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Bayerisches Wörterbuch (BWB)

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Die Fragen des Systematischen Fragebogens

(siehe auch die Beschreibung der Erhebung)

Fragebogen S 1: Kopf (1)

1 / A

1. Ausdruck für Kopf, Haupt (gewöhnliche und scherzhafte Benennungen; man achte besonders auch auf die Verwendung des Wortes in übertragenem, bildlichem Sinne);

1 / A

2. Vergleiche und Redensarten mit Kopf in eigentlicher Bedeutung (z. B. Kopf stehn, der Kopf möchte einem zerspringen usw.);

1 / A

3. solche mit Kopf in übertragener Bedeutung. (z. B. das ist ein feiner, offener Kopf, jemand den Kopf verdrehen);

1 / A

4. schöner, ebenmäßig gebauter Kopf (Christus-,  Tituskopf);
4a. häßlicher, unebenmäßiger K.;

1 / A

5. großer K. (man achte hier wie im folgenden auf die zugehörigen Eigenschaftswörter, vgl. D2);
5a. Wasserkopf;

1 / A

6. kleiner K.;

1 / A

7. oben zugespitzter K.;

1 / A

8. langer K.;

1 / A

9. kurzer, platter K.;

1 / A

10. runder K.;

1 / A

11. breiter K.;

1 / A

12. schmaler K.;

1 / A

13. schiefer K.;

1 / A

14. K. mit dunkler Gesichtsfarbe und krausem Haar (Mohrenkopf);

1 / A

15. mißgestalter K, z. B. Fischkopf (Kindskopf mit fischartig aufge­zogener Nase und Oberlippe), Hasenkopf (K. mit Hasenscharte), Vogelkopf;

1 / A

16. K. mit Ungeziefer behaftet (Laus-, Nißkopf);

1 / A

17. Krankheiten des Kopfes (Kopfweh, -typhus usw.);
17a. durch Krankheiten entstellter K. (Krätzen-, Grindkopf u. a.);
17b. Beule, Auswuchs am K. (Redensarten);

1 / A

18. auf den Kopf schlagen ("schädeln"), Schlag auf den Kopf;

1 / A

19. enthaupten, köpfen;

1 / A

20. sonstige Zusammensetzungen mit Kopf, Schädel usw., an zweiter,
20a. erster Stelle (z. B. Weiberkopf, Kopfstück).

1 / B

1. Totenkopf;

1 / B

2. Bräuche, die sich auf den Totenkopf beziehen (z. B. Waschen, Einwickeln, Färben desselben vor dem Wiedereingraben oder Hinterlegen);
2a. Nachbildung des Totenkopfes;

1 / B

3. Aberglaube. 

1 / C

1. Schädeldecke ("Platte“), Hirnschale (-kästlein);

1 / C

2. Hirn (man achte darauf, daß in vielen Mundarten "Hirn" soviel als Stirne bedeutet, also unter D gehört);

1 / C

3. Zusammensetzungen mit Hirn (hirnrissig usw.);

1 / C

4. Hinterhaupt:

1 / C

5. Schläfe;

1 / C

6. Höhlen, Gruben an den Schläfen.

1 / D

1. Stirne;

1 / D

2. hohe St. (Eigenschaftswort! d. h. die ganze Vorstellung durch ein Eigenschaftswort ausgedrückt, wie etwa "hochstirnig");

1 / D

3. niedere St.;

1 / D

4. gewölbte St.;

1 / D

5. Stirnfalten, Stirnrunzeln (Zeitwort und Redensarten!):

1 / D

6. Auswüchse, Schwellungen an der Stirne (Hörndl wachsen u. a.).

1 / E

1. Wange, Backe;

1 / E

2. Farbe der Wangen, Vergleiche;

1 / E

3. schminken, Schminke;

1 / E

4. stark geäderte Wangen;

1 / E

5. aufgedunsene W., pausbäckig, Pausback;
5a. fettlappig über das Gesicht herabhängende W.;

1 / E

6. ebene W.;

1 / E

7. hohle, eingefallene W., hohlwangig, "Hungerlücke" ;

1 / E

8. Wangengrübchen;

1 / E

9. Backenknochen;

1 / E

10. Mensch mit starken Backenknochen;

1 / E

11. Streicheln, Tätscheln der Wange, Kneifen in die W.;

1 / E

12. Backenstreich, Ohrfeige, leichte, starke, schallende, Redensarten;

1 / E

13. geschwollene Wange.

1 / F

1. Kinn;

1 / F

2. Kinnlade;

1 / F

3. Fettkinn, Mensch mit solchem;

1 / F

4. Unterkinn;

1 / F

5. geteiltes, Doppelkinn;

1 / F

6. gespitztes K.;

1 / F

7. vorgeschobenes K.;

1 / F

8. langes K, Mensch mit solchem;

1 / F

9. kurzes K.;

1 / F

10. breites K;

1 / F

11. schmales K.;

1 / F

12. Kinngrübchen;
12a. Form desselben und daran sich knüpfender Volksglaube;

1 / F

13. "Goderl kratzen".

1 / G

1. Gesicht (Ausdrücke und Wendungen, Umschreibungen wie z. B. "unter den Augen");

1 / G

2. Farbe des Gesichtes;
2a. Mensch mit rotem, braunem usw. Gesicht;

1 / G

3. volles G. (Eigenschaftswörter, Redensarten);

1 / G

4. aufgedunsenes G.;

1 / G

5. langes G., Mensch mit solchem;

1 / G

6. breites G.;

1 / G

7. schmales G.;

1 / G

8. schönes G.;

1 / G

9. häßliches G.;
9a. schmutziges G.;

1 / G

10. gescheites G.;

1 / G

11. glattes G.;

1 / G

12. blatternarbig;

1 / G

13. Falte;

1 / G

14. Runzel, Furche, runzlig;

1 / G

15. Schramme, Narbe, zerkratztes G.;

1 / G

16. fröhliches G.;

1 / G

17. betrübtes, mürrisches, böses (= ärgerliches) G.;

1 / G

18. bösartiges G., Gauner-, Verbrechergesicht;

1 / G

19. Grimassen machen (Gesichter schneiden), zucken, verzerrtes G.;

1 / G

20. Faustschlag ins Gesicht;

1 / G

21. Leberflecke;

1 / G

22. "Feuermal";

1 / G

23. Sommersprossen;

1 / G

24. Pusteln;

1 / G

25. Mitesser;

1 / G

26. Gesichtsrose, Rotlauf und andere Erkrankungen.

1 / H

1. Mund, Maul (Wendungen!);

1 / H

2. großes, breites Maul (Eigenschaftswort!), Mensch mit solchem, bildliche Wendungen;

1 / H

3. kleiner, schmaler Mund;
3a.  schöner M. (Kirschenmund);

1 / H

4. fetter, voller M.;

1 / H

5. Mundwinkel;

1 / H

6. den Mund öffnen; 6a. den Mund offen halten, Maulaffen feilbieten;

1 / H

7. gähnen;

1 / H

8. verzerrter, weinerlicher M.;

1 / H

9. den Mund halten, reinen Mund halten;

1 / H

10. mundfaul;

1 / H

11. Ausschlag um den Mund und andere Krankheiten (übelriechender M., Mundfäule usw.);

1 / H

12. Zusammensetzungen mit Mund;

1 / H

13. Mundvoll.

Fragebogen S 2: Die Osterwoche (1)

2 / A

1. Palmsonntag, Palmtag, Blumentag, Blumensonntag, Blühensonntag, grüner Sonntag;

2 / A

2. Palmweihe;
2a. Palmbuschen, Palmgerte, Palmbesen, Palmwedel (-wadler), Breitling;
2b. Größe des Palmbuschens, Ausdrücke hiefür;
2c. woraus besteht der Palmbuschen? (Kranewit, Wachholder, Gromelsträußlein, Waxlaub, Stechpalme, Schrätel- oder Schratlaub, Sefen-, Segel-, Segenbaum oder Segel-, Segenzweig); Äpfel am Palmbuschen, wie heißen, wozu dienen sie?
2d. Palmkätzlein, wogegen sind sie Schutzmittel? werden sie in bestimmter Anzahl verschluckt?
2e. was geschieht mit den Palmbuschen (-gerten) und ihren Bestandteilen? (Befestigung oder Aufbewahrung hinter Stubenkruzifixen, unter dem Dache, in Ställen; wann? wozu? Ausdrücke dabei); werden die Palmbuschen oder Teile davon verbrannt? (wann? wozu? etwaige Redensarten!);
2f. Palmbuschenträger; Unfug, der von den Palmträgern etwa ge­trieben wird?

2 / A

3. werden Haselnußstecken geweiht? ihre Namen (Hexenbesen, Wetterbuschen); wozu werden sie verwendet? welche Kräfte wohnen ihnen inne? womit schmückt man sie? (etwa mit Meerrettich, Salzstücken, Bändern?);

2 / A

4. gilt der Palmsonntag noch als Beichttag der Weiber und ledigen Leute?

2 / A

5. die Passion, das lange Evangelium; Wendungen, die sich darauf beziehen;
5a. werden am Palmsonntag und in der Karwoche bestimmte Gebetbücher benützt und wie heißen sie? darin enthaltene Betrachtungen und Andachten, z. B. "Leiden-Christi-Andacht";

2 / A

6. Palmesel; auch als Spottname verwendet? Redensarten wie z. B. "aufgeputzt wie ein Palmesel“;
6a. Palmeselfahrt (wann und von wem veranstaltet? Redensarten);
6b. wird ein Christusbild in Holzplastik mitgeführt und wie heißt es? wird Christus durch eine Person dargestellt und hat diese einen besonderen Namen?;
6c. Lieder, die dabei ge­sungen werden;

2 / A

7. die Grintbüßerin, Person, die am Palmsonntag den Kindern die Haare schneidet, die Köpfe wäscht;

2 / A

8. wie heißt die Woche vor dem Palmsonntag? haben die Tage dieser Woche besondere Namen, wie z. B. Palmfreitag, schmerzhafter Freitag?

2 / B

1. Karwoche, Antlaßwoche, Marterwoche, Grünen- oder Grunenwoche;

2 / B

2. Mittwoch in der Karwoche, Platzmittwoch, Fastenmittwoch, krummer oder gruner Mittwoch, Mittwoch in der krummen (grunen) Woche;

2 / B

3. Pumpermette (wann gehalten?); Ostermette, Rumpelmette, darnach der Karmittwoch auch Pumpermittwoch genannt;
3a. was liest, betet der Gläubige dabei? besondere Gebetbücher? wie deutet das Volk das lateinische Vespern der Geistlichen aus? ("die Juden disputieren über Christen");
3b. Redensarten: besoffene Metten, jemanden ausmettnen = auszanken;
3c. der Karmittwoch ein Beichttag der Eheleute?

2 / C

1. Gründonnerstag, Mendeltag, heiliger Pfinztag, Pfinztag in der Märtelwoche, Speispfinztag, Weihenpfinztag, Antlaßpfinztag, Frauenant­laß(tag);

2 / C

2. Antlaßeier, Ostereier, wozu dienen sie? werden sie (zerbrochen) auf die Felder gestreut, in die Felder oder unter dem Stalltor eingegraben?;
2a. Eierfärben, Eierfarbe (welche Farben bevorzugt?), Färbemittel (z. B. Zwiebelschalen), Abreiben der Eier mit Speck, Sprenkeln der Eier, gesprenkelte Eier, Beschreiben der Eier (womit?), werden sie dem Vieh eingegeben? zu welchem Zweck? (vgl. E);
2b. wer legt die Ostereier? (Osterhase, -hahn, -gockel; Saathahn, wie muß er behandelt werden, damit er die Eier legt? [Waschen der Krallen ?]);

2 / C

3. besondere Speisen am Gründonnerstag (Kräutelsuppe, aus wievielerlei Kräutern? Nisselsalat, Spinat mit Ei u. a.);

2 / C

4. Brotweihe;
4a. Geldweihe;
4b. Scheitholz- oder Scheitelweihe;

2 / C

5. die Glocken fliegen (reisen, wandern) nach Rom (auf Rom), sie sind gestorben; wann kehren sie zurück? wann, bis wann wird das Geläute eingestellt?

2 / C

6. Ratsche, Osterratsche (auch Spottname für ein zungenfertiges Weib; wann haben diese „Oster-" oder „Karfreitagsratschen" ihren Namenstag?), die verschiedenen Arten der Ratsche (Hand-, Karren-,  Turmratschen);

2 / C

7. Ratscherbuben, wie heißt ihr Führer? (Sprüchlein, die sie ausrufen oder singen?), Belohnung der Ratscherbuben (wann, wie, womit vollzogen?);

2 / C

8. erst-, zweit-, zusammenratschen;

2 / C

9. Zere­monie des Auslöschens der 12 Kerzen (Ausdrücke dabei);

2 / C

10. Kommunion der Geistlichen, der Eheleute am Gründonnerstag;

2 / C

11. Bräuche am Gründonnerstagabend, Ausdrücke dafür (Gang der Hausgenossen in den Garten, Zweck und Verhalten dabei? knien auf Holzscheiteln u. ä.).

2 / D

1. Karfreitag, Martertag, höchster Freitag, schmerzhafter Freitag, Ausschlaftag (der Geistlichen);

2 / D

2. wird das Feuer am Herd abgestellt?

2 / D

3. Zwingmesse, verstörte Messe; 3a. wer liest am Karfreitag die Messe? Volksscherze, Mesnerwitze;

2 / D

4. das heilige Grab; sind besondere Ausdrücke für seine Teile und für gottesdienstliche Hand­lungen bei ihm vorhanden? welche? (z. B. Heiliggrabnächte, -andacht);
4a. Küssen der ausgestellten Kruzifixe, Art, Bezeichnung der Küsse, wie nähert man sich dem Kruzifixe (hinrutschen?)?
4b. Besuchen des heiligen Grabes, wie oft? Redensarten;

2 / D

5. wird am Karfreitag gezaubert? Karfreitagsaberglaube;

2 / D

6. wird der Saat­hahn geschlachtet?

2 / D

7. Fastenbräuche am Karfreitag? wer beteiligt sich daran?

2 / D

8. Arbeit am Karfreitag, Ansichten darüber; wer vom Gesinde wird in die Kirche geschickt?

2 / D

9. Spendung der Wegzehrung am Karfreitag;

2 / D

10. Speisen am Karfreitag (und Karsamstag); die „Häringseele“ und der Karfreitag, Volkswitze, die sich darauf beziehen.

Fragebogen S 3: Die Osterwoche (2)

3 / E

1. Karsamstag, Judassamstag;

3 / E

2. Weihefeuer, wo und womit wird es entzündet? wie heißt der Platz? Feuerweihe;

3 / E

3. wie verschafft man sich das Weihefeuer? Bräuche dabei: Zunderschwammschwingen, Herumtragen eines angebrannten Scheites von Haus zu Haus;
3a wie heißt das Holz, das Scheit, der Span, die am Weihefeuer entzündet werden? der Scheitträger? wozu wird es benützt? wogegen schützt es?
3b. wie lange soll das neue Herdfeuer brennen? wer gibt darauf acht? und worin besteht die Belohnung?

3 / E

4. Fastenfeuer, Judas- oder Jaudesfeuer, Judaskohle, Judassteckerl;
4a. Woraus besteht der Holzstoß? wer gibt das Material dazu? wer zündet den Stoß an? womit? wann? Ausdrücke, Wendungen; wo, wie und wann wird der Anzünder beschenkt? Ausdrücke wie "Judasverbrennen" (was, wer wird verbrannt?), "Judas", "Ostermann" usw.; wie wird die Asche bezeichnet und verwendet?

3 / E

5. Wasserweihe, Osterwasser, seine Verwendung;

3 / E

6. das erste Glockenläuten (Bräuche dabei);

3 / E

7. Fleischweihe (findet sie erst am Sonntag statt?);
7a. Gesamtname der zur Weihe gebrachten Lebensmittel;
7b. Weihfleisch, Osterschinken; welche Fleischarten und -teile werden dazu ausgewählt?
7c. Mehlspeisen, Kuchen, die geweiht werden: Osterfladen, -brot, -reinling, -gugelhupf, "Wacker";
7d. sonstige Beilagen zum Weihfleisch ? z. B. Salz "Ostersalz", Meerrettich, "Osterkren", Zünd­holz, Eier; wie sollen die zur Weihe gebrachten Eier beschaffen sein? wie werden sie beim Verzehren geöffnet? an welcher Seite? (vgl. G); Volksglaube, der sich darauf bezieht;
7e. Osterlamm; Widderbraten, seine Bezeichnung; wer stiftet ihn? wie nennt man den Spender? wird der Widder geschmückt? wie? wie und von wem wird er verzehrt? Osterkalb;
7f. Korb, Schaff, in dem die zu weihenden Sachen getragen werden, Name?
7g. Tuch, mit dem sie zugedeckt werden (Weihtuch?);
7h. Person, die zur Weihe trägt (Weihetragerin, Volksglaube), Redensarten: zur Weihe tragen u. a.;
7i. Schießen während der Weihe (Weiheschießen?);
7k.  Späße bei der Speisenweihe;
7l. erhält der Pfarrer, Mesner etwas vom Geweihten? was? wie heißt es?

3 / E

8. Auferstehung (wann, wie gefeiert?), Urständ, Urständfahne ("Urständ" ist oft auch: Heilandsbild mit der Siegesfahne);
8a. Allelujasingen, Bedeutungen des Wortes Alleluja, z. B. der hat sein Alleluja u. ä.), Allelujablümlein, welche Blume heißt so?

3 / E

9. Osterabend, -nacht (Gebräuche während derselben: wann, unter welchen Umständen beginnt man die geweihten Speisen zu essen? Reihenfolge; wie werden sie unter die Dienstboten aufgeteilt? was geschieht mit den Resten?); Volksglaube (vom "Geweihten" darf man ohne Schaden essen, soviel man will usw.);

3 / E

10. Feuer in der Osternacht, Osterfeuer, Bräuche dabei;

3 / E

11. Karsamstagsaberglaube (z. B. sucht man nach Mitteln gegen den Bilmesschnitt, "Durchschnitt"? wie? ["Kreuzltragen“]).

3 / F

1. Ostersonntag, Ostertag, zu Ostern, auf Ostern, Osternwünschen;

3 / F

2. Bräuche am Ostermorgen: Wasserschöpfen; Schießen;
2a. Osterschüssel, die auf dem Treidsaher steht;
2b. Getreidbeten;
2c. in die Grüne gehn, Grünwasengang;
2d. Beten unter Bäumen, Schütteln der Bäume;
2e. wie heißt der, der am Ostermorgen als letzter (zu spät) aufsteht? (Osterbloch, Bloch?);
2f. Schmeckostern;
2g. glaubt man, daß die Sonne am Ostermorgen hüpft? wie oft?
2h. Emausgehn, wann?

3 / F

3. Osterspeisen, mittags, abends, z. B. Ostersuppe (womit bereitet?), Hahnenbrot, Osterflecken, Osterfladen, Osterkuchen, Lampelbrot, Osterfähnlein, Eierwecken, Osterbraten;
3a. Ostergetränke (Osterbier, -wein, -met), werden besondere Arten verwendet?

3 / F

4. Ostergottesdienst (Ostermesse, Osterpredigt);
4a. Ostermärlein;
4b. Ministrantenschwänke;
4c. Osterheiligenbilder (was stellen sie dar? Aufschriften);
4d. Fasten am Ostersonntag, Volksglaube.

3 / G

1. Bräuche mit Ostereiern: Eierpicken ("beckn"), turtschen; festlicher Beginn desselben, am Karsamstag? Reihenfolge, Betrugsarten beim Eierpicken;
1a. Einhauen, Einwerfen der Eier, womit? (Münzen? welchen?); Stürzen, welche Eier stürzen? Eierhacken, specken, spitzeln;
1b. Eier walgen, rollen; wie heißt das Gestell, worauf man sie rollen läßt (Eierrisel?)? Eier scheiben, schieben; wie sagt man, wenn zwei Eier sich berühren? (titschen?) andere Eierspiele, wie Eierlaufen, -hüpfen, und dabei übliche Ausdrücke;
1c. wie heißen künstlich verstärkte (ausgepichte) Eier (Pecheier)? Ausdrücke für Nachbildungen von Eiern, woraus sind sie gemacht, aus Holz? (Holzeier?); wie nennt man die beschädigten Eier?
1d. Eier bitten (betteln), einsammeln (wer sammelt?), holen;

3 / G

2. Osterritt;
2a. Ostertanz;
2b. Osterwiese;
2c. Osterspiel; Gansrennen (wann? wie?); sonstige Spiele und Belustigungen;

3 / G

3. Ostersprüchlein, Osterlieder, Osterspiele als dramatische Aufführungen;

3 / G

4. Ostergeschenke; womit und wann beschenken sich Liebespaare? wie nennt man das Absammeln von Geschenken (Ranftl klauben?);
4a. Werden am Ostersonn- oder -montag Patengeschenke gegeben? wie heißen sie? (Göden-, Goden-, Godel-, Goten-, Gotelkipfel, -gewand, an-, ausgewanden der Godenkinder).

3 / H

1. Ostermarkt;

3 / H

2. Osterjagd;

3 / H

3. wie heißt die Woche nach dem Ostersonntag? die einzelnen Tage? (Ostermontag, Osterdienstag, -zinstag usw.);

3 / H

4. Samstag nach Ostern (weißer Sonntag, Freudensonntag, Mettag, der kleine Ostersonntag).

3 / I

Zusammensetzungen mit Ostern, soweit noch nicht erwähnt: z. B. Osterwachs (Aberglaube dabei), -licht, -stock, -kerze (auch Schauerkerze, Agnus dei), -blümlein, -veilchen, -luzei, -lilie, -käfer u. a.

3 / K

Gebräuche während der Osterwoche und ihrer Oktave, soweit noch nicht erwähnt; Wetterregeln, Lostage mögen hier verzeichnet werden.

Fragebogen S 4: Kopf (2)

4 / I

1. Lippe, Lefze;

4 / I

2. Oberlippe;

4 / I

3. Unterlippe;

4 / I

4. Hasenlippe, Lippe mit Hasenscharte;

4 / I

5. schmale Lippen;

4 / I

6. herabhängende L.;

4 / I

7. glatt und eben übereinander liegende L.; welche Eigenschaften haben Personen, namentlich Frauen mit derartigen Lippen? ("eine Zusammenzwickende sein" - sexueller Bezug); Redensarten;

4 / I

8. aufgeworfene L., die L. aufwerfen;
8a. gefurchte L., Doppellippe;

4 / I

9. die L. aneinander reiben;

4 / I

10. vorgestülpte L., die L. vorstülpen;

4 / I

11. Kußmäulchen;

4 / I

12. Farbe der L.;

4 / I

13. aufgesprungene L.;

4 / I

14. geschwollene L. (durch einen Schlag, Fall u. ä.), Wendungen: "eine Wurst außerhaben" u. ä.;

4 / I

15. Geschwüre an den L., um die L.; wo kommen sie her? ("falsches Busserl").

4 / K

1. Zahn, in eigentlicher Bedeutung, Redensarten (z. B. lange, stumpfe Zähne bekommen);
1a. in übertragener Bedeutung, wie Zahn eines Rades, an Pflanzen, Zahn des Neides usw.;

4 / K

2. Oberzähne;

4 / K

3. Unterzähne;

4 / K

4. vordere Zähne; wie heißen allgemein oder scherzhaft große Vorderzähne? ("Schaufeln" u. ä.);
4a. kleine spitze Zähne (Mausezähne);

4 / K

5. hintere Zähne;

4 / K

6. Schneidezahn;

4 / K

7. Reißzahn (Eckzahn), Augenzahn;

4 / K

8. Stockzahn (Backenzahn, Mahlzahn);

4 / K

9. Weisheitszähne; wann bekommt man sie?
9a. welche Eigenschaften schreibt man ihnen zu?
9b. Redensarten über den Weisheitszahn;

4 / K

10. erste Zähne, Milchzähne;
10a. zweite Zähne;

4 / K

11. Milchzähne bekommen;

4 / K

12. Milchzähne abstoßen;

4 / K

13. Zahnkrone;
13a. Zahnschneide;

4 / K

14. Zahnhals;

4 / K

15. Zahnwurzel;
15a. Zahnfach;

4 / K

16. Schmelz;

4 / K

17. Farbe der Zähne;
17a. Volksaberglaube hierüber;
17b. Zahnfarbe als Bestandteil der Schönheit; welche Zähne sind schön? welche häßlich?

4 / K

18. Scharte;
18a. abgebrochener Zahn (Stumpen u. ä.);
18b. abbröckelnder Z.;
18c. Loch im Z.;
18d. fauler Z.;
18e. blutender Z.; Redensarten;

4 / K

19. Ansätze am Z. (Zahnstein u. ä.);
19a. Speisereste am, im Z.;

4 / K

20. schiefgewachsener Z., Bezeichnung, Vergleiche; Mensch mit schiefgew. Z.;

4 / K

21.  Zahnnerv, Eigenschaften, Redensarten (er tobt, ihn töten);

4 / K

22. Zahnschmerz; Redensarten (z. B. dem haben die Zähne zum letztenmal weh getan u. ä.); volkstümliche Gegenmittel (auch Zahnsegen);

4 / K

23. Beinhautentzündung;

4 / K

24. Zahngeschwulst; volkstümliche Mittel dagegen;

4 / K

25. Zahnwurzelentzündung; Mittel dagegen; Wurm im Zahn;

4 / K

26. Zahn ziehen, reißen; Volkswitze darüber;
26a. Werkzeuge dabei (Zange - ihr Name? Bindfaden);

4 / K

27. Z. aus-, abbrechen; „einem die Giftzähne ausbrechen“;

4 / K

28. Z. aushauen;

4 / K

29. wie heißen einzelne ohne Nachbarschaft dastehende Zähne? (Haken usw.);

4 / K

30. Wackeln der Z.;

4 / K

31. Ausfallen der Z.; Redensarten;
31a. Was geschieht mit ausgefallenen, gezogenen Zähnen? werden sie weggeworfen? wohin? aufbewahrt? worin? warum?

4 / K

32. Zahnlücke; zahnlückig;

4 / K

33. Mensch, dem die Zähne ausgefallen sind;

4 / K

34. Zähne einsetzen; künstliche Z.;

4 / K

35. Zähne füllen, plombieren; Zahnfüllung, Plombe;

4 / K

36. Zahnarzt (scherzhafte Namen!);

4 / K

37. Zähne (in den Zähnen) stochern; Zahnstocher; womit stochert man sonst? Anstandsregeln dabei?

4 / K

38. Zähne putzen;

4 / K

39. Zahnbürste; Ersatz für sie; Scherze über Gebrauch und Herstellung der Zahnbürste;

4 / K

40. Zahnpulver; Ersatzmittel;

4 / K

41. sonstige Mittel zum Zahnreinigen (Spülen, abends Äpfel, Brot essen);

4 / K

42. die Zähne zeigen (warum?), fletschen; Redensarten;

4 / K

43. die Z. zusammenbeißen;

4 / K

44. knirschen;

4 / K

45. Zahntüchel, Maultüchel (Farbe, Stoff, Arten der Knüpfung);

4 / K

46. sonstige Zusammensetzungen mit "Zahn" als zweitem,
46a. als erstem Bestandteil;

4 / K

47. Aberglaube, soweit nicht schon erwähnt;

4 / K

48. Zahnheilige.

4 / L

1. Kiefer;
1a. vorgeschobener K.;

4 / L

2. Oberkiefer;
2a. vorgeschobener Oberk.;

4 / L

3. Unterkiefer;
3a. vorgeschobener Unterk.;

4 / L

4. Zahnfleisch;
4a. seine Färbung;
4b. seine Krankheiten;

4 / L

5. beißen, in eigentlicher und übertragener Bedeutung, Wendungen, Zusammensetzungen;

4 / L

6. mummeln;

4 / L

7. Gaumen;
7a. wunder Gaumen; Abgehen von Teilen der Haut (wie genannt?);
7b gespaltener G.;

4 / L

8. Zäpfchen;

4 / L

9. Mandeln;
9a. geschwollene M.;
9b. belegte M.;
9c. ausbrechende M.;

4 / L

10. Schlund, Rachen;

4 / L

11. Bräune, häutige Bräune; volkstümliche Mittel dagegen (Dunsten des Halses, Petroleum trinken u. ä., Gebete, Segen);
11a. Halsentzündung;
11b Rachenkatarrh;

4 / L

12. Kieferverrenkung, eine K. erhalten, daran leiden (Zeitwörter); Mensch, der daran leidet.

4 / M

1. Zunge (auch in übertragener Bedeutung), scherzhafte Benennungen (Pleschel, Fleck u. ä.);

4 / M

2. Teile der Zunge, falls Ausdrücke dafür vorhanden (wie heißt z. B. der Muskel, der beim "Zungenlösen" durchtrennt wird? die Zungenader auf der unteren Seite der Z.? die Zungenspitze?);

4 / M

3. große breite Z.;
3a. große längliche;
3b. kurze dicke;
3c. vorne sehr gespitzte;
3d. vorne auffällig stumpfe;
3e. zwischen den Vorderzähnen und bei den Lippen vortretende Z.; Redensarten zu allen diesen Zungenformen und Nennung der Wörter, die einen Menschen der betreffenden Zungenform bezeichnen;

4 / M

4. Eigenschaftswort für die gesunde Zungenhaut;

4 / M

5. belegte Zunge, Belag; woher kommt er? was bedeutet er? Mittel dagegen, Abstreifen des Belages, wie urteilen die älteren Leute darüber?
5a. pelzige,
5b. trockene Z.;
5c. Blasen an der Z.;
5d. geschwollene Z.;

4 / M

6. leicht bewegliche, züngelnde Z.;

4 / M

7. schwere, beim Reden unbehilfliche Z.; angewachsene Z.;

4 / M

8. Eigenschaftswörter in bildlichen Wendungen, wie "flinke", "boshafte" Z. u. ä.;

4 / M

9. Farbe der Zunge; Bedeutung der Farbe;

4 / M

10. Zunge recken, zeigen, wem? wann zeigt man sie? Scherze (Spiele) beim Zungenrecken;

4 / M

11. wie heißt der, der gerne die Zunge zeigt?

4 / M

12. lecken, Wendungen!

4 / M

13. Zungenfehler, Anstoßen;
13a. Zungenschlag, Redensarten;

4 / M

14. Krankheiten der Z. (z. B. Zungenkrebs);

4 / M

15. Zusammensetzungen mit "Zunge" als zweitem;
15a. als erstem Bestandteil (z. B. Schweinszunge, zungenfertig).

Fragebogen S 5: Die Zeit zwischen Ostern und Fronleichnam

5 / A

1. Erster April;
1a in den April schicken, Aprilspässe und ihre Benennungen;

5 / A

2. Aprilnarr, -ochs usw.;

5 / A

3. Gegenstände, die der Aprilnarr holen soll (wie Machmigscheit, Ochsdrahdium, Ibidum [Betonung, Geschlecht angeben!], Kinder-, April-, Spenadelsamen usw.);

5 / A

4. Sprüche, die sich aufs Aprilschicken beziehen;

5 / A

5. Volksaberglaube: was gelingt am 1. April gut, was nicht? (Aderlaß, Geburt u. a.).

5 / B

1. Haben die Wochen (Sonntage) nach dem Sonntag nach Ostern besondere volkstümliche Namen?
1a. Gibt es einen Gesamtnamen für die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten?
1b. Welche Andachten sind während derselben üblich? (Benennungen);

5 / B

2. Wie heißt der zweite Freitag nach Ostern? (Dreinagel-Freitag?); Bräuche;

5 / B

3. Georg, Georgstag (zu, auf, um Georgi);
3a. Verkleinerungen: Girgl, Irgl u. a.;
3b. Zusammensetzungen mit Georg, Girgl usw. (Hansirgl, "Hanziagl" u. a.);
3c. Umschreibungen für Georg: lateinischer Michael;
3d. führt der Heilige ein besonderes, mit dem Namen fest verbundenes Beiwort, z. B. "der Ritter" Georg? wie stellt man sich den Heiligen vor? (auf einem Schimmel? bestimmte Martern leidend? als Drachenkämpfer?);
3e. Lokalsagen und -legenden, Schwänke vom heiligen Georg;
3f. wer ruft ihn insbesondere an? bei welchen Anlässen?

5 / B

4. Bräuche (Georgijagen, St. Jörgen-, Törnjagen, Georgiritt, St. Jörgen-Schnalzen, Grasläuten u. a.);
4a. wie heißen die daran Beteiligten?
4b. wie ihr Anführer?
4c. Anordnung der Beteiligten;
4d. was wird gesammelt? gemeinsam verzehrt? wo?
4e. Sprüche der Georgijäger;
4f. kurz zusammenfassende Schilderung der Vorgänge;

5 / B

5. Georgshemd (woraus gemacht?);

5 / B

6. Georgstaler (besondere Verwendung, Bewertung als Münze, Amulett?);

5 / B

7. Georgssegen (meist für die Pferde?);

5 / B

8. Georgskrankheit (Angriff = Milzbrand);
8a. dünner Jörg (= Diarrhöe);
8b. Georgstropfen;

5 / B

9. wofür ist Georgi Termin? (Wiesen dürfen nicht mehr betreten werden, Aufstellen der Eh-Zäune, Miettermin u. a.);
9a. Bauernregeln zu Georgi;

5 / B

10. Sonstige Bräuche am Georgitag; was geschieht bei Sonnenaufgang? (Hantieren mit Laubfröschen als Liebeszauber u. a.);

5 / B

11. Pflanzennamen (wie St. Georgskraut, -holz, -wurz, -rosen,
-schwamm);
11a. Name von Nahrungs-, Genußmitteln mit Georg(i) als erstem Bestandteil (z. B. Georgibier);

5 / B

12. Markustag, Marx;
12a. Markusprozession;

5 / B

13. Walburga; Verkleinerungsformen;
13a. wie stellt man sich die Heilige vor?
13b. wofür hilft sie?
13c. Tau am Walburgistag, wie genannt? (Walberntau u. ä); wozu dienend? zu welcher Tageszeit zu verwenden?
13d. Walpurgisnacht; mit ihr zusammenhängender Aberglaube (Walbernbaum u. a.);
13e. Gebete, Andachten zur Heiligen (Bezeichnungen), worin bestehend? zu besonderer Zeit verrichtet?

5 / B

14. erster Mai;
14a. Bräuche;
14b. in den Mai schicken (Redensarten), Maiesel;

5 / B

15. Florian, mundartliche Formen, (Florl u. ä.); Florianitag;
15a. Florianiprozession;
15b. wofür ist St. Florian Schutzheiliger?
15c. Florianistatuen, -bilder, wie aussehend? wo angebracht? wie benannt?
15d. Gebete, Andachten zum heiligen Florian; Benennungen;
15e. Bruderschaften, deren Patron er ist, wie benannt? wofür dienend?
15f. Sprüche, Schwänke, Scherze auf St. Florian bezüglich;

5 / B

16. Bittwoche (Himmelfahrts-, Gang-, Gängelwoche);
16a. Bittage , Kreuztage, wozu dienend?
16b. wie heißen die einzelnen? sind sie zu besonderen Orten (z. B. Brunnen, Quellen) hin gerichtet?
16c. was für Gebete, Bräuche dabei?
16d. sonstige Feldumgänge, ihre Namen, Gebete, Bräuche;

5 / B

17. Himmelfahrtstag, goldener Non-Tag;
17a. wird die Himmelfahrt in der Kirche anschaulich vorgeführt? wie ist das Verschwinden des Herrn benannt?
17b. Name der Öffnung, durch die er verschwindet;
17c. Himmelfahrtsmärlein, -schnurren;
17d. Wetterregeln;
17e. Gebräuche, auf das Wetter bezüglich (Gewittersegen, gegen Blitz-, Hagelschlag, Wetterkränze, Teufelsfiguren, Zerreißen von Fetzen);
17f. Kränzeljungferntag;
17g. Wetterkränzelträgerinnen;
17h. besondere Speisen (gebratene Hühner?);
17i. Hagel-, St. Veitsfeuer;

5 / B

18. Freitag nach Himmelfahrt, Schauerfreitag, Wettermesse;
18a. "wird eine Predigt gehalten? hat sie besonderen Namen? worüber handelt sie?

5 / B

19. Eismänner (-mann), -heilige;
19a. ihre Namen;
19b. Eisfrau, -weibel, Name;
19c. Reifbrennen, -heizen, -räuchern;

5 / B

20. sonstige, besonders bezeichnete und beachtete Kalendertage und Kirchenfeste zwischen Ostern und Pfingsten.

5 / C

1. Maibaum, -stange , Maie;
1a. wird er feierlich aus dem Wald geholt? wann? von wem? Ausdrücke für die ganze Handlung und ihre Teile;
1b. wie, von wem wird er hergestellt? (Ausdrücke: ausrindeln u. a.);
1c. wie geschmückt? von wem? Gesamtname des Schmuckes? Bezeichnung des Schmückenden?
1d. wann, wo wird er aufgestellt?
1e. Beiworte (z. B. grüner Maie);
1f. Benennung des Tannenwipfels oben am Maibaum (Maibüschel u. a.);

5 / C

2. Maibaum "lüpfen“, Gebräuche;

5 / C

3. wie heißt der, der am Pfingstsonntag den Maibaum als erster,
3a. als letzter erreicht?
3b. Strafe des letzten?
3c. wird ihm ein Kranz aufgesetzt? wie heißt der? woraus besteht er? (Krötenkranz?);

5 / C

4. Maibaum erklettern; Bräuche dabei, Ausdrücke;

5 / C

5. Tänze, Mairitte um den Maibaum;

5 / C

6. wie lange bleibt er? hat diese Zeit eigenen Namen?
6a. Was geschieht mit ihm?
6b. wie nennt man seine Entfernung? wie geschieht sie? wer nimmt sie vor?

5 / C

7. Maipfeife;
7a. Pfeifen maien, die Pfeife mait sich;
7b. Sprüche dabei;

5 / C

8. Kröten schleudern (bretteln?);

5 / C

9. Setzt man auch Einzelnen (der Geliebten u. a.) einen Maibaum? sein Name? Name seines Gegenteils (Tattermann u. ä.);
9a. Schmuck dieses Maibaums (Gesamtname?), die Teile des Schmuckes (Benennungen);
9b. wann, wo, von wem wird dieser Maibaum aufgestellt?
9c. wird er bewacht? von wem? wann?
9d. haben die Wächter besonderen Namen?

5 / C

10. "sich selbst einen Maibaum setzen", "sich einen setzen": übertragene Bedeutung dieser Wendung!

5 / D

1. Pfingsten (zu, auf Pf.);

5 / D

2. Woche vor Pf.;

5 / D

3. hat der Freitag vor Pf. besonderen Namen? werden da Umritte (Kreuzritte?) gehalten?

5 / D

4. Samstag vor Pf., Name (Pfingstabend,
-vilge?), wird gefastet? wie?

5 / D

5. Pfingstsonntag; wie wird da ein Spätaufsteher genannt? wird er verspottet?
5a. wird der Bilmesschnitt ausgeführt? hat er, wenn an diesem Tage geschehend, besonderen Namen?
5b. Wasserweihe zu Pfingsten? wann vorgenommen? eigene Bezeichnung dafür?
5c. Name des geweihten Wassers;

5 / D

6. Pfingstgeschenke; von wem? an wen?

5 / D

7. Pfingstmontag;
7a. Ausflüge am Pfingstmontag, Name dafür (Emausgehn u. ä.);

5 / D

8. führen die Tage nach dem Pfingstmontag eigene Namen?

5 / D

9. wie heißt die Woche nach Pfingsten?

5 / D

10. der Sonntag nach Pf.? (h. Dreifaltigkeitssonntag?);
10a. wie ist es mit dem Bilmesschnitt an diesem Tag? führt er zu diesem Termin besonderen Namen?

5 / E

1.Werden zu Pfingsten Umgänge, Bittopfergänge (um Regen, gute Ernte) gehalten? wann? wie heißen sie?
1a. finden sie jährlich statt oder in einem Abstand von mehreren (wie vielen?) Jahren? hat diese Zwischenzeit besonderen Namen?
1b. werden die Felder mit Weihwasser besprengt? wann? Name der Handlung (Pfingsttaufe?);
1c. sind Wallfahrten, besonders zu Wasser, beliebt? Ausdrücke, Wendungen;
1d. womit werden zu Pfingsten die Häuser (Türen, Fenster) geschmückt? (Pfingstbesen, -birken, Heiligengeistästlein usw.);
1e. Pfingstkränze (Wetterkränze); welche Bewandtnis hat es mit ihnen?

5 / E

2. Pfingstrennen, -laufen, Pfingstelritt (Name?), Kränzelreiten; hängt es mit dem Lauf nach dem Maibaum zusammen?

5 / E

3. Pfingstvogel, Wasservogel, Pfingstel;
3a. Beschreibung des Pfingstvogels: ein mit Schilf bekränzter Mensch, der ins Wasser geworfen, dann in feierlicher Prozession um die Felder geführt wird?
3b. führen einzelne Teile seiner Ausrüstung besondere Namen? welche? (z. B. Name der Blumen, mit denen er geschmückt ist, seines Seidentüchels, Lederriemens, Schnabels, Halses);
3c, was geschieht mit den Teilen seiner Ausrüstung ? ausgespielt? verschenkt? an wen? (Namen der Vorgänge), welchen Dienst tun sie? wie heißt der Gewinner?
3d. wird dem Pfingstvogel der Kopf abgehauen? wie nennt. man das? von wem vollzogen? hat dieser besonderen Namen?
3e. gehen zu beiden Seiten des Pf. Begleiter? wie heißen sie? (Weiser u. ä.), ihre Ausrüstung;
3f. wird eine Birke beim Zuge des Pf. mitgeführt? von wem? wie heißt sie? was geschieht damit?
3g. spielt ein Pflug (Pfluggestell) beim Umgang eine Rolle? wie heißt er?
3h. werden Schwerter mitgeführt? Name? wer trägt sie?
3i. spielen die im Zug verwendeten Pferde eine Rolle? welche? haben sie besondere Namen?
3k. welche anderen Tiere kommen noch in Betracht? inwieferne? Namen? (Zusammensetzungen u. a.);
3l. was fordern die Teilnehmer?
3m. wie viel Schmalz? (Vergleich!);
3n. Gesamtname der Geschenke? (Pfingstrecht?);
3o, wie nennt man das Einsammeln der Geschenke?
3p. wie die Einsammelnden?
3q. hat der, der die Eier fordert, besonderen Namen? (Maier u. a.);
3r. wo erwarten die Leute die Zugteilnehmer? bestimmt sprachliche Wendung für dieses Warten?
3s. wo wird das Eingesammelte verzehrt?
3t. Name der ganzen Handlung?

5 / E

4. Umzug mit dem Pfingstjackel;
4a. Jackelschutzen;

5 / E

5. Pfingstling, Zusammenträgel („Santrigel“), wann? wie?

5 / E

6. Eschgang, -ritte;
6a. wirkt der Geistliche mit? wie?
6b. auch weltliche Amtspersonen? wie? besondere Namen für sie?

5 / E

7. welche Bräuche hängen an Ausdrücken wie Pfingstkönig?
7a. Pfingstlümmel, -recke, -männlein, -butz, -hansel, -lutzel, -nickel, Pfingstschwanz (Aussehen? was tut er? Name des auf ihn bezüglichen Brauches?);
7b. Pfingstochse, -hammel?
7c. Pfingstbraut, -königin?
7d. was schenkt man ihr? hat sie Kinder?

5 / E

8. Hansl- und Gretlspiel;
8a. worauf sitzen Hansl und Gretl? ("Schleipfrad"?);
8b. wer nimmt am Spiel teil? wie heißen die Teilnehmer? wie sehen sie aus?
8c. was führt man mit?
8d. was geschieht mit H. und Gr.?
8e. erhalten sie Gaben? (Name!);
8f. wo kommen beide her?
8g. spielen Pferde eine Rolle? welche? (Namen!);
8h. wie heißt der Spruch des Hansl?

5 / E

9. Pfingsttau; Aberglaube;

5 / E

10. Pfingstschnalzen, -knallen, -kleknen; werden die Hexen damit ausgepeitscht?

5 / E

11. Pfingstfeuer, -haufen;

5 / E

12. Pfingstschießen, -böllern, seine Bedeutung;

5 / E

13. finden zu Pfingsten Schützenfeste statt? wie heißt der Schützenkönig? (Pfingstkönig?);

5 / E

14. Pfingsttänze;

5 / E

15. werden zu Pf. sonst noch gemeinsame Mahlzeiten gehalten? wo? unter welchen Umständen? Namen!
15a. Knaben, die für solche Mahle die Gaben einsammeln (Pfingstbuben?);
15b. ihre Lieder;
15c. Gesamtname für die gemeinsam verzehrten Speisen;

5 / E

16. Pfingst-, Maispiele, wie Streit zwischen Sommer und Winter;
16a. wie heißen die darauf sich beziehenden Lieder?
16b. Stechen nach einem Boschen und einem Fäßchen? wie genannt? (Boschenstechen usw.); bei welcher Gelegenheit geschieht das?
16c. wie heißt der, der den Boschen herabsticht?
16d. Bier, bei diesem Spiele getrunken, wie benannt?

5 / E

17. wird in der Kirche eine Taube ausgelassen? wo? wann? wie heißt sie? wie muß sie aussehen? was geschieht mit ihr?
17a. wird die Sendung des h. Geistes sonstwie veranschaulicht ? (Ausspritzen von Wasser ? Nachbildung einer Taube, feuriger Zungen? Benennung, Redensarten);

5 / E

18. Pfingstmärlein, -schwänke, Mesnerwitze.

5 / F

1. Besondere Speisen und Getränke zu Pfingsten: Pfingstbrot, -bier u. a.;
1a. Pfingsttauben,
1b. -hühner,
1c. gebackene Kitzchen (Name?);
1d. Pfingstkäse;
1e. Maibutter;

5 / F

2. Blumennamen (Pfingstveilchen,-lilien, -rosen, -granten);

5 / F

3. sonstige Zusammensetzungen mit Pfingsten als zweitem,
3a. als erstem Bestandteil;

5 / F

4. Wetterregeln auf Pf. bezüglich.

5 / G

1. Vorabend vor Fronleichnam (Name!); was geschieht da? (Anblasen, Zug der Musikanten; Benennungen!);

5 / G

2. Fronleichnam;
2a. Gottsleichnamstag;
2b. Prangentag;
2c. großer Antlaßtag;
2d. Heiligerbluttag;
2e. Krönl-, Kränzltag;
2f. großer Fronleichnamstag (Gegensatz?);

5 / G

3. Böllerschießen am Morgen, dann bei den Evangelien, Gewehrsalven, Namen dafür und für die Bedienenden!
3a. Anblasen des Festmorgens (Name!), durch wen?

5 / G

4. Fronleichnamsprozession, -umgang, Prangen, "prangen gehn";

5 / G

5. Teilnehmer: Jungfrauen;
5a. ihr Gewand, Putz,
5b. Kranz, Krone;
5c. führen die Trägerinnen bestimmter Statuen eigene Namen?
5d. sonstige Teilnehmer;
5e. Anordnung des Zuges;

5 / G

6. Bäume, Zweige, mit denen die Häuser geschmückt werden;
6a. Kränze zum Schmucke der Häuser und Birken;
6b. Blumen, Kränze, Gras streuen; wann wird der Häuserschmuck, die gestreuten Blumen wieder entfernt? was geschieht damit?
6c. Spalierstangen auf den Straßen, durch Papierketten verbunden, auf dem Kugelende Birkenreisbüschel (Benennungen), wann aufgestellt? entfernt?

5 / G

7. Herrichten der Altäre;

5 / G

8. Baldachin, Traghimmel;
8a. Baldachin-, Himmelträger;

5 / G

9. Fahnen, ihre Arten;
9a. Fahnenträger;
9b. Fahnen drehen, schwingen, wie? wann?

5 / G

10. Ausgangs-, Endpunkt des Umganges;
10a. sein Zweck im Volksglauben;

5 / G

11. andere Ausdrücke, die sich auf das Fest beziehen (z. B. Blumennamen wie Kranzelkraut);

5 / G

12. sonstige Bräuche, wie Nachmittagsvergnügen der Kranzeljungfern, der jugendlichen Prozessionsteilnehmer, Mettrinken; Antlaßritt?
12a. Speisen und Getränke zu Fronleichnam (Bock usw.);

5 / G

13. Blumen, Pflanzen, denen man besondere Eigenschaften zuschreibt, wenn sie zu Fronleichnam gepflückt werden;

5 / G

14. Fronleichnam und Durchschnitt, Bilmesschnitt;

5 / G

15. Sonntag nach Fronleichnam, schöner Sonntag;

5 / G

16. Donnerstag nach Fronleichnam (Name!), was geschieht da?
16a. Fronleichnamswoche, -oktave, Name?

5 / G

17. Fronleichnam in protestantischen Gegenden, Redensarten (z. B. bezüglich der in der Schule bis zum Schluß der Prozession gehaltenen Kinder: "lange Schule haben" u. a.);

5 / G

18. Fronleichnamsmärlein, -schwänke;

5 / G

19. wie heißen im allgemeinen die Tage, an denen ein Umgang mit dem Allerheiligsten stattfindet? (Prangentage?)

Fragebogen S 6: Menschliches Haar und Bart

6 / A

1. Allgemeine Bezeichnung für Haar1), Verwendung des Wortes (Einzahl, Mehrzahl);

6 / A

2. haarig, Redensarten;

6 / A

3. hären (das Eigenschafts-, nicht das Zeitwort!).

6 / B

1. Haupthaar;
1a. Stirn-,
1b. Schläfen-,
1c. Nackenhaar;

6 / B

2. Augenbrauen;

6 / B

3. Wimpern;

6 / B

4. Haare in der Nase;
4a an der Ohrmuschel;

6 / B

5. Haare in der Schamgegend und
5a. am After;

6 / B

6. Haare an den übrigen Körperteilen.

6 / C

1. langes Haar, langhaarig (auch im folgenden nenne man die entsprechenden Eigenschaftswörter), Mensch mit langem H. (auch im folgenden gebe man die etwa vorhandene Benennung eines Menschen mit kurzem, dichtem usw. Haar an), Redensarten, volkstümliche Vorstellungen, Aberglaube (auch für die folgenden Nummern erwünscht!);

6 / C

2. kurzes,

6 / C

3. dichtes,

6 / C

4. dünnes (spärliches),

6 / C

5. sprödes, steifes,

6 / C

6. weiches,

6 / C

7. struppiges, sich sträubendes Haar, Haar steht zu Berge;

6 / C

8. glattes,

6 / C

9. natürlich gelocktes,

6 / C

10. gekraustes Haar;

6 / C

11. Schopf (Zusammensetzungen!);

6 / C

12. Bausch (Zusammensetzungen!).

6 / D

1. blondes,

6 / D

2. rotes,

6 / D

3. braunes,

6 / D

4. schwarzes,

6 / D

5. grau gemischtes und sonst verschiedenfarbiges,

6 / D

6. graues,
6a. weißes,

6 / D

7. glänzendes,
7a. mattes Haar.

6 / E

1. Haarboden, Kopfhaut;

6 / E

2. Wachstum des Haares;

6 / E

3. Teile des H.: Haarwurzel,
3a. Haarspitze.

6 / F

1. Wirres, ungeordnetes Haar (Mensch mit solchem!);

6 / F

2. verfilztes H.;

6 / F

3. Wirbel und Ähnliches;

6 / F

4. die Haare in Unordnung bringen;

6 / F

5. zausen, bei den Haaren fassen und reißen;

6 / F

6. Haare ausreißen, ausrupfen.

6 / G

1. Haarpflege im allgemeinen, Frisieren, Haarrichten;
1a. Frisur;

6 / G

2. Lage der Haare (die Haare legen sich usw.);

6 / G

3. die Haare streichen, glätten;

6 / G

4. Kämmen, Arten des Kämmens (Zusammensetzungen), Abfälle dabei, Aberglaube;5. Kamm, Arten, Bestandteile;

6 / G

6. bürsten;
6a. (Haar-)Bürste;

6 / G

7. scheiteln;
7a. Scheitel;

6 / G

8. flechten;
8a. auflösen;

6 / G

9. Zopf, zopfig (auch in übertragener Bedeutung?);
9a. Haarsträhne;

6 / G

10. Arten der weiblichen Haartracht;

6 / G

11. Hilfsmittel zum Befestigen der Haare, Schmuck;

6 / G

12. auffallende Haartracht;

6 / G

13. krausen, gekraustes H.;

6 / G

14. brennen;
14a:Werkzeug hiezu;

6 / G

15. schmieren, einfetten, ölen;
15a. womit?

6 / G

16. Haar schneiden, scheren;

6 / G

17. schlecht geschnittenes H.;

6 / G

18. Tonsur;

6 / G

19. künstliches H.;

6 / G

20. Haar waschen.

6 / H

1. brüchiges, sich spaltendes H.;

6 / H

2. Haarausfall;

6 / H

3. Glatze, kahle Stellen;

6 / H

4. Schuppen;

6 / H

5. Ausschlag am Haarboden.

6 / I

Zusammensetzungen mit "Haar" als zweitem Bestandteil (außer den schon etwa angeführten):

6 / I

1. Männer-,
1a. Frauen-,
1b. Mädchenhaar;

6 / I

2. Tierhaar (z. B. Roßhaar);

6 / I

3. sonstige Zusammensetzungen.

6 / K

Zusammensetzungen mit "Haar" als erstem Bestandteil (außer etwa schon verzeichneten):

6 / K

1. Haar als Verstärkungssilbe, z. B. haarscharf;

6 / K

2. sonstige Zusammensetzungen, Ableitungen.

6 / L

Redensarten und Sprichwörter, auf das Haar bezüglich, (außer bereits genannten).

6 / M

Volksglaube (Aberglaube), auf das Haar bezüglich, soweit nicht bereits angeführt.

6 / N

1. Bart (allgem. Ausdrücke; Wendungen wie z. B. „der Bart fliegt“ [im Zorne]);
1a. bildliche Verwendung (Bart des Schlüssels, Bart an Bäumen, Bart = Schimmel u. ä.);

6 / N

2. bärtig, bärtiger Mensch (Mann, Frau);

6 / N

3. Kinnbart (Abarten);

6 / N

4. Backenbart (Abarten);

6 / N

5. Schnurrbart (Abarten);
5a. Schnurrbartspitzen;

6 / N

6. Vollbart (Abarten);
6a. am Kinn ausrasierter Bart, Volkswitze, Aberglaube;

6 / N

7. langer,

6 / N

8. kurzer B., Stoppelbart;

6 / N

9. dichter, reicher,

6 / N

10. dünner, spärlicher,

6 / N

11. struppiger,
11a. verfilzter,
11b. überhaupt ungepflegter,
11c. unreinlicher Bart (Bart mit Speise-, Getränkeresten; Redensarten);

6 / N

12. blonder,

6 / N

13. roter, fuchsiger,

6 / N

14. brauner,

6 / N

15. schwarzer,

6 / N

16. graugemischter (und sonst verschiedenfärbiger),

6 / N

17. grauer, weißer Bart. Zu allen diesen Barteigenschaften auch die etwa vorhandenen Wörter, die einen Menschen dieser Art bezeichnen (z. B. Graubart), samt Charaktereigenschaften, die ihm deswegen beigelegt werden (z. B. den Rotbärten);

6 / N

18. Bartboden;

6 / N

19. Bartwuchs;
19a. Bartwuchsmittel;

6 / N

20. Abbrennen des Bartes, ab-, angebrannter B.;

6 / N

21. Bezeichnung des einzelnen Barthaares;

6 / N

22. Anflug, Flaum; Eigenschaftswörter (z. B. flaumicht);

6 / N

23. Bartlosigkeit, bartlos, bartarm, (Redensarten);

6 / N

24. B. kämmen;

6 / N

25. B. bürsten;

6 / N

26. (Schnurrb.) aufdrehen;

6 / N

27. (Schnurrb.) ausziehen;

6 / N

28. Bartwichse, -pomade, den B. wichsen;

6 / N

29. B. streichen, streicheln, glätten, wischen; Mensch, der gerne den B. streicht;

6 / N

30. rasieren, (andere scherzhafte, scheltende Bezeichnungen);
30a. nachrasieren;
30b. Mensch mit rasiertem Gesicht; gut, schlecht rasiert;

6 / N

31. B. stutzen, schneiden; 

6 / N 32. Barbier, Friseurin, Bartscherer (scherzhafte, scheltende Bezeichnungen; Eigenschaften des Barbiers im Volkswitz);

6 / N

33. Rasierzeug;
33a. Rasiermesser; Schärfen desselben;
33b. Streichriemen;
33c. Rasierschale,
33d. -seife, Schaum schlagen, einseifen;
33e. Feuerschwamm; Pflaster;
33f. Schertuch;

6 / N

34. Bartbinde,
34a. Schnurrbart "festlegen";

6 / N

35. Rasierapparate;

6 / N

36. hat der Rasierpreis besonderen Namen? (z. B. "Rasierzehnerl");

6 / N

37. sonstige Zusammensetzungen mit Rasier-, Friseur-;

6 / N

38. Barbierstube;

6 / N

39. Bartkrankheiten.

6 / O

Zusammensetzungen mit "Bart" als zweitem Bestandteil (außer den schon genannten):

6 / O

1. Männerbart;
1a. Schneider-,
1b. Juden-,
1c. Seemanns-,
1d. Geistlichen-, Ordensleut-,
1e. Offiziers-, Unteroffiziersbart u. ä.; Redensarten, Vergleiche;

6 / O

2. Frauenbart;
2a. wie entfernt man ihn?
2b. was bedeutet er?

6 / O

3. Bierbart u. ä.;

6 / O

4. Zusammensetzung mit Tiernamen: Geißbart;
4a. Bocks-,
4b. Gamsbart u. ä.;

6 / O

5. Sonstiges, z. B. Blaubart u. ä.

6 / P

1. Zusammensetzungen mit "Bart" als erstem Bestandteil, z. B. Bartwisch usw.;

6 / P

2. sonstige Ableitungen von "Bart", z. B. Bärtling.

6 / Q

Redensarten, Sprichwörter, den Bart betreffend.

6 / R

Volksglaube, mit Bart zusammenhängend.

7. Fragebogen: Hochzeit (1)

7 / A

 1. Heiratsvermittler, -vermittlerin, -vermittlung, Heirat vermitteln, Heiratsstifter, -stifterin, -stiftung, H. stiften, zusammen-, auseinanderbringen u. ä., Schmuser; 1a. wer ist als Vermittler (-in) tätig? 1b. wie geschieht die Vermittlung? 1c. wird sie entlohnt? womit? wann? 1d. Ausdrücke für Empfehlung einer Partie, ‚Verraten’ eines Mädchens; 1e. Umschau nach einer Braut; 1f. wie vollzogen? 1g. Kuppler, Kupplerin, kuppeln, verkuppeln; haben diese Wörter üblen Nebensinn? 1h. bekommt der Kuppler Lohn, bestimmte Geschenke? Kuppelpelz, worin besteht er? 1i. verreden, abreden; 2. werben, freien, freiten, freiten gehn, auf Freite gehn, anhalten um ... , fürsprechen , zureden, anreden, die Anredung halten, (wer hält sie? wie geht sie vor sich?); Werber, Freier, Freiter, Freiwerber, Heiratmann, Brautbitter, Mundwalt, Fürsprech (-sprecher), Redmann, Einsager; scherzhafte Bezeichnungen für diese Begriffe; Werbung, Freite; 2a. wie geht sie vor sich? 2b. wer wirbt? ist persönliche Werbung des Burschen üblich? hat der Werber Begleiter? wie nennt man sie? 2c. Brautschau, auf Br. gehn, sein, ehesüchtig (heiraterisch) sein; 2d. Vorgänge bei der Brautschau; 3. Korb, sich einen K. holen, einen K. austeilen, K. kriegen, abschlagen, ausschlagen; 3a. gilt Ablehnung des Werbers als kränkend? Benennung des Abgewiesenen; wie verhalten sich die übrigen Burschen und Mädchen ihm gegenüber? 4. eine Partie, eine P. machen, eine gute, böse, schlechte P., ‚Strauben essen gehn’; 5. Vorgänge unmittelbar vor der Verlobung: Hausschau, auf die Beschau gehn u. ä.; 5a. wer nimmt daran teil? 5b. wann geschieht sie? Bezeichnung des Tages; 5c. was wird besichtigt? 5d. Verhalten der Personen dabei; 5e. wird nach der Besichtigung ein Imbiß eingenommen? (Bezeichnung); woraus besteht er? 6. Zusammenhängende Darstellung der Vorgänge vor der Verlobung erwünscht (auf besonderem Blatte). Die bei den einzelnen Nummern gestellten Fragen nach den Vorgängen können hier beantwortet werden, doch empfiehlt es sich auch in diesem Falle, die einzelnen mundartlichen Ausdrücke zu ihren Nummern anzuführen; 7. Angaben, inwieweit herrische, städtische Formen der Heiratsvermittlung (Ausdrücke hiefür! z. B, Heiratsbureau, Inserat, ,sich anschreiben lassen’), 7a. ebensolche der Werbung (Ausdrücke!) eingedrungen und üblich geworden sind; 7b. wie denkt das Volk über diese Neuerungen? 7c. kommt Geheimhaltung der Werbung vor? Ausdruck.

7 / B

 1. Verloben, Verlobung, Verlöbnis, sich versprechen, Versprechung, zusichern, Zusicherung, zusagen, Zusage, (sich) (ver-)abreden, (Ver-)abredung, weggeben, heiratmachen (bedeutet das etwa auch Heirat vermitteln ?), Heiratmacher, gewißmachen; 1a. Brautkauf, Leikauf; 1b. wo, wann geht die Verlobung vor sich? Teilnehmer daran, ihre Namen; ist ein eigener Leiter des Vorgangs da? Name? was tut er? 1c. Verhalten der Brauteltern, des Bräutigams, der Braut; 1d. Verlobungsessen; woraus bestehend? für wen aufgetragen? 1e. Verlobungsscherze (z. B, ein Bursche in Mädchenkleidern als Braut u. a.); 2. wird bei der Verlobung etwas geschenkt? wer schenkt? wem? 2a. was geschenkt wird: allgemeine Bezeichnung (z. B. Geschenk, Brautgeschenk u. ä.); 2b. besondere Bezeichnungen: Halstuchspende, Hochzeit-, Brautgürtel, Hochzeittüchl, -nestel, Nestelgabe; welche Kleidungsstücke sonst noch? (Hemd, Stoff auf Mieder - Namen!); 2c. Ehetaler; 2d. Gebetbuch, Rosenkranz, Eherosenkranz, Wachsstöckel u. ä.; 2e. Jungfernkranz; 2f. Machel-, Verlobungsring, Ehering; 2g. welche Schenkung hat üble Vorbedeutung? (,die Liebe verblättern’ u. ä.); 3. Drangeld , Haftgeld, Kapare, Arha; woraus bestehend? Redensarten (z. B. ‚Häubchen verkaufen’ u. a.); 3a. ist ein Geschenk (welches?) an seine Stelle getreten? 3b. Gegengabe des Mädchens, das das Drangeld erhalten hat (Name: z. B. ‚Ja-Schmarren’ u. ä.); 3c. zurücksenden (Name?) des Drangeldes (oder des vertretenden Geschenkes), Folgen, Redensarten; 3d. Entschädigung der Braut bei Rücktritt des Bräutigams (Bezeichnungen), worin bestehend? 4. Brautzeit, Brautstand; sich loskaufen aus dem Burschenstand; 4a. Abschied der Braut von ihren Gespielinnen; 4b. langer Brautstand, Redensarten; 4e. Verhalten der Brautleute während der Brautzeit. Was ist da Sitte in religiöser, moralischer, gesellschaftlicher Beziehung? 5. Verkündigung, verkünden (wie oft?), Aufgebot, aufbieten, auskünden, vermelden, vermeldet werden, herablesen, herabgelesen werden, von der Kanzel geworfen werden; 5a. Auskündzeit; Name des Verkündigungstages; 5b. Zeitraum zwischen Verlobung und erstem Aufgebot (Bezeichnung); 5c. ist die Zeit des Aufgebotes an vorhergehende Erfüllung zivilrechtlicher Verpflichtungen gebunden? wann, unter welchen Bedingungen wird nur einmal verkündigt oder unterbleibt die Verkündigung? (was tritt dann an ihre Stelle?); sind die Brautleute bei der Verkündigung in der Kirche anwesend? 5d. Aufgebotsformel des Geistlichen; 6. Mitgift, mitgeben, Aussteuer, aussteuern, ausstaffieren, Brautgespiel, Heimsteuer, Ausstattung, ausstatten, Haussteuer, Fertigung, Wazum, Heiratsgut, Brautschatz, Mantelkauf Vatergeld, Muttergut, Urgabe, Leibgeding, Widerlage, Mahlschatz, Morgengabe, Wittum, Weiset (wann, von wem gegeben?); um die Aussteuer bitten gehen; 6a. was gehört alles zu einer Aussteuer, in ärmlichen, 6b. in mittleren, 6c. in reichen Verhältnissen? Beiwörter, zu solchen Aussteuern gebraucht; 6d. Verhandlung über die Aussteuer (Bezeichnung), wann beginnt sie? wer nimmt teil (Namen)? wer leitet sie (Name: Prokurator u. ä.)? spricht der Leiter in der Mundart, Halbmundart oder Schriftsprache? Formeln, Wendungen in seiner Rede; 6e. Segnung der Aussteuer (Name), wann? durch wen? wenn durch den Pfarrer - erhält er eine Gabe? wie heißt sie? 6f. Besichtigung der Aussteuer (Benennung?), durch wen? Künste der Braut, um dem Beschauer größere Aussteuer vorzutäuschen (Benennung); 6g. auf etwas heiraten, das Haus (die Wirtschaft) übergeben; 6h. (her-)auszahlen, was mindestens? wie wird die Ausbezahlung vorgenommen? 6i. Abfindung der Geschwister des Hochzeiters (Bezeichnung); 6k. in die (den) Ausnahm gehn, in den Austrag gehn, ziehen; 61. allgemeine Bezeichnung der den Alten zu entrichtenden Abgaben (Ausgedinge u. ä.), worin bestehen sie? 6m. Name der im Ausgedinge lebenden Alten (Auszügler u. ä.); 6n. was wird ihnen vorbehalten? wie heißt ihre Wohnung (Austragstübel, Auszüglerkeusche u. ä.)? 6o. worin besteht sonst noch die Abfindung (Benennungen)? 7. Überführen des Heiratsgutes (vor oder nach der Hochzeit?) auf dem Braut-, Kammer-, Kuchel-, Fedel-, Trusowagen; 7a. Brautkasten, -truhe, Plunder, Plunderfuhr, Sämer, (Wazum?); 7b. Bespannung (besondere Bezeichnung?), wie geschmückt? 7c. Aufbau des Kammerwagens (Bezeichnung dafür), wie vorgenommen? von wem? (Namen!); 7d. Abfahrt des Wagens, unter Böllerschüssen u. ä., wann? 7e. unter welcher Begleitung (Näherin , Zimmermann, Braut, Brautmutter, Taufpatin, Schluderfud, Magd usw.)? Gesamtname der Begleitung und Einzelnamen; 7f. Führer dabei, Gabe für ihn; 7g. Aufgabe der Begleiter während und nach der Fahrt; 7h. folgt die Braut dem Kammerwagen in besonderem Gefährte (Name)? dessen Aussehen; 7i. wo ist der Bräutigam während der Fahrt? 7k. Vorgänge während der Fahrt: Schnüre (haben sie besonderen Namen?) über den Weg spannen, Stange (Name?) über den Weg halten, Weg verziehen, Wagen aufhalten, sperren, Braut vermachen u. ä.1; 7l. wer darf das tun? (Namen der Beteiligten: Rapp, Wehrer u. ä.); 7m. Auslösen der Braut, wer tut es? womit? haben die Auslösungsgeschenke besondere Namen? 7n. Ankunft des Wagens (Name!); 7o. Schießen dabei (besonderer Name ?), womit wird geschossen? 7p. wie benimmt sich der Bräutigam gegenüber der Braut und den Begleitern des Kammerwagens? 7q. Brautbegrüßen, Vorgang dabei, Ausdrücke; 7r. Benehmen der Braut den Inwohnern im Hause des Bräutigams gegenüber; was schenkt sie? (besondere Namen hiefür?); 7s. Abladen des Wagens (in bestimmter Reihenfolge?), wer hilft dabei? (‚Eintragler’ u. ä.); 7t. Auslösen des Wagens durch den Bräutigam, wie genannt? wie vollzogen? 7u. Bewirtung nach dem Abladen (Bezeichnung), wie? wessen? durch wen? 8. Ehevertrag, den Ehevertrag aufsetzen, vors Gericht gehn, zum Notar gehn, zum Schreiber gehn, geschrieben werden, die Heirat aufsetzen, schreiben lassen; Umschreiben am Hypotheken-, Grundbuchamt; Handstreich (bedeutet er auch ‚Verlöbnis’?), Handstreichessen; in Widern gehn, zum Pfarrer gehn, unterschreiben (wann? wo?), Haftlwein , Heiratstag, heißt der Tag der Verbriefung des Heiratsvertrages auch Stuhlfest? 8a. (für Orte, wo auch zivilrechtliche Trauung eingeführt ist:) Verehelichungsgesuch, Leumunds-, Sittenzeugnis (ist ein solches auch für die kirchliche Trauung erforderlich?), Aufgebot an der Amtstafel, wie lange währt es? Ausdrücke (wie aushängen, ausgehängt werden u. ä.); 8b. Eifersuchtsakte einstiger Liebhaber oder zurückgewiesener Mädchen durch Besudelung der Amtstafel u. ä. - 9. Brautprüfung, Examen (worüber?), Christen-, Brautlehre (Inhalt?), in die Lehre gehn, Unterweisung; 9a. nach dem Examen Verlobung vor dem Geistlichen, wie genannt? (Hauptwort, Zeitwort), wie vollzogen? sind Zeugen nötig? wie viele? Benennung; 9b. Gesamtname für Examen und Verlobung vor dem Pfarrer (Stuhlfest, St. haben, halten, feiern u. a.); 9c. weltliche Nachfeier nach dem Examen (Name)? welcher Art? Gerichte (Krautessen u. ä.), formelhafte Reden dabei.

1 Über das Verziehen (Klausenmachen) während des Hochzeitszuges siehe Hochzeit 3, D.

8. Fragebogen: Hochzeit (2)

8 / B

 10. Hochzeitlader, Prokurator; Laderleute, Bittmann, Bittelmann, Leutbitter, Spruchmann (war der Lader etwa auch Heiratsvermittler, Werber? war er auch an den Vermögensverhandlungen beteiligt?); Eigenschaften eines guten Laders; 10a. Tracht des Laders; 10b. Ausrüstung, Abzeichen des Laders, Benennungen des Ganzen und der Teile (Laderstecken, Hakelstecken, spanisches Rohr, Säbel, Laderbuschen), Schmuck dieser Abzeichen; 10c. laden gehn, wann? wie viele Personen gehn laden? ist der Bräutigam dabei? der Ortsmetzger? warum? der Mesner? Musikanten? 10d. Namen der Begleiter des Laders (Kranzelherr, Hundwehrer, Hennenklemmer u. a.); 10e. haben sie Abzeichen? welche? 10f. sollen die Begleiter des Laders in einem Verwandtschaftsverhältnis zu den Hochzeitern stehn? 10g. wann besorgt der Bräutigam allein das Laden? (bei Armut?), Wendungen; 11. Ladespruch, Ladereim; 11a. Laderbüchlein; 11b. geschieht die Ladung sofort beim Eintritt des Laders in die Stube? oder später? wird beim Laden bestimmte Reihenfolge eingehalten (Ausdrücke dafür); Laden der Braut; ihr Benehmen; Gebaren des Laders bei Beginn und im Verlauf seines Geschäftes; schreibt der Lader den Ladetermin, den Betrag für die Teilnahme am Hochzeitsmahl auf? wohin? (Innenseite der Zimmertüre ?), zeichnet der Lader dabei etwas? womit? 11c. Scherze beim Laden, Verstecken der Geladenen (auch im Krautfaß?); 11d. werden Lader und Begleiter bewirtet? womit? hat die Bewirtung einen allgemeinen Namen? 11e. Geschenke der Braut für den Lader (Bezeichnungen); wann gegeben? 12. zusammenhängende Darstellung der in Abschnitt B einzeln berührten Vorgänge erwünscht, doch wolle der Sammler auch dann, wenn er eine solche gibt, nicht versäumen, jedenfalls die betreffenden volkstümlichen Ausdrücke zu den einzelnen Nummern des Abschnittes B anzugeben. - 13. (Besonderheiten:) Einheiraten von Fremden in ein Dorf; wie ist man ihnen gesinnt? Redensarten; 13a. normales Heiratsalter, bei Männern, bei Frauen; 13b. Altersheiraten; Heiraten mit (zu) großem Altersunterschied, Benennungen, Redensarten, Vergleiche, volkstümliches Urteil über sie. - 14. Heirat, heiraten in allgemeiner Bedeutung; in besonderer, wie ,sich verloben’, ,beiliegen’; 14a. scherzhafte Ausdrücke für heiraten, z. B. heiraspeln, heureiten u. a.; 14b. Redensarten, wie ‚wir sind nicht miteinander verheiratet’ u. a.; juristisch: ,auf die Jahre heiraten’; 14c. zum zweiten, dritten Mal heiraten, Urteile darüber.

8 / C

 1. Polterabend, Pumperabend, Rumorabend, Gunkelnacht, Vorhochzeit, Grunacht, ,Hofrecht halten’, Bräuche dabei (,Nachttanz’ usw.); 1a. sonstige Bräuche am Polterabend, Büscherlbinden, ,Absingen’, Peitschenknallen, Schießen, ,die gute Zeit ausschnellen’; 2. Hochzeit, in allgem. Bedeutung; was bedeutet ‚geweiste’, ,geschenkte’, ‚grüne’ Hochzeit? 3. Braut, Hochzeiterin, jungfräuliche Braut (,Kranzelbraut’?); 3a. Bräutigam, Hochzeiter, wie werden Braut und Bräutigam angeredet? 3b. Brautleute, -personen, Brautvolk (Bräutvolk), welche Personen sind darunter verstanden? 3c. Ehemensch; hat eine Witwe, ein Witwer, die wieder heiraten, besonderen Namen? wie nennt man eine, die ihre Heiratslust stark zur Schau trägt? 4. Brautmutter - die leibliche Mutter der Braut? Altfrau, Ehrenmutter, Altmutter - im Gegensatz zu ‚Brautmutter’? was hat sie zu tun? (Benennungen!); 4a. Brautvater, Ehrenvater, Altvater; sind für den Vater, die Mutter des Bräutigams besondere Ausdrücke vorhanden? 5. Braut-, Trauzeuge, Beistand, Gerhab; hält (macht) der Braut eine Lehre; 6. Brautführer, Zubräutigam, Brautjunker, Fähnrich, Kränzelbub, Zaumer, Junggeselle, Brautweiser, Fotzmännlein; gibt es mehrere Brautführer? haben sie besondere Namen (z. B. Junker, Fähnrich, erster, zweiter Kränzelbub)? stehen sie in irgendwelchem Verwandtschaftsverhältnis zum Brautpaar? 6a. Obliegenheiten des Brautführers (Gesamtbenennung, Einzelbezeichnungen, Haupt- wie Zeitwörter!); 6b. seine Kleidung, Ausrüstung, ist ein Gesamtausdruck dafür vorhanden? 6c. führt er ein Schwert? blank gezogen? besondere Benennung des Schwertes? des ganzen Vorgangs (,Brautschutz’ u. ä.)? 7. Brautjungfer, Kränzel-, Körbeljungfer, Zubraut, Brautmoidl, Kränzeldirn, -mensch, Prangerin, Muhme; wie viele Brautjungfern sind (oder waren) ortsüblich? 7a. Obliegenheiten, 7b. Kleidung, Schmuck der Brautjungfer; 8. Hochzeitweib, Brauthüterin; 9. Hochzeitsgäste; 9a. haben gewisse weibliche Verwandte, die an der Hochzeit teilnehmen, besondere Namen, z. B. Schlodermutter? was bezeichnet das Wort ‚schlodern’?

8 / D

 1. Hochzeitstag, Ehrentag; 1a. Hochzeitwoche; 1b. Hochzeitmorgen; 1c. Hochzeithaus, wo wird die Hochzeit gefeiert? wie lange dauert sie? wer bezahlt sie? (Ausdrücke! Haupt- und Zeitwörter! z. B. 10 Kronen [Mark] ‚weisen’); 2. Aufwecken der Braut durch Schüsse (Brautwecken?); 3. Läuten am Hochzeitsmorgen; Aberglaube; 4. Braut-, Hochzeitsbad; 5. Früh-, Morgensuppe, Neunebrot, Frühtrunk, ,hochzeitlicher Ein- und Ausgang’, Kränzelmahl, woraus bestehend? wo, in wessen Beisein eingenommen? von der Braut mit ihren, vom Bräutigam mit seinen Gästen getrennt eingenommen? wann ausgemacht? von wem bezahlt? Unfug dabei und behördliche Verbote; 5a. Begrüßung der Geladenen, wer begrüßt? Ausdrücke für den Vorgang als Ganzes, für seine Einzelheiten; 5b. wer bedient bei der Morgensuppe? Benennung des oder der Bedienenden; 5c. wer schneidet den Laib Brot an? besonderer Ausdruck für diese Handlung? 5d. ‚nach dem Ehrenzeichen langen’, was versteht man darunter? 5e. Suppendank, wie geht er vor sich? 5f. sonstige Bräuche beim Abschluß des Frühsuppenmahls, Redensarten (‚über des Vaters Mist blasen’ u. a.); 6. Hochzeits-, Ehrengewand (allgemeiner Ausdruck), von wem bestritten? 6a. seine Bestandteile: Braut-, Hochzeits-, Schärkenhemd - woraus bestehend? auch als Sterbehemd verwendet? von wem bestritten? 6b. Brautschuhe, werden besondere Arten bevorzugt? 6c. Brautkranz, woraus bestehend? wozu später verwendet? 6d. sonstige Stücke, wie Brautstrumpf (besondere Arten bevorzugt?), Brautschleier (Farbe u. a.), -taschentuch, rotes Band, Tuch um den Hals usw. (für jedes Wort besonderen Zettel!); 6e. Hochzeittüchlein, wird es verteilt? von wem? für wen? 6f. unterscheidet sich die Tracht einer Braut, die in ledigem Stand ein Kind gehabt hat oder die Witwe ist? kein Kranz? oder kein Grün im Kranze? keine weißen Strümpfe?

9. Fragebogen: Hochzeit (3)

9 / D

 7. Braut begehren, Brautbegehrung , Brautabholen; 7a. Sprüche dabei, von wem gesprochen? haben sie besondere Namen? Schauspruch; 7b. Schaugeld; 7c. Vorbraut, wilde Braut, ihr Aussehen, womit wird sie abgefertigt? ist es ein altes Weib? ein kleines Mädchen? Reden und Streitgespräche; 7d. Brautzustellung, die Braut zustellen (Überführung der Braut vom Elternhause zum Bräutigam); 8. Abschiedsworte der Eltern, sind sie formelhaft? elterlicher Segen; 8a. Abschiedsworte des Bräutigams (der Brautleute), um Verzeihung bitten, abbitten, Abbittspruch; 8b. Dankworte an die Eltern und Verwandten gerichtet, Morgendank, vom Lader oder Brautführer gesprochen? 8c. sonstige Reden beim Abschied; 9. kurze zusammenhängende Beschreibung der unter 7 und 8 berührten Vorgänge ist erwünscht; doch wolle der Sammler, der sie gibt, deswegen keinesfalls unterlassen, bei den einzelnen Nummern die mundartlichen Ausdrücke anzugeben; 10. Hochzeitssträußchen, was für Blumen? was geschieht später damit? 10a. wie nennt man das Aufstecken (Aufbuschen?)? wer steckt auf? 10b. wie heißt der Strauß, den der Brautführer trägt? von wem bestritten? 10c. Zitrone, warum mitgeführt? von wem beschafft? was geschieht später damit? besonderer Ausdruck dafür? (Zusammensetzungen?); 11. Kirchfahrt, Hochzeitszug vor der Trauung, Beschreibung (Reihenfolge, Ordner, Begleiter usw.); Wendungen, die sich auf die Aufstellung und Auflösung des Zuges beziehen; 11a. zwei Hochzeitszüge, wenn die Frühsuppe getrennt eingenommen wurde? wo und wie treffen sie sich? 11b. Hochzeitswagen, wie sieht er aus (Abbildung erwünscht), woher soll er sein? 11c. Beschaffenheit seiner Pferde (sollen sie gleich sein?), ihre Fütterung durch die Braut vor der Abfahrt, Gang um den Wagen, Zerschlagen eines Tellers (man führe die mundartlichen Bezeichnungen für das Ganze und die Einzelheiten an - ein Wort auf einen Zettel!); 11d. werden einer Braut unter Umständen (welchen?) vor der Kirchentüre Strohkränze geworfen?·12. Trauung, trauen, festnen, Kopulation, kopulieren, Zusammengabe, zusammengeben, -knüpfen, Einsegnung, einsegnen; 12a. Redensarten wie unters Buch gehn, binden mit Buch und Band; Knopf machen; Ja sagen; Bräuche, die mit diesen Wendungen zusammenhängen; wird das Ja-sagen (ob es laut oder leise war) besprochen? 12b. Rede des Geistlichen; 12c. Brautkrone, die der Geistliche der Braut aufsetzt, woraus bestehend? Kränzelkraut, verschieden vom Brautkranz? 12d. Trau-, Ehering; 12e. Trauzeugen; 13. Aufstellung während der Trauungszeremonie, Bräuche, Redensarten (,auf den Fuß treten’ u. a.); 13a. Vorzeichen für gute und böse Ehe: z. B. aus dem Brennen der Lichter, Bräutigam soll auf dem Kleide der Braut knien, Braut soll beim Opfern nicht ‚fürkommen’; Rechtsstehen, Lachen, Weinen der Braut, was deutet es an? Benennungen dafür? 14. Opfergang nach der Trauung; 15. Hochzeitsmesse , -amt ; 15a. Hochzeitspredigt; 15b. Orgelspiel beim Einzug in die Kirche, ,einorgeln’; 16. Johanneswein (-trinken), Art des Weines, Beschreibung der Zeremonie, Ausdrücke; 17. Hochzeitskirchenlieder, Brautlieder (während Trauung oder Messe gesungen); 18. Ausdrücke für die Tätigkeit der Musikanten beim Eintritt in die Kirche, beim Austritt (sie hinein-, hinausblasen, die Hochzeit in die Kirche spielen, Hochzeits-, Trauungstusch); 19. Wachsstöckel der Braut, Benennung; was geschieht damit in der Kirche und später? 20. Gang auf den Friedhof ans Grab der Eltern, ersten Ehegatten, Verwandten, wann vorgenommen? Benennung, Redensarten; 21. Sakristeidank, Dank an den Geistlichen, von wem gesprochen? Geschenk für den Geistlichen, worin bestehend? wie genannt? (Hochzeitstorte? Hochzeitsnestel?), wann, von wem gereicht? (jedes Wort auf besonderen Zettel!); 22. stille Hochzeit, stille Trauung; ist sie ortsüblich? 23. Ziviltrauung; Ansichten darüber; 24. Einspruch, Einrede gegen die Vornahme der Trauung; Benennung; Vorgänge (Hut, Pantoffel werfen); 25. Hochzeitszug nach der Trauung, seine Ordnung; 25a. Jauchzen während des Zuges, Ausdrücke, Hochzeitsjauchzer, (wann sind sie verpönt?); 25b. Hochzeitsschießen, Knopfschuß; wann? 25c. Bräuche während des Zuges, Auswerfen von Geldstücken, Gebäcken; Ausdrücke (wie Beugelwerfen u. a.), Redensarten; wer wirft aus? 26. Aufhalten des Hochzeitszuges; Ausdrücke: verziehen, vermachen, fürziehen, fürkramen, auffangen, Klausen, Zaun machen, Klausenspiel; Band schneiden (woraus ist das Band? womit wird es zerschnitten? Beschreibung des Brauches); 26a. wer hält den Zug auf? Benennung dieser Personen (Klausenmacher, Rapp. usw.), wie sehen sie aus? 26b. Sprüche, Reden dieser Personen (Klausensprüche, -reime u. ä.); 26c. wie nennt man das Lösegeld, die Münzen, Gaben? (Mautgeld, Trinkgeld, Hochzeitsküchel usw.); 27. Nachahmung der Hochzeitsszene, wenn die Braut vom Bräutigam vor der Hochzeit verlassen wird, sogenannte wilde Hochzeit, Beschreibung, Ausdrücke; sonstige ‚Scherzhochzeiten’; 28. Braut stehlen, rauben; wann geübt? erst nach dem Mahle? Beschreibung des Brauches; 28a. Name der Entführer? (Brautschelm?), und ihrer Helfer? (Aufgestellte?); 28b. wie nennt man die Zeche, die die Brautschelme machen? wer bezahlt sie? 28c. Brautstehlsprüche, -reime.

9 / E

 1. Hochzeitmahl, -schmaus, -tafel , in Wirts- oder Privathaus? 2. Wirtshaus, wo das Mahl stattfindet, Benennung des Wirtes (Hochzeitsvater, Ehetreiber?); 2a. Ankunft vor dem Wirtshaus (Privathaus), Benehmen des Wirtes (Gastgebers), Bräuche, Redensarten; 3. wie nennt man Mahlzeiten, die nicht im Gasthaus stattfinden? (Haushochzeiten?), Wendungen; 4. Sitzordnung, Sitzanweisen (ansitzen?); 4a. wie heißt der Tisch, an dem die Brautleute, 4b. der, an dem die übrigen Hochzeitsgäste sitzen? 5. geladene Gäste, Benennung, Zahl, Verteilung auf die Tische; 5a. ungeladene Gäste, Zuschauer, Draufgeher, Prauser, wann erscheinen sie? zahlen sie? als ungeladener Gast mitessen (prausen u. a.); 5 b. von Geladenen eingeführte Gäste, Benennung (Aftergäste, Kunden, Kundinnen), ihr Benehmen; 6. Gerichte, ihre Abfolge, wie heißen die einzelnen Gänge (erste, zweite Richt, Marende u. a.)? wie die für den Brauttisch (Ehrtisch, Brauttafel) bestimmten (Brautschüssel, bessere Richt u. a.), Gesamtname der Gerichte (der Speisezettel: Kuchelbrief); 6a. womit sind die Teller usw. geschmückt? 7. Schaugebäcke, -torten, der Aff, Hornaff usw., was geschieht damit? (für jede Benennung eigenen Zettel!); 8. Pausen zwischen den ,Richten', wie genannt? wie lange dauernd? womit ausgefüllt? 9. vorschneiden, Bräuche dabei (z. B. ,hinauszeigen’ u. a.); 9a. Benennung des Vorschneiders (Jungferndiener u. a.); 10. Bräuche beim Essen (Krautschießen, -salzen, übers Kraut schießen, wann? wie?); 10a. Brot-, Käseschneiden; 10b. Brei kosten, Breilöffel kaufen, Lösegeld dabei (Trink-, Kostgeld), Austeilen von Breiportionen an Arme; 11. die Hochzeitköchin , ihre Rolle bei den Späßen; Redensarten (die angebrannte Köchin, die K. mit dem angebrannten Hemd u. a.); 11a. Brandgeld , wofür? wann? von wem? an wen entrichtet? wie eingesammelt? 11b. Benehmen der Küchenmägde beim Mahl, was erhalten sie? (Benennungen: Aufleggeld usw.).

10. Fragebogen: Hochzeit (4)

10 / E

 12. Hochzeitsgeschenk, Braut-, Wiegenbandgeschenk, allgemeine Bezeichnungen (Schenkung, schenken, Geschenk geben, weisen, Eherat reichen, Ehrung, ehren, ‚aufs Teller, Tüchel legen’ usw.), besondere; wann, wie findet die Schenkung statt? 12a. Aufforderung zum Schenken, Benennung, Wendungen, Formeln, Sprüche; 12b. Zeremonien bei der Schenkung; unter wessen Leitung werden die Geschenke gereicht? wird der Schenkende ,ausgesungen’? Neckereien während der Schenkung; 13. Zehrgeld, Kuchelsteuer, Mahlgeld, übers Mahl zahlen; wann, wo, von wem ist das Zehrgeld zu entrichten? 13a. Zahlhochzeit (Bedeutung!), wie nennt man das Gegenteil? 14.Dauk für das Mittagessen: Nachmittagdank; 15. Dank der Brautleute an die Angehörigen: Hochzeit-, Brautdank, wann, von wem geleistet? 15a. abdanken, Abdankspruch, sonstige Ausdrücke für Schluß des Mahles; 16. sonstige Reden während des Essens, Gesundheit ausbringen (wer tut es?), beim Essen ,trösten’, Scherzpredigten; 16a. Lieder während des Essens (des Tanzens), Hochzeitsgstanzeln, Tischlieder, Segenlieder; 17. Hochzeitsmusikanten, Spielleute; 17a. Tisch, an dem sie sitzen (Name!); wer sitzt mit an ihrem Tische? 17b. Spielmannsgeschichten, -lügen, Geigermärlein; 17c. Geld, das sie erhalten, einsammeln (Macherlohn, Flickgeld usw.), Wendungen wie ,Feuergeld einsammeln’ u. a.; 17d. über den Tisch blasen, was geschieht da? 18. Hochzeitstanz, allgemeine Bezeichnung; 19. Braut auffordern, Braut fördern, Ehrentanz; wie geht er vor sich? hinkt die Braut beim Tanz? warum? ist eigene Bezeichnung dafür üblich? (Redensarten); 19a. Brautsprung (d. i. Sprung, den die Braut mit dem Brautführer über den Tisch macht), wann erfolgt er? was wird der Braut dabei nachgegossen? (,Jungfernwasser’?); 20. Krauttanz, wer tanzt ihn? wie, wann geht er vor sich? Redensarten (wie ,mit der Braut ums Kraut tanzen’); 20a. beim Krauttanz sitzen bleiben, Redensarten (wie ‚den Hund heimbringen’); 20b. beim Krauttanz sitzen gebliebenes Mädchen (Krauthüterin usw.); 21. Stockwein (auftragen, wann?); 21a. Stocktanz, wie geht er vor sich? wer tanzt ihn? 22. Kränzelabnahme; 22a. Kränzeltanz, von wem, wie getanzt? Kränzelabtanzen, weiheln; 22b. werden besondere Lieder dabei gesungen? Name; 23. sonstige bei Hochzeiten übliche Tänze (z. B. Fletz-, Hennen-, Hunger-, Kunkel-, Küchen-, Polstertanz, Schlußtanz der Braut); wann, wie, von wem werden diese Tänze getanzt? Redensarten (wie ‚den Ehstand ein- und austanzen’); 23a. Ausgießen des Zwagwassers; Beschreibung des Brauches; 23b. besondere Benennungen der Tänzer (z. B. Jungfernknechte, für die, die mit den Brautjungfern zu tanzen haben); 24. Spaßmacher, Kasperl; 24a. maskierte Personen (,Maskerer’), die zur Unterhaltung beitragen, ihr Aussehen; Meisenschützen; 25. Scherze während des Mahles, wie Wiegenholz führen, Puppen verteilen und ähnliche auf den Kindersegen anspielende Gebräuche, Redensarten, Wendungen; Fürtuch anbinden; 26. Hochzeitsbaum, wie, wo aufgestellt? 27. Hochzeitesel, Beschreibung des Brauches; 28. ,auf die Gasse (übers Gassel) gehn’ (für den Gang in ein anderes Wirtshaus), Beschreibung; 29. Reste des Mahles oder besondere Schlußgerichte, die von den Gästen mit heimgetragen werden, Bescheidessen, die Mit; Hochzeitspackel , -bünkel, woraus bestehend? 30. Abenddank, von wem gesprochen? 31. heimblasen, heimgeigen, Bräuche dabei, ,die Braut hinaustanzen’, ,absingen’; Trutzlieder auf Musikanten, wie benannt? 32. wann geht das Brautpaar nach Hause? Redensarten, besonders bei frühzeitigem Weggehen; 32a. Belustigung nach Abgang des Brautpaares; 33. wie lange währt die Hochzeit? auch mehrere Tage? wie heißen diese? (z. B. Rockentag); 34. wie heißen die an diesen Tagen eingenommenen Mahlzeiten? 35. kurze zusammenhängende Darstellung des ortsüblichen Vorganges und Brauches beim Hochzeitsmahl erwünscht.

10 / F

 1. Ankunft der Neuvermählten in ihrem Heime, Bräuche, Redensarten (Kindsmus kochen, ,einfachen’); 1a. Reime beim Empfang (besonders benannt?), worauf beziehen sie sich? (Kinder-, Viehsegen?); 1b. Katzenmusik; 1 c. Gang der jungen Frau um den Mist, den Herd, in den Stall (Reihenfolge, Ausdrücke!), Sprüche dabei; 1d. Essen nach der Heimkunft, Bezeichnung; 2. Brautnacht (halten, feiern), brauten; Bräuche, Redensarten; 2a. Schabernack in der Brautnacht (Bett zunähen, verunzieren, zerstücken u. a.); 3. Brautkammer , Ehestube; 3a. Brautbett, Benennungen ernster und scherzhafter Art; was liegt am Hochzeitsvorabend darauf? (Rosmarin? Brautkranz?); 4. Aufschub des Beilagers, Heimkehr der Braut ins E1ternhaus, verbringt die erste oder die ersten drei Nächte getrennt vom Ehemann, wie heißen diese Nächte? sonstige darauf sich beziehende Ausdrücke, Redensarten, daran geknüpfter Aberglaube; 5. Tag nach der Hochzeit, Nach-, Junghochzeit, der goldene Tag; 5a. Mahl (Frühstück) am nächsten Tag (Abraitmahl, Goldenertag-Schmaus u. a.), wo, wann eingenommen? Teilnehmer; 5b. Rückkehr der Brautleute ins Wirtshaus, um die Überreste vom Vortag aufzuessen, Name des Vorgangs, dieser Überreste; 5c. Abrechnung des Hochzeitspaares mit dem Wirt, Ausdrücke dafür (Abrait, zur Abrait gehn u. a.); 5d. Gottesdienst am Tag nach der Hochzeit, Goldenetag-Messe, für wen gehalten? 5e. sonstige Bräuche an diesem Tag, Beschreibung, Ausdrücke (Hahnenschlag [-en], die gute Zeit ausschnellen u. a.); 6. Sonntag nach der Hochzeit, Benennung, Bräuche; 6a. wie heißt die Mahlzeit (die Suppe), die dem Hochzeitspaar an diesem Tag gegeben wird? (Glöcksuppe, Gralles u. a.); 7. der achte Tag nach der Hochzeit, Bezeichnung; ist der Zeitraum bis dahin eigens benannt? 7a. wird ein Mahl an dem Tage gehalten? wo? woraus bestehend? Bezeichnung (,Eier und Schmalz’, ,ein Eier und Schmalz halten’?); 8. Flitter-, Käswochen, ihre Dauer, Redensarten; 9. Hochzeitsreise; 10. Hochzeitswallfahrt, Benennung, wann, wohin unternommen? geht das junge Weib allein? Volksglaube; 10a. wie heißt das Bett, in dem die wallfahrende Frau schläft? (Kirchtagbett?); 10b. Rückkehr von der Wallfahrt, besonderer Empfang? Essen? Ausdrücke! 11. ‚faules Weib singen’, wann? wie? 12. Abendtanz und Katzenmusik, wann, wie aufgeführt? 13. sonstige Hochzeitsbräuche (Beschreibung, Ausdrücke). Man schreibe jeden selbständigen Ausdruck auf eigenen Zettel!

11. Fragebogen: Hochzeit (5)

11 / G

 l. Mittel, die der Heirat (Ehe) nützlich oder abträglich sind: Heiratsgeist, Liebestränke (woraus bereitet?), ‚die Heirat abtreten’ usw.; 2. Vorzeichen (abgesehen von den D 13a. erwähnten): wird Zufälligkeiten wie Springen der Haftel, sich Lösen der Haare, Zuspätkommen der Gäste, Zerbrechen des Geschirres, dem Wetter u. dgl. Bedeutung beigelegt? spielen Tiere (Schweine, Schafe, Tauben) dabei eine Rolle? 3. Krautsalzen der Braut, wie? wann? 4. welche Jahreszeit, welche Tage gelten als empfehlenswert zum Heiraten? finden Heiraten auch zur geschlossenen Zeit statt? wie heißen sie? 5. Verhalten der Verwandten des Ehepaares nach der Hochzeit, Besuche, Geschenke (nach 1/2, 3/4 Jahr usw.), wie bezeichnet? 6. Hochzeitjubelfeier: silberne, goldene, diamantene Hochzeit; 6a. Ausdrücke, die sich darauf beziehen (z. B. Jubelbraut u. a.); 6b. kurze Beschreibung solcher Feiern.

11 / H

 1. Zusammensetzungen (soweit nicht schon erwähnt) mit ,Heirat' an zweiter Stelle, z. B. Geldheirat (Wendungen, die sich darauf beziehen) usw., 1a. an erster Stelle, z. B. Heiratsbrief (Bedeutung!), heiratsüchtig usw. (für jedes Wort besonderen Zettel!); 2. Zusammensetzungen mit ‚heiraten’: ein-, aus-, an-, aushin (aussi)-, ausher (aussa)-, einhin (eini)-, zuhin (zuhi, zuwi)-, umhin (umi)-, zusammen-, herum-, umeinanderheiraten (Angabe der Bedeutungen!), er-, verheiraten; 3. Zusammensetzungen (soweit nicht schon erwähnt) mit ,Hochzeit’ an zweiter Stelle, z. B. Bauern-, Herren-, Diebs-, Störzlerhochzeit; Bedeutungen, Wendungen (Beiwörter), die mit diesen Ausdrücken zusammenhängen, z. B. geschenkte Bauernhochzeit; 3a. an erster Stelle, z. B. Hochzeitsknödel u. a.; 4. Zusammensetzungen mit ,trauen’ (soweit noch nicht erwähnt), z. B. Trauschein; 5. Zusammensetzungen und Fügungen mit ,Braut’ (soweit noch nicht erwähnt) an zweiter, 5a. an erster Stelle (z. B. Himmelsbraut, Brautsegen).

11 / I

 1. Ehe, Bedeutung des Wortes, Wendungen, Redensarten (auch scherzhafte); 1a. sind der Schriftsprache angenäherte zweisilbige Aussprachen des Wortes weiter verbreitet? wie lauten sie? (mit geschärftem h? wie betont?); 1b. Ehestand (Wendungen wie der heilige E., Redensarten wie Ehstand - Wehstand u. ä.); 1c. Ehebund, Ehejoch; 1d. sind Ehen Blutsverwandter unauffällig? häufig? wie nennt man sie? 1e. Ehedispens; 1f. Eheerlaubnis, -konsens; 2. ehelich, unehelich (sind diese Wörter volkstümlich? wie werden sie umschrieben?); 3. Ehegatten, Eheleute, Ehepaar, Ehemensch, Ehevolk; 3a. wie sollen die Gatten beschaffen sein? (z. B. zusammenstehn, schön zusammenstehn); wie urteilt das Volk über ungleiche Paare (Unterschiede der Größe, des Alters usw.)? [Man setze die Eigenschaftswörter, Redensarten, Wendungen im Zettel voran und lasse die sachlichen Erläuterungen folgen]; 4. Ehemann, gewöhnlich Mann schlechthin, der Bauer, der Herr (auch von der Ehefrau gesagt?), der Schaffer, Er (in der Anwendung beschränkt?), der Herr Papa (auch für den bäuerlichn Ehemann?), der Vater u. a. (für jedes Wort besonderen Zettell); 4a. scherzhafte Bezeichnungen des Begriffes, wie Ehekrüppel u. a.; 4b. scheltende; 5. Eheweib, Weib schlechthin, Ehefrau, die Sei (= Sie), Sie (Anwendung!), die Frau, Bäuerin, die Frau Mama (auch für die bäuerliche Ehefrau?), die Mutter u. a.; 5a. scherzhafte Bezeichnungen wie bessere Hälfte, Hauskreuz, Alte, Schürhakel u. a.; 5b. scheltende (wie Zange, Beißzange u. a.); 6. wird schon vor der Ehe ‚probiert’? (Redensarten wie die Katze wird nicht im Sack gekauft); 6a. ist der Brauch der Probenächte noch vorhanden? Bezeichnung; 7. Ehesegen, -frieden, -glück; 8. Ehezwist (sind volkstümliche Lieder bekannt, die von Ehezwist berichten? deren Aufzeichnung auf besonderem Blatt erwünscht); 8a. Eheteufel; 8b. Ehekreuz (Bedeutung?); 9. Vorherrschaft der Frau in der Ehe, Ausdrücke, Redensarten (wie sie hat die Hosen an, führt das Regiment u. a.); 9a. Pantoffelheld, Simandl, Redensarten (wie er steht unter dem Pantoffel, da bringt er die Kinder u. a.); 10. Ehebruch, Ehe brechen, Wendungen; 10a. Ehebrecher(-in); 10b. ehebrecherisches Paar (Ehebrecherbande u. ä.); 10c. den Ehemann (das Eheweib) hintergehn, einem die Hörner aufsetzen, nebenausgehn, es mit anderen haben, mit jemand ,Quinten’ haben u. a.; 10d. Ehebruch erleiden, hintergangen werden, Hörner aufgesetzt kriegen u. ä.; 10e. der (die) betrogene Gatte (Gattin); Ehemann, der gegenüber der Untreue seiner Frau gleichgiltig ist (Benennung!), Redensarten; 10f. beurteilt das Volk den Ehebruch seitens des Mannes milder als den seitens des Weibes? 10g. Bräuche, wenn ein Ehebruch entdeckt wird, Ausdrücke, Wendungen (z. B. einem [einer] habern , Haberfeld treiben - Mitteilung von Rügeformeln und -gstanzeln erwünscht, wenn möglich auch im Original erbeten [sogenannte Haberzettel]; einen Ehebrecher schildern [= habern]; das Mauermachen - Verunreinigung der Hauswand, besonders des Teiles, hinter dem das Lager des Ehebrechenden ist; jemand auf den Kamin hinaufschreiben; einem [einer] den Mistwagen aufs Dach stellen, Sägespäne streuen - wie heißt der Streuende? u. a.); 11. Ehescheidung; 11a. sich scheiden lassen, Wendungen! 10b. Trennung der Ehe; 11c. sich trennen (lassen); 11d. vermögensrechtliche Folgen; 11e. wie denkt man in Land und Stadt (je nach Alter und Ständen) über die Ehescheidung und Ehetrennung? 11f. eheliche Gütergemeinschaft, Gütertrennung, Benennungen, Redensarten; wie denkt man über die Gütertrennung? 11g. Ehe ohne Vertrag, Benennungen (gereute, unverdingte Ehe usw.); 11h. Aufhebung, Ungiltigkeitserklärung der Ehe; 12. kommt Zivilehe (ohne kirchliche Trauung) vor? Benennung, Beurteilung, Redensarten! 13. sind Ehen unter Gatten verschiedenen Bekenntnisses unauffällig? wie nennt man solche Ehen? 14. wilde Ehe (was versteht man darunter?), Konkubinat (scherzhafte volkstümliche Entstellungen wie ,Konkabinett’ u. a.), konkubinateln u. a. (für jedes Wort besonderen Zettel!); wie denkt das Volk darüber? Redensarten! ist diese Lebensform stärker verbreitet? 15. unverheiratet, ehelos, ledig (für jedes Wort besonderen Zettel!), etwaige Bedeutungsunterschiede; 15a. lediger Mann, Junggeselle (Wendungen, wie alter Jungg., brummig, eigen, eigensinnig wie ein a. J.; sonstige Eigenschaften, dem Ledigen, namentlich dem ledig Bleibenden beigelegt), Jungherr (wie weit noch in der Bedeutung ,lediger Mann’ verwendet?); 15b. lediges Weib, alte Jungfer (Wendungen, Redensarten wie so fad, so ,sierig’ sein wie eine alte J., sonstige Eigenschaften, ihr beigelegt, scherzhafte, satirische Benennungen [wie Hunds-, Katzenmutter, alter Schlitten u. ä.], jedes Wort auf eigenen Zettel!); 15c. Fräulein, wie weit heute volkstümlich verwendet? (volksmäßige Abkürzung des Wortes beim Schreiben); 15d. lediger Stand, ledig sein; Wendungen, Sprüche, Volksmeinung; 16. Witwe, Witfrau, -weib, Wittib , Wittin; sonstige (übertragene) Bedeutung des Wortes; 16a. welche Formel des Eigennamens verwendet ein Witwer, eine Witwe im Schriftgebrauch (bei Unterschrift, auf Geschäftsschildern u. dgl.), d. h. wird der verwitwete Stand zum Ausdruck gebracht, und wie? öfter von der Frau als von dem Manne? (z. B. Witwe M. Huber, M. Witwe Huber, M. Huber, Witwe des J. Huber selig); 16b. volksmäßige Abkürzung des Wortes Witwe beim Schreiben (Ww., Wwe u. ä.); 16c. Stroh-, Graswitwe und andere Zusammensetzungen mit ‚Witwe’ an zweiter Stelle (jedes Wort auf eigenen Zettel!); 17. Witwer, Witmann, Witling; sonstige Bedeutung des Wortes; 17a. Strohwitwer und andere Zusammensetzungen mit ,Witwer’ an zweiter Stelle; 18. wie heißen Witwer und Witwe zusammen? (Witleute?); 19. verwitwet, verwittibt, wittig; 20. Witwenstand, -stuhl und andere Zusammensetzungen mit ‚Witwe(n)’ an erster Stelle; 2l. Schwänke, Volkswitze, in denen ,Witwe’ und ,Witwer’ eine Rolle spielen; 22. zweite usw. Ehe, Urteile hierüber (falls andere Ausdrücke, Wendungen hier anzuführen wären als zu B 14c); 23. kinderreiche Ehe und Eheleute, Ausdrücke, Wendungen; 24. kinderarme, kinderlose Ehe und Eheleute, Ausdrücke, Wendungen, Urteile hierüber; 25. voreheliche Kinder (d. h. von anderem Vater, beziehungsweise anderer Mutter) neben ehelichen, wie benannt? 25a. uneheliche (von derselben Mutter) neben ehelichen, wie benannt? 25b. außereheliche (d. h. während der Ehe von anderer Mutter geborene) neben ehelichen, wie benannt? (kurze Angaben über die volksübliche vermögensrechtliche Behandlung der in 25. 25ab gemeinten Kinder erwünscht); 26. Zusammensetzungen (soweit nicht schon angeführt) mit ,Ehe’ an zweiter Stelle, z. B. ,Josefsehe’, 26a. an erster Stelle (z. B. Ehegaumer, Eheverschreibung u. a.); Angabe der Bedeutungen!

12. Fragebogen: Nase, Ohr

12 / A

 1. Nase, scherzhafte Bezeichnungen (z. B. Löschhorn u. ä.); 1a. Redensarten (eine Nase geben, kriegen, Nase hoch tragen u. a.); 1b. übertragene Verwendung (zur Bezeichnung von anderen Körperteilen, von Beschaffenheiten des Menschen [z. B. hochnasig], in der Handwerkssprache , zur Benennung von Naturformen an Bergen, Felsen); 1c. künstliche Nase, woraus gemacht? wann getragen? 2. große Nase, (man nenne hier wie im Folgenden auch die zugehörigen Eigenschaftswörter wie großnasig usw.); 3. lange, 4. dicke (,Schafsnase’), 5. breite, 6. kleine; 7. kurze, 8. schmale, dünne, scharfe, 9. stumpfe, 10. spitze, ,neugierige’, (Volksaberglaube!), 11. knollige (,Erdapfelnase’), 12. gekrümmte, buckelige, Adler-, Haken-, Judennase; 13. gerade, 13a. gerade, glatt mit der Stirne laufende Nase; (welche Nase gilt als die schönste?); 14. platte Nase mit aufwärts gerichteten Nasenlöchern (,Fischnase’ u. ä.); 15. aufgebogene, Stulpnase, -näschen; 16. eingebogene, eingequetschte; 17. blaue, rote, (Wein-, Schnapsnase), erfrorene, (Redensarten); 18. von Pusteln, Mitessern, Hautwucherungen entstellte, Nasenschwulst; 19. Schnupfernase , wie sieht die aus? Redensarten; 20. Güte der Nase (z. B. der hat eine Hundsnase, eine feine Nase u. ä.), Redensarten; 21. Nasenlöcher; 21a. dichtbehaarte Nasenlöcher; 21b. Nasenlöcher mit Schnupftabaksresten (Benennung, Redensarten); 21c. Nasenhöhlen; 22. Nasenflügel (ihre Bewegungen, z. B. zittern, sich blähen); 23. Nasenbein; 24. Nasenknorpel (-kruspel); 25. Nasenspitze, Redensarten (z. B. am Nasenspitzel absehn); 26. Rinnen, Furchen zu beiden Seiten der Nase (,Zacherrinnen’); 27. Ausfluß aus der Nase, Rotz; 27a. Zusammensetzungen mit Rotz (z. B. Rotzbube u. ä.); 28. eingetrockneter Nasenschleim, Krusten; 29. rotzig, rotzig sein, Redensarten; 30. sich schneuzen, die Nase putzen, Redensarten; 31. Schneuz-, Schnupf-, Taschen-, Nasentuch; 32. in der Nase bohren; 33. triefende Nase (sind übertragene Bedeutungen vorhanden?), Redensarten; 33a. Nasentröpfchen; 34. volle, verstopfte Nase; 35. Aufschnupfen (,Rotz ziehen’); 35a. schweres Atmen bei voller, verstopfter Nase, wie genannt? 36. ausgetrocknete, heiße, 37. kalte Nase, Redensarten; 38. Nasenbluten; wird das Wort auch in übertragener Bedeutung verwendet? 38a. Mittel gegen Nasenbluten; 39. Katarrh (Strauchen, Schnupfen); 40. niesen; was sagt man dabei? Redensarten; 41. Nasenkrankheiten (-geschwüre, -krebs u. a.); 42. Gebärden, die sich auf die Nase beziehen, Narrenspanne (einfache, doppelte), Narrenspanne zeigen, lange Nase machen, jemanden eine Nase drehen u. a.; 43. durch die Nase reden; 44. Schlag auf die Nase, Nasenstüber, Redensarten; 45. (im Vorhergehenden noch nicht erwähnte) Zusammensetzungen mit ,Nase’ als zweitem, 45a. als erstem Bestandteil (z. B. Spürnase, Naseweisheit); 46. Volksaberglaube (soweit nicht schon erwähnt), z. B. was zeigt Jucken, ,Beißen’ der Nase an?

12 / B

 1. Ausdrücke für Ohr (auch scherzhafte); 1a. ihre Verwendung in übertragener Bedeutung, z. B. auf dem Gebiete der Küche, des Handwerks, des Geschlechtslebens; 1b. Redensarten, z. B. er hat es faustdick hinter den Ohren, grün, noch nicht trocken hinter den Ohren; 2. lange Ohren (man nenne hier wie im Folgenden auch die zugehörigen Eigenschaftswörter, z. B. langohrig usw.); 3. kleine Ohren (Maus-, Stutzohren); 4. wegstehende Ohren, weitohrig, Redensarten; 5. hangende, 6. nach oben zugespitzte, dünne Ohren (Hasenohren?); 7. rote, gerötete, 7a. gefrorene, 8. schmutzige Ohren (Dreckwaschel u. ä., Redensarten); 9. am Rande (dem Läppchen) verstümmelte, gezackte, 10. am Rande flache, nicht-gesäumte Ohren (hängt Aberglaube daran?); 11. stark behaarte, 12. wunde, von Ausschlag u. ä. verunstaltete, 13. verwachsene Ohren; 14. einohrig; 15. Ohrmuschel, 15a. ihr Saum; 16. Ohrläppchen, -zipfel (und etwaige andere Wörter für Teile der Ohrmuschel); 17. Ohrwurzel, 18. -knorpel, -bein, 19. -loch, 20. -gang, Gehörgang; 21. Trommelfell, Trommel, Ohrfähnlein; 21a. Redensarten, die sich auf das Zerreißen des Trommelfell beziehen; 22. Ohrring, Ohrgehänge, Benennungen je nach der Gestalt (z. B. Italienerohrringe, Ohrenbuddel, -tröpfel, Tröpfel), nach dem Werte des Metalls (z. B. ,gestempelte’), nach dem Träger (z. B. Männer-, Weiherohrringe}; 22a. werden sie auch als Schutz gegen Krankheiten getragen; gegen welche? 22b. bei welchen Anlässen werden Ohrringe (und welche?) als Geschenk gegeben? haben sie dann besondere Namen? 22c. Herstellung von Ohrringen, Handel mit ihnen, Personen, die sich damit befassen; 23. durchstochenes Ohr, Ohrläppchenstich, wozu, wann, durch wen vorgenommen? bei Knaben oder Männern? 23a. hat die Durchlochungsstelle eine eigene Bezeichnung? bleibt das Loch leer oder wird ein Metallstift (woraus? welcher Form?) durchgezogen? wie heißt er? (Ohrenschraube u. ä.); ist die Handlung des Einführens der Stifte besonders benannt? 24. Ohrenschmalz, -schmer; 24a. Ohrlöffel, -löfferl; 25. Schmutz im Ohr; 26. krankhafter Ausfluß aus dem Ohr (Ohrenfluß? fließendes Ohr); 27. Ohrenweh, -schmerz , -stechen , Ohrenleiden, -krankheit, -geschwür, -geschwulst u. ä.; 28. Sausen, Pfeifen, Klingen, Singen in den Ohren, Volksglaube; 29. Mumps, Ohrnickel usw.; 30. Hörrohr, -schlauch (und andere Hilfsmittel gegen Schwerhörigkeit); 31. Pfropfen aus Watte, den einzelne im Ohr tragen, Ohrenwatte; sich die Ohren verstopfen; 32. Ohrenschützer, woraus bestehend? von wem (mit Vorliebe?) getragen? 33. Warze am Ohr; 34. bei den Ohren beuteln, gebeutelte Ohren (Redensarten); 34a. Zusammensetzungen mit ,beuteln’: zusammenbeuteln , abbeuteln (Bedeutungen!), herbeuteln usw. (jedes Wort auf besonderen Zettel!); 35. bei den Ohren packen, ziehen, sie aufdrehen, zwicken (jedes Wort auf besonderen Zettel!), Redensarten; 36. wie heißt der Vorgang, wenn man jemand bei den Ohren in die Höhe hebt? 37. an den Ohren reißen, sie auf-, ausreißen, Redensarten; 38. Stoß, Schlag gegen das Ohr; 39. die Ohren mit Schnee einreiben, wer übt den Spaß besonders gerne? 40. (noch nicht erwähnte) Zusammensetzungen mit ,Ohr’ an zweiter, 40a. an erster Stelle (z. B. Eselsohren, Ohrwurm, Ohrenblasen).

1 Für die Ausdrücke der Sinneswahrnehmung wie riechen, hören, Gehör, taub usw. ist besonderer in Aussicht genommen.

13. Fragebogen: Auge

13 / A

 1. Ausdrücke für Auge, 1a. in übertragener Bedeutung (z. B. Auge an Pflanzen, im Spiel); 2. Redensarten (z. B. nicht mehr unter die Augen kommen, vor Augen haben, die Sache steht auf zwei, vier Augen, Augen werfen usw., vgl. auch unter D); 3. großes Auge, Glotzauge; (hier wie im Folgenden:) Redensarten, Vergleiche (Ochsen-, Roßaugen haben, Ochsen-, Roßaugen stehen einem, einer heraus, Augen wie ein Pflugradel, Stadeltor, Hafendeckel, wie eine Tschinellen), Schelten (z. B. großaugeter Teufel); hier (wie im Folgenden) nenne man auch die entsprechenden Eigenschaftswörter! 4. kleines Auge (Klemm-, Schweinsauge u. ä.); 5. rundliches Auge (Schusserer, Schusser, Schusserer drin haben u. a.); 6. geschlitztes (Volksglaube: was bedeutet es?) 7. herausstehendes, Redensarten (z. B. daß sie dir fein nicht herausfallen!); 8. eingefallenes (Volksmeinung!); 9. tiefliegendes (Volksmeinung!); 10. schiefes (Volksmeinung!); 11. gutes, scharfes (Luchsauge, Augen wie ein Luchs, Geier, Teufelsaugen [,Teufels-’ hier in verstärkender Bedeutung] u. a.); 11a. Mittel zur Erzielung und Bewahrung scharfer Augen (Saft aus Zitronen- und Orangenschalen einspritzen u. a.). [Man stelle hier wie bei allen Sachfragen die mundartliche Bezeichnung des Verlangten und die daran sich knüpfenden mundartlichen Redensarten an die Spitze des Zettels, daran erst schließe man die Beschreibung der Sachen, Vorgänge, Handlungen]; 12. schlechte, schwache Augen, Volksmeinung über deren Herkunft, Mittel dagegen; 13. sanftes, 13a. freundliches, mildes, 13b. finsteres, feindliches, 13c. stechendes, 14. dummes (Schafsauge), 14a. gescheites (wifes Äugel u. ä.), 15. stieres, 16. trübes, 17. verglastes (Trinkerauge), 18. starres, 19. gebrochenes Auge; 20. Augensprache (Redensarten); 20a. sinnliches, verliebtes Auge (Augen machen wie ein Spatz u. ä.); 20b. leidenschaftliches; 20c. freches (Verbrecher-, Diebsauge); 20d. lustiges; 21. verweintes; 22. übernächtiges, verschlafenes; 23. lebhaftes, glänzendes (Blitzäugel, ,Augen, die gehn gerade nur ein so’ [... nua a so] u. a.); 24·. Auge, bei dem das obere Lid nicht geschlossen werden kann (Hexenauge?); 25. Augen, die bei breiter Nasenwurzel weit von einander abstehen; 26. wie nennt man den, bei dem ein Auge kleiner ist als das andere? 27. Schrägstellung der Augen (´`, `´); 28. einäugig, Mensch mit nur einem Auge, Volksmeinung; 29. blaue Augen (man nenne auch die Abstufungen, hell-, dunkelblau usw.), zugehörige Eigenschaftswörter (hier wie im Folgenden!), Volksmeinungen (hier wie im Folgenden!); 30. graue, lichte, 31. grüne, 32. gelbe (,Katzenaugen’ u. ä.), 33. braune, 34. rötliche (besonders bei Tieren), 35. schwarze, dunkle, 36. verschiedene Farben spielende, opalisierende Augen; 37. Mensch mit Augen von verschiedener Farbe (Volksmeinung?).

13 / B

 1. Lid; 1a. schweres, hängendes Lid, das nicht voll geöffnet werden kann; 1b. aufgedunsene Lider; 1c. bläuliche aufgedunsene Lider (Redewendungen); 2. Augenhöhle, -grube; 3. Augenspalt, -schlitz; 4. Augenknochen, -bein; 5. Augenwinkel; 6. Augenbogen (dazu hier, wie im Vorhergehenden und Folgenden, auch die kennzeichnenden Eigenschaftswörter! ferner etwaige Benennungen von Menschen der betreffenden Eigenschaft); 7. Augapfel, Redensarten; 8. Augenstern (Pupille, Sehloch); 9. Regenbogenhaut; 10. Hornhaut, ‚das Weiße’, Redensarten (z. B. er hat weiß geschaut, das Weiße übergedreht usw.; 11. Augenfell, Augenhaut; 12. Augengrund, -finstre; 13. Augenmuskel; 14. Augenader; 15. etwaige weitere Bezeichnungen von Teilen des Auges (z. B. Netzhaut?, Augendrüsen, aufgedunsene Drüsen); 16. Ringe unter den Augen, Redensarten und Vergleiche; 17. über die Nasenwurzel zusammengewachsene Augenbrauen, Volksmeinung.

13 / C

 1. Ausdrücke für Träne, ist Einzahl oder Mehrzahl von Träne beliebter? 1a. Tränen vergießen, Redensarten (z. B. die Augen gehen über usw.). [Die Vorstellung ,weinen’ ist anderem vorbehalten]; 1b. große, 1c. kleine Träne (Vergleiche!); 1d. aufrichtige, falsche Tränen; 1e. salzige Tränen, ,gesalzene’; 1f. das Tränen Tropfen der Augen, in eigentlicher und übertragener Bedeutung (z. B. lügen, daß einem die Augen tropfen); 2. Tränensack und andere Zusammensetzungen mit Träne, Zähre, Wasser (z. B. Wassersack = Tränensack), jedes Wort auf besonderen Zettel! 3, die Augen trocknen, auswischen, auch in übertragener Bedeutung? 4. Augenbutter, -käse, Griegken (weiche und eingetrocknete) usw., griegkauget; 5. rinnende Augen (Wasser-, Triefaugen), krankhafter Ausfluß, Redensarten; 6. ausgeronnenes Auge, das Auge rinnt aus; 7. Flecken im Auge (Volksmeinung: verraten sie eine Charaktereigenschaft? wo kommen sie her?); 7a. Augennebel, -schatten; 8. krankes, böses Auge; 8a. Augenschmerz, -weh, -leiden, Redensarten (z. B. nicht ein Augweh u. a.); 9. Hitze in den Augen, Entzündung, entzündetes, gerötetes Auge; 9a. blutunterlaufenes Auge (wodurch?); 9b. Jucken der Augen (Volksmeinung!); 10. eitriges Auge, Augeneiter; 11. Star, seine Arten, Redensarten (den Star stechen, auch bildlich?); 11a. etwaige Zusammensetzungen, z. B. starblind; 12. Gerstenkorn, woher kommt es nach Volksmeinung? wie wird es geheilt? 13. Augenmal, wie geheilt? (durch Abbeten?); 13a. Warze am Auge; 14. Birkauge, birkauget, Bedeutung des Wortes, Schelte: birkaugets Luder für Mädchen mit großen Augen (bei denen das Weiße stark hervortritt?); 15. Ausschlag, Mitesser an den Augen; 16. sonstige Augenkrankheiten; 17. Heilmittel dagegen (Augenwasser, Augen waschen u. a.); 17a. Patrone, die bei Augenleiden angerufen werden (die Namen in mundartlicher Form!), z. B. St. Oswald (Ortsnamen wie Oswaldibrünl!); Wallfahrtsorte, die in Betracht kommen; 18. künstliches Auge, Glasauge; 19. Augenarzt; 20. Brille, Augenglas, Arten derselben, auch Augengläser, Brillen zu Handwerkszwecken (z. B. die Drahtbrille des Steinhauers, Schutzbrille des Autlers, Bergsteigers), auch scherzhafte Bezeichnungen und Nachahmungen der Brillen; 20a. Teile der Brille; 20b. Brillen aufsetzen, (-stecken), abnehmen, tiefer, höher rücken, über sie hinwegsehen u. ä., Redensarten; 20c. Zwicker; 20d. Einglas, Monokel; 20e. Benennungen für Teile der Brille, des Zwickers; 20f. führt ein Auge mit Monokel besonderen Namen (Zwickauge?)? 20g. Lorgnette; 20h. Brillenträger, scherzhafte Namen für Leute, die Brillen, Zwicker, Monokel tragen; 20i. Fernrohr, -glas; 20k. Vergrößerungs-, 20l. Verkleinerungsglas; 20m. Geschäft zur Herstellung, 20n. zum Vertrieb von Augengläsern aller Art; 20o. Hersteller, Händler dieser Waren; 21. Augenbinde, die Augen verbinden; 21a. Augenschirm; 22. Fremdkörper im Auge, Redensarten wie ins Auge fallen u. a.

13 / D

 1. Die Augen schließen, zufallen lassen, auch in übertragener Bedeutung; 1a. Zufallen der Augen bei Ermüdung, Redensarten; 1b. die Augen zuhalten (besondere Ausdrücke beim Kinderspiel?); 2. die Augen öffnen, offen halten, auch in übertragener Bedeutung; 3. die Augen aufspreizen, 4. verdrehen, 5. rollen; 6. zwinkern; 7. zucken, blinzeln; wie nennt man einen Blinzler? einmaliges Blinzeln; Zucken? 7a. Zusammensetzungen mit zwinkern, zucken, blinzeln, z. B. her-, hin-, hinauf-, hinein-, zusammenblinzeln u. a., Angabe der Bedeutung; 8. schielen in seinen verschiedenen Arten, Schieler, schielend; 9. vor den Augen fuchteln, hin- und herfahren (Kinderspiel, wie geübt? mit welcher Frage gerne eingeleitet? [,Fürchtest du deinen Vater?’]); 10. Schlag auf das Auge, ein ,blaues Auge’ bekommen, in eigentlicher, 10a. in übertragener Bedeutung (,mit einem blauen Auge davonkommen’); 11. das Auge ausdrücken, ausquetschen, ausschlagen, aushauen, ausstechen (jedes Wort auf besonderen Zettel!); in die Augen stechen (,das hat ihm in die Augen gestochen’); 12. sich die Augen ausfallen; 13. die Augen, in den Augen reiben, ,ribeln’, ,rippeln’, wozu? 13a. mit den Handknöcheln in die Augenwinkel fahren und darin reiben - besonderer Ausdruck dafür? warum vorgenommen?

13 / E

 1. augenförmig, ,äugelet'; 2. Zusammensetzungen mit ,Auge’ als zweitem, 2a. als erstem Bestandteil (z. B. Ochsenaugen, Augenfutter).

1 Ausdrücke der Sinneswahrnehmung wie sehen, blind usw. sind besonderem vorbehalten.

14. Fragebogen: Besiedelung, Flur (1)

14 / A

 1. Dorf (Mehrzahl! Verkleinerung! hat diese spöttischen Nebensinn?), Wendungen wie gegen (oder: in) Dorf gehn, dorfen (Bedeutung! = Abendbesuche machen?); 1a. Dorfbewohner, Dörfler, Dorfleute; 1b. Teile des Dorfes: Ober-, Unterdorf, oberes Viertel (hat ,Viertel’ auch die Bedeutung: Teil einer Gegend?), Kirchenviertel u. a.; 1c. sonstige Zusammensetzungen mit Dorf an zweiter, 1d. an erster Stelle, z. B. Berg-, Kirchdorf, Dorfstier usw.; 2. Ort (in der Bedeutung: Platz, Ortschaft; in der Bedeutung: Spitze, Rand, Ende wird das Wort samt den zu dieser Bedeutung gehörenden Redensarten einem anderen Bogen vorbehalten), wie lautet die Mehrzahl? sind zwei Mehrzahlformen gebräuchlich (Orte, Örter)? sind sie der Bedeutung und Verwendung nach unterschieden? (z. B. große Örter, aber: auf mehreren Orten); Redensarten, Sprichwörter (z. B. an Ort und Stelle, mir geht so beim mittleren Ort = mittelmäßig, gutes Wort findet guten Ort usw.); 2a. Zusammensetzungen mit Ort an zweiter, 2b. an erster Stelle (z. B. Oberort, örterweis); 2c. Ortschaft, etwa vorhandene Zusammensetzungen; 3. Weiler, wird auch ,Ried’ für ,Weiler’ gebraucht? Rotte, Malgrei, Malgreid (noch als Gattungsname verwendet?) u. ä. Jedes Wort auf besonderen Zettel! 4. Wie heißt der am Ortsausgang Siedelnde (Ortmann, Orter, Wächter usw.)? ist die Bezeichnung nur mehr als Hausname im Gebrauch? an welchem Ende des Dorfes sitzt der Ortmann?

14 / B

 1. Allgemeine Ausdrücke für Bauernhof überhaupt, Hof, Hofstatt, Bäuerei, Wendungen wie: auf der Bäuerei u. ä.; 1a. dazu Ableitungen, wie Hofer, Hofstättler, als Gattungsnamen; 1b. hofen (= Hof bewirtschaften); 1c. neuere ,feinere’ Synonyme für ‚Bauernhof’, wie Anwesen, Bauernanwesen, Besitz, Ökonomie, Ökonomiegut u. ä. 1d. Hofmark (Bedeutung!), Hofmärkler; 1e. sonstige Zusammensetzungen mit Hof an zweiter, 1f. an erster Stelle, wie Zehenthof (Bedeutung!), Schloß-, Forst-, Amthof, Mühl-, Berghof usw., Hofzins , -acker, -braite, -grund, -stadel, -wiese usw.; 2. allgemeiner Ausdruck für den Besitzer eines Hofes, Bauer (wie lautet der 3. oder 4. Fall der Einzahl?), Bäuerin; hat die Verkleinerung ‚Bäuerlein’ besonderen (spottenden) Nebensinn? Redensarten, Wendungen (z. B. der Bauer ist ein Lauer [Faulenzer], ungeschliffen wie ein Bauer, auf den [bei den] Bauern = auf dem flachen Land usw.); 2a. scherzhafte, spottende, scheltende allgemeine Benennungen des Bauers, wie Hach, Hächin, Ruech, der Gescherte (wie trägt der Bauer Bart und Haar?); Angaben über besondere Bedeutung, Häufigkeit dieser Wörter, Anlaß ihres Gebrauches, Grad der darin enthaltenen Beleidigung! 2b. Ableitungen, wie bäuerisch, bäuerlich, groß-, kleinbäuerlich; 2c. Ersatz für diese Eigenschaftswörter in Redensarten wie: wie ein Bauer, wie bei den Bauern, wie's bei den B. ist, wie man's bei den B. hat, gewöhnt ist, wie's die B. haben, machen, auf bäurisch, gut bäurisch, auf (nach) Bauernart, in der Bauernweis u. a.; (jede besondere Redensart auf besonderen Zettel!); 2d. verbauern, Bedeutung und Gebrauch! 2e. Bauernschaft, Bedeutung! Ersatzformeln wie: die Bauern, die Gemeine (unterschieden von ‚Bauernschaft’?); 3. Ersatzwörter für ‚Bauer’, ‚Bäuerin’, im häuslichen Verkehr, wie Er, Sie, Sei, der Mann, der Herr, die Frau (vgl. den 11. Fragebogen, J 4 und 5); 3a. im öffentlichen Verkehr, wie Landwirt, Ökonom, Wirtschafts-, Gutsbesitzer, Ökonomensgattin, -witwe u. ä.; wann, von wem werden diese Ersatzwörter gebraucht ? gelten sie für ,feiner’ als ,Bauer’ und werden sie bevorzugt? bezeichnen sie nur den Besitzer eines größeren Gutes oder werden sie unterschiedslos gebraucht? auch spottweise? Redensarten wie: eine Dame, Madam, Stadtmadam spielen, spielen wollen u. ä.

14 / C

 1. Zusammensetzungen mit dem Worte Bauer, Bäuerin als zweitem Bestandteil, Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, dazu Ersatzwörter, Wendungen, Redensarten. (Wir erneuern hier besonders eindringlich die Bitte: jedes Wort, jede Redensart, Formel, Wendung, die nicht das bereits genannte Stichwort wiederholt, auf besonderen Zettel oder besondere Zettelfolge!). Zusammensetzungen zur Bezeichnung von Besitzverhältnissen, wie Hof-, Groß-, Kleinbauer, Schloß-, Gschloß-, Schlößl-, Gschlößlbauer, Klosterbauer (der einen ehedem zu einer Schloßherrschaft, zu einem Kloster gehörigen Hof innehat), Kühbauer (der seine Kühe im Zug verwendet) u. a.; 2. zur Bezeichnung von Leistungen, z. B. Zinsbauer, dazu Synonyme wie Zinser, zinspflichtiger Bauer u. a.; 3. zur Bezeichnung von Ortsverhältnissen, wie Land-, Bodenbauer (B. in der·Ebene, im Talboden), dazu Synonyme wie Lander; Bergbauer (Birger), Bühel (Bichl)-, Riglbauer, Wald-, Bach-, Graben-, Leiten-, Winkelbauer (Winkler), Greutbauer (Rauter) = Bauer im Gereute, Moosbauer, B. im Moos, Markt-, Stadtbauer u. ä.; 4. zur Bezeichnung von Beschäftigungen, wie Rübenbauer (der Rüben baut), Torf-, Holz-, Milch-, Erdäpfel-, Kraut-, Hopfen-, Obst-, Zwetschken-, Klozen (Klözen)-bauer (der mit Torf, Holz usw. handelt), Mist-, Karspül (Kåschpl) -bauer (der den Mist, das Spülicht aus der Stadt führt) u. a.; gibt es eine allgemeine Bezeichnung für den Wirtschaftserzeugnisse liefernden Bauer? 5. zur Bezeichnung persönlicher Eigenschaften; innerer: ,besserer’ B., Herrenbauer (der sich wie ein Herr benimmt; sonstige Bedeutungen?), Protzenbauer, Protz, einen Großen machen (spielen), groß (auch: groß, groß) dran sein, städtisch sein, städtischer B., Stadtbauer, geschwollener B. u. ä.; 5a. tüchtiger, arbeitsamer Bauer (Bäuerin), Bauer wie er sein soll, Angabe der Eigenschafts-, Hauptwörter, die für einen solchen üblich sind, z. B. ein richtiger B., alter B., einer von den Alten, von altem Schlag, von der alten Seite, gut hausender B. usw.; darauf sich beziehende Sprüche; 5b. schlecht wirtschaftender B. (Bäuerin), Eigenschafts-, Hauptwörter, Redensarten (alles herunter kommen lassen, der muß noch mit den Geißen ackern u. a.); 5c. Bauer mit besonderer Bildung, besonderen Interessen, lateinischer B., studierter B.; 5d. Bauer, der es auffallend mit der Beamtenschaft hält; 5e. verschlagener, heimtückischer B., ein heimlicher B., ein Heimlicher, falsch wie ein B. (wer redet so?); 5f. pfiffiger, schlauer, spitzbübischer B.; 5g. prozessierender B., Streitbauer, Redensarten; 5h. eidbrüchiger, meineidiger B., Meineidbauer; 6. zur Bezeichnung persönlicher Eigenschaften bezüglich Lebensalters: junger, alter B., Austragsbauer, die neue Bäuerin, der, die Junge, die Neue; 7. lediger B.; 8. bezüglich Körperwuchses: Enzbauer, krummer B., krumm (krumm gezogen) wie ein B., schief wie ein B. u. a.; 9. bezüglich Kleidung: Hosenbauer (B. mit ledernen Hosen), Zipfelhaubenbauer, Kopftüchelbäuerin, Zylinder-, Krawattel-, Manschetten-, Überzieher-, Stieflettenbauer, Bäuerin (Bauernmädchen) mit Hut, Schmuck (Schmuckbäuerin) usw.; überall Angabe der besonderen Bedeutung! 10. bezüglich Lebenshaltung: Bauer, bei dem das Gesinde Fleischkost erhält, Fleischbauer (-bäuerin); wird er als Dienstgeber vorgezogen? 10a. Bauer, der dem Gesinde Bier, Nachbier zum Essen gibt; 10b. Bauer, bei dem es nur oder fast nur Pflanzen- und Milchkost gibt, Röhrnudel-, Reinstriegelbauer u. a.; 10c. bei dem es knapp hergeht, man nichts geschenkt bekommt, Neidbauer (-bäuerin); 10d. reicher, schwerer B., ein Schwerer, einen großen Misthaufen haben; 10e. B., der sich laufendes Fuhrwerk hält, Wagerlbauer; 10f. B., der einem landwirtschaftlichen Verein angehört, Vereinsbauer, einer vom Verein usw.; 10g. der Sommerfrischler, Touristen beherbergt, Fremdenbauer; 10h. um den Hof gekommener, abgewirtschafteter B., um den Hof (um Haus und Hof) kommen, auf die Gant kommen, verganteter B., verderben, verdorben sein; 10i. durch Brand um den Hof gekommener, abgebrannter B.; 10k. gegen Brand usw. versicherter B.; 11. wie wird ein Bauer genannt, der ganz oder meist mit Pferden die Wirtschaft besorgt? 11a. mit Maschinen arbeitet? 12. Schelten: Hammel-, Rammel-, Gschertnbauer, Dreck-, Sau-, Scheißbauer, stinkender B., stinken wie ein B., gestunkener Bauernbock (wer redet so?) u. a.; 13. allfällige sonstige Zusammensetzungen und Verbindungen mit Bauer als zweitem Bestandteil; 14. Zusammensetzungen mit Bauer als erstem Bestandteil (samt Wendungen, Redensarten), zur Bezeichnung der Zusammengehörigkeit, wie Bauernsohn, -tochter, -bub (gesund wie ein Bauernbub), -knecht, -wagen usw.; 14a. sonstige, wie bauernmäßig, Bauernlümmel, -kerl, -togger, -tepp, Bauernhammel, -rammel, -lackel, Bauernsau, Bauernfünfer, Bauernschädel, -stolz, Bauernmetten, Bauernfänger, -schinder usw.

