht) vor? Ersatzwendungen!

24 / K

8. fillen (schinden, züchtigen, sonstige Bedeutungen?);
8a. kommt Filler (einer der ,fillt‘) vor?
8b. fillern, fildern (von der Haut), Bedeutung!

24 / K

9. Zusammensetzungen mit Fell an zweiter Stelle, nach der Herkunft (mit Angabe übertragener Bedeutungen, Benennung der Verwendungen) z. B. Lamm-, Lamms-, Lämmlein (Lampel)-, Schaf-, Geiß-, Bock-, Maus-, Scher-, Ratzen-, Hirschfell; etwaige Beiwörter wie bockfellen (aus Bockfell gemacht) u. ä.;
9a. nach der Körperstelle oder Verwendung: z. B. Bauch-, Zwerchfell, Schurzfell, Kürschnerfell;
9b. scherzhafte und sonstige Zusammensetzungen, z. B. Dreck-, Saufell;

24 / K

10. Zusammensetzungen (soweit noch nicht genannt) mit Fell an erster Stelle, z. B. Fellsammler, -händler, -handel, -träger, Fellhosen, -weste, -leib (-leibel, -leiberl; warum getragen? aus welchem Fell bevorzugt?);

24 / K

11. Balg, Mehrzahl, Verkleinerung; wird das Wort nur von (kleinerer) tierischer und pflanzlicher Haut, beziehungsweise Hülle gebraucht? auch von menschlicher Haut? in welchem Sinne? wird auch der (wohlgenährte) Leib, der Bauch ‚Balg‘ genannt? bedeutet das Wort auch Ledersack, scherzhaft Kleid? gilt ‚Balg‘ auch als Schelte (ungezogenes Kind, faule Person, Dirne)? sonstige Bedeutungen;
11a. Redensarten wie: sich einen Balg zügeln, einen (festen, dicken) B. wachsen lassen, zulegen, einen (schönen) B. haben, einen B. ansetzen, einen ganzen B. droben haben, herunterrasieren u. a.;

24 / K

12. übliche Eigenschaftswörter zu Balg, samt einschlägigen Ersatzwörtern, Redensarten: dicht, voll, stark, klein, unscheinbar (auch Bälgel, Pfifferlingsbälgel u. ä.), schön (Erfordernisse für solche Eigenschaft!), häßlich, wild, zer-, verzaust, graupig, kahl (ganz oder teilweise, ,ausschauen wie gerupft‘), schäbig, verdorben, Balg mit Ungeziefer, fett (‚ganze Ringe, Würste, einen Mordsbuckel haben, kriegen, überhin kriegen‘), mager, wohlfeil, unansehnlich, teuer, kostbar (welcher?) u. a.;

24 / K

13. übliche zeitwörtliche Verbindungen (ohne die gewerblichen Ausdrücke!), wie: der Balg wächst, wächst nach, an, juckt, beißt, kratzt, verliert die Haare (Federn) u. a.; den Balg rupfen, (ab)schlecken, strählen (wann tun es die Tiere? namentlich welche?), glätten, sonnen, ausziehen (Balg als Vermummung, Bräuche) u. a.;

24 / K

14. balgen, ausbalgen (den Balg ausziehen);

24 / K

15. Zusammensetzungen mit Balg an zweiter Stelle, wie: Hasen-, Fuchs-, Marder-, Katzenbalg u. ä., Kindsbalg (Bedeutung!), Wechselbalg (Bedeutungen! volkstümliche Vorstellungen, Bräuche); Haar-, Federbalg; Blasbalg; Sau-, Hurenbalg (Bedeutung!) u. a.;
15a. an erster Stelle, z. B. Balgkrankheit (Bedeutung!), Balgsetzer (Bedeutung!) Balgstück, -fetzen u. a.;

24 / K

16. schinden (Beugung, Vergangenheitsform), Bedeutung! ist die Bedeutung ‚die Haut abziehen‘ noch üblich? sich schinden (Bedeutungen!);
16a. Redensarten: schinden und rackern, die Laus um den Balg schinden, sich schinden und scheißen (Bedeutung!);

24 / K

17. Zusammensetzungen: abschinden (jemand, sich, etwas), sich ausschinden (dazu Wendungen wie: ein ausgeschundener Gaul, Mähre), erschinden (Wendungen wie: klein derschunden usw.), zusammensch. (jemand, sich, etwas), herschinden (Bedeutung!), auf-, hin-, hinauf- (z. B. einen Berg mit einer Fuhre), abhin-, hinab-, umhinschinden (z. B. mit einer Fuhre über einen Bach, ‚umiwistern‘) u. a.;

24 / K

18. Schinderei (Redensarten!);
18a. Zusammensetzungen wie Mords-, Sauschinderei; (‚Schinder‘ in eigentlicher wie übertragener Bedeutung wird später abgefragt).

24 / L

1. Volkstümliche Schönheitsmittel für die Haut, besonders Gesichtshaut, in Dorf und Stadt (Birkenwasser, Märzenschnee, Maitau, Frauenmilch, (gekochte) Milch, Mandelkleie, Urin u. a.; Volkswitz: einen warmen Kuhdreck auflegen usw.); Angaben über besondere Arten der Zubereitung, Verwendung, hier wie im Folgenden;
1a. Hautsalbe, Bettlersalbe;
1b. Puder;
1c. Zusammensetzungen, wie Haarpuder, Pudermantel, -dose;
1d. pudern (nicht mit ‚buttern‘ verwechseln!), Wendungen, Scherze; Beurteilung; etwaige Zusammensetzungen;
1e. Person, die sich pudert;
1f. Namen vom Volke verwendeter und benannter Erzeugnisse der kosmetischen Industrie;
1g. Hautmassage, als kosmetisches Mittel, im Volke geübt? Ausdrücke, auch scherzhafte, ärgerliche;
1h. allgemeine Bezeichnung für ,Schönheitsmittel‘? Wendungen, Redensarten;
1i. Bezeichnungen für Personen, die Schönheitsmittel verwenden, z. B. Farbenkasten;
1k. allgemeiner Ausdruck für ,Hautpflege‘? Umschreibungen (z. B. auf die Haut schauen, Haut sauber halten u. a.);
1l. Ausdrücke lobender, spottender Beurteilung einer sorgfältigen Hautpflege;

24 / L

2. Unreinlichkeit, Schmutz der Haut: allgemeine Ausdrücke (zu jedem Angaben über Einzahl, Mehrzahl);
2a. besondere Ausdrücke, wie Schmutzkruste u. ä.;
2b. Redensarten wie: auf dem seinem Halse könnte man Rüben anbauen, säen u. ä.;
2c. Beurteilung unreinlicher Personen, Ausdrücke wie Schmutz-, Dreckfink, Sau, Ferkel (Fark), Saubartl, Drecksau u. ä.;
2d. Schmutzkrankheit (Bedeutung?);

24 / L

3. Hautausdünstung, allgemeine Ausdrücke, auch Zeitwörter, Redensarten (schwitzeln, schweißeln, säuern, säuerln, einen Geruch an sich haben u.a. - Bedeutungen!);

24 / L

4.·Schweiß (wenn daneben die Form ,Schwitz‘ vorhanden, etwaigen Bedeutungsunterschied angeben!), den Laut des Vokals beachten! (Zu den Nrn. 4-7 sollen bloß Wörter, die den Stamm Schweiß enthalten [Vokal ei, oa] genannt werden, nicht solche mit dem Stamm Schwitz!); übertragene Bedeutung;

24 / L

5. Zusammensetzungen mit Schweiß, an zweiter Stelle, Blut-, Nacht-, Handschweiß u. a.,
5a. an erster Stelle, z. B. Schweißfriesel, -fieber, -ader, -wurz; -tuch, -bild (hl. Veronika!), -leder, -blatt; -hund u. a.;

24 / L

6. schweißen (in der Bedeutung ‚schwitzen‘);

24 / L

7. schweißig, voller Schweiß;

24 / L

8. Schwitz, auch von Gegenständen (Fensterschwitz), Redensart: Schweiß und Schwitz (Wendungen);
8a. Arten: kranker, gesunder, plötzlicher, kalter, saurer u. a.;
8b. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle: Handschwitz u. a.;
8c. an erster Stelle: Schwitzarbeit, -bad, -kur, -pulver u. a.;

24 / L

9. schwitzen, auch in übertragener Bedeutung (von Gegenständen; eingesperrt sein);
9a. Redensarten: Blut schwitzen, etwas schwitzen (z. B. einen Gulden, ein Märkel), schwitzen müssen (Bedeutung!) u. a.;
9b. Zusammensetzungen: aus-, ausher-, verschwitzen (Bedeutungen, auch übertragene! Redensarten: er hat schon alles verschwitzt);

24 / L

10. Wendungen, die den Begriff schwitzen umschreiben und näher bestimmen (sollte die Wendung sowohl mit dem Worte ‚Schweiß‘ als dem Worte ‚Schwitz‘ vorkommen, so ist eigener Zettel für jeden der beiden Fälle nötig!): in Schweiß kommen, geraten, sich in Schweiß laufen, der Schweiß (Schwitz) perlt, rinnt, rinnt herab, läuft,

24 / L

1. grad, grad so, a(l)so, läuft abher, ausher, drückt ausher, treibt ausher, zwengetzt fürher, es treibt ihm den Schw. heraus, aufhin, er muß viel Schw. vergießen, ein ganzer Bach ist von ihm herabgeronnen, schwitzen wie eine Sau, daß es ein Graus ist, schw. zum Auswinden u. ä.;
10a. andere zeitwörtliche Verbindungen, sonstige Wendungen, wie: der Schw. tritt zurück, es vertreibt den Schw., den Schw. abwischen (auch bloß: jemand abwischen) u. a.;

24 / L

11. schwitzig, der-, verschwitzt;

24 / L

12. Ersatzwörter für Schweiß (besonders: starken Schw.?), Angabe von Redensarten, in denen sie angewendet werden: Brod,
12a.
Dreck,
12b. Brühe, Suppe,
12c. Wasser;

24 / L

13. Wie nennt man eine sich stets feucht anfühlende Haut?
13a. einen Menschen, der leicht schwitzt?
13b. der eine unangenehme Ausdünstung hat?

24 / L

14. Ausschwitzung (Bedeutung!);

24 / L

15. Poren (Haut)löcher (Einzahl?), Schweißloch, Löchel (Einzahl?), auch Umschreibungen, Wendungen, Eigenschaftswörter, die sich darauf beziehen;

24 / L

16. tätowieren, (den Arm) einstechen (lassen), etwas einritzen, anmalen u. a.;
16a. von wem geübt? an besonderen Personen? wie heißt der Tätowierer? wie der Tätowierte?
16b. wie wird das Tätowieren (und sich tätowieren lassen) beurteilt? Angaben über Farbe, Körperstelle der Tätowierung;
16c. Tätowierung, allgemeine Ausdrücke (für die Handlung sowohl als die Figuren);
16d. welche Figuren werden eintätowiert, nach Körperteilen verschieden? ornamentale: Handwerkszeichen (welche?), Buchstaben, Symbole, Köpfe, Porträts (auch geschichtlicher Personen?); erotische.

24 / M

1. Hautkrankheit(en), allgem. Bezeichnung;

24 / M

2. was bedeutet: eine schlechte, gute Heilhaut haben?

24 / M

3. schuppenartiges Abgehen der Haut, abblätteln, sich schälen u. ä.;
3a. die abgehenden Hautteilchen;

24 / M

4. Haut, die gerne aufspringt;
4a. Sprung in der Haut, Schrund, Kluft, Klüfte haben, kriegen, Ursachen, Gegenmittel;
4b. das Aufspringen der Haut (Zeitwort!), schricken, schrinden (Angabe der Vergangenheitsformen dieser Zeitwörter!), dazu Zusammensetzungen wie derschrinden, derschrunden;

24 / M

5. jucken (von der Haut!), auch übertragen (= plagen, schlagen, stoßen); Redensarten: was juckt dich das? das braucht dich gar nicht zu j. (Bedeutungen!);
5a. Ersatzwörter wie beißen, Redensarten;
5b. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle: Hautjucken, ausher, aufhin-, aufjucken u. a. (Bedeutungen, Redensarten),
5c. an erster Stelle: z. B. Juckhodln (Eierstock der Säue);
5d. Jucker, Juckerl, Kräller (Bedeutungen: einmaliges Jucken? sonstige? Redensarten);

24 / M

6. Ameisenlaufen, -kriechen, Ameisen verspüren; sonstige Ausdrücke für das Prickeln in der Haut, in den Blutgefäßen (wie es z. B. auch auftritt, wenn man längere Zeit mit im Knie gekreuzten Füßen saß);

24 / M

7. kitzeln, gützeln, gutzeln, gutscheln (transitiv und intrans.), Wendungen, Sprüche: es kitzelt mich auf dem Rücken, es wird bald schneien; es k. mich in der Hand, ich werde Geld ausgeben;
7a. Zurufe beim Kitzeln wie kitz! kitz!
7b. Zusammensetzungen: z. B. ausher-, hinein-, umeinander-, abhin-, umhin-, überhinkitzeln;
7c. auskitzeln (= zu Ende k., ausspüren), Wendungen;

24 / M

8. Kitzel, Bedeutungen, Redensarten;
8a. Zusammensetzungen: an zweiter Stelle, z. B. Nasen-, Ohrenkitzel, Arschkitzel (eine Pflanze?) u.a.,
8b. an erster Stelle: z.B. Kitzelhusten;

24 / M

9. Kitzler (= einmaliges Kitzeln), Redensarten (z. B. einen Kitzler machen, tun, hintun);

24 / M

10. kitzlig auch übertrag. Bedeutung (kitzliger Fall); als Hauptwort: eine Kitzlige (Bedeutung!);

24 / M

11. wie nennt man besonders kitzlige Körperstellen?

Fragebogen S 25: Hautkrankheiten (1)

25 / M

12. Mal (in der Bedeutung Fleck), Mehrzahl, Bedeutungen! (auch beschädigte Stelle am Obst, Zeug usw., Schmutzfleck, das Schwarze in der Scheibe);
12a. Arten, z. B. blaues, rotes (Bedeutung!);
12b. Aberglaube, der sich auf Male bezieht; woher kommen sie? wie vertreibt man sie? (Mal abbeten, Segen);
12c. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle, z. B. An-, Wund-,·Hexen-, Teufelsmal,
12d. an erster Stelle, z. B. Malzeichen, -seife, -apfel;

25 / M

13. malig, mailig (sein); 13a. anmalig (Bedeutung!);

25 / M

14. malet, mailet (fleckig, schmutzig);
14a. anmalet (Bedeutung!);

25 / M

15. angemalt (mit Flecken versehen);

25 / M

16. mailen (Flecke machen), wovon gesagt?

25 / M

17. Ausdrücke für ‚Mensch mit einem Mal‘;
17a. darauf bezügliche Redensarten, wie: das ist ein Gezeichneter, ‚hütet Euch vor den Gezeichneten‘ (wird dieser Bibelspruch in reiner Mundart gesprochen? oder der Schriftsprache angenähert?) u. a.;

25 / M

18. Ersatzausdrücke für Mal: z. B. Zeichen und Zusammensetzungen, wie Wund-, Blatter-, Teufelszeichen.

25 / N

1. Ausschlag (= Hautkrankheit), starker A., den A. haben, stark haben;
1a. Arten: z. B. Bezeichnung des A. zur Zeit des Mannbarwerdens, Redensarten, die sich darauf beziehen; Ausschlag nach Fieber, Fieberblasen, Fischschuppenkrankheit (wie nennt man die dabei entstehende örtliche Verhornung der Haut?); woher stammt der A. nach Volksmeinung?
1b. eigenschaftswörtliche Verbindungen, wie lästiger, nässender, nasser, trockener (was andeutend? wodurch veranlaßt?), harter, horniger, rissiger, bös-, gutartiger, wilder (häufig?) u. a.;
1c. zeitwörtliche Verbindungen, z. B. der A. juckt, beißt, kitzelt, näßt, trocknet ein, geht zurück u. a.;

25 / N

2. Zusammensetzungen, wie Hitze-, Nessel-, Gürtelausschlag; Ausschlagfieber;

25 / N

3. ausschlagen, wird das Zeitwort von Krankheiten gebraucht? (z. B. das Fieber schlägt aus);

25 / N

4. Ersatzwörter für Ausschlag: z. B. Blümlein, Enger, Engering, Engerling, Werre, Kätzlein, Hoppen (Bedeutungen!);
4a. etwaige Zusammensetzungen damit;

25 / N

5. engerig (Bedeutung!);

25 / N

6. hoppet;

25 / N

7. Bezeichnung für ‚Mensch mit Ausschlag‘? Redensarten;

25 / N

8. Heilmittel, Patrone gegen Ausschlag, Besprechungen, Segen;

25 / N

9. Schärfe (Schörfn, Schirfn), Schärfe des Geblütes (Bedeutung!);
9a. schärfig;
9b. Schärfigkeit;
9c. Ausdruck für ,Mensch mit Schärfe‘?

25 / N

10. Hitze-, Eiterbläschen, sind diese Ausdrücke volkstümlich?

25 / N

11. Wimmer(l), Wiemer(le), Wammer, auch Wummer? hat das Wort auch übertragene Bedeutung? (Jahresringe beim Stamm, Knorren, Warze, Bauch?);
11a. Pummer;
11b. Redensarten, z. B. die Wimmerln vergehn, wann die Falten kommen, der ist wie angesät u. a.;
11c. eigenschaftswörtliche Verbindungen, z. B. klein (-winzig), groß, eitrig, gelb, reif, hart u. a.; auch Umschreibungen gleicher Bedeutung: z. B. Wimmerl wie eine Nuß, wie ein Sperlkopf u. a.;
11d. Zusammensetzungen, wie Hitz-, Eiter-, Materi-, Mordswimmerl u. a.;

25 / N

12. woher kommen die Wimmerln? wie vertrieben, beseitigt? (Zeitwörter, wie ausdrücken, wegkratzen);

25 / N

13. wimmerig, wimmericht, wimret, wammerig; ein Wimmriger;

25 / N

14. wimmerlet, ein Wimmerleter; noch andere Ausdrücke für ,Mensch mit Wimmerln‘?

25 / N

15. Poppe, Pöppelein (Pöpperl, Pöberl, Popperl);

25 / N

16. pöppelicht, pöppelet;

25 / N

17. Finne, Pfinne (Bedeutung!);

25 / N

18. finnig, findig, pfinnig;

25 / N

19. Sprinz(-en), Mehrzahl, Bedeutung, etwaige Zusammensetzungen;

25 / N

20. sprinzet;

25 / N

21. sprinzig;

25 / N

22. Mitesser, wie beurteilt? behandelt? Arten (soweit das nicht schon bei Fragebog. 1, G 25 mitgeteilt wurde);

25 / N

23. Schäbe (Schab), Schebe, Bedeutung!
23a. werden Arten unterschieden? (durch besondere Wörter? durch Verbindung mit Eigenschaftswörtern?);
23b. Zusammensetzungen, z. B. Hautschäbe;

25 / N

24. schäbig (Bedeutung! auch = räudig?) und Zusammensetzungen wie mords-, hundsschäbig ;

25 / N

25. gebräuchliche Schelten mit schäbig, Angabe der Bedeutung (auch des Anlasses), z. B. schäbiger Kerl, Hund u. ä.;

25 / N

26. Schäbigkeit;

25 / N

27. Namen, Arten der volkstümlichen Mittel gegen Schärfe, Wimmerln, Poppen, Finnen, Sprinzen, Schäbe;

25 / N

28. Krätze, Kretze(n), Krötzen, Bedeutung (auch, wie in der Schriftsprache, die von der Krätzmilbe herrührende Krankheit?), übertragene Bedeutung (z. B. das ist eine Krätzen = ein Zudringlicher; bedeutet Kretz auch ,Abfall von Metall‘?);
28a. Arten: z. B. milde, feuchte, nasse, fette, magere;
28b. Redensarten wie: der hat Krätzen am Hintern u. a.;

25 / N

29. Verkleinerung: Krätzel, Krötzel, Bedeutung! (Inneres einer Salatpflanze, Gruppe von Häusern, Personen), Redensarten: z. B. da ist ein Kr. beinander (Sinn!):

25 / N

30. Zusammensetzungen mit Krätze an zweiter Stelle, z. B. Hand-, Arsch-, Beiß-, Schneider-, Mordskrätze;
30a. an erster Stelle, z.B. Krätzensalbe, -geschwür, -kraut (Bedeutung!);

25 / N

31. krätzig, auch in übertragener Bedeutung?
31a. Krätzigkeit;

25 / N

32. krätzet;

25 / N

33. für Ausdrücke ‚krätziger Mensch‘, auch Zusammensetzungen, wie Krätzenhansl, -Toni; Redensarten;

25 / N

34. Sirei, Zirei, Seuer(lein), Suire, Soierl, Suierl , Bedeutung!
34a. Arten und etwaige Zusammensetzungen, z. B. Handseuer;

25 / N

35. mit Seuer behaftet: z. B. seuerlicht, soierlet;

25 / N

36. Raude, Räude (nur Mehrzahl?), mehr für Menschen oder mehr für Tiere (welche besonders?) verwendet? Bedeutung!
36a. Arten: z. B. trockene, wilde u. a.;
36b. Zusammensetzungen, z. B. Hunds-, Eiterraude u. a.; Raudenplättel (oder -blättel?) u. a.;

25 / N

37. raudig, räudig (verbreitet?);

25 / N

38. Redensarten, z. B. ein räudiges Schaf, räudige Katz u. ä.; Raudigs und Wandigs (Bedeutung!), raudimaudi (Bedeutung!), raudisstaudis (Bedtg!);

25 / N

39. Ersatzwörter für Räude, z. B. Rappen, Rapfen (mit hellem a), nur von Tieren gebraucht?
39a. für räudig, z. B, rappig, rapfig, rappelet, auch schäbig (wenn nicht schon oben unter Nr. 24 mitgeteilt)? etwaige übertragene Bedeutung dieser Wörter, z. B. rappig = holperig; Redensarten, z. B. er frißt wie ein rappiger Bock;
39b. Mensch mit Räude (Rappen usw.) behaftet;

25 / N

40. was bedeutet rapfen, sich (g)rapfen?

25 / N

41. Namen der volkstümlichen Gegenmittel gegen Krätze, Seuer, Räude (,Napoliumsalbe‘ u. a.), Behandlung, Volksglaube in bezug auf Entstehung, Vertreibung;

25 / N

42. Rufe, Rüf, Ruft (Geschlecht, Zahl, Bedeutung: Wunden-, Geschwürkruste ? rauhe Haut?);

25 / N

43. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle, wie Mords-, Enz-, Teufelsrufen, Kopf-, Handrufen u. a.,
43a. an erster Stelle, z. B. Rufenkopf;

25 / N

44. rufig, rüfrig (Bedeutung! auch übertragen auf Gegenstände?);
44a. Rufigkeit;

25 / N

45. rüfret (Bedtg!);

25 / N

46. Ersatzwendungen: er hat, kriegt Rufen, ist, wird voller R. u. a.;

25 / N

47. durch Rufen auffallender Mensch, Ausdrücke, Redensarten;

25 / N

48. Rau(h)e (in der Bedeutung ,Kruste‘), Wendungen, Redensarten; 49. Schorf, Schurf, kommt das Wort in der schriftsprachlichen Bedeutung (Wunden-, Geschwürkruste) vor? oder bedeutet es nur aufgerissene Stelle der Haut? auch Ritze?
49a. schorfig;

25 / N

50. Gneist, Gnatz (= Schorf? wo?);
50a. gneistig (= schorfig, auch knauserig u. a.);

25 / N

51. Bletze (Einzahl? Mehrzahl?), Bedeutung;
51a. kommt bletzig (oder ein anderes von Bletze abgeleitetes Eigenschaftswort) vor? Ersatzwendungen (voller Bletzen u. ä.);

25 / N

52. Gopf (Geschl., Bedtg!);
52a. gopfig?

25 / N

53. übliche zeitwörtliche Verbindungen mit Krätze, Räude, Rufe, Raue, Schorf, Gneist, Bletze, Gopf (wenn ein und dasselbe Zeitwort mit mehreren dieser Wörter sich verbindet, erhalte jede dieser Verbindungen eigenen Zettel), z. B. Raude, Rufe (usw.) beißt, juckt, kitzelt, trocknet ein, schwindet, schwindet zusammen, es zieht die Rufe zusammen, Schorf fällt ab, Rufe weg(her)kratzen, -krällen (von wem gerne gesagt? wie beurteilt?), weg(her)waschen, abherreiben, -ribbeln u. a.;

25 / N

54. übliche Eigenschaftswörter zu den in Frage 53 genannten Hauptwörtern, soweit nicht schon erwähnt (gleiche Bitte wie zu 53!): z. B. gelb, braun, bräunlich u. a.;

25 / N

55. Arich, Arch, (Erch), Geschlecht! Bedeutung! (Hautausschlag, wo? nur bei Kindern? auch = Beinhaut?);
55a. kommt archig, archet vor?

25 / N

56. Vierziger (Ausschlag bei Kindern?);

25 / N

57. Baumhackel (als Krankheitsname), Bedeutung!

25 / N

58. Flechte (ist der Ausdruck in der Mundart altbekannt? verbreitet?), wie lautet die Form mit Artikel (Pflechtn?);
58a. Arten: nässende (ist für diese oder sonst auch das Wort Ekzem im Volke bekannt und gebraucht?), fressende (ist für diese auch das Wort Lupus schon volksbekannt?);

25 / N

59. Zusammensetzungen wie Hitze-, Schuppenflechten u. a.; Flechtenausschlag u. a.;

25 / N

60. Zitterach, Zitterich, Geschl., Bedtg! (wo tritt dieser Ausschlag gerne auf?);
60a. Arten: beißender, wilder u. a.;

25 / N

61. Zusammensetzungen, z. B. Zittrachkraut u. a.;

25 / N

62. Ersatzwörter: Zitter (Geschl.!), Zittermal, Zitterlaus (-läuse?), Kerlecke (Geschl.!), Pleschke, Scherzen (Geschl., Bedtg!);

25 / N

63. Anspring, Ansprung (Bedtg!);

25 / N

64. Gurfis, Kurfis (Bedtg!);

25 / N

65. Schwinde (Bedtg!);

25 / N

66. Beiße, Beiß, Beißach (Geschl., Bedtg!), von Krätze verschieden? besonders zwischen Haut und Fleisch auftretend?
66a. Wendungen wie: ein Maßel voll Beißach u. a.;
66b. Arten (Eigenschaftswörter dabei);

25 / N

67. etwaige Zusammensetzungen;

25 / N

68. mit Beiße behaftet;

25 / N

69. Namen der Mittel gegen die einzelnen in Nr. 28-67 genannten Krankheiten, Verwendung, z. B. gegen Flechte, Zitterach usw.: Harn, Fensterschweiß, Hundsmilch, Waldschneckenschleim, Speichel (und zwar ‚nüchterner‘ Speichel?), Hauswurz, Aderlaß usw.; auch auf die Segen achte man.

25 / O

1. Masern (nur Mehrzahl? kommt auch die Einzahl Maser vor und was bedeutet sie?);
1a. Arten;
1b. hat die Abschuppung (im Ablauf der Krankheit), haben die Schuppen etwa besondere (nicht schon in Bogen 24 unter M 3 u. 3a genannte) Bezeichnungen? dafür besondere Redensarten?
1c. Behandlung;

25 / O

2. maserig, sonstige Ausdrücke für ,mit Masern behaftet‘;

25 / O

3. Krasen (= Masern), Grasseln, auch Gras?
3a. Arten;

25 / O

4. kommt krassig vor?

25 / O

5. Flecken (als Krankheitsname; auch Bezeichnung vorübergehender Flecken auf der Haut?), nur Mehrzahl?
5a. Arten: blaue usw. (ausschließlich soweit auf Veränderung der Haut sich beziehend!), Redensarten wie: blaue Flecke bekommen;
5b. Zusammensetzungen an zweiter Stelle, z. B. Haut-, Maserflecken,
5c. an erster Stelle, z. B. Flecktyphus;

25 / O

6. Ausdrücke für ,mit Flecken behaftet‘;

25 / O

7. kommt ‚Purpeln‘ mundartlich vor? nur Mehrzahl?

25 / O

8. purpelig?

25 / O

9. purpelet?

25 / O

10. Röteln (nur Mehrzahl?);

25 / O

11. Ausdrücke für ,mit Röteln behaftet‘?

25 / O

12. Hitzen, als Ausdruck für Ausschlagskrankheit, für welche? nur Mehrzahl?

25 / O

13. Rüsel (Risl, Rissl, Rösl, Ruseln, Roseln), Rüsamen (noch bekannt und gesprochen?), Geschlecht, nur Mehrzahl? Bedeutungen!
13a. etwaige Arten;
13b. Zusammensetzungen wie Rüselausschlag, -krankheit;

25 / O

14. rüselig, roselig;

25 / O

15. rüselet, roselet;

25 / O

16. Gesichtsrose: zu dem Wort wolle man (wenn es nicht schon zu Bogen 1, G 26 geschehen ist) angeben, ob der Stammvokal des Grundwortes als o oder als Zwielaut (åu, #o2u, ou) gesprochen wird;

25 / O

17. Friesel, Angabe, ob einfacher Selbstlaut ī oder Zwielaut gesprochen wird; Bedeutung; meist bei Kindern? ist Fieber, Frostgefühl bei der Krankheit?
17a. Arten: roter, weißer u. a.;
17b. Zusammensetzungen mit Friesel an zweiter Stelle: Kindbett-, Wochen-, Hitzfriesel u. a.,
17c. an erster: z. B. Frieselausschlag, -segen;

25 / O

18. Volksmedizin für die in Frage 5-17 genannten Krankheiten: Benennung der Gegenmittel gegen die einzelnen, Bräuche (Kreuzschnabel, Kind in Backofen geschoben, Segen u. a.);

25 / O

19. Rotlauf (Lautung des -o-!), am Leibe, an den Gliedern;
19a. Ersatzwörter wie Glohfeuer, (Gürtel)rose u. a.;
19b. Zusammensetzungen wie Kinder-, Wundrotlauf u. a.; Rotlaufrose u. a.;

25 / O

20. Flug, fliegender Rotlauf;
20a. Arten: wilder u. a.;
20b. Zusammensetzungen wie Flugbrand, -feuer (Bedeutungen!);

25 / O

21. Heil- und Schutzmittel gegen Rotlauf, Flug, wie Schießpulver, Gimpel, Rötel, Fuchszunge, roter Fleck, roter Kukurutz (Mais), Rotlaufringe, Rotlaufsegen (Mitteilung!); Beschreibung der Anwendung.

Fragebogen S 26: Hautkrankheiten (2)

26 / O

22. Scharlach;

26 / O

23. Zusammensetzungen wie Scharlachfieber, -friesel;

26 / O

24. Ausdrücke für die Begriffe ‚krank an Scharlach‘, ‚an Scharlach Erkrankter‘;

26 / O

25. gibt es einen besonderen Ausdruck für die Abschuppung am Ende der Krankheit? für die Schuppen?

26 / O

26. Nachkrankheiten nach Scharlach;

26 / O

27. volkstümliche Gegenmittel;

26 / O

28. Blatter(n), (hier nur soweit auf Veränderungen der Haut bezüglich), Bedeutung in Ein- und Mehrzahl; ist das Wort Blase in der Bedeutung ‚Hautblatter‘ gebräuchlich?
28a. Arten: natürliche, wilde, schwarze u. a., auch Wendungen wie das gute, schöne Blatterl(e), Bedeutungen!

26 / O

29. Zusammensetzungen mit Blatter und - wenn vorhanden - mit Blase (auf eigenem Zettel!), wobei auch hier der Begriff ‚Harnblase‘ bei Blatter und Blase noch nicht in Betracht kommt; an zweiter Stelle: Blut-, Hitz-, Menschen-, Kinds-, Hunds-, Schaf-, Impfblatter (-blase); Brandblatter (auch Brandblase? welches Wort häufiger? Behandlung) u. a.;
29a. an erster Stelle: Blatterkrankheit, -maseln, -steppen (= Blatternarben); Eigenschaftswörter, wie blatternarbig, -maslet, -maset, -steppig, blatternkrank;

26 / O

30. zeitwörtliche Verbindungen wie: Blatter (Blase) brennt, wässert, näßt, platzt u. a.;

26 / O

31. hat der Blatternarbige besondere Namen?

26 / O

32. Pocken, Pfochen, Urschlächten, Durschlächten, Urslitten, Urlitten, Urusen - Bedeutungen (von Blattern unterschieden?), nur mehr von älteren Leuten gesprochen?
32a. Arten: weiße, schwarze u. a.;

26 / O

33. etwaige Zusammensetzungen;

26 / O

34. sind besondere, noch nicht genannte Ausdrücke für blatternkrank, pockenkrank, der Blatternkranke vorhanden?

26 / O

35. volkstümliche Heilmittel gegen Blattern, Pocken (äußere, innere), Volksglaube;

26 / O

36. impfen, nimpfen; hat das Wort auch die Bedeutung von ‚propfen‘, ‚veredeln‘?
36a. etwaige Ersatzwörter, -wendungen für impfen?
36b. Redensarten wie: unser Herrgott war auch nicht geimpft u. a.;

26 / O

37. Zusammensetzungen wie ab-, einimpfen; Impftag, -fieber, Impfarzt (dazu Ersatzwörter wie Tupfer u. a.); sind Ausdrücke wie Impfgesetz, -zwang, -vorschrift im Volke gebräuchlich?

26 / O

38. Ableitungen wie Impfung, Impferei, auch Impfling? (Bedeutung!);

26 / O

39. Volksmeinungen über das Impfen: es sei schädlich, Teufelswerk, der Geimpfte dem Antichrist verfallen; darf der Impfstoff von Knaben auf Mädchen übertragen werden? u. a.;

26 / O

40. Aussatz, Miselsucht, Maletzei, Maledei - Bedeutung? kommt Aussatz (Lepra) im streng medizinischen Sinne noch vor? auch der Fachausdruck (Lepra) dafür? Gegenmittel;

26 / O

41. aussätzig, malatz(ig), miselsüchtig, sondersiech - Bedeutungen! (noch im streng medizinischen Sinne = lepros? weitere Bedeutungen, z. B. miselsüchtig = kränklich, verdrießlich?); kommt der Fachausdruck leprós vor?
41a. kommen besondere Ausdrücke für ‚der Aussätzige‘ vor, z. B. Aussätzel, Hornbruder?

26 / O

42. etwaige Zusammensetzungen mit den in Nr. 40, 41 genannten Ausdrücken, wie aussatz-, leprakrank, oder in Namen von Vierteln, Gassen, Häusern, z. B. Malatzgasse, Sondersiechhäusel.

26 / P

1. Geschwulst (Mehrzahl!);
1a. Arten: kalte, hitzige, fleischartige u. a.;

26 / P

2. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle, z. B. Knie-, Magen-, Tutten-, Augen-, Arsch-, Teufels-, Un(enz)geschwulst u. a. (Wendungen!);
2a. an erster Stelle, z. B. Geschwulstkraut;

26 / P

3. Namen der Gegenmittel, ihre Anwendung (auch Segen), Wendungen wie: Geschwulst dünsten, jemand überlegen (womit?) u. a.;

26 / P

4. geschwulstig (auch übertragen, vom Brote?); kommt schwülstig vor? Bedeutung!

26 / P

5. schwellen, geschwellen (Angabe der Formen für ‚ich schwölle‘ und ‚geschwollen‘; scherzhaft gebrauchte Form ‚geschwallen‘ [mit mittlerem Laute des a?], Bedeutung!), Wendungen; gibt es auch ein schwölln, gschwöllt? Bedeutung! (eigener Zettel!);
5a. geschwollen, in weiterer Bedeutung (aufgeblasen u. ä.), Redensarten wie: g. reden, seinen Geschwollenen machen, den, einen G. spielen u. a.;

26 / P

6. Zusammensetzungen wie an-, verschwellen (was ist eine verschwollene Türe?), auf-, hinaus-, aushinschwellen (Wendungen!);

26 / P

7. Schwellung (Bedeutung!);
7a. Zusammensetzungen wie An-, Verschwellung;

26 / P

8. Geschwür, Schwären, Schwär, Geschwär (Geschlecht! Bedeutungen!) Schwär auch Maulwurfsgrille?
8a. Arten (vgl. oben 1a bei Geschwulst), hat das spitzzulaufende, das rundliche Geschwür besondere Namen?

