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Bayerisches Wörterbuch (BWB)

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Goggolori

Der Goggolori ist eine Beilage zum Bayerischen Wörterbuch. Die Redaktion präsentiert und kommentiert darin einige der Themen der bairischen Wortforschung in lockerer und allgemein verständlicher Form. Sie berichtet zudem über Tätigkeiten und Bestrebungen auf dem Gebiet der Mundartpflege und Mundartforschung in Bayern. Ab 2018 erscheint der Goggolori nur noch in elektronischer Form.

Die Heftchen sind reich bebildert, unter anderem mit besonders schönen und informativen Zeichnungen, die die Sammler zur sachlichen Klärung von Bezeichnungen für bestimmte Gegenstände angefertigt haben.

Mittlerweile sind bereits 20 Ausgaben des Goggolori erschienen:

Goggolori 20 (2017)
Goggolori 19
(2016)
Goggolori 18
(2016)
Goggolori 17
(2015)
Goggolori 16 (2014)
Goggolori 15
(2013)
Goggolori 14
(2012)
Goggolori 13
(2011)
Goggolori 12
(2009)
Goggolori 11
(2008)
Goggolori 10
(2007)
Goggolori 09
(2006)
Goggolori 08
(2005)
Goggolori 07 (2004)
Goggolori 06 (2003)
Goggolori 05
(2002)
Goggolori 04
(2000/2001)
Goggolori 03
(1999/2000)
Goggolori 02
(1998/1999)
Goggolori 01 (1998/1999)

In der zweifarbig gedruckte Broschüre mit einem Umfang von acht Seiten werden beispielsweise häufig an die Redaktoren gestellte Fragen zu Herkunft, Vorkommen und Bedeutung eine Wortes besprochen wie z.B. „was ist ein Baamhackl?“, „Können Sie uns erklären, warum die Tannenzapfen bei uns Butzküh heißen?“ Oder „Woher kommt die Bezeichnung Achatznkousal für den Marienkäfer?“. Beliebte Themen sind auch Essen und Trinken im bairischen Dialekt, Wetter- und Bauernregeln, Rätsel, Sprichwörter in den Sammlungen des Bayerischen Wörterbuchs, Dialekt in Schule und Gesellschaft sowie sach- und volkskundliche Erläuterungen zu bestimmten Wörtern, Wortfeldern oder Wortfamilien.