15. Fragebogen: Besiedelung, Flur (2)

15 / D

 1. Ganzer Hof, großer Bauernhof überhaupt, die ortsüblichen Ausdrücke hier wie im Folgenden! z. B. Hube, Lehen, Gütel (bedeutet das Wort auch oder etwa nur ein kleineres Anwesen?), Angabe der Bedeutungen! 1a. Ableitungen wie huben (= Hube bewirtschaften); 1b. Zusammensetzungen mit Hube an zweiter Stelle, wie Groß-, Klein-, Pacht-, Lehenhube (Bedeutung!), Zuhube, Halthube (Zuhube, deren Flur als Weideland dient); 1c. an erster Stelle, wie Hubgelt, -zins, -grund, haus u. ä.; 1d. Zusammensetzungen mit Lehen an zweiter Stelle, z. B Zulehen; 1e. an erster Stelle; 1f. Zusammensetzungen mit Gütel, Gut, z. B. Zugut; 2. Besitzer eines ganzen Hofes, Lehens, Güte1s, einer Hube, wie Ganzhöfler, Lehner, Gütler, Huber, Hübler u. ä. (die unter B la. erwähnten Wörter Hofer, Hofstättler brauchen nicht wiederholt zu werden); 3. allgemeine Ausdrücke für kleinere Anwesen, wie Örtel, Selde, Häusel, Kobel, Keusche, (Ggeusche), Ggaungge usw., mit Angabe der Bedeutungsunterschiede; 3a. etwaige Zusammensetzungen mit einem dieser Wörter, z. B. Luftkeusche (= Keusche, bei der kein Grund und Boden); 4. Besitzer eines solchen kleinen Anwesens, z. B. Seldner, Häusler, Köbler, Keuschler, Keuschlegger usw.; 5. halber Hof (Hube); 5a. dessen Besitzer, Halbhöfer, Halbhübler u. ä.; 6. Viertelhof (-hube); 6a. dessen Besitzer; 7. Achtelhof (-hube); 7a. dessen Besitzer; 8. Sechzehntelhof (-hube); 8a. dessen Besitzer; 9. Zweiunddreißigstelhof (-hube); 9a. dessen Besitzer. (Die Einteilung kann den Ortsverhältnissen entsprechend erweitert werden; Angabe des Mindestumfangs eines ganzen, halben usw. Hofes bei dem betreffenden Wort erbeten); 10. Hof eines Kühbauers (vgl. C l), Kühörtel; 10a. Einzelhof, Grüthof; 10b. Hof in der Einöde, Einschicht, Eindächt, Einschicht-, Ödhof u. ä.; 10c. Hof mit steinigem Grund, Steinrauhe; 10d. Hof auf Moor-, Torfgrund. Zu 10a-10d mögen auch besondere Gattungsnamen der Besitzer angeführt werden, sofern es nicht schon die unter C 3 verzeichneten Zusammensetzungen mit ,Bauer’ sind; 11. Maier, Maierbauer, in der Bedeutung: Besitzer eines einst in Pachtverhältnis bewirtschafteten Hofes, großer Bauer überhaupt; 11a. Halb-, Viertelmaier; 11b. Maier, in der Bedeutung: Wirtschafter, und gleichbedeutende Ausdrücke, z. B. Baumann, Wirtschafter; 11c. Maierhaus, -hof, sowohl als Bezeichnung des ganzen Anwesens eines Maierbauers , wie als Benennung eines der Viehwirtschaft dienenden Teils des Besitzes; 12. in Pacht genommener und bewirtschafteter Hof, Pachthof; 12a. pachten, in Bestand nehmen, haben; 12b. Pächter, Bestandmann; 13. bodenzinspflichtiger Hof; 13a. sein Besitzer (der Ausdruck Zinsbauer, Zinser, vgl. C 2, ist hier nicht zu wiederholen); 14. Standesherren gehöriger, jetzt oder einst zu einer Schloßherrschaft gehöriger Hof, Schloßhof u. ä.; 14a. sein Besitzer (die schon unter C 1 erwähnten einschlägigen Bezeichnungen nicht wiederholen!); 15. Hof, Anwesen, heute oder einst einem Kloster gehörig, Klosterhof u. ä., 15a. oder sonst einer geistlichen Stiftung gehörig; 15b. hat sein (weltlicher) Besitzer noch andere Namen als den schon C 1 erwähnten (Klosterbauer)? 16. Widum, Wimm (Bedeutung!), Pfarrwidum; 16a. sein Inhaber, Widmann, Wimmer, Widmer; Bedeutung! 17. Gehause, Ingehause, Inhaus, Inhäusler, Inmann, -weib, Inwohner, Gast, Gestin, Gestweibel, Höfler, Hoffrau (d. i. Bezeichnung des Taglöhners, der in einem Nebenhäuschen oder einer besonderen Stube wohnt und dem Bauer dafür Arbeit leistet; bedeuten diese Wörter oder einzelne unter ihnen auch ,Mieter’?); Angaben über Verpflichtungen der Inleute und Gegenleistungen des Bauers erwünscht (samt den Benennungen!); 17a. Wohnung dieser Inleute: in besonderem, dem Wohnhaus des Bauers angebautem Teil? in einem Nebenhäuschen? Benennungen! 18. altererbter Besitz, Udel, Erbhof; bedeutet ,Erb’ (sächlich!) Bauerngut überhaupt? 18a. Vor- und Nachfahre im Besitz, Vor-, Nachhübner u. ä.; 19. Herdstatt, Wohnung mit Herd.

 

Anmerkung zu D. Geschichtliche Angaben, die besondere Gattungsnamen (z. B. ,Maierhof’) der im Sammelbereich liegenden Anwesen zu beleuchten geeignet wären, sind willkommen. - (Die Eigennamen [Hof-, Haus-, Familiennamen), die auf heutige oder einstige Siedelungsverhältnisse zurückgehen, werden besonderem Bogen vorbehalten.)

15 / E

 l. Allgemeine Ausdrücke für den zu einem ganzen Dorf oder Einzelhof gehörigen Besitz an Feld, Wiese, Weide, Wald (Flur, Land, Grund, Boden, Grund und Boden, Mark, Gefilde, Anger, Gemeinde, Gemeindegrund, -land, Hausgründe u. a.); 1a. Zusammensetzungen mit Grund an zweiter, 1b. an erster Stelle, z. B. Moosgrund, Grundwiese; 2. welche der im 14 unter C 1 und 3 genannten Ausdrücke werden auch zur Bezeichnung des ganzen Grundbesitzes eines einzelnen Dorfbauers verwendet (Hube, Lehen u. a.)? welche außerdem? z. B. Luß (Mehrzahl!); 3. Hausäcker, Bedeutung! 4. Feldhüter, Flurschütze, -wächter, Flurer, Flurhai, Eschhai, Bannwart u. ä., Bedeutungen! 4a. Entlohnung der mit der Flurbehütung betrauten Person (eigene Benennung?); 4b. ist das Amt frei erwerbbar, erblich oder geht die Verpflichtung der Reihe nach um? Ausdrücke! 4c. Ausrüstung des Flurwächters; die mundartlichen Ausdrücke anführen! 5. Flurzwang (Einrichtung, daß alle Dorfbewohner gleichzeitig auf den anrainenden Gründen dieselbe Feldarbeit verrichten müssen, da sie einander sonst hindern oder gar schädigen könnten); ist er gesetzlich bestimmt oder bloß von altersher in Brauch? 6. frischgereutetes Grundstück im ersten Jahr, Schwand, Schwende, Reute, Raut, Gereute, Neureute, Reutland, -acker, Umland, gebrochenes Land, Neubruch, Einfang usw., wird es mit Erdäpfeln oder Reutkorn, Haber behaut? erhält es in den folgenden Jahren einen anderen Namen (Heidewiese u. a.)? 7. Pregarten; bedeutet es den noch unverteilten gemeinsamen Grund rings um das Dorf oder den Ziergarten vor den Hausfenstern? 8. der zu Haus und Stall gehörige freie Raum, Hof, Hofreit, -statt; 8a. was befindet sich in diesem Raum? wozu wird er benützt? ist er überdacht? gepflastert? womit? Benennung der Pflasterung (Hofpflaster usw.); 8b. Richtungsbezeichnungen wie: im Hof vorne, im Hof drauß, draußt, im Hof hinten; ist eine dieser Richtungs- und Lagebezeichnungen am Sammelorte vorherrschend? 9. der Grund, auf dem die Häuser und Gärten des Dorfes stehen, Ortsried, Dorfboden ; hat auch Gemeinde-, Hausgrund (vgl. E 1) dieselbe Bedeutung? 10. Acker, Anger, der eingezäunt ist, Beunde; 10a. Acker, der hinten ans Haus angrenzt; kommt das Wort Beunde auch in dieser Bedeutung vor? 11. geschlossener Grundbesitz, Hof mit solchem; 12. zersplitterter, geteilter, parzellierter Grundbesitz, Hof mit solchem. 12a. einzelnes Grundstück, Parzelle, Teil, ‚Teilung’, aus wie viel Parzellen besteht durchschnittlich ein Hof, ein Gütel usw.? 12b. Zusammensetzungen mit Teilung, z. B. Waldteilung (Waldparzelle); 13. seinen Landbesitz abrunden (Haupt- wie Zeitwörter!), sich etwas hinzu (zuhin)-kaufen, arrondieren, zusammenlegen, -schlagen, Arrondierung, Zusammenlegung usw.; 14. zu einem Hofe gehöriges, einzelnes, abseits liegendes Feld, Überland, eingeschichtetes Grundstück u. a.; 14a. ein solches Haus mit Feldern, Zulehen; 14b. ein solches Haus ohne Felder, Ausnahme, Austrag, Viertelhäusel; Bedeutungen!

15 / F

 1. Grenze, Mark, March, Rain, Gemerke, Pidmark, Untermark, Schaide, Konfin, Granize; Bedeutungsunterschiede! Redensarten wie: die Grenze verläuft (die Mark geht) usw.; 1a. Grenze abstecken, ziehen usw.; wie benennt man diese Handlung? (Haupt- wie Zeitwörter!), z. B. verrainen, vermarchen, märchen, märcheln; 2. schmaler Grundstreifen als Grenze, Grenz-, Mark-, Wiesenrain, Mahdrain (der dadurch entsteht, daß an der Grenze nicht abgemäht wird, das verwesende Gras bildet so allmählich eine Art Damm), o Gråie ; 3. Grenz-, Mark-, Malstein; seine Gestalt und Größe, roher oder behauener Stein? was ist darauf angebracht? (Abbildung bemerkenswerter Formen erwünscht); 3a. Grenzstein setzen, Umstände, Gebräuche dabei; Marksteinzeuge ; 3b. Betrug mit Grenzsteinen, Grenzstein verrücken, versetzen, dazugehörige Hauptwörter (z, B. Marchrücker u. a.); 3c. Bestrafung des Grenzsteinfrevlers im Volksglauben (muß ,umgehen’ usw., Zusammenhang mit Irrlichtern?); 3d. sonstiger an den Grenzstein sich knüpfender Volksglaube; Hervorhebung der hergehörigen Ausdrücke an der Spitze der Zettel! 4. Grenzgraben, Mark-, Raingraben, Grenzfurche; Breite, Tiefe des Grabens; 4a. daran sich knüpfender Volksglaube; 5. Grenzzaun, -hag, -fried; Größe; woraus hergestellt? 5a. daran sich knüpfender Volksglaube; 6. Grenzmauer; (Angaben über Material, Mauerung, Steinschichtung); 6a. daran sich knüpfender Volksglaube; 7. Grenzbaum, Lachbaum, Markeiche, -föhre usw.; ist der Grenzbaum angebrannt, angestrichen oder angehaut (angepletzt)? Name des Zeichens (Marke); 8. Grenzpflock, Markstuhl, Markstecken, stemte; 9. Grenzhügel, Lewer; 10. Grenzkreuz, wie angebracht? 11. Grenze begehn, Grenzbegehung, wann? wie? durch wen? Gebräuche und Sprüche dabei; 12. Landmesser, Geometer; scherzhafte Benennungen, wie Weltrecker; 12a. Ausdrücke für vermessen, Vermessung; 13. angrenzen, anrainen, angehn, zusammengehn, -kommen, an-, ausstoßen; 14. Nachbar (wie lautet der 3. oder 4. Fall in der Einzahl?), Nachbarin; 14a. Zusammensetzungen mit Nachbar an zweiter Stelle, z. B. Grenznachbar (dazu Synonyme wie Anrainer), Grund-, Hausnachbar; 14b. an erster Stelle, wie Nachbarsleute, -dirn; 14c. Ausdrücke für ,benachbart’; 14d. Nachbarschaft (hat das Wort auch besondere rechtliche Bedeutung? Gemeinweide?); 15. noch nicht erwähnte Zusammensetzungen mit Mark wie Kirchmark, Markwasser u. a.

16. Fragebogen: Feld, Feldbestellung (Allgemeines) (1)

16 / A

 1. Feld (Mehrzahl, Bedeutung! Verkleinerung); wird das Wort auch im Sinne von Feldteil (Parzelle) verwendet? auch in der Mehrzahl? 1a. Feldung, -ing, von ,Feld’ der Bedeutung nach verschieden? 1b. Gefilde (Gfil, Gfül, Gföl), Bedeutung; 1c. Feldereien (mehrere einzelne Felder, Gesamtheit des Feldbesitzes); 1d. kommen Redensarten, Wendungen mit ,Feld’ in übertragener Bedeutung vor? wie: das ist ein Feld für ihn, ein weites, schönes Feld eröffnet sich ihm u. ä.; 2. Acker (Mehrzahl, Bedeutung! Verkleinerung); wird das Wort auch im Sinne von Ackerparzelle verwendet? auch in der Mehrzahl? wird das Wort im Gegensatz zu ,Feld’ verwendet? 2a. Redensarten, Wendungen, in der eigentlichen Bedeutung, wie zu Acker gehn u. a., 2b. in übertragener Bedeutung, wie: das ist mein Acker (= das geht nur mich an, oder: das ist mein besonderes Arbeitsgebiet), das wäre ein Ackerl für ihn! auf guten Acker fallen, aus einem Acker herausgehn, heraustreiben u. a. (Angabe der Bedeutungen!); 3. allgemeine Ausdrücke für Ackerland im Gegensatz zu Wiese, Weide und Wald: Acker-, Saatland, Land u. a.; 4. besondere Ausdrücke für Feldteilungen (Parzellen), wie Luß, Lüssel, Gewanne, Feldel, Acker-, Feldteilung u. a. (Angabe der besonderen Bedeutung!); 5. welche Art Felderwirtschaft wird betrieben? Zwei-, Drei-, Sechsfelderwirtschaft, einschlägige Zeit-, Eigenschaftswörter, Redensarten! (für jedes Wort, jede Redensart besonderen Zettel!); 5a. Angabe der Fruchtfolge (z. B. Weizen, Korn, Brache, oder Weizen, Gerste, Hafer, oder Korn, Hafer, Klee); 6. Ausdrücke für den dritten Teil des Ackerlandes, der entweder mit Sommer- oder mit Winterfrucht bebaut wird oder brach liegen bleibt; 7. bebautes Feld im Gegensatz zum unbebauten, z, B. Zelge, Zelgenfeld (bedeutet dieses Wort auch das Bebauen, Pflügen selber?), Esch, Art; 8. Ausdrücke für das mit Wintergetreide bebaute Feld: Winterfeld, Schwergetreidefeld, Winterzelg (wird dafür auch Kornzelg gebraucht?) u. a.; 9. Ausdrücke für das mit Sommergetreide bebaute Feld: Sommerfeld, Lenzgetreide-, Lenzkornfeld, Sommerzelg (gleichbedeutend mit Haferzelg?) u. a.; 10. Bezeichnung des Ackers, 10a. des Feldes, 10b. der Zelge, je nach der Frucht, z. B. Haferacker, Weizacker, Gerst-, Krautacker usw.; Hafer-, Kornfeld; Hafer-, Kornzelg; 11. Brache, Brachfeld, -acker, Brachung, Trate, Trat-, Tratenfeld (hat Trate noch andere Bedeutungen, z. B. Viehtrift, Weide, Waldkahlschlag?), Brachwiese, Ödern, Ackerödern, Dreisch, Espan, Feieracker usw.; 12. was bedeutet die Falg? in die Falg bauen; 12a. Zusammensetzungen mit Falg, z. B. Falghaber; 13. ist Teil- oder Ganzbrache, sogenannte Schwarzbrache, üblich? 13a. weitere Zusammensetzungen mit Brache an zweiter Stelle, z. B. Feldbrache, Heimbrache (Brache in der Nähe des Hauses), 13b. an erster Stelle, z. B. Brachpflug, -heu, -weide, -hütung usw. (Angabe der Bedeutung!); 14. brach, brach liegend, feiernd; Redensarten wie: der Acker liegt brach, in der Brache, feiert u. a.; hat das Wort ‚brach’ noch anderen Sinn, z. B. unfruchtbar, gelt, von Tieren? 14a. Zusammensetzungen mit brach, z. B. überbrach (= querfeldein); 15. Sau, die man auf dem Brachfeld weiden läßt, Tratensau; treibt man auch andere Haustiere darauf (z. B. Schafe, Gänse)? haben diese dann besondere Namen? 16. Feld, das in diesem Jahr eigentlich brach liegen sollte, aber mit Klee, Erdäpfeln, Rüben, Hafer usw. bebaut wird, Tratbeunde; 16a. Bezeichnung der auf einem solchen Feld gebauten Frucht (z. B. Tratbeundweizen, -gerste); 17. Grundstück, das abwechselnd als Feld und Wiese benützt wird, Egarten, Egerde, Egascht; 17a. Bezeichnung dieser Art von Bewirtschaftung, Egartenwirtschaft u. a., Redensarten wie: in Egarten liegen lassen; 17b. eine solche Wiese im ersten Jahr (Neu-Egart); 17c. eine solche Wiese später (Alt-Egart); 17d. Ableitungen von Egart, wie egarten, Egarter, Egartling, Angabe der Bedeutung! 17e. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Egart an zweiter Stelle, 17f. an erster, z. B. Egartheu; 18. Bezeichnung des neugebrochenen Feldes (soweit sie nicht schon zu Bogen 15, E 6 angeführt worden ist), wie z. B. Neuriß (wird der Ausdruck nur für neubebauten, ursprünglichen Wald- oder Weideboden gebraucht?); 19. Brandwirtschaft (Waldwirtschaft im Wechsel mit Feldwirtschaft); ist sie noch in Gebrauch? wie wird vorgegangen? wie lange dauert der Ablauf? 19a. durch Brand urbar gemachter Boden, Brand, Brandacker; 19b. Getreide, das auf Brandäckern gesät wird (Brandkorn usw.); 19c. sonstige auf Brandwirtschaft sich beziehende Ausdrücke (Haupt-, Eigenschaftswörter), wie Brandrecht u. a., vgl. aber Bg. 17, E 7b-e; 20. Ausdruck für ein aus der ganzen Feldmasse ausgeschiedenes, etwa eingezäuntes Grundstück, wie Beunde, Anger, Haftung, Bifang (hat Bifang noch andere Bedeutungen, z. B. B 5b? wie viele Zeilen geben - in dieser Bedeutung - einen Bifang?); 20a. was wird darauf angebaut (Mischling, Kühludergetreide, Klee, Luzerne, Lins)? hat das darauf Angebaute besondere Bezeichnung (z. B. Schmalsaat)?

16 / B

 1. Langes, schmales Feld (Acker), Hosenträger, Pfannenstiel, Langacker, schmales Lüssel u. a.; 1a. teilt man ein solches Feld hie und da der Länge nach in 4 Abschnitte (Gewanten)? 1b. wird es nach der Anzahl der Furchen benannt, als 4-, 6-, 8-, 12-Furcher? 2. breite Feld, Breite, Breitacker, Breitung; 3. keil- oder zwickelförmiges Feld, Spitz, Zwickel, Zipf, Geren. u. a.; 4. bogenförmiges F., Stiefel u. a.; 4a. sonstige Bezeichnungen nach der Gestalt, z. B. Trog-, Trögelacker; 5. Ackerbeet (Bedeutung!); 5a. schmales Ackerbeet, Strang, Leeche (hat das Wort noch andere Bedeutung?) usw.; 5b. breites Ackerbeet, Fleck, Plätte u. a.; 6. erhöhter Acker (Feld) in sumpfiger Niederung, Hochacker, Polster, Rücken usw.; 7. sonstige Bezeichnungen nach dem Gelände, z. B. Acker auf dem Berge, Bühel (Berg-, Leiten-, Bühelacker), im Rodeland (Rautacker), im Walde, Moose, Ries (Wald-, Moos-, Riesacker), auf sandigem, nassem Boden (Sandacker, Naßland), im Talboden (Bodenacker), in der Nähe des Hauses (Heim-, Mühl-, Hausacker) u. a.; 8. Acker, der vom übrigen Besitz abgelegen, 8a. der vor (hinter) dem übrigen Besitz gelegen ist (z. B. Vorland); 9. Acker, der an einen anderen Hof abgetreten, verkauft, im Tauschweg gegeben wurde (Tauschacker usw.); 9a. was bedeutet ‚das Überland, Überländ’, ‚Überacker’? ist es ein Grundstück, das frei verkauft werden kann? was ist und wie heißt der Gegensatz dazu? (Rücksitz?); 9b. Besitzer eines ,Überlandes’, Überländer; 10. wie heißen Felder - überhaupt Grundstücke - die in fremder Gemeinde liegen? (Überland?), wie die Besitzer solcher Gründe? (Überländler?); 11. Acker, der zerteilt (parzelliert) wurde (Viertelacker), 12. der verpachtet wurde (Pacht-, Bestandacker); 13. gibt es besondere Namen für einen Acker, der mit seiner Längseite an die Schmalseiten anderer Äcker stößt (beziehungsweise umgekehrt)? 14. Acker, der an der Grenze des Besitzes liegt (Grenz-, Marchacker); 15. Ackerbezeichnungen nach dem Besitzverhältnis, z. B. Hof-, Schloß-, Pfarr-, Fronacker u. a.; 16. Bezeichnungen für Länge, Breite, Mitte, Rand des Ackers: Ackerlänge (dazu Redensarten wie: wir treffen auch keine Ackerlänge zusammen), Ackerbreite, -mitte usw. (falls besondere Zusammensetzungen vorhanden); 16a. Mitte des neuen Ackerbeetes an Stelle der alten Furchen, Zusammenwurf u. a.; 17. Furche, Zeile u. ä.; bedeuten diese Wörter sowohl die Furchenrinne als den umgewendeten Erdstreifen? 17a. gibt es besondere Bezeichnung für die Furchenrinne; 17b. für den umgewendeten Erdstreifen? (Wente, Schiring u. a.); 17c. Eigenschaftswörter bei Furche, Zeile: gerade, krumme, seichte usw.; besondere Benennungen wie ,Jude’, ,Beheim’ (= krumme Furche) usw.; 18. die erste Furche jedes Ackerbeetes (Anfurche?); 18a. haben die zwei letzten Furchen jedes Ackerbeetes besondere Namen? die letzte z. B. Schaf-, Schäfelgrede, Alte, Leeche, Ausackerfurche, Ausfurche? 18b. die vorletzte, z. B. Teilfurche? 19. Furche, die das Regenwasser ableitet, Wasser-, Schrot-, Grundfurche usw. (auch: Graben, Wasser-, Ablaßgraben?); 20. Grenzlinie des Feldes an der Längseite; 21. Furche am Rande, wo das Pflugrad gelaufen ist (Radlauf); 22. Grenzlinie an der Breitseite, Furchhaupt, Anewand, Anewente u. a.; wird die Anewand überhaupt immer aufgebaut? 23. Bezeichnung des halben Ackerbeetes, das zuweilen am Rande des Feldes entsteht (Halbplätte, -furche u. a.); 24. Ackerstreifen am Rande, auf dem der Pflug gewendet wird (Trett-, Gwilchacker, Stoß, Schlapfe u. a. - Bedeutungsunterschiede ?).

17. Fragebogen: Feld, Feldbestellung (Allgemeines) (2)

17 / B

 25. schmaler Wiesenstreifen zwischen zwei Feldern, Rain, Rainel, Ranger u. a.; ist das Wort Rain auf geneigte oder steil abfallende Wiesenstreifen (oder Fluren überhaupt) beschränkt? 25a. heißt auch der dünne Ackerstreifen, aus dem die letzten zwei Furchen jedes Ackerbeetes gepflügt werden, Rain? oder hat er anderen besonderen Namen? (z. B. Teilrain, Zwener?); 25b. rainig, in der Bedeutung ‚steil’? 25c. breiterer Wiesenstreifen zwischen zwei Feldern, Anger, Anewanter u. a.; 25d. Eigenschaftswörter bei Rain, 25e. bei Anger, Anewanter (u. ä.); 25f. Zeitwörter für die Richtung des Rains, wie: der Rain geht, läuft, zieht sich hin u. a.; 25g. wem gehört Grund und Wuchs auf dem Rain, Anger? beiden Nachbarn? einem? 25h. Weg auf dem Rain, Anger: angeriger Weg; 25i. Verwendung des Rains zur Ablagerung der ausgeklaubten Steine, als Rast- und Mahlstätte für die Feldarbeiter usw.; 26. Zusammensetzungen mit Rain als 2. Bestandteil (soweit noch nicht genannt), z. B. zur Bezeichnung seiner Lage (Grenz-, Feld-, Waldrain) usw., 26a. als 1. Bestandteil, z. B. zur Bezeichnung des auf ihm befindlichen Pflanzenwuchses, wie Rainblümel, Rainveilchen, Rainstauden, Raingestauderet (dazu auch Umschreibungen wie sGstauderet aufn Rain u. ä.), Raingras (wem gehört es? wie wird es geschnitten? auch von anderen als dem Besitzer?) usw.; 27. Stelle, auf der ins Feld eingefahren wird; 27a. brachliegende, ungeackerte Stelle, auf der ins Feld ein- und ausgefahren wird; ist der dazu verwendete Feldteil minderwertig? 27b. Ein- und Ausfahrtstelle, die zwei Feldeigentümern gehört, beziehungsweise von zweien benützt werden kann, hat sie besonderen Namen? 28. hat ein Feld, auf dem auch Obstbäume stehen, besondere Bezeichnung? 28a. haben die Zeilen, Ackerteile, auf denen Obstbäume stehen, besonderen Namen?

17 / C

 1. Ackergrund, -erde (allgemein, ohne Rücksicht auf Farbe, Güte), Boden, Kot u. a.; 1a. der tieferliegende Ackergrund unter der obersten Schichte, Gründel u. a.; 2. allgemeine Bezeichnung für Stand, Zustand des Feldes, Ackers, Feldstand, Felderstand; 2a. Fremdwörter für den gleichen Begriff, wie Qualität, Bonität, Grad ihrer Häufigkeit; 3. Eigenschaften des Ackergrundes: fruchtbar, gut, schön, fein, brav, ein ,Geldacker’; Redensarten, wie: der Acker ist eine Goldgrube; Wendungen für die gleiche Vorstellung, wie: das ist ja ein Acker, den gäb’ ich nicht her, nicht um ..., den gäb ich nicht her, auch schon gar nicht, u. ä.; 4. wenig fruchtbar, unergiebig, schlecht, letz u. a.; Sau-, Hundsgrund, -acker (weitere Bedeutung dieser Zusammensetzungen!); 4a. verwahrlost, schlecht bestellt, heruntergekommen u. a.; 4b. zu stark ausgenützt, ausgesogen, ausgezutzelt, ausgeraubt, ausgeschunden u. ä.; 5. ganz unfruchtbar, ein öder Grund, eine Blöße u. a.; 6. naß, batzig, botzet, pützig, möserig u. a.; 7. trocken, spör u. a; 8. Steingrund, 8a. steinig; 8b. anstehender Fels im Ackerland, hat er besonderen Namen? wo kommt er nach Volksmeinung her? 9. Schottergrund, 9a. schotterig, 9b. schotterige Streifen in einem Feld, Steinriegel, -riedel; 10. Sandgrund (hier wie zu den nächsten Punkten kurze Angabe erwünscht, was man von der Ergiebigkeit solchen Bodens hält, ferner für welche Saat er zuträglich oder schädlich ist), 10a. sandig, grießig; 11. Flinsgrund, 11a. flinsig; 12. Lehmgrund, 12a. lehmig; 13. zäher, schwarzer Grund, Pech-, Pechetgrund, 13a. zähe schwarze Erde, Pechet, 13b. zähe rötliche Erde, Pechkot, 13c. pickig, picket, schmierig, schmierbet, 13d. pechkotig; 14. Gemisch aus Pechet und Schotter, Pechetschotter, 14a. ist ein Eigenschaftswort dazu vorhanden? 15. Torfgrund, 15a. Eigenschaftswort dazu? 16. Kalkgrund, 16a. kalkig; 17. schmirgelhältiger Grund, 17a. Eigenschaftswort dazu? 18. schwerer Boden, schwer nachgehender Grund, Schmieraweck u. a.; 19. leichter Boden, leichter, leicht nachgehender Grund u. a.; 20. fetter, humushältiger Boden, Dunkelboden, der Boden ist fett u. a.; 21. angeschwemmter Boden, Feld auf angeschwemmtem Grund; 22. kalter, toter Grund u. a.; 23. warmer, hitziger Grund; 24. von Regen durchweichter, eingeweichter Grund, Redensarten, wie: heute hat's eine Weiche gemacht, Boden ist durchweicht, weich, lau u. a.; 25. von Luft und Sonne ausgetrockneter Acker; 25a. Eigenschaftswörter wie dürr, verbrannt u. a.; 26. harte Kruste über dem Feld, Fletz; 26a. hart, zusammengepatscht, -gepledert usw.; 27. mürbe, bröslig, bröslet, rogel, roglet, roglich u. ä.: 28. vermurt und sonst durch Elementarereignisse verwüstet; 29. allgemeiner Ausdruck für Unkraut auf einem Acker, Gefraß, Säuerei im Acker u. ä.; 29a. Eigenschaftswörter zu einem solchen Acker, wie wild, grob, grasig, vergrast, wanzig, beidig, jotet u. a.; 29b. sonstige Bezeichnungen eines solchen, z. B. Brennnesselacker (bedeutet das Wort auch einen schlechten Acker überhaupt?); 30. Acker, der heimgesucht ist von Dieben (ausgestohlen usw.), 30a. von Wild (allgemeine und spezielle Bezeichnungen!), 30b. vom Aal (gibt es dafür besondere Bezeichnung?), 30c. von Mäusen und anderen Nagern, von Raupen, Schmetterlingen, Erdläusen, Fritfliegen u. dgl., Eigenschaftswörter, Benennungen! 31. Acker, in dem Kostbarkeiten vergraben sind oder sein sollen, Schatzacker; Volksglaube, -überlieferung; 32. irgendwie für verzaubert gehaltener Acker, Benennungen, Redensarten, Überlieferungen; 33. Acker, auf dem ein Düngerhaufen; 33a. Stelle im Acker, wo der Düngerhaufen steht oder stand; 34. Arlbau (Grund, der nur mit Arl zu bepflügen ist); 34a. Jausenzeitbau (Ackerfläche, deren Bestellung eine Arbeitsdauer von einer Jause zur anderen braucht); 35. Scholle Schrolle, 35a. groß-, kleinschollig.

17 / D

 1. Zusammensetzungen (soweit noch nicht genannt) mit Feld an zweiter, 1a. an erster Stelle, dazu auch die gleichbedeutenden Wörter und Verbindungen mit Eigenschaftswörtern (oder anderen Wörtern), z. B. Stadtfelder (die der Stadt gehören), Feldbauer (hier zu nennen, wenn der Sammler das Wort nicht schon zu Bogen 14, C genannt hätte), Feldkasten, Feldpferd, Feldbesitz (und Synonyma!), Feldbesitzer, -eigner (Grad der Häufigkeit dieser Wörter!), Feld am Bach, am, im Wald usw. (Angabe der Bedeutungen!); 1b. Ableitungen von Feld, z. B. feldig (Bedeutung!); 2. Zusammensetzungen (soweit noch nicht genannt) mit Acker an zweiter, 2a. an erster Stelle (dazu die Synonyma und Wortverbindungen), z. B. Artacker (Artfeld, -land) = Pflugfeld (bedeutet Artacker auch ein mit Steinen eingefriedetes Feld?), Ackermaß (Bedeutung!), Ackergaul, Ackerweise usw.; 3. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Zelge.

17 / E

 11. Allgemeine Ausdrücke für den Begriff ‚das Feld bestellen, bearbeiten’ (Zeitwörter!); hat ‚bauen’, ,üben’ solche allgemeine Bedeutung? (bauen kommt hier nut in der Bedeutung ‚Feld bauen’ in Betracht, nicht in der Bedeutung ,Haus bauen’; sind diese Bedeutungen vielleicht auch der Wortform nach geschieden? in Kärnten z. B. bedeutet paunən ,pflügen’ [und nur ,pflügen’, nicht allgemein ,Feld bestellen’], pau(ə)n aber ,Haus bauen’); 1a. die Ackerbestellung (Hauptwörter!): die Feldarbeit, die Übung, der, das Bau; Redensarten, wie im Bau sein, liegen, in Bau nehmen u. a. (Angabe der Bedeutung!); 1b. wird ,Bau’ auch für ,bebauter Grund’ gebraucht? andere Ausdrücke dafür, wie Bauach, Bäulicht; 1c. Bauerei und gleichbedeutende Ausdrücke, wenn man schlechte Art der Feldbestellung bezeichnen will oder von der Feldbestellung in ärgerlichem Sinne spricht; 2. Zusammensetzungen mit bauen (in der Grundbedeutung ‚Feld bauen’), z. B. an-, ab-, abhinbauen, ausbauen (mit dem Bau zu Ende sein), draufbauen (irgend eine Frucht auf ein Grundstück), überbauen (in fremdes Gebiet b.), unterbauen (tief b.), zubauen (den Bau vollenden) u. a.; überall Angabe der Bedeutung! 3. Zusammensetzungen mit Bau (= Feldbestellung) als zweitem Bestandteil, z. B. Feldbau, Zubau (was über den eignen Grund hinaus bewirtschafte wird), Hofbau (Bedeutung!) u. a., 3a. als erstem Bestandteil, z. B. Bauland, -knecht u. a.; 4. in gut bestelltem Zustand befindlich, aufgebaut, bauhaft, 4a. in schlecht bestelltem Zustand: urbau, unbaulich; 4b. vernachlässigter Zustand des Feldes: der Urbau; 4c. unbestellt, baulos; 4d. unbestellter Zustand: Unbau , im Unbau sein; 4e. leicht bestellbar , baulich, baumäßig; 5. Zeit der Feldbestellung, Bauzeit, die Bau, die Bauet; Bauernregeln die sich (allgemein) auf die Bestellung beziehen; 6. ein Feld brach liegen lassen, feiern lassen, tratten, tratnen; 6a. ein Feld bestellen, nachdem es brach gelegen hat, brachlegen, brachen, zelgen, umbrechen, stürzen, halmackern usw. (überall Angabe der Bedeutungen!), Wendungen, Bauernregeln; 6b. neubestellt, neugebaut (-gebauen); 6c. Arbeiter, der das Zelgen besorgt, Zelger; 6d. hauptwörtliche Benennung dieser Arbeit; 6e. brachackern, brachen (einen Acker nach der Ernte das erstemal pflügen), 6f. zwiebrachen (das zweitemal), 6g. dribrachen (das drittemal); 6h. die Tratbeunde (vgl. A 16) bebauen, anbeunden; 7. urbar; 7a. urbar machen; 7b. durch Brand urbar machen, bränden, brändern, brandhauen, sengen; 7c. dabei nötige Werkzeuge, Brand-, Bränder-, Senghaue, -hacke, -krücke; kurze Beschreibung! 7d. haben die Arbeiter dabei besondere Namen? 7e. Aufseher beim Brändern, Branderer, Bränderheier.

1 Die Hauptwerkzeuge des Feldbaues, Pflug, Egge usw. werden anderem Bogen vorbehalten.

 

 

 

18. Fragebogen: Feld, Feldbestellung (Allgemeines) (3)

18 / E

8. düngen, misten, dummen, geilen (sind Unterschiede der Bedeutung zwischen diesen Wörtern? sagt man vom Feld ‚düngen’, von der Wiese ‚geilen’?); 8a. Düngung, Mistung, die Dunge, der Dung (Tätigkeit des Düngens, hauptwörtlich ausgedrückt); 8b. Zusammensetzungen mit düngen, dummen, wie vordüngen, aus-, aushin-, hinaus-, abhin-, hinab-, draufdüngen (Bedeutungen!) u. a.; 8c. Zusammensetzungen mit misten, wie an-, aus-, zusammenmisten (letzteres nur in der Bedeutung ‚schelten’?), auch übertragene Bedeutungen solcher Wörter, z. B. von ausmisten; 8d. Zusammensetzungen mit geilen, wie angeilen u. a.; 8e. in, auf die Saat düngen, Kopfdüngung (Bedeutung!); 9. Mist, 9a. Dünger, Dung, Dumm, Dunged(e) (Geschlecht!), Dummung, 9b. Ruhr, 9c. Geil(e), die, das? Zu jedem dieser Wörter die betreffenden Redensarten, Bauernsprüche, z. B. (zu 9): das gehört auf den Mist, ist ein rechter Mist, ich habe mein Geld nicht auf dem Mist gefunden, auf den Mist hocken lassen (Bedeutung!) u. a., oder (zu 9b): Ruhr einbauen, Ruhr düngen, zu Bartelmä geht dem Fretter seine Ruhr aus, d. h. wer noch länger zum Ruhrbauen braucht, ist ein Fretter); hier wie zu den übrigen Wörtern der Vorstellungsgruppe Mist, Dünger wolle man auch die scherzhaften Ausdrücke und Ersatzwörter - jedes auf besonderem Zettel - mit Angabe der Bedeutung verzeichnen; 9d. Kompost (wird das Wort häufig gebraucht? seit wann, durch wen [Kurse, Presse, Vereine?] eingeführt?); 10. Eigenschaften des Mistes, Dunges usw.: gut (was gehört zu gutem Dünger?), scharf, zu scharf, hitzig usw., Redensarten und Wendungen; 10a. gemischter Dünger (Ausdrücke, Bedeutung, Verwendung!); 11. nach Mist riechen, misteln; 11a. etwaige andere Ableitungen von Mist, wie mistig, Mistele (Bedeutung!); 12. Mist ausfahren, führen, 12a. Mist streuen, breiten, zertragen, zerfahren, zerkräueln ‚zerkrallen’, abkräueln (mit und ohne Objekt, vom Wagen herab), Bedeutungen! 12b. wie wird die Person benannt, die den Mist streut? 12c. Vorrichtung zum Aufziehen von Mist an steilen Lehnen, Mist-, Geil-, Dungseil, Beschreibung, womöglich Zeichnung! 12d. Bestandteile dieser Vorrichtung, z. B. Dungtasche (Beschreibung!); 13. Dünger, Mist kaufen, 13a. verkaufen; wie wird dabei gemessen? nach der Fuhre, fuhrenweise? nach ‚Krippen’? gibt der Bauer Mist gerne ab? 13b. den (gekauften) Dünger aus der Stadt usw. holen, Ausdrücke, Redensarten, auch scherzhafte; Angabe von Preisen erwünscht; 14. Mistfuhre, -ladung; 15. Mistgrube , auch gemauert? 16. Misthaufen, Dung-, Geilhaufen, Geilbühel (der große, im Hofe, auf dem Felde), 15a. die kleinen, die auf dem Felde zum Streuen angeführt werden; Redensarten, auch der übertragenen Bedeutung, Aberglaube (Misthaufen eine Drachenbrutstätte?), Bräuche; 16. Zusammensetzungen mit Mist an zweiter Stelle, nach seiner Herkunft, wie Roß-, Kuh-, Hühner-, Schaf-, Geißmist usw., Stallmist; Angabe der Eigenschaften dieser Gattungen durch Nennung der zugehörigen Eigenschaftswörter; Angabe ihrer besonderen Verwendung zur Förderung bestimmter Fruchtarten erwünscht; 16a. Senkgruben-, Abort-, Häuselmann-, Scheißhäuselmist u. ä., Ausdrücke für seine Vorbehandlung, für welchen Grund wird er besonders verwendet? 16b. Stroh-, Streumist u. a., hierher auch Wörter wie Laubet in der Bedeutung: mit Laub gewonnener Dünger; 16c. nach seiner Verwendung, wie Gartenmist u. ä., hier auch Wörter wie ‚Unterfutter’ (Bezeichnung des für ganz unergiebigen Grund nötigen Mistes); 16d. andere Zusammensetzungen, wie Stadtmist u. a.; 16e. Zusammensetzungen mit Mist als erstem Bestandteil, in eigentlicher Bedeutung (soweit noch nicht genannt), wie Mistgabel, -kräuel , -haue (Beschreibung, womöglich Zeichnung, Nennung der Bestandteile) u. a., 16f. in übertragener Bedeutung, Mistbub, mistfaul u. a. (Bedeutungen!); 17. Zusammensetzungen mit Dung, wie Roß-, Kuhdung, Stalldung usw.; 18. Zusammensetzungen mit Geil, z. B. Geilgeld (Abgabe für Mist); 19. jauchen, ateln , adeln, odeln (mit Jauche düngen); 19a. Zusammensetzungen mit ateln, z. B. ausateln, fertigateln u. a.; 20. Jauche, 20a. Mistbrod, Mistlacke, 20b. Atel, Adel, Odel, Atach, Adach (wird dieses Wort auch für Abtritt verwendet?), 20c. Mistjauche, 20d. Jauchengrube, 20e. andere Zusammensetzungen mit Jauche; 20f. Zusammensetzungen mit Atel, Atelfaß, -truhe, -hül(w)e, -grube, -lache, -gumpen, -wagen, -schöpfer (-schapfer), -pumpe, Bedeutungen! 21. Aberglaube, die Jauche betreffend, z. B. brennendes Gebäude mit Jauche begossen; 22. Atel schöpfen pumpen, 22a. Atel führen, 22b. Atelfuhre; 23. Ableitungen von Atel, wie atlig (adlig), Atler (Adler) = Jauchen-, Schmutzfleck; 24. Kunstdünger, Angabe der Ausdrücke für besondere Gattungen desselben, soweit sie im Volke bekannt sind und gebraucht werden, wie z. B. Kainit u. a.; 24a. gibt es einen allgemeinen Ausdruck zur Bezeichnung des natürlichen Düngers im Gegensatz zum Kunstdünger? 25. richtige Zeit des Düngens; 26. Ausdrücke für Pflanzenasche als Düngmittel? 27. Dünger stehlen; 27a. Düngerdieb, wie beurteilt? 28. noch nicht genannte Zeitwörter für Zustände des Mistes, Arbeiten mit dem Mist, der Jauche: der Mist stinkt (Bedeutung!), 28a. dampft, raucht, hat ausgeraucht, 28b. den Mist wenden, umschaufeln, 28c. aufladen, 28d. aufschlagen, 28e. Mist eingraben, einschaufeln; 29. Ausdruck für den gut, 29a. den schlecht, 29b. den übermäßig gedüngten Acker.

18 / F

 1. pflügen, ackern, bauen; wird ,pfluegen’ (!) nur vom Aufbauen der Wiesen verwendet? etwaige Verwendung dieser Wörter in übertragener Bedeutung (Hausbau ausgenommen); 1a. den Pflug beim Bauen beschweren, auf welcher Weise? durch Auflehnen? usw.; 1b. tief, 1c. seicht pflügen; 1d. unordentlich pflügen, Redensarten, z. B. es ist, als ob die Säue gewühlt hätten; 1e. bei unordentlichem Pflügen entstandene Unebenheit, Vertiefung, Sauuesch, Sauüesche; 1f. die vom Pflug überglittene, nicht erfaßte Ackerkrume, Beham (Geschlecht!); Beham machen; 2. mit der Arl bauen, arlen; 3. Aberglaube, das Pflügen betreffend; 4. Feieracker ackern, zwibrachen (zweite Ackerung des Brachfeldes?); 5. Herbstackern, halmeln, Halme einackern, Halme schinden (Bedeutungen!); 5a. Herbstackeret; 6. Frühjahrsackerung, rühren (hat ‚rühren’ in der Feldbestellung noch andere Bedeutungen?); 7. zum Bauen, ackern, bauenackern (letztes Ackern vor dem Säen?); 8. (noch nicht genannte) Zusammensetzungen mit ackern wie anackern, anackerln (nach der Ernte wieder schmale Beete formen, auch: absichtlich oder versehentlich einen nicht zu pflügenden Grund zu pflügen beginnen, in den Nachbargrund hinüberackern, auch überhaupt zu ackern beginnen und fortackern), zusammenackern (Flecken, Bifänge bauen), d. h. mehrere schmale Ackerbeete in ein breites umwandeln, umackern (der Stoppeln), ausackern (Unkraut), ein-, einhinackern (der Stoppeln, auch Richtungsbezeichnung) - überall Angabe der Bedeutungen; 9. Zusammensetzungen mit pflügen, 10. mit bauen; 11. mit der Haue lockern, pecken, hauen; 11a. anreißen (Bedeutung, Zweck!), wird hiefür besonderes Gerät verwendet? sein Name? 12. Furchen machen, ziehen, furchen, fürcheln u. a., (hat fürcheln [auch furchen?] die besondere Bedeutung: seichte Furchen ziehen, in die Mais gesetzt wird?); 12a. gerade, 12b. krumme Furchen ziehen - gibt es dafür besondere Ausdrücke? 13. die vorletzte Furche des Ackerbeetes auswerfen, Rain teilen; 13a. die letzte Furche des Ackerbeetes ziehen, Rain auswerfen; 14. Wasserfurchen ziehen, machen, ausheben, graben usw.; 14a. Wasserfurchen putzen; 15. den Stoß (vgl. B 24) senkrecht zu den Ackerfurchen umackern, furchbauen, -ackern, einsäumen; 16. wie heißen Felder, die den Winter über nur gepflügt bleiben, nicht geeggt sind? (,in der rauhen Furche’).

 

19. Fragebogen: Feld, Feldbestellung (Allgemeines) (4)

19 / F

 17. Rain machen, rainen, ab-, an-, verrainen (Bedeutungen!); 18. scharf zum Rain hinzuackern, warum? 19. beim Anlegen des Raines über den eigenen Grund hinauspflügen, überrainen; 20. Teile vom Rain wegackern, um den nutzbaren Ackerboden zu vergrößern, hinzuackern; Redensarten wie: ein Stückel, Bröckel vom Rain wegackern, wegherzwicken u. a., wie wird darüber geurteilt? 21. den Rain völlig beseitigen, aus-, einackern, umackern, -legen, -graben u. a.; 22. beim Pflügen den Ochsen vorangehen, fürgehn; 22a. Name der Person, die vorgeht; 23. mit Ochsen, 23a, mit Pferden pflügen, 23b. ungleich pflügen (d. h. mit einem Ochsen und Pferd, zusammengespannt); 23c. ein-, 23d. zweispännig pflügen; 24. den Pflug lenken, ,haben’; 24a. mit dem Pflug an einen Stein (Fels) anfahren; 24b. Herauswerfen des Pfluges in Folge harten Untergrundes; 25. den Pflug wenden, umherreißen; Ausdrücke für die einzelnen Abschnitte der Bewegung; 25a. Ort, wo die Wendung gemacht wird, Kehre; 26. hat die Person, die den Pflug lenkt besonderen Namen? 27. auf dem Pfluge rasten, jausnen; 28. Bezeichnung der Zeit, die der Pflügende zum Bebauen eines bestimmten Ackerteiles braucht; 29. Ackererde, Kot führen; 29a. abgebaute Erde vom unteren Ende geneigter Äcker zum oberen führen oder tragen, Ausdrücke, Wendungen; 29b. Vorrichtungen dabei, Gesamtname, Namen der Bestandteile; 29c. die auf die Wiese oder den Rain hinausgetretene Erde auf den Acker zurückstreifen, Kot putzen, einputzen, einräumen; 29d. besondere Werkzeuge dabei? 29e. wie wird diese Einputzarbeit nach ihrer Schwierigkeit eingeschätzt? Redensarten (z. B. leichte Arbeit, Weiberleutarbeit u. a.).

19 / G

 1. Säen, 1a. Redensarten, auch Angabe übertragener Bedeutung in Redensarten wie Geld, Mehl säen, d. h. unwissentlich ausstreuen, u. a Bauernsprüche; 1b. Arten des Säens: dicht, dick, 1c. dünn, schitter säen, beim Säen auslassen, Redensarten, Scherze; 1d. gegen den Wind säen, Hilfsmittel bei widrigem Wind; 2. andere mit säen gleichbedeutende Ausdrücke, z. B. (Samen) auswerfen u. a.; 3. zeitwörtliche Zusammensetzungen mit säen, wie an-, aus-, ein-, hin-, hinzu-, nach-, be-, versäen u. a., überall Angabe der Bedeutung, auch der übertragenen, dort, wo sie vorkommt, z. B. bei versäen, ansäen: er hat das ganze Geld versät, angesät, d. h. verstreut, verloren; 4. Bräuche, die sich auf das Säen beziehen, z. B. Saathahn (seine Rolle und Bedeutung!), den Weg säen, d. h. den Weg des Liebhabers zum Mädchen mit Spreu oder Spänen bestreuen, u. a.; 5. Säreihe, Leeche; wird sie abgesteckt? wie? von wem? Wendungen, wie Leechen abstecken; 6. Sämann, Säer, Baumann, Eigenschaften eines guten, eines schlechten Säers; wem kommt diese Arbeit zu (Mannerleutarbeit)? behält sie sich der Bauer vor? 7. Sätuch, -tüchel , Fetzen , 7a. Säsack, 7b. Säkorb, 7v. Säsumper; wie gehalten und getragen? Bedeutungen dieser Wörter! 7d. Kitze, Beschreibung, wie gehandhabt? 7e. wie heißen die zum Zubinden dienenden Bänder (Zitzeln u. ä.)? sind sie geflochten? gedreht? aus Leinwand? 8. Säriemen (Bedeutung!); 8a. Säheiliger; welche sind es? 9. andere noch nicht genannte hauptwörtliche Zusammensetzungen mit säen, z. B. Säspruch; 10. Ableitungen von säen, z. B. Säerei; 11. Saat, 11a. Winter-, 11b. Sommersaat, 11c. Untersaat (d. h. beim Säen übersehener Streifen, den man später nachsäen muß), Redensarten wie: wer eine Untersaat macht, in dessen Hof stirbt jemand in diesem Jahr, oder: der kriegt das Jahr ein Kind; arbeitenden Mädchen sagt man: gebt acht, daß ihr keine Untersaat macht (Bedeutung!); 12. andere Zusammensetzungen mit Saat an zweiter Stelle, wie Ansaat (bedeutet das Wort auch ein bestimmtes Ackermaß? z. B. ein Acker von 6 Vierling Ansaat), Aussaat, Klee-, Rübsaat usw., 12a. an erster Stelle, z. B. Saatfeld, -zeit u. a.; 13. (Pflanzen-) Same, ist das Wort auch in der Mehrzahl gebräuchlich? Redensarten wie: zum Samen lassen, behalten, Samen wechseln; 13a. Samenkorn; 13b. Sammelbezeichnungen, wie Sämerei(en), Samlach, Gesämlach, Sammelwerk ; sind diese Sammelnamen nur für Samen von Blumen und Gartenpflanzen üblich? 14. Ausdrücke für Reinigung des Samens, Vorrichtungen hiefür; 15. Behälter, worin der Same aufbewahrt wird, Samhafen, -schachtel; 16. noch nicht erwähnte Zusammensetzungen mit Same (in der Bedeutung Pflanzensame) an zweiter Stelle, wie Gras-, Salat-, Rüb-, Klee-, Leinsame, Vogelsame usw., 16a. an erster Stelle, wie Samengetreide, Samerdäpfel u. a.

19 / H

 1. eggen (egen, adnen, arn), bretten (Bedeutung des Wortes !); etwaige Verwendung von eggen in übertragener Bedeutung; 1a. hat die Person, die eggt, besondere Bezeichnung? 1b. bracheggen, Halmacker eggen; 1c. zwiebrach eggen; 1d. Ruhr eggen (den eingeackerten Dung eggen); 1e. zusammenreißen (letztes Eggen vor dem Säen), reißen (warum so genannt?); 1f. eineggen, das Übereggen der Saat; 1g. auseggen (Bedeutung!); 1h. scharf eggen; rühren, überdrehen; 1i. der Länge des Feldes nach eggen, streifen, ein-, niederstreifen; 1k. quer nach der Breite des Feldes, oder der Diagonale nach eggen: schräg, quer, überzwerch(-st), überwärts , geschrams, schrems, schremsüber, schatz, schips eggen, schetzen; 1l. im Kreise (genauer: in einer Spirale) eggen; 1m. einen Streifen, hand-, fußbreit beim Eggen auslassen, vor-, fürschlagen, vorteilen, -fachteln; 1n. sonstige Zusammensetzungen mit eggen, z. B. ab-, nacheggen, Richtungsbezeichnungen; 2. wird die Egge beschwert? womit? etwaige Ausdrücke! 3. Schollen zerkleinern, treten, klopfen, schlagen, schlägeln; 3a. Gerät hiebei, Schlägel; 3b. Teile desselben, z. B. Schlägelstiel; 4. walzen, walgen, walgeln, 4a. Zusammensetzungen mit walgen, walzen, z. B. abwalgen; 5. Steine lesen, klauben, abklauben, schwenden; 5a. Steine auf-, zusammenschichten, wo? 5b. wer besorgt diese Arbeit? mundartliche Ausdrücke! 5c. wie heißen solche Haufen? 6. Wurzeln, ‚Würze’ abklauben, 6a. sie zusammen, auf Haufen legen, wohin? 6b. wer besorgt diese Arbeit? mundartliche Ausdrücke! 6c. die gehäuften Wurzeln, ‚Würze’ verbrennen; 6d. hat ihre Asche besonderen Namen? wird sie als Dünger verwendet? wird überhaupt Asche als Dünger verwendet? 7. Warnungszeichen aufstellen, damit niemand über den bestellten Acker gehe; 7a. diese Warnungszeichen selbst, soweit sie für Felder bestimmt sind, Namen, kurze Beschreibung; 8. Vogelscheuchen aufstellen; 8a. Vogelscheuche, Scheuche, Feld-, Kraut-, Breinscheuche; auf welchen Feldern werden Scheuchen besonders aufgestellt? 8b. Arten: Nachbildungen der menschlichen Gestalt: Krautmännlein, Boger-, Tatermann u. a., Beschreibung! 8c. an einer Schnur aufgehängte Vögel als Scheuchen, Nachbildungen von Vögeln (z. B. Erdäpfel mit Federn besteckt), Namen, Beschreibung! 8d. Lärmwerkzeuge verschiedener Art, Vogelschreppe, Klapper, Namen, Beschreibung! 8e. Vergleiche, Redensarten, z. B. er schaut aus wie eine Krautscheuche u. ä.; 9. jäten, Beugungsformen des Zeitwortes, besonders Mittelwort der Vergangenheit (gejäten?); 9a. Zusammensetzungen, wie aus-, nachjäten u. a.; 10. hauptwörtliche Bezeichnung der Handlung des Jätens: die Jat; 11. hauptwörtliche Bezeichnung dessen, was gejätet wird: Jatach, Jätach, Jat, Jät, Jöt (Geschlecht!); 12. Person, die jätet, Jater, Jaterin, gilt das Jäten als ‚Weiberleutarbeit’ und wird es so benannt? 13. Disteln ausziehen, ausstechen, stechen, grasen; 13a. haben die Disteln besondere Namen, je nachdem sie in Hafer, Korn, Weizen usw. stehen? Anführung der Namen, jeder auf besonderem Zettel! 13b. wie nennt man die schädliche Einwirkung des Distelwuchses auf Hafer, Korn usw.? ,sie verziehen dem Hafer usw. die Wurzeln’ u. ä.; 13c. Verwendung der ausgezogenen Disteln (als Viehfutter usw.), Wendungen; 14. Werkzeuge des Jätens: Jat-, Jäthaue, -krampel u. a.; 14a. mit dieser Haue arbeiten: jäthauen u. a.; 15. werden zum Distelausziehen Handschuhe besonderer Art verwendet? Benennung! 16. Jatergruß (Ansprache und Antwort der Jäterinnen, beziehungsweise vorübergehender Personen), Inhalt, Form solcher Grüße, Proben! 17. Acker verwahrlosen, herunterkommen lassen; 17a. Acker aussaugen, ausrauben usw.; 17b. Raubbau.

 

20. Fragebogen: Körper (1)

20 / A

 1. Körper, Körpel, Korp, Angaben über Häufigkeit und Verwendung des Wortes, Mehrzahl, Verkleinerung: bedeutet das Wort auch soviel als Leibchen (ärmelloses Kleid)? auch soviel als Körperschaft? wenn ja, wie weit ist dieser Gebrauch üblich? wird er als fremdartig empfunden? 1a. Korpus (Geschlecht!), Grad der Häufigkeit, Verwendung; Vorkommen in Zusammensetzungen wie ‚Korpus-Christi-Bruderschaft‘;1b. Redensarten mit Körper, Körpel, Korp, Korpus wie: einen Körper, Korpus auf sich, auf ihm haben; so einen Körper, Korpus haben, nur grad so ein Körperl haben, sein, das ist ja gar kein Körper mehr (= ganz abgemagert sein), einen ganzen Korpus aufhaben, auf ihm haben, an sich, in ihm haben usw. - genaue Angaben der Bedeutung! 1c. Ableitungen und Zusammensetzungen mit Körper, wie körperlich, Totenkörper, Ober-, Wahlkörper usw. - jedes Wort auf besonderem Zettel! 1d. übliche Eigenschaftswörter zu Körper; 2. Leib (Mehrzahl! Verkleinerung!) - [man halte Leib und -Laib (in Laib Brot usw.) strenge auseinander und bringe hier nichts von dem, was für Laib gilt] - hat das Wort neben der allgemeinen noch besondere Bedeutung, wie Rumpf, Magen und Bauch, Mutterleib? bedeutet es auch ein Kleidungsstück? ist diese Bedeutung etwa auf die Verkleinerung (Leiwl, Leiwle usw.) beschränkt? Angaben über Häufigkeit dieser Bedeutungen; 3. Redensarten, Wendungen, Vergleiche mit Leib (jede Redensart usw. auf besonderem Zettel!): in der allgemeinen Bedeutung Körper, wie: Leib und Seele (mit L. u. S. dabei sein, Essen und Trinken hält L. u. S. zusammen), Mann und Weib sind ein Leib, vom L. kommen, fallen; auch bildlich: der hat keine Ehr im Leib; 3a. in der Bedeutung Unterleib, wie: der Leib tut mir weh, der L. treibt sich auf, fällt ein, der L. (Mastdarm, Gebärmutter) tritt aus, der hat einen aufgeschwemmten L. (wovon?), einen offenen L. (Durchfall), L. wie eine Bachschüssel, wie ein Fassel, wie eine Trommel (aufgetrieben, gespannt); 3b. in der Bedeutung Leben, wie: mit Leib und Leben, bei Leib und Tod, Leib und Gut; 3c. in rechtlichem Sinne z. B. Leib haben (Anrecht auf Leibgedinge); 4. besondere Wendungen mit dem Worte Leib, wie: beileibe (pi-, palaiwa, balai) nicht o beileibe! (Bedeutung!), einen zuleibe nehmen (ihn strafen), von Leib (falaib, falai), Bedeutung! 5. feste Verbindungen von Leib mit Eigenschaftswörtern, z. B. harter Leib (Verstopfung), heiliger L. (L. eines Heiligen als Reliquie) - wird diese Verbindung auch scherzhaft oder ärgerlich in anderer Bedeutung verwendet? bei welchem Anlaß? (beim Aufstehen aus dem Bett? beim Wecken usw.?); 5a. andere übliche Verbindungen des Wortes mit Eigenschaftswörtern, zur Bezeichnung der äußeren Erscheinung, der Gesundheit, Krankheit, dazu etwaige Ersatzwörter [einzeln auf einzelnem Zettel!], wie: gesunder, kranker L., kräftiger, hinfälliger, geschwächter, schwacher, schöner, häßlicher, schlanker, schwerfälliger, gut-, schlechtgenährter, magerer, ausgemergelter (,ausgezuzelte Kletzen‘), aufgedunsener, aufgetriebener, eingefallener, mit Geschwüren, Beulen, Hautunreinigkeiten bedeckter L. usw.; 5b. Farbbezeichnungen bei Leib, wie: blauer L. (z. B. einen ganz blauen L. haben - wovon?), schwarzer (auch ,Mohrenleib?‘), russiger, weißer, reiner, schmutziger, ramiger L. usw.; 6. Zusammensetzungen mit Leib an zweiter Stelle, z. B. Ober-, Unter-, Vorder-, Hinterleib (werden dafür vielleicht lieber Ersatzverbindungen mit oben, unten, oberhalb, unterhalb, untershin, vorne, hinten gebraucht?), Mutterleib (dazu Redensarten wie: vom M. her, ausher, auf, an u. dgl.), Schnürleib, Vor-, Fürleib, Menschen-, Tierleib (häufig verwendet?); 7. an erster Stelle, in der eigentlichen (sinnlichen) Bedeutung des Wortes, wie: Leibwäsche, -schüssel (zum Unterstecken), -zwang, -schmerz (häufig verwendet? nur in Mehrzahl? oder auch in Einzahl?), Leibweh (häufig verwendet?), Leibschneiden, Leibschaden (Bruch), leibfarben, lei(b)farb; 7a. in mehr übertragener Bedeutung, wie: Leibtruhe (Kleidertruhe), Leibzins, -gedinge, leiblebenslang, leiblos; 7b. die engere Zugehörigkeit ausdrückend: Leibkutsche, Leibrock, Leibpferd, -roß, Leibregiment, -garde (häufig verwendet?), Leibdiener, -jäger, -blatt, -blättel, Leibspeise (ist auch die Form Leibsspeise vorhanden und wie wird sie ausgesprochen?), Leibstückel (Musik: das L. blasen); kann das Wort in dieser Bedeutung irgend einem anderen Gegenstandswort vorgesetzt werden, um dadurch (in scherzhaft gefühltem Zusammenhang?) die enge Verbindung mit Gewohnheiten, Neigungen auszudrücken, wie etwa in Leibbüchel, Leibwurst (= Lieblingsbüchel, -wurst)? 8. leibig (beleibt), Redensarten wie: recht schön leibig werden, sein, das ist ein leibigs Männlein (wie wird die gegensätzliche Vorstellung ausgedrückt?); 8a. leibhaftig (Verwendung! als Beteuerung? nur als Verstärkung?), Angabe der Betonung; der Leibhaftige (= Teufel?); 8b. leiblich, wird das Wort als echt mundartlich gefühlt? wie wird ‚leiblich‘ in Verbindungen wie leiblicher Bruder umschrieben? 8c. ist der Ausdruck ‚Leiber‘ (= Soldat im Leibregiment) bekannt? 9. leiben, sich leiben (fetter, leibiger werden), bezieht sich der Ausdruck nur auf Vieh? Redensart: leiben und leben (Bedeutung); 9a. ableiben (Bedeutung! mager werden? sterben? töten?); 9b. ein(ver)leiben.

20 / B

 1. Blut (nur in der Bedeutung ‚Blut‘, nicht in der von ‚Blüte‘!), ursprüngliche und übertragene Bedeutung (z. B. von Pflanzen, zur Bezeichnung der Verwandtschaft, edles Blut, Blut des Rotweins); 1a. Ausdrücke der Jägersprache für ‚blut‘ (z. B. Fasch u. a.); 2. Zeitwortverbindungen mit Blut, wie: das Blut rinnt (fließt), läuft, spritzt, hämmert, klopft, siedet, wurlt, beißt, juckt, kommt, kommt schon, bleibt aus (bei Wunden, Umständen der Regel), stock, gerinnt, steht ab, trocknet ein, zersetzt sich, riecht, schmeckt (wie?), raucht, dampft, ist verbrannt; zeitwörtliche Wendungen mit Blut im eigentlichen Sinne, wie: das Blut verlieren, vergießen, verspritzen, hin-, hergeben, abzapfen, ausher-, herauslassen, es kommt, geht ins Blut, das Bl. steigt mir zu Kopf, das bringt das Bl. ins Wallen, der muß heute Bl. lassen u. a.: jede Redensart, Wendung, Verbindung hier wie im folgenden auf eigenem Zettel! 3. übliche Eigenschaftswörter bei Blut: dickes, dünnes, schweres, leichtes, batziges, ruhiges, kaltes, warmes, hitziges, junges, rebellisches, totes, unreines, krankes, wildes, stockiges, gestocktes, rotes, schwarzes, süßes, saures usw. Blut; Redensarten, Wendungen mit diesen Verbindungen (z. B. er hat dickes Bl., sein Bl. wird, ist rebellisch u. ä.); wo nötig, Angabe der Bedeutung, sowie ob durch die betreffende Wendung auch das Temperament eines Menschen gekennzeichnet wird (wer hat z. B. süßes Blut? der von Ungeziefer Geplagte? der Verliebte?); ferner ob sich die betreffenden Blutarten - nach der Volksmeinung - im körperlichen Befinden äußern (Bleichsucht, Neigung zu Ohnmachten, Hautunreinigkeiten usw.)? 4. das heilige Blut (Bedeutung!); 5. Vergleiche mit Blut, z. B. rot wie Bl.; 6. Wendungen mit Blut in bildlichem Sinne wie: das liegt im Bl.; macht böses, fein kein gutes, macht kein gutes Bl., der wird noch Bl. schwitzen müssen, sich wegläugnen von seinem Bl. usw.; 7. Geblüt, Bedeutung (auch Regelblut?), Redensarten wie: das Geblüt ist ihm in den Kopf gestiegen, es ist ihm ins Geblüt gekommen u. a.; übliche Eigenschaftswörter wie: heißes, hitziges, unreines Geblüt u. a.; 8. bluten, blüeten, bluetigen, kommen die Formen ‚bluten‘ und ‚blüeten‘ neben einander vor? Häufigkeit, Verteilung (auf Altersschichten? Stadt und Land?); Wendungen in eigentlicher wie übertragener Bedeutung, z. B. der muß heute bluten, der Stamm blutet beim Beschneiden, das Herz möchte einem bluten (daneben auch die Wendung: der Arsch möchte einem bl.?); 8a. Wendungen für den Grad des Blutes: leicht bl., nur ein bischen, ein wenig bl., tröpfeln, nur ein bischen fürherzahnen, hervorzahnen, zwengetzen, fürher-, hervorzwengetzen u. a.; 8b. heftig, stark, fest bluten, bl. wie eine Sau u. a.; 8c. bluten in der Kinder- und Ammensprache : bluterln u. ä.; 8d. bluten in der Jägersprache, schweißen (auf die Jägersprache beschränkt?), Wendungen; 9. Zusammensetzungen mit bluten: aus-, ver-, zusammenbluten, hinab-, abhinbl., heraus-, ausherbl., hinein-, einhinbl. (z. B. in ein Tuch; ‚eine Wunde blutet hinein‘ [mit welchen Folgen?]), etwas abbluten, derblüeten, derbluten (sich, etwas derblüeten), Bedeutungen! 10. Blutung (ist das Wort häufig? hat es Mehrzahl?), zeitwörtliche Verbindungen, wie Bl. haben, kriegen u. a.; 10a. Verblutung (häufig verwendet?); 10b. kommen Zusammensetzungen mit Blutung, Verblutung vor, z. B. Gehirn-, Darm-, Gebärmutterblutung? sind sie häufig? 11. blutend(-endig), als Eigenschaftswort verwendet; 12. blutig, in eigentlicher und übertragener Bedeutung, z. B. ein blutiger Spaß, seinen blutigen Kreuzer hergeben müssen, blutig verdienen, verdient, das war ein blutiger! Ausrufungs-, Verwunderungs-, Fluchformeln mit blutig als Eigenschafts- oder Hauptwort, wie Blutiger! Blutiger, Blutiger! blutiger Hennenkopf! (Bedeutungen!); 13. Bluter, Blüter, Bedeutungen! Redensarten; 13a. Bluterin, Blüterin; 13b. Zusammensetzungen mit Bluter, Blüter, Bluterin, Blüterin.

21. Fragebogen: Körper (2)

21 / B

14. Verbindungen mit Blut, bluten zur Bezeichnung von Krankheiten: Blut brechen (auch: das Blutbrechen - man gebe hier wie im Folgenden auch solche hauptwörtliche Verwendung eigens an), Bl. spucken, husten, brunzen, seichen, ‚machen‘, scheißen, Blutauszehrung, Blutsturz, -piß, -fluß, -schiß, -schwund, -zwang, Nasenbluten (bedeutet es auch: Regel, menses?), Zahn-, Zahnfleischbluten u. a.; gibt es eine Gesamtbezeichnung für Krankheiten des Blutes (Blutkrankheit, -heiten)? 15. Blut stillen, ‚be-, verstellen‘; 15a. volkstümliche Mittel dafür (in mundartlicher Form), z.B. auf ein Stück Rasen (‚einen Mosen‘) treten und sich ansprechen lassen, Blutöl, Spinneweben, Feuerschwamm, Krötenpulver u. a. (für jedes Wort eigenen Zettel!); (wird ein Mittel gegen besondere Arten und Ursachen des Blutverlustes angewendet, so wolle man es angeben); 15b. Segensprüche, Blutsegen (Anführung besonders in mundartlicher Form erwünscht), wie z. B. folgender aus Deutschböhmen: Blut steh und kimm nimmer! Wie Jesus Christus gestorben ist und kimmt nimmer! Im Namen Gottes Vaters, Gottes Sohnes, Gottes heiligen Geistes! (Ist es verboten dabei ,Amen‘ zu sagen?); 15c. Handlung des volkstümlichen Blutstillens (Blutbestellung) ; wie geht sie vor sich! werden Wund- und Nasenblutung verschieden behandelt? 15d. Person, die sich mit der Blutstillung befaßt; 15e. Pflanzen, Mineralien usw., die als blutstillend gelten (in mundartlicher Form! dazu die schriftdeutsche oder wissenschaftliche Bezeichnung, wenn entsprechende vorhanden), z. B. Blutkraut, -wurz, -stein, Watte usw.; 15f. wird das Wort ‚blutstillend‘ in der Mundart verwendet? (z. B. in der Verbindung ‚blutstillende Watte‘? oder noch anderen üblichen?); 16. wenn gegen eine der früher genannten Blutkrankheiten, Blutungen mehrere Mittel verwendet werden, so wolle man sie (außer an ihrem Orte, wo sie einzeln abgefragt waren) unter dieser Nummer 16 zusammenhängend aufzählen (je auf einem Zettel für jede Krankheit); 17. Blutkörperchen, Kügerl, Blutkügerl, -knollen (woher kommend?), -batzen, -botzen, -batzerl, -bötzerl u. a.; 17a. haben die roten, 17b. die weißen Blutkörperchen eigene Bezeichnung? (weißes Blut?); 17c. benennt das Volk die aus dem Überwiegen der weißen entstehende Leukämie? (mit mundartlichem Wort? mit Fremdwort?), die Mittel dagegen? 18. Serum, Blutwasser; 19. Blut trinken (Ausdrücke, Redensarten), wann, von welchen Tieren üblich? wie heute beurteilt? wird Menschenblut getrunken? 20. Blutmale. -runst, -striemen, -‚wurst‘, -aiß, -blase, -geschwulst (Herkunft? Volksschnurren); 21. Blutstropfen (ist die Form ‚Bluttropfen‘ oder ,Blutstropfen‘ üblicher? übertragene Verwendung, Volksglaube), -zapfen , -schweiß , -schaum; 22. Blut reinigen, Blutreinigung; welche Mittel gelten als blutreinigend (mundartliche Bezeichnungen!), z. B. Blutreinigungstee, Drachenkraut usw.; 23. Zusammensetzungen (für jede besonderen Zettel!) mit Blut an zweiter Stelle, z. B. Christi Seitenblut, Menschenblut (wird damit gezaubert? von wem besonders?), Männer-, Weiber-, Buben-, Mädel-, Herrenblut, Vieh-, Rinder-, Hühner-, Schweins-, Hasen-, Maulwurfs-, Natternblut (Verwendung!), Floh-, Mückenblut, Herz-, Rück-, Nasenblut, Monatsblut, Vollblut usw.; bei jedem Stichwort die etwa vorhandene bildliche Bedeutung und die etwaigen Redensarten anführen, z. B. der hat Schneckenblut, Fischblut; 23a. Zusammensetzungen mit Blut an erster Stelle (soweit noch nicht genannt), in eigentlicher Bedeutung: Blutfleck (wie entfernt man ihn? mundartliche Namen der Mittel), -lache, -kasten (Brust), -geruch, -dunst, -hafen, -haferl, -farbe, -farben, -rot, Blutscheu, blutscheu, -arm, -armut; 23b. in übertragener Bedeutung: Bluthund, -richter, Blutrose, -apfel, -orange, Blutsfreund, -verwandter, -verwandtschaft, -verwandt; 23c. in verstärkender Bedeutung, bei Eigenschaftswörtern (Angabe der Betonung!), wie blutarm, -nackt, -dünn, -jung, -wenig u. a.; bei Hauptwörtern (Angabe der Betonung!), wie Blutskerl, Blutsau, Blutteufel, Blutscheißdreck, Blutsdrache, Blutsakrament u. a. (überall Angabe der Bedeutung); 24. Zusammensetzungen mit -blütig: vollblütig, heiß-, kaltblütig u. a.; 25. Weiterbildungen, wie Vollblütigkeit.

21 / C

1. Fleisch, Mehrzahl? Verkleinerung (Bedeutung!), scherzhafte Lautungen (Floasch usw.), Lautungen im Verkehr mit kleinen Kindern, Tieren (Fleischi, Waisch u. a.), auch in übertragener Bedeutung, z. B. Fleisch von Obstarten (Kirschen usw.); 1a. gibt es eine besondere Bezeichnung für Fleisch ohne Knochen? (Brat, Gebrät, ausgelöstes Fl. - Bedeutungen!); 2. Redensarten, stehende Wortverbindungen mit ,Fleisch‘, wie Fl. und Bein, Fl. und Bl., nicht Fisch nicht Fl., vom Fl. fallen (mager werden), ins Fl. gehen, sich ins (eigene) Fl. schneiden; Scherzfragen wie: welches ist das beste, das teuerste Fleisch? 3. häufige eigenschaftswörtliche Verbindungen (solche, die auf Zubereitung des Fleisches, Handel mit Fl. gehen, sind anderen vorbehalten) und ihre Ersatzwörter (für jedes Wort besonderen Zettel!), zur Bezeichnung des allgemeinen Zustandes: gesundes, krankes, totes, wildes Fl. (Bedeutung! wird auch der Ausdruck frisches Fl. im selben Sinne verwendet?), frisches, grünes (was hält man vom Essen grünen Fleisches? wie weit, bei welchen Fleischsorten üblich? hat ,grünes Fl.‘ auch die Bedeutung ,wildes Fl.‘?), faules (Redensarten wie: faules Fl. muß man ausschneiden), anfaules, eiterndes (Materifleisch), madiges Fleisch usw.; 3a. zur Bezeichnung innerer und äußerer Beschaffenheit: festes, kerniges, anstarkes, hartes, weiches, mildes, mürbes, schwammiges, letschiges (Bedeutung!), zähes (Redensarten, Vergleiche wie: man beißt sich daran die Zähne aus, zäh wie Leder), leichtes, schweres, wasserhaltiges, trockenes, feuchtes, fettes, feistes (auch Feistfleisch), faseriges (auch Gefaseret, Gefeslet, es bleibt [dir] in den Zähnen hängen, da hast am Freitag, am Karfreitag [auch] noch was davon, Fl. wie lauter Fäden), langfaseriges, flechsiges, häutiges (auch Gehäuteret, Häuterwerk, Häuterwerk übereinand, Bänder, Banter, Bänderet, Banteret); 3b. zur Bezeichnung des Geruches, Geschmackes: stinkendes, gestunkenes, muffelndes, muffiges, gutes, richtiges, schlechtes, fades, süßliches (süßletes), wildelndes Fl. usw.; auch Schimpfwörter wie: Dreck-, Sau-, Hunds-, Scheißfleisch u. ä.; 3c. zur Bezeichnung der Färbung: rotes, rötliches, weißes, schwarzes, bläuliches, gelbliches usw. (Angabe der Bedeutungen, der Beziehungen zwischen Farbe und Güte); 4. fleischig, Redensarten wie: das Fürtuch ist fleischig, d. h. von Fleischteilchen (meist rohen) verunreinigt, nach Fleisch riechend; ,etwas Fleischiges‘ (Bedeutungen! von Fleischgerichten, ferner in geschlechtl. Sinn); übertragene Bedeutung (fleischige Stengel, Blätter usw.), brätig (von fleischig der Bedeutung nach unterschieden? wird brätig auch von der Bodenbeschaffenheit gebraucht? z. B. eine brätige Wiese?); 5. fleische(r)n, fleischeren (Eigenschaftswort! Bedeutung!); allfällige sonstige eigenschaftswörtliche Ableitungen - mit Angabe de Bedeutung und der Häufigkeit - wie fleischlich, fleischhaft; 6. fleischen (Zeitwort! Bedeutung!); etwaige Zusammensetzungen; 7. nach Fleisch riechen, fleischeln; 8. Zusammensetzungen mit Fleisch an zweiter Stelle (samt Ersatzwörtern, Ersatzverbindungen , Redensarten), soweit noch nicht genannt, jedoch ohne die besonderen Ausdrücke der Küche, des Selcher-, Fleischergewerbes; jedes Wort, jede Verbindung, Redensart, auf eigenem Zettel, zuerst die mundartliche Form, dann wo nötig Bedeutung, sachliche Angaben; nach den Lebewesen: Menschenfleisch, Heidenfleisch (Mumienfleisch, als Heilmittel), Weiber-, Jungfern-, Mädel-, Menscherfleisch (mehrere Bedeutungen!), Bubenfleisch usw., Tierfleisch, Rind-, Ochsen-, Kuh-, Stier-, Stierlfleisch (Eigenart?), Roß-, Hühner-, Gockel-, Gickel-, Katzen-, Hunde-, Dachsfleisch (Verwendung!), Lamm-, Geiß-, Ziegen-, Hammel-, Widder-, Bocksfleisch (,daß du fein nicht stoßend wirst‘), Reh-, Hirsch-, Gamsfleisch usw.; 8a. nach der Körperstelle: Kopf-, Wangen-, Hals-, Nackenfleisch (Gnackfl.), auch ,Fleisch am Kopf, Hals‘ usw., Armfleisch (Bedeutungen!), Brust-, Dutten-, Bauch-, Wampenfleisch (Wammerlfleisch, Wammerl, Fl. vom Wammerl), Bein-, Haxenfleisch (Fleisch an der, von der Haxe, an dem, von dem Haxen), Arsch-, Sitzfleisch (Bedeutung, Redensarten), Lendenfleisch (der Lenden), Fleisch an den männlichen, weiblichen Geschlechtsteilen (Schwanz-, Fut-, Vögel-, Feckelfleisch usw.), Knie-, Wadenfleisch usw.; 8b. nach der Bestimmung: Soldatenfleisch (Fleisch, das fürs Militär gekauft wird), Herren-, Pfarrerfleisch u. ä.! geweihtes, Weih- (Weich-)fleisch; 8c. nach dem Zustand: Grün-, Jung-, Wildfleisch u. a.; 8d. Benennungen, die zu volkstümlichem Aberglauben, zur Volksmedizin in Beziehung stehen, wie Drachen-, Eidechsen-, Nattern-, Schnecken-, Aalfleisch, Fleisch vom Salamander u. ä. (Verwendung!); 8e. scherzhafte Bildungen, wie Flohfleisch, Fuchsschweiffleisch (in Schnellsprechübungen wie: fünfzehn Pfund Fuchsschweiffl.); 8f. Zusammensetzungen mit Fleisch in übertragener Bedeutung: Kirsch-, Apfel-, Zwetschgen-, Frucht-, Schwammfleisch (auch nach Einzelsorten wie: Rehgeißel-, Zigeuner-, Dobernickelfleisch usw.), als Schimpfwort: du Rabenfleisch! 9. Zusammensetzungen mit Fleisch an erster Stelle (soweit noch nicht genannt, jedoch ohne die besonderen Ausdrücke der Küche, des Selcher-, Fleischergewerbes): allgemeiner Ausdruck für Fleischgattung, Fleischsorte; Sammelausdruck: Fleischwerk, Fleischzeug, Gefleischeret (Bedeutungsunterschiede!); 9a. zur Bezeichnung von Bestandteilen, Zuständen, Beschaffenheiten des Fleisches: Fleischtrockne (-trücken), -feuchtigkeit, -feuchten, -fäule (Angabe der Bedeutung, der Häufigkeit dieser Wörter), Fleischwasser, -faser, -zaser; 9b. mit Beziehungen auf den Fleischgenuß: Fleischkost, Fleischfutter, -esser, -fresser, -fraß, -brocken (auch übertragene Bedeutung?), -turm (Bedeutung!), -bauch, Fleischgenuß (Häufigkeit!), Fleischverbot, Fleischzeit, -zeiten (Bedeutung! sachliche Angaben!), -tag, Fleischochse, -kuh, -ferkel (Bedeutungen!); 9c. sonstiges, wie Fleischfliege, -made u. ä.; Fleischeslust; Eigenschaftswörter wie fleischfarben.

22. Fragebogen: Körper (3)

22 / D

 1. Knochen (des Menschen, Tieres), Verkleinerung, verwendet die Mundart das Wort überhaupt in dem Sinne, den es in der Schriftsprache hat? oder nur in der Bedeutung ,Knöchel‘? übertragene Bedeutung (als Schimpfwort), Redensarten wie: mit Haut und Knochen (ihre Häufigkeit gegenüber der von ,Knochen‘ allein und gegenüber der Redensart mit Haut und Bein), zu den Knochen gehn, einladen (d. i. zur Metzelsuppe); 1a. Knöchel, Bedeutungen; 1b. Knocken, Geschlecht, Einzahl und Mehrzahl? oder nur Mehrzahl? Bedeutung; 1c. knöchern (Eigenschaftswort); 1d. knöcheln (Zeitwort), Bedeutung; 1e. knöchlet; 1f. Zusammensetzungen mit knöchlet, z. B. feinknöchlet (häufig?); 2. knochig, knochet (Grad der Häufigkeit); 2a. Zusammensetzungen mit knochig, knochet, z. B. starkknochig; 3. übliche Eigenschaftswörter bei Knochen (jedes auf eigenem Zettel!), in der eigentlichen wie der übertragenen Bedeutung des Wortes, z. B. fest, mürb, bröslet, faulig, stinkend, elend u. a.; 4. Zusammensetzungen mit Knochen, Knöchel, Knöcherl (bei denen allen Angaben über den Grad der Häufigkeit erwünscht sind) an zweiter Stelle, nach der Herkunft: Menschen-, Toten-, Tierknochen, Kinderknöcherl u. ä. (Häufigkeit gegenüber der Ausdrucksweise ,Knochen vom Menschen‘ usw.); nach der Körperstelle: Arm-, Brust-, Schulter-, Schinkenknochen (Bedeutung!) usw.; nach der Beschaffenheit und Verwendung: Metten-, Suppen-, Fleisch-, Beinknochen (Bedeutung, Häufigkeit, Verwendung); mit Knochen in übertragener Bedeutung: Dreck-, Sau-, Hundsknochen u. ä. (Bedeutung, Häufigkeit); 5. Zusammensetzungen mit Knochen an erster Stelle, z. B. Knochengeruch, -geschmack, Knochenmann(Bedeutung!), Knochenmehl (auch als Dünger verwendet?), -fett, -gerüst (wird auch das Wort Skelett gebraucht? Bedeutung, mundartliche Lautung), Knochenfraß, woher kommend? Gegenmittel (in mundartlicher Form), Segensprüche (nur solche anzuführen, in denen das Wort Knochen, Knocken, Knöchel vorkommt), Knochenbruch (Gegenmittel, Segen), Knochenhandel, -händler(in), -sucher, -stößel, -stößer, -kiste.

22 / E

 1. Bein, Mehrzahl, Verkleinerung, Bedeutung (wird Bein auch im schriftsprachlichen Sinne für ‚untere Gliedmaße‘ verwendet?); 1a. Sprichwörter, Redensarten wie: das beste Gras beim Stein (Rain), das beste Fleisch beim Bein; hinein bis aufs Bein! kein Beinel übrig lassen, bis auf die Beiner gehn, die Beiner tun mir weh, bei dem schauen die Beiner heraus, seine Beiner zusammenpacken, in ein Tüchel, Sacktüchel tun (Bedeutung!), seine fünf Beiner (Bedeutung!), seine Beiner über die Achsel nehmen (Bedeutung!), an dem ist nichts wie Haut und Bein, mit Haut und B. aufessen, abhinwürgen, das geht durch Mark und B., ,Bial‘ und Beinel hat sich der Mann (in der Rauhnacht) abgebrochen (Bedeutung!) u. a.; 1b. ,das kleine Bein‘, Bedeutung; 1c. Hauptbein, Bedeutung; 1d. die heiligen Beiner (Reliquien); 2. Sammelnamen: Gebein, Beinerach (Poandrach), Beinerwerk, Beinert, Beineret (ist Nebenbedeutung vorhanden?), Bein- (Beiner-)zeug, -zeugs (Nebensinn dieser Zusammensetzung; Häufigkeit der letzteren Form); 3. zeitwörtliche Verbindungen mit Bein (man gebe auch das Mittelwort der Vergangenheit der Zeitwörter an), sich beziehend auf Zustände des Beins: wachsen, krachen, (zer-, her-, ab-)brechen, springen, splittern, schnalzen, schnellen, schnackeln (Redensarten!), wackeln, klappern, scheppern, ein-, hinein-, aushergehn, -stehen, -ragen (Redensarten!), zusammenschrinden, sich zusammenziehen, zerfallen, zerbröseln, sich (zer)spalten, verwittern, vergrabeln , grabelet werden, sich verfärben (grünlet werden), abbleichen, verfaulen, faulig werden, leuchten (Scherze, Schnurren, darauf bezüglich), riechen, schmecken, stinken, zerstinken, brennen (Redensarten) u. a.; 3a. sich beziehend auf Handlungen am, mit dem Bein: essen, fressen (in wie weit gilt es als gesund, stärkend?), fieseln , ab-, zusammen-, hin-, herfieseln (Bedeutungen!), umeinanderfeckeln an, schnullen, herumschnullen an, herschnullen (Bedeutungen!), zuzeln, herzuzeln, beißen, zerbeißen (wie beurteilt? wann nötig?), zerkremmeln (Bedeutung!), ab-, auslösen (womit?), sieden, hersieden (Bedeutung!), aussieden, -kochen, zerschlagen, zerstoßen, zerreiben (womit?), zermehlen, zersägen, -schneiden, abschlagen (Bedeutung!), aufhängen (wozu?), heilen, gesundmachen, handeln (was geschieht damit?), zuschneiden, schnitzen, drechseln, verbrennen; 4. übliche Eigenschaftswörter bei Bein: fest, stark, dick, groß - schwach, fein, schmächtig, dünn, klein u. ä., dazugehörige Redensarten, Vergleiche: Bein wie ein Stein, Trumm Holz, Zündhölzel, Spatz, Bleistift usw.; sind die Fremdwörter grazil, graziös schon eingedrungen? wie ausgesprochen? Bedeutung? fett, fleischig - fleischlos, nackt; spitzig, brüchig, splitterig; weich, mürb - hart; leicht, gering - schwer (,wie Blei‘); steif, spröde - biegsam, geschmeidig; faul, an-, halbfaul; zur Bezeichnung der Farbe: (schnee-)weiß, blank, glänzend, fahl, grau, grün(lich), bläulich usw.; 5. beinig, Bedeutung (auch: stark gebaut? auch übertragene Bedeutung?), sind Steigerungsformen üblich? 5a. Zusammensetzungen mit beinig: groß-, grob-, klein-, fein-, zwei-, drei-, vier-, bock-, halsbeinig u. a.; bei welchen ist Steigerung üblich? Redensarten; 6. beine(r)n, Bedeutung (aus Bein gemacht?), speziell vom Zahn gesagt? Steigerung? Redensarten wie: am beinernen Tisch (= auf dem Knie) essen u. a.; 7. beinerig (Bedeutung, Steigerung?); 7a. Zusammensetzungen mit beinerig, wie fein-, grobbeinerig; 8. beinert, beineret (Bedeutung, Steigerung?); 9. Beinling, Bedeutung! (Strumpf, Geschlechtsteil?); 10. Beinkrankheit (Bein im Sinne von Knochen); zu den folgenden Nummern führe man auch die mundartlichen Namen und Bedeutungen der volkstümlichen Gegenmittel, aber auch die der ärztlichen an, soweit sie im Volksmund üblich sind, unter Angabe der Häufigkeit ihrer sprachlichen Verwendung; 10a. Beinverletzung, Beinschrot; 10b. beinschrotig; 10c. Beinverrenkung, -luxierung, -luxation, -auskegelung; 10d. Beingeschwulst (knochenartiger Auswuchs); 10e. Überbein (Bedeutung), Beinwachs; 10f. Beinbruch, (Heilung beschreiben! Beinbruchsegen anführen!); 10g. beinbrüchig ; 10h. Zusammensetzungen wie Beinbruchdoktor, -röslein, Schulterbeinbruch; 10i. Beinfraß (Segen!); 11. Zusammensetzungen mit Bein (soweit noch nicht genannt) an zweiter Stelle: Stirn-, Schläfen-, Zungen-, Kinnbein (Bedeutung!), pluralisch: Gesichtsbeiner, Beiner im, am Gesicht, Kopf; (die übrigen die Körperstelle bezeichnenden Zusammensetzungen wie Wadenbein usw. werden bei den betreffenden Körperteilen abgefragt); Menschenbein, Tierbein (üblich? Umschreibung üblicher? welche?), Ochsen-, Küh-, Vogel-, Hühner-, Katzen-, Hunde-, Fischbein (Bedeutung!), Elfen- (Helfen-)bein (Verbindungen, Vergleiche), elfenbeine(r)n, Totenbein (feste Eigenschaftswörter damit verbunden?) u. a.; 11a. Zusammensetzungen mit Bein (soweit noch nicht genannt) in eigentlicher Bedeutung, an erster Stelle: Beinhaut, -hosen (Bedeutung!), -salbe, -sieder, -öl, -wurz, -streu (Bedeutung!) u. a.; 11b. in verstärkendem Sinne: beinhart, -fest, -dürr, -alt, -bäurisch, -frisch, -grantig (Bedeutung!) u. a.; 12. Zusammensetzungen mit Beiner: Beinerbeißer (wer wird so genannt?), -zuzler, -fiesler, -asche, -schimmel, -kiste, -haufen (auch zur Benennung eines Menschen?), Beinerhäusel (wie weit noch üblich? Zeichnung erwünscht!); 13. Zusammensetzungen mit Beinel (Beindl), -beinelt, z. B. Beindlvieh (mageres Vieh), Beindlstürer (Knochensammler), -krämer (Bedeutungen!); Bialbeinl (in den Rauhnachtsprüchen); groß-, grobbeinelt u. ä.; 14. beinen (Zeitwort), boan, boana(n), boin(en), Bedeutung! in einen hinein-, einhinbeinen (ihn schelten?); 15. verbeinen (mit Bein belegen, verdammen); verbeint (frpoant, frpant) = verflucht, verstockt, unempfindlich (wird das Wort, ähnlich wie ,verdammt‘, in verstärkendem Sinne gebraucht, z. B. ein verbeint gescheiter Kerl? bedeutet es auch ,versessen auf etwas‘? erscheint es auch in der Form verbammert, verbommert? 16. nach Bein riechen, beineln, Hauptwort dafür? 17. abbeineln (sterben).

22 / F

 1. Knorpel, Kruschpel (Gruschpl), Krustel , Kruschkel (Geschlecht, Mehrzahl, Verkleinerung), auch in übertragener Bedeutung (von Pflanzen, spröden Mädchen); 1a. übliche Verbindungen von Knorpel, Kruschpel usw. mit Eigenschaftswörtern vorhanden? 2. Sammelbezeichnungen: Gekruschpl(ach), Gekruschp(e)let, Kruspelwerch, -zeug, -zeugs (Bedeutungen!); 2a. übliche Verbindungen dieser Sammelnamen mit Eigenschaftswörtern vorhanden? 3. Zusammensetzungen mit Knorpel, Kruschpel, wie Nasenkruschpel , Kruschpelholz, -pallasch, -wurst (Bedeutungen!); 4. knorpelig, kruschpelig, kruschpelicht (-elet), Bedeutung (auch = resch); 5. knorpeln, kruschpeln, krüschpeln, krüschkeln (Kruspeln essen; überhaupt knirschend, krachend essen?); wie wird das Kruspeln-Essen beurteilt? abfällig? (Redensarten), oder gelten Kr. als schmackhaft? bei welchen Fleischsorten? 6. Ableitungen und Zusammensetzungen wie (sich) verkruschpeln (Bedeutung!).

22 / G

 1. Flechse, (der) Flachs, (die) Flachsen (Geschlecht, Mehrzahl), Redensarten, z. B. die Flachsen überreißen: 1a. übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern vorhanden? 1b. Flachsader (Bedeutung!); 2. Sammelbezeichnungen: Geflächse, Geflachset, Geflachseret (überall die Bedeutungen!), Gflachswerch, Flachsenzeug(s); 2a. übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern? 3. sonstige Zusammensetzungen mit ,Flachs‘ = Flechse, z. B. Flachsenhaut; 4. flechsig, flachsicht; 5. Sehne, Bedeutung! (auch = Bogensehne?), Häufigkeit, wodurch ersetzt? 5a. übliche Eigenschaftswörter dabei, z. B. lahm, gelähmt, tot; 5b. zeitwörtliche Verbindungen, wie (ver)dehnen, ab-, zerreißen, (ver-, zer-)zerren, lähmen; 6. Sehnader (Bedeutung!); 7. Zusammensetzungen mit Sehne, wie Kniesehne, Sehnendehnung, -verzerrung, -lähmung (Mittel dagegen); 8. sehnig, -icht ; 9. Muskel (Muschgl); 9a. übliche eigenschaftswörtliche Verbindungen; 9b. etwaige Zusammensetzungen; 9c. Muskulatur; 10. muskelig, muskulös - wie wird der Begriff vom Volksmund wiedergegeben? 11. Maus, Mäuslein, Mäusel - welchen Muskel nennt man so? bedeutet das Wort auch eine Fleischsorte? Redensarten, z. B. er hat eins aufs Mäusel gekriegt, das Mäuserl (die Maus) läuft fürher (wann?); 11a. Zusammensetzungen mit Maus, Mäusel (= Muskel!), wie Armmaus, Mausfleisch, Mäuselstück; 12. Schwäche, Krankheiten des Muskels, Bezeichnungen, Redensarten, Häufigkeitsangaben.

23. Fragebogen: Körper (4)

23 / H

 1. Ader (Mehrzahl, Verkleinerung), Bedeutung, auch übertragene? (im Holz, Gestein, Ader = Rinnsal?), Redensarten, z. B. eine gute Ader (haben, ist in jemand), er hat kein Äderlein von seinem Vater, man sieht an ihm jedes Äderlein, einer Ader nachgehn, eine Ader finden (Quelle suchen), fassen (ärztlich, beim Brunnenbau); 1a. was ist das ‚tamische Aderl(e)‘? sonstige übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, z. B. große, goldene (hier wie im folgenden Bedeutung!), hitzige, faule; geschwollene, aufgedunsene, aufgetriebene (Ursachen? was anzeigend?); blaue, bläuliche, bläulet u. ä. (sind Hauptwörter für diese Verbindungen vorhanden? Umschreibungen!); 2. Sammelnamen: Geäder (Gader, Gäder), Bedeutung, Geschlecht! Geäderet, Adernzeug, -zeugs (in welcher Verwendung? häufig gebraucht?), Aderwerch, Gäderwerch; 3. zeitwörtliche Verbindungen (zu denen auch das Mittelwort der Vergangenheit des Zeitwortes angegeben werden möge), für Funktionen der Ader: sie geht, läuft (mit Richtungszusatz), fällt ein, geht nieder, schwindet, tobt, pulst, platzt, zerreißt u. ä.; für Handlungen an ihr (mit Ausnahme des Aderlassens): die (an die) Ader fühlen, greifen, sie zuhalten, verbinden, unterbinden (womit? mundartlich Benennungen!), zerschneiden, abschneiden, (an-, zu-) nähen (womit?), an-, zu-, zuhinheften u. a.; 4. aderig, gäderig; 5. adericht (äderet), Bedeutung! 6. äderlich (aderla), Bedeutung! 7. ädern, ausädern, geädert (Bedeutungen!); 8. äderlen (sticheln, quälen); 9. Zusammensetzungen mit Ader, Äderl, an zweiter Stelle, in eigentlicher Bedeutung: gibt es mundartliche Bezeichnungen, die den gelehrten Namen und Begriffen Arterie, Vene entsprechen? Schlag-, Blut-, Fleisch-, Gang-, Schlaf-, Hals-, Herz-, Bauch-, Knieader, Krampfader (Mittel dagegen!), Spannader, Zornader, Kindsader (bei Wöchnerinnen, Bedeutung!); 9a. in übertragener Bedeutung: Wasser-, Bach-, Gold-, Silber-, Erzader u. a.; 9b. sonstiges: Unader (Bedeutung? entstellende Ader? auch ,große Ader‘? dann anders betont?); 9c. mit Ader an erster Stelle: Ader(n)gang, Aderbruch, -schlag, -verband u. a.; 10. Aderlaß, -lässe, Lässe, Laß, Lassel (jedes Wort auf eigenem Zettel!), überall Geschlecht und, wenn vorhanden, Mehrzahl angeben! Redensarten (in eigentlicher und übertragener Bedeutung), z. B. er ist in der Aderlaß, die A. auslöschen, sein Beutel braucht einen A.; 10a. was ist ‚die bairische Aderlaß‘? 10b. die Luftlaß? 10c. gibt es noch andere Arten? 11. übliche Eigenschaftswörter zu Aderlaß, z. B. fest, richtig, ausgiebig u. a., die letzte Laß (Redensarten damit! Bedeutung! auch beim Kartenspiel gebraucht? wie?); 12. (zur) Ader lassen, (die) Ader lassen, lässeln; wird auch einfach ,lassen‘ gebraucht? z. B. gehst lassen, ich hab mir lassen? Formen des Zeitworts! Redensarten, dem muß man ein bischen zur A. lassen (Bedeutungen!); wie wird zur A. gelassen? aus welchem Grunde? wer läßt heute noch zur A.? wer einst? Gegensatz in Beurteilung des Aderlasses zwischen heute und einst? 12a. einen Aderlaß kriegen, tun; 12b. einen A. geben; 12c. wird Tieren zur Ader gelassen? welchen? warum? besondere Ausdrücke dafür? (jeder auf eigenem Zettel!); 13. schröpfen, köpfellassen, köpfeln, Köpfel setzen, Beschreibung! sagt man ‚einem‘ oder ,einen‘ schröpfen? was ist häufiger? übertragene Bedeutung! 13a. Schröpfung, Köpfellaß; 14. sonstige Zeitwörter und Redensarten für den Begriff des Aderlassens, z. B. das Blut abzapfen, eine Ader anzapfen u. a.; 14a. scherzhafte Ausdrücke dafür, z. B. heute gibts (noch) Blutwürste, heute wird (noch) eine Sau gestochen u. a.; 15. Aderlaßzeit, Laßtag (welches sind die Laßtage?); 15a. verworfene Tage (Bedeutung!); welche? 16. Laßtafel (Bedeutung!); 17. Laßmännlein (im Kalender); 18. Aderlaßsegen, -regel, -reim (anführen!); 19. Aderlasser, Lasser, Laßmann, (Ader)lasserin (Bedeutung: sowohl die Person, die sich zur Ader läßt, als die den Aderlaß vornimmt?); wird zwischen (Ader)lässer und -lasser (mit hohem a) unterschieden? 20. Name der Person, die schröpft; 21. Aderlaßwerkzeuge: Fliede(n), Flitte, Pfliedel, Pfriedel, Laßeisen, Schnapper (Beschreibung); 22. Verfertiger solcher Werkzeuge: Schnäpperlmacher; 23. Schröpfwerkzeuge: Schröpfhörnlein, Kopf, Schröpfkopf, Laßköpfel (Beschreibung); 24. sonstige Mittel des zur Ader Lassens; Egel setzen u. a.; 25. Benennung des beim Aderlaß abgehenden Blutes; was geschieht damit?

23 / I

 1. Nerv, Mehrzahl, Aussprache, Häufigkeit des Wortes; Redensarten, z. B. die hat die Nerven, die Nerven sind hin u. ä., die N. zucken, die N. anregeln, aufriegeln (wodurch?) und andere zeitwörtliche Verbindungen; 2. übliche eigenschaftswörtliche Verbindungen, z. B. gute, feste, schwache, überspannte, kontrakte u. ä., zu jeder Verbindung auch ihre Ersatzformeln, z. B. Nerven wie Eisen, wie ein Strick, ein Kreuzerstrickel u. ä.; 3. nervenkrank, nervös, nerviös, ,nerfios‘ (Verbreitung dieser Formen!), Steigerung; 3a. Nervosität, Nervösheit (Häufigkeit!), was versteht man darunter? sind Wort und Begriff noch neu? Nennung volkstümlicher Gegenmittel (in ihrer mundartlichen Form!); 3b. Ersatzformeln für nervös sein: z. B. in mir hämmerts, zuckts, ich bin geladen, ich meine ich muß zerspringen u. ä.; 4. nervig, Bedeutung, zu welchen Hauptwörtern wird es gerne gesetzt? (Fleisch u. a.); 5. Zusammensetzungen: z. B. Kopf-, Hautnerv, Nervenkrankheit, -schlag, -gicht, -geschicht (‚sie hat eine N.‘); 6. Haut, Mehrzahl, Verkleinerung, übertragene Bedeutungen, z. B. vom Menschen: gute, ehrliche, arme Haut, eine alte, liederliche H., gilt H. schlechthin auch als Schimpfwort (= Hure)? ferner Hülle von Pflanzen, Früchten, des Eies; hat auch der Acker, die Wiese eine H.? (Bedeutung); 6a. formelhafte Redensarten: z. B. mit Haut und Haar, nichts als H. und Bein, H. und Knochen, mit heiler Haut, der ist seine H. nicht (nichts) wert, sich eine feste, dicke H. beschaffen, der hat eine zähe, dicke H., der hat 9 Häute, der steckt in keiner guten H., in dem seiner H. möcht ich nicht stecken, das ist zum Aus der H.-fahren (hüpfen, schlüpfen), aus der H. möchte, könnte man fahren, das ist zum Haut-auflachen, in die Haut hinein sich schämen, jemanden die H. abschlagen, abziehen, über die Ohren, übers Ohr, über den Kopf ziehen, die Haut hergeben, verlieren, seine Haut, das Häutel verkaufen u. a.; Scherzfragen wie: wo steckt er? in der H.; 6b. sonstige übliche eigenschaftswörtliche Verbindungen, samt ihren etwaigen Ersatzwörtern (Hauptwörtern) oder gleichbedeutenden Ausdrucksweisen (in mundartlicher Form) - jedes Stichwort auf eigenem Zettel! z. B. gesund, krank (wie äußert sich Gesundheit, Krankheit der Haut im allgemeinen?), fein, rauh (Mittel dagegen!), glatt, runzlig, lederartig, fest, stark, dick, schwer, dünn, leicht, gering, rissig, offen, aufgesprungen, zerschrunden, klüftig (Mittel dagegen! mundartliche Benennungen !), porös, Haut mit verstopften Poren (wie benannt? Redensarten), trocken, heiß, fiebrig, feucht, naß, kalt, fett, fettig, glänzend (Glanzhaut), schön, häßlich (wann nennt man die Haut schön, häßlich?), rein, unrein, von Pusteln, Mitessern entstellt (Redensarten!), warzig (Krötenhaut), verbrannt (spielt die verbrannte Haut sonst im Volksbrauch eine Rolle?), behaart (,Pelz‘), schlottrig, alt, neu (wann entsteht die neue?), geschunden; (Farbe der Haut:) hell, braun, braunrot (Haut wie ein Indianer, Indianerhaut), dunkel, schwarz (wie ein Neger, Mohr), weiß, gelb, gelblich (Chinesenhaut), blaß (Leichenhaut, Leichen-, Totenfarbe haben, Totenhaut), bläulich u. a.; werden Haut- und Haarfarbe, Hautfarbe und Charakter in Zusammenhang gebracht? wie? - man führe die etwa vorhandene Volksmeinung immer bei der Farbe an, auf die sie sich bezieht; 6c. sonstige übliche zeitwörtliche Verbindungen, zur Bezeichnung von Zuständen und Tätigkeiten der Haut (zu den Zeitwörtern das Mittelwort der Vergangenheit angeben!): die Haut wächst, wächst nach, löst sich ab, (zer)springt, springt auf, reißt, dehnt, streckt sich, schrumpft ein, verrunzelt, zieht sich zusammen, schlottert, färbt, verfärbt sich, näßt, trocknet, dünstet (aus), dampft, riecht (gut oder schlecht), schwitzt, beißt, bitzelt (wann!), juckt, kitzelt, brennt (vor Kälte, bei einem Schlag u. s.), erstarrt, blutet usw.; 6d. zur Bezeichnung von Handlungen mit und an der Haut (ohne die gewerblichen!): überziehen (bei Vermummungen, Ausdrücke, Bräuche!), ab-, ausziehen, ablösen, spannen, kratzen, zwicken, aufschlitzen, aufreißen, einschmieren, -reiben usw.; 7. Zusammensetzungen mit Haut an zweiter Stelle (für jedes Wort, jede Wendung eigenen Zettel!); Bezeichnungen nach der Herkunft: z. B. Menschenhaut (verwendet zur Anfertigung von Gegenständen, Geldbeuteln, Bucheinbänden u. dgl.? Volksurteil darüber!) - auch bei den folgenden Wörtern gebe man, wo sie bemerkenswert ist, die Verwendung der Haut an - ,imitierte Menschenhaut‘ (bekannt? mundartliche Lautung!), Buben-, Mädchen-, Menscher-, Weiberhaut (wo auch übertragene Bedeutung?), Rinds-, Bock- (auch Bocks-?), Kuhhaut (übertragene Bedeutung?), Geißhaut (übertr. Bed.?), Roßhaut (Redensarten!), Dachshaut (Redensarten!), Bärenhaut (Redensarten!), Elefantenhaut (Redensarten!), Nattern-, Schweinshaut (übertr. Bed.?), Fuchshaut (übertr. Bed.?), Reh-, Vogel-, Gänsehaut (übertr. Bed.?) usw. usw.; 7a. nach der Körperstelle und Tätigkeit (besondere Namen wie Hirn-, Regenbogen-, Vorhaut wurden oder werden anderswo abgefragt): Augen-, Nasen-, Gesichts-, Zungenhaut (-häutel), Schleim-, Schwimm-, Flughaut u. a.; 7b. in uneigentlicher Bedeutung: z. B. Kaffeehaut (auch ,Hexe‘ genannt?), Schokoladehaut, Regenhaut (Bedeutung?), Dreckhaut (Bedeutung?); 7c. in scherzhafter Beziehung, z. B. Flohhaut; 7d. sonstiges wie Ei-, Wursthaut; 8. Zusammensetzungen mit Haut an erster Stelle, in eigentlicher Bedeutung: z. B. Hautentzündung, -übel, -krankheit (die einzelnen werden besonders abgefragt werden), -geruch, -ausdünstung, -röte u. a.; 8a. in verstärkender Bedeutung: hautschlecht, -letz, -schlimm; 9. Sammelbezeichnung: Hautwerch, -zeug, -zeugs (Bedeutung!), Gehäute (häufig?), Gehäuter (häufig? mit üblem Nebensinn? auch = häutiges Fleisch?), Gehäuteret (Bedeutung!); 10. häuten (Eigenschaftswort, ,aus Haut gemacht‘);10a. Zusammensetzungen wie bock-, gems-, hirschhäuten; 11. häutig (mit Haut überzogen?), z. B. häutige Milch, die h. Bräun (Krankheit); 12. häutern (Bedeutung! Häufigkeit?); 13. hauteret, häuteret (beide gleich häufig? Bedeutung!); 14. Häuter, Hauterl = gutmütiger (auch dummer?) Mensch; auch armer Teufel? auch für Weiber, Kinder verwendet? in welchem Sinne? auch schlechtes Pferd? 14a. Häuterin (weibliches Seitenstück zu 14), Hauta, Hautla, Bedeutungen! 15. das Häuter-Rennen (Rennen mit Karrengäulen), was ist davon bekannt? 16. häuten (Zeitwort), sich häuten, Bedeutungen! 17. häuteln, Bedeutung! 17a. Zusammensetzungen wie: abhäuteln (sich, etwas), weghäuteln (sich), loshäuteln (etwas, sich), abherwegherhäuteln (etwas, sich); überall die Bedeutungen, erklärt durch Redensarten; was bedeutet bockhäuteln? 18. sich hauten, Bedeutung! 18a. Hauter, Hauterer (= einer, der sich umsonst plagt?); 18b. hautern (stümpern?): 19. Häutung (Häufigkeit? Bedeutung); 20. Hexenhaut (durch Teufelskünste unverwundbar gemachte H.).

24. Fragebogen: Körperteile (5)

24 / K

1. Fell, Mehrzahl, Bedeutung, eigentliche (wird das Wort nur von der tierischen, und zwar behaarten Haut gebraucht? auch von der menschlichen, und zwar dann verächtlich?), uneigentliche: Fell von Früchten? welchen? z. B. Pfirsichen? bedeutet es auch Star (Häutchen auf dem Auge)? Hautausschlag? 1a. formelhafte Redensarten wie: einem das Fell über die Ohren ziehen, ihm das Fell gerben, ein dickes Fell haben, so ein Fell! (Schimpfwort) u. a.; 2. übliche Eigenschaftswörter zu Fell in eigentlicher Bedeutung samt einschlägigen Ersatzwörtern, Redensarten: dick, dicht (von dick unterschieden?), schwer, dünn, leicht, gering, schön (Bedeutung!), schäbig (Bedeutung!), schlecht, gut (Bedeutungen!), kahl (ganz oder stellenweise!), zerzaust, zausig, glatt, ausgerauft, abgerupft, Fell mit Ungeziefer (verlaust u. ä.), verdorben, wohlfeil, wertlos, teuer, kostbar usw.; 3. übliche zeitwörtliche Verbindungen (ohne die gewerblichen Ausdrücke!): z. B. das Fell juckt, beißt, kratzt, staubt, glänzt, schwitzt, tropft, verliert die Haare u. a., das Fell (aus)klopfen, reinigen, ausstauben, ablausen , abreiben, kraulen, abziehen, trocknen u. a.; 4. Sammelnamen: Gefill (Bedeutung! auch Pelzwerk? Bezirk eines Abdeckers?), Fellwerch, -zeug, -zeugs (Bedeutungen!); 5. Fellicht, Fellat (mit Fell versehen); 6. fellelicht (einem Felle ähnlich); 7. kommt das Eigenschaftswort felle(r)n (= aus Fell gemacht) vor? Ersatzwendungen! 8. fillen (schinden, züchtigen, sonstige Bedeutungen?); 8a. kommt Filler (einer der ,fillt‘) vor? 8b. fillern, fildern (von der Haut), Bedeutung! 9. Zusammensetzungen mit Fell an zweiter Stelle, nach der Herkunft (mit Angabe übertragener Bedeutungen, Benennung der Verwendungen) z. B. Lamm-, Lamms-, Lämmlein (Lampel)-, Schaf-, Geiß-, Bock-, Maus-, Scher-, Ratzen-, Hirschfell; etwaige Beiwörter wie bockfellen (aus Bockfell gemacht) u. ä.; 9a. nach der Körperstelle oder Verwendung: z. B. Bauch-, Zwerchfell, Schurzfell, Kürschnerfell; 9b. scherzhafte und sonstige Zusammensetzungen, z. B. Dreck-, Saufell; 10. Zusammensetzungen (soweit noch nicht genannt) mit Fell an erster Stelle, z. B. Fellsammler, -händler, -handel, -träger, Fellhosen, -weste, -leib (-leibel, -leiberl; warum getragen? aus welchem Fell bevorzugt?); 11. Balg, Mehrzahl, Verkleinerung; wird das Wort nur von (kleinerer) tierischer und pflanzlicher Haut, beziehungsweise Hülle gebraucht? auch von menschlicher Haut? in welchem Sinne? wird auch der (wohlgenährte) Leib, der Bauch ‚Balg‘ genannt? bedeutet das Wort auch Ledersack, scherzhaft Kleid? gilt ‚Balg‘ auch als Schelte (ungezogenes Kind, faule Person, Dirne)? sonstige Bedeutungen; 11a. Redensarten wie: sich einen Balg zügeln, einen (festen, dicken) B. wachsen lassen, zulegen, einen (schönen) B. haben, einen B. ansetzen, einen ganzen B. droben haben, herunterrasieren u. a.; 12. übliche Eigenschaftswörter zu Balg, samt einschlägigen Ersatzwörtern, Redensarten: dicht, voll, stark, klein, unscheinbar (auch Bälgel, Pfifferlingsbälgel u. ä.), schön (Erfordernisse für solche Eigenschaft!), häßlich, wild, zer-, verzaust, graupig, kahl (ganz oder teilweise, ,ausschauen wie gerupft‘), schäbig, verdorben, Balg mit Ungeziefer, fett (‚ganze Ringe, Würste, einen Mordsbuckel haben, kriegen, überhin kriegen‘), mager, wohlfeil, unansehnlich, teuer, kostbar (welcher?) u. a.; 13. übliche zeitwörtliche Verbindungen (ohne die gewerblichen Ausdrücke!), wie: der Balg wächst, wächst nach, an, juckt, beißt, kratzt, verliert die Haare (Federn) u. a.; den Balg rupfen, (ab)schlecken, strählen (wann tun es die Tiere? namentlich welche?), glätten, sonnen, ausziehen (Balg als Vermummung, Bräuche) u. a.; 14. balgen, ausbalgen (den Balg ausziehen); 15. Zusammensetzungen mit Balg an zweiter Stelle, wie: Hasen-, Fuchs-, Marder-, Katzenbalg u. ä., Kindsbalg (Bedeutung!), Wechselbalg (Bedeutungen! volkstümliche Vorstellungen, Bräuche); Haar-, Federbalg; Blasbalg; Sau-, Hurenbalg (Bedeutung!) u. a.; 15a. an erster Stelle, z. B. Balgkrankheit (Bedeutung!), Balgsetzer (Bedeutung!) Balgstück, -fetzen u. a.; 16. schinden (Beugung, Vergangenheitsform), Bedeutung! ist die Bedeutung ‚die Haut abziehen‘ noch üblich? sich schinden (Bedeutungen!); 16a. Redensarten: schinden und rackern, die Laus um den Balg schinden, sich schinden und scheißen (Bedeutung!); 17. Zusammensetzungen: abschinden (jemand, sich, etwas), sich ausschinden (dazu Wendungen wie: ein ausgeschundener Gaul, Mähre), erschinden (Wendungen wie: klein derschunden usw.), zusammensch. (jemand, sich, etwas), herschinden (Bedeutung!), auf-, hin-, hinauf- (z. B. einen Berg mit einer Fuhre), abhin-, hinab-, umhinschinden (z. B. mit einer Fuhre über einen Bach, ‚umiwistern‘) u. a.; 18, Schinderei (Redensarten!); 18a. Zusammensetzungen wie Mords-, Sauschinderei; (‚Schinder‘ in eigentlicher wie übertragener Bedeutung wird später abgefragt).

24 / L

 1. Volkstümliche Schönheitsmittel für die Haut, besonders Gesichtshaut, in Dorf und Stadt (Birkenwasser, Märzenschnee, Maitau, Frauenmilch, (gekochte) Milch, Mandelkleie, Urin u. a.; Volkswitz: einen warmen Kuhdreck auflegen usw.); Angaben über besondere Arten der Zubereitung, Verwendung, hier wie im Folgenden; 1a. Hautsalbe, Bettlersalbe; 1b. Puder; 1c. Zusammensetzungen, wie Haarpuder, Pudermantel, -dose; 1d. pudern (nicht mit ‚buttern‘ verwechseln!), Wendungen, Scherze; Beurteilung; etwaige Zusammensetzungen; 1e. Person, die sich pudert; 1f. Namen vom Volke verwendeter und benannter Erzeugnisse der kosmetischen Industrie; 1g. Hautmassage, als kosmetisches Mittel, im Volke geübt? Ausdrücke, auch scherzhafte, ärgerliche; 1h. allgemeine Bezeichnung für ,Schönheitsmittel‘? Wendungen, Redensarten; 1i. Bezeichnungen für Personen, die Schönheitsmittel verwenden, z. B. Farbenkasten; 1k. allgemeiner Ausdruck für ,Hautpflege‘? Umschreibungen (z. B. auf die Haut schauen, Haut sauber halten u. a.); 1l. Ausdrücke lobender, spottender Beurteilung einer sorgfältigen Hautpflege; 2. Unreinlichkeit, Schmutz der Haut: allgemeine Ausdrücke (zu jedem Angaben über Einzahl, Mehrzahl); 2a. besondere Ausdrücke, wie Schmutzkruste u. ä.; 2b. Redensarten wie: auf dem seinem Halse könnte man Rüben anbauen, säen u. ä.; 2c. Beurteilung unreinlicher Personen, Ausdrücke wie Schmutz-, Dreckfink, Sau, Ferkel (Fark), Saubartl, Drecksau u. ä.; 2d. Schmutzkrankheit (Bedeutung?); 3. Hautausdünstung, allgemeine Ausdrücke, auch Zeitwörter, Redensarten (schwitzeln, schweißeln, säuern, säuerln, einen Geruch an sich haben u.a. - Bedeutungen!); 4.·Schweiß (wenn daneben die Form ,Schwitz‘ vorhanden, etwaigen Bedeutungsunterschied angeben!), den Laut des Vokals beachten! (Zu den Nrn. 4-7 sollen bloß Wörter, die den Stamm Schweiß enthalten [Vokal ei, oa] genannt werden, nicht solche mit dem Stamm Schwitz!); übertragene Bedeutung; 5. Zusammensetzungen mit Schweiß, an zweiter Stelle, Blut-, Nacht-, Handschweiß u. a., 5a. an erster Stelle, z. B. Schweißfriesel, -fieber, -ader, -wurz; -tuch, -bild (hl. Veronika!), -leder, -blatt; -hund u. a.; 6. schweißen (in der Bedeutung ‚schwitzen‘); 7. schweißig, voller Schweiß; 8. Schwitz, auch von Gegenständen (Fensterschwitz), Redensart: Schweiß und Schwitz (Wendungen); 8a. Arten: kranker, gesunder, plötzlicher, kalter, saurer u. a.; 8b. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle: Handschwitz u. a.; 8c. an erster Stelle: Schwitzarbeit, -bad, -kur, -pulver u. a.; 9. schwitzen, auch in übertragener Bedeutung (von Gegenständen; eingesperrt sein); 9a. Redensarten: Blut schwitzen, etwas schwitzen (z. B. einen Gulden, ein Märkel), schwitzen müssen (Bedeutung!) u. a.; 9b. Zusammensetzungen: aus-, ausher-, verschwitzen (Bedeutungen, auch übertragene! Redensarten: er hat schon alles verschwitzt); 10. Wendungen, die den Begriff schwitzen umschreiben und näher bestimmen (sollte die Wendung sowohl mit dem Worte ‚Schweiß‘ als dem Worte ‚Schwitz‘ vorkommen, so ist eigener Zettel für jeden der beiden Fälle nötig!): in Schweiß kommen, geraten, sich in Schweiß laufen, der Schweiß (Schwitz) perlt, rinnt, rinnt herab, läuft, 1. grad, grad so, a(l)so, läuft abher, ausher, drückt ausher, treibt ausher, zwengetzt fürher, es treibt ihm den Schw. heraus, aufhin, er muß viel Schw. vergießen, ein ganzer Bach ist von ihm herabgeronnen, schwitzen wie eine Sau, daß es ein Graus ist, schw. zum Auswinden u. ä.; 10a. andere zeitwörtliche Verbindungen, sonstige Wendungen, wie: der Schw. tritt zurück, es vertreibt den Schw., den Schw. abwischen (auch bloß: jemand abwischen) u. a.; 11. schwitzig, der-, verschwitzt; 12. Ersatzwörter für Schweiß (besonders: starken Schw.?), Angabe von Redensarten, in denen sie angewendet werden: Brod, 12a. Dreck, 12b. Brühe, Suppe, 12c. Wasser; 13. Wie nennt man eine sich stets feucht anfühlende Haut? 13a. einen Menschen, der leicht schwitzt? 13b. der eine unangenehme Ausdünstung hat? 14. Ausschwitzung (Bedeutung!); 15. Poren (Haut)löcher (Einzahl?), Schweißloch, Löchel (Einzahl?), auch Umschreibungen, Wendungen, Eigenschaftswörter, die sich darauf beziehen; 16. tätowieren, (den Arm) einstechen (lassen), etwas einritzen, anmalen u. a.; 16a. von wem geübt? an besonderen Personen? wie heißt der Tätowierer? wie der Tätowierte? 16b. wie wird das Tätowieren (und sich tätowieren lassen) beurteilt? Angaben über Farbe, Körperstelle der Tätowierung; 16c. Tätowierung, allgemeine Ausdrücke (für die Handlung sowohl als die Figuren); 16d. welche Figuren werden eintätowiert, nach Körperteilen verschieden? ornamentale: Handwerkszeichen (welche?), Buchstaben, Symbole, Köpfe, Porträts (auch geschichtlicher Personen?); erotische.

24 / M

 1. Hautkrankheit(en), allgem. Bezeichnung; 2. was bedeutet: eine schlechte, gute Heilhaut haben? 3. schuppenartiges Abgehen der Haut, abblätteln, sich schälen u. ä.; 3a. die abgehenden Hautteilchen; 4. Haut, die gerne aufspringt; 4a. Sprung in der Haut, Schrund, Kluft, Klüfte haben, kriegen, Ursachen, Gegenmittel; 4b. das Aufspringen der Haut (Zeitwort!), schricken, schrinden (Angabe der Vergangenheitsformen dieser Zeitwörter!), dazu Zusammensetzungen wie derschrinden, derschrunden; 5. jucken (von der Haut!), auch übertragen (= plagen, schlagen, stoßen); Redensarten: was juckt dich das? das braucht dich gar nicht zu j. (Bedeutungen!); 5a. Ersatzwörter wie beißen, Redensarten; 5b. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle: Hautjucken, ausher, aufhin-, aufjucken u. a. (Bedeutungen, Redensarten), 5c. an erster Stelle: z. B. Juckhodln (Eierstock der Säue); 5d. Jucker, Juckerl, Kräller (Bedeutungen: einmaliges Jucken? sonstige? Redensarten); 6. Ameisenlaufen, -kriechen, Ameisen verspüren; sonstige Ausdrücke für das Prickeln in der Haut, in den Blutgefäßen (wie es z. B. auch auftritt, wenn man längere Zeit mit im Knie gekreuzten Füßen saß); 7. kitzeln, gützeln, gutzeln, gutscheln (transitiv und intrans.), Wendungen, Sprüche: es kitzelt mich auf dem Rücken, es wird bald schneien; es k. mich in der Hand, ich werde Geld ausgeben; 7a. Zurufe beim Kitzeln wie kitz! kitz! 7b. Zusammensetzungen: z. B. ausher-, hinein-, umeinander-, abhin-, umhin-, überhinkitzeln; 7c. auskitzeln (= zu Ende k., ausspüren), Wendungen; 8. Kitzel, Bedeutungen, Redensarten; 8a. Zusammensetzungen: an zweiter Stelle, z. B. Nasen-, Ohrenkitzel, Arschkitzel (eine Pflanze?) u.a., 8b. an erster Stelle: z.B. Kitzelhusten; 9. Kitzler (= einmaliges Kitzeln), Redensarten (z. B. einen Kitzler machen, tun, hintun); 10. kitzlig auch übertrag. Bedeutung (kitzliger Fall); als Hauptwort: eine Kitzlige (Bedeutung!); 11. wie nennt man besonders kitzlige Körperstellen?

25. Fragebogen: Hautkrankheiten (1)

25 / M

 12. Mal (in der Bedeutung Fleck), Mehrzahl, Bedeutungen! (auch beschädigte Stelle am Obst, Zeug usw., Schmutzfleck, das Schwarze in der Scheibe); 12a. Arten, z. B. blaues, rotes (Bedeutung!); 12b. Aberglaube, der sich auf Male bezieht; woher kommen sie? wie vertreibt man sie? (Mal abbeten, Segen); 12c. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle, z. B. An-, Wund-,·Hexen-, Teufelsmal, 12d. an erster Stelle, z. B. Malzeichen, -seife, -apfel; 13. malig, mailig (sein); 13a. anmalig (Bedeutung!); 14. malet, mailet (fleckig, schmutzig); 14a. anmalet (Bedeutung!); 15. angemalt (mit Flecken versehen); 16. mailen (Flecke machen), wovon gesagt? 17. Ausdrücke für ‚Mensch mit einem Mal‘; 17a. darauf bezügliche Redensarten, wie: das ist ein Gezeichneter, ‚hütet Euch vor den Gezeichneten‘ (wird dieser Bibelspruch in reiner Mundart gesprochen? oder der Schriftsprache angenähert?) u. a.; 18. Ersatzausdrücke für Mal: z. B. Zeichen und Zusammensetzungen, wie Wund-, Blatter-, Teufelszeichen.

25 / N

 1. Ausschlag (= Hautkrankheit), starker A., den A. haben, stark haben; 1a. Arten: z. B. Bezeichnung des A. zur Zeit des Mannbarwerdens, Redensarten, die sich darauf beziehen; Ausschlag nach Fieber, Fieberblasen, Fischschuppenkrankheit (wie nennt man die dabei entstehende örtliche Verhornung der Haut?); woher stammt der A. nach Volksmeinung? 1b. eigenschaftswörtliche Verbindungen, wie lästiger, nässender, nasser, trockener (was andeutend? wodurch veranlaßt?), harter, horniger, rissiger, bös-, gutartiger, wilder (häufig?) u. a.; 1c. zeitwörtliche Verbindungen, z. B. der A. juckt, beißt, kitzelt, näßt, trocknet ein, geht zurück u. a.; 2. Zusammensetzungen, wie Hitze-, Nessel-, Gürtelausschlag; Ausschlagfieber; 3. ausschlagen, wird das Zeitwort von Krankheiten gebraucht? (z. B. das Fieber schlägt aus); 4. Ersatzwörter für Ausschlag: z. B. Blümlein, Enger, Engering, Engerling, Werre, Kätzlein, Hoppen (Bedeutungen!); 4a. etwaige Zusammensetzungen damit; 5. engerig (Bedeutung!); 6. hoppet; 7. Bezeichnung für ‚Mensch mit Ausschlag‘? Redensarten; 8. Heilmittel, Patrone gegen Ausschlag, Besprechungen, Segen; 9. Schärfe (Schörfn, Schirfn), Schärfe des Geblütes (Bedeutung!); 9a. schärfig; 9b. Schärfigkeit; 9c. Ausdruck für ,Mensch mit Schärfe‘? 10. Hitze-, Eiterbläschen, sind diese Ausdrücke volkstümlich? 11. Wimmer(l), Wiemer(le), Wammer, auch Wummer? hat das Wort auch übertragene Bedeutung? (Jahresringe beim Stamm, Knorren, Warze, Bauch?); 11a. Pummer; 11b. Redensarten, z. B. die Wimmerln vergehn, wann die Falten kommen, der ist wie angesät u. a.; 11c. eigenschaftswörtliche Verbindungen, z. B. klein (-winzig), groß, eitrig, gelb, reif, hart u. a.; auch Umschreibungen gleicher Bedeutung: z. B. Wimmerl wie eine Nuß, wie ein Sperlkopf u. a.; 11d. Zusammensetzungen, wie Hitz-, Eiter-, Materi-, Mordswimmerl u. a.; 12. woher kommen die Wimmerln? wie vertrieben, beseitigt? (Zeitwörter, wie ausdrücken, wegkratzen); 13. wimmerig, wimmericht, wimret, wammerig; ein Wimmriger; 14. wimmerlet, ein Wimmerleter; noch andere Ausdrücke für ,Mensch mit Wimmerln‘? 15. Poppe, Pöppelein (Pöpperl, Pöberl, Popperl); 16. pöppelicht, pöppelet; 17. Finne, Pfinne (Bedeutung!); 18. finnig, findig, pfinnig; 19. Sprinz(-en), Mehrzahl, Bedeutung, etwaige Zusammensetzungen; 20. sprinzet; 21. sprinzig; 22. Mitesser, wie beurteilt? behandelt? Arten (soweit das nicht schon bei Fragebog. 1, G 25 mitgeteilt wurde); 23. Schäbe (Schab), Schebe, Bedeutung! 23a. werden Arten unterschieden? (durch besondere Wörter? durch Verbindung mit Eigenschaftswörtern?); 23b. Zusammensetzungen, z. B. Hautschäbe; 24. schäbig (Bedeutung! auch = räudig?) und Zusammensetzungen wie mords-, hundsschäbig ; 25. gebräuchliche Schelten mit schäbig, Angabe der Bedeutung (auch des Anlasses), z. B. schäbiger Kerl, Hund u. ä.; 26. Schäbigkeit; 27. Namen, Arten der volkstümlichen Mittel gegen Schärfe, Wimmerln, Poppen, Finnen, Sprinzen, Schäbe; 28. Krätze, Kretze(n), Krötzen, Bedeutung (auch, wie in der Schriftsprache, die von der Krätzmilbe herrührende Krankheit?), übertragene Bedeutung (z. B. das ist eine Krätzen = ein Zudringlicher; bedeutet Kretz auch ,Abfall von Metall‘?); 28a. Arten: z. B. milde, feuchte, nasse, fette, magere; 28b. Redensarten wie: der hat Krätzen am Hintern u. a.; 29. Verkleinerung: Krätzel, Krötzel, Bedeutung! (Inneres einer Salatpflanze, Gruppe von Häusern, Personen), Redensarten: z. B. da ist ein Kr. beinander (Sinn!): 30. Zusammensetzungen mit Krätze an zweiter Stelle, z. B. Hand-, Arsch-, Beiß-, Schneider-, Mordskrätze; 30a. an erster Stelle, z.B. Krätzensalbe, -geschwür, -kraut (Bedeutung!); 31. krätzig, auch in übertragener Bedeutung? 31a. Krätzigkeit; 32. krätzet; 33. für Ausdrücke ‚krätziger Mensch‘, auch Zusammensetzungen, wie Krätzenhansl, -Toni; Redensarten; 34. Sirei, Zirei, Seuer(lein), Suire, Soierl, Suierl , Bedeutung! 34a. Arten und etwaige Zusammensetzungen, z. B. Handseuer; 35. mit Seuer behaftet: z. B. seuerlicht, soierlet; 36. Raude, Räude (nur Mehrzahl?), mehr für Menschen oder mehr für Tiere (welche besonders?) verwendet? Bedeutung! 36a. Arten: z. B. trockene, wilde u. a.; 36b. Zusammensetzungen, z. B. Hunds-, Eiterraude u. a.; Raudenplättel (oder -blättel?) u. a.; 37. raudig, räudig (verbreitet?); 38. Redensarten, z. B. ein räudiges Schaf, räudige Katz u. ä.; Raudigs und Wandigs (Bedeutung!), raudimaudi (Bedeutung!), raudisstaudis (Bedtg!); 39. Ersatzwörter für Räude, z. B. Rappen, Rapfen (mit hellem a), nur von Tieren gebraucht? 39a. für räudig, z. B, rappig, rapfig, rappelet, auch schäbig (wenn nicht schon oben unter Nr. 24 mitgeteilt)? etwaige übertragene Bedeutung dieser Wörter, z. B. rappig = holperig; Redensarten, z. B. er frißt wie ein rappiger Bock; 39b. Mensch mit Räude (Rappen usw.) behaftet; 40. was bedeutet rapfen, sich (g)rapfen? 41. Namen der volkstümlichen Gegenmittel gegen Krätze, Seuer, Räude (,Napoliumsalbe‘ u. a.), Behandlung, Volksglaube in bezug auf Entstehung, Vertreibung; 42. Rufe, Rüf, Ruft (Geschlecht, Zahl, Bedeutung: Wunden-, Geschwürkruste ? rauhe Haut?); 43. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle, wie Mords-, Enz-, Teufelsrufen, Kopf-, Handrufen u. a., 43a. an erster Stelle, z. B. Rufenkopf; 44. rufig, rüfrig (Bedeutung! auch übertragen auf Gegenstände?); 44a. Rufigkeit; 45. rüfret (Bedtg!); 46. Ersatzwendungen: er hat, kriegt Rufen, ist, wird voller R. u. a.; 47. durch Rufen auffallender Mensch, Ausdrücke, Redensarten; 48. Rau(h)e (in der Bedeutung ,Kruste‘), Wendungen, Redensarten; 49. Schorf, Schurf, kommt das Wort in der schriftsprachlichen Bedeutung (Wunden-, Geschwürkruste) vor? oder bedeutet es nur aufgerissene Stelle der Haut? auch Ritze? 49a. schorfig; 50. Gneist, Gnatz (= Schorf? wo?); 50a. gneistig (= schorfig, auch knauserig u. a.); 51. Bletze (Einzahl? Mehrzahl?), Bedeutung; 51a. kommt bletzig (oder ein anderes von Bletze abgeleitetes Eigenschaftswort) vor? Ersatzwendungen (voller Bletzen u. ä.); 52. Gopf (Geschl., Bedtg!); 52a. gopfig? 53. übliche zeitwörtliche Verbindungen mit Krätze, Räude, Rufe, Raue, Schorf, Gneist, Bletze, Gopf (wenn ein und dasselbe Zeitwort mit mehreren dieser Wörter sich verbindet, erhalte jede dieser Verbindungen eigenen Zettel), z. B. Raude, Rufe (usw.) beißt, juckt, kitzelt, trocknet ein, schwindet, schwindet zusammen, es zieht die Rufe zusammen, Schorf fällt ab, Rufe weg(her)kratzen, -krällen (von wem gerne gesagt? wie beurteilt?), weg(her)waschen, abherreiben, -ribbeln u. a.; 54. übliche Eigenschaftswörter zu den in Frage 53 genannten Hauptwörtern, soweit nicht schon erwähnt (gleiche Bitte wie zu 53!): z. B. gelb, braun, bräunlich u. a.; 55. Arich, Arch, (Erch), Geschlecht! Bedeutung! (Hautausschlag, wo? nur bei Kindern? auch = Beinhaut?); 55a. kommt archig, archet vor? 56. Vierziger (Ausschlag bei Kindern?); 57. Baumhackel (als Krankheitsname), Bedeutung! 58. Flechte (ist der Ausdruck in der Mundart altbekannt? verbreitet?), wie lautet die Form mit Artikel (Pflechtn?); 58a. Arten: nässende (ist für diese oder sonst auch das Wort Ekzem im Volke bekannt und gebraucht?), fressende (ist für diese auch das Wort Lupus schon volksbekannt?); 59. Zusammensetzungen wie Hitze-, Schuppenflechten u. a.; Flechtenausschlag u. a.; 60. Zitterach, Zitterich, Geschl., Bedtg! (wo tritt dieser Ausschlag gerne auf?); 60a. Arten: beißender, wilder u. a.; 61. Zusammensetzungen, z. B. Zittrachkraut u. a.; 62. Ersatzwörter: Zitter (Geschl.!), Zittermal, Zitterlaus (-läuse?), Kerlecke (Geschl.!), Pleschke, Scherzen (Geschl., Bedtg!); 63. Anspring, Ansprung (Bedtg!); 64. Gurfis, Kurfis (Bedtg!); 65. Schwinde (Bedtg!); 66. Beiße, Beiß, Beißach (Geschl., Bedtg!), von Krätze verschieden? besonders zwischen Haut und Fleisch auftretend? 66a. Wendungen wie: ein Maßel voll Beißach u. a.; 66b. Arten (Eigenschaftswörter dabei); 67. etwaige Zusammensetzungen; 68. mit Beiße behaftet; 69. Namen der Mittel gegen die einzelnen in Nr. 28-67 genannten Krankheiten, Verwendung, z. B. gegen Flechte, Zitterach usw.: Harn, Fensterschweiß, Hundsmilch, Waldschneckenschleim, Speichel (und zwar ‚nüchterner‘ Speichel?), Hauswurz, Aderlaß usw.; auch auf die Segen achte man.