26 / P

9. zeitwörtliche Verbindungen, wie das Geschwür bricht auf, aus, zieht sich zusammen, heilt (sich), heilt (sich) aus, Geschwür aufschneiden, -stechen (womit?), ausdrücken u. a.; verbindet sich eines dieser Zeitwörter auch mit Geschwulst, so führe man das auch an, jedoch auf eigenem Zettel;

26 / P

10. Zusammensetzungen wie Augen-, Nasen-, Nagel-, Finger-, Zahngeschwür (-geschwär) u. a.;

26 / P

11. Geschwärnus (Geschlecht, Bedeutung);

26 / P

12. schwärig, schwärendig, schwirig, geschwirig, schwirendig, Bedeutungen (auch allgemeiner = schmerzhaft? empfindlich? leicht zornig?), Wendungen wie: eine gschwirige Geschichte (Bedeutung!) u. a.;

26 / P

13. (ge)schwären, schwiren (Formen des Zeitwortes!);
13a. Zusammensetzungen, z. B. aus(ge)schwären, verschwären (nur im Mittelwort der Vergangenheit gebräuchlich? Bedeutung!), (sich) eingeschwären;

26 / P

14. Karbunkel, Karfunkel, Aiß (Oaß, Aß, Aßt), Blutschwäre (sind auch die Wörter Furunkel, Furunkulose gebräuchlich?); Geschlecht, Mehrzahl, Verkleinerung;
14a. Arten: böse, zeitig u. a.;

26 / P

15. Zusammensetzungen wie Blut-, Stein-, Enz-, Dreckaiß u. a.; Furunkelgeschwür, -krankheit u. a.;

26 / P

16. aißig (ist auch furunkulös gebräuchlich? andere Eigenschaftswörter?);

26 / P

17. aißeln (= schwären), Wendungen;

26 / P

18. Abszeß, ist das Wort volkstümlich?

26 / P

19. Apostem, Aposté, P(o)sté, Bedeutung!
19a. Zusammensetzungen wie Apostemkraut;

26 / P

20. Hundsschüttler (Bedeutung!) und etwaige andere Ausdrücke für Geschwülste, Geschwüre;

26 / P

21. Behandlung von Geschwür, Aiß, Abszeß, Namen der Gegenmittel; auch ,Besprechung‘, Segen?

26 / P

22. Beule, Lautung, Bedeutung, Wendungen;
22a. Arten;
22b. Zusammensetzungen, wie Hitz-, Mordsbeule;

26 / P

23. beulig, beulet (auch von Gegenständen, z. B. Schuhwerk);

26 / P

24. Gewächs (an der Haut; Kropf ausgenommen), Mehrzahl, Verkleinerung:
24a. Arten, z. B. weich, fest, fressend u. a., Wendungen, Vergleiche;

26 / P

25. Zusammensetzungen, z. B. Mordsgewächs (auch scherzhafte, ärgerliche wie Luders-, Teufelsgewächs); Gewächssalbe, -haut u. a.;

26 / P

26. zeitwörtliche Verbindungen, z. B. Gewächs frißt, frißt hinein, heilen, schmieren u. a.;

26 / P

27. Ausdrücke für ,Mensch mit Gewächs behaftet‘?

26 / P

28. volkstümliche Gegenmittel gegen Beule, Gewächs, Behandlung (z. B. Wagenschmiere, Verwendung des Brennglases?);

26 / P

29. Eiter, auch in übertragener Bedeutung? Wendungen;
29a. Arten: gesund (Bedeutung!), fressend, zeitig, rötlich usw.; stockig, dick, wässerig (Beurteilungen dieser Arten) u. a.;

26 / P

30. zeitwörtliche Verbindungen: Eiter spritzt) glänzt (fürher), E. auskratzen, -drücken u. a.;

26 / P

31. Eiterkern, Auge der Eiterung, Gogge (Ggogge), Butzen (Geschlecht, Verkleinerung!); auch in übertragener Bedeutung? (z. B. empfindlicher Mensch?); Wendungen wie O Gogge! (Bedeutung!), der Gogge bricht auf u. a.;

26 / P

32. gogget, goggig (Bedeutung, Wendungen);

26 / P

33. Ersatzwörter für Eiterkern, z. B. Saufbrüderl, Eiterweiß, -vöglein, -stern;

26 / P

34. sonstige Zusammensetzungen mit Eiter: Bluteiter; Eiterstock, -haus, -batzen (Bedeutung! auch Pflanzenname?), -nessel, -knopf, -feserl, -spritzerl u. a.;

26 / P

35. eiterig;

26 / P

36. eitern;
36a. Zusammensetzungen, z. B. ver-, auseitern;

26 / P

37. Eiterung;

26 / P

38. Materi(e);
38a. Verbindungen mit Eigenschaftswörtern,
38b. mit Zeitwörtern;

26 / P

39. Zusammensetzungen wie Materibrühe, -blut, -batzen, -feserl (Bedeutungen!) u. a.;

26 / P

40. materisieren (= eitern);

26 / P

41. Batzen, gilt das einfache Wort auch für ‚Eiter‘?

26 / P

42. batzet = eiterig?

26 / P

43. Warch, Werch (= Eiter);

26 / P

44. werchig (= eiterig);

26 / P

45. werchen (= eitern);
45a. Zusammensetzungen wie auswerchen;

26 / P

46. sonstige Ausdrücke für ‚Eiter‘, ‚eiterig‘, ‚eitern‘.

Fragebogen S 27: Hautkrankheiten (3)

27 / Q

1. Letz = körperliche Beschädigung? Redensarten;

27 / Q

2. verletzen, sich v. (= beschädigen), volkstümlich?

27 / Q

3. Verletzung, volkstümlich?

27 / Q

4. Wunde, Häufigkeit des Wortes, Wendungen wie: die heiligen (fünf) Wunden, die 5 Wunden Christi, die gebenedeiten W., O Haupt voll Blut und Wunden u. a.;
4a. Arten: z. B. nasse, trockene, klebende, klebrige, schwärende; andere eigenschaftswörtliche Verbindungen, wie gefährliche, giftige, wilde, ehrenvolle, im Krieg erworbene (Häufigkeit!) u. a., Redensarten mit solchen Verbindungen;
4b. zeitwörtliche Verbindungen wie: die Wunde bricht aus, auf (was ist häufiger?), fault, beißt, schaut wild, giftig aus, her, zieht sich zusammen, heilt aus, zu (zusammen), man saugt sie aus, bläst sie aus (wann?), schleckt sie, schleckt sie aus (wer besonders? was denkt man darüber? beim ,Ansprechen‘ geübt?), Wunde behandeln, brennen u. a.;

27 / Q

5. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle: nach der Lage der Wunde, z. B. Kopf-, Haut-, Fleisch-, Bauchwunde; nach der Entstehung, z. B. Kratz-, Biß-, Stich-, Brand-, Schuß-, Messerwunde; nach Art, Größe, z. B. Todes-, Enzwunde; Angabe üblicher Wendungen mit solchen Zusammensetzungen und der Ersatzausdrücke, z. B. er hat einen Riß, Stich usw., er hat sich aufgerissen, gestochen, ist gestochen worden (welche Formel ist häufiger?);
5a.an erster Stelle, z. B. Wundkraut, -holz, -balsam, -schwamm (Bedeutung!), -pflaster (besondere Ausdrücke?), -verband (üblich? Ersatzausdrücke!), -fieber, -brand, -rand (besondere Ausdrücke?), -behandlung (volkstümlich? man achte auf die Aussprache, besonders der Vorsilbe be-; sachliche Angaben über volkstümliche Wundbehandlung erwünscht), -segen (Proben!) u. a.;

27 / Q

6. wund (üblich? in welchen Wendungen?), Steigerungsformen?
6a. wundig, Steigerungsformen?
6b. Wundigkeit;

27 / Q

7. verwunden (üblich?), verwundet (Wendungen, in denen das Wort gebraucht wird!);

27 / Q

8. Verwundung;

27 / Q

9. Blessur, Mehrzahl, in der Bedeutung von ‚Wunde‘ unterschieden?
9a. eigenschaftswörtliche Verbindungen (man vergleiche dazu Frage Q 4a);
9b. zeitwörtliche Verbindungen (man vergleiche dazu Frage Q 4b);

27 / Q

10. etwaige Zusammensetzungen, z. B. Kopfblessur;

27 / Q

11. blessieren, blessiert (von ‚verwunden‘, ‚verwundet‘ unterschieden?);

27 / Q

12. Sehr, Geschlecht, Bedeutung!

27 / Q

13. kommt versehren vor?

27 / Q

14. sich wundreiben, aufreiben, frätten, fratten, sich scheuern (Häufigkeit!);
14a. (sich) aufliegen, wundliegen (der Kranken), mundartliche Namen der Gegenmittel;
14b. bedeutungsverwandte Wörter, z. B. sich flerren (Bedtg!);

27 / Q

15. Redensarten mit den in 14, 14a b genannten Wörtern;

27 / Q

16. aufgerieben, frät(t), frat, fretig, fratig und bedeutungsverwandte Eigenschaftswörter, Redensarten, z. B. sich frat gehen;

27 / Q

17. Fratigkeit und andere Ausdrücke für das ‚Wund‘-, ‚Frattsein‘, mundartliche Namen der Gegenmittel;

27 / Q

18. die aufgeriebene oder offene Stelle der Haut, Pletz(e), Plerre, Plerge, Fräte, Reibet (überall Angabe des Geschlechts!); etwaige Zusammensetzungen;

27 / Q

19. aufgeriebene, entzündete Stelle am Damm und After, Wolf; Redensarten, z. B. ich habe einen Wolf erwischt; etwaige Zusammensetzungen, z. B. Arsch-, Sauwolf (Bedtg!); Schutzmittel (Wolfsbinde u. a.), Behandlung;

27 / Q

20. schürfen (von der Haut! ist das Wort häufig?), Zusammensetzungen , wie auf-, abschürfen;

27 / Q

21. Abschürfung;

27 / Q

22. große Wunde mit ausgedehnter Geschwürbildung, Pleschen; noch andere besondere Ausdrücke? Redensarten, z. B. eine Krätze zu einer Pleschen machen; Ersatzumschreibung;

27 / Q

23. besondere Ausdrücke für den Begriff ‚große Wunde erzeugen‘? Umschreibungen;

27 / Q

24. pleschet und etwaige andere sinnverwandte Eigenschaftswörter;

27 / Q

25. Flarre, Flerre (Geschl., Bedtg, auch = aufgeriebene Stelle? schlechtes Weibsbild u. a.), etwaige Zusammensetzungen;

27 / Q

26. kleine Wunde, Hautverletzung, Megge; noch andere besondere Ausdrücke? Ersatzumschreibungen;

27 / Q

27. jemand, (sich) leicht verwunden, verletzen, einen meggen, (gerade) stupfen, (nur) ein bißchen stupfen, an ihn ankommen, es hat ihn (gerade noch) erwischt u. a.;

27 / Q

28. megget, meggelet (= mit einer Megge versehen); andere sinnverwandte Ausdrücke?

27 / Q

29. lange, auch breite Wunde (oder deren Narbe), Schrernme, Schramme (auch Schmarre?); noch andere besondere Ausdrücke? Zusammensetzungen, Ersatzumschreibungen (z. B. ein Trumm Schramme);

27 / Q

30. eine lange Wunde jemand, sich zufügen, (sich) schrammen, Redensarten;

27 / Q

31. schrammig, schrammet; andere sinnverwandte Ausdrücke?

27 / Q

32. tiefe Wunde, Loch, Wendungen (die ganze Hand könnte man da hineinlegen u. a.); noch andere besondere Ausdrücke dafür? davon abgeleitete Zeit-, Eigenschaftswörter?

27 / Q

33. Narbe (volkstümlich?), Mase, Masel (Geschl., Mehrzahl! Bedeutungen!), kennzeichnende Verbindungen mit Eigenschafts-, Zeitwörtern (jede auf eigenem Zettel!);
33a. Zusammensetzungen, wie Kinds-, Wundmasen, Maselflecken u. a.;

27 / Q

34. vernarben (volkstümlich?), sonstige Ausdrücke, Wendungen!

27 / Q

35. mit Narben behaftet, masig, -icht, maselicht, maselet; sonstige Ausdrücke?
35a. Zusammensetzungen mit den in 35 genannten Wörtern, z. B. blattermasig;

27 / Q

36. Kruste, die sich über der Wunde bildet, Verbindungen, Redensarten;

27 / Q

37. Eigenschaftswörter, Wendungen für den Begriff ‚mit einer Kruste überzogen‘; kommt auch krustig vor?

27 / R

1. Entzündung (einer Wunde); Verbindungen mit Eigenschafts-, Zeitwörtern (z. B. kommt dazu, läuft ab);
1a. Zusammensetzungen (soweit auf Hautwunden bezüglich), z. B. Haut-, (Haar)balgentz.;

27 / R

2. sich entzünden, hitzen, hitzig werden (von Wunden!) u. ä.;
2a. entzündet, hitzig u. ä.;

27 / R

3. entzündlich (volkstümlich? Bedeutung!);

27 / R

4. Afel (Ofl), Geschl., Bedeutung (Eiter? Entzündung? entzündete, verletzte Hautstelle? beginnende Eiterung? mit Krankheitsstoffen erfüllte Luft? dampfende Feuchtigkeit?), Redensarten, z. B. der Afel kommt dazu u. ä.;
4a. Zusammensetzungen wie Zitterafel, Afelwasser, -kerze, -kraut, -laub, -blatt, -rauch, -öl (Bedeutungen!);

27 / R

5. äflig, afrig (entzündet, eiterig, nur von der Wunde? Beule? auch in übertragenem Sinne: reizbar? übellaunig?);

27 / R

6. afeln (mit hellem a?), Bedeutungen (eitern? Entzündung erzeugen? nach Afel riechen?);
6a. gibt es außer den bereits abgefragten Ausdrücken (wie Geschwür usw.) noch andere für den Begriff ‚entzündete Hautstelle‘?

27 / R

7. Wundbrand, Brand (als Krankheitserscheinung!); noch andere Ausdrücke für brandartige Zerstörungen der Haut und der Gewebe?
7a. Arten, z. B. kalter, heißer, böser;
7b. zeitwörtliche Verbindungen, z. B. der Brand kommt (dazu), tritt dazu, in Br. übergehen, den Br. kriegen, nach Br. riechen u. a.;

27 / R

8. Zusammensetzungen, wie Brandkrankheit, -flecken (Eigenschaftswort dazu üblich?) u. a.;

27 / R

9. krank an Brand, brandig;

27 / R

10. brändeln, brandeln (man beachte die Lautung des Stammvokals!), Bedeutung (soweit auf die Krankheit bezüglich!);

27 / R

11. Schwiele, Geschwill, Bell (= Schwiele am Fuß?), Verkleinerung, Zusammensetzungen, z. B. Bellfuß (schwieliger Fuß); eigenschafts- und zeitwörtliche Verbindungen (für jede eigenen Zettel!);

27 / R

12. schwielig;

27 / R

13. Schwielen bekommen, schwielig werden, böllen, bellen, Wendungen, z. B. die Hand böllt sich;
13a. Zusammensetzungen, wie sich ver-, derbellen, Redensarten;

27 / R

14. Blutrunst, Runst;

27 / R

15. blutrünstig (auch in übertragener Bedeutung?);

27 / R

16. Striemen, Straimen (hat das Wort auch die allgemeinere Bedeutung ‚Streifen‘)?

27 / R

17. striemig, gestraim(el)t, gestriemelt, straimelicht (dienen diese Wörter auch zur Bezeichnung gestreifter Tiere?);

27 / R

18. kommt ein Zeitwort strieme(l)n, straime(l)n vor? Bedeutung!

27 / R

19. Wurst, Blutwurst (in der Bedeutung ‚Striemen‘ oder einer ähnlichen), Redensarten: ganze Würste (am Leibe haben), kriegen, einem schlagen u. ä.;

27 / R

20. Bünkel, Pinggl (in der Bedeutung ‚Striemen‘ oder einer ähnlichen), Redensarten: einen B. kriegen, treibt's ihm auf, der B. fällt zusammen u. ä.;
20a. Zusammensetzungen wie Mords-, Ohrbünkel u. a.;

27 / R

21. bünket, pingget;

27 / R

22. Quetschung, gequetschte Hautstelle;
22a. Verbindungen, Redensarten, die sich auf Entstellung (Verfärbung, Schwellung, Zerreißung) der Haut durch Quetschung beziehen;

27 / R

23. quetschen (in allen Bedeutungen und Verwendungen);
23a. Zusammensetzungen, z. B. zusammen-, zer-, ausquetschen.

27 / S

1. Drüse(n), Druse(n); hat das Wort auch die Bedeutung ‚Geschwür‘, ‚Beule‘?
1a. Arten: z. B. böse, falsche, verschlagene, geschwollene, auf-, ausbrechende, entzündete, entartete u. a.;
1b. zeitwörtliche Verbindungen wie Drüsen bekommen, ganze Knöpfe haben u. a.;

27 / S

2. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle, z. B. Brust-, Milch-, Achsel-, Schamdrüse, Impfdrüsen u. a.; ist Lymphdrüse im Volke bekannt? in Scherz und Ärger verwendete Ausdrücke wie Schweiß-, Arschdrüsen;
2a. an erster Stelle, z. B. Drüsenmutter (in welchem Zusammenhang kommt der Ausdruck vor? Bedeutung!), Drüsenkrankheit, -entzündung, -geschwulst;

27 / S

3. Feifel (welche Art Drüsenkrankheit ist das?);

27 / S

4. Skropheln (nur Mehrzahl?), Aussprache (Sk- oder Schk-?), Bedeutung!
4a. Arten: offene u. a.; gibt es besondere Ausdrücke für Skropheln nach der Körperstelle, z. B. am Hals?

27 / S

5. Zusammensetzungen, z. B. Unterleibsskropheln;

27 / S

6. Skrophulose, skrophulös (sind diese Wörter im Volke üblich?);

27 / S

7. Namen von Mitteln gegen Krankheiten der Drüsen, Segen.

Fragebogen S 28: Brotbacken (1)

28 / A

1. bäuerlicher Backofen, außer zum Brotbacken wozu noch verwendet (Obstdörren, Kochen)?
1a. ist er in eigener Backhütte, Backhaus (Dürrhäusel)? wo steht diese? im Obstgarten?
1b. ist er in einer Vorratsscheune, Wagenhütte. einem Waschhaus (oder sonst einem Raum außerhalb Küche, Stube) eingebaut?
1c. ist er in der Stube? hat diese besonderen Namen? an welcher Stelle? reicht er in einen anderen Raum hinein?
1d. ist er in der Küche? Selchküche? unter dem Spar- oder offenen Herd eingebaut? oder in gleicher Höhe hinter dem Herd? oder sonst in anderer Verbindung mit dem Herd?
1e. hat der Platz des Backofens, der Backhütte besonderen Namen?
1f. Sonstiges zum Orte des Backofens;

28 / A

2. Aussehen eines (selbständigen) bäuerlichen Backofens, Höhe, Material, besondere Ausdrücke?

28 / A

3. wie heißt sein Pflaster? (Backofen)pflaster? sind es Steine, Ziegel, Platten (Kelheimer)? Backofen pflastern;
3a. Name der Fugen im Pflaster;

28 / A

4. Wölbung im Backofen;

28 / A

5. geht von ihm der Rauch durch besonderen Abzug (Name!) in den Kamin? oder durch Rauchlöcher in den ‚Feuerhut‘? oder durch die Heizöffnung (Ofenloch)?
5a. Name des Rauchfangs der Backhütte;

28 / A

6. Ofenloch, -lucke;

28 / A

7. Türe dazu, Backofentürl (wo beim Stubenbackofen?), nur angelehnt (nicht in Angeln; polizeilich noch erlaubt?)?
7a. Griff an der Türe;
7b. Spreize;
7c. Zuglucke(n); sie öffnen, schließen, wann?

28 / A

8. sonstige Teile des Ofen und ihre Namen;

28 / A

9. Grube vor dem Backofen (Zweck? zum Hineintreten; sonstige Verwendung? Kohlenloch?), bei allen Backöfen? Ausdrücke;
9a. Deckel zur Grube, Aussehen;

28 / A

10. Umgebung des Backofens (Lehm-, Asphaltboden, Estrich);

28 / A

11. Redensarten (z. B. der Ofen ist zusammengefallen = ein Weib ist niedergekommen; ist damit der Back- oder der Zimmerofen gemeint?);

28 / A

12. gibt es besondere Wörter für die Wände des Backofens, der Backhütte? deren Dach?

28 / A

13. besondere Wörter für das Feuermachen im Backofen?

28 / A

14. Zeit des Feuermachens, Ausdrücke, Redensarten, z. B. wenn das Feuer niedergebrannt ist, hat auch das Brot genug gegoren u. a.;

28 / A

15. unterzünden, Bedeutung! womit? (‚Scheiten‘, Schoatn, Schātn, Reisig, Span, Stroh u. a.); hat das Material einen allgemeinen Namen (Unterzündel?)?

28 / A

16. Backholz, -scheit, seine Eigenschaften, z. B. gut kliebendes, knopfiges (weniger gut?), Länge; es zum Gebrauch vor-, herrichten;

28 / A

17. die Scheiter im Backofen (auf-) schlichten, aufrichten, legen; Name des Ganzen (Stoß, Lege, Anlege), der Scheiter nach ihrer Lage (Anleg-, Unterlegscheiter, Rindscheit?);

28 / A

18. Backhitze;
18a. Eigenschaftswörter dazu, richtige, schlechte u. a.; Ersatzredensarten, -verbindungen: Ofen wird, ist weiß, Hitze geht aus u. a.;
18b. Ausdrücke für Prüfung, Kennzeichen der richtigen Backhitze;
18c. gibt es für die Wärme in einer Stube bei geheiztem Backofen besonderen Ausdruck, z. B. bachlwarm (Bedeutungen!);

28 / A

19. Ofengabel;

28 / A

20. Feuer im Backofen zerschüren;

28 / A

21. Backofen ausscharren, Glut herausscharren, wann geschehend?
21a. Werkzeug dazu, Ofen-, Backkrücke;

28 / A

22. Backofen auskehren, putzen, Glut herauskehren, wann geschehend?
22a. Werkzeug dazu, (Back)wisch, Läutrit, (-at), (Ofen)besen; Aussehen;
22b. daran befestigtes Reisig (Wischgraß, -grasset, Grasset, Krassach [was für Grasset?], Wischdaxn) oder Fetzen; werden Reisig, Fetzen genäßt? mit Backwasser?
22c. wie nennt man sein Befestigen (einbinden?)?
22d. Stiel am Ofenbesen;

28 / A

23. Backofen abkühlen, wie?

28 / A

24. ist an ihm außen eine Vertiefung zur Aufnahme kleiner Geräte (Wasser-, Häferlloch)? welcher?

28 / A

25. gibt es mundartliche Ausdrücke für den Bauzustand des Backofens? seine behördliche Kontrollierung?

28 / A

26. gibt es Gemeindebacköfen? (Ausdruck!);

28 / A

27. gewerblicher Backofen, volksübliche Ausdrücke (in ihrer mundartlichen Form), die ihn vom bäuerlichen unterscheiden, z. B. Bäckerofen; auch Dampf-, Gas-, Patentbackofen u. ä.? Benennungen nach Fabriksmarken?

28 / A

28. volksübliche besondere Ausdrücke für seine Teile, z. B. die Herd-, Backfläche, Herd-, Chamotteplatte (auch Benennung der Platten nach Fabriksmarken?), Schwellapparat, die Schwell (wozu dienend?), Einschieß-, Ausziehherd u. a.;

28 / A

29. für seine Feuerung, z. B. halbtiefe, direkte, indirekte;

28 / A

30. für Nebengeräte, z. B. Stahlbesen, Lösch u. a. (Angabe der Verwendung);

28 / A

31. für seine Tätigkeit und Behandlung (soweit nicht schon zu früheren Nummern erwähnt), z. B. er arbeitet, ihn abliegen lassen u. a.;

28 / A

32. Backstube des gewerblichen Bäckers; wird in ihr auch der Teig zubereitet? oder in besonderem Raum? (Name!);

28 / A

33. andere Räume der Bäckerei (außer dem Bäckerladen), falls besondere Ausdrücke vorhanden;

28 / A

34. Backstubenordnung (Bedeutung!); andere Zusammensetzungen mit Backstube;

28 / A

35. wird der gewerbliche Backofen außer fürs gewerbliche Backen sonst verwendet? (aus-, herausbacken im Bürger-, Bauernhaus zubereiteter Teige? backen von Schinken? u. dgl.);

28 / A

36. in dieser Nummer erbitten wir allfällige Ergänzungen des in 1-35 abgefragten Vorstellungskreises.

28 / B

1. backen (allgemein), Formen des Zeitwortes! das Backen; wem fällt beim Bauer diese Arbeit zu?
1a. Redensarten, wie einem ins Haus backen, zu einem b., ‚backen und waschen‘ u. a., Bedeutungen!
1b. pfistern;

28 / B

2. Zusammensetzungen mit backen (überall Angabe der Bedeutung!), wie ver-, zer-, weg-, wegher-, ein-, einhin-, ab-, abhin-, ausbacken (man beachte Bedeutungen und Verwendungen von ‚ausgebacken‘, ein Ausgebackener, dazu [auf eigenen Zetteln] halb-, unausgebacken, ein Halb-, ein Unausgebackener, Redensarten), ausher-, hin-, herbacken u. a.; hausbacken (Zeitwort; dazu auf besonderem Zettel das Eigenschaftswort ‚hausbacken‘, wenn es vorkäme);

28 / B

3. bäckeln (Bedeutung!);

28 / B

4. (gewerblicher) Bäcker(in), Bäck(in), Pfister, Redensarten, Verbindungen wie ,Bäcker und Melbler‘, ,Bäcker und Konditor‘;

28 / B

5. Zusammensetzungen mit Bäcker als zweitem Bestandteil, wie Brot-, Schwarz-, Zucker-, Dampf-, Feldbäcker usw., auch zu persönlicher Bezeichnung wie Grabenbäck (d. h. der im Graben wohnt) u. a.,
5a. als erstem Bestandteil, z. B. Bäckermeister, -geselle (haben die einzelnen besondere Namen nach Rang, Haupttätigkeit?), -junge, -geschäft, -laden, -innung, -zeichen (Beschreibung!), Bäcker- (Bäcken-, Bäckers)sohn (welche Form ist die üblichste?) usw.;

28 / B

6. Übernamen der Bäcker, wie Laibelschmied, Teigbatzenmacher u. ä., Redensarten (soweit nicht schon bei 4 erwähnt), neckende Wendungen, wie der dicke Bäck u. a.;

28 / B

7. Ausdruck für die Kleidung des Bäckers beim Backen (Hitzgewand u. ä.) und ihre Teile;

28 / B

8. Bäckerei (die verschiedenen Bedeutungen!);
8a. Pfisterei;

28 / B

9. Zusammensetzungen, wie Schwarz-, Zucker-, Dampf-, Land-, Klosterbäckerei usw., auch scheltende wie Saubäckerei usw., Bäckereihandwerk, -recht u. a.;

28 / B

10. allgemeiner Ausdruck für ,das Gebackene‘; wo das Wort Gebäck, Gebächt, Bächt auf Weiß-, Feingebäck beschränkt ist, gebe man das an; Ausdruck, der zugleich die Menge des auf einmal Gebackenen bezeichnet, Bachede, Bachet, Bäck - Geschlecht dieser Wörter!);
10a. Verbindungen, z. B. schwarzes, weißes, gemischtes Gebäck;
10b. Zusammensetzungen, wie Weißgebäck u. a.;

28 / B

11. Tag, an dem gebacken wird, Backtag, Volksglaube (z. B. wann darf man nicht backen?);

28 / B

12. Trog zum Anmachen und Kneten des Teiges, Backtrog, -truhe, Multer u. a.; bedeuten die verschiedenen Ausdrücke verschiedene Arten von Backtrögen? sonstige Verwendung (als Tisch, zum Sauabbacheln, was wird darin aufbewahrt?), hat er dann besonderen Namen? sonstiges Eigentümliche, auch beim Bäckergewerbe;
12a. auf den Backtrog bezügliche Redensarten;

28 / B

13. Untergestell zum Backtrog, (Back)schragen; sind Trog und Schragen von einander getrennte Stücke oder fest verbunden? der Schragen auch beim Saustechen verwendet? mit besonderem Namen?
13a. besonderer Ausdruck für die Füße des Troges? sind sie schief?
13b. Träger, auf denen der Trog unmittelbar liegt, Aussehen;

28 / B

14. Trogdeckel;

28 / B

15. etwaige noch nicht genannte Zusammensetzungen mit (Back)trog, -truhe (usw.);

28 / B

16. Sauerkübel, Säuer (Geschlecht!), Bedeutung! nur beim gewerblichen Backen verwendet? Redensarten, Scherze.

Fragebogen S 29: Brotbacken (2)

29 / B

17. Sauerteig, Urhab, Urchel, Urikai, Urfel, Uri, Ura, Tampfel, Dampf, Zufang, Kikl - Geschlecht dieser Wörter, etwaige Bedeutungs- und Verwendungsunterschiede; Herstellung (mit Topfenwasser?), Aussehen des Sauerteiges, Kreuzzeichen darauf? von einem Backtag zum anderen aufbewahrt? (worin? hat der aufbewahrte besonderen Namen?), sonstige Verwendung (z. B. gegen Krankheiten, welche?); besondere gewerbliche Ausdrücke, wie Vorteig (besonders benannt vor und nach dem Salzen?), Sauer, Grundsauer (Bedeutungen!);
17a. nach Sauerteig riechen, urerln, Zusammensetzungen, wie einher-, abherurerln;
17b. Sauerteig verleihen (wieder zurückgeben?);

29 / B

18. Hefe, Hefich, Hefel, Germ, Bier-, Preßhefe (bloß für Milchbrot?), vom Sauerteig wie unterschieden? kommt ‚Jering‘ vor? Bedeutung?
18a. nach Hefe riechen, schmecken;

29 / B

19. etwaige Zusammensetzungen mit den in 17. 18 genannten Hauptwörtern;

29 / B

20. den Sauerteig zerbröseln und auf-, einweiken, anrühren, machen, setzen; wird Mehl daran gerührt? Salz beigegeben? wann?
20a. ihn zerrühren, zerdrücken;
20b. auf die Wärme stellen, setzen;
20c. gären lassen, wo?
20d. Wörter für fehlerhaftes Zubereiten, z. B. sich verschütten u. a. (Bedeutung!); besondere gewerbliche Ausdrücke?

29 / B

21. ihn kennzeichnende Verbindungen, wie alter, neuer, grüner, er säuerlt, läuft an, ist angelaufen u. a. (Bedeutungen!); auch gewerbliche Ausdrücke, wie (zu)jung, reif, (zu wenig) ausgehn, blasen, greift sich kurz u. ä.; Einfluß dieser Eigenschaften auf das Brot;

29 / B

22. mit Sauerteig versetzen, (ein-, an-) tampteln (noch andere Bedeutung?), wann geschieht das? wo? (in Ecke, Mitte des Troges?), wo beim Bäcker?

29 / B

23. Teller, Kübel, Häflein, Schüssel, Platte, auf der der Sauerteig liegt, immer hölzern?

29 / B

24. Mehl zum Schwarzbrot, Brotmehl;
24a. zum Milch-, Weißbrot;
24b. in besonderem Gefäß (Mehlschäffel) aus dem Vorrat geholt?
24c. Menge für einmaliges Backen (Malter?);

29 / B

25. Eigenschaften des Brotmehles, z. B. langes, kurzes, nachlassendes, griffiges, brandiges; Ausdrücke, die den Einfluß dieser Eigenschaften auf das Brot bezeichnen;

29 / B

26. Mehlklumpen, -knödel, -knollen, -batzen u. ä., Buazen, Buazl; zum Backen mitverwendet? Redensarten, z. B. das Mehl ist zusammengewachsen u. a.;

29 / B

27. das Mehl (hinein-)sieben, -reitern;
27a. Mehlreiter, -sieb;

29 / B

28. wird etwas Riechendes, Schmeckendes, Gewürzhaftes beigemischt? Anis, Kümmel (hineinverbacken? oder nur zum Korbausstreuen verwendet?), Koriander, Brotkörner (Bedeutung! hineinverbacken?), besondere Ausdrücke für dieses Beimischen?

29 / B

29. das Sauerteigwasser hinein-, frisches Wasser (Milch bei Milchbrot) dazuschütten, Urhab anrühren, Kikl einmachen, einkikeln, anmachen, (an-, ein-) rühren (vergleiche B 20);

29 / B

30. (ab)mischen;
30a. Person, die mischt, Mischer(in), besondere Bezeichnung im gewerblichen Backen?
30b. womit wird gemischt? (Back-, Trogrührer?);

29 / B

31. die Mischung; wie lange läßt man sie stehen?

29 / B

32. kneten (Formen des Zeitwortes! gekneten?), wie oft wird durchgeknetet? Redensarten, z. B. der Teig muß schnappen, die Laibe sind ohne Sprung u. a.;
32a. Zusammensetzungen, wie ab-, durch-, er- (der-) kneten, nachkneten (wenn der Teig am Model geklebt hat) u. a.;
32b. wûrchen, wür(h)en, Bedeutung;
32c. Zusammensetzungen mit würchen;
32d. sonstige Ausdrücke für ‚kneten‘;
32e. Ausdruck für: in kleineren Stücken (Strutzen?) durchkneten, auswürchen;
32f. Person, die knetet; wie beim Bäcker genannt (Helfer?)?
32g. Ableitungen von kneten, würchen, wie Kneterei (auch Knetach?) u. a., Bedeutungen!
32h. ist Teig ausarbeiten unterschieden von Teig mischen und kneten?

29 / B

33. volksübliche Ausdrücke für Misch-, Knetmaschine und ihre Teile (in der mundartlichen Lautung!), besondere Fabriksmarken inbegriffen, ferner für ihre Leistung und die mit ihrer Bedienung verbundenen Arbeiten; volksübliche Urteile über diese Maschinen;

29 / B

34. Teig (soweit auf bäuerliches Brotbacken und Bäckergewerbe bezüglich); Redensarten, Späße, die sich darauf beziehen, wie in den Teig hineinfallen, -patzen, mit T. beschmieren u. a.;

29 / B

35. Zusammensetzungen mit Teig, an zweiter Stelle, wie Brot-, Semmel-, Wecken-, Hörndl-, Laibelteig (Aussprache des Wortes! an die Aussprache geknüpfte Vorstellungen, Scherze, Anekdoten), Schuberl-, Bretzenteig usw. (Bedeutungen!),
35a. an erster Stelle, z. B. Teigaffe u. a., Redensarten;

29 / B

36. kennzeichnende Eigenschaftswörter zu Teig,
36a. zeitwörtliche Verbindungen wie: er zieht an, wird zäh, läßt sich ziehen, läßt nach u. a. (Bedeutungen!); gewerblich: er hat (zu wenig) Gare (Bedeutung!);

29 / B

37. teigig und Zusammensetzungen;

29 / B

38. einteigigen, -teigen (Bedeutung!);

29 / B

39. nach T. riechen, teigeln, einherteigeln (z. B. aus der Küche);

29 / B

40. gären (Formen des Zeitwortes!), gehn, aufgehn, Redensarten, z. B. der T. geht über, steigt aufher, hat (?) gut, schlecht, zu wenig gegangen, hat sich übergangen u. a. (Bedeutungen);
40a. Gärung (volksüblich?);
40b. gewerblicher Ausdruck für die Gärkraft des Teiges (Triebkraft? volksüblich?);
40c. Ausdrücke für Einfluß der Witterung auf die Gärung;

29 / B

41. Teig ausheben, danher-, aushertun, -stechen u. ä.;
41a. womit?

29 / B

42. ausscharren, -kratzen des Backtroges, zusammenputzen, -schaben;
42a. womit? (Trogscherrer, Aussehen!);

29 / B

43. nachreinigen;
43a. womit? Bartwisch? beim Bäcker: (Trog-)juckerl?

29 / B

44. Die gescharrten Teigreste, Troggescherrechtes, -geschabechtes, Zusammengescherrechtes, -geschabechtes, Schabach; als Tampfel aufgehoben? oder verbacken? (zu Laibeln, Boden-, Aschenzelten, brotbackenen Zelten? Ausdrücke für weitere Bearbeitung solcher Zelten);

29 / B

45. Teig (ab-, her-) wägen, nur gewerblich?
45a. Bäckerwage;

29 / B

46. volksübliche Ausdrücke in ihrer mundartlichen Lautung, für Teigteilmaschinen, ihre Gattungen, Marken, Teile, Leistungen, damit verbundenen Arbeiten;

29 / B

47. Form (Model) zum Aufnehmen des Teiges, Brotkorb, -körbel, -brente, -Karl, Backsumper, Simperl, Backkörbel; haben die Körbe für Wecken besondere Namen? ist der Korb ausschließlich aus Stroh geflochten? ist er aus Holz? wie heißt der den Strohzopf umwindende Zweig? (Zeindl, von der Weide? der Esche?); übertragene Bedeutung (Schelte, Flur-, Ackername), Redensarten;
47a. Handhaben daran;
47b. Ausdrücke für das Vermerken und das Merkzeichen des Models, in dem der Bäcker fremden Teig bäckt;

29 / B

48. gewerbliche Ausdrücke für: den Teig formen, pressen, stüpfeln, durchdrücken, schleifen u. a., auch würchen? (überall die Bedeutungen! Angabe, bei welchen Gebäckarten vorgenommen); 48a. Werkzeug dazu: z. B. Stüpfler, Rollholz u. a. (Aussehen, Verwendung); auch volksübliche Ausdrücke für Formmaschinen? z. B. Bretzenstrangmaschine?

29 / B

49. Form mit Mehl bestauben, einmehligen, -melbeln, ein-, ausstauben.
49a. oder Tüchlein in die Form einbreiten, Backfetzen, -fleck; besondere gewerbliche Ausdrücke?
49b. Teig klebt, pickt an der Form;

29 / B

50. Teig in die Form drücken, Laib auseinanderdrücken;

29 / B

51. Hand in den geformten Teig drücken, wozu? (sobald der Eindruck geschwunden, ist der Teig genügend durchgegoren);

29 / B

52. Glanz des Brotes, Abwaschen der Oberfläche des Teiges im Model, tut es der Bauer? bloß der Bäcker? andere Mittel? wird auch fertiges oder altes Brot noch geglänzt? wie? im gewerblichen Backen?

29 / B

53. Blatter, Blattkübel (des Bäckers), Bedeutung!
53a. Brotwasser (Bedeutung, Verwendung!);
53b. Brothäferl (Bedeutung!);
53c. Schwellspritze;

29 / B

54. glänzen des gewerblichen Weißgebäckes, Mittel, Werkzeug;

29 / B

55. den Teig, das Brot mit Kerben versehen, zeichnen, anmerken, Namen, Aussehen der Zeichen, Zweck des Kerbens, Mittel dazu (mit dem Finger? hat er dann besonderen Namen? mit Gläsern? Stempeln? Ausdrücke!);

29 / B

56. wo lagert (Ausdruck!) der Bäcker das geformte Brot vor dem Einschießen? (Brot-, Semmelbrett, -tuch, Garb [Aussprache des a! Geschlecht], Stangen-, Nagelgarb; Bedeutungen, Aussehen);

29 / B

57. Teig (aus der Form) stürzen;

29 / B

58. T. in den Ofen schieben, (ein-)schießen, übliche Sprüche dabei, Redensarten, Aberglaube (z. B. wenn ein Fremder zur Zeit des Einschießens eintritt, stirbt bald darauf jemand im Hause; schießt man auch verkümmerte Kinder, Wechselbälge ein? wozu? legt sich auch der Erwachsene zu Heilzwecken in den Backofen?); 58a. verschießen, Wendungen (z. B. der hat sich verschossen, Bedeutung!);
58a. Benennung der verschossenen Laibe, Krüppel, Krüppling (Mehrzahl!); wie werden sie verwendet?

29 / B

59. Werkzeug zum Einschießen, (Ofen-, Back-)schüssel, Aussehen; Stiel daran;
59a. besondere Ofenschüsseln des Bäckers, nach der Gebäcksgattung, z. B. Semmel-, Weckenschüssel; welche davon gebraucht etwa auch der Bauer?

29 / B

60. Ausdrücke für die Zeit des Einschießens? die Dauer des Backens?

29 / B

61. das Einschießen wiederholen, umschießen (Lage des Laibes wechseln); wird dabei abermals gewaschen? besonderer Ausdruck für den Zeitpunkt des Umschießens?