Beantwortete Wortanfragen im Goggolori

Wortanfrage Erklärung Goggolori Nr., Seite
Achatznkousal Marienkäfer Goggolori 18, S.2
Aferl Ahnfräulein, Großmutter Goggolori 13, S.2
Aftermeta Dienstag Goggolori 4, S.6
aneddla etliche Goggolori 11, S.4f.
Baamhackl Specht, Hautrisse und Schrun­den an Händen und Füßen Goggolori 18, S.2
Bawerlatschen wacklige Bude Goggolori 2, S.4
Bayerisch Rueben (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
beanglanddi mit Mitgefühl anregen, Mitleid erregend Goggolori 17, S.2
Bierdimpfel einer, der gerne im Wirts­haus hockt und viel Bier trinkt Goggolori 15, S.3
Biergarten (Herkunft des Wortes) Goggolori 10, S.4
Bierkieser Bierprüfer Goggolori 20, S.4
blousndrucka sehr trocken Goggolori 18, S.2
Bongert in einer Almhütte Goggolori 2, S.4
Boulam Empore Goggolori 1, S. 5
Bracken  Spiel Goggolori 10, S.4
Bratlgeiger Spottname für schlechte Musikanten Goggolori 8, S.5
Brennsuppm (ich bin auch nicht auf der Brennsuppm dahergeschwommen) (Redensart) Goggolori 6, S.5
Brezn (Herkunft des Wortes) Goggolori 8, S.5
Büchslmadam Frau aus ärmlichen Verhält­nis­sen, die vornehm tut und sich auftackelt Goggolori 14, S.3
Butzküh Tannenzapfen Goggolori 18, S.2
Däija Schimpfwort für dumme Mädchen oder Frauen Goggolori 15, S.2
daläggsld spröde Goggolori 5, S.6
Dallawatsch Mumps Goggolori 20, S.3
dant (das pack i dant) mit Leichtigkeit Goggolori 5, S.6
Deigesch Leichenschmaus Goggolori 7, S.5
desln, ei-, oodesln netzen, einfeuchten Goggolori 5, S.6f.
Docken weibliche Krebse Goggolori 8, S.5
Dowanigl Steinpilze  Goggolori 6, S.5
Dozeggan Tannenzapfen Goggolori 13, S.1f.
Eglipasch Equipage Goggolori 19, S.3
Eisenbahner Eichelzehner im Kartenspiel Goggolori 4, S.5
Fachta Feiertag Goggolori 20, S.4
Fledameis Schwertlilien Goggolori 20, S.4
Foikl Almtierschmuck Goggolori 1, S. 5
funker, haber, schnaber, dicker, benner, ditsch scherzhafte Zählweise, auch im Kinderspiel Goggolori 14, S.3
fürticher (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
Fußlumpen Strumpf Goggolori 9, S.4
gamma das Haus bewachen Goggolori 6, S.4
gamsig flink, munter, umtriebig, geschäftig Goggolori 14, S.3
Gern in Ortsnamen (Herkunft des Wortes) Goggolori 4, S.6
Gfrett reiben, scheuern, plagen Goggolori 15, S.2f.
goischn herumrennen Goggolori 15, S.3
Goller (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
Griecherl Pflaumen- oder Zwetschgensorte Goggolori 2, S.4
gschdroachd schlagen, Streiche machen Goggolori 7, S.5
Gschmaimacher Verfertiger von feinen Schmied- und Schlosserarbeiten Goggolori 9, S.4
Gschtori Unordnung Goggolori 20, S.4f.
Gschwerl Gesindel Goggolori 17, S.2
Gugigei Wiesenbocksbart Goggolori 17, S.2
Hamperer Tölpel, Landstreicher, ungeschickter Mensch Goggolori 6, S.5
härben (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
håsert unruhig, nervös Goggolori 14, S.3
hei glatt Goggolori 20, S.4
Heigeing Heugeige Goggolori 15, S.3
Heilige Nacht (von Thoma)  (im Dialekt?) Goggolori 4, S.5f.
Hengst Wallach Goggolori 6, S.4f.
Heuchtl einfältiger, blöder Mensch Goggolori 17, S.2
Hollwanz (Herkunft des Wortes) Goggolori 20, S.3f.
Irxenschmoiz Kraft im Oberarm Goggolori 11, S.4
isen (er gangad ja, aber isen) sie Goggolori 14, S.3
Kag Zaun Goggolori 20, S.5
Kalier Schultasche Goggolori 19, S.3
kalntzen zum Frühstück an St. Johannis Goggolori 3, S.5
Keller (auf den Keller gehen) (Herkunft des Wortes) Goggolori 10, S.4
Kercher Kerker, Beinhaus Goggolori 10, S.4
Khröpf (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
Kiell-Eich  (in einer Urkunde) Goggolori 8, S.5
Köllnische ziechen (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
Kopf wie ein Bisimberer Bienenkorb Goggolori 5, S.6
Kraigodan Zither Goggolori 13, S.2
Kremmeß Leichentrunk Goggolori 2, S.4
labet krank Goggolori 1, S. 5
Läihoud Rauchfang für Kienspäne Goggolori 16, S.1f.
Lappen (durch die Lappen gehen) (Redensart) Goggolori 5, S.6
Lebzelten (Herkunft des Wortes) Goggolori 15, S.3
Lehel (Aussprache, Artikel) Goggolori 9, S.4f.
Lerl Kater Goggolori 1, S. 6
Lewakaas (Herkunft des Wortes) Goggolori 13, S.2f.
Lowaaling Marmelade Goggolori 2, S.4
Maß, die als Mengenangabe Goggolori 3, S.5
Matz (Herkunft des Wortes) Goggolori 7, S.6
Menad Zugtiergespann Goggolori 12, S.4
Metzen (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
mir san mir (Herkunft des Wortes) Goggolori 16, S.1
Mirta  Dienstag Goggolori 4, S.6
Mistpritschn Werkzeug, ein kurzstieliges Brett Goggolori 6, S.5
Moadeschba Maikäfer Goggolori 18, S.2
Oar scheim schieben Goggolori 14, S.3
Ofenkindl Hefeteignudel, Rauchfang eines Ofens Goggolori 7, S.5f.
Okohler Bub, der sein Spielzeug demoliert Goggolori 17, S.2
Ollerspfinsta Gründonnerstag Goggolori 12, S.3
parchet (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
Passion, der (männlich) Goggolori 3, S.5
plachen (in einer Urkunde) Goggolori 20, S.4
Point in Flurnamen (Herkunft des Wortes) Goggolori 4, S.6
Pollanti (ich bin doch nicht dein Pollanti) ich bin nicht dein Diener Goggolori 10, S.3f.
pören kneten, aus weicher Masse formen Goggolori 7, S.6
Progoder Hochzeitslader Goggolori 13, S.2
Provanzen (er provanzt sich nicht) er will nicht, geruht nicht, ist nicht bereit Goggolori 12, S.3
Pschort übriggebliebene Speisen in Tüchern mitnehmen Goggolori 5, S.6
Radlermaß (Herkunft des Wortes) Goggolori 9, S.4
Saathahn Hahn, der nach der Ernte geopfert wird; Ende November in Niederbayern stattfindendes Schlacht- und Bierfest Goggolori 11, S.4
Schamsterer Liebhaber Goggolori 11, S.4
Schäsn Chaise Goggolori 15, S.3
Schütze (Herkunft des Wortes) Goggolori 16, S.1
Servus (Herkunft des Wortes) Goggolori 10, S.3
strawanzen (Herkunft des Wortes) Goggolori 9, S.4
Suppenbrunzer Glaskugel Goggolori 4, S.6
Troaderkipperer Kornwucherer Goggolori 10, S.4
umd’We herum, umher, in der Nähe Goggolori 7, S.6
Wasserschnoizn dünne Suppe Goggolori 14, S.2f.
Weimuß-Föhre Nadelbaum Goggolori 2, S.4
Zenterling Geräuchertes Goggolori 9, S.5
Zoigl(bier) Zeiger, Zeichen an einem Haus, das Bier ausschenkt Goggolori 5, S.6
zwä … zwo … zwoa … (Genus) Goggolori 3, S.5