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 1. Masern (nur Mehrzahl? kommt auch die Einzahl Maser vor und was bedeutet sie?); 1a. Arten; 1b. hat die Abschuppung (im Ablauf der Krankheit), haben die Schuppen etwa besondere (nicht schon in Bogen 24 unter M 3 u. 3a genannte) Bezeichnungen? dafür besondere Redensarten? 1c. Behandlung; 2. maserig, sonstige Ausdrücke für ,mit Masern behaftet‘; 3. Krasen (= Masern), Grasseln, auch Gras? 3a. Arten; 4. kommt krassig vor? 5. Flecken (als Krankheitsname; auch Bezeichnung vorübergehender Flecken auf der Haut?), nur Mehrzahl? 5a. Arten: blaue usw. (ausschließlich soweit auf Veränderung der Haut sich beziehend!), Redensarten wie: blaue Flecke bekommen; 5b. Zusammensetzungen an zweiter Stelle, z. B. Haut-, Maserflecken, 5c. an erster Stelle, z. B. Flecktyphus; 6. Ausdrücke für ,mit Flecken behaftet‘; 7. kommt ‚Purpeln‘ mundartlich vor? nur Mehrzahl? 8. purpelig? 9. purpelet? 10. Röteln (nur Mehrzahl?); 11. Ausdrücke für ,mit Röteln behaftet‘? 12. Hitzen, als Ausdruck für Ausschlagskrankheit, für welche? nur Mehrzahl? 13. Rüsel (Risl, Rissl, Rösl, Ruseln, Roseln), Rüsamen (noch bekannt und gesprochen?), Geschlecht, nur Mehrzahl? Bedeutungen! 13a. etwaige Arten; 13b. Zusammensetzungen wie Rüselausschlag, -krankheit; 14. rüselig, roselig; 15. rüselet, roselet; 16. Gesichtsrose: zu dem Wort wolle man (wenn es nicht schon zu Bogen 1, G 26 geschehen ist) angeben, ob der Stammvokal des Grundwortes als o oder als Zwielaut (åu, #o2u, ou) gesprochen wird; 17. Friesel, Angabe, ob einfacher Selbstlaut ī oder Zwielaut gesprochen wird; Bedeutung; meist bei Kindern? ist Fieber, Frostgefühl bei der Krankheit? 17a. Arten: roter, weißer u. a.; 17b. Zusammensetzungen mit Friesel an zweiter Stelle: Kindbett-, Wochen-, Hitzfriesel u. a., 17c. an erster: z. B. Frieselausschlag, -segen; 18. Volksmedizin für die in Frage 5-17 genannten Krankheiten: Benennung der Gegenmittel gegen die einzelnen, Bräuche (Kreuzschnabel, Kind in Backofen geschoben, Segen u. a.); 19. Rotlauf (Lautung des -o-!), am Leibe, an den Gliedern; 19a. Ersatzwörter wie Glohfeuer, (Gürtel)rose u. a.; 19b. Zusammensetzungen wie Kinder-, Wundrotlauf u. a.; Rotlaufrose u. a.; 20. Flug, fliegender Rotlauf; 20a. Arten: wilder u. a.; 20b. Zusammensetzungen wie Flugbrand, -feuer (Bedeutungen!); 21. Heil- und Schutzmittel gegen Rotlauf, Flug, wie Schießpulver, Gimpel, Rötel, Fuchszunge, roter Fleck, roter Kukurutz (Mais), Rotlaufringe, Rotlaufsegen (Mitteilung!); Beschreibung der Anwendung.

26. Fragebogen: Hautkrankheiten (2)

26 / O

22. Scharlach; 23. Zusammensetzungen wie Scharlachfieber, -friesel; 24. Ausdrücke für die Begriffe ‚krank an Scharlach‘, ‚an Scharlach Erkrankter‘; 25. gibt es einen besonderen Ausdruck für die Abschuppung am Ende der Krankheit? für die Schuppen? 26. Nachkrankheiten nach Scharlach; 27. volkstümliche Gegenmittel; 28. Blatter(n), (hier nur soweit auf Veränderungen der Haut bezüglich), Bedeutung in Ein- und Mehrzahl; ist das Wort Blase in der Bedeutung ‚Hautblatter‘ gebräuchlich? 28a. Arten: natürliche, wilde, schwarze u. a., auch Wendungen wie das gute, schöne Blatterl(e), Bedeutungen! 29. Zusammensetzungen mit Blatter und - wenn vorhanden - mit Blase (auf eigenem Zettel!), wobei auch hier der Begriff ‚Harnblase‘ bei Blatter und Blase noch nicht in Betracht kommt; an zweiter Stelle: Blut-, Hitz-, Menschen-, Kinds-, Hunds-, Schaf-, Impfblatter (-blase); Brandblatter (auch Brandblase? welches Wort häufiger? Behandlung) u. a.; 29a. an erster Stelle: Blatterkrankheit, -maseln, -steppen (= Blatternarben); Eigenschaftswörter, wie blatternarbig, -maslet, -maset, -steppig, blatternkrank; 30. zeitwörtliche Verbindungen wie: Blatter (Blase) brennt, wässert, näßt, platzt u. a.; 31. hat der Blatternarbige besondere Namen? 32. Pocken, Pfochen, Urschlächten, Durschlächten, Urslitten, Urlitten, Urusen - Bedeutungen (von Blattern unterschieden?), nur mehr von älteren Leuten gesprochen? 32a. Arten: weiße, schwarze u. a.; 33. etwaige Zusammensetzungen; 34. sind besondere, noch nicht genannte Ausdrücke für blatternkrank, pockenkrank, der Blatternkranke vorhanden? 35. volkstümliche Heilmittel gegen Blattern, Pocken (äußere, innere), Volksglaube; 36. impfen, nimpfen; hat das Wort auch die Bedeutung von ‚propfen‘, ‚veredeln‘? 36a. etwaige Ersatzwörter, -wendungen für impfen? 36b. Redensarten wie: unser Herrgott war auch nicht geimpft u. a.; 37. Zusammensetzungen wie ab-, einimpfen; Impftag, -fieber, Impfarzt (dazu Ersatzwörter wie Tupfer u. a.); sind Ausdrücke wie Impfgesetz, -zwang, -vorschrift im Volke gebräuchlich? 38. Ableitungen wie Impfung, Impferei, auch Impfling? (Bedeutung!); 39. Volksmeinungen über das Impfen: es sei schädlich, Teufelswerk, der Geimpfte dem Antichrist verfallen; darf der Impfstoff von Knaben auf Mädchen übertragen werden? u. a.; 40. Aussatz, Miselsucht, Maletzei, Maledei - Bedeutung? kommt Aussatz (Lepra) im streng medizinischen Sinne noch vor? auch der Fachausdruck (Lepra) dafür? Gegenmittel; 41. aussätzig, malatz(ig), miselsüchtig, sondersiech - Bedeutungen! (noch im streng medizinischen Sinne = lepros? weitere Bedeutungen, z. B. miselsüchtig = kränklich, verdrießlich?); kommt der Fachausdruck leprós vor? 41a. kommen besondere Ausdrücke für ‚der Aussätzige‘ vor, z. B. Aussätzel, Hornbruder? 42. etwaige Zusammensetzungen mit den in Nr. 40, 41 genannten Ausdrücken, wie aussatz-, leprakrank, oder in Namen von Vierteln, Gassen, Häusern, z. B. Malatzgasse, Sondersiechhäusel.

26 / P

 1. Geschwulst (Mehrzahl!); 1a. Arten: kalte, hitzige, fleischartige u. a.; 2. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle, z. B. Knie-, Magen-, Tutten-, Augen-, Arsch-, Teufels-, Un(enz)geschwulst u. a. (Wendungen!); 2a. an erster Stelle, z. B. Geschwulstkraut; 3. Namen der Gegenmittel, ihre Anwendung (auch Segen), Wendungen wie: Geschwulst dünsten, jemand überlegen (womit?) u. a.; 4. geschwulstig (auch übertragen, vom Brote?); kommt schwülstig vor? Bedeutung! 5. schwellen, geschwellen (Angabe der Formen für ‚ich schwölle‘ und ‚geschwollen‘; scherzhaft gebrauchte Form ‚geschwallen‘ [mit mittlerem Laute des a?], Bedeutung!), Wendungen; gibt es auch ein schwölln, gschwöllt? Bedeutung! (eigener Zettel!); 5a. geschwollen, in weiterer Bedeutung (aufgeblasen u. ä.), Redensarten wie: g. reden, seinen Geschwollenen machen, den, einen G. spielen u. a.; 6. Zusammensetzungen wie an-, verschwellen (was ist eine verschwollene Türe?), auf-, hinaus-, aushinschwellen (Wendungen!); 7. Schwellung (Bedeutung!); 7a. Zusammensetzungen wie An-, Verschwellung; 8. Geschwür, Schwären, Schwär, Geschwär (Geschlecht! Bedeutungen!) Schwär auch Maulwurfsgrille? 8a. Arten (vgl. oben 1a bei Geschwulst), hat das spitzzulaufende, das rundliche Geschwür besondere Namen? 9. zeitwörtliche Verbindungen, wie das Geschwür bricht auf, aus, zieht sich zusammen, heilt (sich), heilt (sich) aus, Geschwür aufschneiden, -stechen (womit?), ausdrücken u. a.; verbindet sich eines dieser Zeitwörter auch mit Geschwulst, so führe man das auch an, jedoch auf eigenem Zettel; 10. Zusammensetzungen wie Augen-, Nasen-, Nagel-, Finger-, Zahngeschwür (-geschwär) u. a.; 11. Geschwärnus (Geschlecht, Bedeutung); 12. schwärig, schwärendig, schwirig, geschwirig, schwirendig, Bedeutungen (auch allgemeiner = schmerzhaft? empfindlich? leicht zornig?), Wendungen wie: eine gschwirige Geschichte (Bedeutung!) u. a.; 13. (ge)schwären, schwiren (Formen des Zeitwortes!); 13a. Zusammensetzungen, z. B. aus(ge)schwären, verschwären (nur im Mittelwort der Vergangenheit gebräuchlich? Bedeutung!), (sich) eingeschwären; 14. Karbunkel, Karfunkel, Aiß (Oaß, Aß, Aßt), Blutschwäre (sind auch die Wörter Furunkel, Furunkulose gebräuchlich?); Geschlecht, Mehrzahl, Verkleinerung; 14a. Arten: böse, zeitig u. a.; 15. Zusammensetzungen wie Blut-, Stein-, Enz-, Dreckaiß u. a.; Furunkelgeschwür, -krankheit u. a.; 16. aißig (ist auch furunkulös gebräuchlich? andere Eigenschaftswörter?); 17. aißeln (= schwären), Wendungen; 18. Abszeß, ist das Wort volkstümlich? 19. Apostem, Aposté, P(o)sté, Bedeutung! 19a. Zusammensetzungen wie Apostemkraut; 20. Hundsschüttler (Bedeutung!) und etwaige andere Ausdrücke für Geschwülste, Geschwüre; 21. Behandlung von Geschwür, Aiß, Abszeß, Namen der Gegenmittel; auch ,Besprechung‘, Segen? 22. Beule, Lautung, Bedeutung, Wendungen; 22a. Arten; 22b. Zusammensetzungen, wie Hitz-, Mordsbeule; 23. beulig, beulet (auch von Gegenständen, z. B. Schuhwerk); 24. Gewächs (an der Haut; Kropf ausgenommen), Mehrzahl, Verkleinerung: 24a. Arten, z. B. weich, fest, fressend u. a., Wendungen, Vergleiche; 25. Zusammensetzungen, z. B. Mordsgewächs (auch scherzhafte, ärgerliche wie Luders-, Teufelsgewächs); Gewächssalbe, -haut u. a.; 26. zeitwörtliche Verbindungen, z. B. Gewächs frißt, frißt hinein, heilen, schmieren u. a.; 27. Ausdrücke für ,Mensch mit Gewächs behaftet‘? 28. volkstümliche Gegenmittel gegen Beule, Gewächs, Behandlung (z. B. Wagenschmiere, Verwendung des Brennglases?); 29. Eiter, auch in übertragener Bedeutung? Wendungen; 29a. Arten: gesund (Bedeutung!), fressend, zeitig, rötlich usw.; stockig, dick, wässerig (Beurteilungen dieser Arten) u. a.; 30. zeitwörtliche Verbindungen: Eiter spritzt) glänzt (fürher), E. auskratzen, -drücken u. a.; 31. Eiterkern, Auge der Eiterung, Gogge (Ggogge), Butzen (Geschlecht, Verkleinerung!); auch in übertragener Bedeutung? (z. B. empfindlicher Mensch?); Wendungen wie O Gogge! (Bedeutung!), der Gogge bricht auf u. a.; 32. gogget, goggig (Bedeutung, Wendungen); 33. Ersatzwörter für Eiterkern, z. B. Saufbrüderl, Eiterweiß, -vöglein, -stern; 34. sonstige Zusammensetzungen mit Eiter: Bluteiter; Eiterstock, -haus, -batzen (Bedeutung! auch Pflanzenname?), -nessel, -knopf, -feserl, -spritzerl u. a.; 35. eiterig; 36. eitern; 36a. Zusammensetzungen, z. B. ver-, auseitern; 37. Eiterung; 38. Materi(e); 38a. Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, 38b. mit Zeitwörtern; 39. Zusammensetzungen wie Materibrühe, -blut, -batzen, -feserl (Bedeutungen!) u. a.; 40. materisieren (= eitern); 41. Batzen, gilt das einfache Wort auch für ‚Eiter‘? 42. batzet = eiterig? 43. Warch, Werch (= Eiter); 44. werchig (= eiterig); 45. werchen (= eitern); 45a. Zusammensetzungen wie auswerchen; 46. sonstige Ausdrücke für ‚Eiter‘, ‚eiterig‘, ‚eitern‘.

27. Fragebogen: Hautkrankheiten (3)

27 / Q

 1. Letz = körperliche Beschädigung? Redensarten; 2. verletzen, sich v. (= beschädigen), volkstümlich? 3. Verletzung, volkstümlich? 4. Wunde, Häufigkeit des Wortes, Wendungen wie: die heiligen (fünf) Wunden, die 5 Wunden Christi, die gebenedeiten W., O Haupt voll Blut und Wunden u. a.; 4a. Arten: z. B. nasse, trockene, klebende, klebrige, schwärende; andere eigenschaftswörtliche Verbindungen, wie gefährliche, giftige, wilde, ehrenvolle, im Krieg erworbene (Häufigkeit!) u. a., Redensarten mit solchen Verbindungen; 4b. zeitwörtliche Verbindungen wie: die Wunde bricht aus, auf (was ist häufiger?), fault, beißt, schaut wild, giftig aus, her, zieht sich zusammen, heilt aus, zu (zusammen), man saugt sie aus, bläst sie aus (wann?), schleckt sie, schleckt sie aus (wer besonders? was denkt man darüber? beim ,Ansprechen‘ geübt?), Wunde behandeln, brennen u. a.; 5. Zusammensetzungen, an zweiter Stelle: nach der Lage der Wunde, z. B. Kopf-, Haut-, Fleisch-, Bauchwunde; nach der Entstehung, z. B. Kratz-, Biß-, Stich-, Brand-, Schuß-, Messerwunde; nach Art, Größe, z. B. Todes-, Enzwunde; Angabe üblicher Wendungen mit solchen Zusammensetzungen und der Ersatzausdrücke, z. B. er hat einen Riß, Stich usw., er hat sich aufgerissen, gestochen, ist gestochen worden (welche Formel ist häufiger?); 5a. an erster Stelle, z. B. Wundkraut, -holz, -balsam, -schwamm (Bedeutung!), -pflaster (besondere Ausdrücke?), -verband (üblich? Ersatzausdrücke!), -fieber, -brand, -rand (besondere Ausdrücke?), -behandlung (volkstümlich? man achte auf die Aussprache, besonders der Vorsilbe be-; sachliche Angaben über volkstümliche Wundbehandlung erwünscht), -segen (Proben!) u. a.; 6. wund (üblich? in welchen Wendungen?), Steigerungsformen? 6a. wundig, Steigerungsformen ? 6b. Wundigkeit; 7. verwunden (üblich?), verwundet (Wendungen, in denen das Wort gebraucht wird!); 8. Verwundung; 9. Blessur, Mehrzahl, in der Bedeutung von ‚Wunde‘ unterschieden? 9a. eigenschaftswörtliche Verbindungen (man vergleiche dazu Frage Q 4a); 9b. zeitwörtliche Verbindungen (man vergleiche dazu Frage Q 4b); 10. etwaige Zusammensetzungen, z. B. Kopfblessur; 11. blessieren, blessiert (von ‚verwunden‘, ‚verwundet‘ unterschieden?); 12. Sehr, Geschlecht, Bedeutung! 13. kommt versehren vor? 14. sich wundreiben, aufreiben, frätten, fratten, sich scheuern (Häufigkeit!); 14a. (sich) aufliegen, wundliegen (der Kranken), mundartliche Namen der Gegenmittel; 14b. bedeutungsverwandte Wörter, z. B. sich flerren (Bedtg!); 15. Redensarten mit den in 14, 14a b genannten Wörtern; 16. aufgerieben, frät(t), frat, fretig, fratig und bedeutungsverwandte Eigenschaftswörter, Redensarten, z. B. sich frat gehen; 17. Fratigkeit und andere Ausdrücke für das ‚Wund‘-, ‚Frattsein‘, mundartliche Namen der Gegenmittel; 18. die aufgeriebene oder offene Stelle der Haut, Pletz(e), Plerre, Plerge, Fräte, Reibet (überall Angabe des Geschlechts!); etwaige Zusammensetzungen; 19. aufgeriebene, entzündete Stelle am Damm und After, Wolf; Redensarten, z. B. ich habe einen Wolf erwischt; etwaige Zusammensetzungen, z. B. Arsch-, Sauwolf (Bedtg!); Schutzmittel (Wolfsbinde u. a.), Behandlung; 20. schürfen (von der Haut! ist das Wort häufig?), Zusammensetzungen , wie auf-, abschürfen; 21. Abschürfung; 22. große Wunde mit ausgedehnter Geschwürbildung, Pleschen; noch andere besondere Ausdrücke? Redensarten, z. B. eine Krätze zu einer Pleschen machen; Ersatzumschreibung; 23. besondere Ausdrücke für den Begriff ‚große Wunde erzeugen‘? Umschreibungen; 24. pleschet und etwaige andere sinnverwandte Eigenschaftswörter; 25. Flarre, Flerre (Geschl., Bedtg, auch = aufgeriebene Stelle? schlechtes Weibsbild u. a.), etwaige Zusammensetzungen; 26. kleine Wunde, Hautverletzung, Megge; noch andere besondere Ausdrücke? Ersatzumschreibungen; 27. jemand, (sich) leicht verwunden, verletzen, einen meggen, (gerade) stupfen, (nur) ein bißchen stupfen, an ihn ankommen, es hat ihn (gerade noch) erwischt u. a.; 28. megget, meggelet (= mit einer Megge versehen); andere sinnverwandte Ausdrücke? 29. lange, auch breite Wunde (oder deren Narbe), Schrernme, Schramme (auch Schmarre?); noch andere besondere Ausdrücke? Zusammensetzungen, Ersatzumschreibungen (z. B. ein Trumm Schramme); 30. eine lange Wunde jemand, sich zufügen, (sich) schrammen, Redensarten; 31. schrammig, schrammet; andere sinnverwandte Ausdrücke? 32. tiefe Wunde, Loch, Wendungen (die ganze Hand könnte man da hineinlegen u. a.); noch andere besondere Ausdrücke dafür? davon abgeleitete Zeit-, Eigenschaftswörter? 33. Narbe (volkstümlich?), Mase, Masel (Geschl., Mehrzahl! Bedeutungen!), kennzeichnende Verbindungen mit Eigenschafts-, Zeitwörtern (jede auf eigenem Zettel!); 33a. Zusammensetzungen, wie Kinds-, Wundmasen, Maselflecken u. a.; 34. vernarben (volkstümlich?), sonstige Ausdrücke, Wendungen! 35. mit Narben behaftet, masig, -icht, maselicht, maselet; sonstige Ausdrücke? 35a. Zusammensetzungen mit den in 35 genannten Wörtern, z. B. blattermasig; 36. Kruste, die sich über der Wunde bildet, Verbindungen, Redensarten; 37. Eigenschaftswörter, Wendungen für den Begriff ‚mit einer Kruste überzogen‘; kommt auch krustig vor?

28. Fragebogen: Brotbacken (1)

Vorbemerkung: Volksübliche, mundartliche Ausdrücke des Bäckergewerbes, die von den im bäuerlichen Brotbacken üblichen abweichen, wolle der Sammler auch dann, wenn sie nicht ausdrücklich abgefragt werden, an ihrer Stelle angeben. Technische, im Volksmund nicht übliche Ausdrücke des maschinellen Betriebes kommen nicht in Betracht.

28 / A

 1. bäuerlicher Backofen, außer zum Brotbacken wozu noch verwendet (Obstdörren, Kochen)? 1a. ist er in eigener Backhütte, Backhaus (Dürrhäusel)? wo steht diese? im Obstgarten? 1b. ist er in einer Vorratsscheune, Wagenhütte. einem Waschhaus (oder sonst einem Raum außerhalb Küche, Stube) eingebaut? 1c. ist er in der Stube? hat diese besonderen Namen? an welcher Stelle? reicht er in einen anderen Raum hinein? 1d. ist er in der Küche? Selchküche ? unter dem Spar- oder offenen Herd eingebaut? oder in gleicher Höhe hinter dem Herd? oder sonst in anderer Verbindung mit dem Herd? 1e. hat der Platz des Backofens, der Backhütte besonderen Namen? 1f. Sonstiges zum Orte des Backofens; 2. Aussehen eines (selbständigen) bäuerlichen Backofens, Höhe, Material, besondere Ausdrücke? 3. wie heißt sein Pflaster? (Backofen)pflaster? sind es Steine, Ziegel, Platten (Kelheimer)? Backofen pflastern; 3a. Name der Fugen im Pflaster; 4. Wölbung im Backofen; 5. geht von ihm der Rauch durch besonderen Abzug (Name!) in den Kamin? oder durch Rauchlöcher in den ‚Feuerhut‘? oder durch die Heizöffnung (Ofenloch)? 5a. Name des Rauchfangs der Backhütte; 6. Ofenloch, -lucke; 7. Türe dazu, Backofentürl (wo beim Stubenbackofen?), nur angelehnt (nicht in Angeln; polizeilich noch erlaubt?)? 7a. Griff an der Türe; 7b. Spreize; 7c. Zuglucke(n); sie öffnen, schließen, wann? 8. sonstige Teile des Ofen und ihre Namen; 9. Grube vor dem Backofen (Zweck? zum Hineintreten; sonstige Verwendung? Kohlenloch?), bei allen Backöfen? Ausdrücke; 9a. Deckel zur Grube, Aussehen; 10. Umgebung des Backofens (Lehm-, Asphaltboden, Estrich); 11. Redensarten (z. B. der Ofen ist zusammengefallen = ein Weib ist niedergekommen; ist damit der Back- oder der Zimmerofen gemeint?); 12. gibt es besondere Wörter für die Wände des Backofens, der Backhütte? deren Dach? 13. besondere Wörter für das Feuermachen im Backofen? 14. Zeit des Feuermachens, Ausdrücke, Redensarten, z. B. wenn das Feuer niedergebrannt ist, hat auch das Brot genug gegoren u. a.; 15. unterzünden, Bedeutung! womit? (‚Scheiten‘, Schoatn, Schātn, Reisig, Span, Stroh u. a.); hat das Material einen allgemeinen Namen (Unterzündel?)? 16. Backholz, -scheit, seine Eigenschaften, z. B. gut kliebendes, knopfiges (weniger gut?), Länge; es zum Gebrauch vor-, herrichten; 17. die Scheiter im Backofen (auf-) schlichten, aufrichten, legen; Name des Ganzen (Stoß, Lege, Anlege), der Scheiter nach ihrer Lage (Anleg-, Unterlegscheiter, Rindscheit?); 18. Backhitze; 18a. Eigenschaftswörter dazu, richtige, schlechte u. a.; Ersatzredensarten, -verbindungen: Ofen wird, ist weiß, Hitze geht aus u. a.; 18b. Ausdrücke für Prüfung, Kennzeichen der richtigen Backhitze; 18c. gibt es für die Wärme in einer Stube bei geheiztem Backofen besonderen Ausdruck, z. B. bachlwarm (Bedeutungen!); 19. Ofengabel; 20. Feuer im Backofen zerschüren; 21. Backofen ausscharren, Glut herausscharren, wann geschehend? 21a. Werkzeug dazu, Ofen-, Backkrücke; 22. Backofen auskehren, putzen, Glut herauskehren, wann geschehend? 22a. Werkzeug dazu, (Back)wisch, Läutrit, (-at), (Ofen)besen; Aussehen; 22b. daran befestigtes Reisig (Wischgraß, -grasset, Grasset, Krassach [was für Grasset?], Wischdaxn) oder Fetzen; werden Reisig, Fetzen genäßt? mit Backwasser? 22c. wie nennt man sein Befestigen (einbinden?)? 22d. Stiel am Ofenbesen; 23. Backofen abkühlen, wie? 24. ist an ihm außen eine Vertiefung zur Aufnahme kleiner Geräte (Wasser-, Häferlloch)? welcher? 25. gibt es mundartliche Ausdrücke für den Bauzustand des Backofens? seine behördliche Kontrollierung? 26. gibt es Gemeindebacköfen? (Ausdruck!); 27. gewerblicher Backofen, volksübliche Ausdrücke (in ihrer mundartlichen Form), die ihn vom bäuerlichen unterscheiden, z. B. Bäckerofen; auch Dampf-, Gas-, Patentbackofen u. ä.? Benennungen nach Fabriksmarken? 28. volksübliche besondere Ausdrücke für seine Teile, z. B. die Herd-, Backfläche, Herd-, Chamotteplatte (auch Benennung der Platten nach Fabriksmarken?), Schwellapparat, die Schwell (wozu dienend?), Einschieß-, Ausziehherd u. a.; 29. für seine Feuerung, z. B. halbtiefe, direkte, indirekte; 30. für Nebengeräte, z. B. Stahlbesen, Lösch u. a. (Angabe der Verwendung); 31. für seine Tätigkeit und Behandlung (soweit nicht schon zu früheren Nummern erwähnt), z. B. er arbeitet, ihn abliegen lassen u. a.; 32. Backstube des gewerblichen Bäckers; wird in ihr auch der Teig zubereitet? oder in besonderem Raum? (Name!); 33. andere Räume der Bäckerei (außer dem Bäckerladen), falls besondere Ausdrücke vorhanden; 34. Backstubenordnung (Bedeutung!); andere Zusammensetzungen mit Backstube; 35. wird der gewerbliche Backofen außer fürs gewerbliche Backen sonst verwendet? (aus-, herausbacken im Bürger-, Bauernhaus zubereiteter Teige? backen von Schinken? u. dgl.); 36. in dieser Nummer erbitten wir allfällige Ergänzungen des in 1-35 abgefragten Vorstellungskreises.

28 / B

 1. backen (allgemein), Formen des Zeitwortes! das Backen; wem fällt beim Bauer diese Arbeit zu? 1a. Redensarten, wie einem ins Haus backen, zu einem b., ‚backen und waschen‘ u. a., Bedeutungen! 1b. pfistern; 2. Zusammensetzungen mit backen (überall Angabe der Bedeutung!), wie ver-, zer-, weg-, wegher-, ein-, einhin-, ab-, abhin-, ausbacken (man beachte Bedeutungen und Verwendungen von ‚ausgebacken‘, ein Ausgebackener, dazu [auf eigenen Zetteln] halb-, unausgebacken, ein Halb-, ein Unausgebackener, Redensarten), ausher-, hin-, herbacken u. a.; hausbacken (Zeitwort; dazu auf besonderem Zettel das Eigenschaftswort ‚hausbacken‘, wenn es vorkäme); 3. bäckeln (Bedeutung!); 4. (gewerblicher) Bäcker(in), Bäck(in), Pfister, Redensarten, Verbindungen wie ,Bäcker und Melbler‘, ,Bäcker und Konditor‘; 5. Zusammensetzungen mit Bäcker als zweitem Bestandteil, wie Brot-, Schwarz-, Zucker-, Dampf-, Feldbäcker usw., auch zu persönlicher Bezeichnung wie Grabenbäck (d. h. der im Graben wohnt) u. a., 5a. als erstem Bestandteil, z. B. Bäckermeister, -geselle (haben die einzelnen besondere Namen nach Rang, Haupttätigkeit?), -junge, -geschäft, -laden, -innung, -zeichen (Beschreibung!), Bäcker- (Bäcken-, Bäckers)sohn (welche Form ist die üblichste?) usw.; 6. Übernamen der Bäcker, wie Laibelschmied, Teigbatzenmacher u. ä., Redensarten (soweit nicht schon bei 4 erwähnt), neckende Wendungen, wie der dicke Bäck u. a.; 7. Ausdruck für die Kleidung des Bäckers beim Backen (Hitzgewand u. ä.) und ihre Teile; 8. Bäckerei (die verschiedenen Bedeutungen!); 8a. Pfisterei; 9. Zusammensetzungen, wie Schwarz-, Zucker-, Dampf-, Land-, Klosterbäckerei usw., auch scheltende wie Saubäckerei usw., Bäckereihandwerk, -recht u. a.; 10. allgemeiner Ausdruck für ,das Gebackene‘; wo das Wort Gebäck, Gebächt, Bächt auf Weiß-, Feingebäck beschränkt ist, gebe man das an; Ausdruck, der zugleich die Menge des auf einmal Gebackenen bezeichnet, Bachede, Bachet, Bäck - Geschlecht dieser Wörter!); 10a. Verbindungen, z. B. schwarzes, weißes, gemischtes Gebäck; 10b. Zusammensetzungen, wie Weißgebäck u. a.; 11. Tag, an dem gebacken wird, Backtag, Volksglaube (z. B. wann darf man nicht backen?); 12. Trog zum Anmachen und Kneten des Teiges, Backtrog, -truhe, Multer u. a.; bedeuten die verschiedenen Ausdrücke verschiedene Arten von Backtrögen? sonstige Verwendung (als Tisch, zum Sauabbacheln, was wird darin aufbewahrt?), hat er dann besonderen Namen? sonstiges Eigentümliche, auch beim Bäckergewerbe; 12a. auf den Backtrog bezügliche Redensarten; 13. Untergestell zum Backtrog, (Back)schragen; sind Trog und Schragen von einander getrennte Stücke oder fest verbunden? der Schragen auch beim Saustechen verwendet? mit besonderem Namen? 13a. besonderer Ausdruck für die Füße des Troges? sind sie schief? 13b. Träger, auf denen der Trog unmittelbar liegt, Aussehen; 14. Trogdeckel; 15. etwaige noch nicht genannte Zusammensetzungen mit (Back)trog, -truhe (usw.); 16. Sauerkübel, Säuer (Geschlecht!), Bedeutung! nur beim gewerblichen Backen verwendet? Redensarten, Scherze.

29. Fragebogen: Brotbacken (2)

Vorbemerkung. Volksübliche, mundartliche Ausdrücke des Bäckergewerbes, die von den im bäuerlichen Brotbacken üblichen abweichen, wolle der Sammler auch dann, wenn sie nicht ausdrücklich abgefragt werden, an ihrer Stelle angeben. Technische, im Volksmund nicht übliche Ausdrücke des maschinellen Betriebes kommen nicht in Betracht.

29 / B

 17. Sauerteig, Urhab, Urchel, Urikai, Urfel, Uri, Ura, Tampfel, Dampf, Zufang, Kikl - Geschlecht dieser Wörter, etwaige Bedeutungs- und Verwendungsunterschiede; Herstellung (mit Topfenwasser?), Aussehen des Sauerteiges, Kreuzzeichen darauf? von einem Backtag zum anderen aufbewahrt? (worin? hat der aufbewahrte besonderen Namen?), sonstige Verwendung (z. B. gegen Krankheiten, welche?); besondere gewerbliche Ausdrücke, wie Vorteig (besonders benannt vor und nach dem Salzen?), Sauer, Grundsauer (Bedeutungen!); 17a. nach Sauerteig riechen, urerln, Zusammensetzungen, wie einher-, abherurerln; 17b. Sauerteig verleihen (wieder zurückgeben?); 18. Hefe, Hefich, Hefel, Germ, Bier-, Preßhefe (bloß für Milchbrot?), vom Sauerteig wie unterschieden? kommt ‚Jering‘ vor? Bedeutung? 18a. nach Hefe riechen, schmecken; 19. etwaige Zusammensetzungen mit den in 17. 18 genannten Hauptwörtern; 20. den Sauerteig zerbröseln und auf-, einweiken, anrühren, machen, setzen; wird Mehl daran gerührt? Salz beigegeben? wann? 20a. ihn zerrühren, zerdrücken; 20b. auf die Wärme stellen, setzen; 20c. gären lassen, wo? 20d. Wörter für fehlerhaftes Zubereiten, z. B. sich verschütten u. a. (Bedeutung!); besondere gewerbliche Ausdrücke? 21. ihn kennzeichnende Verbindungen, wie alter, neuer, grüner, er säuerlt, läuft an, ist angelaufen u. a. (Bedeutungen!); auch gewerbliche Ausdrücke, wie (zu)jung, reif, (zu wenig) ausgehn, blasen, greift sich kurz u. ä.; Einfluß dieser Eigenschaften auf das Brot; 22. mit Sauerteig versetzen, (ein-, an-) tampteln (noch andere Bedeutung?), wann geschieht das? wo? (in Ecke, Mitte des Troges?), wo beim Bäcker? 23. Teller, Kübel, Häflein, Schüssel, Platte, auf der der Sauerteig liegt, immer hölzern? 24. Mehl zum Schwarzbrot, Brotmehl; 24a. zum Milch-, Weißbrot; 24b. in besonderem Gefäß (Mehlschäffel) aus dem Vorrat geholt? 24c. Menge für einmaliges Backen (Malter?); 25. Eigenschaften des Brotmehles, z. B. langes, kurzes, nachlassendes, griffiges, brandiges; Ausdrücke, die den Einfluß dieser Eigenschaften auf das Brot bezeichnen; 26. Mehlklumpen, -knödel, -knollen, -batzen u. ä., Buazen, Buazl; zum Backen mitverwendet? Redensarten, z. B. das Mehl ist zusammengewachsen u. a.; 27. das Mehl (hinein-)sieben, -reitern; 27a. Mehlreiter, -sieb; 28. wird etwas Riechendes, Schmeckendes, Gewürzhaftes beigemischt? Anis, Kümmel (hineinverbacken? oder nur zum Korbausstreuen verwendet?), Koriander, Brotkörner (Bedeutung! hineinverbacken?), besondere Ausdrücke für dieses Beimischen? 29. das Sauerteigwasser hinein-, frisches Wasser (Milch bei Milchbrot) dazuschütten, Urhab anrühren, Kikl einmachen, einkikeln, anmachen, (an-, ein-) rühren (vergleiche B 20); 30. (ab)mischen; 30a. Person, die mischt, Mischer(in), besondere Bezeichnung im gewerblichen Backen? 30b. womit wird gemischt? (Back-, Trogrührer?); 31. die Mischung; wie lange läßt man sie stehen? 32. kneten (Formen des Zeitwortes! gekneten?), wie oft wird durchgeknetet? Redensarten, z. B. der Teig muß schnappen, die Laibe sind ohne Sprung u. a.; 32a. Zusammensetzungen, wie ab-, durch-, er- (der-) kneten, nachkneten (wenn der Teig am Model geklebt hat) u. a.; 32b. wûrchen, wür(h)en, Bedeutung; 32c. Zusammensetzungen mit würchen; 32d. sonstige Ausdrücke für ‚kneten‘; 32e. Ausdruck für: in kleineren Stücken (Strutzen?) durchkneten, auswürchen; 32f. Person, die knetet; wie beim Bäcker genannt (Helfer?)? 32g. Ableitungen von kneten, würchen, wie Kneterei (auch Knetach?) u. a., Bedeutungen! 32h. ist Teig ausarbeiten unterschieden von Teig mischen und kneten? 33. volksübliche Ausdrücke für Misch-, Knetmaschine und ihre Teile (in der mundartlichen Lautung!), besondere Fabriksmarken inbegriffen, ferner für ihre Leistung und die mit ihrer Bedienung verbundenen Arbeiten; volksübliche Urteile über diese Maschinen; 34. Teig (soweit auf bäuerliches Brotbacken und Bäckergewerbe bezüglich); Redensarten, Späße, die sich darauf beziehen, wie in den Teig hineinfallen, -patzen, mit T. beschmieren u. a.; 35. Zusammensetzungen mit Teig, an zweiter Stelle, wie Brot-, Semmel-, Wecken-, Hörndl-, Laibelteig (Aussprache des Wortes! an die Aussprache geknüpfte Vorstellungen, Scherze, Anekdoten), Schuberl-, Bretzenteig usw. (Bedeutungen!), 35a. an erster Stelle, z. B. Teigaffe u. a., Redensarten; 36. kennzeichnende Eigenschaftswörter zu Teig, 36a. zeitwörtliche Verbindungen wie: er zieht an, wird zäh, läßt sich ziehen, läßt nach u. a. (Bedeutungen!); gewerblich: er hat (zu wenig) Gare (Bedeutung!); 37. teigig und Zusammensetzungen; 38. einteigigen, -teigen (Bedeutung!); 39. nach T. riechen, teigeln, einherteigeln (z. B. aus der Küche); 40. gären (Formen des Zeitwortes!), gehn, aufgehn, Redensarten, z. B. der T. geht über, steigt aufher, hat (?) gut, schlecht, zu wenig gegangen, hat sich übergangen u. a. (Bedeutungen); 40a. Gärung (volksüblich?); 40b. gewerblicher Ausdruck für die Gärkraft des Teiges (Triebkraft? volksüblich?); 40c. Ausdrücke für Einfluß der Witterung auf die Gärung; 41. Teig ausheben, danher-, aushertun, -stechen u. ä.; 41a. womit? 42. ausscharren, -kratzen des Backtroges, zusammenputzen, -schaben; 42a. womit? (Trogscherrer, Aussehen!); 43. nachreinigen; 43a. womit? Bartwisch? beim Bäcker: (Trog-)juckerl? 44. Die gescharrten Teigreste, Troggescherrechtes, -geschabechtes, Zusammengescherrechtes, -geschabechtes, Schabach; als Tampfel aufgehoben? oder verbacken? (zu Laibeln, Boden-, Aschenzelten, brotbackenen Zelten? Ausdrücke für weitere Bearbeitung solcher Zelten); 45. Teig (ab-, her-) wägen, nur gewerblich? 45a. Bäckerwage; 46. volksübliche Ausdrücke in ihrer mundartlichen Lautung, für Teigteilmaschinen, ihre Gattungen, Marken, Teile, Leistungen, damit verbundenen Arbeiten; 47. Form (Model) zum Aufnehmen des Teiges, Brotkorb, -körbel, -brente, -Karl, Backsumper, Simperl, Backkörbel; haben die Körbe für Wecken besondere Namen? ist der Korb ausschließlich aus Stroh geflochten? ist er aus Holz? wie heißt der den Strohzopf umwindende Zweig? (Zeindl, von der Weide? der Esche?); übertragene Bedeutung (Schelte, Flur-, Ackername), Redensarten; 47a. Handhaben daran; 47b. Ausdrücke für das Vermerken und das Merkzeichen des Models, in dem der Bäcker fremden Teig bäckt; 48. gewerbliche Ausdrücke für: den Teig formen, pressen, stüpfeln, durchdrücken, schleifen u. a., auch würchen? (überall die Bedeutungen! Angabe, bei welchen Gebäckarten vorgenommen); 48a. Werkzeug dazu: z. B. Stüpfler, Rollholz u. a. (Aussehen, Verwendung); auch volksübliche Ausdrücke für Formmaschinen? z. B. Bretzenstrangmaschine? 49. Form mit Mehl bestauben, einmehligen, -melbeln, ein-, ausstauben. 49a. oder Tüchlein in die Form einbreiten, Backfetzen, -fleck; besondere gewerbliche Ausdrücke? 49b. Teig klebt, pickt an der Form; 50. Teig in die Form drücken, Laib auseinanderdrücken; 51. Hand in den geformten Teig drücken, wozu? (sobald der Eindruck geschwunden, ist der Teig genügend durchgegoren); 52. Glanz des Brotes, Abwaschen der Oberfläche des Teiges im Model, tut es der Bauer? bloß der Bäcker? andere Mittel? wird auch fertiges oder altes Brot noch geglänzt? wie? im gewerblichen Backen? 53. Blatter, Blattkübel (des Bäckers), Bedeutung! 53a. Brotwasser (Bedeutung, Verwendung!); 53b. Brothäferl (Bedeutung!); 53c. Schwellspritze; 54. glänzen des gewerblichen Weißgebäckes, Mittel, Werkzeug; 55. den Teig, das Brot mit Kerben versehen, zeichnen, anmerken, Namen, Aussehen der Zeichen, Zweck des Kerbens, Mittel dazu (mit dem Finger? hat er dann besonderen Namen? mit Gläsern? Stempeln? Ausdrücke!); 56. wo lagert (Ausdruck!) der Bäcker das geformte Brot vor dem Einschießen? (Brot-, Semmelbrett, -tuch, Garb [Aussprache des a! Geschlecht], Stangen-, Nagelgarb; Bedeutungen, Aussehen); 57. Teig (aus der Form) stürzen; 58. T. in den Ofen schieben, (ein-)schießen, übliche Sprüche dabei, Redensarten, Aberglaube (z. B. wenn ein Fremder zur Zeit des Einschießens eintritt, stirbt bald darauf jemand im Hause; schießt man auch verkümmerte Kinder, Wechselbälge ein? wozu? legt sich auch der Erwachsene zu Heilzwecken in den Backofen?); 58a. verschießen, Wendungen (z. B. der hat sich verschossen, Bedeutung!); 58a. Benennung der verschossenen Laibe, Krüppel, Krüppling (Mehrzahl!); wie werden sie verwendet? 59. Werkzeug zum Einschießen, (Ofen-, Back-)schüssel, Aussehen; Stiel daran; 59a. besondere Ofenschüsseln des Bäckers, nach der Gebäcksgattung, z. B. Semmel-, Weckenschüssel; welche davon gebraucht etwa auch der Bauer? 60. Ausdrücke für die Zeit des Einschießens? die Dauer des Backens? 61. das Einschießen wiederholen, umschießen (Lage des Laibes wechseln); wird dabei abermals gewaschen? besonderer Ausdruck für den Zeitpunkt des Umschießens? 62. Anschuß (Stelle, wo Brote aneinander kleben), (Brot-) zapfen, sonstige beim Einschießen erfolgte Beschädigungen; 63. Aufreißen des Brotes, Ursache; 64. Ausdrücke, Wendungen für das Gelingen des Backens; 65. das Brot (Gebäck) herausnehmen, womit? (Ofenschüssel? -krücke?); 66. Mißbrauch der warmen Laibe durch Dienstboten, zum Bettwärmen? Redensarten; 67. auskühlen, kalt werden des Gebäckes; 68. das Brot aufbewahren; 68a. Aufbewahrungsort, Brotrainl, -rahmen, -leiter (Zeichnung erwünscht!), Namen für die Teile des Brotrahmens; Redensarten (z. B. es ist ein Bienenschwarm herabgegangen und hat sich in die Brotleiter angelegt, d. h. es ist ein Kind geboren worden); 68b. Aufbewahrungsort beim Bäcker, Brotkammer, -magazin u. a.; 69. läßt man Brot absichtlich hart werden? (damit es sich länger halte?), Ausdrücke! 70. besondere Ausdrücke für Verrichtungen, Werkzeuge, Maschinen des gewerblichen Backens, die nicht schon zu den vorhergehenden Nummern genannt wurden, z. B. Gebäck herführen, Führung des Brotes, Kühleführung, ausfüllen, Kühlausfüllen, hergehn, breit, flüssig, starr, hoch hergehn, Rollwagen; 71. gewerblich Backhilfsmittel, allgemeiner Ausdruck dafür, besondere Ausdrücke (soweit volksüblich) ; 72. (Nummer für Ergänzungen).

30. Fragebogen: Brotbacken (3)

30 / C

 1. Brot, Bauern-, Hausbrot (Schätzung gegenüber dem Bäckerbrot, Eigenschaften), Bäckerbrot (hat dieses noch andere allgemeine Bezeichnungen, die es vom Bauernbrot unterscheiden? Eigenschaften), scherzhafte Bezeichnungen (z. B. Kaule, Pims u. a., Gebrauch dieser Wörter!), Redensarten, Vergleiche, Sprüche, Kinderreime auf das Brot bezüglich: 1a. wie weit wird das Wort Brot in übertragener Bedeutung verwendet? Redensarten wie: er hat, verdient sich selbst sein Brot u. a.; 1b. wird handgebackenes Brot durch besonderen Ausdruck dem maschinellen gegenübergestellt? 2. Schwarzbrot, schwarzes Brot, Formen, Eigenschaften, Redensarten, Sprüche (z. B. über seinen Wert für Gesundheit). - Auch bei den fo1genden Brotarten wolle man, außer der Bedeutung, auch kennzeichnende Eigenschaften, daran geknüpfte Redensarten, Sprüche angeben. - 3. Weiß-, Milchbrot; 4. Gerstenbrot, linsenes; 5. Haferbrot, haberenes; 6. Roggen-, Kornbrot, roggenes, kornenes; 7. Weizenbrot, weizenes, schönes; 8. gemischtes, halbweizenes, Mischling; 9. Erdäpfel-, Kartoffelbrot; 10. Knödelbrot, Rohrweckel (aus was für Mehl?); 11. buchweizenes, haidenes; 12. Mais-, Türken-, Kukurutzbrot; 13. ungesäuertes, wie weit üblich? Verwendung! 14. sonstige Arten, auch gewerbliche, z. B. Kleien-, Sägespänbrot (Herstellung!), Gesundheits-, Gewürz-, Kümmel-, Anis-, Maurerbrot, römisches Brot, Pumpernickel (bekannt?) u. a., Verwendung dieser Brotarten! 15. hat Brot besondere Namen, je nachdem der Bäcker zur Tages- oder Nachtzeit es bäckt? 16. das täglich verkaufte? 17. das durch Haare, Steinchen u. dgl. verunreinigte? Redensarten, Aberglaube; 18. was wird vom Bauer außer Brot im Backofen noch gebacken? 19. Laib, nur in fester Verbindung mit Brot (ein Laib Brot)? in übertragener Bedeutung mit anderen Hauptwörtern z. B. Laib Käse? Geschlecht, Mehrzahl, Verkleinerung (Gebrauch, Bedeutung derselben); Aussehen des Laibes, Höhe, mehr fladenartig? 19a. gibt es besondere Ausdrücke für Ober-, Unterseite, Rand, andere Teile des unangeschnittenen Laibes? (Männer-, Weiber-, Bodenseite u. a.), damit verbundene Vorstellungen, Redensarten; 19b. großer, kleiner Laib, Vergleiche, Redensarten; 19c. Zusammensetzungen mit Laib, Laibel, z. B. Viertel-, Vierer-, Vierziger-, Bauern-, Mordslaib; Laibelbrot u. a., Bedeutungen! 20. Ausdrücke für Gestalten des Brotes (beim gewöhnlichen Backen), die nicht die Laibform haben, z. B. (Brot)wecken, Strutz, Fladen u. a.; haben diese Formen besondere Bestimmung? 21. (Brot)rinde, kennzeichnende Beiwörter, etwaige Zusammensetzungen, Wendungen, Vergleiche; 22. Krume, Schmolle; Zusammensetzungen, Beiwörter, Schmolle ausbohren, Verwendung; sonstige Bedeutung? 22a. gibt es ein Eigenschaftswort, um die Vorstellung ‚mit Schmolle, viel Schmolle versehen‘ auszudrücken? 23. großes, kleines Stück Brot, Ausdrücke (z. B. Ranken, Reanken [wird das Wort auch für andere Stoffe gebraucht?], Fetzen, Mugel, Bröckel, Fesel u. a.), Zusammensetzungen damit, Vergleiche; 24. (Brot)schnitte, Keil, Trumm, Trümmel, eine Jause, Laden, Spundladen u. a.; 25. (größere) Überreste, nicht ganz aufgezehrte Brotschnitten, Ausdrücke! wo aufbewahrt? etwaige Ableitungen von solchen Wörtern, Zusammensetzungen; 26. Brosamen, Brösel; 26a. Zusammensetzungen mit Brösel, an zweiter Stelle: Brot-, Semmelbrösel usw., 26b. an erster: Bröselteig, -maschine (volksübliche Ausdrücke für ihre Teile?) usw.; 27. Brot verkrümeln, bröseln; 27a. Zusammensetzungen wie ab-, abher-, aus-, einhin-, ver-, zerbröseln u. a., Bedeutungen! 28. Brösel mit den Fingern ‚zusammenpecken‘; 29. bröselig, bröselet (verbreitet), etwaige Zusammensetzungen; 30. Brotkügelchen; 30a. Brotkügelchen drehen, wuzeln; 30b. sich damit bewerfen. - Zu den folgenden Eigenschaften des Brotes wolle man außer der Bedeutung auch übliche Umschreibungen, hauptwörtliche Ausdrücke, Redensarten angeben. - 31. das Brot ist verbrannt; 32. angebrannt; 33. halbbacken, teigig (schliffig?); 34. ungebacken; 35. neu-, 35a. alt(ge)backen; 36. rindenhohl (hat ein solcher Laib besonderen Namen?); 37. speckig (weil das Getreide ausgewachsen, das Mehl kalt war?), telzig; 37a. hat die speckige Schichte besonderen Namen (Telz, Speck)? Zusammensetzungen damit, Ableitungen (z. B. Telzach?); 38. Brot mit Teiggeschmack; 39. spindig ; 39a. Spind; 40. Brot fast ohne Poren, gleim, gleim beinander (kommt auch glaum vor? in was für Wendungen?); 41. großporig, luckerig, lochet, gelöchelt (Steigerung üblich?), ,da steckt dem Bäck seine Seel‘ drinnen‘; 41a. Bäckerseele; 42. das Brot hat Risse, Sprünge, Schricke (durch zu starke Gärung); auch die entsprechenden Eigenschaftswörter! 43. hat eine (meist aufgesprungene) Beule, Kropf, ist kropfig; 44. hert, hart (welche Form häufiger?); 45. zu mürbe, weich, lind; 46. zu süß; 47. zu stark gesäuert, urchelsauer (auch bildlich?), hantig, tatscht zusammen; 48. schwer; 49. leicht, gering, hupferlgering; 50. schrammig, gibt sich zusammen; 51. ofenwarm; 52. staubig; 53. resch, Resche; 54. ausgetrocknet; 55. kraftlos, derb, wenig schmackhaft; 56. nieder (weil zu stark gewässert?), zusammengeknorkt, -getescht; 57. hoch, spannhoch; 58. sandig; 59. flockig; 60. nachlassend; 61. schimmelig, kriegt Haare, hat einen Bart, Pelz; 62. sonstige kennzeichnende Eigenschaften dieser Art; 63. allgemeiner Ausdruck für mißratenes Brot; Verwendungen des mißratenen Brotes; 64. Farbe des Brotes; 65. Anschnitt (beliebt?), Scherzel, Ranftel, Zusammensetzungen wie Wecken-, Brotscherzel, -ranftel; 65a. Scherzel aushöhlen, wozu? wer hat es gerne? hat das ausgehöhlte Scherzel besonderen Namen; 66. Anschnittfläche; 67. anschneiden, angänzen (wird -gg- gesprochen?), Wendungen; 68. Brot aus der Mitte schneiden; 69. hat das fürs Gesinde bestimmte Brot besonderen Namen? 70. hat der Laib, Strutz, den die Magd erhält, die das Backen beaufsichtigt oder dabei hilft, besonderen Namen? was tut sie damit? gibt es für diese Magd besondere Bezeichnung? 71. viel Brot essen, bampfen, knollen; 71a. Mensch, der gerne Brot ißt oder doch stets bei sich hat, Brotesser, -fresser, scherzhafte Namen, z. B. Kauleverwalter, Pimsmeier, Redensarten; 72. dem Gaste Brot anbieten, hinlegen, Redensarten, Bräuche, Anschauungen.

30 / D

 Vorbemerkung. Zu den Namen der im Folgenden abgefragten besonderen Brote wolle man jedesmal auch Angaben über ihr Aussehen hinzufügen. - 1. Allgemeine Bezeichnungen für bäuerliches Festtagsbrot (aus Brotteig; kleineres Weißgebäck ausgeschlossen), besseres Brot (ist es auch weißes?); 2. besondere Namen: Weihnachtsbrot, Steri (-laib, -brot), weiße, schwarze Steri, Birnlaib, Klozen-, Klezenbrot (aus welchen Stoffen?); werden zugleich noch andere Brote mitgebacken? z. B. ein Laibel - Name! -, das die Großdirn dem ersten kommenden Armen, Bettler, reicht, der sich am Weihnachtstag sehen läßt: ist es ein Mann, so heiratet sie im nächsten Jahr und ihr Mann heißt dann so wie der Bettler; ferner die Viehsteri - Bestimmung, Anzahl! -, oder 4 bis 5 längliche Brote in Daumenform für Fütterung der Elemente), sonstige Gebräuche; 2a. besondere auf das Weihnachtsbrot bezügliche Ausdrücke (über Herstellung, Verwendung, Form u. a.); 2b. Zusammensetzungen; 3. Osterbrot, -laibl, Pinze usw. (soweit nicht schon zu Bogen 3, F 3 vom Sammler erwähnt), Gebräuche; 3a. besondere Ausdrücke, Zusammensetzungen; 4. Allerheiligenbrot, Allerseelenbrötlein, Seelweck(en), -wick(en), Hallerwickel, -wertel, Gebräuche, besondere Ausdrücke (z. B. Seelwickelauswerfen, das Seelwickeln [Bedeutung! von wem besonders geübt?], Bitt-, Dankformeln), Zusammensetzungen; 5. Kirchweihbrot, Gebräuche, besondere Ausdrücke, Zusammensetzungen; 6. Faschingsbrot, Gebräuche, besondere Ausdrücke, Zusammensetzungen; 7. sonstige Festtagsbrote; 8. Zusammensetzungen mit Brot (samt ihren Bedeutungen!), soweit noch nicht erwähnt (vergleiche auch C!), an zweiter Stelle: nach dem Mehle (hier etwaige Ergänzungen zu den C 2-14 erwähnten Arten!), 8a. nach den Zutaten, der Füllung, z. B. Honig-, Eier-, Kräutlich-, Semmel-, Hörndel-, Schuberl-, Schmalzbrot (Schmalzschnitten), Butterbrot u. ä., 8b. nach der Bestimmung, z. B. Bettler-, Boten-, Leute-, Herren-, Schnitterbrot, Kommißbrot u. a., Wendungen, Redensarten! 8c. nach der Herkunft, z. B. Kloster-, Linzer-, Landshuter-, Kauf-, Pfisterbrot u. a., Redensarten, 8d. nach der Mahl-, Tageszeit, z. B. Frühstücksbrot u. a.; kommt Morgen-, Mittags-, Abendbrot (in eigentlicher und übertragener Bedeutung) vor? 8e. nach dem Preise, z. B. Dreier-, Fünfer-, Neunerbrot, 8f. schlechtes Brot, z. B. Saubrot, 8g. nach der Form, 8h. sonstige, z. B. Himmelbrot (auch Manna?), Schweins-, Kuckucks-, Herrgottsbrot u. a.; 9. Zusammensetzungen mit Brot (soweit noch nicht erwähnt), an erster Stelle (auch sachliche Erläuterungen erwünscht!): [Brothandel:] Brothandel, -sitzer, -händler (welche Personen üben Brothandel aus?), -(aus)träger, -fuhre, -führer, -fuhrmann, -wagen, -tisch (in einem Brotladen), -laden (als Verkaufsort), -stand, -tischstatt, -preis, -gewicht, -schwere, -aufgabe (Zugabe des Verkäufers) u. a., 9a. [Brotbehälter, -geräte:] Brottasche, -sack (Redensarten, z. B. ihn höher hängen, sich zum Brotsack beschweren gehn u. a.), -ranzen u. a., Brotgehänge (-gehienge), -messer (auch = Faschinenmesser, Bajonett?), -löffel (Bedeutung!) u. a., 9b. [Rechtsausdrücke:] Brotknecht, -geld, -beschauer u. a., 9c. [Speisen aus Brot:] Brotsuppe, -torte u.a., 9d. [sonstige:] z.B. Brotschimmel, -werk, -zeit, Brotvermehrung (biblisch, ‚die wunderbare Br.‘; wie wird das -o- da ausgesprochen?), 9e. [eigenschaftswörtlich:] z. B. brottrocken.

30 / E

 1. Kommt Weihwasser beim Brotbacken in Verwendung? wie viel? (ein Spritzerl), Segnungen beim Brotbacken; 2. Patron der Bäcker, Ausdruck, Name des Heiligen (mundartlich!), Art der Verehrung, Redensarten; 3. Eindrücken von Kreuzen (nur beim Weizenbrot?), mit Messer? Hand? einem bestimmten (wie benannten?) Finger? 4. Gebräuche beim Anschneiden, Verzehren, Redensarten; wo darf der angeschnittene Laib nicht stehn? welchem Teil der Stube ist die Anschnittfläche zugekehrt? 5. Vorstellungen vom Wert, der Notwendigkeit des Brotes, Redensarten, Wendungen (Brot ist ‚würdig‘, Brot nicht wegwerfen, verwüsten, verleisten - Volksmeinung hierüber! -, der weiß, woher das Brot kommt, dem lieben Herrgott das Brot wegessen, Brot essen ist leichter als Brot verdienen usw.), Brot ,sparen‘, Urteil der Dienstboten darüber; 6. Brot als Schutz gegen Anfechtung, böse Hunde, als Zaubermittel beim Schatzgraben, zum Löschen eines Brandes; 7. gefundenes, fremdes Brot (Redensarten, z. B. fremdes Brot schmeckt besser als das eigene), gekauftes Brot (Redensarten), tägliches Brot (Redensarten); 8. von Hausgeistern, Kobolden bereitetes, gespendetes; 9. sonstige ans Brot geknüpfte Volksmeinungen, -bräuche; 10. Brot, Brotrinde u. a. in der Volksmedizin (z. B. gekautes für Geschwüre, mit Schwarzbrot räuchern gegen Zahngeschwulst u. a.): 11. Kinderspiele, die sich auf Brot (-backen) beziehen; 12. Volksmeinungen über Bäcker und backen.

31. Fragebogen: Weißgebäck

31 / A

 1. großer Trog für das feinere Weißgebäck; 1a. Mehlsteg (zur Abtrennung größerer oder kleinerer Räume im Trog); 2. kleinerer Trog für das mindere Weißgebäck; 3. besondere Ausdrücke für Teigzubereitung bei Weißgebäck (Formeln, die ebenso für andere Teige verwendet werden, z. B. etwa Eier, Butter zumischen, bedürfen hier nicht besonderer Anführung); 4. Tafel, Backstubentafel (zum Formen des Teiges), Aussehen; 5. Semmel schleifen, Bedeutung! (wenn nicht schon zu Bogen 29 B 48 erwähnt); 6. legt man die Semmel dann (zum Aufgehen?) auf die Garb? 6a. Bretter der Garb, Brotladen (wenn nicht schon zu 29 B 56 erwähnt); 6b. Tücher über die Brotladen legen, Laden aufziehen, Name der Tücher; wer besorgt das? 7. auf die Tafel zurücklegen; 8. Semmel (Weißgebäck) mit Fett überstreichen, wozu? 9. die Semmel (das Weißgebäck) formen; 9a. womit wird die Semmel geformt? dem Abdrücker? sein Aussehen, Name der Kerben in ihm; die durch die Kerben abgegrenzten Teile des Gebäckes (Semmelrigln); 9b. besondere Werkzeuge zum Formen anderen Weißgebäckes? 10. das geformte Weißgebäck auf die Garb, den Laden legen; 10a. geformtes mürbes zunächst auf die Blechplatte (Name!) legen; 11. den Laden neben die Ofengrube stellen; 12. Semmelschüssel (wenn nicht schon zu 29 B 59a erwähnt), Aussehen, Verwendung, Name des Stieles, aus welchem Holz? 12a. die Semmel darauflegen; 13. besondere Ausdrücke für das Einschießen der Semmel, des mürben Gebäckes? 13a. Semmeln u. a. zusammenschießen; 14. Ausdrücke für die Backdauer; 15. das Gebäck aus dem Ofen nehmen; 16. altes Weißgebäck (Semmeln) aufweichen und es neu backen; aufweichen und die Masse in den Teig verarbeiten - besondere Ausdrücke? 17. mit Salz bestreutes, übersalzenes Gebäck, Gesamtname? welche Gebäcke werden übersalzen? 17a. das Salz auftragen, wann? 17b. vorhergehendes Anfeuchten des Gebäckes; 17c. dazu verwendetes Bürstchen; 18. sonstige Werkzeuge, Verrichtungen bei Erzeugung des Weißgebäckes; 19. volksüblich gewordene besondere Ausdrücke des maschinellen Betriebes (Maschinen, ihre Teile, Spezialmarken, Bedienung der Maschinen u. a.); 20. (Nummer für Ergänzungen).

31 / B

 Vorbemerkung. Zu jeder im folgenden abgefragten Art von Gebäck wolle man, auch wenn das Wort allbekannt scheint, sein Aussehen beschreiben, auch sind Angaben erwünscht, ob das betreffende Gebäck am Orte altbekannt oder erst in jüngerer Zeit eingeführt ist. - 1. flache, gerundete Formen des Weißgebäckes: z. B. Zelten (auch in übertragenen Bedeutungen?), Fladen, Scheibe, Patzner, kleiner Laib, Anislaibl usw., werden einzelne dieser Namen auch für andere Gebäckarten gebraucht? 1a. besondere Ausdrücke bezüglich Zubereitung, Form der genannten Gebäcke; 2. die genannten Gebäcke als Festgebäck, besondere Namen? z. B. Weihnachts-, Birnen-, Fastenzelten, Osterfladen, -flecken (falls nicht schon zu Bogen 3 F 3 genannt); zu welchen anderen Festen noch? (z. B. zu St. Sebastian); 2a. besondere Ausdrücke für Zubereitung, Formen dieser Festgebäcke, zu jedem die einschlägigen Gebräuche (z. B. Schwartling-, Scherzenschneiden, Osterzelten als Patengeschenke), Sprüche (z. B. Sebastian geht mit dem Bodenscherz davon – Bedeutung!): 2b. sonstige Zusammensetzungen mit den in 1 genannten Wörtern; 3. Fochezen, Fogezen, Fogazen, Pogatschen; 3a. besondere auf sie bezügliche Ausdrücke; 3b. etwaige Zusammensetzungen; 4. Semmel (hat das Wort auch noch die allgemeine Bedeutung ‚Weizengebäck‘ und wird es auch von anderen Formen als der gewöhnlich so benannten gerundeten Form gebraucht? welchen? ist der Ausdruck ‚weiße Semmel‘ üblich?), Mund-, Wiener-, Kaiser-, Eiersemmel, Kaiser-, Eibrot, Kreuzersemmel usw.; wird die Semmel auch als mürbes Gebäck gebacken (Bezeichnung!)? gehört die Gschradi (Gschradė) zu den Semmeln oder zu Nr. 8? 4a. besondere auf die Semmel bezügliche Ausdrücke; 4b. sonstige Zusammensetzungen mit Semmel, z. B. Semmelgesicht, semmelgelb; 5. länglich flache, gerundete Formen: z. B. Strutz (Mehrzahl!), Strutzen, Strützel, Wecken u. a., scherzhafte Bezeichnungen wie z. B. Schendarm; 5a. besondere auf sie bezügliche Ausdrücke, z. B. aufgeriebener Wecken u. a.; 5b. die genannten Gebäcke als Festgebäck, besonders zu Weihnachten, Allerheiligen, Bezeichnungen, z. B. Weihnachts-, Christ-, Allerheiligenstrützel, Oster-, Rauchwecken (wann?) u. a.; Sitten; 5c. besondere auf dieses Festgebäck bezügliche Ausdrücke; 5d. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit den in 5 erwähnten Wörtern; 6. Stangenform: Salzstangel (auch in übertragener Bedeutung?) u. a.; besondere Ausdrücke, Zusammensetzungen; 7. geflochtene Formen: Zopfgebäck, Zopf, geflochtene Strützel usw.; besondere Arten des Flechtens; 7a. auf sie bezügliche besondere Ausdrücke; 7b. als Festgebäck üblich? zu Weihnachten? Pfingsten? Allerseelen? sonst? Bezeichnungen, Gebräuche (z. B. als Patengeschenk üblich?); 7c. besondere auf dieses Festgebäck bezügliche Ausdrücke; 7d. Zusammensetzungen mit den in 7 genannten Wörtern; 8. gespaltene Formen: Spaltgebäck, Pa(u)nzerln, Steg usw., dafür auch ,Kipfel‘, ‚Weckel‘ gebräuchlich? 8a. besondere auf sie bezügliche Ausdrücke; 8b. Zusammensetzungen; 9. Knaufgebäck, mit einem oder zwei Zipfeln an beiden Seiten, Vierzipf, Strohsackl u. a.; 9a. besondere darauf bezügliche Ausdrücke; 9b. Zusammensetzungen; 10. gebogene Formen: z. B. Kringel, Ring, Bretzel, Beugel, Hörndl, Kranz, Hörndlbretze, Kipfel, Raisthaar u. a.; begegnen sie auch in Verbindung mit geflochtenen Formen? 10a. darauf bezügliche besondere Ausdrücke; 10b. als Festgebäck, zu Weihnachten, Fasching, Fastenzeit, Allerheiligen, Allerseelen, sonst? Weihnachtskringel, Martinihörndl, Fasten-, Patenbretzel, (auch Beichtbretzel?); Gebräuche; 10c. besondere darauf bezügliche Ausdrücke; 10d. sonstige Zusammensetzungen mit den in 10 genannten Wörtern, z. B. Nuß-(Mohn-)beugel, -kipfel, Bier-, Freibürgerbretzel, Bretzenbub, -weib, -mann (hat die Stange, an der er die Bretzeln aufgereiht trägt, besonderen Namen?) usw.; 11. schneckenartig gewundene, rosenartig eingerollte Formen, Spiral-, Schneckengebäck, Schiraffel, Räunggele, Reinkerl, Reindling usw.; 11a. besondere auf sie bezügliche Ausdrücke; 11b. als Festgebäck, z. B. Kirchweih-Reindling, Weihnachtsrosen, Thomasradl u. a.; 11c. besondere darauf bezügliche Ausdrücke; 11d. Zusammensetzungen; 12. sind sonstige, weder in den vorhergehenden noch in den folgenden Nummern (15-18) abgefragte Formen als Festgebäck üblich, besonders zu Weihnachten, Neujahr, Dreikönig, Fasching, Fasten, Ostern, Allerheiligen, Allerseelen? Ausdrücke, Gebräuche, 13. ferner zu Geburt, Wochenbett, Taufe, Hochzeit, Totenmahl? 14. Gebildebrote, allgemeiner Ausdruck; 14a. wer verfertigt sie? handelt damit? Ausdrücke! - Zu Nr. 15-18 wolle man anmerken, aus welchem Teig (auch aus Schwarzbrotteig?) die betreffenden Gebilde gebacken werden, ferner zu welchen Gelegenheiten, wolle auch kennzeichnende Eigentümlichkeiten ihres Aussehens, an sie geknüpfte Ausdrücke, Verwendung, Gebräuche bei den einzelnen angeben.- 15. menschliche Formen: St. Nikolaus, Reiter, Ritter, Edelmann, Mann mit Schwert, Jäger, Bauer, Schütze, die Spinnerin, Edelfrau, Reiterin, Brautpaar mit dem Kindersegen, Wiegen-, Wickel-, Zeilenkinder u. a.; 16. Tierformen: z. B. Lamm, Schwein, Ziege, Hirsch, Hase, Vogel, Fisch; 17. Herzform; 18. andere Gebilde; 19. kennzeichnende Eigenschaftswörter, auf Weißgebäck bezüglich (man wiederhole hier - jedes auf eigenem Zettel - auch die Eigenschaftswörter, die in Bogen 30 C 31 bis 62 vom Schwarzbrot genannt sind, falls sie auch vom Weißgebäck ausgesagt werden, und nenne die Weißgebäckarten, für die sie gebräuchlich sind), daran geknüpfte Redensarten, Ausdrücke, z. B. für den hohlen Raum in der Semmel, Erproben der Reschheit durch Eindrücken usw.; 20. (Nummer für Ergänzungen).

32. Fragebogen: Gliedmaßen, Arm

32 / A

 1. Gliedmaßen (d. h. Arme und Beine zusammen), gebräuchlich? wie wird das -a- ausgesprochen? auch Einzahl üblich? in welcher Bedeutung? 1a. Ersatzwörter, auch scherzhafte, wie Grueggen, Gruecken, Gouken, Griffel, Stecken, Zaunstecken, Windmühle u. a.; 2. die Gliedmaßen (nicht Arme allein, oder Beine allein) bewegen, besonders in spielender Weise (wie z. B. Kinder tun), gaukeln, tappeln, schlankeln u. ä.; 3. übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, z. B. alle, die ganzen Gliedmaßen u. a., Redensarten damit, 4. mit Zeitwörter, z. B. die Gliedm. strecken, spüren, abdrücken u. ä.; 5. Glied (Geschlecht, Mehrzahl, nur Mehrzahl üblich? Verkleinerung), Bedeutungen (auch Gelenk? in der Einz. beschränkt auf ‚Geschlechtsteil‘? Glied einer Kette, Gemeinschaft), Redensarten, z. B. Verwandtschaft im ersten, zweiten usw. Glied (welches Bild waltet da vor? Fingerglied? Kettenglied?); 5a. kommt daneben Lid (Verkl. Lidl) vor? Bedeutung! zu unterscheiden von Lid = Deckel; 6. übliche Verbindungen mit Eigenschaftsw.: alle, ganze, gesunde, schwache, kranke, tote, kalte Glieder, künstliches Glied usw., Bedeutungen, Redensarten damit. (Falls auch Lid in solchen Verbindungen erscheint, ist es auf besonderem Zettel zu vermerken); 7. übliche Verbindg. mit Zeitw.: die Glieder strecken, alle viere strecken (Ersatzausdrücke, wie sich ranzen), kein Glied rühren (können), alle Glieder (alle viere) hängen lassen (ist ‚ganz rach sein‘ Ersatzausdruck dafür?), die Glieder (einer Kette) zusammenschweißen, sprengen u. a.; Zeitwörter für Erkrankung der Glieder (faulen, abfaulen, schrumpfen, eingehen u. a.); derartige Verbindg. mit Lid auf besonderen Zetteln; 8. umschreibende Verbindungen, wie Hände und Füße, Redensarten damit; dabei beachte man Gebrauch des Artikels, ferner Voranstehen des einen oder des anderen Wortes, z. B. die Füße und die Hände gebrauchen, gegen: das hat nicht Hand nicht Fuß, mit Füßen und Händen arbeiten; 9. Zusammensetzungen mit Glied, Lid, an zweiter Stelle: Ketten-, Finger-, Weibsglied u. a.; Mitglied (üblich?), 9a. an erster Stelle: Gliederpuppe, -tocke, -geist u. a.; gliedweise, -weich (= gelenkig, auch von englischer Krankheit gesagt?) u. a.; 10. gliedern, daneben auch lidern? 10a. Zusammens.: ein-, zer-, ab-, zusammengliedern (-lidern) u. a.; 11. gliederig, g(e)liedig, Bedeutungen! (= gelenkig, schnell, auch übertragen, z. B. ein g(e)liediges Gehn); 12. der Glieder berauben, verstümmeln, -stümpeln; Umschreibungen, wie die Arme und Füße hat's ihm genommen, er ist um seine Glieder gekommen u. a.; 12a. Ausdrücke für einen der Gliedmaßen Beraubten; 13. Gelenk (Aussprache: Gleŋ? Gleŋg? Gleŋkh? Gleŋkch?), Mehrz. vorhanden? verschiedene Formen der Mehrz.? in verschiedenen Bevölkerungsschichten? haben auch Werkzeuge Gelenk(e)? kommt Gleich (Gloach), ferner Gewerb in der Bedeutung Gelenk vor? 14. Zusammens., wie Hand-, Fuß-, Fingergelenk u. ä., 14a. wie Gelenkskopf, -band u. a. (abgesehen von den in den folgenden Nummern abgefragten); 15. (un)gelenk(ig); 15a. gleichig, gleichsam; 16. verstauchen; 16a. Verstauchung; Zusammens. damit; 17. verrenken (etwaige Wendungen!); kommt auch renken vor? Bedeutung! Man beachte Formen wie rentsen, rensen, ranken; 17a. ausrenken; 17b. Verrenkung; Zusammens. damit; 18. ausrecken (= verrenken); 19. lenken, verlenken (= verrenken); 20. ausdrehen; 21. auskegeln (= verrenken), Redensarten, wie das Gesicht ausk. (Bedeutung! Heilmittel!), sich den Arsch ausk. (Bedtg.); 21a. sonstige Ausdrücke für die in 16-21 enthaltenen Vorstellungen; 22. einrichten, -renken; 22a. Einrenkung und verwandte Ausdrücke; 23. Heilmittel, Segen gegen Gliederverrenkung (Dörrband u. a.); 24. Glieder-, Gelenkskrankheit, -lähmung, -weh, -zittern; ist sonst ein hauptwörtlicher Ausdruck allgemeiner Bedtg. für Verletzung, Krankheit der Gliedmaßen üblich? 25. englische Glieder, engl. Krankheit, Knochenerweichung; Ausdrücke, die sich darauf beziehen, wie doppelte Glieder, Zwiewachs, angesetzte Glieder, unterwachsen; Mensch mit solcher Krankheit, (Aberglaube); 26. Gliedschwamm (Heilung!); 27. Einschlafen der Glieder; 28. Gliederreißen, -sucht; 28a. Rheumatismus (mundartliche Form des Wortes!), Zusammens., z. B. Gelenksrheumatismus; 28b. gliedersüchtig, rheumatisch; 29. Gelenksentzündung; 30. Gelenkssteifigkeit, Rähe; etwaige Zusammens., z. B. Kreuzrähe; 30a. räch (rach) - von Menschen sowohl als von Tieren ausgesagt? oder nur von Tieren? welchen? sind noch andere Eigenschaftswörter, z.B. gelenksteif üblich? 31. Heilmittel gegen die in Nr. 24-30 genannten Zustände (z. B. Krummholzöl, Katzenschmalz, Gemsunschlitt, fliegendes Element u. a.), Aberglaube, Gebräuche, Segen; 32. Gicht (Geschlecht, auch Mehrzahl?), Vergicht, Vricht, Gegicht; sonstige Bedeutungen außer der auch schriftsprachlichen, Redensarten, z. B. Gicht und Gall kriegen; 33. Arten: fliegende, kalte, warme, laufende, Gall-, Krampf-, Schrei-, Nerven-, Hand-, Fingergicht; Podagra (Potigra usw.); 34. übliche Verbindungen mit Zeitw., z. B. Gicht zieht, zieht zusammen, reißt, zwickt, hat ihn u. a.; 35. volkstümliche Heilmittel: Gichtrauch, -ringe, -kräuter, -geist, -leinwand, -beten (Hauptwort! = Gichtrosenkränze), -zettel; sonstige wie Luchssporn, Krötenbein, Elefantenläuse, Gallpulver (Be­schreibung! woraus bestehend? wie angewendet?); 35a. Heilung durch Gesundbeten, Gichtsegen (Wortlaut!), (ab)beten, verbeten; 36. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Gicht (Vergicht usw.), wie Hühnergicht u. a.; Gichtknober(l), -tübel, -beere, -stock (Pflanze), -wurz, -leiden u. a.; gichtbrüchig; 37. gichtisch, -ig, vergichtig; 38. ist das Wort Gichtiker üblich? Gichtmatikus? 39. Vorstellungen über Entstehung, Ursachen der Gicht, z. B. Hühnerfleisch essen, ‚gutes Leben‘; die üblichen Ausdrücke in mundartlicher Form voranstellen! 40. Sonstiges, wie Hexenschuß, auch bloß Schuß, Einschuß, Hexenstich (Volksmeinung!); 41. Mensch mit Gliedern, die durch eine der vorgenannten Krankheiten entstellt sind; Ausdrücke für zugehörige Eigenschaften, z. B. kontrakt (kchontrokcht usw.).

32 / B

 1. Arm, wie lautet die Verkleinerung? gebraucht die Mundart für den Begriff ‚Arm‘ das Wort Hand? übertragene Bedeutungen, z. B. Arm von Geräten (Wage, Kleiderständer, -rechen), Arm eines Flusses, Wegweisers, ein Arm geht, steht aus der Wand, geht ausher u. a.; Übertragung auf Vorstellungen von Macht, in Redensarten wie starker, schwacher, langer A., A. Gottes. [Jede Formel auf besonderen Zettel!] Kommt auch Hand (oder nur Hand) in gleicher Verwendung vor? Man beachte das auch bei den folg. Nummern; 1a. Redensarten mit Arm in der sinnlichen Bedeutung, z. B. unter den Arm (die Arme) greifen, reichen, gehen, den Arm nicht rühren, Arm in Arm, über den Arm verkaufen (Bedtg.!), seinen Arm darüber halten (Bedtg.!); kommt ,Mein Arm!‘ als Ausdruck der Verwunderung vor? 2. Teile des Armes: Ober-, Unter-, Vorderarm (heißt dieser auch Elle?), auch übliche gleichbedeutende Verbindungen wie der obere, untere, mittlere Arm (wird die Wortverbindung häufiger gebraucht oder das Einzelwort?); 2a. Bezeichnungen der Armknochen (Elle? Speiche?), [das Wort Ellbogen wird in B 28 abgefragt], 2b. der Armmuskeln (z. B. Armmäusel, das dicke Fleisch, Mausfleisch); 3. sonstige Ausdrücke für Arm, z. B. die Flüg (= die Arme), auch scherzhafte, wie (Zaun-)stecken.

33. Fragebogen: Arm, Hand

33 / B

 4. lange Arme; lange Arme habend, langarmig; Mensch mit langen Armen (hauptwörtlicher Ausdruck!); auch bei den nächsten Nummern beachte man diese drei Unterscheidungen und gebe jeder besonderen Zettel; 5. kurze Arme; 6. Länge, Kürze des Armes, sind besondere haupt- und zeitwörtliche Ausdrücke dafür vorhanden (z. B. Klafter, klaftern)? was gilt als regelmäßige Armlänge? ist sie Grundlage für ein Maß? was bedeuten lange Arme? 7. rundliche, dralle, dicke Arme, auch Redensarten, Vergleiche; 8. dünne, schwache, spanlechte, Spanlarme, Redensarten, Vergleiche (Ärmlein zum Abbrechen, wie Zündhölzchen, die reinsten Kinderärmlein u. ä.); 9. dichtbehaarte Arme; 10. Haare an den Armen (Benennung, Bedeutung); 11. lahmer, gefühlloser Arm (woher rührend?); 12. unbrauchbarer A.; 13. nur einen A. habend, einarmig; Einhänder; 14. Stumpfarm, Stumpel, Stutz; Mensch mit solchem; 15. künstlicher Arm; 16. sonstige häufige Eigenschaftsw. bei Arm; 17. Armvoll, Arfel (Bedtg.!); 18. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Arm, an zweiter Stelle, z. B. Wasserarm, 18a. an erster, z. B. Armbug, -bruch, -stumpf, -binde u. a.; armlang, -dick, -los u. a.; 19. die Arme verschränken, kreuzen, ineinander-, übereinanderschlagen; verschränkte Arme, mit verschränkten Armen (besondere Eigenschaftsw. dafür üblich?), Bedeutung dieser Armhaltung; 19a. die Arme am Rücken (Hintern) kreuzen, ‚der geht daher, die Händ‘ am Arsch‘; 20. in den Armen halten, tragen; 21. die Arme recken (z. B. auch beim Erwachen, sich räkeln), ausstrecken, ausgestreckter Arm; 22. den Arm reichen, einhängen lassen, sich einhäkeln; 23. die Arme aufstützen, sich auf-, hin-, einhinlümmeln, -lackeln, Redensarten; 24. mit den Armen schlenkern, sie baumeln lassen; Mensch der das tut (besonderer Ausdruck?); 25. umarmen; 26. zeitwörtl. Ausdrücke für sonstige Bewegungen mit den Armen, z. B. umeinanderfuchteln; 27. besondere hauptwörtl. Ausdrücke für Bewegungen mit den Armen; 28. Ell-, Ellenbogen, Enkel-, Engelbogen, Engelbein; hat auch das einfache Wort Elle dieselbe Bedeutung? 28a. Redensarten, wie es beim Ellenbogen nicht herausschwitzen können (Bedtg.!), den Ellenbogen brauchen (sich mit ihm eine Gasse bahnen); 29. Stoß mit dem Ellenbogen, Stupf, stupfen; 30. Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, z. B. spitziger E.; 31. Zusammens., z. B. Ellbogenspitze (ist Mäusel damit gleichbedeutend?).

33 / C

 1. Hand, Mehrz., Verkleinerung, Koseform (Hanti, Handschi, Hantschl u. a.), übertragene Verwendung (Hand eines Gegenstandes); 2. Verbindungen mit Hauptw., wie Hand des Herrn, Hand Gottes, (wie lautet das -a- in diesen feierlichen Formeln? kommt dabei auch die Lautung Hent vor?); 3. Verbindg. mit Eigenschaftsw., Angabe formelhafter Wendungen (besonders bei übertragener Bedtg.), daran sich knüpfender Volksmeinungen: leicht, schwer, fest, sicher, gut (gute Hand haben, in guten Händen sein), schön (schöne Hand schreiben), mager, fett, lang (von langer Hand), kurz, groß, klein, grob, hart, haarig, fein (Mittel zu ihrer Erhaltung!), sauber, rein, schmutzig (Ersatzausdruck, z. B. Dreckhände, Vergleiche), voll (mit vollen Händen kommen, geben), offen, leer; erste, zweite (aus zweiter Hand haben) u. a., 3a. zur Bezeichnung von Erkrankungen, Entstellungen (Angabe von Heilmitteln): aufgesprungen, starr, gestärrecht, er-, verfroren, offen, klüftig (Klufthände), schwitzig, schweißig (Schweißhände), verdorrt, schwielig, klumpig (Klumphand), knollig (Knollhand), krätzig, warzig u. a.; dazu Vergleiche: Hand rot wie ein Krebs haben u. ä.; 3b. gibt es einen hauptwörtlichen Gesamtausdruck für Erkrankung der Hand? 4. Verbindg. mit Zeitw., (Angabe der Bedeutungen!): die Hände falten, (über den Kopf) zusammenschlagen, ballen, reichen, hinhalten, geben, drücken, küssen (wieweit üblich? Formel küss‘ die Hand, kis-, ksthant, in übertragener Verwendung: Na, küss‘ die Hand! = die Sache wird bös enden), sich die Hände reiben, die Hand aufheben, mit aufgehobenen Händen, recken, ringen, fallen (hängen) lassen, in die Hände spucken, speien, spürzen (wozu?) u. a.; auch Formeln der Kindersprache, z. B. Hanti geben u. ä.; 5. andere Redensarten, Formeln mit Hand, in eigentlicher und bildlicher Bedtg., Angabe der Bedtg.: z. B. ( die) Hand an etwas anlegen, in den Schoß legen; die Hände in die Tasche stecken; alle Hände voll (zu tun) haben; die Hand zu haben, offen haben; wenn man ihm den kleinen Finger gibt, will er die ganze Hand; eine (keine) Hand, rechte Hand zu etwas haben; die Hand von jemand abziehen; seine Hand dabei (im Spiele) haben; keine Hand (für jemand) rühren, umkehren; die (seine) Hand antragen; sich die Hand abschlagen, abhauen lassen; ihm sind die Hände gebunden; eine Hand wäscht die andere; von einer Hand zur andern; seine Hand in Unschuld waschen; besser einen Spatzen in der Hand als eine Taube in der Luft; aus der Hand fressen; im Handumkehren, kehr um die Hand, Handkehrum, Händlwendl; auf der Hand liegen; mit Händen zu greifen; jern. auf den Händen tragen; jem. auf die Hände sehen, schauen; an (in, auf) die Hände geben; in die Hand, Hände spielen; in die Hand versprechen; an die Hand gehen; unter die Hände kommen; in die Hände nehmen; unter die Hände greifen; aus guten Händen kommen; in guten Händen sein; aus der Hand geben; aus der Hand in den Mund leben; sich mit Händen und Füßen (gegen etwas) spreizen; über die Hände trinken (Volksmeinung!); um die Hand anhalten; es in Händen (in der Hand) haben; das liegt in seiner Hand; Hand in Hand (gehn): (die) Hand aufs Herz! die Hand darauf! die Hände her! die Hände von der Butten! Hände weg! u. a.; 6. abgeblaßte Wendungen: bei (ab, an, zur) Hand (sein); zu handen kommen, nehmen (Bedtg!); abhanden (kommen); überhand nehmen; vorhanden; bei Handen, behanden (sein); in handen; unter der Hand (verkaufen); nach der Hand (= nachher); vorderhand (= vorher, vorläufig); zu der Hand (= rechts), von der Hand (= links); kurzerhand; allerhand; 7. behende, phent, pfent; 8. Teile der Hand (außer Fingern und Handfläche): Handrücken, 8a. -gelenk, 8b. -wurzel, 8c. -flechse, 8d. -knochen, 8e. -teller, 8f. sonstige; 9. Ableitungen von Hand (Händel im Sinne von ‚Streit‘ und Handel wird später abgefragt): Händel (wenn es Handhabe bedeutet); 9a. Händling (Bedtg.!); 9b. Zweihänder (Bedtg.!); 9c. etwaige andere hauptwörtliche Ableitungen; 9d. handlich, unhandlich; 9e. handsam, Bedeutungen, Redensarten (ein Handsamer; handsam sein, werden; das ist mir nicht handsam), unhandsam; 9f. händeln (= mit den Händen kräftig arbeiten, sie rühren u. ä.); Zusammens., wie einhändeln (= in die Hände spielen); 9g. behändigen, aus-, einhändigen (mundartl. Lautung!); 10. Ersatzausdrücke für Hand: Pratze(n), Verkleinerung; worin von Hand unterschieden? bedeutet es nur große, unförmige Hände? hat es auch verächtlichen Nebensinn? auch von Gliedmaßen einzelner Tiere? welcher? bedeutet es auch Haken? Wendungen, Redensarten (eine dicke Pratze, Pratzl geben u. a.); 10a. Zusammens.: Un-, Mords-, Sau-, Hundspratze u. a.; Pratzhändlein, Pratzenpfeife (Tabakspfeife, deren Kopf, ‚Pratzenkopf‘, von einer Art Hand gehalten ist) u. a.; 10b. etwaige Ableitungen; 11. Tatze, Verwendung! bedeutet es auch eine Handlung (Schlag auf die Hand)? auch Handkrause (nur in der Verkleinerung?)? Redensarten, wie eine Tatze, eins auf die Tatze kriegen; 11a. Zusammens.: Bärentatze, Tatzenbrettel (zum Erteilen von Klapsen), -steckerl, Tatzelspiel u. a.; 11b. tatzen, -eln (Bedeutungen!); 12. Pfote, Pflote, Plote, Pflotsche, Verwendungen, Bedeutungen (insbesondere = breite Hand?); 12a. Zusammensetzungen; 13. Tapper (bedeutet es auch Fuß?); 14. sonstige Ersatzausdrücke, samt ihren Zusammensetzungen, Ableitungen.

34. Fragebogen: Hand, Finger

34 / C

 15. (Handhaltungen:) flache Hand, Flachhand, Handfläche, Redensarten (z.B. auf die fl. H. schlagen - besondere Ausdrücke dafür? in der fl., inneren Hand kitzeln - Spiel? auch erotische Bedeutung ?); 15a. Tener, Ten, Tien (= flache Hand), Geschlecht, Redensarten, etwaige Zusammens.; 15b. Linien in der Handfläche, Name, Volksmeinung; 16. hohle Hand, Hohlhand, auch beide hohlen Hände zusammen; 16a. Gaufe, Gaufel (Gōfe, Gāf, Goffel, Gaffel), Gaufte, Gause, Gäusel, Gauche; genaue Angabe der Bedtg., besonders ob mit einer oder mit beiden Händen gebildet, auch übertragene? bedeutet Gauferl auch eine Art Getreideschaufel? werden die Wörter auch als Maßbezeichnung verwendet, z. B. eine Gaufe Mehl; 16b. Zusammens., z. B. gaufelweise; 16c. gaufen, gōfen (= mit vollen Händen geben?), gaufeln; Zusammens., z. B. aufgaufen (= aufhäufen?); 16d. gaufet, gauflet (= voll? gegupft?): 17. Faust (auch Faunst?), Verkleinerung, bedeutet es auch Faustschlag? ein Maß (z. B. bei Pferden)? bedeutet Fäustel auch eine Art Hammer? Redensarten, Vergleiche (z. B. paßt wie die F. aufs Auge, eine F. Brot, ein Scherzel wie eine F., ein Fäustel Mehl); 17a. Zusammens., wie Kinderfaust; Faustring (= Schlagring), -hammer, -hobel, -pfand, -schilcher (Bedtg.!); faustdick (Redensarten!); 18. Faustschlag; 18a. mit Fäusten schlagen, fäusten, -eln, fanzen, faunzen; 18b. die Faust ballen; 18c. die geballte Faust vorstrecken, zeigen, hin-, her-, umhin machen, Redensarten (z. B. willst ein paar Beiner riechen?); 18d. sonstige Ableitungen; 19. Feige (hier nur im Sinne von Handgebärde; Beschreibung), die Feige zeigen, wann? auch heimlich, z. B. unter dem Tisch? wozu? weiß man noch den Ursprung dieser Gebärde? Ausruf dabei: Ja, Feigen!, auch als Ablehnungsformel ohne die Gebärde; wird Abbildung der als Feige geformten Hand auch als Amulett, Anhängsel getragen? wozu? sonstige Redensarten; 19a. feigen (Zeitw.), Bedtg.; es einem feigen; 20. die gestreckte Hand, Strackhand, Spanne (auch Maß?), Redensarten; 20a. Zusammens.: wie Narrenspanne (hier nur dann zu bringen, wenn der Sammler es zu Bogen 12 A 42 noch nicht gebracht hätte), Kinderspanne; spannlang (auch: alle Spann lang); 21. die eingekrümmte Hand, Krallenhand, Kralle (noch andere besondere Ausdrücke?); was will diese Gebärde? auch unwillkürliche Handhaltung als Krankheitserscheinung; 22. Hand mit eingebogenem Zeige-, Mittel-, Ringfinger, der Daumen und kleine Finger seitwärts ausgestreckt, Name, Bedeutung der Gebärde (Maß); 23. Hand mit gerade vorgestrecktem Zeige- und kleinem Finger, die Gula zeigen? fünferln? Hörner zeigen, machen (Hohngebärde?); 24. Zeigehand (mit vorgestrecktem Zeigefinger), drückt auch Hohn aus? von Lautgebärde (ks-ks-[ks]) begleitet? 24a. Hand als Wegweiser, Zeiger - besondere Benennung? 25. verkehrte H., äbiche H., H. ist äbich (abich, abig, -icht, -isch, abechig, gabisch, -ig, nabich); bedeuten die Wörter überhaupt ,verkehrt‘? auch ,unrichtig‘, ‚link‘, ‚irre‘, ‚jäh‘? Redensarten z. B. nabich anlegen, gehen; 25a. Ohrfeige mit der verkehrten Hand, eine Abiche, Abichte, Verkehrte, ,Umdrahte‘; 26. zwei ineinandergefügte (einander drückende) Hände, auch sinnbildlich; 27. gefaltete, (mit gekreuzten Fingern) übereinandergelegte geschlossene Hände; 28. in die Seite(n) gestemmte Hand (Hände), besondere Bezeichnung? Bedeutung der Gebärde, Redensarten; 28a. Hände in die Seite stemmen; 29. Bewegungen mit der Hand ausführen, mit den Händen gestikulieren, ,Manderln‘, Akten machen, mit den Händen (herum-)fuchteln, reden u. ä.; 30. mit den Händen streicheln, liebkosen, tätscheln; 31. in die Hände klatschen (wann? wozu?), patschen, paschen; 32. Spiele mit der Hand: zwei Personen schlagen im Takt gerade und kreuzweis die Handflächen gegeneinander (Ausdrücke!); 32a. auf den Händen stehen, Handstand; 32b. auf den Händen gehen; 33. Sonstiges für Handbewegungen, -haltungen; 34. recht (hier nur im Sinne von rechtseitig), gerecht, rechtisch, zesem; Redensarten, z. B. auf der (ge)rechten Seite; ist die rechte Seite die Ehrenseite? andere Ausdrücke für ,rechte Seite‘; 34a. besondere Verwendung von rechtisch, z. B. in rechtisch hacken (im Gegensatz zu tenkisch, linkisch); 34b. rechte, gerechte Hand, auch bloß die Rechte, Gerechte; Redensarten, wie er ist seine r. Hand, die Rechte weiß nicht, was die Linke tut; (zu) rechter Hand, zur Rechten; sonstige Bezeichnungen wie schöne, brave H. (nur in der Kindersprache?), Schwurhand; 35. rechts, auch Fügungen, wie nach rechts, halb rechts (Verwendung!); 36. Zusammens., wie rechtseitig, -händig, Rechtshänder (auch Rechthänder?); 37. link, lingg, gelingg, lenk, gelenk; tenk(e), dengg, tengg, tschengg, schank usw.; weitere Bedtg. dieser Wörter, z. B. tengg(e) gehn (auch = irre gehn?); 37a. linkisch, tenggisch; 37b. linggelet; 37c. linke H., die Linke; Formeln, wie (zu) linker usw. Hand, zur Linken, der hat zwei linke Hände; Ersatzausdrücke: schlimme, böse, schieche H. (nur Kindersprache?), auch gabische? 38. wie wird Arbeiten, Essen usw. mit der Linken beurteilt? 39. links, Redensarten, wie links gehn, mausen, er ist links (= versteht unrecht?), nach links, halb links u. a.; kommt winsterhalb vor? 40. Linkser (wie weit üblich?), Tenggler ; 41. Zusammens., wie Linkhänder, Linkerwatsch, -tatz, Tenggtatzler, Tenggentippel, Tenggerwutzel; linkhändig, -seitig, -läppisch, tenkhändig; 42. Mensch, der beide Hände gebrauchen kann, Beidhänder (auch übertragen = Achselträger); 43. noch nicht erwähnte Krankheiten der Hand, des Armes: Armmuskelschwund, verdorrte Hand, Armbruch, Handausschlag u. a.; 44. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Hand, an zweiter Stelle, wie Patsch-, Kußhand (Redensarten!), Weiber-, Kinder-, Totenhand (Aberglaube!), Diebshand (Zauber damit, Ausdrücke dabei, Fingerbrennen?), Vor-, Hinter-, Oberhand (Bedeutungen, Redensarten) u. a., 44a. an erster Stelle, wie Handhabe, -griff (auch übertragene Bedtg.!), -leiter, -spritze, -bohrer, -axt, -hacke, -korb, -schelle, -bretze, -wagen, -schlitten, -geschirr, -gaul, -pferd, -schlag (wann geschieht er? seine Verbindlichkeit, Redensarten!), -geld (wann gegeben? Verbindlichkeit), Händedruck, Handreich, -lange, -kehr (Bedtg.!), -wende, -warze, -schreiben, Händleinkraut u. a.; mit Eigenschaftsw.: handfest, -rogel u. a.

34 / D

 1. Finger (bedeutet das Wort auch Fingerhülle am Handschuh?), sonstige Ausdrücke, auch scherzhafte, z. B. Tapper, Spreußel, Griffel, Wichsgriffel u. a.; 2. Wendungen, Vergleiche (mit Angabe der Bedtg., wo nötig): sich die Finger verbrennen, abbeißen, seine Finger in etwas stecken, überall drin haben, keinen F. rühren, alle F. nach etwas abschlecken, jem. auf die F. klopfen (schauen), jem. um den (die) F. wickeln, unter seine F. bekommen, mit dem F. auf jem. zeigen, durch alle fünf F. schauen, jem. seine F. ins Gesicht legen, dir soll man die F. mit Dreck vergolden (= du hast schlecht gearbeitet), aus den F. (dem F.) saugen, zuzeln, F. lutschen, der F. Gottes (= Fügung, Strafe), alle F. lang(= häufig), der elfte F. (Bedtg.!) u. a.; 3. Verbindg. mit Eigenschaftsw., Redensarten damit, z. B. lange, krumme Finger machen; 4. kurz-, langfingerig; 5. fingern, fingerln, fingerletzen (Finger bewegen, mit F. betasten, auch stehlen, auch geschlechtliche Bedtg.?); 6. mit den Fingern (ab-)knutschen; 7. Gebärden, Spiele mit den Fingern: mit dem Zeigefinger der Rechten über den der Linken fahren, Rübchen schaben (Rufe dabei: schleck, schleck! u. a.); 7a. mit den F. schnalzen, knallen, sie knallen machen, eine Pfutschfeige schlagen u. a.; 7b. batzeln (Beschreibung), Batzen (der Schlag selbst); 7c. Finger hakeln, auch einfach hakeln (,hakeln wir!‘), Umstände des Spieles, wird auch mit Bretzen gehakelt? 7d. Schattenspiele mit den F.; 7e. Sonstiges; 8. Fingerspitze, der vordere Finger (auch Vorfinger?), Redensarten; 9. Menge, die man mit den Fingerspitzen auffassen kann; 10. mit der (den) Fingerspitze(n) berühren, (an-)tippen, (an-)tupfen; 11. Fingerknöchel, Knübel; 11a. knöcheln, knübeln, knobeln (Beschreibg. des Vorganges).

35. Fragebogen: Finger

35 / D

 12. Fingernagel, Nagel, Redensarten (z. B. keinen N. breit); gilt er als giftig? wird er geschabt als Gift verwendet? 13. Verbindg. mit Eigenschaftsw.: großer, blauer, breiter, langer (Krempel, Kramperln), harter, weicher, schmutziger, ramiger (der Schmutz, das Schwarze hinter, unter dem Nagel - Ausdruck, Redensarten, Vergleiche!); [andere, auf Erkrankung des Nagels bezügliche Eigenschaftsw. sind unter Nr. 22 abgefragt]; 14. Nägel schneiden, Volksglaube und -brauch (wann verboten? was geschieht mit dem abgeschnittenen Nagel? toten Kindern abgeschnittene Nägel); 15. Nägel beißen, abbeißen, an den Nägeln kauen (Volksmeinung, Redensarten); 16. sonstige Behandlung des Fingernagels, kommt Feilen vor? Nägel putzen; 17. mit dem Nagel zerdrücken, töten, z. B. Insekten, Ausdrücke dafür; 18. Nagelwurzel, -wurzen (Bedtg!); 19. Nagelmutter; 20. Nagelblüh, -blüte, -blumen, -flecken (weiße Flecke, Punkte, Aberglaube! ‚das Glück wächst mir‘); 21. Neidnagel; 22. eingerissener, böser, weher, fauler, abgehender, ausschwärender, blutunterlaufener Nagel, Nagelgeschwür, -fäule u. ä.; 23. sonstige Zusammens., z. B. Daumennagel; Nagelputzer (wie weit üblich?); 24. [Namen der einzelnen Finger, auch in der Kindersprache. Die einzelnen Fingernamen aus den Abzählversen schreibe man wie sonst auf einzelnen Zettel, man schreibe aber außerdem auch das ganze Abzählgesetzlein, so viele man deren kennt, im Zusammenhang auf einen Zettel, am besten unter der Nummer des Daumens. Man beachte auch die an jeden einzelnen Namen geknüpften Redensarten, Zusammensetzungen, Ableitungen, und verwende für jede besonderen Zettel, und zwar unter der Nummer des betreffenden Fingers, wenn nicht schon unter besonderer Nummer ausdrücklich darum gefragt ist.] Daumen, Daumfinger, Lausabknicker u. a.; Redensarten, wie den D. rühren können, jem, den D. aufs Auge drücken, über den Daumen drehen, den Daumen halten (wozu? Aberglaube!), mit dem D. wackeln; 24a. Zusammens., wie daumlang (Verslein, z. B. ,daumenlanger Hansel‘ usw.), -breit; Daumring, -stock, -elle u. a.; 24b• daumeln (mit der Daumschraube foltern); 25. Zeigefinger, Schlecker; 26. Mittelfinger, Mitter-, Groß-, Arschfinger, der große (mittere) F., der Große, der lange Hansel usw.; 27. Ring-, Gold-, Herzfinger; 28. kleiner F., der kleine F., der Kleine, Ohrfinger; Redensarten, wie alles im kleinen F. haben, wenn man ihm den kl. F. reicht, nimmt er die ganze Hand (vgl. C 5), der kl. F. hat mir's gesagt, frag den kl. F. (wem sagt man das?), der kl. F. ist ins Wasser gefallen (Fingerspiel, Beschreibung); 29. Krankheiten der Finger (auch volkstümliche Gegenmittel): weher, böser, verschwollener, schwärender F., Fingerwurm, -geschwür; erfrorener, erstarrter, tauber, ,dernarrter‘, ‚törischer‘ F.; Jucken, Prickeln in den F., hornigeln, hornaggeln, nickeln, nageln, bremseln; Frostbeulen (-schäden) an den F.; durch Fettansatz, Beulen, Warzen entstellter, Knollenfinger; verwachsene F.; ,Schwimmhaut‘ zwischen den F. (Ausdrücke!); überzählige(r) F., Mensch mit solchem (-en); gebrochener, Fingerbruch; krankhafter Auswuchs am Fingerglied, -knöchel u. a.; 30. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Finger, an zweiter Stelle, wie Lang-, Dreck-, Schwurfinger, Totenfinger (Aberglaube!) u. a., 30a. an erster Stelle, wie Fingerkraut, -nudel (eine Speise), -sprache, -zeig u. a., (Fingerhut wird später abgefragt); fingerlang.

35 / E

 1. Handschuh (Lautung des -a-, hell? helle Aussprache n auf bestimmte Kreise beschränkt? oder ę? Mehrz., Verkleinerung); bedeutet das Wort ausschließlich die mit ,Fingern‘ versehene Handbekleidung? bedeutet es auch ein Maß? Redensarten, z. B. (nur) mit Handschuhen angreifen; 2. Verbindg. mit Eigenschaftsw. und Ersatz der Verbindg. durch eine Zusammensetzung, z. B. lederner (Lederhandschuh), tüchener (Tuchhandschuh), (baum-)wollener, zwirnener, seidener, Glacéhandschuh, auch bloß Glacé, Gummihandschuh (bekannt? wozu?), gestrickter, genähter, gewirkter; zu den einzelnen Ausdrücken wo nötig die Sachangaben! 3. Verbindg. mit Zeitw., wie Handschuh anziehen, anstreifen (auch mit Mühe, Gewalt: einhintremmeln), der H. spannt, geht nicht zusammen; 4. H. tragen (außer zum Schutz vor Kälte - bei welchen Gelegenheiten?), wird gelegentlich darüber gespottet? Ausdrücke (z. B. Handschuhbauer), Redensarten (z. B. der [die] muß auch H. haben); 5. Redensarten (auch in übertragener Bedtg.), die sich auf Größe, Weite des H. beziehen, z. B. Handschuhnummer, ein großes (einen großen?) Handschuhnumero haben (= große Hand? Schlag aus großer Hand, derbe Ohrfeige?); 6. behandschuht (besondere Ausdrücke?); 7. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Handschuh, an zweiter Stelle, wie Stulpen-, Trauerhandschuh, 7a. an erster, wie Handschuhfinger, -behälter, -kasten, -karton (-kartandl) [üblich?]; -weizen, -bier (Bedtg.!); -laden, -macher (auch Fingerschuster?) u. a.; 8. (Handschuh ohne ,Finger‘ oder nur mit ,Daumenfinger‘:) Fäustling (ohne oder auch mit Daumenfinger?); bedeutet das Wort auch die lederne Binde an der Handwurzel, wie man sie z. B. zum Seilziehen anlegt? (wie heißt diese sonst?); bedeutet es auch ‚Zwerg‘? ferner eine Mehlspeise? 9. Däumling (Damling), verschieden von Fäustling? auch Überzug über den Daumen allein? auch Daumschraube? Zwerg? 10. Daumschuh (Bedtg.!): 11. Händling (Handling), Bedtg.! 12. Fingerschuh, Fingerling (Hülle aus Leder - auch anderem Stoff? - über einem Finger); bedeutet es auch ein Maß (soviel man zwischen zwei Fingern halten kann?); 13. Stutzen, Stützlein (auch Stutzer?), Stutz-, Halbhandschuh, (nur bis an die Fingerknöchel reichend, mit oder ohne Öffnung für den Daumen); kommt Ausschmückung mit Perlen vor? 14. Pulswärmer, (Hand-)stutzen, Stützlein - von Nr. 13 verschieden? 15. Muff (Wärmesack für beide Hände), andere Ausdrücke? wer trägt ihn? wann? Arten, nach Stoff und Größe; 15a. seine Tragbänder; 16. Armschmuck (allgemeiner Ausdruck); 17. Handschmuck (allgemeiner Ausdruck); 18. Armband, Brasselett (auch scherzhaft für Handschelle?); Zusammens., wie Hand-, Goldbrasselett (Beschreibungen erwünscht); 19. Handkrause, -stulpe, Manschette (wie urteilt man über das Tragen von Manschetten?), Redensarten; etwaige Zusammens., wie Manschettenknopf, -nummer; 20. Ring, Fingerring (die Bedeutung ,Kreis‘ bleibe hier ausgeschlossen); andere Ausdrücke: Fingerl(ein), Geringerde (Geringeret); 21. Rinke(n), Geschl., Bedtg. (nur = großer Ring?); 22. Angaben über Brauch des Ringtragens: wo ersteht man ihn gerne? auf Märkten, Wallfahrten? Ring als Losgewinst? übliche Formen; 23. Verbindg. mit Eigenschaftsw. und Ersatz der Verbindung durch Zusammensetzung (dazu Angaben über Zweck, Anlaß u. ä.): goldener (Goldring), silberner (bei silberner Hochzeit? sonst?), bleierner, messingener, eiserner (üblich? seit wann?), härener (aus Menschen-, Tierhaar?), mit Steinen besetzter u. a.; schwerer, geringer (Bedtg.!): 24. Redensarten, auf den Ring bezüglich; 25. Spiele mit Ringen, z. B. Ringlein teilen; 26. ringeln (= Ringe wechseln); 27. beringen; 28. ringelig, -icht; 29. mit Ringen überhäufter Finger, Hände (Ausdrücke!): Mensch mit solchen (Ringprotz u. ä.); 30. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Ring, an zweiter Stelle, wie Nasen-, Hals-, Kummet-, Schlagring (oft gebraucht? wann?), Daumring, Trau-, Ehe-, Verlobungsring (wenn nicht schon zu Bogen 7 B 2f und 9 D 12d gebracht), Doktorring (bekannt?), Abts-, Bischofsring, Fischerring (des Papstes, bekannt?), Primizring, Un-, Mordsring u. a., 30a. an erster Stelle, in Ringstein, -wechsel, Ringelspiel (Bedtg.!) u. a.

36. Fragebogen: Schneiderei (1)

36 / A

 1. Schneider, Bedeutung (Meister, Geselle, Arbeiter überhaupt, in der Mehrzahl auch Sammelausdruck; bedeutet das Wort auch anderes, z. B. einen Käfer?); 1a. Schneiderlein, Bedeutungen (auch eine Fischart? Mehlspeise? welche?); 1b. andere Allgemeinbezeichnungen, z. B. Gewand-, Kleidermacher, Schroter, Schröter (Alter, Häufigkeit solcher Ausdrücke!), auch fremdwörtliche Bezeichnungen, z. B. Talierer (Bedeutungen!), falls sie volksüblich wären (in welchen Volksschichten gebräuchlich?); ist (oder war) Gewand-, Tuchschneider für den Begriff Schneider üblich? treibt der so Benannte auch Tuchhandel? 2. scherzhafte Bezeichnungen, wie Kleiderverfertiger, -inschenier, Hosenbauer, Knopflochsäumer (ist das Wort auch sachliche Benennung eines Kleinarbeiters?) u. a., Angaben, ob allgemein oder nur in bestimmten Volkschichten üblich; 3. Redensarten wie: ein (rechter, richtiger) Schneider sein; (der) Schn. sein, werden (z. B. bei einer Jagd); einen Schn. machen; da laß ich meinen Sohn (oder: da läßt der meine seinen Sohn) keinen Schn. werden; jetzt kommt (hat ihn) der Schn. u. a. (überall Angabe der Bedeutungen!), besonders Redensarten, die die Volksmeinung über Schneider, Schneiderei beleuchten, z. B. wart, ich werd' dich Schneider lernen lassen u. a; 4. festgewordene Verbindungen wie Schneider und Schuster, Schneider und Leinhösler, Gevatter Schneider u. a, (Verbreitung, Häufigkeit); 5. Eigenschafts-, Zeitwörter, Zusammensetzungen, Wortverbindungen, die für körperliche im Volkswitz den Schneidern angehängte Eigenschaften üblich sind (für jeden Ausdruck besonderer Zettel!), z. B. sie sind dürr, mager, hungrig, essen viel, trinken, stinken, farzen gerne, haben hüpfenden Gang (hupfender usw. Schneider), meckern (Redensarten, spottende Zurufe wie bmäh! bmäh! meck! meck!, Bmähbmähschneider), Schneidergewicht (99 Schn. gehn auf eine Nadelspitze, andere Zahlen, wie 13, 131/2, 14, 141/2, und Redensarten), scheltende Bezeichnungen wie Schneidergaiß (Redensarten, Verslein), -bock (auch Schneidersgaiß, -bock?), -sau, Arschmesser u. ä.; 6. Ausdrücke des Volkswitzes für moralische Eigenschaften, z. B. sie sind sinnlich, haben Angst (Schneidercourage), stehlen (Zuschneidwitze!), diebisch (Redensarten, Sprüche, Reime), Schneiderhölle (Redensarten) u. a.; 7. Schneider, verglichen mit anderen Gewerbsleuten (Webern, Müllern usw., auch Dirnen), Redensarten, Sprüche; 8. übliche Eigenschaftswörter (samt Ersatzausdrücken) für die Vorstellung ‚guter Schneider‘ und Verwandtes, z. B. ein richtiger, solider, akkurater, reeller, besserer, sauberer, verläßlicher, billiger, fescher, schicker Schn., ein Schn. wie es sich gehört, der mit (oder nicht mit) der Mode geht u. a.; dringen auch städtische, ‚vornehmere‘ Bezeichnungen ein? (jedoch nur, insoweit sie volkstümliche Umgestaltungen des städtischen, ‚schriftmäßigen‘ Ausdruckes sind); 9. schlechter, unzuverlässiger Schn., Pemperl- (Pamperl-, Pirnperl-)schneider, geschmalzener Schn. u. a.; gebraucht man (wer?) so auch Bauernschneider? gibt es besondere, volksübliche Ausdrücke für den, der die Lieferanten, Gesellen schlecht, unregelmäßig bezahlt? 10. Bezeichnungen des Schneiders nach dem Kundenkreis, auch städtische (hier, wie im Folgenden, soweit volksüblich und von der Schriftsprache unterschieden), z. B. gewöhnlicher Schn., Schn. für gewöhnliche Leute, herrischer, Herrschaftsschneider, Schn. auf etwas Besseres, Vereins-, Eisenbahnerschneider u. a.; 11. Schneider, der nur bestimmte Gewänder oder Teile von solchen anfertigt: Allgemeinbezeichnung vorhanden? Einzelbenennungen, wie Hosen-, Leibel-, Sackelschn. (gelten diese Ausdrücke auch vom Gehilfen, wenn er nur Einzelteile verfertigt?) u. a.: 12. Flickschneider, Fleckelflicker, Redensarten, Volksmeinung; 13. Störschneider, Störer, Bedeutungen (wird auch ein unbefugt das Handwerk Betreibender ‚Störer‘ genannt? bedeutet das Wort auch ‚Hausfreund‘?); 14. Stör (Geschl., Mehrz.), Bedeutung, auch übertragene (Arbeit überhaupt? arbeitgebende Kundschaft? z. B. er hat viele Stören); 14a. Redensarten, z. B. in (auf) die Stör gehn, (aus)fahren (-gehn?), in (auf) der Stör sein, herumlaufen, auf (auf der, auf die) Stör arbeiten, auf (die) Stör kommen, kommen lassen, eine Stör, Stören annehmen, suchen, kriegen, den ganzen Tag (immer) auf der Stör sein, auf die Stör laden, auf der Stör haben u. a. (Häufigkeit dieser Redensarten; ihre übertragenen Bedeutungen!); 15. Entlohnung für Störarbeit (Gesamtbezeichnung), worin bestehend? Störlaib (wann verteilt?) u. a.; 16. Beginn der Stör, Feierabend, wann gemacht? besondere Bezeichnungen? 17. noch nicht erwähnte Zusammensetzungen, wie Wochenstör, Störarbeit (Redensarten; Sachangaben: z. B. wie beurteilt? wie weit heute noch verbreitet?), Störarbeiter u. a; 18. stören und etwaige Zusammensetzungen; 19. sonstige, auf besondere Arbeits- und andere Verhältnisse sich beziehende Benennungen, z. B. Maßschneider u. a.; hat der auf ratenmäßige Abzahlung Liefernde besonderen volksüblichen Namen? 20. selbständiger Schneider, Schneidermeister (auch schlechthin Meister, in bestimmten Zusammenhängen?), unterscheidende Benennungen, je nach Klein- oder Großbetrieb? Ausdrücke für städtische Verhältnisse (mit derselben Einschränkung wie bei Nr. 10); gebrauchen die handwerkskundigen Schneider besondere, auch spottende Bezeichnungen für die Schneidereibesitzer (Fabrikanten), die nicht selbst Handwerker sind? 21. Benennung desjenigen der unbefugt gewerblich schneidert, Redensarten; 22. (Schneider)geselle, (-)gehilfe (Unterschied zwischen diesen Ausdrücken?), Lohnschneider u. a., auch scherzhafte Bezeichnungen; 22a. Benennung des Gehilfen nach der Entlohnung, z. B. Tag-, Wochenschneider (Lohn und Kost?), Stückschneider u. a.; 22b. heimarbeitender Gehilfe (besondere Benennung? wo üblich?); 22c. beim Meister wohnender, z. B. Hausarbeiter, -schneider (hat das Wort auch andere Bedeutungen? auch = Hausarzt?); 22d. sonstige besondere Benennungen des Gesellen; 23. (Schneider)lehrbub, (-)lehrling, (-)junge, Lerner; Volksmeinung, -witz über ihn, seine Behandlung; 24. Lehr-, Gesellenzeit des Schneiders; gibt es eigene, nur auf das Schneiderhandwerk bezügliche Ausdrücke dafür? sachliche Angaben (über Dauer, Gebräuche zu Beginn, zu Ende der Lehrzeit u. a.) zu den betreffenden Ausdrücken (außerdem auch zusammenhängende Beschreibung erwünscht); 24a. Schneider (auf Schn.) lernen, die Schneiderei, das Schneidern lernen, lernen lassen; 25. gibt es besondere Ausdrücke für den Schneider-, Gesellenlohn (Gesamt- und Einzelbezeichnungen)? 26. Schneider(s)leute, Bedeutung (auch = Schneiderfamilie, Ersatzausdrücke dafür, z. B. die Schneiderischen, auch scheltende wie Schneiderbagage); 27. Schneiderin, eigentliche und scherzhafte Benennungen, wie Frau Schn., Schneidermeisterin, (Frau) Meisterin, Alte, Fleckelflickerin u. a.; Ausdrücke zur Beleuchtung der Vorstellung, die der Volkswitz von ihr hat; 28. Schneiderinnung. -zunft, -genossenschaft, -verein u. ä. (Mitteilungen über Bestehen, Alter solcher Verbände am Sammelorte erwünscht); 29. etwaige besondere Ausdrücke für Beginn, Schluß, Dauer der täglichen Arbeitszeit des Schneiders und besondere Bräuche dabei; 30. besondere Festtage der Schneider), z. B. Schneiderjahrtag, Bräuche dabei; 31. Patron der Schneider (wirklicher, scherzhafter); 32. Schneiderschild (ein besonderes Handwerkszeichen?), Mitteilung ortsüblicher Aufschriften erwünscht; 33. gibt es ein besonderes Wappen der Schneider? Benennung, Aussehen; 34. Schneiderwitz, -lied, -gesänglein, -spaß, -gespaß, -geschichtlein, -märlein u. ä.; Mitteilung solcher Überlieferungen erwünscht (wenn länger, auf besonderem, mit der Nummer der Frage versehenem Blatte); Namen von Schneidern, die in der Volksüberlieferung des Sammelortes in Sagen, Schwänken u. dgl. erhalten sind; 35. Schneiderei (auch Ortsbezeichnung!), Schneiderhandwerk (auch Schneidereihandwerk? welcher Ausdruck häufiger?), Schneider(ei)gewerbe, Schneider(ei)geschäft u. ä.; 36. Zusammensetzungen, wie Groß-, Klein-, Dorf-, Stadt-, Flick-, Hosen-, Joppenschneiderei usw.; spottende, scheltende, wie Pemperlschneiderei, Sau-, Lumpen- (auch Lumpens-?)schneiderei u. ä.; 37. eigenschaftsw. Ableitungen von Schneider, z. B. schneiderisch, Redensarten (schneiderisch sitzen, Ersatzausdrücke, z. B. droben hocken, hauptwörtliche Bezeichnung, z. B. Schneidergestell); 38. Schneiderwerkstatt, -bude, -stube, -laden; auf ihr Aussehen, ihre Ordnung, Unordnung u. dgl. sich beziehende Redensarten; 38a. etwaige volksübliche Benennungen für einzelne Räume der Schneiderei, z. B. Platz am Fenster (wie heißt der Geselle, der dort sitzt?), Zuschneide-, Probierraum, Tuchlager, Schlafraum u. a.; 39. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Schneider, soweit es Kleidermacher bedeutet (mit Ausnahme der Bezeichnungen für Einrichtungsstücke, fachliche Werkzeuge, Tätigkeiten des Schneiders [worüber später!]), an zweiter Stelle, wie Hand-, Maschin-, Stinkschneider u. a. (Angabe der Bedeutungen!), 39a. an erster Stelle: Schneiderart, Schneiderherberge, -anwesen, -gasse, -zeile (wenn am Sammelorte vorhanden), -beruf, -schule, -rechnung (Redensarten), -konto, -ausgeher, -zehe, -wade, -haxe, -arsch, -gefriß, -auge, -ader, -scheiß, -furz, -speck, -suppe, -braten (brandiger Geruch beim Bügeln), -krankheit (besondere Benennungen?), -essen, -fisch, -könig, -seele u. a.

36 / B

 1. Gesamtname für die Einrichtungsstücke einer Schneiderwerkstatt? 2. Gesamtname für die Materialien, deren ein Schneider bedarf (Schneiderartikel, Schneidereiartikel, Artikel, Schneiderware, Zugehör u. a., überall Angabe der Bedeutung); 3. Gesamtname für seine Werkzeuge; 4. Schneider-, Arbeitstisch, Bock, (Werkstatt)brücke; 5. Bügeltisch; 6. Zuschneid-, Schneidtisch (wo vorhanden?); 7. besondere Benennung für den Tisch, auf (an) dem genäht wird? 8. gibt es besondere Namen für Sessel, Hocker, Schemel usw. des Schneiders? 9. Kleideraufhänger, -rahmen, -haken, -bügel, -gestell u. a.; 10. (Kleider)puppe, Gretel u. a.; 11. Wachsleinwand, Tuch, Hülle zum Austragen der Kleider; 11a. Ranzen, mit dem zur Stör gegangen wird; 12. Schubkarren für die Nähmaschine beim Stören; 13. besonderer Name des Korbes für die Abfallreste? 14. Büchel zum Eintragen der Maße, der Kundschaften; 15. Schnittmuster, -bogen, -vorlage (wo vorhanden?); 16. Schneiderzeitung, -journal u. ä. (wo vorhanden?).

37. Fragebogen: Schneiderei (2)

37 / C

 1. (Schneider)schere; sonstige Bedeutungen, z. B. Zunge, Schere beim Schlitten u. a.; 1a. Redensarten, z. B. einem die Schere aufheben (= Ausübung seines Handwerkes untersagen); 1b. Spiele, wie ‚Schneider (Gevatter), leih mir die Scher‘‘, ‚Leere Schere‘, Beschreibung; 2. Arten: große, kleine, runde, Zuschneidschere (auch Zuschneidersch.? welches Wort häufiger?), bedeutet Schneiderschere die Zuschneidsch.? Lochschere (zum Löcherschneiden), Tuch-, Wollschere u. a. (Beschreibungen, Zeichnungen erwünscht); 3. sonstige Zusammensetzungen, wie Schaf-, Baum-, Licht-, Putz-, Blech-, Bettschere u. a.; Scherkraut; 4. Schere schleifen (auch übertragene Bedtg.); 5. Scherenschleifer; 6. Faden (Mehrz., Verkleinerung), Zwirnsfaden, Zwirn (Bedeutung der drei Wörter verschieden?); 6a. scherzhafte Ausdrücke dafür, z. B. böhmische Seide (wo besonders verwendet?); 6b. Zwirn in übertragener Bedtg. und Redensarten damit (= Angst, Witz, geistiges Getränk, z. B. blauer Zwirn = Schnaps u. a.); 6c. 1; Faden in übertragener Bedtg. (= Schiffseil, F. an der Schneide schlechtgeschliffener Werkzeuge, F. der Spinne, des Zuckers u. a., auch ein Maß?), Redensarten, wie es hängt an einem F., das hat einen F., der letzte F. bricht, keinen trockenen (guten) F. am Leibe haben, da beißt keine Maus einen F. weg usw., Bedeutungen! - Volkskundliches; 7. Eigenschaften des Fadens (hauptwörtlich oder zeitwörtlich ausgedrückt): fester, guter, der was aushält, schlecht gedreht, gerne sich spaltend, leicht sich verwickelnd (er maißelt), gewachster, gewichster, gestreifter, unsteifer, brüchiger, hundshäutiger, Teufelszwirn u. a.; 8. wie nennt man eine verdickte Stelle im Faden, die das Durchziehen durchs Öhr verhindert? 9. Wachs, Schneiderwachs, Schwärze (mit Kienruß hergestellt?); 10. Faden-, Zwirnarten (mit Angaben über Verbreitung der Ausdrücke, auch Sachangaben): Heftfaden, -zwirn (Ausdruck für eine Fadengattung oder nur für bestimmte Verwendung des Fadens?), Haus-, Bauernzwirn, gebleichter, ungebleichter, zwei-, dreidrähtiger, Elsässer Faden, -Zwirn, Leininger Faden, -Zwirn u. ä., Strang-, Spulzwirn, Knäuelfaden, Hanfzwirn, Seidenfaden, Seide, Zwirnseide, Spul-, Strangseide, Schabseide, Matt-, Glanzfaden u. a.; 11. Faden-, Zwirnnummer; 12. zwirnen (Zeitw.), Bedtg.! 13. zwirnen (Eigenschaftsw.); 14. noch nicht genannte Zusammens. mit Zwirn: Zwirnknäuel (Verkleinerung!), -haspel, -kästchen, -krämer, -spitze, -scheißer (= Angstmeier) u. a.; 15. fädig (vorhanden?), ein-, zweifädig; 16. wie heißt ein Durcheinander von Fäden? Fadenwerk? Gefadmach? 17. gibt es besonderen Ausdruck für die Zahl der Fäden, die auf einmal eingefädelt werden? 18. noch nicht genannte Zusammens. mit Faden: Nähfaden, Silber-, Gold-, Spinnfaden, Lebensfaden (Redensarten) u. a.; Fadenkraut, -ende, -silber, -scheinig, -naß u. a.; 19. Garn, Garm (Bedtg., auch = Netz?), Redensarten; 20. garnen, gärnen (= aus Garn); 21. gärnen, gärneln (= Garn aufwinden); Zusammens.; 22. Zusammens. mit Garn: Spinn-, Merk-, Reih-, Dochtgarn, Garngeiß(-haspel), -docht u. a.; 23. Nadel (Lautung! Mehrz., Verklein.), Schneider-, Nähnadel; übertragene Bedtg. (z. B. = Brosche, Pfahl)? Redensarten, z. B. auf N adeln sitzen, etwas auf der Nadel haben u. a. - Volkskundliches (z. B. Nadeln schenken); 23a. scherzhafte Bezeichnungen, wie (Eisen)stange u. a.; 24. Nadelspitz(e), gebräuchliche Eigenschaftswörter dabei, Redensarten; 25. Öhr, Nadelöhr (gebräuchlich?), Loch, Nadelloch, -arsch, -kopf u. ä., Eigenschaftswörter dabei, Redensarten; 26. gebräuchliche Eigenschaftsbezeichnungen, z. B. die Nadel ist, wird krumm, stumpf, bricht, schlieft schlecht u. a.; 27. Nadelnummer, Wendungen (z. B. Größe 1); 28. Benennungen der Nadel nach ihrer Verwendung: z. B. Heft-, Steck-, Stopfnadel; 29. Sperl (Bedtg.!), Spe(r)nadel, Speandl, Redensarten; 30. Sperlkopf, Spe(r)nadelkopf, Redensarten; 31. Glufe, Klufe, Gufe (von Sperl verschieden?), Redensarten, Vergleiche; 32. Zusammens. mit Glufe, z. B. Steck-, Schlagglufe (Bedtg.!), Glufenkopf, -knopf u. a.; 33. (Sammelname:) Nadelwerk, Nadlach (nur von Baumnadeln?); 34. gibt es ein Eigenschaftswort nadlet? (Bedtg.!); Ausdruck für den Erzeuger von Nadeln? (Nadler?); 36. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Nadel: Spick-, Fichten-, Messingnadel, Nadelstich, -arbeit, -büchse, -kissen u. a; 37. Schneiderpfriem (üblich?), Pfriem, Locheisen u. a.; 38. Trennmesser; 39. Rädchen zum Zuschneiden, Abradeln der Muster; 40. Schneiderkreide, Kreide, Speckkreide und Ersatzmittel zum Anzeichnen (z. B. Seife, Stift); 41. Fingerhut (auch Maßbezeichnung? Pflanzenname?), Verkleinerung; an welchem Finger getragen (Mittelfinger? rechts? links? Benennung des Fingers darnach?); 41a. Ersatzausdrücke dafür, z. B. eisiger Hut (Ring), Brotverdiener u. a.; auch scheltende Ausdrücke? 41b. zeitwörtliche Verbindungen, Redensarten, z. B. F. anstecken, anlegen u. a.; Kinderreime; 42. Erzeuger von Fingerhüten (Fingerhuterer?); 43. besondere Ausdrücke für Arten des Fingerhutes, ihre Eigenschaften, Verwendung, z. B. mit Ring, ohne Ring, mit großen oder kleinen Löchern, mit oder ohne Futter (dazu: sich durchnähen, durchgenäht), mit Boden (bodnet) oder ohne Boden u. a.; 44. besondere Ausdrücke, je nach dem Stoffe (z. B. aus Eisen, Messing, Silber, Bein, Zelluloid); 45. Arbeit mit der Nähmaschine, Gesamtausdruck, wie Maschin(en)arbeit(en), -betrieb; 45a. Gegensatz dazu: Handarbeit(en), -betrieb, -näherei; 46. volkstümliche Redensarten, in denen Maschinen- und Handbetrieb abgeschätzt wird; 47. Nähmaschine (mit offenem, mittlerem e?), Maschine, Verkleinerung; 48. Ausdrücke, Redensarten für gute, schlechte Maschinen, auch Schelten; 49. Handmaschine, Trittmaschine (welche von beiden bevorzugt? welche von den Näherinnen? besondere Bezeichnung?), Maschine mit Einsatz (Benennung); 50. volkstümliche Benennungen nach Fabriksmarken (z, B. eine Singer usw.); 51. mundartliche Ausdrücke für Teile der Maschine? z. B. die Nadel? 52. Gesamtausdruck für Zubehör zur Maschine? 53. Einzelausdrücke, z. B. für das Maschinenöl, die Ölkanne; 54. (Schneider)bügeleisen, Eisen, (Bügel)stahl und Ersatzausdrücke, wie schweres Eisen, schwerer Zeug u. a.; 55. Ausdrücke für seine Arten: breites, rundes, spitzes u. a.; geschmiedetes, gegossenes, ein Sechzehner (u. a., nach dem Gewicht), Kohlen-, Spiritusbügeleisen u. a., Dauer(brand)eisen u. a.; sonstige Ausdrücke für Eigenschaften, z. B. ein richtiges; 56. Bestandteile: Stahl als Ausdruck für den Hitzkörper (Lautung! übliche Eigenschaftsw.), Gehäuse, (eiserner) Überzug, Türlein, (Holz)griff; 57. Bügelkohle (welche die beste?), Lösch; 58. Lumpen zum Reinigen des Bügeleisens; 59. Bügelbrett, -laden, Arten (Nahtholz, Suffererbrett, Kragenbock, Ärmelbrett, Bedeutungen!); 60. Glanzkissen; 61. Tuch über dem Brett; 62. Dunsthadern; 63. Ausdrücke für das zum Besprengen, zum Netzen der Fingerspitzen verwendete Wasser? für die Gefäße, in denen es ist?

38. Fragebogen: Schneiderei (3)

[Das Folgende hat zunächst Männerschneiderei und -kleidung im Auge: bei Wörtern, die auch für Frauenschneiderei und -kleidung, ferner für Leibwäsche gesagt werden, merke man das, wo es sich nicht von selbst versteht, ausdrücklich an.]

38 / D

 1. Sich einen Anzug, ganzen Anzug, Gewand u. ä. oder Teile eines solchen bestellen, anfrümmen, machen (anmessen, messen, anfertigen) lassen und sonstige dafür übliche Ausdrücke; Angaben über Bedeutungsunterschiede, auch Häufigkeit, Verbreitung; 1a. bildliche, auch scherzhafte Ausdrücke dafür (z. B. sich einen Anzug bauen lassen u. a.); 1b. hauptwörtlicher Ausdruck derselben Vorstellung; 2. zum Schneider gehn, ihn holen (lassen), auf die Stör kommen lassen (mit Sachangaben: wann geschieht das am liebsten? zu gewissen Jahreszeiten! Kalenderterminen? Sonn-, Feiertagen?); 2a. hauptwörtliche Ausdrücke dafür; 3. Tuch (aus)wählen, aussuchen, bestellen, (ein)kaufen u. ä. (Angaben über ortsübliche Gewohnheiten dabei, samt den einschlägigen mundartl. Ausdrücken: z. B. kauft man erst nach dem Anmessen? selbst? in Begleitung des Schneiders? wo? beim Händler? Reisenden? liefert der Schneider das Tuch?); 3a. hauptwörtliche Ausdrücke für diese Handlung; 4. Namen beliebter Tuchsorten; dazu Angaben über beliebte Farbe(n); 5. Benennung des Auftraggebers (Kundschaft u. ä.); 5a. gebräuchliche Eigenschaftsw. (guter, sicherer usw. Kunde), auch Zusammens., wie Bauernkundschaft; 6. das Maß (Mäßerei) nehmen, (an)messen, bemessen (Formen des Zeitwortes: sagt man für ‚ich mäße, würde messen‘: i maß oder i maßet? gemessen), (an)meßten (häufiger als messen?); 6a. Ausdrücke für gut, schlecht, knapp usw. messen, beim Messen sich irren, sich vertun, sich vermessen u. ä.; 7. Zusammens. mit messen (soweit auf Schneiderei bezüglich): zuhin-, her-, anhin-, aufhin-, abhin-, umhin-, überhin-, einhin messen, nachmessen, Bedeutungen, Redensarten, Ersatzausdrücke (z. B. ein bissel hinauf-, einherfahren u. a.); 8. hauptwörtliche Ausdrücke für die Handlung des (An)messens, auch im Ärger, Scherz gebrauchte; 9. das Maß, die Mäßerei (als Ausdruck für das Ergebnis des Messens, auch in der Bedtg. Werkzeug zum Messen); 10. Maß-, Meßband, -bändel; wird dafür auch Meter, Zentimeter gesagt? Benennung, wenn Zwirn, Faden, Papier (welches?) zum Maßnehmen verwendet wird (Fadenmaß, Maßpapier), Angabe, ob noch so gemessen wird oder früher so gemessen wurde; mit Nadeln das Maß abstecken; 11. Knoten (in den Maßfaden), Einschnitte, Risse (in das Maßpapier) machen, Wendungen, Redensarten; Benennung für die Knoten, Einrisse, -schnitte? 12. das Maß einschreiben; 13. allgemeine Ausdrücke für Längen-, Breitenmaß, auch zeitwörtlich: Maß nach der Länge, Breite, Weite nehmen, vorne, hinten (vordere, hintere Länge) nehmen, hinterwärtling messen u. ä.; 14. [Bei den folgenden Einzelmaßen wolle man zur Hauptnummer auch die zeitwörtlichen Wendungen, ferner Ausdrücke angeben, die sich auf die Art, wie das Maß gewonnen wird, beziehen (vgl. 14.), in der Nebennummer Wendungen, Redensarten verzeichnen, die auf gute, schlechte, schwierige Abnahme des Maßes gehen (vgl. 14a.); jeder Ausdruck, jede Wendung auf besonderem Zettel!!] Rock-, Gilet-, Westen-, Leibel-, Joppenmaß; dabei Rückenmaß, -breite, -länge, Breite über das Genick, um den Rücken, Buckel umher; entsprechende zeitwörtliche Wendungen; Ausdrücke, die sich auf die Art wie Rückenlänge, -breite ermessen wird, beziehen; 14a. Wendungen, Redensarten, die sich auf gute, schlechte, schwierige Ausführung des Rückenmaßes (z. B. bei Buckligen, Verkrüppelten) beziehen (z. B. einen schönen Buckel machen, der hat mir einen Buckel ausher gemacht! mach mir einen Buckel, der nicht spannt, zieht, Falten macht, der gut anliegt u. dgl.); 15. Achselmaß, -weite, -breite, usw.; 15a. Wendungen wie: da muß ich unterlegen (Betonung dieses Wortes!), du fällst ab u. dgl.; 16. Kragenmaß, -weite (heute noch mit Papier genommen?), Maß des Ausschnittes (bei Rock, Weste usw.), usw.; 16a. Wendungen wie: daß sich der Kragen fein, schön anlegt! nicht weg(her)steht u. ä.; 17. Ärmelmaß-, -länge, innere, einwendige (‚gerade‘?), äußere, auswendige (‚gebogene‘?), auch innerer usw. Ärmel, Ärmelweite, -breite, heroben, herunten, usw.; 17a. Wendungen wie: daß der Ärmel an, unter der Üechsen nicht spannt! Ärmel einziehen, mehr hinaufstecken, Ä. geht ein u. ä; 18. Brustmaß, -weite, -umfang, usw.; 18a. Wendungen; 19. Hosenmaß, -länge, Seitenlänge, innere, äußere, (halbe) Schrittlänge; Mitt-, Bundweite; Arschweite; Knie-, Fußweite, Vorfall, Spreizweite, Schrittspitzenmaß, noch andere Hosenmaße? (z. B. des Schlitzes? Vorder-, Hinterhosenhöhe?), usw.; 19a. Wendungen (wie zu 14a.), auf Zuschnitt, Ausführung der Hosen, des Hosenbodens, -schlitzes usw. bezüglich, auch bei X-, O-Beinen; Frage nach dem ‚rechts-‚, ‚linkstragen‘ üblich? 20. besondere Ausdrücke beim Anmessen besonderer Trachten, festlicher, geistlicher, anderer beruflicher, städtischer (z. B. Kutten-, Mantel-, Überziehermaß u. dgl.) usw.; 20a. Wendungen; 21. andere übliche Ausdrücke, in denen der Kunde seine Wünsche nach der Kleidform beim Anmessen kundgibt oder der Schneider darnach fragt, z. B. etwas eng, weit, anliegend, faltig tragen, arbeiten, in der Taille tragen, schneiden, glockig, auf Glocken arbeiten, tragen u. ä. (Verbreitung solcher Ausdrücke!) ; 22. noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Maß (nur auf Schneiderei bezügliche!); 23. Schnitt nur in der Schneiderei!), Verkl., Bedeutungen; ist auch Fasson, Taille volksüblich? (Bedeutung, Redensarten, Ersatzformeln wie: um die Mitte u. ä.); 23a. übliche eigenschaftswörtl. Verbindungen: z. B. fester, sicherer, schneller, guter, fescher Schn. usw., dazu Ersatzwendungen, Redensarten; 24. Zusammens. mit Schnitt, an zweiter Stelle: z. B. Ab-, An-, Aus-, Einschnitt (auch Aufschnitt in der Schneiderei?), Zuschnitt, Rock-, Kragenschnitt (samt deren anderweitigen Benennungen, wenn vorhanden) usw., 24a. an erster Stelle: Schnittkante (zackige, scharfe, gerade u. ä.), Schnittmuster u. a.; 25. zum Zuschneiden anrichten, den Stoff auf-, zurechtlegen u. ä.; 26. das Schnittmuster ab-, ausrädeln, auflegen; andere Arten der Übertragung des Musters auf den Stoff (mittels Kreide, Nadeln - zeitwörtliche Ausdrücke); 27. besondere Namen der ausgerädelten oder anderswie abgegrenzten, ferner der darnach geschnittenen Teile (Rückenteil usw.) ; 28. schneiden, Formen des Zw., Bedeutungen (nur in der Schneiderei!), übliche damit verbundene Objekte (Tuch, Rock usw.), etwas auf den Leib schneiden (auch übertragene Bedtg.!); 29. Verbindungen zur Bezeichnung der Richtung des Schneidens: scheel schneiden (auch: scheel kommen), gerade, nach der Quer, nach der Gerung, im Zwicke, nach dem (gegen den) Faden, Strich, dem Strich nach, nach dem Bug sehn. u. ä.; 29a. Verbindungen, Zusammens., Ersatzausdrücke, Redensarten zur Bezeichnung anderer Arten des Schneidens: .drauf los, drein und drein schn., ungeschickt, zackig schn., Tuch verwüsten, fiseln, den Stoff herfeseln, zu kurz schn., kürzer schneiden, zurück-, zurückhin-, rück-, rückwärtsschn., stutzen, zu-, zusammen-, wegstutzen, etwas wegnehmen u. ä., anschneiden (leicht anschn., auch ‚als erster schn.‘, ‚fortfahren zu schn.‘, schneid an!), einschn. (Bedeutungen! auch übertragene), einhin-, hineinschn., ein-, einhinzwicken; 30. den Stoff hereinlegen (zu wenig, zu viel), Bedtg.; 31. zuschneiden, Bedeutungen (auch ‚kürzer machen‘, ‚fortfahren zu schneiden‘), übliche Objekte (Rock usw.), Redensarten; wer besorgt das Zuschneiden? zuhin-, hinzuschn. ; 31a. Zuschneider (nur in städtischen Verhältnissen?); 31b. hauptwörtl. Bezeichnungen des Zuschneidens wie (Zu-)schneidarbeit, -geschäft u. a.; 32. noch nicht genannte Zusammens. mit schneiden (man gebe überall die Bedeutungen, auch übertragene - jedoch nur aus dem Vorstellungskreise der Schneiderei -, die üblichen Objekte, Redensarten an): beschneiden, verschn. zerschn., auseinanderschn., ab-, abher-, an-, aus-, aushin-, hinaus-, ausher-, heraus-, auf, aufhin-, hinauf-, vor-, fürhin-, vorwärts-, um-, umeinander-, herum-, umher-, hinum-, umhin-, überhin-, hinüber-, her-, hin-, wegher-, herwegschneiden u. a.