29 / B

62. Anschuß (Stelle, wo Brote aneinander kleben), (Brot-) zapfen, sonstige beim Einschießen erfolgte Beschädigungen;

29 / B

63. Aufreißen des Brotes, Ursache;

29 / B

64. Ausdrücke, Wendungen für das Gelingen des Backens;

29 / B

65. das Brot (Gebäck) herausnehmen, womit? (Ofenschüssel? -krücke?);

29 / B

66. Mißbrauch der warmen Laibe durch Dienstboten, zum Bettwärmen? Redensarten;

29 / B

67. auskühlen, kalt werden des Gebäckes;

29 / B

68. das Brot aufbewahren;
68a. Aufbewahrungsort, Brotrainl, -rahmen, -leiter (Zeichnung erwünscht!), Namen für die Teile des Brotrahmens; Redensarten (z. B. es ist ein Bienenschwarm herabgegangen und hat sich in die Brotleiter angelegt, d. h. es ist ein Kind geboren worden);
68b. Aufbewahrungsort beim Bäcker, Brotkammer, -magazin u. a.;

29 / B

69. läßt man Brot absichtlich hart werden? (damit es sich länger halte?), Ausdrücke!

29 / B

70. besondere Ausdrücke für Verrichtungen, Werkzeuge, Maschinen des gewerblichen Backens, die nicht schon zu den vorhergehenden Nummern genannt wurden, z. B. Gebäck herführen, Führung des Brotes, Kühleführung, ausfüllen, Kühlausfüllen, hergehn, breit, flüssig, starr, hoch hergehn, Rollwagen;

29 / B

71. gewerblich Backhilfsmittel, allgemeiner Ausdruck dafür, besondere Ausdrücke (soweit volksüblich) ;

29 / B

72. (Nummer für Ergänzungen).

Fragebogen S 30: Brotbacken (3)

30 / C

1. Brot, Bauern-, Hausbrot (Schätzung gegenüber dem Bäckerbrot, Eigenschaften), Bäckerbrot (hat dieses noch andere allgemeine Bezeichnungen, die es vom Bauernbrot unterscheiden? Eigenschaften), scherzhafte Bezeichnungen (z. B. Kaule, Pims u. a., Gebrauch dieser Wörter!), Redensarten, Vergleiche, Sprüche, Kinderreime auf das Brot bezüglich:
1a. wie weit wird das Wort Brot in übertragener Bedeutung verwendet? Redensarten wie: er hat, verdient sich selbst sein Brot u. a.;
1b. wird handgebackenes Brot durch besonderen Ausdruck dem maschinellen gegenübergestellt?

30 / C

2. Schwarzbrot, schwarzes Brot, Formen, Eigenschaften, Redensarten, Sprüche (z. B. über seinen Wert für Gesundheit). - Auch bei den folgenden Brotarten wolle man, außer der Bedeutung, auch kennzeichnende Eigenschaften, daran geknüpfte Redensarten, Sprüche angeben. -

30 / C

3. Weiß-, Milchbrot;

30 / C

4. Gerstenbrot, linsenes;

30 / C

5. Haferbrot, haberenes;

30 / C

6. Roggen-, Kornbrot, roggenes, kornenes;

30 / C

7. Weizenbrot, weizenes, schönes;

30 / C

8. gemischtes, halbweizenes, Mischling;

30 / C

9. Erdäpfel-, Kartoffelbrot;

30 / C

10. Knödelbrot, Rohrweckel (aus was für Mehl?);

30 / C

11. buchweizenes, haidenes;

30 / C

12. Mais-, Türken-, Kukurutzbrot;

30 / C

13. ungesäuertes, wie weit üblich? Verwendung!

30 / C

14. sonstige Arten, auch gewerbliche, z. B. Kleien-, Sägespänbrot (Herstellung!), Gesundheits-, Gewürz-, Kümmel-, Anis-, Maurerbrot, römisches Brot, Pumpernickel (bekannt?) u. a., Verwendung dieser Brotarten!

30 / C

15. hat Brot besondere Namen, je nachdem der Bäcker zur Tages- oder Nachtzeit es bäckt?

30 / C

16. das täglich verkaufte?

30 / C

17. das durch Haare, Steinchen u. dgl. verunreinigte? Redensarten, Aberglaube;

30 / C

18. was wird vom Bauer außer Brot im Backofen noch gebacken?

30 / C

19. Laib, nur in fester Verbindung mit Brot (ein Laib Brot)? in übertragener Bedeutung mit anderen Hauptwörtern z. B. Laib Käse? Geschlecht, Mehrzahl, Verkleinerung (Gebrauch, Bedeutung derselben); Aussehen des Laibes, Höhe, mehr fladenartig?
19a. gibt es besondere Ausdrücke für Ober-, Unterseite, Rand, andere Teile des unangeschnittenen Laibes? (Männer-, Weiber-, Bodenseite u. a.), damit verbundene Vorstellungen, Redensarten;
19b. großer, kleiner Laib, Vergleiche, Redensarten;
19c. Zusammensetzungen mit Laib, Laibel, z. B. Viertel-, Vierer-, Vierziger-, Bauern-, Mordslaib; Laibelbrot u. a., Bedeutungen!

30 / C

20. Ausdrücke für Gestalten des Brotes (beim gewöhnlichen Backen), die nicht die Laibform haben, z. B. (Brot)wecken, Strutz, Fladen u. a.; haben diese Formen besondere Bestimmung?

30 / C

21. (Brot)rinde, kennzeichnende Beiwörter, etwaige Zusammensetzungen, Wendungen, Vergleiche;

30 / C

22. Krume, Schmolle; Zusammensetzungen, Beiwörter, Schmolle ausbohren, Verwendung; sonstige Bedeutung?
22a. gibt es ein Eigenschaftswort, um die Vorstellung ‚mit Schmolle, viel Schmolle versehen‘ auszudrücken?

30 / C

23. großes, kleines Stück Brot, Ausdrücke (z. B. Ranken, Reanken [wird das Wort auch für andere Stoffe gebraucht?], Fetzen, Mugel, Bröckel, Fesel u. a.), Zusammensetzungen damit, Vergleiche;

30 / C

24. (Brot)schnitte, Keil, Trumm, Trümmel, eine Jause, Laden, Spundladen u. a.;

30 / C

25. (größere) Überreste, nicht ganz aufgezehrte Brotschnitten, Ausdrücke! wo aufbewahrt? etwaige Ableitungen von solchen Wörtern, Zusammensetzungen;

30 / C

26. Brosamen, Brösel;
26a. Zusammensetzungen mit Brösel, an zweiter Stelle: Brot-, Semmelbrösel usw.,
26b. an erster: Bröselteig, -maschine (volksübliche Ausdrücke für ihre Teile?) usw.;

30 / C

27. Brot verkrümeln, bröseln;
27a. Zusammensetzungen wie ab-, abher-, aus-, einhin-, ver-, zerbröseln u. a., Bedeutungen!

30 / C

28. Brösel mit den Fingern ‚zusammenpecken‘;

30 / C

29. bröselig, bröselet (verbreitet), etwaige Zusammensetzungen;

30 / C

30. Brotkügelchen;
30a. Brotkügelchen drehen, wuzeln;
30b. sich damit bewerfen. - Zu den folgenden Eigenschaften des Brotes wolle man außer der Bedeutung auch übliche Umschreibungen, hauptwörtliche Ausdrücke, Redensarten angeben. -

30 / C

31. das Brot ist verbrannt;

30 / C

32. angebrannt;

30 / C

33. halbbacken, teigig (schliffig?);

30 / C

34. ungebacken;

30 / C

35. neu-,
35a. alt(ge)backen;

30 / C

36. rindenhohl (hat ein solcher Laib besonderen Namen?);

30 / C

37. speckig (weil das Getreide ausgewachsen, das Mehl kalt war?), telzig;
37a. hat die speckige Schichte besonderen Namen (Telz, Speck)? Zusammensetzungen damit, Ableitungen (z. B. Telzach?);

30 / C

38. Brot mit Teiggeschmack;

30 / C

39. spindig ;
39a. Spind;

30 / C

40. Brot fast ohne Poren, gleim, gleim beinander (kommt auch glaum vor? in was für Wendungen?);

30 / C

41. großporig, luckerig, lochet, gelöchelt (Steigerung üblich?), ,da steckt dem Bäck seine Seel‘ drinnen‘;
41a. Bäckerseele;

30 / C

42. das Brot hat Risse, Sprünge, Schricke (durch zu starke Gärung); auch die entsprechenden Eigenschaftswörter!

30 / C

43. hat eine (meist aufgesprungene) Beule, Kropf, ist kropfig;

30 / C

44. hert, hart (welche Form häufiger?);

30 / C

45. zu mürbe, weich, lind;

30 / C

46. zu süß;

30 / C

47. zu stark gesäuert, urchelsauer (auch bildlich?), hantig, tatscht zusammen;

30 / C

48. schwer;

30 / C

49. leicht, gering, hupferlgering;

30 / C

50. schrammig, gibt sich zusammen;

30 / C

51. ofenwarm;

30 / C

52. staubig;

30 / C

53. resch, Resche;

30 / C

54. ausgetrocknet;

30 / C

55. kraftlos, derb, wenig schmackhaft;

30 / C

56. nieder (weil zu stark gewässert?), zusammengeknorkt, -getescht;

30 / C

57. hoch, spannhoch;

30 / C

58. sandig;

30 / C

59. flockig;

30 / C

60. nachlassend;

30 / C

61. schimmelig, kriegt Haare, hat einen Bart, Pelz;

30 / C

62. sonstige kennzeichnende Eigenschaften dieser Art;

30 / C

63. allgemeiner Ausdruck für mißratenes Brot; Verwendungen des mißratenen Brotes;

30 / C

64. Farbe des Brotes;

30 / C

65. Anschnitt (beliebt?), Scherzel, Ranftel, Zusammensetzungen wie Wecken-, Brotscherzel, -ranftel;
65a. Scherzel aushöhlen, wozu? wer hat es gerne? hat das ausgehöhlte Scherzel besonderen Namen;

30 / C

66. Anschnittfläche;

30 / C

67. anschneiden, angänzen (wird -gg- gesprochen?), Wendungen;

30 / C

68. Brot aus der Mitte schneiden;

30 / C

69. hat das fürs Gesinde bestimmte Brot besonderen Namen?

30 / C

70. hat der Laib, Strutz, den die Magd erhält, die das Backen beaufsichtigt oder dabei hilft, besonderen Namen? was tut sie damit? gibt es für diese Magd besondere Bezeichnung?

30 / C

71. viel Brot essen, bampfen, knollen;
71a. Mensch, der gerne Brot ißt oder doch stets bei sich hat, Brotesser, -fresser, scherzhafte Namen, z. B. Kauleverwalter, Pimsmeier, Redensarten;

30 / C

72. dem Gaste Brot anbieten, hinlegen, Redensarten, Bräuche, Anschauungen.

30 / D

1. Allgemeine Bezeichnungen für bäuerliches Festtagsbrot (aus Brotteig; kleineres Weißgebäck ausgeschlossen), besseres Brot (ist es auch weißes?);

30 / D

2. besondere Namen: Weihnachtsbrot, Steri
(-laib, -brot), weiße, schwarze Steri, Birnlaib, Klozen-, Klezenbrot (aus welchen Stoffen?); werden zugleich noch andere Brote mitgebacken? z. B. ein Laibel - Name! -, das die Großdirn dem ersten kommenden Armen, Bettler, reicht, der sich am Weihnachtstag sehen läßt: ist es ein Mann, so heiratet sie im nächsten Jahr und ihr Mann heißt dann so wie der Bettler; ferner die Viehsteri - Bestimmung, Anzahl! -, oder 4 bis 5 längliche Brote in Daumenform für Fütterung der Elemente), sonstige Gebräuche;
2a. besondere auf das Weihnachtsbrot bezügliche Ausdrücke (über Herstellung, Verwendung, Form u. a.);
2b. Zusammensetzungen;

30 / D

3. Osterbrot, -laibl, Pinze usw. (soweit nicht schon zu Bogen 3, F 3 vom Sammler erwähnt), Gebräuche;
3a. besondere Ausdrücke, Zusammensetzungen;

30 / D

4. Allerheiligenbrot, Allerseelenbrötlein, Seelweck(en), -wick(en), Hallerwickel, -wertel, Gebräuche, besondere Ausdrücke (z. B. Seelwickelauswerfen, das Seelwickeln [Bedeutung! von wem besonders geübt?], Bitt-, Dankformeln), Zusammensetzungen;

30 / D

5. Kirchweihbrot, Gebräuche, besondere Ausdrücke, Zusammensetzungen;

30 / D

6. Faschingsbrot, Gebräuche, besondere Ausdrücke, Zusammensetzungen;

30 / D

7. sonstige Festtagsbrote;

30 / D

8. Zusammensetzungen mit Brot (samt ihren Bedeutungen!), soweit noch nicht erwähnt (vergleiche auch C!), an zweiter Stelle: nach dem Mehle (hier etwaige Ergänzungen zu den C 2-14 erwähnten Arten!),
8a. nach den Zutaten, der Füllung, z. B. Honig-, Eier-, Kräutlich-, Semmel-, Hörndel-, Schuberl-, Schmalzbrot (Schmalzschnitten), Butterbrot u. ä.,
8b. nach der Bestimmung, z. B. Bettler-, Boten-, Leute-, Herren-, Schnitterbrot, Kommißbrot u. a., Wendungen, Redensarten!
8c. nach der Herkunft, z. B. Kloster-, Linzer-, Landshuter-, Kauf-, Pfisterbrot u. a., Redensarten,
8d. nach der Mahl-, Tageszeit, z. B. Frühstücksbrot u. a.; kommt Morgen-, Mittags-, Abendbrot (in eigentlicher und übertragener Bedeutung) vor?
8e. nach dem Preise, z. B. Dreier-, Fünfer-, Neunerbrot,
8f. schlechtes Brot, z. B. Saubrot,
8g. nach der Form,
8h. sonstige, z. B. Himmelbrot (auch Manna?), Schweins-, Kuckucks-, Herrgottsbrot u. a.;

30 / D

9. Zusammensetzungen mit Brot (soweit noch nicht erwähnt), an erster Stelle (auch sachliche Erläuterungen erwünscht!): [Brothandel:] Brothandel, -sitzer, -händler (welche Personen üben Brothandel aus?), -(aus)träger, -fuhre, -führer, -fuhrmann, -wagen, -tisch (in einem Brotladen), -laden (als Verkaufsort), -stand, -tischstatt, -preis, -gewicht, -schwere, -aufgabe (Zugabe des Verkäufers) u. a.,
9a. [Brotbehälter, -geräte:] Brottasche, -sack (Redensarten, z. B. ihn höher hängen, sich zum Brotsack beschweren gehn u. a.), -ranzen u. a., Brotgehänge (-gehienge), -messer (auch = Faschinenmesser, Bajonett?), -löffel (Bedeutung!) u. a.,
9b. [Rechtsausdrücke:] Brotknecht, -geld, -beschauer u. a.,
9c. [Speisen aus Brot:] Brotsuppe, -torte u.a.,
9d. [sonstige:] z.B. Brotschimmel, -werk, -zeit, Brotvermehrung (biblisch, ‚die wunderbare Br.‘; wie wird das -o- da ausgesprochen?),
9e. [eigenschaftswörtlich:] z. B. brottrocken.

30 / E

1. Kommt Weihwasser beim Brotbacken in Verwendung? wie viel? (ein Spritzerl), Segnungen beim Brotbacken;

30 / E

2. Patron der Bäcker, Ausdruck, Name des Heiligen (mundartlich!), Art der Verehrung, Redensarten;

30 / E

3. Eindrücken von Kreuzen (nur beim Weizenbrot?), mit Messer? Hand? einem bestimmten (wie benannten?) Finger?

30 / E

4. Gebräuche beim Anschneiden, Verzehren, Redensarten; wo darf der angeschnittene Laib nicht stehn? welchem Teil der Stube ist die Anschnittfläche zugekehrt?

30 / E

5. Vorstellungen vom Wert, der Notwendigkeit des Brotes, Redensarten, Wendungen (Brot ist ‚würdig‘, Brot nicht wegwerfen, verwüsten, verleisten - Volksmeinung hierüber! -, der weiß, woher das Brot kommt, dem lieben Herrgott das Brot wegessen, Brot essen ist leichter als Brot verdienen usw.), Brot ,sparen‘, Urteil der Dienstboten darüber;

30 / E

6. Brot als Schutz gegen Anfechtung, böse Hunde, als Zaubermittel beim Schatzgraben, zum Löschen eines Brandes;

30 / E

7. gefundenes, fremdes Brot (Redensarten, z. B. fremdes Brot schmeckt besser als das eigene), gekauftes Brot (Redensarten), tägliches Brot (Redensarten);

30 / E

8. von Hausgeistern, Kobolden bereitetes, gespendetes;

30 / E

9. sonstige ans Brot geknüpfte Volksmeinungen, -bräuche;

30 / E

10. Brot, Brotrinde u. a. in der Volksmedizin (z. B. gekautes für Geschwüre, mit Schwarzbrot räuchern gegen Zahngeschwulst u. a.):

30 / E

11. Kinderspiele, die sich auf Brot (-backen) beziehen;

30 / E

12. Volksmeinungen über Bäcker und backen.

Fragebogen S 31: Weißgebäck

31 / A

1. großer Trog für das feinere Weißgebäck;
1a. Mehlsteg (zur Abtrennung größerer oder kleinerer Räume im Trog);

31 / A

2. kleinerer Trog für das mindere Weißgebäck;

31 / A

3. besondere Ausdrücke für Teigzubereitung bei Weißgebäck (Formeln, die ebenso für andere Teige verwendet werden, z. B. etwa Eier, Butter zumischen, bedürfen hier nicht besonderer Anführung);

31 / A

4. Tafel, Backstubentafel (zum Formen des Teiges), Aussehen;

31 / A

5. Semmel schleifen, Bedeutung! (wenn nicht schon zu Bogen 29 B 48 erwähnt);

31 / A

6. legt man die Semmel dann (zum Aufgehen?) auf die Garb?
6a. Bretter der Garb, Brotladen (wenn nicht schon zu 29 B 56 erwähnt);
6b. Tücher über die Brotladen legen, Laden aufziehen, Name der Tücher; wer besorgt das?

31 / A

7. auf die Tafel zurücklegen;

31 / A

8. Semmel (Weißgebäck) mit Fett überstreichen, wozu?

31 / A

9. die Semmel (das Weißgebäck) formen;
9a. womit wird die Semmel geformt? dem Abdrücker? sein Aussehen, Name der Kerben in ihm; die durch die Kerben abgegrenzten Teile des Gebäckes (Semmelrigln);
9b. besondere Werkzeuge zum Formen anderen Weißgebäckes?

31 / A

10. das geformte Weißgebäck auf die Garb, den Laden legen;
10a. geformtes mürbes zunächst auf die Blechplatte (Name!) legen;

31 / A

11. den Laden neben die Ofengrube stellen;

31 / A

12. Semmelschüssel (wenn nicht schon zu 29 B 59a erwähnt), Aussehen, Verwendung, Name des Stieles, aus welchem Holz?
12a. die Semmel darauflegen;

31 / A

13. besondere Ausdrücke für das Einschießen der Semmel, des mürben Gebäckes?
13a. Semmeln u. a. zusammenschießen;

31 / A

14. Ausdrücke für die Backdauer;

31 / A

15. das Gebäck aus dem Ofen nehmen;

31 / A

16. altes Weißgebäck (Semmeln) aufweichen und es neu backen; aufweichen und die Masse in den Teig verarbeiten - besondere Ausdrücke?

31 / A

17. mit Salz bestreutes, übersalzenes Gebäck, Gesamtname? welche Gebäcke werden übersalzen?
17a. das Salz auftragen, wann?
17b. vorhergehendes Anfeuchten des Gebäckes;
17c. dazu verwendetes Bürstchen;

31 / A

18. sonstige Werkzeuge, Verrichtungen bei Erzeugung des Weißgebäckes;

31 / A

19. volksüblich gewordene besondere Ausdrücke des maschinellen Betriebes (Maschinen, ihre Teile, Spezialmarken, Bedienung der Maschinen u. a.);

31 / A

20. (Nummer für Ergänzungen).

31 / B

1. flache, gerundete Formen des Weißgebäckes: z. B. Zelten (auch in übertragenen Bedeutungen?), Fladen, Scheibe, Patzner, kleiner Laib, Anislaibl usw., werden einzelne dieser Namen auch für andere Gebäckarten gebraucht?
1a. besondere Ausdrücke bezüglich Zubereitung, Form der genannten Gebäcke;

31 / B

2. die genannten Gebäcke als Festgebäck, besondere Namen? z. B. Weihnachts-, Birnen-, Fastenzelten, Osterfladen, -flecken (falls nicht schon zu Bogen 3 F 3 genannt); zu welchen anderen Festen noch? (z. B. zu St. Sebastian);
2a. besondere Ausdrücke für Zubereitung, Formen dieser Festgebäcke, zu jedem die einschlägigen Gebräuche (z. B. Schwartling-, Scherzenschneiden, Osterzelten als Patengeschenke), Sprüche (z. B. Sebastian geht mit dem Bodenscherz davon – Bedeutung!):
2b. sonstige Zusammensetzungen mit den in 1 genannten Wörtern;

31 / B

3. Fochezen, Fogezen, Fogazen, Pogatschen;
3a. besondere auf sie bezügliche Ausdrücke;
3b. etwaige Zusammensetzungen;

31 / B

4. Semmel (hat das Wort auch noch die allgemeine Bedeutung ‚Weizengebäck‘ und wird es auch von anderen Formen als der gewöhnlich so benannten gerundeten Form gebraucht? welchen? ist der Ausdruck ‚weiße Semmel‘ üblich?), Mund-, Wiener-, Kaiser-, Eiersemmel, Kaiser-, Eibrot, Kreuzersemmel usw.; wird die Semmel auch als mürbes Gebäck gebacken (Bezeichnung!)? gehört die Gschradi (Gschradė) zu den Semmeln oder zu Nr. 8?
4a. besondere auf die Semmel bezügliche Ausdrücke;
4b. sonstige Zusammensetzungen mit Semmel, z. B. Semmelgesicht, semmelgelb;

31 / B

5. länglich flache, gerundete Formen: z. B. Strutz (Mehrzahl!), Strutzen, Strützel, Wecken u. a., scherzhafte Bezeichnungen wie z. B. Schendarm;
5a. besondere auf sie bezügliche Ausdrücke, z. B. aufgeriebener Wecken u. a.;
5b. die genannten Gebäcke als Festgebäck, besonders zu Weihnachten, Allerheiligen, Bezeichnungen, z. B. Weihnachts-, Christ-, Allerheiligenstrützel, Oster-, Rauchwecken (wann?) u. a.; Sitten;
5c. besondere auf dieses Festgebäck bezügliche Ausdrücke;
5d. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit den in 5 erwähnten Wörtern;

31 / B

6. Stangenform: Salzstangel (auch in übertragener Bedeutung?) u. a.; besondere Ausdrücke, Zusammensetzungen;

31 / B

7. geflochtene Formen: Zopfgebäck, Zopf, geflochtene Strützel usw.; besondere Arten des Flechtens;
7a. auf sie bezügliche besondere Ausdrücke;
7b. als Festgebäck üblich? zu Weihnachten? Pfingsten? Allerseelen? sonst? Bezeichnungen, Gebräuche (z. B. als Patengeschenk üblich?);
7c. besondere auf dieses Festgebäck bezügliche Ausdrücke;
7d. Zusammensetzungen mit den in 7 genannten Wörtern;

31 / B

8. gespaltene Formen: Spaltgebäck, Pa(u)nzerln, Steg usw., dafür auch ,Kipfel‘, ‚Weckel‘ gebräuchlich?
8a. besondere auf sie bezügliche Ausdrücke;
8b. Zusammensetzungen;

31 / B

9. Knaufgebäck, mit einem oder zwei Zipfeln an beiden Seiten, Vierzipf, Strohsackl u. a.;
9a. besondere darauf bezügliche Ausdrücke;
9b. Zusammensetzungen;

31 / B

10. gebogene Formen: z. B. Kringel, Ring, Bretzel, Beugel, Hörndl, Kranz, Hörndlbretze, Kipfel, Raisthaar u. a.; begegnen sie auch in Verbindung mit geflochtenen Formen?
10a. darauf bezügliche besondere Ausdrücke;
10b. als Festgebäck, zu Weihnachten, Fasching, Fastenzeit, Allerheiligen, Allerseelen, sonst? Weihnachtskringel, Martinihörndl, Fasten-, Patenbretzel, (auch Beichtbretzel?); Gebräuche;
10c. besondere darauf bezügliche Ausdrücke;
10d. sonstige Zusammensetzungen mit den in 10 genannten Wörtern, z. B. Nuß-(Mohn-)beugel, -kipfel, Bier-, Freibürgerbretzel, Bretzenbub, -weib, -mann (hat die Stange, an der er die Bretzeln aufgereiht trägt, besonderen Namen?) usw.;

31 / B

11. schneckenartig gewundene, rosenartig eingerollte Formen, Spiral-, Schneckengebäck, Schiraffel, Räunggele, Reinkerl, Reindling usw.;
11a. besondere auf sie bezügliche Ausdrücke;
11b. als Festgebäck, z. B. Kirchweih-Reindling, Weihnachtsrosen, Thomasradl u. a.;
11c. besondere darauf bezügliche Ausdrücke;
11d. Zusammensetzungen;

31 / B

12. sind sonstige, weder in den vorhergehenden noch in den folgenden Nummern (15-18) abgefragte Formen als Festgebäck üblich, besonders zu Weihnachten, Neujahr, Dreikönig, Fasching, Fasten, Ostern, Allerheiligen, Allerseelen? Ausdrücke, Gebräuche,

31 / B

13. ferner zu Geburt, Wochenbett, Taufe, Hochzeit, Totenmahl?

31 / B

14. Gebildebrote, allgemeiner Ausdruck;
14a. wer verfertigt sie? handelt damit? Ausdrücke! - Zu Nr. 15-18 wolle man anmerken, aus welchem Teig (auch aus Schwarzbrotteig?) die betreffenden Gebilde gebacken werden, ferner zu welchen Gelegenheiten, wolle auch kennzeichnende Eigentümlichkeiten ihres Aussehens, an sie geknüpfte Ausdrücke, Verwendung, Gebräuche bei den einzelnen angeben.-

31 / B

15. menschliche Formen: St. Nikolaus, Reiter, Ritter, Edelmann, Mann mit Schwert, Jäger, Bauer, Schütze, die Spinnerin, Edelfrau, Reiterin, Brautpaar mit dem Kindersegen, Wiegen-, Wickel-, Zeilenkinder u. a.;

31 / B

16. Tierformen: z. B. Lamm, Schwein, Ziege, Hirsch, Hase, Vogel, Fisch;

31 / B

17. Herzform;

31 / B

18. andere Gebilde;

31 / B

19. kennzeichnende Eigenschaftswörter, auf Weißgebäck bezüglich (man wiederhole hier - jedes auf eigenem Zettel - auch die Eigenschaftswörter, die in Bogen 30 C 31 bis 62 vom Schwarzbrot genannt sind, falls sie auch vom Weißgebäck ausgesagt werden, und nenne die Weißgebäckarten, für die sie gebräuchlich sind), daran geknüpfte Redensarten, Ausdrücke, z. B. für den hohlen Raum in der Semmel, Erproben der Reschheit durch Eindrücken usw.;

31 / B

20. (Nummer für Ergänzungen).

Fragebogen S 32: Gliedmaßen, Arm

32 / A

1. Gliedmaßen (d. h. Arme und Beine zusammen), gebräuchlich? wie wird das -a- ausgesprochen? auch Einzahl üblich? in welcher Bedeutung?
1a. Ersatzwörter, auch scherzhafte, wie Grueggen, Gruecken, Gouken, Griffel, Stecken, Zaunstecken, Windmühle u. a.;

32 / A

2. die Gliedmaßen (nicht Arme allein, oder Beine allein) bewegen, besonders in spielender Weise (wie z. B. Kinder tun), gaukeln, tappeln, schlankeln u. ä.;

32 / A

3. übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, z. B. alle, die ganzen Gliedmaßen u. a., Redensarten damit,

32 / A

4. mit Zeitwörter, z. B. die Gliedm. strecken, spüren, abdrücken u. ä.;

32 / A

5. Glied (Geschlecht, Mehrzahl, nur Mehrzahl üblich? Verkleinerung), Bedeutungen (auch Gelenk? in der Einz. beschränkt auf ‚Geschlechtsteil‘? Glied einer Kette, Gemeinschaft), Redensarten, z. B. Verwandtschaft im ersten, zweiten usw. Glied (welches Bild waltet da vor? Fingerglied? Kettenglied?);
5a. kommt daneben Lid (Verkl. Lidl) vor? Bedeutung! zu unterscheiden von Lid = Deckel;

32 / A

6. übliche Verbindungen mit Eigenschaftsw.: alle, ganze, gesunde, schwache, kranke, tote, kalte Glieder, künstliches Glied usw., Bedeutungen, Redensarten damit. (Falls auch Lid in solchen Verbindungen erscheint, ist es auf besonderem Zettel zu vermerken);

32 / A

7. übliche Verbindg. mit Zeitw.: die Glieder strecken, alle viere strecken (Ersatzausdrücke, wie sich ranzen), kein Glied rühren (können), alle Glieder (alle viere) hängen lassen (ist ‚ganz rach sein‘ Ersatzausdruck dafür?), die Glieder (einer Kette) zusammenschweißen, sprengen u. a.; Zeitwörter für Erkrankung der Glieder (faulen, abfaulen, schrumpfen, eingehen u. a.); derartige Verbindg. mit Lid auf besonderen Zetteln;

32 / A

8. umschreibende Verbindungen, wie Hände und Füße, Redensarten damit; dabei beachte man Gebrauch des Artikels, ferner Voranstehen des einen oder des anderen Wortes, z. B. die Füße und die Hände gebrauchen, gegen: das hat nicht Hand nicht Fuß, mit Füßen und Händen arbeiten;

32 / A

9. Zusammensetzungen mit Glied, Lid, an zweiter Stelle: Ketten-, Finger-, Weibsglied u. a.; Mitglied (üblich?),
9a. an erster Stelle: Gliederpuppe, -tocke, -geist u. a.; gliedweise, -weich (= gelenkig, auch von englischer Krankheit gesagt?) u. a.;

32 / A

10. gliedern, daneben auch lidern?
10a. Zusammens.: ein-, zer-, ab-, zusammengliedern (-lidern) u. a.;

32 / A

11. gliederig, g(e)liedig, Bedeutungen! (= gelenkig, schnell, auch übertragen, z. B. ein g(e)liediges Gehn);

32 / A

12. der Glieder berauben, verstümmeln, -stümpeln; Umschreibungen, wie die Arme und Füße hat's ihm genommen, er ist um seine Glieder gekommen u. a.;
12a. Ausdrücke für einen der Gliedmaßen Beraubten;

32 / A

13. Gelenk (Aussprache: Gleŋ? Gleŋg? Gleŋkh? Gleŋkch?), Mehrz. vorhanden? verschiedene Formen der Mehrz.? in verschiedenen Bevölkerungsschichten? haben auch Werkzeuge Gelenk(e)? kommt Gleich (Gloach), ferner Gewerb in der Bedeutung Gelenk vor?

32 / A

14. Zusammens., wie Hand-, Fuß-, Fingergelenk u. ä.,
14a. wie Gelenkskopf, -band u. a. (abgesehen von den in den folgenden Nummern abgefragten);

32 / A

15. (un)gelenk(ig);
15a. gleichig, gleichsam;

32 / A

16. verstauchen;
16a. Verstauchung; Zusammens. damit;

32 / A

17. verrenken (etwaige Wendungen!); kommt auch renken vor? Bedeutung! Man beachte Formen wie rentsen, rensen, ranken;
17a. ausrenken;
17b. Verrenkung; Zusammens. damit;

32 / A

18. ausrecken (= verrenken);

32 / A

19. lenken, verlenken (= verrenken);

32 / A

20. ausdrehen;

32 / A

21. auskegeln (= verrenken), Redensarten, wie das Gesicht ausk. (Bedeutung! Heilmittel!), sich den Arsch ausk. (Bedtg.);
21a. sonstige Ausdrücke für die in 16-21 enthaltenen Vorstellungen;

32 / A

22. einrichten, -renken;
22a. Einrenkung und verwandte Ausdrücke;

32 / A

23. Heilmittel, Segen gegen Gliederverrenkung (Dörrband u. a.);

32 / A

24. Glieder-, Gelenkskrankheit, -lähmung, -weh, -zittern; ist sonst ein hauptwörtlicher Ausdruck allgemeiner Bedtg. für Verletzung, Krankheit der Gliedmaßen üblich?

32 / A

25. englische Glieder, engl. Krankheit, Knochenerweichung; Ausdrücke, die sich darauf beziehen, wie doppelte Glieder, Zwiewachs, angesetzte Glieder, unterwachsen; Mensch mit solcher Krankheit, (Aberglaube);

32 / A

26. Gliedschwamm (Heilung!);

32 / A

27. Einschlafen der Glieder;

32 / A

28. Gliederreißen, -sucht;
28a. Rheumatismus (mundartliche Form des Wortes!), Zusammens., z. B. Gelenksrheumatismus;
28b. gliedersüchtig, rheumatisch;

32 / A

29. Gelenksentzündung;

32 / A

30. Gelenkssteifigkeit, Rähe; etwaige Zusammens., z. B. Kreuzrähe;
30a. räch (rach) - von Menschen sowohl als von Tieren ausgesagt? oder nur von Tieren? welchen? sind noch andere Eigenschaftswörter, z.B. gelenksteif üblich?

32 / A

31. Heilmittel gegen die in Nr. 24-30 genannten Zustände (z. B. Krummholzöl, Katzenschmalz, Gemsunschlitt, fliegendes Element u. a.), Aberglaube, Gebräuche, Segen;

32 / A

32. Gicht (Geschlecht, auch Mehrzahl?), Vergicht, Vricht, Gegicht; sonstige Bedeutungen außer der auch schriftsprachlichen, Redensarten, z. B. Gicht und Gall kriegen;

32 / A

33. Arten: fliegende, kalte, warme, laufende, Gall-, Krampf-, Schrei-, Nerven-, Hand-, Fingergicht; Podagra (Potigra usw.);

32 / A

34. übliche Verbindungen mit Zeitw., z. B. Gicht zieht, zieht zusammen, reißt, zwickt, hat ihn u. a.;

32 / A

35. volkstümliche Heilmittel: Gichtrauch, -ringe, -kräuter, -geist, -leinwand, -beten (Hauptwort! = Gichtrosenkränze), -zettel; sonstige wie Luchssporn, Krötenbein, Elefantenläuse, Gallpulver (Be­schreibung! woraus bestehend? wie angewendet?);
35a. Heilung durch Gesundbeten, Gichtsegen (Wortlaut!), (ab)beten, verbeten;

32 / A

36. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Gicht (Vergicht usw.), wie Hühnergicht u. a.; Gichtknober(l), -tübel, -beere, -stock (Pflanze), -wurz, -leiden u. a.; gichtbrüchig;

32 / A

37. gichtisch, -ig, vergichtig;

32 / A

38. ist das Wort Gichtiker üblich? Gichtmatikus?

32 / A

39. Vorstellungen über Entstehung, Ursachen der Gicht, z. B. Hühnerfleisch essen, ‚gutes Leben‘; die üblichen Ausdrücke in mundartlicher Form voranstellen!

32 / A

40. Sonstiges, wie Hexenschuß, auch bloß Schuß, Einschuß, Hexenstich (Volksmeinung!);

32 / A

41. Mensch mit Gliedern, die durch eine der vorgenannten Krankheiten entstellt sind; Ausdrücke für zugehörige Eigenschaften, z. B. kontrakt (kchontrokcht usw.).

32 / B

1. Arm, wie lautet die Verkleinerung? gebraucht die Mundart für den Begriff ‚Arm‘ das Wort Hand? übertragene Bedeutungen, z. B. Arm von Geräten (Wage, Kleiderständer, -rechen), Arm eines Flusses, Wegweisers, ein Arm geht, steht aus der Wand, geht ausher u. a.; Übertragung auf Vorstellungen von Macht, in Redensarten wie starker, schwacher, langer A., A. Gottes. [Jede Formel auf besonderen Zettel!] Kommt auch Hand (oder nur Hand) in gleicher Verwendung vor? Man beachte das auch bei den folg. Nummern;
1a. Redensarten mit Arm in der sinnlichen Bedeutung, z. B. unter den Arm (die Arme) greifen, reichen, gehen, den Arm nicht rühren, Arm in Arm, über den Arm verkaufen (Bedtg.!), seinen Arm darüber halten (Bedtg.!); kommt ,Mein Arm!‘ als Ausdruck der Verwunderung vor?

32 / B

2. Teile des Armes: Ober-, Unter-, Vorderarm (heißt dieser auch Elle?), auch übliche gleichbedeutende Verbindungen wie der obere, untere, mittlere Arm (wird die Wortverbindung häufiger gebraucht oder das Einzelwort?);
2a. Bezeichnungen der Armknochen (Elle? Speiche?), [das Wort Ellbogen wird in B 28 abgefragt],
2b. der Armmuskeln (z. B. Armmäusel, das dicke Fleisch, Mausfleisch);

32 / B

3. sonstige Ausdrücke für Arm, z. B. die Flüg (= die Arme), auch scherzhafte, wie (Zaun-)stecken.

Fragebogen S 33: Arm, Hand

33 / B

4. lange Arme; lange Arme habend, langarmig; Mensch mit langen Armen (hauptwörtlicher Ausdruck!); auch bei den nächsten Nummern beachte man diese drei Unterscheidungen und gebe jeder besonderen Zettel;

33 / B

5. kurze Arme;

33 / B

6. Länge, Kürze des Armes, sind besondere haupt- und zeitwörtliche Ausdrücke dafür vorhanden (z. B. Klafter, klaftern)? was gilt als regelmäßige Armlänge? ist sie Grundlage für ein Maß? was bedeuten lange Arme?