38 / E

 1. zum Nähen herrichten (bes. Ausdruck?); 2. Faden, Zwirn abwickeln, -spulen, abhertun, abschneiden, -reißen, -beißen (auch übertragene Bedtg.); 3. das Wachs herrichten; bes. Ausdrücke für Herstellung des Wachses? (soweit nicht schon zu 37 C 9 erwähnt); 4. Faden, Zwirn steifen (durch wachse(l)n, wichsen, schwärzen, netzen, drehen u. a.); 5. fädeln, fädmen, an-, einfädeln, -fädmen, ausfädeln, -fädmen (auch übertragene Bedtgen); 6. am Faden Knopf machen; 6a. den Faden an-, festziehen, aus-, ausherziehen; 7. Ausdrücke, die sich auf Vorbereitung zum Nähen mit der Maschine beziehen, so weit mundartlich oder verkehrssprachlich; 8. nähen (Formen des Zw. für ‚ich nähte, würde nähen‘ und genäht), übliche Objekte, auch übertragene Bedtg. (z. B. eine nähen), Ersatzausdrücke, auch scherzhafte; 8a. hauptwörtl. Ausdrücke wie Näherei, Nähterei (Bedtgen!), Näharbeit, -werk u. a.; 9. gut, schlecht, fest, locker, haltbar, geschickt, schluderig, flink, gerade, scheel nähen und ähnl. Verbindungen, dazu Ersatzausdrücke, lobende, tadelnde Wendungen; 10. überwindling nähen, überwindeln, überwideln, einreihen (Bedeutung dieser Ausdrücke; näht der Rechtshänder dabei von links nach rechts?); 11. endeln, enteln (Bedtg.! näht man dabei von rechts nach links?), zusammenendeln (noch andere Zusammens.?); 12. Zusammens. mit nähen (zu jeder die Bedeutung, auch übertragene, übliche Objekte, Wendungen, Ersatzausdrücke und -verbindungen): z. B. ernähen (dernähen, auch sich dernähen), vernähen, sich vern., zernähen, ab- (auch: sich abnähen), abhin-, hinab-, an-,ein-, einhin-, hinein-, aus-, aushin-, hinaus-, auf- (auch sich aufn.), aufhin-, hinauf-, für-, vor-, fürher-, herfür-, mit-, nach-, nachhin-, hinnach-, über-, darüber-, unter- (Betonung!), darunter-, nieder-, um-, umhin-, hinum-, umher-, herum-, zu-, zuhin-, hinzu-, zusammen-, her-, hin-, danher-, herdan-, danhin-, überhin-, hinübernähen; handnähen, handgenäht, maschinnähen (maschinern, -eln), maschingenäht; 13. bildliche, scherzhafte, ärgerliche Ersatzausdrücke für maschinnähen (z. B. den Karren einspannen); 14. stechen, sticheln (insoweit Ausdruck der Näherei, auch in übertragener Bedtg.), hauptwörtliche Bezeichnungen; 14a. Zusammens. damit (soweit sie Schneiderausdrücke sind, Angabe der Bedtgen usw. wie bei Nr. 12): z. B. er- (der-), ver-, zerstechen, abher-, an-, anher-, aus-, aushin-, ein-, einhin-, aufher-, umhin-, überhin-, zuhin-, niederstechen u. a.; 15. heften (als Schneiderausdruck) , Bedtg., hauptwörtl. Bezeichnungen; 15a. Zusammens. (Bedtgen usw. wie bei Nr. 12): er- (der-), an-, auf-, ein-, einhin-, zu-, zuhin-, zusammen-, niederheften u. a.; 16. steppen, Bedtg. (auch z. B. Verzierungen an genähten, gestrickten Sachen anbringen?), hauptw. Bezeichnungen; 16a. Zusammens.: ab-, aufhin-, abhin-, niedersteppen u. ä., Steppdecke, -maschine u. a.; 16b. Ableitungen: Stepper, -erin, 16c. steppig (Bedtg.!).

39. Fragebogen: Schneiderei (4)

[Die Vorbemerkung zu Bogen 38 gilt auch hier.]

39 / E

 17. einen Saum nähen, säumen, einsäumen; 18. einfassen; 19. Einfaßband, Litze, (Einfaß-)borte (Geschlecht! Aussprache des o!), Börtel, dazu übliche eigenschaftsw. Verbindungen; 19a. etwaige Zusammens. mit Litze, Borte (z. B. Haarborte-, -börtel, Bortenhaube); 19b. Ableitungen: borten (z. B. ein bortener Hosenträger), börtlet; 19c. börteln ; 20. markieren, ‚nur m.‘ (Bedtg.); hauptwörtl. Bezeichnungen; 21. Naht; 21a. zeitwörtl. Verbindungen und Redensarten wie N. nähen, markieren, iibernähen, wutzeln u. a., die Naht hält (nicht), geht auf, (zer-)reißt, läßt aus u. ä., etwas auf der Naht bei jemand haben, einem auf die N. gehn (Bedtg.!); 21b. eigenschaftsw. Verbindungen: schöne, gerade, wilde u. a.; falsche, markierte, französische, englische, gehöhlte (Bedtgen!) u. a.; 21c. Sammelausdrücke, wie Nahtwerk, Genähteret; 22. Zusammens. mit Naht (überall Angabe der Bedtg., auch üblicher Redensarten), an zweiter Stelle, wie Endel-, Wutzel-, Roll-, Stepp-, Loch-, Löchel-, Hohl-, Über-, Überwand-, Uberwindlings (-widlings)-, Nieder-, Kapp-, Kreuz- (die Kreuzn. gerade, schräg stellen), Schritt-, Ziernaht; Hosen-, Rock-, Leibelnaht usw.; 22a. an erster Stelle, z. B. Nahtbruch (Bedtg.!); 23. Stich (nur in der Schneiderei!), Verkl.; Stecher (= einmaliger Stich); 23a. übliche zeitwörtl. Verbindungen, 23b. übliche eigenschaftswörtliche, und zugehörige Redensarten, wie kleiner, großer, wilder Stich u. ä.; 24. Zusammens., wie Stepp-, Hinter-, Saum-, Überwand-, Zier-, Schneiderstich u. a.; 25. Saum, Verkl; 25a. Zusammens., wie Kleider-, Stepp-, Lückelsaum; 26. trennen und Zusammens., wie ab-, abher-, auf-, weg-, weghertrennen ; 26a. Ableitungen und Zusammens., wie Trennerei, Getrenne, Trennarbeit; 27. Watte, Wattierstoff, Wattierung; 27a. wattieren (‚gut w.‘), auswattieren (dazu übliche Objekte); Ersatzwörter wie einlegen, unterlegen (Betonung!), Einlage machen; Redensarten, Volkswitze; 28. Futter (nur in der Schneiderei!), Unterfutter, Fütterung, Futterstoff (Namen der üblichen Arten), andere Zusammens.; Verbindungen, Redensarten, wie Unterfutter fürherdrehen, Futter ausklopfen (Bedtg.!); was bedeutet ‚die Hose auspflastern‘? 28a. (aus)füttern, übliche Objekte; 29. Steifleinwand, Ausdrücke für ihren Zuschnitt, ihre Verwendung; 30. Knopf (in der Bedtg. Kleiderknopf, dann Knospe, Knauf, Klotz, kleiner Mensch, Geld), Mehrz., Verkl.; 30a. eigenschaftsw. Verbindungen, wie schöner (welcher gilt für schön?), beinener, silberner Knopf usw.; 30b. zeitw. Verbindungen, wie Knopf annähen, reißt aus u. a., Knopf statt Geld in Sammelbüchse, Opferstock werfen (Redensarten!); 30c. herrschen Bräuche bezüglich Zahl, Reihen der Knöpfe an Joppe, Weste usw.? sagt man zwei-, dreiknöpfig bei zwei, drei Reihen? 30d. Redensarten mit Knopf in übertragener Verwendung (soweit aus einer der Nr. 30 genannten Bedeutungen hervorgewachsen): z. B. das ist ein Knopf, rechter Knopf( Bedtg.!), keinen Knopf hergeben, in der Tasche haben, die Knöpfe abzählen (Spiel; Beschreibung), Knopf schupfen (Spiel; Beschreibung) u. a.; 30e. Münze als Knopf (Brauch! welche Münzen dazu verwendet? gibt es eine Allgemeinbezeichnung für solche Knöpfe?); 31. Zusammens. mit Knopf: z. B. Tuch-, Zwirn-, Hornknopf u. ä. (Verwendungen!); Hosen-, Joppenkn. usw.; Druck-, Reserveknopf; Enzknopf, Kommißknopf; Knopfloch (zeitw. Verbindungen, wie Kn. ausstechen, säumen, ausnähen, ausreißen u. a.), Knopfmacher u. a.; 32. knopfig, knopfet; 33. knöpfen, knöpfeln (was ist häufiger?); Zusammens., wie auf-, ein-, zu-, aufhin-, abhin-, umhinknöpfen, -knöpfeln ; auf-, zugeknöpft sein (Bedtg.!); 34. Knauf, Knäufel (Knafel), Geschl., Bedtg., Zusammensetzungen; 34a. knäufeln (Bedtg.!); 35. Häftlein (Haftel), zeitw. Verbindungen; 35a. Zusammens., wie Haftelmännlein, -weiblein, -mutter (Bedtg.), Haftelmacher (Redensarten); 35b. häfteln (hafteln) und Zusammensetzungen; 36. (Heft)faden aus-, ausherziehen; 37. (an)probieren (Aussprache des o!), zum Probieren, zur Probe gehen, bringen; 38. Ausdrücke für das Anzeichnen von Änderungen mittels Kreide, Seife, Stecknadel u. dgl.; 39. nach-, ein-, aus-, ausherlassen, aufherheften u. ä.; 40., Falte (im Gewand), Verkl., Gribler (nur von Frauenkleidern?); 40a. zeitwörtl. Verbindungen, wie Falten machen, werfen, es macht, zieht, gibt, wirft Falten, dazu verwandte Ausdrücke wie spannt, zwickt, zieht, pludert; F. herstellen, nähen, legen, in F. legen, F. ziehen, reihen, bügeln u. dgl.; 40b. eigenschaftsw. Verbindungen und Zusammens., wie große, gelegte F., Quetsch-, Rock-, Schößelfalte u. dgl.; 40c. faltig; 40d. fälteln; 41. Ausdrücke für: das Bügeleisen, den Stahl hitzen, reinigen, das Bügeltuch herrichten; 42. bügeln (Aussprache!), Objekte (Gewand, Falten, Fasson usw., auch: jemand, eine bügeln, Bedtg.!), Redensarten wie: Waschen und Bügeln ist beinand; 42a. Zusammens. (mit Angaben wie bei E 12), z. B. ab-, auf-, aus-, ausher-, durch-, ein-, über-, nieder-, zusammenbügeln; 43. Bügler, -erin, Büglerei, Gebüglecht, Bügelwerk; 44. dünsten, aufdünsten; .45. Ausdrücke für und bei Ablieferung des Anzuges, Kleidungsstückes; 46. den Schneider auszwicken; 47. Ausdrücke, die sich auf den Schluß des Störens oder einer Arbeit in der Werkstätte beziehen, auch etwa Gebräuche dabei benennen (soweit nicht schon zu 36 A 16 erwähnt); 48. noch nicht erwähnte Werkzeuge des Schneiders: z. B. Hansel, Naterknecht (beides Werkzeug um kleinere Stoff teile festzuhalten); 49. Fleck (Bedeutungen! Stück Zeug in der Schneiderei, Stück Bodens, Ort, Mehlspeise [nur in Mehrz.?], das Schwarze in der Scheibe, Fleck durch Schmutz, Farbe, Spottrede, Kaldaunen [nur in Mehrz.?], Pfosten, Krankheit [insoweit nicht schon zu Bogen 25 O 5 vom Sammler behandelt], sonstige Bedtgen?), Verkl. (Bedtgen); 49a. kommt auch Flick vor? (Bedtg.); 49b. Zusammens. mit Fleck (in seinen verschiedenen Bedtgen), an zweiter Stelle: z. B. Schneider-, Rock-, Hosen-, Hauben-, Mieder-, Fürfleck, Gewand-, Tuchfleck u. a., Mords-, Enzfleck u. ä., Marktfl., Oster-, Eierfl., Schmutz-, Fett-, Tinten-, Farb-, Schandfl., Kuttelfleck u. a.; 49c. an erster Stelle (Bedtgen!), z. B. Fleckelwerk, Fleckelarbeit, -decke, -patschen, Fleckelschwester, Fleckelteig, -suppe, Fleckputzer, Fleckrede u. a.; 49d. übliche eigenschaftswörtl. Verbindungen (Bedtgen!), z. B. weißer, roter, blauer (vgl. Bogen 25 O 5a), alter, frischer, 49e. zeitwörtliche, z. B. Fleck ein-, auf-, über-, daneben-, darübersetzen, auf-, aufhinnähen, putzen; dazu Ersatzwörter, wie einstückeln; 49f. Redensarten, wie Herz auf dem rechten Fleck haben, auf dem richtigen Fleck sein, stehen, nicht ein Fleckerl eigenen Bodens haben, vom Fleck weg heiraten, nicht vom Fleck kommen, Fleckel schießen; 50. Gefleckelet, Gefleckeret; 51. fleckig; 52. flecket (Bedtgen!), geflecket; 53. flecken (Zeitw.), Bedeutungen! Zusammens., wie der-, zerflecken; 53a. fleckeln (Bedtg.!); 54. flicken, auch übertragene Verwendungen, wie einen, eine fl, sich die ,Kitze‘ fl.; geflickt (Redensarten); 54a. Zusammens. (mit den zugehörigen Redensarten, Wendungen; Angabe der Bedtg.!): z. B. der-, ver-, zer-, ab-, aus-, auf-, aufhin-, zusammen-, zuflicken; Flickwerk, -arbeit, -stube, -tag, -stunde (vgl. ferner Bogen 36 A 12); 55. Flicker, Flickerin; 56. Flickerei; 57. Geflicket (Sammelbezeichnung); 58. Bletz, Bletzen (Stück Zeug, Schnitte, Fleck auf der Haut [insoweit nicht schon zu Bogen 25 N 51 behandelt]), Verkl., Redensarten; 58a. Zusammens. mit Bletz; 58b. eigenschaftswörtl. und zeitwörtl. Verbindungen, Redensarten mit Bletz in seinen verschiedenen Bedtgen (außer den schon zu Bogen 25 N 53 eingesandten); 59. bletzig (vgl. Bogen 25 N 51a); 60. bletzen, Zusammens., z. B. der-, ver-, zerbl., anbl. (einen Baum u. a.); 61. geflickte Kleider tragen, Redensarten, Wendungen; 62. (Nummer für Nachträge).

40. Fragebogen: Kleidung (1)

[Das Folgende hat zunächst Männerkleidung im Auge: bei Wörtern, die auch für Frauenkleidung gelten, merke man das, wo es sich nicht von selbst versteht, ausdrücklich an.]

40 / A

 1. Kleid, Bedeutung der Einz. (nur von weiblichem Gewand gebraucht?), der Mehrz, (Lautung mit oa oder ei?), Verkl. (Bedtg.!); sind die Wörter Kleidung, Kleidungsstück gebräuchlich? 1a. Gewand, bedeutet es noch Kleider und Wäsche zusammen? nur Kleider? auch Kleidungsstück? nur Wäsche? bedeutet es auch Gradel (Art Zeug)? Mehrzahl (Bedtg.), Verkl. (Bedtg.), ein ganzes Gewand; 1b. Sammelbezeichnungen: Gewandach (auch = ‚Kleidungsstück‘?), Gewanderet, Gewandwerk; 1c. Anzug (Verbreitung!), ganzer A.; 1d. andere Ausdrücke für Kleid, wie Kluft, Montur, Haut (so eine Haut); 1e. Umschreibungen dieser Begriffe: z. B. was einer auf dem Leib hat, anhat; 2. formelhafte, sprichwörtl. Redensarten mit jenen Wörtern, z. B. Kleider machen Leute, das Gewandel rnachts Mandel, ein Mandel mit einem eichenen Gewandel, Gewand stehlen (Kinderspiel, Beschreibung); 3. übliche eigenschaftsw. Verbindungen und ihnen entsprechende Wendungen, wie vornehmes, höfliches (= höfisches), fesches, gutes, besseres, schlechtes, schlechteres, leides, letzes, abfrediges, haderechtes, schofles, auffallendes, durchsichtiges (ein Gätter anhaben), (funkel-) (nagel)neues, frisch vom Schneider u. a., steifes, bockstarres, derlaustes, lodenes, warmes Gewand, Montur u. ä.; 4. zeitwörtl. Verbindungen und Ersatzausdrücke : (Gewand, Kleid, Joppe, Rock usw.) anhaben (Redensarten!), -legen (sich anl.), -ziehen (sich anz.), -tun, tragen, (in das Gewand) schliefen, schlüpfen, einhinschliefen, ein-, einhinsteigen, -hupfen, abziehen, -streifen, abhertun, weg(her)tun, ausziehen (sich ausz.), (sich) verkleiden, Gewand verkehrt, verkehrter anlegen, sich auftocken, aufdonnern u. ä., 5. für den Begriff passen, nicht-passen (soweit nicht schon früher, z. B. 38 D 14a, E 40a erwähnt): sitzt, taugt gut, wie angegossen, hängt nur so u. a., 6. für den Begriff abnützen: abtragen (abgetragenes, übertragenes Gewand), austragen, hernehmen, -tragen, (ab)strapezieren, dem Gewand Herr werden, ,ihm ankönnen, es abhinschlappen, -schlampen, derreißen, ein rechter Zerreißsam sein, durchreiten, -sitzen, zusammensitzen, durchfretten, -wetzen, -scheuern (gebräuchlich?), abwetzen, ein Loch kriegen, einhinreißen, -sitzen, das Gewand ist verfärbt, abgefärbt, wird schleißig, lucket, spiegelt, hat einen Spiegel (auch am Ärmel, vom Nasenputzen), Knie steht heraus u. a., 7. für den Begriff beschmutzen: verschmutzen, schmutzig machen (Verbreitung!), dreckig machen, ab-, verdrecken, -dreckeln, ver-, ab-, volltrenzen, ver-, ab-, vollschmieren (man achte auf die Mittelwörter der Vergangenheit wie derschmiert, dersaut), ‚abherberen‘ (Bedtg.!) u. ä., 8. für den Begriff Kleider schonen: auf-, daraufschauen, achtgeben u. a., 9. aufbewahren: aufheben, versorgen, einstauben, -stäubeln u. a. (Nennung volkstümlicher Schutzmittel), 10. reinigen: aus-, abstauben, (aus-, durch)lüften, (aus-, ab)bürsten, (ab-, aus)klopfen u. ä.; 10a. (Kleider)bürste; 10b. Kleiderklopfer, -tuscher, Austuscher, -klopfer, Pracker; 11. Mensch, der auf gute, schöne Kleidung hält, auffallende trägt, beinand ist, Stolzpemsel, Modetocke, Poppe(n), Gigerl (dazu auch Zusammens., wie Modegigerl, Gigerlhosen); 12. weghängende Stoffteile, Flander, Flenke, Flank (-erl), Flentsche, Flantscherl, Gewandgeschlamp u. a.; 13. zerrissene Kleider, Lumpen, Fetzen, Hadern u. a., Redensarten; 14. Mensch in unordentlichen, schmutzigen Kleidern, Flank, zerrissen, in Lumpen sein, zerrissener Haderlump, Fetzenbünkel u. a., Redensarten; 15. Kleider, Joppe, Rock usw. kaufen, fertig kaufen (üblich? wie beurteilt?), verhandeln, versetzen, verkitschen; 16. Kleiderhändler, (Kleider)jude, Gewändler, Altgewändler (auch scherzhafte Ausdrücke); 16a. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Kleid, an zweiter Stelle: Unter-, Ober-, Firmungs-, Sonntags-, Seidenkleid u. a., 16b. an erster Stelle: Kleiderkasten (dafür auch Hängekasten), -schrank, -truhe u. a.; 17. Zusammens. mit Gewand, an zweiter Stelle: Zeitengewand (Festtagsgewand), Lodengewand u. a.; an erster: Gewandschneider (Krämer mit Gradel usw.), Gewandleibel (Leibchen aus Gradel), -hose (aus Gradel), -geld (den Dienstboten für Gewandung gegeben) u. a.; 18. Zusammens. mit Anzug, Kluft, Montur, Haut (= Gewand) u. ä.; 19. gewänden (gwanten), kleiden, Redensarten; 19a. Zusammens. mit gewänden, auf-, her-, ver- (sich vergew.), hingewänden (alles an die Kinder hingew.), jemand aushingewänden u. a; 19b. volksübliche Zusammens. mit kleiden, z. B. einkleiden; 20. Kleider, Joppe usw. wenden; 20a. besondere Ausdrücke für gewendeter Rock, Joppe usw.? 21. sonstige, noch nicht abgefragte Ausdrücke auf Kleider, Gewänder bezüglich (z. B. wenn ein Kind den Nachbarn in seinen neuen Kleidern sich zeigt?).

40 / B

 1. Männerrock mit kurzen Schößen: Joppe (Juppe, Goppe, Guppe), Janker (helles a?), Jankes, Schanker, Schecken, Rock, Stutzer, Sacko (Betonung!), Sackel, Jacke (in städtischer Mundart auch = Joppe?) u. a., Bedeutungsunterschiede (auch bei den Verkleinerungen, bedeutet z. B. Jankerl nur Kinderleibchen?), übertragene Bedeutungen (z. B. Janker = grober Bursche), Redensarten (z. B. wer zu einem Janker gehört, kommt zu keinem Rock), Angaben über Gegensätze zwischen älterer und jüngerer Tracht (Form), ferner wann die Kleidungsstücke getragen werden; 1a. übliche eigenschaftsw. Verbindungen, wie weit, eng, geschlossen, ein-, zweireihig, eingefaßt, rundgeschnitten, geschweift, glockig u. a., tuchen u. ä.; 2. langer Rock (nicht Überrock), Schößelrock, Schößelmartinrock, Bratenrock, Hemd, Brettelhemd (bis ans Knie reichend?), Gehrock (Verbreitung!) u. a.; Angabe der Bedeutungs-, Trachtunterschiede wie bei B 1; wievielteilig ist der lange Rock? (sechsteilig am Oberkörper, vierteilig in den Schößen?), Redensarten (z. B. der Gehrock ist herrisch); 3. Männerrock ohne Ärmel: Schalk, Tschalder, Schalder (wird auch die weibliche ärmellose Jacke so genannt?), andere Ausdrücke? 4. Joppe, Rock mit Rückengürtel, Gürteljoppe u. a. (nur von Knaben, oder auch von Erwachsenen getragen? allgemein oder nur in bestimmten Kreisen? eine jüngere Tracht?); 4a. Bezeichnung des Gürtels, der Spange, Schließe, der Fältelung; 5. Frack (Aussprache des a!), Mehrz., Verkl., (Bedtg.! Rock mit langen Schößen?), übertragene Bedtg. (Mensch in herrischem Anzug, Schwips); gehört er sich für den Bauer? 5a. Zusammens., soweit in mundartl. Wendungen üblich, z. B. Stadtfrack (Bedtg!); 6. vom Landvolk oder in städtischer Mundart gebrauchte sonstige Bezeichnungen für nicht-bäuerliche, als ‚Rock‘ dienende Kleidungsstücke, z. B. Schmocking, auch scherzhafte; 7. Leibel, Gilet, Weste (Verbreitung!); ältere Tracht: Brustfleck, -latz, Hanger u. a.; 8. Schnalle (an Weste usw.), Verkl.; 9. Brust-, Vorderteil (der? das? der Joppe, Weste usw.), hervörderer Teil u. ä.; Rücken-, Hinterteil, Rücken u. ä; dazu Eigenschaftswort, das die Zahl der Nähte (Teile) nennt (beim Rücken z. B. viernähtig?), auch ganzer, geteilter Rücken; 10. Joppen-, Rockausschnitt u. a.; 11. Achselteil.

41. Fragebogen: Kleidung (2)

[Das Folgende hat zunächst Männerkleidung im Auge: bei Wörtern, die auch für Frauenkleidung gelten, merke man das, wo es sich nicht von selbst versteht, ausdrücklich an.]

41 / B

 12. Ärmel (Aussprache!), Ärmling; 12a. Futterärmel (auch gefütterter, inwendiger Ärmel), Stoffärmel (auch auswendiger Ä.), Ober-, Unterärmel; 12b. andere, noch nicht (zu 38 D 17) genannte Zusammens. mit Ärmel, wie Rock-, Jankerärmel u. dgl., Ärmelloch u. a.; 13. aufgeschlagener, umgestülpter Ärmel, Aufschlag am Ä., Umschlag, Rollaufschlag, festgenäht, locker, markiert, gerade, rund u. a., ihn herab-, zurückschlagen; 14. Kragen (nur vom Teil des Kleidungsstückes, nicht = Hals; verwendet man Hals auch in der Bedtg. Kragen eines Kleidungsstückes?), Mehrz.; in einem, in zwei Teilen geschnittener (Benennung?); den Kr. aufschlagen, aufhintun u. ä.; 14a. Zusammens. mit Kragen (soweit nicht schon 38 D 16 genannt), z. B. Rock-, Mantel-, Leibel-, Westenkragen u. a., Kragenstoff u. a.; 15. Schoß, Schöße, Schößel, Rockschoß, -schöße, -schößel, Flitsch(en), Flitte, Zipf, Zipfel u. a., Geschlecht, Verwendung dieser Wörter! Unterschiede in Anwendung je auf das Männer-, das Frauenkleid; werden nur die vorderen abhängenden Teile oder auch die hinteren so benannt? Redensarten (wie: bei der Flitte derwischen); 15a. wegstehende Schößel, Wendungen, Scherze, mit fliegenden Schößeln daherkommen, -wacheln; 15b. Schößel aufhinstecken, -schlagen (Hochschlagen der hinteren Rockschöße, auch als derbe Abweisung, Redensarten dabei), wegherschneiden u. a.; 15c. Zusammens. mit Schoß, Schößel, z. B. Frackschößel (beim Fr. haben) u. a.; 16. (Rock)schlinge, Schlingerl, Kettchen; 17. gibt es eine Gesamtbezeichnung für die Teile des Rockes, der Joppe usw.; 18. noch nicht genannte Zusammens. mit den B 1-7 genannten Namen von Kleidungsstücken: nach dem Zweck, z. B. Arbeitsjoppe, Unter-, Innenjanker (nicht = Unterjacke als Wäschestück!) u. a.; nach dem Träger, z. B. Bauernjanker u. a.; nach der Zeit, z. B. Sommer-, Winterjoppe, -leibel, -weste u. a.; nach dem Anlaß, z. B. Firmrock u. a.

41 / C

 1. Hose (nur Mehrz. üblich?, ‚ein paar Hosen‘), Verkl., ,lange Hose‘; bedeutet Hose noch Wadenstutzen oder Strumpf? als einfache Wort oder nur in Zusammens., wie Strick-, Beinhose, und bestimmten Redensarten? übertragene Bedtg. (z. B. tief herabreichende Befiederung des Huhnes am Bein, Höslein der Bienen), Redensarten wie: die Hosen anhaben (wenn nicht schon zu Bog. 11 I 9 erwähnt), Herz fällt in die H., nichts in den H. haben (abgemagert sein), er hat viele H. zu waschen (viele Geschäfte), jemand die H. ausklopfen, ausziehen u. a.; Büchse, Buchse (Verbreitung!), Beinkleid (volkstümlich!); scherzhafte Bezeichnungen; la. Gesäßhose, Gesäße (Geschl.), Hosengesäß, Bruoch (noch gebraucht?), Bedtg. (unterschieden von Kniehose?); 1b. Kniehose (wie urteilt man über diese Tracht?), kurze Hose; Spielarten (Bedtg.!), wie Oberlandler-, Gebirgler-, Pump-, Pluderhose, auch Plodergesäß (Sprüche! Verse!), Kraxel-, Zughose u. a.; 2. übliche eigenschaftsw. Verbindungen, darauf bezügliche Redensarten, wie enge, weite, schlotternde (da hätten zwei drinnen Platz u. ä.), zu kurze, zerflankte, abgesprengte, zu stark hinaufgezogene, zu weit hinabgelassene, feste (Strapezierhose), schmutzige usw.; 3. zeitwörtl. (nicht schon früher, z. B. 3 D 19a genannte) Verbindungen, wie Hosen strecken, spannen (auch übertragen!), H. herunterziehen (derbe Abweisung?), umkehren (Kinder lassen sich gerne ‚die H. umkehren‘, d. h. zwischen die Füße durch bei den Händen packen und umkehren; bedeutet die Wendung auch Notdurft verrichten?), Hosenlaufen, -recken, -lupfen, dazu Hosenlupf, -lupfer (Tanz, Beschreibung der Bräuche, Redensarten wie einen H. wagen) u. a.; 4. hoseln, höseln, hosnen (sich balgen, Bezeichnung einer gewissen Gangart, nach der Hose riechen), Zusammens., wie daher-, umher-, abherhöseln; 5. Hoserer, Höser (Knabe, der die ersten Hosen trägt); 6. lang-, kurzhoset u. a.; 7. (Hosen)bund (ist abgesteppt u. ä.); 8. Benennungen der Teile, Stoffzipfel der Hosenschnalle; 9. Schenkelteil, Hosenboden, (Hosen)hintern, Arsch, Popo (Verbreitung!), Gesäß (üblich?) u. a., doppelter, gefütterter Hosenboden (besondere Benennung der Fütterung?), Redensarten; 10. Bezeichnung für den Bauchteil der Hose? 11. (Hosen)fuß, -röhre u. a., Redensarten; 12. (Hosen)knie, gut, schlecht gearbeitetes, ausgedehntes, Redensarten (eine Haube geht ausher, sie machen knieweitlet, das Hosenknie absprengen u. a.); 13. Vor-, Fürfuß (der den Rist bedeckende Teil, noch üblich?), Vorschuß, Vorfall, Um-, Überschlag (Bedtg.!); 14. (Hosen)besatz, auch Egalisierung? (gebräuchlich?); 14a. sein üblicher Stoff (Hosenbarchent, Gradel u. a.); wie heißt die Klebemasse, die daran ist, damit der Barchent angebügelt werden könne? 15. Hose aus-, heraus-, ausherlassen; egalisieren, englisieren (Verbreitung!); 16. Hosenschoner (Bedtg.!); 17. Hose auf-, umschlagen, -krempeln, -streifen; 18. Hose franst sich aus, ist ausgefranst, abgestoßen; 18a. (Hosen)kreuz, das Kreuz schneiden, nachhinschneiden, ein Kreuz einsetzen u. ä.; 19. Längsstreifen an der Hose; 20. Hosenträger, -heber, Halfter, Hosen-, Bruochhalfter, Hosenleiter, Krächse, Hosenkrächse (-kraxn), Hosennestel (Bedeutungsunterschiede, Beschreibung, welche Art die beliebteste?); 21. Teile des Hosenträgers (Schnalle u. a., wie heißt das in den Alpengegenden übliche Verbindungsstück?); 22. Stickereien am Hosenträger, besondere Bezeichnung? was wird eingestickt? 23. Gurt, Hosengurt, Gürtel, Hosen-, Leibriemen (Redensarten, wie den Hosenriemen weiter machen, zusammenziehen; H. als Züchtigungsmittel) , volkstümliche abschätzende Urteile über Hosengurt und Hosenträger; 24. Schlitz, Schritz (in allgemeiner Bedtg.), Verkl.; (Hosen)schlitz, -schritz, Schlitz an (oder: in?) der H. (ist der Schlitz die jüngere, modernere Schnittform?); Hosenlatz, -klappe, -tür(l), -tor, -falter, -falle (ist der Hosenlatz usw. die ältere Form, bei Lederhosen noch allgemein? auch als Tasche verwendet?), (Hosen)patte (ist der Ausdruck üblich?); wird das Wort Hosentür(l) usw. jetzt auch für Hosenschlitz gesagt? scherzhafte Bezeichnungen, wie Paradies, Taubenschlag u. a. (Verbreitung!); volkstümliche abschätzende Urteile über Hosenschlitz und -latz, Redensarten, Wendungen, Vierzeiler und andere volkstümliche Verschen; 24a. verhüllende Ersatzausdrücke, wie vorn offen haben, zumachen, die Lämmer kommen dir heraus, der Vogel fliegt dir davon, es blitzt usw.; 25. in der Grätsche, im Schritt, am Schlitz schlecht gearbeitete Hose, Wendungen; abgegriffener, verunreinigter Schlitz, Redensarten, Wendungen (wie: es säuerlt u. a.); 26. schlitzen, schritzen (übliche Objekte); 27. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Schlitz, z. B. Rock-, Joppenschlitz u. a.; 28. (Kinder)hose mit Schlitz hinten, Redensarten wie der Kikeriki schaut heraus u. a.; 28a. Knabe mit solchen Hosen, Hosenmann, -tommerl; 29. Ausbuchtung an der H., besonders in der Schlitzgegend, Redensarten wie: die H. macht einen Beutel u. a.; 30. Bezeichnung für die am Hosenkreuz innen aufgenähten Läppchen? 31. Bezeichnung für die Falte am Hosenboden bei scharfem Anziehen der Hosenschnalle, des Hosenträgers? 32. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Hose (Bedeutungsangaben!), wie Vorder-, Hinter-, Deckelhose (dazu Deckel, Hosendeckel, noch andere Teilbezeichnungen?), Leder-, Zeug-, Bockhose; Schwimm-, Schul-, Arbeits-, Überhose; Männer-, Buben-, Kinder-, Bauern-, Soldatenhose; Winter-, Sommer-, Sonntags-, Firm-, Hochzeits-, Brauthose (= Hose des Bräutigams?); Unhose; Hosenspanner, -strecker, Hosenhaut (Tierhaut, für Hosen zubereitet), Hosenzitterer (ängstlicher Mensch), -lotterer (ausgelassener Mensch), -katl, -falter, -naht u. a.; 33. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Bruoch, Büchse, z. B. Bruochhalfter (= Hosenträger), Bruochschneider; 34. Mantel, Radmantel, Rad, Glockenmantel, Mentschikow, Überzieher, Überrock u. a., Bedeutung, Verbreitung dieser Wörter und Sachen, abschätzende Urteile; 35. Redensarten mit Mantel in übertragener Bedtg., z. B. Mantel nach dem Wind hängen; 36. Pelz (als Kleidungsstück), Arten (Pelzjoppe, -rock, -mantel), Schafspelz = Mantel aus Sch., Burnus; Redensarten, wie Wolf im Schafspelz; 37. dahermanteln (Bedtg.!); noch andere Zusammens. mit manteln? 38. noch nicht erwähnte Zusammens. mit Mantel, z. B. Regen-, Wettermantel; 39. Kragen (als selbständiges Kleidungsstück, Auflegkragen, ärmelloser Mantel, Wetterkragen) ; 40. Schurz, Arbeitsschürze, Schurzfell, Fetzen, Arbeits-, Werktags-, Feiertagsfetzen, Fürfleck u. a.; 40a. Benennungen von Teilen des Schurzes, z. B. Schurzband u. a.; 41. sonstige volksübliche Kleidungsstücke (der äußeren Tracht), mit Angaben über Form und Gebrauch (wobei aber Berufskleidung, z. B. des Soldaten, Mesners usw. ausgeschlossen bleibe).

41 / D

 1. Tasche (Bedeutungen! im Sinne von ,Kleid(er)tasche‘ in der Mundart üblich? Tasche zum Umhängen, in der Hand zu tragen, Dachdeckungsmaterial, ein Gebäck [nur in Zusammens.?], Frauenzimmer, vulva), Verkl. (Bedeutungen); 2. Sack (= Kleidertasche und sonst ,Behälter‘, mit Ausnahme der Bedeutung als ,Maß‘), Verkl. Säckel (gesprochen Sackel), Bedeutungen! 3. Seckel (Börse), in der Mundart üblich? 4. Kalier, Kaler, Kalewatsch (Geschl., Betonung, Bedtg.), Zusammens., wie Bettelkaler; 5. übliche eigenschaftswörtl. Verbindungen, wie luckete, tiefe, weite (Redensarten!), bauchige Tasche (Sack) usw.; gibt es besondere Namen für hintere, vordere, seitliche Tasche u. ä.? 6. zeitwörtl. Verbindungen, wie Tasche, Sack vollstopfen (Sack steht wegher u. ä.), in die Tasche schubsen, Hand in der Tasche haben, halten (Redensarten), ballen, mit dem Geld im Sack klimpern, scheppern (tut man es, wann der Kuckuck ruft? zum ersten Male ruft?) u. a.; Tasche, Sack ein-, ausschneiden (gerade, schief), einhinmachen, -nähen u. ä.; 7. Redensarten mit Tasche, Sack in übertragener Bedtg., wie auf seinen Sack schauen, in seine Taschen hineinwirtschaften, einem in die Tasche steigen, in der Tasche liegen, grober Sack (= gr. Mensch) u. a.; 8. Bezeichnungen für Teile der Tasche, z. B. Überschlägel; 9. Taschner; 10. kommt taschet vor? 11. sacken, einsacken, säckeln, ein-, aussäckeln; 12. Zusammens. mit Tasche, an, zweiter Stelle, z, B. Rock-, Joppen-, Hosentasche usw., Manteltasche, Leinwand- (leinene), Ledertasche u. a., Brust-, Flügeltasche (wo?), besondere Bezeichnung für Tasche an: der Hüfte? Einknöpftasche, Schmugglertasche, Bettlertasche u. a., Geld-, Uhrtasche, Reise-, Schultasche u. a., Dach-, Ziegel-, Schiefer-, Glastasche, Zwetschkentascherl (Speise); Plaudertasche u. a.; 12a. an erster Stelle, z. B. Taschenuhr, -messer, -geld u. a., Taschenbarchent, -gradel, -leder, Taschendieb, Taschenmacher, Taschelmacher (Vater, der nur Mädchen hat?) u. a., Taschenformat (üblich?); 13. Zusammens. mit Sack, an zweiter Stelle: z. B. Rock-, Joppensack usw., Leinwandsack (leinener) usw., Bettel-, Waidsack u. a., Geld-, Mohl-, Tränensack usw., Reisesack u. ä., Plumpsack (Spiel, Beschreibg.) u. a., 13a. an erster Stelle: z. B. Sackleinwand, -barchent u. a., Sackuhr, Sacklaufen (Beschreibg.), sackgrob u. a.

42. Fragebogen: Bewegung (1)

42 / A

 Ausdrücke für Bewegung im allgemeinen. 1. Werden, als selbst. Zw., Formen, auch Befehlsform; ‚entstehn‘, ,geboren werden‘; 1a. ‚sich entwickeln, gestalten‘, ‚in etwas übergehen‘, alleinstehend, z. B. er wird, Fügungen mit (da)mit, (dar)aus, (da)zu, in persönl. und unpersönl. Gebrauch (es, er wird -, mir wird -); 1b. werden, als Hilfszw., Formen (abweichend von 1? z. B. worden, statt geworden?); verbunden mit Nennform eines anderen Zw., z. B. er wird gehen, sterben, wirst du's lassen! Zukunftsbedeutung? ist die Form würde (mit einer Nennform) üblich (z. B. ich wur, wuret -)? was bedeutet solche Umschreibung? 1c. verbunden mit Mittelwort der Gegenwart, z. B. er wird laufend, sie sind raufend worden (andere Beisp.!), Bedeutung solcher Verbindung! 1d. mit Mittelwort der Vergangenheit: der N. wird gewählt, wird gewählt werden, würde gew. werden, ist gew. worden - sind solche Umschreibungen der leidenden Form üblich? 2. Zusammensetzungen: aus-, (d)er-, ver-, hin-, inne-, überwerden u. a. 3. geraten (hier aber nur im Sinne von ‚werden‘, ‚sich entwickeln‘ u. ä., nicht von ‚entraten‘, ,entbehren‘), Verwendungen, z. B. gut g., an einen g., es gerät mir u. a. 3a. Zusammens.: angeraten, z. B. einen a. ‚ihm schaden‘; vergeraten; zusammen-, auf- (aus-, durch-)einander geraten; noch andere? Ableitungen: 4. gerätig (üblich?), 5. angerätig (ångrādė, ånkhråtig), 6. Angeräte, 6a. Angerätigkeit; 7. mißraten (üblich?); 8. mißrätig, -rätlich; 9. Mißrätigkeit; 9a. andere, noch nicht genannte Ableitungen; 10. bewegen, wie weit gebräuchlich? wie ausgesprochen? Zusammensetzungen? Ableitungen: 11. Bewegung, 12. beweglich; 12a. andere Abltgen. und Ausdrücke gleicher oder ähnlicher Bedeutg., z. B. alert; 13. gehn, Abwandlung in Gegenwart (i gē usw.), Mitv. (i gengat, gingat usw.), Mittelw. (gangen), Nennform (gēn, gean, göin usw.); in welchen Formen tritt Ersetzung durch (oder Nebengebrauch von) gangen, gengen ein (z. B. gengama für gema)? 13a. für sich allein gebraucht: der geht! (versteht das Gehn), gehn lernen; im Gegensatz zu fahren, reiten usw.: zum Gehn braucht man 3 Stunden; übertragen: die Uhr, Mühle, Werkel, Wind, Zeit geht, Teig geht, der Atem ist nur so gegangen, die Ware geht, der Rock geht noch, es geht, jetzt geht's!, muß gehn, wird schon g., das geht (doch dengerscht) nicht, wenn's nur gienge, wie es geht und steht, wie's kommt, so geht's; g. = ,fortgehen‘, ich geh jetzt, er ist gegangen (= fort); abgeschwächt: (geh,) geh! aber geh! gengens! geh, was du nicht sagst! geh, hör auf! geh, komm usw.; 13b. den Weg, seinen Weg, die Straße, einen (seinen) Gang gehn, g. wir noch einen (Tanz), einen kleinen Schritt, eine Meile g., Schritt g. u. a.; 13c. die Hand geht mir (= zittert); 13d. mit Ziel-, Ortsangabe durch Umstandswörter: z. B. wo gehst hin? (scherzh. Antworten!), fort-, weitergehn; durch Vorwörter (mit und ohne Artikel, was man beachte!), eigentlich und übertragen: an die Arbeit, das Wasser geht bis an die Brücke, ans Leben, an den Hals gehn u. a.; aufs Land, die Weide, die Jagd, den Markt, das Gericht, auf einen (etwas) gehn, es geht auf mich, auf Bessere, auf meine Kosten, aufeinander gehn (,passen‘) u. a.: aus dem Weg, Licht, Leim g. u. a.; durch dick und dünn, der Bach geht durch ... , der Faden geht nicht durch das Öhr, es geht mir durch den Kopf u. a.; gegen Berg, Tal, gegen das Gewissen, die Hand, den Strich u. a.; in die Erdbeeren, die Arbeit, die Fabrik, den Wald (= Holzknecht sein), in Dienst, die Schwemme, das Fenster geht in den Hof, er geht ins zwölfte, ins Geld, in die Ähren, in die Höhe, ins Zeug u. a.; nach Brot u. a.; über Land, über den Spaß, die Hutschnur, mein Vermögen, über einen, Probieren geht über Studieren u. a.; um (ein) Wasser, ums Leben, um den Bart, das Maul u. a.; unter Segel u. a.; Sehen geht vor Hören u. a.; wider den Strich u. a.; zu Bett, zur Leiche, zum Advokaten, zu den Menschern, zum (auch: gen) Opfer g. (auch bloß: Opfer-gehn?), zum Teufel, zu Leibe, zu Rat, Grund, Herzen, der Weg geht zu ... u. a.; 13e. heim-, Schu1e-, Kirchen-, Bett-gehn u. a.; 13f. betteln gehn, spazieren g., suchen g., beichten g., karten g., pransen g. u. a.; 13g. mit Angabe von Begleitumständen: recht, krumm, einwärts, ebenaus, abwärts gehn; es geht gut, so halbwegs, beim mittlern Ort, schief; es geht wie geschmiert, gehext, wie es will, es geht mir gut u. a.; die Orgel geht schön, das Lied geht (= lautet) so und so, unsere Spritze geht höher; sicher gehn, verloren g., futsch g., kaput g., tscharre g.; mit einem Kinde g. (= schwanger sein), sie geht mit dem und dem (,hat Umgang mit‘), im Galopp g., in Gedanken g., zu Fuß g.; das Schloß geht nicht zum Zumachen u. a.; 13h. groß-, schwarz-, frei-, los-, fehl-, falsch-, irre-, müßiggehn und andere solche Zusammenrückungen; 13i. gehn lassen: die Pferde, die Dinge, laß das g., gehn's lassen's das gehn (= Sie brauchen nicht zu zahlen), einen g. l. (= farzen), er läßt alles g., unter sich g. u. a.; 13k. er ist gegangen worden; 13l. es geht sich (gut, schlecht); 14. abgehn, Blut, Farbe usw. geht ab, im Abgehenden (Mond), du gehst mir ab u. a.; 14a. Abgang, Abgänglein; 15. angehn (‚geraten an‘, ‚betreffen‘, ,anfangen‘, z. B. werde angehn zahlen, ‚berühren‘, ,sich verstopfen‘, das Angehende, einen um etwas ang.); 15a. Angang (Aberglaube!); 16. aufgehn (Türe, Messer, Sonne, Milch, Teig, Knopf, Schalen der Nuß usw., einen Schuh = verbrauchen, viel geht auf = wird verbraucht, den Fuß, sich aufg., jemand aufg. = erwischen; aufgehn lassen); 16a. Aufgang, Wendungen, z. B. gen Aufg.; 17. ausgehn (Magd, Haare, Farbe, Vorrat, Rechnung usw., einen Weg, es geht sich [sich mir] aus; ausg. lassen); 17a. Ausgang (Wendungen!); 17b. Ausgeher (auch -erin?); 18. begehn (die Grenze, eine Sünde); 19. durchgehn (Wendungen, durch-und-durch g., auch: die Sohle d. usw.); 19a. Durchgang; 19b. Durchgeher, -gänger; 19c. durchgeherisch; (Fortsetzung folgt).

43. Fragebogen: Bewegung (2)

43 / A

 20. (d)ergehn (jemand, einen Schuh, ich kann’s nicht dergehn; ‚zergehn‘, auch ‚zergehn lassen‘?); 21. ein-(in-)gehen (Geld, ‚schrumpfen‘, ‚getäuscht werdenf‘, zur ewigen Ruhe eing., aus-und-eing., scherzh. Wendungen); 21a. Eingang; 22. für-, vorgehn (es geht mir etwas vor, fürsich g.); 22a. Für-, Vorgang; 22b. Vorgeher; 23. voran-, voraus-, vorbei-, vorübergehn; 24. hergehn (‚herkommen‘, ‚vor sich gehn‘, auch: jemand, etwas hergehn); 24a. Hergang; 25. abher-, aufher-, ausher-, danher-, einher-, fürher-, nachher-, nebenher-, umher-, wegher-, zuher-, zurückhergehn; 26. hingehn (auch: jemand hing.), hin-und-herg.; 26a. Hingang (veraltet?); 27. ahhin-, aufhin-, aushin-, danhin-, einhin-, fürhin-, nachhin-, umhin-, zuhin-, zurückhingehn; 28. hintergehen, hintersich g.; 28a. Hintergang; 29. nachgehn (es geht mir nach, die Uhr g. nach); 30. nebenausgehn; 31. niedergehn; 31a. Niedergang (üblich?); 32. übergehn (Häferl, Milch, der Tote geht über [Bedtg.!], ich geh über [vor Zorn], auch: jemand, etwas überg.; man beachte den Unterschied: überg. und übergéhn!); 33. Übergang, -gänglein; 34. untergehn; 34a. Untergang; 35. umgehn (‚herumg.‘, ‚spuken‘, ,mit der Prozession gehen‘, ,fensterln‘, das Umgehende, um-und-um-g.); 35a. Umgang; 35b. Umgeher; 36. vergehn (‚irreg.‘, sich vergehn, sich mit jemand gut v.); 37. weggehn; 37a. Weggang; 38. widergehn; 38a. Widergang; 39. zergehn; 40. zugehn (auf jemand; ‚sich schließen‘, ‚sich abspielen‘, ‚untergehn‘); 40a. Zugang; 40b. Zugeherin, Von-und-Zugeherin; 41. zurückgehn; 41a. (Zu-) Rückgang; 42. zusammengehn (Milch, vor Alter, Hunger; ein Paar); 43. daran-, darauf-, darein- (drein-und-drein-), darunter-und-darüber-, dazugehn; 43a. Daraufgänger; 43b. daraufgeherisch; 43c. Daraufgeherei; 44. andere Zusammens. mit gehn: z. B. Gehschule, -stecken, -werk, Gehwégtag; 45. Gang (insoweit das Wort und seine Zusammens. einen Raum des Hauses bedeuten, wird es später abgefragt), einen G. haben, machen, sich machen, aus jedem G. zwei machen u. a.; Verkl.: Gänglein; 46. Zusammens. mit Gang, soweit nicht schon abgefragt: Fort-, Buß-, Kirch-, Verseh-, Krebs-, Stuhl-, Scheißg.; ist Urgang üblich?; Gangsteig, Gangsteigtörl (,keifendes Weib‘), Gangwerk; 47. gäng, ungäng; 47a. (un)gängig; 47b ein-, zugängig (-lich), vergänglich; 48. gängel; 48a. gängeln; 49. gangbar; 50, Geher (üblich? z. B. ein guter G.); 50a. Zusammens., soweit noch nicht erwähnt: z. B. Bett-, Fußgeher, Umgeheramt; 51. Geherei und etwaige Zusammens.; 51a. Gegehe (üblich?); 51b. Gehecht (üblich?); 52. Gänger (üblich?); 52a. Zusammens.: Vor-, Fuß-, Wald-, Unter-, Reis-, Kirchen-, Kostgänger; ist Sachsengänger üblich? Bedtg.? 53. gengen = gehen machen, z. B. Schmalz gengen; Zusammens.? 53a. noch nicht genannte Ableitungen von gehn, Gang. 54. kommen, Abwandlung (auch der Gegenwartsformen), im Folgenden sowohl die eigentlichen Bedeutungen (her-, hingehn u. a.), als die übertragenen (geraten, gelangen, gebracht, versetzt werden, geschehen u. a.) zu berücksichtigen! 54a. für sich allein: z. B. der Vater kommt! Tag, Nacht, Zeit, Schlaf, Gelegenheit, Saat usw. kommt, jetzt kommt die Kreuzung (= kommt man zur Kr.), komm (nur)! komm, laß gut sein! mit Zeitangabe: z . B. ich komme schon, gleich, das kommt zuerst, hernach, jetzt kommt's! es kommt über Nacht; mit dem 3. Fall: z. B. ich werde dir k.! er soll mir nur k.! einem fein k., mir kommt der Gedanke, mir k. es (schnell); Formel mit und: z. B. da kommt einer und sagt ... , er soll mir nur kommen und (sagen, verlangen usw.); 54b. mit Ziel-, Ortsangaben durch Umstandswörter: z. B. wo ist das hingekommen? weit, weiter-, fortk.; (,geschehen‘:) woher kommt das? es (er) kommt davon, dadavon, dazu, daher, daraus, darauf, daran, dahin, daß ... (wenn ...); durch Vorwörter: an die Sonne, die Reihe k., komm mir nicht an die Wunde u. a.; auf die Welt, den Gedanken, den Grund, den Hund, die Schliche, die Kosten, den Geschmack, die Jahre, die Gant; auf mich k. die Hälfte, es k. auf eins hinaus, auf gleich; es k. auf mich u. a.; aus dem Haus, dem Wasser, der Fassung, dem Sinn, dem Ärgsten, den Schulden, den Jahren u. a.; hinter einander, hinter die Schliche u. a.; in den Weg, Wurf, Sinn, ins Gehege, die Enge, den Mund der Leute, nicht in die Stiefel, in die Jahre, die Wochen, in (die) Wut, in Schwung, Zug, Gang, ins Unglück; (,gebracht werden‘:) das k. ins Feuer, er k. ins Loch, u. a.; einem mit etwas k., z. B. komm mir nicht mit solchen Dummheiten; über einander, übers Wasser, es kommt über mich u. a.; um etwas (,es verlieren‘, ,es holen‘); unter Dach, unter der (die) Hand, unter einander; (,gebracht werden‘:) unter den Hammer, Geld unter die Leute u. a.; vom Fleck, Bett, von dort k. nichts Gutes; (,gebracht werden‘:) von Hab und Gut; (,geschehen‘:) das k. von der Ungeduld u. a.; vor (die) Augen, vor(s) Gericht u. a.; zu Ohren, zum Vorschein, zur Vernunft, zu Schaden, Hilfe, zu gute, zu stande, zu recht, zu kurz, zu sich; es kommt zum Stehen, zum Schuß, zu Ehren, zum Prozeß, der Brand zur Wunde; (,gebracht werden‘:) er k. zum Militär u. a.; 54c. heimkommen; 54d. mit Zw. in Nennform: z. B. komm tanzen, ihn abholen; das kommt teuer, auf 10 Kr. zu stehn (auch bloß: kommt teuer, auf 10 Kr.), wir k. noch darauf zu reden, er ist mich (zu) fangen kommen (,konnte mich f.‘), er k. schon bald nimmer recht zu gehn, ich komme nie in die Stadt zu gehn; er k. zu stehn, zu lauten; 54e. mit Angabe von Begleitumständen: z. B. grob, schlau k., kommt (mir) wie gerufen, gerade recht, gelegen, es kommt so, kommst du mir so, mit Vorwürfen, es kommt so, wie es k., wie k. es? zu Fuß; 54f. hoch-, schwarz-, losk. u. andere solche Zusammenrückungen; 54g. mit Mittelwörtern: z. B. singend k., gelaufen, geritten usw. k.; 54h. kommen lassen; 54i. anstatt ,werden‘: z. B. das kommt gesotten, gebraten, Soldat kommen; 55. abkommen (von, über, um etwas, in einander); das Abkommen; 55a. Abkunft; 56. ankommen, an einen (auch bloß: einen), es k. mich (mir) hart an, es k. an auf ..., mir darauf an u. a.; 56a. Ankunft; 57. aufkommen (z. B. der Kranke, der Diebstahl); 58. auskommen, das Ausk.; 58a. Auskunft; 59. bekommen (üblich?), etwas; auch: es bekommt (mir)? 59a. beikommen; 60. durchkommen; 61. einkommen, das Eink.; 61a. Einkünfte; 62. verkommen (was verkommt?); 63. für-, vorkommen, ich k. vor, mir k. vor u. a.; 64. voran-, voraus-, vorbei-, vorüberkommen; 65. herkommen, das Herk.; 65a. Herkunft; 66. abher-, aufher-, ausher-, danher-, einher-, fürher-, nachher-, umher-, zuherkommen; 66a. Herabkunft, auch Abherk.? und andere Ableitungen von 66? 67. hinkommen; 67a. Hinkunft (üblich?); 68. abhin-, aufhin-, aushin-, danhin-, einhin-, fürhin-, hinterhin-, nachhin-, überhin-, umhin-, zuhinkommen; .68a. auch Abhinkunft? u. andere Ableitungen von 68? 69. hinterkommen (Betonung! Bedeutung!); 70. niederkommen; 70a. Niederkunft; 71. überkommen (Betonung!), z. B. mit einem (‚es aushalten‘); 72. übereinkommen, das Ü.; 72a. Übereinkunft; 73. unterkommen (Betonung!), das U.; 73a. Unterkunft; 74. umkommen; 75. wegkommen; 76. zerkommen; 77. zukommen; 77a. Zukunft; 78. zusammenkommen, (auch: einen z.); 78a. Zusammenkunft; 79. noch andere Zusammens. mit kommen, z. B. wiederk. u. a.? 79a. mit -kunft, z. B. Wiederkunft u. a.? 80. Abltgen., z. B. kömmlich; 80a. abkömmlich, unabk. (Kriegswort?); 80b. ankömmlich; 80c. bekömmlich; 80d. noch andere Zusammens. mit kömmlich? 81. vollkommen (Betonung!); 82. willkommen (Betonung!); 82a. gottwillkommen (Aussprache, Verbindungen); 83. künftig; 83a. zukünftig, der (die) Zukünftige; 83b. hinkünftig; 83c. hinterkünftig, Hinterkünftiger; 84. Kommerei und etwaige Zusammens.; 84a. das Gekommecht; 85. noch nicht genannte Ableitungen von kommen, Kunft, auch gleichbedeutende Ausdrücke.

44. Fragebogen: Bewegung (3)

44 / A1

 (Bewegung im allgem., Fortsetzung.) 1. fahren, Formen, ‚sich an einen Ort hin bewegen‘, besonders ,sich rasch bewegen‘, ‚reisen‘, mit Art- und Ortsbestimmungen: z. B. an etwas (,anstoßen‘), auf die Alm, aus der Hose, auseinander, mir fährt durch den Kopf, Blitz fährt in ... , fahr mir nicht ins Gesicht, mit dem Löffel in die Schüssel, in die Beine, Glieder, in die Kleider, mit der Hand übers Gesicht, übers Leberl, den Rücken, über Land, von der Alm, zum Bären (d. h. die Sau zum Eber treiben), zu Berg, zu Acker; die Wolken, Nebel, Hexen fahren (mit Ortsbestimmung?); 1a. ‚zu Wagen fahren‘ (im Gegensatz zu gehn, reiten; oder wird reiten auch im Sinne von ‚zu Wagen fahren‘ gebraucht?), alleinstehend, z. B. geh du, ich fahre; fahren wir, Euer Gnaden! (Fiakerformel; andere!); ich fahre (= f. weg); mit Art- und Ortsbestimmungen: zweispännig, gut (auch bildlich!), flott, täumisch, wild, wie der Teufel, umgekehrt ist auch gefahren, zur Mühle, ins Heu; ohne Vorwort: Kirch(en)-fahren; 1b. ‚fuhrwerken‘; 1c. Schiff-, Schifflein-, Schinakel-, Wägelein-fahren u. ä.; 1d. fort-, weiter-, heim-, weg-, wegher-, los-, schwarz-, freifahren u. ä.; 1e. mit Nennform: einkaufen fahren u. a.; 1f. fahren lassen; 1g. = ‚führen‘; z. B. das Korn auf die Tenne fahren; 1h. fahrend (in besond. Bedtg.?), fahrendes (Gut), der fahrende Schuster (Bedtg.!); 1i. etwaige andere Verwendungen; 2. Fahrer (Person, die fährt, Fuhrmann, Flößer, auch ,rasche Bewegung‘: einen F. tun); 3. Fahrt (= Fuder?), Färtlein (auch ‚Bürde‘?), kommt auch die Fert vor? (= Fuhre, Bürde?); 4. abfahren (von der Alm, ‚sterben‘, Wendungen wie fahr ab!); 4a. Abfahrt (und Zusammens.); 5. anfahren (‚zu f. beginnen‘, ‚anstoßen‘, etwas, jemand anf.); 5a. Anfahrt; 6. auffahren (auf etwas mit Wagen usw., auf die Alm, in den Himmel, die Höhe, ‚festlich vorfahren‘, ‚zu fahren aufhören‘); 6a. Auffahrt u. Zusammens.; 7. ausf. (mit Wagen, mit der Hand beim Schreiben, dem Arm [‚ausholen‘] u. a.); 7a. Ausfahrt; 7b. Ausfahrets; 8. befahren (üblich? Aussprache?); 9. (d)erfahren (‚zu Ende f.‘, ‚durch F. zugrunde richten, übertreffen‘, ,in Erfahrung bringen‘); 9a. erfahren, (unerfahren) als Eigenschaftsw.; 9b. Erfahrung, -nis; 10. durchf. (Betonung!), durch ein Grundstück (Bräuche! Rechte!) u. a.; 10a. Durchfahrt; 11. einf. (auch vom Almvieh, über fremden Boden heimf., ein Stück mit dem Pflug, beim Mähen, in Bergmannssprache, gut eingefahrenes Pferd); 11a. Einfahrer; 11b. Einfahrt (auch Heimfahrt über fremdes Gelände); 12. für-, vorfahren (links, rechts [was ist Vorschrift?], scherzhafte Wendungen); 12a. Vor-, Fürfahrer; 12b. Vorfahrt, Vorfahrtsrecht; 13. herf. (Richtungsausdrücke, ‚Wagen, Pferd, Straße abnützen‘, jemand h. = im Fahren übertreffen u. a.); 13a. Herfahrt; 14. abher-, aufher- (z. B. beim Messen), ausher-, danher-, einher-, fürher-, umher-, zuherfahren; 15. hinf. (auch: jemand hinf.); 15a. Hinfahrt; 16. abhin-, aufhin-, aushin-, danhin-, durchhin-, einhin-, fürhin-, hinterhin- (z. B. beim Messen), nachhin-, überhin->, umhin-, zuhinfahren; 17. nachf. (auch: etwas n.); 17a. Nachfahrer; 18. niederf.; 19. überf. (Betonungen! er fährt über, er überfährt), z. B. über ein Grundstück (Volkskundliches!); bedeutet es auch ‚widerfahren‘? ‚übertreten‘? 19a. Überfahrer; 19b. Überfahrt, Überfahrtsrecht; 20. umf.; 20a.Umfahrer; 20b. Umfahrt; 21. unterf. (Betonungen!); 22. verfahren, sich verf. (auch: ‚mit etwas vorgehn‘?); 23. widerf.; 24. zufahren (auch in übertrag. Bedtg.?); 24a. Zufahrer (almrechtlich, Bergmannsspr., Hausfreund); 24b. Zufahrt; 26. zurückf. (ist auch retourfahren üblich?); 25a. Rückfahrt (auch: Retourfahrt?); 26. zusammenf.; 27. daran-, darauf-, darein-, darunter-, darüber-, dazufahren; 28. noch nicht genannte Zusammens. mit fahren (z. B. Fahrgeld, -weg, -gelegenheit), 29. mit Fahrer (z. B. Schnell-, Teufels-, Land-, Urfahrer), 30. mit Fahrt (z. B. Himmel-, Höllen-, Schlitten-, Post-, Naufahrt); 31. die Fare, Far, wilde Fare, das Gefare, wilde G.; 3la. Nachtfar (Bedtg.!), Ein-, Aus-, Urfar (auch Ortsname?), noch andere Zusammens. ? 32. farig, färig und Zusammens. (z. B. über-, willfärig); 33. Fahrnis und Zusammens. (z. B. Haus-, Baumannsf.): 34. Fuhre: ‚das Geführte‘, Fracht, Beförderung (auch mit Schiff?), Fahrgelegenheit, eine F. fahren, aufnehmen, übernehmen, finden; übertragen: eine F. Brot essen, eine F. Grobheiten; auch gleichbed. mit ‚Fuder‘? 34a. in der Bedtg. ‚Benehmen‘, der hat eine tolle Fuhr; 34b. in der Bedtg. ,Gang‘, ,Fährte‘. [Die Bedtg. ‚Futter‘ wird später abgefragt.]; 35. Zusammens. mit Fuhre in dessen Bedtg. Nr. 34: z. B. Ab-, Aus-, Durch-, Ein-, Her-. Hin-, Nach-, Rück-, Über-, Zufuhr, Hand-, Ochsen-, Holzfuhr u. a., Fuhrlohn, -fahren, -ferter u. a. [Fuhrmann, -werk später abgefragt!], 35a. in der Bedtg. 34a: z. B. Un-, Höllenfuhr, 35b. in Bedtg. 34b: Wildfuhr (= ,Wildgang‘); 36. Geführ; 37. fuhren (,eine Sache handhaben‘) und Zus.: (d)erfuhren ,etwas zustande bringen‘; 38 Fuhrung ‚Fuhr‘; 39. geführ (-ig), fuhrlich, abführig, ungeführt (,ungeschickt‘, ,unhandlich‘), und andere Ableitungen; 40. führen, z. B. Lasten, Stroh usw.; 40a. = ‚leiten‘, ‚Führer sein‘, gut, schlecht f., ein Mädel zum Tanz, die Zügel, das Regiment, den Hammer f.; übertragen: Prozeß, Geschäft, Kassa, Ware usw.; 40b. ohne Objektsausdruck: z. B. der Weg führt nach ..., das führt nicht zum Guten, wo wird das hin f.! u. a.; 40c. heim-, weg-, fort-, irre-, vollführen; 41. Führer (‚Anführer‘, militär. Grad, Bergführer, besonderer Knecht u. a.), Führerin (‚Leitkuh‘?); 42. Führung (auch in der techn. Bedtg. bei Werkzeugen, Maschinen); 43. Führerei, Führet(e); 44. abführen (= wegf., abliefern, -fertigen, Durchfall haben, D. erzeugen u. a.), das Abf. (Gegenmittel!); Abführmittel (Nennung von solchen!); 45. anf. (= Anführer sein, anleiten, durch Zufuhr anhäufen, jem, betrügen); 45a. Anführer; 46. auff., sich auff.; 46a. Aufführer; 46b. Aufführung; 47. ausf. (= hinausf., entwenden, begleiten, z. B. sein Mädel, durchführen, auch bespötteln?); 47a. Ausführung; 48. (d)erführen; 49. durchf. (durch einen Ort; übertragene Bedtg.); 49a. Durchführung; 50. einf. (Getreide, in ein Geschäft, in Arrest; auch übertragene Bedtg.?); 50a. Einführung; 51. herf.; 52. abher-, aufher-, ausher-, danher-, einher-, fürher-, hinterher-, umher-, zuherf.; 53. hinf.; 54. abhin-, aufhin- usw. (vgl. Nr. 52) -führen; 55. hinterf. (= zurückf., einen Türriegel, jemanden; Betonung!); 56. nachf; 57. niederf.; 58. überf, (von einem Ort zum andern, z. B. eine Leiche, ‚durchführen‘, ,abnützen‘, z. B. ein überführter Wagen, ‚betrügen‘, ‚überfahren‘, 'Betonung! u. a.); 58a. Überführer; 58b. Überführung; 59. umf.; 60. verf. (= wegf., in die Irre, einen Weg, auseinanderf., unterschlagen, zerstören, verleiten); 60a. Verführer; 60b. Verführung; 60c. verführerisch; 61. widerf.; 62. zuf. (= hinzuf., zum Stier u.a.), 62a. Zuführer; 63. zurückf.; 64. zusammenf.; 65. daran-, darauf-, darein-, darunter-, darüber-, dazuf.; 66. noch nicht genannte Zus. mit führen (z. B. zerführen), 67. mit Führer: z. B. -tschako, -lohn, -zeugnis u. a., Berg-, Buch-, Bier-, Rädelführer u. a., 68. mit Führung, Führerei.

45. Fragebogen: Bewegung (4)

45 / A2

 (Bewegung im allgem., Fortsetzung] 1. schreiten, Formen, Verwendung (Unterschied von gehn?); 2. Zusammens.: ab-, aus-, durch- (Betonung!), ein-, überschreiten; andere; 3. Ausschreitung (üblich? andere Ausdrücke dafür ?), Überschreitung (üblich?); andere solche Ableitungen? 4. Schritt (Lautung: i ? oder ie [Doppellaut]?), übliche Verbindungen mit Eigenschaftswörtern, übertragene Bedtg.? 5. Zusammens.: Laufschritt (Ausspr.!), Schrittschuh (üblich?), -maß, -macher u. a.; 6. schritten, schritteln und Zusammens.: z. B. abschritten (auch -schrittnen?), ausschritten; 6a. noch andere Ableitungen von Schritt? 7. treten (treden, tretten), Formen, Wendungen, Bedtgen. (auch in geschlechtlichem Sinne); 8. Zusammens.: ab-, an-, auf-, aus- , be-, (d)er-, ein-, her- (auch ausher- usw.), hin- (auch aushin- usw.), um-, ver-, zertreten, Tretrad u. a.; 9. Treter (Bedtg.!), Vertreter; 10. der, das, die Tret(t) und Zusammens., z. B. Trettmist; 11. Tritt (Aussprache!), Bedeutungen, Wendungen; 12. Zusammens.: Ab-, An-, Auf-, Aus-, Ein-, Zutritt, Fuß-, Hennentritt, Trittrad u. a.; 13. Trittel; 14. tritteln, tretteln, ‚trippeln‘; ]5. noch andere Abltgen.? z. B. Trittling; 16. stapfen (wie unterschieden von treten?) und Zusammens.; 17. der Stapf(en), im Sinne von ‚Tritt‘, und Zusammens. (Fuß-); 18. Gestapf; andere Abltgen.? (Stapfel, Staffel wird später abgefragt); 19. wandern; 20. Zusammens.: ab-, aus-, ein-, her-, zuher-, zuwandern, Wandersmann, -bursch, Wanderzeit, -tag, -jause, -buch u. a.; 21. Ableitungen: Wanderer (üblich?), Wanderschaft, Wanderung (und Zusammens.: z. B. Aus-, Ein-); andere Ableitungen? 22. wandeln ‚einhergehn‘, auch ‚verwandeln‘? ‚ersetzen‘? ‚begehn‘? (wandeln, Wandlung als Teile der Messe später! auch wändeln, beim Kegelschieben, ist hier nicht zu nennen); 23. verwandeln; 24. andere Zusammens.? (z.B. aufwandeln?); 25. Wandlung, Ver-; 26. Wandel und Zusammens., z. B. Lebens-, Sonnenwandel (= Heliotrop), Beiwandel (üblich?); 27. wandelbar, Wandelbarkeit; andere Ableitungen? 28. streichen (= dahin-, umherziehen, schlagen, anstreichen, wetzen), Formen; 29. Zusammens.: z. B. ab-, abhin-, an-, auf-, aus-, be-, ein-, heraus-, über-, unter-, ver-, wegstr.; Streichholz, -baum, -model, -zeit, -riemen; 30. Streicher, Streicherlein (,Zündholz‘) und Zusammens., z. B. An-, Auf-, Landstreicher; 31. Strich (Weg, Lauf, Richtung, Maß, das durch An-, Bestreichen Erzeugte), Wendungen, z.B. wie der Str. geht, jem. auf dem Str. haben; 32. Zusammens., z. B. Feder-, Dächsen-, An-, Aufstrich (üblich?); strichweis, Strichzeit; 33. Ableitungen, z. B. stricheln; 34. streichen (gesprochen stroa-, stra-), Formen, Bedtg., a Gstroachter; 35. Zusammens., z. B. ab-, aus-, durchstr.; 36. Ableitungen, z. B. streicheln; 37. Streich (gespr. Stroach, Strach, Mz., wird in Zapfenstreich ,ei‘ [- nicht ‚oa‘ -] gesprochen?), Bedtg., Wendungen, z. B. auf d. Str. (= sofort), alle Str. (= stets), zum Str. kommen; 38. Zusammens., z. B. Glocken-, Handstreich; 39. reisen, Bedtgen. (auch ,eilig gehen‘, ,sich entfernen‘, z. B. da bin ich gereist!, reisend werden = sterben u. a.); 40. Zusammens., ab-, aus-, ver-, zu-, zuherreisen, rockenreisen u. a.; man beachte auch Bildungen wie ein Zugereister; 41. Reise; 42. Zusammens., Ab-, Aus-, Heim-, Nacht-, Rockenreise u. a.; Reisegeld, -truhe, -kappe, -kofferl u. a.; 43. Ableitungen, wie Reiser (und Zusammens., z. B. Vorreiser, auch -reisel?), Reisung, Reiserei, Gereisecht (Bedtg.!), reisig; andere? 44. tun und Zusammens., in denjenigen Verwendungen, wo es reisen bedeutet: z, 13. nach Passau, auf Wien tun, abhintun, in die Stadt einhintun, auch ohne besondere Zielangabe, z.B. ich tu einhin u.ä.); 40. sonstige Ausdrücke für ‚reisen‘? z. B. stromen, Stromer (mit welcher besonderen Bedtg.?), kommt zogen = ,reisen‘ vor? 46. sonstige Ausdrücke für die Vorstellungen ‚gehn‘, ‚wandern‘, soweit nicht besondere Arten des Gehns (z. B. langsam, rasch, schwerfällig usw.) dadurch ausgedrückt werden; kommt z. B. zugehn in der einfachen Bedtg. ‚gehn‘ vor? (Marsch, marschieren, wallfahrten, pilgern wird später abgefragt); 47. regen (Gebrauch!) und Zusammens., z. B. an- (?), auf-; 48. Ableitungen: Regung, Aufregung; andere? 49. rigeln (in der Bedtg. ,bewegen‘, ,rütteln‘), sich r., (auch rickeln? riggeln?), auf-, ein-; 50. rigelsam; 51. rogel, roglich, -lecht; 52. rogeln, roggeln und Zusammens.; 53. recken und Zusammens.

45 / B

 (schnelle Bewegung). 1. laufen, Formen (auch der Gegenwart, ferner lief, luef, luff, gelaffen, geloffen [feiner?], gelaft u. a.), Bedeutungen (auch ,gehn‘, ,wettlaufen‘, ,läufig sein‘), übertragen: die Gänsehaut, der Brunnen, die Nase läuft, es l. nur so, bei einem Laufenden, im (auf dem) Laufenden, das Laufende, laufend in Krankheitsnamen, laufende Rechnung, Rädel-um-laufen; Verbindungen: heim-, weg-, fortlaufen (das Maul l. ihm fort), heiß, voll l., Spießruten 1., wettl.; närrisch, wie ein Schneider, ein Dieb l.; laufen lassen (auch = harnen); volkstümliche Laufspiele: blind, Sack-, Hosen-, Wasser-, Teller-laufen u. a.; 2. Lauf (auch Luff? Mz.!), Bedtgen. (Bewegung, Räumlichkeit, Körperteil u. a.), Redensarten, z. B. L. nehmen, im L. sein; Laufspiele (soweit nicht schon zu 1 erwähnt); das Läufel; 3. Läufer (auch: Mühlstein, Zwischen-, Markstein); 4. ablaufen (den Weg, Schuhe; Zeit, Teich, Geschwulst l. ab, etwas l. gut ab; abl. lassen; 4a. Ablauf; 5. anlaufen (gegen etwas, ‚sich füllen‘, Finger l. an, Fenster in der Kälte u. a.; anl. lassen); 5a. Anlauf; 6. aufl. (auf etwas, ‚anschwellen‘, es l. mir heiß auf u. a.); 6a. Auflauf; 7. auslaufen (Wein aus d. Faß, ‚spazieren gehn‘, Schiff l. aus, gut ausl. u. a.); 7a. Ausläufer; 7b. Auslauf; 8. belaufen (Ausspr.!); 9. (d)erl. (einen, es); 10. durchl. (Betonung!); 10a. Durchläufer; 10b. Durchlauf; 11. einl. (Wasser, Nachricht, Geld, der Zug u. a.); 11a. Einlauf; 12. herl. (auch: jemanden = einen müde l.; ein Hergelaufener); 12a. Herlauf; 13. abher-, aufher-, ausher-, danher-, einher-, fürher-, umher-, zuher-, zurückherl.; 14. hinl. (auch: einen h.); 14a. Hinlauf; 15. abhin- usw. (vgl. 13); 16. mitl.; 16a. Mitläufer; 17. nachl.; 17a. Nachläufer; 17b. Nachlauf; 18. überl. (Betonung!); 18a. Überläufer; 18b. Überlauf; 19. unterl. (Betonung!); 19a. Unterlauf; 20. uml., um-und-uml.; 20a. Umlauf; 21. verl.; verloffen; 21a. Verlauf; 22. zul.: 22a. Zulauf; 23. zurückl.; 23a. Rücklauf; 24. zusammenl. (auch: ‚gerinnen‘); 24a. Zusammenlauf; 25. darauf-, darein-, dazul.; 25a. noch andere Zusammens. mit laufen? 26. mit Lauf, z. B. Weit-, Wett-, Zeitlauf; Lauffeuer (auch Krankheit), -paß, -brücke, -brett (wo?), -brunnen, -bursche u. a.; 27. mit Läufer, z. B. Schnell-, Wettl.; Läufergeld; 28. Ableitungen: der Läufel, Unterläufel, Läufling (und Zusammens., z. B. Läuflingschwein); läufig (auch vom Menschen?), läuflich, läuftig (und Zusammens.: land-, weit-, welt-, beiläufig u. a., samt deren Ableitungen, z. B. Weitläufigkeit); noch andere? (Fortsetzung folgt.)

46. Fragebogen: Bewegung (5)

46 / B

 29. rennen (Aussprache, Formen), mit und ohne Objekt, auch von der Milch? dem Eisen? dem Holz? ,hinabrutschen‘; rennen wie nicht gescheit u. ä.; das Rennende, Renned(e) ‚Pferderennen‘ (wie weit noch volksüblich?); 30. Zusammens.: ab-, abhin-, abher-, ausher-, aushin-, aufher-, aufhin-, be-, (d)er-, ein- usw.; Rennseil-, -sau, -ferkel, -eisen, -schmiede,· -weg u. a.; 31. der Renn, Renner (Bedtg., Redensarten), Türrenner, andere Zusammens.; 32. das Renn (,Lab‘), Rennsel (üblich?); 33. noch andere Ableitungen? 34. traben, trappen (werden diese Wörter von einander unterschieden?) und Zusammens.; 35. Trab, Trapp (auch lautmalend: trapp trapp); werden die beiden Wörter unterschieden? Zusammens., z. B. Trappgaul, Stechtrab; 36. Ableitungen: trappeln, Traber, träbig, Träbigkeit; noch andere? 37. Galopp, auch K-, Kch-, Wendungen, auch ein Tanz? Zusammens., z. B. Mordsg., Galopphengst; 38. galoppen, -ieren, auch von Personen? die Galoppierende (Krankheit); Zusammens.: z. B. sich vergal., Galoppiergaul; 39. sonstige Gangarten der Pferde, soweit volkstümlich, und ihre übertragene Verwendung, z. B. Karriere (Karre); 40. sonstige Ausdrücke für ,rennen‘, ‚laufen‘, z. B. hutzen, raunen, -äu- (diese beiden nur in Jägersprache?), samt Zusammens. u. Ableitungen; 41. eilen (auch mit anl. h: heilen?), sich eilen (z. B. eil dich usw.), einen eilen; Wendungen; Zusammens.: be-, (d)er-, über-; 42. Eile (in der Eile, das hat keine Eile), Zusammens, wie Eilwagen, -zug, eilweil ‚eilig‘, eilweis; 42a. Ableitungen: Eiler, eilig; 43. sonstige Ausdrücke für eilen, Eile, z. B. strütten, strotten, hurren, rueschen, zeiseln, Schlaun, sich schlaunen, schläunen, schläumen, mit Angabe der Bedeutungsschattierungen, Wendungen, Zusammensetzungen und Ableitungen, wie z. B. Strotter, Zeisler, Zeislerei, keinen Schlaun haben. Man beachte besonders auch Ausdrucke, die die Bewegung nach dem bewegten Kleidungsstück oder Körperteil benennen, wie höseln, hosnen, frackeinen, ferseinen; 44. sonstige Ausdrücke für eilig: schnell, flink (flingg?), husig, funsig, geschwind, rundig, rasch, deidei (in welcher Verwendung, z. B. auch a deideier Bursch ,ein flinker Bursch‘?), nebst Wendungen, Zusammens., Abltgen., z. B. Schnelle, Flinkheit, Geschwindigkeit; 45. mundartl. Entsprechungen für ‚über Hals und Kopf‘, wie gigete-gagete, rapite-kapite. (geschäftig sein:) 46. sich tummeln; wird in dieser Bedeutung auch werben, streben verwendet? auch gaufern? 47. Gschäftelhuber, gschäftelhuberisch; 48. geschäftig, gespadig; andere Wörter dieser Bedeutung? (übereilt handeln:) 49. schnudeln, schuseln, schnebezen, hudeln (mit Zusammens. und Ableitungen, wie z. B. Hudelwerk, Hudlach); andere Zeitw. dieser Bedeutung? 50. schuselig, happelig ‚übereilt‘, Happeler, Happerdidel, Schußbärtel, überhaps u. a. (fliehen) 51. fliehen (Ausspr.! Formen), Verwendung! bedeutet es auch ‚fliegen‘? kommt auch flöchen, -nen vor und was bedeutet es? Zusammensetzungen; 52. Flucht, Zusammens. und Ableitungen., z. B. Schneeflüchten, flüchtig; 53. sonstige Ausdrücke für ,sich aus dem Staube machen‘, ‚durchgehn‘, wie durchbrennen, scheften, schuften (nur in Gaunersprache?), abtschappieren, eschappieren, fetschen, sich zapfen, abpaschen, nebst Zusammens. u. Ableitungen; 54. man beachte auch die mundartl. Ausdrücke der Aufforderung zum raschen Weggehen, wie heb dich! pack dich! (al)awanti! (schwinden) 55. schwinden (Formen!) und Zusammens., wie ver-, Schwindholz, -beutel; 56. Schwund u. Zusammens.; 57. etwaige Abltgen. (Schwindel und seine Sippe wird jedoch später abgefragt). (eilen, mit Nebenbegriff des Zwecklosen) 58. herumgaiseln ‚herumrennen‘, questern, umherfummeln; andere?

46 / C

 (kurze rasche Bewegung:) (zittern u. ä.) 1. zittern mit Zusammens. (z. B. Zitterwagen, -birke) und Ableitungen (z. B. Zitterer); 2. beben, bobern, mit Zus. und Abl.; 3. zucken, ent-, verzucken, zuckezen, Zucker (einen Z. machen), Ent-, Verzückung; 4. sonstige Ausdrücke, z. B. schlottern, schlegeln, giggeln, fippern, fibern. (mit dem Nebenbegriff der Vielheit, des Durcheinanders) 5. wimmen, wimmeln (auch wammeln, -u-), wimseln (auch wamseln, -e-, -u-), wummezen (auch -a-); Ableitungen! 6. sonstige Ausdrücke für ,wimmeln‘, so wubeln, wibeln, wureln, wuseln, krimmeln, wuselig, Gewusel, Gewuslach; 7. schwärmen; 7a. Schwarm, Schwurm, Schwalm, Schwärmer, schwärmerisch, Schwärmerei; 8. schwirbeln, schwurbeln, Schwirbel, Geschwurbel; 8a. sonstige Ausdrücke, z. B. türmeln, trumeln? (mit der Nebenvorstellung des bewegten Körperteils) 9. krabeln, -pp-, kribeln, krebeln, Gekrappel und andere Zusammens. u. Ableitungen; 10. zabeln, -pp-, zebeln, -pp -, mit Zusammens. u. Ableitungen, z. B. Zeperl(e); 10a. sonstige Ausdrücke für ‚zappeln‘, wie zeckeln, zätscheln, strabeln, -pp-, schlungezen, mit ihren Zus. u. Abl.; 10b. welchen Körperteil meint zakseln, ferner fiseln (Bedtg.!)? 11. strampfen, strampeln; 11a. sonstige Ausdrücke dafür, wie strodeln mit Zus. und Abl.; 12. fuchteln, Fuchtel, und gleichbedeutende, wie gausten, -ern, gastern mit Zus. (wie umherfuchteln. dergastern) und Abltgen.; 13. nicken, einnicken, Nicker, und gleichbedeutende wie knaucken, knaupen, lanken, nauggen, napfen, -ezen; 14. blinzeln, zwinzen, zwinken und gleichbedeutende; 15. rümpfen ( die Nase) und gleichbedeutende (mit dem Nebensinn des Heimlichen) 16. huschen; 17. wischen (auch witschen, wuschen, wutschen?), Bedeutungen! 17a. ent-, ab-, auf-, aus-, (d)er-, verwischen u. a.; 17b. Wisch, Redensarten, z. B. Wuschi (= Schläge) kriegen; Arsch-, Bart-, Fleder-, Kandel- (Pflanze), Ofenwisch u. a.; Wischtuch, Abwischtuch, -fetzen u. a.; 17c. Ableitungen: Wischer (auch = Verweis?); andere? 18. sonstiges, z. B. mocken, -eln, mucken, -sen, herummaunkseln, ‚verstohlene Bewegung machen‘, mit Zus. u. Abl. (mit Nebensinn des Suchens) 19. stöbern, Stöber, Gestöber u. Zus. 20. andere gleichbedeutende, z. B. strüelen.

47. Fragebogen: Bewegung (6)

47 / D

 (große Schritte machen) 1. spechten, spaichen; anderes? (kleine) 2. trippeln, treppeln, tritscheln, baseln, zwazeln, mit Zusammens. u. Ableitungen, z.B. trepplerisch. (stark, schwer auftreten) 3. stampfen, stampen, -ern (auch in anderer Bedtg., z. B. sich aufstampern ,sich aufputzen‘); andere? (schwerfällig gehn) 4. hatschen, dalpen, zotten, -eln, schlarfen, -e-, -ä-, zochen, zossen, -eln, zauschen, zaschen, latschen, -e-, flaischen, tschernen, knaukeln, krucken, zappen (vom Pferde?), dahersacken, schlaißen, sich zapfen, watscheln; noch andere? samt den zugehörigen Hauptwörtern, wie Hatsche, Schlarfe, Schlarpfe, Zusammens., Ableitungen. (infolge Gebrechens) 5. hinken (Formen); 6. sonstige Wörter dafür, mit Angabe der besonderen Bedtg., wie knipfen, nepfen, naupen, noppen, -eln; 7. ‚schleifend gehn‘, ,Fuß nachschleppen‘: serfeln, süffeln, nelzen, schechsen (Bedtgen.!); andere? was bedeutet zaspen, -eln? 8. gibt es Ausdrücke für die Vorstellung: o-beinig, x-beinig gehn? z. B. tsche(a)ken? (träge, saumselig gehn, handeln) 9. zögern, zöckern, Zöcker (eine Schelte, ,Lapp‘); 10. sonstige Wörter ähnlichen Sinnes, wie sauneln, saineln, sendeln, zöfeln, draineln, tozeln, hotschen, hotzen, dauneln und mausseln; ist zaudern, Zauderer üblich? noch andere? Man beachte insbesondere die Hauptwörter, die die Person bezeichnen, die langsam, träge geht, tut, wie z. B. Daunderlaun. (langsam, mäßig) 11. spazieren und Zusammens., Ableitungen; hossen gehn = spazieren gehn? 12. schlendern, schlanzen, schlenzen, schlunzen, ver-, herumschlenzen, Schlenzer, schlenzig, (umher)strabanzen; 13. andere Wörter ähnl. Nebensinnes: z. B. hotteln, der, die Hottel, hottlecht, schallatzen, schlatzen, talieren, lendeln, -ern, schwänzen (auch ‚stutzerhaft einhergehn‘, ‚versäumen‘?), tarchenieren (Bedtg.!), umherlocherln. (heimlich) 14. schleichen (Formen), Zusammens.: be-, (d)er- (auch ‚schmelzen‘), zer- (,schmelzen‘), Blindschleiche, Schleichweg; Ableitungen: Schleicher (auch ‚Hausschuh‘), Einschleicher, Schlich (Wendungen); schlaichen, schlaiken (gespr. mit -oa-, -a-) ‚auf heimliche Weise etwas wohin bringen‘, z. B. Waren, und Zusammens., Schlaiche, -k- (gespr. Schloachn, -ckn, Schlackn = Schleife, Schlitten); 16. zalaschen ‚herumschleichen‘ und andere Wörter ähnl. Sinnes. (steif) 16. stelzen, Stelze; 17. drischedln (Nebensinn!) und andere? (geschränkt) 18. schräkeln, -g-; andere? 19. stolpern, strauchen, -eln, hoppern; andere? (geschränkt) 18. schräkeln, -g-; andere? 19. stolpern, strauchen, -eln, hoppern; andere? (in Kot) 20. sappen, sotzen, sotzgen, saggitzen; andere? (nach rückwärts) 21. zaufen (bloß von Tieren?); andere? z. B. retirieren?

47 / E

 (schwingende, schwankende Bewegung) 1. schwingen (auch: schwinken?), Formen; ohne Objekt (Pendel u. a. schwingt), mit Obj. (ein Werkzeug, den Korb auf den Wagen usw.); geschwungen, ungeschw.; 1a. Zusammens.: aus-, auf-, (d)er-, durch-, abher-, abhin-, hin- und her- usw.; Schwingmus, -holz, -scheit u. a.; 1b. Ableitungen: schwingern, Schwinge (Bedtgen.!) und Zusammens.; Geschwing, Geschwinget, Schwingerei; Schwang (Redensarten!) und Zusammens. (z. B. Abschw.); Schwung (Redensarten!) und Zus. (Ab-, Umschwung, Schwungbaum, -scheit, -rad, -mehl u. a.); (un)erschwinglich (üblich? oder wie umschrieben?); Schwengel, Schwenkel (Bedtgen.! auch übertragen) und Zusammens. (z. B. Brunnen-, Galgen-, Glockenschw.); 2. andere Ausdrücke für ‚schwingen‘, z. B. schocken; 3. schwanken, -ezen, schwanzen, schwankeln; 3a. schwenken, schwenzen (= ‚schwenken‘) und Zusammens. (z. B. ab-, aus-, einschw.); 3b. kommt schwank (Eigenschw.), schwankel, schwenklich, geschwenkig, überschwenkig (-lich) vor? andere Ableitungen? [Das Wort Schwank samt Zusammens. wird später abgefragt]; 3c. andere Ausdrücke für ‚schwanken‘: z. B. weifen, -eln, flanken, flänkeln, backeln, barkeln, backetzen, nockeln, naunkeln, notteln, schwaimen (-oa-), -eln, -etzen, mit Angabe ihrer besonderen Bedeutungen, Verwendungen, samt Zus. und Ableitungen; 4. wanken (bedeutet es auch ‚winken‘?) und Zusammens.; 4a. Wank, Abwänkel; 4b. Ableitungen: wankel, Wankel und Zusammens. (z. B. Wankelmut), Wankelheit; wankeln und Zus.; wenken, wenkeln und Zus.; Wenker (= ‚Wink‘?); wenke(ch)t; andere? 5. winken und Zusammens., Wink; 5a. andere Wörter dafür; 6. schlenkern und Zusammens., schlänkern (mit hellem a), schlankieren, schlenkeln (,austreten‘, vom Dienstboten?), schlänkeln (mit hellem a); 6a. Schlank, Schlanken, der Schlänkel (Aussprache!) und Zus. (z. B. Apfelschl.); andere Ableitungen? (sich hin und her bewegen) 7. gackern, -gg- (von der schriftspr. Bedtg. ,gackern‘ hier abzusehen!), gageln, gegeln, -i-, -ei-, geiggern, gaugen, -ck-, gaukeln (bedeuten einzelne dieser Wörter auch ‚baumeln‘?) mit Ableitungen und Zus. (z. B. Giggegaggerei); 8. wackeln (Aussprache!) und Zus., z. B. daher-, aufhin-, verw., wickel-wackeln (wickel dich wackel dich höllische Glut und andere Wendungen), Wickelwackel; Ableitungen, z. B. wacketzen; 9. sonstige Ausdrücke für ‚wackeln‘, wie strandeln, straundeln, knückeln, (auch wabern?). (hangend sich bewegen) 10. baumeln, lampen, schlanken, schlinken-schlanken, mit den einschlägigen Zus. und Ableitungen; hat auch klenken, klunke(r)n die Bedeutung ‚baumeln‘? (wie wird das kl-, -nk- in diesen Wörtern gesprochen?), klinkeli-klankeli machen. (heftiges Schwanken) 11. taumeln, trumseln (‚im Schlaf, Bausch taumeln‘), torkeln und sonstiges, mit Zus. und Abl., wie einen Torkler machen, taumelig, täumisch, Verwendungen, Redensarten. (schaukeln) 12. hetschen, hutschen, mit und ohne Objekt; 12a. Hutsche (Abbildungen erwünscht!) und Zus. (z. B. Hutschenschleuderer); 12b. sonstige Ausdrücke für schaukeln, Schaukel, z. B. hossen, die Hosse, rentschen, raitschen, rainzeln (-oa-).

48. Fragebogen: Bewegung (7)

48 / F

 (springende Bewegung) 1. springen, Formen, Bedtgen., Verwendungen; 1a. Zusammens., ab-, auf-, aus-, be-, ein-, zerspringen u. a., Wasserspr., springgiftig, Springginkes u. a.; 1b. Springer und Zusammens.; 1c. Sprung (einen Spr. haben, machen, die 7 Sprüng); 1d. Zusammens.: Ab-, Anspr. u. a., Ursprung (auch Urspring?) u. a., Sprungbrett u. a.; 1e. sprengen, gesprangt, Zusammens.: ab-, auf-, aus-, be-, ein-, (d)er- u. a., Sprengprügel, -kette u. a.; 1f. die Spreng, das Gespreng, Gesprengwerk, Sprengling; 1g. noch andere Ableitungen? [Sprengel wird später abgefragt]; 2. schricken ‚springen‘ und Zusammens., z. B. derschricken; Schrick ,Sprung‘ (kommt auch Schreck in derselben Bedtg. vor?), Kesschrick (Gletscherspalte), schrickig; 3 sonstige Ausdrücke für springen? z. B. aufräschen ‚aufspringen‘; hat laichen ‚betrügen‘ auch die Bedtg. ‚springen‘? ebenso lecken? 4. hüpfen (auch vom Brote: gehupft, wenn ,gesprungen‘), Zusammens.: auf-, überhüpfen, -eln, derhupft, verhupft, überhupft (vom Brote) u. a.; das Hupfend, Sackhupfend; Hupfer; Hupf, Hüpfel [aber Schnaderhüpfel später!], Hupfauf, Hupfhainzel, -hänsel u. a.; 4a. andere Ausdrücke für ‚hüpfen‘, z. B. hoppen, -eln, -ern, -sen, Hopser, hopsa! hopsassa! gumpen, gampern, gämsen; kommt wicken ‚hüpfen‘ vor? 5. schrinden (Formen), zer-, (d)erschrinden; 5a. Schrund, Zusammens. und Ableitungen, z. B. schrundecht. (kriechen) 6. kriechen, Formen, Redensarten; Zusammens.: aus-, einhin -, unter-, ver-, zusammenkriechen u. a., Kriecher, -erei, (Zusammens., z. B. Arschkriecher); [Krieche = Pflaume später!] 6a. sonstige Ausdrücke dafür? (schlüpfen) 7. schliefen, Formen (z. B. i schluff), Verwendung, Redensarten, Spiele (z. B. Kettenschliefen), Zusammens.: z. B. aus-, aushin­usw., Schliefwinkel u. a.; 7a. Schlüpfer und Zusammens.; 7b. schlaufen ‚schliefen machen‘ und Zus.; 7c. Schlupf, Schluff, Schlauf und Zus. (z. B. Unterschlupf, -schluff, Redensarten!); 7d. Ableitungen: z. B. Schliefer, Ohrenschliefer, Zaunschlupfer; 7e. wird auch schlucken für schlupfen verwendet? (gleiten) 8. gleiten (üblich?) und etwaige Zusammens.; 9. glatt (man beachte die Verwendung im Sinne von ,glattweg‘, ,geradezu‘, ‚völlig‘, ,lauter‘); Zusammens. (z. B. Glattwasser, -honig); Abltg.: Glätte (z. B. das hat keine Gl.); 10. glitschen und Zus., glitschig, -erig, Glutsch, -ig, glutschen; 11. hal (,glatt‘, übertragene Bedtg.!); Zus.: z. B. spiegel-, glitzelhal u. a., halmaulet; Abltgen.: (aus)haletzen ,ausgleiten‘, Hale ,Schlüpfrigkeit‘; 12. rutschen, rutschig, Rutschepeter, und andere Wörter ähnlichen Sinnes (doch die auf Eislauf als Spiel, Kunst sich beziehenden später!); 13. schleifen (nur in der Bdtg. ,gleiten‘ und ,gleiten machen‘) und Zus.; 13a. Schleife, Schleifer (Tanz, welcher?), schleiferisch, Schleiferliedel; Geschleif, Fuchsgeschleif, Unterschleif; 14. schlaipfen (-oa-, -a-), auch schlaiffen (-oa-, -a-)? in derselben Bedtg. auch schlaiken (-oa-, -a-)? Zus. (darunter auch Schlaipfbaum, -stange); 14a. Schlaipfe (-oa-, -a-), Bedeutungen! (eine Art Wagen, Schlitten, Pantoffel, Frauenzimmer, Schelte, ein Teig u. a.), Redensarten (z. B. auf‘n Schlaipf fahren); auch Schlaike und in welchen Bedeutungen (falls nicht schon zu D 14 erwähnt)?; Zus., wie Geschlaipf, Schlaipfschlitten (Aussehen!), Pflugschlaipfe; 15. schlipfen, -ern, -ezen und Zus.; 15a. Schlipf, Bergschlipf, Schlipfkrapfen, Schlipfer und etwaige sonstige Zusammens. und Ableitungen. (rollen) 16. walgen (Formen, Bedeutungen) und Zusammens., z. B. abw. (Bedtgen.!; 16a. Ableitungen, z. B. Walger (Walgerle), Walgerling, Nudelwalger; 17. welgen (von walgen verschieden?), mit Zus. und Abltgen., z. B. Welger (bedeutet das auch ,Haufen‘?), welgern, wulgern (wulkern), Wulker; 18. walzen und Zus.; 18a. Ableitungen, z. B. Walzel, Walzer, walzerisch; 19. rollen (Verwendungen, gerollte Gerste) und Zus., wie aus-, herum-, zusammenrollen, Rollgerste, -baum u. a.; 19a. Rolle (Bedtgen.! beachte auch die Bedtg. ,Schelle‘); Röllerl; 19b. sonstige Abltgen., wie Geröll, Gerüllet, Roller, -erin; 20. rodeln (Bedeutungen! auch ‚katarrhalisch atmen‘), rödeln (z. B. Erbsen, Eier [Spiel], zu Grütze malen), etwaige Zusammens.; Rodel, Rödel (Haber-, Gersten-, Käsrödel, [Rodel(schlitten) später!]; 21. kollern, kullern, Koller; 22. kugeln, sich k. und Zus. (z. B. [sich] zusammenk.); Kuge und Zus. (Erd-, Welt-, Schmalz-, Kegelk., Kugelschütz, -fest u. a.), kugelig und sonstige Abltgen.; 23. etwaige sonstige Ausdrücke für ,rollen‘, ‚wälzen‘, ,Kugel‘, z. B. hurlen, hurgeln, Hurgel.

48 / G

 (Bewegung aufwärts) 1. steigen, Formen, Bedtgen. (auch ‚steif gehn‘, ‚zornig werden‘); 1a. Zusammens. ab-, an-, auf-, aus-, be-, (d)er- usw., Steigbaum, -eisen, -bügel; 1b. Ableitungen, wie Steiger (Bedtg.!) und Zus., steigerisch, Steigede und Zus. (Baum-, Hutsteiget [Spiele]), [Wörter, wie Steig, Gasteig, Steige, Steg später!]; 2. klettern (üblich?) Abl. und Zus.; 3. klimmen (üblich!) und Zus. (z. B. Klimmzug); 4. krächseln (kraxeln) ‚klettern‘ mit Zus. und Ableitungen (z. B. Kraxler, Baumkraxler); 5. Krächse (Kraxe; Zeichnung erbeten! Bedeutungen!) und Zus., z. B. Ofen-, Hosenkr., Buckelkraxen-tragen, Wagenkraxe; Kraxentrager; 5a. Abltgen.: krächseln, krächsnen , ‚auf dem Rücken tragen‘, Krächsner, Krächset; 6. sonstige Ausdrücke für ,klettern‘, z. B. krageln, härpfen, kleppen, regeln; 7. wachsen (Formen, Verwendung, Redensarten); 7a. Zusammens., z. B. an-, auf-, aus-, (d)er-, durch-, über-, unter-, verw. u. a.; wie wird das Eigenschw. erwachsen ausgedrückt? 7b. kommt das Wort Wachs(t) = ‚Wachstum‘, ‚Wuchs‘ unzusammengesetzt vor? Zusammens. damit: Gewächs (Bedtg.!), Holz-, Bein-, Erlwachs u. a.; Ableitungen: gewächsig, das Wachsend, Wachset (,wachsende Mond‘); 7c. ist Wuchs und Zus. üblich? auch halbwüchsig? andere Ableitungen? 8. schwellen ohne Objekt (‚intransitiv‘, z. B. der Finger schwillt), Formen, Verwendung; geschwollen in übertragener Bedtg. (geschwollene Rede u. ä.) und Zusammens.; 8a. schwellen mit Objekt (‚transitiv‘, z. B. den Bach schw.), Verwendung, Zusammens.: 8b. Schwall und Zusammens. (z. B. Schwallbrett, Über-, Wasserschwall; 8c. Schwelle in der Bedeutung ‚Vorrichtung zum Wasseranschwellen‘; [die Bedtg. ‚Türschwelle‘ später!]; 9. heben (Formen, Verwendungen, es hebt sich, das hebt sich, einen heben = loben, aus der Taufe h., lang h. u. a.); 9a. Zusammens., an-, auf-, aus-, be-, (d)er-, ein- usw., Hebstange u. a.; 9b. Hub; 9c. Ableitungen: Heber und Zusammens. (An-, Hosenh.), Hebel und Zus., hebig (,schwer‘), urheblich; sonstige? 10. lüpfen und Zus. (z. B. Hosen-l.), Lupf.

49. Fragebogen: Bewegung (8)

49 / G

 (Bewegung abwärts) 11. fallen, Formen, Bedeutung eigentlich und übertragen, Verbindungen, Redensarten, der, das Fallende; 11a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, be-(?), (d)er-, durch-, hin- (das Hinfallende) usw., Falltor, -türl u. a. [gefallen, mißfallen später!]; 11b. Fall, Redensarten (mein F., zu F., vor den F. kommen u. a.); Zusammens., Un-, Ab-, An-, Aus-, Durch-, Ver-, Zu- usw., Tod-, Leib-, Sterb-, Baufall u. a.; 11c. Falle und Zus.: Felle ‚Falltüre‘, Fellekasten (eine Art Pult); 11d. Ableitungen: fällen (üblich?) und Zus., fällern, fällig und Zus., Fälligkeit; andere? 12. stürzen (kommt auch gesturzen für gestürzt vor?), Bedeutungen, Verwendungen ohne und mit Objekt; 12a. Zusammens., ab-, aus-, be-, über-, um-, zusammen- usw.; 12b. Sturz, Mz., Bedtg. (auch ‚Deckgefäß‘[bestimmter Form?]), Zus.; 12c. Ableitgen. [Stürzer, Stürzler (Land)störzer später!]; 13. plumpsen und Zus., Plumpser, Plumps, plumps! 13a. p(f)lumpfen, P(f)lumpf; 14. sinken (Formen) und Zus.; 15. senken und Zus.; 15a. Senkung, Ver-, Ein-; 16. reisen ‚fallen‘, ‚sinken‘, z. B. in Nebel ‚reißen‘ (Ausspr.!), Zusammens.; 16a. Ris (‚Sonnenuntergang‘); 16b. die Rise (kommt gleichbedeutend auch Reise vor?) und Zus. (Holz-, Schnee-, Eisr. u. a., Risbaum), davon abgeleitet risen, zurisen; sonstiges? 17. reren (‚fallen‘, ‚sinken‘, ‚rinnen lassen‘), ver- (noch andere Zus.?); 17a. Gerér, Tenngerér (noch andere Zus.?), Rerach, Gererach; gererig (von Mehlspeisen, im Gegensatz zu zähe); noch andere Abltgen.? 18. naigen (-oa-), Verwendungen, Zusammens.; 18a. Naige und Verkl., Zus., z. R. Salznaigel; 18b. Ableitungen, z. B. ausnaigeln; 19. ducken und Zus. (sich an-, unter-, Duckente), Ableitungen z. B. duckeln; 20. ist seigen ‚sinken‘, die Saig (-oa-), der Saiger, saigern noch üblich? etwaige sonstige Ausdrücke für fallen, sinken, senken, z. B. sacken (in der Salzsiederei), purzeln, parzeln und Zus., Purzelbaum, Purzigagel, purzelbäumen (Zeitw.). (Bewegung auf und nieder) 21. kommt wippen vor? knappen, nüllen, nollen, andere Ausdrücke?

49 / H

 1. tragen, Formen, Verwendungen, auch ohne Objektsausdruck (‚trächtig sein‘, Gewehr trägt weit), übertragene Bedeutg. (auch ‚ertragen‘); 1a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, be-, ein-, (d)er-, her-, hin-, über-, ver-, zer-, zusammen- usw., Tragseil, -sack, -band usw., Ab-, An-, Auf-, Aus-, Be-, Nach-, Über-, Ver-, Vortrag u. a. (sowie deren Zusammens., z. B. Abtragszahlung u. a.); 1b. Ableitungen: Trage (Wendungen! z. B. in der Trage sein) und Zus., Träger und Zus., Austrägler; -träglich in den Zusammens. ab-, ein-, nach-, für-, verträglich, Ein-, Verträglichkeit, tragendig, tragig; sonstige, z. B. tragbar? 1c. Tracht und Zusammens., z. B. Kreuz-, Kirch-, Kindtracht; trächtig und Zusammens. (miß-, gleich-, niedertr.), Geträchte und Zus. (Kirchgeträchte); 1d. ist das Wort Samtrügel, Samtregel, Samtrügeltag noch vorhanden? Bedtg.? 2. bringen, Formen, Verwendung (ein Kind, Holz, Nutzen, es einem); 2a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, ein-, durch-, her-, hin-, ver-, vor-, zubr. usw.; 2b. Ableitungen: Zubringer, -erin, bringlich; kommt ungebracht vor? Bedtg.; 3. holen, Redensarten (sich in die Höhe, hol‘s der Teufel, das ist zum Teufelholen, da kann man sich was holen); 3a. Zusammens., ab-, auf-, aus- (hol aus!), nachholen u. a.; 4. schicken, Bedtgen. und Verwendungen; 4a. Zusammens. an-, aus-, verschicken u. a. (auch beschicken?); [geschickt, Geschicklichkeit und Verwandtes später!]; 5. senden und Zusammens. (be-, au-, ein-, ver-, Sendbote u. a.); wie weit üblich? 6. sammen, sammeln (Verwendung!) und Zus. (ab-, ein-, vers., Sammelgeld); Ableitungen: Sammlung und Zusammens.; hier auch samt, mitsamt, beisammen, mit-, zusammen und ihre Verwendung; 7. klauben, Formen, Verwendungen; 7a. Zusammens., ab-, auf-, aus-, zusammen- u. a., Klaubholz, der Klaubauf u. a.; 7b. Ableitungen: Klauber, -erin, das Ausklaubet, klaubeln, kläubeln und Zus., kläuberisch, Klaubach; andere? 8. rühren, sich r., Verwendung, auch übertragene Bedtg. (es rührt sich nichts); 8a. Zusammens., an-, auf-, aus-, ein-, ver-, zusammen- u. a., Rührtiegel, -schale u. a.; ist berühren üblich? 8b. Aufruhr [Ruhr - die Krankheit - später!], Aufrührer; (ge)rührig, -lich; Rührel, Rühret; 9. tappen und Zus.: Tapp, Dideltapp; Ableitungen: täppisch, -ig, -echt und Zus. (an-, zu-), tapsen, Taps, Tapper, täppeln; 10. tupfen (Bedtgen., Verwendungen) und Zus., z. B. ein-, zusammen-; 10a. Tupf, Tupfen, Tüpfel (z. B. aufs i); 10b. Ableitungen: tüpfeln, aus-, zusammentüpfeln; Tüpfler, Tupfer (auch am Gewehr, in der Schützenscheibe), getupft, getüpfelt als Eigenschaftsw.; 11. sonstige Ausdrücke für ‚berühren‘ (z. B. zicken, kitzeln (soweit nicht schon zu Bogen 24 M 7-11 beantwortet), Kitzel, kitzlig; 12. greifen, Formen, Verwendungen; 12a. Zusammens., an-, auf-, aus-, (d)er-, durch-, ein-, ver- u. a. [begreifen später!]; 12b. Griff, Gripf und Zus., z. B. An-, Handgriff [Begriff später!]; 12c. Ableitungen: Greifer, griffig, greifig, Gripfling; 13. groppen, kr- (Bedtgen.!), Zusammens.: auf-, aus-, Kröppsalz; Abltgen.: Gropper (Salzauflader). (hastig, heimlich greifen) 14. raffen, raffeln (Bedtgen.!), Zusammens.: auf-, zusammen-, an-, be-; 14a. Raffel und Zus.: Raffelwerk, -gut, -gesicht, -geschirr, -scheit [Geraffel später!]; 15. packen (in der Bedtg. fest greifen) und hergehörige Zusammens.; 16. raspeln (in der Bedtg. ‚raffen‘) und Zusammens., Raspel ,Geizkragen‘; 17. grapsen, rappen, rapsen, gripfen und andere ähnlichen Sinnes (mit Bedeutungsangaben!): 18. fahen, fangen (Formen!), Verwendung (auch Atem, Feuer, ich fange dir eine u. a., gefangen, Gefangener); 18a. Zusammens. (die Doppelform -fahen, -fangen immer eigens hervorheben, wo sie vorhanden): ab-, an-, auf-, aus-, (d)er-, ent- (empfangen), yer-, ein-, in- (infahen ‚einfädeln‘), unter- u. a.; 18b. kommt fengen (und Zusammens.) vor? Bedtg.! 18c. Fang (Bedtgen.!), Redensarten; 18d. Zusammens., z. B. An-, Empfang, Auf-, Bifang, Bifangwald, In-, Über-, Verfang, Wind-, Wildfang, Fanggeld u. a.; 18e. Ableitungen: Fänger, Anfänger, Empfänger; Fängnis, Ge-, [Empfängnis später!]; fähig (Bedtg.!), fängig und Zusammens., z. B. eng-·, weit-, einfähig (und -fängig). (haschen) 19. ist haschen volksüblich? 20. schnappen (auch mit den Fingern? den Beinen? die Uhrfeder schnappt u. a.); 20a. Zusammens., z. B. ab-, auf-, ein-, (d)er-, über- (Redensarten!), ver-, zuschn.; 20b. Schnapp, schnippschnapp! Schnappsack, -hahn, Schnappe; 20c. Ableitungen: Schnapper (auch die Verkleinerung!), Schnapperbüchse, Schnapperlmacher, Schnäpperer, schneppern, schnepeln; sonstiges. 21. fassen (Bedtgen.! Brot, Holz f., einen Wagen, einen Altar, ein Bild, sich f., gefaßt, sich gefaßt machen, ‚erfassen‘); ist neben diesem fassen mit dumpfem Selbstlaut auch fassen mit hellem a vorhanden? in welcher Bedtg.?; 21a. Zusammens., ab-, ein- (eingefaßt), ver- (Bedeutung!) u. a.; 21b. Ableitungen: Fasser; ist faßlich u. a. üblich? [Gefäß, Faß später!].

50. Fragebogen: Bewegung (9)

50 / I

 1. drehen, drehnen, Formen, Verwendungen (mit Ausnahme der auf die Drechslerei sich beziehenden), z. B. eine Sache dr. ‚sie anders darstellen‘, jemand etwas dr. ‚einen Possen spielen‘, sich dr., ‚drehen‘ = sich vergnügen (in welcher Art?); 1a. Zusammens., ab- (abgedreht, als Eigenschw.), auf- (Bedtgen.), aus-, ein-, über-, ver- (verdreht als Eigenschw.), zusammendr., Dradiwawerl; 1b. Ableitungen: dreheln, Drehel, Drehler, Dorndrehel, Drahrer (Bedtg.! alter Dr.), drehlings, [drechseln, Drall später!]; 1c. andere Wörter der Bedtg. drehen: draln, droln, drän(e)ln, drädln, und Abltgen.; Dral, Drol (einmalige Drehung), Dranl, Drandl (Bedtg.!); 2. reiden, riden (Formen) und Zusammens.; 2a. Reide, Wendungen, z. B. eine R. machen, auf der R. sein, etwaige Zusammens.; 2b. Ableitungen: Ridel (,Wulst‘, ,Geflecht‘, Bodenerhebung; bedeutet es auch, was schriftd. ,Riegel‘ ist?) und Zus., z. B. Stroh-, Tragridel, Ridelhose, ridelrangicht), rideln (auch für ,riegeln‘?) und Zus.; raiteln (-oa-) und Zus.; Raitel und Zus.; reidicht (auch von Stoffen?); Rid (,Wendung‘, Geschl.?), ridigs und reidigs ,alles durcheinander‘; sonstiges; 3. winden, Formen, Verwendung; 3a. Zusammens., ab-, auf-, aus-, über-, um- u. a., windschief, -schelch, -verdreht, windachsig (auch winachsig) u. a.; 3b. Winde und Zus., Gewinde; 3c. Ableitungen: gewindig, überwindling(s), -windlisch; 3d. wenden (mit und ohne Objekt, sich w.); 3e. Zusammens., ab-, an -, ver- u. a.; 3f. Wende (vgl. die schon im Bogen 16 B 17b, 22 abgefragte Bedtg.) und Zus.; 3g. Ableitungen: An-, Verwendung, wendig, in-, aus-, notwendig, In-, Aus-, Notwendigkeit, bewandt, Bewandtnis, gewandt; sonstiges? [Wand, verwandt später!]; 4. ranken, sich r. und Zus.; 4a. der Rank (Wendung, auch übertragene Bedtg.); 4b. renken, sich r., aus-, ein-, ver-, Verrenkung; 5. sonstige Ausdrücke für ‚drehen‘, ‚winden‘, sofern sie nicht auf ein bestimmtes Handwerk (wie ringen auf die Wäscherei) oder Spiel (wie rankeln) sich beziehen, also z. B. wuzeln, der Wuzel, Wuzelwerk, Gewuzlach, sich krüpfen. 6. kehren (‚wenden‘, nicht verwechseln mit kehren ‚fegen‘!), Verwendung; 6a. Zusammens., ab- (Bedtg.!), an-, be-, ein-, für-, vor-, um-, wider-, zu- u. a.; 6b. Kehr(e) (Re­densarten, z. B. eine K. nehmen) und Zus., z. B. An-, Ab-, Aufkehr, Aufkehrmarkt, Bekehr, Um-, Widerkehr; 6c. Ableitungen: Kehrer, Kehrung, Be-, Verkehrung; 7. mischen und Zus., Abltgen.: Mischung, Miskulanz., mischeln [die Misch, Mischling später!]; 8. wülen, wulen und Zus. (z. B. Wu1brett); 8a. Wule; 8b. Ableitungen: Wulach, Wüler, Wülsch(g)er, wulecht; 9. andere Ausdrücke für ,wülen‘ (besonders in unreinen Dingen), z. B. tschoggen, samt ihren Abltgen.; 10. aus-, (d)er-, ver-, zerrütten (Verwendungen!), Zusammens., z. B. Rüttstroh; 11. merren und Zus. (z. B. auf-, (d)er-, ein-, herum-); 11a. Gemerre; andere Ableitungen? 12. kommt werren ‚in Unordnung, Schaden bringen‘, wirren, verwirren, Verwirrung vor? wirr (Bedtg.!); 13. sonstige Ausdrücke für ‚durcheinanderbringen‘? 14. reiben, Formen, Bedtgen.; 14a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, über-, um-, ver-, zurück- u. a., Reibnagel, -scheit u. a.; 14b. die Reibe und Zus., Riebe und Zus. (Riebeisen); 14c. Abltgen.: Reiber und Zus., Reibach, Riebel, riebig, ribbeln und Zus.; Ribbler; 15. schaben (Formen, auch geschaben für geschabt) und Zus. (z. B. abschaben [auch ‚heimlich sich entfernen‘]) und Ableitungen, wie schabeln, schappeln, Schab (,Antei1 an etwas‘), Schaber, Schappler, der Schabel, Schabach und Zus. (Ab-, Zusammenschabach), Schaberle, Zusammenschaberle (= letztes Kind?), Abschabet, Abgschabet, Schabab; 16. scharren und Zus., scherren und Zus. (Unterschiede zwischen scharren und scherren?); Abltgen.: Scharrer, Scherrer, Pechscharrer, Nudelscherrer, das Scherret, Gescherret, Gescharret, Scherrach, scharrezen, Scharrezer; 17. schürfen und Zus., Schurf, Schürfling; 18. kratzen mit Zus. und Ableitungen, wie der Kratz, die Kratze, Kratzer, kritzeln, Kritzler, Gekritzel; 18a. sonstige Ausdrücke für ‚reiben‘, ‚scharren‘, ‚kratzen‘? was bedeutet kniffen, -eln? 19. reißen, Formell, Verwendungen (z. B. sich reißen um), reißend, gerissen; 19a. Zusammens., ab-, abher-, an-, auf-, aus-, (d)er-, durch-, ver- usw., beachte dabei die besonderen Bedeutungen, wie z. B. einen ausherreißen, einhinr., ausr. (er ist ausgerissen), zusammenr. (alles z. wollen), herr. (den hat es hergerissen!), vorreißen usw.; Reißnagel, Reißaus u. a.; 19b. Riß und Zus. (Geriß, Wasserriß u. a.); die Risse (die Linie, Reihe); 19c. Abltgen.: Reißer (und Zus.), reißerisch, rissig und Zus. (z. B. einrissig), Ritz, ritzen und Zus.; 20. andere Ausdrücke für ,reißen‘, ,ritzen‘, z. B. anquaffen, schrafen, schrefeln; 21. ziehen, Formen, Verwendungen: ohne Objekt: ,fortziehen‘, ‚übersiedeln‘, es zieht, er zieht = liegt in den (letzten) Zügen, Wolken ziehen u. a.; mit Obj.: den Wagen, das Kind, Atem, Nutzen, sich ziehen (beachte die Verwendungen und Bedeutungsunterschiede: der Weg, der Teig zieht sich, er zieht sich ,zögert‘, ,macht sich davon‘) u. a.; gezogen, ungezogen; ziehen lassen; 21. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, (d)er-, durch-, für-, vor-, her-, hin-, abher-, abhin- usw., mit-, über-, um-, unter-, ver-, zu-, zusammen- u. a. (beachte die übertragenen Bedeutungen, z. B. einen ausziehen, oder ausziehen in der Bedtg. ,Ausgedinge feststellen‘, sich überz. [‚umkleiden‘], zusammenz. [die ziehen zus. = ergreifen dieselbe Partei]), vollziehen, losziehen, Ziehbrunnen u. a.; 21b. Zug (Bedtgen.!); 21c. Zusammens., Ab-, An-, Auf-, Aus- usw. (vgl. 21a.), Viererzug, Vollzug, Zugeisen u. a.; 21d. Zügel (Bedtgen.!) und Zus. (z. B. Auf-, Ein-, Vieh-, Roßzügel usw.); 21e. zügeln (auch in Bedtg. ‚züchten‘) und Zus. (z. B. aufzügeln ‚züchten‘) und Ableitungen (Nachzügler, Zügling); 2lf. andere Ableitungen, z. B. Wein-, Stoppelzieher, zügig, an-, aufzüglich, Anzüglichkeit; 22. zerren (gespr. zarn) und Zus. (an-, auf- u. a., Zerrauge, zerraugecht) und Ableitungen, wie Zerrer (gespr. Zarer), Zerrwerk; 23. schleppen und Zus. (abhin- usw., mit-, ver- u. a., Schleppsack) und Abltgen. wie Schlepperei, Geschleppe; der (die) Schlepp; 23a. andere Wörter für ‚ziehen‘, ‚zerren‘: z. B. zanken, tschanken, zadern; 24. dehnen und Zus., Ausdehnung; 25. strecken, sich str. und Zus., Strecke und Zus.; 26. recken, Verwendungen (mit Objekt, die Hand, es reckt mich, ohne Objekt, es reckt bis … [‚erstreckt sich bis‘]); 26a. Zusammens., z. B. auf-, ge- (,ausreichen‘), her-, hin-, dar-, verrecken; 26b. Reck, Reckung; 27. spannen, Formen, Bedeutungen; Zus., wie ge-, (d)er-, ver-, Spannbrett, -säge, -schicht, spannbreit [die Zusammens. und Abltgen., die auf das Kutschergewerbe sich beziehen, wie an-, ausspannen, Anspann, ferner Gespann = Genosse später!]; Ableitungen, wie Spannung, Spanne; 28. sonstige Wörter für ,dehnen‘, z. B. sich ranzen ‚schläfrig dehnen‘, sich renksten, sich stranzen, die Stranze, Stranzer, sich pärzen (parzen); 29. raufen (hier nur in der Bedtg. ,ausraufen‘; die Bedtg. ‚sich balgen‘ später!) und Zus., wie zerraufen, Raufstuhl; (soweit nicht schon zu Bogen 6 F erwähnt; dies gilt auch für die nächsten Nummern); 30. rupfen und Zus., Fürrupf, das Ropfet; 31. zupfen und Zus., Ableitungen, wie Zupfer, Zupfach; 32. zausen (wird zausen oder zaussen gesprochen?), zussern, zaisen (-oa-, -a-; mit schwachem oder starkem s-Laut?), -eln, Zusammens., Abltgen., z. B. zausig, -echt, Zausach, Zussel, Zaiser, Zaisach; 33. sonstige Ausdrücke für ,zupfen‘, ,zausen‘, z. B. abreispen, Reispe, mit Angabe der besonderen Bedeutung (sich zusammenziehen) 34. rimpfen, gerumpfen, rümpfen, -eln, Verwendungen; auch Zusammens. und Abltgen.? 35. ist schrimpfen, geschrumpfen, schrumpfen, Schrimpf üblich? (Zus., Abltgen.); 36. schnurfen, -eln, schnorfen, auch schnerfen? Zusammens.; 36a. Schnerfer, Schnurfling, andere Ableitungen?

51. Fragebogen: Bewegung (10)

51 / K

 1. stoßen, Formen, Verwendungen, ohne Objekt (‚gerinnen‘, die Kuh stößt, gestoßen voll), mit Obj. (Zucker usw., sich st., es stößt mich); 1a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus- usw., man beachte auch in den Zus. die übertragenen Bedeutungen, z. B. bei abstoßen (vom Stoffe, von der Mühle, vom Harn, von der Arbeit ‚flink verrichten‘, von Kälbern ‚sie entwöhnen‘), einen derstoßen usw.; 1b. Stoß (Bedtgen.!) und Zus. (An-, Ab- usw., Eisstoß, Stoßtrog, -grand, -ballen, -ring u. a.; 1c. Abltgen.: Stoßer, Stößer, -ler; Stößel (Bedtg.!), stößeln, und Zus., stößig und Zus.; noch andere? 2. zermüschen ‚zerstoßen‘; 3. stampfen und Zus.: 3a. Stampf (auch Mörser, Holzmörser, Beschreibung!) und Zus.; 3b. Abltgen.: Stampfer, Stempfel, Stempel, stämpern mit ihren Zusammens.; 4. andere Ausdrücke für ,stampfen‘, z. B. neuen (Zus.: Neugerste); 5. etwaige sonstige Ausdrücke für ,stoßen‘, wie berren, knucken, klucken, klöckeln, knuffen, knullen mit Angabe ihrer bes. Bedtgen., Zusammens., Ableitungen. (plötzlicher Stoß) 6. an-, aufprallen, Prall üblich? 6a. prellen, Bedeutungen! Preller und Zus.; 6b. andere Ausdrücke für ‚anprallen‘, z. B. hurzen; 7. schnellen, Verwendungen, Zusammens. (z, B. der-, über-, ver-, zer-, Schnellfinger, -kugel), Abltgen.: Schneller, die Schnell, Schnellscheit, fürschnellig ; 8. sonstige Ausdrücke [schießen und seine Sippe später!]. 9. schütten (die verschiedenen Objekte: feste, flüssige Gegenstände), Zusammens.; 9a. Schütt und Zus.; 9b. Abltgen.: Schütter, Aufschüttung; 10. schütteln und Zus., Schüttel, Schüttler; 11. schuttern, schotteln; 12. andere Ausdrücke für ‚schütteln‘, z. B. trüftern, auftrüftern, roggeln; kommt rütteln, rotteln vor? 13. schieben, Formen, Bedeutungen (auch ‚schnell sich bewegen‘); 13a. Zusammens., wieder beachte man bei ihnen die übertragenen Bedeutungen; 13b. Schuh und Zus.; 13c. Ableitungen: Schieber, schieberisch, Schuber, Schiebling, Schübling, Schiebung; 14. schupfen, geschupft, Schupf, Schupfer; 15. schoppen und Zus.; der Schoppen ‚Wulst‘; Schüppel und Zus.; schüppeln; Schopper, -erin, Schüppler; 16. stopfen und Zus., Stopfer; 17. rücken und Zus., Ruck, ruckweis, Rucker; 17a. andere Ausdrücke für ,wegschieben‘,,-stoßen‘, wie schucken, schuksen, schutzen, schupsen, stanzen; 18. treiben (Formen), Verwendungen, ohne Objekt (von Speisen, vom Wein, Most, er treibt alleweil = ,drängt‘), mit Objekt, im eigentl. Sinne (Nagel in die Wand tr.), im übertragenen (ein Geschäft, Narreteien, Hoffart usw., was treibst du?, es treibt ihn usw.; wie weit sind Wendungen wie auf die Spitze, bis aufs Höchste treiben volksüblich? [Vieh treiben und die einschlägigen Wendungen später!]; 18a. Zusammens., wie ab-, an-, auf-, aus- usw., man beachte die übertragenen Bedeutungen (z. B. in ab-, antreiben usw.); Treibriemen u. a.; 18b. Trieb (Bedtgen.! z. B. Gärung, das Feuer hat seinen Trieb u. a.; [Viehtrieb und was damit zusammenhängt später!]) und Zus., wie An-, Auftrieb; 18c. Abltgen., Treiber und Zus., Tribel, Tribler, tribeln, betriebsam (und gleichbedeutende) [Trift später!] und Zusammens.; [menen, Men mit Zusammens. und Ableitungen später!]; 19. leiten (Verwendungen); 19a. Zusammens., ab-, an-, be- (ausbe-, einbe-), ge- (begleiten) u. a.; 19b. die Leit und Zus., Geleit und Zus., Beleit; 19c. Ableitungen: der Leiter und Zus., geleitig; 20. lenken, verlenken, Bedtgen.! (falls nicht schon zu Bogen 32, A 19 erwähnt), sonstige Zusammens.? 20a. gelenk (falls nicht schon zu Bogen 32, A 15 erwähnt); 21. werfen (Formen, Verwendungen, mit und ohne Objekt, sich w.); 21a. Zusammens.; 21b. Wurf und Zusammens. (An-, Aus-, Vor-, Spritz-, Windwurf, Wurfgatter u. a.); 21c. Abltgen.: z. B. Werfe, worfeln und Zus., Auswürfling [Würfel später!]; 22. schmeißen (Formen, Bedeutungen, sich schm., geschmissen); 22a. Zusammens., abhin-, aushin-, zu- usw.; 22b. Schmiß und Zus.; Schmaiß (-oa-), Geschmaiß und Zus.; Schmitz; 22c. Abltgen.: schmissig, geschmeißig, schmitzen, Schmitzer, Schmeißer; 23. schleudern, schlaudern, Bedeutungen, eigentliche, übertragene; Zusammens.; 23a. Schlauder, Schlauderer, schlauderisch; 24. sonstige Ausdrücke für ‚werfen‘, ‚Wurf‘, z. B. schucken; 25. drücken (Verwendungen, mit und ohne Objekt, ‚er druckt‘, drückt sich, Redensarten); 25a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus- usw.; 25b. Druck und Zus.; 25c. Ableitungen: Drücker, -erin, ausdrücklich; 26. pressen und Zus. (Verwendung), Presse und Zus.: 27. schmiegen (Formen), Zusammens.?, sich schmucken (in der Bedtg. sich schmiegen); 28. stauchen (Bedtg.!) und Zus.; 29. stupfen und Zus.; 29a. Stupf, stupf, urstupf, Zusammens.; 29b. Abltgen.: Stupfer, Stupfel, Stupfach, stupfeln und Zus. (quetschen) 30. quetschen, üblich? Zusammens.? Abltgen.? 31. matschen, matschgern und Zus., Matsch, matschig; 32. knutschen, knötschen und Zus., Knatsch, Knötsch; knatschig; 33. sonstiges, z. B. knüsten, verknautzen, -knotzen. 34. zwingen, Formen, eigentl. und übertragene Bedtg., Zusammens.; 34a. Zwinge und Zus.; Zwang und Zus.; 34b. zwängen und Zus.; 35. zwicken, zwecken, zwacken und Zus. (ab-, an-, auf-, ver- [verzwickt] usw.); 35a. Zweck, Zwick und Zus.; 35b. Ableitungen: Zwicker, Zwickel, zwickelhart; 36. sonstige Wörter für ‚zwicken‘: z. B. pitschen (Pitscherbussel, Schinkenpitsch); 37. klemmen, Klemme, klemm, biklemm, Klamm, klemmaugecht; 38. sonstiges: z. B. Klampfen ‚Klammern‘, Klampfe.

51 / L

 1. stechen (Formen, Bedeutungen, das Stechen ‚um einen Preis wetten‘, ‚rittern‘); 1a. Zusammens., ab-, an- (angestochen), auf-, aus- usw., Seitenstechen (andere Ausdrücke dafür!), Stechmesser, -fach, Stichauf u. a.; 1b. Stich (Bedtgen.!) und Zus., An-, Aus-, Hahnenstich, Stichwein, stichhäckeln, -brändeln, -sauer u. a.; 1c. Ableitungen, Stecher, Stecherl u. Zus., Stichel, sticheln, Stachel, stacheln und Zus.; 2. andere Ausdrücke für ‚stechen‘? 3. scheiden, Formen, Verwendungen; 3a. Zusammens., ab-, be-, fürbe-, verbe-, ver- u. a.: 3b. der Scheid, die Schid und ihre Zusammens. (Abscheid, auch Abschid? Unterscheid, auch -schid? Fürbescheid, Scheidmann, auch Schid-? Entscheid, Schidzaun; 4. Ableitungen: Schidung, (unter)schidlich, verschieden, Verschiedenheit, bescheiden, die Bescheiden; 5. trennen (in welchen Verwendungen üblich?), ab-, auf-, zer-; 6. schneiden, Formen, Bedeutungen (diejenigen, die vom Sammler schon zu den Bogen ‚Schneiderei‘ mitgeteilt worden sind, desgleichen die auf den Ackerbau bezüglichen, bleiben hier und im folgenden fort), sich schn., Nägel, Geschwür, Wind, Kälte schneidet, einen schneiden ,nicht grüßen‘ u. a.; 6a. Zus.; 6b. der Schnitt (z. B. ein Schnitt Brot), die Schnitte, Zusammens. (z. B. Semmelschnitten); 6c. Schneide (übertragen auch der Schneid?), Zusammens.: 6d schnaiten, -eln (-oa-), das Schnait, die Schnaite, und Zus.; 6e, Ableitungen, wie schnitteln, Schnittling, Geschneid, Geschnait, Schnaiter, Geschnaitsel, schneidig, schnittig, Verschneidung, Überschneidung; 7, sonstige Ausdrücke für schneiden? [schnitzen später!]; (Fortsetzung folgt).

52. Fragebogen: Bewegung (11)

52 / L

 8. spalten, Formen, Verwendung, ab-, zer-; 8a. Spalt, Spältel, Spalte, Spelte und Zusammens., Zwiespalt, Apfelspältel, speltenhellig ‚dürr‘, funkelspelternagelneu u. a.); 8b. Abltgen., wie spälteln, Spältling, zwiespältig; 9. klieben, Formen, Verwendung, Zusammens. (zerklieben, Kliebhacke); 9a. Klub, Kluft, Kloben, Kluppe und Zus.; 9b. Ableitungen, wie klüftig, kluppen, -nen; 10. schroten, schröten, Formen, Verwendung; 10a. Zusammens., z. B. aus-, einschr., Schrotmesser, -hacke, -bank; 10b. Schrot, die Schrote, Schröte und Zus. (Sägschrot); 10c. Abltgen., wie Schröter (üblich?), schrötig (nur in Zusammens. wie beinschrötig?); 11. spleißen, Spleiße, Splisse; 12. splittern und Zus., Splitter: üblich? 13. spreißeln, Spreiß, Spreißel, Sprissel und Zus., Abl.; 14. spreiteln, Spreitel, spraiten (-oa-); 15. schleißen (Formen), schlaißen (-oa-), sind Unterschiede in der Verwendung dieser Wörter?; 15a. Zus., (d)er-, ver-, zerschleißen, verschlissen, zerschlissen, Verschleiß; 15b. Schliß, Schleiße, Schlaiße, schleißig, schlitzen, zer-, schritzen, Schlitz, Schritz; 16. schrenzen, Schranz; 17. andere Ausdrücke für ,spalten‘, ,splittern‘; 18. zetten, zetteln (,streuen‘, ,einzel gehn‘), ver-; zettelecht (z. B. z. kommen); 18a. andere Ausdrücke für ‚streuen‘ [streuen selbst später!]; 19. stieben, steuben, Zus. und Abltgen (Stieber ,Bofist‘); 19a. stöbern, Zusammens., Abltgen.; 19b. stüren und Zus. (aus-, auf-, um- usw.), Abltgen., wie Stürer und Zus. (z. B. Beinl-); 20. andere Ausdrücke für ‚stieben‘, ‚stöbern‘? 21. brechen, Formen, Verwendung, ohne Objekt (das Glas, der Wein bricht u. a.), mit Objekt (Holz usw., sein Wort, sich br.) [Flachsbrechen später!]; 21a. Zusammens., ab-, an-, auf-, aus-, ein-, durch- usw., Gebrechen, Brecheisen, -wurz u. a.; 21b. Bruch und Zus. (Ab-, Ausbruch, Bruchsalz u. a.); 21c. Abltgen.: Brecher, Ver-; gebrechlich, brüchig; 22. andere Ausdrücke für brechen; kommt bresten und Zus., Gebresten, der Brust (,Bruch‘) vor? platzen im schriftd. Sinne von ‚zerspringen‘? 23. schlagen, Formen, Verwendungen (ohne Objekt, z. B. die Uhr schlägt, das Pferd, die Farbe schlägt ins Grüne u. a., mit Objekt, Holz, den Baum, den Gegner u. a., das Kind schlägt nach dem Vater, aus der Art), geschlagen (Stunde, Mann); 23a. Zusammens.: ab-, an-, auf-, aus-, be-, (d)er-, durch-, ein-, für-, vor-, her-, abher-, aufher- usw., und deren Verwendungen; 23b. Schlag (eigentlich und übertragen) und Zusammens. (Ab-, An-, Auf-, Be-, Bei- usw., Schlagbaum, -brücke, -ring u. a., Tauben-, Tod- u. a.); die Schlage; Schlegel (soweit nicht schon zu Bogen 19, H 3ab vom Sammler genannt) und Zus. (Schlegelhaube, -milch, schlegelfest, -dick, -müde u. a.); Schlacht und Zus. (z. B. Urschlacht [falls nicht schon zu Bogen 26, O 32 vom Sammler erwähnt]); 23c. Ableitungen, wie Schläger und Zus., schlächtig in den Zus. tot-, faul-, herz-, donner- u. ä.; kommt (-)schlägig (ab-, ein-) vor? [Geschlecht, schlachten und ihre Sippe später, ebenso schlägern!]; 24. bleuen (Formen), Verwendungen, Zusammen. (z. B. durch-, ein-); der Bleu, Bleuel (auch Zus.), bleueln und Zus. (z. B. ab-, durch-), kommt Bleuer vor? 25. hauen, Formen, Verwendungen (soweit nicht schon zu Bogen 18, F 11 erwähnt; auch sonst auf den Acker- und Weinbau sich beziehende später!), Redensarten; 25a. Zusammens.; 25b. Hieb und Zus.; 25c. Ableitungen: Hauer und Zus., Häuel, Häugel, Verhau; 26. boßen und Zus. und Abltgen. (Tennboß, Boßer, -el); 27. sonstige Ausdrücke für ‚schlagen‘, ‚hauen‘, z. B. schneckern, pecken, picken, Pecker, peckatzen.