33 / B

7. rundliche, dralle, dicke Arme, auch Redensarten, Vergleiche;

33 / B

8. dünne, schwache, spanlechte, Spanlarme, Redensarten, Vergleiche (Ärmlein zum Abbrechen, wie Zündhölzchen, die reinsten Kinderärmlein u. ä.);

33 / B

9. dichtbehaarte Arme;

33 / B

10. Haare an den Armen (Benennung, Bedeutung);

33 / B

11. lahmer, gefühlloser Arm (woher rührend?);

33 / B

12. unbrauchbarer A.;

33 / B

13. nur einen A. habend, einarmig; Einhänder;

33 / B

14. Stumpfarm, Stumpel, Stutz; Mensch mit solchem;

33 / B

15. künstlicher Arm;

33 / B

16. sonstige häufige Eigenschaftsw. bei Arm;

33 / B

17. Armvoll, Arfel (Bedtg.!);

33 / B

18. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Arm, an zweiter Stelle, z. B. Wasserarm,
18a. an erster, z. B. Armbug, -bruch, -stumpf, -binde u. a.; armlang, -dick, -los u. a.;

33 / B

19. die Arme verschränken, kreuzen, ineinander-, übereinanderschlagen; verschränkte Arme, mit verschränkten Armen (besondere Eigenschaftsw. dafür üblich?), Bedeutung dieser Armhaltung;
19a. die Arme am Rücken (Hintern) kreuzen, ‚der geht daher, die Händ‘ am Arsch‘;

33 / B

20. in den Armen halten, tragen;

33 / B

21. die Arme recken (z. B. auch beim Erwachen, sich räkeln), ausstrecken, ausgestreckter Arm;

33 / B

22. den Arm reichen, einhängen lassen, sich einhäkeln;

33 / B

23. die Arme aufstützen, sich auf-, hin-, einhinlümmeln, -lackeln, Redensarten;

33 / B

24. mit den Armen schlenkern, sie baumeln lassen; Mensch der das tut (besonderer Ausdruck?);

33 / B

25. umarmen;

33 / B

26. zeitwörtl. Ausdrücke für sonstige Bewegungen mit den Armen, z. B. umeinanderfuchteln;

33 / B

27. besondere hauptwörtl. Ausdrücke für Bewegungen mit den Armen;

33 / B

28. Ell-, Ellenbogen, Enkel-, Engelbogen, Engelbein; hat auch das einfache Wort Elle dieselbe Bedeutung?
28a. Redensarten, wie es beim Ellenbogen nicht herausschwitzen können (Bedtg.!), den Ellenbogen brauchen (sich mit ihm eine Gasse bahnen);

33 / B

29. Stoß mit dem Ellenbogen, Stupf, stupfen;

33 / B

30. Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, z. B. spitziger E.;

33 / B

31. Zusammens., z. B. Ellbogenspitze (ist Mäusel damit gleichbedeutend?).

33 / C

1. Hand, Mehrz., Verkleinerung, Koseform (Hanti, Handschi, Hantschl u. a.), übertragene Verwendung (Hand eines Gegenstandes);

33 / C

2. Verbindungen mit Hauptw., wie Hand des Herrn, Hand Gottes, (wie lautet das -a- in diesen feierlichen Formeln? kommt dabei auch die Lautung Hent vor?);

33 / C

3. Verbindg. mit Eigenschaftsw., Angabe formelhafter Wendungen (besonders bei übertragener Bedtg.), daran sich knüpfender Volksmeinungen: leicht, schwer, fest, sicher, gut (gute Hand haben, in guten Händen sein), schön (schöne Hand schreiben), mager, fett, lang (von langer Hand), kurz, groß, klein, grob, hart, haarig, fein (Mittel zu ihrer Erhaltung!), sauber, rein, schmutzig (Ersatzausdruck, z. B. Dreckhände, Vergleiche), voll (mit vollen Händen kommen, geben), offen, leer; erste, zweite (aus zweiter Hand haben) u. a.,
3a. zur Bezeichnung von Erkrankungen, Entstellungen (Angabe von Heilmitteln): aufgesprungen, starr, gestärrecht, er-, verfroren, offen, klüftig (Klufthände), schwitzig, schweißig (Schweißhände), verdorrt, schwielig, klumpig (Klumphand), knollig (Knollhand), krätzig, warzig u. a.; dazu Vergleiche: Hand rot wie ein Krebs haben u. ä.;
3b. gibt es einen hauptwörtlichen Gesamtausdruck für Erkrankung der Hand?

33 / C

4. Verbindg. mit Zeitw., (Angabe der Bedeutungen!): die Hände falten, (über den Kopf) zusammenschlagen, ballen, reichen, hinhalten, geben, drücken, küssen (wieweit üblich? Formel küss‘ die Hand, kis-, ksthant, in übertragener Verwendung: Na, küss‘ die Hand! = die Sache wird bös enden), sich die Hände reiben, die Hand aufheben, mit aufgehobenen Händen, recken, ringen, fallen (hängen) lassen, in die Hände spucken, speien, spürzen (wozu?) u. a.; auch Formeln der Kindersprache, z. B. Hanti geben u. ä.;

33 / C

5. andere Redensarten, Formeln mit Hand, in eigentlicher und bildlicher Bedtg., Angabe der Bedtg.: z. B. ( die) Hand an etwas anlegen, in den Schoß legen; die Hände in die Tasche stecken; alle Hände voll (zu tun) haben; die Hand zu haben, offen haben; wenn man ihm den kleinen Finger gibt, will er die ganze Hand; eine (keine) Hand, rechte Hand zu etwas haben; die Hand von jemand abziehen; seine Hand dabei (im Spiele) haben; keine Hand (für jemand) rühren, umkehren; die (seine) Hand antragen; sich die Hand abschlagen, abhauen lassen; ihm sind die Hände gebunden; eine Hand wäscht die andere; von einer Hand zur andern; seine Hand in Unschuld waschen; besser einen Spatzen in der Hand als eine Taube in der Luft; aus der Hand fressen; im Handumkehren, kehr um die Hand, Handkehrum, Händlwendl; auf der Hand liegen; mit Händen zu greifen; jern. auf den Händen tragen; jem. auf die Hände sehen, schauen; an (in, auf) die Hände geben; in die Hand, Hände spielen; in die Hand versprechen; an die Hand gehen; unter die Hände kommen; in die Hände nehmen; unter die Hände greifen; aus guten Händen kommen; in guten Händen sein; aus der Hand geben; aus der Hand in den Mund leben; sich mit Händen und Füßen (gegen etwas) spreizen; über die Hände trinken (Volksmeinung!); um die Hand anhalten; es in Händen (in der Hand) haben; das liegt in seiner Hand; Hand in Hand (gehn): (die) Hand aufs Herz! die Hand darauf! die Hände her! die Hände von der Butten! Hände weg! u. a.;

33 / C

6. abgeblaßte Wendungen: bei (ab, an, zur) Hand (sein); zu handen kommen, nehmen (Bedtg!); abhanden (kommen); überhand nehmen; vorhanden; bei Handen, behanden (sein); in handen; unter der Hand (verkaufen); nach der Hand (= nachher); vorderhand (= vorher, vorläufig); zu der Hand (= rechts), von der Hand (= links); kurzerhand; allerhand;

33 / C

7. behende, phent, pfent;

33 / C

8. Teile der Hand (außer Fingern und Handfläche): Handrücken,
8a. -gelenk,
8b. -wurzel,
8c. -flechse,
8d. -knochen,
8e. -teller,
8f. sonstige;

33 / C

9. Ableitungen von Hand (Händel im Sinne von ‚Streit‘ und Handel wird später abgefragt): Händel (wenn es Handhabe bedeutet);
9a. Händling (Bedtg.!);
9b. Zweihänder (Bedtg.!);
9c. etwaige andere hauptwörtliche Ableitungen;
9d. handlich, unhandlich;
9e. handsam, Bedeutungen, Redensarten (ein Handsamer; handsam sein, werden; das ist mir nicht handsam), unhandsam;
9f. händeln (= mit den Händen kräftig arbeiten, sie rühren u. ä.); Zusammens., wie einhändeln (= in die Hände spielen);
9g. behändigen, aus-, einhändigen (mundartl. Lautung!);

33 / C

10. Ersatzausdrücke für Hand: Pratze(n), Verkleinerung; worin von Hand unterschieden? bedeutet es nur große, unförmige Hände? hat es auch verächtlichen Nebensinn? auch von Gliedmaßen einzelner Tiere? welcher? bedeutet es auch Haken? Wendungen, Redensarten (eine dicke Pratze, Pratzl geben u. a.);
10a. Zusammens.: Un-, Mords-, Sau-, Hundspratze u. a.; Pratzhändlein, Pratzenpfeife (Tabakspfeife, deren Kopf, ‚Pratzenkopf‘, von einer Art Hand gehalten ist) u. a.;
10b. etwaige Ableitungen;

33 / C

11. Tatze, Verwendung! bedeutet es auch eine Handlung (Schlag auf die Hand)? auch Handkrause (nur in der Verkleinerung?)? Redensarten, wie eine Tatze, eins auf die Tatze kriegen;
11a. Zusammens.: Bärentatze, Tatzenbrettel (zum Erteilen von Klapsen), -steckerl, Tatzelspiel u. a.;
11b. tatzen, -eln (Bedeutungen!);

33 / C

12. Pfote, Pflote, Plote, Pflotsche, Verwendungen, Bedeutungen (insbesondere = breite Hand?);
12a. Zusammensetzungen;

33 / C

13. Tapper (bedeutet es auch Fuß?);

33 / C

14. sonstige Ersatzausdrücke, samt ihren Zusammensetzungen, Ableitungen.

Fragebogen S 34: Hand, Finger

34 / C

15. (Handhaltungen:) flache Hand, Flachhand, Handfläche, Redensarten (z.B. auf die fl. H. schlagen - besondere Ausdrücke dafür? in der fl., inneren Hand kitzeln - Spiel? auch erotische Bedeutung ?);
15a. Tener, Ten, Tien (= flache Hand), Geschlecht, Redensarten, etwaige Zusammens.;
15b. Linien in der Handfläche, Name, Volksmeinung;

34 / C

16. hohle Hand, Hohlhand, auch beide hohlen Hände zusammen;
16a. Gaufe, Gaufel (Gōfe, Gāf, Goffel, Gaffel), Gaufte, Gause, Gäusel, Gauche; genaue Angabe der Bedtg., besonders ob mit einer oder mit beiden Händen gebildet, auch übertragene? bedeutet Gauferl auch eine Art Getreideschaufel? werden die Wörter auch als Maßbezeichnung verwendet, z. B. eine Gaufe Mehl;
16b. Zusammens., z. B. gaufelweise;
16c. gaufen, gōfen (= mit vollen Händen geben?), gaufeln; Zusammens., z. B. aufgaufen (= aufhäufen?);
16d. gaufet, gauflet (= voll? gegupft?):

34 / C

17. Faust (auch Faunst?), Verkleinerung, bedeutet es auch Faustschlag? ein Maß (z. B. bei Pferden)? bedeutet Fäustel auch eine Art Hammer? Redensarten, Vergleiche (z. B. paßt wie die F. aufs Auge, eine F. Brot, ein Scherzel wie eine F., ein Fäustel Mehl);
17a. Zusammens., wie Kinderfaust; Faustring (= Schlagring), -hammer, -hobel, -pfand, -schilcher (Bedtg.!); faustdick (Redensarten!);

34 / C

18. Faustschlag;
18a. mit Fäusten schlagen, fäusten, -eln, fanzen, faunzen;
18b. die Faust ballen;
18c. die geballte Faust vorstrecken, zeigen, hin-, her-, umhin machen, Redensarten (z. B. willst ein paar Beiner riechen?);
18d. sonstige Ableitungen;

34 / C

19. Feige (hier nur im Sinne von Handgebärde; Beschreibung), die Feige zeigen, wann? auch heimlich, z. B. unter dem Tisch? wozu? weiß man noch den Ursprung dieser Gebärde? Ausruf dabei: Ja, Feigen!, auch als Ablehnungsformel ohne die Gebärde; wird Abbildung der als Feige geformten Hand auch als Amulett, Anhängsel getragen? wozu? sonstige Redensarten;
19a. feigen (Zeitw.), Bedtg.; es einem feigen;

34 / C

20. die gestreckte Hand, Strackhand, Spanne (auch Maß?), Redensarten;
20a. Zusammens.: wie Narrenspanne (hier nur dann zu bringen, wenn der Sammler es zu Bogen 12 A 42 noch nicht gebracht hätte), Kinderspanne; spannlang (auch: alle Spann lang);

34 / C

21. die eingekrümmte Hand, Krallenhand, Kralle (noch andere besondere Ausdrücke?); was will diese Gebärde? auch unwillkürliche Handhaltung als Krankheitserscheinung;

34 / C

22. Hand mit eingebogenem Zeige-, Mittel-, Ringfinger, der Daumen und kleine Finger seitwärts ausgestreckt, Name, Bedeutung der Gebärde (Maß);

34 / C

23. Hand mit gerade vorgestrecktem Zeige- und kleinem Finger, die Gula zeigen? fünferln? Hörner zeigen, machen (Hohngebärde?);

34 / C

24. Zeigehand (mit vorgestrecktem Zeigefinger), drückt auch Hohn aus? von Lautgebärde (ks-ks-[ks]) begleitet?
24a. Hand als Wegweiser, Zeiger - besondere Benennung?

34 / C

25. verkehrte H., äbiche H., H. ist äbich (abich, abig, -icht, -isch, abechig, gabisch, -ig, nabich); bedeuten die Wörter überhaupt ,verkehrt‘? auch ,unrichtig‘, ‚link‘, ‚irre‘, ‚jäh‘? Redensarten z. B. nabich anlegen, gehen;
25a. Ohrfeige mit der verkehrten Hand, eine Abiche, Abichte, Verkehrte, ,Umdrahte‘;

34 / C

26. zwei ineinandergefügte (einander drückende) Hände, auch sinnbildlich;

34 / C

27. gefaltete, (mit gekreuzten Fingern) übereinandergelegte geschlossene Hände;

34 / C

28. in die Seite(n) gestemmte Hand (Hände), besondere Bezeichnung? Bedeutung der Gebärde, Redensarten;
28a. Hände in die Seite stemmen;

34 / C

29. Bewegungen mit der Hand ausführen, mit den Händen gestikulieren, ,Manderln‘, Akten machen, mit den Händen (herum-)fuchteln, reden u. ä.;

34 / C

30. mit den Händen streicheln, liebkosen, tätscheln;

34 / C

31. in die Hände klatschen (wann? wozu?), patschen, paschen;

34 / C

32. Spiele mit der Hand: zwei Personen schlagen im Takt gerade und kreuzweis die Handflächen gegeneinander (Ausdrücke!);
32a. auf den Händen stehen, Handstand;
32b. auf den Händen gehen;

34 / C

33. Sonstiges für Handbewegungen, -haltungen;

34 / C

34. recht (hier nur im Sinne von rechtseitig), gerecht, rechtisch, zesem; Redensarten, z. B. auf der (ge)rechten Seite; ist die rechte Seite die Ehrenseite? andere Ausdrücke für ,rechte Seite‘;
34a. besondere Verwendung von rechtisch, z. B. in rechtisch hacken (im Gegensatz zu tenkisch, linkisch);
34b. rechte, gerechte Hand, auch bloß die Rechte, Gerechte; Redensarten, wie er ist seine r. Hand, die Rechte weiß nicht, was die Linke tut; (zu) rechter Hand, zur Rechten; sonstige Bezeichnungen wie schöne, brave H. (nur in der Kindersprache?), Schwurhand;

34 / C

35. rechts, auch Fügungen, wie nach rechts, halb rechts (Verwendung!);

34 / C

36. Zusammens., wie rechtseitig, -händig, Rechtshänder (auch Rechthänder?);

34 / C

37. link, lingg, gelingg, lenk, gelenk; tenk(e), dengg, tengg, tschengg, schank usw.; weitere Bedtg. dieser Wörter, z. B. tengg(e) gehn (auch = irre gehn?);
37a. linkisch, tenggisch;
37b. linggelet;
37c. linke H., die Linke; Formeln, wie (zu) linker usw. Hand, zur Linken, der hat zwei linke Hände; Ersatzausdrücke: schlimme, böse, schieche H. (nur Kindersprache?), auch gabische?

34 / C

38. wie wird Arbeiten, Essen usw. mit der Linken beurteilt?

34 / C

39. links, Redensarten, wie links gehn, mausen, er ist links (= versteht unrecht?), nach links, halb links u. a.; kommt winsterhalb vor?

34 / C

40. Linkser (wie weit üblich?), Tenggler ;

34 / C

41. Zusammens., wie Linkhänder, Linkerwatsch, -tatz, Tenggtatzler, Tenggentippel, Tenggerwutzel; linkhändig, -seitig, -läppisch, tenkhändig;

34 / C

42. Mensch, der beide Hände gebrauchen kann, Beidhänder (auch übertragen = Achselträger);

34 / C

43. noch nicht erwähnte Krankheiten der Hand, des Armes: Armmuskelschwund, verdorrte Hand, Armbruch, Handausschlag u. a.;

34 / C

44. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Hand, an zweiter Stelle, wie Patsch-, Kußhand (Redensarten!), Weiber-, Kinder-, Totenhand (Aberglaube!), Diebshand (Zauber damit, Ausdrücke dabei, Fingerbrennen?), Vor-, Hinter-, Oberhand (Bedeutungen, Redensarten) u. a.,
44a. an erster Stelle, wie Handhabe, -griff (auch übertragene Bedtg.!), -leiter, -spritze, -bohrer, -axt, -hacke, -korb, -schelle, -bretze, -wagen, -schlitten, -geschirr, -gaul, -pferd, -schlag (wann geschieht er? seine Verbindlichkeit, Redensarten!), -geld (wann gegeben? Verbindlichkeit), Händedruck, Handreich, -lange, -kehr (Bedtg.!), -wende, -warze, -schreiben, Händleinkraut u. a.; mit Eigenschaftsw.: handfest, -rogel u. a.

34 / D

1. Finger (bedeutet das Wort auch Fingerhülle am Handschuh?), sonstige Ausdrücke, auch scherzhafte, z. B. Tapper, Spreußel, Griffel, Wichsgriffel u. a.;

34 / D

2. Wendungen, Vergleiche (mit Angabe der Bedtg., wo nötig): sich die Finger verbrennen, abbeißen, seine Finger in etwas stecken, überall drin haben, keinen F. rühren, alle F. nach etwas abschlecken, jem. auf die F. klopfen (schauen), jem. um den (die) F. wickeln, unter seine F. bekommen, mit dem F. auf jem. zeigen, durch alle fünf F. schauen, jem. seine F. ins Gesicht legen, dir soll man die F. mit Dreck vergolden (= du hast schlecht gearbeitet), aus den F. (dem F.) saugen, zuzeln, F. lutschen, der F. Gottes (= Fügung, Strafe), alle F. lang(= häufig), der elfte F. (Bedtg.!) u. a.;

34 / D

3. Verbindg. mit Eigenschaftsw., Redensarten damit, z. B. lange, krumme Finger machen;

34 / D

4. kurz-, langfingerig;

34 / D

5. fingern, fingerln, fingerletzen (Finger bewegen, mit F. betasten, auch stehlen, auch geschlechtliche Bedtg.?);

34 / D

6. mit den Fingern (ab-)knutschen;

34 / D

7. Gebärden, Spiele mit den Fingern: mit dem Zeigefinger der Rechten über den der Linken fahren, Rübchen schaben (Rufe dabei: schleck, schleck! u. a.);
7a. mit den F. schnalzen, knallen, sie knallen machen, eine Pfutschfeige schlagen u. a.;
7b. batzeln (Beschreibung), Batzen (der Schlag selbst);
7c. Finger hakeln, auch einfach hakeln (,hakeln wir!‘), Umstände des Spieles, wird auch mit Bretzen gehakelt?
7d. Schattenspiele mit den F.;
7e. Sonstiges;

34 / D

8. Fingerspitze, der vordere Finger (auch Vorfinger?), Redensarten;

34 / D

9. Menge, die man mit den Fingerspitzen auffassen kann;

34 / D

10. mit der (den) Fingerspitze(n) berühren, (an-)tippen, (an-)tupfen;

34 / D

11. Fingerknöchel, Knübel;
11a. knöcheln, knübeln, knobeln (Beschreibg. des Vorganges).

Fragebogen S 35: Finger

35 / D

12. Fingernagel, Nagel, Redensarten (z. B. keinen N. breit); gilt er als giftig? wird er geschabt als Gift verwendet?

35 / D

13. Verbindg. mit Eigenschaftsw.: großer, blauer, breiter, langer (Krempel, Kramperln), harter, weicher, schmutziger, ramiger (der Schmutz, das Schwarze hinter, unter dem Nagel - Ausdruck, Redensarten, Vergleiche!); [andere, auf Erkrankung des Nagels bezügliche Eigenschaftsw. sind unter Nr. 22 abgefragt];

35 / D

14. Nägel schneiden, Volksglaube und -brauch (wann verboten? was geschieht mit dem abgeschnittenen Nagel? toten Kindern abgeschnittene Nägel);

35 / D

15. Nägel beißen, abbeißen, an den Nägeln kauen (Volksmeinung, Redensarten);

35 / D

16. sonstige Behandlung des Fingernagels, kommt Feilen vor? Nägel putzen;

35 / D

17. mit dem Nagel zerdrücken, töten, z. B. Insekten, Ausdrücke dafür;

35 / D

18. Nagelwurzel, -wurzen (Bedtg!);

35 / D

19. Nagelmutter;

35 / D

20. Nagelblüh, -blüte, -blumen, -flecken (weiße Flecke, Punkte, Aberglaube! ‚das Glück wächst mir‘);

35 / D

21. Neidnagel;

35 / D

22. eingerissener, böser, weher, fauler, abgehender, ausschwärender, blutunterlaufener Nagel, Nagelgeschwür, -fäule u. ä.;

35 / D

23. sonstige Zusammens., z. B. Daumennagel; Nagelputzer (wie weit üblich?);

35 / D

24. [Namen der einzelnen Finger, auch in der Kindersprache. Die einzelnen Fingernamen aus den Abzählversen schreibe man wie sonst auf einzelnen Zettel, man schreibe aber außerdem auch das ganze Abzählgesetzlein, so viele man deren kennt, im Zusammenhang auf einen Zettel, am besten unter der Nummer des Daumens. Man beachte auch die an jeden einzelnen Namen geknüpften Redensarten, Zusammensetzungen, Ableitungen, und verwende für jede besonderen Zettel, und zwar unter der Nummer des betreffenden Fingers, wenn nicht schon unter besonderer Nummer ausdrücklich darum gefragt ist.] Daumen, Daumfinger, Lausabknicker u. a.; Redensarten, wie den D. rühren können, jem, den D. aufs Auge drücken, über den Daumen drehen, den Daumen halten (wozu? Aberglaube!), mit dem D. wackeln;
24a. Zusammens., wie daumlang (Verslein, z. B. ,daumenlanger Hansel‘ usw.), -breit; Daumring, -stock, -elle u. a.;
24b• daumeln (mit der Daumschraube foltern);

35 / D

25. Zeigefinger, Schlecker;

35 / D

26. Mittelfinger, Mitter-, Groß-, Arschfinger, der große (mittere) F., der Große, der lange Hansel usw.;

35 / D

27. Ring-, Gold-, Herzfinger;

35 / D

28. kleiner F., der kleine F., der Kleine, Ohrfinger; Redensarten, wie alles im kleinen F. haben, wenn man ihm den kl. F. reicht, nimmt er die ganze Hand (vgl. C 5), der kl. F. hat mir's gesagt, frag den kl. F. (wem sagt man das?), der kl. F. ist ins Wasser gefallen (Fingerspiel, Beschreibung);

35 / D

29. Krankheiten der Finger (auch volkstümliche Gegenmittel): weher, böser, verschwollener, schwärender F., Fingerwurm, -geschwür; erfrorener, erstarrter, tauber, ,dernarrter‘, ‚törischer‘ F.; Jucken, Prickeln in den F., hornigeln, hornaggeln, nickeln, nageln, bremseln; Frostbeulen (-schäden) an den F.; durch Fettansatz, Beulen, Warzen entstellter, Knollenfinger; verwachsene F.; ,Schwimmhaut‘ zwischen den F. (Ausdrücke!); überzählige(r) F., Mensch mit solchem (-en); gebrochener, Fingerbruch; krankhafter Auswuchs am Fingerglied, -knöchel u. a.;

35 / D

30. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Finger, an zweiter Stelle, wie Lang-, Dreck-, Schwurfinger, Totenfinger (Aberglaube!) u. a.,
30a. an erster Stelle, wie Fingerkraut, -nudel (eine Speise), -sprache, -zeig u. a., (Fingerhut wird später abgefragt); fingerlang.

35 / E

1. Handschuh (Lautung des -a-, hell? helle Aussprache n auf bestimmte Kreise beschränkt? oder ę? Mehrz., Verkleinerung); bedeutet das Wort ausschließlich die mit ,Fingern‘ versehene Handbekleidung? bedeutet es auch ein Maß? Redensarten, z. B. (nur) mit Handschuhen angreifen;

35 / E

2. Verbindg. mit Eigenschaftsw. und Ersatz der Verbindg. durch eine Zusammensetzung, z. B. lederner (Lederhandschuh), tüchener (Tuchhandschuh), (baum-)wollener, zwirnener, seidener, Glacéhandschuh, auch bloß Glacé, Gummihandschuh (bekannt? wozu?), gestrickter, genähter, gewirkter; zu den einzelnen Ausdrücken wo nötig die Sachangaben!

35 / E

3. Verbindg. mit Zeitw., wie Handschuh anziehen, anstreifen (auch mit Mühe, Gewalt: einhintremmeln), der H. spannt, geht nicht zusammen;

35 / E

4. H. tragen (außer zum Schutz vor Kälte - bei welchen Gelegenheiten?), wird gelegentlich darüber gespottet? Ausdrücke (z. B. Handschuhbauer), Redensarten (z. B. der [die] muß auch H. haben);

35 / E

5. Redensarten (auch in übertragener Bedtg.), die sich auf Größe, Weite des H. beziehen, z. B. Handschuhnummer, ein großes (einen großen?) Handschuhnumero haben (= große Hand? Schlag aus großer Hand, derbe Ohrfeige?);

35 / E

6. behandschuht (besondere Ausdrücke?);

35 / E

7. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Handschuh, an zweiter Stelle, wie Stulpen-, Trauerhandschuh,
7a. an erster, wie Handschuhfinger, -behälter, -kasten, -karton (-kartandl) [üblich?]; -weizen, -bier (Bedtg.!); -laden, -macher (auch Fingerschuster?) u. a.;

35 / E

8. (Handschuh ohne ,Finger‘ oder nur mit ,Daumenfinger‘:) Fäustling (ohne oder auch mit Daumenfinger?); bedeutet das Wort auch die lederne Binde an der Handwurzel, wie man sie z. B. zum Seilziehen anlegt? (wie heißt diese sonst?); bedeutet es auch ‚Zwerg‘? ferner eine Mehlspeise?

35 / E

9. Däumling (Damling), verschieden von Fäustling? auch Überzug über den Daumen allein? auch Daumschraube? Zwerg?

35 / E

10. Daumschuh (Bedtg.!):

35 / E

11. Händling (Handling), Bedtg.!

35 / E

12. Fingerschuh, Fingerling (Hülle aus Leder - auch anderem Stoff? - über einem Finger); bedeutet es auch ein Maß (soviel man zwischen zwei Fingern halten kann?);

35 / E

13. Stutzen, Stützlein (auch Stutzer?), Stutz-, Halbhandschuh, (nur bis an die Fingerknöchel reichend, mit oder ohne Öffnung für den Daumen); kommt Ausschmückung mit Perlen vor?

35 / E

14. Pulswärmer, (Hand-)stutzen, Stützlein - von Nr. 13 verschieden?

35 / E

15. Muff (Wärmesack für beide Hände), andere Ausdrücke? wer trägt ihn? wann? Arten, nach Stoff und Größe;
15a. seine Tragbänder;

35 / E

16. Armschmuck (allgemeiner Ausdruck);

35 / E

17. Handschmuck (allgemeiner Ausdruck);

35 / E

18. Armband, Brasselett (auch scherzhaft für Handschelle?); Zusammens., wie Hand-, Goldbrasselett (Beschreibungen erwünscht);

35 / E

19. Handkrause, -stulpe, Manschette (wie urteilt man über das Tragen von Manschetten?), Redensarten; etwaige Zusammens., wie Manschettenknopf, -nummer;

35 / E

20. Ring, Fingerring (die Bedeutung ,Kreis‘ bleibe hier ausgeschlossen); andere Ausdrücke: Fingerl(ein), Geringerde (Geringeret);

35 / E

21. Rinke(n), Geschl., Bedtg. (nur = großer Ring?);

35 / E

22. Angaben über Brauch des Ringtragens: wo ersteht man ihn gerne? auf Märkten, Wallfahrten? Ring als Losgewinst? übliche Formen;

35 / E

23. Verbindg. mit Eigenschaftsw. und Ersatz der Verbindung durch Zusammensetzung (dazu Angaben über Zweck, Anlaß u. ä.): goldener (Goldring), silberner (bei silberner Hochzeit? sonst?), bleierner, messingener, eiserner (üblich? seit wann?), härener (aus Menschen-, Tierhaar?), mit Steinen besetzter u. a.; schwerer, geringer (Bedtg.!):

35 / E

24. Redensarten, auf den Ring bezüglich;

35 / E

25. Spiele mit Ringen, z. B. Ringlein teilen;

35 / E

26. ringeln (= Ringe wechseln);

35 / E

27. beringen;

35 / E

28. ringelig, -icht;

35 / E

29. mit Ringen überhäufter Finger, Hände (Ausdrücke!): Mensch mit solchen (Ringprotz u. ä.);

35 / E

30. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Ring, an zweiter Stelle, wie Nasen-, Hals-, Kummet-, Schlagring (oft gebraucht? wann?), Daumring, Trau-, Ehe-, Verlobungsring (wenn nicht schon zu Bogen 7 B 2f und 9 D 12d gebracht), Doktorring (bekannt?), Abts-, Bischofsring, Fischerring (des Papstes, bekannt?), Primizring, Un-, Mordsring u. a.,
30a. an erster Stelle, in Ringstein, -wechsel, Ringelspiel (Bedtg.!) u. a.

Fragebogen S 36: Schneiderei (1)

36 / A

1. Schneider, Bedeutung (Meister, Geselle, Arbeiter überhaupt, in der Mehrzahl auch Sammelausdruck; bedeutet das Wort auch anderes, z. B. einen Käfer?);
1a. Schneiderlein, Bedeutungen (auch eine Fischart? Mehlspeise? welche?);
1b. andere Allgemeinbezeichnungen, z. B. Gewand-, Kleidermacher, Schroter, Schröter (Alter, Häufigkeit solcher Ausdrücke!), auch fremdwörtliche Bezeichnungen, z. B. Talierer (Bedeutungen!), falls sie volksüblich wären (in welchen Volksschichten gebräuchlich?); ist (oder war) Gewand-, Tuchschneider für den Begriff Schneider üblich? treibt der so Benannte auch Tuchhandel?

36 / A

2. scherzhafte Bezeichnungen, wie Kleiderverfertiger, -inschenier, Hosenbauer, Knopflochsäumer (ist das Wort auch sachliche Benennung eines Kleinarbeiters?) u. a., Angaben, ob allgemein oder nur in bestimmten Volkschichten üblich;

36 / A

3. Redensarten wie: ein (rechter, richtiger) Schneider sein; (der) Schn. sein, werden (z. B. bei einer Jagd); einen Schn. machen; da laß ich meinen Sohn (oder: da läßt der meine seinen Sohn) keinen Schn. werden; jetzt kommt (hat ihn) der Schn. u. a. (überall Angabe der Bedeutungen!), besonders Redensarten, die die Volksmeinung über Schneider, Schneiderei beleuchten, z. B. wart, ich werd' dich Schneider lernen lassen u. a;

36 / A

4. festgewordene Verbindungen wie Schneider und Schuster, Schneider und Leinhösler, Gevatter Schneider u. a, (Verbreitung, Häufigkeit);

36 / A

5. Eigenschafts-, Zeitwörter, Zusammensetzungen, Wortverbindungen, die für körperliche im Volkswitz den Schneidern angehängte Eigenschaften üblich sind (für jeden Ausdruck besonderer Zettel!), z. B. sie sind dürr, mager, hungrig, essen viel, trinken, stinken, farzen gerne, haben hüpfenden Gang (hupfender usw. Schneider), meckern (Redensarten, spottende Zurufe wie bmäh! bmäh! meck! meck!, Bmähbmähschneider), Schneidergewicht (99 Schn. gehn auf eine Nadelspitze, andere Zahlen, wie 13, 131/2, 14, 141/2, und Redensarten), scheltende Bezeichnungen wie Schneidergaiß (Redensarten, Verslein), -bock (auch Schneidersgaiß, -bock?), -sau, Arschmesser u. ä.;

36 / A

6. Ausdrücke des Volkswitzes für moralische Eigenschaften, z. B. sie sind sinnlich, haben Angst (Schneidercourage), stehlen (Zuschneidwitze!), diebisch (Redensarten, Sprüche, Reime), Schneiderhölle (Redensarten) u. a.;

36 / A

7. Schneider, verglichen mit anderen Gewerbsleuten (Webern, Müllern usw., auch Dirnen), Redensarten, Sprüche;

36 / A

8. übliche Eigenschaftswörter (samt Ersatzausdrücken) für die Vorstellung ‚guter Schneider‘ und Verwandtes, z. B. ein richtiger, solider, akkurater, reeller, besserer, sauberer, verläßlicher, billiger, fescher, schicker Schn., ein Schn. wie es sich gehört, der mit (oder nicht mit) der Mode geht u. a.; dringen auch städtische, ‚vornehmere‘ Bezeichnungen ein? (jedoch nur, insoweit sie volkstümliche Umgestaltungen des städtischen, ‚schriftmäßigen‘ Ausdruckes sind);

36 / A

9. schlechter, unzuverlässiger Schn., Pemperl- (Pamperl-, Pirnperl-)schneider, geschmalzener Schn. u. a.; gebraucht man (wer?) so auch Bauernschneider? gibt es besondere, volksübliche Ausdrücke für den, der die Lieferanten, Gesellen schlecht, unregelmäßig bezahlt?

36 / A

10. Bezeichnungen des Schneiders nach dem Kundenkreis, auch städtische (hier, wie im Folgenden, soweit volksüblich und von der Schriftsprache unterschieden), z. B. gewöhnlicher Schn., Schn. für gewöhnliche Leute, herrischer, Herrschaftsschneider, Schn. auf etwas Besseres, Vereins-, Eisenbahnerschneider u. a.;

36 / A

11. Schneider, der nur bestimmte Gewänder oder Teile von solchen anfertigt: Allgemeinbezeichnung vorhanden? Einzelbenennungen, wie Hosen-, Leibel-, Sackelschn. (gelten diese Ausdrücke auch vom Gehilfen, wenn er nur Einzelteile verfertigt?) u. a.:

36 / A

12. Flickschneider, Fleckelflicker, Redensarten, Volksmeinung;

36 / A

13. Störschneider, Störer, Bedeutungen (wird auch ein unbefugt das Handwerk Betreibender ‚Störer‘ genannt? bedeutet das Wort auch ‚Hausfreund‘?);

36 / A

14. Stör (Geschl., Mehrz.), Bedeutung, auch übertragene (Arbeit überhaupt? arbeitgebende Kundschaft? z. B. er hat viele Stören);
14a. Redensarten, z. B. in (auf) die Stör gehn, (aus)fahren (-gehn?), in (auf) der Stör sein, herumlaufen, auf (auf der, auf die) Stör arbeiten, auf (die) Stör kommen, kommen lassen, eine Stör, Stören annehmen, suchen, kriegen, den ganzen Tag (immer) auf der Stör sein, auf die Stör laden, auf der Stör haben u. a. (Häufigkeit dieser Redensarten; ihre übertragenen Bedeutungen!);

36 / A

15. Entlohnung für Störarbeit (Gesamtbezeichnung), worin bestehend? Störlaib (wann verteilt?) u. a.;

36 / A

16. Beginn der Stör, Feierabend, wann gemacht? besondere Bezeichnungen?

36 / A

17. noch nicht erwähnte Zusammensetzungen, wie Wochenstör, Störarbeit (Redensarten; Sachangaben: z. B. wie beurteilt? wie weit heute noch verbreitet?), Störarbeiter u. a;

36 / A

18. stören und etwaige Zusammensetzungen;

36 / A

19. sonstige, auf besondere Arbeits- und andere Verhältnisse sich beziehende Benennungen, z. B. Maßschneider u. a.; hat der auf ratenmäßige Abzahlung Liefernde besonderen volksüblichen Namen?

36 / A

20. selbständiger Schneider, Schneidermeister (auch schlechthin Meister, in bestimmten Zusammenhängen?), unterscheidende Benennungen, je nach Klein- oder Großbetrieb? Ausdrücke für städtische Verhältnisse (mit derselben Einschränkung wie bei Nr. 10); gebrauchen die handwerkskundigen Schneider besondere, auch spottende Bezeichnungen für die Schneidereibesitzer (Fabrikanten), die nicht selbst Handwerker sind?

36 / A

21. Benennung desjenigen der unbefugt gewerblich schneidert, Redensarten;

36 / A

22. (Schneider)geselle, (-)gehilfe (Unterschied zwischen diesen Ausdrücken?), Lohnschneider u. a., auch scherzhafte Bezeichnungen;
22a. Benennung des Gehilfen nach der Entlohnung, z. B. Tag-, Wochenschneider (Lohn und Kost?), Stückschneider u. a.;
22b. heimarbeitender Gehilfe (besondere Benennung? wo üblich?);
22c. beim Meister wohnender, z. B. Hausarbeiter, -schneider (hat das Wort auch andere Bedeutungen? auch = Hausarzt?);
22d. sonstige besondere Benennungen des Gesellen;

36 / A

23. (Schneider)lehrbub, (-)lehrling, (-)junge, Lerner; Volksmeinung, -witz über ihn, seine Behandlung;

36 / A

24. Lehr-, Gesellenzeit des Schneiders; gibt es eigene, nur auf das Schneiderhandwerk bezügliche Ausdrücke dafür? sachliche Angaben (über Dauer, Gebräuche zu Beginn, zu Ende der Lehrzeit u. a.) zu den betreffenden Ausdrücken (außerdem auch zusammenhängende Beschreibung erwünscht);
24a. Schneider (auf Schn.) lernen, die Schneiderei, das Schneidern lernen, lernen lassen;

36 / A

25. gibt es besondere Ausdrücke für den Schneider-, Gesellenlohn (Gesamt- und Einzelbezeichnungen)?