52 / M

 (bewegte Luft) 1. wehen und Zusammens.; die Gewäde; wächeln und Zus. (ab-, zuwächeln u. a., huwächeln); der Wächel, Wächeler, Windwächel; 2. wedeln, wadeln, Wedel, Wadel, Tannenwedel, Fliegenwadel u. a.; 3. blasen (Formen), Verwendungen; Zusammens. (an-, aus-, auf- u. a., Blasbalg u.a.); 3a. Blase (üblich?), Blaser; 4. blähen, sich bl., blähnen und Zus. (auf-, ver-, Blähhals, -ofen u. a.), Bläher, die Blähe, Blähung, blächeln, sich anbl., der Blächel, blad ; 5. sonstiges [fliegen, flattern später!], z. B. fläheln. (bewegtes Licht) 6. flimmern und gleichbedeutende Wörter, wie femmern, femmezen, flinsen; 7. flackern und gleichbedeutende, wie flaugezen, fledern; 8. blinken, blinkezen und gleichbedeutende, wie flinken, glitzen, -ern, glasten; 9. sprankezen ‚sprühen‘, spratzeln, sprackeln und gleichbedeutende. (Bewegung des Wassers) 10. rinnen, Formen, Verwendungen, rinnend, geronnen; 10a. Zusammens.; 10b. Rinne (auch Runne?) und Zus.; 10c. Runs, Runst, Runse, Runze und Zus.; 10d. Ableitungen, Rinnsal, Gerinsel, blutrünstig; 11. fließen, Formen, Verwendungen; 11a. Zusammens.; 11b. Fluß und Zus., z. B. Wasserfluß, Flußbett, -papier (auch Fließpapier?) u. a.; 11c. Abltgen., wie flüssig, überfl., floß ,flott‘, ,lose‘, kommt die Flüsse vor? [Floß, flößen und verwandte später!]; 12. quellen, Formen, Verwendung, Zusammens.; 12a. Quell, Quelle und Zus.; 13. sonstiges für ‚rinnen‘, ‚fließen‘, z. B. sifern, -eln, ‚langsam fließen‘, Hidel, Higel ‚unterirdische Quelle‘ und Zus., Hidlwasser, Högbrunnen; kommt sickern und Zus. vor? [triefen und Sippe später!] 14. sprudeln und Zus., Sprudel, Sprudler; 15. wallen, ‚sieden‘, Formen, Verwendung, Zus.; Wall, Waller, wallezen, wellen ‚sieden machen‘; 15a. Welle; 16. sieden, Formen, Verwendungen; 16a. Zusammens.; 16b. Sud und Zus., Sod, Sodbrennen u. a. Zus.; 16c. Ableitungen: Kaffee-, Leimsieder u. a., siedig, siedenig, sudeln und Zus., Sudler; 17. andere Ausdrücke für ‚wallen‘, ‚sieden‘? 18. Schaum und Zusammens., schäumen: schäumig; 19. gisten, gesten, Gist, Gest; 20. andere Ausdrücke für ‚schäumen‘? (schwankende Bewegung) 21. schwappen, schweppen, -ern, -eln, Geschwapper; 22. andere Ausdrücke, wie schwadern, dazu Geschwader, schwatteln, änteln, lämpeln (unruhig werden, von Seen), schwibezen, schwaibezen; wie nennt man die (etwa in einem Gläschen) bewegte Flüssigkeit selbst? Glingger(e), Klinkerle? 23. spritzen, sprutzen und Zus. (auf-, aus-, ver- u. a., spritzhal); 23a. Sprutz; Spritze, Sprutze; Zusammens. (Feuerspr., Spritzbüchse u. a.); 23b. Ableitungen, Spritzer; 24. sonstige Ausdrücke für ‚spritzen‘, wie spradern und Zus., spratzen, -eln, der Spratzel; 25. tauchen, sowohl in der Bedtg. ‚im Wasser untertauchen‘, als in der Bedtg. ‚drücken‘, ‚antauchen‘, und Zus. (an-, auf-, (d)er-, unter-, her-, hin- usw., Tauchber); 25a. Tauch, die Tauche; 26. tunken, Verwendungen, Zusammens., Tunker; 27. waten, -nen, Formen, Verwendungen; 28. andere Ausdrücke für ‚im Wasser gehen, sich bewegen‘, z. B. patschen, pantschen [schwimmen und Sippe später!]; 29. gießen, Formen, Verwendungen (mit und ohne Objekt); 29a. Zusammens. (ab-, an- usw., Gießkanne u. a.); 29b. der Guß und Zus., die Güsse, das Güß und Zus., die Gieße (üblich?), die Goss(e) und deren Zus.; 26c. Ableitungen, güssen und Zus.; güsseln, guseln, Gusel, güssig; 30. schöpfen, Verwendungen; 30a. Zusammens.: ab-, aus-, ein- u. a.; Schöpfeimer, -kelle u. a.; 30b. die Schapfe, Zusammens.; 30c. Ableitungen: Schöpfer ,Schöpfgefäß‘ und Zus. (Suppen-; Milch- u. a.), schapfen und Zus., Abschapfet.

53. Fragebogen: Farbe

53 / A

 1. Farbe; verschiedene Bedeutungen des Wortes, z. B. auch im Kartenspiel; Wendungen, wie: heraus mit der Farbe! 2. Zusammensetzungen wie: Ölfarbe, Farbvieh, Farbenspiel (eine Art Kinderspiel). 3. färbig; Zusammensetz. z. B. einfärbig. 4 Eigenschaftswörter, Zuss. mit -farb(en) z. B. abfarb, leidfarben. 5. färben.·5a.·färbeln (Bedeutung!). 6.·Färber; Zuss.·6a. Färberei; Zuss. 7. Volkstümliche Fachausdrücke, die sich auf die Färberei beziehen. 8. Sonstige Ableitungen von Farbe. 9. bunt, verschieden färbig; z. B. fech, (t)scheckig (man achte besonders darauf, ob das k mit oder ohne nachstürzendem h, ch gesprochen wird!); Redensarten wie: ja, schecket! 10. Zuss. wie: rotschecket, 11. Scheck (buntfarbiges Tier; auch Mensch mit solchen Haaren bedeutend?). 11a. Zuss. wie: Rotscheck, Scheckpeter. 12. Sonstige Wörter für bunt und Verwandtes: gestreift, gefeckt, karriert, getupft, gesprenkelt, gespritzt; Umschreibungen wie: ein ganzes Farbenkastel, trüherl. 13. Sonstiges wie: farblos, von schmutziger Farbe u. dgl. 13a. Bildliche Ausdrücke für Farben, die von bestimmten Stoffen hergenommen sind, z. B. kupfern für rötlich, silbern für weißlich.

53 / B

 (weiß, schwarz). 1.·weiß (Bedeutung, Wendungen, Vergleiche: weiß herschauen, weiß wie Schnee; hier und im Folgenden möge auch auf die Rolle hingewiesen werden, die die betreffende Farbe im Volksglauben und in den Volksbräuchen spielt. 2. weißlich, weiß(e)lecht. 2a. anweiß (Bedeutung?). 3. Das Weiße, die Weiße (Bedeutungen, z. B. = weiße Farbe, Tünche, Kuhnamen). 3a. Der Weiße. 3b. Weißling. 3c. Zusammensetzungen mit den unter 3, 3a., 3b. genanten Wörtern. 4. weißen (Vergangenheit geweißt oder gewißen?), weißigen, weißeln. 4a. Zuss. wie: aus-, verweißen. 5. Zuss. mit weiß an erster und an zweiter Stelle wie:weißärmlig, Weißarbeit, käseweiß. 6. schwarz (Bedeutung, Redensarten, Vergleiche). 7 schwärzlich. 8. Das Schwarz(e), das Schwärzlein (in der Scheibe). 8a. Der Schwarze (Bedeutung!), die Schwarze (Bedeutung!). 8b. Scharz, Schwärzel (Tiername). 9. Die Schwärze. 10. schwärzen (verschiedene Bedeutungen und Zuss.). 10a. Schwärzer. 11. Zusammensetzungen mit schwarz an 1. und 2. Stelle wie: schwarz – rücklecht, Schwarzblättlein (Bedeutungen!), pechschwarz.

53 / C

. (rot, braun). 1. rot (Wendungen und Vergleiche); man beachte besonders die Verwendung von rot als Zauberfarbe. z. B. rote Halsbänder (Schellenbögen) bei Kälbern. 2. rötlich, rotlecht. 3. Das Rot. 3a. Der Rote, die Rote (Bedeutung!). 3b. Rot, Rötel, Röte als Tiername. 3c. Die Röte (Bedeutet es auch Blut). 3d. Zuss. wie: Engelrot, Gemsröte. 4. röten (auch = blutharnen?) u. sonstige etwa von rot abgeleitete Zeitwörter. 5. Zuss. mit rot an 1. und 2. Stelle wie: rotfuchset, Rotblättlein, feuerrot. 6. sonstige Ausdrücke für rot und seine Abstufungen, z. B. für purpurn, der Purpur. 7. Zuss. und Ableitungen von den zu 6 genannten Worten. 8. braun (Wendungen und Redensarten). 9. bräunlich, braunlecht. 9. bräunlich, braunlecht. 9a. braunett (brünett). 10. Das Braun. 10a. Der Braune. 10b. Tiernamen wie: Braun, Bräundl(a). 10c. Bräune als Krankheitsname. Zuss. wie Halsbräune. 11. bräunen, bräuneln, braunen, baunieren (= braun machen). 12. Zuss. mit braun an 1. und 2. Stelle wie: braunhelmecht, Braunnudel, kestenbraun.

53 / D

 (blau, grün). 1. blau (Redensarten). 2. bläulich, blaulecht. 3. Das Blau(e), (das Blaue vom Himmel versprechen). 3a. Die Bläue(n), (nur = waschblau?). 3b. Bläuelein (welcher Vogel? sonstige Bedeutungen). 3c. Blables, ein blaublühendes Unkraut?. 4. blauen (blau sein, blau machen). 4a. (an)bläuen in der Bedeutung: betrügen? 5. Zuss. mit blau an 1. und 2. Stelle wie: blaunaset, Blaufuß, himmelblau. 6. Sonstige volkstümliche Ausdrücke für blau und ähnliche Farben wie lila, violett (Zusammens.). 7. grün (die verschiedenen Bedeutungen wie unreif, roh anführen! Redensarten wie: grün und blau schlagen). 8. grünlich, grünlecht, grünig (grün gefärbt, etwaige andere Bedeutungen). 9. Der Grüne (Teufel?). 9a. Das Grüne (verschiedene Bedeutungen angeben und Zuss. wie Grünzeug, Spielkartenfarbe!). 9b. Die Grüne (Farbe oder Fläche). 10. Der Grünling, Grüner, Grünler (Name von Tieren, Menschen, Pflanzen). 11. grünen, grüneln (= grün sein, werden). 12. Zusammensetzungen mit grün an 1. und an 2. Stelle wie: grünwachs (Bedeutung!), Grünarbeit, lauchgrün, Wintergrün.

53 / E

 (gelb, falb, grau und Verwandtes). 1. gelb (gelb und. grün vor Zorn; gelber Schleim = eine Krankheit? wird golden und Zuss. mit diesem für gelb verwendet?). 2. gelblich, gelblecht. 3. Das Gelb(e). 3a. Der Gelbe, die Gelben, (Bedeutung). 3b. Die Gel (Krankeit), Gilbe. 4. gilben, gilbel(e)n, vergilben. 5. Zusammens. mit gelb an 1. und an 2. Stelle wie: Gelbwurz, strohgelb. 6. fahl, falb, falch. 7. falchet, falchelet, falbelet. 8. Der Falb(e), der Falch(e) (als Tiernamen oder auch in anderer Bedeutung?). 8a. Die Falbe, Falche (Tiernamen oder auch in anderer Bedeutung?); Verkleinerung. 9. falben, falchelen (= falb machen). 10. Zuss. wie: falbwild, falbrückelecht. 11. Sonstige Ausdrücke für Farbenschattierungen zwischen braun und gelb oder gelb und grau wie: erpf(en), alb mit genauer Bedeutungsangabe und Anführung der Zuss. und Ableitungen wie z.B Elbschaf, elbelecht. 12. grau, gråb, grab (Wendungen). 13. graulich, grawelet. 14. Das Grau, die Graue (Bedeutung). 15. grauen, grauel(e)n, (grawel(e)n), grauetzen (Bedeutungen). 16. Zusammens. wie kitzgrau, Grauamsel. 17. Sonstige Ausdrücke für grau, etwa greis, schimpel.

53 / F

 (bleich, blaß). 1. bleich (Wendungen und Redensarten). 1a. blöd(e) in der Bedeutung bleich. 1b. ablechtig in der Bedeutung bleich. 2. bleichlich. 2a. anbleich. 3. Die Bleiche (in allen Bedeutungen!). 3a. bleichen (in allen Bedeutungen!). 3b. erbleichen (bleich werden). 4. Zusammens. mit bleich. 5. blaß (ist das Wort sehr üblich?). 6. Die Blässe (in allen Bedeutungen!). 6a. Blese (= Schmutzfink;· andere Bedeutungen? ė oder ę?). 6b. Blaß, Blassel (weißer Stirnfleck, Tier mit solchem). 7. Zusammens. wie: leichenblaß.

54. Fragebogen: Zeit zwischen Mittsommer und Neujahr

Vorbemerkungen: Heiligennamen werden verschieden ausgesprochen, je nachdem ob sie den Heiligen selbst bezeichnen (Jakob) oder als Rufnamen dienen (Jakl, Koberl) oder in Orts-Hausnamen und Zusammensetzungen (St. Jakob, Jakobsbeeren) vorkommen. Außerdem werden sie in übertragener Bedeutung gebraucht (Jakl = derber Mensch, Tölpel). Alle diese verschiedenen Formen mit ihren Abkürzungen (Koseformen) bitten wir bei jedem Namen auf besonderem Zettel anzugeben! Man beachte ferner, wofür die Heiligen als Schutzherren angesehen werden, z. B. Medardus ist der „Regenmann“, Patron der Regenschirmmacher, St. Primus (Preims) der Badeheilige. Man verzeichne weiter auch die etwaigen Bräuche und Bauernregeln, die sich auf bestimmte Kalendertage beziehen und scherzhafte Wendungen u. Rätselfragen wie: wie heißt der Heilige, der nicht trocken und nicht naß ist? Feicht! Man teile wömöglich auch mit, in wiefern die Attribute der Heiligen volksläufig und etwa darauf sich beziehende Reime, z. B. „Peter mit dem Schlüssel schlagt’n Paul a bißl, Paule mit dem Schwert schlagt’n Peter, daß er rert“.

54 / A

 1. Sonnenwende; zu, auf Sonnenwende, sonstige Ausdrücke (Mittsommer). 2. Zusammensetzungen mit Sonnenwende, z . B. Sonnwendkäfer usw. und Ableitungen wie Sunawents (Sonnwendblume). 3. Sonnwend-, Johannisfeuer, -Licht. 4. Zusammenhängende Beschreibung der Sonnwendfeuer, mundartliche Ausdrücke (jeder auf besonderem Zettel!), Sonwendsprüche. 5. Johannistag, Johanne, zu Johanni. 6. Johannes als Heiligen-, Orts- und Rufname: St. Johann, G(e)hans, Hans, Hansel, Seipehans; Zuss. wie Hanspeter, -jörg. 6a. Ableitungen wie hanseln u. dgl. 7. Sonstige Bräuche am Sonnwendtag oder -vorabend: Blumenorakel, Gichtkräuter, Umzüge, Holzsammeln, Verse. Volksglaube über besondere Kräfte des Wassers und der Heilpflanzen; Wetter- und Bauernregeln.

54 / B

 1. Sonstige Heilige (Lostage) im Juni; Medardus, Veit, Peter und Paul, Pr imus u. a.; zu Medardi usw. (jeder Name auf eigenem Zettel!). 2. in übertragenem Sinn, z. B. Feidl = Tölpel, Messer u. dgl. 3. Zuss. wie Veitstagtanz, Peterschlüssel u. ä. 3a. Ableitungen wie Peterling. 4. Wofür sind die Schutzheilige und damit zusammenhängende Namen wie Regenmann, Wetterherren. 5. Bräuche, Bauernregeln, Scherze.

54 / C

 Heilige im Juli, Lostage: Ulrich (U. anrufen), Margaretha, Madalena, Jakob (Terminstag?), Anna, Ignatz u. a. 2. Zuss. wie Jag(g)esbeer. 2a. Ableitungen wie jageln. 3. Schutzheilige wofür? 4. Bräuche, Bauernregeln, Scherze. 5. Hundstage, sauere Gurkenzeit: Redensarten. 6. Mariä Himmelfahrt, Frauentag, andere Ausdrücke, Bräuche, Wetterregeln. 7. wie heißt die Zeit zwischen großem und kleinen Frauentag? Frauendreissigst; Zuss. (Dreißigsteier, Frauenkäferl u. a.; Wendungen: zwischen die Frauentäg. 8. Heilige im August, Lostage: Portiunkula, Lorenz, Susanna, Ludwig, Bartholomäus u. a. 8a. Zuss. wie: Saubertl, Hemedlenzel u. dgl. 8b. Ableitungen wie lenzen. 9. Schutzheilige wofür? Bräuche, Bauernregeln, Scherze. 10. Heilige im September: Ägid, Matthäus, Rupert, Wenzel, Michael (Much); (wofür ist Michael Termin?), Regina, Hieronymus u. a. 11. Zuss. wie Rupertiwinkel. 12. Schutzheilige wofür? 13. Bräuche, Bauernregeln usw. 14. Mariä Geburt; Aussprache (Maria, Marja, Moria, Mirl, Mirzl, Mizzi, Muz, Miedl, Moidl, Mariedl, Ritschl; St. Marein, St. Margen; im Gebet! im Fluch Bräuche usw. 15. mit Maria zusammengesetzte Namen: Marianne, Annemarie usw. 16. Mariä Namen. Bräuche usw. 17. Wetterregeln für den September. 18. Heilige im Oktober, Lostage: Schutzengelfest, Rosenkranzsonntag, Koloman, Gallus Lukas, Ursula, Simon und Judä, Wolfgang. 19. Zuss. u. Ableitungen. 20. Schutzheilige wofür? Bräuche usw. 21. Sonstiges: der goldene Sonntag u. dgl.

54 / D

 1. Allerheiligen, -tag, -kerzen u. a. - Allerseelen, -wecken, -striezel, dgl. Bräuche. 3- Heilige im November, Lostage: Karl, Leonhard, Martin, Leopold, Elisabeth, Cäcilie, Katharina, Andreas u. a. 3a. Orakelsprüche. 3b. Aberglaube und Schutzmittel in Verbindung mit Leonhardi (Lienel). 4. Zuss. wie: Alsterkathl. 5. Ableitungen wie lieneln. 6. Schutzheilige wofür? Bräuche (Mertenloben, Umritte), Sprüche usw. 7. Advent (Ausspr., Zuss.). 8. Frühmesse, Rorate, Wendungen. 9. Klöpfeln, -ck, -Klöckler, -nacht u. dgl. Bräuche, Sprüche, Lieder. 10. Nikolaus. 10a. Klausenbaum? 11. Zuss. wie Niklobirn, Lausnickel. 12. Ableitungen wie nickeln. 13. Bräuche, Spiele, Namen der beteiligten Personen, Sprüche. 14. sonstige Heiligentage (Lostage): Eligius, Franz Xaver, Franziska, Barbara (Barbarazweige, Ambros, Lucia, Thomas, Adam und Eva („Adamle“ Folterwerkzeug), David (Taveit). 14a. Bleigießen und andere Orakel. 15. Zuss. wie Ofentomerl. 16. Schutzheilige wofür? Bräuche usw.

54 / E

 1. Weihnachtsabend, hl. Abend, Christvilge, Bächeltag; Bräuche. 2. Christmetten-, Rumpelnacht, Aberglaube. 3. Christ-, Weihnachts-, Lausmette. Übertragene Bedeutung von Mette (besoffene Mette); Zuss. wie Saufmette. 4. Christbaum, seit wann eingeführt? oder bloß Reisig? Name. Wie geschmückt und wo aufbewahrt? Volksglaube? 4a. Paradeis, Weihnachtsgestelle. 5. gibt es noch Reste eines Feuerkultus, z. B. Mettenblock, Bächelboschen? 6. Christkind, Volksglaube. 7. Gesamtname für die Weihnachtszeit. 7a. 25. Dezember, Christtag (Bauernregeln). 8. Christ-Weihnachtsmesse. 9. Zuss. wie Weihnachtsrose u. dgl. 10. zu, auf die Weihnachten. 11. Speisen u. Gebäcke für die Weihnachtszeit. 12. Weihnachtskrippe; Bräuche. 13. Krippel(ge)spiel (auch übertragene Bedeutung), -Männlein. Sonstige Ausdrücke. 14. Weihnachtsspiele, Hirtenlieder; darin auftretende Personen, Namen dieser (Stachel). 15. Stefanstag, zu Stefani; Stöff(el); St. Stephan; Pferdepatron. Bräuche, Sprüche, Regeln. 16. Zuss. wie Stefaniwasser. 17. Salz-Wasserweihe. Weihsalz. 18. Johannes Evangelist. Weinweihe (Johannesminne), Volksglaube. 19. Unschuldigenkindertag, Pisentag; Bräuche (schappen, pisnen, nussenschnalzen, fitzeln, pfeffern, dangeln und womit?; Wunschformen. Silvester, -tag, -abend; Altjahrtag, Bräuche, Zauber. 21. an welchem Tag wandern die Dienstboten? - Name der Tage. 22. Bauernregeln für Dezember. 23. in welcher Nacht laufen die schiechen Perchten; Tracht und Bezeichnung (Tafel - Vogel - Blumenpercht).

55. Fragebogen: Tod

55 /

1. Tod, dessen Personifikationen. 2. Vorzeichen des Todes. 3. Anmelden, sich anmelden (Subjekt?). 4. Käutzchen als Totentier, Totenvogel. 5. Natter als Totentier. 6. andere Totentiere. 7. Totenbett. 8. Sterbezimmer. 9a. in den (letzten) Zügen liegen. 9b. der Sterbende zieht (schon). 9c. was tut man, um den in den Zügen liegenden das Sterben zu erleichtern? 9d. versehen (mit den Sterbesakramenten). 9e. versehen gehen. 9f. Wegzehrung. 9g. Himmelsbrot. 9h. letzte Ölung. 9i. den Geistlichen holen, zum Herrn schicken. 10. Ausdrücke für sterben, gestorben sein. 10a. tot. 10b. der Tote, der Leichnam. 10c. scheintot. 11. Lichteinhalten. 12. Sterbekerze. 13. die Augen zudrücken. 14. Zügenglocke, die z. läuten, absetzen beim Läuten (wie oft?). 15. für die ausfahrende Seele beten, die Seele ausbeten (formelhafte Gebetsschlüsse). 15a. in welcher Gestalt fährt die Seele aus? 15b. wird dem Wehen des Windes während des Sterbens oder der Leichenfeuer eine Bedeutung beigelegt? 15c. den Zuchungen des Sterbenden? 15d. den Geräuschen an der Leiche? 16. Toten besehen. 17. den Leichnam (die Leiche) waschen. 18. den Leichnam ankleiden, anlegen. 19. Totenhemd. 20. Totenkleid; besondere Beigaben für verstorbene Wöchnerinnen? 21. Bahre. 21a. Laden. 21b. Brett, Rebrett. 21c. Nagel (auf dem Nagel liegen). 22. Totentruhe. 22a. Sarg. 23. Sargnagel. 24. Sargdeckel. 25. Leichenansager; Leichenbitter. 26. die Leiche einsagen, ansagen; zur Leiche einladen. 26a. Zeit zwischen Tod und Begräbnis. 27. Leichenbegängnis, Begräbnis, Leiche, Leicht. 27a. der oder das Kondukt. 27b. Ehrentag bei Jungfrauen. 28. Ausläuten der Leiche (wann und in welcher Form: verschieden bei Mann, Weib, Kind?). 28a. die Leiche einläuten (mit großem, kleinen Geläute). 29. Totenwacht (Gebete, Spiele dabei und deren Namen. Was wird dabei verabreicht, was für Lieder gesungen?) 30. Die Leiche aufbahren. 30a. Wie heißt das Gemach, in dem der Tote aufgebahrt wird? 30b. in welcher Richtung kommt der Tote zu liegen? (Redensarten!). 31. die Leiche aufputzen (woher nimmt man die Blumen und Kränze; werden sie von der Kirche ausgeliehen? 32. Blumensträuße (für die Trauergäste; welche Blume?). 33. Totenkränzel. 33a.Totenkrone. 34. Gesamtname für das, was dem Toten mitgegeben wird; welche einzelnen Gegenstände. Besondere Beigaben für verstorbene Wöchnerinnen? 35. Bahrtuch (verschiedene Farbe und Lage desselben?). 36. Maschen (an den Enden des Bahrtuches). 37. Stroh- oder Ährenbüschel, die im Weihwasser stehen. 38. Besprengen der Leiche (was wird dabei gesprochen?) 39. Anschauen, Besuch der Leiche. 39a. Ausstellen der Leiche. 40. Begräbnisstunde. 40a. gibt es bestimmte Tage, an denen nicht beerdigt werden darf? 41. Annageln des Sargdeckels. 42. Schwenken oder Heben des Sarges an der Schwelle. 43. was geschieht mit der Leiche an Kreuzwegen. 44. Tür- und Fensteröffnen. 44a. Fegen des Bodens. 44b. Verbrennen des Bettstrohes. 45. Trauerhaus. 46. Leidtragende. 46a. Trauergäste (werden sie bewirtet und wo? 47. die Leiche begleiten, mit der Leiche gehen, dem Toten die (letzte) Ehre bezeigen. 47a. zur (ewigen) Ruhe tragen. 48. die Leiche abholen. 49. Träger. 50. Kreuzelbub. 51. werden Kerzen verteilt? 51a. Windlichter. 51b. Windlicht tragen. 51c. Windlichtträger. 52. Totenklage. 52a. Klageweib(er). 52b. Totenfrau. 53. Vorbeter. 54. einsegnen. 55. Viertel-Halb-Ganzkondukt. 56. Polster. 57. Polsterträger(innen). 58. Leichenzug (Ordnung desselben). 59. Grabrede. 60. Friedhof, Gottesacker. 61. Grab, Grube. 61a. Gruft. 61b. wird dem Regnen ins offene Grab Vorbedeutung beigelegt? 61c. Grabrichtung; Geistliche umgekehrt. 62. Totengräber. 63. das Grab machen, schaufeln. 64. Eingraben, begraben, ins Grab legen. 65. Grablieder. 66. Grabgebete. 67. die Hand voll Erde, die ins Grab nachgeworfen wird. 68. Seelenmesse. 68a. Requiem. 69. Dreißigster (oder andere Tage für Gedächtnisfeiern). 69a. Jahrtag (Verrichtungen an solchen Gedenktagen?) 69. Gebäcke, Speisen, womit an diesen Tagen die Armen bewirtet werden. 70. Trauerkleider. 71. Trauerzeit. 72. Totenmahl (wo gehalten und unter welchen Formalitäten? Bleibt ein Platz frei?). 73. Gerichte dabei und ihre Abfolge. 74) Nachrede. 74a. Nachreden. 75. Gedächtnismesse. 76. Grabbesuch. 76a. Grabbeterin. 77. Grabkreuz. 77a. andere Grabdenkmäler. 78. Inschriften. 79. Grabschmuck. 80. Friedhofblumen. 81. Licht am Grab. 81a. Licht im Haus an Gedächtnistagen. 82. Totenzauber (Beschwörung). 83. Totenbretter; Inschriften darauf; wo werden die Totenbretter aufgestellt? 84. werden die armen Seelen gefüttert? (wann? wenn Speisen beim Kochen überlaufen? wird Mehl in den Wind gestreut?) 85. erster Allerheiligentag nach einem Todesfall. 86. Beerdigung von Selbstmördern, unehelichen, ungetauften Kindern.

56. Fragebogen: Gruß, Wunsch, Bitte und Dank

56 / A

 Grußformeln bei der Begegnung zu bestimmten Tageszeiten. (Wir bitten um Angabe der Tagesstunde, während deren die Grußformel gebraucht wird und um Mitteilung, auch der beim raschen Sprechen verkürzten und zusammengezogenen Formeln, z. B. n-Abend, schamster Diener); 1. am Morgen, 2. während des Vormittags. 3. zu Mittag. 4. während des Nachmittags. 5. am Abend. 6. vor dem Schlafengehen. 7. wie heißt der Klaps, den Kinder einander vor dem Schlafengehen geben?

56 / B

 Besondere Grußformeln: 1. beim Eintritt ins Haus. 2. bei der Verabschiedung nach einem Besuch. 3. beim Abschied vor einer Reise. 4. bei der Heimkehr nach längerer Abwesenheit. 5. beim Betreten eines Geschäftes. 6. beim Verlassen desselben. 7. Begrüßung einer größeren Gesellschaft (im Wirtshaus, bei Besuchen). 8. Verabschiedung von größerer Gesellschaft. 9. wie grüßt man Respektspersonen? (Pfarrer, Lehrer u. a.). 10. wie grüßen Dienstboten den Bauern, die Bäuerin? 11. Kinder die Eltern. 12. welche Grüße gelten für besonders vornehm. 13. für altväterisch. 14. für burschikos. 15. beim Eintritt in den Stall. 16. in die gute Stube. 17. auf dem Kirchweg. 18. bei Krankenbesuchen. 22. wie grüßt man die bei einer Mahlzeit versammelten? 23. besondere Grüße verschiedener Berufe (Handwerker). 24. Grußformeln der Schüler und Studenten. 25. der Handwerksburschen (Kunden). 26. der Bettler. 27. besondere Formeln bei bestimmten Arbeiten (gerichtet z. B. an den Sämann, Drescher); 28. Grußformeln der Wallfahrer; 29. wie begrüßt sich an großen Festtagen (zu Ostern, Pfingsten, Weihnachten, Neujahr)? 30. Beileidsformeln, 31. was spricht man beim Nießen? 32. scherzhafte Grußformeln.

56 / C

 1. Gruß, Mz. Verkl.; 2. der englische Gruß, 3. Grußläuten, 4. Redensarten wie: ein leerer Gruß geht barfuß, 5. hauptwörtlich gebrauchte Grußformeln wie: ein Grüß Gott, Pfiat Gott. 6. Grußformeln in übertragener Bedeutung, z. B. einen Törischen einen guten Morgen sagen; 7. einen Gruß ausrichten, bestellen, 8. schicken, auftragen, 9. bringen, 10. andere derartige Wendungen. 11. grüßen, 12. Redensarten wie: den haben die Närrischen grüßen lassen, den Zaun wegen dem Garten grüßen; 13. sich begrüßen, 14. sich verabschieden (pfiaten).

56 / D

 1. Wunsch, 2. Glückwunsch, 3. einen Wunsch (Glückwunsch) aufsagen, 4. formelhafte Glückwünsche bei verschiedenen Anläßen (an Feiertagen, Namens- und Geburtstagen), 5. scherzhafte Ausdrücke für „jemand beglückwünschen“ (anstrudeln), 6. wünschen (Formen: gewünscht oder gewunschen?), hat wünschen auch die Bedeutung „zaubern“? 7. verwünschen, Form und Bedeutung des Mittelworts der Vergangenheit, verwünscht, verwunschen, 8. andere Zuss. wie an, ab, zuwünschen; 9. Wünschelrute, -hut u. ä.

56 / E

 1. Bitte, das Gebitt, Anliegen, 2. eine Bitte fürbringen, anbringen, 3. eine große kleine Bitte, 4. eine Bitte gewähren, 5. eine Bitte abschlagen, 6. Gegenbitte, 7. Formeln wie: „bitt gar schön“, „ich hätt eine Bitte“, 8. Fürbitte, 9. Fürbitter, 10. der Bittel, 11. bitten, einen angehen um etwas: Formen von Bitten: gebeten oder gebittet? 12. Jemand bitten lassen, 13. einen Bittenden anhören, 14. erhören.

56 / F

 1. Dank, Redensarten wie: keinen Dank haben; 2. Undank; 3. danken; 4. sich bedanken, Dank sagen; 5. verdanken; 6. Danksagung; 7. Dankbarkeit; 8. Undankbarkeit; 9. dankbar; 10. undankbar; Redensarten wie: der sagt nicht einmal dank schön; 12. Dankformeln wie: dank recht, vergelts Gott. 13. höfliche Ablehnung des Dankens, z. B. „nichts zu danken, gern geschehen“.

56 / G

 Höflichkeitsformeln: 1. Aufforderung einzutreten, 2. Platz zu nehmen, 3. sich mit einer Speise zu bedienen, 4. einen Trunk zu tun; 5. Entschuldigung, wenn man an einen anstößt; 6. andere Höflichkeitsformeln wie: „nichts für ungut“, „ich bin so frei“, „ists erlaubt“ u. a.

57. Fragebogen: Jagd (1)

57 / D

 1. Jagd- und Vorstehhund. 2. Volkstümliche Bezeichnungen der am Orte zur Jagd verwendeten Hunderassen, z. B. Branteln für Bracken. 3. Jagdhundnamen. 4. Hündin als Jägerausdruck (alles, was sich auf den Hund im allgemeinen bezieht, wird beim Haushund abgefragt werden). 5. Junge Jagdhunde. 6. Zurufe des Jägers an den Hund wie kusch! such! faß! hüt! apport! u. dgl. 7. In der Mundart übliche Jägerausdrücke für die Körperteile des Jagdhundes. 8. Ebenso für die Lebensfunktionen des Jagdhundes wie nehmen (fressen), sich lösen (sich entleeren), umstehen (eingehen), hitzig (läufig) sein, decken (belegen), werfen (gebären) u. ä. 9. abrichten (abführen). 10. Dressur. 11. Der Hund arbeitet gut. 12. Der H. hat Appell. 13. Er ist scharf, hitzig. 14. Er ist ferm. 15. Er ist hasenrein. 16. Er ist schußscheu. 17. Er ist handscheu. 18. suchen; suchen lassen. 19. Schwaißarbeit. 20. Gute Witterung. 21. Hohe, niedere Suche. 22. Der Hund zieht an. 23. Er nimmt die Fährte auf, fällt sie an. 24. Er reviert. 25. Er stöbert ab (rändert). 26. Er zieht nach (dem laufenden Wild). 27. stehen, vorstehen. hüten. 28. aufstöbern, einspringen. 29. nachprellen. 30. nachjagen. 31. abrufen, -pfeifen. 32. ablegen (den Hund 1iegend zurücklassen). 33. apportieren. 34. Das Wild zerdrücken (knautschen). 35. Das Wild anfressen (anschneiden). 36. Laut geben, anschlagen. 37. stand-, fährtenlaut. 38. Die Beil geht an. 39. beilbrüchig (wenn der H. auf der Fährte zu bellen aufhört. 40. lautjagend. 41. Gebell (Geläute). 42. verbellen, tot verb. 43. Das Wild stellen. 44. Vom Wild angegangen werden. 45. Meute. 46. an-, abkoppeln. 47. Das Schwein stellen, packen, decken. 48. Die Sau ausheben. 49. Die Hunde von der Sau abnehmen. 50. Hundehalsband (Halsung). 51. Hundeleine. 52. Hundepeitsche. 53. Schwaißriemen. 54. Den Hund auf die Fährte setzen. 55. Der Hund hängt nach. 56. Den Hund am Riemen nacharbeiten lassen. 57. Den Hund vom Riemen lösen. 58. Der Hund geht durch, fährt ab.

57 / E

 Jagdbare gehörnte Vierfüßler: 1. Hirsch, einen Hirschen, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Dem Hirschen etwas auf die Hörner binden. 2. Zusammensetzungen wie Feist-, Platz-, Beihirsch, Hirschbrunst, hirschhäuten. 3. Hirschkuh (Hirschin, Tier, Kahlwild). 4. Schmaltier. 5. Alttier. 6. Galttier. 7. unfruchtbar (galt). 8. Hirschkalb, 9. Wildkalb (weibl.). 10. schwacher, geringer Hirsch. 11. starker, guter, kapitaler Hirsch. 12. alter, einsamer Hirsch (Einsiedler). 13. Rot-, Edelwild. 14. Hirschgeweih (Stangen, Gestemm). 15. Das Geweih abwerfen. 16. Das Geweih aufsetzen (er schiebt brav an. 17. fegen, er hat verfegt. 18. Das Geweih ist im Bast, ist rauh, 19. Kolbenhirsch. 20. Rosen. 21. Rosenstöcke. 22. Perlen. 23. geperlt. 24. Enden des Geweihes. Was gilt als Ende? (Woran man einen Hut aufhängen kann.) 25. Augensproß. 26. Eissproß. 27. Mittelsproß. 28. Krone; 1., 2., 3. Krone. 29. Kronengeweih, -hirsch, 30. er blendet (wenn eine starke Perle oder Ausbuchtung wie ein Ende aussieht). 31. Hirsch mit je 1 Spieß (Spießhirsch, Spießer). 32. Die Spieße sind verreckt. 33. Hirsch mit je 2 Enden (Gabelhirsch, Gabler). 34. Hirsch mit je 3, 4, 5 und mehr Enden (Sechsender usw.). 35. gerader, ungerader Sechsender usw. 36. abnormes (widersinniges) Geweih. 37. er hat zurückgesetzt. 38. Reh, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Augen wie ein Reh. 39. Zusammensetzungen wie Rehleder u. dgl. 40. Rehbock. 41. Rehgeiß (Rehkuh, -mutter, Rehin, Ricke). 42. Rehkitz,. Mehrz., Verkl. 43. Rehwild. 44. Schmalreh, -geiß. 45. Altreh. 46. Galtreh. 47. Rehgeweih (-gewichtel, -krückel, -gehürn). 48. Spießer, Gabler, falls andere Ausdrücke dafür bestehen als beim Hirsch (sonst bei Nr. 31 und 33 vermerken). 49.Knopfspießer. 50. Sechser-, Achterbock (Sechser, Achter). 51. Kümmerer. 52. Kreuzbock. 53. Perückenbock. 54. Gemse, einen Gam(p)ßen, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Springen wie ein Gamß. 55. Zusammensetzungen wie Talgamß (Ziege), Gamßsteig. 56. Gemsbock. 57. Alter Gemsbock (Stoß-, Lauberbock). 58. Bartgams, -bock. 59. Muttergemse (Gamßin). 60. Gemsjunges (Scharwildel). 61. Leittier (Leit-, Vorgeiß). 62. Gamsgeweih (Krucken). 63. Steinbock, -wild, 64. Damwild (Dandel). 65. Schaufel am Geweih. 66. Schaufler. 67. Zusammensetzungen wie Dandelgarten, -gestemm.

57 / F

 Jagdbare, ungehörnte Vierfüßler: 1. Hase, einen Hasen, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Kein heuriger Hase. 2. Zusammensetzungen wie Feldhase, Hasenbalg u. ä. 3. Häsin, Mehrz. 4. Junghase. 5. Fürhas, G‘has (Hasenvorderes in der Küchensprache). 6. hasig, -isch (zum Hasen gehörig, töricht). 7. (D)erhasen (den Mut sinken lassen). 8. Schnee-, Alpenhase. 9. Wildes Kaninchen. 10. Bau des Kaninchens (Röhre). 11. Frettchen (Furettel). 12. frettieren (mit dem Frettchen auf Kaninchen jagen). 13. Wiesel (Mümlein, Bräutlein, Harmlein), Mehrz., Verkl.; Volksglaube (Seelentier, das Anblasen); Redensarten wie: schnell wie ein Wiesel. 14. Zusammensetzungen wie Hauswiesel, wieselwendig (sehr schnell). 15. Murmeltier (Murmentel). 16. Marder, Mehrz., Verkl.; Redensa. 17. Baum-, Edelmarder. 18. Steinmarder. 19. Zusammensetzungen wie Hausmarder, Marderdreck. 20. märdern Eigschw. (zum Marder gehörig). 21. Iltis (Elteis), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Stinken wie ein Iltis. 22. Zusammensetzungen wie Iltisfalle u. dgl. 23. Werden Männchen und Weibchen beim Marder und Iltis besonders benannt? 24. Wildkatze, -kater. 25. Fuchs, einen Fuchsen, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Schlau wie ein Fuchs; Spiele (Fuchs aus der Höll‘); Lieder (Fuchs, du hast die Gans gestohlen). 26. Zusammensetzungen wie Kreuzfuchs, fuchsteufelswild. 27. Fuchsmännchen (Ried), Mehrz. 28. Füchsin (Föhin), Mehrz. 29. Junge Füchse (Welfen). 30. Fuchsbau (Geschläuf). 31. Ausdrücke für bestimmte Teile des Baues (Kessel u. a.). 32. Zu Bau fahren, kriechen. 33. füchsen Eigschw. (aus Fuchsfell). 34. fuchsig, -et, -isch, 35. fuchsen Zeitw. (Bedeutungen!). 36. füchseln Zeitw. (Bedeutungen!). 37. gefüchst (schlau). 38. Pfenning-, Federfuchser. 39. Dachs,. einen Dachs(en), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Faul wie ein Dachs u. ä. 40. Zusammensetzungen wie Frechdachs, Dachsfett (Heilmittel!).

58. Fragebogen: Jagd (2)

58 / F

 41. Winterschlaf (Wal). 42. Den Winterschlaf halten. 43. Dächsin. 44. Dächseln (Dachs jagen, krummbeinig gehen). 45. Wolf, einen Wolf(en), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Wolf im Schafspelz. 46. Zusammensetzungen wie Nerwolf (Geizhals), Wolfskugel u. a. 47. Wölfin, Mehrz. 48. Wolfsjunge. 49. Wolfsgrube. 50. wölfen, -isch Eigschw. 51. Bär, einen Bär(en), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Jemanden einen Bären aufbinden (Pêr = Eber wird beim Hausschwein abgefragt). 52. Zusammensetzungen wie Tanzbär, Bärenhäuter. 53. Bärin, Mehrz. 54. Bärenjunge. 55. Raubzeug, -wild, 56. Wildschwein (Geschlecht!), Mehrz.; Redensa. wie: Besser leben als ein Wildschwein u. ä., 57. Eber (Keiler). 58. angehendes Schwein. 59. hauendes, gutes Schwein. 60. Haupt-, grobes Schwein. 61. Sau (Bache). 62. Frischling. 63. Überläufer. 64. Schwarzwild. 65. Fischotter (Geschlecht!).

58 / G

 Jagdbare Vögel. (Wir bitten, im folgenden stets neben der allgemeinen Bezeichnung auch die des Männchens und Weibchens anzuführen, wenn dafür besondere Ausdrücke vorhanden sind, ebenso Benennungen für etwaige Abarten der angeführten Vögel; auch ersuchen wir, Geschlecht, Mehrz., Verkl., Zusammensetzungen und gebräuchliche Redensa. nicht zu vergessen): 1. Auerhahn, -henne (Orh.). 2. Birk-, Spielhahn. 3. Rackel-, Mittelhahn. 4. Fasan. 5. Gold-, Silber-, Ring- oder Halsbandfasan. 6. Rebhuhn. 7. Steinhuhn. 8. Schneehuhn. 9. Moor-, Weidenhuhn. 10. Haselhuhn. 11. Wachtel. 12. Wachtelkönig (Zerpf, Net-net). 13. Regenpfeifer. 14. Schnepfe; Wald- und Sumpfschnepfe. 15. Strandläufer. 16. Wasserläufer. 17. Säbelschnäbler. 18. Brachvogel. 19. Rohrdommel. 20. Sumpfhühnchen. 21. Bläßhuhn. 22. Schwan, einen Schwan(en). 23. Wildgans. 24. Wildente. 25. Sägeschnäbler. 26. Seeschwalbe. 27. Möve. 28. Kormoran. 29. Pelikan; Volksglaube. 30. Kranich; 31. Reiher. 32. Steißfuß. 33. Storch, einen Storch(en); Volksglaube. 34. Eisvogel. 35. Krammetsvogel. 36. Wildtaube; Ringel-, Hohl-, Turteltaube. 37. Trappe. 38. Kiebitz. 39. Raubvogel. 40. Adler. 41. Geier; ist G. die allgemeine Bezeichnung für alle größeren Tagraubvögel oder die Benennung einer bestimmten Familie? 42. Milan. 43. Bussard. 44. Habicht. 45. Falke. 46. Sperber (Sprinz). 47. Was bedeutet Stößer, -el? 48. Kommt Weihe, Wechel vor? 49. Uhu (Buhu). 50. Eule (Aussprache!). 51. Waldohreule (Auf, Auwel?); Volksglaube. 52. Großer Steinkauz (Wichtel?); Volksglaube. 53. Kau(n)z, einen Kau(n)z(en). 54. Zwerg-, Sperlingseule (Schafittel, -ckel), 55. Andere Eulenarten (Habergeiß, Nachtgeschrei); Volksglaube. 56. Rabe, einen Raben; Volksglaube. 57. Krähe (Kranveitel); Saat-, Nebel-, Alpenkrähe. 58. Dohle (Tahe, -el). 59. Elster (Alsterkathel). 60. Eichelheher. 61. Tannenheher (Zirbengratsch). 62. Raubwürger (Otterwindel). 63. Dorndreher, Neuntöter. 64. Sonstige jagdbare Vögel. (Die nichtjagdbaren Vögel werden später abgefragt.)

58 / H

 Körperteile der aufgezählten Tiere. (In Betracht kommen die unter den einheimischen Jägern und Bauern üblichen Ausdrücke. Wir bitten, jedes Wort auf einen eigenen Zettel zu schreiben und stets anzugeben, auf welche(s) Tier(e) es sich bezieht): 1. Kopf. 2. Augen. 3. Nickhaut im Auge. 4. Ohren. 5. Federbüschel, Barthaare am Kopf. 6. Maul, Schnabel. 7. Zunge. 8. Zähne (Graneln). 9. Fangzähne (Fänge, Hauer, Gewehre, Haken). 10. Kiefer. 11. Nase. 12. Hals. 13. Bart am Hals. 14. Kehle. 15. Drosselknopf am Fell. 16. Kropf. 17. Kamm am Kopf. 18. Sonstige Hautlappen bei den Vögeln (Rosen des Auerhahns u. dgl.). 19. Rumpf. 20. Brust. 21. Brustkern am Fell. 22. Brustspitze (Stich). 23. Rücken. 24. Bauch. 25. Flanken, Weichen, Hüften. 26. Füße. 27. Vorder- und Hinterfüße. 28. Ober- und Unterschenkel. 29. Zehen. 30. Ballen. 31. Hufe, Klauen, Krallen. 32. Afterklauen. 33. Schwimmhaut. 34. Sporen. 35. Befiederte Füße (Hosen). 36. Flügel, Schwingen (F(l)ittich). 37. Hinterteil (Spiegel, Bürzel). 38. Bürzeldrüse und sonstige Drüsen. 39. After. 40. Geschlechtsteile (Kurzwildbret, kl. Geschaide). 41. Haare an den Geschlechtsteilen (Bürste u. ä.), 42. Stelle, an der die Beckenknochen zusammengewachsen sind (Schloß). 43. Schweif. 44. Euter. 45. Haut. 46. Haare. 47. Borsten. 48. Gems-, Dachsbart. 49. Federn. 50. Schwanz-, Steuerfedern. 51. Schwungfedern. 52. Deckfedern. 53. Flaumfedern. 54. gefiedert. 55. Besondere Federn (Schild, Spiegel). 56. Teile der Feder (Kiel, Spule, Schaft, Bart). 57. Knochen. 58. Skelett, Gerippe. 59. Fleisch. 60. Muskeln. 61. Sehnen. 62. Eingeweide (Innerei). 63. Schlundröhre. 64. Luftröhre. 65. Lunge. 66. Herz (Faischkammer). 67. Magen. 68. Leber. 69. Milz. 70. Galle. 71. Nieren. 72. Harnblase. 73. Darm; Teile des Darms. 74. Hirn.

58 / J

 Lebensäußerungen der aufgezählten Tiere: 1. sich paaren. 2. begatten. 3. nach dem Männchen verlangen. 4. brunstig (hitzig) vom Weibchen. 5. Brunst-, Balzzeit. 6. Zusammensetzungen wie Brunstrute, -fleck. 7. trächtig sein (dick gehen). 8. gebären (setzen u. ä.). 9. zur Welt kommen (ausfallen). 10. säugen. 11. Nest, Horst. 12. Nest bauen (nisten, horsten). 13. Gelege. 14. Gehecke (Gesperr, Wurf). 15. atzen. 16. flügge werden. 17. fressen. 18. nach Würmern suchen (wurmen). 19. Bäume verbeißen (schälen, verbrechen). 20. saufen. 21. Gewölle. 22. harnen. 23. Harn. 24. sich entleeren. 25. Kot (Losung). 26. Speichel. 27. speicheln, schäumen. 28. atmen. 29. keuchen. 30. lechzen. 31. schlafen. 32. verenden, eingehen. 33. Die Stimme ertönen lassen und zwar röhren, orgeln, trensen, schrecken, schmälen, sich melden, fiepen, klagen, bellen, schreien, heulen, locken, rufen, pfeifen, schlagen, krächzen, spissen, kreischen, quarren, gurren, balzen (Stufen des Balzens: knappen, klippen, schleifen, Hauptschlag, worgen, sich einspielen, verschweigen, kollern, kurren). 34. kämpfen (von den Männchen); verkämpft sein. 35. aufspießen (forkeln). 36. einen schwachen Hirsch kämpfend vertreiben (abschlagen). 37. gehen (ziehen). 38. Das Wild ist vertraut. 39. es ist vergrämt, vertreten. 40. laufen, traben, trollen. 41. flüchten (die Hüpf ablassen). 42. flüchtig, in voller Flucht. 43. aufspringen. 44. überspringen (überfallen). 45. sich niedertun. 46. Wildlager (Saße, Kessel, Wohnbetter). 47. Deckung; ausziehen, -treten aus der Deckung; einziehen, zu Holze ziehen; Deckung suchen. 48. sich verstecken (sich einstellen, hineinschieben); der Keiler steckt allein. 49. wechseln; ein-, auswechseln. 50. Wechselwild. 51. Standwild. 52. Wildwechsel (Paß). 53. brechen (durchs Gestrüpp). 54. steineln. 55. klettern. 58. schwimmen (der Hirsch durchrinnt den Bach). 59. schleichen. 60. sich drücken. 61. sich verschliefen. 62. fliegen (Formen!); Redensa. 63. Zusammensetzungen wie auf-, verfliegen usw. 64. Flug; im Fluge. 65. flugs. 66. streichen. 67. an- und abstreichen. 68. einfallen. 69. aufbaumen, sich einschwingen. 70. Auf den Bäumen stehen. 71. kreisen. 72. stoßen. 73. aufprellen. 74. flattern (plettern, flendern, waibeln). 75. Das Geflatter (G‘flattretz, Flendrach). 76. vorbeihuschen (flitschen). 77. kerzengerade in die Höhe steigen (himmeln). 78. schweben. 79. watscheln. 80. tauchen. 81. scharren (plätzen, baseln). 82. sich im Sande baden. 83. Die Jungen bedecken (hudern). 84. verhoffen, äugen, winden, vernehmen, sichern, in den Wind bekommen, aufwerfen. 85. mausern. 86. Mauser-, Rauh-, Federzeit. 87. sich suhlen. 88. Suhle, Schlammbad. 89. Haarwechsel. 90. sich verfärben. 91. ausgefärbt.

58 / K

 Allgemeines und Jagdbetrieb: 1. Wild, Gewild, Verkl.; Redensa. 2. Zusammensetzungen wie Hoch- und Nieder-, Haar- und Federwild, Fallwild, Wildbret, -schaden, -stand. 3. Nützliches und schädliches Wild. 4. Fährte, Spur, Geläuft, Mehrz.; Redensa. wie: Einer Sache auf die Spur kommen, auf der rechten Fährte sein, die Fährte ist warm, kalt. 5. Zusammensetzungen wie Rot-, oder Schwaißfährte. 6. ab-, nachspüren usw. 7. ausmachen, bestätigen. 8. Ein Stück ansprechen. 9. Kennzeichen der Fährte wie: schnüren, schränken, Schrank, Zwang, Beitritt, Burgstall, Grimmen, Kreuztritt, Geäfter, Stümpfe, Fädlein, Abtritt, Insigel, Scheibel usw. 10. hegen, schonen. 11. Schonzeit (Grüß). 12. Schußzeit. 13. Das Wild füttern (einfüttern, -schütten, vorlegen). 14. Futterplatz. 15. Futterstadel, Wildschupfen. 16. Fasanhütte. 17. Beobachtungsschirm. 18. Tragbare Reisighütte. 19. Sulze, Salzlecke; das Wild nimmt die Sulze an. 20. Wildacker. 21. Laubfutterbüschel (Lascha). 22. Hochstand, -sitz, Kanzel. 23. Anstand, -sitz; auf den Anstand gehen. 24. sich ansetzen auf ein Wild. 25. Birsch; auf die Birsche gehen. 26. birschen, sich anbirschen. 27. Zusammensetzungen wie Frühbirsch. Birschsteig. 28. buschieren, stöbern, im Walde streifen. 29. Die Felder abstreifen. 30. Streifjagd. 31. Treibjagd. 32. Wald- und Feldtreibjagd. 33. anstellen (sich, die Schützen). 34. Auf den Rückwechsel stellen. 35. In den Wind stellen (schlechte Schützen). 36. Signalschuß zu Beginn des Jagens (Hebschuß). 37. Kesseltreiben. 38. Stand-, Vorstehtreiben. 39. Treibjagd in kleinen Abschnitten (riegeln, drücken). 40. Eingestelltes Jagen (mit Lappen). 41. Lappen; das Wild hält die Lappen, fällt über die Lappen. 42. verlappen. 43. Tücher. 44. Trieb. 45. Letzter Trieb, Nachtrieb (Bedeutung!). 46. Treiber, Mehrz. 47. Treiberkette, -wehr; das Wild bricht durch die Treiber. 48. Den Trieb beginnen (antreiben). 49. Durchtreiben. 50. Treiberklapper, -ratsche. 51. Das Wild vor die Schützen bringen. 52. Das Revier ist gut besetzt. 53. Brackierjagd (mit Hunden). 54. brackieren. 55. Schlußsignal (ab-, verblasen). 56. Sonstige Ausdrücke für Hornsignale. 57. Nachjagd. 58. Nachsuche. 59. nachsuchen, -ziehen. 60. Das Wild hetzen. 61. Zusammensetzungen wie anhetzen u. a. 62. Wildhetze, Mehrz., Verkl.; Redensa. 63. Zusammensetzungen wie Hetzjagd, Sauhetze u. dgl. 64. Hetzer. 65. Jagdbeute. 66. Strecke; auf die Strecke kommen. 67. erbeuten, erlegen. 68. Das Wild kommt ins Feuer. 69. Es stürzt, fällt im Feuer. 70. Es rouilliert. 71. Man hört das verendende Wild schlagen, schnellen. 72. Das Wild ist angeschossen, krank. 73. Wundbett. 74. Einem angeschossenen Rebhuhn den Kopf eindrücken. 75. Einen Hasen abschlagen. 76. auswaiden, aufbrechen. 77. Der kleine und der große Aufbruch. 78. Die Decke aufschneiden (aufschärfen). 79. Beim erlegten Wild die Gase entweichen lassen (lüften). 80. Den Hasen ausdrücken. 81. Den Hirsch auf den Rücken stellen. 82. schränken (die Läufe, um das Wild daran aufzuhängen). 83. Hat die Sehne, längs der man beim Schränken schneidet, und das geschnittene Loch einen besonderen Namen? 84. Die Haut abziehen. 85. zerwirken. 86. Die Hühner aushäkeln (das Eingeweide entfernen). 87. Jägerrecht (Herz, Leber, Lunge, Milz). 88. Wildgarten, -park, Tiergarten. 89. Gehege. 90. Fasanerie. 91. Remise. 92. Wildzaun, -gatter. 93. Wildtor. 94. freie Wildbahn. 95. Größere Anzahl derselben Wildgattung (Rudel, Rotte, Trupp, Sprung, Kitt, Volk, Flug, Schar). 96. ausstopfen. 97. Ausstopfer. 98. Besondere Geräte und erwähnenswertes Material desselben. 99. Besondere Ausdrücke bei der Jagd auf den balzenden Hahn (verhören, anspringen u. dgl.). 100. Besondere Ausdrücke für das Benehmen des balzenden Hahns (er meldet sich, steigt, springt an, tritt zu Baum, fällt auf den Boden ab, reitet ab usw.). 101. Balzplatz. 102. Besondere Ausdrücke bei der Birkhahnjagd (reizen, der Hahn ist verreizt). 103. Schnepfenstrich. 104. Besondere Ausdrücke für den Flug der Schnepfe und für das Verhalten des Jägers. 105. Besondere Ausdrücke beim Fuchs- und Dachsgraben. 106. Falle, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: In die Falle gehen, eine Falle stellen, aufrichten u. a. 107. Verschiedene Arten von Wildfallen wie Fuchs-, Teller-, Berlinereisen (Schwanenhals), Kasten-, Trugel-, Würge-, Steinklappenfalle, Fuchshaube, -zange, Habichtskorb. 108. Netze (Garne) wie Deck-, Nacht-, Tag-, Streichnetz, Stoß-, Steck-, Glocken-, Hoch-, Schlaggarn, Treibzeug, Schneehaube, Steiger, Tiras. 109. Die Netze fallbar oder busenreich stellen. 110. Köder, Mehrz.;·Redensa, 111. ködern. 112. Aasköder (Luder). 113. ludern. 114. Zusammensetzungen wie Luderhütte. 115. Fuchsjagd mit geschleiftem Köder (Schleppe). 116. Es hat „eine Neue“ (frischer Schnee). 117. Der Schnee ist laut (beim Gehen). 118. Besondere Ausdrücke bei der Hasenjagd (Männchen, Kegel machen, einen Haken schlagen u. dgl.). 119. Besondere Ausdrücke bei der Saujagd (vgl. auch D 45-49). 120. Besondere Ausdrücke bei der Jagd auf den Rehbock (blatten, verblatten, der Bock springt den Schützen an). 121. Besondere Ausdrücke bei der Jagd auf den Brunft- und den Feisthirsch (Feistzeit, gute Zeit, Bruch usw.). 122. Dasselbe bei der Gemsjagd. 123. Dasselbe bei der Fasan- und Rebhühnerjagd (sie halten aus, stehen nicht auf, lassen sich übergehen, die Hühner zersprengen, abfedern, Hühnerschlingen, -galgen). 124. Dasselbe bei der Jagd auf Wasserwild. 126. Dasselbe bei der Adlerjagd. 127. Dasselbe bei der Jagd mit dem Uhu von der Krähenhütte aus. 128. Besondere Ausdrücke bei sonstigen Jagdarten, die sich aus den örtlichen Verhältnissen oder dem Vorkommen seltener Wildarten ergeben (Reiherbeize, Hetzjagd, Trappenjagd u. dgl.).

59. Fragebogen: Wald und Forstwirtschaft (1)

59 / A

 Der Wald: 1. Allgemeiner Ausdruck für die bewaldete Flur zum Unterschied von Feld und Wiese (Wald, Holz, Holzung, Hain, Hag, Tann, Forst, Hart, Loh, Busch, Berg, Au), Mehrzahl, Verkleinerung; Redensarten wie: Er sieht den Wald vor Bäumen nicht, vor den Wald schaffen (ausweisen), ins Holz fahren u. ä. 2. Bezeichnung für einen großen, bzw. kleinen Waldteil (vgl. die Ausdrücke unter 1, ferner Waldung, Gewäld, Gehölz, Holzstatt, Schachen, Waldknecht, -luß, Heimberg), Mehrz., Verkl. 3. Zusammensetzungen mit Wald wie Ur-, Bann-, Schutz-, Laub-, Nadelwald, Waldhänsel, -herrschaft, -teufel u. a. 4. Waldbewohner (Waldner, Wäldler), Mehrz., Redensa. 5. Zuss. 6. waldnerisch, wäldlerisch. 7. Waldgeister (Volksglaube). 8. bewaldet (waldig, -et). 9. Geregelter Wald (Forst, Revier). 10. Zuss. mit Forst wie Haus-, Bannforst, Forstmeister, -verwalter, -adjunkt, -arbeiter und anderes Personal, Forstamt, -bann u. a. 11. Förster, -o- (Waldpabst), Mehrz., Redensa. 12. Zuss. wie Ober-, Revierförster, Försterhaus u. dgl. 13. Försterei (Forstei), Mehrz. 14. forsten Zeitw. und dessen Zuss, wie aus-, durch-, verforsten u. a. 15. Zu einem Forst gehörig (forstig, förstlich). 16. Zuss. mit Hart, Loh, Hag, Schachen usw. 17. Bewaldete Bergkuppe. 18. Bewaldeter Graben, Wasserriß. 19. Steiniger, felsiger Waldgrund (Porzen). 20. Sumpfwald. 21. Benennungen für Waldstücke von besonderer Form. 22. Hochwald. 23. Mittelhoher Bestand. 24. Halbgroße Bäume (Stangenholz). 25. Jungwald. 26. Junger, noch nicht durchgeforsteter, dicht verwachsener Bestand (Jungmaiß). 27. Angepflanzter Schlag. 28. Nadel- und Laubwald. 29. Gemischter Bestand. 30. Dichter Bestand. 31. Schütterer, lichter Bestand. 32. Buschwald. 33. Der Wald ist buschig, -et, 34. Gestrüpp (Dickicht, Gestrutzet, Gedächs). 35. Der W. ist wild verwachsen, borzig. 36. Sumpfige, nasse Stelle im Walde. 37. Waldblöße, Lichtung. 38. Waldwiese. 39. Ackerstück im W. 40. Waldrand. 41. Waldinneres, -grund. 42. zehn-, zwanzigjähriger Bestand. 43. Der Wald ist schlagbar. 44. D. W. ist überständig. 45. Waldweg. 46. Schnurgerade ausgehauener Waldweg (Schneise). 47. Wirtschaftsstreifen. 48. Nicht angepflanzte Gruppe von jungen Bäumchen (Anflug, Horst).

59 / B

 Der Baum: 1. Baum, Mehrz., Verkl.; Redensa. 2. Zuss. wie Schrankbaum, baumstark. 3. nuß-, kirschbaumen Eigschw. 4. baumen (Bäume aus dem Gebirge führen). 5. sich baumen, 6. Baumstamm (Gestamm), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Das Holz am Stamm verkaufen. 7. Erdstamm (Unterstamm), Stammholz u. ä. 8. (ge)stämmig. 9. Unteres Ende des Stammes (Arsch). 10. Oberes Ende (Zopf). 11. Baumstumpf (Stock). 12. Wurze(l); Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Ein Kerl aus der Wurzen, das Holz auf der Wurzen verkaufen, vergeben, das Holz bleibt auf der Wurzen stehen u. a. 13. Zuss, wie Eisenwurzen, Wurzelhut, wurz- (rnurz-, burz-) weg. 14. Wurzelwerk (Wurz(l)ach). 15. Wurzel fassen (wurzen). 16. Zuss. wie aus-, verwurzen u. a. 17. Flechtwerk ans Wurzeln zum Reinigen hölzerner Gefäße (Wurzer). 18. Wurzeln graben (würzeln). 19. Wurzelgraber. 20. Haupt- und Nebenwurzeln. 21. Faserwurzeln. 22. Wurzelstock. 23. Erdklumpen am Wurzelstock (Wurzelballen). 24. Baumkrone. 25. Wipfel, -pp-, Mehrz., Verkl.; Redensa. 26. gewipfelt, -pp-. 27. Zuss. wie Tannenwipfel, wipfeldürr. 28. abwipfeln. 29. Wipfelwerk (Wipflach). 30. Ast (Nast), Mehrz., Verkl.; Redensa. 31. Zuss. wie Feuchtenast, Astscheit u. ä. 32. Astwerk (Astach, Geäst). 33. entästen (ausasten). 34. astig, -et. 35. verästet. 36. verästelt. 37. Zwei(g), -l, -d, Geschlecht, Mehrz., Verkl.; Redensa. 38. Zuss. wie Buchenzweig, Zweigverein. 39. zweigig, -et, 40. sich zweigen, -den, -len, 41. sich verzweigen, verzweigt. 42. Kl. Aststückchen (Grempen, Grenken, Plissen). 43. Nadelbaum. 44. Nadelgehölz (Dächsach).45. Baumnadeln. 46. Redensa. wie: Die Nadeln fallen lassen u. dgl. 47. Kl. Nadelbäumchen (Greß(l)ing, Dachse), Mehrz. 48. Laubbaum. 49. Kl. Laubbäumchen (Büechel). 50. Laub, Mehrz. (?), Verkl. (?); Redensa. wie: Laub rechen, Lauber heugen, weder Laub noch Staub u. dgl. 51. Zuss. wie Laubprust, -reis (Oktober), -streu, -frisch u. a. 52. Laubgehölz (Laubach, -et, Laubnuß). 53. Laub sammeln (lauben, -pen, einlaubern). 54. Sich an Laub satt fressen (anlaubern). 55. Recht, Laub zu sammeln (Laublach). 56. Mit dem Laub spielen vom Wind (laubelen). 57. entlauben (ablaubelen). 58. entlaubt, kahl. 59. belaubt (laubig, -et). 60. Das Laub fällt (reist). 61. Welkes Laub. 62. Dürres Laub. 63. D. dürre L. raschelt. 64. D. dürre L. umherwirbeln. 65. Dürres Bäumchen (Dürrling). 66. ausschlagen (von Laub u. Nadeln). 67. Junge Fichten- oder Tannensprossen als Futter (Graß, -ssach); Redensa. 68. Abgebissene Triebe (Abbisse). 69. Grüne Laubzweige als Futter. 70. Grüne Fichtenzweige als Zaunbindemittel. 71. Die grünen Fichtenzweige zum Binden geschmeidig machen (Gär(sch)ten bähen). 72. Aus Zweigen gedrehtes Band (Wid), Mehrz., Verkl.; Redensa. 73. Zuss. wie Zaun-, Jochwid, Widelzaun u. a. 74. Widbänder drehen (widen, -nen, -eln, anwideln). 75. Größere grüne Nadeläste als Streu (Dachsen, Gedaß, Graß, -ach); Redensa. 76. Zuss. wie Tannengraß, Graßgeleck, -streu, -mehl, -stampf, Grassachstaude, Kehrdachsen u. dgl. 77. Nadeläste schneiden als Streu (grassen, Grass(et), Dachsen schnaiten). 78. Werkzeuge hiezu: Schnaiter, Kräuel, Heben, Dachsmesser, -hacke, -brachse. 79. Das Zurückschneiden der Laubbäume (stümmeln). 80. Aststreuhacker (Grasser, Graßschnaiter). 81. Tanzfest für die Streuhackerburschen (Grassertanz); Bräuche (Graßschnaitelmahl). 82. Graß-, Dachsenbündel. 83. Dürres Reisig (Reisach, Reistach, Gereis, Gereiserach). 84. Reisigbündel zum Heizen (Reisachburd). 85. Stoß solcher aufgeschichteter Bündel. 86. Lange Reisigstöße auf den Schlägen (Fratten, Fratt-, Raumhaufen, Astachriedel). 87. Reisighaufen beim Haus. 88. Laubblatt (Blattel), Mehrz., Verkl.; Redensa. 89. Zuss. wie Lindenblattel, blatteldünn u. ä. 90. Blattstiel. 91. Blattrippen. 92. Baumblütenformen: Kätzchen (Maunel), Traube, Dolde u. dgl. ("Blüte" u. deren Teile sowie "blühen" werden bei den Blumen abgefragt). 93. Rinde (Rinke), Mehrz., Verkl.; Redensa. 94. Zuss. wie rinkerldürr u. dgl. 95. Bast. 96. Zuss. wie Bastseil, -tacke. 97. Mit Bast binden (besten). 98. Knorren (Werl, Knorz), Mehrz., Verkl.; Redensa. 99. Zuss. 100. knorrig (verwerlt), borzig, verborzt). 101. Knorriges Holz (Borzholz), 102. Zwillingsbaum. 103. Bezeichnungen für Bäume von absonderlicher Gestalt. 104. Aststumpf am Baum. 105. Stück eines abgebrochenen Astes. 106. Auswuchs arn Baum. 107. Der Wind flüstert in den Zweigen. 108. Der Wind rauscht in den Wipfeln. 109. Der Wind saust, pfeift durch die kahlen Äste. 110. Strauch (Staude, Busch), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: In die Stauden hauen. 111. Zuss. wie Staudenliedel, -korn, -messer u. ä. 112. staudig, -et. 113. Gesträuch, Gebüsch (Staudach, Staudenwerk, -schopf). 114. Zuss. wie Staudachbrachse u. a. 115. Dorn, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Das ist ihm ein Dorn im Auge. 116. Zuss. 117. Dornstrauch (-staude, Bram). 118. Dornengebüsch (Dornach). 119. dornig, -et, -en.

59 / C

 Bäume mit Ausnahme der Obst- u. Zierbäume. (Wir bitten, bei den Baumnamen, die nicht mit -baum zusammengesetzt sind, stets Geschlecht, Mehrz., Verkl., etwaige Redensa. und bekannte Zuss., Äußerungen des Volksglaubens und endlich die Art der Verwendung des Holzes und der Früchte usw. anzugeben, jedes Wort auf einem eigenen Zettel): 1. Tanne, Tenne; gerade wie eine Tanne. 2. Tännling. 3. Tannengehölz (Tannach, -et), 4. tannenes (-iges, tennenes) Holz. 5. Tannenzapfen (-häuptel, Zepfen, Tschurtschen, Bockelein, Kusten). 6. Schuppen des Zapfens. 7. Fichte, -ie-, -eu-, 8. Gem. Fichte (Rot-, Schwarz-, Pechtanne). 9. Weiß-, Haselfichte. 10. Blau-, Stechfichte. 11. Hängefichte. 12. Fichtengehölz (-böscherl, Feuchtach). 13. fichtenes Holz. 14. Werden Fichtennadeln zur Bereitung von Bädern verwendet? 15. Fichtennadelöl als Heilmittel (Waldwollöl). 16. Wird der Fichtenzapfen vom Tannenzapfen unterschieden? 17. Fichtenharz, -pech. 18. Harzgänge im Holz. 19. Harz sammeln (kratzen, schaben, pecheln). 20. Die Bäume anbohren (Pech bohren, schälen). 21. Wie heißen die zur Harzgewinnung angebrachten Verwundungen (Lachen)? 22. Harzsammler (Pechler). 23. Pechsieder. 24. Das Harz sieden. 25. Das fertige Pech. 26. Hellgelbes Harz als Volksheilmittel (gem. Weihrauch). 27. Harzöl (Pechel) als Volksheilmittel. 28. Wagenschmiere aus Harzöl (Pechelschmiere). 29. Diese Schmiere sieden (pechölen). 30. Erzeuger der Harzölschmiere (Pechöler). 31. Besondere Geräte des Harzölerzeugers. 32. Händler mit Harzöl. 33. Besondere Werkzeuge des Harzsammlers (Baumschaber, -el). 34. Besondere Harzarten (Vogel-, Katzenpech). 35. Sonstige Erzeugnisse aus Harz wie Terpentinöl, Geigenharz (Kolfonipech), Firniß, Harzseife, -siegellack, -geist, -leim. (Alles Sonstige auf Pech Bezügliche im Faßbinderei.) 36. Lärche. 37. Lärchengehölz (Lärchach). 38. lärchenes Holz. 39. Lärchenzapfen. 40. Lärchenharz (Lärget). 41. Venezianisches Terpentin. 42. Lärchenharz gewinnen (Lärgst bohren). 43. Kiefer, Föhre (Forche). 44. Föhrengehölz (Forchach). 45. föhrenes Holz. 46. Föhrenzapfen. 47. Föhrenharz. 48. Föhrenharzöl; ungereinigt (Kienöl). 49. Kienholz (Kien). 50. Harziger Föhrenstumpf (Kienstock). 51. Kienholz sammeln. 52. Kienholzsammler. 53. Kienholzfackel. 54. Kienspan. 55. Kienspanleuchter. 56. Kienruß. 57. Kienleuchte am Ofen. 58. kienig (v. Holz). 59. Zirbelkiefer (Zirbe, Arve). 60. Zirbelnuß (Zirbasel). 61. Zirbengehölz (Zirbenach). 62. Zwerg-, Knieholzkiefer (Zerbe). 63. Zwergkiefergehölz (Zerbenach). 64. zerbenes Holz. 65. Zwergkieferzapfen. 66. Krummholz, Alpen-, Legföhre (Latsche, Legger). 67. Legföhrengebüsch (Latschach, Leggach). 68. legföhrenes Holz. 69. Legföhrenzapfen. 70. Latschenöl. 71. Weymouthskiefer. 72. Eibe, Taxus (Roteibe, Tanneibel, Grassettanne). 73. Eibengehölz (Eibenach?). 74. eibenes Holz. 75. Die Beere der Eibe. 76. Wacholder (Wechel, Kranewit); Volksglaube (räuchern!). 77. Wacholderzweige (Krandächsen). 78. Wacholderbeere: 79. Wacholdermus als Heilmittel. 80. Wacholdergallert (Kranewitschwamm). 81. kranewittenes Holz. 82. Wacholderbeerenöl (Hausmittel?). 83. Wacholdergesträuch (Kranach). 84. Wacholderbranntwein (Kranewitter). 85. Eiche. 86. Sommer-, Stieleiche. 87. Winter-, Trauben-, Steineiche. 88. Zerreiche. 89. Eichengehölz (Eichach, -et). 90. eichenes Holz. 91. Eichel. 92. Eicheln als Schweinefutter (Eichelâß). 93. Eichelbecher. 94. Gall-, Eicheläpfel. 95. Galläpfeltinte u. dgl. 96. Knoppern (Eichpotschen). 97. Buche. 98. Rotbuche. 99. Weiß-, Hain-, Stein-, Haselbuche. 100. Buchengehölz (Buchach, -et). 101. buchenes Holz. 102. Buchecker (Buchnüsse, Büchel, Akram, Geäckerich). 103. Bucheckernöl. 104. Linde (Bastbaum). 105. Früh-, Sommerlinde. 106. Stein-, Berg-, Spät-, Winterlinde. 107. Lindengehölz (Lindach). 108. lindenes Holz. 109. Lindenblüten. 110. Lindenblüten sammeln. 111. Lindenblütentee. 112. Lindenbast. 113. Lindenkohle. 114. Birke. 115. Weiß-, Stein-, Maserbirke, Maie. 116. weichhaarige Ruchbirke. 117. Zwerg-, Hängebirke (Leg-, Bsibirke, Laublegge). 118. Birkenreis. 119. Birkenbesen, -rute (Birkenliesel, birchene Ahnel). 120. Besen binden. 121. Besenbinder. 122. Haben die einzelnen Handgriffe beim Besenbinden besondere Namen? 123. Verwendet man dazu auch anderes Material wie Tannen-, Heidelbeerreisig, Besenginsterruten (Brambesen) ? 124. Warzenähnlicher Auswuchs an Birken, auch als Zunder verwendet (Legret). 125. Birkenrinde als Isoliermittel? 126. Birkenrindenteer (schwarzer Dagget). 127. Birkenteeröl. 128. Birkenwasser, -wein, -met aus dem Saft der Weißbirke. 129. Zwergbirkensaft als Volksheilmittel. 130. Birkenblätteröl. 131. Birkenkampfer. 132. Ahorn. 133. gem., weißer, Bergahorn. 134. Feldahorn, Maßholder (Wasseralte). 135. Spitzahorn. 136. Ahorngehölz (Ahornach?). 137. ahornenes Holz. 138. Werden die geflügelten Samen besonders benannt? 139. Ulme, Rüster (Ülm, Elm, Ruste, Rusche, Lusche). 140. Ulmenarten wie Feld-, Berg-, Flatterulme. 141. ulmenes, rustenes Holz. 142. Ulmengehölz (Ulmach, Rustach?). 143. Pappel. 144. Pappelgehölz (Papplach?). 145. papplenes Holz. 146. Pappelsalbe. -pomade. 147. Schwarzpappel (Alber). 148. Alberngehölz (Alberach). 149. albernes, elbernes Holz. 150. Salbe aus dem Saft junger Pappelzweige (Alberbroßsalbe). 151. Weiß-, Silberpappel. 152. Italienische, Pyramidenpappel. 153. Espe, Zitterpappel (Aspalte(r); zittern wie Espenlaub. 154. Espengehölz (Aspach). 155. espenes Holz. 156. Esche (-in, -ling, Asch); Asch blätteln. 157. Hänge-, Traueresche. 158. Eschengehölz (Aschach). 159. eschenes Laub. 160. Eschenspäne zum Korbflechten. 161. Eberesche, sorbus aucuparia (Vogel-, Moos-, Quitschbeerbaum, Faulbaum). 162. Ebereschengehölz. 163. ebereschenes Holz. 164. Name der Ebereschenbeere; Verwendung (Branntwein, Essig, Futter, Drosselköder). 165. Vogelbeermus als Volksheilmittel. 166. Erle. 167. Erlstock, -stumpf. 168. Erlengehölz (Erlach, G'erlet, Erlstaudich). 169. Erlenbruch. 170. erlenes H01z. 171. Erlrinde als Färbemittel. 172. Erlmesser, -brachse. 173. Schwarz-, Roterle. 174. Grün-, Alpenerle (Laublatsche). 175. Grau-, Weißerle. 176. Kriechende Erle (Legerle, Zottenstaude). 177. Weide (Korbw., Felber, Felfer). 178. Weidenstumpf (Felberstock). 179. Weidengebüsch (Felberach). 180. Weidenrute (Wid); Verwendung (zum Besenbinden, Korbflechten, Anbinden von Bäumen). 181. felbene Widen. 182. Purpurweide. 183. Silberweide. 184. Trauerweide. 185. Salweide (Salche; Wasserstaude). 186. Salweidengebüsch (Salchach). 187. salweidene (salchene, selchene) Ruten. 188. Salweidenkohle. 189. Akazie (Wunder-, Heuschreckenbaum). 190. Mehlbeerbaum, sorbus aria, 191. Mehlbeere. 192. Elsbeerbaum, sorbus torminalis. 193. Els-, Elzbeere (Elechse, Golechse, Gelse). 194. Wünschel-, Elsenrute (auch von Hasel oder Kreuzdorn?); Volksglaube. 195. Sperberbaum, sorbus dornestica (Sper-, Spierstaude). 196. Arlitz-, Atlasbeere. 197. Arlitzbeeröl (Eschöl). 198. Kornelkirsche (Dirndel, Dürrlitze, Herrlitze). 199. Kornelkirschenbaum. 200. Kornelkirschenmus. 201. Kornelkirschenbranntwein. 202. Wilde Kirsche (Vogelkirsche). 203. Wilder Apfel (Holzapfel). 204. Wilde Birne (Holzbirne). 205. Haselstaude (Haslin); Volksglaube (Blitzschutz, Fruchtbarkeit, Haselwurm). 206. Haselnuß. 207. Haselnußöl. 208. Haselgebüsch (Haslach). 209. haslene, heslene Gerten, Rütlein; Volksglaube. 210. Samenzäpfchen der Hasel (Haselnudel). 211. Haselstock, -staberl (Haslinger). 212. Züchtigung damit (Haselschmalz). 213. Südhasel (Lambrechts-, Zellernüsse). 214. Baumhasel (Türkische oder Dicknüsse). 215. Hollunder (Holler). 216. Schwarzer Holler. 217. Roter Traubenholler (Wasserholler). 218. Attich, Kraut-, Zwerg-, Hirschholler (Adech, Arch). 219. Attichsalsen (Windlatwerge). 220. Zuss. wie Hollerbeeren, -blüh, -spritze, -küchel, -strauben, -mandl, -mark, -sulze, -rezel, -traupe, -geist, -suppe, -wein u. a. 221. Ein hollernes Rohr. 222. Spindelbaum (Pfaffenkappel, -hütel). 223. Faulbaum (Pulverholz, Schießbeere); dessen Rinde als Abführmittel! 224. Gem. Liguster (Rainweide, span. ‚Weide, Tintenbeerstrauch); dessen Blätter als Heilmittel? dessen Beeren zum Färben? 225. Gem. oder wilder Schneeball.

60. Fragebogen: Wald und Forstwirtschaft (2)

60 / C

 226. Gem. Heckenkirsche (Beinholz); werden die versch. Arten nach der Farbe der Beeren unterschieden? 227. Gaisblatt, Jelängerjelieber, 228. Berberitze (Zitzerl-, Sauerdorn, Paißelbeere, Weinnägelein, -zaptel, -scharling, Weinling). 229. Weinscharlingzeltel, -küchel, 230. Berberitzenwurzelrinde als Heilmittel? 231. Erdbeerbaum (in Südtirol); Branntwein davon. 232. Weiß-, Hagedorn. 233. Kreuz-, Weg-, Hirschdorn. 234. Dessen braunrotes Kernholz (Kreuzholz). 235. Rotdorn, Heckenrosenstrauch. 236. Blüte der Heckenrose (Hundsrose). 237. Hagebutte, -butze (Hetschepetsch, Arschkitzel). 238. Hetschepetschmus. 239. Schlaf-, Rosenapfel, Rosenschwamm; Volksgl. 240. Wurzelrinde der Heckenrose als Heilmittel. 241. Trauben-, Ahlkirsche (Kitschbaum, Silberregen). 242. Schlehen-, Schwarzdorn. 243. Schlehe, Schlehenpflaume. 244. schlehenes Holz. 245. Schlehenblüte. 246. Schlehenbranntwein, -wasser. 247. Schlehenblütentee. 248. Steinweichsel (Weichselkirsche). 249. Das wohlriechende Holz davon (St. Luzien-, St. Georgsholz). 250. Weichselrohr (-staberl). 251. Himbeere. 252. Brombeere. 253. Weinrose, schottische Zaunrose. 254. Zimmet-, Mairose. 255. Echte Hagebuttenrose. 256. Hartriegel, Hornstrauch (Zweige im Winter rot). 257. Waldrebe (Teufelszwirn, Liere, Jülle). 258. Wilder Wein (Jungfernwein, Zaunrebe). 259. Efeu (Ebaum). 260. Kirschlorbeerstrauch. 261. Kirschlorbeerwasser. (Die im Walde vorkommenden Blumen, Gräser, Kräuter, Farne, Moose und Pilze bleiben dem „Pflanzen“ vorbehalten.)

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 1. Forstbetrieb: 1. Sind für die verschiedenen Arten der Waldwirtschaft mundartliche Ausdrücke vorhanden wie z. B. Plenter-, Kahlschlagbetrieb? 2. Waldbestand. 3. Abteilungen, Reviere des Bestandes. 4. Das Fällen eines Bestandes (Abtrieb, Schlägerung). 5. Den Wald auf den Stock setzen, abstocken. 6. Der gefällte Wald (der Hau, das Gehau, Hauet). 7. Holzschlag, Mehrz., Verkl.; Redens. wie: Einen Schlag machen. 8. Zuss. wie Kahlschlag. 9. Zeit von einem Abtrieb des Bestandes bis zum nächsten (Umtrieb). 10. Alter, in welchem ein Baum zu fällen ist (Abtriebs-, Haubarkeitsalter). 1l. plentern, femeln. 12. stehengelassene Bäume (Überhälter, Waldrechter). 13. Das zuwachsende Holz (Zuwachs). 14. Forstbaumschule. 15. Ist ein besonderer Ausdruck für das Aussäen in der Baumschule üblich? 16. Die Samen laufen auf. 17. Keimpflanzen. 18. Die Bäumchen übersetzen, -schulen; überschulte Pflanzen. 19. Wie heißen die kl. Bäumchen vor dem Aussetzen im Wald (Pflanzen, Heister)? 20. Werden sie in Bündeln versandt? Wie heißen diese? 21. Wie heißt der Erdballen an den Wurzeln des Bäumchens? 22. Die Wurzeln in Lehm einschlagen. 23. (Die Bäumchen im Walde) aussetzen, pflanzen. 24. Ausdruck für die Grube, in die das Bäumchen gesetzt wird. 25. Besondere Werkzeuge zum Setzen und zur Aufzucht in der Baumschule? 26. Ausschlagen, -klengen des Nadelholzsamens. 27. Besondere Ausdrücke bei der Gewinnung der andern Baumsamen? 28. Samenjahr. 29. Der Wald bestockt sich. 30. Kultur. 31. Das Roden, Reuten des Schlages. 32. brennen, sengen, schmoren, schwenden. 33. Zuss. wie abschwenden. 34. Schwand, -e-, Geschwend. 35. Zuss. 36. Schwander. 37. Wird der Boden des Schlages aufgelockert und wie heißt dies? 38. Wie heißt die entfernte Moosdecke? Wird Getreide oder Hackfrucht auf dem Schlag angebaut? Sorten (Brand-, Reut-, Langß-, Staudenkorn). 40. Sonstige in der Mundart übliche Fachausdrücke.

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 Waldschäden. 1. Windbruch, -wurf. 2. Durch den Wind abgebrochener oder entwurzelter Baum (Windfälle), Mehrz. 3. Gesamtheit solcher Bäume (Windfällach). 4. Durch den Sturm niedergebrochen (windfällig). 5. Durch den Sturm zusammengewehtes Holz (Holzgewähde). 6. Einen Windbruch aufarbeiten. 7. Wendungen für die Tätigkeit des Windes: Er ist eingefahren, hat die Bäume abgedreht, hingelegt, hat schön gewirtschaftet u. dgl. 8. Waldbrand. 9. Lauf-, Bodenfeuer. 10. Erdfeuer (b. Torflagern). 11. Wipfelfeuer. 12. 10-12 m breiter baumfreier Streifen, um das Weitergreifen des Brandes zu verhüten (Feuergestell). 13. Löschen des Waldbrandes durch Aufwerfen von Gräben, Fällen von Baumstreifen. Besondere Ausdrücke? 14. Baumfäule (Weiß-, Rot-, Wurzel-, Kernfäule). 15. kernfaul. 16. Harzüberfülle (Harzsticken, Erdkrebs). 17. Lärchen-, Tannenkrebs. 18. Kiefernkrebs, -pest, -räude, Kienzopf, -pest. 19. Rindenbrand. 20. Fichten- u. Kiefernritzenschorf (Schütte, Fichtennadelröte). 21. Fichtennadelrost (Gelbfleckigkeit, Gelbsucht). 22. Kiefernblasenrost. 23. Ringschäle. 24. Harzfluß. 25. Harzbeulen, -gallen. 26. Holzschwamm. 27. Mistelzweig; Volksgl. 28. Hexenbesen; Volksgl. 29. Sonstige Waldbaumkrankheiten.

60 / F

 Waldarbeit: 1. Holzarbeit. 2. Holzknecht, -fäller, -hauer, -hacker, -häugel. 3. Vorarbeiter unter diesen (Holzmeister). 4. Holzfuhrmann. 5. Noch andere Arten von Holzarbeitern? 6. Die Einteilung treffen unter den Holzarbeitern (einstellen). 7. Die Schläge numerieren. 8. Die zu fällenden Bäume bezeichnen (anplätzen, anreißen). 9. Werkzeuge hiezu. 10. Mit der Axt fällen (schlagen, hauen, werfen, umlegen, -schroten). 11. Holzknechtregeln, wie der Baum anzuhacken ist, damit er in der gewünschten Richtung fällt. 12. Mundartliche Wiedergabe der Wendungen: der Baum wankt, neigt sich, lehnt oder hängt, fällt (jetzt kommt er u. dgl.). 13. Der Baum ächzt, schlägt krachend auf. 14. Die beim Fällen herausgehackten Holzspäne. 15. Holzknechtregeln über die richtige Fällungszeit. 16. Berechtigung, Holz zu schlagen. 17. Mit der Säge umschneiden, sägen. 18. Sagschneider. 19. Den Baum entästen (putzen). 20. entrinden (rinkeln, löheln, schepsen). 21. Werkzeuge dazu (Rindenreißer, Schepser). 22. Die Rinde zum Trocknen aufstellen. 23. Die Rinde in Raummetern zusammenlegen. 24. Wie heißt die abgezogene, wie die getrocknete Rinde? (Rinke, Lanfte.) 25. Alte, junge u. Brennrinde. 26. abwipfeln. 27. Den Baum aus dem Wald ziehen (ausziehen, -rücken, bringen). 28. Platz, wo der Baum bearbeitet wird (Holzplatz). 29. Platz, wo die Stämme aufgestapelt und zum Abtransport bereitgestellt werden (Holzlagerplatz, Verlägeplatz). 30. Auf den Lagerplatz führen (ausführen, -streifen). 31. Holzfuhrwerk (Holzzottel). 32. Bestandteile des Holzfuhrwerks, die beim Leiterwagen nicht vorkommen: Halbwagen, Raidelkette, Starz u. dgl. 33. Starz treiben, starzen. 34. Holzkarren, -hund. 35. Den Baum zu Tal gleiten lassen (schießen). 36. Ihn dabei lenken (zusammenleiten). 37. Mundartliche Wendungen für: Der Baum schießt ab, bleibt stecken, springt, dreht sich usw. 38. Zersägen eines Stammes. 39. spalten, klieben (Formen). 40. Die zersägten Stämme durch Spalten aufarbeiten (nachiklieben). 41. Andere Zuss. wie ab-, zerklieben, Kliebstecken, -holz u. a. 42. Spalt (Klub). 43. leicht, schwer spaltbar; Redensarten. 44. Schwer spaltbares Holzstück (Kau(n)z). 45. Ausdruck für die großen zersägten Stammstücke. 46. Scheit, Mehrz., Verkl.; Redensa. 47. Zuss. wie Ortscheit, Scheiteraxt. 48. Bezeichnungen für große u. kleine Scheiter. 49. formloser Holzprügel (Prügel, Knüttel, Dremel). 50. Kommt der Ausdruck „Musel“ vor? (Bedeutung); Mehrz., Verkl.; Redensa. 51. Zuss. 52. Dreiling (Draling, Dreikei), Mehrz., Verkl.; Redensa. 53. Halb-, Kufdreiling. 54. Das Spaltholz aufschichten (aufzainen). 55. Holzstoß (Zain), Mehrz., Verkl.; Redensa. 56. Zuss. wie Scheiter-, Knüttel-, Widzain, Zainhacke. 57. Aufschichter (Zainer). 58. Arten des Schichtens (Kreuzstoß u. dgl.). 59. Wie heißen die Pflöcke, die man einschlägt, um das Auseinanderrollen des Stoßes zu verhindern? 60. 1 m3 aufgeschichtetes Holz (Raummeter). 61. 1 m³ Holzmasse (Festmeter). 62. Klafter, Geschlecht, Mehrz., Verkl.; Redensa. 63. Zuss. 64. Sonstige Holzmaße. 65. abmessen des Nutzholzes (ablängen). 66. Werkzeuge hiezu (Meßkluppe, Stabmaß u. dgl.). 67. Werkzeuge zum Kennzeichnen des abgemessenen Holzes. 68. Werkzeuge des Holzarbeiters wie Fällaxt, Kliebhacke, Asthaue, Mörselhacke, -ring, Heppe, Sappel, Keil (Kliebwecken), Sägen verschiedener Art u. a. 69. Holzknechthütte. 70. Einrichtung dieser (Besondere Ausdrücke?). 71. Speisen der Holzknechte. 72. Gebrauchen die Holzknechte besondere Ausdrücke für ihre Kleidungsstücke, für Pfeife, Zündschwamm, Feuerstein, Rucksack, Pfanne u. dgl.? 73. Den ganzen ungefällten Baum roden, ausgraben. 74. Stock roden, graben. 75. Stock sprengen. 76. Stockgraber. 77. Zerkleinern des Baumstumpfes und der Wurzeln. 78. Haben die Stock- u. Wurzelteile besondere Namen? 79. Besondere Werkzeuge des Stockgrabers (Krampen, Spitzhaue u. a.).

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 Holz: 1. Holz, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Holz bei der Wand oder bei der Herberg haben, das Hölzel werfen. 2. Zuss. wie Un-, Ur-, Wehr-, Franzosen- oder Pockenholz, Holzbock, -werk, -weibel, -leute. 3. hölzern (hülzen). 4. holzig, -ö-, -ü-, holzet. 5. wehr, halbhülzig. 6. holzen, -ö-, -ü- Zeitw. , Zuss. wie ab-, verholzen, sich behülzen. 8. Holzer. 9. Hölzler. 10. hölzeln (mit der Zunge anstoßen). 11. Einteilung der Holzmasse nach der Lage im Stamm wie Kern-, Schaft-, Derb-, Ast-, Stock-, Wurzelholz. 12. Jahresringe. 13. Holzfaser. 14. Markstrahlen oder Spiegelfasern. 15. Maser, Mehrz., Verkl.; Redensa. 16. Maserholz. 17. maserig, -et. 18. gemasert. 19. Wimmer im Holz, Mehrz., Verkl. 20. verwimmert. 21. wimmerecht. 22. Schweres und leichtes Holz. 23. Hartes und weiches Holz. 24. Nasses und trockenes Holz; wald-, lufttrocken. 25. Frisches und altes Holz. 26. Zähes Holz. 27. Biegsames und sprödes Holz. 28. Das Holz schwindet (beim Trocknen). 29. Schwund. 30. Das Holz quillt (im Wasser). 31. Das Holz quellen lassen. 32. Das Holz reißt. 33. Riß im Holz, Mehrz.., Verkl. 34. Frost-, Kernriß. 35. Das Holz springt (schrickt). 36. Schrick, Mehrz., Verkl.; Redensa. 37. Zuss. 38. schrickig, -et, 39. Spalte (Klumse, Klunze), Mehrz., Verkl.; Redensa. 40. Zuss. 41. klumset, klunzet. 42. Das Holz wirft sich, ist geworfen. 43. drehwüchsig; das Holz ist wider- oder nachsonnig gedreht. 44. Moder. 45. vermodern (derhüschen). 46. moderig (hüschig). 47. Holzwurm (-wibel); Volksglaube. 48. Wurmmehl. 49. Holzarten je nach der Verwendung des Holzes, Sortimenter. 50. Nutz-, Nützholz. 51. Bauholz. 52. Langholz. 53. Ganzholz. 54. Bloch, Mehrz., Verkl.; Redensa. 55. Zuss. wie Blochholz, -haus, -wagen, -ziehen, -säge, Kliebbloch. 56. blochet. 57. Grubenholz. 58. Schleifholz. 59. Tischler-, Drechsler-, Schnitzerholz. 60. Brennholz. 61. Kohlholz. 62. Kleinholz (Schrefel). 63. Altes, dürres Klaubholz zum Brennen (Holzklaubach, Widholz). 64. Abfallholz, -rinde (Wust). 65. Einteilung des Holzes nach der Art der Beförderung: a) Achsholz, b) Schwemm- oder Triftholz.

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 Holztransport: 1. Holzgleitbahn (Riese, Rieswerk, Rutsche, Laße, Lische, Kendel); Mehrz., Redensa. 2. Holz-, Erd-, Weg-, Wasser-, Schnee-, Eis-, Neben-, Astach-, Maiß-, Zuriese. 3. zuriesen, Zeitw. 4. Riesholz. 5. Auf einer Riese befördern (riesen, -nen). 6. Stämme, aus denen die Riese gemacht ist (Riesbäume, Träger). 7. Joch-, Polsterholz. 8. Bodenstamm (Biel). 9 Wehrstamm (Wehrer). 10. Sattelstamm. 11. Stütze des Sattelst. (Sattelstecken). 12. Übersattelstamm. 13. Die Riese ist gesattelt oder ungesattelt. 14. Böcke, über die die Riese wegen der Unebenheit des Bodens stellenweise geführt wird. 15. Löcher im Bodenstamm (Oslöcher). 16. Sonstige mundartliche Fachausdrücke bei der Anlage einer Holzriese. 17. Wald-, Holzweg; Redensa. wie: Der ist auf dem Holzweg. 18. Stellweg auf den Schlag (Ziehweg). 19. Erdweg. 20. Prügelweg. 21. Längstragbäume eines Prügelweges. 22. Querhölzer eines Prügelweges. 23. Holzflößerei. 24. Einzel-, Wildflößerei, Holzschwemmerei, -trift. 25. schwemmen, triften. 26. Klause (Schleußenwehr), Mehrz., Verkl.; eine Klause schlagen (= bauen), die Klo ziehen (= öffnen). 27. Holz-, Wasserklause, Klausenbach. 28. Klausenaufseher (Klausner). 29. Klausen-, Schwellwerk. 30. Schwemmteich. 31. Zulauf, Speisekanal. 32. Klaus-, Wehrdamm. 33. Klaushof (hinter dem Damm). 34. Das Holz durch eine Klaus befördern (klausen, -nen). 35. Holzlandungsplatz (Lend). 36. Wehr-, Talschschwelle. 37. Fanggebäude (Rechen). 38. Zuss. wie Holz-, Fangrechen. 39. Den Rechen verschwemmen. 40. Gebundene Flößerei. 41. Floß (Flotz), Mehrz., Verkl., Redensa. 42. flößen, -tzen Zeitw. 43. Floßknecht (Flößer, -ler, -tzer), Mehrz. 44. Einzelfloß (Gestrick, Gestör, Boden, Waldschragen). 45. Hauptfloß (aus 40-70 Einzelfloßen). 46. Tragfloß (aus 20 Bäumen). 47. Tragbaum. 48. Schnittfloß (aus nur 12 Bäumen). 49. Schnittbaum. 50. Wie heißen die Widen, mit denen die einzelnen Stämme am Kopf zusammengebunden sind? 51. Wie heißen die Löcher, durch die die Widen gezogen sind? 52. Wie heißen die zur Verbindung querüber gelegten Stangen! (Zengelstangen). 53. Lenkstange der Floßknechte. 54. Stange zum Auffangen und Abstoßen des Triftholzes (Floßhaken, Grießbeil). 55. Floßstraße. 56. Fußweg für die Rückreise der Flößer (Floßsteig). 57. Sonstige besondere Ausdrücke der Flößersprache.

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Holzstoffe. 1. Gibt es einen mundartlichen Ausdruck für Cellulose? 2. Holzstoff, -schliff, -zeug. 3 .. Holzzement. 4. Holzdraht (zur Zündhölzerzeugung). 5. Holzwolle. 6. Sägespäne, -scheiten. 7. Holzessig. 8. Holzgeist, -alkohol, -naphtha, -spiritus. 9. Holzbranntwein. 10. Holzöl. 11. Holzteer. 12. Holztee, -trank. 13. Holzgas.

60 / K

 Holzsägerei: 1. Sägewerk (Sag-, Schneidemühle). 2. Wind-, Wasser-, Dampf-, elektrische Sägemühle. 3. Gatter-, Kreis-, Bandsäge. 4. Sägegatter. 5. Mittel- oder Blockgatter. 6. Seiten-, Saum- oder Halbgatter. 7. Doppelgatter. 8. Vollgatter. 9. Wagen, auf dem der Stamm während des Sägens gleitet (Blockwagen). 10. Sonstige mundartlich benannte Bestandteile einer einfachen Sägemühle. (Die verschiedenen Gattungen von Handsägen und deren Bestandteile werden beim "Zimmermann" abgefragt werden.)

60 / L

 Holzkohlenbereitung: 1. Holzkohle. 2. Köhler, -o-, Mehrz. 3. Köhlerglaube. 4. Aufseher beim Kohlenbrennen (Kohlmeister). 5. Kohlen brennen (kohlen, kohlwerken). 6. Köhlerei (Kohlwerk). Berechtigung zum Kohlenbrennen (Kohlrecht). 8. Grubenköhlerei. 9. Wie heißt die Kohlgrube? 10. Meilerköhlerei. 11. Kohlenmeiler, Mehrz. 12. Stehender und liegender Meiler. 13. Den Meiler ansetzen. 14. Kanal zum Anzünden (Zündgang). 15. Feuerschacht in der Mitte. 16. Steht in der Mitte ein Pfahl (Quandel) oder drei? 17. Rasenstücke zum Zudecken. 18. Gemenge aus Erde u. zerkleinerter Kohle. 19. Nadeläste darauflegen (an-, eingrassen, beschlagen). 20. Erde zum Zudecken (Lösche). 21. D. Erde daraufgeben u. festschlagen (elnlöschen). 22. Rauchdach beim Zudecken. 23. Lattenverschlag rings um den Meiler (Kohlrem). 24. Den Meiler stören. 25. Kohlabtunker. 26. Kohlgabel. 27. Kohlspieß. 28. Traggestell für Holzkohlen (Kohlbern). 29. Kohlfaß. 80. Kohlkorb. 3l. Kohlensieb (-reiter, -rumpel). 32. Zweiräderiger Holzkohlenwagen (Kohlschleipfe). 33. Wagenkorb dazu (Kohlkrippe, -kreinze). 34. Verlust an Holzkohle beim Verladen (Kohleinrieb), 35. Ofen- u. Waldköhlerei. 36. Sonstige Fachausdrücke der Waldköhlerei.

60 / Nach­trag:

1. Gabelast (Zwisel, Zwusel, Furke), Mehrz., Verkl.; Redensa. 2. Zuss. 3. zwiseln. 4. zwislet. 5. furkeln. 6. furklet.

61. Fragebogen: Tiere (1)

mit Ausnahme der jagdbaren und der Haustiere

(Wir bitten, bei jedem der folgenden Tiernamen die Mehrz., das Verkleinerungswort, etwaige Redensarten, Sprüche, wichtige Zusammensetzungen und Äußerungen des Volksglaubens anzuführen und es eigens vermerken, wenn der Tiername als Schimpfwort gebraucht wird.)

61 / A

 Säugetiere: 1. Tier, Mehrz., Verkl.; Redensa. 2. Zuss. wie Raub-, Un-, Getier. 3. tierisch, -lich, 4. Löwe. 5. Löwin. 6. Tiger. 7. getigert (tigerlet). 8. Pardel. 9. Leopard. 10. Panter, -el. 11. Jaguar (Unze). 12. Schakal. 13. Hyäne. 14. Zobel. 15. Eisbär. 16. Affe. 17. Äffin. 18. äffisch, -ig. 19. nachäffen, affen; aus-, veraffen. 20. Nachäffer. 21. Menagerie. 22. Käfig. 23. Igel. 24. Stachel des Igels. 25. Der 1. follt sich ein und auf. 26. Maulwurf (Scher). 27. Maulwurfshügel (Scherbatzen, -haufen, -schroppen). 28. Maulwurfsfalle (Schereisen). 29. Maulwurfs-, Scherfänger. 30. Maulwurfsfell, -pelz. 31. Glatt wie ein Maulwurfsfell (scherlhäl). 32. Wie heißen die Vorderfüße des Maulwurfs? 33. Wie heißt seine Schnauze. 34. wühlen; Zuss. 35. Eichhörnchen (-katzel, -bär, Eichele). 36. Eichhornnest (-kobel). 37. Maus. 38. weiße Mäuse. 39. Mauskönig. 40. Mäusefalle (-springer). 41. maustot. 42. mausen (stehlen). 43. Zuss. 44. nach Mäusen riechen (mäuseln, mauselen, mauseinen). 45. Duck-, Stockmäuser. 46. duck-, stockmauset. 47. Haus-, Feld-, Spitz- u. Schneemaus. 48. Haselmaus (Mäusebilch). 49. Siebenschläfer (Schlafmaus, Bilch). 50. Ratte (Ratz). 51. Rattenkönig. 52. Rattenschwanz. 53. Rattenfalle. 54. ratzen, sich ratzen, sich abratzen (Bedeutungen!). 55. Haus- u. Wanderratte. 56. Wasserratte (Scher-, Reut-, Mollmaus). 57. Bisamratte. 58. Wie nennt man das Pfeifen der Mäuse und Ratten? 59. Fledermaus. 60. Zwergfledermaus (Haarrafferl).· 61. Wie nennt man das Fliegen der Fledermäuse? 62. Hamster. 63. hamstern. 64. Hamsterer. 65. Hamstertaschen. 66. Stachelschwein. 67. Meerschweinchen (Meer-, Nährfarl). 68. Känguru. 69. Faultier. 70. Zebra. 71. Kameel (Kämel). 72. Kameelhaar. 73. Zeug aus Kameelhaar (Kämel, Kämlertuch, Kamelot). 74. Aus Kameelhaar (kämlen Eigenschw.). 75. Dromedar (Dromel-, Trampeltier). 76. Kameelhöcker. 77. Lama. 78. Elch, Elentier. 79. Renntier. 80. Giraffe. 81. Antilope. 82. Gazelle. 83. Auerochs. 84. Wisent, Bison. 85. Elefant. 86. Elfenbein. 87. elfenbeinern Eigenschw. 88. Nashorn. 89. Nil-, Flußpferd. 90. Seehund. 91. Seelöwe. 92. Walroß. 93. Walfisch. 94. Fischbein. 95. Tran; Fisch-, Lebertran. 96. Delphin.

61 / B

 Vögel: 1. Vogel, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Ein sauberer Vogel. 2. Zuss. wie Krautvogel, Vögerlkraut. 3. Gevögel, -ü- (Geflügel). 4. vogeln, -ö- (Vögel fangen, die Henne treten). 5. Vogelfänger. -steller (Vogler). 6. Vogelherd. 7. Welche Vorrichtungen werden beim Vogelfang verwendet? (Ausdrücke!) 8. Vogelköder. 9. Wie heißt das Aufrichten der Fangmittel? 10. Das Aus-, Ablösen der gefangenen Vögel. 11. Beobachtungshütte, -schirm, 12. Sonstige Fachausdrücke des Vogelfängers. 13. Stubenvögel. 14. Vogelbauer (-käfig, -häusel). 15. Papagei (Papperl). 16. Kakadu. 17. Kanarienvogel. 18. Rotkehlchen (-kropf). 19. Haus- u. Gartenrotschwanz. 20. Steinrötel, -drossel, Gebirgsamsel. 21. Steinschmätzer, -picker, Sommer-, Totenvogel. (Sind verschiede Steinschmätzerarten bekannt?) 22. Braunkehlchen, Kohlvöglein, Krautlerche. 23. Schwarzkehlchen, Schollenhüpfer. 24. Misteldrossel, Mistler, Schnerr, Schneekater. 25. Sing-, Weiß-, Sommerdrossel. 26. Rot-, Wein-, Winterdrossel. 27. Ringdrossel, -amsel. 28. Amsel, Schwarzdrossel, Merle. 29. Wasseramsel, -star. 30. Zaunkönig (-schlupfer, Künigerl). 31. Sperbergrasmücke. 32. Meistersänger. 33. Mönchsgrasmücke, Schwarzplattel, Mohrenkopf. 34. Gartengrasmücke, Grashexe. 35. Zaungrasmücke, Spötter. 36. Dorngrasmücke, Hagschlupfer, Staudenschwätzer, Weißkehlchen. 37. Gartensänger, Spötterling, Hagspatz. 38. Schwirrlaubvogel, Seiden-, Spaliervöglein. 39. Fitislaubsänger, Fitting, Schmittl, Wisperlein, Weidenzeisig. 40. Weidenlaubsänger, Erdzeisig, Mitwaldlein. 41. Wintergoldhähnchen (Astachhahnl). 42. Sommergoldhähnchen. 43. Waldflüevogel, Heckenbraunelle, Bleikehlchen. 44. Alpenflüevogel, Steinlerche, Bergspatz. 45. Bachstelze, Wippschwanz, Ackermännchen (Hotterl?). 46. Gebirgs-, Winterstelze, Sticherling, Irling. 47. Schaf-, Kuh-, Wiesenstelze. 48. Wiesenpieper, Wiesen-, Wasser-, Grillenlerche, Gixer. 49. Waldpieper, Holzlerche. 50. Brachpieper, -lerche. 51. Feld-, Singlerche. 52. Heidelerche, -nachtigall. 53. Hauben-, Schopf-, Kotlerche, Kotmichel, -jodel. 54. Zwergammer(ling). 55. Waldammer. 56. Grau-, Winterammer. 57. Goldammer. 58. Zaun-, Zirpammer, Moosbürz, Zizi. 59. Garten-, Feld-, Sommerammer, Ortolan, Gärtner. 60. Bart-, Rot-, Steinammer. 61. Edel-, Buch-, Schlagfink. 62. Bergfink (Pienk?). 63. Schnee-, Steinfink. 64. Grünfink, -hanferl, Grünzling, 65. Zeisig (Zeißerl). 66. Stieglitz, Distelfink. 67. Bluthänfling (Haniferl?). 68. Flachsfink, Birken-, Bergzeisig (Hardölderl?). 69. Rotleinfink, -zeisel, 70. Hausspatz. 71. Feld-, Wald- u. Rohrspatz. 72. Stein-, Bergspatz. 73. Kern-, Kirschenbeißer. 74. Girlitz 75. Gimpel, Blutfink, Dompfaff. 76. Kiefernkreuzschnabel, Krummschnabel, Roßkrinitz. 77. Fichtenkreuzschnabel, Krinitz, 78. Rot- und Weißbindenkreuzschnabel. 79. Star. 80. Blaurake. Mandelkrähe, Birkheher. 81. Rauch-, Stallschwalbe. 82. Fenster-, Giebel-, Dach-, Stadtschwalbe. 83. Mauer-, Turmschwalbe, Speier. 84. Nachtschwalbe, Ziegenmelker. 85. Bienenfresser, -wolf, Seeschwalbe. 86. Felsen-, Steinschwalbe. 87. Ufer-, Sand-, Wasserschwalbe. 88. Fliegenfänger, -schnapper. 89. Seidenschwanz. 90. Pirol, Goldamsel (Gugelfirhaus). 91. Fink-, Kohlmeise. 92. Blaumeise. 93. Tannenmeise. 94. Hauben-, Schopfmeise. 95. Schwarz-, Schneemeise, Pfannenstiel. 96. Blauspecht, Spechtmeise, Baumrutscher, Kläner. 97. Baumläufer(l). 98. Mauerläufer, Alpen-, Mauerspecht. 99. Wiedehopf (Wudwud). 100. Kuckuck. 101. Specht. 102. Schwarzspecht, Holzhahn. 103. Bunt-, Rot, Schildspecht. 104. Kleiner Buntspecht, Baumhacker. 105. Weißbrust-, Elsterspecht, 106. Grünspecht, Zimmermann, Holzhacker. 107. Hellenenspecht. 108. Grauspecht. 109. Dreizehenspecht, scheckiger Buntspecht, Gelbkopf. 110. Nachtigall. 111. Sprosser, Aunachtigall. 112. Wassernachtigall, Rohrschliefer, Weidendrossel. 113. Teichrohrsänger, -schmätzer, Wasserzeisig. 114. Sumpfrohrsänger. 115. Ufersänger. 116. Feldschwirl, Buschsänger, -grille. 117. Rohrschwirl. 118. Wasserpieper, -lerche, Weißer, Gipser, Herdvögelchen. 119. Rohrammer. 1120. Sumpf-, Grau-, Nonnen-, Kotmeise.

61 / C

 Kriechtiere: 1. Schildkröte. 2. Masse des Schildkrötenpanzers (Schildkrot). 3. aus Schildkrot Eigenschw. 4. Krokodil 5. Krokodilstränen. 6. Eidechse. 7. Smaragd-, Grüneidechse (Gruenz, Krauthahn). 8. Zauneidechse (Natterretterlein; Volksglaube). 9. Berg-, Waldeidechse. 10. Blindschleiche (Brunnschlegel). 11. Chamäleon, 12. Schlange. 13. Natter (Otter). 14. Natterkrönlein; Volksglaube. 15. züngeln (-letzen). 16. sich schlängeln. 17. zischen. 18. Giftzahn. 19. Volksgl., der sich an einzelne Schlangenarten knüpft. 20. Riesenschlange. 21. Schling-, glatte Natter, Jochschlange. 22. Zorn-, gelbgrüne Natter. 23. Spring-, Balkennatter. 24. Ringel-, Hausnatter. 25. Würfelnatter. 26. Kreuzotter; Kupfernatter. 27. Sandotter, Nasenviper. 28. Drache (Track); Volksgl. 29. Frosch, Mehrz., Verkl.; Redensa. 30. Zuss. wie Froschschenkel. 31. Frösche fangen (froscheln). 32. fröscheln (ein Spiel). 33. quaken (jageln). 34. Froschlaich. 35. Teich-, Wasserfrosch. 36. Gras-, Märzfrosch. 37. Kaulquappe (Krotenschlegel). 38. Kröte, -o- (Höppin, -ck-, Hetsche, Auke), Mehrz., Verkl.; Redensa.; Volksglaube. 39. Zuss. wie Krotenblümlein. 40. Abarten wie Knoblauch-, Erd-, Kreuz- oder Sumpf-, Wechsel-, Feuerkröte (Unke). 41. Feuersalamander (Wegnarr); Volksgl. 42. Mohrensalamander. 43. Wassersalamander, Kammmolch (Vierfüßel). 44. Garten-, Streifenmolch. 45. Leistenmolch. 46. Olm.

61 / D

 Niedere Tiere: 1. Krebs (Krebeß, Kreß, -oi-, -ui-). 2. Zuss. wie Taschenkrebs. 3. krebsen. 4. Besondere Ausdrücke für die Körperteile des Krebses: Scheren, Panzer, Fühler, Kiemen. 5. Krebsaugen (zwei linsenförm. Kalkbildungen an der Seite des Krebsmagens); Volksglaube. 6. Krabbe. 7. Hummer. 8. Flohkrebs. 9. Wasserfloh. 10. Kiemenfuß. 11. Muschel-Krebs. 12. Fischlaus. 13. Wurm. 14. Herzwurm; Volksgl. 15. Es wurmt mich. 16. wurmig, wurmstichig (derwurmt, wurmäßig, -beißig). 17. Regenwurm. 18. Spulwurm. 19. Pfriemenschwanz. 20. Trichine. 21. Peitschenwurm. 22. Bandwurm. 23. Mittel zur Abtreibung dieses. 24. Drehwurm. 25. Egel. 26. Egel setzen. 27. Blutegel. 28. Pferdeegel. 29. Schnecke; Sprüche! 30. Besondere Ausdrücke für die Teile der Schnecke: Fühler, Schwanz, Schneckenhaus. 31. Schneckenschleim am Morgen (Volksgl.). 32. Abarten wie Weinberg-, rote u. grauschwarze Weg-, graue Acker- u. Sumpfschnecke u. a. 33. Muschel. 34. Perlmuschel. 35. Perl. 36. Perlmutter. 37. Entenmuschel. 38. Auster. 39. Koralle. 40. Badeschwamm.

61 / E

 Fische und Fischerei: 1. Fisch, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Stumm wie ein Fisch. 2. Zuss. 3. Besondere Ausdrücke für die Teile des Fischkörpers? 4. Flosse, Mehrz.; Brust-, Bauch-, Rücken-, Schwanz-, Afterflosse. 5. Schuppe, Mehrz., Verkl. 6. Die Schuppen entfernen. 7. Gräte, Mehrz., Verkl. 8. Kiemen. 9. Fischeier, Laich. 10. Die Eier ablegen, laichen. 11. Laichzeit. 12. schwimmen (Formen). 13. schnalzen. 14. schnappen. 15. Haben Männchen und Weibchen besondere Namen? 16. Im Wasser stillstehen v. Fisch. 17. sich herausschnellen. 18. In Schwärmen ziehen. 19. Den Fluß hinaufsteigen. 20. Fischbrut. 21. Fischer, Mehrz., Redensa. 22. Zuss. 23. Fischerin, Mehrz. 24. Fischerei. 25. Fische fangen, fischen. 26. fischeln, -enzen (nach Fisch riechen). 27. Fischfang, -waid; Redensa. wie: Guter, schlechter Fang. 28. Auf den Fang hinausfahren, vom Fang heimkehren. 29. Fischerhaus; wodurch unterscheidet sich das Fischerhaus von den andern Häusern des Ortes, u. zw. außen und innen? 30. Besonderes an der Einrichtung des Fischerhauses. 31. Wodurch unterscheidet sich das Leben des Fischers von dem der übrigen Bevölkerung? Besondere Fachausdrücke. 32. Wie wird das Personal bei einer herrschaftlichen Fischerei benannt? (Fischheier, -meister). 33. Angel, Mehrz., Verkl., Redensa. 34. Die Angel auswerfen, einziehen. 35. Zuss. wie Nacht-, Fußangel; Nachtangeln legen. 36. Teile der Angel: Angelhaken, -rute, -schnur. 37. angeln. 38. Fischköder; was wird dazu verwendet? 39. Fäßchen zum Aufbewahren der gefangenen Fische (Fischlagel). 40. Andere Behälter des Fischers. 41. Fischnetz, Mehrz., Verkl.; Redensa. 42. Die Netze auswerfen, einziehen. 43. Zuss. mit Netz; 44. Andere Ausdrücke für das Fischnetz (Bern, Sege). 45. Verschiedene Arten von Netzen. 46. Netze knüpfen, netzen. 47. Netzknüpfer, Netzer, Mehrz. 48. Netzerin, Mehrz. 49. Netzerei. 50. Netzknoten. 51. Beim Netzen verwendete Geräte. 52. Sonstige Fachausdrücke der Netzer. 53. Wie heißen die Stricke zum Befestigen und Einziehen der Netze? 54. Belastungsmittel für die Netze. 55. Fischreuse (-reusche), Mehrz., Verkl., Redensa. 56. Zuss. wie Zainreusche, Reuschenmacher. 57. Teile der Reuse. 58. Fische stechen. 59. Geräte hiezu. 60. Fachausdrücke für sonstige Geräte und Verrichtungen des Fischers. (Der Kahn und seine Teile werden im "Schiffahrt" abgefragt.) 61. Flußbarsch (Bärschling, -i-, Rauhegel, Schratz, Anbeiß, Warschinger); wird der Fisch im 1., 2., 3. Jahr verschieden benannt? (Heuerling, Stichling, Rögling). Wir bitten, diesen Umstand auch bei allen folgenden Fischnamen zu berücksichtigen. 62. Zander (Sandel, Schiel Fogosch, Amaul). 63. Zint (Zindel, Zingel). 64. Strichzagel Zingg. 65. Kugel-, Goldbarsch (Stur, Stürl). 66. Dickkopf (Gropp, Mühlkopp, Tolm, Breitschädel). 67. Stachelfisch (-dick, Stichling). 68. Flußgrundel. 69. Aalraupe (Ruppe, Rutte). 70. Wels (Waller, Schaiden). 71. Lachs (Salm). 72. Bachforelle (Förchen, -el). 73. See-, Lachsforelle (-förche, Inn-, Reinanke, -auge). 74. Gold-, Rotforelle (-förche, Rötel, Saibling) 75. Huchen. 76. Äsche (Äschling, Mailing, Sprätzling). 77. Hecht. 78. Hundsfisch, -hecht. 79. Teich-, Flußkarpfen (Spiegelkarpfen). 80. Karausche (Garäus, Stein-, Rotkarpfen, Gibel). 81. Goldfisch. 82. Schleihe. 83. Flußbarbe (Barm). 84. Gründling (Grundel, Kreßling, Grimperl). 85. Steinkreßling. 86. Bitterling (Bitterfischel, Plattel). 87. Brachsen. 88. Scheibpleinzer. 89. Sonnfischf(el). 90. Ruß-, Blaunase (Näsling). 91. Spitznase. 92. Pleinze (Spitzpleinze, Spitzer). 93. Halb-, Kotbrachsen (Zobelpleinze, Güster, Scheiber, Plotten). 94. Sichling (Sichel-, Messer-, Schwertfisch, Messerkarpfen, Dünnbauch).

62. Fragebogen: Tiere (2)

mit Ausnahme der jagdbaren und der Haustiere.

62 / E

95. Donau-, Wind-, Spitzlaube (Postknecht, Weiß-, Zwiebelfisch, Nestling, Albel, Laukel). 96. Schneiderfisch, Schußlaube. 97. Seelaube (Schiedling). 98. Schiedfisch (Rapfen, Raps, Rotschiedel). 99. Gängling (Gengel, Bratfisch, Brater, Dickkopf). 100. Rotauge (-feder, -flosse, -karpfen, -schweifel), Plötze, Schwallfisch. 101. Frauenfisch, -nerfling. 102. Perlfisch, Graunerfling. 103. Alant (Altel, Eitel, Kühlnigg, Sandeberl). 104. Angelfisch (Schmerling, Näsling). 105. Rießling. 106. Pfrille (Elritze, Ellering, Erlkreß, Haber-, Sonnfischel, Zankerl, Grimpel, Spirling). 107. Nasfisch (Nasel, Näsling, Kräuterling). 108. Schlammbeißer, -peitzker (Wetterfisch, Biß-, Mistgurre). 109. Bartgrundel (Schmerle, -ling). 110. Steinbeißer, -peitzker (Dorngrundel). 111. Häring. 112. Makrele. 113. Sprotte (Breitling). 114. Sardine. 115. Sardelle. 116. Aal, Aalfisch. 117. Stör, -ü-. 118. Sterlett (Stürl). 119. Sternhausen (Scherk, -i-, Spitznase). 120. Hausen. 121. Hausenblase. 122. Neunauge (Pricke). 123. Haifisch. 124. Sonstige bekannte Fische.

62 / F

 Käfer: 1. Käfer, Mehrz., Verkl.; Redensa. 2. Zuss. wie Käferbaum u. dgl. 3. Gartenlaufkäfer. 4. Goldhenne, -schmied. 5. Getreidelaufkäfer. 6. Schwimmkäfer (verschiedene Arten). 8. Totengräber. 9. Aaskäfer. 10. Pelzkäfer. 11. Hirsch-, Gehürnleinskäfer. 12. Maikäfer (Rangger). 13. Engerling. 14. Juni-, Sonnwendkäfer (ähnelt einem kl. Maikäfer). 15. Nashornkäfer. 16. Gem. Rosen-, Goldkäfer. 17. Kl. Rosenkäfer. 18. Saatschnellkäfer (Schuster, Schmied, Steckenschlager). 19. Kl. Johanniswürmchen (gem. Leucht-, Sonnwendkäfer). 20. Trotzkopf (Totenuhr). 21. Mehlkäfer (Müller). 22. Mehlwurm (Larve des Mehlkäfers). 23. Spanische Fliege. 24. Rüsselkäfer (verschiedene Arten). 25. Rebenstecher (Botzenstecher, Zapfenwickler, Drechsler). 26. Andere Stecher wie Pappel-, Birken-, Pflaumen-, Apfelblütenstecher. 27. Schwarzer Kornwurm (Wibel). 28. Borkenkäfer (versch. Arten). 29. Zimmermann. 30. Handwerker. 31. Bockkäfer (versch. Arten). 32. Erbsen- u. Bohnenkäfer. 33. Erdfloh. 34. Marienkäfer (Frauenkäfer, -kuherl, Himmelsprinzerl, Brot-, Herrgottkalberl, Flinserl); Volksglaube und Sprüche. 35. Sonstige bekannte Käfer. 36. Wie nennt man die Käferlarven im allgemeinen?

62 / G

 Schmetterlinge: 1. Schmetterling (Fei-, Beinfalter, Fraunmolter). 2. Schwalbenschwanz. 3. Gr. u. kl. Kohlweißling (Krautscheißer). 4. Zitronenfalter. 5. Gr. Perlmutterfalter. 6. Silberstrich, Kaisermantel. 7. Tagpfauenauge (Pfauenspiegel). 8. Admiral. 9. Trauermantel. 10. Gr. u. kl. Fuchs. 11. Bläuling. 12. Totenkopf. 13. Nachtfalter, Schwärmer (Zauberin). 14. Ligusterschwärmer. 15. Wolfsmilchschwärmer. 16. Orleanderschwärmer. 17. Karpfen-, Taubenschwänzchen. 18. Brauner Bär. 19. Spinner. 20. Nachtpfauenauge. 21. Ailanthusspinner. 22. Seiden-, Maulbeerspinner. 23. Kiefern-, Ringelspinner. 24. Nonne. 25. Eule. 26. Ordensband. 27. Spanner. 28. Apfel- u. Pflaumenwickler. 29. Lichtmotte (Zünsler). 30. Wachsmotte, -schabe, 31. Motte (Schabe), Mehrz., Verkl.; Redensa. 32. Zuss. wie schabenfräßig u. a. 33. Weißer Kornwurm. 34. Kleider-, Pelzmotte. 35. Sonstige bekannte Schmetterlinge. 36. Schmetterlingsrüssel. 37. Fühler. 38. Raupe (Wurm). 39. Besondere Raupennamen wie Grotzenwurm.

62 / H

 Hautflügler: 1. Wilde Biene. (Die zahme Biene wird im "Imkerei" abgefragt.) 2. Erdbiene (Kotbein). 3. Hummel (Bummel). 4. Erd-, Kothummel u. andere Hummelarten. 5. Wespe. 6. Wespennest, -kobel. 7. Wald-, Holzwespe. 8. Gallwespe. 9. Schlupfwespe. 10. Sonstige Wespenarten. 11. Hornisse (Hunaß). 12. Ameise. 13. Ameishaufen. 14. Ameiseier. 15. Gr. Waldameise (Waldbär). 16. Erd-, Kotameise. 17. Sonstige Ameisenarten. — Zweiflügler: 18. Mücke. 19. Kribbelmücke (Gritze). 20. Stechmücke (Gelse, Stanze, Flansche). 21. Gelsenstich. 22. Rinderbremse (Breme). 23. Fliege. 24. Zuss. wie Fliegenleim, -papier, 25. Dassel-, Biesfliege (Biesmannel, -wurm, Gelß, Spauk). 26. Vor der Dasselfliege Reißaus nehmen vom Vieh (biesen, spauken). 27. Fleischfliege. 28. Stubenfliege. 29. Schmeißfliege (Brummer). 30. Schafzecke. 31. Gem. Floh. 32. Flöhe suchen (flöhen). 33. Scherzhafte Ausdrücke für den Floh. 34. Der Floh springt (hupft), beißt, krabbelt u. dgl. 35. Einen Floh erdrücken. — Gitterflügler: 36. Ameisenlöwe, -jungfer. 37. Florfliege. 38. Schnabeljungfer, -grille, Gletschergast. — Geradflügler: 39. Eintagsfliege. 40. Wasserjungfer (Brettschneider, Glaserer). 41. Deutsche Schabe (Russe). 42. Küchenschabe (Schwabe). 43. Gottesanbeterin. 44. Heuschrecke (-schneck). 45. Verschiedene Heuschreckenarten wie Wander-, große grüne oder braune Klapper- oder Schnarrheuschrecke. 46. schnarren. 47. Grille. 48. Feld- u. Hausgrille. 49. Grillen kitzeln. 50. zirpen. 51. Maulwurfsgrille (Werre, Zwerge). 52. Ohrwurm (Ohrenwützel, Ohrhohle). 53. Zuckergast, -fischel. — Schnabelkerfe: 54. Laus. 55. Verschiedene Lausarten wie Kopf-, Kleider-, Filz-, Hunde-, Pferde- Rinds-, Ziegen, Schweine-, Hühnerlaus. 56. Blattlaus. 57. Durch die Blattlaus hervorgerufener Belag (Honigtau). 58. Baumlaus. 59. Blutlaus (an Obstbäumen). 60. Zikade. 61. Durch die Zikaden hervorgerufener Schleim an Weiden (Kuckucksspeichel). 62. Wasserinsekten wie Wasserwanze, -skorpion, -läufer u. a. 63. Wanze. 64. Bettwanze. 65. Baumwanze (Kachel). — Tausendfüßler: 66. Assel. 67. Mauer- u. Kellerassel. 68. Vielfuß, Tausendfüßler. — Spinnentiere: 69. Spinne; Volksgl. (ist giftig, saicht an, man bekommt Krätze davon). 70. Spinnennetz, -webe (Heilmittel?). 71. Kreuzspinne. 72. Gliederspinne (Weberkne Habermahder). 73. Sonstige Spinnenarten wie Haus-, Wasserspinne u. a. 74. Die Spinne saugt die Fliege aus. 75. Altweibersommer (Herbst-, Marienfäden); Volksglaube. 76. Skorpion. 77. Milbe. 78. Verschiedene Milbenarten wie Pflanzen-, Tier-, Wasser-, Käse-, Krätzmilben. 79. Holzbock (Zecke). 80. Sonstige bekannte Insekten.

63. Fragebogen: Kind, Kinderstube und Taufe

63 / A

 1. Kind (Mehrz., Verkl.; Redensarten). 2. Knabe, Junge, Bub (Mehrz., Verkl.; Redensarten), Koseformen, scherzhafte und Zärtelnamen für den kleinen Knaben, Sprüchlein wie ‚wie der Acker so die Ruben, wie der Vater so die Buben‘. 3. Zuss. mit Bub. 4. Mädchen, Mensch (Mehrz., Verkl.; Redensa.), Koseformen, scherzh. u. Zärtelnamen für das kleine Mädchen. 5. Zuss. mit Mädchen, Mensch. 6. Wie nennt (schilt) man schlimme Kinder? 7. starke, dicke Kinder? 8. schwächliche Kinder? 9. Zwilling(e). 10. Drilling(e). 11. Vierling(e). 12. Redensa., die sich auf reichen Kindersegen beziehen. 13. kinderlos, Redensa., die sich darauf beziehen. 14. Wie nennt man Eltern, deren Nachkommenschaft nur aus Mädchen, 15. nur aus Knaben besteht? 16. Zwitter. 17. totgeborene Kinder, kommen sie ungetauft in den Himmel, auf den Friedhof? 18. scheintote Kinder. 19. Säugling. 20. Wickelkind. 21. Besondere, das Alter des Kindes bezeichnende Benennungen, z. B. Jährling. 22. Kind von Eltern vorgerückten Alters. 23. Das einzige Kind. 24. Das erstgeborene K., das Älteste; 25. das Jüngste; 26. die Mitt(l)eren. 27. Sonntagskind (Vorbedeutung!). Sind gewisse Sonntage von bes. guter Vorbedeutung, z. B. der 1. Sonntag des Monats ‚neues Sonntagskind‘. 28. Andere glückverheißende Geburtstage. 29. Freitagskind (Vorbedeutung!); 30. andere unglückverheißende Geburtstage; 31. noch nicht genannte Zuss. mit Kind. 32. Was bedeutet Geburt im Sternbild a) des Schützen, b) des Steinbocks, c) des Widders, d) der Zwillinge, e) des Löwen, f) des Wassermanns und der Fische, g) des Skorpion, h) der Jungfrau, i) der Wage, k) des Krebses, l) des Stieres. 33. Woher kommen die kleinen Kinder, wer bringt sie?

63 / B

 1. Benennung der Wäsche für des Neugeborne (Kindswäsche). 2. Windel. 3. Steckkissen. 4. andere Tücher und Linnen, in die das Kind gewickelt wird (Fasche, Wickelband, Nabelbinde, Arschfetzen u. dgl. [Bedeutg. der einzelnen Ausdr.]). 5. Kinderhemdlein. 6. Leibchen, Jäckchen; 7. Häubchen. 8. Die ersten Höschen (Schnellfeuerhosen). 9. Latz, Parterl. 10. Wiege, ihre Form und ihre Teile. 11. Bettchen. 12. Polster. 13. Decke. 14. Kinderwagen. 15. Saugflasche, Saugglas. 16. Saugschlauch. 17. (Gummi)sauger. 18. Fopperl, Zutzel, Lutscher; wie wird er bereitet, worein getunkt? 19. Wickeln des Kindes: wie viel Faschen (Wickelbänder) verwendet man und wie heißen sie? 20. Wie wird gewickelt? fest, locker? 21. Werden die Händchen festgebunden? 22. einwickeln. 23. aufwickeln. 24. Das Bad. 25. baden (scherzh. Ausdrücke!). 26. Badewasser. 27. Badewanne. (Man beachte, daß bei der Bereitung des Bades und beim Baden abergläubische Vorstellungen eine Rolle spielen: darf das Badewasser nicht zum Sieden gebracht worden sein, es muß unter einen Apfelbaum geschüttet werden, die Badewanne darf beim ersten Bad ja nicht rinnen u. ä. Wir bitten, uns derartiges mitzuteilen und die volkläufigen Meinungen aufzuzeichnen.) 28. Badetuch (wird es auf die Tür gehängt, damit das Kind wachse? andere Gebräuche!). 29. abtrocknen, 30. trocken legen, 31. reinigen, 32. einstauben des Kindes. 33. Stuppe (woraus besteht sie? Reismehl, Hexenstaub, Tabstein?). 34. Kindswäsche (Windel) waschen; darf sie im Freien getrocknet werden? 35. Wo werden Windel und Kindswäsche in der Regel getrocknet und gibt es eine eigene Vorrichtung hiefür?

63 / C

 1. Säugen, Stillen des Kindes (Umschreibungen wie ‚die Brust geben‘). 2. Worin besteht die erste Nahrung des Kindes? 3. Wie lange darf es nichts zu essen kriegen? 4. Künstliche Ernährung: bei der Flasche, beim Wasser aufziehen, Fläschel-, Wasserkind. 5. Was wird zur künstlichen Ernährung verwendet? 6. Die animalischen Verrichtungen des Kindes: speien, harnen, Darmentleerung, trenzen; man verzeichne die Redensarten und Deckwörter dafür! 7. Wachstum des Kind (es nimmt zu, ab). 8. Darf man kleine Kinder messen, wägen, über sie steigen? 9. Entwöhnen, absetzen, abspenen (wann darf dies nicht geschehen, etwa im Herbst, wenn die Hürden offen sind?). 10. Das Kind weint, schreit, plärrt, greint, rert, platzt, ist streitig u. dgl. 11. es wimmert, raunzt. 12. Schreihals. 13. Beruhigungsmittel: auf den Armen tragen, wiegen, hutschen, einlullen, einschläfern, einsingen (Wiegenliedertexte erwünscht!), spielen (z. B. Muckenschießen) u. a. 14. Ausdrücke für das Schläfrigsein der Kinder (schlafgräntig, kleine Augerln machen u. a.). 15. Anwendung von Mohnabsud und Sternanis u. dgl., wie denkt man darüber? 16. Beaufsichtigen des Kindes (Kinderhüten, Kindsdirnmachen, kindsen). 17. Bewegungen des Kindes: strampeln, abstrampeln u. ä. 18. Erste Fortbewegung: rutschen, kriechen. 19. Lockworte, um die Kinder das Stehen und Gehen zu lehren. 20. Das Kin geht, lauft, rennt schon. 21. führen, weisen. 22. Gängelband (Redensarten!). 23. Gehschule. 24. Lallen. 25. Sprechenlernen. 26. Das Kind redet, plauscht schon. 27. Redensa., die sich aufs Sprechenlernen beziehen, z. B. ‚der Knopf geht auf‘. 28. Worte, die vorgesprochen werden, um die Kinder reden zu lehren. 29. Ausdrücke u. Redensarten, wenn das Kind lange nicht sprechen will und Mittel, die dagegen angewendet werden. 30. Reimsprüchlein, die man dem Kinde vorsagt, z. B. ‚Hoppa, hoppa Reitersmann, hat die großen Stiefel an ...‘ oder ‚Lauft ein Mauserl übers Hauserl ...‘. 31. Erste Künste: einen Diener machen; Zwickerbußerl geben, Eiei machen, bitte-bitte machen u. ä, 32. Noch nicht genannte Ausdrücke der Kindersprache wie „nene, deidei, momo, papa“ u. dgl.; man beachte auch die häufigen Verkleinerungen, z. B. von Tiernamen (Kuli, Muli, Mälamperl, Mitzikatzi), Gegenständen (Betti, Balli), Körperteilen (Handi, Ohrli, Brusti), Zeitwörtern (lauferln, schlafi, essi) u. a.

63 / D

 Volksmeinungen, -bräuche und -aberglauben. 1. Wird dem Neugebornen der Kopf zusammengedrückt? warum? 2. Wird es gleich nach der Geburt in ein Hemd des Vaters gewickelt? 3. Wird ihm ein Rosenkranz oder Heiligenbild ins Kissen gesteckt? 14. Was bedeutet es, wenn das Neugeborene schon Zähnchen mit zur Welt bringt? 5. Darf ein Fremder das Neugeborene loben? 6. Was geschieht, wenn man zu einem Kindchen öfters ‚du Engerl‘ sagt? 7. Verhaltungsmaßregeln für stillende Mütter (bestimmte Speisen dürfen sie nicht essen). 8. Ursachen des Milchflusses. 9. Was bedeutet es, wenn ein Kind von vier oder sechs Wochen im Wachen lacht, wenn es im Schlafe lacht (die Engel spielen mit ihm)? 10. Warum darf man das Kind nicht dem Regen aussetzen, es nicht in den Spiegel schauen lassen, nicht hinten über schauen lassen u. ä.? 11. Der böse Blick (Mittel dagegen). 12. Ein Kind verschreien (Gegenmittel). 13. Was ist das ‚Nachtgeschrei‘? 14. Gegenmittel gegen den Neid. 15. Darf ein Kleidungsstück des Kindes den Erdboden berühren? 16. Kinderschreck (Wauwau, Krampus, Wassermann usw.). 17. Volkssagen vom toten Kinde. 18. Glücksglaube (wenn das Kind mit der Eihaut auf dem Kopf zur Welt kommt). 19. Sonstige hieher gehörende Volksmeinungen, -bräuche und -aberglauben.

63 / E

 1. Taufe (Ausspr., Geschlecht, Mehrz.); Redensa. wie: aus der Taufe heben, zur, ge Tauf‘ gehen u. a. 2. Zusammensetzungen mit Taufe wie Taufsamstag, Kindstaufe u. ä. 3. taufen. 4. Nottaufe. 5. not-, ab-, frau-, gähtaufen. 6. Erste Taufe mit dem zu Ostern oder Pfingsten neugeweihten Taufwasser und -öl (Neu-, Chrisamtaufe); ist sie besonders glückbringend? Ist dem Priester und Mesner mehr dafür zu schenken? 7. Täufling. 8. Täufer; St. Johannes der Gottstaufer. 9. Sekte der Wiedertäufer. 10. wiedertäuferisch (tauferisch). 11. Zeit der Taufe (von der Geburt ab gerechnet); werden einzelne Wochentage gemieden? bevorzugt? 12. Wird die Taufe auch im Hause vollzogen? 13. Taufbecken; wird gelegentlich auch über einem Nottaufbecken (Waschbecken u. dgl.) getauft? 14. Taufstein. 15. Taufwasser (Tauf‘). 16. Am Karsamstag geweihtes Taufwasser (Taufsamstagwasser). 17. Taufkerze. 18. Tauföl (Chrisam, Kresen). 19. Nicht eigens abgefragte Zuss. mit Chrisam (Kresenbad, -leute, -hemd). 20. Weihe des Salböls (Taufweihe). 21. Mit Chrisam salben (kresmen). 22. Tüchlein, das der Priester bei der Taufe verwendet. 23. Watte zum Abwischen des Chrisams. 24. Taufkleid im Ganzen und seine Teile (Taufzeug, -pfeit); seine Farbe bei Knaben, bei Mädchen. 25. Taufgang. 26. Teilnehmer; wer trägt das Kind? Muß der Vater mitgehen? 27. Aberglaube bei Begegnungen. 28. Wer bringt das Kind heim? 29. Aberglaube beim Heimgang (z. B. wegen Ertrinkens). 30. Wer ist beim Taufakt anwesend 7 31. Aufgaben der Teilnehmer. 32. Christenlehre-Fragen: Wieviel sind Sakramente? Antwort: 7; das erste der Tauf. 33. Bedeutet es etwas, wenn das Kind während der Zeremonie schreit oder niest? 34. Darf die Mutter während der Taufe schlafen? warum nicht? 35. Kann sie, während getauft wird, von allen Speisen kosten, ohne daß es ihr schadet? 36. Taufgeld für den Pfarrer. 37. Taufmahl. 38. Teilnehmer an diesem. 39. Gerichte dabei und ihre Folge. 40. Kommt der Täufling von Appetit, wenn dabei nicht tüchtig gezecht wird? 41. Taufstriezel (Kresenstrutz). 42. Abendessen für die Hebamme (Taufjause). 43. Mit welchem Spruch übergibt der Pate das Kind der Mutter? 44. Unterschiede beim Taufen unehelicher Kinder, bei Protestanten u. ä. 45. Sonstige Volksbräuche und -meinungen, z. B. ein Knabe als Täufling ist ehrenvoller, ein umgestoßenes volles Glas bedeutet Kindstaufe (für wen?).

63 / F

 1. Pate (Göte, Taufgöt, Töt, Pfetter), Mehrz.; Redensa. 2. Nicht eigens abgefragte Zuss. mit Göte usw. wie Götentag (= Mittwoch; warum?) u. dgl. 3. Patin (Gote, Gotel, Tote, Pfetterin), Mehrz.; Redensa. 4. Nicht eigens abgefragte Zuss. mit Gote usw. 5. Pate und Patin zusammen (Götenleute). 6. Patenkind (Gotele, ToteIe, Götikle). 7. Zusammenfassender Ausdruck für Pate und Patenkind (Gotteid, Götteid, -ad). 8. Patenschaft. 9. Die Paten im Verhältnis zu den Eltern des Kindes (Gevatter u. Gevatterin), Mehrz. 10. Etwaige Zuss. mit Gevatter. 11. Gevatter u. Gevatterin zusammen (Gevattersleute). 12. Zusammenfassender Ausdruck für Gevattern u. Eltern (G‘vattreid, -ad). 13. Gevatterschaft. 14. Gevatter stehen. 15. Jem. zum Gevatter bitten; Bräuche beim „Gevatterbitten“. 16. Taufgeschenk der Paten (Kresen, Weiset); worin besteht es? 17. Taufmünze (Kresengeld, -taler, -pfennig); wurden ihr drei neue Ein- oder Zweihellerstücke beigebunden? warum? 18. Sparbüchse für die Taufmünzen (Kresen-, Gotenbüchse). 19. Wird dem Kind abgeschabtes Silber von der Taufmünze gegen gewisse Krankheiten eingegeben? (Kresensilber) 20. Wie heißt das Kleid, das der Pate dem Täufling nach einem Jahr machen läßt? (Goteng‘wandel). 21. Andere Geschenke der Paten (Gotenpfeit, -löffel). 22. Gehen die Patenkinder um Ostern und Allerheiligen zu den Paten Glück wünschen und wie nennt man dies (‘s Götengehen)? 23. Werden Sprüche aufgesagt? welche? 24. Erhalten sie dafür von den Paten Geschenke? welche? (Götenbrot). Benennung dieser nach der Form (Hase, Henne).

63 / G

 1. Name, Mehrz.; Redensarten wie: einen Namen haben, das ist ein Name, dem Kind einen Namen geben u. dgl. 2. Alte Formen von „Name“ mit ihrer Bedeutung wie: namens, vürnamens, benamen, im Namen, mit Namen u. ä. 3. namentlich (?). 4. nämlich (Bedeutung!). 5. Jemanden einen Namen geben, ihn benennen (namen). 6. Namenstag; Volksglaube und Gebräuche. 7. Tauf-, Vor-, Rufname. 8. Familien-, Zu-, Schreibname. 9. Spott-, Spitz-, Nick-, Über-, Nachname. 10. Schimpfname. 11. Gottesname; in Gottsnamen. 12. Andere Zuss. mit „Name“ wie: Menschen-, Männer-, Weiber-, Vieh-, Roß-, Hunde-, Fluß-, Berg-, Orts-, Hof-, Flurname u. a. 13. Aufzählung der ortsüblichen Tauf- und Rufnamen. Welche sind selten? 14. Wieviel Namen erhält der Täufling für gewöhnlich? Wählt man mit Vorliebe die Vornamen der Eltern, Großeltern und Paten? Wer bestimmt den Namen? 15. Darf „zurückgetauft“ werden? 16. Weit vorgetauft? 17. Darf man dem Kinde den Namen eines verstorbenen Geschwisters geben? 18. Interessante deutsche einheimische Familiennamen. 19. Die üblichsten Spottnamen. 20. Mit Spottnamen belegen (nameln, ausname(l)n). 21. Die üblichsten Schimpfnamen. 22. Interessante (dunkle) Hofnamen. 23. Interessante (dunkle) Flurnamen.

64. Fragebogen: Rindviehzucht und Milchwirtschaft

64 / A

 1. Vieh (Bezeichnet das Wort die Gesamtheit aller Tiere oder nur die aller zum menschlichen Unterhalt nötigen Tiere oder nur das Rindvieh? Besteht ein Unterschied in der Aussprache, je nachdem es als Sammelname, als Bezeichnung für das einzelne Stück Rindvieh oder als Schimpfwort gebraucht wird?), Mehrz. (Viecher, drei Stück Vieh), Verkl. (Viehel, Viecherl); Redensa. wie: leben, zum Essen gehen wie ‚s liebe Vieh. 2. Viehtritt (Fußspur des Rindes); Volksglaube. 3. Viehopfer (Opfergabe von lebenden Tieren); abgelöstes Viehopfer (eiserne Viehgestalten!). 4. Viehzehent, -zins, -zoll und andere Abgaben. 5. Groß- und Kleinvieh (G’ficket). 6. Sonstige Zuss. mit Vieh wie Feder-, Horn-, Raben-, Halb-, Urvieh, Viehdokter, -stand, -mäßig, -schädig, Viechsarbeit, -zorn, -dumm. 7. Gevieche(t) = die Haustiere? 8. Viecherei (Ort, wo V. gehalten wird; dumme Handlung). 9. viehisch. 10. viecheln (Vieh halten, den Hirten spielen, nach V. riechen). 11. Jung-, Schmalvieh. 12. Galtvieh. 13. Rind-, Rindervieh; auch als Schimpfwort. 14. Rind, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Roß und Rind. 15. Zuss. wie Rindfleisch, Rindsleder, -schmalz, -augen; Stallrindel (über ein Jahr altes Rind). 16. rinderisch, rindern Eigenschw. 17. Lock- und Scheuchrufe für das Rindvieh (see-see! Aussprache mit ę oder ė?). 18. Rinderrassen und deren volkstümliche Namen. 19. Rasse, Schlag; Mehrz. 20. Schwerer, leichter, milchreicher, fleischiger Schlag. 21. Kreuzung. 22. kreuzen. 23. Besondere Ausdrücke für die Farbenabschattungen des Rindviehs; Volksglaube (schwarze Kuh!). 24. Welche Bezeichnungen bestehen für auffallende Flecken und Streifen am Kopf und Rumpf des Rindes? („Blässe“ schon im Frgbg. 53 F 6b). 25. Bezeichnungen für das äußere Aussehen des Viehes wie: feist, mager, dürr, leibig, wampet, langgestreckt, -strängig, kurz; es leibt sich, fällt vom Fleisch u.dgl.

64 / B

 1. Kuh, Mehrz. (die Kühe, gib’s den Kühen), Verkl. (auch Rindersprache); Redensa. wie: dastehen wie die Kuh vor’m neuen Tor. 2. Zuss. wie Kuhfleisch, -augen, -schluck, -fenster, -strick (Rechtsvorstellungen, die sich daran knüpfen). 3. Kuhnamen. 4. Junge Kuh, die noch nicht gekalbt hat (Kalbin, -e); Mehrz., Verkl. 5. Zuss. wie Kalbenkuh. 6. Kälber-, Kalbelkuh. 7. Alte, galte Kuh. 8. Männliches Zuchtrind (Stier, Jodel, Ochs!); Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: ein Genick wie ein Stier. 9. Zuss. wie Stierschädel, -wascher, -milch (Speise), Gemeindestier. 10. Junger Stier (Heustierl). 11. Sprungstier. 12. Wiese zur Haltung des Gemeindestieres (Stierwiese). 13. Stiernamen. 14. Wird der Stier eingespannt? 15. Nasenring. 16. stierisch. 17. Verschnittenes männliches Rind (Ochs); Mehrz. (die Ochsen, gib’s den Ochsen), Verkl.; Redensa. wie: dumm wie ein Ochs. 18. Zuss. wie Ochsenaugen, -gurgel (Mehlspeise), -schnaps (Quellwasser), Mast-, Heuochs. 19. Junges verschnittenes Stierkalb (Milcher). 20. Einjähriger Ochse, der noch nicht eingespannt worden ist (Schnittling, Zaumer), Mehrz. 21. Professioneller Stierschneider. 22. Kastrieren, schneiden. 23. Ochsennamen. 24. Kalb, Kalbel(e) (genaue Aussprache!); Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: umeinanderhupfen wie ein Kalbel. 25. Saug-, Milch-, Tuttenkalbel. 26. Spenkalb, Spenling. 27. Heukalbel. 28. Kalb unter einem Jahr (Stallkalbel). 29. Kuhkalb (Kalbitze). 30. Stierkalb. 31. Sonstige Zuss. mit Kalb wie Kalbfleisch, Kalbsvögerl (Speise), -kopf (Gugelhupf?), kalbelnärrisch, Wasserkalb (-sucht). 32. kalben (sich wälzen wie ein Kalb). 33. kälbern Eigenschw. 34. Kälbernamen (Buisele).

64 / C

 Körperteile des Rindes, insoweit sie anders benannt werden als die des Menschen und des Wildes; 1. Kopf. 2. Augen. 3. Ohren. 4. Stirn. 5. Maul (Gosche). 6. Der unbehaarte Teil des Maules. 7. Lippen (Lefzen, Fotz, Triel). 8. Haben die Zähne besondere Namen? 9. Kiefer. 10. Nasenlöcher. 11. Augenhaare. 12. Ohrenhaare. 13. Horn, Hörndl; Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: dem wachsen die Hörndeln. 14. Zuss. wie Hornleuchter, -voll, Hörndelbub (Teufel), Bockshörndel u.ä. 15. hornig, hornen, hürnen (von Horn). 16. hornet (mit Hörnern versehen). 17. Gehörn, -ü-, Hornach. 18. Spitze des Hornes . 19. Spitzes, stumpfes, gerades, gebogenes, gewundenes, langes, kurzes, starkes, schwaches Horn. 20. Spitz-, stumpf-, gerad-, krumm-, lang-, kurzhörnig. 21. Hornloses Vieh (Muttel, G’munsel). 22. hornlos (muttelt, g’munslet). 23. Jahresringe. 24. Erzeugnisse aus Horn (Hornknöpfe, -brillen u. dgl.). 25. In der Mundart übliche Fachwörter der hornverarbeitenden Gewerbe. 26. Hals. 27. ‚Wamme. 28. Nacken. 29. Rücken. 30. Kreuz. 31. Bauch, Wampe. 32. wampet. 33. Fell, Haut. 34. Haare; Verwendung dieser. 35. Schweif, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Den Schweif einziehen. 36. Zuss. wie Kuhschweife, Schweifbuschen. 37. Den Schweif bewegen („wedeln“ im Frgbg. „Hund“!). 38. Der Schweif ist hoch oder tief angesetzt. 39. Schweifhaare. 40. Schweifwedel, -quaste. 41. Flanken, Lenden, Hüften, Weichen, Lanken. 42. Widerrist. 43. Vorder- und Hinterfüße. 44. Schultern. 45. Schenkel. 46. Knie. 47. Kniebug. 48. Kniekehle. 49. Fußgelenk. 50. Fessel. 51. Fesselhaare. 52. Rinderhuf. 53. Klaue, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: An den Klauen saugen. 54. Zuss. wie Klauvieh, -steuer, -schmalz. 55. klauen (kratzen). 56. Afterklauen. 57. Ballen. 58. Euter (Auter, Milchzeug). 59. Teile des Euters wie Milchdrüsen, -gruben, -adern, -spiegel. 60. Zitze, Tutte; Mehrz., Verkl.; Redensa. 61. Zuss. wie Tuttengretel, -knopf, -pfait, -riemen. 62. tuttet. 63. ein-, zwei-, dreituttet. 64. After. 65. Geschlechtsteile der Kuh: a) Scheide, b) Scheidehaare. 66. (Ge)bährmutter der Kuh; Volksglaube. 67. Geschlechtsteile des Stieres: a) Ziemer, Zem, Fisel, b) Hoden. 68. hödig (nicht verschnitten). (Alle Innereien und Ausdrücke für bestimmte Fleischstücke werden im „Fleischhauerei“ abgefragt werden.)

64 / D

 Lebensäußerungen des Rindes: 1. brüllen, billen, muhen, blöcken. 2. schnauben, -den. 3. keuchen. 4. Mit den Flanken schlagen (schlebauchen, tocketzen). 5. fressen. 6. wiederkäuen (itrucken). 7. saufen. 8. harnen. 9. sich entleeren. 10. Rinderkot, Kuhdreck, -fladen. 11. Kotklümpchen an Schweif und Hinterschenkeln. 12. Dünner Kot. 13. Durchfall (Gitze, Flötze). 14. Durchfall haben (gitzen, flötzen). 15. begatten, bespringen (vom Stier gesagt). 16. Der Stier springt gut, faul). 17. Nach dem Stier verlangen (stieren, rindern, ochsnen). 18. Die Kuh ist ochsnig, rinderig. 19. Geilheit, Mutterkoller. 20. Die Kuh rietet auf. 21. belegen, zulassen. 22. Die Kuh nimmt auf, hat nicht aufgenommen. 23. trächtig, tragend. 24. hochträchtig. 25. abkalben, kälbern. 26. verwerfen, verkalben, hinputzen. 27. Früh-, Steiß-, Totgeburt. 28. Das Kalb kommt zur Welt, fällt. 29. Das Kalb ist ausgetragen, übertragen. 30. Eihäute. 31. Fruchtwasser. 32. Wehen. 33. Nachwehen. 34. Nachgeburt. 35. Die Kuh steht trocken, gibt keine Milch, ist müßig. 36. Die Milch zurückhalten. 37. Nichtmilchende Kuh. 38. Milchende Kuh. 39. Biestmilch. 40. Zuss. wie Biestkuh, -tommerl., -sterz, -wacka. 41. Die Biestmilch ausmelken (biestnen). 42. Die Kuh reinigt sich. 43. Das Kalb säugen (deien, detten). 44. saugen, dutteln, duzeln. 45. saugen, tutteln lassen. 46. zututteln (schmeicheln). 47. Zututtler. 48. Zuss. wie Tuttelgeld, -feist. 49. Das Kalb stößt die Kuh am Euter. 50. Das Kalb künstlich auftränken. 51. abspenen, -setzen, -binden. 52. Mit den Hörnern stoßen.

64 / E

 1. Futter Redensa. wie: Das Futter höher hängen; Verkl. 2. Zuss. wie Vieh-, Heu-, Kurz-, Kälberfutter (-heu), Futterhaus, -schwinge, -zistel, -bern, -bogen, -pracker, -geld, -leiter u.a. 3. futtern, -ü-; Redensa. 4. Zuss. wie ab-, auf-, ein-, überfüttern. 5. Knecht, der das Vieh füttert (Futterer). 6. Futterage, Futterei(d). 7. Futtrach. 8. „Fuhr’“ in der Bedeutung „Futter“; Redensa. wie: In die Fuhr’ geben. 9. Zuss. wie Haber-, Kuh-, Winterfuhr’, Fuhrgeld, -berg, -vieh. 10. „fuhren“ in der Bedeutung „füttern“; Redensa. 11. Zuss. wie aushinfuhren. 12. führig (sättigend). 13. Grünfutter, Luder. 14. Trockenfutter. 15. Milchfutter, (Ge)mischet, Mischling, Mischel. 16. Geleck, Lecke (Handvoll Grünes). 17. Geleckgartel. 18. Maulgabe (Salzbrot u. dgl.). 19. Kraftfutter: Trebern, Schlempe, Rübenschnitzel, Kleie, Viehmehl, -falz. 20. Trank(ach). 21. Trank reichen, tränken. 22. Hächsel, Gehack, Häckerling. 23. Gesott, Gesütt; Redensa. 24. Zuss. wie Gesotthabern, -wasser; Redensa. wie: Gesottwasser tragen. 25. gesotten, -ü- Zeitw. 26. Wählerisch, heikel, ensig sein. 27. Futter ausstreuen, urassen. 28. Verschmähter Futterrest, Uraß. 29. Streu (Waldstreu schon im Frgbg. 59 B 50, 51, 53, 55, 75-82). 30. einstreuen. 31. Wie heißt das ausgelaugte, von dem auf der Wiese ausgebreiteten Dünger übrig gebliebene Stroh? Wird es nochmals als Streu verwendet?

64 / F

 Rinderkrankheiten: 1. Maul- und Klauenseuche. 2. Speichel (Trenserling). 3. trensen. 4. Die Hufe verlieren, ausschuhen. 5. Milz-, Rauschbrand. 6. Es hat das Vieh zusammengerauscht, -gestreift. 7. Lungen-, Perlsucht. 8. Rinderpest, Viehschelm, -staupe, -sterben. 9. Bläschenkatarrh an der Scheide der Kühe, Beschälausschlag. 10. Viehblattern. 11. Abzehrung. 12. Verstopfung. 13. Trommel-, Blähsucht. 14. Das Vieh ist auf-, angebläht. 15. Durch einen Stich mit dem Trokar die Gase entweichen lassen. 16. Womit wird der Stich ausgeführt? 17. Viehtüfel, -umfall. 18. Stiersucht. 19. Durch die Maden der Rinderbremse hervorgerufene Geschwulst (Schußbeul). 20. Wie heißen diese Maden (Engerlinge)? 21. Dämonen und Tiere, die dem Vieh schädlich sind (Schratel, Kröte). 22. Das Vieh behexen; wer behext es und wodurch? 23. Gegenmittel gegen den Zauber. 24. Sind Viehsagen üblich? 25. Heilmittel wie Viehmyrrhe, -theriak u.a. 26. Die Ochsen sind abgetrieben, überanstrengt. 27. eingehen. 28. Notschlachtung. 29. notschlachten. 30. Abdecker, Schinder; Redensa. wie: Hol’ dich der Schinder! 31. Zuss. wie Schinderlohn.

64 / G

 1. Viehzucht. 2. Zuchtvieh, -stier, Fafelvieh, Zügler. 3. Viehzüchter. 4. Mast; Redensa. 5. Zuss. wie Mastvieh, -ochs. 6. mästen; Redensa. 7. Zuss. wie angemästet (= geringer Mastgrad). 8. mastig, -ä-. 9. Viehmarkt. 10. Viehbeschau. 11. Viehausstellung. 12. Pferch, (P)fara. 13. Schlacht-, Schlagvieh. 14. Milch-, Nutzvieh. 15. Vieh-, Kuhhandel; Redensa. 16. Viehhändler. 17. Zubringer, Zuhändler. 18. Leitkauf; Redensa. wie: Leitk. halten. 19. verleitkaufen. 20. Viehtreiber, 21. Viehwage, 22. Stall-, Heimvieh. 23. Stallhaltung, -fütterung. 24. Stalloberknecht, Schweizer, Passak. 25. Stall-, Kuhdirn, -mensch, Viecherin. 26. Das Vieh in den Stall tun (einstallen). 27. Das Vieh am Schenkel brennen oder marken. 28. Werkzeug hiezu. 29. Die Hörner brennen. 30. Werkzeug hiezu. 31. Die Ohren markieren. 32. Werkzeug hiezu. 33. Wie heißen die Metallplättchen in den Ohren.

64 / H

 1. Zug-, Menvieh. 2. Zugochse. 3. Zugochsengespann (Zaug, Zag). 4. Die jungen Ochsen ziehen lehren (zaumen). 5. Mit Ochsen, mit Kühen fahren. 6. Zurufe an die Zugrinder, um sie zum Vorwärts-, Rückwärts-, Rechts-, Linksgehen oder Halten zu veranlassen (ho, diester, wisterhar u.a.). 7. Ochsengeschirr. 8. Teile des Geschirrs. 9. Joch, Jeuch, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: ein hartes Joch, ein Joch auflegen, unters Joch beugen, das Joch abschütteln. 10. Zuss. wie: Ochsen-, Ganz-, Halb-, Doppel-, Kopf- und Widerrist-, Stirn- und Genickjoch, Jochzeug. 11. Jochnagel. 12. Band zur Befestigung des Joches an der Deichsel (Jochwid). 13. Bewegliche Zugstange (Zieter). 14. Zugkette. 15. Jochpolster. 16. Ochsenkummet (Kamp). 17. Teile dieses (Klöster usw.). 18. Ochsenpeitsche, -geisel, -gart, Treibstachel. 19. jochen Zeitw. 20. Zuss. wie ab-, an-, aus-, einjochen.

64 / I

 Weideplatz im Hochgebirge mit einer oder mehreren Hütten (Alm), Mehrz., Verkl.; auf der Alm (z’Alm), auf die A. (gen Alm); Redensa. 2. Zuss. wie Stier-, Galt-, Senn-, Brod-, Grund-, Früh-, Nach- Hochalm, Almwiese, -jokel, -geher (Tourist), -koch, -säuerling u. dgl. 3. Aufzählung der verschiedenen auf der Alm beschäftigten Personen mit Angabe ihrer Tätigkeit, z.B. Senne, -er, -in, -erin, Almer, -erin, Schwaiger, -erin, Almmeister, -gesell (Spüler), Halter, Halterbub, Vieh-, Groß-, Zuhirt, Gaißer, Schweiner (Fackenbub), Paschebub, Ochsner u. a. 4. almerisch. 5. Almtanz; Bräuche. 6. Almdämonen wie Alp, Almer, Almranzel, -schrattel, Kasermannel, Kasfangga u.a.; Volksglaube; wie schützt man sich gegen sie? 7. Almhütte. 8. Ihre Einrichtung. 9. Almgeräte, die nicht der Molkerei dienen (Almkessel, -kübel u.a.). 10. Viehhof, Schwaige; Mehrz., Verkl.; Redensa. 11. Zuss. wie Schwaighütte, -käse, -werker. 12. schwaigen Zeitw. (Käse bereiten?). 13. Unterstand fürs Vieh (Trempel, Trettstall). 14. Platz, wo das Vieh über Nacht liegt (Trett, Lager, Zàn). 15. Weide, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Auf die Weide geben, gute Weide, das wäre eine Weide für mich, Wasser und Weide. 16. Zuss. wie Haber-, Viehweide, Weidevieh, -käse. 17. Weideplatz, Viehschlag, Trift. 18. Das Vieh auf die Weide treiben. 19. Hat die Morgenstunde, wo das Vieh ausgetrieben, und die Abendstunde, wo es wieder heimgetrieben wird, einen besonderen Namen? Knüpft sich ein Volksglaube daran? 20. weiden 0 fressen (das Vieh weidet). 21. Zuss. wie: sich anweidnen. 22. weiden = weiden lassen (das Vieh weiden). 23. Das Vieh nach dem Melken wieder weiden lassen (zeitnen). 24. Das Weiden des Viehes (Viehgang). 25. Eingezäunte Weide (Halte, Ochsenfried). 26. Die einzelnen abgezäunten Unterabteilungen der Weide. 27. Das Wechseln dieser. 28. Viehweg (Troje, Bizent). 29. hüten, halten. 30. Zuss. mit Hüter oder Halter wie Hüterhaus, -lohn, -tanz, -segen. 31. Das Vieh auf die Alm auftreiben, aufschlagen, auf die Weide schlagen, Weidtreiben. 32. Eine Weide mit Vieh beschlagen. 33. Das neue Vieh zur Herde zuschlagen. 34. Almauftrieb (Almkehr’). 35. Das Vieh im Sommer auf einer Alm halten (abkälbeln). 36. verlaufenes, verirrtes Vieh (Mulvieh). 37. sich verlaufen. 38. abstürzen. 39. Viehherde, -kutte, -trieb. 40. Rufe der Senner zur Verständigung untereinander. 41. Rufe an das Vieh. 42. Kuhhorn, Viehtutte. 43. jodeln, halletzen, albetzen, albelen. 44. jauchzen, juchetzen. 45. Almabfahrt, Abtrieb; Vorbereitungen dazu; Bräuche, Lieder, Sprüche bei der Abfahrt. 46. Von der Alm abtreiben; wann? Regeln. 47. Kuhreigen? 48. Leitkuh (Hagmeierkuh, Roblerin, Brodlerin). 49. Viehglocken; welche Arten (glockenspeisene, Hafen, Kumpfe, Zapfen)? Die Leitkuhglocke. 50. Kuhkranz und anderer Schmuck der Leitkuh. 51. Womit sind die Hüte der heimtreibenden Senner geschmückt (Schmatzseide)? 52. Welches Gebäck wird auf dem Heimweg verteilt (Alpeißel, Schrattenplattel)? 53. Einzug ins Dorf; Bräuche hiebei. 54. Das Nachtmal nach dem Einrücken ins Bauernhaus. 55. Speisen dabei (Türtlen).

64 / K

 1. Milch, Verkl.; Redensa. wie: Wie Milch und Blut, weiß wie Milch, in der Milch stehen. 2. Zuss. wie Teufels-, Schneemilch (Mehlspeise), Milchbruder, -bart, -haar. 3. milchig. 4. melken (Formen!). 5. Zuss. wie ab-, nach-, ausmelken. 6. Melker, Mehrz. 7. Melkerin a) = Magd, b) = Kuh (gute M.). 8. Handlung des Melkens (die Melch); Redensa. wie: Auf der Melch sein, ga Melch gehen. 9. Ort, wo das Weidevieh gemolken wird (Melkstatt). 10. Melkung (gute M.). 11. Probemelkung. 12. Milchprobe oder Jakobsen am Jakobitag. 13. Melzeit. 14. Molkerei, Mehrz. 15. zeideln = melken. 16. Euter waschen; Ansichten darüber. 17. frischmelkend, neumelch. 18. abgemolken, altmelch. 19. Die Milch seihen (Formen!). 20. Zuss. wie durch-, abseihen. 21. Milchseiher an der Kanne. 22. Seihtuch, -riedel. 23. beseihen; Redensa. wie: Die Kuh beseiht die Milch (Volksglaube. 24. Schaum auf der  Milch. 25. Milch pantschen. 26. Milchpantscher. 27. Milcheimer, Melksechter,  Zeidelgelte; Mehrz., Verkl. 28. Handhabe daran. 29. Milchkanne(l), Mehrz., Verkl. 30. Handhaben daran. 31. Deckel dazu. 32. Kannen waschen. 33. Gestell, auf dem man die Kannen zum Abtropfen aufstellt. 34. Die gefüllten Kannen plombieren. 35. Plombe. 36. Andere Gefäße zum Holen und Tragen der Milch. 37. Die Milch kühlen. 38. Geräte hiezu (Milchkühler). 39. Gekühlte Milch. 40. kalt stellen. 41. Milchkeller. 42. Milchkammer. 43. Kalte und warme Milch. 44. Kuhwarme M. 45. Fette und mager M. 46. Fettgehalt. 47. Wie bestimmt man den Fettgehalt? 48. Rohe M. 49. Gekochte, abgekochte M. 50. Milchhaut; die M. macht eine Haut. 51. Gefäße zum Aufbewahren der Milch: Milchrein(el), Pitsche, Stotz, Brente u.a.; Mehrz., Verkl. 52. Die M. aufstellen. 53. Süße M. 54. Obers, Rahm, Schmetten. 55. Der Rahm setzt sich ab (raumt). 56. abnehmen, -rahmen. 57. abgerahmte, blaue M., Magermilch. 58. M. mit Rahm (rahmete M.). 59. Zentrifuge. 60. Saure, dicke, geronnene M. wird sauer, gerinnt, stockt, stößt sich, steht zusammen. 63. Die M. sauer werden lassen. 64. Mittel gegen das Gerinnen. 65. Saure Milchsuppe (Stosuppe, Stabe). 66. Andere Milchspeisen. 67. Saurer Rahm. 68. Abgerahmte saure Milch. 69. Speisen mit süßem und mit saurem Rahm

64 / L

 1. Butter, Mehrz., Geschl.; Redensa. wie: Der hat Butter auf’m Kopf. 2. Zuss. wie Kreuzbutter, auf die Butterseite fallen. 3. Butter rühren, stoßen, schlaikern, buttern. 4. Butterfaß, Rührkübel, Schlaiker u.ä. 4a. Dessen Teile. 5. Andere Buttermaschinen. 6. Butter aus Milch. 7. Butter aus süßem und aus saurem Rahm. 8. topfige Butter. 9. Wie drückt man das Absetzen der ersten Fettklümpchen aus? 10. halbgerührte Butter (Luppmilch). 11. Die Butter wird fest. 12. Die B. kneten, würchen. 13. Die B. fälschen; womit? 14. Die B. waschen; wie? 15. Die B. falzen. 16. Die B. färben; womit (Möhrensaft, Ringelblume)? 17. Die B. formen. 18. Gefäß hiezu. 19. Die B. verpacken. 20. Butter-, Schlegelmilch, Molke; saure und süße. 21. Lab, Lupp; dessen Zubereitung. 22. Zuss. wie Luppmagen. 23. Die Milch mit Lab versetzen. 24. Butterschmalz. 25. Die Butter auslassen. 26. Gefäße zur Schmalzbereitung. 27. Butterschaum beim Zerlassen.

64 / M

 1. Käse, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: einen Kas! Käse und Brot. 2. Zuss. wie Kasalm, -lupp, -suppe, -weihe, -zettel, -zehent. 3. Süßmilchkäse. 4. Sauerkäse. 5. Fettkäse. 6. Magerkäse. 7. Streich-, Klenkäse. 8. Weichkäse. 9. Hartkäse. 10. Gekochter und ungekochter Käse. 11. Ortsübliche Namen für bestimmte Käsesorten wie Standel-, Birg-, Kreuzkäse. 12. Käserinde. 13. Käsehändler, -käufler, -stecher. 14. käsig (bleich). 15. käsen Zeitw. (gerinnen). 16. Quark aus den Molken von süßer Milch (Quark, Schotten, Käsemachet); Redensa. wie: einen Quark! 17. Zuss. mit Quark wie Quarkspitz. 18. Zuss. mit Schotten wie Auffer-, Boden-, Renn-, Sauerschotten, Schottensuppe, -nudeln, -paunzen, -zeine, -brentel. 19. Schöttelein (Speise); Spinat-, Leberschöttelein. 20. schottig (abgeschmackt). 21. schotten (gerinnen). 22. Quark aus den Molken von saurer Milch (Topfen, Ziger, Sig, G’sig, Matte, Tranterer). 23. Zuss. mit Topfen wie Topfenkäse, -nudeln, -wasser, Käsetopfen. 24. Zuss. mit Ziger, Sig wie Schottenziger. 25. Zuss. mit Matte wie Käsematte. 26. Zuss.  mit Tranterer usw. 27. Kleine Käse (Kasel, Quargel). 28. Die Milch zur Käsebereitung warmstellen. 29. Molken von süßer Milch (Jutte). 30. Zuss. wie Juttsack, -stötzel, 31. Molken von saurer Milch (Käse-, Topfenwasser). 32. Das Käsewasser absieden. 33. Sack, in welchen man den noch milchigen Topfen zum Abseihen gibt. 34. Topfenleiter zum Auflegen des Sackes. 35. Seihtuch. 36. Gefäß zum Abseihen (Schottenwiege). 37. Ablaufbrett. 38. Kneten, Ausdrücken des Topfens; Kasdrucken in übertragenes Bedeutung. 39. Salz und Kümmel beimengen. 40. Die Käse formen. 41. Käseformen (Reifen, Standel). 42. Zerkleinern und Brechen der sich bildenden Käsemasse. 43. Die Käse trocknen. 44. Trockenbretter (Käsebühne, -steige). 45. Die Käse wenden. 46. Leinwandläppchen zum Einwickeln der Käse. 47. Die Quargeln einlegen. 48. Topf hiezu. 49. Die Quargeln werden gelb. 50. Der Käse ist reif, zeitig, durch. Der K. ist mild. 52. Der K. ist scharf. 53. Der K. ist zu alt. 54. Der K. ist zu jung. 55. Der K. ist ranzig. 56. Der K. ist schimmelig. 57. Der K. läuft. 58. Der K. ist trocken. 59. Der K. ist bröselig. 60. Der K. schwitzt. 61. Der K. ist wurmig. 62. Käsemaden, -würmer; Volksglaube; Mittel dagegen (Johanniskraut, Birkenlaub, Hopfen, Pfeffer). 63. Löcher, Poren im Käse. 64. Spalten im K. 65. Blasen im K. 66. Durchstechen, um die Luft zu entfernen. 67. Die Käse abbrühen. 68. Knecht, der den Käse bereitet (Käser, Stotz). 69. Dessen Gehilfe (Halbkäser). 70. Almhütte, in der der Käse bereitet wird (Käser). 71. Deren Teile (Vorhütte, Kaserstock, Trett). 72. Käsekammer. 73. Salzkammer. 74. Knettisch. 75. Käsepresse. 76. Topfenmühle. 77. Abschöpflöffel. 78. Käsekorb, -kar, -bor, -tegel, -fechter u. dgl. 79. Hölzernes Käsemesser zum Mengen. 80. Wärmemesser. 81. Sonstige in der Almwirtschaft etwa übliche Ausdrücke. Nachtrag: 62 F 37. Mistkäfer; Volksglaube.

65. Fragebogen: Maurerhandwerk (A-M), Binderei (N-S)

Maurerhandwerk

65 / A

 1. Maurer, Mehrz.; scherzhafte und spottende Ausdrücke wie z. B. Schwalbe; Redensa. wie: Die M. kommen mit den Schwalben, langsam wie ein Maurer u. ä. 2. Maurermeister. 3. Maurergeselle. 4. Maurerlehrling. 5. Handlanger (Zureicher, Ziegelschupfer). 6. Erdarbeiter (Barabba, Mehrz.). 7. Baumeister. 8. Architekt. 9. Bauingenieur. 10. Maurer-, Baupolier, Mehrz. 11. Allgemeine Bezeichnung für die Tätigkeit des Maurers (mauern). 12. Zuss. wie ab-, auf-, ein-, hinter-, unter-, zumauern u. a. 13. Untermauerung.

65 / B

 1. Werkzeug des Maurers (Zeug). 2. Maurerhammer. 3. Dessen Teile, z. B. Stöckel. 4. Kelle, Mehrz.; Redensa. 5. Pfanne. 6. Lot, Senkblei, Mehrz.; Redensa. 7. Schrotwage. 8. Wasserwaage. 9. Winkelhaken. 10. Maurerlatte. 11. Brettchen mit Griff zum Verstreichen des Mörtels (Reibbrettel, Hohlreiber, Streicher, Hobel). 12. Sandsieb (-reiter, Zarge). 13. Gitter zum Durchwerfen des Sandes (Sandgatter). 14. Werkzeug zum Mörtelrühren (Schere). 15. Schöpfer, -a-. 16. Maurerschaffel, -büttel. 17. Mörteltrog, -reine. 18. Schal-Latte. 19. Meßgerät fürs Gesimse (Gesimselehre, -wagen). 20. Faßschaufel. 21. Maultierkarren für Erde (Kaps). 22. Dessen Kutscher.

65 / C

 1. Gerüst, Mehrz. 2. Dessen Teile: a) Ständer (Stand-, Rüstbäume, Stehholz), b. Gerüstleitern, c) Quer-, Schußriegel (Netzpfähle), d) Rahmen-, Streck-, Schwenkbäume, e) Antennen, f) Gerüstböcke, g) Gerüstpfosten, h) Scheuläden, i) Schachteln (Gschpodln), k) Gerüstklammern. 3. Materialaufzug (Winde). 4. Dessen Teile. 5. Das Gerüst aufstellen (eingerüsten). 6. D. Ger. abtragen (abgerüsten). 7. Gerüstarten wie Stand-, Wölb-, Leiter-, schwebendes Ger., Gerüstfahrzeug, Bockrüstung. 8. Arbeiter, die das Ger. aufstellen (Gerüster).

65 / D

 1. Material. 2. Ziegel, Mehrz., Verkl.; Redensa. 3. Alter, mürber Ziegel. 3a. Zerbrochene Z. (Bruch) 4. Mauer-, Baustein. 5. Lehm (Kot?); Redensa. 6. Lehmpatzen (Wutzel). 7. Bausand, Redensa. 8. Schotter; Redensa. 9. Kalk; Redensa. 10. Gips. 11. Zement, Beton. 12. Portlandzement (Purtlán). 13. Schlackenbeton. 14. Mörtel (Malta, Speise); Redensa. 15. Mörtelarten: a) fetter, b) magerer, Sparmörtel, c) Grobmörtel, d) Feinmörtel, e) hydraulischer M., f) Lehm-, g) Kalk-, h) Gips-, i) Haar-, k) Chamotte-, l) Wassermörtel u.a. 16. Asphalt. 17. Platte, Mehrz., Verkl.; Redensa. 18. Plattenarten: a) Stein-, b) Klinker-, c) Kehlheimer Platten u. a. 19. Traverse, Mehrz. 20. Schließe, Mehrz. 21. Traversenunterlage. 22. Piloten, Grundpfähle in weichem Boden. 23. Balkenrost auf weichem Grund.

65 / E

 Tätigkeit: 1. Kalk löschen. 1a. Nasses, trockenes Löschen. 2. Kalkgrube. 3. Kaltwasser, milch. 4. Sand durchwerfen. 5. Sand sieben (reitern). 6. Mörtel rühren. 7. Fundament, Grund ausheben. 8. Erde wegführen. 9. Grundstein legen. 10. Grundsteinlegung. 11. Zutragen. 12. Zureichen. 13. Ziegel schupfen. 14. Z. putzen. 15. Z. halbieren. 16. Halbierter Z. (Knäußel?). 17. Z. behauen, ein Eck abschlagen. 18. Behauener Z. 19. Die Z. aneinanderfügen (setzen, aufsetzen). 20. Den Sockel absetzen. 21. Die Fugen verschmieren (ausbandeln). 22. Stoßlöcher. 23. Die Ziegel binden, abbinden (Bedeutung?). 24. Hauptziegel. 25. Laufziegel. 26. Ziegellage (Schar). 27. Die Ziegellage abwägen. 28. Aussprungschar. 29. Rollschar. 30. Schmatze. 31. Das Eck führt den Bund. 32. ausloten. 33. lotrecht, schrotrichtig. 34. schief. 35. windschief, verdreht. 36. Buckel im Mauerwerk. 37. isolieren. 38. Isolierung. 39. Isolierplatten. 40. wölben, Gewölbe machen. 41. Die Gleiche; Redensa., Bräuche, Sprüche. 42. Mörtel anwerfen, verputzen. 43. Fein machen, zureiben. 44. Das Dach heben (g’wachen?). 45. Einen Stock aufsetzen. 46. Eine Mauer durchbrechen. 47. Öffnungen in d. M. für Tür- und Fensterstöcke (Loch, z. B. 7 Loch). 48. Platten legen. 49. Piloten schlagen. 50. Planke, Mehrz., Verkl. 51. Die Baustelle mit Planken umgeben (verblenden, -plenken). 52. Ein Haus bauen.

65 / F

 1. Mauer, Mehrz., Verkl.; Redensa. 2. Mauerarten: a) Haupt-, b) Scheide-, c) Grund-, d) Ober-, e) Sockel-, f) Front-, g) Seiten-, h) Feuer-, i) Gibel-, k) Löschungs-, l) Einfriedungsmauer u. a. 3. Einteilung der mauern nach ihrer Dicke: a) Schuhmauer, b) halbschühige M. u. a. 4. Nach dem Material: a) Ziegel-, b) Lehm-, Wutzel-, c) Steinmauer. 5. Mauerwerk. 6. Pfeiler, Mehrz., Verkl.; Redensa. 7. Haupt-, Eckpfeiler u. dgl. 8. Säule, Mehrz., Verkl.; Redensa. 9. Säulenarten. 10. Bogen. 11. Bogenarten: a) Rund-, b) Flach-, c) Spitzbogen, d) gestelzter, e) scheitrechter B. 12. Teile des Bogens: a) Widerlager, Kämpfer, b) Füße, c) Schlußstein, d) Rücken, e) Stirn, f) äußere und innere Leibung. 13. Gewölbe. 14. Wölbung. 15. Gewölbearten: a) Kreuz-, b) Tonnen-, c) Gurten-, d) Kuppel-, e) Kappen-, f) Kloster-, g) Rippengewölbe, h) gotisches, i) böhmisches Gew., k) Stichkappe, l) Platzel u. a. 16. Nische, Mehrz. 17. Ziegelbau. 18. Rohziegelbau, der ohne Verputz stehen bleibt. 19. Noch nicht verputzter Bau, Rohbau. 20. Fachwerkbau. 21. Eisenbetonbau, Gußmauerwerk. 22. Steinbau

65 / G

 1. Bewurf, (Ver)putz. 2. Arten des Bewurfs: a) Feiner Bew., b) Rauhverputz, c) Spritzanwurf u. a. 3. Fassade. 3a. Fassadearbeiter (Fassader). 4. Sockel. 5. Pilaster. 6. Gesimse, Mehrz. 7. Fenstergesimse (Wiederkehr). 8. Salband, -brett. 9. Hohlkehle. 10. Stukkatur. 11. Stukkaturarbeiter (Stukkaturer). 12. Verzierung.

65 / H

 1. ein-, niederreißen, -räumen, -brechen. 2. Sprung im Mauerwerk. 3. Die Mauer senkt sich. 4. stützen, pölzen. 5. Die Mauer stürzt, fällt, rollt ein, zusammen. 6. Auf Abbruch verkaufen. 7. Schutt, Schütt (Geschlecht!). 8. auf-, anschütten. 9. Haufen, Mehrz., Verkl.; Redensa. 10. Stein-, Schotter-, Sand-, Erd-, Schutthaufen. 11. Sonstiges.

65 / I

 Ziegelbrennerei: 1. Ziegel brennen. 2. Ziegelbrenner. 3. Ziegelofen: a) Ringofen, b) Feldziegelofen (Meiler). 4. Besondere Ausdrücke für Teile des Ziegelofens? 5. Schupfen zum Trocknen der Ziegel. 6. Lehmgrube. 7. Werkzeuge des Ziegelbrenners, z. B. zum Formen der Z. u. dgl. 8. Die Masse bereiten, besonders wenn Sägespäne, Koks u. dgl. beigemischt wird. 9. Die Z. formen, streichen. 9a. Ziegelstreicher. 10. Die Z. aufschichten. 11. Wie heißen die aufgeschichteten Ziegelstöße? 12. Besondere Ausdrücke für das gute oder schlechte Trocknen der Z. 13. Für das gute oder ungleichmäßige Brennen der Z. 14. Ausdrücke für die Güte des verwendeten Lehms. 15. Chamotte. 16. Maschinell hergestellter Z. 17. Hand-, Streichziegel. 18. Schwach und scharf gebrannter Z. 19. Besonders scharf gebrannte Z. (Klinker). 20. Feuerfeste Z. (Chamottesteine, Dinasziegel). 21. Weiße, harte Z. (Steinziegel). 22. Besonders sorgfältig ausgeführte Z. für Rohziegelbau (Blendsteine, Verblender). 23. Luftgetrocknete Z. (Lehmsteine). 24. Durch Beimengung von Kohle, Torf, Sägespänen hergestellte leichte Z. (Luftsteine). 25. Noch leichtere, poröse, mit Lohe, Koks gemischte Z. (Tuff-, Schwammziegel, Lohsteine). 26. Hohlziegel. 27. Durchlochte Z. 28. Halbstarke Z. 29. Mauerziegel. 30. Dachziegel. 31. Verschiedene Arten von Dachziegeln, z. B. Biberschwänze, Falzziegel, Äternitziegel, Firstziegel (Dachreiter) usw. 32. Sonstige Ziegelarten.

65 / K

 1. Kalkbrennerei: 1. Kalk brennen. 2. Kalkbrenner. 3. Kalkofen. 4. Besondere Ausdrücke für Teile des Kalkofens. 5. Kalkbruch. 6. Besondere Ausdrücke für die Geräte des Kalkbrenners? 7. Gebrannter Kalk (Ätzkalk). 8. Zu stark gebrannt (totgebrannt).

65 / L

 1. Steinbruch, Mehrz. 2. Stein, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. 3. Steine brechen. 4. Steinbrecher. 5. Steinklopfer. 6. sprengen. 7. Bohrloch. 8. Besondere Ausdrücke für die Geräte des Steinbrechers und -klopfers wie Keilhaue, Schlage, Brechstange u. a. 9. Bruchstein. 10. Werk-, Haustein, Quader. 11. Unregelmäßige Stücke (Horzeln, Wacken). 12. Für das Baugewerbe in Betracht kommende Gesteine: Granit, Schiefer, Sand-, Kalk-, Tuff-, Kork-, Konglomeratstein, Steinschlag u. a.

65 / M

 1. Steinmetz, Mehrz. 2. Mundartliche Ausdrücke für dessen Werkzeuge, z. B. für Zweispitz, Fläche, Scharriereisen, Beizeisen, Krönel, Stockhammer, Klöppel, Dorn? 3. Besondere Ausdrücke für dessen Tätigkeit, z. B. kröneln, scharrieren, stocken u. ä.

Binderei

65 / N

1. Binder (Scheffler, Böttcher), Mehrz. 2. Bindermeister, 3. -geselle (Bindknecht), 4. -lehrling. 5. Faßbinder, Büttelbinder und andere Zuss. 6. Binderhandwerk, Binderei (Böttcherei). 7. binden und Zuss., soweit Beziehung zum Binderhandwerk besteht.

65 / O

 (Wir bitten, die im folgenden genannten Geräte kurz zu beschreiben, ihre Teile anzugeben, sie vielleicht durch eine flüchtige Skizze zu veranschaulichen und zu berichten, wozu sie verwendet werden. Auch bitten wir, die zeitwörtlichen Fachausdrücke zu erklären durch Beschreibung der Handgriffe, die sie bezeichnen). 1. Binderwerkstatt (Bindhütte). 2. Binder(werk)zeug. 3. Stoßbank. 4. Reifbank. 5. Glattbank. 6. Stoßbankeisen, Doppeleisen. 7. Stoßen als Fachausdruck. 8. Heinzelbank, -bock. 9. Deren Kopf. 10. Sattel der Heinzelbank. 11. Krummeisen. 12. Glatteisen, Reifmesser. 13. Verschiedene Arten des Binderhobels: Kranzhobel (zur Verzierung des Bodens), Geschirrhobel (zum Aushobeln des Schaffels), Stemmhobel (mit schief eingesetztem Messer), Gabhobel, Glatthobel, Kimmhobel. 14. Bestandteile des Kimmhobels: Brettel, Schrauben, zwei Vorschneideisen, ein „Rameisen“. 15. Rauchzwimandel. 16. Glattzwimandel. 17. Bogenkamperl (mit 2-4 Zinken [Zuken]). 18. Schnitzer. 19. Schweifsäge. 20. Breithacke. 21. Bandhacke. 22. Dechsel, Geschl., Mehrz., Verkl.; Redensa. 22a. Zuss. wie Dechselhacke, Hohldechsel. 22b. mit der Dechsel arbeiten (dechseln). 23. Binderhammer. 24. Setzhammer. 25. Schlegel, Tribel (für Holzreifen). 26. Züge. 27. Stemmeisen. 28. Zirkel. 29. Model. 30. Reismodel. 31. Nur in der Binderei übliche Bohrerarten, z. B. Peilbohrer, Zapfenbohrer. 32. Visier zum Eichen des Faßes, Hämstab.

65 / P

 1. Binderholz (welche Holzarten werden verwendet?). 2. Was für Eigenschaften soll das Holz haben? 3. Fehler im Holz (Eiskluften, Wasserstreifen, mürbe Äste). 4. Beseitigung der Fehler (z. B. „verschrebeln“ mürber Äste). 5. Faßreifen (aus welchem Material [Eisen, Hafelholz]?). 6. Bearbeitung des zu Reifen bestimmten Holzes (z. B. mit dem Schnitzer wird es „gekloben“, dann wird es rund gedrückt „geschieben“). 7. Daube, Daufel; Mehrz., Verkl.; Redensa. 8. Handdaufel (beim Büttel, Schaffel). 9. Aufklieben des für die Dauben bestimmten Holzes. 10. Aushacken der Dauben. 11. Daufelkasten, den D. aufstellen (um das Daufelholz zu trocknen). 12. Sonstige Zuss. wie Kufdaufel, Daufelholz, -geschirr. 13. Faßnieten (mit Kopf?). 14. Blechnieten (ohne Kopf?).

Das Binden

65 / Q

. 1. Herrichten der Dauben „sie werden „gestreift“, „zugehackt“, ihre äußere Rundung wird „ausgehackt“, die innere „ausgezogen“, an der Innenseite werden sie „geblöchelt“ oder „gefugnet“ [wir bitten, die Zeitwörter auch in ihrer Nennform anzugeben z. B. „blöcheln“]. 2. Kopfriß machen. 3. den provisorischen Reif zusammensetzen (aufsetzen). 4. Das Durchrichten. 5. Ausfeuern. 6. Was bedeutet feuerweich, 7. was feuerstarr? 8. Das Zusammenziehen der Dauben mittels der Züge. 9. Was heißt „stemmen“? 10. Was heißt „stutzen“? 11. Der über den Boden vorstehende Teil der Dauben (Kimme, Frosch, Zarge). 12. Nut in den Dauben, in die der Boden eingesetzt wird. 13. Der Frosch darf sich nicht abheben (nicht brechen). 14. Einfröschen. 15. Die Innenseite behauen (dechseln). 16. Die Innenseite hobeln (gäbnen). 17. Kimme streichen, Zarge reißen.

65 / R

 1. Der Boden des Faßes (Geschirres). 2. Besondere Arten z. B. Seihboden beim Mostelschaff. 3. Bodenstück. 4. Die Bodenstücke rauh stoßen. 5. Den Boden mit dem Zirkel „abreißen.“ 6. den B. zuschneiden. 7. Ihn gleichhobeln, abrichten. 8. Die Fugen feinstoßen. 9. Tübel, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Tübel schlagen (ein Kinderspiel) (Nagel aus Eisen oder Holz?). 10. Die Tübellöcher bohren. 11. Zusammenstübeln. 12. Feinabhobeln. 13. Abreißen. 14. Schneiden mit der Schweifsäge, mit dem Geradeisen. 15. Bramschnitt, den Br. machen. 16. Umhacken. 17. Einschneiden mit dem Krummeisen. 18. Eintreiben des Bodens ins Faß. 19. Der Boden „beißt ein“. 20. Der Boden muß „einsacken“. 21. Winkel des Faßbodens (Gern). 22. Durchmesser des Faßbodens (Wechsel). 23. Beschlagen des Faßes mit Reifen (die Reifen antreiben). 24. Aichen (hämen).

65 / S

 1. Spund, Pfeil. 2. Spundloch, Peilloch. 3. Das Spundloch bohren, anbohren. 4. Zapfen, Mehrz., Verkl. 5. Zapfenloch. 6. Türl des Faßes, Faßtürl. 7. Das Türl einmachen. 8. (Faß)kloben. 9. (Faß)riegel. 10. Was bedeutet „Drittelvisieren“, „abstechen“? 11. Kellerarbeit. 12. Das Faß im Keller einrichten. 13. Das F. zerlegen. 14. Zusammenstecken. 15. Reinigen eines „kranken“ Faßes. 16. Das Faß auswaschen, 17. bürsten, 18. aushobeln, 19. ausfeuern, ausbrennen, ausschwefeln. 20. Ausklopfen des Weinsteins (auslegern). 21. Bierfässer auspichen, verpichen (Pech wurde bereits im 59 abgefragt).

66. Fragebogen: Weinbau

66 / A

 1. Der Weinstock, Rebstock, Stock (Mehrz.!). 2. Weinrebe, Rebe (Mehrz.!). 3. Wurzeln. 4. Die verschiedenen Arten der Wurzeln: Haupt-, 5. Schweb-, Tauwurzeln. 6. Ausdrücke und Wendungen zur Bezeichnung der ersten Anzeichen des Safttriebes: die Stöcke (Reben) kommen in Saft, weinen, rinnen, tropfen, werden naß. 7. Wie heißt dieser Saft (Rebenwein) und wird ihm bestimmte Heilkraft zugeschrieben, wird er aufgefangen? 8. Ausdrücke, um Schädigungen des Safttriebes durch Frost zu bezeichnen: es schlägt den Saft zurück, der Saft schlägt sich zurück, erfriert u. a. 9. Solche, um das Ansetzen der Knospen zu bezeichnen: der Stock (die Rebe) treibt an, treibt aus, geht an, kommt, setzt an u. a. 10. ein Stock bleibt aus, läßt aus. 11. Bezeichnung der Güte des Antriebs: es zeigt sich schön, gut, viel, mittel, wenig, schütter, schlecht. 12. Das Aufbrechen der Knospen, z. B. die Garzen (Triebe) werden sichtig, kommen fürher, die Reben leuchten (wann sollen sie zu leuchten beginnen?). 13. Das Hervorsprießen der Traubenblüten: die Rebe (der Stock) schiebt Weinbeer. 14. Das Weinbeerschieben (Bauernregel!), das Gescheine. 15. Blüte des Weines, Weinbeerblüh’. 16. Die Weinbeer blühen, sind im Blühen, in der Blüh’ (wann sollen sie blühen, um eine gute Ernte zu versprechen?). 17. gute, 18. schlechte Blühzeit (unter welchen Umständen ist sie schlecht?). 19. Die Weinbeer verblühen, der Wein blüht ab. 20. Auge, Äugel. 21. Tagäugel. 22. Radäugel, Weinhörndl. 23. Deckblättchen der schwellenden Knospe (Wolle). 24. Junger, frischer Trieb; Garze (Mehrz.!). 25. Der Fruchtentwicklung schädliche Triebe (Nebentrieb, Geiz, Üchsentrieb, Üchsenbrut). 26. Holz des Weinstocks, Rebe, Rebholz. 27. Teile der Rebe: Kopf, Arm, Brust, Knie (was bezeichnet man als Kopf usw.?). 28. Ausgereiftes, 29. nicht ausgereiftes, käfiges Holz. 30. Grünes, 31. heuriges, 32. altes, vorjähriges Holz. 33. Gut entwickeltes, schönes, starkes Holz. 34. Schwaches, mageres Holz. 35. In’s Holz wachsen (treiben, gehn). 36. Stark im Holz, frech. 37. Frucht-, Tragholz, Rute, Fruchtrute. 38. Andere Schößlinge, die als Fruchtträger gezogen werden, z. B. Laufer, Ausreißer, Läß (Geschl. Mehrz. Verkl.). 39. Abgestorbenes, dürres, törisches Holz. 40. Kern, Mark des Rebholzes. 41. Reben, die zur Vermehrung des Weinstocks dienen, z. B. Schnitt-, Wurzelrebe, Batitschen, Morditschen, Stocktriebe, Rafel, Steckling, Satzling, Korbrebe, Bogen, Gruber, Bergruber u. a. (wir bitten uns mitzuteilen, auf welche Weise die einzelnen Gattungen dieser Reben gewonnen werden und was für besondere Merkmale sie haben; vgl. auch C 39-43).

66 / B

 1. Weinlaub, Laub. 2. Das einzelne Blatt: Blättlein, Wein(beer)blättlein, -bletsche. 3. Die auf der Blattunterseite befindlichen Härchen. 4. Ranke(n), Kramperl(n), Gabel. 5. Der Traubenausbildung schädliche Ranken (Rauber). 6. Die Traube (Traupe) [Mehrz., Verkl.], Weinbeer (Geschl. Mehrz.). 7. Die einzelne Beere (Beerlein, Weinbeerlein, Kern(lein), Weinbeerkernlein, Traggele). 8. Kamm der Traube (Einz. und Mehrz.!). 9. Wie nennt man Trauben, deren Beeren dicht beieinander stehen (fest, gehäuft), 10. deren Beeren schütter stehen (schlampecht, zaggelt, ausgegabelt, ausgereift)? 11. Vorzeitiges Abfallen der Beeren: sie reifen aus, gabeln aus, gehn auf die Gabel. 12. Ausdrücke für das Reifwerden der Trauben: sie werden rot, schwarz, weich, durchscheinend, licht, glänzend, zeitig; sie scheinen durch, färben sich; die Maler sind im Weingarten. 13. Die Trauben vollreif werden (auszeitigen) lassen. 14. Redensa. wie: die Sonne, der Nebel, der Tau macht die Trauben reifen (zeitigt sie). 15. Eigenschaftswörter, die sich auf den Mostgehalt der Trauben beziehn: saftig, mostig. 16. Darauf sich beziehende Zeitwörter: sie laufen auf, secken sich. 17. Anreim, Reim (Geschl.). 18. Einen (An)reim kriegen, die Weinbeer reimen sich. 19. Die Beeren platzen, springen auf infolge von Regen, Schauer. 20. Sie faulen an, zusammen. 21. Eigenschaftswörter zur Bezeichnung der Traubenfäule, z. B. fleckig, angestochen, angefault. 22. Ausdrücke für Veränderungen durch zu große Hitze und Trockenheit (die Trauben dorren, schliefen, schrumpfen zusammen, schwinden, vergehn sich, brennen aus). 23. Reifbrand. 24. Der Reif (Tror), die Gefrier brennt die Weinbeer. 25. Die Haut der Beeren: Balg, Flitsch (Geschl., Mehrz.). 26. Eigenschaftsw., um die Feinheit des Balges zu bezeichnen: fein, grob, hart, grobkernig, feinkernlecht u. a. 27. Edelfäule. 28. Edelfaule Beeren (Zibeben, Beberln). 29. Verkümmerte Träubchen.

66 / C

 1. Das mit Reben bepflanzte Grundstück: Weingarten, -berg, -ried. 2. Bezeichnung seines Ausmaßes: Viertel, Achtel, Joch, Stück, Dorf, Dörfel, Acker, Graber (wir bitten um Angabe, wie viel m2 den Maßen entsprechen). 3. Rebschule, Schnittweingarten. 4. Winzer, Weinzirl, Weinbauer, Hauer, Graber (bezeichnet man mit den einzelnen Ausdrücken nur den Besitzer oder auch oder nur den Arbeiter?). 5. Weingartenarbeit. 6. Den Boden rigolen, durcharbeiten. 7. Ihn mit Reben bepflanzen: aussetzen, ausstocken. 8. Das Beet in das die Reben gesetzt werden: Kräfte (Geschl., Mehrz.). 9. Der Zwischenraum zwischen den Kräften. 10. Gruben zum Auffangen des Regenwassers (Fahgrube). 11. (Wein)stecken. 12. Stecken machen. 13. Stecken spitzen, 14. schlagen. 15. Steckelbau. 16. Die Erde lockern: hauen. 17. Das Unkraut mit der Haue entfernen: scherren. 18. Das erste Hauen mit Jahr (Fastenhauen). 19. Das zweite H. (Jäthauen). 20. Das dritte H. (Bandhauen, Weich weinhauen). 21. Werkzeug, mit dem gehauen wird: Haue, Häunel, Scherre, Pickel. 22. Jäten, ausjäten, ausbrocken, -putzen, -klauben, -lauben. 23. Jät-, Rebmesser, Reber. 24. Rebschere. 25. Binden, nach-, zuhin-, aufbinden u. a. Zuss. 26. Der Aufband. 27. Das Band(el); woraus besteht es (Stroh, Bast) und wird es je nach dem Material, aus dem es hergestellt ist, verschieden benannt (Drahl, Wid)? 28. Die Bänder herrichten, machen, firmen (Bandfirmen; wann geschieht es, sind dabei Bräuche bekannt?). 29. Das Band anlegen. 30. Verschiedene Bezeichnungen des Bandes nach der Art des Anlegens (verborgenes Bandel, Kreuz-, Schalterband, Schnalle). 31. Abwipfeln, gipfeln, stutzen. 32. (Reb)schnitt. 33. Die verschiedenen Arten des Schnittes, z. B. Zapfen-, Kahl-, Kopf-, Zungen-, Bogen-, Grün-, Holzschnitt. 34. schneiden. 35. Entfernen unnützer Triebe: einkürzen, zurück-, zusammenschneiden, schabigen, schabsen, graufen, garzen, sparzen. 36. Die abgeschnittenen in Bündel gebundenen Reben (Rebbürdel). 37. Auf ein, zwei, drei ... Augen schneiden. 38. Lang schneiden, knappeln. 39. Weingarten, der vor dem Aushauen steht (Knappler). 40. kurz schneiden. 41. Gruben, vergruben, bognen, Bogen legen (setzen). 42. Herbst-, Blattgruben. 43. Grubstock, Gruber, Bogner (d. i. der durch Gruben gewonnene neue Stock). 44. Stock, der die Grubrebe stellt: Vater-, Mutterstock. 45 Grubrebe, Brücke, Gebrück, Bogen. 46. Veredeln, äugeln, okulieren, pelzen, pfropfen. 47. Verschiedene Veredlungsarten, z. B. Grün-, Holz-, Herbstveredlung. 48. Stock, der veredelt wird (Unterlage). 49. Pfropfreis, Edelreis. 50. Weinhecke. 51. Spalier. 52. Pergelbau. 53. Pergel, Pataun, Purten (Geschl., Mehrz., Verkl.). 54. Verschiedene Pergelformen und –arten: Doppel-, Ganz-, Halb-, Kranz-, Acker-, Dorfpergel (wir bitten um kurze Beschreibungen!). 55. Die Teile der Pergel: Pergelarm, -fuß, -kopf, -fenster, -kammer, -dach, -flug (kurze Beschreibungen!). 56. Holz zum Bau der Pergel (Weingart-, Pergelholz).57. Benennung der einzelnen Holzstücke: Säulen, Pfosten, Laststecken. 58. Vorderstecken, Kliebling, Ganzling. 59. Ortsäulen, Orten, Kopfsäulen. 60. Träger, Schalter, Marzan. 61. Spannschalter, Geige (sind sie auch aus Draht: Spanndraht?). 62. Schabel, Lattel, Stellaun, Haken (bei jedem Wort Geschl. und Mehrz.!). 63. Die Latten befestigen (auflatteln). 64. Längsstange: Guntanell, Spalte, G’faller (Geschl., Mehrz.). 65. Entfernen von Laub, um der Sonne Zutritt zu verschaffen: brocken, auslauben, ausklauben. 66. Bodennutzen. 67. Nicht besonders abgefragte mit dem Pergelbau verbundene Gegenstände und Verrichtungen. 68. Namen der Rebsorten, z. B. Veltliner, Traminer, Gutedel, Riesling, Schmeckende, Krachende, Muskateller usw. 69. Krankheiten des Weinstocks: Wurm, Heu-, Sauerwurm. 70. Meltau. 71. Peronospora, Laubkrankheit (wird sie vom Meltau unterschieden?). 72. Gegenmittel: mit Kupfervitriol (Aussprache!) spritzen. 73. Kupfervitriolspritze, Weingartspritze. 74. Oidium, Schimmel, Diesel. 75. Gegenmittel: schwefeln, mit Schwefel stauben. 76. Roter Brenner, Rost, Jausch. 77. Reblaus. 78. Verlauster Weingarten. 79. Schildlaus. 80. Rebenstecher, Petille. 81. Traubenwickler, Gosse. 82. Räupchen, die die Trauben schädigen: Rogatten. 83. Mittel gegen diese Insekten.

66 / D

 1. Die Weinernte, -lese, das Lesen, Wimmen, Wimmet (Geschl.!). 2. Die erste Lese (Vorlese, -wimmet). 3. Hauptlese. 4. Die letzte Lese (Nachlese, -wimmet). 5. Auslese, Ausbruch. 6. lesen (Vergangenheitsform: „er hat gelesen [gelest]“). 7. auslesen, ausbrocken. 8. nachlesen, spiegeln. 9. wimmen (Vergangenheitsform!). 10. Zuss. wie vor-, nach-, aus-, herabwimmen. 11. In’s Lesen (Wimmen) gehn. 12. Eine gute Weinernte haben (ein gutes Lesen [Wimmen] bauen). 13. Eine schlechte Weinernte haben. 14. Weinlesefest (Schilderung der Bräuche!). 15. Wein(berg)hüter, Wächter, Saltner, Prabster (Beschreibung ihrer besonderen Tracht und der Zeichen ihres Amtes). 16. Den Wein(berg) bewachen, hüten (wie lange dauert das Hüten?). 17. Hüterzeichen, die im Weinberg aufgerichtet werden (Namen und Beschreibung!). 18. Hütte des Wächters im Weinberg. 19. Wird der Beginn der Lese amtlich festgesetzt und ist das Betreten der Weingärten während einer bestimmten Zeit vor Lesebeginn auch den Besitzern verboten? 20. Wer setzt den Lesebeginn fest? 21. Messer zum Abschneiden der Trauben (Wimmetmesser). 22. Gefäß, in das die abgeschnittenen Trauben zunächst gegeben werden (Wimmschüssel, -Schaffel). 23. Womit werden die Trauben zum Preßplatz getragen (Weinbeerbutte, Zum [Geschl., Mehrz.], Gonzal [Geschl., Mehrz.])? 24. Butten-, Zumtrager. 25. Das Abbeeren der Trauben (rebeln, mosteln). 25a. Verwendet man besondere Vorrichtungen dazu (Rebler)? 26. Bereitung der Meische: verwendet man dazu Maschinen und wie heißen sie oder zerquetscht man die Trauben mit den Füßen, mit einem Stößel? 27. Meische (Geschl.!), Praschlet (Geschl.). 28. Meischfaß, „Load“. (Geschl.), Moster, Bottich, Wanne, Kastelt, Orn. 29. Holzrinne, in der die Meische in die Presse rinnt („Geid“ Geschl.!). 30. Geidloch. 31. Preß-, Torggeltenne. 32. Seihtenne. 33. Presse, Torggel. 34. Die verschiedenen Arten der Pressen wie Balken-, Baum-, Spindelpresse (-torggel); wir bitten, die Weinpressen und ihre im folgenden abgefragten Teile zu beschreiben, wenn möglich Skizzen davon beizulegen. 35. Preß-, Torggelbaum. 36. Preßstein. 37. Preil. 38. Torggelbett. 39. Gerüsthölzer. 40. Querhölzer, die den Druck verteilen (Bauern, Sulfern, Torggelplotzen). 41. Torggelsäulen. 42. Rigelschlüssel. 43. Spindel. 44. (Preß)stock. 45. Die Meische in die Presse schütten, aufstoßen, einen Stock machen. 46. Die Presse andrehen; 47. aufdrehen. 48. Den Preßstock zwicken. 49. Most, der ohne Anwendung der Presse aus der Meische rinnt: Seihmost, Vorlauf, Vorschuß. 50. Der durch Pressen gewonnene Most: Preßmost. 51. Der letzte aus der Meische gepreßte Most: Kretzer. 52. Der aus der schon ausgepreßten Meische durch Übergießen mit Wasser und abermaliges Pressen erzeugte Most: Nachwein, Leps, Piccolo, Leutwein, Haustrunk, Herbstwein, Juhu, Lauremus, Darmreißer, Treber-, Tresterwein. 53. Die ausgepreßte Meische: Treber(n), Trester. 54. Bottich, in den der Most aus der Presse fließt. 55. Den Most abseihen. 56. Vorrichtungen, um den Most von Bälgen, Kernen u. dgl. zu reinigen: Seihkorb, Seihgitter, Hut (Beschreibungen!). 57. Den Most abschöpfen. 58. Womit? (Mostsechterl). 59. Den M. wägen. 60. Mostwage. 61. Läßt man die Meische angären und wie nennt man dies? 62. Raum, in dem der Most gärt: Gärkeller, -kammer, Ansetz. 63. Gefäß, in dem der M. gärt: Gärfaß, Kufe, Tonne, Stander. 64. Der Most gärt, saust, braust, sturmt, koch, siedet, arbeitet, verarbeitet, wallt auf. 65. Ausdrücke um den Geschmack gärenden Mostes zu bezeichnen: Der M. wird (ist) schneidig, schnidig; kriegt (hat) ein(en) Hantel, eine(n) Schneid; er wird (ist) scharf, hantig; beißt. 66. Wie bezeichnet man den Geruch des gärenden Mostes (er schmeckt, stinkt)? 67. Most, solange er noch süß ist. 68. Wann heißt der Most Sturm? andre Ausdrücke hiefür. 69. Die Gase, die sich bei der Gärung bilden.

66 / E

 1. Den Most ab-, umziehen, ziehen. 2. Bodensatz im Gärfaß: Leger (Geschl.), Geleger (Geschl.), Fuß. 3. Das Faß davon säubern: aus(ge)legern, ausputzen. 4. Wein frischer Ernte: heuriger, neuer, junger Wein. 5. Wein früherer Ernten: alter, fertiger (man beachte den e-Laut!) Wein. 6. Der altem Wein eigene Geschmack, das Altel. 7. Wie wird Rotwein genannt: Roter, Rötel (Geschl.?). 8. Wie nennt man die Weine nach ihren anderen Farben: Weißer, Grüner, Schilcher? 9. Redensarten wie: schön, hoch in der Farbe, hochfärbig. 10. Den Wein ab-, herablassen (vgl. E 1). 11. Trübwerden des Weines, er wird murig, staubig, bricht sich. 12. Wein klären, schönen. 13. Mittel dafür. 14. Schönung. 15. Der Wein klärt sich, wird klar, licht, schön. 16. Ausdrücke, die sich auf Geruch und Geschmack des Weines beziehen (süß, sauer, gallig, voll, leer, weich, hart, süffig, spör, trocken, er hat eine Kellerfrische, einen Bodengeruch, Faß-, Kellergeruch). 17. Redensarten wie: ein gutes Glasl Wein, ein guter Tropfen. er trinkt alle Tag sein Vierterl. u. dgl. 18. Ausdrücke zur Bezeichnung des Alkoholgehaltes: starker, hochgrädiger, kräftiger, leerer, schwacher Wein. 19. Der „Körper“, 20. die „Blume“ des Weines. 21. Die geläufigen Qualitätsbezeichnungen, z. B. Koster, Stich-, Tafel-, Braten-, Lager-, Flaschen-, Schankwein, Ausbruch; Kretzer, Höpfwein, Druck, Tresterer (vgl. auch D 52). 22. Benennungen nach der Lage der Weinrieden: Land-, Gebirgs-, Leiten-, Tal-, Boden-, Seewein. 23. Herkunftsbezeichnungen wie Tiroler, Steirer, Ungarischer, Mosel, Gumpoldskirchner, Ruster, Terlaner usw. 24. Der Wein ist flaschenreif, 25. schankreif. 26. Abgelegener Wein. 27. Wein, der zu lang im Keller lag: überständiger W. 28. Den W. in den Keller einlagern, den Keller mit Wein füllen. 29. Wein aus Fuhrfässern abtragen, abschlauchen. 30. Ihn aus dem Keller in Fuhrfässer (ver)laden (Wein ladnen). 31. Eine Fuhre, Ladung Weines; wie viel Liter? 32. Weinwagen; wodurch unterscheidet er sich von anderen Wagen? 33. Gut gepflegter, gesunder Wein. 34. Schlecht gepflegter, kranker Wein. 35. Angelaufener, schimmeliger, sämiger, töbeleter Wein. 36. Essigstich. 37. Fasselstich. 38. Zu stark geschwefelter Wein. 39. Weinprobe, -kost. 40. Den Wein (ver)kosten. 41. Ihn auf (mit) der Zunge zerdrücken; 42. ihn langsam hinunterschlürfen. 43. Weinkenner, Weinbeißer. 44. Wein verfälschen, pantschen. 45. Verfälschter Wein, Kunstwein. 46. Weinfälscher, -pantscher. 47. Den Wein verschneiden, d. h. verschiedene Sorten miteinander vermischen. 48. Wässern. 49. Märzenschnee ins Faß geben, märzeln. 50. Alkohol zusetzen. 51. Den Most zuckern. 52. Scherzh. Wendungen, die sich aufs Pantschen beziehen, z. B. der Wein ist auf der Kellerstiege gewachsen. 53. Wetterregeln, die sich auf den Weinbau beziehen, z. B. Vinzenz Sonnenschein füllt das Faß mit Wein.

66 / F

 1. Keller (Mehrz.). 2. Vorkeller. 3. Kellerhals. 4. Seitenkeller. 5. Lagerkeller. 6. Flaschenkeller. 7. Andere Zuss. mit Keller als 2. Glied, z. B. Erdäpfel-, Rüben-, Krautkeller u. a. 8. Kellerstiege. 9. Kellernische, Li (Geschl., Mehrz., Verkl.). 10. Luftschächte im Keller (Kellerröhre, -loch). 11. Kellerkerze. 12. Kellerleuchter. 13. Andere Zuss. mit Keller als 1. Glied, z. B. Kellergeruch, Kellerstüberl, -schlüssel, -fenster, -partie. 14. Die Balken, auf denen die Fäßer liegen (Ganter, Kellerbäume). 15. Hölzer, die zwischen Faß und Balken gesteckt werden (Klemmscheit, Klemmer). 16. Faßgeschirr, Gebinde. 17. Fuhrfaß (wie viel Liter enthält es?). 18. Bezeichnung der Fässer nach ihrem Fassungsraum (Eimer, Zwieimer usf.). 19. Kleine Fäßchen, die man auf Landfahrten mitnimmt (Lagel). 20. Kellergerät. 21. Schaff, Viertelschaffel. 22. Heber, Tupfer. 23. Arten des Hebers (Stech-, Zugheber). 24. Wein aus dem Faß heben, aushertupfen. 25. Wie heißt im Heber gebotener Wein (Tupfwein, ein Aushergetupfter)? 26. Redensarten wie: trinken wir noch ein Tupferl. 27. Schwefeln, einen Einschlag geben. 28. Schwefel, Einschlag. 29. Draht, an dem der Schwefel befestigt wird: Einschlagdraht, -zein. 30. Die Fässer auswaschen (faßlwaschen). 31. Sie außen putzen (Faßlwischen). 32. Geräte hiezu: Faßbürste, -kratzer. 33. Ein Faß anzapfen. 34. Wein aus einem großen Faß in kleiner ziehen: den Wein zerlassen. 35. Das nicht ganz volle Faß anfüllen, ausfüllen, nachfüllen. 36. Hiezu verwendeter Wein (Füllwein). 37. Faß, in dem er aufbewahrt wird (Füllfaß). 38. Das FAß zupeilen, aufpeilen. 39. Peilhammer, Schlegel. 40. Peilsetzen, -tuch. 41. Ein Faß rollen, pudeln. 42. Latte zum Messen des Weinstandes im Faß (Kunst, Lehr’). 43. Trichter, Trachter. 44. Pipe. 45. Den Hahn der Pipe auf-, zudrehen (reiben). 46. Sonstige Werkzeuge und Geräte, die im Keller Verwendung finden.

67. Fragebogen: Geburt und Wochenbett (A-D), Frauenkleidung (E-F)

Geburt und Wochenbett

67 / A

 1. Schwangerschaft; 2. schwanger sein (Umschreibungen wie „groß gehn“, in der Hoffnung sein, dick [wampert] sein, auseinandergehen); 3. schwanger werden (in die Hoffnung kommen). 4. Schwängern (Umschreibungen und derbe Ausdrücke!). 5. Benennung der Schwangeren. 6. Was gilt als Zeichen der Schwangerschaft? (Ohnmacht, Erbrechen, absonderliche Eßgelüste, Flecken Gesicht, Wechseln der Farbe). 7. Wie wird die Schwangerschaft berechnet? (z. B. auf Allerheiligen hab ich zum letzten Mal meine Sach [Menses] gehabt; in der Kreuzwoche hab ich’s Leben gespürt; im dritten, vierten ... Monat sein). 8. Krankhafte Anschwellungen. 9. Abnormale Schwangerschaft (Bauchschwangerschaft). 10. Fehlgeburt, Abortus. 11. Abortieren (sie hat einen Abortus gehabt). 12. Fruchtabtreibung. 13. Die Frucht abtreiben. 14. Die Frucht sich nehmen lassen. 15. Mittel zur Fruchtabtreibung (Mutterkorn, Safran, Sebenbaumabsud, Schleifsteinwasser, Herabspringen vom Tisch usw.). 16. Volkstümliche Verhaltungsmaßregeln bei Schwangerschaft, z. B. soll die Schwangere fleißig arbeiten, damit das Kind nicht anwächst? Was für Folgen hat es, wenn man ihr die Erfüllung eines Eßgelüstes verweigert? Warum soll die Schwangere Schnaps trinken, Mandeln essen? Warum darf sie nicht unter einer Wagendeichsel durchschlüpfen, einen Handkarren nicht verkehrt ziehen? u. dgl. m. 17. Wie nennt man das Verschauen (Versehen) der Schwangeren und was für Folgen hat es? Welche Tiere spielen da eine Rolle (Hasen, Frösche, Kröten)? 18. Darf die Schwangere einen Toten, ein häßliches Bild anschauen? 19. Wodurch entstehen Feuermale und wie kann man sie verhüten? 20. Was nennt man „versünden“ und was für Folgen hat es?

67 / B

 1. Bezeichnung des Geburtsaktes (Geburt, Entbindung, Niederkunft). 2. Schwere Geburt. 3. Leichte Geburt. 4. Zuss. wie Spott-, Miß-, Ausgeburt. 5. Gebären; ist dieses Zeitwort üblich oder nur Ausdrücke wie: ein Kind kriegen, sie hat fünf Kinder gebracht, sie hat entbunden (sagt man „sie ist von einem Knaben entbunden worden“ oder „sie hat einen Knaben entbunden“?), sie ist mit einem Mädchen niedergekommen u. a.; 6. Geboren werden (auf die Welt kommen u. a. Umschreibungen). 7. Zuss. wie: wohlgeboren, hochwohlgeboren. 8. Noch nicht genannte scherzhafte Umschreibungen wie „der Ofen ist eingefallen“. 9. Frühgeburt (unausgetragenes Kind, sie kann die Kinder nicht austragen). 10. Wie nennt man die Lage der Leibesfrucht (Quer-, Kopf-, Steiß-, Fußlage)? 11. Gibt es besondere Ausdrücke für Vorfall des Armes, Fußes, Afters, Nabelumschlingung und was wendet man dagegen an? 12. Volkstümliche anatomische Vorstellungen, z. B. die Mutterbänder sind an den Achseln der Frau befestigt. 13. (Ge)bärmutter (wie sieht sie aus? Tiersymbole, Aberglaube! Die schwangere Bärmutter dreht sich mit der Öffnung aufwärts. Kennt man auch Bärvater? Rolle, die die (Ge)bärmutter bei verschiedenen Krankheiten spielt [z. B. bei epileptischen Krämpfen]). 14. Geburtswehen, in die Wehen kommen, starke Wehen, leichte Wehen. 15. Nachwehen; was hält man von ihnen (jede Nachweh ist einen Taler wert, starke Weh – schwache Nachweh)? 16. Was nennt man Dranwehen, 17. was Wehenschwäche? 18. Wie nennt man das Abgehen des Kotes, 19. des Fruchtwassers, 20. die künstliche Eröffnung der Fruchtblase, 21. das Steckenbleiben des Kopfes? 22. Dammriß; was wird dagegen angewendet? 23. Nabelschnur. 24. Wird der abgefallene Nabelschnurrest aufbewahrt? wie? wie lange und warum? 25. Abnabeln; wann hat es zu geschehen? 26. Eihaut. 27. Maßnahmen, um die Geburt zu erleichtern, z. B. der Gebärenden das Rückgrat (Kreuz) halten (wer tut es und wie nennt man es?), die Gebärende an einem Strang ziehen lassen (wie heißt dieser Strang?) u. dgl. 28. Geburtsstühle, sind sie noch in Gebrauch? 29. Redensarten, wenn die Gebärende schreit und stöhnt. 30. Haben die verschiedenen operativen Eingriffe besondere Bezeichnungen (z. B. Kaiserschnitt) und die dabei verwendeten Instrumente (z. B. Zange)? 31. Volksglaube: Verrichtung bestimmter Gebete, um die Geburt zu erleichtern (wir bitten um Mitteilung ihres Wortlautes!); Gebetsblätter, die man der Gebärenden auf die Brust, unter den Kopf legt, die man aufweicht und in Wasser trinkt; soll die Frau bei der Entbindung den Ehering tragen? Ursachen schwerer Geburt u. dgl. 32. Nachgeburt; Volksmeinungen, z. B.: was bedeutet Vorliegen der Nachgeburt? Hilft das Abwischen damit gegen Male, Flecken der Mutter? Wird dem Kind der Mund damit ausgewischt, damit es leichter zahne? Was geschieht mit der Nachgeburt? Schließt man von der Zahl der falschen Nabelschnurknoten auf die künftige Fruchtbarkeit der Erstgebärenden? Glaubt man aus der Nachgeburt erkennen zu können, ob das geborene Kind das letzte sein würde? u. ä. 33. Redensarten bei der Entbindung Lediger. 34. Hebamme, Hefang(in), Fürfangerin, Krebslerin, Ammfrau, weiße Frau, wildes Weib usw. 35. Volksmeinungen über die Hebammen (was hält man von ihrer Moral [sie helfen dem armen Mann aus], herrscht Scheu vor ihnen, graust den Leuten bei einer Hebamme zu essen, ist es ein geachteter Beruf?). 36. Ausdrücke für besondere Verrichtungen der Hebamme. 37. An Tasche, Schürze der Hebamme geknüpfter Aberglaube, z. B. Anstreifen daran bringt Schwangerschaft ein. 38. Geburtshilfe. 39. Bei der Geburt helfen, beistehen. 40. Geburtshelfer; meidet man Ärzte? scheut man sich, sie zur Geburt zu rufen?

67 / C

 1. Die Wochen, Sechswochen. 2. In die Wochen kommen. 3. In den Wochen sein. 4. Wochenbett, seine gewöhnliche Dauer. 5. Besonders wichtige Tage desselben. 6. Wochenstube, -zimmer; wird es geräuchert, womit? 7. Wöchnerin, Sechswöchnerin. 8. Wie lang muß die Wöchnerin fasten? 9. Was darf sie essen und trinken? 10. Soll sie stark schwitzen? 11. Darf man sie waschen? 12. ihr frische Wäsche geben? 13. sie umbetten? 14. Wird ihr nach der Entbindung ein Eierschöberl aufgelegt? 15. Wird ihr etwas auf Brust und Bauch gelegt? 16. Muß man Licht und frische Luft von Mutter und Kind abhalten? warum? 17. Darf sich die Wöchnerin kämmen lassen? 18. Was wird für den ersten Stuhlgang eingenommen? 19. Wann darf die Wöchnerin Besuch empfangen? 20. Eine Wöchnerin besuchen (heimsuchen); 21. ihr aushelfen, sie pflegen (auswarten, Ammschaft tun). 22. Wie heißt die Person, die das tut (Bsennering)? 23. Wann darf die Wöchnerin aufstehen? (Am neunten Tag?) 24. An welchen Tagen darf sie nicht zum ersten Mal aufstehen? 26. Mit dem ersten Aufstehen verbunden Gebräuche. 26. Wochengeschenke; wie heißen, woraus bestehen sie? (z. B. schwarze Henne für eine Suppe). 27. Dürfen sie über ein fließendes Wasser getragen werden? 28. Vorsegnen, fürhersegnen. 29. Wann wird vorsegnen gegangen (nach sechs Wochen?), in welcher Meinung geschieht es? 30. Das Fürhergesegnet. 31. Darf eine ledige Mutter fürhersegnen gehen? 32. Wird das Kind mitgenommen? 33. Bringt die Mutter selbst das Licht mit? 34. Beschreibung und Benennung des Wachsstockes, der als Opfergabe dient. 35. Beschreibung und Benennung des Wachsstockes, der als Opfergabe dient. 35. Was erhalten Pfarrer und Mesner für das Vorsegnen? 36. Warum darf man an einem Freitag nicht vorsegnen gehen? 37. Gute und schlechte Vorbedeutungen, je nachdem, was einem zuerst begegnet (Pferde, Heuwagen, Rauchfangkehrer, altes Weib, Schafe). 38. Mögliche Folgen der Unterlassung des Vorsegnens. 39. Darf eine noch nicht vorgesegnete Wöchnerin aus der Stube gehen? Wird dabei geschwindelt, indem man sich unter einem künstlichen Dach (Schirm, Backsimperl) im Freien bewegt? 40. Empfängt die Wöchnerin 8 oder 14 Tage nach der Entbindung im Haus einen Segen (Haussegen, haussegnen)? 41. Wochenbettfieber; Mittel dagegen. 42. Seine Ursachen. 43. Bedeutung des Maultüchels; wie lange muß es die Wöchnerin tragen? besonders auch die tote Wöchnerin? 44. Worin sieht man Anzeichen für drohendes Sterben der Wöchnerin? (Aufspringen des Störbrotes u. ä.). 45. Wie wird die tote Wöchnerin bekleidet? 46. Meinungen und Bräuche, die sich an den Tod einer Wöchnerin knüpfen. 47. Sonstiger Wochenbett-Aberglaube, z. B. die Wöchnerin soll nicht in den Spiegel schauen; soll unter den sechs Wochen nicht stricken (sonst strickt sie dem Kinde den Strick); soll nicht unter blühenden Bäumen sitzen, nur unter einer Hollerstaude. Mittel gegen die Trud und andere böse Geister; u. m. dgl.

67 / D

 1. Mutterbrust (auch derbe Ausdrücke!). 2. Redensarten wie: die Brust (die Wöchnerin) hat Milch genug, zu wenig; die Brust läuft über; von der Brust an (d. h. von Kind auf); die Brust schwillt u. a. (Säugen und Stillen f. 63 C 1). 3. Große Brust. 4. Kleine Brust. 5. Schlaffe, 6. pralle, harte, 7. vertrocknete Brust. 8. Brustwarzen. 9. Bezeichnung ihrer Färbung, 10. ihrer Größe. 11. Verfärbung der Brüste. 11a. Mittellinie (Schwangerschaftsstreifen). 12. Zuss. wie Brusttuch, Brustlatz, 13. wie Hängebrust. 14. Muttermilch. 15. Redensarten wie: die Milch schießt ein, tritt ein, sticht, drückt, vergeht. 16. Milchfieber (die Milch steigt in den Kopf); Ursachen des Milchfiebers und Gegenmittel. 17. Mittel, um Milchbeschwerden zu vertreiben. 18. Gute, dem Säugling bekömmliche Milch, 19. ungesunde Milch. 20. Ausdrücken der Milch; wofür ist sie gut? 21. Kann man von der Milch auf das Geschlecht des Ungeborenen schließen? 22. Hält man langes Stillen für ein Mittel gegen neuerliche Schwangerschaft? 23. Muß das Kind bei Eintritt der Regel entwöhnt werden? warum? 24. Wie wird die Nichtsäugende die Milch vertrieben (Auflegen von Werg, Kampfer, Brei usw.). 25. Amme, Ammel, Mz. (bedeutet es auch Mutter?). 26. Das Kind als Amme, als Mutter pflegen (ammeln, beammeln); bedeutet ammeln auch so viel wie atzen der jungen Vögel durch die alten? 27. Nahrung, die alte Vögel den jungen bringen (Ammel, Geämmel, Ammeling). 28. Zuss. wie Ammelmutter, Ammelkind.

Frauenkleidung

67 / E

 1. Ganzes, zusammenhängendes Frauenkleid aus einem Stoff. 2. Ganzes Frauenkleid, bei dem Ober- und Unterteil aus dem gleichen Stoff verfertigt, aber getrennt sind. 3. Der obere Teil (Taille, Leib). 4. der untere Teil (Schoß, Rock, Kittel), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Im Kittel gehen. 5. Zuss. mit Kittel wie: Kitteltaube, -hucker, -schmierer, Naßkittel u.a. 6. Kitteln Zw. (sich weibisch benehmen). 7. Kitteler (unverläßlicher Mensch). 8. Kittelfalte; Redensa. 9. Schlußband der Schoß in der Taille. 10. Beleg, Besatz unten an der Schoß. 11. Rockschlitz. 12. Bluse, -el, Mehrz., Verkl. 13. Zuss. wie Flanellbluse, Blusenstoff. 14. Ausschnitt um den Hals. 15. Tief ausgeschnitten; Redensa. 16. Festanliegende Unterziehjacke; Angabe des Unterschiedes zwischen Jankerl, Joppe, Schälkel u. dgl., wenn vorhanden. 17. Überziehjacke. 18. Mieder, Mehrz., Verkl.; Redensa. 19. Zuss. wie Miederbarchent, Aftermieder. 20. Untermieder, Miederleibel, Schnürleib, Korsett. 21. Versteiftes Obermieder als Teil des Gewandes. 22. Womit wird das Mieder versteift (Fischbein, Stahlschienen, Holzplättchen)? 23. Miederschnüte. 24. Das Mieder schnüren; fest, locker schnüren; vorn oder hinten? 25. Das Mieder drück, zwickt u. dgl. 26. Andere Miederverschlüsse. 27. Miederwulst zur Befestigung des Kittels. 28. Silberne Miederkette. 29. Miederring. 30. Nichtversteiftes Kleidermieder (wie beim Dirndelkostüm). 31. Hülle zur Bedeckung von Brust und Hals mit Ärmeln, Oberhemdchen aus Schleierstoff oder Leinwand (Halskittel). 32. Eine ähnliche Hülle ohne Ärmel (Goller). 33. Gollerbändchen. 34. Gollerkettlein. 35. Sonstige ortsübliche Kleidungsstücke der Frauen. (Wir bitten, besonders die altväterische Tracht zu berücksichtigen.

67 / F

 1. Frauenschürze (Für-, Schoßtuch), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: eine Schürze umbinden, eine Schürze voll Äpfel, in jede Schürze verliebt sein. 2. Zuss. wie Schürzenjäger, Schürzhemd, Joppenschürze. 3. Schürzenarten (Rock-, Kleider-, Träger-, Hänge-, Putz-, Küchen-, Schulschürze). 4. Schürzenband; Redensa. 5. Schürzenlatz. 6. Schürzenträger. 7. Umhängtuch. 8. Schal. 9. Schärpe, Scharpfe. 10. Sonstiges.

(„Wäsche“ und „Kopfbedeckung“ bleiben eigenen vorbehalten.)

68. Fragebogen: Zeit

68 / A

 1. Uhr, Mehrz., Verkl. 2. Scherzhafte Namen für die Uhr, z. B. der Brater, Zwisel, die Früh. 3. Uhrarten wie: Taschen-, Stock-, Turm-, Kirchen-, Kasten-, Monats-, Sonnen-, Sand, Schlaguhr. 4. (Uhr)zeiger, 4a. der große Z., der Stundenzeiger, 4b. der kleine Z., Minutenzeiger, 4c. Sekundenzeiger. 5. Zifferblatt, 5a. seine Einteilung in Viertel oder Quartal. 6. Wird die Uhr je nach der Stundenzählung (1 – 12 oder 1 – 24) besonders genannt, etwa „große“, bzw. „kleine“ Uhr, kennt man den Ausdruck „wälsche Uhr“ und was bedeutet er? 7. (Uhr)gehäuse, Mantel. 8. Deckel, Doppeldeckel (-mantel). 9. Schutzgehäuse (aus Leder, Horn, Zelluloid). 10. Uhrglas. 11. (Uhr)werk, Gehwerk. 12. Seine Bestandteile: Feder, Unruh, Räder (Wendungen wie: „der hat ein Radl z’viel“). 13. Gewicht (Mehrz.!). 14. Ketten, an denen die Gewichte hängen. 15. Uhrschlüssel. 16. Pendel; Perpendikel (Geschl.!). 17. „Gang“ der Uhr. 17a. Wie macht es die Uhr? (Tick tack, tindand.) 17b. Ableitungen davon: ticktacken (in übertragener Bedeutung „ermüdendes Geschwätz“?). 18. Uhrkasten (bei Standuhren). 19. Schlag der Uhr. 20. Die Uhr schlägt (das) Viertel, die halbe Stunde (halber). 21. Schlagwerk. 22. Wecker(uhr) und seine besonderen Teile. 23. Uhrkette. 24. Anhängsel an der Uhrkette, besonders beliebte: wie bestimmte Münzen, „Hirschgrandln“ a. ä. 25. Sonstige Bestandteile an Uhren, soweit sie volkstümliche Namen haben, z. B. die Drehvorrichtung an Turmuhren (Uhrwerfel). 26. Die Uhr (den Wecker) aufziehen. 27. Die Uhr laufen lassen, 28. schlagen lassen. 29. Die Uhr, den Zeiger richten auf ... 30. Die Uhr, den Zeiger vorrücken, vordrehen. 31. zurückrücken, zurückrichten. 31. Sonstige Wendungen (jede auf besonderen Zettel!) wie: die Uhr geht, steht, bleibt stehen, geht vor(aus), bleibt zurück, läuft wie nicht gescheit, ist vorn, die Zeiger bleiben stecken u. a. m. 32. Uhrmacher. 33. Sonstige Zusammensetzungen mit Uhr an 1. oder 2. Stelle.

68 / B

 Man drücke den Sinn der folgenden Sätze in der der Mundart gemäßen Weise aus: 1. Wie viel Uhr ist es? 2. Wie spät ist es? 3. Wie viel Uhr hast du? 4. Es ist ein Uhr. 5. Es ist Schlag drei Uhr. 6. Es wird bald 11h, es geht gegen (auf) 12h. 7. 3h vorbei. 8. ¼ auf zwei (1/4 nach eins). 9. ½ 5h. 10. ¾ 8h. 11. Es hat eben 4h geschlagen. 12. In 5 Minuten wird es 6h. 13. 5 Minuten über (nach) 7h. 14. Um 8h 30’ fährt der Zug ab. 15. Es ist noch nicht ganz 10h. (Wir bitten, die Stunden nicht in Ziffern, sondern in Worten wiederzugeben.)

68 / C

 1. Stunde, Mehrz. (2 Stund[en]), Verkl. 2. Wendungen wie: eine geschlagene Stunde, eine Glockenstunde, eine gute Stunde ist es bis ..., eine schwache (klebende) Stund’ zu gehen. 3. In übertragener Bedeutung: sie ist die gute Stund’ selber, der hat keine gute Stunde. 4. Unterscheidet man Tag- und Nachtstunden und werden diese besonders gezählt? 5. Zuss.: Stundengebet, Stundenschlag, stundenlang; Feier-, Morgenstunde (Wendungen und Sprüche), Poststunde, Sterbensstunde u. a. 6. Minute und Zusammensetzungen. 7. Sekunde und Zuss. 8. Ausdrücke für eine unbestimmte Zeitspanne: Weile, Eicht(el), Pois (man gebe bei jedem Wort Geschl., Verkl. an und Wendungen, in denen es vorkommt, z. B. wart’ ein Eichtel!), insbesondere beachte man bei Weile die Wendungen: ein(e) Weil(e), über eine W., nach einer W., die mehrere W., mit der W., derweil, alleweil, nur eine(e) Weile, nicht der Weil’ haben, sich der Weil’ lassen usw. 9. Langweile, Weillang (Geschl.); vgl. auch D 6. und 7. 10. langweilig. 11. sich langweilen, weillangen, lange Weile haben. 12. Kurzweile. 13. kurzweilig (Steigerungsform!). 14. Zuss. mit Weile, z. B.: Kalbelweile, Schuster-, Vorweile, weilweis, Weilarbeit, weilwärtig. Etwaige darauf bezügliche Redensarten. 15. sich verweilen, es verweilt sich. 16. Kleinste Zeitspanne: Augenblick, Moment. 17. Wie gibt die Mundart schriftsprachliches „im Nu“ wieder? 18. Zeitpunkt. 19. Zuss. mit -mal wie: einmal, dasmal, ein anderes-, jedes-, allemal usw. (man beachte, daß einmal, verschieden betont, verschiedene Bedeutung haben kann, z. B. „da war einmal ...“ und „einmal ist keinmal“). 20. Andere Ausdrücke für dasmal, allemal usw., z. B. die Rais, alle Ritt, Bot, Streich. Vgl. hiezu auch unter E 1. 21. Zeitspanne, Frist, eine (Zeit-)spanne lang. 22. Termin und etwaige volkstümliche Zusammensetzunge. 23. Freie Zeit, Muße in Wendungen wie: mit der Arbeit ist es Mueß (d. h. es ist nicht viel A.), der Mueß haben. 24. Die Unmueß (= reichliche Arbeit), in weiterer Bedeutung: du bist ein rechter Unmueß u. a. 25. müßig (man berichte Wendungen, aus denen die verschiedenen Bedeutungen des Wortes hervorgehen), z. B. ein Nagel ist müßig, d. h. er ist unnötig, überflüssig; das ist müßig, d. h. unnötig. 26. (be-)müßigen in der Bedeutung „befreien, entheben“. 26a. sich (be-)müßigen in der Bedeutung „sich Zeit nehmen für etwas, Muße verwenden auf etwas“.

68 / D

 1. Zeit (im allgemeinen). Man beachte, daß das Wort Zeit in verschiedenem Sinne gebraucht wird, insbesonders richte man die Aufmerksamkeit auf Wendungen wie: Wo sind die Zeiten! gute (schlechte) Zeiten haben, die heiligen Zeiten (alle heilige Zeiten einmal), o du liebe heilige Zeit! Nicht (der) Zeit haben, sich Zeit nehmen, Zeit lassen, keine Zeit haben dafür (dazu). In der Zeit, aus der Zeit, mit der Zeit, auf Zeit u. a. 2. Umstandswörtliche Wendungen wie: beizeiten, inzeiten, ehzeit, allzeit, zeitenweis, seinerzeit, zu meiner Zeit, voralterszeiten. 3. Ableitungen: zeitig, zeitlich (man gebe hier die Bedeutung an, am besten, indem man einen oder mehrere Sätze, in denen die Wörter zeitig, bzw. zeitlich vorkommen, bildet). 4. Zusammensetzungen mit Zeit an 2. Stelle, z. B. Lehrzeit, Lebzeit (bei Lebzeiten). 5. Zuss. mit Zeit an 1. Stelle, z. B. Zeitengewand (Bedeutung?). 6. Der Zeitlang. 7. Mir ist zeitlang und etwaige andere Fügungen. 8. Ewigkeit, Ewe. 9. ewig, ewen. 10. verewigen, verewigt (Wendungen!). 11. Zuss. wie Ewigröslein. 12. (Zeit-)dauer. Das hat keine Dauer. Sammler im Süden mögen darauf achten, ob das Wort mit t oder d gesprochen wird. 13. dauern, währen. 14. erdauern, erwarten. 15. Zuss. wie Dauersalat, -häuptel. 16. „warhaft“ in der Bedeutung dauernd? 17. langwierig. 18. kurzwierig.

68 / E

 Zeitadverbien. 1. immer, stets, allweg, fort und fort, in einem fort usw. 1a. Zuss. immerfort, -dar, -zu. 2. nimmer. 2a. Zuss. wie Nimmersatt, am St. Nimmerleinstag. 3. nie, niemals. Wendungen und Umschreibungen (nie nicht [einmal]). 4. irgendeinmal: awånn, atzwånn, inderteinmal. 5. bald einmal, heitawånn, heitswånn (es empfiehlt sich, hier und im folgenden die Zeitadverbien in einem Satzzusammenhang mitzuteilen, der ihre Bedeutung und Gebrauchsweise erkennen läßt). 6. manchmal, zuweilen, ie, ie und ie, antie, antiemal, etie, immereinmal, iem(a)l, iewl(t), iewert. Man beachte feinere Bedeutungsunterschiede! 7. oft. 7a. Ableitungen: die Öfte(n), Oftigkeit. 7b. Zuss.: oft einmal, oftawånn. 8. selten (einmal), wunderselten. Umschreibungen und Redensarten! 9. letzthin, letztens, vor kurzem, neulich, jüngst, jünglich, zunächst. 10. soeben, erst, gerade, gerad erst, ebenerst, denerst. 11. neuerdings, wiederum. 12. schon. 13. noch. 14. abermals. 15. damals, selben („zebm“). 16. dann, denne (Wendungen wie „auf die Denne“), alsdann, na alsdann! nachher, aft, naft usw. 17. wann. 18. zuerst. 19. jetzt, ietz, hietz(t), ietzunder, nun, von nun (jetzt) an (ab). 20. sofort, (so)gleich. 21. bald, baldest(er), alsbald, demnächst, nächstens. 21a. bald so, bald so. 22. früh, früher. Wendungen wie: früh und spät; früh auf, spät nieder u. a. 22a. Zuss.: Frühmesse, der Frühauf. 23. spät, spat, später, am spätesten. 23a. Weitere Bedeutung des Wortes, z. B. späte Lage eines Grundstückes. 23b. Ableitungen: die Späte (auf die Sp. = gegen Abend), Spätling. 23c. späten (= zögern), sich verspäten, zu spät kommen. 24. ehe, ehnder, ehdem, demeh, ehvor, zuvor. 25. einst(ens). 26. seither, seitdem, sider, dersider, siderher usw.

68 / F

 Man drücke den Sinn der folgenden schriftdeutschen Sätze und Fügungen in der mundartüblichen Weise aus: 1. Wir sahen euch, als ihr in die Kirche ginget. 2. Sobald (sowie) ich fertig bin, komme ich. Sowie du dich rührst, wirst du erschossen. 3. Indem er sich bückte, entfiel ihm das Messer. „Ich komme morgen“, sagte er, indem er die Tür hinter sich schloß. (Zur Beachtung: es handelt sich darum, zu erfahren, wie der mit „indem“ eingeleitete Satz in solchen Fällen in der Mundart wiedergegeben wird.) 4. Während (derweil) die Leute beim Heumachen waren, brannte die Scheune ab. 5. Bevor du fortgehst, gib mir den Schlüssel. Wir müssen uns beeilen, heim zu kommen, eh es zu regnen anfängt. 6. Sie entließen ihn erst, nachdem der Krieg aus war. 7. Kaum war er gesund, begann er wieder zu trinken (saufen). 8. Wenn man einmal tot ist, wird man nicht mehr lebendig. 9. Seit er verheiratet ist, geht er weniger ins Wirtshaus. 10. Solang’ ich Herr im Hause bin, lass’ ich mir nichts drein reden. 11. Ihr werdet es so lange treiben, bis ihr krank werdet. 12. Wartet, bis die Mutter kommt. 13. Vor dem Frühstück. 14. Nach dem Mittagessen. 15. Während der Predigt. 16. Seit Ostern. 17. Seit Montag. 18. Um Weihnachten. 19. Gegen Abend. 20. Bis Donnerstag. 21. Bis Pfingsten. 22. Bis Martini. 23. Innerhalb zweier Wochen. 24. Am nächsten Dienstag.

68 / G

 1. Tag, Mehrz. (man beachte, daß in verschiedenen Wendungen oft verschiedene Mehrzahlformen gebräuchlich sind, z. B. auf die alten Tage, zwei Tage). 2. Weitere Bedeutung des Wortes: Gerichtsverhandlung (einen Tag setzen), Tagsatzung, Tagfahrt. 2a. Wendungen und Redensarten: Heut’ ist sein (Namens)tag; Tag ein, Tag aus; von Tag zu Tag; tagelang; zu seinen Tagen kommen; es kommt an den Tag; Tag läuten; den Tag anblasen; dem Tag die Augen ausbrennen; dem lieben Herrgott den Tag abstehlen, u. v. a. 3. Umstandswörtliche Wendungen wie: untertags, vortags, tagsüber, tagsdarauf, bei Tage (’s Tags). 4. täglich (Flexion! z. B. tägliches Brot, täglicher Gast). 5. Alltag, für alle Tage (= für die Werktage vgl. H 4.). 6. alltäglich, Tag für Tag. 7. Es wird Tag, tagt, der Tag graut (kennt die Mundart das Zeitwort tagen auch noch in anderer Bedeutung, z. B. eine Versammlung tagt?). 8. Der Tag wächst, nimmt zu. 9. Der Tag nimmt ab. 10. Tagzeit (Bedeutung!). 11. Tageszeit, zu jeder T. 12. Tagdieb. 13. tagscheinig. 14. Die Frühe, das Früh, in der Frühe. 15. Der Morgen (ist dieses Hauptwort üblich?), des Morgens (zmorgenst[er]). 16. Zuss. Morgenluft, Morgentau. 17. Am nächsten Tag, morgen. 18. Am übernächsten Tag, übermorgen (auch noch über-übermorgen?) 19. Am Tag zuvor, vorher, gestern (gestert). 19a. gestrig (auch = übernächtig?). 20. 2 Tage vorher, vorgestern (auch noch vor-vorgestern?). 21. heute, heint (wird etwa zwischen „heint“ und „heut“ noch im Sinne von „heute abends“ und „heute“ geschieden?). 22. Das Heute, der Heut (Heint). 23. heutig. 24. heutl, heintl (Bedeutung!). 25. heutzutage, heutigentags. 25a. Kennt man eigene Wörter für gestern früh, morgen abends usw.? 26. Vormittag, -tags (Betonung!); vormittag (am Vormittag) war ich dort. 27. Mittag, -tags (Betonung!); auf (zu) Mittag ist er gekommen. 27a. Zuss.: Mittagstunde, Mittagzeit. 28. Nachmittag, -tags (Betonung!). 29. Abend, Mehrz., abends (zabens[ter]). 30. Dämmerung, die Dämmer, Tumper. 31. Dämmerstunde, zwischen (unter) der Liechten, in der Späte, zwischen den Liechtzeiten. 32. Es dämmert, die Dämmer fällt ein (kommt, bricht herein), es tumpert, spätelt. 33. Gibt es besondere Wörter für Morgendämmerung? 34. Nacht, Mehrz., Verkl. 35. Wendungen wie: auf die Nacht; in, bei der N.; in die N. hinein arbeiten; dumm wie die N. Wird noch nach Nächten gezählt? 36. nachts, nächtens, znachts (Bedeutung!). 37. Mitternacht, andere Ausdrücke dafür (Geisterstunde). 38. nächten, vor-, vorvor-, übernächten, nächtabends; Fügungen wie: nächten z’Nacht, nächten d’s Morgens. (Man gebe die Bedeutung bei den in Punkt 38 – 39a abgefragten Wörtern genau an!). 39. nächtig. 39a. übernächtig, vornächtig. 40. nächtlich. 41. Es wird Nacht, nachtet, nächtelt. 42. In die Nacht hinein geraten, benachten. 43. Über Nacht bleiben, übernachten, nächtigen. 44. Nachtlicht, Verkl.; seine Teile. 45. Zuss. mit Nacht an 1. Stelle, z. B. Nachtkerze, Nachtgeschirr u. a. 46. Zuss. mit Nacht an 2. Stelle, z. B. Sommernacht.

68 / H

 1. Woche, Mehrz. (Wochenbett f. 67). 2. Auf die Woche (= nächste Woche), 2a. unter der Woche. 3. Ableitungen wie Wochner, wochnen Zw. (Bedeutung!). 4. Wochentag, Werktag (vgl. G 5). 5. werktäglich. 6. Zuss. mit Woche wie: Werkwoche, Wochenkalb, Wochensack, -raitung. 6a. wochenlang. 7. Vorabend vor einem Festtag, Feierabend. 8. Weitere Bedeutung des Wortes Feierabend, z. B. in Wendungen wie: Feierabend machen. 9. Feiertag, Festtag, hohe Zeit, Zeitentag. 10. Abgeschaffter, halber Feiertag, Bauernfeiertag. 11. Zuss. mit Feiertag, etwa Feiertaggurgel, -gewand. 12. feiertäglich.

68 / I

 Die einzelnen Wochentage: Man gebe die Mehrzahlformen und die Genitivformen an, z. B. Montiger, Montags, -tigs. Sind zwei Formen (z. B. „Donnerstag“ neben „Dunnerstag“, „Freitag“ neben „Freita“ oder „Freida“) oder zwei Namen (z. B. „Dienstag“ neben „Ertag [Irta]“) üblich, so gebe man an, welche Form, welcher Name älter, im Aussterben ist. Man beachte auch Fügungen wie: der blaue Montag (welcher Kalendertag?) neben „blauer Montag“; der stolze Montag; der hohe Mittwoch; der neue Sonntag (= Sonntag nach dem Neumond); es ist nicht alle Tage Sonntag; ein guter (Kir(ch)tag dauert bis in Irtag. Wenn volkstümliche Bezeichnungen für die einzelnen Tage bekannt sind (etwa Geldtag für Samstag, Knödeltag für Donnerstag), gebe man sie an. 1. Sonntag; 2. Montag; 3. Dienstag; 4. Mittwoch; 5. Donnerstag; 6. Freitag; 7. Samstag. 8. Ableitungen (jede auf besonderen Zettel!) wie: pfintztäglich, sonntäglich usw. 9. Zeitwörtliche Bildungen wie: (aus)samstern (Bedeutung?). 10. Werden Tiere nach dem Wochentag, an dem sie zur Welt gekommen sind, benannt? (Pfinsterl, Samsterl). 11. Zusammensetzungen wie: Sonntagsbratel, Samstagnacht. (Jede Zus. auf eigenen Zettel!).

68 / K

 1. Monat, Geschl., Mehrz. 2. Wendungen wie: aufs Monat, in zwei Monaten, alle Monat u.a. 3. monatlich; das Monatliche (Bedeutung!). 4. Zuss.: Monatblume, monatlang. 5. Die Monatsnamen: Man beachte die mundartlichen Formen der gemeinüblichen Namen, z. B. „Setemer“ für September, „Feberer“ für Februar, „Nowember“ neben „Nofember“. Aber man berichte auch volkstümliche deutsche Namen wie: Hornung, Hornmonat usw. Jeder Monat erhält eine eigene Nummer, also: 5. Jänner, 5a. Februar, 5b. März usw. 6. Etwaige Zusammensetzungen mit Monatsnamen: Märzwoche, Aprilwetter usw. 7. Ableitungen wie etwa: merznen, mirzen (von den Katzen), es märzelt u. ä. 8. Jahr, Mehrz. (auch Jahrer?), Verkl. 9. Wendungen: aufs Jahr, im Jahre 1907 (im Siebner-Jahr), „in die Neunziger-Jahre“), auf den Jahren sein, in die J. kommen. Wird auch „anno“ in gewissen Fügungen in der Mundart verwendet (anno dazumal)? 10. jährlich (Bedeutung). 11. jährig (Bed.!). 12. sich jähren, es jährt sich. 13. verjähren (Bed.!). 14. Zusammensetzungen wie: zweijährig. 15. Jahr(es)tag (versch. Bed.!), Jahreszeit (morgen wird es Jahreszeit, daß er gestorben ist). 16. Jahrzahl (er geht mit der Jahrzahl). 17. jahrelang. 18. Andere Zuss. wie: Schuljahr, Kriegs-, Kinderjahre. 19. Schaltjahr (Volksglaube!). 20. Schalttag (Volksglaube!). 21. Die vier Jahreszeiten. 22. Frühling, Frühjahr, Länz, Länzing, Langes, Auswärts), Mehrz.; Redensarten. 23. Zuss. mit Frühjahr usw. wie: Längßkorn, Lanßingferkel u. dgl. 24. Es wird Frühling (es länzelt?). 25. Vorfrühling. 26. Spätfrühling. 27. Sommer, Mehrz.; Redensarten. 28. Sommer und Winter spielen, singen. 29. Zuss. mit Sommer wie: Sommerfrische, -vogel, -traget (Stoff), -lecke, -leite, -lang (sehr lang), -stall, -kalb (Sümmerling.) 30. Frühsommer. 31. Hochsommer. 32. Spätsommer. 33. Es wird Sommer. 34. summern, -ü (über den S. halten, mästen). 35. aussummern, summerauen (trocken werden, austrocknen lassen). 36. einsummern (einernten, über den S. einlagern). 37. sommerlich, summerig, sümbra. 38. Summerer (über den S. aufgenommener Knecht). 39. Herbst (Auswärts), Mehrz.; Redensarten. 40. Zuss. mit Herbst wie: Herbstbirne, -rose. 41. Es wird Herbst (es herbstelt). 42. Herbstelspiel (ein Würfelspiel). 43. Herbsteinschnalzen (Volksbrauch). 44. herbstlich. 45. Spätherbst. 46. herbsten (ernten). 47. Winter, Mehrz.; Redensarten. 48. Zuss. mit Winter wie: Winterpeunt, -traget, -tramper (Stiefel), -gefrüre, -halb (nordseitig), -hansel (Joh. Evangelista), -lamm, -leite. 49. Nach-, Afterwinter. 50. wintern = W. werden, den W. verbringen, den W. über mästen. 51. Zuss. wie zu-, ein-, aus-, durch-, überwintern. 52. winterlich, winterig. 53. Frühlings-, Sommers-, Herbst-, Winterszeit(en). 54. Volkstümliche Einteilung des Jahres: Vierteljahr (Quartal), Halbj. usw. 55. Zuss. wie Quartalsäufer, -zins. 56. Volkstümliche Bezeichnungen für Gruppen von Jahren wie: Jahrfünft, -zehnt, -hundert. 57. Allgemeine Jahresregeln. 58. Quatember (Rotemer, Temper). 59. Quatemberzeit; Redensarten, Bräuche, Volksglaube. 60. Zuss. mit Quat. wie: Quatember, -sonntag, -woche, -geld, -faden, -rose. 61. Haben die einzelnen Quatemberzeiten besondere Namen wie z. B. Christquatember?

69. Fragebogen: Schweinezucht

69 / A

 1. Allgem. Ausdruck für das Hausschwein (Sau, Fack, Gröll, Natsche u. ä.), Geschl., Mehrz., Verkl., Raa. wie: der hat Schwein, eine Sau (= Glück)! Wo haben wir miteinander die Schweine gehütet? u. dgl. Verwendung der üblichen Ausdrücke als Schimpfwörter. 2. Zuss. Wie Mordsschwein, Schweingeld u. a. 3. Ein schweinenes Bratl; halb leinen, halb schweinen. 4. Schweinisch. 5. Schweinerei. 6. Schweinin (Schimpfwort?). 7. Im Wachstum zurückgebliebenes Schwein oder sonstiges verkrüppeltes Wesen (Gaunz, Rizling, Bulgeling, Bülling u. ä.; er ist verburzt, verwébülligt u. dgl.). 8. Schweinenamen. 9. Lock- und Scheuchrufe für die Schweine wie: su-su! lidl! tschu! nutsch! saugga! u. a. 10. Schweinerassen und deren volkstümliche Namen: Bakonyer, Englische usw. 11. Gibt es Ausdrücke, die für Gestalt und Färbung gerade der Schweine bezeichnend sind? 12. Schutzpatron der Schweine (Sautonerl).

69 / B

 1. Allgem. Ausdruck für das männliche Schwein (Beer, Fack; auch Boar?), Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Einen Fack machen (= Klecks, dummen Streich); wie der Fack, so die Fackelen. 2. Zuss. wie Boarfack (Schimpfwort?), Betfacken (Zinsschweine), Beerfud (Schimpfwort) u. a. 3. fackisch (= unsauber). 4. fackeln zw. (= herumwühlen, unrein sein). 5. Fackeler (Schimpfwort). 6. Zuchteber (Sau-, Schwein-, Urbeer, Beerfack, Böcker); Raa. wie: Saubeer, tu ’s Geld her! 7. Halbwüchsiger Eber. 8. Allgem. Ausdruck für das weibliche Schwein (Sau, Ranze), Mehrz., Verkl.; gibt’s den Sauen; Raa. wie: das kann keine Sau lesen; eine Sau aufheben, einlegen; Perlen vor die Säue werfen. Sau als Schimpfwort. 9. Zuss. wie: Renn-, Ursau-, Saubayer, -bohne, -bärtel, -grob, -haufen, -kalt, -kerl, -monat (= Nov.), -wetter. 10. säuisch, 11. Sauerei. 12. Etwas versauen. 13. Muttersau (Ferkelsau, Zucht, Züchterin, Los, Nasche, -el, -in, Nusche), Mehrz.; Raa. 14. Zuss. 15. Halbwüchsiges weibliches Schwein (Züchtel, Parggel, Säuggele, Gelze), Mehrz., Verkl.; Raa. 16. Zuss. 17. Galte Sau. 18. Allgem. Ausdruck für Ferkel (Farl, Fackel), Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Kinder und Fackeln haben alleweil leere Sackeln. 19. Koseworte für die Ferkel (Fatschelein, Natschelein, Gatschelein, -au-, -u-, Gröllelein u. dgl.). 20. Zuss. wie Bratferkel. 21. Saugendes Ferkel (Tutten-, Nutsche-, Hutsche-, Spen-, Milchferkel). 22. Entwöhntes Ferkel (Saufrischling, Rennferkel, Läufer, Fasel). 23. Kastrieren (wenn andere Ausdrücke als beim Rind vorhanden, vgl. Frgbg. 64 B 22). 24. Ein weibl. Schwein kastrieren (nunnen). 25. Professioneller Sauschneider (Schwenenunner, Nunnenmacher, Galzler). 26. Sauschneiderbier (Gemisch aus Bier und Met). 27. Besondere Rufe, mit denen die Sauschneider ihr Nahen ankündigen. 28. Kastriertes männl. Schwein (Parg), Mehrz., Verkl.; Raa. 29. Zuss. 30. Kastriertes weibl. Schwein (Nunne, Schwein w.?; Mehrz., Verkl.; Raa. 31. Zuss.

69 / C

 Körperteile des Schweines, soweit andere Ausdrücke üblich sind als beim Rindvieh und Wildschwein: 1. Schweinskopf (Sauschädel). 2. Schweinsäuglein. 3. Rüssel, Mehrz., Verkl., Raa., Zuss. 4. Der vorderste unbehaarte Teil des Rüssels. 5. Schweinsohr, -ohren, -öhrlein. 6. Fettansatz unter dem Hals (Göderl). 7. Den Schweif ringeln. 8. Vorder- und Hinterfüße (Hachsen, Stelzen). 9. Schweinsklauen u. a.

69 / D

 Lebensäußerungen des Schweines, soweit andere Ausdrücke üblich sind als beim Rindvieh und Wildschwein: 1. Grunzen (gronen, gröllen); grunzen wie ein Schwein (natschen). 2. Lockrufe der Muttersau (röcheln, rüheln). 3. Das Quieken der Ferkel (gelsen). 4. Geräuschvoll fressen, fressen wie ein Schwein (natschelen). 5. Lärmen und schreien vor der Fütterung (zwielen). 6. Schweinekot (Saudreck, -zoll); Raa. wie: Saudreck, tu d‘ Händ weg! Ein Kerl ist ein Saudreck u. ä. 7. Sich im Morast wälzen (folgen, -u-). 8. Wühlen; Raa. wie: Wühlen wie eine Sau. 9. Daherwackeln wie ein Schwein (facknen, parggeln). 10. Begatten. 11. Nach dem Eber verlangen (beeren). 12. Nach dem Eber verlangend (beerig). 13. Die Sau zum Eber treiben. 14. Ferkel werfen (farln, fackeln). 15. Die Ferkel säugen. 16. Das Saugen des Ferkels (naschen, -u-).

69 / E

 1. Saufutter. 2. Eicheln und Eckern als Futter (Saug’äß). 3. Sautrank. 4. Gesottene Kleie zum Bestreuen des Futters (Saugesütt). 5. Gefäß zum Koches des Tranks (Sauhafen). 6. Gefäß zum Sammeln oder Tragen des Tranks (Saubüttel, -krug, -zuber, -sechter, -stübich). 7. Fettfüttern.

69 / F

 Schweinekrankheiten: 1. Rotlauf. 2. Milzbrand (Saukrankheit). 3. Bräune (Sautodel). 4. Schweinepest (Saubuis). 5. Knochenweiche (Schinkenweh). 6. Schweinsfinne. 7. (p)finnig. 8. Woran erkennt man, daß ein Schwein gesund ist? Es ist „rein“ an der Zunge. 9. Dämonen und Tiere, die dem Schwein schädlich sind.

69 / G

 Schweinezucht: 1. Zucht-, Nehrschwein. 2. Schweinezüchter. 3. Mastschwein. 4. Schweinmast. 5. Schwein, das noch nicht zur Mästung kommt (Laufsau). 6. Schweinehändler. 7. Schweinetreiber; Raa. wie: Geld haben wie ein Schweinetreiber. 8. Schweine treiben. (Wird ein Knabenspiel so genannt?). 9. Peitsche des Schweinetreibers, besonders für die Jungschweine (Frischingklöcker). 10. Zugabe zum Kaufpreis, welche die Hausfrau für die Pflege des Schweines erhält (Nutschgeld). 11. Schweinemagd (Saudirne). 12. Schweinestall (Saupfringer, -stadel). 13. Klapptür (Sau-, Schlegladen). 14. Riegel daran. 15. Schweinetrog (Saunusch, -stein, -stotzen, -dese, -pütrich). 16. Schweineauslauf, -garten (Sauanger, -beunde). 17. Teilweise überdachter Auslauf (Salasch). 18. Sauweide, -tratte, -trette. 19. Weide-, Trattensau. 20. Sauhirt, -hüter, -halter. 21. Die Schweine auf die Weide, in die Eichelmast treiben (einschlagen). 22. Das Mittreiben des Ebers auf die Weide (Beerschlag). 23. Schweinetümp(f)el. 24. Schweineherde. 25. Sammelname für eine Anzahl Schweine (Fackach). 26. Nasenring, um die Schweine am Wühlen zu hindern (Sauringel). 27. Diesen Nasenring einziehen (ringeln, rüsseln).

69 / H

 Schweineschlachtung: 1. Abstechen Zw. (stechen, schlächtigen, schweindeln; oder werden die Schweine abgeschlagen?) 2. Schweinemetzger (Schweindler). 3. Zange zum Fangen der Schweine. 4. Blut auffangen. 5. Blut quirlen, sprudeln. 6. Den Bauch öffnen. 7. Gedärm und Innereien entfernen. 8. Abbrühen Zw. 9. Absengen Zw. 10. Knecht, der dies besorgt (Sauseng). 11. Wanne hiezu (Sauwanne, -trog). 12. Holzgestell zum Aufhängen der geschlachteten Schweine (Saurem, -schragen). 13. Womit werden die abgebrühten Borsten abgeschabt? 14. Womit werden die Borsten abgesengt (Sausengschäuferl, -hackel)? 15. Zerlegen des Schweines. 16. Sonstige Handgriffe beim Schweineschlachten. 17. Schweinefleisch (schweinenes Fleisch, das Schweinene). 18. Schweinespeck; Raa. wie: der ist mir grad ein Speck aufs Kraut (= mit dem werde ich leicht fertig); alles mit Speck und Dreck hineinessen. 19. Zuss. wie Speckkämmerlein, -käse, -käfer, -knödel, -naß, -feist, -bauer, -passer oder -jäger (-Bettler). 20. speckig. 21. spicken; gespickt voll. 22. Speck schneiden; wer besorgt es? Sprüchlein: „Ich schneid, ich schneid ein Speck, …“ 23. Rückenspeck. 24. Bauchfilz. 25. Schmer (Geschl.!); Raa. wie: der Katze das Schmer abkaufen. 26. Zuss. wie: Schuh-, Wagenschmer, Schmerbaum, -bickeln (ein Spiel), -käpplein, -haut, -laib, -salat, -stein, -weib. 27. Speck, Schmalz, Fetten auslassen, zerlassen. 28. Zerlassener Speck (Schweineschmalz, Fetten w.?). 29. Kessel zum Schmalz auslassen. 30. Zuss. mit Schmalz wie: Schmalzbrot, -bruder, -butte, -bulle, -geselle, -grube, -gut (= sehr gutmütig), -häuptel, -heferl, -koch, -nudel, -pfännlein, -Sonntag, -stecher, -traube, -zauberin, -zins; Schmalzkochkirchtag (Bräuche); Schmalzbettler, Ra.: Schwitzen wie ein Schmalzb.; rein pärgenes Schmalz; Kasparschmalz (= Flausen), Ra.: Einem Kasparschm. anstreichen; Eier in Schm., Brot und Schm. 31. Altes Schmalz; Verwendung als Schmiermittel (Glocken-, Pfännleinschmalz), als Heilmittel u. a. 32. Schmalzgefäße (Schmalzdese, -lägel, -spatel, -klüpferling). 33. Schmalzhändler (Schmalzer, -ler, Schmalzbatzler). 34. schmalzig; der schmalzige Samstag. 35. Schmalzin (= dickes Weib). 36. Schmalzel (= Liebling). 37. Schmalzling (Apfelsorte). 38. Raa. wie: Brav Schmalz haben (= vollbusig sein), das Schmalz abschöpfen. 39. Schmalzen Zw.: Form und Verwendung des Mittelwortes (geschmalzen oder -zt), geschm. -teuer; Raa. wie: Nicht gesalzen und nicht geschm., es geht geschm. (= gut). 40. Abschmalzen Zw.; sich abschmalzen (= sich von einer unangenehmen Sache drücken). 41. Sich einschmalzen (= einschmeicheln). 42. Beschmalzen (= besudeln). 43. Schmalzeln (= nach Schmalz riechen, schmecken). 44. Schwarte, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Einen hauen, daß ihm die Schwarte kracht u. dgl. 45. Zuss. wie: Speckschwarte, Schwartenmagen. 46. Schwarten Zw. (= prügeln). 47. Grieben (Grammeln, Specklein, Grieggen, Granggen); Ausdruck für die einzelne Fettgraupe, Verkl.; Raa. 48. Zuss. wie: Griebenknödel, -sterz u. a. 49. Grieben gewinnen (grieben, greuben Zw.). 50. Teile des Schweines, die gebraten oder gekocht verzehrt werden, z. B. Schweinsrücken (Carré), -rippen (Koteletten), -schlegel, -schulter (Schaf-, Schopfbraten), -hächsen, -kopf, -rüssel, -zünglein, -leber, -nieren, Jungschweinenes, Schweinsgulyas, gesulzter Schweinskopf, feingeschnittenes und gesulztes Schweinefleisch (Saukäse), gefüllter Schweinemagen (Sausack), gehackter Schweinemagen (Saumagenkoch) u. a. 51. Tanz oder Mahl nach dem Schweineschlachten (Sautanz); Bräuche. 52. Wie heißt die Zeit des Schweineschlachtens (Saukopf) 53. Tag im Fasching, an dem gekochter Schweinskopf gegessen wird (Sauschädelkirchtag). 54. Wertschätzung des Schweinefleisches. 55. Aberglaube, der sich an den Genuß von Schweinefleisch knüpft.

69 / I

 Pökeln und Räuchern: 1. Das Fleisch einsalzen. 2. In Salzlauge einlegen, -pökeln, suren. 3. Salzlauge (Sur). 4. Pökel-, Surfleisch. 5. Fleischteile, die vornehmlich gepökelt verzehrt werden. 6. Surbottich. 7. Sonstige Zusammensetzungen mit Sur. 8. Räuchern, selchen; Raa. wie: du geselchter Häring u. a. 9. Stark und schwach geselcht. 10. Schnell selchen, was wird dazu verwendet (Holzessig, Glanzruß)? 11. Selcher, Charkutier. 12. Selcherei (Bedeutung). 13. Die Selch (Abteil im Kamin oder von diesem gesonderter Raum?) 14. Selchküche. 15. Selchkammer. 16. Selchstange, -stecken. 17. Selch-, Rauchfleisch. 18. Fleischteile, die vornehmlich geräuchert verzehrt werden, z. B. geräucherte Koteletten (Kaiserfleisch), geräuch. Speckseite (Bachen; Raa. wie: den Speckbachen mit Schmer schmieren = etw. Überflüssiges tun). geräuch. Schinken (Hamme), geräuch. Unterschenkel (Stelzen, Schwarzwurzen), geräuch. Zunge u. a. 19. Fleischteile, die sich nicht zum Selchen eignen wie: Kopf, Halz, Göderl (das Zainzige). 20. Werden die Fleischstücke vor dem Selchen in Leinwandsäcke eingenäht und wie heißen diese? 21. Geselchte Suppe.

69 / K

 Wursterei: 1. Wurst, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: das ist mir Wurst, Wurst wieder Wurst und ein Zipfel dazu u. a. 2. Zuss. wie: Wurstgeiger, -kuh, -wein u. dgl. 3. Hans Wurst. 4. Wurstel. 5. Wursteln Zw. 6. Zuss. wie: ab-, an-, fort- umwursteln u. a. 7. Würste machen (wursten, -nen). 8. Zuss. wie: ver-, zer-, umwursten. 9. Darm, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Einem die Därme herausnehmen u. dgl.; Darm als Schimpfwort. 10. Zuss. wie: Sau-, Laster-, En-, Wolfdarm, Darmgicht, -reißen, -dürrener (Branntwein). 11. Därmig (schwächlich), endärmig. 12. Dünndarm (großer, verwickelter, geschlenker Darm). 13. Zwölffingerdarm (krummer Darm, Bonetteldarm?). 14. Dickdarm (Mast-, Arschdarm, feister D.). 15. Blinddarm, (Leerdarm, kleiner D.). 16. Wurstdärme als Handelsartikel. 17. Vorbereiten der Därme. 18. Wurstkessel; Raa. wie: In Abrahams Wurstkessel u. a. 19. Bemerkenswertes am Wurstkessel u. a. 20. Wurstspritze; Raa. 21. Teile dieser. 22. Wurstfülle (Brat, Fasch). 23. Wurstbrätig Ew. 24. Die Wurst füllen. 25. Die Wurstenden zubinden; Raa. wie: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. 26. Holzspreile für die Wurstenden (Wurstspeil). 27. Die Wurst platzt. 28. Wurstmacher, Wurster. 29. Wursterei. 30. Wurstsorten, z. B. Brat-, Brät-, Blut- (Schwaißw., Plunze), Cervelat-, Fleisch-, Knack-, Leber-, Mett-, Preß-, Roh-, Pariser-, Rot- und Weiß-, Schinken-, Speck-, Zitzelwurst, Krenwürstel, (Frankfurter, ein Paarl, ein Paar Heiße), Augsburger, Debrecziner, Salami, Mortadella, Saunudel u. a. 31. Wurstsuppe; solche von aufgeplatzten Würsten (Goadlsuppe).

70. Fragebogen: Schafzucht (A-I), Die Ziege (K-O)

Schafzucht (I.)

70 / A

 1. Allgemeine Bezeichnung für das Hausschaf (Schaf, Schäfel, Lamm, Happ, Tschap), Geschl., Mehrz., Verkl.; gib’s den Schafen! Raa. wie: Dumm wie ein Schaf; sich wie ein Schaf zur Schlachtbank führen lassen; ein verlorenes Schaf, Verwendung der angeführten Ausdrücke als Schimpfwörter. 2. Zuss. wie Schafbauer, -hof, -berg, -husten (-gift), -köpfen (Kartenspiel) u. a. 3. Schäfen Ew. z. B. ein schäfenes Brätlein. 4. Schäfern Zw. (nach dem Schaf schmecken, riechen). 5. Sich schäfeln (Schäfchenwolken bilden). 6. Schäferei. 7. Schäfig, -echt, -isch (wie ein Schaf). 8. Jungschaf (Schaffrisching). 9. Galtes Schaf. 10. Lock- und Scheuchrufe für die Schafe wie: Lamperl, le-le! tschap-tschap! leck-leck! pscha-pscha! u. a. 11. Lämmerrassen und deren volkstümliche Namen wie: Steinschäflein, Woll-, Haar-, Bauernschafe, hornlose, lang- und kurzschwänzige. 12. Ausdrücke, die für die Färbung, Zeichnung Gestalt gerade der Schafe bezeichnend sind. 13. Schaf- und Lämmernamen. 14. Schutzpatron der Schafe.

70 / B

 1. Widder (Schafwidder, -bock, Widel, Ramm, Gorre), Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Stoßen wie ein Widder. 2. Zuss. mit Widder. 3. Verschnittener Widder (Schöps, Schötz, Kapp, Hammel, Gaster, Straun, Görl), Mehrz., Verkl., Raa. 4. Zuss. wie Dreck-, Sauhammel u. a. 5. Mutterschaf (Aa, Öwe, Lemperöwe, Gorre), Mehrz., Verkl., Raa. 6. Zuss. mit Aa usw. 7. Weibliches Schaf, das noch nicht gelammt hat (Kilber, Lampitze, Ggeis), Mehrz., Verkl., Raa. 8. Zuss. mit Kilber usw. 9. Schafjunges (Lämmlein), Mehrz., Verkl., Raa. 10. Zuss. mit Lamm wie lammfromm u. a. 11. Lemm(p)erisch Ew.; Ra.: Lemperisch gehen (schleppend gehen).

70 / C

 Körperteile des Schafes, soweit besondere Ausdrücke vorhanden: 1. Schafskopf, 2. -augen. 3. Schafs-, Ramsnase. 4. Besondere Ausdrücke für die Hörnerform. 5. Hornloser Widder (Hammel). 6. Schafsfell. 7. Schafspelz; Ra.: Wolf im Schafspelz. 8. Schafsschweif, -zagel.

70 / D

 Lebensäußerungen des Schafes, soweit andere Ausdrücke üblich sind als beim Rindvieh: 1. Blöken. 2. Schafkot, -bohne. 3. Schafmist (besondere Verwendung). 4. Begatten (rammeln). 5. Nach dem Widder verlangen (bockelen, sich widdern). 6. Nach dem W. verlangend Ew. (bockig, remmlig). 7. Junge Lämmer werfen (lampeln, kilbern). 8. Zutraulich (mänlich); Raa. wie: Das Lämpel geht ihr zu. 9. Scheu (schiech, gschreckt); Raa. wie: Das L. schreckt sich.

70 / E

 Schafkrankheiten und Ungeziefer: 1. Drehkrankheit. 2. Schafbremse (-engerling), welche die Drehkr. verursacht. 3. Lungensucht. 4. Leberfäule. 5. Blattern. 6. Wassersucht. 7. Räude. 8. Krätze. 9. Schaflausfliege. 10. Egelwürmer. 11. Dämonen und Tiere, die dem Schaf schädlich sind.

70 / F

 Schafzucht und –weide: 1. Schafstall. 2. Besondere Teile dieses. 3. Schafhürde, -pferch. 4. Schafheu (sauer?). 5. Schafsuppe (ein Futterkraut). 6. Schafherde. 7. Leithammel. 8. Schafweide, -trift, -etze. 9. halsjoch, das man den Schafen anlegt, damit sie nicht durch den Zaun schlüpfen können (Kamp u. a.). 10. Ihnen dieses Joch anlegen (weten, laiteln, kampen). 11. Schafglöckchen, -schellen. 12. Schäfer, -ler, -erer. 13. Schäferin. 14. Gehilfe des Schäfers. 15. Schäferhütte. 16. Schäferkarren als Wohnung. 17. Schäferstab, -stecken. 18. Schäfertasche, -ranzen. 19. Schäferpfeife, -horn. 20. Schäferhund. 21. Wachsam und scharf hinter den Schafen hersein (schäferig sein). 22. Er setzt ihnen nach (er schäfert). 23. Schafdieb (Frischingzieher). 24. Schäfertanz. 25. Hammeltanz. 26. Schafmilch. 27. Schafkäse. 28. Weiderecht (Blumensuchrecht).

70 / G

 Wollverwertung: 1. Schafwolle. 2. Schafwollen, -ig Ew.; ein schafwollenes Gewand. 3. Lämmerwolle zu feineren Geweben. 4. Kammwolle. 5. Streichwolle. 6. Die Schafe baden, schwemmen, waschen. 7. Besonderer Name dieser Badezeit? 8. Kalte Tage während der Badezeit (Schafwinter). 9. Das Vlies trocknen lassen. 10. Die Schafe scheren. 11. Schafschur. 12. Besonderer Name für die Zeit der Schur? 13. Schafschere. 14. Schafscherer. 15. Wollflocke. 16. Schmutzwolle, wenn ungewaschen geschoren. 17. Einzelnes Wollhaar. 18. Wollhaarsträhnchen. 19. Wollhaarbüschel. 20. Das ganze zusammenhängende Vlies. 21. Wollfett, -schweiß. 22. Fitze, Knoten oder Schmutzklümpfchen in der Wolle, falls anders benannt als beim menschlichen Haar. 23. Ausdrücke für die Beschaffenheit der Wolle: grob, fein, schlicht, gekraust, gewellt. 24. Wie wird die Wolle beim Verkaufe gemessen? 25. Die Wolle entstauben; wie? 26. Die W. entfetten; womit? Gefäß dazu? 27. Die W. auflockern; Gerät hiezu (Wolf). 28. Die W. krempeln. 29. Wollkrempel, Mehrz.; Verkl. (Karde). 30. Arten der Krempelkämme: a) grobe (Reiß-, Brech-, Kratzkämme), b) feine (Kardätschen, Streichen). 31. Krempelbank. 32. Sonstige Fachausdrücke beim Krempeln. 33. Zuss. mit Krempel wie Krempelkamm, -stück. (Das „Spinnen“ später beim Flachs.)