36 / A

26. Schneider(s)leute, Bedeutung (auch = Schneiderfamilie, Ersatzausdrücke dafür, z. B. die Schneiderischen, auch scheltende wie Schneiderbagage);

36 / A

27. Schneiderin, eigentliche und scherzhafte Benennungen, wie Frau Schn., Schneidermeisterin, (Frau) Meisterin, Alte, Fleckelflickerin u. a.; Ausdrücke zur Beleuchtung der Vorstellung, die der Volkswitz von ihr hat;

36 / A

28. Schneiderinnung. -zunft, -genossenschaft, -verein u. ä. (Mitteilungen über Bestehen, Alter solcher Verbände am Sammelorte erwünscht);

36 / A

29. etwaige besondere Ausdrücke für Beginn, Schluß, Dauer der täglichen Arbeitszeit des Schneiders und besondere Bräuche dabei;

36 / A

30. besondere Festtage der Schneider), z. B. Schneiderjahrtag, Bräuche dabei;

36 / A

31. Patron der Schneider (wirklicher, scherzhafter);

36 / A

32. Schneiderschild (ein besonderes Handwerkszeichen?), Mitteilung ortsüblicher Aufschriften erwünscht;

36 / A

33. gibt es ein besonderes Wappen der Schneider? Benennung, Aussehen;

36 / A

34. Schneiderwitz, -lied, -gesänglein, -spaß, -gespaß, -geschichtlein, -märlein u. ä.; Mitteilung solcher Überlieferungen erwünscht (wenn länger, auf besonderem, mit der Nummer der Frage versehenem Blatte); Namen von Schneidern, die in der Volksüberlieferung des Sammelortes in Sagen, Schwänken u. dgl. erhalten sind;

36 / A

35. Schneiderei (auch Ortsbezeichnung!), Schneiderhandwerk (auch Schneidereihandwerk? welcher Ausdruck häufiger?), Schneider(ei)gewerbe, Schneider(ei)geschäft u. ä.;

36 / A

36. Zusammensetzungen, wie Groß-, Klein-, Dorf-, Stadt-, Flick-, Hosen-, Joppenschneiderei usw.; spottende, scheltende, wie Pemperlschneiderei, Sau-, Lumpen- (auch Lumpens-?)schneiderei u. ä.;

36 / A

37. eigenschaftsw. Ableitungen von Schneider, z. B. schneiderisch, Redensarten (schneiderisch sitzen, Ersatzausdrücke, z. B. droben hocken, hauptwörtliche Bezeichnung, z. B. Schneidergestell);

36 / A

38. Schneiderwerkstatt, -bude, -stube, -laden; auf ihr Aussehen, ihre Ordnung, Unordnung u. dgl. sich beziehende Redensarten;
38a. etwaige volksübliche Benennungen für einzelne Räume der Schneiderei, z. B. Platz am Fenster (wie heißt der Geselle, der dort sitzt?), Zuschneide-, Probierraum, Tuchlager, Schlafraum u. a.;

36 / A

39. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Schneider, soweit es Kleidermacher bedeutet (mit Ausnahme der Bezeichnungen für Einrichtungsstücke, fachliche Werkzeuge, Tätigkeiten des Schneiders [worüber später!]), an zweiter Stelle, wie Hand-, Maschin-, Stinkschneider u. a. (Angabe der Bedeutungen!),
39a. an erster Stelle: Schneiderart, Schneiderherberge, -anwesen, -gasse, -zeile (wenn am Sammelorte vorhanden), -beruf, -schule, -rechnung (Redensarten), -konto, -ausgeher, -zehe, -wade, -haxe, -arsch, -gefriß, -auge, -ader, -scheiß, -furz, -speck, -suppe, -braten (brandiger Geruch beim Bügeln), -krankheit (besondere Benennungen?), -essen, -fisch, -könig, -seele u. a.

36 / B

1. Gesamtname für die Einrichtungsstücke einer Schneiderwerkstatt?

36 / B

2. Gesamtname für die Materialien, deren ein Schneider bedarf (Schneiderartikel, Schneidereiartikel, Artikel, Schneiderware, Zugehör u. a., überall Angabe der Bedeutung);

36 / B

3. Gesamtname für seine Werkzeuge;

36 / B

4. Schneider-, Arbeitstisch, Bock, (Werkstatt)brücke;

36 / B

5. Bügeltisch;

36 / B

6. Zuschneid-, Schneidtisch (wo vorhanden?);

36 / B

7. besondere Benennung für den Tisch, auf (an) dem genäht wird?

36 / B

8. gibt es besondere Namen für Sessel, Hocker, Schemel usw. des Schneiders?

36 / B

9. Kleideraufhänger, -rahmen, -haken, -bügel, -gestell u. a.;

36 / B

10. (Kleider)puppe, Gretel u. a.;

36 / B

11. Wachsleinwand, Tuch, Hülle zum Austragen der Kleider;
11a. Ranzen, mit dem zur Stör gegangen wird;

36 / B

12. Schubkarren für die Nähmaschine beim Stören;

36 / B

13. besonderer Name des Korbes für die Abfallreste?

36 / B

14. Büchel zum Eintragen der Maße, der Kundschaften;

36 / B

15. Schnittmuster, -bogen, -vorlage (wo vorhanden?);

36 / B

16. Schneiderzeitung, -journal u. ä. (wo vorhanden?).

Fragebogen S 37: Schneiderei (2)

37 / C

1. (Schneider)schere; sonstige Bedeutungen, z. B. Zunge, Schere beim Schlitten u. a.;
1a. Redensarten, z. B. einem die Schere aufheben (= Ausübung seines Handwerkes untersagen);
1b. Spiele, wie ‚Schneider (Gevatter), leih mir die Scher‘‘, ‚Leere Schere‘, Beschreibung;

37 / C

2. Arten: große, kleine, runde, Zuschneidschere (auch Zuschneidersch.? welches Wort häufiger?), bedeutet Schneiderschere die Zuschneidsch.? Lochschere (zum Löcherschneiden), Tuch-, Wollschere u. a. (Beschreibungen, Zeichnungen erwünscht);

37 / C

3. sonstige Zusammensetzungen, wie Schaf-, Baum-, Licht-, Putz-, Blech-, Bettschere u. a.; Scherkraut;

37 / C

4. Schere schleifen (auch übertragene Bedtg.);

37 / C

5. Scherenschleifer;

37 / C

6. Faden (Mehrz., Verkleinerung), Zwirnsfaden, Zwirn (Bedeutung der drei Wörter verschieden?);
6a. scherzhafte Ausdrücke dafür, z. B. böhmische Seide (wo besonders verwendet?);
6b. Zwirn in übertragener Bedtg. und Redensarten damit (= Angst, Witz, geistiges Getränk, z. B. blauer Zwirn = Schnaps u. a.);
6c. 1; Faden in übertragener Bedtg. (= Schiffseil, F. an der Schneide schlechtgeschliffener Werkzeuge, F. der Spinne, des Zuckers u. a., auch ein Maß?), Redensarten, wie es hängt an einem F., das hat einen F., der letzte F. bricht, keinen trockenen (guten) F. am Leibe haben, da beißt keine Maus einen F. weg usw., Bedeutungen! - Volkskundliches;

37 / C

7. Eigenschaften des Fadens (hauptwörtlich oder zeitwörtlich ausgedrückt): fester, guter, der was aushält, schlecht gedreht, gerne sich spaltend, leicht sich verwickelnd (er maißelt), gewachster, gewichster, gestreifter, unsteifer, brüchiger, hundshäutiger, Teufelszwirn u. a.;

37 / C

8. wie nennt man eine verdickte Stelle im Faden, die das Durchziehen durchs Öhr verhindert?

37 / C

9. Wachs, Schneiderwachs, Schwärze (mit Kienruß hergestellt?);

37 / C

10. Faden-, Zwirnarten (mit Angaben über Verbreitung der Ausdrücke, auch Sachangaben): Heftfaden, -zwirn (Ausdruck für eine Fadengattung oder nur für bestimmte Verwendung des Fadens?), Haus-, Bauernzwirn, gebleichter, ungebleichter, zwei-, dreidrähtiger, Elsässer Faden, -Zwirn, Leininger Faden, -Zwirn u. ä., Strang-, Spulzwirn, Knäuelfaden, Hanfzwirn, Seidenfaden, Seide, Zwirnseide, Spul-, Strangseide, Schabseide, Matt-, Glanzfaden u. a.;

37 / C

11. Faden-, Zwirnnummer;

37 / C

12. zwirnen (Zeitw.), Bedtg.!

37 / C

13. zwirnen (Eigenschaftsw.);

37 / C

14. noch nicht genannte Zusammens. mit Zwirn: Zwirnknäuel (Verkleinerung!), -haspel, -kästchen, -krämer, -spitze, -scheißer (= Angstmeier) u. a.;

37 / C

15. fädig (vorhanden?), ein-, zweifädig;

37 / C

16. wie heißt ein Durcheinander von Fäden? Fadenwerk? Gefadmach?

37 / C

17. gibt es besonderen Ausdruck für die Zahl der Fäden, die auf einmal eingefädelt werden?

37 / C

18. noch nicht genannte Zusammens. mit Faden: Nähfaden, Silber-, Gold-, Spinnfaden, Lebensfaden (Redensarten) u. a.; Fadenkraut, -ende, -silber, -scheinig, -naß u. a.;

37 / C

19. Garn, Garm (Bedtg., auch = Netz?), Redensarten;

37 / C

20. garnen, gärnen (= aus Garn);

37 / C

21. gärnen, gärneln (= Garn aufwinden); Zusammens.;

37 / C

22. Zusammens. mit Garn: Spinn-, Merk-, Reih-, Dochtgarn, Garngeiß(-haspel), -docht u. a.;

37 / C

23. Nadel (Lautung! Mehrz., Verklein.), Schneider-, Nähnadel; übertragene Bedtg. (z. B. = Brosche, Pfahl)? Redensarten, z. B. auf N adeln sitzen, etwas auf der Nadel haben u. a. - Volkskundliches (z. B. Nadeln schenken);
23a. scherzhafte Bezeichnungen, wie (Eisen)stange u. a.;

37 / C

24. Nadelspitz(e), gebräuchliche Eigenschaftswörter dabei, Redensarten;

37 / C

25. Öhr, Nadelöhr (gebräuchlich?), Loch, Nadelloch, -arsch, -kopf u. ä., Eigenschaftswörter dabei, Redensarten;

37 / C

26. gebräuchliche Eigenschaftsbezeichnungen, z. B. die Nadel ist, wird krumm, stumpf, bricht, schlieft schlecht u. a.;

37 / C

27. Nadelnummer, Wendungen (z. B. Größe 1);

37 / C

28. Benennungen der Nadel nach ihrer Verwendung: z. B. Heft-, Steck-, Stopfnadel;

37 / C

29. Sperl (Bedtg.!), Spe(r)nadel, Speandl, Redensarten;

37 / C

30. Sperlkopf, Spe(r)nadelkopf, Redensarten;

37 / C

31. Glufe, Klufe, Gufe (von Sperl verschieden?), Redensarten, Vergleiche;

37 / C

32. Zusammens. mit Glufe, z. B. Steck-, Schlagglufe (Bedtg.!), Glufenkopf, -knopf u. a.;

37 / C

33. (Sammelname:) Nadelwerk, Nadlach (nur von Baumnadeln?);

37 / C

34. gibt es ein Eigenschaftswort nadlet? (Bedtg.!); Ausdruck für den Erzeuger von Nadeln? (Nadler?);

37 / C

36. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Nadel: Spick-, Fichten-, Messingnadel, Nadelstich, -arbeit, -büchse, -kissen u. a;

37 / C

37. Schneiderpfriem (üblich?), Pfriem, Locheisen u. a.;

37 / C

38. Trennmesser;

37 / C

39. Rädchen zum Zuschneiden, Abradeln der Muster;

37 / C

40. Schneiderkreide, Kreide, Speckkreide und Ersatzmittel zum Anzeichnen (z. B. Seife, Stift);

37 / C

41. Fingerhut (auch Maßbezeichnung? Pflanzenname?), Verkleinerung; an welchem Finger getragen (Mittelfinger? rechts? links? Benennung des Fingers darnach?);
41a. Ersatzausdrücke dafür, z. B. eisiger Hut (Ring), Brotverdiener u. a.; auch scheltende Ausdrücke?
41b. zeitwörtliche Verbindungen, Redensarten, z. B. F. anstecken, anlegen u. a.; Kinderreime;

37 / C

42. Erzeuger von Fingerhüten (Fingerhuterer?);

37 / C

43. besondere Ausdrücke für Arten des Fingerhutes, ihre Eigenschaften, Verwendung, z. B. mit Ring, ohne Ring, mit großen oder kleinen Löchern, mit oder ohne Futter (dazu: sich durchnähen, durchgenäht), mit Boden (bodnet) oder ohne Boden u. a.;

37 / C

44. besondere Ausdrücke, je nach dem Stoffe (z. B. aus Eisen, Messing, Silber, Bein, Zelluloid);

37 / C

45. Arbeit mit der Nähmaschine, Gesamtausdruck, wie Maschin(en)arbeit(en), -betrieb;
45a. Gegensatz dazu: Handarbeit(en), -betrieb, -näherei;

37 / C

46. volkstümliche Redensarten, in denen Maschinen- und Handbetrieb abgeschätzt wird;

37 / C

47. Nähmaschine (mit offenem, mittlerem e?), Maschine, Verkleinerung;

37 / C

48. Ausdrücke, Redensarten für gute, schlechte Maschinen, auch Schelten;

37 / C

49. Handmaschine, Trittmaschine (welche von beiden bevorzugt? welche von den Näherinnen? besondere Bezeichnung?), Maschine mit Einsatz (Benennung);

37 / C

50. volkstümliche Benennungen nach Fabriksmarken (z, B. eine Singer usw.);

37 / C

51. mundartliche Ausdrücke für Teile der Maschine? z. B. die Nadel?

37 / C

52. Gesamtausdruck für Zubehör zur Maschine?

37 / C

53. Einzelausdrücke, z. B. für das Maschinenöl, die Ölkanne;

37 / C

54. (Schneider)bügeleisen, Eisen, (Bügel)stahl und Ersatzausdrücke, wie schweres Eisen, schwerer Zeug u. a.;

37 / C

55. Ausdrücke für seine Arten: breites, rundes, spitzes u. a.; geschmiedetes, gegossenes, ein Sechzehner (u. a., nach dem Gewicht), Kohlen-, Spiritusbügeleisen u. a., Dauer(brand)eisen u. a.; sonstige Ausdrücke für Eigenschaften, z. B. ein richtiges;

37 / C

56. Bestandteile: Stahl als Ausdruck für den Hitzkörper (Lautung! übliche Eigenschaftsw.), Gehäuse, (eiserner) Überzug, Türlein, (Holz)griff;

37 / C

57. Bügelkohle (welche die beste?), Lösch;

37 / C

58. Lumpen zum Reinigen des Bügeleisens;

37 / C

59. Bügelbrett, -laden, Arten (Nahtholz, Suffererbrett, Kragenbock, Ärmelbrett, Bedeutungen!);

37 / C

60. Glanzkissen;

37 / C

61. Tuch über dem Brett;

37 / C

62. Dunsthadern;

37 / C

63. Ausdrücke für das zum Besprengen, zum Netzen der Fingerspitzen verwendete Wasser? für die Gefäße, in denen es ist?

Fragebogen S 38: Schneiderei (3)

38 / D

1. Sich einen Anzug, ganzen Anzug, Gewand u. ä. oder Teile eines solchen bestellen, anfrümmen, machen (anmessen, messen, anfertigen) lassen und sonstige dafür übliche Ausdrücke; Angaben über Bedeutungsunterschiede, auch Häufigkeit, Verbreitung;
1a. bildliche, auch scherzhafte Ausdrücke dafür (z. B. sich einen Anzug bauen lassen u. a.);
1b. hauptwörtlicher Ausdruck derselben Vorstellung;

38 / D

2. zum Schneider gehn, ihn holen (lassen), auf die Stör kommen lassen (mit Sachangaben: wann geschieht das am liebsten? zu gewissen Jahreszeiten! Kalenderterminen? Sonn-, Feiertagen?);
2a. hauptwörtliche Ausdrücke dafür;

38 / D

3. Tuch (aus)wählen, aussuchen, bestellen, (ein)kaufen u. ä. (Angaben über ortsübliche Gewohnheiten dabei, samt den einschlägigen mundartl. Ausdrücken: z. B. kauft man erst nach dem Anmessen? selbst? in Begleitung des Schneiders? wo? beim Händler? Reisenden? liefert der Schneider das Tuch?);
3a. hauptwörtliche Ausdrücke für diese Handlung;

38 / D

4. Namen beliebter Tuchsorten; dazu Angaben über beliebte Farbe(n);

38 / D

5. Benennung des Auftraggebers (Kundschaft u. ä.);
5a. gebräuchliche Eigenschaftsw. (guter, sicherer usw. Kunde), auch Zusammens., wie Bauernkundschaft;

38 / D

6. das Maß (Mäßerei) nehmen, (an)messen, bemessen (Formen des Zeitwortes: sagt man für ‚ich mäße, würde messen‘: i maß oder i maßet? gemessen), (an)meßten (häufiger als messen?);
6a. Ausdrücke für gut, schlecht, knapp usw. messen, beim Messen sich irren, sich vertun, sich vermessen u. ä.;

38 / D

7. Zusammens. mit messen (soweit auf Schneiderei bezüglich): zuhin-, her-, anhin-, aufhin-, abhin-, umhin-, überhin-, einhin messen, nachmessen, Bedeutungen, Redensarten, Ersatzausdrücke (z. B. ein bissel hinauf-, einherfahren u. a.);

38 / D

8. hauptwörtliche Ausdrücke für die Handlung des (An)messens, auch im Ärger, Scherz gebrauchte;

38 / D

9. das Maß, die Mäßerei (als Ausdruck für das Ergebnis des Messens, auch in der Bedtg. Werkzeug zum Messen);

38 / D

10. Maß-, Meßband, -bändel; wird dafür auch Meter, Zentimeter gesagt? Benennung, wenn Zwirn, Faden, Papier (welches?) zum Maßnehmen verwendet wird (Fadenmaß, Maßpapier), Angabe, ob noch so gemessen wird oder früher so gemessen wurde; mit Nadeln das Maß abstecken;

38 / D

11. Knoten (in den Maßfaden), Einschnitte, Risse (in das Maßpapier) machen, Wendungen, Redensarten; Benennung für die Knoten, Einrisse, -schnitte?

38 / D

12. das Maß einschreiben;

38 / D

13. allgemeine Ausdrücke für Längen-, Breitenmaß, auch zeitwörtlich: Maß nach der Länge, Breite, Weite nehmen, vorne, hinten (vordere, hintere Länge) nehmen, hinterwärtling messen u. ä.;

38 / D

14. [Bei den folgenden Einzelmaßen wolle man zur Hauptnummer auch die zeitwörtlichen Wendungen, ferner Ausdrücke angeben, die sich auf die Art, wie das Maß gewonnen wird, beziehen (vgl. 14.), in der Nebennummer Wendungen, Redensarten verzeichnen, die auf gute, schlechte, schwierige Abnahme des Maßes gehen (vgl. 14a.); jeder Ausdruck, jede Wendung auf besonderem Zettel!!] Rock-, Gilet-, Westen-, Leibel-, Joppenmaß; dabei Rückenmaß, -breite, -länge, Breite über das Genick, um den Rücken, Buckel umher; entsprechende zeitwörtliche Wendungen; Ausdrücke, die sich auf die Art wie Rückenlänge, -breite ermessen wird, beziehen;
14a. Wendungen, Redensarten, die sich auf gute, schlechte, schwierige Ausführung des Rückenmaßes (z. B. bei Buckligen, Verkrüppelten) beziehen (z. B. einen schönen Buckel machen, der hat mir einen Buckel ausher gemacht! mach mir einen Buckel, der nicht spannt, zieht, Falten macht, der gut anliegt u. dgl.);

38 / D

15. Achselmaß, -weite, -breite, usw.;
15a. Wendungen wie: da muß ich unterlegen (Betonung dieses Wortes!), du fällst ab u. dgl.;

38 / D

16. Kragenmaß, -weite (heute noch mit Papier genommen?), Maß des Ausschnittes (bei Rock, Weste usw.), usw.;
16a. Wendungen wie: daß sich der Kragen fein, schön anlegt! nicht weg(her)steht u. ä.;

38 / D

17. Ärmelmaß-, -länge, innere, einwendige (‚gerade‘?), äußere, auswendige (‚gebogene‘?), auch innerer usw. Ärmel, Ärmelweite, -breite, heroben, herunten, usw.;
17a. Wendungen wie: daß der Ärmel an, unter der Üechsen nicht spannt! Ärmel einziehen, mehr hinaufstecken, Ä. geht ein u. ä;

38 / D

18. Brustmaß, -weite, -umfang, usw.;
18a. Wendungen;

38 / D

19. Hosenmaß, -länge, Seitenlänge, innere, äußere, (halbe) Schrittlänge; Mitt-, Bundweite; Arschweite; Knie-, Fußweite, Vorfall, Spreizweite, Schrittspitzenmaß, noch andere Hosenmaße? (z. B. des Schlitzes? Vorder-, Hinterhosenhöhe?), usw.;
19a. Wendungen (wie zu 14a.), auf Zuschnitt, Ausführung der Hosen, des Hosenbodens, -schlitzes usw. bezüglich, auch bei X-, O-Beinen; Frage nach dem ‚rechts-‚, ‚linkstragen‘ üblich?

38 / D

20. besondere Ausdrücke beim Anmessen besonderer Trachten, festlicher, geistlicher, anderer beruflicher, städtischer (z. B. Kutten-, Mantel-, Überziehermaß u. dgl.) usw.;
20a. Wendungen;

38 / D

21. andere übliche Ausdrücke, in denen der Kunde seine Wünsche nach der Kleidform beim Anmessen kundgibt oder der Schneider darnach fragt, z. B. etwas eng, weit, anliegend, faltig tragen, arbeiten, in der Taille tragen, schneiden, glockig, auf Glocken arbeiten, tragen u. ä. (Verbreitung solcher Ausdrücke!) ;

38 / D

22. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Maß (nur auf Schneiderei bezügliche!);

38 / D

23. Schnitt nur in der Schneiderei!), Verkl., Bedeutungen; ist auch Fasson, Taille volksüblich? (Bedeutung, Redensarten, Ersatzformeln wie: um die Mitte u. ä.);
23a. übliche eigenschaftswörtl. Verbindungen: z. B. fester, sicherer, schneller, guter, fescher Schn. usw., dazu Ersatzwendungen, Redensarten;

38 / D

24. Zusammens. mit Schnitt, an zweiter Stelle: z. B. Ab-, An-, Aus-, Einschnitt (auch Aufschnitt in der Schneiderei?), Zuschnitt, Rock-, Kragenschnitt (samt deren anderweitigen Benennungen, wenn vorhanden) usw.,
24a. an erster Stelle: Schnittkante (zackige, scharfe, gerade u. ä.), Schnittmuster u. a.;

38 / D

25. zum Zuschneiden anrichten, den Stoff auf-, zurechtlegen u. ä.;

38 / D

26. das Schnittmuster ab-, ausrädeln, auflegen; andere Arten der Übertragung des Musters auf den Stoff (mittels Kreide, Nadeln - zeitwörtliche Ausdrücke);

38 / D

27. besondere Namen der ausgerädelten oder anderswie abgegrenzten, ferner der darnach geschnittenen Teile (Rückenteil usw.) ;

38 / D

28. schneiden, Formen des Zw., Bedeutungen (nur in der Schneiderei!), übliche damit verbundene Objekte (Tuch, Rock usw.), etwas auf den Leib schneiden (auch übertragene Bedtg.!);

38 / D

29. Verbindungen zur Bezeichnung der Richtung des Schneidens: scheel schneiden (auch: scheel kommen), gerade, nach der Quer, nach der Gerung, im Zwicke, nach dem (gegen den) Faden, Strich, dem Strich nach, nach dem Bug sehn. u. ä.;
29a. Verbindungen, Zusammens., Ersatzausdrücke, Redensarten zur Bezeichnung anderer Arten des Schneidens: .drauf los, drein und drein schn., ungeschickt, zackig schn., Tuch verwüsten, fiseln, den Stoff herfeseln, zu kurz schn., kürzer schneiden, zurück-, zurückhin-, rück-, rückwärtsschn., stutzen, zu-, zusammen-, wegstutzen, etwas wegnehmen u. ä., anschneiden (leicht anschn., auch ‚als erster schn.‘, ‚fortfahren zu schn.‘, schneid an!), einschn. (Bedeutungen! auch übertragene), einhin-, hineinschn., ein-, einhinzwicken;

38 / D

30. den Stoff hereinlegen (zu wenig, zu viel), Bedtg.;

38 / D

31. zuschneiden, Bedeutungen (auch ‚kürzer machen‘, ‚fortfahren zu schneiden‘), übliche Objekte (Rock usw.), Redensarten; wer besorgt das Zuschneiden? zuhin-, hinzuschn. ;
31a. Zuschneider (nur in städtischen Verhältnissen?);
31b. hauptwörtl. Bezeichnungen des Zuschneidens wie (Zu-)schneidarbeit, -geschäft u. a.;

38 / D

32. noch nicht genannte Zusammens. mit schneiden (man gebe überall die Bedeutungen, auch übertragene - jedoch nur aus dem Vorstellungskreise der Schneiderei -, die üblichen Objekte, Redensarten an): beschneiden, verschn. zerschn., auseinanderschn., ab-, abher-, an-, aus-, aushin-, hinaus-, ausher-, heraus-, auf, aufhin-, hinauf-, vor-, fürhin-, vorwärts-, um-, umeinander-, herum-, umher-, hinum-, umhin-, überhin-, hinüber-, her-, hin-, wegher-, herwegschneiden u. a.

38 / E

1. zum Nähen herrichten (bes. Ausdruck?);

38 / E

2. Faden, Zwirn abwickeln, -spulen, abhertun, abschneiden, -reißen, -beißen (auch übertragene Bedtg.);

38 / E

3. das Wachs herrichten; bes. Ausdrücke für Herstellung des Wachses? (soweit nicht schon zu 37 C 9 erwähnt);

38 / E

4. Faden, Zwirn steifen (durch wachse(l)n, wichsen, schwärzen, netzen, drehen u. a.);

38 / E

5. fädeln, fädmen, an-, einfädeln, -fädmen, ausfädeln, -fädmen (auch übertragene Bedtgen);

38 / E

6. am Faden Knopf machen;
6a. den Faden an-, festziehen, aus-, ausherziehen;

38 / E

7. Ausdrücke, die sich auf Vorbereitung zum Nähen mit der Maschine beziehen, so weit mundartlich oder verkehrssprachlich;

38 / E

8. nähen (Formen des Zw. für ‚ich nähte, würde nähen‘ und genäht), übliche Objekte, auch übertragene Bedtg. (z. B. eine nähen), Ersatzausdrücke, auch scherzhafte;
8a. hauptwörtl. Ausdrücke wie Näherei, Nähterei (Bedtgen!), Näharbeit, -werk u. a.;

38 / E

9. gut, schlecht, fest, locker, haltbar, geschickt, schluderig, flink, gerade, scheel nähen und ähnl. Verbindungen, dazu Ersatzausdrücke, lobende, tadelnde Wendungen;

38 / E

10. überwindling nähen, überwindeln, überwideln, einreihen (Bedeutung dieser Ausdrücke; näht der Rechtshänder dabei von links nach rechts?);

38 / E

11. endeln, enteln (Bedtg.! näht man dabei von rechts nach links?), zusammenendeln (noch andere Zusammens.?);

38 / E

12. Zusammens. mit nähen (zu jeder die Bedeutung, auch übertragene, übliche Objekte, Wendungen, Ersatzausdrücke und -verbindungen): z. B. ernähen (dernähen, auch sich dernähen), vernähen, sich vern., zernähen, ab- (auch: sich abnähen), abhin-, hinab-, an-,ein-, einhin-, hinein-, aus-, aushin-, hinaus-, auf- (auch sich aufn.), aufhin-, hinauf-, für-, vor-, fürher-, herfür-, mit-, nach-, nachhin-, hinnach-, über-, darüber-, unter- (Betonung!), darunter-, nieder-, um-, umhin-, hinum-, umher-, herum-, zu-, zuhin-, hinzu-, zusammen-, her-, hin-, danher-, herdan-, danhin-, überhin-, hinübernähen; handnähen, handgenäht, maschinnähen (maschinern, -eln), maschingenäht;

38 / E

13. bildliche, scherzhafte, ärgerliche Ersatzausdrücke für maschinnähen (z. B. den Karren einspannen);

38 / E

14. stechen, sticheln (insoweit Ausdruck der Näherei, auch in übertragener Bedtg.), hauptwörtliche Bezeichnungen;
14a. Zusammens. damit (soweit sie Schneiderausdrücke sind, Angabe der Bedtgen usw. wie bei Nr. 12): z. B. er- (der-), ver-, zerstechen, abher-, an-, anher-, aus-, aushin-, ein-, einhin-, aufher-, umhin-, überhin-, zuhin-, niederstechen u. a.;

38 / E

15. heften (als Schneiderausdruck) , Bedtg., hauptwörtl. Bezeichnungen;
15a. Zusammens. (Bedtgen usw. wie bei Nr. 12): er- (der-), an-, auf-, ein-, einhin-, zu-, zuhin-, zusammen-, niederheften u. a.;

38 / E

16. steppen, Bedtg. (auch z. B. Verzierungen an genähten, gestrickten Sachen anbringen?), hauptw. Bezeichnungen;
16a. Zusammens.: ab-, aufhin-, abhin-, niedersteppen u. ä., Steppdecke, -maschine u. a.;
16b. Ableitungen: Stepper, -erin,
16c. steppig (Bedtg.!).

Fragebogen S 39: Schneiderei (4)

39 / E

17. einen Saum nähen, säumen, einsäumen;

39 / E

18. einfassen;

39 / E

19. Einfaßband, Litze, (Einfaß-)borte (Geschlecht! Aussprache des o!), Börtel, dazu übliche eigenschaftsw. Verbindungen;
19a. etwaige Zusammens. mit Litze, Borte (z. B. Haarborte-, -börtel, Bortenhaube);
19b. Ableitungen: borten (z. B. ein bortener Hosenträger), börtlet;
19c. börteln ;

39 / E

20. markieren, ‚nur m.‘ (Bedtg.); hauptwörtl. Bezeichnungen;

39 / E

21. Naht;
21a. zeitwörtl. Verbindungen und Redensarten wie N. nähen, markieren, iibernähen, wutzeln u. a., die Naht hält (nicht), geht auf, (zer-)reißt, läßt aus u. ä., etwas auf der Naht bei jemand haben, einem auf die N. gehn (Bedtg.!);
21b. eigenschaftsw. Verbindungen: schöne, gerade, wilde u. a.; falsche, markierte, französische, englische, gehöhlte (Bedtgen!) u. a.;
21c. Sammelausdrücke, wie Nahtwerk, Genähteret;

39 / E

22. Zusammens. mit Naht (überall Angabe der Bedtg., auch üblicher Redensarten), an zweiter Stelle, wie Endel-, Wutzel-, Roll-, Stepp-, Loch-, Löchel-, Hohl-, Über-, Überwand-, Uberwindlings (-widlings)-, Nieder-, Kapp-, Kreuz- (die Kreuzn. gerade, schräg stellen), Schritt-, Ziernaht; Hosen-, Rock-, Leibelnaht usw.;
22a. an erster Stelle, z. B. Nahtbruch (Bedtg.!);

39 / E

23. Stich (nur in der Schneiderei!), Verkl.; Stecher (= einmaliger Stich);
23a. übliche zeitwörtl. Verbindungen,
23b. übliche eigenschaftswörtliche, und zugehörige Redensarten, wie kleiner, großer, wilder Stich u. ä.;

39 / E

24. Zusammens., wie Stepp-, Hinter-, Saum-, Überwand-, Zier-, Schneiderstich u. a.;

39 / E

25. Saum, Verkl;
25a. Zusammens., wie Kleider-, Stepp-, Lückelsaum;

39 / E

26. trennen und Zusammens., wie ab-, abher-, auf-, weg-, weghertrennen ;
26a. Ableitungen und Zusammens., wie Trennerei, Getrenne, Trennarbeit;

39 / E

27. Watte, Wattierstoff, Wattierung;
27a. wattieren (‚gut w.‘), auswattieren (dazu übliche Objekte); Ersatzwörter wie einlegen, unterlegen (Betonung!), Einlage machen; Redensarten, Volkswitze;

39 / E

28. Futter (nur in der Schneiderei!), Unterfutter, Fütterung, Futterstoff (Namen der üblichen Arten), andere Zusammens.; Verbindungen, Redensarten, wie Unterfutter fürherdrehen, Futter ausklopfen (Bedtg.!); was bedeutet ‚die Hose auspflastern‘?
28a. (aus)füttern, übliche Objekte;

39 / E

29. Steifleinwand, Ausdrücke für ihren Zuschnitt, ihre Verwendung;

39 / E

30. Knopf (in der Bedtg. Kleiderknopf, dann Knospe, Knauf, Klotz, kleiner Mensch, Geld), Mehrz., Verkl.;
30a. eigenschaftsw. Verbindungen, wie schöner (welcher gilt für schön?), beinener, silberner Knopf usw.;
30b. zeitw. Verbindungen, wie Knopf annähen, reißt aus u. a., Knopf statt Geld in Sammelbüchse, Opferstock werfen (Redensarten!);
30c. herrschen Bräuche bezüglich Zahl, Reihen der Knöpfe an Joppe, Weste usw.? sagt man zwei-, dreiknöpfig bei zwei, drei Reihen?
30d. Redensarten mit Knopf in übertragener Verwendung (soweit aus einer der Nr. 30 genannten Bedeutungen hervorgewachsen): z. B. das ist ein Knopf, rechter Knopf( Bedtg.!), keinen Knopf hergeben, in der Tasche haben, die Knöpfe abzählen (Spiel; Beschreibung), Knopf schupfen (Spiel; Beschreibung) u. a.;
30e. Münze als Knopf (Brauch! welche Münzen dazu verwendet? gibt es eine Allgemeinbezeichnung für solche Knöpfe?);

39 / E

31. Zusammens. mit Knopf: z. B. Tuch-, Zwirn-, Hornknopf u. ä. (Verwendungen!); Hosen-, Joppenkn. usw.; Druck-, Reserveknopf; Enzknopf, Kommißknopf; Knopfloch (zeitw. Verbindungen, wie Kn. ausstechen, säumen, ausnähen, ausreißen u. a.), Knopfmacher u. a.;

39 / E

32. knopfig, knopfet;

39 / E

33. knöpfen, knöpfeln (was ist häufiger?); Zusammens., wie auf-, ein-, zu-, aufhin-, abhin-, umhinknöpfen, -knöpfeln ; auf-, zugeknöpft sein (Bedtg.!);

39 / E

34. Knauf, Knäufel (Knafel), Geschl., Bedtg., Zusammensetzungen;
34a. knäufeln (Bedtg.!);

39 / E

35. Häftlein (Haftel), zeitw. Verbindungen;
35a. Zusammens., wie Haftelmännlein, -weiblein, -mutter (Bedtg.), Haftelmacher (Redensarten);
35b. häfteln (hafteln) und Zusammensetzungen;

39 / E

36. (Heft)faden aus-, ausherziehen;

39 / E

37. (an)probieren (Aussprache des o!), zum Probieren, zur Probe gehen, bringen;

39 / E

38. Ausdrücke für das Anzeichnen von Änderungen mittels Kreide, Seife, Stecknadel u. dgl.;

39 / E

39. nach-, ein-, aus-, ausherlassen, aufherheften u. ä.; 40., Falte (im Gewand), Verkl., Gribler (nur von Frauenkleidern?);
40a. zeitwörtl. Verbindungen, wie Falten machen, werfen, es macht, zieht, gibt, wirft Falten, dazu verwandte Ausdrücke wie spannt, zwickt, zieht, pludert; F. herstellen, nähen, legen, in F. legen, F. ziehen, reihen, bügeln u. dgl.;
40b. eigenschaftsw. Verbindungen und Zusammens., wie große, gelegte F., Quetsch-, Rock-, Schößelfalte u. dgl.;
40c. faltig;
40d. fälteln;

39 / E

41. Ausdrücke für: das Bügeleisen, den Stahl hitzen, reinigen, das Bügeltuch herrichten;

39 / E

42. bügeln (Aussprache!), Objekte (Gewand, Falten, Fasson usw., auch: jemand, eine bügeln, Bedtg.!), Redensarten wie: Waschen und Bügeln ist beinand;
42a. Zusammens. (mit Angaben wie bei E 12), z. B. ab-, auf-, aus-, ausher-, durch-, ein-, über-, nieder-, zusammenbügeln;

39 / E

43. Bügler, -erin, Büglerei, Gebüglecht, Bügelwerk;

39 / E

44. dünsten, aufdünsten; .45. Ausdrücke für und bei Ablieferung des Anzuges, Kleidungsstückes;

39 / E

46. den Schneider auszwicken;

39 / E

47. Ausdrücke, die sich auf den Schluß des Störens oder einer Arbeit in der Werkstätte beziehen, auch etwa Gebräuche dabei benennen (soweit nicht schon zu 36 A 16 erwähnt);

39 / E

48. noch nicht erwähnte Werkzeuge des Schneiders: z. B. Hansel, Naterknecht (beides Werkzeug um kleinere Stoff teile festzuhalten);

39 / E

49. Fleck (Bedeutungen! Stück Zeug in der Schneiderei, Stück Bodens, Ort, Mehlspeise [nur in Mehrz.?], das Schwarze in der Scheibe, Fleck durch Schmutz, Farbe, Spottrede, Kaldaunen [nur in Mehrz.?], Pfosten, Krankheit [insoweit nicht schon zu Bogen 25 O 5 vom Sammler behandelt], sonstige Bedtgen?), Verkl. (Bedtgen);
49a. kommt auch Flick vor? (Bedtg.);
49b. Zusammens. mit Fleck (in seinen verschiedenen Bedtgen), an zweiter Stelle: z. B. Schneider-, Rock-, Hosen-, Hauben-, Mieder-, Fürfleck, Gewand-, Tuchfleck u. a., Mords-, Enzfleck u. ä., Marktfl., Oster-, Eierfl., Schmutz-, Fett-, Tinten-, Farb-, Schandfl., Kuttelfleck u. a.;
49c. an erster Stelle (Bedtgen!), z. B. Fleckelwerk, Fleckelarbeit, -decke, -patschen, Fleckelschwester, Fleckelteig, -suppe, Fleckputzer, Fleckrede u. a.;
49d. übliche eigenschaftswörtl. Verbindungen (Bedtgen!), z. B. weißer, roter, blauer (vgl. Bogen 25 O 5a), alter, frischer,
49e. zeitwörtliche, z. B. Fleck ein-, auf-, über-, daneben-, darübersetzen, auf-, aufhinnähen, putzen; dazu Ersatzwörter, wie einstückeln;
49f. Redensarten, wie Herz auf dem rechten Fleck haben, auf dem richtigen Fleck sein, stehen, nicht ein Fleckerl eigenen Bodens haben, vom Fleck weg heiraten, nicht vom Fleck kommen, Fleckel schießen;

39 / E

50. Gefleckelet, Gefleckeret;

39 / E

51. fleckig;

39 / E

52. flecket (Bedtgen!), geflecket;

39 / E

53. flecken (Zeitw.), Bedeutungen! Zusammens., wie der-, zerflecken;
53a. fleckeln (Bedtg.!);

39 / E

54. flicken, auch übertragene Verwendungen, wie einen, eine fl, sich die ,Kitze‘ fl.; geflickt (Redensarten);
54a. Zusammens. (mit den zugehörigen Redensarten, Wendungen; Angabe der Bedtg.!): z. B. der-, ver-, zer-, ab-, aus-, auf-, aufhin-, zusammen-, zuflicken; Flickwerk, -arbeit, -stube, -tag, -stunde (vgl. ferner Bogen 36 A 12);
55. Flicker, Flickerin;

39 / E

56. Flickerei;

39 / E

57. Geflicket (Sammelbezeichnung);

39 / E

58. Bletz, Bletzen (Stück Zeug, Schnitte, Fleck auf der Haut [insoweit nicht schon zu Bogen 25 N 51 behandelt]), Verkl., Redensarten;
58a. Zusammens. mit Bletz;
58b. eigenschaftswörtl. und zeitwörtl. Verbindungen, Redensarten mit Bletz in seinen verschiedenen Bedtgen (außer den schon zu Bogen 25 N 53 eingesandten);

39 / E

59. bletzig (vgl. Bogen 25 N 51a);

39 / E

60. bletzen, Zusammens., z. B. der-, ver-, zerbl., anbl. (einen Baum u. a.);

39 / E

61. geflickte Kleider tragen, Redensarten, Wendungen;

39 / E

62. (Nummer für Nachträge).