70 / H

 Darmsaitenerzeugung: 1. Schafsdarm (Saitling). 2. Was ist der bäuerlichen Bevölkerung von der Darmsaitenerzeugung bekannt? (Darmbeize, zusammendrehen, Darmhaspel, spannen, Saitenrahmen

70 / I

 Schlachtung: 1. Wann schlachtet man die Schafe, wann die Lämmer? Sprüche, Volksglaube. 2. Schaffleisch. 3. Lammfleisch, Lämmernes. 4. Schöpfenfleisch (Schötzenes, Kasträunenes). 5. Lammsrücken. 6. Lammsbügel (Vorderfuß samt Schulter). 7. Lammshase (Hinterfuß). 8. Schöpsenrippen. 9. Schafsmagen als Gärungsmittel. 10. Schaf-, Schöpsenfett. 11. Schaftalg. 12. Schafsuppe beim „Martiniloben“. 13. Abgezogene und ausgeweidete Schafe (Lämmerbauch).

Die Ziege (II.)

70 / K

1. Allgemeiner Ausdruck für Ziege (Gaiß, Hettel, Huttel, Hippel), Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Zu Gaiß gehen (zugrunde gehen); der ist überall dabei, wo man ‘s Gaißlein henkt (= wo es lustig zugeht); unser Herrgott hat der Gaiß den Schweif nicht länger wachsen lassen, als sie ihn braucht; Verwendung als Schimpfwort? 2. Zuss. wie Habergaiß (Volksglaube), Gaißbärtel, -gift (Raa. wie: Das Gaißgift im Leibe haben; einem das Gaißgift geben = den Rest, den Garaus), -taiding (scherzhafte Gerichtsverhandlung zwischen einem Burschen und dem Gaißhirten am Faschingsdonnerstag), -närrisch, -reiter (obszön), -werfen (ein Spiel), -bauer, -berg, -bügel (Schneider), -männlein (Waldschrat), -sprung (Kapriole), -wolle (Raa. wie: Um die Gaißwolle streiten). u. a. 3. Sammelname für eine Anzahl Ziegen (Gaiß-, Happvieh, Gaißkrack, Gaißach). 4. Gaißenes Fleisch. 5. Gaißeln Zw. (nach Ziegen schmecken, riechen). 6. Gaißen Zw. (in den Bergen umhersteigen). 7. Umgaißeln (umherlaufen). 8. Ziegennamen wie: Gamsa, Zunterla, Buttermaula u. dgl. 9. Lock- und Scheuchrufe wie: geß! gus! he’lee u. a. 10. Ziegenrassen und deren volkstümliche Namen. 11. Ausdrücke, die für die Färbung, Zeichnung und Gestalt gerade der Ziegen bezeichnend sind. 12. Schutzpatron der Ziegen?

70 / L

 1. Ziegenbock (Gaißbock, Potsch, Bockübergeher), Mehrz., Verkl.; gib’s den Böcken! Raa. wie: Den Bock zum Gärtner machen; den Bock melken; dreinschauen wie ein abgestochener Gaißbock; Flüche wie: Bocksmarter! Daß dich der Bock stoße! Kleinkinderspiel: Bockerl-stoß, -stutz, -tutsch, -dutz! (oder Widerle, Beran u. ä.?). Bock, Gaißbock als Schimpfwort. Der Teufel als Bock im Volksglauben. 2. Zuss. wie Sündenbock, Eltesbock (großer, starker B.), bockbeinig, -starr, -hart, -närrisch, -häuteln (erbrechen), Bockschnitt (Aberglaube), -graben (wilde Schlucht), -reiter, -schicker (Zauberer, Beschwörer), -hose, Bockshidlbub (Teufel) u. a. 3. Bockenes, -ö-, -ü- Leder, Fleisch. 4. Bockenzen, bockelen Zw. (nach dem Bock riechen, schmecken). 5. Bockig, -isch (schmollend). 6. Bocken Zw. (Bocksprünge machen, stoßen wie ein Bock, trotzen). 7. Anbocken Zw. (anstoßen, unrecht ankommen). 8. Verbockt (halsstarrig). 9. Derbocken Zw. (durch Umherspringen zertreten). 10. Bock-stehen (auf den Schultern eines andern stehen). 11. Böcketzen Zw. (schreien wie ein Bock). 12. Mutterziege (die alte Gaiß, Gaißin), Mehrz., Raa. 13. Weibliche Ziege, die noch keine Jungen gehabt hat (Gittel), Mehrz., Verkl., Raa. 14. Unfruchtbare Ziege (Spoiche). 15. Trächtige Ziege, die keine Milch gibt (Laßgaiß). 16. Keine Milch geben (gelassen, entlassen). 17. Ziegenjunges (Kitz, Gitz, Zicklein, Gaißlein, Gaißfrisching), Mehrz., Verkl., Raa. 18. Zuss. wie Kitzmacher (obszön), kitzeljung usw. 19. Kitzenes Fleisch. 20. Umkitzeln (umherspringen). 21. Kitzleins spielen; Beschreibung (der Ainkitzel, die Gaiß usw.). 22. Männliche junge Ziege (Bockkitz). 23. Weibliche junge Z. (Gaißkitz, Gittelein).

70 / M

 Körperteile der Ziege, soweit besondere Ausdrücke vorhanden: 1. Gaißhirn (Schimpfwort?). 2. Hörner (Verwendung); Raa.: Einen ins Bockshorn jagen. 3. Ungehörnte Ziege. 4. Halszitzen (Memmelein). 5. Gaiß-, Bocksbart. 6. Haare (Verwertung?). 7. Gaißfell, -pelz. 8. Gaißleder (Verwertung. 9. Gaißwedel (-schweifelein). 10. Gaiß-, Bocksfuß (Volksglaube). 11. Darm (Verwertung). 12. Bocksbeutel.

70 / N

 Lebensäußerungen, soweit besondere Ausdrücke vorhanden: 1. Meckern, meg(g)etzen. 2. Ziegenkot (Gaißbohne, -lorber, -gagel). 3. Bockmist. 4. Nach dem Bock verlangen (bocken, sich böcken, gaißen). 5. Nach dem Bock verlangend (bockig). 6. Begatten (böcken). 7. Junge werfen (kitzeln, gaißeln).

70 / O

 1.Ziegenhaltung: 1. Ziegenstall. 2. Ziegenstallfenster; Raa. wie: Beim Gaißfenster ankommen (übel ankommen). 3. Ziegenweide (Gaißkamp, -trift). 4. Ziegenweg. 5. Ziegenherde. 6. Klapper, mit der die Ziegen zur Almhütte gelockt werden (Gaißklöckel). 7. Ziegenhirt (Gaißer, -erer, Gaiß-, Kitzbub, Gaißmelker). 8. Kopfgeschirr für Ziegen (Gaißjaa). 9. Ziegengespann. 10. Ziegenmilch. 11. Ziegenkäse. 12. Wann werden die Ziegen, besonders die jungen Kitze, geschlachtet (am Ostersonntag)? Bräuche?

71. Fragebogen: Imkerei

71 / A

 1. Biene im allgemeinen (man achte auf die verschiedenen mundartlichen Formen: Bain, Pain, Paie), Beienvogel, Imme (Imp, Impbeien), Zeidel; man gebe das Geschlecht, die Mehrzahl- und Verkleinerungsformen an! Werden auch bienenähnliche Insekten „Bienen“ genannt? 2. Arbeitsbiene, Honigsammlerin. 3. Drohne (Geschl., Mehrz., Verkl.), Wasserbiene, Brutbeie, Narr. 4. Königin (Weisel, Weiser, Stockmutter, Mutterbiene, Königsbiene). 5. Die unbefruchtete Königin. 6. Sind die Benennungen After-, Drohnenweisel, Quäker bekannt und was bedeuten sie? 7. Bienenrassen: Deutsche, Krainer, Italiener, Heidebiene. 8. Gibt es besondere Bezeichnungen für die Körperteile der Bienen, etwa für Kopf, Fühler, Augen, Flügel usw.? 9. Stachel, Angel (Geschl., Mehrz.). 10. Bienenstich. 11. Wird Bienenstichen eine Heilwirkung zugeschrieben? 12. Stechen, (g)angeln, hecken, beißen. 13. Stechlustig, gereizt. 14. Das Bienenvolk im ganzen: Volk, Stock, der Imp, der Bien, Schwall. 15. Eigenschaftswörter zur Bezeichnung der Güte des Bienenvolkes, z. B. starkes, schwaches Volk. 16. Der Wabenbau als Ganzes (Bau, Raß, Wachs-, Honigraß, Impzelten, Klösterlein). 17. Die einzelne Wabe (Fladen). 18. Zusammens. mit Wabe, Fladen usw. (Honig-, Drohnen-, Brutwabe). 19. Die Zellen (man beachte die verschiedenen Zellen und ihre Benennung, wie Honig-, Drohnen-, Brut-, Pollenzelle). 20. Weiselwiege (Weiselzelle). 21. Fehlerhafter Wabenbau (Wirr-, Kreuzbau). 22. Entwicklungsstufen des Wabenbaues, z. B. ausgebaute, unausgebaute Wabe. 23. Verdeckelte (reife) Honigwabe. 24. Mit Pollen gefüllte Wabe (Bienenbrot). 25. Die Brut (Weisel-, Arbeiter-, Drohnenbrut). 26. Eier. 27. Larve, Nymphe, Made, Bienenwurm. 28. Jüngstausgeschlüpfte Bienen (Jungbienen).

71 / B

 Lebensäußerungen der Bienen: 1. Sie ziehen sich zur Winterruhe (zum Winterschlaf) zusammen in die (2.) Wintertraube, -kugel, in den Wintersitz. 3. Der gesunde Stock singt, summt, 4. der kranke lärmt, braust im Wintersitz. 5. Erster Frühlingsausflug (Reinigungsflug, sie leeren sich aus, reinigen sich). 6. Die Tracht (Zeidelweide). 7. Zusammensetzungen, wie Hoch-, Spät-, Früh-, Blüten-, Buchweizentracht. 8. Die Bienen tragen ein. 9. Das Schwärmen, sie schwärmen aus, treiben ab. 10. Kennzeichen für die Schwarmreife eines Stockes (Singen, „Tütüt“, „Quackquack“). 11. Der Schwarm (Imp) geht ab, herunter, abher; den Imp lassen. 12. Der Stock hat abgeschwärmt. 13. Vor-, Singer-, Nach-, Jungfern-, Bettel-, Motten-, Not-, Hungerschwarm. 14. Ein Schwarm, der durchgeht (Durchgänger, Ausreißer, Flugling, Findling). 15. Der Schwarm setzt (legt) sich an. 16. Baum, auf den der Schwarm aufsitzt. 17. Auf den Abflug der Schwärme warten (Schwarmpassen). 18. Den Schwarm einfangen, -fassen. 19. Vorrichtungen dazu (Schwarmfangkasten, -beutel, -trommel, -korb, -sack, -reusche). 20. Schwarm, der ganz oder teilweise in den Mutterstock zurückfliegt. 21. Kunstschwarm (Ableger, Fegling). 22. Kunstschwärme machen (teilen). 23. Den Schwarm einstocken (einlogieren). 24. Besondere Bienen während des Schwarmaktes (Quartiermacher, Spurbienen). 25. Sprüche und Redensarten, die sich auf das Schwärmen und die Schwarmzeit beziehen, z. B. Schwarm im Mai ist ein Fuder Heu. 26. Die Bienen fliegen sich ein (in ihre neue Wohnung). 27. Befruchtungsausflug der Königin. 28. Die B. haben Hosen an, höseln (wenn sie Blütenstaub eintragen). 29. Fluglochwächter. 30. Luft in den Stock fächeln (steißeln). 31. Leibbienen, Trabanten der Königin. 32. Drohnen austreiben, schlachten (Drohnenschlacht). 33. Die B. liegen vor dem Flugloch. 34. Raubbiene, Schnipfer. 35. Die B. gehen auf Raub aus, räubern. 36. Raubfüttern (womit?). 37. Wie erforscht man Raubfütterer (Bestreuen der Raubbienen mit Mehl).

71 / C

 Die Bienenwohnungen: 1. Beute, Bungst (in Bäumen aufgehängte Kasten), Bienenbäume, Bienenstock. 2. Bienenkorb (-sumper, -kar, Impfaß, [Bienen]fäßel). 3. Arten des Bienenkorbes (Torstock, Strohständer, -walze, -leger, [Bogen-] Stülper). 4. Arten der Bienenkasten (Klotzbeute, Liedloff-Vereinsständer, Zargenstock, Breitwabenstock, Dreietager usw.). 5. Königinnenzuchtkasten. 6. Beobachtungs-, Wagstock. 7. Öffnungen im Strohkorb. 8. (Stroh)kranzel, Untersatzel. 9. Brutraum. 10. Honigraum. 11. Bodenbrett. 12. Flugloch, Flaserloch (mit hellem a?). 13. Werden an den Fluglöchern besondere Verzierungen oder Farben angebracht und welche Anordnung wird dabei befolgt? 14. Rähmchen (Halb-, Ganzrähmchen). 15. Bienenhaus, -stand, -stall, -hütte, -bude, Impbank. 16. Besondere Arten von Bienenhäusern (Lacht, Stapel, Ein-, Zweibeuter).

71 / D

 Fehler, Krankheiten und Feinde der Bienen: 1. Faulbrut, faulbrütig, Bienenpest. 2. Ruhr, Durchlauf. 3. Drohnen-, Koppen-, Buckelbrut; drohnenkoppen-, buckelbrütig. 4. Hörnerkrankheit (warum so genannt?). 5. Mai-Tollkrankheit. 6. Weisellosigkeit; weisellos. 7. Bienenlaus. 8. Bienenwolf (ein vielfüßiges Insekt). 9. Zeidelbär.

71 / E

 Vergleiche mit Biene (Drohne), wie „fleißig wie eine Biene (Imme); faul wie eine Drohne; da geht es zu wie in einem Bienenhaus“ u. ä. 2. Gebräuche, die vom Imker gelegentlich der hohen Feiertage beachtet werden (Klopfen an die Stöcke zu Lichtmeß, „Bienen wecken“ zu Petri Stuhlfeier. Welche Sprüche werden dabei gesprochen?). 3. Werden oder wurden den Bienen besondere, das ganze Land betreffende Ereignisse angekündigt? 4. Verziehen der Bienenstöcke mit farbigen Tüchern bei Hochzeit, Geburt, Taufe. 5. Gebräuche beim Tod des Imkers (verstellen der Stöcke; Sprüche dabei!). 6. Beinstock überheben (ein Spiel). 7. Gebräuche beim Schwärmen (Erde in bestimmter Körperhaltung werfen). 8. Bienensegen. 9. Gibt es besondere Bienengebete? 10. Welcher Heilige gilt als Schutzherr der Bienen? 11. Bienenzauber zur Erlangung guter Honigernten. 12. Aberglaube, der mit dem Schwärmen verknüpft ist. 13. Volkstümliche Abwehrmittel gegen Bienenkrankheiten. 14. Sagenhafte Erklärung, warum die Bienen den Rotklee nicht anfliegen. 15. Warum soll der erste Bienenstock geschenkt, nicht gekauft sein? 16. Genießt die Biene besondere Verehrung? 17. Gilt Bienendiebstahl als besonderes Verbrechen und wie wird es geahndet? 18. Zaubermittel im oder am Bienenhaus (Wolfsschädel, Einkitten einer Biene in den Türstock). 19. Imkerregeln (ähnlich den Bauern-Wetterregeln). 20. Gereimte und ungereimte Sprüche, die sich auf die Biene beziehen.

71 / F

 1. Der Imker, Zeidler, Bienenvater, Beienzüchter, -vögler, -bucker, -halter. 2. Scherzh. Bezeichnung eines übereifrigen Imkers: Imp-, Beiennarr. 3. Hat die Frau eines Imkers einen besonderen Namen? – (Tätigkeit des Imkers an den BienenJ 4. Einhängen der Waben (erweitern, luftmachen, ausbrechen, nachhängen). 5. Umhängen der Waben von einem Stock zum anderen. 6. Ausnehmen der Waben (ausbrechen, ausschneiden, zeideln [nur beim Strohkorb?]). 7. Das Einengen des Stockes. 8. Aufsetzen des Honigraums. 9. Reinigung des Bodenbrettes von toten Bienen und Unrat. 10. Abtrommeln der Bienen. 11. Abschwefeln der Körbe. 12. Sonstige Imkerarbeiten (Honig- und Wachsgewinnung s. unter H und K.)

71 / G

 Werkzeuge des Imkers. 1. Wabenzange. 2. Wabenmesser. 3. Wabenpresse. 4. Wabenständer, -bock, -knecht. 5. Entdeckelungsgabel, -igel, -messer, Wabenegge. 6. Schleier, Bienenhaube, -gugel, -netz. 7. Imkerhandschuh. 8. Imkerpfeife. 9. Räucherapparat. 10. Abkehrbesen, Flederwisch. 11. Bodenkrucke. 12. Weiselkäfig, -häusel. 13. Absperrgitter. 14. Futtergeschirr. 15. Wachsschmelze. 16. Honigschleuder. 17. Vorrichtungen zum Auslassen, Läutern des Honigs. 18. Honigspachtel. 19. Seimlöffel. 20. Honigkübel, -hafen (auch übertragen = Schmeichler?). 21. Honigsieb, Honigpresse.

71 / H

 Honiggewinnung: 1. Ausnehmen des Honigs aus Körben (zeideln; bedeutet zeideln auch „melken“?). 2. Den H. auslassen, 3. auspressen, hönigen. 4. Zusammens. wie abhönigen (auch = jem. übervorteilen?), aushönigen. 5. Das Entdeckeln der Waben. 6. Honigschleudern, ausschleudern. 7. Der Honig (Geschlecht und Stammsilbenvokal!). 8. Hat der Honig je nachdem, ob er aus verdeckelter oder unverdeckelter Wabe stammt, verschiedene Namen? 9. Verschiedene Honigarten je nach der Gewinnung, z. B. Schleuder-, Waben-, Preß-, Stampfhonig. 10. Bezeichnung des Honigs nach den Pflanzen, aus denen er gezogen ist: Blüten-, Linden-, Blumen-, Heide(n)-, Tannen-, Waldhonig u. a. 11. Kandierter, festgewordener Honig. 12. Kunsthonig, türkischer Honig. 13. Seim, Hongseim. 14. Andere Namen für Bienenhonig, wie Bein(vogel)schmal. 15. Zusammens. mit Honig soweit nicht bereits genannt, z. B. Honigernte, Honighandel, honiggelb, honigsüß, Honigbirne, -traube, -geruch, -blume, -weide, -maul (= Leckermaul) u. a. 16. Sprüche, Vergleiche und Redensarten, die sich auf den Honig beziehen, z. B. Honig hat die kleinsten Köpfe; das ist kein Honiglecken! Bär und Honig. 17. Der Honig als volkstümliches Heilmittel.

71 / I

 Verwertung des Honigs (man gebe auch die Zutaten an): 1. Honigwein. 2. Honigschnaps. 3. Honigbier. 4. Honigessig. 5. Met (Geschl.). 6. Zusammensetzungen mit Met an zweiter Stelle: Kirchtag-, Bock-, Birkenmet. 7. Zusammens. mit Met an erster Stelle: Metkirchtag, -ball, -faß, -bräuer, -sieder, -stube, -schenker; metsüß. 8. Lebkuchen, -zelten (verschiedene Arten!). 9. Aus Lebkuchen (Lebzelten). 10. Lebzelter. 11. Lebzelterstand. 12. Bei welchen Gelegenheiten wird Lebkuchen gegessen? 13. Andere Honigbäckereien.

71 / K

Wachsgewinnung und -verwertung: 1. Wachs, Bienenwachs; Geschl. 2. Wachs ausschneiden, 3. auslassen, schmelzen. 4. Verschiedene Arten des Wachses. 5. Wachshändler, Wächsler. 6. Wachszieher. 7. Aus Wachs (wächsen). 8. Mit Wachs bestreichen (wächseln). 9. Zusammens. mit Wachs, wie Baumwachs, Nähwachs, Bodenwachs, Erdwachs. 10. Wachsstock, -stöckel. 11. Wachskerze. 12. Wachsfiguren. (Man gebe bei den Fragepunkten 10-12 auch die Verwendung im Gottesdienst [als Lichter, Devotionalien] an.) 13. Wachs als Heilmittel. 14. Eigenschaftswörter, wie wachsgelb, -weich. 15. Vergleiche, wie: es zerrinnt wie Wachs, rein wie Bienenwachs.

71 / L

 1. Bienengarten. 2. Bienenfeld, Bienenhag, Bienenweide, Zeidelweide. 3. Wanderbienenzucht. 4. Bienen auf die Weide führen. 5. Besondere Bienenpflanzen (Bienenfutter). 6. Bienenzucht in rechtlicher Beziehung: Sind ältere Ausdrücke wie Honigrecht (eine Abgabe), Honig-, Wachszins, Wachsdienst vielleicht noch bekannt?

72. Fragebogen: Zeit zwischen Neujahr und Ostern

72 / A

 1. Neujahr; zu, auf, nach Neujahr. 2. Zusammens., z. B. Neujahrgeiger. 3. Bräuche wie Neujahr wünschen, ansingen. 4. Losspiele wie das „Hütelheben, Hutgupfen, Hüteln“ (Beschreibung!). 5. Vorabend vor Dreikönig (Perchtenabend, Neunrichteltag); Bräuche. 6. Die Percht, Perchtel. Was erzählt man von ihr? 7. Perchtenlaufen, -tanz im Pinzgau (Beschreibung!). Ausdrücke wie Trefterer, schöne Perchten u. a. Darauf bezügliche Verse. 8. Dreikönig; zu hl. Dreikönig. 9. Dreikönigstag (Perchtentag, Perchtnacht, Gebnacht, Großneujahr usw.). 10. Etwaige Zusammens. 11. Die Namen der hl. drei Könige. Verwendung ihrer Anfangsbuchstaben. Volkstümliche Namensformen wie Kåschper, -erl (weitere Bedeutung!), Waldhauser, Hauser usw. 12. Dreikönigspiele: Stern-, An-, Tölpersingen. Sterntreiben und sonstige darauf bezügliche Ausdrücke. Dreikönigs-, Sternsingerlieder. Inwieweit ist der Brauch noch lebendig? 13. Wasserweihe am Dreikönigstag. Name des geweihten Wassers. Wie lange soll die Weihe dauern, damit sie wirksam sei? 14. Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönigen (Zwölf-, Rauch-, Unternächte). Bräuche während derselben, soweit nicht schon berichtet. 15. Valentin (Viehpatron zum Unterschied von Valentin im Februar, dem Patron gegen fallende Sucht?). Mundartl. Formen des Namens (Fålentain, Fåltan, Fålt, Såmpfålda = St. Valentin usw.). Bräuche. 16. Sonstige bekannte Heilige und Kalendertage im Jänner, besonders Genoveva, Anton Einsiedler (Sautoni zum Unterschied von Anton von Padua. Bräuche!), Fabian und Sebastian, Agnes, Vinzenz (Vogelheirat! Sonstiger Volksglaube!), Pauli Bekehrung. Man führe überall die mundartl. Formen der Namen und ihre Koseformen an, berücksichtige auch die nach Heiligen benannten Orte und volkstümliche Gebete, die alte Namensformen enthalten, wie z. B. Fåfiån (Fabian), Fåstiån (Sebastian). Abzeichen der Heiligen. Ihre Patronate. 17. Wendungen und Sprüche, die das Wachsen des Tages betreffen wie: Von Weihnachten bis Neujahr wächst der Tag um einen Hahnentritt, bis Dreikönig um einen Hirschensprung, bis Lichtmeß um eine ganze Stunde. Sonstige Bauernregeln für den Jänner, z. B. „Jänner warm, daß Gott erbarm“.

72 / B

 1. Mariä Lichtmeß; Lichtmeß-, Lichteltag. Bräuche. Sprüche. Dienstbotenwechsel. 2. Zusammens. wie Lichtmeßzeit. 3. Blasius (Patron gegen Halskrankheiten?); wird „Blasl“ auch in anderer Bedeutung gebraucht (Rausch, Wind)? Bräuche. Sprüche, wie z. B. „Da soll der Wind 9 Mutt Schnee durch eine Neigerlucke durchwehen“. 4. Sonstige Heiligentage im Februar wie: Veronika, Agatha, Dorothea (Durl als Schelte?), Apollonia, Scholastika, Juliana, Konstantia, Konrad, Matthias (Matz, Hies; Matteis bricht Eis), Alexander. Koseformen und Bauernregeln. 5. Fasching, Fasnacht, Bedeutung des Wortes (= bestimmter Tag, Faschingszeit, -vergnügen, jede Belustigung, jeder Tanz überhaupt, vergnügte Person, Faschingsnarr?). 6. Zusammens., soweit nicht im folgenden abgefragt, wie: Faschinghenne, Fasnachtsonntag u. a. 7. Haben die einzelnen Tage des Faschings besondere Namen, z. B. feister, unsinniger, gumpiger Pfinztag für den Donnerstag vor dem Faschingsonntag, Fraßmontag oder blauer Montag für den Faschingmontag, aller Narren Fasching oder aller Narren Kirchtag für den Faschingdienstag? 8. Narr, Mehrz., Verkl. Weitere Bedeutung des Wortes „Narr“. Wendungen wie: Gu, Narr! U Narren! Jemanden zum Narren haben. An einem einen Narren gefressen haben. Narr umsonst sein. Jedem Narren gefällt seine Kappe u. a. 9. Zusammens. mit Narr, wie: Ober-, Halbnarr, Narrentattel, narrenschüssig u. a. 10. Närrisch Ew., auch als verstärkendes Umstandswort (z. B. es ist närrisch kalt) und als Ausruf der Verwunderung (o närrisch!). 11. Zusammens. wie kälber-, wildnärrisch u. ä. 12. Narrecht Ew.; Raa. wie: Das Narrechte kommt einen an. 13. Narretei. 14. narren, närren, -eln, Narrerei, Genarrach, narrieren, narretzen (Bedeutung!). 15. Zusammens. wie ausnarren, dernärren, dernarrt (Bedeutung!). 16. Faschingnarr. 17. Sonstige Wörter für Faschingnarr wie Faschinggeck, -gack. Gibt es auch ein Faschingweib(el), eine Frau Fasnacht? 18. Maske, Larve, Scheme, Schembart (Schemper). Werden die Wörter auch im Sinne von „maskierte Person“ gebraucht?) Ist Larve(n) auch = häßliches Gesicht, Weibsbild? 19. Ableitungen von diesen Ausdrücken wie Maskerer, Maskerade, masken, maskieren, maskerieren. 20. Zusammens. wie Maskenball Teufelslarve, verlarven. 21. Mummenschanz, Mummerei, Faschingzug, -lauf, Schembartlauf. Fasching- (Fasnacht-, Schemen-) laufen, -rennen, -gehen. Maskeradi gehen. (Kurze Schilderung!) Wann findet es statt? Wendungen wie: Den Fasching abpfüeten u. ä. 22. Haben die verschiedenen Masken besondere typische Namen? 23. Sonstige örtliche Bräuche und Vergnügungen in der Faschingzeit oder an bestimmten Faschingtagen (welchen?) wie das „Blockziehen“, „die wilde Hochzeit feiern“, Samsonumzug. Haben die einzelnen Teilnehmer besondere Namen? Beschreibung der Sitte! 24. Wie nennt man im allgemeinen solche Scherze und Volksbelustigungen im Fasching (Faschingstückel)? 25. Sind Ausdrücke städtischer Faschingsunterhaltungen wie Ball, Redoute weiteren Volkskreisen geläufig? Etwaige volkstümliche Zusammens. 26. Speisen, Gebäcke im Fasching (wenn nicht schon andernorts angeführt), z. B. Faschingkrapfen u. a. Gebildbäckereien. 27. Aschermittwoch (Aschertag); Bauernregeln, Sprüche. 28. Bräuche in der Kirche (einäschern). 29. Volksbräuche: Fasching begraben, verbrennen (geschieht dies etwa an einem andern Tage?). Wie heißt die Puppe, woraus besteht sie? 30. Bestimmte Speisen am Aschermittwoch. 31. Die Faste(n). 32. Zusammens., wie: Mitt(er)-, Frohn-, Jahrfasten, Mitfastenwoche. Fastenzeit. Fasttag (gebotener F.), Fastwoche, Fastenveigerl, -vogel u. a. 33. Fasten Zw.; Raa. 34. Speisen in der Fasten: Fastenbrot, -brezel, -mus. 35. Kirchliche Verrichtungen, Andachten, Bräuche in der Fastenzeit, wie: Fasten-, Hauptandacht, Fastenpredigt, -tuch u. ä. 36. Volksbräuche in der Fasten, z. B. Todaustreiben (wann? wie?).

72 / C

 1. Die Sonntage in der Zeit vor Ostern: Okuli, Lätare (Totensonntag), Judika. Wetter- und Bauernregeln, wie: Okuli, da kommen sie. Haben auch die Wochen eigene Namen, z. B. Schwarzwoche (vor dem Schwarzsonntag)? 2. Bekannte Kalendertage und Heilige im März und deren volkstümliche Namensformen, besonders Kunigunde (Volksglaube!), Franziska, 40 Märtyrer (Volksglaube!), Gregor (Sprüche!), Rosina, Gertraud (Volksglaube!), Josef (Josep, Jos, Josel, Sepp, Seff; Aussprache des e-Lautes!), Mariä 7 Schmerzen, Benedikt, Gabriel, Mariä Verkündigung (Ebennacht; Volksglaube!), Quirin. Man vergesse nicht, die darauf bezüglichen Regeln, Sprüche und die Zusammensetzungen wie Josefitag, Siebenschmerzenfreitag und die Koseformen wie Diktel, Gregerl usw. anzuführen, ebenso die von Vornamen , bzw. Heiligennamen stammenden Haus- und Ortsnamen zu berücksichtigen. 3. Bauernregeln für den März, wie: Märzenschnee tut Feldern weh, der März muß dem Raben die Eier aufgefrören. 4. Bauernregeln für den April. 5. Bauernregeln für den Mai. 6. Noch nicht verzeichnete Namen von Heiligen, deren Gedächtnistag in den April oder Mai fällt, mit den Koseformen und den davon herrührenden Orts- und Hausnamen, z. B. Hermann, Dionysius (Nisl) u. a., vgl. Nr. 2, 3 und 5. 7. Wie heißen die Heiligen, die im Laufe eines Monats gefeiert werden (Monatheilige)? Hat das Wort noch einen andern Sinn? 8. Sonstige, seltene (nur landschaftlich bekannte) Heiligen-, bzw. Taufnamen und damit zusammenhängende Haus- und Ortsnamen wie z. B. Paternianus (Schpåterjån), Donatus, Ermachoras (Hermagoras, Måcher, Michår) u. a.

72 / D

 1. Kalender; Volksglaube, z. B. Kalender verbrennen. Wendungen wie: Der hat eine Nase wie ein Feiertag im Kalender. 2. Arten des Kalenders, soweit volksüblich: Bauern-, Mandl-, hundertjähriger Kalender. Wie heißen die Heiligenfiguren im Bauernkalender? 3. Ableitungen wie: kalendern (= umherlaufen?). 4. Zusammens. wie Kalendermacher (Redensarten). 5. Planeten, etwaige volkstümliche Namen. Jahresregent. Planetenaberglaube. Planetenbüchel, -händler. Planeten lesen. 6. Norma. Normatag. 7. Sonstige Ausdrücke, die mit dem Kalenderwesen zusammenhängen (Schaltjahr, -tag und Quatember wurden anderwärts abgefragt).

73. Fragebogen: Schiffahrt

73 / A

 1. Schiff, Scheff, Verkl., Mehrz.; zu Schiffe; Raa. wie: Er läßt sich treiben wie ein Schiff ohne Ruder, ohne Steuer. 2. Zuss. wie Obst-, Fischer-, Wachtschiff, Schiffhäusel u. a. 3. Kahn, Boot, Nachen, Schinackel, Verkl., Mehrz.; Raa. 4. Verschiedene Arten kleiner Boote (Einbaum, Seelentränker oder Seenuesch, Flach- und Kielboot, Rettungs-, Ruder-, Segel-, Motor-, Dampfboot, -barkasse). 5. Zülle, Verkl., Mehrz.; Raa. 6. Zuss. wie Haber-, Klob-, Waid-, Leib-, Furkel-, Traunzülle. 7. Plätte, -ck-, Verkl., Mehrz.; Raa. 8. Zuss. wie Stock-, Urfahr-, Post-, Spitz-, Tiroler-, Roß-, Gamsplätte. 9. Fähre (Ferge, Farm), Verkl., Mehrz.; Raa. 10. Zuss. wie Seil-, Dampffähre. 11. Sind die Ausdrücke Schelch oder Schältich und dessen Zuss. wie Anker-, Nacht-, Streich-, Waidschelch, (T)scheike, Nave(n) oder Nau, Mutze (Seilmutze), Trauner, Barke bekannt und was bedeuten sie? 12. Segelschiff; Benennung der verschiedenen Arten je nach der Anzahl der Maste und der Segelstellung. 13. Dampfschiff, Dampfer. 14. Rad- und Schraubendampfer. 15. 15. Bugsier- und Schleppdampfer. 16. Ruderschleppschiff (Kettenschlepp). 17. Konvoi von mehreren Schiffen (Naufahrt, Fuhrwerk). 18. Stromaufwärts fahrender Konvoi (Hohenau). 19. Anordnung der Schiffe im Konvoi (Umgang). 20. Namen der einzelnen Schiffe des Konvois (Hauptschiff oder Hohenau, Nebenbei, -berg, Kelhamer, Küchenschiff, Sechserin, Siebnerin usw., vorderer und hinterer Anhang, Schwemmer, Gams, Begleitschiff, Führfahrer, Wasserseher). 21. Salzschiff (Hallasch, hallisches Schiff). 22. Was bedeutet Hallfahrt, Meistersalz, Vor- und Nachstreich, Samschiff, verkehrtes Schiff? 22. Kohlenschiff (Tender). (Über Floß und Flößerei vgl. 60 H 23f.)

73 / B

 Teile des Schiffes: 1. Vorderteil. 2. Schiffsspitze (Schnabel, vorderes Ort, Grans, Gränzel). 3. Hinterteil (Heck, hinteres Ort, Achter). 4. Vorder- und Hinter- oder Achtersteven. 5. Was versteht man unter Schwinge, vorderer und hinterer Stollstock, Kreuzgeschirr, Wegstangen, Finderling, Büffel, Poller? 6. Bug. 7. Wölbung des Buges (Brust). 8. Breitbugig (brüstig). 9. Schiffswand (Bord, Breitseite). 10. Rechte und linke Bordseite (Steuer- oder Stezer- und Backbord). 11. Schiffs-, Fährengeländer. 12. Bordbänke. 13. Was versteht man unter Barcariso, Windladen, Reiden? 14. Bretter der Schiffswand (Schiffsplanken). 15. Schiffsrippen (Kipfen). 16. Schiffsbalken u. dgl. 17. Kiel. 18. Schiffsboden. 19. Boden-, Soodwasser. 20. Bodenbretter zum Schutze dagegen. 21. Stange zum Messen des Soodwassers (Visier). 22. Vereister Schiffsboden (Eisboden). 23. Deck, Verdeck. 24. Ober-, Zwischen-, Unterdeck. 25. Was bedeutet Mitt- und Landschiff. 26. Erhöhter Standplatz der Schiffer (Standung). 27. Raum unterhalb desselben (Wasserhütte, Seßstall) 28. Kabine, Kajüte. 29. Schiffshäuslein. 30. Steuer (Geschlecht!); Raa. 31. Arten von Steuervorrichtungen (Handsteuer, Nauzug u. a.). 32. Teile des Steuers (Steuerrad oder Gangspill, Speiche oder Aspe, Steuerruder, Stur, Helmstange u. a.). 33. Das Steuer handhaben (drehen, ausdrehen u. dgl.). 34. Anker, Verkl., Mehrz.; Raa. 35. Arten von Ankern (Manövrier-, Wind- oder Guckesanker, Brunnkatze u. a.). 36. Ankerkette oder -seil. 37. Ankerwinde; Teile dieser. 38. Ruder, Mehrz.; Raa. wie: Ans Ruder kommen. 39. Teile desselben (Ruderblatt, -stange). 40. Arten der Befestigung und Auflage des Ruders. 41. Ruderarten (Pritschen- oder Zillenkehrruder, Hallaschkehrruder, Seil-, Antauchruder oder Geißhachsen, Vorder- und Hinterruder). 42. Ruderbank. 43. Mast, Mehrz.; Raa. 44. Benennung der Maste nach Größe und Verwendung. 45. Mastspitze (Topp). 46. Rahen und Segelstangen. 47. Bugspriet. 48. Segel, Verkl., Mehrz.; Raa. wie: Mit vollen Segeln. 49. Segelarten (Foch-, Besan-, Klüversegel u. a.). 50. Takelage. 51. Vertäuung. 52. Schiffsseil (Tau), Verkl., Mehrz.; Raa. 53. Tauarten (Achterseil, -haft, Hallasch-, Heft-, Schillingseil, Amplatz); bei Konvois verwendete S. (Schlepp-, Aufklampf-, Brut-, Brittelring-, Kopf-, Strupfenseil, Zwerghaft, Trasse, Busen oder Faden). 54. Seilende (Ort); laufendes, gehendes Ort. 55. Was versteht man unter Galgen, Kausche? 56. Seilquaste zum Aufwischen (Schwaber, -bler). 57. Schiffskette. 58. Kettenarten (Seilkette u. a.). 59. Gabelförmiger eiserner Haken, um eine ablaufende Kette zu hemmen (Kettenstopper, Teufelsklaue). 60. Schiffsleiter. 61. Schiffsmaschine. 62. Maschinen-, Kessel- und Kohlenraum. 62. Schiffsschraube; deren Teile. 63. Schaufelräder; deren Teile. 64. Schiffsflagge. 65. Flaggenarten (Signalflagge, Wimpel, Richtfahnl). 66. Eine Signalflagge ausstecken. 67. Wasserschaufel (Schapfen, Seß). 68. Große Lenkstange (Schalte, Schaltbaum). 69. Was versteht man unter Marchschalte, Reiger? 70. Sondierstange (Einsetzschalte). 71. Sondieren (einsetzen, ausschlagen). 72. Sonnenzelt (Tenda). 73. Teertuch (Cirada). 74. Kompaß. 75. Quadrant. 76. Schiffshaken. 77. Was versteht man unter Sparingholz, Niedertauchgabel, Grampel? 78. Schiffsausrüstung (Schefgericht, Geschirr). 79. Stöpsel zum Verstopfen eines Lecks oder einer Röhre (Pfeil). 80. Schiffspumpe. 81. Schwimmgürtel. 82. Sonstiges.

73 / C

 Schiffahrt: 1. Schiff(el), Kahn fahren, schiffen. 2. Schiffahrt. 3. Zu Schiffe gehen, einsteigen, sich einschiffen. 4. Das Schiff fahrtbereit machen. 5. Den Anker lüften, aufwinden. 6. Halteseile (Land-, Reitseile, Haften). 7. Diese lösen und einziehen. 8. Segel hissen. 9. Ausdrücke für die verschiedene Zusammenstellung und Anordnung der Segel je nach Windart und Reiseplan. 10. Vom Ufer abstoßen (aus-, umtauchen, gegen After heben); Kommando dazu (enter ab; afts ab! fahr davon!). 11. Die Schiffsmaschine angehen lassen. 12. Stromab- und stromaufwärtsfahren (nau- und gegenfahren). 13. Fahrt stromab- und stromaufwärts (Nau- und Gegenfahrt). 14. Fahrwasser, Fahrtrinne (Ruder). 15. Kielwasser. 16. Pflöcke, die das Antreiben ans Ufer verhindern sollen (Schorbäume). 17. Die Fahrtrinne durch Pfähle bezeichnen (zäunen). 18. Markierstangen oder -schwimmer auf der rechten Seite bei Talfahrt (Waberl), auf der linken (Staudenhafen). 19. Eine Untiefe durch Bojen oder Schwimmer bezeichnen (vermalen). 20. Rudern Zw.; Raa. 21. Zuss. wie hinaus-, umeinanderrudern u. a. 22. Die Ruder einlegen, ins Wasser senken, herausheben. 23. Verschiedene Arten des Ruderns (trauneln u. a.). 24. Die Schaltstange handhaben (schalten). 25. Segeln Zw.; Raa. 26. Zuss. wie ab-, davonsegeln u. a. 27. Schneller und langsamer segeln (Segel beisetzen und reffen). 28. Dampfen Zw.; Raa. 29. Zuss. wie ab-, vorbeidampfen u. a. 30. Verschiedene Arten des Ganges der Maschine (Volldampf geben, die Maschine aufgehen lassen, Gang machen, stoppen, Kontredampf geben). 31. Kreuzen, lavieren. 32. Quer zur Stromrichtung fahren oder stehen. 33. Umkehren, wenden (umschlagen, Rondeau machen). 34. Aus der Fahrtrichtung kommen (Gang machen, säbeln, ausbrechen). 35. In die Fahrtrichtung zurückkehren (einkehren, nachschlagen, ebenausgehen). 36. In die Fahrtrichtung zurückbringen (gerade machen, davonsprengen). 37. Manövrieren (guckessen). 38. Bewegung des Schiffes nach der Seite und der Lange nach (rollen, schlingen, stampfen). 39. Treiben, rinnen. 40. Treiben, rinnen lassen. 41. Mit dem Hinterteil nach vorne treiben (anrinnen). 42. Ein treibendes Schiff durch ein Seil abfangen. 43. Ins Schlepptau nehmen (aufgreifen, in Tau nehmen). 44. Aus dem Schlepptau loslassen (auslassen). 45. An der Längsseite des Dampfers festkuppeln (zu-, anschwabeln). 46. Die Schleppschiffe aneinander befestigen (zusammenbandeln, aufklampfen). 47. Den Konvoi in mehrere Teile teilen (abheften). 48. Unrichtige Bewegung talwärts fahrender Schleppschiffe (schleudern). 49. Ein Seil von einem Fahrzeug übernehmen (annehmen). 50. Ein Seil einziehen, einholen. 51. Ein Seil oder eine Kette straff anziehen (an-, aufholen, -huten). 52. Ein schlaffes Seil anspannen, indem man Volldampf gibt (dreinprellen). 53. Mehrere Seile oder Ketten gleich gespannt machen (zusammentragend machen). 54. Ein Seil ist gespannt (trägt). 55. Ein schlaffes Seil taucht unter (fällt ein) und taucht durch Anspannen wieder auf (geht auf). 56. Ein gespanntes Seil nachlassen (herlassen). 57. Kommando zum Verlängern eines Seiles (häng nach!), zum Verkürzen (hüt auf!). 58. Verwickelte Seile klar machen (ausbandeln). 59. Das Ablaufen eines Seiles unterbrechen (stoppen). 60. Zwei Seilenden verbinden (Fuchsen splissen); der lange und der kurze Fuchs. 61. Seilbohrer beim Splissen (Löser). 62. Die Fäden des Seilendes zusammenflechten (zöpfeln). 63. Ein Seil durchschneiden (kappen). 64. Seilschlinge, die sich unter Wasser um einen Gegenstand gewunden hat (Lieg). 65. Auf Grund geraten (auflaufen). 66. Den Grund berühren (aufgreifen, anstoßen). 67. Mit dem Bug auffahren (aufreißen). 68. Querüber festlaufen (einen Bock machen, schelchen). 69. Ein anderes Schiff geradeaus anfahren (spießen). 70. Über eine seichte Stelle durch die Wellen gehoben hinweggleiten (über Furt springen). 71. Ein festgelaufenes Schiff flott machen (gehend machen, abreiben, schlingen, herunterreißen). 72. Ein Schiff vom Eise frei machen (auseisen). 73. Landen, anlegen; mit der und gegen die Stromrichtung landen (nauwärts l.). 74. Ein Schiff mittels eines Ankers ans andere Ufer bringen (hinübersprengen). 75. Die Ruder einziehen. 76. Ein Boot anbinden, anhängen. 77. Ein Boot ans Land ziehen. 78. Ein Boot am Strand umgekippt aufstellen. 79. Landungsseile. 80. Diese ans Land werfen. 81. Landungspflöcke, um welche die Seile geschlungen werden. 82. Die Seile festmachen, das Schiff vertäuen. 83. Was sind die Haften und Geschwannenstecken? 84. Das Schiff reibt sich, scheuert an der Landungsbrücke. 85. Feste Landungsbrücke. 86. Herüberklappbare Landungsbrücke (Bruckgatter). 87. Schiffsmühle. 88. Einen Landungssteg, eine Schiffsmühle verankern (einbinden). 89. Kugelförmiges, mit Sägespänen gefülltes Seilgeflecht zur Abschwächung des Stoßes beim Anlegen (Ballon). 90. Das Schiff verlassen, aussteigen. 91. Anker abwinden. 92. Anker auswerfen. 93. Mittels Ankers festlegen (verankern, vor Anker gehen); mit drei bis vier Ankern festlegen (drei-, vierkant verankern). 94. Den Anker von der Kette trennen (abscheckeln). 95. Der Anker faßt Grund, hält fest (habt). 96. Der Anker faßt keinen Grund (geht mit). 97. Wegen Nebels, Sturmes oder Hochwasser vor Anker gehen (Nebel, Wind, Wasser, Güß feiern). 98. Landungsplatz, -stelle (Umtauchplatz). 99. Hafen. 100. Hafendamm. 101. Windgeschützter Ankerplatz (Windlehne). 102. Durchs Wasser zurückgeworfenes Sternenlicht (Wasserlichte). 103. Berg-, Tal-, Totwassergeschwindigkeit. 104. Durch die Hauptflußrinne (achenaus), durch einen Seitenarm des Flusses (innenaus) fahren. 105. Zwischen dem Schiff und dem näheren Ufer befindlich (innenbei), zwischen dem Schiff und dem weiteren Ufer (außenbei). 106. In der Richtung der Strömung (auflängs). 107. Das Recht, das Schwemmholz aufzufangen (Riffat). 108. Sind im Volke noch Erinnerungen an alte Privilegien lebendig (Erb-, Salzausfergen, Ernaufergen)?

73 / D

 Beladen: 1. Ein Schiff beladen (tauchen). 2. Entladen (löschen, abschiften, -leichten). 3. Ladung (Scheffahrt); Fracht und Gegenfracht. 4. Salzladung, zu der man sich verpflichtet hat (Mußfuder); was bedeutet Hall-, was Scheibelfahrt? 5. Schiffsmiete. 6. Geschüttete Körnerfruchtladung (Rinfusa). 7. Ladungen anderer Art. 8. Womit werden die verladenen Salzfässer befestigt (Reifen, Spötter). 9. Drehkran (David). 10. Seil zum Fassen der mittels Krans zu hebenden Waren (Bragaseil). 11. Am Vorderschiff stärker belastet (vorder-, fürwagig), am Hinterschiff stärker belastet (steuer-, achterwagig). 12. Beim Beladen der Salzschiffe beschäftigte Arbeiter (Kleizler, Pfieselknechte, Scharzwicker, Kufenheber, Weittragmeister, Härttrager, Schmobler).

73 / E

 Schiffziehen: 1. Schiff ziehen. 2. Schiffzug. 3. Schiff-, Scharreiter (Wasserjodel). 4. Benennung der zum Schiffziehen verwendeten Tiere. 5. Als Vorposten vorausgeschickter Schiffreiter (Stanglreiter, verlorener Mann). 6. Kommandant der Schiffreiter (Vorreiter). 7. Die drei Hauptschiffreiter (Merigamer), bestehend aus dem Vorauf- oder Hundsseilreiter, dem Marstaller und dem Afterreiter. 8. Mann, der am Ufer das Zugseil mit einem Prügel über Hindernisse wegzubringen hat (Aufleger, Geschworener). 9. Die Knechte der Schiffreiter (Vor-, Marstaller- und Afterbock). 10. Unternehmer, der die Schiffreiter aufnimmt (Roßmerker). 11. Das große Zugseil (Zwiesel). 12. Besondere Vorrichtungen am Geschirr der Schiffpferde (z. B. Sil). 13. Die Pferde ans Seil spannen (einschlagen). 14. Die Pferde aufs Schiff bringen, um sie ans andere Ufer zu führen (einsprengen). 15. Weg für die das Schiff ziehenden Pferde neben dem Fluß (Leinpfad).

73 / F

 Kommandos und Zurufe: 1. Achtung! (warn‘ dich!). 2. Aviso für die Passierbarkeit einer seichten Stelle (Wasser genug). 3. Nach rechts! (kreuzhalber!). 4. Nach links! (steckenhalber!). 5. Haltebefehl an die Schiffpferde (laßheida!). 6. Befehl zum Anziehen (haboda!). 7. Schneller vorwärts! (laßachei!). 9. Befehl zum Verkürzen des Schiffsseiles und zum Antreiben der Pferde (roika!). 9. Langsamer! (güetla reit, güetla rafla!). 10. Zuruf an die Schiffpferde, nach rechts bzw. nach links zu gehen (saha reit fah! und leiha fah!).

73 / G

 Wetter und Unwetter: 1. Für die Schiffahrt günstiges Wetter (Schiffmannswetter). 2. Leichte und steife Brise. 3. Windstöße, Böen. 4. Die Wellen gehen über Bord. 5. Umkippen, kentern. 6. Wasser schöpfen (vom Schiff gesagt). 7. Das eingedrungene Wasser ausschöpfen oder auspumpen. 8. Leck (Eigenschaftsw.). 9. Das Leck. 10. Leck werden. 11. Ein Leck verstopfen. 12. Die Schraube bricht. 13. Die Segel reißen. 14. Der Mast wird geknickt. 15. Überbordfallen eines Gegenstandes (tränken). 16. Mann über Bord! 17. Rettungsboote ins Wasser lassen. 18. Seekrank; Seekrankheit.

73 / H

 Schiffspersonal: 1. Leiter des Konvois (Seßtaler). 2. Vom Schiffsherren bestelltes Überwachungsorgan (Steurer). 3. Kapitän. 4. Steuermann. 5. Bootsmann, Segelmeister. 6. Schiffer, der von dem erhöhten Platz in der Mitte des Schiffes mit ausgestrecktem Arm die Richtung angibt (Nauferg). 7. Matrose. 8. Schiffsjunge. 9. Schiffskoch. 10. Schiffschreiber und Zahlmeister (Genoß). 11. Was bedeutet Trumler, Naukehrer, After- und Steuerschärler, Schifter, Bruckknecht, Zillenfahrer? 12. Nur für eine Fahrt aufgenommene Schiffleute (Ledige). 13. Taglöhner, die jederzeit entlassen werden können (auswendige Schiffleute). 14. Bemannungsliste (Equipagenrolle). 15. Schiffswache; Steuer-, Backbordwache. 16. Spitznamen der Schiffer untereinander. 17. Spottname für die Schiffer, z. B. Scheffnakei. 18. Abgabe an alte erwerbsunfähige Schiffer als Altersversorgung (Lebsalz). 19. Wartegeld während des Stillstandes der Schiffahrt bei Hochwasser (Güßgeld, Blahpfennig, Vollaus, Ledigung). 20. Vor der Abfahrt ausgegebener Wein (Gottsnam). 21. Feierliches Hochamt am Tage der ersten Salzausfuhr im Frühling (Gottsnamlobamt). 22. Die Mannschaft von zwei Schiffen auf eines zusammenziehen (zwiespannen). 23. Floßmeister, -mann, -knecht. 24. Was bedeutet „rechter Ferge“ und „Drittferge“?

73 / I

 Kleidung und Gebrauchsgegenstände der Schiffer: 1. Wasserstiefel. 2. Wasserdichter Rock. 3. Kopfbedeckung. 4. Schifferpfeife. 5. Hängematte. 6. Eßgeschirr. 7. Sonstiges.

73 / K

 Schifferspiele: 1. Der Kipfensprung vom „Anbrett“. 2. Das Seilziehen. 3. Das Ruderbaumlaufen. 4. Das Ankerwerfen. 5. Das Reigerstechen. 6. Schifferreigen, Rudertanz. 7. Das Banditenfangen. 8. Das Wasserstechen. 9. Das Granzelspringen. 10. Das Abfahren von Hansel und Gretel.

73 / L

 Lieder, Sprüche und Schifferglaube: 1. Schifferlieder. 2. Schiffersprüche. 3. Schiffersagen und -märchen. 4. Redensarten der Schiffer. 5. Gespenstige Erscheinungen, die sich vor dem Untergang des Schiffes zeigen sollen (der Plättentränker). 6. Glückverheißende Erscheinungen. 7. Schutzpatron der Schiffer. 8. Gebete, Beschwörungsformeln der Schiffer.

73 / M

 Schiffbau: 1. Ein Schiff bauen. 2. Bauherr. 3. Schiffbaumeister. 4. Mit dem Schiffbau beschäftigte Beamte und Arbeiter, falls besondere Ausdrücke üblich. 5. Werft, Rhede. 6. Rheder. 7. Dock. 8. Stapellauf. 9. Vom Stapel lassen, laufen. 10. Stapelklötze. 11. Das Schiff mit Leinen in die Höhe heben (aufleinen). 12. Teeren, kalfatern. 13. Schiffstaufe. 14. Schiffsmaße, z. B. Gmünd = 17.5 cm. 15. Hölzerne Säulen zum Pölzen des Schiffes (Pölz). 16. Keile zum Unterstützen der Pölze (Speigen). 17. Tiefgang. 18. Den Tiefgang messen (hamen). 19 Meßinstrumente dazu (Ham). 20. Sonstiges.

74. Fragebogen: Hund und Katze

74 / A

 1. Hund, Mehrz., Verkl.; Verwendung als Schimpfwort; Redensa. wie: Auf den Hund kommen, da liegt der Hund begraben, treu wie ein Hund usw. 2. Zuss. wie Hof-, Haus-, Ketten-, Polizei-, Blut-, Holz-, Höllen-, Schoßhund, Hundsbub, -kirche (Felsblock), -fud, alle Hundsschiß (jeden Augenblick), hundsjung, -müde, -kalt, Hundausläuten (mit den Füßen baumeln). 3. Sammelname für mehrere Hunde (Gehünde, Hundach)? 4. Hundel(e)n, hündel(e)n (nach Hund riechen, ein Kartenspiel). 5. Huntlasen (Verwüsten von Speisen). 6. Hündisch. 7. Hundling. 8. Einen hunzen. 9. Etwas verhunzen. 10. Hundig, hunzig, (dürftig, erbärmlich). 11. Gibt es besondere Ausdrücke für einen kleinen, verkrüppelten, einen großen, starken, einen schnellen, faulen, bissigen, gutmütigen, anhänglichen, herrenlosen, wachsamen (gewärig) Hund? 12. Gibt es Ausdrücke, die für Gestalt, Färbung und Behaarung des Hundes bezeichnend sind, z. B. stichelhaarig, kurzer Schweif (Schmeakelein) u. a.? 13. Haushundrassen und deren volkstümliche Namen (Pummerl, Mopperl u. ä.). 14. Hundenamen. 15. Zurufe an den Hund wie: da-da! gusch! u. a. (Vgl. auch Frgbg. 57 D).

74 / B

 Männlicher Hund, Rüde(l), Mehrz.; Redensa. 2. Zuss. wie Bauern-, Stockrüde. 3. Hündin (Zauk, Mätz, Reife, Gäntsche), Mehrz., Verkl.; Verwendung als Schimpfwort; Redensa. wie: Mätzel fangen (ein Kartenspiel). 4. Zuss. mit Hündin? 5. Junge Hunde; Redensa. wie: Patschecht wie ein junger Hund.

74 / C

 Lebensäußerungen des Hundes: 1. Bellen (kallen, kelzen). 2. Anbellen (den Mond anbellen). 3. Belfern (gauzen, kaungetzen). 4. Winseln. 5. Gewinsel. 6. Heulen (heulen wie ein Schloßhund). 7. Geheul. 8. Knurren (brummen). 9. Die Zähne fletschen (blecken, blenketzen, zeigen). 10. Losfahren auf jem. 11. Einen Menschen stellen. 12. Schnuppern (schnobetzen). 13. Lechzen. 14. Hundekot. 15. Zimmerrein. 16. Begatten (hundeln ,-ü-, tun). 17. Läufig. 18. Wedeln. 19. Den Schweif hängen lassen, einziehen. 20. Die Ohren spitzen.

74 / D

 Hundekrankheiten: 1. tollwut (Hundswinn). 2. Wütend (winnig, -nd-). 3. Nasenwürmer. 4. Eingeweidewürmer. 5. Staupe.

74 / E

 Hundehaltung: 1. Hundsfutter (Schimpfwort?). 2. Hundshütte, -kobel, -gaunkse, -kotter. 3. Hundskette; an die Kette legen. 4. Einen Hund ein Klemmholz an den Schweif klemmen, damit er nicht weit laufen kann (kluppen). 5. Den Schweif stutzen; wie heißt der Stummel (Stutzel)? 6. Locken (täcken, -eln). 7. Zuss. wie fort-, nachhintäckeln. 8. Halsband (Kelper u. a.). 9. Kelpernägel. 10. Hundsmarke (Tschelperle u. a.). 11. Hundsgespann; dessen Teile; von wem verwendet? 12. Maulkorb; Redensa. 13. Apportel werfen.

74 / F

 1. Katze, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Das ist der Katz, für die Katz; wenn die Katze aus dem Haus ist, feiern die Mäuse Kirchtag; leben wie Hund und Katz‘; die Katze im Sack kaufen usw. 2. Zuss. wie Katzenbuckel, -baum, -herd, -musik, -tisch(el), -geschrei, -auf (Kautz), -schinder, katzenbreit, Katzbalgerei, -schlitten, Haus-, Schmeichel-, Ofenkatze (Speise), Streb-, Strangkatzen ziehen (in Zwietracht leben) u. a. 3. Katzern Zw. (nach Katzenart tun). 4. Andere Ausdrücke für Katze wie Mau(n)z(elein), Miz, Muz, Minz, Mis, Minni, Muine a. ä. 5. Lock- und Scheuchrufe für Katzen wie: miz-miz! katzaus! 6. Ausdrücke, die für Färbung und Zeichnung der Katzen charakteristisch sind. 7. Volksglaube, Redensarten und Sprüchlein über die schwarzen, grauen und dreifarbigen Katzen. 8. Katzennamen. 9. Kater (Katerbär, Petzl), Mehrz.; Redensa. wie: Du alter Kater usw. 10. Zuss. wie Brummkater u. a. 11. Mutterkatze (Kätzin, -i-).

74 / G

 Körperteile der Katze: 1. Katzenaugen; Redensa. 2. Gibt es besondere Ausdrücke für das phosphoreszierende Leuchten der Katzenaugen? 3. Die Schnurrhaare. 4. Katzenfell. 5. Katzenschweif. 6. Pfoten, Mehrz., Verkl. ((Pfotschen, Bratzelein); Redensa. wie: auf Katzenpfötchen daherkommen. 7. Kralle (Krebel, Krämpelein), Mehrz., Verkl.

74 / H

 Lebensäußerungen der Katze: 1. Schnurren (pfnurren, spulnen). 2. Fauchen. 3. Liebesgesang der Katzen. 4. Katzenkot. 5. Begatten (ranzen). 6. Nach dem Kater verlangen. 7. Junge werfen (kätzeln; bedeutet dieses Wort auch „schmeicheln“ oder „die Jungen hin- und hertragen“? verkätzeln = etwas verlegen, in Unordnung bringen?). 8. Schmeicheln. 9. Sich anschmiegen. 10. Die Krallen zeigen und einziehen. 11. Kratzen (krällen). 12. Mäuse fangen, mausen. 13. Lauern. 14. Katzenfutter.

75. Fragebogen: Geflügel

75 / A

 1. Gesamtbezeichnung des Hausgeflügels (Geflüg). 2. Huhn, Geschl., Mehrz., Verkl. (Heanl, Hianl oder Hendl?). 3. Redensa. wie: Ein verrücktes, dummes Huhn; mit den H. schlafen gehen. 4. Henne, Mehrz., Verkl. 5. Redensa. wie: Eine blinde Henne findet auch manchmal ein Körnlein; erfrorene Henne. 6. Zusammens. mit Henne wie: Leghenne (Legerin), Brut-, Hendel-, Kluckhenne. 7. Hahn, Mehrz., Verkl. (Gockel, Gickel[er], Kikeriki). 8. Redensa., z. B. wie ein Hahn dahersteigen, zornig wie ein H. (Gifthähnlein), der hahn auf dem Mist, H. im Korbe sein, um den H. tanzen, der rote Hahn auf dem Dach. 9. Kämpfende Hähne, Kampfhahn. 10. Zusammens. mit Angabe ihrer Bedeutung und etwaigen damit verknüpften Aberglaubens, z. B. Saat-, Schnitthahn, Zwiehahn (Zwitter), Handtidl (Tropf), Hahnstein (Gebilde im Magen von Kapaunen). 11. Gesamtbezeichnung der Hühner (Hühnerach, Hühnervieher). 12. Spielt die Farbe der Hühner im Volksglauben eine Rolle? 13. Zeichen des Brutdranges (die Henne gluckt, klungetzt; sitzt, rutscht auf dem Nest herum, verliert die Federn, sträubt das Gefieder). 14. Die H. ist brütig. 15. Brüten, Zw. 16. Die H. ansetzen, ihr Eier unterlegen (wie viele Eier soll man unterlegen?). 17. Den Brutdrang (die Brut) unterdrücken, vertreiben; womit? 18. Das gewöhnliche Gackern der Hühner. 19. Das Geschrei der Henne vor dem Eierlegen (singen). 20. Das lebhafte Gackern nach dem Eierlegen (gacketzen, gatzen). 21. Das krächzende Geschrei der Henne (garretzen, scharretzen). 22. Krähen, Zw. (gilt eine „krähende Henne“ als übles Vorzeichen?). 23. Zus. wie ankrähen (= einen anschreien). 24. Redensa. wie: Da kräht kein Hahn danach, der kräht etwas zusammen (= er singt schlecht). 25. Hahnenschrei, -kraht. 26. Scharren der Hühner im Sand (baseln). 27. Die Mulde, in der sich die Hühner im Sande baden (Hühnerbett).

75 / B

 1. Ei, Mehrz., Verkl.; andere Ausdrücke für Ei (Gaggerl); Redensa. wie: Der geht wie auf Eiern, sich gleichen wie ein Ei dem andern, frisch wie aus dem Ei geschält u. a. 2. Eierschale, Gucke. 3. Spitzes und breites Ende des Eies (Spitz, bzw. Arsch). 4. Eier legen (eiern, dienen). 5. Die Eier verlegen. 6. Leg-, Nest-, Bilgei. 7. Eier ohne Schale legen (hinschürfen). 8. Schalenloses Ei (Schürfei). 9. Mißgestaltetes Ei (Hahnen-, Hexenei). 10. Unbefruchtetes, lauteres Ei; woran erkennt man es, ohne es aufzuschlagen? Kann man erkennen, ob sich aus einem Ei ein Hahn oder eine Henne entwickeln wird? 11. Das Keimbläschen im Dotter (Hahnentritt). 12. Faule, stinkende Eier. 13. Frisch gelegtes Ei. 14. Eidotter, -gelb. 15. Eiweiß, -klar (Geschl., Mehrz.). 16. Benennung der Eier nach der Art der Konservierung (Kalk-, Weiz-, Getreideeier). 17. Übliche Marktbezeichnungen wie Tee-, Kisteneier. 18. Eier konservieren, einlegen. 19. Eierspeise (Eier und [im] Schmalz). 20. Eier kochen (sieden). 21. Weiche Eier. 22. Harte Eier. 23. Spiegelei. 24. Eierbier. 25. Ein Ei (in die Suppe) einschlagen. 26. Ein paar Eier einrühren. 27. Rührei. 28. Ein rohes Ei austrinken. 29. Eier ausblasen. 30. Schnee schlagen. 31. Andere Speisenamen wie: Eierbrot, -fleck, -schoberl, -milch. 32. Noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Ei, z. B. Eiergeld, -kreuzer, -becher, -korb, -händler(in). 33. Eiern, Ew., z. B. eierne Kipfel. 34. Eieln, Zw. (= mit E. spielen). 35. Nach Ei schmecken, riechen.

75 / C

 1. Der Hahn tritt (duckt) die Henne. 2. Die Henne lockt die Küchlein (kluckt). 3. Die Jungen unter die Flügel nehmen. 4. Die Küchlein (Gigerln, Gspedl, Biberln, Buserln, Pischkelen, Singerln). 5. Kastrierter Hahn (Kapaun, Polakl). 6. Die Henne ausgreifen (um zu erfahren, ob sie ein fertiges Ei trägt). 7. Hühnergreifer, Henner, Henneler (Schimpfwort?). 8. Die Eier abnehmen. 9. Lock- und Scheuchrufe (bibi, vulpul, busi busi; kschu!). 10. Hühnerhof. 11. Hühnerstall, -stube. 12. Hühnerkorb, -krachse, -steige, -kobel. 13. Teile der Hühnersteige, z. B. Brotbrett. 14. Hahnbaum. 15. Die Hühner bäumen (sich) auf, sitzen auf, sind aufgesessen (d. h. sie haben sich zur Nachtruhe begeben). 16. Die Küchlein fallen, kriechen, schliefen aus. 17. Magd, die die Hühner zu füttern hat (Hennerin, Hühnerdirn). 18. Picken, pecken. 19. Hühner mästen. 20. Hühnerfutter (auch in übertragener Bedeutung für gewisse Speisen?). 21. Wie werden die Hühner geschlachtet und was geschieht mit ihrem Blut? 22. Zubereitung der Hühner (Brat-, Backhuhn; eingemachtes Huhn, gesottene Henne). 23. Hühnersuppe (gilt sie für heilkräftig?).

75 / D

 1. Hahnenfeder. 2. Kamm. 3. Die vom Kopf herabhängenden Hautlappen bei Hahn und Truthahn. 4. Sporen. 5. Krallen (Krämpelein, Klebel). 6. Schnabel. 7. Flügel. 8. Schweif. 9. After. 10. Bürzel, Steiß, Bischof. 11. Nickhaut im Auge. 12. Hühnerdreck; auch als Schelte üblich, z. B. aufgestellter H. für einen aufgeblasenen Menschen? 13. Pips, Nipf (Erkrankung der Zunge). 14. Den Pips aufstechen, nehmen. 15. Den Nipf hängen lassen (Bedeutung!). 16. Hühnerpest. 17. Geist, der die Hühner beunruhigt (Hühnergeist). 18. Truthahn, Indian, Schustervogel, Janisch, Bockerl, Piperhahn, welscher Hahn. 19. Truthenne. 20. Truthühner. 21. Perlhuhn. 22. Namen bekannter Hühnerrassen und Bezeichnungen nach augenfälligen Merkmalen, z. B. nackthalsig, mit Schopf, befiederten Füßen. 23. Pfau, Mehrz.; Redensa. wie: Die dreht sich wie ein Pfau. 24. Pfaufeder (Volksglaube und Redensa.). 25. Der Pfau schlägt ein Rad. 26. Hühner-, Geflügelhändler (Hühnerer, Hendelhutscher, Hühnermann). 27. Noch nicht genannte Zusammensetzungen mit Angabe der Bedeutungen, z. B. Hahnenschlag (ein Spiel?), Hühnelgeiger (schlechter Musikant?), Hühnerloch, Wetterhahn.

75 / E

 1. Gans, Mehrz., Verkl.; Verwendung als Schimpfwort, Redensa. wie: Dumme G. 2. Gänserich (Ganser, Ganesel, Gander, Ganauser). 3. Die jungen Gänse (Ganserln, Husselein, Lili). 4. Die Gänse rupfen, raufen. 5. Gansfedern. 6. Flaumfedern. 7. Federn schleißen (Bräuche dabei!). 8. Gänseflügel, Flederwisch (auch in der Bedeutung „fahriger Mensch“?). 9. Das Geschrei der Gänse (schreien, schnattern). 10. Fauchen der Gänse. 11. Gänse weiden, halten. 11a. Lock- und Scheuchrufe. 12. Gänsehirt, -bub. 13. Gänse treiben. 14. Gänsetreiber. 15. Gänse mästen (stopfen, schoppen, schütten). 16. Gänsestall. 17. Gänseteich, -lacke. 18. Gansleber. 19. Gänsebrust (wird sie geräuchert?). 20. Gansbiegel. 21. Gänseschmalz, -fett. 22. Pfaffenschnitz (welches Stück?). 23. Gänsehändler, Ganseljud(jüdin). 24. Ente, Mehrz., Verkl. 25. Enterich (Antvogel). 26. Junge Enten (Schlickerln, Ratscherln). 27. Das Geschnatter der Enten. 28. Ihr Wühlen im Schlamm. 29. Lock- und Scheuchrufe.

75 / F

 1. Taube, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Sanft wie die T.; verliebt wie die T.; sie leben wie die T. Glaubst du, dir fliegen die gebratenen T. ins Maul? 2. Tauber, Tauberer. 3. Weibl. Taube (Täubin). 4. Taubern, Zw. (wie ein Tauber stolzieren). 5. Ortsübliche Taubenarten, z. B. Kropf-, Schopf-, Pfau-, Purzel-, Trommeltauben, Rodler, Krauserln, behoste T. 6. Besondere Benennung der jungen T. üblich? 7. Taubenhaus, -schlag, -kobel. 8. Die Tauben gurren, gurretzen, burren, girren. 9. Liebesäußerungen der T. (schnäbeln, tanzen). 10. Taubenei; Redensa.: Hagelkörner so groß wie Taubeneier. 11. Taubenmist (wird ihm besondere Bedeutung beigelegt?). 12. Wie werden die T. geschlachtet und verwendet man ihr Blut? 13. Taubenhändler (Taubler). 14. Verwendung des Geflügels in der Küche, soweit nicht schon abgefragt, z. B. Hühner-, Gänseklein (das Junge).

76. Fragebogen: Das Pferd

76 / A

 1. Allgemeiner Ausdruck für das Pferd (Pferd, Roß, Gaul), Mehrz., Verkl.; gib’s den Pferden, Rossen, Gäulen! Redensa. wie: Das Pf. von hinten aufzäumen; die Pferde hinter den Wagen spannen; er ist nicht mit zehn Pf. von der Stelle zu bringen; auf hohem Rosse sitzen; wieder aufs Roß kommen (wohlhabend werden); vom Roß auf den Esel kommen (herunterkommen); Roß Gottes!; das hülzene Roß (eine Strafe); einem geschenkten Gaul sieht man nicht ins Maul u. a. 2. Zuss. wie Roßarbeit (schwere Arbeit), -balg, -bach, -erbse, -schmecker (Früchte und Pflanzen), -weibel (Mistkäfer), -wacht, -kur, Rösselspringen (ein Spiel). 3. Das Pf. in der Kindersprache (das Hotto). 4. Rosseln (nach Pf. riechen). 5. Rösseln (mit Pf. zu tun haben). 6. Lockrufe, z. B. his-his! 7. Pferdenamen. 8. Benennung nach der Verwendung, z. B. Wagen-, Kutschen-, Reit-, Saum-, Zug-, Strangpferd, Ackergaul u. a. 9. Ausdrücke, die sich auf Färbung und Zeichnung beziehen, wie Schimmel (Mehrz., Verkl.), Grau-, Blau-, Rot-, Eisen-, Apfelschimmel, ein schimmletes Roß, Falb, Isabell, Braun, Fuchs, Schweiß-, Kohlfuchs, Rappe (Mehrz., Verkl.), Sommerrappe, Schnäuzel, Stern, weiß gefesselt, gestiefelt, vgl. auch 53 und 64 A 24. 10. Daran sich knüfpender Volksglaube, Redensarten und Sprüche wie: Der Schimmelreiter; Fastnachtschimmel; wer weiß, wem unser Herrgott einen Schimmel schenkt; auf Schusters Rappen; o, Rapperl! (langsam!); den Rappen laufen lassen (verschwenderisch leben). 11. Pferdepatron.

76 / B

 1. Männliches unverschnittenes Pferd (Hengst, Gaul), Mehrz., Verkl.; gib’s den Hengsten, dem Hengst(en)! Verwendung als Schimpfwort; Redensa. wie: Den falben Hengst streichen (nach dem Munde reden) u. a. 2. Zuss. wie Laden-, Pomadenhengst. 3. Zucht-, Beschälhengst (Beschelerer, Gaul). 4. Verschnittenes Pf. (Wallach, Schnitz, Hengst). 5. Altes, abgetriebenes männliches Pf. (Krampen, Gaul, Histel, Gammel). 6. Redensa. und Zuss. zu Frage 3-5, z. B. gaulreiten, Nachtgaul, Mistkrampen u. dgl. 7. Stute (Stůchte, Rüssin, Stutroß), Mehrz., Verkl.; Redensa.; Verwendung als Schimpfwort. 8. Alte, abgetriebene Stute (Mähre, -el, Schindermähre, Gurre). 9. Fohlen, Füllen (Heißelein), Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: Munter wie ein Füllen. 10. Männliches Fohlen, Hengstfohlen. 11. Weibliches Füllen (Stutfüllen, Fülchin). 12. Mutterstute (Füllenroß, Rösselstute).

76 / C

 1. Körperteile des Pferdes, soweit besondere Ausdrücke vorhanden. 1. Nüstern. 2. Mähne (Man, Mang, Men), Geschlecht. 3. Mähnenhaare. 4. Stirnhaare, Schopf. 5. Kleine Zöpfe in die Mähne flechten; Bänder oder Ketten einflechten; wie heißen diese? 6. Lange, kurze, dichte, schüttere, wirre Mähne (nur, falls besondere Ausdrücke). 7. Widerrist. 8. Senckrücken. 9. Überhaut. 10. Henbauch. 11. Roßhaut; deren Verwertung. 12. Roßschweif. 13. Langer, kurzer, dichter, schütterer, zerzauster Schweif (doch nur, falls besondere Ausdrücke). 14. Den Schweif stutzen, kupieren. 15. Schweifdieb. 16. Schweifstummel, -rübe (ohne Haare). 17. Mit dem Schweif schlagen, um die Fliegen zu vertreiben. 18. Roßhaare; Verwertung. 19. Pferdefuß (Volksglaube!). 20. Pferdehuf. 21. Glied des Hengstes (Roßzehn); Volksmedizin. 22. Pferdegebiß (Roßbiß). 23. Schneidezähne (Zangen). 24. Fehlerhaftes Gebiß (Scheren-, Treppengebiß). 25. Vertiefungen an der Kaufläche der Zähne, an denen man das Alter der Pferde erkennt (Kunde, Bohne, Kern). 26. In betrügerischer Absicht künstliche Kunden anbringen (gitschen, mallochen). 27. Einkerbung an den Eckzähnen (der Einbiß). 28. Sonstiges.

76 / D

 Lebensäußerungen des Pferdes: 1. Wiehern (heißen, schreien). 2. Durch die Lippen schnauben. 3. Schäumen (beim Maul). 4. Die Nüstern blähen. 5. Koppen (eine Unart). 6. Ein Kopper. 7. Auf den Barn „aufsetzen“ (eine Unart). 8. Webern (eine Unart). 9. Scharren. 10. Das Pf. ist munter, feurig (Stallfeuer); der Hafer sticht das Pf. 11. Ausschlagen (-hauen, -feuern, fetzen). 12. Pf., das gerne ausschlägt (ein Schlager). 13. Bissiges Pf. (Bißgurre). 14. Harnen, strahlen. 15. Pferdekot (Roßknödel). 16. Nach dem Hengst verlangen (rossen). 17. Nach dem Hengst verlangend (rossig). 18. Belegen, bespringen. 19. Stute, die nicht aufnimmt, sondern immer wieder rossig wird. 20. Trächtig (pärig). 21. Abfohlen (füllelen).

76 / E

 Futter und Pflege: 1. Roßfutter. 2. Hafer einschütten. 3. Heu vorlegen. 4. Ausgefüttert, rund gefüttert. 5. Futterneidig, -geizig. 6. Pferde auf der Streu stehen haben (Pf. besitzen). 7. Neue Pf. eingewöhnen (einhabern). 8. Roßknecht. 9. Pferdejunge (Roßbub). 10. Person, die in einem größeren Betrieb die Pferdewartung zu beaufsichtigen hat (Rosser, -ö-, -ü-, Rößler, Rossinger). 11. Pferdeverleiher (Lehenrößler). 12. Pferdeschwemme. 13. In die Schwemme reiten. 14. Pferdebürste (Kartatsche). 15. Striegel. 16 Striegeln. 17. Die Hufe schmieren; womit?

76 / F

 Pferdezucht: 1. Zuchthengst, -stute. 2. Pferde züchten. 3. Pferdezüchter. 4. Gestüt (Stutgarten, Stutach, Fohlenhof). 5. Roßpferch. 6. Bezeichnungen für die Bediensteten in einem Gestüt (Stutknecht u. a.). 7. Besondere Ausdrücke bei Pferdehaltung auf der Alm (Roßweide u. dgl.). 8. Roß-, Stutenmilch (Volksglaube). 9. Roßmarkt. 10. Roßhandel. 11. Pferde handeln. 12. Roßhändler, -täuscher. 13. Zwischenhändler, Zubringer (Schnalzer). 14. Handschlag; Redensa. wie: Der Handschlag gilt; den Handschlag geben. 15. Trinkgeld für den Pferdeknecht bei Roßverkäufen (Zaumgeld). 16. Übers Ohr hauen, anschmieren, hineinlegen. 17. Gewährsfehler, -mangel. 18. Pferderassen und deren volkstümliche Namen, z. B. Heanzen, poln. Konigel, Pinzgauer, Haflinger, Schwere, Grobe, Leichte (Jucker) u. a.

76 / G

 Pferdekrankheiten: 1. Kehlsucht, Druse. 2. Rotzkrankheit. 3. Kolik. 4. Koller; Dummkoller. 5. Dampf. 6. Dämpfig. 7. Mondblindheit. 8. Gelenk- und Sehnenleiden (Galle, Schale, Spat, Hafen-, Piephacke). 9. Fußkrankheiten (Mauke, Raspe, Igelfuß). 10. Hufleiden (Steingalle, Platt-, Bock-, Knoll-, Zwanghuf, Hornspalte, Rehe). 11. Darmvergicht, -gift.

76 / H

 Pferdegeschirr: 1. Pferdegeschirr. 2. Kummet; dessen Teile und Verzierungen. 3. Kummetarten. 4. Widerhalt-, Habkette. 5. Widerhaltriemen. 6. Strang, Mehrz., Verkl.; Redensa. wie: An einem Strang ziehen; über den Strang hauen. 7. Lederscheide, durch die der Strang läuft (Strangscheide). 8. Tragriemen. 9. Rückenriemen. 10. Schweifriemen. 11. Gurte, Mehrz. 11a. Bauchgurte. 12. Pferdedecke, -kotze. 13. Deckengurte. 14. Wie geschieht die Befestigung der Stränge an der Zugwage oder am Drittel? 15. Sielengeschier; dessen Teilen. 16. Kopfgeschirr, -gestell; dessen Riementeile. 17. Scheuklappen; Redensa. 18. Gebiß. 19. Trensen- und Stangengebiß; sonstige Gebißarten. 20. Kinnkette. 21. Was versteht man unter Zaum? 22. Kappzaum. 23. Zaumzeug. 24. Halfter (Halster), Geschlecht, Mehrz. 26. Stallhalfter. 26. Halfterstrick. 27. Zügel, Mehrz., Verkl.; Redensa.: Mit verhängtem Zügel; die Zügel schießen lassen. 28. Einfacher Zügel (Leitseil, Wojet, Weiler, Zamsel). 29. Doppel-, Kreuz- und Ausbindzügel. 30. Sonstige Riemen, Ketten, schnallen und Ringe am Geschirr, wenn besondere Ausdrücke vorhanden. 31. Sattel, Mehrz., Verkl.; dessen Teile, falls benannt; Redensa. wie: Im Sattel sitzen; sich nicht aus dem Sattel heben lassen. 32. Sattelfest. 33. Satteldecke. 34. Sattelseife. 35. Sonstige Putzmittel. 36. Peitsche (Geißel, Schnelle), Mehrz., Verkl. 37. Peitschenstecken. 38. Peitschenschnur. 39. Schmitz (Schnalzer). 40. Große Knallpeitsche (Schnalzgeißel). 41. Sonstiges.

76 / I

 Andere Einhufer: 1. Esel, Mehrz., Verkl.; Verwendung als Schimpfwort; Redensa. wie: Einem den Esel stechen, bohren (höhnende Hand- und Fingerbewegungen). 2. Zuss. wie das Eselreiten (eine ehemalige Strafe), Eselsschnupfen, Steinesel usw. 3. Eselei, Eslerei. 4. Eselhaft (1. = dumm, 2. = außerordentlich). 5. Besonderheiten seines Äußeren: Eselsohren, -haut, seine graue Farbe u. dgl. 6. Lebensäußerungen: Sein Geschrei (Volksglaube; i-a sagen; Geld niesen), das Bocken u. ä. 7. Etwaige besondere Ausdrücke, die sich auf Zucht, Pflege und Verwendung beziehen. 8. Etwaige besondere Krankheiten. 9. Das Maultier (Muli), Mehrz. 10. Maulesel. 11. Besondere Ausdrücke, die sich auf das Aussehen, die Lebensäußerungen, Zucht, Pflege und Verwendung der beiden beziehen.

76 / K

 Anschirren, einspannen, fahren und reiten: 1. An- und ausschirren. 2. Die Gurte anlegen (gurtnen?). 3. Schnallen (Zeitw.); höher und tiefer schnallen. 4. Zuss. wie an-, auf-, zuschnallen. 5. Aufzäumen (zaumsen); Redensa.: Das Roß beim Schweif aufzäumen. 6. Abzäumen. 7. Einen anzäumen (ihn geneigt machen). 8. Ein-, anspannen; bedeutet „einspannen“ auch „requirieren“? Redensa.: Auf der Einspann sein, zu der Einspann einsagen. 9. Anspänner (Besitzer von Zugtieren). 10. Anspann haben (Zugtiere halten). 12. Vor-, fürspannen; Vor-, Fürspann. 13. Zusammenspannen. 14. Ausspannen. 15. Einspänner (-rösser). 16. Einspännig. 17. Einspänniger, -spanier, -rösser (berittener Zollwächter, Land-, Vorreiter). 18. Zwei-, Vierspänner; Zwiespann. 19. Zwei-, vierspännig. 20. Handpferd (der Handige). 21. Sattelpferd (der Sattlige). 22. Junge Pferde zum Zug abrichten. 23. Neue Pferde einführen. 24. Die Pf. antreiben a) mit der Peitsche, b) durch Schnalzen mit der Zunge. 25. Die Pf. zurückhalten. 26. Die Pf. ziehen, gehen an. 27. Die Pf. bleiben stehen. 28. Der Wagen hält. 29. Die Pf. nebenher- oder vorausgehend führen (weisen, menen); sich menen (sich anstrengen). 30. Zuss. wie aushin- und einhinweisen (aus dem und in den Stall). 31. Ein Pf. auf- und abführen, z. B. bei Kolik (um- und umweisen). 32. Person, die „ment“ (Mener, Menknecht, -bub). 33. Ab-, übermenen (übermäßig anstrengen). 34. Dermenen (im Fahren zugrunde richten). 35. Aushermenen (etwas durch Saumpferde herausschaffen). 36. Zuss. wie Menochs, -roß, -stuck, -gart, -stecken, -steuer, -lehen, -scharwerk u. a. 37. Gespann (Gemen s., Menet s., Meine w.). 38. Im Schritt gehen, fahren, reiten. 39. Gemächlich, faul daherfahren (Schweins-, Hundstrab u. dgl.) 40. Kindersprache: Hottofahren. 41. Trotten; Redensa.: im alltäglichen Trott. 42. Unruhig sein. 43. Durchgehen. 44. Dahinrasen. 44a. Schnell fahren (jucken). 45. Die Stränge zerreißen. 46. Die Pf. legen sich ins Zeug, in die Stränge, in die Zügel. 43. Scheuen (Formen!). 48. Stutzen. 49. Bocken. 50. Störrisch, stetig, stützig. 51. Die Mähne schütteln. 52. Mit dem Kopf schlagen. 53. Beim Fahren mit dem Kopf nicken. 54. Mit der Peitsche schlagen, peitschen. 55. Zuss. wie aus-, auf-, einpeitschen. 56. Mit der Peitsche knallen (schnallen, -e-, schnalletzen); Redensa. wie: Ein alter Fuhrmann hört gern schnalzen; Volksbräuche (das Aperschnalzen). 57. Zuss. wie ab-, um-, verschnalzen. 58. Der Schnalzer, Schnalz; Redensa. wie: Den Schnalzer überhören (= mit 40 Jahren noch nicht gescheit werden). 59. Die Schnalze (Werkzeug zum Knallen, Wind-, Wasserbüchse). 60. Fuhrmann (Schnalzer), -leute; Redensa. 61. Zuss. wie Wein-, Salz-, Erzfuhrmann. 62. Fuhrknecht. 63. Kutscher (Gutscher), Mehrz. 64. Etwaige Zuss. 65. Kutschieren (g-). 66. Sind aus der Zeit des Salz- und Erzfuhrwerkes noch Wörter, Redensa. und Sprüche erhalten? 67. Fahrtbereit machen, aufbrechen. 68. Einkehren. 69. Eine Station machen (einstellen). 70. Zurufe an die Pferde, a) um sie in Gang (wia, geh!), b. um sie zum Stehen zu bringen (ö, öha, oh, brr!), c) um sie zum Rechtsgehen (hott, hott-umher!), d) zum Linksgehen (hü, hü-umher, wisterher, -halb!), e) zum Zurückschieben zu veranlassen (huf, hauf, zauf!), f) um sie in rascheren, in langsameren Gang zu bringen. 71. Sind zeitwörtliche Bildungen wie „hotten, wistern, zurückzaufen“ u. dgl. üblich und was bedeuten sie? 72. Reiten (Formen!): Redensa. wie: Ob’s Roß, ob’s Wagen reiten; reitet dich der Teufel? der reitet gleich aus (wird gleich zornig). 73. Zuss. wie aus-, ein-, zu-, vor-, um-, mit-, über-, bereiten. 74. Kindersprache: Hopp-hopp! u. ä. 75. Englisch reiten. 76. Deutsch reiten, aussitzen. 77. Paßgang (Zelt). 78. Im Paßgang laufen (zelteln). 79. Paßgänger (Zeltroß, Zelter). 80. Hartmäulig (maulkahmig). 81. Reitstetig, stützig. 82. Sich bäumen, aufsteigen. 83. Sich überschlagen, überkugeln. 84. Reiter, Mehrz.; Redensa.? 85. Zuss. wie Vor-, Voraus-, Über- (berittener Aufseher über einen Straßen-, Flur-, Forst-, Jagdbezirk), Apostel-, Brein-, Nuß- (Spottrufe), Strickreiter (berittener Gendarm), Bereiter. 86. Reiterei. 87. Reitknecht. 88. Jockei. 89. Trabrennen.

77. Fragebogen: Körperteile

77 / A

 1. Hals, Kragen; Mehrz., Verkl., Raa. wie: Den Hals (Kragen umdrehen (abkrageln); sich den Hals ausdrehen (aus Neugierde); das wächst mir schon zum H. heraus. 2. Halsen, abhalsen (Bedeutungen!). 3. Blähhals, Kropf, Senkel. 4. Zuss. mit Kropf, z. B. Kropfsalat. 5. Kropfig, kropfecht (Volksglaube, scherzh. Raa.). 6. Kropfen, krüpfen (= einen Kropf bilden). 7. Kropfetzen, grolpetzen, gregetzen. 8. Dicker, fetter Hals. 9. Dünner magerer Hals. 10. Zuss. mit Hals, z. B. Flaschen-, Schreihals; Halskragen, -weh, -weite, -kette, -tuch, -abschneider. 11. Diphtheritis. 12. Röte bei Halsschmerzen. 13. Weißer Belag. 14. Schleim. 15. Schleimiger Auswurf, Schlatz, Patzen. 16. Schleimig, verschleimt sein. 17. Es schleimt (ärgert) mich. 18. Schleimeln (= naschen?). 19. Einen rauhen Hals haben, es kratzt mich im H. 20. Husten (Geschl.!) andere Ausdrücke wie: Kagetze. 21. Keuch-, Krampfhusten, der Hauchen (Gegenmittel!). 22. Husten, bellen, kelzen, külsen, krigeln; Raa. wie: Auf etwas husten. 23. Hüsteln, kelstern, bégatzen. 24. Der Huster, Kagetzer; Raa. wie: Der macht keinen Huster mehr, das kostet ihn nur einen Huster. 25. Gurgeln, ausgurgeln. 26. Kehle, Gurgel, Huste. 27. Raa. wie: Einen bei der Gurgel nehmen, an die Kehle springen, die Kehle zudrücken (würgen, drosseln), die Gurgel ausschweiben. 28. Kehlkopf, Adamsapfel, Drosselkolben. 29. Sich räuspern, räuspeln. 30. Spucken, spürzen. 31. Zuss. wie: aus-, an-, abher-, umspürzen. 32. Raa. wie: Da spuck‘ ich darauf; den spuck ich nicht einmal an. 33. Spürzelwerk, Spuck, Spürzlach, Spuckled. 34. Gewohnheitsspucker, Spürzler. 35. Spucknapf, -kastel, -trüherl. 36. Volksglaube, der ans An- und Ausspucken sich knüpft (Geld wird angespuckt, ein Erschreckender soll ausspucken). 37. Speichel. 38. Speichelfluß, Trenzerling. 39. Den Speichel aus dem Mund fließen lassen, trenzen, fasteln. 40. Mensch, der trenzt. 41. Zuss. wie: Antrenzen. 42. Luftröhre. 43. Das Schleimrasseln in der Luftröhre (rosseln, drosseln, strosseln). 44. Sich verkutzen, überzucken, verschießen; es ist mir ins gefehlte Loch gekommen. 45. Speiseröhre, Schlund. 46. Zäpfchen. 47. Schilddrüse. 48. Bris(el); Geschl. 49. Genick; Raa.: Das G. umdrehen, sich das G. brechen. 50. Ein steifes Genick haben. 51. Fettwulst am Genick.

77 / B

 1. Brust, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Bis an die B.; Brust heraus, Bauch hinein! 2. Brustkasten, -korb, Krippe. 3. Breite Brust. 4. Schmale Brust, Hühnerbrust. 5. Brustumfang. 6. Brusten (= ringen). 7. Sich brüsten, sich in die Brust werfen. 8. Brüstig (dick). 9. Zuss. wie: Brusttee, -fleck, -bild. 10. Lunge(l), Geschl., Mehrz., Verkl.; Lumpel, Geschl., Mehrz.; (hat Lumpel noch andere Bedeutungen?) Beuschel; heißt die Lunge auch „Brust“? 11. Beuschelreißer (= Betrüger). 12. Was bedeutet G’reb (Geschl.)? 13. Woraus besteht und wozu dient der „Greberltee“? 14. Brust-, Rippenfell. 15. Rippenfellentzündung. 16. Exsudat. 17. Lungentuberkulose (Brustkrankheit, Lungelsucht, -fäule, -entzündung, Auszehrung, Schwindsucht). 18. Brust-, lungenkrank, schwindsüchtig. 19. Mensch, der an Tuberkulose leidet (Tuberer). 20. Atem, Natem. 21. Raa. wie: In einem Atem, außer A. 22. Atemnot, Asthma. Brustgesperre. 23. Asthmatisch, herzschlächtig, dämpfig. 24. Atmen, Atem holen, schöpfen, ziehen. 25. Ein-, aus-, aufatmen. 26. Atemzug (Atmetzer). 27. Einen tiefen Atemzug tun. 28. Hauch; Ra.: Er ist nur mehr ein H. 29. Sichtbarer Hauch in kalter Luft. 30. Hauchen und Zuss. wie an- und aushauchen (Volksglaube!). 31. Heftig und schnell atmen; pusten, prusten, pfnehen, pfausten, keuchen, lechzen, schnaufen, schnauden, schnepfetzen. 32. Ableitungen von diesen Zeitwörtern: Keuchetzer, Lechetzer, Schnaufer u. a. 33. Blasen und Zuss. wie an-, ab-, auf-, ausblasen (Mittelwort geblasen oder geblast?) 34. Blaser. 35. Schnarchen und Zuss.; Umschreibungen wie: Holzsägen, der sagelt u. ä. 36. Herz, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Mit Herz und Hand, Hand aufs Herz! Etwas auf dem Herzen haben, das Herz tut einem weh, mir lacht das Herz, da geht ihr das Herz auf, mit dem Herzen dabei sein, von Herzen gern, er hat das Herz auf dem rechten Fleck, kein Herz haben, das Herz in die Hosen fallen lassen. 37. Zuss. wie: Herzbinkerl, -blatt, -bruder, -freund, -kirsche, -blut, -stich, -krampf, -gespan, -leiden, -klopfen, -schlag, -wurm (Bedeutung!), -linie; Fettherz, Bruderherz, Bierherz. 38. Herzbeutel und Zuss. wie Herzbeutelentzündung, -wassersucht. 39. Herzkammer, -häufel. 40. Herzklappen. 41. Herzfehler und andere Krankheiten des Herzens (Herzdörre, Herzweh). 42. Das Herz klopft, schlägt, pumpert. 43. Das Herz steht still; da steht mir das H. still! 44. Ableitungen wie herzen, herzlich, herzig, herzhaft, geherz, beherzt. 45. Herz in übertragener Bedeutung (Herzerl). 46. Lebzeltenes Herz. 47. Herz als Farbe im Kartenspiel (Herzkönig, -dame, -bub usw.). 48. Volksglaube (großes, kleines, weißes, falsches Herz). 49. Zwerchfell (Herzblatt?).

77 / C

 1. Rücken (Buckel); Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Kannst mir den B. herunterrutschen; auf den B. steigen; beim B. soll es dir herauswachsen; sich den B. voll lachen; auf dem Rücken tragen (Buckelkraxen tragen). 2. Zuss. wie Rückenmark, Rücken- (Buckel-) -korb, Rucksack. 3. Bucklig, bucklecht, bockruckecht, ausgewachsen, reisfertig sein. 4. Buckeln (= gebückt schleichen) und Zuss. wie daherbuckeln, sich auf-, zusammenbuckeln. 5. Zurück, hinterrücks, rückwärts, rücklings, rücklisch (Bedeutungen!). 6. Ausgewachsener Rücken, Höcker, Buckel. 7. Breiter Rücken. 8. Schiefer R. 9. Steifer R. 10. Gekrümmter R. 11. Kreuz; Raa. wie: Das Kreuz brechen; einem das K. abschlagen. 12. Kreuzweh. 13. Steiß, -bein. 14. Gefäß, Popo, Podex, der Hintere, Arsch, der Allerwerteste u. a. (Mehrz. und Verkl. angeben!). 15. Durch Schläge auf das Gesäß züchtigen (den A. pracken; A.-pracker geben; das Loch, den Hintern anschmieren). 16. Mit dem Knie in das Gesäß stoßen (einem ein Knödel geben). 17. Man scheue sich nicht, hier die sehr zahlreichen Zusammensetzungen mit Arsch anzuführen und die Bedeutungen anzugeben, z. B. Henn-, Dürr-, Bleck-, Klemm-, Dreck-, Sauarsch; Arschgesicht, -loch, -wisch, -papier, -fetzen. 18. (Wir bitten auch hier die Proben kräftiger Redensarten nach Möglichkeit ungescheut zu ergänzen. Dabei gebe man die Bedeutungen an und beachte, daß das Wort Arsch durch mancherlei Deckwörter ersetzt wird, z. B. Mein Arm! Beim Armloch [statt Arschloch]). Ein ganzer Arsch voll; dir werde ich noch den A. ausreißen; da hat der A. Kirchtag; schäm dich in den A. hinein! Sich den A. verbrennen, eintunken; arschásagen. 19. Breit-, dick-, schmalarschecht. 20. Ärschling und die entgegengesetzte Bewegung (fürschling). 21. Arschbacke, Arschhamme(l); Geschl., Mehrz., Verkl. 22. Arschkerbe, -kringe. 23. After, Arschloch (Mastdarm?).

77 / D

 1. Bauch (Wampe, Bātschen); Mehrz., Verkl. 2. Dicker Bauch (Schmer-, Hängebauch). 3. Zuss. wie Bauchstecherl (kleine Nudeln), -warze (Spottwort), -kissen (-umschlag). 4. Bauchig, bauchecht. 5. Dickbauchig, wampecht. 6. Mensch mit dickem B. (Wamperl, Baucherl). 7. Raa. wie: Sich vor Lachen den B. halten; der kann auch nimmer über seinen B. schauen; einen Tritt (Stoß) in den B. geben. 8. Bauchschmerzen, -weh (Geschl.!). 9. Bauchfell. 10. Magen, Ranzen, Bauchranzen; Mehrz., Verkl. 11. Raa. wie: Da dreht es einem den Magen um; da gehört ein guter M. dazu. 12. Gesunder, guter, starker M. 13. Empfindlicher, schwacher, schlechter M. 14. Verdorbener M. 15. Öder, leerer M. 16. Überfüllter Magen. 17. Den M. füllen, anstopfen. 18. Saumagen (auch Schelte?). 19. Voller Magen. 20. Magenweh, -drücken. 21. Magengeschwür. 22. Magenkrebs. 23. Magensäure, -saft, -wasser. 24. Verdauen. 25. Es bleibt mir im Magen liegen (in übertragenem Sinn: Es liegt mir im M.). 26. Verdauung. 26a. Verdaulich und unverdaulich. 27. Magenwind, Rülpser, Apfele. 28. Rülpsen, Zw. 29. Aufstoßen (sauer aufst.). 30. Schnackerl (Geschlecht!), Schlucken; der Schnackerl stößt ihn (was bedeutet es?). 31. Speien (Formen!), brechen, kotzen, den Hlg. Ulrich anrufen und andere Umschreibungen. 32. Speien wie ein Gerberhund. 33. Bauch-, Darmwind, Scheiß, Furz, Fist (Geschl.). 34. Leiser Wind (Lensch). 35. Lauter Wind. 36. Furzen, -a-, fistnen, einen gehen lassen. 37. Wiederholt furzen (scheißeln, dritscheln). 38. Raa. wie: Einen Scheiß! 39. Darmentleerung (scheißen, kacken, machen u. a.). 40. Raa. wie: Ja, scheißen; der sch. dir was; geschissen ist nicht geredet. 41. Zuss. wie anscheißen, aus-, voll-, bescheißen. 42. Scheißer (Bedeutung!). 43. Zuss. wie Scheißkerl, -häufel, -dreck, -arbeit. 44. Harter Stuhl. 45. Weicher Stuhl (Dünnschiß). 46. Diarrhöe, Durchfall, Scheiße, die schnelle Kathl. 47. Exkremente (Kot, Dreck, Haufen, Wachter, Statsitzer, Veigerl u. a.). 48. Urin, Harn, Seich, Geseich, Brunzled, Seichled. 49. Harnen, brunzen, wischeln, hacheln, seichen, sudeln. 50. Zuss. wie anbrunzen, -wischeln usw. 51. Ableitungen und Zuss. wie Brunzerling, Bett-, Hosenbrunzer. 52. Seichkachel, Scherberl, Potschamper. 53. Harnblase. 54. Benennung der Geschlechtsteile. 55. Eingeweide (Gekröse, Krösel). 56. Netz. 57. Gedärme. 58. Teile des Darmes: Dünn-, Dick-, Blind-, Mastdarm. 59. Erkrankungen des Darmes (Kolik, Rollen in den Gedärmen, Darmkatarrh, Darmverschlingung, Koterbrechen [Miserere]). 60. Bruch; Leisten-, Hoden-, Schenkel-, Nabel-, Netzbruch. 61. Bruchleiden, -band, -ring, -operation. 62. Sich einen Bruch heben. 63. Leber. 64. Zuss. wie Leberkrebs, -schwellung, -krank. 65. Galle; Raa. wie: Die Galle geht mir über; daß dir die Galle! 66. Gallenblase. 67. Gallensteine. 68. Galle erbrechen. 69. Zuss. wie: Gallhantig, -bitter. 70. Gallig, Ew. 71. Gelbsucht. 72. Bauchspeicheldrüse, Weißleber. 73. Milz (Geschl.). 74. Nieren, Geschl., Mehrz., Verkl. 75. Wanderniere. 76. An Sand und Stein leiden.

77 / E

 1. Rückgrat, Wirbelsäule (Grat-, Gratruckelein), Geschl.; unterscheidet man verschiedene Teile desselben (Hals-, Ruckenbein). 2. Wirbel, Mehrz.; Raa., etwaige Zuss. 3. Teile des Wirbels (Dorn). 4. Rippe (Aussprache!), Geschlecht, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Einem die R. brechen, eindrücken; dem schauen die R. heraus; einen schlagen, daß ihm die R. krachen; bei dem kann man die R. zählen. 5. Teile der Rippen (Rippenhals, -höcker, -knorpel). 6. Werden die R. nach Länge u. Art unterschieden, z. B. obere u. untere, rechte u. falsche, ganze und halbe, Brust- u. Bauchrippen? 7. Zuss. wie Rippenbruch, -stoß, -sucht, -weh. 8. Gerippt, rippecht. 9. Gerippe, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Zum Gerippe abgemagert; ein klapperndes Gerippe. 10. Zuss. wie Totengerippe. 11. Brustbein. 12. Schulter, Mehrz.; Raa. wie: Einem die kalte Sch. zeigen; einem auf die Sch. klopfen; einem über die Sch. blicken; Schulter an Sch.; auf den Sch. eines andern stehen; auf bleiben Sch. tragen. 13. Hohe u. niedere, breite u. schmale Schultern. 14. Breit- und schmalschulterig. 15. Schulterblatt. 16. Schlüsselbein. 17. Schlüsselbeingrube. 18. Achsel, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Die Achsel zucken; mit den A. schupfen; einen über die A. ansehen; etwas auf die leichte A. nehmen. 19. Zuss. mit Achsel. 20. Achselhöhe (Üchse).

78. Fragebogen: Körperteile

78 / F

 1. Hüfte (Hüffe, Huff); Geschl., Mehrz., Verkl.; die Seite(n). 2. Hüftgelenk, Kugel. 3. Hüftweh, Seitenstechen. 4. Hüftlahm. 5. Raa. wie: Sich die Hüfte ausdrehen (auskegeln); sich in den H. wiegen. 6. Linde, Weiche, Flanke (Geschl., Mehrz.). 7. Lendenlahm. 8. Schenkel, Geschl., Mehrz.; Ra. wie: Sich auf die Schenkel schlagen. 9. Oberschenkel, Dieche (Geschl. Mehrz.). 10. Unterschenkel. 11. Dick-, gleichschenkelig. 12. Muskulatur des Oberschenkels (das weiche Fleisch). 13. Wade(l), Geschl., Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Bis an den Waden, in die Waden zwicken. 14. Starke, muskulöse Waden. 15. Dicke, weiche (schlampechte) W. 16. Dünne W. (Spatzenwadeln). 17. Dick-, dünnwadlecht. 18. Zuss. , z. B. Wadelstrumpf, -bein, -krampf. 19. Knie; Geschl., Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Bis zu den Knien, über die Knie, auf den K. schaukeln (hutschen, wiegen), auf den K. liegen vor jemanden, ich werde dich übers K. legen, die K. umfassen, es läßt sich nicht übers K. brechen. 20. Steife Knie. 21. Kniekehle. 22. Kniescheibe. 23. Zuss. wie: Kniebeißer (man achte auf Flurnamen wie Kniebiß, -boß), Knielotterer (Bedeutung!), Kniewetzer (Bed.!), Kniebohrer (Bed.!), Kniebasel (Geliebte), Knieschemmel, -beuge, -hose, -riemen; kniewetzen (Bed.), kniebiegeln (Bed.); knietief, -hoch, -fällig, -weit, -weich (lochweich). 24. Mensch, der knieweich dahergeht. 25. Knien, Zw. (Formen! mit oder ohne „sich“), kniegeln. 26. Zuss. wie: (sich) niederknien (auf die Knie fallen), aufhinknien.

78 / G

 1. Fuß; Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Zu Füßen(s) (am Fußende des Bettes); auf schwachen, eigenen F. stehn; sich die F. abrennen; zu Fuß gehen; gut, schlecht zu Fuß; auf den F. hin sein; mit, zu gleichen F. springen; auf dem F. folgen; stehenden Fußes („stanta pede“); ich werde dir Füße machen; einem ein Füßel stellen; was man nicht im Kopf hat, muß man in den F. haben; von Kopf bis zu Fuß; der hat zwei linke F.; er ist mit dem linken F. aufgestanden; jemandem auf dem F. folgen; auf freiem Fuß; auf frischem F. ertappen; so weit mich meine F. tragen; sich auf die F. stellen; F. kriegen; Fuß fassen; er hat Blei an den Füßen; auf gutem Fuß mit einem stehn; auf schlechtem, gespanntem F.; einem auf die F. helfen; er hat mirs vor die F. geworfen; mit einem F. im Grab stehn; Fuß bei Fuß; Fuß für Fuß; keinen Fuß breit nachgeben; die Musik geht in die Füße; wieder auf die F. kommen; sich auf die F. machen; früh auf den F. sein. 2. Ein-, zwei-, vier-, sechs-, krumm-, kurz-, leicht-, schnellfüßig. 3. Große Füße (Trittlinge, Schinakeln, Kisteln); auf großem Fuß leben. 4. Fußspur, -stapfen; man sieht die Fußspur (die Tritte). 5. Fußmarod, -wund, aufgetretene F.; sich die F. aufreiben, aufwetzen, -gehen, -nissen. 6. Blasen auf den F. 7. Geschwollene, aufgelaufene F. 8. Kalte und warme F. 9. Harte Haut (Schwielen an den F. 10. Schweißfüße (Schwaßer), Kas-, Sulzfüße. 11. Mensch der Schweißfüße hat. 12. Nach Schweißfüßen riechen. 13. Plattfuß. 14. Zuss. wie: Fußtruhe, -schemel, -ball, -marsch, -tuch, -lappen, -hadern; Dreifuß, Druden-, Hafen-, Krähen, Kratzfuß, auf Kriegsfuß sein, Zins-, Leichtfuß. 15. sich fußen (= beeilen). 16. Füßeln. 17. Fußeinen (tanzen). 18. Barfuß, bloßfüßig, -fußecht. 19. Fußsohle (Füßel, Fußschaufel). 20. Fußspitze. 21. Rist (Laffel). 22. Fußballen. 23. Frostballen. 24. Ferse, Geschl., Mehrz., Verkl. (spricht man rs, rsch, rscht oder bloßes s?); Raa. wie: Einen lieber bei der Ferse als bei den Zehen sehen; auf die Ferse treten (Bedeutung und Volksmeinung!); einem auf den Fersen sein; Fersengeld geben; bis zu der Fersen. 25. Erfrorene Füße, sich die F. frören. 26. Füßling (Bedeutung!). 27. Fußsocken, -söckel; auf den Socken gehen. 28. Socken stricken, söckeln. 29. Strumpf, Stumpf; Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Sich auf die Strümpfe machen; Strümpfe zerreißen; Verwendung als Schimpfwort (Tiroler Strumpf [Fresser]). 30. Teile des Strumpfes (Spitze, Ferse, ganzer Fuß). 31. Loch im Strumpf. 32. Strumpfband; das Str. verlieren. 33. Zuss. wie: Winter-, Sommer-, Woll-, Seiden-, Knie-, Wadenstrumpf; Strumpfsocken, -sechserl. 34. Zehe; Geschl., Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Auf den Zehen gehen, sich auf die Z. stellen, er ist mir auf die Z. getreten (Bedeutung!). 35. Große Zehe; bis in die große Z. hab ichs gespürt. 36. Kleine Zehe; sie hat mehr Verstand in der kleinen Z. als er im Hirn. 37. Verkrüppelte Zehen. 38. Eine böse, wehe Zehe haben. 39. Eingewachsene Zehennägel. 40. Zehenspitze. 41. Zuss. wie: Roßzehe, Knofelzehe, Zehenkäs, -bohrer. 42. Hühnerauge; die H. ausschneiden (womit?). 43. Hühneraugenpflaster und andere Mittel, um die H. zu vertreiben. 44. Fußbad. 45. Die Füße baden, waschen. 46. Fußwanne. 47. Fußwaschung (Raa.!). 48. Fußsalbe (woraus bereitet?). 49. Die Füße salben, einschmieren, einreiben (womit?). 50. Fußwärmer, -flasche, -hafen. 51. Knöchel, Enkel (Geschl., Mehrz., Verkl.). 52. Sich den Fuß ver-, überknöcheln, verstauchen.

78 / H

 1. Das Bein (man beachte, daß in der Mundart „Fuß“ auch die Bedeutung von schriftsprachlichem „Bein“ hat und nenne daher hier auch das Wort Fuß): Gruegge(n), Hächse(n) Geschl, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Heb‘ deine H., sich die H. brechen. 2. Lange, dünne Beine (Elfer, Stelzen). 3. Langbeinig, -hächsecht. 4. Kurze Beine. 5. Kurzbeinig, -hächsecht. 6. Dicke Beine (Elephantenfüße). 7. O-beinig. 8. X-beinig. 9. Krummbeinig. 10. Mensch mit krummen Beinen. 11. Mensch, der nur ein Bein hat. 12. Künstliches Bein, Stelzfuß. 13. Schienbein, Mehrz. 14. Die Beine kreuzen (gilt es als unanständig?). 15. Die Beine grätschen, sprageln, griten, graiteln. 16. Mit gespreizten Beinen gehen (gritisch gehen). 17. Winkel zwischen den gespreizten Schenkeln (Gritel). 18. Die Beine baumeln lassen. 19. Mit den Beinen stoßen. 20. Auf einem Bein stehen. 21. Ein Bein amputieren (abnehmen). 22. Lahm, gelähmt an den Beinen. 23. Steife Beine (Füße). 24. Beinbruch. 25. Das gebrochene Bein schienen. 26. Beinschiene. 27. Gipsverband und andere Heilmittel, insbesondere Heilsprüche gegen Beinbruch.

79. Fragebogen: Wiese und Heuarbeit

79 / A

 1. Das Wiesenland im Gegensatz zu Feld und Wald (Wiese, Wang, Matte, Anger, der Hau, Hauet, die Grüne); Raa. wie: In die Grüne gehen u. a. 2. Etwaige Zuss. mit den genannten Ausdrücken in dieser allgemeinen Bedeutung, z. B. Graswang, Angerrecht, -blume, -häusler u. dgl. 3. Von einem Gewässer durchschnittenes, feuchtes Wiesenland (Au, Brühl, Ried); Raa. u. Zuss. 4. Heideartiges, trockenes Wiesenland (Heide); Raa. u. Zuss., z. B. Heidwang. 5. Einzelne Wiesenparzelle (Wiese, Tuele/Ole, Mahd, Wiesmahd, Boden), Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Das ist mir ein gemähtes Wiesel (= das kommt mir eben recht); grüne Wiese spielen (ein Hazardspiel) u. ä. 6. Zuss. wie Wies(en)geld, -haber, -pfennig, -fratz (Heuschrecke), -mahder (Wachtelkönig), -nagerl u. a. 7. Gute, schöne, fette, üppige (wüeche) Wiese. 8. W. mit sogenannten süßen Gräsern. 9. Nasse, feuchte, saure W. 10. Sumpfige W., Sumpf-, Streuwiese. 11. Moorwiese, Filz. 12. Schlechte, magere, dürre W. 13. Oft überschwemmte, vermurte, sandige, grießlete Bachwiese (Grießwiese). 14. Steinige, felsige, karstige W. 15. Trockene, zähe W. 16. Ebene und unebene W. 17. Höckerige (bucklete, rickelete), von Maulwurfs- und Ameishaufen verunzierte W. 18. Vermooste W. 19. Von kleineren graslosen Stellen unterbrochene W. 20. Solche graslose Stelle (Erd-, Sand-, Grießgalle). 21. Nasse Stelle (Naß-, Wassergalle, Saige). 22. Emporragender, meist sandiger oder steiniger Teil einer W. (Porz). 23. Etwaige Zuss. mit Porz. 24. Steile (stickle, -lige), abhängige, -schüssige, -fallende, leitige, ab-, hinterleitige W. (Leite, Leitenwiese, Wang); Aussprache von Leite (Laitn oder Laidn?). 25. Zuss. mit Leite(n) wie Ab-, Sommer-, Winter-, Gras-, Boden-, Ach-, Bach-, Schatten-, Hinterleiten. 26. Hochgelegene W. (Bergwiese, -mahd, -wang, Plan, Almwiese; Mehrz. Mähder, Bergmähder). 27. W. im Tal (Bodenweise, Niederwang). 28. Waldwiese (Holzwiese, -hauet, Gereut-, Ehmahd, Einfang, Geraumet). 29. Eingezäunte W. 30. W. beim Hof (Haus-, Hof-, Heimwiese, Hausanger). 31. Mit Bäumen bestandene W. in der Nähe von Wohnstätten (Garten). 32. Solche W., wenn von einem Graben durchflossen (Wassergarten). 33. Von Jauche überströmte Wiese in der Nähe des Hofes (Miststadel). 34. Kleinere Grasflecke. 35. Sonstige Bezeichnungen von Wiesen nach ihrer Gestalt und Lage wie Spitz, Zwiewiese u. a. 36. Wiesnen Zw. (etwas auf der W. dörren). 37. Wiesler (einer, der nur eine W. besitzt). 38. Angerer (ein auf dem Gemeindeanger seßhaft gewordener Keuschler). 39. Wiesenhüter, -hei, -meister, Bannwart.

79 / B

 Bewässerung und Entwässerung: 1. Graben, Mehrz., Verkl.; Raa. 2. Zuss. wie Eh-, Mangraben, Grabenstich. 3. Wassergraben (-runse, -furche, Kendel, Nuesch, Wal). 4. Etwaige Zuss. 5. Hauptzuleitungs- und Verteilungsgräben zum Bewässern. 6. Rieselrinnen. 7. Entwässerungs-, Drainagegräben. 8. Bewässern, berieseln (wässern). 9. Das Wasser aus dem Bach ableiten (kehren, ab-, einkehren, einschlagen). 10. Nasse Wiesen entwässern, das Wasser ableiten. 11. Wassergräben anlegen (grabnen). 12. Diese putzen, räumen. 13. Diese im Herbst neu ausstechen (ausschlagen). 14. Naßgallen entwässern (auslegen, Senkgruben machen). 15. Art der Entwässerungsanlage, Drainage (mit Ziegeln oder Röhren ausgelegt oder mit einem Rost von großen Steinen und Reisig darüber. Wie heißt das?). 16. Drainageröhre (Grabenröhrlein). 17. Drainage-, Grabenziegel. 18. Wer beaufsichtigt die Bewässerung (Wasserleiter)?

79 / C

 Wiesenpflege: 1. Laub und dünnes Holz von der Wiese abrechen (die W. räumen). 2. Die Maulwurfshügel mit dem Rechen auseinanderstreuen oder mit der Schaufel wegstechen oder mit einem Schlegel einschlagen (niedermachen, -räumen). 3. Wie heißt der Schlegel? 4. Das Moos mit der Egge entfernen und die Wiese dadurch auflockern. 5. Den Mist fein zerteilen, indem man die Wiese mit einer Egge, in die Äste eingeflochten sind, übereggt (ein-, niederrippeln); über das Düngen und Jauchen vgl. 18 E. 6. Niederes schlittenartiges Gerät mit mehreren Messern zum Einebnen der Wiesen (Wiesenhobel, -schleipf). 7. Die Wiese mit dem Wiesenhobel ebnen (hobeln).

79 / D

 Das Wachstum der Wiese: 1. Die W. wird grün (gruent). 2. Eine grün werdende (grünige) W. 3. Das junge Gras kommt hervor (sticht heraus). 4. Es wächst empor (rührt sich schon, geht schön in die Höhe). 5. Üppiges Wachstum (die Wüeche). 6. Spärliches Wachstum. 7. Die W. beginnt zu blühen, steht in voller Blüte, ist im Abblühen, hat verblüht. 8. Die W. wird braun im Spätherbst. 9. Die W. verdorrt, verbrennt, wird rot infolge zu langer Trockenheit. 10. Das Gras verwelkt. 11. Welk. 12. Raa., die sich auf das Wachstum der Wiese beziehen wie: die Wiese steht schön, schlecht; heuer erwischt man kaum etwas zum Sensenauswischen. 13. Wiese ohne Unterwuchs (Schmelchmahd). 14. Die W. ist ein-, zwei-, dreimal im Jahr mähbar (ein-, zwei-, dreimahdig, -schürig). 15. Schlechte einmahdige W. (Altwiese, Einbock, Kleingrasort). 16. Heu von einer solchen W. (Altheu, Kleingras). 17. Altheu ernten (altheugen). 18. Wiese, die zeitweilig auch als Acker verwendet wird (Ehgartwiese, Ehwiese). 19. Heu von einer solchen W. (Ehgartheu) im Gegensatz zum „Wiesheu“.

79 / E

 Heumahd: 1. Mit der Sense mähen (mān, mān, mā’n oder mānən?). 2. Zuss. wie ab-, aus-, durchhin-, dahermähen (auch = unschön gehen?). 3. Mäher (Mahder), Mäherin (Mahderin), Mehrz.; Raa. 4. Vormäher. 5. Zuss. wie Mahderbuschen, -tag, -tanz, -teil, -kater (Mehlspeise). 6. Mit der Sichel mähen (sicheln, schneiden, hauen, grasen, scheren, schummeln). 7. Sichler, Hauer, Graser; Sichlerin, Hauerin, Graserin usw.; Raa. 8. Zur Zeit des Grasschnittes (in der Mahd, Schur, Sense). 9. Niedergemähter Grasstreifen (Mahd, Jahn), Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Mahden wie Blöcher (so dicht). 10. Zuss. wie Jahnbrot (Mäherjause) u. a. 11. Die Grenzlinie eines Jahnes bestimmen (jähneln). 12. Wie heißt der kahle Streifen, der der Mäher hinter sich läßt? 13. Als Grenzmarke stehen gelasener Wiesenstreifen (Einmahd). 14. Doppel-, Zwiemahd (beim Hin- und Zurückmähen). 15. Stelle, wo man mit der Sense ansetzt (Abmahd, Anschlag). 16. Stelle, wo der Sensenhieb zu Ende ist (hinter der Mahd). 17. Den Sensenhieb ruckweise vollenden (die Mahd anheften). 18. Ein Hieb mit der Sense. 19. Ein solcher mit der Sichel (Hauer, Schnitt); Raa. wie: Einen Hauer und einen Schnitt, es mag fallen oder nit. 20. Mitten in der Mahd aufhören. 21. Eine Mahd zu Ende mähen (aushinmähen). 22. So mähen, daß man wieder in die gerade Linie zurückkommt, wenn man zu weit nach rechts in die stehende Wiese hineingemäht hat (drausmähen), wenn man zu weit nach links herausgeraten ist (dreinmähen). 23. Einem beim Fertigmähen seiner Wiese helfen (einstehen). 24. Wiesenfleck, den ein Mann in einer bestimmten Zeit niedergemäht hat (Mannesmahd, -werk). 25. Von einer Person in einem Tag niedergemähter Wiesenfleck (Tagmahd). 26. In vier Stunden niedergemähter Fleck (Frühstück, Rand) u. ä. 27. Soviel, als man am nächsten Tag unter Dach bringen kann (Schetz, Sitz, Breite). 28. Besondere Vorrichtungen und Tätigkeiten beim Mähen des Berg-, Wald- und Sumpfheues.

79 / F

 Heuernte: 1. Heuarbeit, Heu machen. 2. Die Mahden mit den Rechen auseinanderwerfen, damit das Gras schneller trocknet (auseinanderschlagen, niederwarben, zerwarbnen). 3. Rechen Zw. (Formen! ę oder ė?); Raa. (Sense, Sichel, Rechen usw. werden später abgefragt). 4. Das unter Bäumen liegende Gras in die Sonne rechen (in die Sonne bringen, ausrechen). 5. Heu wenden, um-, überkehren, umdrehen. 6. Das Heu wieder zusammenrechen (-tun, -machen, -heugnen). 7. Arten des Zusammenrechens: a) parallel zu den ehemaligen Mahden (Zeilen rechen, aufzeilen); b) zuerst quer zu den Mahden liegende Schwaden rechen und diese dann gegen die Mitte zusammenschieben (Scheiben, -el, Trauben rechen). 8. Person, welche die Scheibeln recht (Scheibelrecher, -mann). 9. Liegen gebliebenes Heu nachrechen. 10. Person, die das besorgt (Nachrecher). 11. Das Nachgerechte (Rechling, Gereched, Nachgereched). 12. Schwaden, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: In Schw. liegen. 13. Schwadengras. 14. Kleine Heuhaufen rechen (häufeln, schöbern, -ü-, schochen, hockern, aufhocknen, bätzeln, zusammenmachen, -schmeißen, scheibeln). 15. Person, die das besorgt (Schöbermacher u. a.). 16. Raa. wie: Geschobert voll. 17. Die kleinen Heuhaufen (Häufel, Schober, Schochen, Schübel, Schwaiber, Hocker, Walm), Mehrz., Verkl.; Raa. wie: In Schöber bringen, in Schöbern liegen. 18. Zuss. wie Schoberfell, Brechschober, Windhaufen. 19. Eine Reihe solcher Haufen (Zeile). 20. Meistens entstehende Doppelreihen, -zeilen. 21. Die noch nicht ganz trockenen Haufen bei günstigem Wetter auseinanderstreuen (zerstreuen, zetten, anbeuteln, auseinanderschmeißen). 22. Fest aneinanderhaftende Heubüschel mit dem Rechenstab auflockern (zerschlagen, -strütten). 23. Die alten Häufchen zerstreuen und wieder neue machen (umschöbern, -schochen, -hocken). 24. Größere Heuhaufen vor dem Laden. 25. Großer Heuschober (Heutriste, Drische), Mehrz.; wird er durch eine Bedachung gegen Regen geschützt und wie heißt diese? 26. Stange, um die herum das Heu aufgeschichtet wird (Triststecken). 27. Unterlage, Rost auf dem das Heu des Schobers aufliegt, damit es nicht schimmelt. 28. Junge, der das Heu beim Schobermachen niedertritt (der Zusammentreter). 29. Das Heu zu einer Triste schichten (tristen, auftristen, -legen). 30. Das aufgetristete Heu (Tristach). 31. Wiese mit Heutristen (Tristeler). 32. Vorrichtung zum Aufhängen des Heues (Grummets) in gebirgigen Gegenden, damit es schneller trocknet (Hüfel, Reiter, Heinz), Mehrz., Verkl.; Raa.; Bleiben sie das ganze Jahr stehen? 33. Zuss. mit Hüfel usw. 34. Die Hüfeln in die Erde stecken (einlassen). 35. Loch, in das die Hüfel gesteckt wird (Hüfelloch, -lücke). 36. Vorschlagpflock, um dieses Loch zu schlagen (Stoßstecken). 37. Hüfelsprossen, -sprüssel; gibt es auch Hüfelstecken ohne Sprossen? 38. Das Heu auf die Hüfeln hängen (aufhüfeln, -legen, -anhauen). 39. Das letzte Heubüschel als Abschluß oben darauflegen (aufhüteln). 40. Hüfelreihe, -zeile. 41. Heu laden, ladnen (Formen!). 42. Lader, -erin, Mehrz.; Raa. 43. Zuss. 44. Das Schichten des Heues auf dem Wagen (fassen). 45. Fasser, -erin, Mehrz.; Raa. 46. Zuss. 47. Das Heu auf den Wagen hinaufreichen (aufreichen, -schlagen, aufhingeben). 48. Person, die das Heu hinaufreicht (Aufreicher, -schlager usw.). 49. Schlecht, schief laden. 50. Ausdrücke für Größe und Aussehen der Heufuhre (ein Pünkelein, schelch, wampecht, überhängend, eingezogen, wie gemauert); Raa. wie: Es sind die Geißen dazugekommen; es rennt dir der Fuchs aufhin. 51. Vorstehender Teil einer schlecht geladenen Fuhre u. dgl. (Wampe u. a.). 52. Das lockere H. von der Fuhre abrechen, -putzen. 53. Nur bis zur Leiterhöhe laden (die Leitern anfüllen). 54. Eine solche Fuhre (Leiterfuhre). 55. Das H. höher schlichten als die Wagenleitern reichen (überladen). 56. Die letzte Lage in der Mittellinie der Fuhre schlichten (zusammen-, zufassen). 57. Die äußersten Büschel oben an den vier Ecken (Eckschübel). 58. Das H. einführen, -fahren, heimführen. 59. Abladen, -leeren. 60. Heu-, Wies-, Bindbaum. 60a. Öse am Wiesbaum. 61. Seil zum Niederbinden des Wiesbaums (Bindseil); Vorder- und Hinterseil. 62. Den Wiesbaum durch Niederziehen des Bindseiles festmachen (niederraideln). 63. Vorrichtung, um das Zurückrollen der Heufuhre zu verhindern. 64. Stange zum Anstemmen, damit die Fuhre nicht umkippt (Schwaibel). 65. Anstemmen, -haben. 66. Zeit der Heuernte (das Hengen, Heugeld, Mahd, Heumahd); Raa. wie: Ins Mahd gehen. 67. Zuss. wie: Mahdpfennig und andere einstige Abgaben zur Zeit der Heumahd, Mahdstrümpfe, -küchel. 68. Vor, in und nach der Heuernte (vor, nach Mahds, im Mahd). 69. Heu ernten (heugen); Raa. wie: Heute heugt’s (ist gutes Wetter, um das Heu unter Dach zu bringen). 70. Heu erntende Person (Heuger, -erin), Mehrz.; Raa. 71. Zuss. 72. Der ganze Ertrag an Heu (Wiesmahd, Heuged, das Eingeheugte). 73. Eine ganze Wiese abernten, -räumen. 74. Das Bergheu einbringen (Heu ziehen). 75. Wildheuer, Heuzieher (Hazer). 76. Die Auffahrt zu den Bergwiesen (Planfahrt). 77. Die Abfahrt mit dem Heu. 78. Mahl nach gelungener Talfahrt. 79. Sonstige Bräuche beim Einbringen des Bergheues; mundartliche Ausdrücke für diese und für etwa dabei verwendete Gegenstände. 80. Heuschlitten zur Beförderung des Bergheues oder bloß Schlittenkufen (Schlaipfen)? 81. Der vorne sitzende Leiter des Heuschlittens. 82. Der Rückhalter, der den Schlitten von hinten an einem Seil im Gleichgewicht hält. 83. Dieses Seil. 84. Gestell mit Hörnern, um Heu von steilen Berghalden an zwei Tragriemen heimzubringen (Ferkel). 85. Stecken, der das mit der Ferkel getragene Heu niederhält (Ferkelstecken). 86. Das Tragen dieser Heulasten (Burden tragen). 87. Wie heißen die Träger? 88. Heubündel (-pünkel, -bürdel). 89. Großes Tuch, um Gras oder Heu darin heimzutragen. 90. Graskorb (Kötze, -ü-). 91. Besondere Ausdrücke beim Erntes des Wald-, Sumpf- und Schilfheues; wozu wird es verwendet? 92. Etwaige sonstige Ausdrücke, die sich auf die Heuarbeit beziehen. 93. Erwünscht ist eine kurze, übersichtliche Darstellung der Heuarbeit.

79 / G

 Das Heu: 1. Heu (hai, hā, hēb?); etwaige Verkl. (ein gutes Heu’l?) Raa. wie: Das Heu muß sein wie ein Faschingskrapfen. 2. Besondere Ausdrücke für das Berg-, Wald-, Sumpf-, Schilfheu? 3. Zuss. 4. Das erste Heu im Jahr (Früh-, Altheu). 5. Der erste Heuschnitt (Vormahd, Frühheugen). 6. Der Ertrag des ersten Schnittes (Frühheuged). 7. Das erste Heu ernten (frühheugen). 8. Das zweite Heu (Grummet, Anmahd, Nachmahd, Spach), Verkl.; Raa. 9. Zuss. 10. Das zweite Heu ernten (Grummet heugen, eintun, einherbringen, grummeten). 11. Der Ertrag des zweiten Schnittes (Spatheuged). 12. Das nach der Grummeternte wachsende Gras (Drittergras). 13. Das dritte Heu (Nach-, Afel-, Ahnelgrummet, Aftermahd, Drittelheu, Pofel). 14. Das dritte Heu ernten. 15. Heublumen (-üsel, -gnisel). 16. Gras als Grünfutter (Luder, Geleck). 17. Solches Grünfutter mähen (ludern).

79 / H

 Eigenschaften des Heues: 1. Dürr. 2. Zuss. wie rausch-, grämdürr. 3. Es knistert beim Zusammendrücken (es rauscht, grämt, röscht). 4. Zähe (derb, selk). 5. Feucht und schwer (patzecht). 6. Dumpfig (delsteret). 7. Es schimmelt. 8. Es fault, ist faul, verfault. 9. Es stinkt, schmurkelt, muechtelt. 10. Die Sonne dörrt das Heu; Raa. wie: Heute dörrt (rötzt) sie es wieder zusammen. 11. Zu stark gedörrt (ver-, über-, abgerötzt). 12. Ein dem Trocknen des Heues günstiges Wetter (ein rötzes Wetter). 13. Ein ungünstiges Wetter (ein reizendes, zenendes, letzes Wetter).

80. Fragebogen: Fuhrwerke (1)

(Sollten die ortsüblichen Fuhrwerke und deren Bestandteile von den hier erwähnten abweichen, so bitten wir um eine kurze Beschreibung, aus der zu ersehen ist, was die angeführten Ausdrücke bedeuten)

80 / A

 Allgemeines: 1. Fuhrwerk. 2. fuhrenweise. 3. Wagen, Mehrz., Verkl. (Aussprache! Wagl, Waŋgl, Wagŋgl, Waga’l, Wagele, Waŋga’l oder Wagŋga’l); raa. wie: Zu Wagen; Roß und Wagen; das ist sein W. und Pflug; einen vor seinen W. spannen; an demselben W. ziehen; neue W. knarren viel usw. 4. Zuss. (mit Angabe der Bedeutung!) wie Graitelwagen (aus Stecken gemachtes Spielzeug), Raiswagen (Kriegswagen), Ochsen-, Hunde-, Rollwagen, wagenweit offen, wagenweise, -voll, ein Wagenschwär (-ladung), -mann, -knecht, -leute, -fahrt, -weg, -geleise, -zoll, -trühelgeld, -schupfen (-hütte, -ase), -winde, -heber, -spreize, -hund, -katze, -lade, -schanz, -zieter, -stoß (Stoßschüppel?) u. a. 5. Vordergestell mit Deichsel zum Schleppen (Halbwagen, Schlaipfe). 6. Vorder- und Hinterachsengestell (Vorder-, Hinterwagen). 7. Ober- und Unterwagen. 8. Bezeichnung für einen alten, schadhaften W. 9. Rad-, Spurweite. 10. Entfernung der beiden Achsen voneinander (Radstand). 11. Tragfähigkeit.

80 / B

 Wagenteile: 1. Achse, Mehrz.; Raa. wie: Verdreht wie eine A.; auf der A. führen; per Achs; sich um seine A. drehen; auf der stinkenden A. fahren (= zu Fuß gehen). 2. Vorder- und Hinterachse. 3. Holz- oder Eisenachsen. 4. Teile der A.: Achsstock, -stummel (-zapfen, Wagentocke), Stoßring. 5. Zuss. wie Achsblech. 6. Rad, Mehrz., Verkl; Bedeutungsunterschied zwischen Råd und Rādl; Raa. wie: Das fünfte R. am Wagen; Galgen und R.; Rad schlagen; aufs R. kommen; unter die Räder kommen; das Radel laufen lassen (einer Sache ihren Lauf lassen); das R. ist ihm laufend worden; das R. hat sich gewendet u. a. 7. Zuss. wie Radspur, Radelwind (Wirbelwind), Glücksrad u. dgl. 8. „Radel“ in der Bedeutung „Kreis junger Leute“. 9. Fahr-, Zweirad (Radel), Mehrz. 10. Gibt es einen volkstümlichen Ausdruck für Motorrad (Schnauferl)? mit Beiwagen (Pupperlhutsche). 11. Raden, rädeln Zw. (Bedeutungen! = mit dem Zweirad fahren, etwas mit dem Schubkarren führen, jemand im Kreise drehen?). 12. Zuss. wie umher-, aushinradeln usw. 13. Rädern Zw. 14. Radfahrer (Radler). 15. Radelt Ew. (rund). 16. Zwei-, vierräderig (-radlet). 17. Räder-, Radelwerk. 18. Speichenloses Rad (Scheibe, Blochrad), Mehrz. 19. Zuss. mit Scheibe wie Scheibpleinze (Fisch) u. a. 20. Zuss. mit Bloch wie Blochwagen (W. mit Scheibenrädern) u. dgl. 21. Scheibig, -et, -lig, -let (flachrund, kugelrund). 22. Scheib, scheibs, gschei, gscheibweis, scheib-um, rundradscheib (ringsherum). 23. Scheiben, -eln Zw. (in runde Form bringen, z. B. ein Seil rollen). 24. Sich scheiben (sich rund, sich kreisförmig ausdehnen, z. B. von einem Höhenzug). 25. Scheibling (ein runder Tisch). 26. Gescheibt (rund). 27. Kommt „der Schib“ vor und was bedeutet es? 28. Nabe (Radkopf, Haufen). 29. Nabenstock (in dem die Speichen befestigt sind). 30. Radbüchse. 31. Naben-, Kopf-, Haufen-, Speichenring. 32. Schmier-, Ortring. 33. Speiche, Mehrz.; Raa. 34. Speichenstummel, -zapfen. 35. Speichenschilder, -blätter (zum Schutz vor der Bremskette). 36. Zuss. mit dem Zw. spaichen (vgl. 47 D 1), wie ausspaichen (durch Abschreiben oder mit den Fingern ausmessen), fürspaichen (vorschreiten), einspaichen (in die Sp. greifen) u. a. 37. Zehn-, zwölfspeichig. 38. Felge, Mehrz.; Raa. 39. felgen Zw. (umwenden, den Titel eines anderen sich aneignen). 40. abfelgnen (neue Felgen machen). 41. Felgen-, Radkranz. 42. Zusammenstoß der Felgen. 43. Felgenschraube. 44. Felgenbandel. 45. Radreifen, -schiene. 46. Radreifnagel, Schiennagel. 47. Schmierbüchse, Stößel (auf der Achse aufgeschoben). 48. Rad-, Lonnagel, Lon(t), Loner, Luner, Lunegar, Wagen-, Kotlon. 49. Gibt es einen vorderen und einen hinteren, bzw. einen äußeren und inneren Radnagel? 50. Teile des Radnagels: Lonkopf, -blech, -scheibe, -ring. 51. Arten von Radnägeln: Auftritt-, Plattel-, Stutzenlon. 52. Tragholz über dem vorderen Achsstock (Schale, Tragschamel, Schamelbrett). 53. Schalenblech, Reibplatte (am Achsstock). 54. Eisenbänder zur Verbindung zwischen Achsstock und Schale (Aufzüge, Schlagebänder). 55. Gibt es an dieser Stelle auch eine Reibklampfe, -schiene, Reibung oder einen Reibbogen? 56. Reib-, Reid-, Herz-, Schlußnagel. 57. Reibnagelloch. 58. Vorderer Kipfstock, -haus, Wagen-, Reibebel, -öppel, Tocke, Lenkschamel. 59. Kipfstockring an beiden Enden des Kipfstockes. 60. Kipf(e), Gipf (Geschlecht!), Mehrz., Verkl.; Raa. 61. Kurze Kipfe (Stutzkipf, -ebel). 62. Kipfstütze mit Schiene und Zugbandel. 63. Kipfkette mit Schlüssel und Taschel. 64. Zuss. 65. Hinterer Kipf-, Tragstock über den hinteren Achsstock. 66. Hinteres Wagenebel über Nr. 65. 67. Kurze Kipfe, die im hinteren Ebel oder Tragstock stecken (Däum‘, Däumel). 68. Lange Holznägel, die Achsstock, Hachelarme und Kipf-, bzw. Tragstock verbinden (Gestellnägel). 69. Festsitzende Deichsel (Stange); Raa. wie: Bei der Stange bleiben, Stangenreiten (Volksbelustigung). 70. Um einen Bolzen drehbare Deichsel (Deistel), Mehrz.; Raa. 71. Zuss. wie Deichsel-(Stangen-)pferd, -paar (bei Vorspann), -geld, -recht, -wagen. 72. Etwas deichseln (etwas in die Richtung, ins Geleise bringen). 73. Bolzen, um den sich die Deichsel dreht (Deichsel-, Stangennagel) mit Schließe und Splint. 74. Deichselarme, -gabel (wenn die Deichsel selbst hinten in zwei Arme ausläuft). 75. Deichselhalter mit Klemmplattel. 76. Deichselbeschläge, -schiene, -blech, -kappe, -schuh. 77. Deichselringe; gibt es einen Namen- oder Kappenring mit Namenszug? 78. Deichselbaum, -stange, -holz. 79. Eiserner Steigbügel zum Schutz des Fuhrmannes gegen die Deichsel (Deichseleisen). 80. Fußbrett über der Deichsel (Deichselbrett, -steg). 81. Deichselhaken oder -ring (vorn an der Deichsel). 82. Ziehring (hinten an der Deichsel). 83. Deichsel-, Halt-, Hab-, Brustkette. 84. Teile dieser: Deichselkettenring, Umlauf, Umlaufring. 85. Brust-, Widerhaltriemen. 86. Eisenstift oder -nase an der Deichsel (Vormandel). 87. Schiene zur Befestigung dieses (Halse). 88. Stollenblech. 89. Vorderer Wagenhachel, Zwiesel, Gestell (in dem das hintere Deichselende fest oder beweglich ruht oder der von den Deichselarmen umfaßt wird). 90. Hachel-, Armbäume, Hachelarme mit Armschiene und Trageisen. 91. Reib-, Reid-, Ribscheit, Wagenbrücke mit Schiene (Schaleisen); verbindet die hinteren Enden der Hachelarme. 92. Lang-, Landwiede, Langwagen, Lenkbaum; mit Schiene? 93. Zuss. wie Langwiedscheide (Mitte des Fahrweges). 94. Hinterer Wagenhachel (Weter) mit Querholz (Versteifung); besteht er aus zwei Einzelarmen oder aus einem gespaltenen Stück? 95. Holznagel, der Langwiede und Hachel verbindet (Spannagel). 96. Spanring (mit derselben Bestimmung). 97. Zugwage (Ortscheid). 98. Deren Beschläge: Rückenspange, Mitteltaschen oder Wagenspanner, Seiten- oder Hakentaschen, Scherring, Haken, Federn und Schließen. 99. Wagearten: Wagen-, Spiel-, Bau-, Halbwage. 100. Wageträger mit Schraube und Mutter. 101. Wagnagel mit Ring und Kettchen. 102. Wagnagellücke. 103. Der „falsche Haken“. 104. Wagendrittel, Wagel, Fürwagel, Fürschenkel, Wagescheitel, Zug-, Schildscheit, Einspannel. 105. Dessen Beschläge: Dritteltaschen mit Hakenring. 106. Drittelarten: Haken-, Knebel-, Kopf-, Ringdrittel. 107. Bremse, Schleife, Sperre; ist sie hinten (Hinterschleife) oder vorne (Vorder-, Deichselschleife) angebracht? 108. bremsen, einschleifen, -sperren, andrehen. 109. aufbremsen, ausschleifen. 110. Bremskurbel (Werfel); oder ist an ihrer Stelle ein sogenannter Schlüssel oder ein Bremsradel angebracht? 111. Schleifenspindel samt Gewinde. 112. Äußerer und innerer Schleifenträger samt Schiene, Tocken, Schrauben und Ringen. 113. Schleifenträgerstütze. 114. Schleifenhülse mit Stangel. 115. Dri-, Dreiangel. 116. Bremszugstangeln. 117. Spannkette (bei einfachen Schleifen). 118. Bremsbaum, -prügel mit den zwei 119. Bremsstöckeln, -platten, die sich beim Bremsen an die Räder anlegen. 120. Brems-, Sperr-, Bind-, Rad-, Schlüsselkette, Schlüsselsperre, Wagenschlunk. 121. Deren Teile: Dorn, Schlüssel, Vorstecknagel. 122. Eis-, Reißkette mit Schneller. 123. Viereckiger Eisring zur Verstärkung der Bremswirkung. 124. Rad-, Hemmschuh; Raa. 125. Dessen Teile. 126. Anhängbarer Futtertrog. 127. Menkorb (zum Mitnehmen des Futters). 128. Tränkeimer.