Fragebogen S 40: Kleidung (1)

40 / A

1. Kleid, Bedeutung der Einz. (nur von weiblichem Gewand gebraucht?), der Mehrz, (Lautung mit oa oder ei?), Verkl. (Bedtg.!); sind die Wörter Kleidung, Kleidungsstück gebräuchlich?
1a. Gewand, bedeutet es noch Kleider und Wäsche zusammen? nur Kleider? auch Kleidungsstück? nur Wäsche? bedeutet es auch Gradel (Art Zeug)? Mehrzahl (Bedtg.), Verkl. (Bedtg.), ein ganzes Gewand;
1b. Sammelbezeichnungen: Gewandach (auch = ‚Kleidungsstück‘?), Gewanderet, Gewandwerk;
1c. Anzug (Verbreitung!), ganzer A.;
1d. andere Ausdrücke für Kleid, wie Kluft, Montur, Haut (so eine Haut);
1e. Umschreibungen dieser Begriffe: z. B. was einer auf dem Leib hat, anhat;

40 / A

2. formelhafte, sprichwörtl. Redensarten mit jenen Wörtern, z. B. Kleider machen Leute, das Gewandel rnachts Mandel, ein Mandel mit einem eichenen Gewandel, Gewand stehlen (Kinderspiel, Beschreibung);

40 / A

3. übliche eigenschaftsw. Verbindungen und ihnen entsprechende Wendungen, wie vornehmes, höfliches (= höfisches), fesches, gutes, besseres, schlechtes, schlechteres, leides, letzes, abfrediges, haderechtes, schofles, auffallendes, durchsichtiges (ein Gätter anhaben), (funkel-) (nagel)neues, frisch vom Schneider u. a., steifes, bockstarres, derlaustes, lodenes, warmes Gewand, Montur u. ä.;

40 / A

4. zeitwörtl. Verbindungen und Ersatzausdrücke : (Gewand, Kleid, Joppe, Rock usw.) anhaben (Redensarten!), -legen (sich anl.), -ziehen (sich anz.), -tun, tragen, (in das Gewand) schliefen, schlüpfen, einhinschliefen, ein-, einhinsteigen, -hupfen, abziehen, -streifen, abhertun, weg(her)tun, ausziehen (sich ausz.), (sich) verkleiden, Gewand verkehrt, verkehrter anlegen, sich auftocken, aufdonnern u. ä.,

40 / A

5. für den Begriff passen, nicht-passen (soweit nicht schon früher, z. B. 38 D 14a, E 40a erwähnt): sitzt, taugt gut, wie angegossen, hängt nur so u. a.,

40 / A

6. für den Begriff abnützen: abtragen (abgetragenes, übertragenes Gewand), austragen, hernehmen, -tragen, (ab)strapezieren, dem Gewand Herr werden, ,ihm ankönnen, es abhinschlappen, -schlampen, derreißen, ein rechter Zerreißsam sein, durchreiten, -sitzen, zusammensitzen, durchfretten, -wetzen, -scheuern (gebräuchlich?), abwetzen, ein Loch kriegen, einhinreißen, -sitzen, das Gewand ist verfärbt, abgefärbt, wird schleißig, lucket, spiegelt, hat einen Spiegel (auch am Ärmel, vom Nasenputzen), Knie steht heraus u. a.,

40 / A

7. für den Begriff beschmutzen: verschmutzen, schmutzig machen (Verbreitung!), dreckig machen, ab-, verdrecken, -dreckeln, ver-, ab-, volltrenzen, ver-, ab-, vollschmieren (man achte auf die Mittelwörter der Vergangenheit wie derschmiert, dersaut), ‚abherberen‘ (Bedtg.!) u. ä.,

40 / A

8. für den Begriff Kleider schonen: auf-, daraufschauen, achtgeben u. a.,

40 / A

9. aufbewahren: aufheben, versorgen, einstauben, -stäubeln u. a. (Nennung volkstümlicher Schutzmittel),

40 / A

10. reinigen: aus-, abstauben, (aus-, durch)lüften, (aus-, ab)bürsten, (ab-, aus)klopfen u. ä.;
10a. (Kleider)bürste; 10b. Kleiderklopfer, -tuscher, Austuscher, -klopfer, Pracker;

40 / A

11. Mensch, der auf gute, schöne Kleidung hält, auffallende trägt, beinand ist, Stolzpemsel, Modetocke, Poppe(n), Gigerl (dazu auch Zusammens., wie Modegigerl, Gigerlhosen);

40 / A

12. weghängende Stoffteile, Flander, Flenke, Flank (-erl), Flentsche, Flantscherl, Gewandgeschlamp u. a.;

40 / A

13. zerrissene Kleider, Lumpen, Fetzen, Hadern u. a., Redensarten;

40 / A

14. Mensch in unordentlichen, schmutzigen Kleidern, Flank, zerrissen, in Lumpen sein, zerrissener Haderlump, Fetzenbünkel u. a., Redensarten;

40 / A

15. Kleider, Joppe, Rock usw. kaufen, fertig kaufen (üblich? wie beurteilt?), verhandeln, versetzen, verkitschen;

40 / A

16. Kleiderhändler, (Kleider)jude, Gewändler, Altgewändler (auch scherzhafte Ausdrücke);
16a. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Kleid, an zweiter Stelle: Unter-, Ober-, Firmungs-, Sonntags-, Seidenkleid u. a.,
16b. an erster Stelle: Kleiderkasten (dafür auch Hängekasten), -schrank, -truhe u. a.;

40 / A

17. Zusammens. mit Gewand, an zweiter Stelle: Zeitengewand (Festtagsgewand), Lodengewand u. a.; an erster: Gewandschneider (Krämer mit Gradel usw.), Gewandleibel (Leibchen aus Gradel), -hose (aus Gradel), -geld (den Dienstboten für Gewandung gegeben) u. a.;

40 / A

18. Zusammens. mit Anzug, Kluft, Montur, Haut (= Gewand) u. ä.;

40 / A

19. gewänden (gwanten), kleiden, Redensarten;
19a. Zusammens. mit gewänden, auf-, her-, ver- (sich vergew.), hingewänden (alles an die Kinder hingew.), jemand aushingewänden u. a;
19b. volksübliche Zusammens. mit kleiden, z. B. einkleiden;

40 / A

20. Kleider, Joppe usw. wenden;
20a. besondere Ausdrücke für gewendeter Rock, Joppe usw.?

40 / A

21. sonstige, noch nicht abgefragte Ausdrücke auf Kleider, Gewänder bezüglich (z. B. wenn ein Kind den Nachbarn in seinen neuen Kleidern sich zeigt?).

40 / B

1. Männerrock mit kurzen Schößen: Joppe (Juppe, Goppe, Guppe), Janker (helles a?), Jankes, Schanker, Schecken, Rock, Stutzer, Sacko (Betonung!), Sackel, Jacke (in städtischer Mundart auch = Joppe?) u. a., Bedeutungsunterschiede (auch bei den Verkleinerungen, bedeutet z. B. Jankerl nur Kinderleibchen?), übertragene Bedeutungen (z. B. Janker = grober Bursche), Redensarten (z. B. wer zu einem Janker gehört, kommt zu keinem Rock), Angaben über Gegensätze zwischen älterer und jüngerer Tracht (Form), ferner wann die Kleidungsstücke getragen werden;
1a. übliche eigenschaftsw. Verbindungen, wie weit, eng, geschlossen, ein-, zweireihig, eingefaßt, rundgeschnitten, geschweift, glockig u. a., tuchen u. ä.;

40 / B

2. langer Rock (nicht Überrock), Schößelrock, Schößelmartinrock, Bratenrock, Hemd, Brettelhemd (bis ans Knie reichend?), Gehrock (Verbreitung!) u. a.; Angabe der Bedeutungs-, Trachtunterschiede wie bei B 1; wievielteilig ist der lange Rock? (sechsteilig am Oberkörper, vierteilig in den Schößen?), Redensarten (z. B. der Gehrock ist herrisch);

40 / B

3. Männerrock ohne Ärmel: Schalk, Tschalder, Schalder (wird auch die weibliche ärmellose Jacke so genannt?), andere Ausdrücke?

40 / B

4. Joppe, Rock mit Rückengürtel, Gürteljoppe u. a. (nur von Knaben, oder auch von Erwachsenen getragen? allgemein oder nur in bestimmten Kreisen? eine jüngere Tracht?);
4a. Bezeichnung des Gürtels, der Spange, Schließe, der Fältelung;

40 / B

5. Frack (Aussprache des a!), Mehrz., Verkl., (Bedtg.! Rock mit langen Schößen?), übertragene Bedtg. (Mensch in herrischem Anzug, Schwips); gehört er sich für den Bauer?
5a. Zusammens., soweit in mundartl. Wendungen üblich, z. B. Stadtfrack (Bedtg!);

40 / B

6. vom Landvolk oder in städtischer Mundart gebrauchte sonstige Bezeichnungen für nicht-bäuerliche, als ‚Rock‘ dienende Kleidungsstücke, z. B. Schmocking, auch scherzhafte;

40 / B

7. Leibel, Gilet, Weste (Verbreitung!); ältere Tracht: Brustfleck, -latz, Hanger u. a.;

40 / B

8. Schnalle (an Weste usw.), Verkl.;

40 / B

9. Brust-, Vorderteil (der? das? der Joppe, Weste usw.), hervörderer Teil u. ä.; Rücken-, Hinterteil, Rücken u. ä; dazu Eigenschaftswort, das die Zahl der Nähte (Teile) nennt (beim Rücken z. B. viernähtig?), auch ganzer, geteilter Rücken;

40 / B

10. Joppen-, Rockausschnitt u. a.;

40 / B

11. Achselteil.

Fragebogen S 41: Kleidung (2)

41 / B

12. Ärmel (Aussprache!), Ärmling;
12a. Futterärmel (auch gefütterter, inwendiger Ärmel), Stoffärmel (auch auswendiger Ä.), Ober-, Unterärmel;
12b. andere, noch nicht (zu 38 D 17) genannte Zusammens. mit Ärmel, wie Rock-, Jankerärmel u. dgl., Ärmelloch u. a.;

41 / B

13. aufgeschlagener, umgestülpter Ärmel, Aufschlag am Ä., Umschlag, Rollaufschlag, festgenäht, locker, markiert, gerade, rund u. a., ihn herab-, zurückschlagen;

41 / B

14. Kragen (nur vom Teil des Kleidungsstückes, nicht = Hals; verwendet man Hals auch in der Bedtg. Kragen eines Kleidungsstückes?), Mehrz.; in einem, in zwei Teilen geschnittener (Benennung?); den Kr. aufschlagen, aufhintun u. ä.;
14a. Zusammens. mit Kragen (soweit nicht schon 38 D 16 genannt), z. B. Rock-, Mantel-, Leibel-, Westenkragen u. a., Kragenstoff u. a.;

41 / B

15. Schoß, Schöße, Schößel, Rockschoß, -schöße, -schößel, Flitsch(en), Flitte, Zipf, Zipfel u. a., Geschlecht, Verwendung dieser Wörter! Unterschiede in Anwendung je auf das Männer-, das Frauenkleid; werden nur die vorderen abhängenden Teile oder auch die hinteren so benannt? Redensarten (wie: bei der Flitte derwischen);
15a. wegstehende Schößel, Wendungen, Scherze, mit fliegenden Schößeln daherkommen, -wacheln;
15b. Schößel aufhinstecken, -schlagen (Hochschlagen der hinteren Rockschöße, auch als derbe Abweisung, Redensarten dabei), wegherschneiden u. a.;
15c. Zusammens. mit Schoß, Schößel, z. B. Frackschößel (beim Fr. haben) u. a.;

41 / B

16. (Rock)schlinge, Schlingerl, Kettchen;

41 / B

17. gibt es eine Gesamtbezeichnung für die Teile des Rockes, der Joppe usw.;

41 / B

18. noch nicht genannte Zusammens. mit den B 1-7 genannten Namen von Kleidungsstücken: nach dem Zweck, z. B. Arbeitsjoppe, Unter-, Innenjanker (nicht = Unterjacke als Wäschestück!) u. a.; nach dem Träger, z. B. Bauernjanker u. a.; nach der Zeit, z. B. Sommer-, Winterjoppe, -leibel, -weste u. a.; nach dem Anlaß, z. B. Firmrock u. a.

41 / C

1. Hose (nur Mehrz. üblich?, ‚ein paar Hosen‘), Verkl., ,lange Hose‘; bedeutet Hose noch Wadenstutzen oder Strumpf? als einfache Wort oder nur in Zusammens., wie Strick-, Beinhose, und bestimmten Redensarten? übertragene Bedtg. (z. B. tief herabreichende Befiederung des Huhnes am Bein, Höslein der Bienen), Redensarten wie: die Hosen anhaben (wenn nicht schon zu Bog. 11 I 9 erwähnt), Herz fällt in die H., nichts in den H. haben (abgemagert sein), er hat viele H. zu waschen (viele Geschäfte), jemand die H. ausklopfen, ausziehen u. a.; Büchse, Buchse (Verbreitung!), Beinkleid (volkstümlich!); scherzhafte Bezeichnungen;
la. Gesäßhose, Gesäße (Geschl.), Hosengesäß, Bruoch (noch gebraucht?), Bedtg. (unterschieden von Kniehose?);
1b. Kniehose (wie urteilt man über diese Tracht?), kurze Hose; Spielarten (Bedtg.!), wie Oberlandler-, Gebirgler-, Pump-, Pluderhose, auch Plodergesäß (Sprüche! Verse!), Kraxel-, Zughose u. a.;

41 / C

2. übliche eigenschaftsw. Verbindungen, darauf bezügliche Redensarten, wie enge, weite, schlotternde (da hätten zwei drinnen Platz u. ä.), zu kurze, zerflankte, abgesprengte, zu stark hinaufgezogene, zu weit hinabgelassene, feste (Strapezierhose), schmutzige usw.;

41 / C

3. zeitwörtl. (nicht schon früher, z. B. 3 D 19a genannte) Verbindungen, wie Hosen strecken, spannen (auch übertragen!), H. herunterziehen (derbe Abweisung?), umkehren (Kinder lassen sich gerne ‚die H. umkehren‘, d. h. zwischen die Füße durch bei den Händen packen und umkehren; bedeutet die Wendung auch Notdurft verrichten?), Hosenlaufen, -recken, -lupfen, dazu Hosenlupf, -lupfer (Tanz, Beschreibung der Bräuche, Redensarten wie einen H. wagen) u. a.;

41 / C

4. hoseln, höseln, hosnen (sich balgen, Bezeichnung einer gewissen Gangart, nach der Hose riechen), Zusammens., wie daher-, umher-, abherhöseln;

41 / C

5. Hoserer, Höser (Knabe, der die ersten Hosen trägt);

41 / C

6. lang-, kurzhoset u. a.;

41 / C

7. (Hosen)bund (ist abgesteppt u. ä.);

41 / C

8. Benennungen der Teile, Stoffzipfel der Hosenschnalle;

41 / C

9. Schenkelteil, Hosenboden, (Hosen)hintern, Arsch, Popo (Verbreitung!), Gesäß (üblich?) u. a., doppelter, gefütterter Hosenboden (besondere Benennung der Fütterung?), Redensarten;

41 / C

10. Bezeichnung für den Bauchteil der Hose?

41 / C

11. (Hosen)fuß, -röhre u. a., Redensarten;

41 / C

12. (Hosen)knie, gut, schlecht gearbeitetes, ausgedehntes, Redensarten (eine Haube geht ausher, sie machen knieweitlet, das Hosenknie absprengen u. a.);

41 / C

13. Vor-, Fürfuß (der den Rist bedeckende Teil, noch üblich?), Vorschuß, Vorfall, Um-, Überschlag (Bedtg.!);

41 / C

14. (Hosen)besatz, auch Egalisierung? (gebräuchlich?);
14a. sein üblicher Stoff (Hosenbarchent, Gradel u. a.); wie heißt die Klebemasse, die daran ist, damit der Barchent angebügelt werden könne?

41 / C

15. Hose aus-, heraus-, ausherlassen; egalisieren, englisieren (Verbreitung!);

41 / C

16. Hosenschoner (Bedtg.!);

41 / C

17. Hose auf-, umschlagen, -krempeln, -streifen;

41 / C

18. Hose franst sich aus, ist ausgefranst, abgestoßen;
18a. (Hosen)kreuz, das Kreuz schneiden, nachhinschneiden, ein Kreuz einsetzen u. ä.;

41 / C

19. Längsstreifen an der Hose;

41 / C

20. Hosenträger, -heber, Halfter, Hosen-, Bruochhalfter, Hosenleiter, Krächse, Hosenkrächse (-kraxn), Hosennestel (Bedeutungsunterschiede, Beschreibung, welche Art die beliebteste?);

41 / C

21. Teile des Hosenträgers (Schnalle u. a., wie heißt das in den Alpengegenden übliche Verbindungsstück?);

41 / C

22. Stickereien am Hosenträger, besondere Bezeichnung? was wird eingestickt?

41 / C

23. Gurt, Hosengurt, Gürtel, Hosen-, Leibriemen (Redensarten, wie den Hosenriemen weiter machen, zusammenziehen; H. als Züchtigungsmittel) , volkstümliche abschätzende Urteile über Hosengurt und Hosenträger;

41 / C

24. Schlitz, Schritz (in allgemeiner Bedtg.), Verkl.; (Hosen)schlitz, -schritz, Schlitz an (oder: in?) der H. (ist der Schlitz die jüngere, modernere Schnittform?); Hosenlatz, -klappe, -tür(l), -tor, -falter, -falle (ist der Hosenlatz usw. die ältere Form, bei Lederhosen noch allgemein? auch als Tasche verwendet?), (Hosen)patte (ist der Ausdruck üblich?); wird das Wort Hosentür(l) usw. jetzt auch für Hosenschlitz gesagt? scherzhafte Bezeichnungen, wie Paradies, Taubenschlag u. a. (Verbreitung!); volkstümliche abschätzende Urteile über Hosenschlitz und -latz, Redensarten, Wendungen, Vierzeiler und andere volkstümliche Verschen;
24a. verhüllende Ersatzausdrücke, wie vorn offen haben, zumachen, die Lämmer kommen dir heraus, der Vogel fliegt dir davon, es blitzt usw.;

41 / C

25. in der Grätsche, im Schritt, am Schlitz schlecht gearbeitete Hose, Wendungen; abgegriffener, verunreinigter Schlitz, Redensarten, Wendungen (wie: es säuerlt u. a.);

41 / C

26. schlitzen, schritzen (übliche Objekte);

41 / C

27. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Schlitz, z. B. Rock-, Joppenschlitz u. a.;

41 / C

28. (Kinder)hose mit Schlitz hinten, Redensarten wie der Kikeriki schaut heraus u. a.;
28a. Knabe mit solchen Hosen, Hosenmann, -tommerl;

41 / C

29. Ausbuchtung an der H., besonders in der Schlitzgegend, Redensarten wie: die H. macht einen Beutel u. a.;

41 / C

30. Bezeichnung für die am Hosenkreuz innen aufgenähten Läppchen?

41 / C

31. Bezeichnung für die Falte am Hosenboden bei scharfem Anziehen der Hosenschnalle, des Hosenträgers?

41 / C

32. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Hose (Bedeutungsangaben!), wie Vorder-, Hinter-, Deckelhose (dazu Deckel, Hosendeckel, noch andere Teilbezeichnungen?), Leder-, Zeug-, Bockhose; Schwimm-, Schul-, Arbeits-, Überhose; Männer-, Buben-, Kinder-, Bauern-, Soldatenhose; Winter-, Sommer-, Sonntags-, Firm-, Hochzeits-, Brauthose (= Hose des Bräutigams?); Unhose; Hosenspanner, -strecker, Hosenhaut (Tierhaut, für Hosen zubereitet), Hosenzitterer (ängstlicher Mensch), -lotterer (ausgelassener Mensch), -katl, -falter, -naht u. a.;

41 / C

33. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Bruoch, Büchse, z. B. Bruochhalfter (= Hosenträger), Bruochschneider;

41 / C

34. Mantel, Radmantel, Rad, Glockenmantel, Mentschikow, Überzieher, Überrock u. a., Bedeutung, Verbreitung dieser Wörter und Sachen, abschätzende Urteile;

41 / C

35. Redensarten mit Mantel in übertragener Bedtg., z. B. Mantel nach dem Wind hängen;

41 / C

36. Pelz (als Kleidungsstück), Arten (Pelzjoppe, -rock, -mantel), Schafspelz = Mantel aus Sch., Burnus; Redensarten, wie Wolf im Schafspelz;

41 / C

37. dahermanteln (Bedtg.!); noch andere Zusammens. mit manteln?

41 / C

38. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Mantel, z. B. Regen-, Wettermantel;

41 / C

39. Kragen (als selbständiges Kleidungsstück, Auflegkragen, ärmelloser Mantel, Wetterkragen) ;

41 / C

40. Schurz, Arbeitsschürze, Schurzfell, Fetzen, Arbeits-, Werktags-, Feiertagsfetzen, Fürfleck u. a.;
40a. Benennungen von Teilen des Schurzes, z. B. Schurzband u. a.;

41 / C

41. sonstige volksübliche Kleidungsstücke (der äußeren Tracht), mit Angaben über Form und Gebrauch (wobei aber Berufskleidung, z. B. des Soldaten, Mesners usw. ausgeschlossen bleibe).

41 / D

1. Tasche (Bedeutungen! im Sinne von ,Kleid(er)tasche‘ in der Mundart üblich? Tasche zum Umhängen, in der Hand zu tragen, Dachdeckungsmaterial, ein Gebäck [nur in Zusammens.?], Frauenzimmer, vulva), Verkl. (Bedeutungen);

41 / D

2. Sack (= Kleidertasche und sonst ,Behälter‘, mit Ausnahme der Bedeutung als ,Maß‘), Verkl. Säckel (gesprochen Sackel), Bedeutungen!

41 / D

3. Seckel (Börse), in der Mundart üblich?

41 / D

4. Kalier, Kaler, Kalewatsch (Geschl., Betonung, Bedtg.), Zusammens., wie Bettelkaler;

41 / D

5. übliche eigenschaftswörtl. Verbindungen, wie luckete, tiefe, weite (Redensarten!), bauchige Tasche (Sack) usw.; gibt es besondere Namen für hintere, vordere, seitliche Tasche u. ä.?

41 / D

6. zeitwörtl. Verbindungen, wie Tasche, Sack vollstopfen (Sack steht wegher u. ä.), in die Tasche schubsen, Hand in der Tasche haben, halten (Redensarten), ballen, mit dem Geld im Sack klimpern, scheppern (tut man es, wann der Kuckuck ruft? zum ersten Male ruft?) u. a.; Tasche, Sack ein-, ausschneiden (gerade, schief), einhinmachen, -nähen u. ä.;

41 / D

7. Redensarten mit Tasche, Sack in übertragener Bedtg., wie auf seinen Sack schauen, in seine Taschen hineinwirtschaften, einem in die Tasche steigen, in der Tasche liegen, grober Sack (= gr. Mensch) u. a.;

41 / D

8. Bezeichnungen für Teile der Tasche, z. B. Überschlägel;

41 / D

9. Taschner;

41 / D

10. kommt taschet vor?

41 / D

11. sacken, einsacken, säckeln, ein-, aussäckeln;

41 / D

12. Zusammens. mit Tasche, an, zweiter Stelle, z, B. Rock-, Joppen-, Hosentasche usw., Manteltasche, Leinwand- (leinene), Ledertasche u. a., Brust-, Flügeltasche (wo?), besondere Bezeichnung für Tasche an: der Hüfte? Einknöpftasche, Schmugglertasche, Bettlertasche u. a., Geld-, Uhrtasche, Reise-, Schultasche u. a., Dach-, Ziegel-, Schiefer-, Glastasche, Zwetschkentascherl (Speise); Plaudertasche u. a.;
12a. an erster Stelle, z. B. Taschenuhr, -messer, -geld u. a., Taschenbarchent, -gradel, -leder, Taschendieb, Taschenmacher, Taschelmacher (Vater, der nur Mädchen hat?) u. a., Taschenformat (üblich?);

41 / D

13. Zusammens. mit Sack, an zweiter Stelle: z. B. Rock-, Joppensack usw., Leinwandsack (leinener) usw., Bettel-, Waidsack u. a., Geld-, Mohl-, Tränensack usw., Reisesack u. ä., Plumpsack (Spiel, Beschreibg.) u. a.,
13a. an erster Stelle: z. B. Sackleinwand, -barchent u. a., Sackuhr, Sacklaufen (Beschreibg.), sackgrob u. a.

Fragebogen S 42: Bewegung (1)

42 / A

Ausdrücke für Bewegung im allgemeinen. 1. Werden, als selbst. Zw., Formen, auch Befehlsform; ‚entstehn‘, ,geboren werden‘;
1a. ‚sich entwickeln, gestalten‘, ‚in etwas übergehen‘, alleinstehend, z. B. er wird, Fügungen mit (da)mit, (dar)aus, (da)zu, in persönl. und unpersönl. Gebrauch (es, er wird -, mir wird -);
1b. werden, als Hilfszw., Formen (abweichend von 1? z. B. worden, statt geworden?); verbunden mit Nennform eines anderen Zw., z. B. er wird gehen, sterben, wirst du's lassen! Zukunftsbedeutung? ist die Form würde (mit einer Nennform) üblich (z. B. ich wur, wuret -)? was bedeutet solche Umschreibung?
1c. verbunden mit Mittelwort der Gegenwart, z. B. er wird laufend, sie sind raufend worden (andere Beisp.!), Bedeutung solcher Verbindung!
1d. mit Mittelwort der Vergangenheit: der N. wird gewählt, wird gewählt werden, würde gew. werden, ist gew. worden - sind solche Umschreibungen der leidenden Form üblich?

42 / A

2. Zusammensetzungen: aus-, (d)er-, ver-, hin-, inne-, überwerden u. a.

42 / A

3. geraten (hier aber nur im Sinne von ‚werden‘, ‚sich entwickeln‘ u. ä., nicht von ‚entraten‘, ,entbehren‘), Verwendungen, z. B. gut g., an einen g., es gerät mir u. a.
3a. Zusammens.: angeraten, z. B. einen a. ‚ihm schaden‘; vergeraten; zusammen-, auf- (aus-, durch-)einander geraten; noch andere? Ableitungen:

42 / A

4. gerätig (üblich?),

42 / A

5. angerätig (ångrādė, ånkhråtig),

42 / A

6. Angeräte,
6a. Angerätigkeit;

42 / A

7. mißraten (üblich?);

42 / A

8. mißrätig, -rätlich;

42 / A

9. Mißrätigkeit;
9a. andere, noch nicht genannte Ableitungen;

42 / A

10. bewegen, wie weit gebräuchlich? wie ausgesprochen? Zusammensetzungen? Ableitungen:

42 / A

11. Bewegung,

42 / A

12. beweglich;
12a. andere Abltgen. und Ausdrücke gleicher oder ähnlicher Bedeutg., z. B. alert;

42 / A

13. gehn, Abwandlung in Gegenwart (i gē usw.), Mitv. (i gengat, gingat usw.), Mittelw. (gangen), Nennform (gēn, gean, göin usw.); in welchen Formen tritt Ersetzung durch (oder Nebengebrauch von) gangen, gengen ein (z. B. gengama für gema)?
13a. für sich allein gebraucht: der geht! (versteht das Gehn), gehn lernen; im Gegensatz zu fahren, reiten usw.: zum Gehn braucht man 3 Stunden; übertragen: die Uhr, Mühle, Werkel, Wind, Zeit geht, Teig geht, der Atem ist nur so gegangen, die Ware geht, der Rock geht noch, es geht, jetzt geht's!, muß gehn, wird schon g., das geht (doch dengerscht) nicht, wenn's nur gienge, wie es geht und steht, wie's kommt, so geht's; g. = ,fortgehen‘, ich geh jetzt, er ist gegangen (= fort); abgeschwächt: (geh,) geh! aber geh! gengens! geh, was du nicht sagst! geh, hör auf! geh, komm usw.;
13b. den Weg, seinen Weg, die Straße, einen (seinen) Gang gehn, g. wir noch einen (Tanz), einen kleinen Schritt, eine Meile g., Schritt g. u. a.;
13c. die Hand geht mir (= zittert);
13d. mit Ziel-, Ortsangabe durch Umstandswörter: z. B. wo gehst hin? (scherzh. Antworten!), fort-, weitergehn; durch Vorwörter (mit und ohne Artikel, was man beachte!), eigentlich und übertragen: an die Arbeit, das Wasser geht bis an die Brücke, ans Leben, an den Hals gehn u. a.; aufs Land, die Weide, die Jagd, den Markt, das Gericht, auf einen (etwas) gehn, es geht auf mich, auf Bessere, auf meine Kosten, aufeinander gehn (,passen‘) u. a.: aus dem Weg, Licht, Leim g. u. a.; durch dick und dünn, der Bach geht durch ... , der Faden geht nicht durch das Öhr, es geht mir durch den Kopf u. a.; gegen Berg, Tal, gegen das Gewissen, die Hand, den Strich u. a.; in die Erdbeeren, die Arbeit, die Fabrik, den Wald (= Holzknecht sein), in Dienst, die Schwemme, das Fenster geht in den Hof, er geht ins zwölfte, ins Geld, in die Ähren, in die Höhe, ins Zeug u. a.; nach Brot u. a.; über Land, über den Spaß, die Hutschnur, mein Vermögen, über einen, Probieren geht über Studieren u. a.; um (ein) Wasser, ums Leben, um den Bart, das Maul u. a.; unter Segel u. a.; Sehen geht vor Hören u. a.; wider den Strich u. a.; zu Bett, zur Leiche, zum Advokaten, zu den Menschern, zum (auch: gen) Opfer g. (auch bloß: Opfer-gehn?), zum Teufel, zu Leibe, zu Rat, Grund, Herzen, der Weg geht zu ... u. a.;
13e. heim-, Schu1e-, Kirchen-, Bett-gehn u. a.;
13f. betteln gehn, spazieren g., suchen g., beichten g., karten g., pransen g. u. a.;
13g. mit Angabe von Begleitumständen: recht, krumm, einwärts, ebenaus, abwärts gehn; es geht gut, so halbwegs, beim mittlern Ort, schief; es geht wie geschmiert, gehext, wie es will, es geht mir gut u. a.; die Orgel geht schön, das Lied geht (= lautet) so und so, unsere Spritze geht höher; sicher gehn, verloren g., futsch g., kaput g., tscharre g.; mit einem Kinde g. (= schwanger sein), sie geht mit dem und dem (,hat Umgang mit‘), im Galopp g., in Gedanken g., zu Fuß g.; das Schloß geht nicht zum Zumachen u. a.;
13h. groß-, schwarz-, frei-, los-, fehl-, falsch-, irre-, müßiggehn und andere solche Zusammenrückungen;
13i. gehn lassen: die Pferde, die Dinge, laß das g., gehn's lassen's das gehn (= Sie brauchen nicht zu zahlen), einen g. l. (= farzen), er läßt alles g., unter sich g. u. a.;
13k. er ist gegangen worden;
13l. es geht sich (gut, schlecht);

42 / A

14. abgehn, Blut, Farbe usw. geht ab, im Abgehenden (Mond), du gehst mir ab u. a.;
14a. Abgang, Abgänglein;

42 / A

15. angehn (‚geraten an‘, ‚betreffen‘, ,anfangen‘, z. B. werde angehn zahlen, ‚berühren‘, ,sich verstopfen‘, das Angehende, einen um etwas ang.);
15a. Angang (Aberglaube!);

42 / A

16. aufgehn (Türe, Messer, Sonne, Milch, Teig, Knopf, Schalen der Nuß usw., einen Schuh = verbrauchen, viel geht auf = wird verbraucht, den Fuß, sich aufg., jemand aufg. = erwischen; aufgehn lassen);
16a. Aufgang, Wendungen, z. B. gen Aufg.;

42 / A

17. ausgehn (Magd, Haare, Farbe, Vorrat, Rechnung usw., einen Weg, es geht sich [sich mir] aus; ausg. lassen);
17a. Ausgang (Wendungen!);
17b. Ausgeher (auch -erin?);

42 / A

18. begehn (die Grenze, eine Sünde);

42 / A

19. durchgehn (Wendungen, durch-und-durch g., auch: die Sohle d. usw.);
19a. Durchgang;
19b. Durchgeher, -gänger;
19c. durchgeherisch; (Fortsetzung folgt).

Fragebogen S 43: Bewegung (2)

43 / A

20. (d)ergehn (jemand, einen Schuh, ich kann’s nicht dergehn; ‚zergehn‘, auch ‚zergehn lassen‘?);

43 / A

21. ein-(in-)gehen (Geld, ‚schrumpfen‘, ‚getäuscht werdenf‘, zur ewigen Ruhe eing., aus-und-eing., scherzh. Wendungen);
21a. Eingang;

43 / A

22. für-, vorgehn (es geht mir etwas vor, fürsich g.);
22a. Für-, Vorgang;
22b. Vorgeher;

43 / A

23. voran-, voraus-, vorbei-, vorübergehn;

43 / A

24. hergehn (‚herkommen‘, ‚vor sich gehn‘, auch: jemand, etwas hergehn);
24a. Hergang;

43 / A

25. abher-, aufher-, ausher-, danher-, einher-, fürher-, nachher-, nebenher-, umher-, wegher-, zuher-, zurückhergehn;

43 / A

26. hingehn (auch: jemand hing.), hin-und-herg.;
26a. Hingang (veraltet?);

43 / A

27. ahhin-, aufhin-, aushin-, danhin-, einhin-, fürhin-, nachhin-, umhin-, zuhin-, zurückhingehn;

43 / A

28. hintergehen, hintersich g.;
28a. Hintergang;

43 / A

29. nachgehn (es geht mir nach, die Uhr g. nach);

43 / A

30. nebenausgehn;

43 / A

31. niedergehn;
31a. Niedergang (üblich?);

43 / A

32. übergehn (Häferl, Milch, der Tote geht über [Bedtg.!], ich geh über [vor Zorn], auch: jemand, etwas überg.; man beachte den Unterschied: überg. und übergéhn!);

43 / A

33. Übergang, -gänglein;

43 / A

34. untergehn;
34a. Untergang;

43 / A

35. umgehn (‚herumg.‘, ‚spuken‘, ,mit der Prozession gehen‘, ,fensterln‘, das Umgehende, um-und-um-g.);
35a. Umgang;
35b. Umgeher;

43 / A

36. vergehn (‚irreg.‘, sich vergehn, sich mit jemand gut v.);

43 / A

37. weggehn;
37a. Weggang;

43 / A

38. widergehn;
38a. Widergang;

43 / A

39. zergehn;

43 / A

40. zugehn (auf jemand; ‚sich schließen‘, ‚sich abspielen‘, ‚untergehn‘);
40a. Zugang;
40b. Zugeherin, Von-und-Zugeherin;

43 / A

41. zurückgehn;
41a. (Zu-) Rückgang;

43 / A

42. zusammengehn (Milch, vor Alter, Hunger; ein Paar);

43 / A

43. daran-, darauf-, darein- (drein-und-drein-), darunter-und-darüber-, dazugehn;
43a. Daraufgänger;
43b. daraufgeherisch;
43c. Daraufgeherei;

43 / A

44. andere Zusammens. mit gehn: z. B. Gehschule, -stecken, -werk, Gehwégtag;

43 / A

45. Gang (insoweit das Wort und seine Zusammens. einen Raum des Hauses bedeuten, wird es später abgefragt), einen G. haben, machen, sich machen, aus jedem G. zwei machen u. a.; Verkl.: Gänglein;

43 / A

46. Zusammens. mit Gang, soweit nicht schon abgefragt: Fort-, Buß-, Kirch-, Verseh-, Krebs-, Stuhl-, Scheißg.; ist Urgang üblich?; Gangsteig, Gangsteigtörl (,keifendes Weib‘), Gangwerk;

43 / A

47. gäng, ungäng;
47a. (un)gängig; 47b ein-, zugängig (-lich), vergänglich;

43 / A

48. gängel;
48a. gängeln;

43 / A

49. gangbar;

43 / A

50. Geher (üblich? z. B. ein guter G.);
50a. Zusammens., soweit noch nicht erwähnt: z. B. Bett-, Fußgeher, Umgeheramt;

43 / A

51. Geherei und etwaige Zusammens.;
51a. Gegehe (üblich?);
51b. Gehecht (üblich?);

43 / A

52. Gänger (üblich?);
52a. Zusammens.: Vor-, Fuß-, Wald-, Unter-, Reis-, Kirchen-, Kostgänger; ist Sachsengänger üblich? Bedtg.?