80 / C

 Leiterwagen und Bestandteile, die noch nicht behandelt worden sind: 1. Leiter-, Heu-, Leuschwagen. 2. Wagenleiter, -gerichtel, Leuschleiter. 3. Leiterbaum, -stange; oberer und unterer; ist auch ein mittlerer vorhanden oder an dessen Stelle eine Längsschwinge angebracht? 4. Leiterschwinge, -schiene, -leiste; sind auch eiserne darunter? 5. Zugschwinge, Schleuder (an den Enden). mit Dorn (Däumel). 6. Leitersprossen, -sprüssel (statt der Schwingen). 7. Kette als obere Verbindung zwischen beiden Leitern (Bind-, Schwingkette) mit Schlüssel. 8. Laubgitter (je eines vorn und hinten zwischen den Leitern beim Laubführen). 9. Bodenladen samt Leisten. Liegt er in der Mitte fest auf? Wie heißt die Unterlage? 10. Leuchse (Leusche, Leuschstock, -stecken, Leitstecken, Radkipf) mit Hose oder Schuh und Ring am unteren Ende; Mehrz., Verkl. 11. Leuschenring oder -kloben mit Auge oben an den Leuschen zur Verbindung mit den Leitern; oder statt dessen eine Wied? 12. Bindseilnagel (ein eiserner Stift im Leiterbaum). 13. Kurzer Leiterwagen (Ladewagen). 14. Kleiner, schmaler Leiterwagen mit Gabeldeichsel (Anzenwagen). 15. Leiterwagengestell ohne Leitern (Kipfwagen) mit einer sogenannten 16. Lade an Stelle des Bodenladens, 17. den Schwebbäumen und 18. Schwebstangen. 19. Flechten-, Krippen-, Kohlwagen (ohne Leitern und Kipfen). 20. Dessen Teile: Wagenkorb (-kosch, -kretze, -flechte, Kohl-, Laubgrippe, -kreinze); bildet er ein Ganzes oder besteht er aus zwei Teilen? 21. Leiterwagen mit hinten eingelegtem Korb (Halbkrippenwagen). 22. Dieser eingelegt Korb (Halbkrippe).

80 / D

 1. Mist-, Dungwagen. 2. Seiten-, Dungladen oder -bretter. 3. Aufsetzladen. 4. Dunggerüst an Stelle des Bodenladens. 5. Herausnehmbare Vorder- und Hinterwand. 6. Buttenwagen. 7. Jauchen-, Atel-, Mistsuppenfaß. 8. Ateltruhe. 9. Spritzbrett unter dem Spundloch zum Verteilen der Jauche. 10. Tragbäume, auf denen das Faß ruht; werden sie auch Wein- oder Mostbäume genannt, wenn man mit diesem Untergestell Wein- oder Mostfässer befördert.

80 / E

 Sonstige Lastwagen: 1. Last-, Fracht-, Streif-, Brucken-, Kanzwagen, Pariser W., schwerer W. 2. Besondere Bestandteile dieses: Bruch‘ an Stelle des Bodenladens, lederne Frachtwagenausrüstung (Wagengereite). 3. Treberwagen mit breitem, flachem Kasten. 4. Möbelwagen. 5. Besondere Bestandteile dieses: herunterklappbare Wand, an Ketten hängende Lade unterhalb des Wagens (Hutsche). 6. Rüstwagen. 7. Fassel-, Bierwagen. 8. Besondere Bestandteile dieses: Tragbäume u. a. 9. Milchwagen. 10. Schotterwagen mit Schottertruhe. 11. Städtischer Kohlenwagen mit hohem Kasten. 12. Plachenwageh. 13. Wagenplache, Mehrz., Verkl.; andere Ausdrücke? 14. Zuss. wie Plachfalz, -joppe, -wascher, -stadel, -stand, -garn, -werk, -knecht, Kütz-, Regen-, Lebzelterplache. 15. plächen, -ig Ew. (aus grober Leinwand), z. B. ein plächenes Leintuch. 16. Hand-, Zug-, Truhenwagerl.

80 / F

 Personenwagen: 1. Einfacher Wagen des Bauern zum Ausfahren (Zeißelwagen). 2. Solcher W. mit Gabeldeichsel. 3. Gabeldeichsel (Anzendeichsel, -gatter, -stänger, Anze). Mehrz., Verkl.; Raa. wie: über die Anzen schlagen (einen Seitensprung machen in der Ehe) u. ä.; hat Anze auch die Bedeutung „Geißschweif“? 4. Zuss. wie Anzenfuhre, Anzpferd. 5. Der die Anzen verbindende Haken (Anzenhaken). 6. anzen Zw. (sich mit etwas abmühen). 7. Zuss. wie aufanzen (den Schweif der Geiß aufdrehen). 8. Wird ein Unterschied gemacht zwischen Deichselwagen mit zwei Pferden nebeneinander und Landwagen mit zwei Pferden hintereinander? 9. Wagenfedern. 10. Federnwagen. 11. Bremspratze, an der das Schleifstöckel befestigt ist. 12. Besonderheiten einer von oben aus zu bedienenden Bremse. 13. Flacher Wagenkasten mit Boden- und Seitenbrettern. 14. Sitz mit Sitzbrett und Lehne. 15. Schweizer oder Berner Wagel mit Geländer. 16. Steyrer Wagel mit Kutschersitz hinten. 17. Korbwagen für Personen. 18. Landauer (Kobel-, Hobel-, Kammer-, Fenster-, Himmel-, Lemoniwagen, geschlossener W., Viersitzer, Mautee). 19. Wagendach samt Spannfedern. 20. Hintersitz, Fond. 21. Vorder-, Rücksitz. 22. Wagentür, -schlag. 23. Wagenfenster. 24. Auftritt, -stieg. 25. Kutschbock (Bock, Bocksitz). 26. Deichselauge und -hülse statt der Hachelarme zur Lagerung der Deichsel. 27. Kotflügel über den Rädern. 28. Futter-, Requisitenkasten. 29. Wagenlaterne. 30. Peitschenhalter, -hose. 31. „Ölflasche“ mit Mutter statt des Achsstößel am Rad. 32. Wagenwärmflasche für die Füße. 33. Halbgedeckter (Phaeton, Zweisitzer). 34. Kleines Rücksitzel zum Umlegen. 35. Spritzleder. 36. Wagendecke. 37. Was bedeuten die Ausdrücke Gutsche, Kalesche (Kaleß, Galeß), Schäf(e), Karette, Pirutsche, Kupee, Gelegenheit? Mehrz., Verkl., Zuss. und Raa. 38. Trabrennwagen. 39. Gig. 40. Stellwagen, Omnisbus. 41. Botenwagen. 42. Automobil, Auto, -erl, Mopperl, Ihmselbenwagerl. 43. Personen- und Lastautomobil. 44. Personenstellwagen, Autobus. 45. Chauffeur (Schafför). 46. Benzin. 47. Sind irgendwelche Bezeichnungen für die Bestandteile des Automobils oder gewisse Fachausdrücke der Chauffeursprache unter der bäuerlichen Bevölkerung bekannt?

81. Fragebogen: Fuhrwerke (2)

81 / G

 Der Karren: 1. Karren (Garren, Garling, Garlwagen, Gratten, Grieg), Mehrz., Verkl.; Raa. wie: ein alter Karren; ein verfahrener K.; den K. in den Dreck fahren; im K. ziehen; zu Gratten gehen (in Trümmer gehen); Grattel führen (mühselige Arbeiten verrichten) u. dgl. 2. Zuss. wie Anz-, Leiter-, Deichsel-, Truhen-, Kipp-, Sand-, Schinderkarren, Karrenbüchse (Kanone), -weg, -kraut, -ladung, -gaul, ein Karren voll, karrenweise u. a. 3. karren, kärreln, kärrneln Zw. (mit einem Karren fahren, führen). 4. Zuss. wie an-, aus-, ein-, ver-, wegkärreln, sich abkärreln (sich abmühen). 5. Kärrner (Karrer, Garler, Karren-, Grattenzieher, Karrenschlankel, Grattler; Bedeutungen!). 6. Zuss. wie Salz-, Wein-, Landkärrner, Salzkarrer, Ochsenkärrler, Karrnerwagele. (Frage 7-9 sind ausgelassen). 10. Bestandteile des Karrens, deren Namen von denen der Wagenteile abweichen: Karrenbaum, Schuber u. a. 11. Mitkarren (Zogger). 12. Karren, um die von abschüssigen Feldern abgeschwemmte Erde wieder hinaufzuführen (Erd-, Kotkarren). 13. Wie heißt diese Tätigkeit (Kot führen)? 14. Das dabei verwendete Seil (Kotseil). 15. Einräderiger Handkarren mit Truhe (Scheib-, Radeltruhe). 16. Teile dieses: Handhaben, Truhe, Rad mit Achszapfen, Zapfenlager (Pfanne). 17. Schubkarren (-bock, Radebere, Radeltrage, -gratte, -beege, Grattelbeege, Trakatsch). 18. Teile dieses: Füße, Schwingen oder Sprüssel, Aufsatz (Garigel). 19. In welchen Bedeutungen kommt Beege, Beige noch vor? 20. Zuss. wie Mist-, Holz-, Scheiter-, Roßbeege, -beige (Bedeutungen!). 21. Mit dem Schubkarren fahren (schubkärreln). 22. Karrenschieber (Schubkärrner).

81 / H

 Der Schlitten: 1. Schlitten, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Unter den Schlitten kommen; ein alter Schlitten (als Schimpfwort). 2. Zuss. wie Bauern-, Herren-, Kinder-, Hand-, Holz-, Zeißel-, Hörner-, Bergschlitten, Schlittenzeug, -gereite, -pelz, -krapfen, -weg, -bahn (gute, schlechte), -boot, -karren, -ladung, -pferd, -geschirr, -spur, -wetter, -recht u. a. 3. Schlitten fahren (schlittnen); im, auf dem Schl. fahren. 4. Schlittenfuhrmann (Schlittner, -ler). 5. Schlittenfahrt, -partie, Schlittage. 6. Bock-, Geißschlitten, Geißel, Rodel. 7. Mit einem Bockschlitten abfahren (Geißel fahren, Schlitten reiten, rodeln, schlitteln); bei sitzender und liegender Stellung verschiedene Ausdrücke? 8. Korb-, Bennelschlitten. 9. Schlittenkorb, -flechte, -krippe, -benne. 10. Schubschlitten. 11. Vord. u. hint. Schlittenteil (-bock, -bruch). 12. Hint. Schlittenteil mit zwei Armen (Schlittenschleipfe). 13. Die beiden Arme (Schleipfenbäume). 14. Schlittenkufe (-kulpfe, -kuche, -gufe, -guche, -balken, -baum, -wiede, -lauf), Mehrz., Verkl.; Raa. 15. Zuss. mit Kufe. 16. Eisenschiene unten an der Kufe (Sohle). 17. Vorderster Teil der Kufen (Schlittenhals). 18. Verbindungshölzer zwischen Kufen und Kasten (Füße, Tocken). 19. Schlittengestell, -gerichtel, -rehm. 20. Schlittenkasten, -truhe. 21. Horizontales Tragholz zwischen Füßen und Kasten (Schlittenebel). 22. Drehbares Ebel mit Löchern zum Durchstecken der Schleipfenbäume (Reibebel). 23. Wie wird die Deichsel an den Kufen befestigt? 24. Kurze Deichsel für das Hintergestell statt der Schleipfenbäume; wie befestigt? 25. Besondere Merkmale des Obergestells gegenüber dem des Wagens. 26. Schlittensitz, -pritsche, -schamel. 27. Schlittenbremse (-kamm, -kloben, Kräuel, Grebe). 28. Schlittenschelle (Glöcklein, Klinsel, Mehrz.; Raa.). 29. Schellenkranz. 30. An anderen Stellen des Geschirrs angebrachte Schellen oder Glocken. 31. Das Klingeln der Schellen (klinseln). 32. Schlittengeläute.

81 / I

 Wagenbau: (Wgner, Rader); Karren-, Schlittenbauer. 2. Material; Wagenholz, -schrott; Rad-, Scheibenholz; Kipfholz; Leiterholz. 3. Werkzeuge, die sich von denen des Zimmermanns, Tischlers und Faßbinders unterscheiden, z. B. Radhobel, Radnabenbohrer, Felgenhacke, Lonbohrer (Loninger). 4. Tätigkeit des Wagners: allgemeiner Ausdruck für das Herstellen eines Wagens (bauen?), Rad ausbohren (heißt so auch ein Kinderspiel?). 5. Besondere Fachausdrücke wie Sturz (die Stellung der Speichen), Unterlauf (Neigung des Achszapfens) u. dgl.

81 / K

 Wie sagt man in der Mundart für 1. die Räder knarren, 2. quietschen, 3. kreischen (schreien). 4. Der Wagen rumpelt, 5. rasselt, 6. ächzt, 7. geht leicht oder schwer, 8. ist leicht oder schwer zu wenden, 9. saust dahin (besonders vom Schlitten), 10. holpert, 11. bleibt stecken, 12. schwankt. 13. Das Rad gleitet von der Achse herunter. 14. Das Rad wieder anstecken. 15. Die Achse bricht. 16. Der Wagen kippt, schnappt um, 17. wirft, schmeißt um (Kapelle bauen), 18. läuft im Geleise (gleist), 19. kommt aus dem, ins Geleise. 20. Sich in den, auf den Wagen setzen, aufsitzen; jem. aufsitzen lassen; absitzen. 21. Jem. in den W. heben. 22. Einem in den W. hineinhelfen. 23. W. putzen, waschen. 24. Städtischer Wagenputzer (Wasserer). 25. Mann, der bei Hochzeiten oder anderen Festlichkeiten die Wagentür öffnet und schließt. 26. Beim Putzen verwendete Gebrauchsgegenstände: Wagenbürste, -schwamm, Rehhäutel. 27. W. schmieren; Ra. wie: wer schmiert, der fährt.

82. Fragebogen: Sprechen und Sprache

82 / A

 (Tätigkeit des Sprechens): 1. Sprechen, reden, brächten (Formen, besonders von sprechen und reden, z. B. i sprach, gsprocha, i re, du resd, gred = ich rede, du redest, geredet). 2. Zuss. wie absprechen (das Leben, die Ehre), ansprechen, besprechen, aussprechen (das kann ich nicht aussprechen, sich aussprechen), für-, vor-, versprechen (sich versprechen = ein Gelübde tun), zusprechen. 3. Ableitungen wie Sprecher, Für-, Vorsprecher; (Sprache, Spruch s. unter B). 4. Zuss. mit reden: ab-, aus-, auf-, verab-, an-, bereden, ein-, drein-, nach-, einhin-, ver-, dawider-, zu-, über-, nieder-, (d)erreden u. a. 5. Ableitungen wie Verabredung, Überredung, Redner (ein guter Redner), Rederei, Gerede (ins Gerede kommen) (Die Rede s. unter B). 6. Zuss. wie redselig, redsam; redfaul, Redensart. 7. Raa. wie: geredet ist bald was; das ist nur so geredet, einen hart reden (Bedeutung!); auf einen umhinreden (Bedeutung!); beim Reden kommen die Leute zusammen; du hast leicht (gut) reden! Das ist so viel geredet (= das will besagen, das heißt); es braucht kein Reden (= das ist selbstverständlich); man muß die Leute reden lassen, die Gänse können es nicht; einem nach dem Maul reden; von der Leber weg reden; reden wie ein Buch, wie ein Pfarrer. 8. Man gebe Sätze an, in denen die Mundart abweichend von der Schriftsprache das Zeitwort „reden“ oder „sagen“ statt des Zeitwortes „sprechen“ anwendet, z. B. Unser Nachbar sagte: „Der Viehhändler wird morgen über den Preis mit dir sprechen.“ – Die zwei Weiber sprechen schon eine ganze Weile miteinander. – Man spricht davon, daß sie nicht gut wirtschaften. – Davon wurde nicht gesprochen. – Darüber sprechen sie nicht gerne. 9. Man gebe Beispiele, aus denen die Verwendung des Zeitwortes „heißen“ ersichtlich wird, z. B.: Er hat ihn alles geheißen, nur nichts Gutes. – Es heißt, daß er den Wald gekauft hat. – Sie hießen ihn nach Hause gehn. – Dort hat es nicht viel geheißen. – Das Pferd heißt nichts (d. h. es ist nichts wert). – Da heißt es fest arbeiten. 10. Rufen; Formen, insbesondere das Mittelwort der Vergangenheit (gerufen, griaft). 11. Zuss. wie an-, auf-, zurufen. 12. Andere Wörter für rufen, z. B. schreien (sie haben ihm geschrieen). 13. Ruf; guter (schlechter) Ruf. 14. Verruf; in Verruf kommen. 15. Verrufen, Ew. 16. Gerüft (Bedeutung!). 17. Auffallend laut sprechen (schreien, brüllen, platzen, plerren, grellen). 18. Zuss. mit schreien usw. 19. Ableitungen von den unter 17 genannten Zeitwörtern, z. B. Schrei, Geschrei, Aufschrei, Wehschrei, Geplerre, Geplatze, Platzerei, Brüllerei. 20. Leise sprechen (wispeln, murmeln, flüstern, säusen, säuseln). 21. Zuss. mit diesen Zeitwörtern. 22. Ableitungen wie Gewispel, Wispler. 23. Undeutlich, mit schwerer Zunge sprechen (talken, lallen, dalfern, madeln, walchen, rebern, ein(en) Knödel im Maul haben). 24. Mensch, der lallt, talkt (Lali, Talk). 25. Eindringlich, in der Absicht zu überzeugen sprechen (zureden, in einen hineinreden, auf jemanden einreden). 26. Viel und bedeutungsloses Zeug sprechen (schwätzen, plauschen, schwadronieren, brodeln, tratschen, tattern, plappern, pappeln, trefeln, ratschen, gaustern, waschen, kauschen). 27. Zus. mit den zu 26 genannten Zeitwörtern mit Angabe der Bedeutungen, z. B. er hat ihn angeplauscht; sich verplappern; jemanden vertratschen; sich vertratschen. 28. Ableitungen wie Plausch, Tratsch (Verkleinerungen!); Raa.: Auf einen Plausch zusammenkommen; auf ein Tratscherl gehen. 29. Plauscherei, Tratscherei (da wird eine schöne Tratscherei herauskommen). 30. Mensch, der gerne plauscht, tratscht (Plauscher, Gausterer, eine Plauschen, Tratsche, Trefel u. a.). 31. Unsinn reden (daherreden, blödeln). 32. Großsprechen (prahlen, aufschneiden, protzmaulen, sprächten). 33. Mensch, der aufschneidet (Aufschneider, Protzmaul, Prahlhans). 34. Über jemand Übles reden (ausrichten, über den haben sie aber geschimpft; eine unter die Leute bringen; ins Gerede bringen; klatschen). 35. Eigenschaftswörter wie ausrichterisch. 36. Mensch, der die Leute gern ausrichtet. 37. Verleumden. 38. Verleumder. 39. Verleumdung. 40. Verspotten, aussprotten, spötteln, verhöhnen, hänseln, fieneln, fienzen, spienzeln. 41. Mensch, der andere gerne verspottet (Spötter, Spottvogel). 42. Schand und Spott. 43. Zuss. wie spottschlecht, -billig. 44. Tadeln, zurechtweisen, ausschimpfen, ausmachen, ausbrummen, ausgreinen, die Leviten (den Text) lesen, zusammenputzen, -scheren, abhausen. 45. Wendungen wie Schimpfer (Ausgemachtes, Brummer) kriegen. 46. Fluchen, schelten, schimpfen, sakramenten, menten, abwenedeiten. 47. Übliche Fluchworte (Fix, Kruzifix, -feras, -türken, -haxen, Sakra, Saprawolt, Teufel einhin noch einmal, Kreuzdiwidomini u. a.). 48. Sakrisch als Verstärkung (ich habe mich sakrisch gegiftet, ein sakrisch sauberes Dirndl). 49. Die Unwahrheit reden (lügen, einen anpeilen, anplauschen, anschmieren, anlaufen lassen usw.). 50. Wendungen wie: Lügen wie gedruckt; das Blaue vom Himmel abherlügen; lügen, daß sich alles biegt; lügen, daß er schwarz wird; einem einen Bären aufbinden. 51. Unziemlich reden (schweinigeln, Sauglocken läuten). 52. Erzählen, verzählen. 53. Verzählung; Wendungen wie: der hat eine Verzählung gemacht (Bedeutung!). 54. Jemandem etwas erklären (explizieren, ausdeuten). 55. Etwas in Abrede stellen (laugnen, ablaugnen). 56. Zu-, beistimmen. 57. Durch Reden lästig fallen (anöden, anzwidern, angrieseln, penzen, sempern). 58. Mensch, der dies tut (Griesler, Semperer). 59. Wendungen wie: Einem ein Loch in den Bauch reden. 60. Weinerlich reden (raunzen, knauschen, knerren, knenketzen, knauen). 61. Mensch, der es tut (Raunzer). 62. Winseln (wehwetzen, woiseln). 63. Winsler, Woisler. 64. Langweilig daherreden (triemen, launeln). 65. Solcher Mensch. 66. Aussagen. 67. Aussage. 68. Behaupten. 69. Behauptung. 70. Fragen. 71. Zuss. wie an-, ab-, ausfragen. 72. fratscheln, ausfratscheln (Bedeutungen). 73. Fratschler(in) (Bedeutungen). 74. Frage, Anfrage. 75. Nachfrage (Bedeutungen und Wendungen, z. B. es ist keine Nachfrage nach Wein; eine gute (schlechte) Nachfrage = Leumund). 76. Antworten. 77. Antwort. 78. Wie lautet das Wort ja (jå, jo oder jåu, jou)? 79. Lautung des Wortes nein (nan oder nọan). 80. Kurz angebunden reden (schnappen, einen abschnappen). 81. Mensch, der so tut, z. B. eine Schnappen, ein Schnapperl. 82. Stichelnd reden (sticheln, beißen, tratzen, wörteln). 83. Zuss. wie hin-, herbeißen. 84. Einer, der Stichelreden führt (Stichler, Tratzer). 85. Geifernd reden. 86. Klagen, jammern, lamentieren. 87. Raa. wie: ein Lamento machen. 88. Mensch, der immer gleich jammert (Jämmerling, Jammerkasten, Lamentierer). 89. Aufgeräumt, lebhaft sprechen (diskurieren). 90. Diskurs (Bedeutung!). 91. Diskrierer. 92. Zuss. mit diskurieren, z. B. Diskrierpfeiferl. 93. Zornig oder entrüstet reden (aufbegehren, aufdrehen). 94. Mensch, der rasch mit Worten seinen Zorn ausläßt (Aufdreher). 95. Aufhetzen, hussen. 96. Hetzer, Husser. 97. Jemanden bezichtigen (beargen, verdächtigen). 98. Infolge eines Sprachfehlers undeutlich sprechen (stottern, stigetzen, giggetzen, gaggetzen, meggetzen). 99. Ableitungen wie Stigetzer, Meggetzer. 100. Durch die Nase reden. 101. Das s nicht aussprechen können (siffeln). 102. Mensch, der es nicht kann (Siffler). 103. Das auffallende Reden jemandes nachahmen (antern). 104. Noch nicht genannte Zusammensetzungen mit reden und andere Nachträge. 105. Sagen; Formen; ich sage, du sagst, er sagt (sọat), wir sagen usw., gesagt (gsọat). 106. Zuss. mit sagen wie an-, ab-, aus-, nach-, vor-, zusagen. 107. In die direkte Rede eingeschobenes sagen, z. B. „wenn ich heimkomme“, sagt er, „wird er nachschauen“, sagt er.

82 / B

 1. Sprache. 2. Eine fremde Sprache, die man nicht versteht (Kauderwelsch). 3. Wendungen wie: Ausher mit der Sprach‘! Das ist meine Sprache (= das meine ich). 4. Sprachfehler. 5. Ansprache (keine Ansprache haben = keinen Verkehr haben). 6. Andere Zuss. mit Sprache und ihre Bedeutungen, z. B. Aussprache, Für-, Zwie-, Ein-, Zusprache. 7. Rede und Zuss. wie Ab-, An-, Aus-, Nachrede. 8. Wendungen wie: Eine Rede halten; davon kann keine Rede sein; zu Red‘ werden mit einem; Rede und Antwort stehn; zur Rede stellen; einem in die Rede fallen; da verschlägt es einem die Rede; ist das eine Rede?! 9. Spruch. 10. Zuss. wie An-, Aus-, Ein-, Lob-, Wider-, Reim-, Spott-, Zuspruch. 11. Wendungen wie: Ansprüche machen; keinen Zuspruch haben. 12. Gespräch (Sprach‘ halten). 13. Wort (Mehrzahl!). 14. Raa., z. B.: Beim Wort nehmen; nur auf ein paar Worte; Wort halten; das Wort geben; das Wort brechen; das letzte Wort (er muß immer das letzte Wort haben). 15. Zuss. wie Sprich-, Hauptwort. 16. Satz. 17. Gesätz, Gesätzlein.

83. Fragebogen: Himmel, Gestirne, Witterung

83 / A

 1. Himmel als Firmament. 2. Zuss. mit Himmel wie Roß-, Gänshimmel; Himmelbauer, himmelhoch, himmelweit (Raa.). 3. Bewölkter, trüber, finsterer Himmel; heiterer, lichter, heller, reiner, klarer Himmel. 4. Himmlisch. 5. Sonne (Frau Sonne). 6. Zuss. wie Sonnenschein, -strahl, -licht, -stäubchen (= fankerl), -streifen, -stich, -seite, -sonnseitig; Morgen-, Mittags-, Abend-, Märzensonne. 7. Morgenrot, Abendrot; Raa. wie: „Abendrot, Wind und Kot“. 8. Sonnenauf- und Sonnenuntergang (die Sonne geht auf, geht unter, geht schlecht ein, sinkt, geht zu Gnaden). 9. Die Sonne scheint, sticht, brennt, hat keine Kraft mehr, zieht Wasser, versteckt sich, kommt fürher, schaut ausher u. dgl. Wendungen. 10. Sonnig, -sunnecht, hinter-, über-, nach-, widersünnig. 11. Sonnen (sünnern), sich sonnen. 12. Schatten (ọ oder a?); Raa. wie: Sch. werfen, machen (schattnen), geh mir aus dem Sch. 13. Zuss. wie Schattenseite, -seitig, -halb, -wärme, -häufel. 14. schattig, schattlechtig. 15. Rascher Wechsel von Sonne und Schatten an windigen Tagen (schattlaichen, -lauschen; schattlaichet, -lauschet). 16. Licht; Zuss. wie Tageslicht. 17. Finsternis, Finstere. 18. Hellicht, zinlicht, stockfinster, rabenfinster. 19. Der Mond, Herr Mond, Mânenel, Mânschein, das Mâned. 20. Der Mann im Monde (Volksglaube, Märchen).  21. Die Mondphasen: Vollmond, erstes, letztes Viertel; Neumond; der Mond nimmt zu, ab; das Viertel geht ein; dem Vollmond zugehn (mânern). 22. Wettervoraussagen, die mit dem Monde zusammenhängen. 23. Mond- und Sonnenfinsternis (Aberglaube, Entstehungsursache). 24. Der Mond hat einen Hof. 25. Das Mondlicht. 26. Mondhell, mondscheinig. 27. Mondsüchtig, vollmondig (Geschichten von Mondsüchtigen). 28. Stern, Mehrz., Verkl. 29. Gestirn. 30. Zuss. wie sternklar, -licht, -hell, sternhaglvoll, Sterngucker, -stein. 31. Die Sterne funkeln, glänzen, flimmern, leuchten, scheinen. 32. Planet, Mehrz. (Aberglaube); kennt und wie nennt das Volk die einzelnen Planeten? 33. Komet, Mehrz. (Aberglaube). 34. Sternschnuppe(n), -räuspe(n), -putze (Volksmeinungen). 35. Meteor. 36. Sternbilder, z. B. Milchstraße (Himmelsstraße), großer Bär (Wagen), Hundsgestirn (Himmelhund). 37. Namen von Fixsternen (Polarstern). 38. Morgen- und Abendstern. 39. Nocht nicht berichteter Sternaberglaube.

83 / B

 1. Wolke, Mehrz., Verkl.; Zuss. wie Regen-, Hagel-, Schnee-, Wetter-, Haufenwolke. 2. Ausdrücke für besondere Wolkenformen, z. B. schwarzer Burzen, Mauer, Schäfchen, Wetterhaxen. 3. Wendungen wie: Die Wolken ziehn (wandern, reisen), ziehn sich zusammen, zerfließen (zergehn). 4. Volkstümliche Vorstellungen, die sich an die Wolken knüpfen. 5. Wolkig, umzogen, gewülkig, gehilwig. 6. Gewölk, Gewülk, Gewürk, Gehilwe. 7. Witterung, Witter, Wetter. 8. Ungewitter. 9. Eigenschaftswörter in Verbindung mit Wetter, z. B. mildes, warmes, laues, kühles, schönes, gutes, heißes, schlechtes, schieches, wildes, grobes, windiges, stürmisches Wetter. 10. Zuss. wie Regenwetter (Raa.!), Sau-, Hunds-, Quatsch-, Tratsch-, Dreckwetter; Wettermantel, Wetterprophet, -tanne, -loch, -winkel, -hexe, -streich. 11. Eigenschaftswörter wie wetterwendisch, -launig, -schlächtig. 12. Gewitter, Wetter. 13. Wendungen wie: ein Wetter steigt (zieht) auf, verzieht sich, geht nieder, der Wind treibt es zusammen (auseinander), er zerreißt (verjagt) es. 14. Es wettert. 15. Gewittrig, schwül, dusmig, dunstig, losecht, wetterisch. 16. Wetter machen (Volksglaube). 17. Wettermacher. 18. Thermometer, Barometer (Wetterglas). 19. Schutzmittel gegen Gewitterschäden (Wetterläuten, -schießen, Wettersegen; Wetterandacht, -amt, -glocke, -kerze, -kreuz). 20. Blitzableiter, Wetterstange. 21. Blitz, Himmletzer, Feuer, Strahl. 22. Blitz als Verstärkungssilbe. z. B. blitzblau, -dumm, Blitzkerl, -mädl. 23. Es blitzt, himmletzt. 24. Donner (Aussprache), Dunnerer, Kracher, Rumpler, Pumperer, Tümmler, Donnerschlag, Schlag. 25. Es donnert (Aussprache), es hat gedonnert; leises, fernes Donnern (grollen). 26. Wie denkt sich das Volk die Entstehung von Blitz und Donner? 27. Zuss. wie Dunnersbub, Donnerstein. 28. Ew. wie dunnerisch, dunnerschlächtig. 29. Sich aufdonnern. 30. Der Blitz schlägt ein, zündet. 31. Blitz, der nicht zündet (kalter Blitz). 32. Wetterleuchten, -laichen, -lauschen, hitzhimmletzen. 33. Andere feurige Himmelserscheinungen, etwa Nordlicht. 34. Regen; Zuss. wie Regenguß, -tropfen, -wasser (Himmelwasser), -tuch; Platz-, Schnürlregen. 35. Sprüche, z. B. regne, regne Tropfen …; schau, schau wie’s regnen tut, schau, schau wie’s gießt … 36. Regenschirm, Paraplui, Regendachl. 37. Besonders heftiger Regen (Wolkenbruch, Guß, Güß). 38. Regenzauber. 40. Regenbogen, Trorbogen, Sonnenring, Wettermal, Himmelblüh, Himmelring (Volksglaube; was versteht man unter Himmelringschüsselein?). 41. Es regnet. 42. Zuss. wie an-, aus-, ab-, ein-, verregnen. 43. Heftig regnen (gießen, schütten). 44. Schwach regnen (tröpfeln, sedern, siefern, tropfetzen, nieseln). 45. Regnerisch. 46. Hagel, Schauer. 47. Zuss. wie Schaueramt, -Freitag, -kerze, -kreuz, -wolke. 48. Abwehrmittel gegen Hagelschlag. 49. Hagelkörner, Hexeneier, Schloßen, Graupen, Eis, Riesel (Rüsel), Schauerstein. 50. Es hagelt, schauert, graupelt, steinelt, rieselt. 51. Verhagelt, vom Schauer geschlagen (schauerboßig, -schlächtig). 52. Schnee, Verkl.; Zuss. wie Schneegestöber, -wolke, -blühe, -brunzer, -flucht, -reifen, -mann, -haube, -schuh, -schaukel, -wächte; schneeblind, -verweht. 53. Neuschnee, Altschnee (Firnschnee), mit Regen vermischter Schnee, Märzenschnee. 54. Schneeball, Schneeballen werfen (schneeballnen). 55. Schneeflocke, -fankelein. 56. Volksglaube, z. B. Frau Percht (Holle) schüttelt die Betten aus. Kinderlieder, die den Schnee besingen. 57. Scherzhafte Wendungen wie: Die alten Jungfern gehen Schnee sieben, reitern. 58. Schneien, es hat geschneit (geschniden). 59. Schwach schneien (schneiwelen). 60. Heftig schneien. 61. Regnen und schneien zugleich (gowadern). 62. Zuss. wie an-, ein-, ver-, zuschneien. 63. Schneeschmelze, Tauwetter (Leune, Lähn). 64. Es taut, leunt (lähnt), das Wetter geht auf, bricht sich; der Schnee zergeht. 65. Lawine; das Abfahren und Donnern der Lawinen. 66. Schneefeld, -brett. 67. Apern, aus-, abapern, aper werden. 68. Schneefreie Stelle (Apere). 69. Nebel (Aussprache des b!). 70. Wendungen wie: Der Nebel hebt sich, fällt ein. 71. Neblig. 72. Nebeln, benebelt, umnebeln. 73. Nebelreißen, neifeln, nifeln. 74. Höhenrauch, Hairuck, Gehai(b). 75. Höhenrauchig, gehaiwig. 76. Tau (Geschlecht!); Zuss. wie Morgen-, Abendtau, Honigtau (Tror, Miltau); Tautropfen. 77. Reif, Anreim; Wendungen wie: Das hat der Reif gebrannt. 78. Den Reif brennen durch angezündetes Reisig (feuern, heizen, rauchen). 79. In der Luft schwebender Reif (Pfreimling). 80. Wird unterschieden zwischen „gefrorenem Nebel“ und „gefrorenem Tau“? 81. Bereift, bereimelt, angereimt, reimig. 82. Rauhreif. 83. Frost, Gefrier. 83. Frieren, es friert (friest, froist), es hat gefroren. 85. Raa. wie: Es zieht an, es hat ein Häutlein gemacht. 86. Erfrieren, sich die Finger gefrören. 87. Bedeutet „gefroren“ auch unverwundbar? 88. Eis; Zuss. wie Eiszapfen, -stoß, -lähne, -hackel, -spitz, -pickel, -löcher. 89. Eis hacken; besondere Werkzeuge hiezu. 90. Eislaufen, schleifen, Schlittschuh fahren. 91. Eisbahn, Schleife. 92. Eisschuh, Schlittschuh, Schleifschuh (gibt es noch Schlittschuhe aus Knochen?). 93. Schwach frieren (harscheln). 94. Harsch, harschig, verharscht. 95. Schwimmende, treibende Eisschollen. 96. Eis, das sich beim Zufrieren auf Gewässern zeigt (Rogeis). 97. Gletscher, Ferner, Kes, Eisfeld, Eismeer. 98. Gletscherspalte. 99. Gletschertor. 100. Gletscherbruch. 101. Moräne.

83 / C

 1. Luft, Geschl., Verkl., Raa. wie: In der L. zerreißen, auf die L. gehen, in die L. fliegen, an die L. setzen. 2. Zuss. wie Nachtluft, Wald-, Schnee-, Seeluft; luftdürr, -trocken. 3. Scharfe, laue, linde, stille, leicht bewegte Luft. 4. Lüften, auslüften. 5. Luftig. 6. Wind, Verkl., Raa. wie: In den Wind reden; geschwind wie der Wind; Zuss., z. B. Windhund, Windsbraut, Windlicht, -loch, -laterne, -hose, -fang, -radel, -wahel (Bedeutungen!), -seite. 7. Morgen-, Abend-, Wald-, Wasser-, Berg-, Talwind. 8. Windnamen: Föhn, Jauk, Nord-, Südwind; man beachte auch örtliche Bezeichnungen wie der obere, der untere, der vordere, der hintere Wind, der böhmische Wind. 9. Windig; Wendungen wie: Da schaut es windig aus (Bedeutung!). 10. Sturm; Zuss. wie Sturmwind (Windsturm), Wirbelsturm (Radelwind), Sturmglocke. 11. Stürmen, es sturmt; Zuss. wie dahersturmen, aussturmen, umsturmen. 12. Stürmisch. 13. Wendungen wie: Der Wind (Sturm) macht sich auf, geht, legt sich, hebt sich, läßt nach. 14. Volkstümliche Vorstellungen, z. B. die wilde Jagd (Gejaid), die weinende Windsbraut. 15. Stehende Verbindungen wie Wind und Wetter, bei Sturm und Regen, in Regen und Sonnenschein. 16. Die Weltgegenden: Osten, Westen, Norden, Süden und etwa Zwischenweltgegenden (Nordwesten, Südosten). 18. Umschreibungen, z. B. für Osten „gegen Aufgang“, für Westen „gegen Untergang“, für Norden „gegen Mitternacht“, für Süden „gegen Mittag“. 19. Östlich, westlich, nördlich, südlich. 20. Bezeichnung der Temperatur (warm, kalt, heiß, lau usw.). 21. Hitze, Kälte.

84. Fragebogen: Der Schuster (A), Landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge (B)

Der Schuster

84 / A

 1. Schuster, Schuhmacher, Mehrz.; Raa. wie: Wie der gehende Schuster (unstet wie der ewige Jude); der Schuster macht’s Ladel zu (vom Altern der Frauen) u. a. 2. Zuss. wie Schusterbub, -geselle, -bock, -bankel, -stuhl, -laden, -baß, -taler, -tanz, -vogel, -glas, -kerze, -kuba, -laiberl, -weil u. ä. 3. Ausdrücke für verschiedene Schuster wie Land-, Stadt-, Holz-, Rind-, Flickschuster u. dgl. 4. Bedeutungen des Zw. schustern und seiner Zuss. wie ein-, ver-, zuschustern usw. 5. Werkzeuge und Geräte des Schusters wie Ahle, Pfriem (Örtel), Schusternadel, -hammer, -zwirn, -draht, -pech, -scherben, -strecke, -kugel, Stiefel-, Sohlensteg u. a. 6. Besondere Ausdrücke für einzelne Tätigkeiten des Schusters wie doppeln (sohlen; was bedeutet „versohlen“?), vorschuhen (gibt es auch das einfache Zw. schuhen?), neue Absätze machen, Fleck aufsetzen, benageln usw. 7. Schuh, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: In die Schuh kommen, scheißen; ich weiß, wo dich der Schuh drückt; Schuh bergen (Gesellschaftsspiel); Schuh werfen (Brauch) u. dgl. 8. Schuhwerk (Geschüh, Schühung). 9. Beschuht und urbeschuht (geschuh und ungeschuh). 10. Sich beschuhen. 11. Stiefel, Mehrz., Verkl.; Raa. wie: Mit Stiefel und Sporn u. a. 12. Stiefeln Zw.; gestiefelt und gespornt. 13. Teile des Schuhes: Sohle (Raa.: Mir tun die Sohlen weh = Füße), Doppelsohle, aufgesetzter Sohlenfleck, Absatz (Stöckel; hohe, niedere), Schuhvorder- und Hinterteil, Oberteil (Übergeschüh), Kappe, Zunge (Lasche), Schnürriemen (Schuhbandel), Schnürlöcher, Ösen, Knöpfe, Maschen, Strupfen, Schuhnägel (Zwecken, Mausköpfe, Scheanken), Stiefelschaft (-röhre, -schlupf, -stutzel), Stiefeleisen usw. 14. Schuharten: Halb-, Nieder-, Schnür- (Preis-), Knöpfel-, Zugschuh (Stifletten), Knie-, Berg-, Tanz-, Lackschuh, Bauern-, Bundschuh (sagt man statt „punktum“ puntschuh?), Holzschuh (Zoggel), Fils-, Stoff-, Hausschuh (Patschen; Fleckelpatschen), Pantoffel, Stallpantoffel (Schlarpfen, Schlarggen), Bagantschen, Röhren- (Kanonen-), Rei-, Patschenstiefel, Überschuh (Gummischuh), Galoschen), Schneeschuh (Skier, Bretteln; gibt es einen besonderen Ausdruck für Skilaufen?) u. a. 15. Stiefelzieher, -knecht, -heinzel. 16. Die Schuhe reinigen (putzen, wischen). 17. Stiefelputzer, -wichser, -wischer. 18. Gebrauchsmittel zum Putzen wie Kot-, Wichs-, Glanzbürste, Stiefelwichse u. dgl. 19. Gamaschen. 20. Schneereifen. 21. Steigeisen. 22. Sonstiges.

Landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge

84 / B

 1. Der Pflug (Böhmerwald „Haken“) und seine Teile, z. B. Grindel (Pflugwid), Kopf und Sohle. Säulen und Stützen, Moltbrett, Sturzbretter (Flügen), Schar (Wagensun, Arling), Riester (Sterzen, Hörndel, Geiz, Pflugmandel), Pflugmesser (Sech, Kolter, Riß) mit Plattel und Wiede (Daxe), Stellvorrichtung (Stoß), Deichsel (Pflugrute), Pflugschleipfe. 2. Rädergestell für den Pflug (Geräderet, Grett, Gerichtel); besondere Ausdrücke für seine Teile wie Jöchel, Lehre (Hakeleisen) mit Lehrhaken, Menstecken (-hüfel, Mener), Auftragel, Zunge, Wide oder Kette mit Widring und -nagel. 3. Stecken zum Reinigen des Pfluges (Reutel; Geschlecht!) und dessen Teile. 4. Pflugarten wie Recht- und Kreuzpflug, Eisen- und Holzpflug, Leitenpflug, Wühlpflug oder Arl (Jodel), Pflug zum Abheben des Rasens (Arling); besondere Ausdrücke für deren Teile wie Arlgereite, Koppel. 5. Die Egge (adn, agŋ, att) und ihre Teile wie Staffel und Schwingen, Fasche, Eggenschwere, Zähne. 6. Eggenarten wie Glieder-, Moos-, dreiteilige Egge. 7. Extirpator (Feld-, Ackergeier, Wurzenreißer, Ochsenschinder); besondere Ausdrücke für dessen Teile? 8. Extirpieren, geiern. 9. Walze (Walger, Bloch) und deren Teile, wenn besonders benannt. 10. Walzenarten wie Furchen-, Schollen-, dreiteilige Walze. 11. Sä- und Mähmaschine. 12. Rechen (Reching) und dessen Teile wie Stiel (Halb, Helb), Rechengabel (Furkel), Zahn. 13. Rechenarten wie Holz-, Eisen-, Heu-, Kiesrechen (Stellung der Zähne!). 14. Fahrbarer Heurechen und Heuwender. 15. Sense (Aussprache!) und deren Teile wie Stiel (Worb), Hamme, Gere, Handhaben (Handel, Habel, Mündel, Windel, Winkel), Streichrute (Abrecher, Gärte, Watsche). 16. Sensenarten. 17. Wetzstein mit Behälter (Kumpf, Gumpf). 18. Die Sense wetzen. 19. Sensenschneide (Dengel); deren Beschaffenheit (scharf, überscharf, stumpf, schartig). 20. Dengeln (tangeln). Langweiliges Gedengel (Tanglach). Was ist das Dengelmandel, das Dengelkraut? 21. Dengelzeug (Dengelhammer, -stöckel, -eisen, -geiß). 22. Sichel samt Griff (Sichelstutz). 23. Sichelarten. 24. Häcksel- und Rübenschneidemesser, -maschine. 25. Schleiffstein. 26. Werkzeug zum Behacken der Erdäpfel, Rüben usw. (Haue, Häunel). 27. Heu- und Mistgabel; deren Teile (Stiel, Hose, Zinken oder Zueggen). 28. Gabelarten wie Reich-, Ladegabel, Mistkräuel. 29. Dreschflegel (Drischel) und dessen Teile (Schwingel mit Drischelhut und Drischelhalb). [Dreschen, Drusch, Flachsbrecheln und Spinnen später.] 30. Landwirtschaftliche Korbarten (Puckel-, Pragerkorb, Zaine, Zistel, Kürbe u. a.). 31. Tragreff (Krächse, Krainze u. a.). 32. Getreidesieb (Reiter). 33. Noch nicht abgefragte Gefäße, Butten, Eimer u. dgl. 34. Sonstige durch die örtlichen Verhältnisse bedingte Geräte wie die Dreschmaschine und deren Teile (wenn besonders charakteristisch benannt) sowie das zu ihrem Betrieb aufgestellte Gerüst, die Getreideputzmaschine (Windmühle), der Trieur (Trier), Göppel u. a.

85. Fragebogen: Die Pflanzenwelt unserer Fluren

85 / A

 Allgemeines: 1. Gibt es einen umfassenden Ausdruck für das schriftsprachliche Wort „Pflanze“? 2. Blütenpflanze, Blume, Blümel, Mz., Vkl.; Blumen pflücken, brocken. 3. Geblümt (blümlecht). 4. Blümeln, ver-, fürblümeln. 5. Blümelwerk, Blumach usw. 6. Krautartige Pflanze, Kraut, Kräutel, Mz., Vkl.; Raa. wie: Dafür ist kein Kraut gewachsen u. a. 7. Krautwerk, Krautach, Kräuterich. 8. Was ist die Kräuterweihe und welche Pflanzen gelten als Weihekräuter? Wird das Kräuterfest gefeiert? 9. Wein- und Suppenkräutel; Kräutersuppe und Kräutelwein. 10. Unkraut; Raa. wie: Unkraut verdirbt nicht u. dgl. 11. Scheinbare Zuss. mit Kraut wie krautwelsch, -letz, -säbel, -meisen, -sapperlot, krautsdonnerwetter, kotzkraut. 12. Kräutersammler, -händler, -händlerin (Krauterer, Kräutlerin, Dürrkräutler). 13. Stengel (-i-), Mz., Vkl.; Raa. wie: Bei Putz und Stingel; ein letzer, müder Stingel. 14. Was bedeutet stingeln, umherstingeln, gestingelt? 15. Grober Stengel (Stenggen, -a-), Mz.; Raa. 16. Grobstengelig (stenggecht, -a-). 17. Besondere Ausdrücke für breite, runde, schmale, lanzettförmige, gefiederte, geteilte Blätter usw. 18. Gras, Mz., Vkl.; Bedeutungen und Raa. wie: Gras ausläuten (Volksbrauch); der hört das Gras wachsen u. ä. 19. Grashalm (Gräslein, Stämmelein); Raa. Grasl ziehen (losen). 20. Langer Grashalm (Schmelche, Mz., Vkl.). 21. Zuss. wie Schmelchenheu, -reuse. 22. Schmelchenwerk, Schmelchach. 23. Schmelchen, zusammenschmelchen (einschrumpfen). 24. Zuss. wie Grasmarkt, -hirsch, -frischling, -geld, -mahl, -hosen, -tasche, -vieh, -kammer, -lade, -bündel (-tantsche), -monat usw. 25. Nach Gras riechen (graselen). 26. Sich angrasen, sich be-, dergrasen, abgrasen (Bedeutungen). 27. Graswerk, Grasach. 28. Blüte, Mz., Verkl.; Zuss. wie April- und Maiblüh (= wenig und viel Mühe). 29. Blütezeit (Blüh); Raa. wie: In der Blüh sein, stehen. 30. Blütenmenge (Blust). 31. Blühen (Formen); Zuss. u. Raa. 32. Teile der Blüte: Kelch, Kelchblätter, Blumenkrone und deren Blätter, Staubgefäße, Blütenstaub, Stempel, Fruchtknoten, Samenkapsel (Bollen). 33. Knospe (Botzen, Poppel, Poppetze, Broß), Mz., Vkl.; Raa. 34. Voll Knospen (botzecht, popplecht). 35. Die Knospen springen auf. 36. Die Blüten fallen ab. 37. Knospenansatz (Auge). 38. Blumenzwiebel, -knolle. 39. Krankhafter Auswuchs an den Wurzeln (Kelch). 40. Mit solchen Auswüchsen behaftet (kelchig, -echt). 41. Fruchtlose Pflanze, Bastard.

85 / B

 Blumen und Gräser auf Wiesen und Weiden: 1. Löwenzahn, Milch-, Maibuschen, Maistock; Blüte gelb, in verblühtem Zustand grauweiß (Laterne, Totenlichtel); Sprüche beim Ausblasen. 2. Gänseblümchen, Maßliebchen, Schweinzerl, Rockerl, Propperl, Saublümlein, Angerröslein. 3. Glockenblumenarten, z. B. Galblümlein; darf man sie abreißen? 4. Hahnenfußarten, z. B. Schmalz-, Butterblume, Saublümlein, Hahnenkampel, Egelkraut, Feldzange, Faschingglöcklein. 5. Primelarten (Schlüsselblume, Ringelblümel, Bunténerl, Himmelschlüssel); Vorbedeutung für die Ernte? Verschluckt man sie? 6. Orakel-, Wucher-, Kaiser-, Sonnwendblume, große Gänseblume, Margerite; Zupfreime? 7. Steinnelke, Donnerblümel, Mariatränen. 8. Rote Lichtnelke. 9. Kuckuckslichtnelke, Kickerihahnl, Fahndl (weiß oder blaßlila). 10. Pechnelke (klebrig). 11. Katzenpfötchen, -brankerl, -pratzerl, Schwund-, Maukenkraut (weiß oder rosa); Volksglaube (Gewitter, Himmelfahrtstag). 12. Wiesenklee (rot, weiß, gelb). 13. Knabenkräuter, Kuckucksblümlein, Wiesenorchideen (rot mit schwarzen Flecken); Volksglaube. 14. Wiesenpimpinelle, Bibernell; Sprüche? 15. Großer Wiesenknopf, Kölbelkraut, Kalbelfutter, Ruhrkolben (dunkelrot); zu Rauchfangkehrerbesen, zur Stillung des Durchfalls? 16. Brunelle, Krotenveigel. 17. Zittergras, Liebfrauenhaarl; gegen Fieber? 18. Sauerampfer, Saurempel; welche Wirkung soll übermäßiger Genuß nach sich ziehen? 19. Männertreu, unechter Ehrenpreis, Gamander (kleine blaue Blüten); Beziehung zu Gewitter? 20. Gänsefingerkraut, Gänshaxen (gelb); auf Gänseweiden. 21. Hainsimse, Hasenpratzel, Judenbart, Jud (schwarzbraun, blüht im April), Christ (gelb). 22. Klappertopf, Klaff, Schepperndes. 23. Augentrost, Heudieb, Milchdieb, Huscherl. 24. Kümmelarten. 25. Taubenkropf, Schneller, Schnalzerl (mit rundlichem, aufgeblasenem Kelch); wird von Kindern auf der Hand zerknallt. 26. Teufelsabbiß; Viehheilung! 27. Herbstzeitlose, nackte Dirn, Schemmer, Kuckuckshosen, Kaserle. 28. Wiesenkerbel, falscher Schierling; Kinderspiel! 29. Bärenklau, Kempfer. 30. Wiesenbocksbart, Süßling, Rockenspor, Sporakel; stengel wird gegessen. 31. Goldröschen, Habichtskraut; Verwendung in der Sympathie. 32. Traubenhyazinte, Muskari (kl. kugelförmige Blüten in Trauben). 33. Günsel (kriechend). 34. Wiesensalbei u. klebrige Salbei (Flöhkraut). 35. Küchenschelle, Kuhschelle, -blume, Kuckucksblümlein, Arschgucke, Osterblume (violett, fein behaart); wie heißt die Frucht? 36. Hundszunge; gegen Rattenplage? 37. Saurüssel. 38. a) Frauenmantel, Taukraut; b) Sinau, Löwenfuß. 39. Wildes Springkraut, Rühr mich nicht an, Gliedwallen. 40. Alant (Wurzel!). 41. Wiesenknöterich, Natter-, Hirschzunge. 42. Milchstern, Hundsknofel. 43. Bärenlauch, Ranzen.

85 / C

 Pflanzen an feuchten oder sumpfigen Standorten: 1. Algen, Fisch-, Laichkräuter. 2. Gelbe und weiße Seerose. 3. Wasserlinse, Entengrütze, -kraut, Senderich. 4. Binsenarten wie Bimes, Teichgras; Verwendung im Kinderspiel? 5. Seggenarten, z. B. Bürstling. 6. Schilf, Schilfrohr, Geröhr. 7. Rohrkolben, Lampenputzer. 8. Kalmus. 9. Wasserschwertlilie (gelb, giftig). 10. Sonnentau, feiste Mandln (in Torfmooren). 11. Läusekraut (rot). 12. Wiesengeißbart, Impenkraut (weiß, gefiedert). 13. Sumpfdotter-, Schmalzblume, Butter-, Moosblümlein (gelb, glänzend); Volksglaube. 14. Trollblume, Butterröslein (Blüten gelb, kugelig). 15. Johannes-, Sonnwendkraut, Maunl; das „Maunlgrasen“. 16. Wollgras, fliegendes Gras, fliegender Augstall; Heilmittel? 17. Mehlprimel, Kreuzblümel (rötlich, Blätter unten bestäubt). 18. Fettkraut (blau, Blätter fett glänzend). 19. Bachnelkenwurz, Blutströpfchen (Blüte nickend, rötlich braun). 20. Bachbunge (Blüten klein, himmelblau). 21. Vergißmeinnichtarten. 22. Riedgras, Saher, Safer. 23. Beinwell, Schafpatzen, Schwarzwurzen (Blüten glockig, schmutzigrot, violett oder gelblichweiß, Blätter und Stengel behaart); volksmedizinische Verwendung. 24. Huflattich, -bletschen, -blecken, Eiter-, Afelblätter. 25. Bittersüßer Nachtschatten (Schlinggewächs an Weiden); gegen Husten? 26. Lungenkraut, rote Bluténerl. 27. Storchschnabel, Biswurmkraut. 28. Rotbrauner Kranichschnabel, Benedikt. 29. Wiesenschaumkraut, Kroten-, Schelmkraut. 30. Waldwurz, (An)gelika, Heiligengeistwurz. 31. Bitter-, Fieberklee, Zotenblume. 32. Menthaarten, Minzen.

85 / D

 Pflanzen an trockenen Abhängen: 1. Quendel, Kudl-, Beizkraut, Künlein. 2. Fingerkrautarten, z. B. Fünffingerkraut, Bubenkraut, Stendelwurz. 3. Hornklee, Frauenschuh, Muttergottesschühlein, -pantoffel (gelb, vor dem Aufblühen rot). 4. Heidekraut, Heiderich. 5. Färbeginster, Beißream. 6. Deutscher Ginster, stechendes Augstall (dornig). 7. Besenstrauch, Reh-, Hasenkraut; für Besen. 8. Eberwurz, Einhaken (eßbar). 9. Hügelerdbeere, Brostling (Beeren knallen beim Losreißen). 10. Königskerze, Tost, Himmel-, Hillebrand. 11. Beifuß (Blätter oben dunkelgrün, unten weißfilzig). 12. Wolfsmilch, Krotenkraut; Saft gegen Warzen. 13. Skabiosen, z. B. Grindkraut, Abbiß. 14. Steinklee, Neidkraut. 15. Ziest, Fusperkraut.

85 / E

 An felsigen Abhängen: 1. Hauswurz (auf Dächern gepflanzt); Volksglaube. 2. Fettblatt, Fetthenne, Mauerpfeffer, Sterndl-, Warzenkraut (gelb); volksmedizinische Verwendung? 3. Weiblicher Streifenfarn, Neidkräutel; zum „Räuchern“? 4. Tüpfelfarn, Engelfüß, Steinneidkraut, Steinwurzel, Widertan; Volksmedizin?

85 / F

 Auf wüsten Plätzen: 1. Distelarten, auch Wiesen-, Weiden- und Sumpfdisteln, Wetterdistel (Einhaken) und ihre Verwendung. 2. Klette, Kleber. 3. Guter Heinrich (Blätter dreieckig). 4. Große und kleine Brennessel; zu Beschwörungen? 5. Kleine Malve, Kaslkraut. 6. Schwarzer Nachtschatten, Mondscheinkraut; gegen Mondsucht? 7. Natternkopf. 8. Reiherschnabel. 9. Bilsenkraut, schwarzes Zigeunerkraut; gegen Zahnschmerz? 10. Erdrauch (purpurn). 11. Stechapfel. 12. Eisenkraut.

85 / G

 Zaunkräuter: 1. Gundel-, Donnerrebe, Gumari, Suppenwurz; zu Zauber? 2. Schöll-, Warzenkraut (gelb); Sympathiemittel. 3. Weiße Taubnessel. 4. Zaunrübe, Schelmwurz. 5. Gänserich (gelb). 6. Zaunwicke, Ameisleiter.

85 / H

 Rainpflanzen: 1. Echtes Labkraut, Margareten-, Mauskraut, Unserer lieben Frauen Bettstroh. 2. Schafgarbe, Mausleiterl, Gacherlkraut; Volksmedizin? 3. Johannis-, Löffelkraut; Sprüche, Heiratsorakel? 4. Rainfarn, Wurmkraut; zu Kräuterkuchen, gegen den Wurm? 5. Odermennig; gegen Husten? 6. Wundklee, Bärentatzerl.

85 / I

 An Wegen: 1. Wegwart, wilde Zichorie, Galltee. 2. Breitwegerich, Wegrat; Vogelwürstel! 4. Spitzwegerich; bei Verletzungen und Katarrhen. 4. Vogelknöterich, Hansl am Weg. 5. Vogelmiere-, maierich, Hühnerdarm (weiß).

85 / K

 Ackerunkräuter: 1. Ackersteinsame, Schneider, Krähschäderl; gegen Gallensteine. 2. Ackerveilchen, -stiefmütterchen, Dreifaltigkeitsblume; Blutreinigungsmittel? 3. Flohkraut, Rieder. 4. Ampferarten, Ruhrkraut, wilder Brein; gegen Durchfall? 5. Melde, Molte. 6. Klatsch-, Feldmohn, Schneider. 7. Kornrade, Schneider, Uhrblume, Nasenbluter. 8. Kornblume. 9. Ackerwinde, Windling. 10. Gauchheil, faule Liesl, Neuneblümel. 11. Hederich und Ackersenf (beide gelb), Kelperkern. 12. Ackerschachtelhalm, Kandl-, Zinngras, Fuchsen-, Sau-, Katzenschweif. 13. Quecke, Peier, Wanzen. 14. Taumelloch, Trespe, Turd, Tur, Turscht, To, Unsinn. 15. Kleeseide, -teufel, Seidenspinner, Krebs, ‘s Zusammenziehende, Nestelbrut. 16. Echte Kamille (Brachblümel) und Hundskamille. 17. Klettenlabkraut, Pechgras, Zweizahn, Bettlerlaus, Kleberl (mit kleinen sich anheftenden Früchten). 18. Hirtentäschchen; blutstillend? 19. Rittersporn. 20. Melisse, Stichkraut.

85 / L

 Im Walde: 1. Echter Ehrenpreis (bitter). 2. Nießwurz, Christ-, Schneerose, Krätzenblümlein, Schneekatherl, Gillwurz (giftig). 3. Waldmeister, Maikraut. 4. Tausendguldenkraut. 5. Maiglöckchen, Baldrian, Filumfalum. 6. Schneeglöckchen. 7. Leberblümchen, Osterblume, Ebenauskraut. 8. Arnika (gelber Stern); Volksmedizin? 9. Anemonenarten, z. B. wilde Anemone, Buschwindröschen, Krähenhaxen, Haar im Arsch, Almsäuerling. 10. Seidelbast, Insiegel, Zigles-, Beißbeer. 11. Fingerhut. 12. Tollkrische, Wolfsbeere (giftig). 13. Einbeere (giftig). 14. März- und Hundsveilchen. 15. Waldrebe, Lire, Jülle. 16. Weidenröschen. 17. Haselwurz, Weihrauchkraut. 18. Aronstab. 19. Türkenbund, Goldäpfel. 20. Bärenlauch. 21. Frühlingsheide, Senderich, Zermud (rote, nadelförmige, leicht abfallende Blätter). 22. Sauerklee, Kuckucksbrot, Wald-, Holz-, Hasenklee. 23. Frühlingswalderbse, Bohnenblümlein, Vogelwicke. 24. Gemeiner Steinsame, Meerhirse. 25. Erd-, Rotbeere. 26. Heidel-, Schwarzbeere. 27. Preiselbeere, Grangge. 28. Moosbeere.

85 / M

 Pilze: 1. Unterschied in der Bedeutung von Pilz und Schwamm. 2. Pilz, Mz. 3. Schwamm, Mz., Vkl. 4. Schwammsucher, -erin. 5. Stein-, Herrenpilz, Pilßling. 6. Maronenröhrling, Schuster. 7. Zigeuner. 8. Birkenpilz, Birer. 9. Kuh-, Butterpilz, Kühtascherl. 10. Feld- und Schafedelpilz, Guckemucken. 11. Brätling. 12. Halimasch. 13. Reizker, Rötling, Raßken. 14. Pfeffermilchling, Pfifferling. 15. Geißbart, Bärenpratzen, Wolfstatzen. 16. Eierschwamm, Gelbling, Rehling. 17. Speisemorchel, Maurachen. 18. Trüffel, Artoffel. 19. Nelkenschwindling, Rainnagerl. 20. Bovist, Bubenfist, Teufelstabak. 21. Stäubling, Rauchfang. 22. Fliegenschwamm. 23. Satans-, Hexenpilz. 24. Knollenblätterpilz, falscher Champion. 25. Falscher Reizker. 26. Baum- oder Holzschwämme wie Buchenschwamm oder Zunder, Holunderschwamm oder Judasohr, Glucke, Mausöhrl usw.

86. Fragebogen: Gartenbau (A-F), Alpenpflanzen (G)

Gartenbau

86 / A

Allgemeines: 1. Garten, Mz., Vkl.; wie heißt der herrschaftliche Zier- und Gemüsegarten, wie der bäuerliche Gemüsegarten und das Blumengärtchen (Gartel, Prägarten)? „Garten“ in der Bedeutung „Wiese, Baumgarten beim Haus“ siehe Frgbg. 79 A 31. 2. Gärtner und Gartengehilfe. 3. Gartenarbeit verrichten (gartnen, garteln). 4. Besondere Gartengeräte wie Baumscheere, -säge, Gieskanne (-amper, Spritzkrug), Setzholz (Stupfer), Obstkörbel, -pflücker u. a. 5. Besondere Ausdrücke für Tätigkeiten des Gärtners wie okulieren (pfropfen, pelzen), antreiben, begießen; Bäume, Rasen stutzen, entraupen u. dgl. 6. Ausdrücke der Gartenkultur wie Beet (Mz., Vkl.) Mistbeet, Gartenweg, Rasen (Wasen), Rasenplatz, Baumgruppe, Blumenstock (Büscherl), -strauß (Buschen), -topf (Gartengeschirr) usw.

86 / B

 Gartenblumen: 1. Rose, Mz., Vkl.; Rosenstock, -busch; Raa. 2. Pfingst-, Paper-, Antlaß-, Gichtrose, Päonie. Rosensorten wie Kletter-, Monatsrose. 3. Malve, Pappelrose. 4. Sonnenblume. 5. Nelke, Mz., Vkl. 6. Blauer und gelber Eisenhut, Täuberl im Nest, Kalesche (giftig), Sturmhut. 7. Liebstöckel, Herr im Garten. 8. Gelbe und weiße Narzisse. 9. Lilie (Aussprache!), Mz. 10. Schwertlilie, Fledermaus. 11. Feuerlilie. 12. Chrisantheme, Armeseelenstock, Oktoberrose (Grabschmuck). 13. Strohblume. 14. Ringel-, Totenblume (Grabschmuck). 15. Alster, Sternblume (Grabschmuck). 16. Rosmarin. 17. Immergrün, Singrün, Wintergrün. 18. Reseda. 19. Stiefmütterchen, Tag- und Nachtveigerl. 20. Levkoje. 21. Pelargonie, Geranie. 22. Begonie. 23. Cinerarie, Brennende Liebe. 24. Frauenschuh. 25. Hortensie. 26. Lavendel. 27. Bux, Buxbaum. 28. Flox. 29. Hyazinthe. 30. Tulpe. 31. Fuchsie, Fuchserlstock. 32. Akelei, Glocke. 33. Meerzwiebel. 34. Blaustern, Josefiblümlein. 35. Goldlack. 36. Löwenmaul, -göscherl. 37. Fuchsschwanz (dunkelrot). 38. Gretel in der Stauden, Braut in Haaren. 39. Je länger je lieber. 40. Bocksdorn, Teufelszwirn. 41. Kaiserblume. 42. Frauenherz, Herzerl, Doppelflügel (rosa). 43. Georgine, Dalie. 44. Balsamine. 45. Kapuzinerkresse. 46. Petunie. 47. Moschus. 48. Passionsblume. 49. Heliotrop (mit Vanillegeruch). 50. Frauenhaar. 51. Myrthe. 52. Veronika (myrthenähnliche Blätter). 53. Glyzine. 54. Clematis (dunkellila). 55. Wachsblume. 56. Tubarose. 57. Agave. 58. Kaktusarten. 59. Fikus. 60. Blumensprache!

86 / C

 Gartenheilkräuter: 1. Wermut. 2. Weinraute. 3. Eibisch. 4. Pfeffer-Krausenminz. 5. Gartensalbei. 6. Ysop. 7. Stabwurz, Gertelkraut, Gartham, Elereis.

86 / D

 Gemüse: 1. Salat; Salatarten wie Häuptel-, Koch-, Endivien-, Vogerl- (Feld-, Rapunzel-, Nisselsalat; Gründonnerstagspeise). Zuss. wie Salathäuptel, -mädel (Salaterin), -schüssel (Salatel). 2. Brunnenkresse. 3. Kraut; Raa. wie: Vom Kraut bis zum Untern, vom Untern bis zum Koch; den Türken oder einen auf dem Kraut fressen; besser eine Laus auf dem Kraut als gar kein Fleisch; wie Kraut und Rüben. 4. Zuss. wie Krautacker (dem andern in den Krautacker steigen), -land, -gerste, -glocke, -vogel (der Krautvogel schreit), -schüssel, -fleisch, -machet, -blatt, -häuptel, -strunk (-stenken), -grotzen, -bitzel, -pflanze (-stüpfer), -weihe, -suppe (sich keine Krautsuppe verdienen). 5. Ausdrücke der Krauternte und der Sauerkrautbereitung: Krautet (Ernte), kräuten (ernten), abschlagen (Stengel abschneiden), Krauthacke, -barte, -messer, -hobel, -scharbe, -schneide, Kraut schneiden, Krauthackbrücke, -krippe, -stöckel, -kessel, -bottich, -punze, -bett, -brentel, -assach, -schweller, -stutzen, -grube, -stube, -baum, -salzen, -wasch, -wascher, -sur, -seihe, Abkraut (Abfall). 6. Krautarten: Weiß-, Blau-, Rot-, Kabes-, Zottel-, Flackenkraut, süßes und saures, kurzes und langes Kraut. 7. Kohl. 8. Zuss. wie Kohlhäuptel, -kopf, -brachse, -brockerl. 9. Kohlarten wie Grün-, Braun-, Wirsingkohl. 10. Karfiol, Blumenkohl. 11. Rosenkohl, Kohlsprossen. 12. Kohlrübe, Kohlrabi. 13. Rote Rübe, Ranne, Rannese. 14. Gelbe Rübe, Möhre. 15. Karotte. 16. Speiserübe. 17. Wruke, Dorsche. 18. Rettig, Sprachmeister; Raa. wie: Einen Radi kriegen (Verweis). 19. Rettigarten wie Bierrettig, Radieschen. 20. Meerrettig, Kren; Raa. wie: Seinen Kren dazugeben; einem den Kren unter die Nase reiben; sich einen Kren geben; ein Mandl mit Kren; gerade recht sein zum Krenreiben. Zuss. wie Krenbier, krensauer. 21. Zwiebel, Geschl., Mz., Vkl.; zwiefelen (nach Zwiefel riechen), zwiefeln (prügeln), sich zwiefeln (sich spalten). Zuss. wie Zwiefelhäuptel, -kirchtag. 22. Porre. 23. Knoblauch; Knoblauchzehe, -keid; knofeln (Bedeutungen). 24. Zeller, Sellerie. 25. Spinat. 26. Paradeiser. 27. Rhabarber. 28. Mohn; Zuss. wie Mohnsamen, -körndl, -schaden, -mühle, -bäugel, -farb, -käse, -nudel, -zelten. 29. Gurke, Umurke, Gummerer, Kümmerling. 30. Kürbis, Plumpes, Plutzer. 31. Melone

86 / E

 Küchenkräuter: 1. Petersilie (Wurzel-, Schnittpetersilie). 2. Schnittlauch, -ling. 3. Majoran, Maigram. 4. Dille. 5. Fenchel, 6. Kerbelkraut, Käferfüll. 7. Boretsch. 8. Bertramwurz. 9. Thymian. 10. Anis. 11. Koriander. 12. Paprika.

86 / F

 Obstbau: 1. Obst; Zuss. wie: Obsthändler, -erin (Öbstler), -kammer, -platz, -bühne, -ernte. 2. Apfel, Mz., Vkl.; Raa. wie: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. 3. Apfelbaum, Apfalter. 4. Teile des Apfels: Stiel, Schale (Schäler, Schelfer), Kerngehäuse (Butzen, Griebs), Blütenrest. 5. Zuss. mit Apfel wie Apfelpanzen (Faß für Äpfel), apfelförmig (apfelecht), -farb, -koch, -strudel, andere Speisen aus Äpfeln. 6. Apfelsorten wie Maschansker, Lederäpfel, Reinetten usw. Kittenäpfel. 7. Birne. 8. Zuss. wie: Birnwasser, -baum, -lümmel, -esel, -schnitz, -schrot, -panzen, -becher, -perle, -kirchtag, -krippe, -löffel, -dalken und andere Speisen aus Birnen. 9. Birnsorten wie Butter-, Kaiserbirne, Salzburger, Muskateller. 10. Birnen dörren; Vorrichtungen hierzu: Dörrhäufel, -hurd, -stube, -ofen, -reusche. 11. Dörrbirne, Klôze, Klöze, Hutzel, Klôbirn; Raa. 12. Zuss. wie Klôzenbrot, -scherz, -fuchs, -suppe, -drucker, -mehl. 13. Äpfel, Birnen schälen. 14. Fall-, Windobst. 15. Obst schütteln, beuteln. 16. Ausdrücke für den Reifezustand des Obstes: reif (zeitig), weich, kern-, bāzweich, mürbe (marb), butter-, brennmarb, hart (hert), stein-, puffhert. 17. Mostobst, -äpfel, -birne. 18. Mostobstsorten wie Kern-, Sau, Griesäpfel, Wieslinge, Konstanzerl, Blinerl, Bühel-, Koch-, Pfaffen-, Lagel-, Schmatz-, Beund-, Graben-, Blut-, Schnecken-, Kotameisen-, Peter-, Wein-, Dorschbirnen usw. 19. Vorrichtungen zum Zermalmen des Mostobstes: Birnreibe, Reibgrant, Stoßgrant; besonders benannte Teile dieser wie das Steinrad (Drucker), Tummelbaum, Rührer, Stößel u. a. 20. Das Obst zermalmen (reiben). 21. Die zermalmten Obstteile (Kagern); feste Würfel daraus nach dem Pressen (Kagerstock). 22. Obstpresse; verschiedene Arten, z. B. Leiterpresse, Stein-, Käspresse und besondere Ausdrücke für deren Teile wie Preßstein (-geleger), Preßbalken (Reiter), Öl usw. 23. Bei der Obstmostbereitung verwendete Gefäße: Mostfaß, -bottich, -schaff, -eimer, -krug, -heber, -dese, -hefen. 24. Die Gärung: Der Most gärt, arbeitet, muß sich ausarbeiten, saust, plaudert, plappert („Die Fässer reden miteinander“). 25. Die schwimmenden Obstteilchen Trebern und der Bodensatz (Geleger). 26. Most, Mz., Vkl.; Raa. 27. Zuss. wie Mostbrot, -schädel, -sumser. 28. Most bereiten (mosten, -eln, mösten). 29. Mostig, -et. 30. Der Nachmost (Hainzel, Spielmost) und seine Bereitung (hainzeln, einhainzeln, abstehen lassen). 31. Pflaume, Mz., Vkl. 32. Pflaumensorten, z. B. Kriecherln, Zeiberln, Punzen, Pabsteier, Spilling, Mirabellen, Ringlotten. 33. Zwetschken, Mz., Vkl.; Raa. wie: Seine sieben Zwetschken. 34. Zwetschkensorten wie: Pelzzwetschken, Dalmaschker. 35. Zwetschkenbranntwein, -schnaps (Sliwowitz). 36. Werden auch andere Obstsorten zu Branntwein gebrannt? Birnen, Kirschen, Nüsse, Ribis, Heidelbeeren? 37. Branntwein brennen; etwa erwähnenswerte Fachausdrücke der Branntweinbrennerei? 38. Getrocknete Zwetschken (Pfläumlein, Prünellen). 39. Zwetschkenmus, Powidl. 40. Zuss. wie Zwetschkenkern, -krampus. 41. Marille, Aprikose, Sorten? 42. Pfirsich, Sorten? 43. Kirsche, Mz.; Raa. wie: Mit dem ist nicht gut Kirschen essen. 44. Kirschensorten wie: Schwarz-, Herz-, Vogel-, Pelz-, Krammel-, Glas-, Sauerkirsche oder Weichsel, Amarelle (Hamerln). 45. Zuss. wie Kirschbaum, -kern, -zeit, -kuchen u. a. 46. Mispel (Asperl, Nesperl). 47. Mandel; Mandelbaum, -kern. 48. Nuß, Mz., Vkl.; Raa. wie: Nüsse bôßen. 49. Was ist das Nussenspiel, das Nussenschnalzen? 50. Nußsorten wie Wal-, Papier-, Stein-, Hasel-, Wassernuß. 51. Zuss. wie Nußbaum, -kern, Almnüssel, Kopf-, Pumpernuß, Nußschale (-höbel), Nußblüte (-würstel), Nußbeugel. 52. Kastanie (Kesten). 53. Roß- und echte Kastanie. 54. Zuss. wie Kastanienschale (Kesten-Igel), Kestenbrater, -pfanne. 55. Ananaserdbeere. 56. Ribis, Johannesbeere; rote, schwarze, weiße Ribis. 57. Stachel-, Jakobsbeere, Agrasl, Miggetze, Meiketsche, Ainschlitze; Sorten, z. B. Eiterbatzen.

Alpenpflanzen

86 / G

1. Edelweiß. 2. Enzian; Enzianarten wie Frühlingsenzian, Schusternagerl, gelber, blauer, Lungenenzian; Schnee-Enzian (Vergißmeinnicht), deutscher Enzian (Milchkraut), Enzianschnaps. 3. Meisterwurz. 4. Basilienkraut, Baslgoam, Basl-geah-hoam. 5. Weißer Germer, Hemmerwurz. 6. Alpenrose, Almrausch, Donnerrose, Almbetonder. 7. Speikarten, z. B. Frauenrauch. 8. Kohlröslein (violett). 9. Alpenprimel, Petergstamm, Platenigel. 10. Braunelle. 11. Zyklame, Alpenweilchen. 12. Alpenleimkraut, Almlieberl. 13. Stengelloses Leimkraut, Teufelspeitsche. 14. Gemeine Silberwurz, Milderl. 15. Rosenwurz. 16. Steinbrecharten, z. B. Steinäpfel, falsche Hauswurz, Sanikel (Saunigel). 17. Bärenwurz, Bergpudel, -kümmel. 18. Gamsbart. 19. Alpentost, Waldblern. 20. Alpenbrandlattich, Rabenpletscherl. 21. Alpenkreuzwurz, Schawa. 22. Judenkirsche, Laterndel. 23. Bergziest, Lachkraut. 24. Alpenbetonie, Schafwanze (gelbweiß). 25. Aurikel, Gamsblümlein. 26. Bergknöterich, Bring-mirs-wieder (mit Zwiebeln). 27. Alpendampfer, Stropfenpletschen. 28. Frühlingskrokus, wilder Safran, Zeitlose, Purzigagerle. 29. Frühlingslevkoje, -knotenblume, Schneeveilchen, Märzenbecher. 30. Allermannsharnisch, Lanawurz.

87. Fragebogen: Blutsverwandtschaft, Altersstufen

87 / A

 1. Verwandtschaft, Freundschaft, Magenschaft, Gemacht, Gespunst, Sippschaft (Nebenbedeutung?), Band(el). 2. Raa. wie: Die (meine) ganze Freundschaft, eine nette Sippschaft, die ganze Bande. 3. Wendungen wie: Mit jemanden in Verwandtschaft stehn, zur Verwandtschaft gehören. 4. Ausdrücke wie: Verwandt, gefreundet, anfreund sein. 5. Wir männliche und weibliche Verwandtschaft unterschieden? 6. Allgemeiner Ausdruck für männliche Verwandte (Vetter), 7. für weibliche Verwandte (Mume, Base, -el). 8. Nahverwandt; fern-, entfernt verwandt (weitschichtig verwandt).

87 / B

 Verwandtschaft in aufsteigender Linie: 1. Eltern (Ahnleut). 2. Zuss. wie Pflege-, Stief-, Zieheltern. 3. Zuss. wie Elterngut, Elternliebe. 4. Vater (Ahn, Nonn, mein Alter, Papa, Natti, Tata). 5. Zuss. wie Herbergs-, Nähr-, Zieh-, Haus-, Stiefvater. 6. Zuss. wie Vaterschaft, Vateramt (in der Bruderschaft), Vaterweh (= Bauchweh?). 7. Altväterisch. 8. Raa. wie: Einen wie den Vater bitten, d. h. inständig. 9. Mutter (Amme, Namme, Nonne, Mama, Alte). 10. Zuss. wie Stief-, Ziehmutter, 11. wie Muttersöhnlein. 12. Mutterseelenallein. 13. Bemuttern. 14. Großvater (Ehn, Ehnl, Nane, Nenl, Anlvater, Enke, Herrlein). 15. Großmutter (Ahnfrau, -fräulein, Anl, Anka, Anlmutter). 16. Raa. wie: Bei der Anl schlafen (= in einem ungemachten Bett schlafen), die Anl mit der Laugen (= dunkle Regenwolke). 17. Urgroßvater (Aberehn, Urehn, Ginkenke, Guckehnl, Urehnherr). 18. Urgroßmutter (Urahne, Guckanl, Urahnfrau). 19. Ururgroßvater (Pfuchehn). 20. Noch weiter zurückliegende Grade. 21. Die Vorfahren insgesamt (Fordern, Altfordern). 22. Werden die Vorfahren väterlicher- von denen mütterlicherseits besonders geschieden?

87 / C

 Verwandtschaft in absteigender Linie: 1. Allgemein: Nachkommen, Nachfahren, Afterkommen; auch Schimpfbezeichnungen: Trucht (= Gesindel), Gefick (= liederliche Familie). 2. Ehelicher und uneheliche Kinder (Ehkind und lediges Kind). 3. Gefratz (als Sammelbegriff für alle Kinder einer Familie). 4. Zuss. wie Stief-, Findel-, Ziehkind. 5. Angenommene Kinder. 6. Sohn; wird bei mehreren Söhnen der älteste oder der jüngste besonders bezeichnet? 7. Tochter. 8. Zuss. wie Haus-, Erb-, Bauern-, Häuslerssohn. 9. Ähnliche Zusammens. mit Tochter. 10. Geschwister. 11. Zuss. wie Stiefgeschwister (Einhalbengeschwister), Milchgeschwister. 12. Bruder. 13. Zuss. wie Stief-, Sauf-, Schnapsbruder. 14. Zuss. wie Bruderschaft, Bruderhof, Bruderlade. 15. Schwester. 16. Zuss. wie Stiefschwester, Bet-, Krankenschwester. 17. Zuss. wie Schwestergut. 18. Enkel (Kindskinder, Afterkind, Änelkind, Enikel, Enkelkind, Ninkele, Tichter); werden die Kinder des Sohnes von denen der Tochter durch besondere Bezeichnungen unterschieden? 19. Urenkel (Aberenikel, Guckinkerl, Unterenkel). 20. Vater-, mutterhalben.

87 / D

 Seitenverwandte: 1. Vatersbruder (Ohm, Onkel). 2. Muttersbruder (Mümling). 3. Vatersschwester (Tante). 4. Muttersschwester (Muhme, Base). 5. Bruder und Schwester des Großvaters und der Großmutter. 6. Geschwisterkinder. 7. Vetter, Cousin (Aussprache!) 8. Base, Cousine. 9. Neffe. 10. Nichte. 11. Großneffe. 12. Großnichte. 13. Ausdrücke wie: anvettern, anbaseln (= jemanden als Vetter, bzw. Base begrüßen). 14. Raa. wie: Wer den Papst zum Vetter hat, wird leicht Kardinal.

87 / E

 Angeheiratete Verwandte: 1. Allgemeiner Ausdruck (Geschwei). 2. Schwiegereltern. 3. Vater der Frau, des Mannes (Schwiegermutter, Schwieger). 5. Bruder des Mannes, der Frau (Schwager). 6. Schwester des Mannes, der Frau (Schwägerin). 7. Schwiegersohn (Eidam). 8. Schwiegertochter (Sünin, Schnur). 9. Verschwägert (geschwägerlich). 10. Gibt es besondere Bezeichnungen für die Frau des Schwagers, den Mann der Schwägerin, für deren Geschwister? 11. Sprichwörtliche Redensarten. 12. Bezeichnungen für Verwandtenheirat (Blutsheirat).

87 / F

 1. Alter im Sinne von Lebensalter (Älter, die Älten, das Geälter, G’ältret). 2. Raa. wie: Noch gar kein Alter haben; ins Alter kommen; ein schönes (hohes) Alter erreichen 3. Altersgenosse (mein Älter, G’älter). 4. Gleichalterig.

87 / G

 1. Die Kindheit. 2. Raa. wie: In seiner Kindheit; Umschreibungen wie: Als ein Kleiner; wie ich noch jung war. 3. Bezeichnung kleiner Kinder (Butzelware, Wutzelwerk, Gfraßt, Scheißer, Hemedlenzel). 4. Nach dem Tode des Vaters geborenes Kind (Maidkind?). 5. Zeitgerecht geborenes Kind (Zeitkind). 6. Sehr klein (butterwinzig, wutzelig). 7. Niedlich, zierlich (däntschig). 8. Kindisch. 9. Sich kindisch benehmen (kindeinen, kindeinsen). 10. Kindisches Benehmen, Kinderei, Kindsköpferei. 11. Erwachsener, der sich kindisch benimmt (Kindskopf, Wurstel).

87 / H

 1. Das jungendliche Alter (Jugend, Jungheit, Jungtum, Jungerheit); von Jugend auf (kleiner Heit); Raa. wie: Da steht eine schöne Jugend; er hat eine harte Jugend gehabt. 2. Allgemeiner Ausdruck für junge Leute (Jugend). 3. Bursche (Jungherr, Bub, Knös, Kerl, Knautel; haben diese Ausdrücke auch oder nur verächtlichen Sinn?). 4. Mädchen (Mädel, Dirndel, Jungatz, Mensch, Menschin, Fettel, Bübin, Gitsche, Flitsche, Mätze, Frischling; haben diese Ausdrücke auch oder nur verächtlichen Sinn?). 5. Raa. für „dem Kindesalter entwachsen“ (Hosenmäßig, nicht mehr in den Kinderschuhen stecken). 6. Unmündig (unmundbar). 7. Vormundschaft. 8. Vormund, Gerhab. 9. Unreif, unerfahren. 10. Jung (jung geschaffen). 11. Umschreibungen, z. B. grün, blaß, naß, käsig. 12. Verstärkungen, z. B. jungeinig, hundsjung, blutjung, grasjung. 13. Raa. wie: Hundsjung und geißnärrisch (kälbernärrisch). 14. Bezeichnung besonderer Altersstufen (hinter zwölf Jahr = noch nicht zwölf Jahre alt).

87 / I

 1. Reifes Alter (gemannet). 2. Umschreibungen (in der Vollkraft der Jahre; im schönsten Alter; im besten Mannesalter). 3. Mann reifen Alters (Mann, Mannsbild, Ding, Recke, Zoch). 4. Eigenschaftswörter wie ein manneter Mensch, ein mannetes Leut. 5. Weib reifen Alters (Frau, Weib, Dingin, Gefüdach). 6. Eigenschaftswörter wie ein weibetes Mensch, ein weibetes Leut. 7. Großjährig (wirtschaftsfähig, mannerisch, gestanden, mündig, mundbar, jährig).

87 / K

 1. Greisenalter, allgemein. 2. Alter Mann (Altherr, Greis). 3. Eigenschaftswörter wie alterlebt, betagt, hochbetagt, bejahrt. 4. Bezeichnungen wie Gragler, Tatel, Kreister, Kraxler, Gogger, Sumser, Fex, Gispel, Racker, Raunzer, Tappnachi, Brunzerling; man gebe bei den einzelnen Ausdrücken ihre Nebenbedeutung an, etwa Gogger = Schwachsinniger. 5. Alte Frau (Greisin, Weibin, Bäben, Waben, Wawa). 6. Alte gebrechliche Frau (Rumpel, Spuchtel, Mürgel, Apostelweib). 7. Altes schwachsinniges Weib (Tumpe, Kordel, Klotsche, Trutsche, Raffel, Runkunkel). 8. Andere mehr minder verächtliche Ausdrücke für altes Weib (altes Reff, alte Schachtel, alte Trommel). 9. Alt (atlet, altig, altgeschaffen, alterlebt). 10. Verstärkungen (greisalt, steinalt, uralt, beinalt). 11. Alt als Verstärkungswort (altersallein = ganz allein). 12. Raa. wie: Jung und alt, alt und neu, alt und grau, alt und runzelig. 13. Alt in Verbindung mit Hauptwörtern (alte Geschichten, alte Haube, alter Schmarrn, alte Fastnacht). 14. Alt werden (altern, älteln, greisen, sich altenen, alteinen). 15. Umschreibende Raa. wie: Zum alten Eisen gehören; über seine Tage kommen; auf die alten Wege gehen; den Siebziger auf dem Buckel haben; schön langsam eingehen; zusammenschliefen wie eine böhmische Leinwand. 16. Altersschwäche. 17. Altersschwach (baufällig, gebrechlich, abfarb, ableg). 18. Greisenhaft (altkindisch, wunderlich). 19. Hauptwörter, die altkindische Leute bezeichnen (Dideltapp, Tolpatsch, Straun, Kalfakter).

87 / L

 1. Welchem Lebensalter wird besondere Bedeutung beigemessen? In welchem Alter ist die Gesundheit besonders gefährdet? 2. Volksglaube und Redensarten (die Schwaben werden erst mit 40 Jahren gescheid; Abrahamgrüßen = 50 Jahre erreichen). 3. Das sogenannte gefährliche Alter. 4. Die Flegeljahre. 5. Nachträge.

(Wir bitten, den einzelnen Verwandtschaftsbezeichnungen auch stets die Mz.- und Vkl.-Form beizufügen)

88. Fragebogen: Geselligkeit, Freundschaft und Liebe

88 / A

 1. Besuchen (auf-, heimsuchen, zukehren). 2. Besuch; Raa. wie: Einen Besuch machen, kriegen; zu Besuch sein, gehen; Vorzeichen, die das baldige Erscheinen eines Besuches ankündigen. 3. Gesellige Zusammenkünfte (vor und nach der Kirche; Heimgarten). 4. Kommt das Zeitwort heimgarten, heimgärteln vor? 5. Gesellschaft (Bedeutung!). 6. Zusammenschluß Gleichgeschlechtiger: Burschen- und Männerbünde (Zechen, Ürten); Jungfern und Frauenbünde. Haben diese Bünde bestimmte Satzungen und Gebräuche, insbesondere bei der Aufnahme und beim Austritt? Wo und wann kommen die Mitglieder zusammen, welche Ziele verfolgen die Bünde? Ihre Organisation (Obmann, Ausschuß); Abzeichen (Fahnen, Wappen). 7. Wie heißen die Mitglieder der Bünde (Zech-, Ürtenbuben usw.). 8. Zusammenschluß gleichartiger Berufe (Zünfte, Innungen). 9. Sind die Ausdrücke Zechamt, -gold, -kerze, -leite, -meister, -pfleger, -probst, -schrein bekannt und was bedeuten sie. 10. Raa. wie: Zechweise essen und trinken. 11. Gesellig (kommod). 12. Solcher Mensch. 13. Ungesellig (ungut). 14. Solcher Mensch. 15. Einer, der mit Geschick Unterhaltungen zu veranstalten versteht (macher, Obermacher, Capo). 16. Einer, der sich ungebeten und unnötig überall wichtig macht (G’schaftelhuber).

88 / B

 1. Freundschaft im schriftsprachlichen Sinne (Kameradschaft); Raa. wie: Freundschaft trinken. 2. Freund im schriftsprachlichen Sinne (Kamerad, Spezi, -el), Mz., Vkl. (Nebenbedeutung von „Freunderl“); „Freund!“ als Ausruf (Frendt!). Raa. wie: Freund und Feind u. a. 3. Freundin, Mz. 4. Befreundet (einem freund sein). 5. Jugendfreundschaft, -freund, -freundin. 6. Hausgenosse. 7. Schlafgenosse (mein Schlaf). 8. Lebensgefährte, -in. 9. Weggefährte. 10. Bedeutung von „Genosse, Gesossenschaft“. 11. Jemandem geneigt sein (ihn gut leiden können, ihn mögen). 12. Zuneigung. 13. Nachsicht gegen jemanden (Nachhängen, Gehängen). 14. Nachsichtig sein (jemandem Gehängen geben). 15. In der Gunst jemandes stehen (den Gehängen haben von einem, einer). 16. Anhänglich. 17. Treu ergeben. 18. Freundschaftsbünde?

88 / C

 1. Feindschaft; in Feindschaft leben. 2. Feind, Mz.; Raa. 3. Feindin. 4. feindlich, feindselig (abhaß, hässierlich); „feindla“ in der Bedeutung „sehr“ (Veranschaulichung in einem Satz). 5. Sich verfeinden. 6. Totfeindschaft, Totfeind, -feindin, totfeind, spinnefeind sein. 7. Einen Haß (Feind) auf einen haben. 8. Jemanden hassen. 9. Einen Groll (Pick) auf einen haben. 10. Jemandem grollen. 11. Gehässig gegen jemanden. 12. Jemandem aufsässig sein.

88 / D

 1. Echt mundartliche Raa. in denen das Wort „Liebe“ vorkommt, wie z. ‚B. die Lieb‘ ist süß, bis ihr wachsen Händ‘ und Füß‘. 2. Zuss. wie Kindes-, Elternliebe u. dgl. 3. Bedeutung und Verwendung des Eigenschaftswortes „lieb“ (ein lieber Schneck!, mein Lieber!). 4. Lieben, gern, lieb haben, karressieren. 5. Verliebt (verbrannt, angebrannt); Raa. wie: Verliebter Kater; verliebte Leut‘ sind niemals g’scheid. 6. Geliebter, Geliebte (Liebster, -e, Liebelein, Schatz, -erl, Gesell, -in; der, die Meinige). 7. Derbe Ausdrücke dafür (Schamster, Gschwuf, Glotsch, Klesche, Mensch u. a.). 8. Zwei Liebende (Liebe). 9. Einander innig, herzlich lieben. 10. Nicht voneinander lassen. 11. Sehnsucht; Sehnsucht haben nach jemandem, sich in Sehnsucht verzehren. 12. Sehnsüchtig. 13. Gemütskrank vor Liebe. 14. Aufrichtig lieben. 15. Treu sein; Raa. 16. Treue; die Treue halten. 17. Heimlich lieben. 18. Heimliche Zusammenkunft zweier Liebender, Stelldichein. 19. Miteinander schäkern (spienzeln, schatzeln, gaspern). 20. Dorfschönheit; setzt man der Schönsten im Dorf einen Baum vors Fenster? 21. Einer den Hof machen; sich den Hof machen lassen. 22. Raa. wie: Sich um eine (einen) drängen, reißen; um die (den) ist ein Geriß.

88 / E

 1. Untreu; Raa. 2. Gibt es ein mundartliches Wort für „Untreue“? 3. Einen verlassen. 4. Eine sitzen lassen. 5. Hinter dem Rücken des (der) Geliebten ein anderes Liebesverhältnis anknüpfen, unterhalten. 6. Umschreibungen für das geschlechtliche Liebesverhältnis überhaupt wie: Mit jemandem gehen; ein Bandel, ein Gspusi mit jemandem haben; die sind angesponnen u. ä. 7. Ein Liebesverhältnis mit einer (einem) anknüpfen (anbandeln). 8. Mit der Liebe eines andern spielen (einen, eine für einen Narren halten). 9. Eine verführen (darankriegen). 10. Sich an einen wegwerfen. 11. Mannstoll. 12. Solches Mädchen. 13. Einem Burschen nachlaufen. 14. Den Männern überhaupt nachlaufen. 15. Flatterhaftes, leichtfertiges Mädchen (Flitsche, Flicke, Flitte, Flucke, Schlampe, Fetzen, Hudel, Mätze, Zauke u. dgl.). 16. Prostituierte. 17. Weibernarr. 18. Hinter jeder Schürze herlaufen u. ä. 19. Herzenbrecher, Don Juan; Raa. 20. Selbstgefällig. 21. Solcher Bursche, solches Mädchen. 22. Eine, einen verschmähen. 23. Spröde, kalt. 24. Solcher Bursche, solches Mädchen. 25. Junge Leute, die sich spröde stellen, ohne es zu sein (ein Heimlicher, eine Heimliche). 26. Auf Liebesabenteuer ausgehen (auf Lepsche gehen u. dgl.)

88 / F

 1. Nächtliche Liebesbesuche machen (fensterln, gasseln, brenteln, Gasse, Dorf, Heimgarten, zu den Menschern, auf die Frei gehen); scherzhafte Ausdrücke dafür. 2. Wie heißt ein solcher Besuch? 3. Den Versuch machen, bei der Liebsten zu fensterln (anbrenteln usw.). 4. Einer, der nächtliche Liebesbesuche macht (Brentler, Gassel-, Menscherbua); besteht ein besonderer Name für mehrere Burschen, die miteinander fensterln gehen? 5. Wie heißen die beim nächtlichen Besuch gesungenen oder gesprochenen Reime (Fensterl-, Gassel-, Brentellieder)? 6. Glück haben beim Fensterln. 7. Von der Liebsten abgewiesen werden, übel ankommen. 8. Sonstige Ausdrücke und Wendungen, die sich aufs Fensterln beziehen.

(Wir stellen es unsern Sammlern frei, weitere erotische Ausdrücke zu berichten)

89. Fragebogen: Religion und Kirche

89 / A

 Allgemeines: 1. Religion. 2. Religiös, fromm, gläubig. 3. Rechtgläubig. 4. Strenggläubig. 5. Ungläubig; Ungläubiger (Atheist). 6. Glaube. 7. Raa. wie: Glauben schenken; Glauben haben (auch = Kredit haben?). 8. „Glauben“ Zw. im gewöhnlichen und religiösen Sinne. 9. Glaubensbekenntnis. 10. Aberglaube. 11. Abergläubisch. 12. Irrglaube (Ketzerei). 13. Irrgläubiger (Ketzer). 14. Irrgläubig (ketzerische). 15. Bigott, frömmelnd, scheinheilig. 16. Solcher Mensch (Betbruder, Frömmler, Himmelzanner). 17. Bigotterie, Frömmelei, Scheinheiligkeit. 18. Die römisch-katholische Kirche. 19. (Römisch-) katholisch; Raa. wie: Einen katholisch machen. 20. Evangelisch, protestantisch. 21. Kalvinisch. 22. Jüdisch, israelitisch, mosaisch. 23. Katholik. 24. Protestant. 25. Kalviner. 26. Jude, Jüdin. 27. Christ, Mz. 28. Zuss. und Ableitungen wie Christenmensch, Christenheit. 29. Christlich und Unchristlich. 30. Raa. wie: Christlich einschenken u. ä. 31. Heide, Mz. 32. Heidnisch.

89 / B

 Das Gebet: 1. Beten (Formen!); Raa. wie: Gut gearbeitet ist doppelt gebetet; richtig (heilig) wie gebetet u. dgl. 2. Zuss. wie vorbeten, nachbeten, einen abbeten (einen durch gewisse Gebete ums Leben bringen, ein alter Aberglaube); Betzeit, -stunde, -Montag, -schemel, -facken (gewisse Abgaben in Schweinen). 3. Eifriger Beter (ein betendes, wohlbetendes Leut); Vor-, Nachbeter. 4. Gebet, Mz., Vkl. 5. Gebetbuch; besondere Arten. 6. Zum Gebet läuten (Ave läuten); das Gebetläuten. 7. Namen der Gebete: Das Vaterunser, der englische Gruß (vgl. 56 C 2 und 3), der Glaube, das Rosenkranzgebet (der freudenreiche und der schmerzhafte Rosenkranz), die Litanei, der Himmelriegel, das Morgen-, Abend- und Tischgebet. (Es wäre erwünscht, daß die täglichen Gebete in ihrer abgeschliffenen bzw. verstümmelten Lautform aufgezeichnet würden.) 8. Der Rosenkranz als Gegenstand (die Bette, der Better, Nuster). 9. Den Rosenkranz beten (nustern). 10. Verschiedene Arten von Rosenkränzen je nach dem Material: Holz-, Kokos-, Josefzäherbette u. ä. 11. Rosenkranzschnur; Rätsel: Was ist mitten im Glauben? Das Bettenschnürl. 12. Die Rosenkranzküglein (Bettenringlein, Grallen, Paterl). 13. Haben gewisse Küglein oder Gruppen von solchen eigene Namen, wie z. B. Vorbeterl? 14. Rosenkranzmacher. 15. Andacht als Seelenstimmung und als Gebet. 16. Andächtig. 17. Maiandacht. 18. Bittgang, -woche. 19. Sich bekreuzigen, an die Brust schlagen (sich aufgesegnen). 20. Sich mit Weihwasser besprengen. 21. Amen; Raa. wie: Ja und Amen sagen; wie’s Amen im Gebet u. dgl.

89 / C

 Die Sakramente: 1. Ein Sakrament; die sieben Sakramente. 2. Das Sakrament der Buße, die Beichte; zur Beichte gehen. 3. Seine Sünden bekennen, beichten. 4. Beichte hören (einen beichten). 5. Zuss. wie Ohren-, Generalbeichte (lange Beichte), Beichtvater, -kind, -stuhl, -zettel, -spiegel, -pfennig, -zeit, -wein usw. 6. Einem die Sünden nachlassen. 7. Sündennachlaß, Ab-, Antlaß. 8. Generalabsolution. 9. Die auferlegte Buße. 10. Buße tun. 11. Der allgemeine kirchliche Ablaß. 12. Ablaßgebete. 13. Die Antlaßwoche und das Antlaßen (eine kirchliche Zeremonie). 14. Das Sakrament des Altares, die hl. Kommunion. 15. Kommunizieren. 16. Hostie. 17. Besondere Bräuche bei der ersten Kommunion. 18. Das Sakrament der Firmung, die Firm. 19. Firmen. 20. Firmpate, -patin. 21. Firmungsband (Firmbindel, die Firm). 22. Das Sakrament der Priesterweihe. 23. Primiz; Bräuche und besondere Ausdrücke. 24. Die Konfirmation der Protestanten; Bräuche und etwaige Redensarten. (Über das Sakrament der Taufe, der Ehe und der letzten Ölung vgl. 63 E und F; 9, D, 12ff.; 55, 9 d ff.

89 / D

 Der Gottesdienst: 1. Die hl. Messe, das Meßopfer; Messe lesen. 2. Benennung der verschiedenen Messen: Stille Messe, Amt und Hochamt, Frühmesse, Engelmesse usw. 3. Etwaige mundartliche Aussprachformen für die einzelnen Teile der Messe (Evangelium, Offertorium, Wandlung usw.). 4. Ministrieren. 5. Ministrant. 6. Opfer; versteht man darunter auch das während der Messe gespendete Geld? 7. Zuss. wie Opfergang, -kerze, -brot, -tier (-figur) u. ä. 8. Opfern, gen Opfer gehen. 9. Sich aufopfern. 10. Raa. wie: Vor und nach dem Gottesdienst (nach der Kirche); der Gottesdienst (die Kirche) ist aus, hebt an; heute ist keine Kirche. 11. Gemütliche Zusammenkunft nach dem Gottesdienst; etwaige Raa. 12. Predigt. 13. Predigen. 14. Prediger. 15. Segen; Raa. wie: Den Segen geben. 16. Zuss. wie Abend-, Sonntagsegen. 17. Raa. wie: Es einem eingesegnen. 18. Christenlehre. 19. Kirchtag, -weihe, -messe; Bräuche und besondere Ausdrücke. 20. Zuss. wie Kirchtagpfennig, -kuh, -schuhe, -wachter, -schneider, -weinzerl u. a. 21. Raa. wie: Das ist ein anderer Kirchtag; mit dir ist kein Kirchtag zu haben; die Kathl ist in den Kirchtag gekommen. 22. Der Jahrmarkt am Kirchtag (Tuld). 23. Kirchtagsgeschenk (Kirchtag); besondere Ausdrücke? 24. Nachkirchtag. 25. Abend vor dem Kirchtag (Kirchnacht, Kirchweihsamstag). 26. Rosenkranzfest. 27. Wall-, Kirchfahrt; Bräuche und besondere Ausdrücke. 28. Wallfahrten, kirchferten. 29. Wallfahrer, Kirchferter. 30. Pilgerstock (Kirchfahrtstecken); trägt oder trug man auch ein Pilgergewand und einen Pilgerhut und wie hießen diese?

89 / E

 Kirchliche Gebäude: 1. Kirche (Aussprache!); Mz., Vkl. 2. Kirchenarten: Pfarr-, Filial-, Kloster-, Dom-, Holzkirche u. a. 3. Raa. wie: (In die) Kirche gehen; mit der Kirche ums Kreuz gehen u. dgl. 4. Zuss. wie Kirchenweg, -platz, -herr, -patron, -diener (Mesner), -sänger (Kantner), -gewand u. ä. 5. Kapelle, Mz., Vkl. (Schochen?); etwaige Raa. 6. Zuss. wie Friedhof-, Waldkapelle. 7. Besonders benannte Teile und Einrichtungsgegenstände einer Kapelle. 8. Bildstock, Marter(l), Martersäule. 9. Die Leidensstationen Christi (Kreuzweg). 10. Kreuzwegandacht. 11. Calvarienberg. 12. Kloster, Mz., Vkl.; etwaige Raa. 13. Zuss. wie Klostersuppe, -wein, -bier, -brot, -strützel, -küche, -arbeit, -bild, -gang, -garten, -mauer, -schule, -zelle, Frauenkloster u. dgl. 14. Besonders benannte Teile eines Klosters (Klausur u. ä.). 15. Stift (Gestift), Mz.; etwaige Raa. 16. Zuss. wie Armen-, Kranken-, Dom-, Hoch-, Erzstift; Stiftskeller, -fräulein.

89 / F

 Teile der Kirche: 1. Presbyterium. 2. Kirchenschiff (Haupt- und Seitenschiff). 3. Vorhalle (Laube). 4. Empore. 5. Chor. 6. Sakristei. 7. Turm. 8. Turmspitze, -kreuz, -knopf. 9. Kirchenfenster.

89 / G

Einrichtungsgegenstände u. dgl.: 1. Altar (Betonung!); Haupt- und Seitenaltar. 2. Altarbild, -tuch, -stufen, -leuchter. 3. Tabernakel. 4. Monstranze. 5. Kelch und Dazugehöriges. 6. Kruzifix. 7. Reliquie (Heiltum) und Reliquienschrein. 8. Evangelienbuch. 9. Kanzel (Predigtstuhl). 10. Orgel; Orgel treten. 11. Orgeltreter. 12. Organist (Orgler). 13. Orgel spielen (orgeln, orgletzen). 14. Zuss. wie Orgelpfeife, -groschen, -stimmen (ein Gesellschaftsspiel). 15. Kirchenbank, -schemel. 16. Weihwasser (-brunn). 17. Weihwasserbecken. 18. Rauchfaß. 19. Weihrauch. 20. Räucherkerzchen. 21. Sprengwedel. 22. Ewiges Licht. 23. Opferstock (Gotteskasten). 24. Klingelbeutel (Opferschachtel). 25. Katafalk (Seelentruhe).

89 / H

 Die Kirchenglocken: 1. Glocke, Mz., Vkl.; Raa. wie: Eine Stimme wie ein Glöckerl. 2. Besondere Namen und Benennungen der Glocken wie Bummerin, Elferin, Wetter-, Sturm-, Vesper-, Bet-, Neuner-, Angst-, Wandel-, Lorettoglocke. 3. Sakristeiglocke. 4. Ministrantenglöckchen oder -läutwerk. 5. Zuss. wie Glockenturm, -haus, -stuhl, -schwengel (-klächel), -strick (-ampletz), -speise, -taufe, -weihe, -klang, -streich, -hell. 6. Glöckner, -bub (Läuterbub). 7. Loch für den Glockenstrick (Himmelloch). 8. Läuten Zw.; heißt das Mittelwort „geläutet“ oder „gelitten“? 9. Raa. wie: Elfe, Zwölfe läuten; die Erste, Zweite, Dritte läuten; auf und auf läuten: Mittag, Wetter, Sturm, Schidung, zu Himmel läuten; den Hund zu Grabe läuten; Sauglocke läuten. 10. Zuss. wie an-, aus-, ein-, vor-, zusammenläuten. 11. Zuss. wie Läutwerk, -lohn. 12. Geläute.

89 / I

 Die Geistlichkeit: 1. Priester, Geistlicher, Seelsorger. 2. In den geistlichen Stand treten, geistlich werden. 3. Alumne. 4. Kaplan, Kooperator. 5. Pfarrer, Mz. (Pfarrherr); Raa. wie: Auf einen Pfarrer studieren. 6. Zuss. wie Pfarrerköchin (Hauserin) u. a. 7. Pfarre, Mz.; etwaige Raa. 8. Zuss. wie Neben-, Zupfarre; Pfarramt, -haus, -hof, -kind, -gemeinde, -wald, -vikar (alt auch „Fürpfaff“). 9. Pfarrei. 10. Eingepfarrt. 11. Pfarrwidum (Wimm). 12. Zuss. wie Widumbauer, -mann (Wimmer). 13. Pastor. 14. Rabbiner. 15. Dechant. 16. Dechantei. 17. Diakon und Subdiakon. 18. Kanonikus. 19. Prior. 20. Abt, Prälat. 21. Bischof, Mz.; etwaige Raa. 22. Zuss. wie Bischofsmütze (Inful), -henne, -pulver, Bischofeinweihen (Gesellschaftsspiel). 23. Bistum.24. Superintendent. 25. Erz-, Fürstbischof. 26. Papst. 27. Zuss. wie Papststeuer (Peterspfennig). 28. Probst als Vorsteher einer Kirchengemeinde (Kirchprobst, Kammerer); wie nennt man diese? 29. Weltgeistlicher (alt auch „Pfaffe“). 30. Zuss. wie pfaffenfarb, Pfaffentaffet (bereits berichtete Pflanzennamen wie „Pfaffenkappel“ sind hier nicht anzuführen). 31. Klostergeistlicher (Klösterer, geistliche Leute). 32. Mönch, Mz.; etwaige Raa. und Zuss. 33. Bettelmönch (Klosterbruder). 34. Laienbruder. 35. Millionär. 36. Klosterschwester, Nonne. 37. Oberin. 38. Etwaige mundartliche Benennungen der geistlichen Orden: Kapuziner, Franziskaner, Jesuiten (Jesuwider), Benediktiner, Prämonstratenser, Zisterzienser, Ursulinerinnen usw.

89 / K

 Bekleidung der Geistlichkeit: 1. Sutane. 2. Mönchskutte. 3. Meßgewand. 4. Chorhemd und -rock. 5. Stola (Geistlapeitsche); Stolagebühr. 6. Collare (Geistlahals).

89 / L

 Himmel und Hölle: 1. Himmel im religiösen Sinne; als Fluch (Himmelseiten u. dgl.); Raa. wie: Der Himmel hängt voller Geigen. 2. Himmlisch. 3. Zuss. wie Himmelstein, -wasser. 4. Hölle; Raa. wie: Zur, gen Hölle fahren. 5. Höllisch; das höllische Feuer. 6. Zuss. wie Höllenhund, -kind, -braten, -wabe, -angst, -lärm, -strafe, -pein, -geld, -arbeit, höllenweit, -zuwieder, höllmentisch; als Fluch in Zuss. wie Höllsakra, -meisen! 7. Fegefeuer. 8. Die vier letzten Dinge. 9. Seele, Mz.; Raa. wie: Kein Hund und keine Seele; dem hängt schon die Seele heraus; der hat die Seele nach der Zwerch drin; meiner Seel‘ (auch „Sein‘ Seel‘“ = wahrlich?). 10. Arme Seele; Raa. wie: Jetzt hat die arme Seel‘ ein‘ Ruh‘. 11. Zuss. wie Seelbad (gestiftetes Bad), -napf (als Opfer), -mahl, -gerät, -haus, -schwestern, -groschen, -kerze, Seelenleute, -brot, -stuck, -zopf, -gebet, -tränker, -seelengut, -fromm, -los. 12. Verdammen; „verdammt“ als Fluch (verdammt, verzwirnt, verbeint u. a.). 13. Peinigen, quälen. 14. Erlösen.

89 / M

 Die göttlichen Personen: 1. Die drei göttlichen Personen, die Heilige Dreifaltigkeit. 2. Gott; Mz. zur Bezeichnung heidnischer Götter und in der Frageformel: „Wieviel sind Gott?“ Antwort: „Ein Gott und drei Personen.“ Vkl. „Göttel“. Ausruf: O Gott, Gotteles! 3. Raa. wie: Einen hinter und vor Gott bitten (sehr bitten); Gott zu Liebe etwas tun; gott und gar. 4. Formelhafte Wendungen wie: Gott steh mir bei! Gott willkommen! Daß Gott erbarm‘! Daß Gott erkenn‘! Will’s Gott! Weiß Gott! Tröst‘ ihn Gott! Gottlob! Gott sei Dank! Gott wahr! (= in der Tat!); Gott gebe! (sei es, daß …, im Falle, daß …); Gott-der-keit! Gott-wohl-keit. -spricht! (= gleichsam); Beikinge-Gott! Baiggn-dir-Gott! (Gott sei dir gnädig!) u. a. 5. Zuss. wie Gottesgabe, -lohn, -wort, -willen (um, durch Gotteswillen!), -meister, -dienst, -weg, -pfennig, -jammer, -schande, -welt, -namen (alles durch den lieben Gottesnamen tun), -gewalt, -haus, gotteseinzig (gottig, gotzig), -elendig, -fürchtig, -wegen (= meinetwegen), gottöberst, -vergeß, -sammen, -los, -ergeben u. ä. 6. Als Fluch: Gotz-, kotz-, potztaufend, -christ! 7. Herrgott; Herrgöttel (aufgeblasener Mensch). 8. Herrgottswinkel. 9. Gottvater, Himmelvater, -tatel. 10. Gott Sohn. 11. Jesus Christus. Als Ausruf: Jes(s)as! Jeschgas! Jö! Jui! Jösile! Herrjee! Jemine! 12. Davon abgeleitete Zw. wie jöseln, jösigen, jöggisen, jöschpeln, jöschpetzen (= jammern oder quälen?). 13. Der heilige Geist. 14. Zuss. wie Heiligengeistbrunnen, -krapfen, -nudeln, -loch (Öffnung zum Herunterlassen der Holztaube am Pfingstfest). 15. Mutter Gottes, heilige Maria, Himmelmutter, -mammerl, unsere liebe Frau. 16. Maria als Ausruf: Jesus-Maria-Josef! Marandanna! 17. Der heilige Josef, der Nährvater. 18. Engel, Mz., Vkl.; Raa. wie: Alle Engel singen hören; Engel tragen (Kinderspiel). 19. Zuss. wie Engelspiel, -gulden, -schilcher, -engelsatt, Schutz-, Blasengel. 20. Englisch, engelet. 21. Erzengel; volkstümliche Formen ihrer Namen Gabriel, Michael, Raphael, Uriel. 22. Heilig; ein Heiliger, eine Heilige; -igin, die Heiligen. 23. Heilig als Bekräftigung: Das geschieht heilig; das ist heilig derlogen; heilig und gewiß! 24. Raa. wie: Alle Heiligen anrufen. 25. Zuss. wie Heiligenbild, -statue. 26. Heiligkeit (auch als Bezeichnung für ein geweihtes Messingbildchen?). 27. Selig; ein Seliger, eine Selige, die Seligen; mein(e) Selige(r). 28. Raa. wie: Gott hab‘ ihn selig! 29. Heilig-, seligsprechen. 30. Die zwölf Apostel (Zwölfboten). 31. Zuss. wie Apostelreiter, -wein, -tag, -ofen, -leuchter, -mann. 32. Die Jünger. 33. Die vier Evangelisten. 34. Die Märtyrer. 35. Die Propheten. 36. Die vierzehn Nothelfer.

90. Fragebogen: Mythologisches

90 / A

 Böse Geister: 1. Teufel, Mz., Vkl.; Verunstaltungen dieses Wortes als Deckname oder Fluch (Teigl, Teixl, Tei u. ä.). 2. Raa. wie: Den Teufel an die Wand malen; das soll der Teufel holen; sich den Teufel um etwas scheren; das kannst du dem Teufel seiner Großmutter erzählen; den reitet der Teufel; er ist des Teufels; das ist dem Teufel zu schlecht; dem Teufel Wasser nachtragen (rückwärts gehen); da sitzt der Teufel darauf; ein armer, dummer, rechter Teufel. 3. Zuss. wie Spei-, Feuer-, Fliegen-, Reiß-, Fegteufel (Bißgurre), Teufelskerl, -mensch, -zeug, -gfraßt, teufelmäßig, -winnig, das Teufeleinsperren. 4. Teuflisch (auch als bloße Verstärkung). 5. Teufeln Zw. (auch = fluchen?); Raa. wie: Daß alles teufelt; daß alles geteixelt hat. 6. Zuss. wie ab-, aus-, fort-, her-, umteufeln. 7. Andere Decknamen des Teufels wie der Böse, böse Feind, Gott-sei-bei-uns, der Schwarze, Hörndlbauernbub, Rawuzel, Gangger(l), Gaungerlifaunz, Tschangel, Jankerl, Tschaderwartel, Schuberl, Tschuggauf, Graunzel, Gschnalljuchzer, Alberer, Betel, Gugger, Jäger, Bock, Gamsjäckel, Tschufferl, Weigel, Belzebub, Mephisto u. a. 8. Der Pferdefuß, die Krallen und Hörner des Teufels. 9. Abergläubische Vorstellungen, Bräuche und Raa., die sich auf den Teufel beziehen. 10. Gespenst (Geist); man beachte, daß das Wort „Gespenst“ meist nur als Schelte verwendet wird, während die Gespenster „Geister“ heißen; kommt das Wort „Geist“ noch in der Aussprache „Goast“ statt „Gaist“ vor? 11. Raa. wie: Geister sehen, bannen; aussehen wie ein Geist (Gespenst); ein dienstbarer Geist. 12. Zuss. wie Geisterstunde, -geschichte, -seher, Berg-, Klopf-, Unruh-, Höllengeist. 13. Böse und gute Geister; Ausruf: Alle guten Geister! 14. Geisten, -ern (spuken). 15. Umgehen, umgeistern. 16. Anfechten (anweigen, angeistern). 17. Anfechtung, Spuk (Anweigung, Anweigel). 18. Vorahnung. 19. Anzeichen. 20. Sich anmelden.

90 / B

 Von welchen Spukgestalten spricht oder sprach das Volk in Ihrer Gegend? 1. Die weiße Frau. 2. Hausgeister und Kobolde. 3. Feldgeister (Roggenmume, Bilwißschnitt). 4. Waldgeister (Schrättel, Waldfrau). 5. Berggeister (Bergmännlein, salige Frauen, Bergstutzen, Alberer). 6. Wassergeister (Wasserneck, Bogermann, Nixe). 7. Luftgeister (Drache, feuriger Strohschaub, Elfen). 8. Der Ork (Nörggele). 9. Der Mann ohne Kopf. 10. Die Tödin. 11. Riesen. 12. Zwerge (Wichtel). 13. Der feurige Hund. 14. Der Alp (das Alpdrücken). 15. Die Drud. 16. Feen. 17. Schlangenkönig (Natternkrönlein). 18. Sonstiges.

90 / C

 Wie zeigen sich die Erscheinungen und wie beschwört oder bannt man sie?

90 / D

 Der Kreuzweg und seine Bedeutung im Aberglauben Ihrer Gegend?

90 / E

 1. Zaubern, Hexen; Raa. wie: Ja, hexen kann ich nicht. 2. Zuss. wie an-, her-, ver-, bezaubern (-hexen); Raa. wie: Ein verzauberter Prinz; das ist verhext; das hat mich gehext. 3. Der Zauber; ein fauler Zauber. 4. Zauberer, -erin. 5. Zauberei, Hexerei; Raa. wie: Schnelligkeit ist keine Hexerei. 6. Hexe, Mz.; Raa. wie: Eine alte Hexe. 7. Zuss. wie Hexenmeister, -tanz, -kessel, -glocke, -schuß, -schießen, -schnalzen; Wetter-, Spanhexe. 8. Hexisch (auch als Verstärkung). 9. Blendwerk (Blenderei, Geplerr).

91. Fragebogen: Schule und Unterricht

91 / A

 Allgemeines: 1. Schule, Mz.; Raa. wie: Bei einem in die Schule gehen; aus der Schule schwätzen. 2. Zuss. wie Volks-, Bürger-, Knaben-, Mädchen-, Mittel-, Hoch-, Ackerbau-, Judenschule; Raa. wie: Da geht’s zu wie in einer Judenschule. 3. Schüler, -erin; Schulbub, -mädchen. 4. Zuss. wie Volks-, Bürger-, Mittel-, Hoch-, Muster-, Vorzugsschüler. 5. Guter, schlechter Schüler. 6. Klassenerster und -letzter. 7. Anfänger (Abcschütze). 8. Schuljahr. 9. Schulanfang; das Schuljahr fängt an. 10. Schulschluß. 11. Schlußprüfung. 12. Gottesdienst am Anfang und Ende des Schuljahres (Hl. Geistamt, Bitt-, Dankamt). 13. Schuldiener.

91 / B

 Das Schulgebäude: 1. Das Schulhaus, die Schule. 2. Klassenzimmer (Klasse). 3. Die untern (kleinen) und die obern (großen) Klassen. 4. Schulbank; Raa. wie: Die Schulbank drücken. 5. Erste und letzte Bank (Eselbank). 6. Katheder. 7. Schulgarten. 8. Konferenzzimmer. 9. Physikalisches Kabinett. 10. Etwaiger Schülerausdruck für den Abort. 11. Sonstige ortsübliche Bezeichnungen für Teile des Schulgebäudes.

91 / C

 Bücher und Lehrmittel: 1. Schulsachen. 2. Schulranzen. 3. Schultasche, -zecker, Kalier. 4. Fibel (Namenbüchlein). 5. Buch (die Les‘), Mz.; ist jedes Buch ein „Büchel“ oder hat dieses Wort verkleinernden Sinn? 6. Zuss. wie Lese-, Rechen-, Notiz-, Kassa-, Evangelien-, Gesangs- (Lieder-) buch. 7. Katechismus. 8. Die Bibel (biblische Geschichte). 9. Heft (Theke), Mz., Vkl. 10. Zuss. wie Schreib-, Rechen-, Zeichenheft. 11. Hand-, Schreibtafel und Zugehör (Schwamm, Lappen). 12. Zuss. wie Taferlklasse. 13. Wandtafel. 14. Wandkarte. 15. Griffel, Mz. 16. Bleistift, -feder. 17. Raa. wie: Den Griffel, den Bleistift spitzen. 18. Die Schreibfeder und ihre Teile (Federstiel, -halter, Metallfeder); ist die Erinnerung an die Kielfeder noch lebendig? 19. Die Feder eintauchen, reinigen. 20. Federschachtel, -pennal. 21. Tinte; besondere Bezeichnungen für die farbigen Tinten? Raa. wie: Der sitzt in der Tinte. 22. Zuss. wie Tintenfaß, -zeug, -wischer, -schlecker. 23. Tintenklex, -patzen (Sau); einen Patzen machen. 24. Löschpapier, -wiege. 25. Ablöschen. 26. Streusand, -büchse. 27. Radiergummi. 28. Radieren, ausradieren (Aussprache!). 29. Papier; einige Stücke, Blätter Papier, ein Bogen Papier. 30. Zuss. wie Schreib-, Zeichen-, Brief-, Paus-, Seiden-, Pack-, Pergament-, Goldpapier; Papierschere, -messer. 31. Ein papierener Kerl. 32. Lineal (Lenier). 33. Linieren. 34. Reißbrett, -zeug, -feder. 35. Malkasten. 36. Pinsel, Mz., Vkl. 37. Pinseln Zw. 38. Wasserfarben. 39. Tusche. 40. Schulkatalog. 41. Turngeräte (Kletterstange, Bock, Reck, Barren, Hantel). 42. Sonstige Ausdrücke für besondere Lehrmittel.

91 / D

 Die Lehrpersonen: 1. Lehrer (Schulmeister), Mz.; Raa. wie: Einen als Lehrer haben u. a. 2. Zuss. wie Ober-, Unter-, Fach-, Hilfs-, Klassen-, Turn-, Gesangslehrer. 3. Der Lehrer der ersten und der letzten Klasse (der kleine und der große Lehrer). 4. Lehr-, Schulgehilfe (Kautner). 5. Lehrerin (die Fräulen). 6. Handarbeits-, Industrielehrerin (Stickfräulen). 7. Katechet. 8. Schulleiter, -direktor, -rat, -inspektor. 9. Einen etwas lehren (lernen); Raa. wie: Ich werde dich lehren! einen Mores lehren.

91 / E

 Unterricht: 1. Der Schulunterricht (Schule); Raa. wie: Die Schule fängt an, ist aus; wann haben wir aus?; heute ist keine Schule. 2. Zuss. wie Nachmittags-, Sonntagsunterricht (-schule). u. ä. 3. In die Schule eintreten; aus der Schule austreten. 4. Sich einschreiben lassen. 5. Aus der Schule ausgeschlossen, hinausgeworfen werden. 6. Lernen; auswendig lernen; leicht und schwer lernen; ein gelernter Tischler. 7. Zuss. wie einlernen, erlernen, anlernen (zu etwas Schlechtem verleiten). 8. Sich etwas merken, im Kopfe haben. 9. Sich nichts merken können, alles vergessen. 10. Dem Unterricht nicht folgen können, nicht mitkommen, hinten bleiben. 11. Aufmerksam sein, aufpassen. 12. Unaufmerksam sein. 13. Folgen, gehorchen. 14. Gehorsam, folgsam, artig (brav). 15. Ungehorsam, unfolgsam, unartig (schlimm). 16. Ausgelassen. 17. Etwas aufgeben. 18. Schulaufgabe; Raa. wie: Aufgaben machen; das ist keine leichte Aufgabe. 19. Etwas auf haben. 20. Prüfen. 21. Prüfung. 22. Zuss. wie Aufnahms-, Schluß-, Nachprüfung. 23. Durchfallen, sitzen bleiben. 24. Repetent (Sitzenbleiber – Eseltreiber). 25. Aufsteigen. 26. Nachsitzen (da bleiben). 27. Einen Schüler aufrufen. 28. Sich melden. 29. Aufzeigen. 30. Angeben (verschergelen). 31. Einflüstern, -sagen. 32. Tuscheln. 33. Schule schwänzen (sterzen, pracken; sich hinter die Schule setzen). 34. Strafe; eine Strafe geben, kriegen. 35. Strafen Zw. 36. Strafbar. 37. Straflos. 38. Sich hinausstellen, hinausknien müssen. 39. Das spanische Rohr (Rohrstaberl). 40. Rute (die birkene Ahnel). 41. Schlag auf den Handteller (Batzen); einen Batzen kriegen. Machen die Kinder bezüglich der Stärke der Schläge einen Unterschied? 42. Schulzeugnis, -ausweis, -nachricht. 43. Zuss. wie Zeugnisverteilung, Sittenzeugnis. 44. (Klassifikations)note; eine Note geben; eine gute, schlechte Note; volkstümliche Namen der Noten (Einser, Vierer, Pinsch). 45. Sitten-, Fleißnote; Sittenpunkt. 46. Fleißzettel. 47. Fehler (Plutzer), Mz.; einen Fehler machen. 48. Zuss. wie Schreib-, Rechen-, Denkfehler. 49. Ausbessern, verbessern, korrigieren. 50. Verbesserung, Korrektur. 51. Schulstunde; die Stunde ist aus. 52. Unterrichtspause. 53. Täuscheln (fendern). 54. Frei haben. 55. Schulferien; besondere Arten (große Hauptferien, Weinlese-, Kartoffelferien).

91 / F

 Unterrichtsgegenstände: 1. „Welchen Gegenstand habt ihr jetzt?“ – „Wir haben jetzt Religionsunterricht.“ 2. Lesen; er liest (lest), hat gelesen (gelest); Raa. wie: Ein schönes Lesen; das ist ein anderes Lesen! 3. Fehler beim Lesen wie: Stecken bleiben; sich verhaspeln u. dgl. 4. Schreiben (Aussprache! Mittelwort!); er schreibt sich N. N. 5. Zuss. wie auf-, ab-, ein-, aus-, über-, unter-, nieder-, ver-, beschreiben; Schönschreiben; schlecht angeschrieben. 6. Schlecht schreiben (schmieren, kratzen, tageln). 7. Brief, Mz., (Aussprache!), Vkl.; einen Brief schreiben. 8. Zuss. wie Liebes-, Geschäftsbrief. 9. Schreiber; Amts-, Stuhlschreiber. 10. Schreibstube. 11. Analphabet. 12. Rechnen; Raa. wie: Er ist schwach im Rechnen; z’rechnen (= beinahe) u. ä. 13. Zuss. wie ab-, ausrechnen (ausgerechnet), auf-, ein-, um-, berechnen (berechnend), verrechnen (der hat sich verrechnet); Kopfrechnen; Rechenmaschine, -pfennig. 14. Zahl, Mz.; Raa. wie: Es bleiben drei auf der Zahl (= übrig beim Zusammenrechnen). 15. Ziffer (Geschlecht!), Mz.; Raa. wie: Mit Ziffern rechnen, schreiben. 16. Zuss. wie Ziffernfresser. 17. Beziffern Zw. 18. Nummer (Geschlecht!), Mz.; Raa. wie: Das ist eine gute Nummer! Der hat eine gute Nummer bei ihm; auf Nummer 6 u. dgl. 19. Zuss. wie Hausnummer. 20. Numerieren. 21. Hohe und niedere Zahlen. 22. Gerade und ungerade Zahlen. 23. Null als Zahl und „die Null“ als Ziffer; Raa. wie: Es geht Null auf Null auf; der ist eine große Null, ein Nullerl. 24. Eins; einer, eine, eines; ein Baum, eine Hütte, ein Haus; „die Eins“ als Zahl und „der Einser“ als Ziffer; Raa. wie: Der Himmel ist ein Feuer gewesen; er ist ein Blut, ein Wasser geworden; da ist ein Morast; nicht einer (= gar keiner); einen kenne ich nicht (= es gibt keinen, den ich nicht kenne). 25. Zwei Bäume, zwei Hütten, zwei Häuser; „die Zwei“ als Zahl und „der Zweier“ als Ziffer. Raa.? 26. Aufzählung der Zahlen von 3 bis 20 mit und ohne Endungs-e unter Angabe, wann die flektierte und wann die unflektierte Form gebraucht wird (z. B. „vier“ und „viere“); Raa. wie: Alle guten Dinge sind drei; eine böse Sieben u. dgl. 27. Der Dreier, Vierer usw. 28. Aufzählung der Zehner von 30 bis 100; Raa. wie: Der hat hundertundeine Ausrede. 29. Tausend, Million, Milliarde. 30. Hunderter, Tausender. 31. Millionär, Milliardär. 32. Die Ordnungszahlen: Der erste, zweite, dritte usw.; Raa. wie: Auf der ersten Seite; in der zwölften Stunde; vom Hundertsten ins Tausendste kommen u. ä. 33. Einmal, zweimal, dreimal; Raa. wie: Einmal ist keinmal. 34. Einerlei, zweierlei, dreierlei, viererlei. 35. Je eins, zwei, drei. 36. Der, die, das einzige, die einzigen; kein einziger, -es, keine einzige. 37. Einzeln (z’einzigen, b’einzigen, einletz, einletzig); vereinzelt. 38. Zu zweit, dritt. 39. Der, die, das letzte; Raa. wie: Die letzte, die beste. 40. Zuletzt (auf die Letzt); Raa. wie: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. 41. Volkstümliche Ausdrücke für die vier Rechnungsarten (zusammenzählen, abziehen usw.). 42. Zuss. wie einem etwas hinaufdividieren. 43. Wie lauten die mathematischen Formeln: 1 + 2 = 3, 5 – 4 = 1, 1 x 7 = 7, 12 : 4 = 3 in Worten? 44. Geschichte. 45. Geographie. 46. Naturgeschichte, -lehre. 47. Zeichnen. 48. Zuss. wie ab-, auf-, aus-, ver-, bezeichnen. 49. Strich, Mz., Vkl.; Raa. wie: Einen auf dem Strich haben. 50. Zuss. wie Haar- und Schattenstrich. 51. Linie, Mz. 52. Schraffieren (stricheln). 53. Ausziehen. 54. Durchpausen. 55. Herausfahren, danebenfahren beim Zeichnen. 56. Malen; ich habe gemalt (gemalen); Raa. wie: Einem etwas malen. 57. Zuss. wie an-, aus-, bemalen; Raa. wie: Er steht da wie ein angemalener Türk‘. 58. Maler, -erin. 59. Malerei. 60. Gemälde (G’mal). 61. Turnen; einen im Turnen (als Lehrer) haben. 62. Turnstunde. 63. Turnübungen; ihre Namen: Klettern, Hoch- und Weitspringen, sich aufziehen, Bauchwelle, Kniebeuge usw. 64. Namen für besondere Turnspiele.

92. Fragebogen: Der Bauernhof (1)

(Da infolge der örtlich verschiedenen Bedeutung einzelner Ausdrücke aus den im folgenden abgefragten Begriffsgruppen leicht Mißverständnisse oder Verwechslungen unterlaufen können, bitten wir, diesmal jedem Wort eine kurze Bedeutungsangabe beizufügen. Etwaige besondere, nur einer bestimmten Gegend eigene Gegenstände oder Vorstellungen mögen am Ende des entsprechenden Absatzes behandelt werden. Der besseren Veranschaulichung halber ersuchen wir um Beigabe eines einfachen Grundrisses der beschriebenen Gehöfttype mit ihren Teilen und Räumlichkeiten.)

92 / A

 1. Das Wohnhaus (Feuerhaus) zum Unterschied von den Wirtschaftsgebäuden. 2. Raa. wie: Haus und Hof; aus dem Häusel sein; sich aus dem H. bringen lassen; von Haus aus; Haus halten, haben; es ist niemand zu Hause, daheim; ich gehe nach Hause, heim; ich komme von zu Hause, von daheim. 3. Zuss. wie Hausbrauch, -ordnung, -halt, -haben, -wirtschaft (Gehäuse), -rat (-gerechtel, -gerüst, -plunder), -brachse, -laib, -loden, -mühle, -lacke, -acker, -wald, -alm, -natter (Aberglaube!), -brand (-gebrannter), -armer, -trottel (-tepp, -poppel, -stock), -knecht, -diener, -urschel, -vater, -mutterl, -segen, -wurm, -hoch, -häbig (-sässig, -gesessen, -hausig); Bauern-, Zoll-, Wirts-, Zuhaus u. dgl. 4. Häuslich (hauslich, -let). 5. Behausung (Hausung). 6. Zw. hausen und Zuss. wie ab-, auf-, um-, aus-, ein-, vonhin-, der-, verhausen; gut oder schlecht (letz), leicht oder schwer (hart) hausen. 7. Sich einhäuseln (verglasen, von Schnecken gesagt). 8. Wie heißt der untere gemauerte Teil des Hauses zum Unterschied vom aufgesetzten hölzernen (Mantel)? 9. Nebenwohngebäude eines großen Wirtschaftshofes (Stöckel). 10. Großes und kleines Haus. 11. Baufälliges Haus. 12. Haus ohne Stockwerke. 13. Ebenerdig. 14. Ein- zwei-, mehrstöckiges Haus. 15. Ein- zwei-, mehrstöckig (-gädig). 16. Stockwerk (Gaden, Obenauf, Mauf). 17. Wand, Mz., Vkl.; Raa. wie: Einen an die Wand drücken; in meinen vier Wänden u. a. 18. Zuss. wie Bretter-, Holz-, Schrotwand. 19. Wie heißen die Balken, aus denen die Wände gezimmert werden? 20. Übergreifende Enden der Wandbalken (Schrotköpfe). 21. Was sind Schließschrote? 22. Hervorstehender Balken bei Tennen und Ställen (An-, Wandschrot).