43 / A

53. gengen = gehen machen, z. B. Schmalz gengen; Zusammens.?
53a. noch nicht genannte Ableitungen von gehn, Gang.

43 / A

54. kommen, Abwandlung (auch der Gegenwartsformen), im Folgenden sowohl die eigentlichen Bedeutungen (her-, hingehn u. a.), als die übertragenen (geraten, gelangen, gebracht, versetzt werden, geschehen u. a.) zu berücksichtigen!
54a. für sich allein: z. B. der Vater kommt! Tag, Nacht, Zeit, Schlaf, Gelegenheit, Saat usw. kommt, jetzt kommt die Kreuzung (= kommt man zur Kr.), komm (nur)! komm, laß gut sein! mit Zeitangabe: z . B. ich komme schon, gleich, das kommt zuerst, hernach, jetzt kommt's! es kommt über Nacht; mit dem 3. Fall: z. B. ich werde dir k.! er soll mir nur k.! einem fein k., mir kommt der Gedanke, mir k. es (schnell); Formel mit und: z. B. da kommt einer und sagt ... , er soll mir nur kommen und (sagen, verlangen usw.);
54b. mit Ziel-, Ortsangaben durch Umstandswörter: z. B. wo ist das hingekommen? weit, weiter-, fortk.; (,geschehen‘:) woher kommt das? es (er) kommt davon, dadavon, dazu, daher, daraus, darauf, daran, dahin, daß ... (wenn ...); durch Vorwörter: an die Sonne, die Reihe k., komm mir nicht an die Wunde u. a.; auf die Welt, den Gedanken, den Grund, den Hund, die Schliche, die Kosten, den Geschmack, die Jahre, die Gant; auf mich k. die Hälfte, es k. auf eins hinaus, auf gleich; es k. auf mich u. a.; aus dem Haus, dem Wasser, der Fassung, dem Sinn, dem Ärgsten, den Schulden, den Jahren u. a.; hinter einander, hinter die Schliche u. a.; in den Weg, Wurf, Sinn, ins Gehege, die Enge, den Mund der Leute, nicht in die Stiefel, in die Jahre, die Wochen, in (die) Wut, in Schwung, Zug, Gang, ins Unglück; (,gebracht werden‘:) das k. ins Feuer, er k. ins Loch, u. a.; einem mit etwas k., z. B. komm mir nicht mit solchen Dummheiten; über einander, übers Wasser, es kommt über mich u. a.; um etwas (,es verlieren‘, ,es holen‘); unter Dach, unter der (die) Hand, unter einander; (,gebracht werden‘:) unter den Hammer, Geld unter die Leute u. a.; vom Fleck, Bett, von dort k. nichts Gutes; (,gebracht werden‘:) von Hab und Gut; (,geschehen‘:) das k. von der Ungeduld u. a.; vor (die) Augen, vor(s) Gericht u. a.; zu Ohren, zum Vorschein, zur Vernunft, zu Schaden, Hilfe, zu gute, zu stande, zu recht, zu kurz, zu sich; es kommt zum Stehen, zum Schuß, zu Ehren, zum Prozeß, der Brand zur Wunde; (,gebracht werden‘:) er k. zum Militär u. a.;
54c. heimkommen;
54d. mit Zw. in Nennform: z. B. komm tanzen, ihn abholen; das kommt teuer, auf 10 Kr. zu stehn (auch bloß: kommt teuer, auf 10 Kr.), wir k. noch darauf zu reden, er ist mich (zu) fangen kommen (,konnte mich f.‘), er k. schon bald nimmer recht zu gehn, ich komme nie in die Stadt zu gehn; er k. zu stehn, zu lauten;
54e. mit Angabe von Begleitumständen: z. B. grob, schlau k., kommt (mir) wie gerufen, gerade recht, gelegen, es kommt so, kommst du mir so, mit Vorwürfen, es kommt so, wie es k., wie k. es? zu Fuß;
54f. hoch-, schwarz-, losk. u. andere solche Zusammenrückungen;
54g. mit Mittelwörtern: z. B. singend k., gelaufen, geritten usw. k.;
54h. kommen lassen;
54i. anstatt ,werden‘: z. B. das kommt gesotten, gebraten, Soldat kommen;

43 / A

55. abkommen (von, über, um etwas, in einander); das Abkommen;
55a. Abkunft;

43 / A

56. ankommen, an einen (auch bloß: einen), es k. mich (mir) hart an, es k. an auf ..., mir darauf an u. a.;
56a. Ankunft;

43 / A

57. aufkommen (z. B. der Kranke, der Diebstahl);

43 / A

58. auskommen, das Ausk.;
58a. Auskunft;

43 / A

59. bekommen (üblich?), etwas; auch: es bekommt (mir)?
59a. beikommen;

43 / A

60. durchkommen;

43 / A

61. einkommen, das Eink.;
61a. Einkünfte;

43 / A

62. verkommen (was verkommt?);

43 / A

63. für-, vorkommen, ich k. vor, mir k. vor u. a.;

43 / A

64. voran-, voraus-, vorbei-, vorüberkommen;

43 / A

65. herkommen, das Herk.;
65a. Herkunft;

43 / A

66. abher-, aufher-, ausher-, danher-, einher-, fürher-, nachher-, umher-, zuherkommen;
66a. Herabkunft, auch Abherk.? und andere Ableitungen von 66?

43 / A

67. hinkommen;
67a. Hinkunft (üblich?);

43 / A

68. abhin-, aufhin-, aushin-, danhin-, einhin-, fürhin-, hinterhin-, nachhin-, überhin-, umhin-, zuhinkommen.
68a. auch Abhinkunft? u. andere Ableitungen von 68?

43 / A

69. hinterkommen (Betonung! Bedeutung!);

43 / A

70. niederkommen;
70a. Niederkunft;

43 / A

71. überkommen (Betonung!), z. B. mit einem (‚es aushalten‘);

43 / A

72. übereinkommen, das Ü.;
72a. Übereinkunft;

43 / A

73. unterkommen (Betonung!), das U.;
73a. Unterkunft;

43 / A

74. umkommen;

43 / A

75. wegkommen;

43 / A

76. zerkommen;

43 / A

77. zukommen;
77a. Zukunft;

43 / A

78. zusammenkommen, (auch: einen z.);
78a. Zusammenkunft;

43 / A

79. noch andere Zusammens. mit kommen, z. B. wiederk. u. a.?
79a. mit -kunft, z. B. Wiederkunft u. a.?

43 / A

80. Abltgen., z. B. kömmlich;
80a. abkömmlich, unabk. (Kriegswort?);
80b. ankömmlich;
80c. bekömmlich;
80d. noch andere Zusammens. mit kömmlich?

43 / A

81. vollkommen (Betonung!);

43 / A

82. willkommen (Betonung!);
82a. gottwillkommen (Aussprache, Verbindungen);

43 / A

83. künftig;
83a. zukünftig, der (die) Zukünftige;
83b. hinkünftig;
83c. hinterkünftig, Hinterkünftiger;

43 / A

84. Kommerei und etwaige Zusammens.;
84a. das Gekommecht;

43 / A

85. noch nicht genannte Ableitungen von kommen, Kunft, auch gleichbedeutende Ausdrücke.

Fragebogen S 44: Bewegung (3)

44 / A1

(Bewegung im allgem., Fortsetzung) 1. fahren, Formen, ‚sich an einen Ort hin bewegen‘, besonders ,sich rasch bewegen‘, ‚reisen‘, mit Art- und Ortsbestimmungen: z. B. an etwas (,anstoßen‘), auf die Alm, aus der Hose, auseinander, mir fährt durch den Kopf, Blitz fährt in ... , fahr mir nicht ins Gesicht, mit dem Löffel in die Schüssel, in die Beine, Glieder, in die Kleider, mit der Hand übers Gesicht, übers Leberl, den Rücken, über Land, von der Alm, zum Bären (d. h. die Sau zum Eber treiben), zu Berg, zu Acker; die Wolken, Nebel, Hexen fahren (mit Ortsbestimmung?);
1a. ‚zu Wagen fahren‘ (im Gegensatz zu gehn, reiten; oder wird reiten auch im Sinne von ‚zu Wagen fahren‘ gebraucht?), alleinstehend, z. B. geh du, ich fahre; fahren wir, Euer Gnaden! (Fiakerformel; andere!); ich fahre (= f. weg); mit Art- und Ortsbestimmungen: zweispännig, gut (auch bildlich!), flott, täumisch, wild, wie der Teufel, umgekehrt ist auch gefahren, zur Mühle, ins Heu; ohne Vorwort: Kirch(en)-fahren;
1b. ‚fuhrwerken‘;
1c. Schiff-, Schifflein-, Schinakel-, Wägelein-fahren u. ä.;
1d. fort-, weiter-, heim-, weg-, wegher-, los-, schwarz-, freifahren u. ä.;
1e. mit Nennform: einkaufen fahren u. a.;
1f. fahren lassen;
1g. = ‚führen‘; z. B. das Korn auf die Tenne fahren;
1h. fahrend (in besond. Bedtg.?), fahrendes (Gut), der fahrende Schuster (Bedtg.!);
1i. etwaige andere Verwendungen;

44 / A1

2. Fahrer (Person, die fährt, Fuhrmann, Flößer, auch ,rasche Bewegung‘: einen F. tun);

44 / A1

3. Fahrt (= Fuder?), Färtlein (auch ‚Bürde‘?), kommt auch die Fert vor? (= Fuhre, Bürde?);

44 / A1

4. abfahren (von der Alm, ‚sterben‘, Wendungen wie fahr ab!);
4a. Abfahrt (und Zusammens.);

44 / A1

5. anfahren (‚zu f. beginnen‘, ‚anstoßen‘, etwas, jemand anf.);
5a. Anfahrt;

44 / A1

6. auffahren (auf etwas mit Wagen usw., auf die Alm, in den Himmel, die Höhe, ‚festlich vorfahren‘, ‚zu fahren aufhören‘);
6a. Auffahrt u. Zusammens.;

44 / A1

7. ausf. (mit Wagen, mit der Hand beim Schreiben, dem Arm [‚ausholen‘] u. a.);
7a. Ausfahrt;
7b. Ausfahrets;

44 / A1

8. befahren (üblich? Aussprache?);

44 / A1

9. (d)erfahren (‚zu Ende f.‘, ‚durch F. zugrunde richten, übertreffen‘, ,in Erfahrung bringen‘);
9a. erfahren, (unerfahren) als Eigenschaftsw.;
9b. Erfahrung, -nis;

44 / A1

10. durchf. (Betonung!), durch ein Grundstück (Bräuche! Rechte!) u. a.;
10a. Durchfahrt;

44 / A1

11. einf. (auch vom Almvieh, über fremden Boden heimf., ein Stück mit dem Pflug, beim Mähen, in Bergmannssprache, gut eingefahrenes Pferd);
11a. Einfahrer;
11b. Einfahrt (auch Heimfahrt über fremdes Gelände);

44 / A1

12. für-, vorfahren (links, rechts [was ist Vorschrift?], scherzhafte Wendungen);
12a. Vor-, Fürfahrer;
12b. Vorfahrt, Vorfahrtsrecht;

44 / A1

13. herf. (Richtungsausdrücke, ‚Wagen, Pferd, Straße abnützen‘, jemand h. = im Fahren übertreffen u. a.);
13a. Herfahrt;

44 / A1

14. abher-, aufher- (z. B. beim Messen), ausher-, danher-, einher-, fürher-, umher-, zuherfahren;

44 / A1

15. hinf. (auch: jemand hinf.);
15a. Hinfahrt;

44 / A1

16. abhin-, aufhin-, aushin-, danhin-, durchhin-, einhin-, fürhin-, hinterhin- (z. B. beim Messen), nachhin-, überhin-, umhin-, zuhinfahren;

44 / A1

17. nachf. (auch: etwas n.);
17a. Nachfahrer;

44 / A1

18. niederf.;

44 / A1

19. überf. (Betonungen! er fährt über, er überfährt), z. B. über ein Grundstück (Volkskundliches!); bedeutet es auch ‚widerfahren‘? ‚übertreten‘?
19a. Überfahrer;
19b. Überfahrt, Überfahrtsrecht;

44 / A1

20. umf.;
20a.Umfahrer;
20b. Umfahrt;

44 / A1

21. unterf. (Betonungen!);

44 / A1

22. verfahren, sich verf. (auch: ‚mit etwas vorgehn‘?);

44 / A1

23. widerf.;

44 / A1

24. zufahren (auch in übertrag. Bedtg.?);
24a. Zufahrer (almrechtlich, Bergmannsspr., Hausfreund);
24b. Zufahrt;

44 / A1

26. zurückf. (ist auch retourfahren üblich?);
25a. Rückfahrt (auch: Retourfahrt?);

44 / A1

26. zusammenf.;

44 / A1

27. daran-, darauf-, darein-, darunter-, darüber-, dazufahren;

44 / A1

28. noch nicht genannte Zusammens. mit fahren (z. B. Fahrgeld, -weg, -gelegenheit),

44 / A1

29. mit Fahrer (z. B. Schnell-, Teufels-, Land-, Urfahrer),

44 / A1

30. mit Fahrt (z. B. Himmel-, Höllen-, Schlitten-, Post-, Naufahrt);

44 / A1

31. die Fare, Far, wilde Fare, das Gefare, wilde G.;
3la. Nachtfar (Bedtg.!), Ein-, Aus-, Urfar (auch Ortsname?), noch andere Zusammens. ?

44 / A1

32. farig, färig und Zusammens. (z. B. über-, willfärig);

44 / A1

33. Fahrnis und Zusammens. (z. B. Haus-, Baumannsf.):

44 / A1

34. Fuhre: ‚das Geführte‘, Fracht, Beförderung (auch mit Schiff?), Fahrgelegenheit, eine F. fahren, aufnehmen, übernehmen, finden; übertragen: eine F. Brot essen, eine F. Grobheiten; auch gleichbed. mit ‚Fuder‘?
34a. in der Bedtg. ‚Benehmen‘, der hat eine tolle Fuhr;
34b. in der Bedtg. ,Gang‘, ,Fährte‘. [Die Bedtg. ‚Futter‘ wird später abgefragt.];

44 / A1

35. Zusammens. mit Fuhre in dessen Bedtg. Nr. 34: z. B. Ab-, Aus-, Durch-, Ein-, Her-. Hin-, Nach-, Rück-, Über-, Zufuhr, Hand-, Ochsen-, Holzfuhr u. a., Fuhrlohn, -fahren, -ferter u. a. [Fuhrmann, -werk später abgefragt!],
35a. in der Bedtg. 34a: z. B. Un-, Höllenfuhr,
35b. in Bedtg. 34b: Wildfuhr (= ,Wildgang‘);

44 / A1

36. Geführ;

44 / A1

37. fuhren (,eine Sache handhaben‘) und Zus.: (d)erfuhren ,etwas zustande bringen‘; 38 Fuhrung ‚Fuhr‘;

44 / A1

39. geführ (-ig), fuhrlich, abführig, ungeführt (,ungeschickt‘, ,unhandlich‘), und andere Ableitungen;

44 / A1

40. führen, z. B. Lasten, Stroh usw.;
40a. = ‚leiten‘, ‚Führer sein‘, gut, schlecht f., ein Mädel zum Tanz, die Zügel, das Regiment, den Hammer f.; übertragen: Prozeß, Geschäft, Kassa, Ware usw.;
40b. ohne Objektsausdruck: z. B. der Weg führt nach ..., das führt nicht zum Guten, wo wird das hin f.! u. a.;
40c. heim-, weg-, fort-, irre-, vollführen;

44 / A1

41. Führer (‚Anführer‘, militär. Grad, Bergführer, besonderer Knecht u. a.), Führerin (‚Leitkuh‘?);

44 / A1

42. Führung (auch in der techn. Bedtg. bei Werkzeugen, Maschinen);

44 / A1

43. Führerei, Führet(e);

44 / A1

44. abführen (= wegf., abliefern, -fertigen, Durchfall haben, D. erzeugen u. a.), das Abf. (Gegenmittel!); Abführmittel (Nennung von solchen!);

44 / A1

45. anf. (= Anführer sein, anleiten, durch Zufuhr anhäufen, jem, betrügen);
45a. Anführer;

44 / A1

46. auff., sich auff.;
46a. Aufführer;
46b. Aufführung;

44 / A1

47. ausf. (= hinausf., entwenden, begleiten, z. B. sein Mädel, durchführen, auch bespötteln?);
47a. Ausführung;

44 / A1

48. (d)erführen;

44 / A1

49. durchf. (durch einen Ort; übertragene Bedtg.);
49a. Durchführung;

44 / A1

50. einf. (Getreide, in ein Geschäft, in Arrest; auch übertragene Bedtg.?);
50a. Einführung;

44 / A1

51. herf.;

44 / A1

52. abher-, aufher-, ausher-, danher-, einher-, fürher-, hinterher-, umher-, zuherf.;

44 / A1

53. hinf.;

44 / A1

54. abhin-, aufhin- usw. (vgl. Nr. 52) -führen;

44 / A1

55. hinterf. (= zurückf., einen Türriegel, jemanden; Betonung!);

44 / A1

56. nachf;

44 / A1

57. niederf.;

44 / A1

58. überf, (von einem Ort zum andern, z. B. eine Leiche, ‚durchführen‘, ,abnützen‘, z. B. ein überführter Wagen, ‚betrügen‘, ‚überfahren‘, 'Betonung! u. a.);
58a. Überführer;
58b. Überführung;

44 / A1

59. umf.;

44 / A1

60. verf. (= wegf., in die Irre, einen Weg, auseinanderf., unterschlagen, zerstören, verleiten);
60a. Verführer;
60b. Verführung;
60c. verführerisch;

44 / A1

61. widerf.;

44 / A1

62. zuf. (= hinzuf., zum Stier u.a.),
62a. Zuführer;

44 / A1

63. zurückf.;

44 / A1

64. zusammenf.;

44 / A1

65. daran-, darauf-, darein-, darunter-, darüber-, dazuf.;

44 / A1

66. noch nicht genannte Zus. mit führen (z. B. zerführen),

44 / A1

67. mit Führer: z. B. -tschako, -lohn, -zeugnis u. a., Berg-, Buch-, Bier-, Rädelführer u. a.,

44 / A1

68. mit Führung, Führerei.

Fragebogen S 45: Bewegung (4)

45 / A²

(Bewegung im allgem., Fortsetzung) 1. schreiten, Formen, Verwendung (Unterschied von gehn?);

45 / A²

2. Zusammens.: ab-, aus-, durch- (Betonung!), ein-, überschreiten; andere;

45 / A²

3. Ausschreitung (üblich? andere Ausdrücke dafür ?), Überschreitung (üblich?); andere solche Ableitungen?

45 / A²

4. Schritt (Lautung: i ? oder ie [Doppellaut]?), übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, übertragene Bedtg.?

45 / A²

5. Zusammens.: Laufschritt (Ausspr.!), Schrittschuh (üblich?), -maß, -macher u. a.;

45 / A²

6. schritten, schritteln und Zusammens.: z. B. abschritten (auch -schrittnen?), ausschritten;
6a. noch andere Ableitungen von Schritt?

45 / A²

7. treten (treden, tretten), Formen, Wendungen, Bedtgen. (auch in geschlechtlichem Sinne);

45 / A²

8. Zusammens.: ab-, an-, auf-, aus- , be-, (d)er-, ein-, her- (auch ausher- usw.), hin- (auch aushin- usw.), um-, ver-, zertreten, Tretrad u. a.;

45 / A²

9. Treter (Bedtg.!), Vertreter;

45 / A²

10. der, das, die Tret(t) und Zusammens., z. B. Trettmist;

45 / A²

11. Tritt (Aussprache!), Bedeutungen, Wendungen;

45 / A²

12. Zusammens.: Ab-, An-, Auf-, Aus-, Ein-, Zutritt, Fuß-, Hennentritt, Trittrad u. a.;

45 / A²

13. Trittel;

45 / A²

14. tritteln, tretteln, ‚trippeln‘; ]5. noch andere Abltgen.? z. B. Trittling;

45 / A²

16. stapfen (wie unterschieden von treten?) und Zusammens.;

45 / A²

17. der Stapf(en), im Sinne von ‚Tritt‘, und Zusammens. (Fuß-);

45 / A²

18. Gestapf; andere Abltgen.? (Stapfel, Staffel wird später abgefragt);

45 / A²

19. wandern;

45 / A²

20. Zusammens.: ab-, aus-, ein-, her-, zuher-, zuwandern, Wandersmann, -bursch, Wanderzeit, -tag, -jause, -buch u. a.;

45 / A²

21. Ableitungen: Wanderer (üblich?), Wanderschaft, Wanderung (und Zusammens.: z. B. Aus-, Ein-); andere Ableitungen?

45 / A²

22. wandeln ‚einhergehn‘, auch ‚verwandeln‘? ‚ersetzen‘? ‚begehn‘? (wandeln, Wandlung als Teile der Messe später! auch wändeln, beim Kegelschieben, ist hier nicht zu nennen);

45 / A²

23. verwandeln;

45 / A²

24. andere Zusammens.? (z.B. aufwandeln?);

45 / A²

25. Wandlung, Ver-;

45 / A²

26. Wandel und Zusammens., z. B. Lebens-, Sonnenwandel (= Heliotrop), Beiwandel (üblich?);

45 / A²

27. wandelbar, Wandelbarkeit; andere Ableitungen?

45 / A²

28. streichen (= dahin-, umherziehen, schlagen, anstreichen, wetzen), Formen;

45 / A²

29. Zusammens.: z. B. ab-, abhin-, an-, auf-, aus-, be-, ein-, heraus-, über-, unter-, ver-, wegstr.; Streichholz, -baum, -model, -zeit, -riemen;

45 / A²

30. Streicher, Streicherlein (,Zündholz‘) und Zusammens., z. B. An-, Auf-, Landstreicher;

45 / A²

31. Strich (Weg, Lauf, Richtung, Maß, das durch An-, Bestreichen Erzeugte), Wendungen, z.B. wie der Str. geht, jem. auf dem Str. haben;

45 / A²

32. Zusammens., z. B. Feder-, Dächsen-, An-, Aufstrich (üblich?); strichweis, Strichzeit;

45 / A²

33. Ableitungen, z. B. stricheln;

45 / A²

34. streichen (gesprochen stroa-, stra-), Formen, Bedtg., a Gstroachter;

45 / A²

35. Zusammens., z. B. ab-, aus-, durchstr.;

45 / A²

36. Ableitungen, z. B. streicheln;

45 / A²

37. Streich (gespr. Stroach, Strach, Mz., wird in Zapfenstreich ,ei‘ [- nicht ‚oa‘ -] gesprochen?), Bedtg., Wendungen, z. B. auf d. Str. (= sofort), alle Str. (= stets), zum Str. kommen;

45 / A²

38. Zusammens., z. B. Glocken-, Handstreich;

45 / A²

39. reisen, Bedtgen. (auch ,eilig gehen‘, ,sich entfernen‘, z. B. da bin ich gereist!, reisend werden = sterben u. a.);

45 / A²

40. Zusammens., ab-, aus-, ver-, zu-, zuherreisen, rockenreisen u. a.; man beachte auch Bildungen wie ein Zugereister;

45 / A²

41. Reise;

45 / A²

42. Zusammens., Ab-, Aus-, Heim-, Nacht-, Rockenreise u. a.; Reisegeld, -truhe, -kappe, -kofferl u. a.;

45 / A²

43. Ableitungen, wie Reiser (und Zusammens., z. B. Vorreiser, auch -reisel?), Reisung, Reiserei, Gereisecht (Bedtg.!), reisig; andere?

45 / A²

44. tun und Zusammens., in denjenigen Verwendungen, wo es reisen bedeutet: z,

45 / A²

13. nach Passau, auf Wien tun, abhintun, in die Stadt einhintun, auch ohne besondere Zielangabe, z.B. ich tu einhin u.ä.);

45 / A²

40. sonstige Ausdrücke für ‚reisen‘? z. B. stromen, Stromer (mit welcher besonderen Bedtg.?), kommt zogen = ,reisen‘ vor?

45 / A²

46. sonstige Ausdrücke für die Vorstellungen ‚gehn‘, ‚wandern‘, soweit nicht besondere Arten des Gehns (z. B. langsam, rasch, schwerfällig usw.) dadurch ausgedrückt werden; kommt z. B. zugehn in der einfachen Bedtg. ‚gehn‘ vor? (Marsch, marschieren, wallfahrten, pilgern wird später abgefragt);

45 / A²

47. regen (Gebrauch!) und Zusammens., z. B. an- (?), auf-;

45 / A²

48. Ableitungen: Regung, Aufregung; andere? 49. rigeln (in der Bedtg. ,bewegen‘, ,rütteln‘), sich r., (auch rickeln? riggeln?), auf-, ein-; 50. rigelsam; 51. rogel, roglich, -lecht; 52. rogeln, roggeln und Zusammens.; 53. recken und Zusammens.

45 / B

(schnelle Bewegung) 1. laufen, Formen (auch der Gegenwart, ferner lief, luef, luff, gelaffen, geloffen [feiner?], gelaft u. a.), Bedeutungen (auch ,gehn‘, ,wettlaufen‘, ,läufig sein‘), übertragen: die Gänsehaut, der Brunnen, die Nase läuft, es l. nur so, bei einem Laufenden, im (auf dem) Laufenden, das Laufende, laufend in Krankheitsnamen, laufende Rechnung, Rädel-um-laufen; Verbindungen: heim-, weg-, fortlaufen (das Maul l. ihm fort), heiß, voll l., Spießruten 1., wettl.; närrisch, wie ein Schneider, ein Dieb l.; laufen lassen (auch = harnen); volkstümliche Laufspiele: blind, Sack-, Hosen-, Wasser-, Teller-laufen u. a.;

45 / B

2. Lauf (auch Luff? Mz.!), Bedtgen. (Bewegung, Räumlichkeit, Körperteil u. a.), Redensarten, z. B. L. nehmen, im L. sein; Laufspiele (soweit nicht schon zu 1 erwähnt); das Läufel;

45 / B

3. Läufer (auch: Mühlstein, Zwischen-, Markstein);

45 / B

4. ablaufen (den Weg, Schuhe; Zeit, Teich, Geschwulst l. ab, etwas l. gut ab; abl. lassen;
4a. Ablauf;

45 / B

5. anlaufen (gegen etwas, ‚sich füllen‘, Finger l. an, Fenster in der Kälte u. a.; anl. lassen);
5a. Anlauf;

45 / B

6. aufl. (auf etwas, ‚anschwellen‘, es l. mir heiß auf u. a.);
6a. Auflauf;

45 / B

7. auslaufen (Wein aus d. Faß, ‚spazieren gehn‘, Schiff l. aus, gut ausl. u. a.);
7a. Ausläufer;
7b. Auslauf;

45 / B

8. belaufen (Ausspr.!);

45 / B

9. (d)erl. (einen, es);

45 / B

10. durchl. (Betonung!);
10a. Durchläufer;
10b. Durchlauf;

45 / B

11. einl. (Wasser, Nachricht, Geld, der Zug u. a.);
11a. Einlauf;

45 / B

12. herl. (auch: jemanden = einen müde l.; ein Hergelaufener);
12a. Herlauf;

45 / B

13. abher-, aufher-, ausher-, danher-, einher-, fürher-, umher-, zuher-, zurückherl.;

45 / B

14. hinl. (auch: einen h.);
14a. Hinlauf;

45 / B

15. abhin- usw. (vgl. 13);

45 / B

16. mitl.;
16a. Mitläufer;

45 / B

17. nachl.;
17a. Nachläufer;
17b. Nachlauf;

45 / B

18. überl. (Betonung!);
18a. Überläufer;
18b. Überlauf;

45 / B

19. unterl. (Betonung!);
19a. Unterlauf;

45 / B

20. uml., um-und-uml.;
20a. Umlauf;

45 / B

21. verl.; verloffen;
21a. Verlauf;

45 / B

22. zul.:
22a. Zulauf;

45 / B

23. zurückl.;
23a. Rücklauf;

45 / B

24. zusammenl. (auch: ‚gerinnen‘);
24a. Zusammenlauf;

45 / B

25. darauf-, darein-, dazul.;
25a. noch andere Zusammens. mit laufen?

45 / B

26. mit Lauf, z. B. Weit-, Wett-, Zeitlauf; Lauffeuer (auch Krankheit), -paß, -brücke, -brett (wo?), -brunnen, -bursche u. a.;

45 / B

27. mit Läufer, z. B. Schnell-, Wettl.; Läufergeld;

45 / B

28. Ableitungen: der Läufel, Unterläufel, Läufling (und Zusammens., z. B. Läuflingschwein); läufig (auch vom Menschen?), läuflich, läuftig (und Zusammens.: land-, weit-, welt-, beiläufig u. a., samt deren Ableitungen, z. B. Weitläufigkeit); noch andere? (Fortsetzung folgt.)

Fragebogen S 46: Bewegung (5)

46 / B

29. rennen (Aussprache, Formen), mit und ohne Objekt, auch von der Milch? dem Eisen? dem Holz? ,hinabrutschen‘; rennen wie nicht gescheit u. ä.; das Rennende, Renned(e) ‚Pferderennen‘ (wie weit noch volksüblich?);

46 / B

30. Zusammens.: ab-, abhin-, abher-, ausher-, aushin-, aufher-, aufhin-, be-, (d)er-, ein- usw.; Rennseil-, -sau, -ferkel, -eisen, -schmiede,·-weg u. a.;

46 / B

31. der Renn, Renner (Bedtg., Redensarten), Türrenner, andere Zusammens.;

46 / B

32. das Renn (,Lab‘), Rennsel (üblich?);

46 / B

33. noch andere Ableitungen?

46 / B

34. traben, trappen (werden diese Wörter von einander unterschieden?) und Zusammens.;

46 / B

35. Trab, Trapp (auch lautmalend: trapp trapp); werden die beiden Wörter unterschieden? Zusammens., z. B. Trappgaul, Stechtrab;

46 / B

36. Ableitungen: trappeln, Traber, träbig, Träbigkeit; noch andere?

46 / B

37. Galopp, auch K-, Kch-, Wendungen, auch ein Tanz? Zusammens., z. B. Mordsg., Galopphengst;

46 / B

38. galoppen, -ieren, auch von Personen? die Galoppierende (Krankheit); Zusammens.: z. B. sich vergal., Galoppiergaul;

46 / B

39. sonstige Gangarten der Pferde, soweit volkstümlich, und ihre übertragene Verwendung, z. B. Karriere (Karre);

46 / B

40. sonstige Ausdrücke für ,rennen‘, ‚laufen‘, z. B. hutzen, raunen, -äu- (diese beiden nur in Jägersprache?), samt Zusammens. u. Ableitungen;

46 / B

41. eilen (auch mit anl. h: heilen?), sich eilen (z. B. eil dich usw.), einen eilen; Wendungen; Zusammens.: be-, (d)er-, über-;

46 / B

42. Eile (in der Eile, das hat keine Eile), Zusammens, wie Eilwagen, -zug, eilweil ‚eilig‘, eilweis;
42a. Ableitungen: Eiler, eilig;

46 / B

43. sonstige Ausdrücke für eilen, Eile, z. B. strütten, strotten, hurren, rueschen, zeiseln, Schlaun, sich schlaunen, schläunen, schläumen, mit Angabe der Bedeutungsschattierungen, Wendungen, Zusammensetzungen und Ableitungen, wie z. B. Strotter, Zeisler, Zeislerei, keinen Schlaun haben. Man beachte besonders auch Ausdrucke, die die Bewegung nach dem bewegten Kleidungsstück oder Körperteil benennen, wie höseln, hosnen, frackeinen, ferseinen;

46 / B

44. sonstige Ausdrücke für eilig: schnell, flink (flingg?), husig, funsig, geschwind, rundig, rasch, deidei (in welcher Verwendung, z. B. auch a deideier Bursch ,ein flinker Bursch‘?), nebst Wendungen, Zusammens., Abltgen., z. B. Schnelle, Flinkheit, Geschwindigkeit;

46 / B

45. mundartl. Entsprechungen für ‚über Hals und Kopf‘, wie gigete-gagete, rapite-kapite.

46 / B

(geschäftig sein) 46. sich tummeln; wird in dieser Bedeutung auch werben, streben verwendet? auch gaufern?

46 / B

47. Gschäftelhuber, gschäftelhuberisch;

46 / B

48. geschäftig, gespadig; andere Wörter dieser Bedeutung?

 

(übereilt handeln) 49. schnudeln, schuseln, schnebezen, hudeln (mit Zusammens. und Ableitungen, wie z. B. Hudelwerk, Hudlach); andere Zeitw. dieser Bedeutung?

 46 / B

50. schuselig, happelig ‚übereilt‘, Happeler, Happerdidel, Schußbärtel, überhaps u. a.

 46 / B

(fliehen) 51. fliehen (Ausspr.! Formen), Verwendung! bedeutet es auch ‚fliegen‘? kommt auch flöchen, -nen vor und was bedeutet es? Zusammensetzungen;

 46 / B

52. Flucht, Zusammens. und Ableitungen., z. B. Schneeflüchten, flüchtig;

 46 / B

53. sonstige Ausdrücke für ,sich aus dem Staube machen‘, ‚durchgehn‘, wie durchbrennen, scheften, schuften (nur in Gaunersprache?), abtschappieren, eschappieren, fetschen, sich zapfen, abpaschen, nebst Zusammens. u. Ableitungen;

 46 / B

54. man beachte auch die mundartl. Ausdrücke der Aufforderung zum raschen Weggehen, wie heb dich! pack dich! (al)awanti!

 46 / B

(schwinden) 55. schwinden (Formen!) und Zusammens., wie ver-, Schwindholz, -beutel;

 46 / B

56. Schwund u. Zusammens.;

 46 / B

57. etwaige Abltgen. (Schwindel und seine Sippe wird jedoch später abgefragt).

 46 / B

(eilen, mit Nebenbegriff des Zwecklosen) 58. herumgaiseln ‚herumrennen‘, questern, umherfummeln; andere?

46 / C

(kurze rasche Bewegungen:) (zittern u. ä.) 1. zittern mit Zusammens. (z. B. Zitterwagen, -birke) und Ableitungen (z. B. Zitterer);

46 / C

2. beben, bobern, mit Zus. und Abl.;

46 / C

3. zucken, ent-, verzucken, zuckezen, Zucker (einen Z. machen), Ent-, Verzückung;

46 / C

4. sonstige Ausdrücke, z. B. schlottern, schlegeln, giggeln, fippern, fibern.

46 / C

(mit dem Nebenbegriff der Vielheit, des Durcheinanders) 5. wimmen, wimmeln (auch wammeln, -u-), wimseln (auch wamseln, -e-, -u-), wummezen (auch -a-); Ableitungen!

46 / C

6. sonstige Ausdrücke für ,wimmeln‘, so wubeln, wibeln, wureln, wuseln, krimmeln, wuselig, Gewusel, Gewuslach;

46 / C

7. schwärmen;
7a. Schwarm, Schwurm, Schwalm, Schwärmer, schwärmerisch, Schwärmerei;

46 / C

8. schwirbeln, schwurbeln, Schwirbel, Geschwurbel;
8a. sonstige Ausdrücke, z. B. türmeln, trumeln?

46 / C

(mit der Nebenvorstellung des bewegten Körperteils) 9. krabeln, -pp-, kribeln, krebeln, Gekrappel und andere Zusammens. u. Ableitungen;

46 / C

10. zabeln, -pp-, zebeln, -pp -, mit Zusammens. u. Ableitungen, z. B. Zeperl(e);
10a. sonstige Ausdrücke für ‚zappeln‘, wie zeckeln, zätscheln, strabeln, -pp-, schlungezen, mit ihren Zus. u. Abl.;
10b. welchen Körperteil meint zakseln, ferner fiseln (Bedtg.!)?

46 / C

11. strampfen, strampeln;
11a. sonstige Ausdrücke dafür, wie strodeln mit Zus. und Abl.;

46 / C

12. fuchteln, Fuchtel, und gleichbedeutende, wie gausten, -ern, gastern mit Zus. (wie umherfuchteln. dergastern) und Abltgen.;

46 / C

13. nicken, einnicken, Nicker, und gleichbedeutende wie knaucken, knaupen, lanken, nauggen, napfen, -ezen;

46 / C

14. blinzeln, zwinzen, zwinken und gleichbedeutende;

46 / C

15. rümpfen ( die Nase) und gleichbedeutende

46 / C

(mit dem Nebensinn des Heimlichen) 16. huschen;

46 / C

17. wischen (auch witschen, wuschen, wutschen?), Bedeutungen!
17a. ent-, ab-, auf-, aus-, (d)er-, verwischen u. a.;
17b. Wisch, Redensarten, z. B. Wuschi (= Schläge) kriegen; Arsch-, Bart-, Fleder-, Kandel- (Pflanze), Ofenwisch u. a.; Wischtuch, Abwischtuch, -fetzen u. a.;
17c. Ableitungen: Wischer (auch = Verweis?); andere?

46 / C

18. sonstiges, z. B. mocken, -eln, mucken, -sen, herummaunkseln, ‚verstohlene Bewegung machen‘, mit Zus. u. Abl.

46 / C

(mit Nebensinn des Suchens) 19. stöbern, Stöber, Gestöber u. Zus.

46 / C

20. andere gleichbedeutende, z. B. strüelen.

Fragebogen S 47: Bewegung (6)

47 / D

(große Schritte machen) 1. spechten, spaichen; anderes?

47 / D

(kleine) 2. trippeln, treppeln, tritscheln, baseln, zwazeln, mit Zusammens. u. Ableitungen, z.B. trepplerisch.

47 / D

(stark, schwer auftreten) 3. stampfen, stampen, -ern (auch in anderer Bedtg., z. B. sich aufstampern ,sich aufputzen‘); andere?

47 / D

(schwerfällig gehn) 4. hatschen, dalpen, zotten, -eln, schlarfen, -e-, -ä-, zochen, zossen, -eln, zauschen, zaschen, latschen, -e-, flaischen, tschernen, knaukeln, krucken, zappen (vom Pferde?), dahersacken, schlaißen, sich zapfen, watscheln; noch andere? samt den zugehörigen Hauptwörtern, wie Hatsche, Schlarfe, Schlarpfe, Zusammens., Ableitungen.

47 / D

(infolge Gebrechens) 5. hinken (Formen);

47 / D

6. sonstige Wörter dafür, mit Angabe der besonderen Bedtg., wie knipfen, nepfen, naupen, noppen, -eln;

47 / D

7. ‚schleifend gehn‘, ,Fuß nachschleppen‘: serfeln, süffeln, nelzen, schechsen (Bedtgen.!); andere? was bedeutet zaspen, -eln?

47 / D

8. gibt es Ausdrücke für die Vorstellung: o-beinig, x-beinig gehn? z. B. tsche(a)ken?

47 / D

(träge, saumselig gehn, handeln) 9. zögern, zöckern, Zöcker (eine Schelte, ,Lapp‘);

47 / D

10. sonstige Wörter ähnlichen Sinnes, wie sauneln, saineln, sendeln, zöfeln, draineln, tozeln, hotschen, hotzen, dauneln und mausseln; ist zaudern, Zauderer üblich? noch andere? Man beachte insbesondere die Hauptwörter, die die Person bezeichnen, die langsam, träge geht, tut, wie z. B. Daunderlaun.

47 / D

(langsam, mäßig) 11. spazieren und Zusammens., Ableitungen; hossen gehn = spazieren gehn?

47 / D

12. schlendern, schlanzen, schlenzen, schlunzen, ver-, herumschlenzen, Schlenzer, schlenzig, (umher)strabanzen;

47 / D

13. andere Wörter ähnl. Nebensinnes: z. B. hotteln, der, die Hottel, hottlecht, schallatzen, schlatzen, talieren, lendeln, -ern, schwänzen (auch ‚stutzerhaft einhergehn‘, ‚versäumen‘?), tarchenieren (Bedtg.!), umherlocherln.

47 / D

(heimlich) 14. schleichen (Formen), Zusammens.: be-, (d)er- (auch ‚schmelzen‘), zer- (,schmelzen‘), Blindschleiche, Schleichweg; Ableitungen: Schleicher (auch ‚Hausschuh‘), Einschleicher, Schlich (Wendungen); schlaichen, schlaiken (gespr. mit -oa-, -a-) ‚auf heimliche Weise etwas wohin bringen‘, z. B. Waren, und Zusammens., Schlaiche, -k- (gespr. Schloachn, -ckn, Schlackn = Schleife, Schlitten);

47 / D

16. zalaschen ‚herumschleichen‘ und andere Wörter ähnl. Sinnes.

47 / D

(steif) 16. stelzen, Stelze;

47 / D

17. drischedln (Nebensinn!) und andere? (geschränkt)

47 / D

18. schräkeln, -g-; andere?

47 / D

19. stolpern, strauchen, -eln, hoppern; andere? (geschränkt)

47 / D

18. schräkeln, -g-; andere?

47 / D

19. stolpern, strauchen, -eln, hoppern; andere?

47 / D

(in Kot) 20. sappen, sotzen, sotzgen, saggitzen; andere?

47 / D

(nach rückwärts) 21. zaufen (bloß von Tieren?); andere? z. B. retirieren?

47 / E

1. schwingen (auch: schwinken?), Formen; ohne Objekt (Pendel u. a. schwingt), mit Obj. (ein Werkzeug, den Korb auf den Wagen usw.); geschwungen, ungeschw.;

47 / E

1a. Zusammens.: aus-, auf-, (d)er-, durch-, abher-, abhin-, hin- und her- usw.; Schwingmus, -holz, -scheit u. a.; 1b. Ableitungen: schwingern, Schwinge (Bedtgen.!) und Zusammens.; Geschwing, Geschwinget, Schwingerei; Schwang (Redensarten!) und Zusammens. (z. B. Abschw.); Schwung (Redensarten!) und Zus. (Ab-, Umschwung, Schwungbaum, -scheit, -rad, -mehl u. a.); (un)erschwinglich (üblich? oder wie umschrieben?); Schwengel, Schwenkel (Bedtgen.! auch übertragen) und Zusammens. (z. B. Brunnen-, Galgen-, Glockenschw.);

47 / E

2. andere Ausdrücke für ‚schwingen‘, z. B. schocken;

47 / E

3. schwanken, -ezen, schwanzen, schwankeln;
3a. schwenken, schwenzen (= ‚schwenken‘) und Zusammens. (z. B. ab-, aus-, einschw.);
3b. kommt schwank (Eigenschw.), schwankel, schwenklich, geschwenkig, überschwenkig (-lich) vor? andere Ableitungen? [Das Wort Schwank samt Zusammens. wird später abgefragt];
3c. andere Ausdrücke für ‚schwanken‘: z. B. weifen, -eln, flanken, flänkeln, backeln, barkeln, backetzen, nockeln, naunkeln, notteln, schwaimen (-oa-), -eln, -etzen, mit Angabe ihrer besonderen Bedeutungen, Verwendungen, samt Zus. und Ableitungen;

47 / E

4. wanken (bedeutet es auch ‚winken‘?) und Zusammens.;
4a. Wank, Abwänkel;
4b. Ableitungen: wankel, Wankel und Zusammens. (z. B. Wankelmut), Wankelheit; wankeln und Zus.; wenken, wenkeln und Zus.; Wenker (= ‚Wink‘?); wenke(ch)t; andere?

47 / E

5. winken und Zusammens., Wink;
5a. andere Wörter dafür;

47 / E

6. schlenkern und Zusammens., schlänkern (mit hellem a), schlankieren, schlenkeln (,austreten‘, vom Dienstboten?), schlänkeln (mit hellem a);
6a. Schlank, Schlanken, der Schlänkel (Aussprache!) und Zus. (z. B. Apfelschl.); andere Ableitungen? (sich hin und her bewegen)

47 / E

7. gackern, -gg- (von der schriftspr. Bedtg. ,gackern‘ hier abzusehen!), gageln, gegeln, -i-, -ei-, geiggern, gaugen, -ck-, gaukeln (bedeuten einzelne dieser Wörter auch ‚baumeln‘?) mit Ableitungen und Zus. (z. B. Giggegaggerei);

47 / E

8. wackeln (Aussprache!) und Zus., z. B. daher-, aufhin-, verw., wickel-wackeln (wickel dich wackel dich höllische Glut und andere Wendungen), Wickelwackel; Ableitungen, z. B. wacketzen;

47 / E

9. sonstige Ausdrücke für ‚wackeln‘, wie strandeln, straundeln, knückeln, (auch wabern?).

47 / E

(hangend sich bewegen) 10. baumeln, lampen, schlanken, schlinken-schlanken, mit den einschlägigen Zus. und Ableitungen; hat auch klenken, klunke(r)n die Bedeutung ‚baumeln‘? (wie wird das kl-, -nk- in diesen Wörtern gesprochen?), klinkeli-klankeli machen.

47 / E

(heftiges Schwanken) 11. taumeln, trumseln (‚im Schlaf, Bausch taumeln‘), torkeln und sonstiges, mit Zus. und Abl., wie einen Torkler machen, taumelig, täumisch, Verwendungen, Redensarten.

47 / E

(schaukeln) 12. hetschen, hutschen, mit und ohne Objekt;
12a. Hutsche (Abbildungen erwünscht!) und Zus. (z. B. Hutschenschleuderer);
12b. sonstige Ausdrücke für schaukeln, Schaukel, z. B. hossen, die Hosse, rentschen, raitschen, rainzeln (-oa-).

Fragebogen S 48: Bewegung (7)

48 / F

(springende Bewegung) 1. springen, Formen, Bedtgen., Verwendungen;
1a. Zusammens., ab-, auf-, aus-, be-, ein-, zerspringen u. a., Wasserspr., springgiftig, Springginkes u. a.;
1b. Springer und Zusammens.;
1c. Sprung (einen Spr. haben, machen, die 7 Sprüng);
1d. Zusammens.: Ab-, Anspr. u. a., Ursprung (auch Urspring?) u. a., Sprungbrett u. a.;
1e. sprengen, gesprangt, Zusammens.: ab-, auf-, aus-, be-, ein-, (d)er- u. a., Sprengprügel, -kette u. a.;
1f. die Spreng, das Gespreng, Gesprengwerk, Sprengling;
1g. noch andere Ableitungen? [Sprengel wird später abgefragt];

48 / F

2. schricken ‚springen‘ und Zusammens., z. B. derschricken; Schrick ,Sprung‘ (kommt auch Schreck in derselben Bedtg. vor?), Kesschrick (Gletscherspalte), schrickig;

48 / F

3. sonstige Ausdrücke für springen? z. B. aufräschen ‚aufspringen‘; hat laichen ‚betrügen‘ auch die Bedtg. ‚springen‘? ebenso lecken?

48 / F

4. hüpfen (auch vom Brote: gehupft, wenn ,gesprungen‘), Zusammens.: auf-, überhüpfen, -eln, derhupft, verhupft, überhupft (vom Brote) u. a.; das Hupfend, Sackhupfend; Hupfer; Hupf, Hüpfel [aber Schnaderhüpfel später!], Hupfauf, Hupfhainzel, -hänsel u. a.;
4a. andere Ausdrücke für ‚hüpfen‘, z. B. hoppen, -eln, -ern, -sen, Hopser, hopsa! hopsassa! gumpen, gampern, gämsen; kommt wicken ‚hüpfen‘ vor?

48 / F

5. schrinden (Formen), zer-, (d)erschrinden;
5a. Schrund, Zusammens. und Ableitungen, z. B. schrundecht.

48 / F

(kriechen) 6. kriechen, Formen, Redensarten; Zusammens.: aus-, einhin -, unter-, ver-, zusammenkriechen u. a., Kriecher, -erei, (Zusammens., z. B. Arschkriecher); [Krieche = Pflaume später!]
6a. sonstige Ausdrücke dafür?

48 / F

(schlüpfen) 7. schliefen, Formen (z. B. i schluff), Verwendung, Redensarten, Spiele (z. B. Kettenschliefen), Zusammens.: z. B. aus-, aushin­usw., Schliefwinkel u. a.;
7a. Schlüpfer und Zusammens.;
7b. schlaufen ‚schliefen machen‘ und Zus.;
7c. Schlupf, Schluff, Schlauf und Zus. (z. B. Unterschlupf, -schluff, Redensarten!);
7d. Ableitungen: z. B. Schliefer, Ohrenschliefer, Zaunschlupfer;
7e. wird auch schlucken für schlupfen verwendet?

48 / F

(gleiten) 8. gleiten (üblich?) und etwaige Zusammens.;

48 / F

9. glatt (man beachte die Verwendung im Sinne von ,glattweg‘, ,geradezu‘, ‚völlig‘, ,lauter‘); Zusammens. (z. B. Glattwasser, -honig); Abltg.: Glätte (z. B. das hat keine Gl.);

48 / F

10. glitschen und Zus., glitschig, -erig, Glutsch, -ig, glutschen;

48 / F

11. hal (,glatt‘, übertragene Bedtg.!); Zus.: z. B. spiegel-, glitzelhal u. a., halmaulet; Abltgen.: (aus)haletzen ,ausgleiten‘, Hale ,Schlüpfrigkeit‘;

48 / F

12. rutschen, rutschig, Rutschepeter, und andere Wörter ähnlichen Sinnes (doch die auf Eislauf als Spiel, Kunst sich beziehenden später!);

48 / F

13. schleifen (nur in der Bdtg. ,gleiten‘ und ,gleiten machen‘) und Zus.;
13a. Schleife, Schleifer (Tanz, welcher?), schleiferisch, Schleiferliedel; Geschleif, Fuchsgeschleif, Unterschleif;

48 / F

14. schlaipfen (-oa-, -a-), auch schlaiffen (-oa-, -a-)? in derselben Bedtg. auch schlaiken (-oa-, -a-)? Zus. (darunter auch Schlaipfbaum, -stange);
14a. Schlaipfe (-oa-, -a-), Bedeutungen! (eine Art Wagen, Schlitten, Pantoffel, Frauenzimmer, Schelte, ein Teig u. a.), Redensarten (z. B. auf‘n Schlaipf fahren); auch Schlaike und in welchen Bedeutungen (falls nicht schon zu D 14 erwähnt)?; Zus., wie Geschlaipf, Schlaipfschlitten (Aussehen!), Pflugschlaipfe;

48 / F

15. schlipfen, -ern, -ezen und Zus.;
15a. Schlipf, Bergschlipf, Schlipfkrapfen, Schlipfer und etwaige sonstige Zusammens. und Ableitungen.

48 / F

(rollen) 16. walgen (Formen, Bedeutungen) und Zusammens., z. B. abw. (Bedtgen.!;
16a. Ableitungen, z. B. Walger (Walgerle), Walgerling, Nudelwalger;

48 / F

17. welgen (von walgen verschieden?), mit Zus. und Abltgen., z. B. Welger (bedeutet das auch ,Haufen‘?), welgern, wulgern (wulkern), Wulker;

48 / F

18. walzen und Zus.;
18a. Ableitungen, z. B. Walzel, Walzer, walzerisch;

48 / F

19. rollen (Verwendungen, gerollte Gerste) und Zus., wie aus-, herum-, zusammenrollen, Rollgerste, -baum u. a.;
19a. Rolle (Bedtgen.! beachte auch die Bedtg. ,Schelle‘); Röllerl;
19b. sonstige Abltgen., wie Geröll, Gerüllet, Roller, -erin;

48 / F

20. rodeln (Bedeutungen! auch ‚katarrhalisch atmen‘), rödeln (z. B. Erbsen, Eier [Spiel], zu Grütze malen), etwaige Zusammens.; Rodel, Rödel (Haber-, Gersten-, Käsrödel, [Rodel(schlitten) später!];

48 / F

21. kollern, kullern, Koller;

48 / F

22. kugeln, sich k. und Zus. (z. B. [sich] zusammenk.); Kuge und Zus. (Erd-, Welt-, Schmalz-, Kegelk., Kugelschütz, -fest u. a.), kugelig und sonstige Abltgen.;

48 / F

23. etwaige sonstige Ausdrücke für ,rollen‘, ‚wälzen‘, ,Kugel‘, z. B. hurlen, hurgeln, Hurgel.

48 / G

(Bewegung aufwärts) 1. steigen, Formen, Bedtgen. (auch ‚steif gehn‘, ‚zornig werden‘);
1a. Zusammens. ab-, an-, auf-, aus-, be-, (d)er- usw., Steigbaum, -eisen, -bügel;
1b. Ableitungen, wie Steiger (Bedtg.!) und Zus., steigerisch, Steigede und Zus. (Baum-, Hutsteiget [Spiele]), [Wörter, wie Steig, Gasteig, Steige, Steg später!];

48 / G

2. klettern (üblich?) Abl. und Zus.;

48 / G

3. klimmen (üblich!) und Zus. (z. B. Klimmzug);

48 / G

4. krächseln (kraxeln) ‚klettern‘ mit Zus. und Ableitungen (z. B. Kraxler, Baumkraxler);

48 / G

5. Krächse (Kraxe; Zeichnung erbeten! Bedeutungen!) und Zus., z. B. Ofen-, Hosenkr., Buckelkraxen-tragen, Wagenkraxe; Kraxentrager;
5a. Abltgen.: krächseln, krächsnen , ‚auf dem Rücken tragen‘, Krächsner, Krächset;

48 / G

6. sonstige Ausdrücke für ,klettern‘, z. B. krageln, härpfen, kleppen, regeln;

48 / G

7. wachsen (Formen, Verwendung, Redensarten);
7a. Zusammens., z. B. an-, auf-, aus-, (d)er-, durch-, über-, unter-, verw. u. a.; wie wird das Eigenschw. erwachsen ausgedrückt?
7b. kommt das Wort Wachs(t) = ‚Wachstum‘, ‚Wuchs‘ unzusammengesetzt vor? Zusammens. damit: Gewächs (Bedtg.!), Holz-, Bein-, Erlwachs u. a.; Ableitungen: gewächsig, das Wachsend, Wachset (,wachsende Mond‘);
7c. ist Wuchs und Zus. üblich? auch halbwüchsig? andere Ableitungen?

48 / G

8. schwellen ohne Objekt (‚intransitiv‘, z. B. der Finger schwillt), Formen, Verwendung; geschwollen in übertragener Bedtg. (geschwollene Rede u. ä.) und Zusammens.;
8a. schwellen mit Objekt (‚transitiv‘, z. B. den Bach schw.), Verwendung, Zusammens.:
8b. Schwall und Zusammens. (z. B. Schwallbrett, Über-, Wasserschwall;
8c. Schwelle in der Bedeutung ‚Vorrichtung zum Wasseranschwellen‘; [die Bedtg. ‚Türschwelle‘ später!];

48 / G

9. heben (Formen, Verwendungen, es hebt sich, das hebt sich, einen heben = loben, aus der Taufe h., lang h. u. a.);
9a. Zusammens., an-, auf-, aus-, be-, (d)er-, ein- usw., Hebstange u. a.;
9b. Hub;
9c. Ableitungen: Heber und Zusammens. (An-, Hosenh.), Hebel und Zus., hebig (,schwer‘), urheblich; sonstige?

48 / G

10. lüpfen und Zus. (z. B. Hosen-l.), Lupf.

Fragebogen S 49: Bewegung (8)

49 / G

(Bewegung abwärts) 11. fallen, Formen, Bedeutung eigentlich und übertragen, Verbindungen, Redensarten, der, das Fallende;
11a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, be-(?), (d)er-, durch-, hin- (das Hinfallende) usw., Falltor, -türl u. a. [gefallen, mißfallen später!];
11b. Fall, Redensarten (mein F., zu F., vor den F. kommen u. a.); Zusammens., Un-, Ab-, An-, Aus-, Durch-, Ver-, Zu- usw., Tod-, Leib-, Sterb-, Baufall u. a.;
11c. Falle und Zus.: Felle ‚Falltüre‘, Fellekasten (eine Art Pult);
11d. Ableitungen: fällen (üblich?) und Zus., fällern, fällig und Zus., Fälligkeit; andere?

49 / G

12. stürzen (kommt auch gesturzen für gestürzt vor?), Bedeutungen, Verwendungen ohne und mit Objekt;
12a. Zusammens., ab-, aus-, be-, über-, um-, zusammen- usw.;
12b. Sturz, Mz., Bedtg. (auch ‚Deckgefäß‘[bestimmter Form?]), Zus.;
12c. Ableitgen. [Stürzer, Stürzler (Land)störzer später!];

49 / G

13. plumpsen und Zus., Plumpser, Plumps, plumps!
13a. p(f)lumpfen, P(f)lumpf;

49 / G

14. sinken (Formen) und Zus.;

49 / G

15. senken und Zus.;
15a. Senkung, Ver-, Ein-;

49 / G

16. reisen ‚fallen‘, ‚sinken‘, z. B. in Nebel ‚reißen‘ (Ausspr.!), Zusammens.;
16a. Ris (‚Sonnenuntergang‘);
16b. die Rise (kommt gleichbedeutend auch Reise vor?) und Zus. (Holz-, Schnee-, Eisr. u. a., Risbaum), davon abgeleitet risen, zurisen; sonstiges?

49 / G

17. reren (‚fallen‘, ‚sinken‘, ‚rinnen lassen‘), ver- (noch andere Zus.?);
17a. Gerér, Tenngerér (noch andere Zus.?), Rerach, Gererach; gererig (von Mehlspeisen, im Gegensatz zu zähe); noch andere Abltgen.?

49 / G

18. naigen (-oa-), Verwendungen, Zusammens.;
18a. Naige und Verkl., Zus., z. R. Salznaigel;
18b. Ableitungen, z. B. ausnaigeln;

49 / G

19. ducken und Zus. (sich an-, unter-, Duckente), Ableitungen z. B. duckeln;

49 / G

20. ist seigen ‚sinken‘, die Saig (-oa-), der Saiger, saigern noch üblich? etwaige sonstige Ausdrücke für fallen, sinken, senken, z. B. sacken (in der Salzsiederei), purzeln, parzeln und Zus., Purzelbaum, Purzigagel, purzelbäumen (Zeitw.).

49 / G

(Bewegung auf und nieder) 21. kommt wippen vor? knappen, nüllen, nollen, andere Ausdrücke?

49 / H

1. tragen, Formen, Verwendungen, auch ohne Objektsausdruck (‚trächtig sein‘, Gewehr trägt weit), übertragene Bedeutg. (auch ‚ertragen‘);
1a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, be-, ein-, (d)er-, her-, hin-, über-, ver-, zer-, zusammen- usw., Tragseil, -sack, -band usw., Ab-, An-, Auf-, Aus-, Be-, Nach-, Über-, Ver-, Vortrag u. a. (sowie deren Zusammens., z. B. Abtragszahlung u. a.);
1b. Ableitungen: Trage (Wendungen! z. B. in der Trage sein) und Zus., Träger und Zus., Austrägler; -träglich in den Zusammens. ab-, ein-, nach-, für-, verträglich, Ein-, Verträglichkeit, tragendig, tragig; sonstige, z. B. tragbar?
1c. Tracht und Zusammens., z. B. Kreuz-, Kirch-, Kindtracht; trächtig und Zusammens. (miß-, gleich-, niedertr.), Geträchte und Zus. (Kirchgeträchte);
1d. ist das Wort Samtrügel, Samtregel, Samtrügeltag noch vorhanden? Bedtg.?

49 / H

2. bringen, Formen, Verwendung (ein Kind, Holz, Nutzen, es einem);
2a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, ein-, durch-, her-, hin-, ver-, vor-, zubr. usw.;
2b. Ableitungen: Zubringer, -erin, bringlich; kommt ungebracht vor? Bedtg.;

49 / H

3. holen, Redensarten (sich in die Höhe, hol‘s der Teufel, das ist zum Teufelholen, da kann man sich was holen);
3a. Zusammens., ab-, auf-, aus- (hol aus!), nachholen u. a.;

49 / H

4. schicken, Bedtgen. und Verwendungen;
4a. Zusammens. an-, aus-, verschicken u. a. (auch beschicken?); [geschickt, Geschicklichkeit und Verwandtes später!];

49 / H

5. senden und Zusammens. (be-, au-, ein-, ver-, Sendbote u. a.); wie weit üblich?

49 / H

6. sammen, sammeln (Verwendung!) und Zus. (ab-, ein-, vers., Sammelgeld); Ableitungen: Sammlung und Zusammens.; hier auch samt, mitsamt, beisammen, mit-, zusammen und ihre Verwendung;

49 / H

7. klauben, Formen, Verwendungen;
7a. Zusammens., ab-, auf-, aus-, zusammen- u. a., Klaubholz, der Klaubauf u. a.;
7b. Ableitungen: Klauber, -erin, das Ausklaubet, klaubeln, kläubeln und Zus., kläuberisch, Klaubach; andere?

49 / H

8. rühren, sich r., Verwendung, auch übertragene Bedtg. (es rührt sich nichts);
8a. Zusammens., an-, auf-, aus-, ein-, ver-, zusammen- u. a., Rührtiegel, -schale u. a.; ist berühren üblich?
8b. Aufruhr [Ruhr - die Krankheit - später!], Aufrührer; (ge)rührig, -lich; Rührel, Rühret;

49 / H

9. tappen und Zus.: Tapp, Dideltapp; Ableitungen: täppisch, -ig, -echt und Zus. (an-, zu-), tapsen, Taps, Tapper, täppeln;

49 / H

10. tupfen (Bedtgen., Verwendungen) und Zus., z. B. ein-, zusammen-;
10a. Tupf, Tupfen, Tüpfel (z. B. aufs i);
10b. Ableitungen: tüpfeln, aus-, zusammentüpfeln; Tüpfler, Tupfer (auch am Gewehr, in der Schützenscheibe), getupft, getüpfelt als Eigenschaftsw.;

49 / H

11. sonstige Ausdrücke für ‚berühren‘ (z. B. zicken, kitzeln (soweit nicht schon zu Bogen 24 M 7-11 beantwortet), Kitzel, kitzlig;

49 / H

12. greifen, Formen, Verwendungen;
12a. Zusammens., an-, auf-, aus-, (d)er-, durch-, ein-, ver- u. a. [begreifen später!];
12b. Griff, Gripf und Zus., z. B. An-, Handgriff [Begriff später!];
12c. Ableitungen: Greifer, griffig, greifig, Gripfling;

49 / H

13. groppen, kr- (Bedtgen.!), Zusammens.: auf-, aus-, Kröppsalz; Abltgen.: Gropper (Salzauflader).

49 / H

(hastig, heimlich greifen) 14. raffen, raffeln (Bedtgen.!), Zusammens.: auf-, zusammen-, an-, be-;
14a. Raffel und Zus.: Raffelwerk, -gut, -gesicht, -geschirr, -scheit [Geraffel später!];

49 / H

15. packen (in der Bedtg. fest greifen) und hergehörige Zusammens.;

49 / H

16. raspeln (in der Bedtg. ‚raffen‘) und Zusammens., Raspel ,Geizkragen‘;

49 / H

17. grapsen, rappen, rapsen, gripfen und andere ähnlichen Sinnes (mit Bedeutungsangaben!):

49 / H

18. fahen, fangen (Formen!), Verwendung (auch Atem, Feuer, ich fange dir eine u. a., gefangen, Gefangener);
18a. Zusammens. (die Doppelform -fahen, -fangen immer eigens hervorheben, wo sie vorhanden): ab-, an-, auf-, aus-, (d)er-, ent- (empfangen), yer-, ein-, in- (infahen ‚einfädeln‘), unter- u. a.;
18b. kommt fengen (und Zusammens.) vor? Bedtg.!
18c. Fang (Bedtgen.!), Redensarten;
18d. Zusammens., z. B. An-, Empfang, Auf-, Bifang, Bifangwald, In-, Über-, Verfang, Wind-, Wildfang, Fanggeld u. a.;
18e. Ableitungen: Fänger, Anfänger, Empfänger; Fängnis, Ge-, [Empfängnis später!]; fähig (Bedtg.!), fängig und Zusammens., z. B. eng-·, weit-, einfähig (und -fängig).

49 / H

(haschen) 19. ist haschen volksüblich?

49 / H

20. schnappen (auch mit den Fingern? den Beinen? die Uhrfeder schnappt u. a.);
20a. Zusammens., z. B. ab-, auf-, ein-, (d)er-, über- (Redensarten!), ver-, zuschn.;
20b. Schnapp, schnippschnapp! Schnappsack, -hahn, Schnappe;
20c. Ableitungen: Schnapper (auch die Verkleinerung!), Schnapperbüchse, Schnapperlmacher, Schnäpperer, schneppern, schnepeln; sonstiges.

49 / H

21. fassen (Bedtgen.! Brot, Holz f., einen Wagen, einen Altar, ein Bild, sich f., gefaßt, sich gefaßt machen, ‚erfassen‘); ist neben diesem fassen mit dumpfem Selbstlaut auch fassen mit hellem a vorhanden? in welcher Bedtg.?;
21a. Zusammens., ab-, ein- (eingefaßt), ver- (Bedeutung!) u. a.;
21b. Ableitungen: Fasser; ist faßlich u. a. üblich? [Gefäß, Faß später!].

Fragebogen S 50: Bewegung (9)

50 / I

1. drehen, drehnen, Formen, Verwendungen (mit Ausnahme der auf die Drechslerei sich beziehenden), z. B. eine Sache dr. ‚sie anders darstellen‘, jemand etwas dr. ‚einen Possen spielen‘, sich dr., ‚drehen‘ = sich vergnügen (in welcher Art?);
1a. Zusammens., ab- (abgedreht, als Eigenschw.), auf- (Bedtgen.), aus-, ein-, über-, ver- (verdreht als Eigenschw.), zusammendr., Dradiwawerl;
1b. Ableitungen: dreheln, Drehel, Drehler, Dorndrehel, Drahrer (Bedtg.! alter Dr.), drehlings, [drechseln, Drall später!];
1c. andere Wörter der Bedtg. drehen: draln, droln, drän(e)ln, drädln, und Abltgen.; Dral, Drol (einmalige Drehung), Dranl, Drandl (Bedtg.!);

50 / I

2. reiden, riden (Formen) und Zusammens.;
2a. Reide, Wendungen, z. B. eine R. machen, auf der R. sein, etwaige Zusammens.;
2b. Ableitungen: Ridel (,Wulst‘, ,Geflecht‘, Bodenerhebung; bedeutet es auch, was schriftd. ,Riegel‘ ist?) und Zus., z. B. Stroh-, Tragridel, Ridelhose, ridelrangicht), rideln (auch für ,riegeln‘?) und Zus.; raiteln (-oa-) und Zus.; Raitel und Zus.; reidicht (auch von Stoffen?); Rid (,Wendung‘, Geschl.?), ridigs und reidigs ,alles durcheinander‘; sonstiges;

50 / I

3. winden, Formen, Verwendung;
3a. Zusammens., ab-, auf-, aus-, über-, um- u. a., windschief, -schelch, -verdreht, windachsig (auch winachsig) u. a.;
3b. Winde und Zus., Gewinde;
3c. Ableitungen: gewindig, überwindling(s), -windlisch;
3d. wenden (mit und ohne Objekt, sich w.);
3e. Zusammens., ab-, an -, ver- u. a.;
3f. Wende (vgl. die schon im Bogen 16 B 17b, 22 abgefragte Bedtg.) und Zus.;
3g. Ableitungen: An-, Verwendung, wendig, in-, aus-, notwendig, In-, Aus-, Notwendigkeit, bewandt, Bewandtnis, gewandt; sonstiges? [Wand, verwandt später!];

50 / I

4. ranken, sich r. und Zus.;
4a. der Rank (Wendung, auch übertragene Bedtg.);
4b. renken, sich r., aus-, ein-, ver-, Verrenkung;

50 / I

5. sonstige Ausdrücke für ‚drehen‘, ‚winden‘, sofern sie nicht auf ein bestimmtes Handwerk (wie ringen auf die Wäscherei) oder Spiel (wie rankeln) sich beziehen, also z. B. wuzeln, der Wuzel, Wuzelwerk, Gewuzlach, sich krüpfen.

50 / I

6. kehren (‚wenden‘, nicht verwechseln mit kehren ‚fegen‘!), Verwendung;
6a. Zusammens., ab- (Bedtg.!), an-, be-, ein-, für-, vor-, um-, wider-, zu- u. a.;
6b. Kehr(e) (Redensarten, z. B. eine K. nehmen) und Zus., z. B. An-, Ab-, Aufkehr, Aufkehrmarkt, Bekehr, Um-, Widerkehr;
6c. Ableitungen: Kehrer, Kehrung, Be-, Verkehrung;

50 / I

7. mischen und Zus., Abltgen.: Mischung, Miskulanz., mischeln [die Misch, Mischling später!];

50 / I

8. wülen, wulen und Zus. (z. B. Wu1brett);
8a. Wule;
8b. Ableitungen: Wulach, Wüler, Wülsch(g)er, wulecht;

50 / I

9. andere Ausdrücke für ,wülen‘ (besonders in unreinen Dingen), z. B. tschoggen, samt ihren Abltgen.;

50 / I

10. aus-, (d)er-, ver-, zerrütten (Verwendungen!), Zusammens., z. B. Rüttstroh;

50 / I

11. merren und Zus. (z. B. auf-, (d)er-, ein-, herum-);
11a. Gemerre; andere Ableitungen?

50 / I

12. kommt werren ‚in Unordnung, Schaden bringen‘, wirren, verwirren, Verwirrung vor? wirr (Bedtg.!);

50 / I

13. sonstige Ausdrücke für ‚durcheinanderbringen‘?

50 / I

14. reiben, Formen, Bedtgen.;
14a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, über-, um-, ver-, zurück- u. a., Reibnagel, -scheit u. a.;
14b. die Reibe und Zus., Riebe und Zus. (Riebeisen);
14c. Abltgen.: Reiber und Zus., Reibach, Riebel, riebig, ribbeln und Zus.; Ribbler;

50 / I

15. schaben (Formen, auch geschaben für geschabt) und Zus. (z. B. abschaben [auch ‚heimlich sich entfernen‘]) und Ableitungen, wie schabeln, schappeln, Schab (,Antei1 an etwas‘), Schaber, Schappler, der Schabel, Schabach und Zus. (Ab-, Zusammenschabach), Schaberle, Zusammenschaberle (= letztes Kind?), Abschabet, Abgschabet, Schabab;

50 / I

16. scharren und Zus., scherren und Zus. (Unterschiede zwischen scharren und scherren?); Abltgen.: Scharrer, Scherrer, Pechscharrer, Nudelscherrer, das Scherret, Gescherret, Gescharret, Scherrach, scharrezen, Scharrezer;

50 / I

17. schürfen und Zus., Schurf, Schürfling;

50 / I

18. kratzen mit Zus. und Ableitungen, wie der Kratz, die Kratze, Kratzer, kritzeln, Kritzler, Gekritzel;
18a. sonstige Ausdrücke für ‚reiben‘, ‚scharren‘, ‚kratzen‘? was bedeutet kniffen, -eln?

50 / I

19. reißen, Formell, Verwendungen (z. B. sich reißen um), reißend, gerissen;
19a. Zusammens., ab-, abher-, an-, auf-, aus-, (d)er-, durch-, ver- usw., beachte dabei die besonderen Bedeutungen, wie z. B. einen ausherreißen, einhinr., ausr. (er ist ausgerissen), zusammenr. (alles z. wollen), herr. (den hat es hergerissen!), vorreißen usw.; Reißnagel, Reißaus u. a.;
19b. Riß und Zus. (Geriß, Wasserriß u. a.); die Risse (die Linie, Reihe);
19c. Abltgen.: Reißer (und Zus.), reißerisch, rissig und Zus. (z. B. einrissig), Ritz, ritzen und Zus.;

50 / I

20. andere Ausdrücke für ,reißen‘, ,ritzen‘, z. B. anquaffen, schrafen, schrefeln;

50 / I

21. ziehen, Formen, Verwendungen: ohne Objekt: ,fortziehen‘, ‚übersiedeln‘, es zieht, er zieht = liegt in den (letzten) Zügen, Wolken ziehen u. a.; mit Obj.: den Wagen, das Kind, Atem, Nutzen, sich ziehen (beachte die Verwendungen und Bedeutungsunterschiede: der Weg, der Teig zieht sich, er zieht sich ,zögert‘, ,macht sich davon‘) u. a.; gezogen, ungezogen; ziehen lassen;
21a Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, (d)er-, durch-, für-, vor-, her-, hin-, abher-, abhin- usw., mit-, über-, um-, unter-, ver-, zu-, zusammen- u. a. (beachte die übertragenen Bedeutungen, z. B. einen ausziehen, oder ausziehen in der Bedtg. ,Ausgedinge feststellen‘, sich überz. [‚umkleiden‘], zusammenz. [die ziehen zus. = ergreifen dieselbe Partei]), vollziehen, losziehen, Ziehbrunnen u. a.; 21b. Zug (Bedtgen.!);
21c. Zusammens., Ab-, An-, Auf-, Aus- usw. (vgl. 21a.), Viererzug, Vollzug, Zugeisen u. a.;
21d. Zügel (Bedtgen.!) und Zus. (z. B. Auf-, Ein-, Vieh-, Roßzügel usw.);
21e. zügeln (auch in Bedtg. ‚züchten‘) und Zus. (z. B. aufzügeln ‚züchten‘) und Ableitungen (Nachzügler, Zügling);
21f. andere Ableitungen, z. B. Wein-, Stoppelzieher, zügig, an-, aufzüglich, Anzüglichkeit;

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22. zerren (gespr. zarn) und Zus. (an-, auf- u. a., Zerrauge, zerraugecht) und Ableitungen, wie Zerrer (gespr. Zarer), Zerrwerk;

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23. schleppen und Zus. (abhin- usw., mit-, ver- u. a., Schleppsack) und Abltgen. wie Schlepperei, Geschleppe; der (die) Schlepp;
23a. andere Wörter für ‚ziehen‘, ‚zerren‘: z. B. zanken, tschanken, zadern;

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24. dehnen und Zus., Ausdehnung;

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25. strecken, sich str. und Zus., Strecke und Zus.;

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26. recken, Verwendungen (mit Objekt, die Hand, es reckt mich, ohne Objekt, es reckt bis … [‚erstreckt sich bis‘]);
26a. Zusammens., z. B. auf-, ge- (,ausreichen‘), her-, hin-, dar-, verrecken;
26b. Reck, Reckung;

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27. spannen, Formen, Bedeutungen; Zus., wie ge-, (d)er-, ver-, Spannbrett, -säge, -schicht, spannbreit [die Zusammens. und Abltgen., die auf das Kutschergewerbe sich beziehen, wie an-, ausspannen, Anspann, ferner Gespann = Genosse später!]; Ableitungen, wie Spannung, Spanne;

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28. sonstige Wörter für ,dehnen‘, z. B. sich ranzen ‚schläfrig dehnen‘, sich renksten, sich stranzen, die Stranze, Stranzer, sich pärzen (parzen);

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29. raufen (hier nur in der Bedtg. ,ausraufen‘; die Bedtg. ‚sich balgen‘ später!) und Zus., wie zerraufen, Raufstuhl; (soweit nicht schon zu Bogen 6 F erwähnt; dies gilt auch für die nächsten Nummern);

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30. rupfen und Zus., Fürrupf, das Ropfet;

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31. zupfen und Zus., Ableitungen, wie Zupfer, Zupfach;

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32. zausen (wird zausen oder zaussen gesprochen?), zussern, zaisen (-oa-, -a-; mit schwachem oder starkem s-Laut?), -eln, Zusammens., Abltgen., z. B. zausig, -echt, Zausach, Zussel, Zaiser, Zaisach;

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33. sonstige Ausdrücke für ,zupfen‘, ,zausen‘, z. B. abreispen, Reispe, mit Angabe der besonderen Bedeutung

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(sich zusammenziehen) 34. rimpfen, gerumpfen, rümpfen, -eln, Verwendungen; auch Zusammens. und Abltgen.?

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35. ist schrimpfen, geschrumpfen, schrumpfen, Schrimpf üblich? (Zus., Abltgen.);

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36. schnurfen, -eln, schnorfen, auch schnerfen? Zusammens.;
36a. Schnerfer, Schnurfling, andere Ableitungen?